Informationen über die Schleusensitation in Brunsbüttel und Kiel Holtenau Teil 2

Nach Behördenangaben gehen die Bauarbeiten an der Brunsbütteler Schleuse gut voran. Nach Angaben von Beobachtern dagegen hakt es immer wieder.

Wie ist es wirklich um den Zeitplan für die neue Schleusenkammer in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) bestellt? Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) macht in Optimismus. Nach einigen Problemen zu Beginn der Bauarbeiten laufe es mittlerweile rund, sagt WSA-Sprecher Thomas Fischer. Rund um die Schleuse gibt es nach Informationen von NDR 1 Welle Nord jedoch immer mehr Beobachter, die längst nicht mehr an eine Fertigstellung bis 2020 glauben.

Ende November hatte der Gesamtverband der Häfen in Schleswig-Holstein bereits Alarm geschlagen, als es zu einem zwischenzeitlichen Stillstand auf Europas größter Wasserbaustelle kam. Der Vorstandsvorsitzende Frank Schnabel sprach damals von gravierenden Folgen, längeren Fahrtzeiten und höheren Kosten. Fischer teilt diese Befürchtungen nicht. Die Schleuse in Brunsbüttel müsse ohnehin auf längere Sicht mit zwei großen Schleusenkammern auskommen. Nach Fertigstellung der neuen Kammer sind nach Angaben des WSA-Sprechers nacheinander Grundsanierungen der beiden alten Kammern geplant. “Insofern ist es überhaupt keine Katastrophe, wenn die neue Schleuse später als geplant fertig wird”, sagt Fischer.
Billiger Schiffsdiesel verdirbt das Geschäft auf dem Kanal
Kiel
Immer weniger Schiffe fahren durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Die Folge: Die Ladungsmenge, die zwischen Januar und Mai dieses Jahres durch den Kanal transportiert wurde, ist um mehr als elf Prozent auf 36,2 Millionen Tonnen zurückgegangen. Durch die immer noch meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt fuhren nur noch 12 300 Schiffe – im Vorjahreszeitraum waren es noch 14 000. „Ursache sind niedrige Bunkerölpreise und der weltweit stagnierende Seeverkehr, insbesondere rückläufige Chinaverkehre“, sagt die Sprecherin der Bundeswasserstraßenverwaltung, Claudia Thoma. Hinzu komme das Russland-Embargo. Jetzt zeige sich, „dass auch die frühere technische Unzuverlässigkeit des NOK die Reeder davon abgehalten hat, den NOK zu nutzen“, erklärte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Umso wichtiger sei es, die Zuverlässigkeit des NOK durch eine bessere Infrastruktur zu gewährleisten.
kim
Wirtschaft

Das passt einfach nicht zusammen. Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt, doch die Schleusen sind völlig marode. Zwei der vier Schleusenkammern in Kiel sind sogar seit Jahren stillgelegt. Dabei kommt es ja besonders auf die Schleusen an, damit über die 100 Kilometer der Schiffsverkehr fließen kann. Jetzt soll endlich gehandelt werden: 240 Millionen Euro macht der Bund jetzt für den Neubau der kleinen Schleusentore locker. Die alte Technik stammt noch aus der Kaiserzeit, die neue soll das Schleusen künftig beschleunigen. Doch so sehr die Investition auch als wichtig, notwendig und dringend anerkannt ist – vor 2030 werden die Bauarbeiten nicht abgeschlossen sein. Das heißt: Kiel-Holtenau wird jahrelang zur Kanal-Großbaustelle. mehr

Die maritime Wirtschaft als Chance für Deutschland und Europa Maritime Konferenz in Hamburg

Der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel angeregt, die Nationale Maritime Konferenz 2021 in Friedrichshafen zu veranstalten.

Der Biberacher Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) will die Nationale Maritime Konferenz 2021 nach Friedrichshafen holen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Veranstalter der Konferenz. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Schiffbau, Seeschifffahrt, Meerestechnik oder Klima- und Umweltschutz. Anfang April fand die 10. Auflage in Hamburg statt.
Beim 10. Branchentreffen der maritimen Wirtschaft dreht sich in Hamburg alles um die Digitalisierung.

Spitzenvertreter der deutschen Reedereien, Häfen, Werften, der Zulieferer und Logistik wollen mit Politikern, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern am Dienstag (4.4.) die Chancen und Auswirkungen der Technologie erörtern. Zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) geladen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wollen die Teilnehmer ein gemeinsames Positionspapier zur Digitalisierung unterzeichnen. Die Gewerkschaften IG Metall Küste und Verdi warnten, die Technologie dürfe sich nicht gegen die Beschäftigten richten. Sie haben für Montag (3.4.) zu einer Kundgebung nach Hamburg aufgerufen, um für Aus- und Weiterbildung sowie den Fortbestand von Arbeitsplätzen zu demonstrieren. mehr

Exportschlager Offshore Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven Bremerhaven

Konzern investiert 200 Millionen Euro zur Produktion von Offshore-Anlagen der nächsten Generation. Bis zu 1000 neue Arbeitsplätze.

Hamburg. Gute Nachricht für den Norden: Der Elektrokonzern Siemens baut in Cuxhaven eine Windkraft-Fabrik und schafft dort bis zu 1000 neue Arbeitsplätze. Es ist die erste deutsche Produktionsstätte des Unternehmens für sogenannte Offshore-Windkraftanlagen, die vor den Küsten installiert werden. “Die Entscheidung, eine neue Fertigung in Cuxhaven zu bauen, ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland”, erklärte Siemens-Chef Joe Kaeser am Mittwoch in München. “In der neuen Siemens-Fabrik werden wir bis zu 1000 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen.” Für die Fabrik sind Investitionen von rund 200 Millionen Euro vorgesehen. Geplant ist eine Fertigung von Maschinenhäusern für Windturbinen der nächsten Generation.
Die ersten drei Tripod-Fundamente für den Offshore-Windpark Global Tech I wurden kürzlich mit dem Kranhubschiff „Innovation“ von Bremerhaven aus in das Baugebiet gebracht. Damit ist der Startschuss zur Errichtung des Windparks in der Nordsee gefallen, der später mit Hilfe von 80 Windkraft-Anlagen Strom produzieren soll
Das Land Bremen will in Bremerhaven einen neuen Hafen speziell für die Windkraft-Industrie bauen lassen. Das haben die Bremer Landesregierung und der Magistrat der Stadt Bremerhaven im Juni 2010 während einer gemeinsamen Sitzung in Bremerhaven vereinbart.
Die Gemeinschaft erhofft sich vor allem einen hohen Nutzwert des Hafenausbaus für die Offshore-Industrie. Die genehmigte Kaianlage erweitert das bereits vorhandene Mehrzweckterminal und besteht aus dem eigentlichen Kaibauwerk mit einem Liegeplatz und dem Zufahrtsbereich zur Fahrrinne der Elbe. Der entstehende Liegeplatz ist für Schiffe mit einer Länge von bis zu 240 m und einem maximalen Tiefgang von 14,3 m vorgesehen. Auf einem 300 m langen Streifen, der parallel zum Ufer geplant ist, sollen direkt an der Kaikante Betriebs- und Lagerflächen entstehen.
In einer feierlichen Übergabe überreichte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner am 2. Mai den Planfeststellungsbeschluss zum Bau von Liegeplatz 4. Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven (HWG) begrüßt diesen Schritt, zumal der Bau des Liegeplatzes östlich der Schwerlastplattform seit langem ein zentrales Anliegen der Gemeinschaft darstellt.
Das Cuxport-Terminal wird damit für E.ON der Basishafen für die Installationsphase des Offshore-Windparks Amrumbank. Neben der Zwischenlagerung von Fundamenten und Kabeln wird auch das Installationspersonal von Cuxhaven aus starten. E.ON ist der erste Offshore-Betreiber, der die Anlagen Cuxports als Installationshafen nutzen wird und stärkt hiermit die Rolle Cuxhavens als führender Offshore-Basishafen an der Nordsee. mehr

Die Windkraftanlagen auf dem Meer werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich nur halb soviel Energie ins deutsche Stromnetz einspeisen wie geplant.Bremen will breitere Nutzung der Energie-Fördergelder

Zur schnelleren Netzanbindung von Windparks in der Nordsee hat die Bundesregierung Eckpunkte für neue Haftungsregelungen vorgelegt. Damit wird der Druck auf Netzbetreiber erhöht, mehr Tempo bei der Verlegung von Seekabeln zu machen. Die am Montag veröffentlichten Vorschläge sehen vor, dass bei nicht rechtzeitiger Anbindung ein Offshore-Windpark ab dem 11. Tag einen Schadensersatz in Höhe von 90 Prozent der entgangenen Ökostromvergütungen bekommen soll. In einem eigenen Offshore-Netzplan soll für jeden Windpark ein klarer Startzeitpunkt festgelegt werden.
Polen ist ein wichtiger Kernmarkt für RWE und im Bereich der erneuerbaren Energien ein bedeutender Wachstumsmarkt. Mit drei Windparks verfügt RWE über eine installierte Gesamtleistung von 108 MW. Der Baustart für einen vierten Windpark in der Nähe von Danzig ist gerade erfolgt. RWE plant, bis 2015 jährlich 50 MW Windkraftanlagen in Polen zuzubaue
Hochkomplexe Technik und lange Genehmigungsverfahren verzögern den Bau. Doch Offshore-Anlagen sind für die Energiewende unverzichtbar.Bei Nordic Yards in den Hansestädten Wismar und Rostock entstehen derzeit drei Umspannwerke für Siemens. Auch der Weltkonzern betritt mit dem Bau der Anlagen neues Terrain. Die sogenannten HGÜ-Plattformen sind Herzstücke beim geplanten Aufbau der Offshore-Windparks vor allem in der deutschen Nordsee. Tausende Windkraftwerke sollen vor den Küsten von Nord- und Ostsee in den kommenden Jahren auf dem Meer errichtet werden. Vor allem auf der Nordsee, so die Prognosen, werden die Anlagen wegen des konstanten Windes das ganze Jahr über verlässlich Strom erzeugen. Sie sind unverzichtbar für den Aufbau einer Energieversorgung, die Kohle- und Atomkraftwerke langfristig ersetzen soll. mehr

Am 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten.

m 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten. Es enthält die rechtlichen Regelwerke für die organisatorischen Änderungen im Zuge der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung trägt aufgrund des Gesetzes nun den Namen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (weiterhin abgekürzt WSV). Damit grenzt sich die WSV klarer zu den wasserrechtlichen Zuständigkeiten der Bundesländer ab und verdeutlicht ihre Aufgabe als Verkehrsverwaltung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Alle bisherigen Wasser- und Schifffahrtsämter erhalten durch das Gesetz die Bezeichnung: Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter. Folglich ist auch aus dem ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Heidelberg geworden (weiterhin abgekürzt WSA Heidelberg). mehr