Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

http://www.myholstein.de/                         Quelle http://www.nord-ostsee-kanal-info.de/lichtsignale-am-nok.html   Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist 98,26 Kilometer lang und mit mehr als 33 000 Schiffspassagen (100Mio. to.)die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Durch den Suez- und den Panamakanal fahren weniger, aber größere Schiffe. http://www.myholstein.de/kiel-canal/13-nok-info/1360-die-nok-schleusen http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Dokumentation/2941938/21492704/166653/Highway-fuer-Ozeanriesen.html   Auf dem Kanal wurden im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Tonnen befördert. Bester Kanalkunde ist Hamburg (21,5 Prozent Marktanteil), gefolgt von Rotterdam (17) und Bremen (14). Die Bundeswasserstraße sichert in der Region etwa 3500 Jobs. Für den Bund ist der NOK trotz Passagegebühren ein Zuschussgeschäft. Er muss Brücken und Tunnel unterhalten, betreibt 14 kostenfreie Fähren. (ubi) http://www.myholstein.de/                               Quelle  Historie Hier wird díe Kanalgeschichte hervorragend beschrieben: http://www.nord-ostsee-kanal-infopoint.de http://www.myholstein.de/kiel-canal/32-nok-bildimpressionen/702-historische-bilder-nok-1888-1929 Neue Ausgabe 2012  ähnlich wie diese Seite vom Aufbau, vieles ausführlicher beschrieben. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag14211.html  http://www.nord-ostsee-kanal-infopoint.de/chronik_des_nord_ostsee_kanals.html NDR Quiz Mal was lockeres nach all dem Ärger NDR Fernsehen 1.u. 2. September 2011 Zwischen Elbe und Kanal: Brunsbüttel Historischer Ortskern hält Sturmfluten stand Kanal - Geschichte : nach 600:  Die erste Querverbindung zwischen Nord-und Ostsee führt über Eider, Treene und 16 km Landweg zur Schlei. 1628 : Wallenstein erkennt den militärischen Wert eines Kanals. 1773: Ein Planungsteam unter Militär -Führung schlägt die Route Eckernförde - Friedrichsstadt vor. 1783: Der Eiderkanal wird in Betrieb  genommen. Er führt durch das umgebaute Bett der Eider über sechs Schleusen, Rendburg, den Flemhuder See und Levensau nach Holtenau. 1878: Der Reeder Hermann Dahlström prüft die Wirtschaftlichkeit eines neuen schleswig-holsteinischen Schifffahrtskanals. 1883: Kaiser Wilhelm I. empfiehlt die sofortige Inangriffnahme des Kanalbaus. 1886: 16.März : Das Reichsgesetz betreffend  der Herstellung eines Nord-Ostsee-Kanals wird angenommen. 1887: Grundsteinlegung am 3.Juni durch den 90jährigen Kaiser Wilhelm I. 1895: Am 20. Juni durchschneidet die kaiserliche Yacht " Hohenzollern" ein über den Kanal gespanntes Band. Am 21.Juni  legt Kaiser Wilhelm II den Schlussstein. Die Feiern dauern 4 Tage und kosten 1,7 Mio. Mark. Ab 1903: Der Kanal  wirft Gewinn ab. 1907: Es wird beschlossen, den Kanal vor allem aus militärischen Gründen zu erweitern, aber auch der Handelschifffahrt kommt die Vergrößerung entgegen. Der Kanal soll auf elf Meter Tiefe ausgebaggert werden, außerdem werden je zwei neue Schleusenpaare gebaut. Kosten : 223 Millonen Mark. 1914: Am 24.Juni 1914 durchschneidet wiederum die " Hohenzollern " ein über die neue Holtenauer Schleuse gespanntes Band.  1915-1956:  Der Kanal verfällt zusehens. 1950 gibt es erstmals extra Geld für die Wiederherstellung. 1966: Weil die Böschung teilweise gefährlich  ausgehöhlt ist, beginnt  man  mit  der Verbreiterung des Kanals. Auf  mehrere Jahrzehnte wird am Kanal gebaut. 1994: Die  Schiffspassagen haben  wieder um 5,4 % zugenommen. 1995: Mit  einem  Schiffskorso feiert der Kiel - Kanal seinen  100. Geburtstag. 1995:  Der Kanal  wird  laufend  mit  erheblichem Aufwand weiter modernisiert , inbesondere im Schleusenbereich. Für die schönsten Sprüche die aus dem Lautsprecher des Funkgerätes auf  der Schleuseninsel kommen, haben die Schleusenmeister ein kleines Buch  angelegt .Kostprobe:  Yacht Neptun an Schleuse, würden Sie  mich bitte einführen? oder Hier ist Sportboot Delta Golf 4226, wo  soll ich hinfahren? Dann antwortet der Schleusenmeister : " Op Helgoland soll scheun Wetter sin, foahr man da hin." ( Mehr zum Funkverkehr später). "" Vortrag Peter Ohlsen Geschichte NOk mit historischen  Bildern PDF - Datei s.o. Bei Schietwetter  heißt  es kreisen:       Ein Punkt, an dem Schleusenmeister und Sportbootfahrer aneinandergeraten, ist gerade die Wartezeit vor dem Vorhafen auf dem Sportbootwarteplatz. Auf der Sportbootreede ist es besonders bei schlechtem Wetter ungemütlich, und wenn es voll wird, und man gleichzeitig noch Urlaubsproviant und Gepäck an Bord hat, geht einem  auf einem kleinen Boot schnell die Muffe. Hauptschleusenmeister Neffe ist hier erbarmungslos: " Wer mit einem Boot über See fahren kann, kann ich das auch  aushalten. Wer nicht bei Schietwetter kreisen will, muß sich überlegen, ob er überhaupt auslaufen sollte." Sicher ist für Neffe und seine Kollegen , daß niemand vom Schleusen - Management ein Sportboot mit Absicht draußen verhungern lässt: " Die meisten hier fahren doch  selber, die wissen wie das ist." Nur  müssen  auf  der Schleuseninsel mitunter von einer Minute zur anderen  sämtliche Planungen umgeworfen werden, dann heißt es fuer Sportboote kreisen. " Sportboot sind  grundsätzlich willkommen, aber bitte daran denken, daß ihr  zum Vergnügen unterwegs seit, während andere arbeiten." Regeln für die Kanalfahrt: Die Wasser- und Schifffahrtsämter in Brunsbüttel und Holtenau haben ein Merkblatt für die Sportschifffahrt herausgegeben, das man an Bord haben sollte . Anfordern  kann  man es über die Wasser- und Schifffahrtsämter ( Tel. BRB 04852-8850 und Kiel Holtenau 0431-36030 )  und  abrufbar  über die URL Das Info Blatt für Sportfahrzeuge Im  Nord-Ostsee-Kanal gilt eine Höchstgeschwindigkeit von  15 Stundenkilometer über Grund (!), deren Einhaltung streng überwacht wird. Ausserdem muß  so  weit  wie  möglich  rechts  gefahren werden. Absolut verboten ist auf dem Kanal Wasserskilaufen und Segel, sowie das fahren unter Autopilot. Bei verminderter Sicht dürfen Sportboote den Kanal nicht  befahren. ( Ausser Anlaufen Schutzhäfen Brunsbüttel und Holtenau  von aussen  bis  zum Sportboothafen BRB und Holtenau ( Nordhafen)). . Wenn unterwegs plötzlich Nebel fällt, dürfen Sportboote an " geeigneter Stelle " auf der Kanalstrecke festmachen, wenn die Sicherheit des Verkehrs durch die Weiterfahrt zur nächsten Weiche gefährdet ist. Ansonsten vorsichtig bis zur nächsten Weiche und hinter den Dalben  ( also Landseitig) festmachen. Festmacheringe sind an den fünf westlichen und östlichen Dalben angebracht. Für Sportbootfahrer sind  nur zwei Lichtsignale wichtig : Ein weißes unterbrochenes Licht erlaubt die Einfahrt in den Vorhafen beziehungsweise in  die Schleuse. Die anderen Lichtsignale sind drei  unterbrochene rote Lichter übereinander und ist mitten an  der Weiche zu sehen. Sportboote müssen dann hinter den Dalben warten, bis die Fahrt wieder freigegeben wird. Warten auf  die Schleusung  dürfen Sportboote nur  in den Wartezonen ( hinter Mole 1 Richtung Hamburg), nicht aber in den Zufahrten ( Vorhäfen) zur Schleuse. Für   Davies und Carruthers in Holtenau öffnen sich vor  rund 95 Jahren mittlerweile die Tore " mit schwerfälliger Majestät, und unser kleiner Schiffsrumpf verlor sich im Schoß der Schleuse, die dazu ausersehen war, die größten Schlachtschiffe zu tragen". Schleusen-Akrobatik in Brunbüttel : Auch  95 Jahre später beeindruckt die Größe der Schleuse, als  wir  nach einem holländischen Frachter und der  Funkanweisung " Sportboote bitte Anschluss halten " in die nördliche Kammer der Brunsbüttler Schleuse  einlaufen. Hier eine Zwischenbemerkung in eigener Sache : Daß Sportboote nie vor  Berufsschifffahrt einlaufen sollen  hat folgenden Grund : Wenn  bei  einem Seeschiff die Maschinen ausfallen und vor  dem Schiff ein Sportboot liegt ,war das. D.h.  Das Sportboot würde in 0, nix  zerquetscht  werden (  Egal aus welchem Material  das Sportboot besteht.). Und um dieses zu vermeiden  haben  wir Schleusenmeister die Vorschrift , keine Boote  vor Berufschiffahrt einlaufen zu lassen. Allerdings befinden wir uns in der neuen Schleuse, sie misst  310 mtr + 20 Sicherheitsabstand zum Tor und ist  netto  42 Mtr. breit ( + Fender 2 x1,50 mtr. Bb und Stb. ) und  wurde 1914, knapp 20 Jahre nach der Kanalöffnung in Betrieb genommen. Im  Sommer werden Sportboote hauptsächlich durch die alten( 125 mal 20,5 Mtr. grossen /zulässiger Tfg. 6,5 Mtr ) Schleusen geschleust..Bei Tidenwechesl 120 m möglich. Doch  es ist Nachsaison, so  sind nur  wir  und der Holländer in  der Kammer. Wir lauschen auf Lautsprecherdurchsagen, nachdem keine Anweisung aus dem Schleusenleitstand kommt, halten wir auf die backbordseitigen Fender zu. Die Fender haben wir bis zur Wasserlinie der Princess heruntergelassen: Längs der Kammerwände liegen  hölzerne Schlengel, der sich an Ketten befestigt, mit dem Wasserstand bewegt. Er ist nur etwa  20 cm  hoch, dehalb muß, wem sein Gelcoat lieb ist, die Fender tiefer hängen. Zum Festmachen braucht es aus der Bordhöhe, denn auch einen gewagten Sprung der Skipperfrau. Ingrid Wibbelmann sucht sich in aller Ruhe einen Zielpunkt aus, der mit rutschfesten Matten belegt ist. und hüpft von Bord. jetzt müssen  wir  nur noch auf  das Schraubenwasser des holländischen Frachters, dessen Verstellpropeller auch  in Nullstellung das Wasser der Kammer kräftig  durchrührt , achten. Anders geht es den beiden jungen Engländern in Holtenau.Carruthers : " Über uns leuchtete elektrisches Licht, aber es herrschte eine völlige Stille, bis eine einsame Gestalt uns anrief und den Schiffsführer verlangte. Davies lief einen Niedergang hinauf, verschwand mit der Gestalt im Mantel und kam wieder , wobei er ein Stück Papier in der Tasche knüllte. Es liegt jetzt vor mir und führt unter dem Stempel des Königlichen Zollamts aus, daß für den Gegenwert einer Summe von zehn Mark für Gebühren und vier für die Tonnage ein kaiserlicher Schlepper das Fahrzeug "Dulcibella" durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal bringen werde. Nach wie vor müssen Sportboote die Passage in Kiel bezahlen. Allerdings kostet es inzwischen  mehr. " Scheint billig  zu sein", freut sich um 1900 deshalb auch Skipper Davies. Seinerzeit wurde der Preis für Sportboote und Frachter einheitlich  nach Tonnage berechnet, heute gibt es ein Tarifsystem nach Schiffstyp und-länge ( siehe Kasten ). Abgerechnet wird in Kiel Nach  kurzer Zeit öffnet sich das kanalseitige Schleusentor, wir  machen uns bereit zum Ablegen. "Wir müssen dem Berufsschiff ordentlich Vorsprung lassen" sagt Steuermann Wibbelmann mit Respekt vor dem aufgewühltem Schraubenwasser. Als der Holländer fast schon ganz aus der Kammer ist, werfen wir los, vorsichtig legt Wibbelmann ab. Da passiert es auch  schon , das Boot läuft aus dem Ruder , für eine kurzen Augenblick tippt die Badeplattform am Schwimmfender an. Es ist nichts passiert, erinnert uns aber an den Respekt, den wir den dicken Dampfern schuldig sind. Ebenso wie Carruthers und Davies in Holtenau werden wir die Nacht gleich  hinter der Schleuse im Yachthafen verbringen. Nachts ist der NOK für Sportboote tabu, es sei denn sie nehmen sich  einen Kanallotsen mit. Am nächsten Morgen schüttet es immer noch  wie aus Eimern. Ein Trost, daß es den beiden Engländern vor 95 Jahren nicht anders ergangen ist.. Carruthers erinnert sich an den Start zur Kanalfahrt : " In den frühen Stunden des dunklen und regnerischen Morgens ( ging es ) auch nicht ohne viel Verwirrung und Verlust an Farbe ab. Lärmende kleine Schlepper  trieben  uns  zu Gruppen zusammen." Uns treibt  nur der Regen zu Tempo beim Loswerfen im Yachthafen, dann sind wir im Fahrwasser des Kanales. Es scheint, als ob wir und die anderen Schiffe im ´Kanal durch grüne Wiesen fahren, denn hier führt unser Weg durch die tiefliegende Marsch. Der Kanal ist wie auf einem Bahndamm angelegt, um weitere Schleusen zu vermeiden. Von der Flybridge aus haben wir gute Sicht über das Land.Anders ergeht es dagegen Carruthers: " Vom Deck der " Dulcibella" hatten wir überhaupt keine Sicht. Nur wenn man auf den Mast kletterte, waren über die Ufer hinweg die weiten Ebenen Holsteins zu sehen." Diese Geländeerhöhungen stellte schon vor Jahrhunderten die Kanalplaner vor Probleme, denn es ist schwierig einen Berg zu durchbohren. Während der Bauarbeiten von 1887  - 1895 gab  es gerade an  den erhöhten Strecken häufig Erdrutsche, während man in der Marsch Deiche aus Sand und Klei bauen  mußte. Die Fahrt durch den  Kanal ist undramatisch. Der Wasserspiegel mißt 162 Meter in der Breite , mit dem Tiefgang haben  wir  bei elf Meter Wassertiefe auch keine Probleme. Nur bei den 14 Fährstellen heißt es achtgeben: wenn Fähren  zu Laden am Ufer halten oder an- und ablegen, entstehen im Wasser Strömungen, in denen flachgehende Boote leicht aus dem Ruder laufen können. Das gleiche Problem  gibt es, wenn Berufsschiffe uns zu dicht überholen. Ausguck nach achtern ist allerdings wichtig, grundsätzlich sollte man  so weit wie möglich  rechts fahren. Vor Brücken müssen  wir  nie  den Kopf einziehen. Alle  zehn  Brücken haben  ein licht Durchfahrtshöhe  von 42 Metern, selbst  haushohe Kreuzfahrer passen   noch drunter. Zu  Zeiten von Carruthers und Davies gab  es noch  bewegliche Brücken, den Bauaufwand für die erhöhten Widerlager wollte man  seinerzeit gering halten  

2 Gedanken zu “Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

  1. Hallo Herr Göttling,
    wissen Sie Genaueres über den Fortgang des Kanalausbaus und den Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel?
    Ich will im November mit der Ausgabe 2013 des NOK-Magazins herauskommen
    und werde dieses Mal im Rahmen der “Historischen Betrachtungen” einen
    weiten Bogen vom ersten Ausbau (1907-1914) bis zum jetzt geplanten Ausbau
    schlagen.
    Auch ist ein recht umfangreiches Kapitel zur begrenzten Kapazität des Kanals mit Blick auf die immer größer werdenden Containerschiffe, tw. auch Traumschiffe, vorgesehen.
    Es fällt mir auf, dass nach den vielen Protesten gegen den Stillstand der
    Bauvorhaben (damals waren Politik, maritime Wirtschaft u.a. unisono in den Medien sehr aktiv) nun gar nichts mehr zu hören ist.
    Ich werde von vielen Leserinnen und Lesern nun immer wieder gefragt, wie es denn eigentlich weitergeht am Kanal – und in Brunsbüttel.
    Hängt das “Stillschweigen” vielleicht auch mit der Elbvertiefung zusammen,
    die ja wohl auch noch nicht 100%ig ist ????????????????
    Manchmal habe ich den Eindruck, als wenn “von oben” eine recht
    diffuse Informationspolitik betrieben wird.
    Die von der WSD und vom WSA betriebenen Websites sagen da auch
    wenig Neues aus – alles scheint auf dem Stand von 2011 eingefroren.
    Oder täusche ich mich?
    Wäre nett, wenn Sie mir mal ein paar Zeilen schreiben könnten.

  2. Am Kanal zu liegen mit Bier und Braut ,die Schiffe fahren auf und ab,es sind viele Nationalitäten,man braucht nicht viel zu reden,der Kanal ist Abwechselung genug.Dank dem KAISER für die WERK,und all den Bediensteten,AHOI

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