Hamburg: an der Elbvertiefung darf nicht gerüttelt werden Teil 2 Elbvertiefung kommt – nur wann?

Gleichwohl entspreche das aktuelle Bild des Krisenhafens nicht der Wirklichkeit, so Horch. „Wir wollen nicht nur Container zählen, Hamburg ist ein Universalhafen.“ Er verwies auf die Steigerung bei Massengut wie Getreide, Kohle und Öl um fast sechs Prozent auf 45,5 Millionen Tonnen, das Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft sowie die erfolgreichen Hinterlandverkehre. Beim Weitertransport von Containern markiere 2015 eine Wendejahr, berichtete Jens Meier, Geschäftsführer der Hafenbehörde HPA. „Zum ersten Mal ist nach Gewicht mehr Ware per Bahn als per Lkw befördert worden.“

Ein effizientes „Rein und Raus“ sei das eigentliche Thema für alle Häfen, befand HHM-Co-Geschäftsführer Ingo Egloff. Hamburg stehe in dieser Hinsicht bestens da. „Andere Häfen blicken neidisch auf uns.“ Das gelte auch für den Transport mit Binnenschiffen. Egloff: „Hamburg hat Köln überholt und ist jetzt – hinter Duisburg – zweitgrößter Binnenhafen in Deutschland.“

Trotz ausbleibender Elbvertiefung ist der Trend zu größeren Containerfrachtern ungebrochen. 2015 kamen 150 Mega-Schiffe mit Platz für mehr als 14 000 TEU die Elbe hinauf, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Horch hält die Fahrrinnenvertiefung deshalb unverändert für „das Top-Projekt“ im Hafen. Er rechne mit einer endgültigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in dem Streitfall noch in diesem Jahr. mehr

Die maritime Wirtschaft als Chance für Deutschland und Europa Maritime Konferenz in Hamburg

Der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel angeregt, die Nationale Maritime Konferenz 2021 in Friedrichshafen zu veranstalten.

Der Biberacher Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) will die Nationale Maritime Konferenz 2021 nach Friedrichshafen holen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Veranstalter der Konferenz. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Schiffbau, Seeschifffahrt, Meerestechnik oder Klima- und Umweltschutz. Anfang April fand die 10. Auflage in Hamburg statt.
Beim 10. Branchentreffen der maritimen Wirtschaft dreht sich in Hamburg alles um die Digitalisierung.

Spitzenvertreter der deutschen Reedereien, Häfen, Werften, der Zulieferer und Logistik wollen mit Politikern, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern am Dienstag (4.4.) die Chancen und Auswirkungen der Technologie erörtern. Zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) geladen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wollen die Teilnehmer ein gemeinsames Positionspapier zur Digitalisierung unterzeichnen. Die Gewerkschaften IG Metall Küste und Verdi warnten, die Technologie dürfe sich nicht gegen die Beschäftigten richten. Sie haben für Montag (3.4.) zu einer Kundgebung nach Hamburg aufgerufen, um für Aus- und Weiterbildung sowie den Fortbestand von Arbeitsplätzen zu demonstrieren. mehr

Seehafen Kiel Wachstum an allen Ecken und Enden

Der Seehafen Kiel hat eines der besten Halbjahresergebnisse seiner Geschichte erzielt. In den ersten sechs Monaten wurden in Kiel erstmals 3,7 Millionen Tonnen über die Kaikanten bewegt. Damit konnte ein Zuwachs von 20 Prozent erzielt werden.
In diesem Jahr wollte der Hamburger Hafen die Marke von zehn Millionen Standardcontainern knacken. Doch daraus wird nichts. In der ersten Jahreshälfte erlitt der Hafen einen deutlichen Einbruch. Mit 4,5 Millionen Containern gingen 6,8 Prozent weniger Boxen über die Kaikanten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Marketinggesellschaft des Hafens mit. Ursachen waren starke Rückgänge im Handel mit China (minus 10,9 Prozent) und Russland (minus 35,9 Prozent).
sh:z
Wirtschaft
Containerumschlag im Hamburger Hafen bricht ein
Schuld tragen die Krisen in China und Russland / Massengutumschlag legt zu
HamburgRussland-Sanktionen belasten Häfen
Während der Kieler Hafen vom Straßenbau in Schleswig-Holstein profitiert, bangt Lübeck um seine Verbindungen nach Osten mehr

Ein reibungsloser Wirtschaftsverkehr bedarf nicht nur einer hoch entwickelten Infrastruktur ,sondern auch effizienter Abläufe.

China weitet seine Investitionen in Infrastrukturprojekte aus, die den Handel zwischen Europa und Asien beschleunigen sollen.
AddThis Sharing Buttons

China treibt die eurasische Integration mit massiven Investitionen in die Infrastruktur voran. Dieses Jahr hat das Land bereits 20 Milliarden US-Dollar in ausländische Häfen investiert. Peking plant, die “Neue Seidenstraße” mit einer Seeroute entlang des Arktischen Kreises zu ergänzen.

Während die chinesische Wirtschaft derzeit stärker als erwartet wächst – im zweiten Jahresquartal legte die zweitgrößte Volkswirtschaft um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu – beschleunigt das Land den Aufkauf ausländischer Häfen. In diesem Jahr investierte China bereits 20 Milliarden US-Dollar in Auslandshäfen. Die Investitionssumme ist doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Mit der Eröffnung des Port Office verfolgen wir das Ziel, ein gemeinsames Kontaktbüro für den Gesamthafen in Wilhelmshaven zu etablieren“, erläutert Axel Kluth, Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG (JWP)
Zugleich forderte er ein besseres Management und mehr Begeisterung für den neuen Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. “Ich hoffe, dass die Ankündigung, den Hafen Ende September zu eröffnen, diesmal eingehalten wird. Sicher scheint mir hier aber niemand zu sein”, sagte Weil, nachdem er zuvor erstmals den Jade-Weser-Port besucht hatte.
Seit der für den 6. August fest geplante Eröffnungstermin für den Jade-Weser-Port Wilhelmshaven auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, präsentiert sich dieser ähnlich nackt. Ein einziges Unternehmen hat sich bislang auf den riesigen Gewerbeflächen angesiedelt: der Kühllogistiker Nordfrost. Pünktlich am 5. August will er nach wie vor den Betrieb aufnehmen – mit Ware, die vorerst weiter in Bremerhaven gelöscht und jetzt nach Wilhelmshaven weitergeleitet wird.

Die Panne mit dem Eröffnungstermin deckt alle Schwächen des eine Milliarde Euro teuren Infrastrukturvorhabens auf. Bis dahin konnte es sich in seinem einzigen Wettbewerbsvorteil sonnen: der Wassertiefe von 18 Metern und damit einer von den Gezeiten unabhängige Erreichbarkeit für die größten auf den Meeren kreuzenden Containerfrachter. Plötzlich spricht niemand mehr von 4000 oder 6000 neuen Arbeitsplätzen; die offizielle Sprachregelung hat sich auf 2000 eingependelt. So wird, solange sich keine weiterverarbeitenden Betriebe niederlassen, der Jade-Weser-Port seine Chancen als reiner Umschlaghafen suchen müssen. Wenn die Reeder nicht gleich doch ihrem vertrauten Zielort, Hamburg, und der traditionellen Route durch den Nord-Ostsee-Kanal treu bleiben. Elbvertiefung und Kanalverbreiterung bleiben damit verkehrspolitisch herausragende Weichenstellungen.

Norddeutsche Rundschau
Probebetrieb des Tiefwasserhafens startet

Lange ist um den Tag gerungen worden, an dem im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven der Probebetrieb offiziell beginnt. Jetzt ist es soweit. Am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr soll das erste Containerschiff an der neuen Kaje festmachen, die Hafenlogistiker werden dann die leeren Container entladen.
Deutschlands erster Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, wird nicht wie geplant Anfang August eröffnet. Wegen der mehr als 200 Risse an der Kaimauer kann der Hafen erst Ende September in Betrieb gehen. Das teilten Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) am Dienstagabend in Bremen mit. Vorgesehen ist nun, dass die Kaje auf einer Länge von 1000 Metern bis Ende Juli instand gesetzt wird. Anfang August soll dann der Probebetrieb beginnen. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Risse an der 1725 Meter langen Kaje festgestellt worden. Der Hafenbetreiber Eurogate hatte deshalb Zweifel geäußert, ob der 5. August als Starttermin noch zu halten ist. Eurogate kann die Kaimauer bisher nur auf einer Länge von 400 Metern nutzen. Den neuen Hafen in Wilhelmshaven sollen künftig die größten Containerschiffe der Welt voll beladen tideunabhängig rund um die Uhr anlaufen. mehr

Mehr Engagement bei Hinterlandanbindungen gefordert Elbvertiefung

Der Hafenlogistikkonzern Eurogate baut sein Hinterlandnetzwerk aus. Die Bahnverbindungen in den Südosten Europas werden aufgestockt.

Die konzerneigene Tochter EGIM (Eurogate Intermodal) stärkt München als Hub für seine Bahn­verkehre nach Südeuropa, zum Balkan und in die Türkei, teilte das Unternehmen jetzt mit. Ab sofort biete EGIM zwei wöchentliche Verbin­dungen zwischen München und Budapest an. In weniger als 24 Stunden und ohne Zwischenhalt sollen die Blockzüge den Bahnhof in Budapest-BILK erreichen. Ergänzt wird diese Relation durch drei wöchent­liche Verbindungen von Budapest nach Istanbul (Halkali) in der Türkei.

Die Trockenheit im Süden und der Mitte Deutschlands wirkt sich auch auf den Hamburger Hafen aus. Wegen des geringen Wasserzulaufs muss in der Elbe stärker gebaggert werden, um die für die Schifffahrt erforderliche Wassertiefe zu halten. Mithilfe des Saugbaggers “Alexander von Humboldt” kämpft die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) gegen die Verschlickung der Elbe.
Mehr Engagement bei Hinterlandanbindungen gefordert
Elbvertiefung: Niedersachsen erwägt verlängerte Prüfung
Donnerstag, 26. Januar 2012
McAllister steht der Elbvertiefung kritisch gegenüber.
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat den Bund zu
einem größeren finanziellen Engagement bei den Hinterlandanbindungen der
norddeutschen Häfen aufgefordert. “Wir investieren eine Milliarde Euro in
unsere Häfen, aus nationaler Verantwortung und für ganz Deutschland. Und
weil wir das tun (…), sind wir uns im Norden einig, dass aus nationaler
Verantwortung der Bund dann auch bei den Hafenhinterlandanbindungen mehr
leisten muss, als er bisher geleistet hat”, sagte er am Dienstag bei einem Vortrag
zur “Maritimen Wirtschaft im Norden” im Hamburger Übersee-Club. McAllister
verlangte ein Sonderverkehrsprogramm Nord. “Es bringt nichts, im Norden die
Häfen auszubauen, wenn anschließend die Verkehre auf der Straße und auf der
Schiene nicht abtransportiert werden können.” mehr