Hagedorn: Grünes Licht für den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals!

Es war ein Paukenschlag, als der Haushaltsausschuss am 5. Juni – nur 2 Monate nach seiner Bewilligung von 485 Mio. Euro für den Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel – in der abschließenden Sitzung für den Bundeshaushalt 2014 zusätzlich 265 Mio. Euro für den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals bewilligte und damit ein klares Signal gegen den Investitionsstau am NOK gab.

Doch bereits am 25. Juni irritierte und empörte eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums nicht nur Bettina Hagedorn, die als stellv. Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss für das Dobrindt-Ressort zuständig ist (Zitat): „Der Ausbau der NOK-Oststrecke wird im Zuge der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 neu bewertet und muss dann im Gesamtkontext aller erwogenen Projekte priorisiert werden. Die Priorität desOststreckenausbaus ergibt sich damit erst NACH Abschluss der Bewertungen und Priorisierungen ALLER Projekte im Jahr 2015.“ mehr

IHK Nord fordert stärkere Berücksichtigung des Seeverkehrs

Die IHK Nord fordert vom Europäischen Parlament und der EU-Kommission, die Branche stärker als bislang in internationalen Handelsabkommen zu berücksichtigen.

Schifffahrtspolitik sei auch Handelspolitik, machte Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord, deutlich. Man habe beobachtet, dass weltweit noch viele Beschränkungen für eine freie Schifffahrt herrschten. Dem müsse die EU bei ihren Handelsabkommen mit Drittstaaten Rechnung tragen.

Als Beispiel führte Blank den Jones Act in den USA an: Das Gesetz verbiete Kabotageverkehre an den US-Küsten. Transporte zwischen Häfen innerhalb der Vereinigten Staaten müssten demnach mit Schiffen unter US-Flagge durchgeführt werden. Dies gelte auch für die Feederverkehre vor oder im Anschluss an einen interkontinentalen Seetransport. »Wir bedauern vor diesem Hintergrund, dass TTIP vorerst von der neuen Trump-Regierung ad acta gelegt wurde«, so der IHK-Nord-Vorsitzende. mehr

Am 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten.

m 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten. Es enthält die rechtlichen Regelwerke für die organisatorischen Änderungen im Zuge der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung trägt aufgrund des Gesetzes nun den Namen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (weiterhin abgekürzt WSV). Damit grenzt sich die WSV klarer zu den wasserrechtlichen Zuständigkeiten der Bundesländer ab und verdeutlicht ihre Aufgabe als Verkehrsverwaltung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Alle bisherigen Wasser- und Schifffahrtsämter erhalten durch das Gesetz die Bezeichnung: Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter. Folglich ist auch aus dem ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Heidelberg geworden (weiterhin abgekürzt WSA Heidelberg). mehr

Planfeststellungsbeschluss liegt vor: Jetzt geht es um grünes Licht von der EU, Betreibersuche und potenzielle Investoren Brunsbüttel

Hamburg. Ein ungewöhnliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden macht beim Bund Druck für den Neubau des Schiffshebewerks am Elbe-Seiten-Kanal. Wenn man jetzt nicht schnell handele, werde das Schiffshebewerk Scharnebeck in den nächsten Jahren zum Nadelöhr in Norddeutschland, erklärten Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Donnerstag in der Hansestadt.

Zusammen mit den zwei Handelskammern von Lüneburg und Hamburg sowie den Naturschützern von WWF und BUND haben sie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgefordert, den rund 260 Millionen Euro teuren Neubau in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2015 aufzunehmen, um einen Engpass im norddeutschen Wasserstraßennetz zu beseitigen. Die Schleuse wurde 1974 erbaut.
München. Die Containerschifffahrt hat in den letzten Jahrzehnten einen Boom erlebt. Nach einer Veröffentlichung der Unctad ist der globale Containerverkehr von etwa 50 Millionen TEU (20-Fuß-Container) im Jahr 1996 auf über 160 Millionen TEU im Jahr 2013 gestiegen.

Mit dem zunehmenden Containerverkehr sind auch die Seehäfen gewachsen. Auf riesigen Flächen bewegen sich meterhohe Kräne und entladen die Boxen aus immer größer werdenden Schiffen. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung in China verwundert es nicht, dass der größte Hafen der Welt auch im Reich der Mitte zu finden ist.

Aber auch drei Seehäfen aus Europa können sich unter den Top-20-Seecontainerhäfen platzieren, darunter auch einer aus Deutschland. (cd)

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An der Unterelbe ist vor allem der Elbehafen Brunsbüttel mit seiner strategisch günstigen Lage an der Elbmündung und dem Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal mit Umschlaganlagen sowohl für Massengut als auch für Projektladung von großer Bedeutung. Jährlich werden in den Brunsbütteler Häfen deutlich über 10 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Der Elbehafen Brunsbüttel ist ein hochflexibler Universalhafen mit einem Tiefgang von bis zu 14,80 m. Durch den trimodalen Terminalanschluss werden optimale Transportverbindungen mit den Verkehrsträgern LKW, Bahn, Seeschiff und Binnenschiff gewährleistet. Die Brunsbüttel Ports ist Teil der SCHRAMM group, die unter anderem auch eigene Binnenschiffe betreibt.
Der Elbehafen will auch beim Umschlag von Projektladungen wachsen: Hier wird eine Trafostation verladen. Foto: Brunsbüttel Ports
Das Land hat Fördermittel zugesagt, die ersten Aufträge für die Bauplaner sind erteilt – bisher sprach ziemlich viel dafür, dass ein Offshore-Hafen in Brunsbüttel gebaut wird. Doch jetzt gibt es Zweifel in der Lokalpolitik an dem Millionen-Projekt, und zwar ganz grundsätzliche. Vor allem Kommunalpolitiker aus dem Kreis Steinburg stellen in Frage, dass ausreichend Nachfrage für den neuen Hafen da ist. Denn: In Niedersachsen gebe es bereits Offshore-Häfen, Schleswig-Holstein sei spät dran
Neuer MultiDocker und neuer Radlader optimieren Produktivität und Umschlagsgeschwindigkeit am Universalhafen an der Unterelbe.

Am 11. Juli weiht die Brunsbüttel Ports GmbH einen neuen MultiDocker für das Mehrzweckterminal im Elbehafen ein. Die neue Umschlagsmaschine vom Typ CH74 D der Firma MultiDocker bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten und rundet das Serviceangebot am Hafenstandort Brunsbüttel ab.

Mit einer maximalen Kranreichweite von ca. 22 Mete
Neue Spundwand, tieferes Fahrwasser, neue Pierplatte – Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports ist derzeit dabei, den Elbehafen zukunftsfähig zu machen. Rund 15 Millionen Euro investiert die Firmenmutter Schrammgroup in die bis 2013 laufende Maßnahme. Was es damit im einzelnen auf sich hat, will die Hafengesellschaft Interessierten am 11. August bei einem Tag der offenen Baustelle erklären. mehr

Timeline: LNG Wasserstoff in the port of Brunsbüttel bekommt Erdgas-Tankstelle für Schiffe Teil 3

EU billigt Joint-Venture für LNG-Terminal in Brunsbüttel – Buchholz: Wichtiger Meilenstein für Industrieprojekt

Info Was ist LNG?

Bei LNG (Liquified Natural Gas) handelt es sich um Erdgas, das auf minus 160 Grad heruntergekühlt wird und dabei vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Durch die flüssige Form bietet es gerade bei Lagerung und Transport große Vorteile und macht Gas-Transporte unabhängig von Pipeline-Versorgung. Einer der weltgrößten Exporteure von LNG ist Katar. Als Kraftstoff könnte LNG in Zukunft vor allem in der Schifffahrt Verwendung finden. Daneben ist es auch für die Industrie als Energieträger interessant. sh:z
Schulterschluss mit Hamburgs Hafen Copyright Nordeutsche Rundschau
Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig
Nun ist es amtlich: Der niederländische Konzern Gasunie (Groningen) will in Brunsbüttel ein LNG-Terminal (Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung für Deutschlands erste und bislang einzige LNG-Einrichtung wird zwar erst 2018 fallen, aber klar ist: Die Detailplanungen für die schätzungsweise 450 Millionen Euro schwere Investition laufen nun an, nachdem sich Brunsbüttel in einem harten Wettbewerb gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal bereits Anfang der 2020er-Jahre ans Netz gehen. mehr