Hamburg: an der Elbvertiefung darf nicht gerüttelt werden Teil 2 Elbvertiefung kommt – nur wann?

Gleichwohl entspreche das aktuelle Bild des Krisenhafens nicht der Wirklichkeit, so Horch. „Wir wollen nicht nur Container zählen, Hamburg ist ein Universalhafen.“ Er verwies auf die Steigerung bei Massengut wie Getreide, Kohle und Öl um fast sechs Prozent auf 45,5 Millionen Tonnen, das Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft sowie die erfolgreichen Hinterlandverkehre. Beim Weitertransport von Containern markiere 2015 eine Wendejahr, berichtete Jens Meier, Geschäftsführer der Hafenbehörde HPA. „Zum ersten Mal ist nach Gewicht mehr Ware per Bahn als per Lkw befördert worden.“

Ein effizientes „Rein und Raus“ sei das eigentliche Thema für alle Häfen, befand HHM-Co-Geschäftsführer Ingo Egloff. Hamburg stehe in dieser Hinsicht bestens da. „Andere Häfen blicken neidisch auf uns.“ Das gelte auch für den Transport mit Binnenschiffen. Egloff: „Hamburg hat Köln überholt und ist jetzt – hinter Duisburg – zweitgrößter Binnenhafen in Deutschland.“

Trotz ausbleibender Elbvertiefung ist der Trend zu größeren Containerfrachtern ungebrochen. 2015 kamen 150 Mega-Schiffe mit Platz für mehr als 14 000 TEU die Elbe hinauf, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Horch hält die Fahrrinnenvertiefung deshalb unverändert für „das Top-Projekt“ im Hafen. Er rechne mit einer endgültigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in dem Streitfall noch in diesem Jahr. mehr

Neue Schleusenanlagen für den Panamakanal Der Ausbau des Panamakanals ist die größte Baustelle der Welt und wird bis zur Fertigstellung 2016 etwa sieben Milliarden US-Dollar verschlingen

Neuer Panamakanal eröffnet
Ausbau war nötig, um größere Containerschiffe passieren zu lassen / Umbaukosten: 5,25 Milliarden Dollar
São Paulo

Nach neun Jahren Bauzeit ist gestern der erweiterte Panamakanal eingeweiht worden. Als erstes Schiff passierte der Frachter „Cosco Shipping“ am Sonntagmorgen die rund 82 Kilometer lange Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik. „Ich bin schon häufig durch den Panamakanal gefahren, aber der Kapitän des ersten Schiffes zu sein, das den ausgebauten Panamakanal passiert, wird eine unvergleichliche Erfahrung“, sagte Kapitän Jude Rodrigues vor seiner Abfahrt aus dem griechischen Piräus.

Staatspräsident Juan Carlos Varela sprach von einem „historischen Tag für unser Land“. Der Ausbau des Kanals war notwendig geworden, weil immer größere Schiffe gebaut werden. Zahlreiche Schaulustige begleiteten die Einweihung des Kanals.

Ungetrübt ist die Freude in Panama nicht: Der Ausbau wurde von Umweltschützern heftig kritisiert. Sie sehen die Artenvielfalt im Regenwald und im Gatún–See am Atlantik–Zugang des Kanals gefährdet. Anwohner befürchten zudem eine Versalzung des Sees und damit eine Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Zahlreiche Familien wurden zwangsumgesiedelt.
A record amount of cargo passed through the Panama Canal in fiscal year 2015, the Panama Canal Authority has announced.

The ACP reports that in 2015, a record 340.8 million ‘Panama Canal tons) (PC/UMS) passed through the Canal, marking an all-time record for the 101-year-old waterway. The spike represents a year-on-year increase of 4.3 percent.

The Panama Canal’s 2015 fiscal year ran from October 1, 2014 to September 30, 2015. mehr

VDR: Neuer Maritimer Koordinator mit Seewasser im Blut u. SPD Herrn Johannes Kahrs Frau HagedornMdB HA

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrüßt die Entscheidung der Koalitionsfraktionen, den SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer zum Maritimen Koordinator der neuen Bundesregierung zu machen.
Als Bundeskanzler Steinbrück werde ich mich um ein Sofortprogramm für den Nord-Ostsee-Kanal bemühen, um den Sanierungsstau aufzulösen.“
3. Der Nord-Ostsee-Kanal muss dringend die Priorität erhalten, die seiner wirtschaftlichen
Bedeutung entspricht. Zu den notwendigen Maßnahmen gehören:
 Die Wasser-und Schifffahrtsverwaltung ist mit dem notwendigen Personal auszustatten,
um insbesondere an den Schleusenanlagen die Arbeiten zügig vorzunehmen
und die weitere Verfügbarkeit der alten Anlagen weitgehend sicherzustellen.
 1 Prozent der Verkehrsinvestitionen des Bundes sollen dauerhaft für die Erhaltung
des Nord-Ostsee-Kanals zur Verfügung gestellt werden; dies entspricht jährlich
rund 100 Mio. Euro und kann dazu beitragen, bis 2025 den Investitionsstau
langsam zurückzuführen.
Eine effiziente Hafenanbindung und ein reibungsloser Warenstrom sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Wirtschaft. Wir werden Konzepte „From Road to Sea“ und kombinierte Verkehre (Schiff-Straße-Schiene) insbesondere bei Transitwarenströmen ausbauen. Hierfür muss auch der Elbe-Lübeck-Kanal ausgebaut werden. Der Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Canal) ist als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt unverzichtbar als Handelsader für die Warenströme der ganzen deutschen Wirtschaft. Dies gilt sowohl für den Hamburger Hafen wie auch die großen Häfen Skandinaviens, Russlands und des Baltikums. Deshalb ist der Bau neuer und die Reparatur alter Schleusen, eine Begradigung der Oststrecke und eine Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals unbedingt erforderlich. mehr

Die maritime Wirtschaft als Chance für Deutschland und Europa Maritime Konferenz in Hamburg

Der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel angeregt, die Nationale Maritime Konferenz 2021 in Friedrichshafen zu veranstalten.

Der Biberacher Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) will die Nationale Maritime Konferenz 2021 nach Friedrichshafen holen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Veranstalter der Konferenz. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Schiffbau, Seeschifffahrt, Meerestechnik oder Klima- und Umweltschutz. Anfang April fand die 10. Auflage in Hamburg statt.
Beim 10. Branchentreffen der maritimen Wirtschaft dreht sich in Hamburg alles um die Digitalisierung.

Spitzenvertreter der deutschen Reedereien, Häfen, Werften, der Zulieferer und Logistik wollen mit Politikern, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern am Dienstag (4.4.) die Chancen und Auswirkungen der Technologie erörtern. Zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) geladen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wollen die Teilnehmer ein gemeinsames Positionspapier zur Digitalisierung unterzeichnen. Die Gewerkschaften IG Metall Küste und Verdi warnten, die Technologie dürfe sich nicht gegen die Beschäftigten richten. Sie haben für Montag (3.4.) zu einer Kundgebung nach Hamburg aufgerufen, um für Aus- und Weiterbildung sowie den Fortbestand von Arbeitsplätzen zu demonstrieren. mehr

Am 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten.

m 1. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Anpassung der Zuständigkeiten von Bundesbehörden an die Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Zuständigkeitsanpassungsgesetz)“ vom 24. Mai 2016 in Kraft getreten. Es enthält die rechtlichen Regelwerke für die organisatorischen Änderungen im Zuge der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung trägt aufgrund des Gesetzes nun den Namen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (weiterhin abgekürzt WSV). Damit grenzt sich die WSV klarer zu den wasserrechtlichen Zuständigkeiten der Bundesländer ab und verdeutlicht ihre Aufgabe als Verkehrsverwaltung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Alle bisherigen Wasser- und Schifffahrtsämter erhalten durch das Gesetz die Bezeichnung: Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter. Folglich ist auch aus dem ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Heidelberg geworden (weiterhin abgekürzt WSA Heidelberg). mehr