Aktionsbündnis zur schnellen Instandsetzung der maroden Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal

http://www.az-online.de/lokales/landkreis-gifhorn/wittingen/canale-schande-2791511.html Copyright Dieter Kobrock Wittingen/Lüneburg. Schleusen-Schande in Schleswig-Holstein, ein teilweise nutzloser Nord-Ostsee-Kanal, heftige Kritik aus Kiel am Bund – hat das alles etwas mit dem Isenhagener Land zu tun? Die Antwort lautet: Wenn es dumm kommt, ja.
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Wirtschaftsvertreter befürchten jetzt, dass eine längerfristige Sperrung des Kanals für große Frachtschiffe manche Reedereien dazu veranlassen könnte, mit geänderten Routen auch gleich auf andere Häfen auszuweichen. Hamburg könnte das Nachsehen haben – und mit der Hansestadt auch ihr Hinterland. Copyright Dieter Kobrock Schleuse-Brunsbuettel-45 Das aber hatte zuletzt große Hoffnungen in den Hamburger Hafen-Boom gesetzt. Gerade auch die Häfen am Elbe-Seitenkanal, darunter Wittingen, sollen vom Platzmangel an den hanseatischen Kais profitieren und möglicherweise als Logistik-Standorte wachsen. „Wir leben hier mit den Hinterlandanbindungen von Hamburg“, bestätigt denn auch Markus Mews, Pressesprecher der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Wenn im Ergebnis ein großer Teil Fracht in Rotterdam anstatt in Hamburg lande, dann „haben wir ein Problem“. Mews betont daher: „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Infrastruktur am Nord-Ostsee-Kanal funktioniert.“
Ein zweites Problem, das sich ergeben könnte: Wenn der Bund nun größere Summen in seine Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel stecken muss, fehlt vielleicht Geld für den eigentlich avisierten Ausbau des Nadelöhrs Scharnebeck. Für Mews ist klar: Beide Projekte dürfen sich nicht gegenseitig das Wasser abgraben. „Wir fordern vom Bund insgesamt mehr Mittel für die Verkehrsinfrastruktur. Was durch Verkehr eingenommen wird, muss da auch stärker hineinfließen.“
Der Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Gifhorn, Hubertus Heil (SPD), will in dem Exempel der Brunsbütteler Schleuse eine jahrelange Vernachlässigung erkennen: „Das ist ein Beleg für das Verrotten von Infrastruktur.“ Die Sperrung treffe nicht nur Schleswig-Holstein, sondern ganz Norddeutschland. Bundesverkehrsminister Ramsauer sei nun gefordert, einen „Masterplan“ aufzustellen. Heil, der gestern Vormittag wegen des Kanals bereits mit der Staatskanzlei in Kiel telefoniert hatte, sagte, er teile das Entsetzen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten – und auch die Befürchtungen, dass das Ganze negative Folgen für den Elbe-Seitenkanal haben könnte: Wenn das Vertrauen in eine langfristige Nutzbarkeit des Nord-Ostsee-Kanals in der Schifffahrt nicht vorhanden sei, dann werde es „nachhaltige Verlagerungen in andere Bereiche geben“. Und: Er hoffe „nicht, dass dieses Projekt und der Ausbau von Scharnebeck gegeneinander ausgespielt werden“. Von Holger Boden Copyright Ülzener Nachrichten Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe. Bmrk.Btr. HP.blog: Copyright Wolfgang Podding So etwas derart runterzuwirtschaften und den Menschen hier im Norden so viel Lebensqualität  , neben dem Schaden an der Gesamtwirtschaft des Nordens und Deutschlands zu nehmen, ist ,auch menschlich, in keinster Weise nachvollziehbar. Heute morgen um 8:00 Uhr verkündete Herr Ramsauer, (Radio Nora )nach dem er wohl von Fr. Merkel grünes Licht bekommen hat und der Haushaltsausschuss s.o. Ihn unter Druck gesetzt hat, dass es den NOK ,nicht nur Schleusen restaurieren , sondern, im Rahmen des SPD Programms, für insgeamt 1,25 Mrd.€ ausbauen will.(Vertiefung /Oststrecke, um seiner Chefin den Wahlkampfauftritt im April in Kiel nicht noch mehr zu versauen.) Dies wäre ein voller Erfolg für die SPD  'ler Herr  Kahrs und Frau Hagedorn., MdB BT Haushaltsauschuss . Würde mich sehr freuen . Der Whistleblower vom Nord-Ostsee-Kanal ,der diese jetztige Situation , die leider eingetreten ist vor 2 Jahren allen Beteiligten ans Herz gelagt hat.  Euer NOK und Hamburg FAN
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Schleusendrama: Ortstermin mit Ramsauer
( Bmrk.Btr.HP/blog: da war doch mal was ???? April 2012  Wahlkampf SH)
Berlin/Kiel
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) setzt auf ein Aktionsbündnis zur schnellen Instandsetzung der maroden Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal und zum Ausbau der gsamten Wasserstraße. Das erklärte Ramsauer gestern bei einem Gespräch mit dem Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) in Berlin. Meyer sagte: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf.“ Deshalb habe er Ramsauer nach Brunsbüttel eingeladen, um dort mit allen Beteiligten einen Zeit- und Maßnahmenkatalog zu entwickeln. Ramsauer nahm die Einladung an. Der Kanal ist zurzeit für große Schiffe wegen defekter Schleusentore in Brunsbüttel gesperrt. Angesichts der erheblichen finanziellen Belastungen für die Transportwirtschaft forderte Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, die umgehende Reparatur der Schleusen. Die Stilllegung der Schleusen in Brunsbüttel treffe „den Kanal ins Mark“
sh:z Copyright N orddeutsche Rundschau
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Von einer Arbeitsplattform aus bergen Arbeiter die maroden Stahlschienen, die die Schleusentore derzeit lahmlegen.
Foto: dpa
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Ein Aktionsbündnis für den Kanal
Nach dem Schleusendrama will Minister Ramsauer den Ausbau der gesamten Wasserstraße vorantreiben – und besucht schon bald Brunsbüttel
BRUNSBÜTTEL/BERLIN
Der Nord-Ostsee-Kanal liegt seit zwei Tagen lahm, und als sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und sein schleswig-holsteinischer Amtskollegen Reinhard Meyer gestern auf der Berliner Reisemesse ITB zum ersten Mal nach der Sperrung beider großen Brunsbütteler Schleusen treffen, reden sie sogleich über – neue Fernbusse. Der Grund für die neutrale Themenwahl: SPD-Politiker Meyer empfängt CSU-Mann Ramsauer in seiner Eigenschaft als Präsident der Deutschen Tourismusverbandes. Da will er als Gastgeber nicht gleich mit dem aktuellen Krisenthema Nummer eins ins Haus fallen. Das holt er aber ein paar Minuten später nach: Auf ihrem gemeinsamen Rundgang verschwinden beide Minister kurz für ein Vieraugengespräch in einem kleinen Pavillon. Anschließend ein rascher Händedruck, beide müssen weiter – doch Meyer ist sein Hauptanliegen losgeworden: „Ich habe den Bundesverkehrsminister gebeten, bald nach Brunsbüttel zu kommen, um ein klares Signal für den Nord-Ostsee-Kanal zu setzen“, berichtet Meyer. Das erwarte nicht zuletzt die internationale Seeschifffahrt. Ramsauer wird den Appell wohl beherzigen: Noch vor der nächsten Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel am 8. April will er die Schleusen besuchen. Denn zu der Konferenz kommt auch Kanzlerin Angela Merkel – und die wird dann kaum als Erste den Kopf für das Desaster im Norden hinhalten wollen. Ein erstes Zeichen für den Nord-Ostsee-Kanal setzt Ramsauer gestern schon: In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz kündigt er eine Allianz für den Ausbau des Kanals an. „Ich habe heute morgen die Anregung der CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein positiv aufgenommen, für den Nord-Ostsee-Kanal ein Aktionsbündnis zusammenzustellen mit Beteiligten aus der Wirtschaft und aus allen Bereichen der Politik“, erklärt er. Das Bündnis solle nicht nur den Ausbau und die Sanierung der Schleusen vorantreiben, sondern auch die geplante Vertiefung des Kanals um einen Meter und die Verbreiterung der Oststrecke. Alles zusammen kostet etwa 1,25 Milliarden Euro. Ein bisschen gegen die SPD teilt Ramsauer allerdings auch noch aus. Er kritisiert, dass frühere sozialdemokratische Verkehrsminister überhaupt nichts für den Kanal getan hätten, und bringt seine eigene Erfahrung als Müllermeister ins Spiel: „Ich verstehe von meiner beruflichen Biographie her sehr viel von Wasserbau, von Tiefbau – und als ich mit der Schleuse in Brunsbüttel konfrontiert wurde, war ich schockiert darüber, was hier alles in über zehn Jahren nicht getan wurde.“ Er habe sich dann „sofort daran gemacht, die gewaltige Bugwelle von Instandsetzungsrückständen anzugehen“. So sei es erst ihm gelungen, 300 Millionen Euro für eine neue, fünfte Schleuse bereitzustellen. Allerdings kommt der Bau trotzdem nicht voran und wird inzwischen nicht mehr vor 2020 fertig. Zwar war Ramsauer im April vergangenen Jahres höchstpersönlich für den ersten Spatenstich nach Brunsbüttel gereist. Doch seither ist so gut wie nichts passiert. Der CSU-Mann macht dafür die komplizierten Vergabebedingungen verantwortlich: „Eine solche Ausschreibung muss europaweit erfolgen, nach allen Regeln der Kunst – das verschlingt viel Zeit.“ In vier Wochen sei die Ausschreibung nun aber fertig. Derzeit ist in Brunsbüttel von vier Schleusen nur noch eine kleine in Betrieb – ein Novum in der über hundertjährigen Kanalgeschichte. Selbst das letzte Drittel der Großen Südschleuse, das zur Schleusung von Spülbaggern reaktiviert werden sollte, steht nicht mehr zur Verfügung. Das ist darum misslich, weil Spülbagger anders als die großen Schiffe nicht auf die Alternativroute um Dänemarks Nordspitze herum ausweichen können. Und noch ein Problem steht jetzt bei der Reparatur der Schleusen bevor: Wegen der Rückkehr des Winters mit Sturm und Frost drohen neue Verzögerungen.
Henning Baethge
Norddeutsche Rundschau ozu denn Schleusen? Jetzt soll der Ramsauer schuld sein, dass der Nord-Ostsee-Kanal mit lauter Schiffen verstopft ist, die nicht mehr durch die Schleuse können. Woher soll denn der Ramsauer wissen, dass es da irgendwo im Norden bei den Wikingern einen Kanal gibt? Der Ramsauer kommt aus Bayern, da haben sie mal vor langer Zeit den Main-Donau-Kanal gebaut. Damals haben wieder die Grünen und die Linken protestiert, weil der Kanal überhaupt gar keinen Sinn hatte. Dabei hatte er sehr wohl einen Sinn. Nämlich dass die Rhein-Main-Donau AG gegründet wurde, wo dann auch Regierungsmitglieder im Aufsichtsrat saßen und dicke Gehälter bekamen. Da war doch ein ganz anderes Interesse vorhanden, den Kanal zu bauen. Aber so ein Kanal im Norden, in Schleswig-Holstein – wo liegt das überhaupt? Und woher soll denn so ein boarischer Verkehrsminister wissen, was eine Schleuse ist? Himmelkruzisackerzementnoch amol. Er hat ja nun wirklich schon genug für Deutschland getan der Herr Ramsauer. Er hat doch die große Pkw-Kennzeichen-Reform gemacht. Alle Opas unter den Autofahrern freuen sich, weil sie ihr HMÜ (Hannoversch.Münden) oder GAN (Gandersheim) wieder haben. Das ist doch dem Minister sein großes Lebenswerk, darauf ist er stolz. Da sind diese paar Schleusen bei Brunsbüttel nur a Schmarrn dagegen. Das löst der Herr Minister ganz einfach: Sollen doch die Schiffe obenrum fahren. Durchs Kattegatt oder wie das da heißt. 9000 Kilometer-Umweg. Na, und? Dafür sparen wir dann die Schleusen. Und berappen müssen doch sowieso zum Schluss die Deppen! Die Bürger, die die Steuern zahlen. Na, bittschön. Gebts halt a Ruah! http://www.sueddeutsche.de/auto/marode-schleusen-schotten-dicht-am-nordostseekanal-1.1618755 http://www.abendblatt.de/region/article114244749/Einbussen-durch-die-Kanal-Sperrung.html http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Schnelle-Hilfe-ueber-ein-Aktionsbuendnis ord-Ostsee-Kanal

Schnelle Hilfe über ein Aktionsbündnis?

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
08.03.2013 12:24 Uhr
Die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals gewinnt angesichts kaputter Schleusen nun an Fahrt. Verkehrsminister Ramsauer (CSU) befürwortet ein Aktionsbündnis aller Beteiligten. Unterdessen bleibt die wichtige Wasserstraße weiter für große Schiffe gesperrt.
Foto:Die Schleusen des Grauens: In Brunsbüttel wird erst in einem Jahr mit einer Normalisierung zu rechnen sein. Die Lage ist schlimmer als befürchtet. Taucher und Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes versuchen bis Ostern durch Umbauten unter Wasser zumindest eine große Kammer wieder in Betrieb zu bekommen.
 Die Schleusen des Grauens: In Brunsbüttel wird erst in einem Jahr mit einer Normalisierung zu rechnen sein. Die Lage ist schlimmer als befürchtet. Taucher und Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes versuchen bis Ostern durch Umbauten unter Wasser zumindest eine große Kammer wieder in Betrieb zu bekommen.
© dpa
Kiel/Berlin. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) setzt auf ein Aktionsbündnis zur schnellen Instandsetzung und dem Ausbau des reparaturbedürftigen Nord-Ostsee-Kanals. Er habe den Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Johannes Callsen und verkehrspolitischen Sprecher Hans-Jörn Arp aus Schleswig-Holstein gern aufgenommen, teilte Ramsauer am Freitag nach einem gemeinsamen Gespräch mit. Der NOK sei deutschland- und weltweit eine der wichtigsten Wasserstraßen. In den nächsten vier Wochen soll es ein Treffen aller Beteiligten geben, ergänzte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Verkehrs- und Wirtschaftsministerium. Ramsauer habe dies bei einem Gespräch mit dem Kieler Minister Reinhard Meyer (SPD) zugesagt. Meyer sagte: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf.“ Das Wichtigste sei jetzt ein klares Signal an die internationale Seeschifffahrt, „wir bauen auf den Nord-Ostsee-Kanal“. Deshalb habe er Ramsauer eingeladen, sich die Lage am Kanal noch einmal anzuschauen und dort mit allen Beteiligten einen Zeit- und Maßnahmenkatalog zu entwickeln. Der Kanal ist zurzeit für große Schiffe wegen defekter Schleusen gesperrt. Ramsauer verteidigte die Maßnahme des Wasserschifffahrtsdirektion Nord als richtig: „Um Schlimmeres zu verhindern — nämlich eine sechsmonatige Sperrung — wird jetzt in den kommenden zwei Wochen auf Hochtouren gearbeitet. Dann läuft der Verkehr wieder normal“, versprach Ramsauer. In den „Kieler Nachrichten“ wehrte es sich gegen den Vorwurf, zu spät reagiert zu haben: „Bei mir gilt die Devise: Kooperation statt Konfrontation.“ „Nach der jahrelangen Vernachlässigung werden wir nun im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogrammes in den NOK 300 Millionen Euro investieren. Das ist das ‘dickste Stück vom Kuchen.’unserer ersten Verkehrs-Extra-Milliarde“, betonte Ramsauer in seiner Pressemitteilung. Der Minister werde dem Haushaltsausschuss des Bundestages bereits nächste Woche den zusätzlichen Finanzbedarf von 60 Millionen Euro für den insgesamt 360 Millionen Euro teuren Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel zur Bewilligung vorlegen, teilten Callsen und Arp mit. Die CDU-Politiker warben auch für zusätzliches Personal in Brunsbüttel für die Reparatur der Schleuse. „Der Bundesverkehrsminister hat uns zugesagt, für entsprechendes Personal zu sorgen“, sagte Arp. Meyer konnte dies nach seinem Gespräch mit Ramsauer niht bestätigen. Die umgehende Reparatur und Modernisierung der Schleusen forderte Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), angesichts der erheblichen Belastungen, die der Ausfall des NOK für die Transportwirtschaft mit sich bringe. Der Tageszeitung „Die Welt“ sagte Driftmann: „Mit rund 35 000 Passagen pro Jahr ist der Nord-Ostsee-Kanal die verkehrsreichste künstliche Wasserstraße der Welt.“ Die Stilllegung der Schleusen in Brunsbüttel treffe „den Kanal ins Mark“ Damit werde „der zeitlich eng getaktete Warentransport über die deutschen Überseehäfen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven massiv gestört“, kritisierte der DIHK-Präsident. „Zudem entfallen die Standortvorteile der deutschen Seehäfen, wenn der Weg durch den Kanal nicht offensteht.“ Ohne den Nord-Ostsee-Kanal werde es für die Reeder attraktiv, mit großen Containerschiffen aus Asien direkt über Skagen in den Ostseeraum zu fahren, statt wie bisher in Hamburg auf kleinere Schiffe umzuladen, die den kürzeren Weg durch den Kanal nehmen. „Der Bund ist jetzt in der Pflicht“, sagte Driftmann. Die Schleusensanierung und der Bau einer dringend erforderlichen fünften Schleusenkammer sind längst überfällig. Ramsauer hatte im April 2012 den ersten Spatenstich für die fünfte Schleusenkammer gemacht. Seitdem laufen lediglich Vorarbeiten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat in einem Brief an Ramsauer Soforthilfe vom Bund verlangt. Von den zwei großen und zwei kleinen Schleusenkammern in Brunsbüttel hält — noch — eine kleine durch. Das ist ein Novum in der über 100-jährigen Kanalgeschichte, eine Überraschung ist es aber nicht. Seit Jahren verweist Schleswig-Holstein auf die notwendige Sanierung. Zwar können zwei Drittel der Schiffe, die den Kanal benutzen wollen, das weiter tun. Aber es fehlen zwei Drittel der Fracht. 104 Millionen Tonnen wurden 2012 auf dem 98,637 Kilometer langen Kanal befördert. Das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten hängt mit dem Boom im Ostseeraum zusammen. „Die Schleuse ist kurz vor dem Zusammenbruch; wir stehen vor einem GAU — für Schleswig-Holstein, Hamburg und Deutschland insgesamt“, warnte bereits vor zwei Jahren der Ältermann, der Verantwortliche der Kanal-Lotsenbrüderschaft in Kiel, Stefan Borowski. 3500 Arbeitsplätze hängen allein in Schleswig-Holstein am Kanal. Die volkswirtschaftlichen Schäden — der Hamburger Hafen und die Exporte aus Süddeutschland sind direkt betroffen — sind enorm. Den Schaden für die maritime Wirtschaft infolge des Stillstands bei Sanierung und Kanalausbau schätzte Minister Meyer auf 200 Millionen Euro — vor der Sperrung. Ein Drittel des Hamburger Umschlags für den baltischen Raum geht über die „nasse Autobahn“. Copyright Kieler Rundschau Frank Behling danke
Schleusen: Signal nach Berlin geben
Bürgermeister fordert Druck auf die Verantwortlichen
Brunsbüttel
Erst macht die marode Technik schlapp, jetzt droht auch noch das Wetter, die Arbeiten an den Brunsbütteler Schleusen ins Stocken zu bringen. Die Kritik an der Situation ebbt derweil nicht ab. „Manchmal muss erst was passieren, um die Leute zu wecken“, ärgert sich Bürgermeister Stefan Mohrdieck über den Ausfall der beiden Großen Schleusen. Erst am Dienstag äußerte er im Gespräch mit Lotsen-Ältermann Michael Hartmann und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin seine Verwunderung darüber, dass auf Bundesebene die Sorgen um die Zuverlässigkeit des Nord-Ostsee-Kanals weitgehend unbekannt seien (wir berichteten). Er sei enttäuscht, sagt der Verwaltungschef. Denn: „Vieles hätte man sich ersparen können, wenn man die Warnungen ernst genommen hätte!“ Jetzt gelte es, Druck zu machen, die Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen. „Es ist an der Zeit, ein Signal zu setzen“, sagt er mit Blick auf das Bundeskanzleramt. „Jetzt ist es an der Zeit, dass parteiübergreifend bundesweit eine Allianz für den Nord-Ostsee-Kanal gebildet wird“, sagt der Brunsbütteler CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Christian Magnussen. Unter dieses Thema stellt der CDU-Ortsverband auch sein nächstes öffentliches Trefffen der Reihe „CDU im Gespräch“. „Entsetzt“ reagiert die Dithmarscher SPD. Deren Vorsitzender Norbert Drengk aus Heide attestiert Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer Desinteresse. Der CSU-Mann lasse politische Verantwortung vermissen. „Jetzt haben wir den Schlamassel“, sagt Drengk. Denn der Kanalausfall ziehe Einnahmeverluste über „viele Millionen Euro“ nach sich. Ganz andere Sorgen plagen Gesa Völkl, Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) in Brunsbüttel. Zwar habe am Donnerstagnachmittag ein Drittel der Großen Südschleuse vorübergehend reaktiviert werden können. Bis auf weiteres steht diese Möglichkeit aber nicht mehr zur Verfügung. „Wir hoffen auf Montagabend“, sagt Völkl. Diese Variante soll Spezialschiffen wie Spülbaggern die Passage ermöglichen. Sie können nicht um Skagen fahren und passen nicht durch die kleinen Schleusen. Von denen ist nach einem Hydraulikschaden am Mittwoch die Südkammer noch immer außer Betrieb. Nun, so Völkl, drohten auch noch durch die Rückkehr des Winters mit Eis, Schnee und Sturm Verzögerungen.
Ralf Pöschus
Copyright Norddeutsche Runbdschau danke Herr Pöschus Herr Baethge http://www.derwesten.de/nachrichten/probleme-im-nord-ostsee-kanal-dihk-nimmt-bund-in-die-pflicht-id7698742.html http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=ab57c38cfe64a7fb6cb606788df087cb¶m=news&id=3711265 http://www.verkehrsrundschau.de/nord-ostsee-kanal-kollaps-mit-ansage-1229358.html http://www.verkehrsrundschau.de/wie-wichtig-ist-der-nord-ostsee-kanal-1229326.html http://www.n-tv.de/ticker/Nord-Ostsee-Kanal-fuer-Grossschiffe-gesperrt-article10257671.html http://regionales.t-online.de/nord-ostsee-kanal-ver-di-fordert-ruecktritt-von-peter-ramsauer/id_62467320/index
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne