Landesregierung in Kiel beschließt neuen Generalplan Küstenschutz und stellt sich auf größere Sturmfluthöhen ein

Die Küsten von Nord- und Ostsee – wie hier bei Damp – sollen besser vor Sturmfluten gechützt werden.
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Bmrk:Btr. HP blog : Eben aus diesem Grunde ist die Sanierung der Schleusen in Brunsbüttel überlebensnotwendig , da die Tore 1 und 4 der grossen Schleusen und die Tore 1 und 5 der kleinen Schleusen Bestandteil des Elbedeiches sind, die Tore der kleinen Schleusen wurden über die Jahre vorbildlich saniert, aber an den Toren 1 und 4 Grosse Schleuse Brunsbüttel muss das BMVBS gezwungen werden, alleine auch wegen der Deichsicherheit, nicht zu sparen sondern  sofort und schnell zu investieren. meine Kollegen vor Ort des WSA Brunsbüttel arbeiten hart daran dies zu erfüllen. Eine Verlagerung nach Cuxhaven des WSA Brunsbüttel wäre eine schlicht unnachvollziehare und gefährliche Aktion für Schleswig Holstein.
Deiche erhalten Klimazuschlag
Landesregierung in Kiel beschließt neuen Generalplan Küstenschutz und stellt sich auf größere Sturmfluthöhen ein
Kiel
Schleswig–Holstein baut vor für den Klimawandel. 93 Kilometer Landesschutzdeiche an Nord- und Ostsee sowie der Tideelbe werden in den kommenden Jahren verstärkt. Bund, Land und EU müssen dafür rund 200 Millionen Euro aufbringen. Es seit damit zu rechnen, dass die Bedrohung durch Sturmfluten bei stärker steigendem Meeresspiegel auch in Schleswig-Holstein erheblich zunimmt, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) bei der Vorstellung des neuen Generalplans Küstenschutz gestern in Kiel. Das Papier war zuvor vom Kabinett beschlossen worden. Unklar sei, wie stark sich der Klimawandel auf die Veränderung des Meeresspiegels auswirken werde, sagte Habeck. Die Projektionen dazu reichen von 0,2 bis 14 Metern bis zum Jahr 2100. Neu im Generalplan: Um auf „Nummer“ zu gehen, werden die Deiche schon jetzt mit einem „Klimazuschlag“ 50 Zentimeter höher gebaut als nötig. Technisch und finanziell wird der Deichbau damit anspruchsvoller. Oft reicht die Tragfähigkeit des Untergrundes für die immer höheren Deiche nicht aus. Deshalb werden die Küstenschutzbauwerke an manchen Stellen inzwischen auf bis zu zehn Meter hohe, in den Untergrund getriebene Säulen aus verfestigtem Sand gegründet. Zudem werden Deiche so verstärkt und verbreitert, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt einfacher und kostengünstiger noch weiter erhöhen lassen – je nach Szenario. Die Baukosten steigen damit um 20 Prozent. Finanziert wird die „Baureserve“ aus einem Bund-Länder-Sonderprogramm für den Küstenschutz. Gut ein Viertel Schleswig-Holsteins ist durch Sturmfluten bedroht. „Es ist eine Jahrhundertaufgabe, die Deiche sicher zu machen für den Klimawandel“, sagte Habeck. Das „potenziell signifikante Risikogebiet“, dass ohne Deiche zu überfluten droht, reicht von Sylt die Westküste herunter bis in die Elbe hinein bei Wedel. In den gefährdeten Küstenniederungen leben 354 000 Einwohner, die Höhe der Sachwerte in diesen Regionen bezifferte Habeck auf 48 Milliarden. Entlang Küstenlinie schützen insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche und weitere 96 Kilometer Regionaldeiche die Küstenniederungen vor Überflutungen. Der erste Generalplan war 1963 verabschiedet worden. Anlass war die Sturmflutkatastrophe von 1962, bei der mehr als 300 Menschen in Norddeutschland ums Leben kamen. Seitdem wird der Generalplan alle etwa zehn bis 15 Jahre fortgeschrieben. 2012 gab das Land 64,9 Millionen Euro für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein aus. Davon waren 18 Millionen Mittel des Landes, 35,6 Millionen wurden aus der Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz finanziert, und 11,3 Millionen kamen von der EU. Für 2013 stehen voraussichtlich insgesamt 65,3 Millionen Euro zur Verfügung. Als große Maßnahmen stehen die Deichverstärkungen Nordstrand (Alter Koog) und Sylt (Mövenbergdeich) sowie die Sandaufspülungen vor Sylt an. Rund zwei Drittel der Deichverstärkungsprojekte betrifft die Westküste. An der Ostsee stehen Maßnahmen auf der Insel Fehmarn, sowie zwei Abschnitte bei Dahme und Kellenhusen im Kreis Ostholstein auf der Agenda.
höv Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne