An den beiden großen Kanalschleusen regiert seit gestern das Prinzip Hoffnung:Sperrung der Großen Südschleuse Brunsbüttel

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Unser Unterstützer MdB Herrn Johannes Kahrs Haushaltsausschuss Bundestag. Vielen Dank, die ganze SPD steht hinter uns mit dem erforderlichen Kanalausbau und setzt die CDU CSU FDP unter Druck klasse.
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Bei einer Torkontrolle durch Taucher des WSA Brunsbüttel wurde festgestellt,dass Holzkufen und Granitgleitflächen beim Schleusentor 6 (Binnentor) beschädigt sind. Der Notbetrieb der Großen Südschleuse auf Holzkufen muss daher eingestellt werden um weitere Schäden am Unterbau, Schleusentor und Antrieb zu vermeiden. Somit stehen ab sofort bis voraussichtlich Ende Dezember 2012, die Große Nordschleuse und die beiden Kleinen Schleusen in Brunsbüttel der Schifffahrt zur Verfügung.Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel
Schleuse dicht Brunsbüttel
Die Südschleuse ist bis Jahresende gesperrt, die großen Schiffe müssen nun durch die von Ausfällen bedrohte große Nordkammer.
Fast mannshoch: das spezielle Sägeblatt zum Betonschneiden, an dem Dipl.-Ing. Jürgen Schneider steht.
Foto: pöschus (4)
Mit einer überdimensionalen Kreissäge schneidet ein Arbeiter den Beton auf.
Auf solchen Rädern rollt der Toroberwagen über Stahlschienen.
An Tor 4 werden die Schienen und das Gehäuse für die Zugkette abgebaut.
Große Südschleuse bis Jahresende zu Material verschlissen: WSA stoppt Notbetrieb / Schleusentore erhalten neues Schienensystem / 2,9 Millionen werden investiert Brunsbüttel
Jetzt wird es eng an den Brunsbütteler Kanalschleusen. Gestern verkündete das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) die Vollsperrung der Großen Südschleuse bis voraussichtlich Ende Dezember. Zuvor hatten Taucher festgestellt, dass die Holzkufen und die Granitgleitflächen am kanalseitigen Tor 6 beschädigt sind. Der im Sommer 2011 eingeführte Notbetrieb musste eingestellt werden. Für dicke Pötte steht damit nur die – ebenfalls anfällige – Große Nordschleuse zur Verfügung. „Für die Baumaßnahme in der Südkammer ist das gut, wir bekommen mehr Ruhe rein“, sagt Dipl.-Ing. Jürgen Schneider. Der Leiter des zuständigen Sachbereichs 2 beim Brunsbütteler WSA und sein Team müssen nun auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die Nordschleuse so lange durchhält. Andernfalls können große Schiffe den Kanal nicht mehr passieren. Als Folge eines jahrelangen Investitionsstaus sind die beiden Großschleusen zunehmend anfällig für Schäden. Denn die Schienen, auf denen die schweren Tore fahren, haben sich seit dem Schleusenbau vor fast 100 Jahren verzogen. Die Folge sind Schäden an den Torober- und -unterwagen sowie am Bauwerk selbst. Deshalb wird die Große Südschleuse derzeit für rund 2,9 Millionen Euro instand gesetzt. Eine Generalsanierung ist erst angedacht nach Fertigstellung der dritten großen Schleusenkammer in einigen Jahren. Den Ingenieuren der Kaiserzeit sei Dank, dass die großen Kanalschleusen in Brunsbüttel nach knapp 100 Jahren noch immer ihren Dienst verrichten: Die Anlage wurde so konstruiert, dass sogar ein Notbetrieb der gewaltigen Tore auf Holzkufen, die über Granit rutschen, statt auf Stahlschienen zu rollen, möglich ist. Den Ingenieuren, die sich heute beim Wasser- und Schifffahrtsamt mit einer zunehmenden Zahl Ausfälle beschäftigen müssen, ist zu verdanken, dass Große Südschleuse und Große Nordschleuse nicht schon längst aus dem Verkehr gezogen wurden. Was fatal für die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt wäre. Zwei Baustellen beherrschen derzeit die Südschleuse. Am kanalseitigen Tor 6 sind Taucher im Einsatz und entfernen die Reste der Schienen, auf denen der Torunterwagen fahren soll. Tatsächlich rutscht das Tor seit über einem Jahr auf Holzkufen – der von den kaiserlichen Ingenieuren entwickelte Notbetrieb. „Das kann natürlich keine Dauerlösung sein“, sagt Jürgen Schneider. Er setzt auf die vom WSA entwickelten acht neuen Schienensegmente, die im alten Bauwerk verankert werden sollen. Am elbseitigen Tor 4 wird daran gearbeitet, den Toroberwagen auf neuen Schienen rollen zu lassen. So einfach ist das jedoch nicht. Zunächst muss der Betonsockel komplett entfernt werden. Dann wird ein neuer Sockel aufgebaut, an dem neue Schienen befestigt werden. Derzeit ist ein Kasseler Spezialunternehmen damit beschäftigt, mit einer gewaltigen Säge den Beton zu portionieren, damit ein Kran die Teile wegheben kann. Das wird noch rund drei Wochen dauern. Weitere drei Wochen werden die Betonarbeiten in Anspruch nehmen. Die angepeilte Fertigstellung zu Weihnachten steht unter einem großen Fragezeichen. Denn während die Arbeiten in der Südkammer anliefen, bescherten Ausfälle in der benachbarten Nordkammer dem Bau seit August drei Wochen Verzögerung. Dadurch, dass nun der Taucherponton an Tor 6 abends nicht mehr an den Südkai verholt werden muss, um die Schleuse wenigstens zu zwei Dritteln (bis zum Mitteltor) nutzen zu können, erhofft sich Schneider aber einen Zeitgewinn. Eine sechswöchige Vollsperrung ist ohnehin im Bauzeitenplan vorgesehen. Nun dauert dies eben zwei Wochen länger. Mit Blick auf die zurzeit funktionierende Nordschleuse freut sich Jürgen Schneider über jeden Tag, an dem es reibungslos geht. „Ich weiß nie, was morgen ist.“
Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau
 
Ganz schön bitter, die Kolleginnen und Kollegen in Brunsbüttel kämpfen - wie in Kiel-Holtenau -gegen den Sanierungsstau und müssen mit einer Dauerbaustelle namens Reform weiteren Personalabbau befürchten. Die Bundesregierung ist endlich gefordert. Den Satz finde ich bezeichnend: "Ich weiß nie, was morgen ist."http://www.pinneberger-tageblatt.de/nachrichten/home/top-thema/article//grosse-suedschleuse-ist-bis-jahresende-zu.html
Große Südschleuse ist bis Jahresende zu | pinneberger-tageblatt.de
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne