Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals unverzichtbar

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals unverzichtbar

Kosten auf weit über eine Milliarde Euro geschätzt
Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals unverzichtbar
Donnerstag, 23. Februar 2012
Feederschiffe der NOK-Max-Größe 1730 TEU: „FESCO Vitim“.
Angesichts der noch unklaren Finanzierung zum Ausbau des Nord-Ostsee-
Kanals drängt Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) den
Bund weiterhin zum Handeln. Der jüngst bewilligte Neubau der fünften
Schleusenkammer in Brunsbüttel sei vor allem eine technische Notwendigkeit,
um den reibungslosen Schiffsverkehr zwischen Nord- und Ostsee überhaupt
weiter gewährleisten zu können, sagte de Jager. Um den Nord-Ostsee-Kanal für
die künftigen Generationen von Frachtschiffen passierbar und damit
zukunftssicher zu machen, führe am weiteren Ausbau der Wasserstraße aber
kein Weg vorbei.
Das betrifft de Jager zufolge sowohl die Erweiterung des Kanals an den
Engstellen auf der sogenannten Oststrecke als auch eine Vertiefung auf der
vollen Länge. „Ich erkenne das Bemühen des Bundes um die Sanierung der
Brunsbütteler Schleusen zweifellos an, aber das kann lediglich der erste Schritt
sein, dass die meistbefahrene Wasserstraße der Welt dieses Prädikat auch
behält“, sagte der Minister. De Jager reagierte damit auf Berichte, wonach der
Bund zwar rund 300 Millionen Euro für den Schleusenbau in Brunsbüttel
bereitstellt, eine Finanzierung für den weiteren Ausbau des Kanals aber noch
unklar ist.
Aus dem Bundesverkehrsministerium hieß es: „Das wird folgen. Aber für den
weiteren Ausbau und die Vertiefung gibt es derzeit noch keine Finanzierung und
keine Terminierung.“ Die Planungen seien auch noch nicht so weit. „Der
Schleusenbau ist prioritär. Das wird in Angriff genommen“, sagte die Sprecherin
Sabine Mehwald. Das Ministerium hatte Anfang des Jahres zusätzliche Mittel in
Höhe von rund einer Milliarde Euro für Bauprojekte bewilligt bekommen.
Darüber soll auch der Schleusenbau in Brunsbüttel finanziert werden. Die
Kosten für den gesamten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals belaufen sich nach

groben Schätzungen des Ministeriums auf rund 1,25 Milliarden Euro.
Das Vorhaben dürfe nicht verzögert werden, betonte der Verkehrsexperte der
Landes-CDU, Hans-Jörn Arp. „Vom Umschlag über den Kanal profitieren alle
Bundesländer, denn auch deren Wirtschaftsunternehmen sind auf einen
verzuglosen Transport ihrer Güter angewiesen.“ De Jager wollte das Thema
Mitte April bei einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer
(CSU) zur Sprache bringen.
„Der Nord-Ostsee-Kanal hat eine hohe Bedeutung für den Hamburger Hafen“,
sagte auch Mark Krümpel, Sprecher des Hamburger Hafenkonzerns HHLA.
Hamburg sei eine Drehscheibe für den Ostseeraum. „Die Zubringerschiffe
werden tendenziell größer, auch deshalb ist der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals
grundsätzlich wichtig“, sagte er

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne