Altersschwache Schleuse bedroht Kanal-Existenz

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Nord-Ostsee-Kanal
Altersschwache Schleuse bedroht Kanal-Existenz
12. August 2011 | 06:51 Uhr | Von kim
Seit Jahresbeginn sei mindestens eine Schleusenkammer in einer von zehn
Betriebsstunden nicht funktionsfähig gewesen.
Fast 100 Jahre haben die Schleusenanlagen in Brunsbüttel auf dem Buckel. Nur
über sie können Schiffe mit einer Länge von über 125 Metern den Nord-Ostsee-
Kanal befahren. Längst sind die Betonfundamente, auf denen die Schleusentore
geschoben werden, zerbröselt und die Stahlschienen verbogen. „Die Störungen
häufen sich“, bestätigte Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt
gestern. Seit Jahresbeginn sei mindestens eine Schleusenkammer in einer von
zehn Betriebsstunden nicht funktionsfähig gewesen. Neu ist das Problem nicht:
2010 war die Nordkammer in 14 Prozent der Jahresbetriebszeit gesperrt, die
Südkammer sogar in 17 Prozent – fünfmal so oft wie noch 2001. Für die Schiffe
bedeutet das teuren Stillstand. So berichtete die Kieler Kanalagentur UCA von
einer Reederei, deren Liegezeiten in Brunsbüttel allein von Mai bis Juli mit
100.000 Euro zu Buche schlugen. Auch Jens Bartels von der Schiffsmaklerei
Sartori & Berger verweist auf die hohen Kosten durch Staus vor der Schleuse.
Bei Charterraten bis zu 50.000 Dollar pro Tag und Schiff lasse sich leicht
ausrechnen, was ein mehrstündiger Zwangsaufenthalt koste. Hinzu komme der
Zeitdruck: „Die Reedereien fahren nach Fahrplan.“ Extra-Liegezeiten seien nicht
vorgesehen, sonst rechne sich die teure Kanalpassage, die den Weg ins Baltikum
um 250 Meilen verkürzt, nicht mehr.
7000 Arbeitsplätze im Norden hängen am Kanal
„Als Ingenieurs- und Techniknation dürfen wir nicht dulden, dass auf einer der
meist befahrenen Wasserstraßen der Welt ständig die Schleusen ausfallen“,
schimpft CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Christian Magnussen. In Schleswig-
Holstein müssten sich endlich alle politischen Kräfte auf die grundlegende
Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals konzentrieren, fordern auch die Grünen. Für
den Schleusenbau liegt Baurecht vor, sagte ihr Abgeordneter Bernd Voß. „Die
Haushaltsmittel für die Elbvertiefung müssen endlich für den Nord-Ostsee-
Kanal eingesetzt werden“. Auch SSW-Chefin Anke Spoorendonk forderte die
Landesregierung auf, unverzüglich zu handeln, um den drohenden Infarkt der
Schleusen zu verhindern.
Der Bund hatte schon Anfang 2007 entschieden, eine neue Schleuse in
Brunsbüttel zu bauen. Doch das Projekt wurde wegen knapper Haushaltsmittel
und wegen der Bevorzugung süddeutscher Verkehrsprojekte immer wieder
verschoben. Für Jürgen Rohweder vom nautischen Verein in Kiel ist das ein
Unding: „40 Prozent der in Hamburg angelandeten Güter werden durch den
NOK ins Baltikum weiterbefördert. Nicht nur die Hamburger Hafenwirtschaft,
sondern auch 7000 Arbeitsplätze im Norden hängen am Kanal.“
(kim, shz)


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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit un VdsM