Warnung vor Schleusen-GAU in Brunsbüttel Nord-Ostsee-Kanal

warnung_vor_schleusen Warnung vor Schleusen-GAU in Brunsbüttel Nord-Ostsee-Kanal 8. August 2011 | 08:51 Uhr | Von lno Problemfall: Brunsbütteler Schleuse Foto: dpa Vor fast 100 Jahren wurden die Schleusen von Brunsbüttel gebaut - jetzt schwächeln sie aus Altersgründen. Stundenlang warten dann Frachter vor dem 1914 entstandenen Zugang zum Nord-Ostsee-Kanal und verlieren Zeit, die sie mit der Kanalpassage einsparen wollten. Der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt droht aus Expertensicht ein "Infarkt", wenn nicht schnellstens eine fünfte Schleusenkammer gebaut wird. "Die Schleuse ist kurz vor dem Zusammenbruch; wir stehen vor einem GAU", warnt der Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II, Stefan Borowski. Rund 270 Millionen Euro wird der Schleusenbau kosten - Geld, das Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zügig freigeben soll. "Der technische Zustand ist ein Desaster", sagt der Vorsitzende des Nautischen Vereins Kiel, Jürgen Rohweder. "Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern viertel nach." "Die Investitionsmaßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur werden zurzeit priorisiert", heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium. Vorrang hätten Investitionen, ohne die Ausfälle oder Verhinderungen im Schiffsverkehr drohen. Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) hatte vor einiger Zeit der Vertiefung von Elbe und Weser Vorrang zugesprochen. Rohweder fordert, die Schleusenerneuerung abzukoppeln von den bisher immer damit verbundenen Großprojekten Elbvertiefung und Kanalausbau, der sich wegen Geldknappheit um unbestimmte Zeit verzögert. "Wenn wir die Schleuse nicht sofort anfassen, droht dem Kanal die Schließung." "Die Wartezeiten haben sich 2010 verdoppelt", sagt Lotse Borowski. Die Tide und aus der Elbe eingespülter Sand haben der Anlage so zugesetzt, dass sich die Schienen, auf denen die Schleusentore laufen sollen, faktisch aufgelöst haben. Eine Notkonstruktion mit einem Schlitten wurde gebaut. "Aber das schmirgelt und schleift", berichtet Borowski. (dpa, shz)
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne