Schleusenbau:Richtig Druck gemacht Aufatmen über die gesicherte Finanzierung der dritten großen Kammer bis 2016 Brunsbüttel

magnussenv__lkl Schleusenbau:Richtig Druck gemacht Aufatmen über die gesicherte Finanzierung der dritten großen Kammer bis 2016 Brunsbüttel „Die Lichter am Kanal gehen nicht aus!“ Der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete Jens Magnussen (CDU) lud gestern Vormittag spontan die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA), Gesa Völkl, ein, um auf die gute Nachricht von der Bewilligung des Schleusenbaus anzustoßen. „Frau Völkl, auf geht’s!“, freute such Magnussen und zückte noch einmal sein Handy, auf dem am Donnerstag um 22.07 Uhr die SMS aus der Berliner Haushaltssitzung aufgelaufen war. „Die werde ich nie löschen.“ 60 Millionen Euro im nächsten Jahr für den Anschub der Maßnahme, die bereits Baurecht erlangt hat, sowie in den drei Folgejahren Verpflichtungsermächtigungen über insgesamt 240 Millionen Euro sichern den Bau der dringend benötigten dritten großen Schleuse. Rund 60 Millionen sind bereits in bisherige Arbeiten für den Schleusenbau geflossen. Und dann stand das Projekt plötzlich monatelang auf der Kippe. Dass es nun mit der Finanzierung geklappt habe, sei nicht zuletzt dem geschlossenen Auftreten der Region zu verdanken gewesen, glaubt Magnussen. Denn Lotsen, Reeder, Unternehmen und auch Politiker hätten gemeinsam für den Bau der neuen Schleuse gekämpft. „Die Botschaft ist offenbar in Berlin angekommen“, sagt der Brunsbütteler, „sonst wird ja auch meist gegen etwas gekämpft.“ Diese Einschätzung teilt auch der Vorsitzende des Steinburger Wirtschaftsausschusses, Hans-Georg Helm (CDU): „Wenn zwei Regionen sich stark machen, kann man auch Erfolg haben“, reagierte er gestern auf die Berliner Entscheidung. Letztlich sei durch eine konzertierte Aktion der Akteure vor Ort der „Druck der Menschen kanalisiert worden“. Helm dankte ausdrücklich dem Dithmarscher Wirtschaftsausschuss, der Stadt Brunsbüttel und allen Verantwortlichen in Steinburg für die gute und am Ende erfolgreiche Zusammenarbeit. Helm hob zudem hervor, dass nicht nur Brunsbüttel mit seinem Industriegebiet auf einen reibungslosen Kanal-Verkehr angewiesen sei, sondern von einem funktionierenden Kanal auch die Seehäfen in Hamburg und Cuxhaven sowie alle Ostsee-Anrainer profitierten. „Der Einsatz hat sich gelohnt, es kann losgehen“, kommentiert auch Oliver Kumbartzky (FDP), die Entscheidung zum Schleusenbau. Der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete sagte: „Das ist eine gute Nachricht für ganz Norddeutschland. Das bedeutet endlich Planungssicherheit.“ Für Andre Mewes, Chef der Brunsbütteler SPD steht fest: „Der politische Druck der vergangenen Woche hat Wirkung gezeigt.“ Weiter sagte er: „Die Bedeutung des NOK ist Bundesverkehrsminister Ramsauer und den Spitzen von CDU und FDP endlich deutlich geworden.“ Nun gehe es als nächstes um Mittel „für die Ertüchtigung des gesamten Kanals“. Auch die WSA-Chefin sieht den Schulterschluss in der Region als entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur dritten großen Schleuse. Darauf hatte sie gestern Morgen mit ihren Mitarbeitern angestoßen. „Es gab Energydrinks und Rotbäcken, weil wir jetzt Energie brauchen“, erzählte Völkl. Dazu seien harte Nüsse gereicht worden, weil es die im Zuge der Baumaßnahme sicher auch zu knacken gebe. Den Mitarbeitern des WSA zollte sie großen Dank. Denn die seien um ihre Aufgabe allein bei der Instandhaltung der maroden Großschleusen nicht zu beneiden. Aber: „Die lieben ihre Schleusen.“ Allen Unkenrufen zum Trotz liege nun die „letztinstanzliche Entscheidung“ vor, nach der das Geld für den Bau bis 2016 gesichert ist, betonte der für das südliche Dithmarschen zuständige CDU-Bundestagsabgeornete Dr. Rolf Koschorrek. Diese positive Entscheidung durfte nach Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium erwartet werden, sagt Koschorrek. Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne