Neue Pläne für Museumshafen Oevelgönne Tiger Claus D Geschichte Hamburg

http://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Bundesverkehrsministerium-Traditionsschiffe-duerfen-weiterfahren

Copyright KN online danke Frank Behling

Foto: Das Traditionsschiff

Rostock/Berlin

Der Bericht der BSU bedürfe einer sorgfältigen Bewertung, die noch nicht abgeschlossen sei. «Grundsätzlich: Wir können Sie beruhigen, die Traditionsschiffe können ihren Betrieb aufrechterhalten», teilte das Ministerium mit.

 

Hintergrund ist ein BSU-Untersuchungsbericht

Hintergrund ist der BSU-Untersuchungsbericht zum Zusammenstoß der «Stettin» mit einer Fähre bei der Rostocker Hanse Sail 2017. Darin hatte die BSU Anfang August die Unfallursache auf mehrere Beteiligte verteilt. Gleichzeitig wurde darauf verwiesen, dass die «Stettin» nach BSU-Einschätzung nicht der Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe unterworfen sei, sondern als Fahrgastschiff unter anderem der EU-Fahrgastrichtlinie für Passagierschiffe unterliege. Diese Richtlinie könne das Schiff jedoch nicht erfüllen.

 
 

 

Es geht um die Leckstabilität

Dabei gehe es insbesondere um die sogenannte Leckstabilität: Ein Schiff darf nicht untergehen, selbst wenn einzelne Abteilungen nach einem Unfall volllaufen. Die BSU empfahl deshalb, der «Stettin» das Sicherheitszeugnis für Traditionsschiffe zu entziehen. Nach Einschätzung der Betreiber der «Stettin» sei das Schiff wie rund zehn weitere Schiffe in Deutschland von dieser positiven Entscheidung betroffen.

 

Von dpa

 
 
 
 
 
Schifffahrt & Service

28. Hanse Sail im Griff des Klimawandels

 
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Traditionsschiffe-Aus-fuer-Stettin-und-Co,stettin248.html
Copyright NDR
 
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http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Polizei-Report/Aktuelle-Beitraege/Stettin-Unfall-Skipper-fordern-strengere-Regeln-fuer-Sail
 

 Rostock

Als am vergangenen Sonnabend die ersten Nachrichten von einem schweren Schiffsunglück auf der Rostocker Hanse Sail die Runde machen, ist Gerd Simonn wenig überrascht: „Dass es die ,Stettin’ treffen wird – das habe er natürlich nicht geahnt. Doch dass es irgendwann krachen wird auf der Sail – das war nur eine Frage der Zeit“, sagt der Kapitän des Traditionsseglers „Santa Barbara Anna“. Schon seit Jahren komme es immer wieder Beinahe-Kollissionen beim größten Segelfest des Landes. „Die kritischen Situationen häufen sich“, so Simonn. Auch die Wasserschutzpolizei spricht von „zu viel Wildwest auf dem Wasser“. Simonn fordert nun einen „runden Tisch“ für mehr Sicherheit auf See – und strengere Regeln für die Sail.

Robert Stahlberg, Sprecher der Landeswasserschutzpolizei, begrüßt die Initiative der „Santa Barbara Anna“-Crew: Zwar liege die Zahl der Unglücke auf der Sail in den vergangenen Jahren „im einstelligen Bereich“, Handlungsbedarf sehen die Ordnungshüter aber dennoch: „Das Fahrwasser ist sehr eng, die Berufsschifffahrt legt für die Sail keine Pause ein und auf dem Fluss ist jede Menge los.“ Allzu oft finde „Wildwest auf der Warnow“ statt. „Aus unserer Sicht ist die Sail dennoch sicher – auch auf See.“ Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA), zuständig für die Warnow, macht Simonn hingegen noch keine klare Zusage: „Wir müssen erstmal die Ereignisse der Sail 2017 auswerten. Klar ist schon jetzt, dass da viele Dinge passiert sind, die so nicht passieren dürfen und die wir nicht hinnehmen können“, sagt Jan Schulze, der stellvertretende Leiter des WSA.

 
 

Bei Holger Bellgardt, dem Chef der Sail, sind bisher noch keine Klagen wie die von Skipper Simonn aufgelaufen: „Wir haben alle Vorkehrungen für einen sicheren Ablauf auch auf dem Wasser getroffen, befassen uns jedes Jahr wieder mit dem Thema.“

 
 

Andreas Meyer

Stand: 19.08.2018 07:12 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Traditionsschiffe: Aus für „Stettin“ und Co.?

Die „Stettin“ war bei der Hansesail 2017 in Rostock mit einer Fähre kollidiert.

Nach dem Unfall des Dampfeisbrechers „Stettin“ droht nach Informationen von NDR 90,3 einem Teil der deutschen Traditionsschiffsflotte die Stilllegung. Hintergrund ist eine Empfehlung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung, wonach zunächst der „Stettin“ die Zulassung für Gästefahrten entzogen werden soll.

Bericht über Unfall der „Stettin“

Die Zukunft von mehr als zehn Traditionsschifffen an Nord- und Ostsee ist bedroht, wenn sich die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung mit ihrer Empfehlung durchsetzt. Die Juristen verweisen im Bericht über den Unfall des Eisbrechers „Stettin“ bei der Hansesail 2017 in Rostock darauf, dass das mehr als 80 Jahre alte Schiff hätte gar nicht als Traditionsschiff zugelassen werden dürfen. Dabei berufen sich die Fachleute auf eine EU-Richtlinie für Fahrgastschiffe und eine Gerichtsentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg. Danach ist ausgeschlossen, maschinenbetriebene Schiffe, die vor 1965 nicht schon als Fahrgastsschiffe unterwegs waren, als Traditionsschiff einzustufen. Die „Stettin“ war bis in die 1980er-Jahre als Eisbrecher im Einsatz.

Viele Traditionsschiffe bedroht?

NDR 90,3 – NDR 90,3 Aktuell – 19.08.2018 09:00 Uhr Autor/in: Dietrich Lehmann

Nach dem Unfall des Dampfeisbrechers „Stettin“ droht einem Teil der deutschen Traditionsschiffsflotte die Stilllegung. Hintergrund: eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg.

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Bundesverkehrsministerium soll entscheiden

Ein ähnliches Schicksal wie der „Stettin“ droht beispielsweise auch den ehemaligen Feuerschiffen „Elbe 3“, „Borkumriff“ und „Fehmarnbelt“, dem historischen Eisbrecher „Wal“ aus Bremerhaven oder den Museumsschleppern „Fairplay VIII“ in Hamburg und dem Schlepper „Flensburg“. Die Berufsgenossenschaft Verkehr, die die Traditionsschiffszeugnisse ausstellt, ist anderer Ansicht und nicht an die Empfehlung gebunden. Deshalb soll nun das Bundesverkehrsministerium über die Zukunft der historischen Schiffe entscheiden.

Weitere Informationen
Der Hochseekutter "Landrath Küster" der Stiftung Hamburg Maritim vor der Kulisse des Hamburger Hafens. © Stiftung Hamburg Maritim / Michael Schwartz

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Ombudsstelle für Traditionsschiffe eingerichtet

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Das Museumsschiff "Stettin" kurz nach dem Zusammenstoß mit einer Frachtfähre während einer Hanse-Sail-Ausfahrt. © dpa-Bildfunk Fotograf: Bernd Wüstneck

Schiffskollision befeuert Streit um Sicherheit

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Dampfeisbrecher „Stettin“: Mit Kohlekraft voraus

Einst hochmoderner Eisbrecher, später Flüchtlingsschiff, heute technisches Kulturdenkmal: Die „Stettin“ blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. mehr

Maritime Wirtschaft

Schiedsrichter für Traditionsschiffe Copyright THB

Noch vor einem Jahr schlugen die Wogen in der deutschen Traditionsschifffahrt hoch. Längst ist Ruhe eingekehrt.

Dazu soll auch die im Zuge des Mediationsverfahrens zwischen dem federführenden Bundesverkehrsministerium und den Fachverbänden über die neue Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe beschlossene Einrichtung einer speziellen Schiedsgerichtsstelle sorgen. Wie das Bundesverkehrsministerium jetzt mitteilte, hat diese Ombudsstelle ihren Sitz beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Hamburg.

Die Schlichtungsstelle wird bei Unstimmigkeiten als Vermittler zwischen Betreibern solcher Fahrzeuge und der Zulassungsstelle fungieren. Dabei gehe es vor allem um die Schlichtung strittiger Punkte in der Anwendung der Sicherheitsvorschriften, die im März in Kraft traten. EHA

 

2017 traf es den Hamburger Museums-Dampfeisbrecher „Stettin“ auf der „Hanse Sail“. In diesem Jahr holte sich das russische Segelschulschiff „Mir“ eine Schramme: Trotzdem sind die Veranstalter der diesjährigen „Hanse Sail“ in Rostock mit dem Verlauf des maritimen Festes weitgehend zufrieden.

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) bezifferte die Anzahl der Besucher wieder auf um die eine Million Gäste, die sich in der Hanse- und Universitätsstadt oder in Warnemünde zwischen dem 9. und 12. August eingefunden hatten. Dabei war die Veranstaltung durchaus einem Wechselbad ausgesetzt. Auf tropische Sommerhitze am Eröffnungstag folgten eine deutliche Abkühlung und reichlich Wind am Tag zwei. So viel Wind, dass das Event sogar kurzzeitig unterbrochen werden musste, aus Sicherheitsgründen und erstmals in der Geschichte der Veranstaltung. Erst am Freitagnachmittag ging es dann weiter.

Unter den 170 angemeldeten Segel- und Motorschiffen befanden sich mit den russische Viermastbarken „Sedov“ und „Krusenstern“ zwei der weltweit größten Segelschiffe. Zur Kollision mit der russischen „Mir“ kam es am Freitag. Der Segler der staatlichen Makarow-Akademie, an der der seemännische Nachwuchs für die russische Handelsmarine ausgebildet wird, wurde von einem Motorboot gerammt. Die „Mir“ lag zum Havariezeitpunkt an ihrem Liegeplatz an der Rostocker Werft. An der „Mir“ entstand durch den Aufprall ein 19 Zentimeter langer Riss anderthalb Meter über der Wasserlinie. Der Kapitän des Schiffes wollte den Schaden noch vor Ort beheben lassen, um Rostock wie von Anfang an geplant am Sonnabend zu verlassen.

Grundsätzlich bescheinigte die Rostocker Wasserschutzpolizei den Hunderten von Schiffs- und Bootsführern eine solide Seemannschaft, sodass auf dem engen Fahrwasser „ein hoher Ordnungszustand“ gewährleistet war.

Die Hanse Sail hat sich in den zurückliegenden Jahren auch immer stärker zu einem Treffpunkt der Wirtschaft entwickelt, so die Veranstalter zufrieden. So hätten immer mehr Firmen Interesse daran, Schiffe für gezielte Kundenevents ganz zu chartern.

Der Erfolg der Großveranstaltung war zudem am Kongress „Business meets Hanse Sail“ abzulesen. Der exklusive Wirtschaftstreff wurde zum 15. Mal in Folge ausgerichtet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach dabei zu den rund 500 Teilnehmern. In diesem Jahr ging es vor allem um die Digitalisierung.

Die Deutsche Marine zeigte auf der 28. Hanse Sail ebenfalls unübersehbar Flagge. So hatte am Passagierkai in Warnemünde die Fregatte „Schleswig-Holstein“ (F 216) festgemacht und diente als Flotten-Flaggschiff. Der Marinestützpunkt Warnemünde öffnete an drei Tagen seine Tore für die interessierte Bevölkerung. Dabei konnte auch die Korvette „Erfurt“ (F 262) im Rahmen eines „Open Ship“ besichtigt werden. EHA/dpa

Politik

BSU: „Stettin“ hält Vorschriften nicht ein Copyright THB

· Wolfhart Fabarius   

Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) hat jetzt den Bericht zur Kollision der RoRo-Fähre „Finnsky“ am 12. August 2017 auf der Warnow mit dem als Traditionsschiff zugelassenen Dampfeisbrecher „Stettin“ vorgelegt.

Der als weniger schwer eingestufte Unfall ist unter anderem auf eine verkehrte Reiseplanung und eine unzureichenden Wahrnehmung der tatsächlichen Verkehrssituation der „Stettin“ zurückzuführen, stellt die BSU in dem Bericht fest. Als weitere Ursachen kämen eine fehlende Verkehrssicherung durch Polizeiboote auf dem Revier und die Rückwärtsfahrt der „Finnsky“ im dichten Verkehr ohne verantwortlichen Wachoffizier auf der achteren Manöverstation hinzu. Dazu habe auch fehlende Kommunikation über Sprechfunk und fehlende eindeutige Absprachen mit der „Finnsky“ und der Verkehrszentrale beigetragen.

Die „Finnsky“ hatte auf der Wendeplatte gedreht und fuhr rückwärts auf der westlichen Seite des Fahrwassers zum Liegeplatz 60. Die „Stettin“ fuhr auch zur westlichen Seite des Fahrwassers und versuchte die entgegenkommende „Finnsky“ an deren Backbordseite zu passieren. Dieses Manöver wurde nicht mit der Schiffsführung der „Finnsky“ abgesprochen, so die BSU. Eine Kursänderung der „Stettin“ reichte nicht mehr aus. Bei der Kollision prallte die „Stettin“ mit der Steuerbordseite auf den hinteren Abweiser der „Finnsky“. Die „Stettin“ wurde auf Höhe des Kesselraums oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von zwei Metern aufgerissen. Der Abweiser der „Finnsky“ im Heckbereich wurde auf der Backbordseite leicht deformiert und hatte ein Loch. An Bord der „Stettin“ wurden 10 der 176 Passagiere verletzt.

Insgesamt fuhren die Fahrzeuge im Bereich der „Finnsky“ rasant, so dass die Reaktionszeiten gering waren, stellt die BSU fest. Erschwerend sei hinzugekommen, dass die Schiffsführung der „Stettin“ unmittelbar vor der Kollision regelwidrig durch einen vor dem Bug kreuzenden Kutterverband in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst worden war. „Leider gab es in dieser heiklen Situation keine zusätzliche Verkehrssicherung durch die Wasserschutzpolizei“, moniert die BSU. Obwohl der Verkehrszentrale bekannt gewesen sei, dass sich Groß- und Kleinschifffahrt treffen würden, sei auf der Unterwarnow keine Absicherung durch Polizeiboote erfolgt.

Besonders heikler Punkt: Die „Stettin“ fällt nach Ansicht der BSU nicht unter die Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe, sondern als Fahrgastschiff und die EU-Fahrgastrichtlinie für Passagierschiffe und in der internationalen Fahrt unter die Solas-Regeln. „Beides vermag die ‚Stettin‘ nicht zu erfüllen“, bemängelt die BSU. Die Berechnungen der Leckstabilität hätten ergeben, dass die „Stettin“ die Bauvorschriften für Fahrgastschiffe nicht einhalten kann. Die an Bord vorhandenen Rettungsmittel entsprächen ebenfalls nicht der EU-Fahrgastrichtlinie. Daher habe sich die BSU entschieden, der BG-Verkehr zu empfehlen, das der „Stettin“ ausgestellte Sicherheitszeugnis für Traditionsschiffe einzuziehen.

Der Reederei der „Finnsky“ hingegen wurde unter anderem empfohlen, ihre RoRo-Fähren, die die Warnow befahren, mit einer achtern installierten Radaranlage auszurüsten, damit der Verkehr in der Achterausfahrt besser beobachtet werden kann. fab

 

 

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Hamburg

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auch für den Tiger immer wieder danke Johannes   du bist Gold wert

 

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Steuermillionen fließen aus Berlin nach Hamburg

 

| Lesedauer: 2 Minuten
 

Steuergeld fließt nicht nur nach Berlin, manchmal kommt auch etwas davon für bestimmte Projekte zurück – zum Beispiel für Kulturvorhaben und die Stadtentwicklung. So beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages am späten Mittwoch, dass 49 Millionen Euro zweckgebunden in den Kulturetat kommen. Die beiden Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU), die schon mehrfach erfolgreich zusammen agierten, hatten sich dafür starkgemacht. Allein 28 Millionen Euro gibt es für die kommenden fünf Jahre für das Reeperbahnfestival, das als „Vorzeigeprojekt der deutschen Kulturszene“ beschrieben wurde. Das Museum der Arbeit erhält zehn Millionen Euro für eine Neukonzeption, 1,8 Millionen Euro stehen zusätzlich für Arbeiten am Jenisch Haus bereit und auch der Museumshafen Oevelgönne wird für Sanierungen und für ein Besucherzentrum mit einem Millionenbetrag bedacht.

Doch nicht nur die Kultur, sondern auch die Stadtentwicklung profitiert von Beschlüssen des Haushaltsausschusses. So wird die Stadtteilentwicklung im Hamburger Osten mit rund 50 Millionen Euro bezuschusst. Weitere 50 Millionen Euro sollen von der Stadt Hamburg bereitgestellt werden. Die Mittel sollen im Rahmen des Senatsprogramms „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ das Miteinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe stärken. „Unser Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt in den neuen Quartieren zu stärken“, sagte der Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks. Die Mittel werden stufenweise bis 2025 ausgezahlt.

Tiger Good afternoon all, have a nice day and a (hopefully) stressless week , like we had on TIGER, as can be seen and welcome onboard Christy Chan  

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http://lovis.de/umstrittene-schsv-soll-unterzeichnet-werden/

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Schiffssicherheitsverordnung Traditionsschiffe – was machen die da eigentlich?

Es ist wieder Bewegung gekommen in die Einführung der neuen Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffe.

Aber viele unserer Stammbesatzungen können den verschiedenen Standpunkten und Thesen kaum noch etwas abgewinnen.
Sie schliessen sich der öffentlichen Schelte über die neue Verordnung an.

Nach der ersten Anhörung im BMVI unter Minister Christian Schmidt am 20. November 2017 in Berlin wollen wir unsere Besatzungen wie folgt informieren:

Warum eine Neufassung der bewährten „Tradirichtlinie“?

Es gibt seit 2009 eine europäische Fahrgastschiffrichtlinie, unter die viele unserer Schiffe fallen würden. Die Bundesrepublik ist deshalb gefordert, Ausnahmetatbestände zu definieren, um zu verhindern, dass unsere Schiffe unter diese Fahrgastschiffrichtlinie fallen.

Die Mehrzahl der Anforderungen der europäischen Fahrgastschiffrichtlinie würden unsere Schiffe nicht erfüllen. Das würde ihren ideellen Zweckbetrieb beenden. Desweiteren ist in der Vergangenheit die alte Sicherheitsrichtlinie sehr weit gedehnt worden. Es sind deshalb Schiffe unterwegs, die keine geforderte Historistitität und/oder kein geeignetes Betreiberkonzept vorweisen können.

Siehe hierzu auch unsere Stellungnahme und Ausarbeitungen vom Januar 2014, die bis heute nichts an Aktualität eingebüsst haben.
http://www.museumshafen-oevelgoenne.de/index.php/news-reader/items/vorschlaege-fuer-die-neuregelung-der-zulassung-von-traditionsschiffen.html

Warum Proteste?

Die neue Richtlinie muss im wesentlichen drei Dinge erfüllen: die Sicherheit für Passagiere, Besatzung, Schiff und Verkehr unterstützen; aber auch Missbrauch der Verordnung zum Beispiel durch kommerzielle Passagierschiffbetreiber und Urlaubsveranstalter unterbinden.

Darüber hinaus muss die Verordnung die Ausnahmetatbestände gegenüber der europäischen Fahrgastschiffrichtlinie definieren. Die Verordnung muss nämlich, obwohl nationales Recht, von der EU genehmigt werden.

Es gibt Betreiber bzw Eigner von Traditionsschiffen, die verdienen mit den Schiffen nicht nur Geld zum Erhalt der Schiffe, sondern auch zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes und dem bequemen Betrieb des Schiffes.
Da werden Crewwechselkosten erstattet, Verpflegung gestellt, Fahrten zum Schiff steuerlichlich abgesetzt, Vergütungen für Patentinhaber bezahlt.

Manchmal lässt sich kaum erkennen, wer in dieser Wertschöpfungskette für was vergütet wird. Und natürlich stört es dann, wenn in Zukunft anders überprüft werden soll, zB durch Wirtschaftsprüfer.
Werden jetzt der Sicherheit dienliche Nachrüstrungen gefordert, dann schmerzt uns das ohne Frage alle, aber das ist der Preis, den wir alle zahlen, weil es Unfälle gegeben hat, weil Fahgastschifffahrt betrieben wird, weil freiwillige Selbstkontrolle nicht immer funktioniert wie sie das sollte.

Trotzdem sollten wir die Kirche im Dorf lassen.

Das viel zitierte Beispiel der Anker sei hier genannt: die Kettenlängen und Ankergewichte werden indivuduell anhand der Ausrüstungszahl des Schiffes erreichnet.
Und wenn dabei für Schiffe wie „Maltzahn“ oder „Küster“ 2 x 75kg Anker mit je 80m Trosse/Kette herauskommen, weiss jeder: das ist eher zu wenig denn zuviel an Ankergeschirr, um in der Küstenfahrt jederzeit sicher ankern zu können.

Wer also wegen solchen Ausrüstung entrüstet ist, der hat die Vorschrift nicht gelesen, nicht verstanden oder nicht nachgefragt.

Anders verhält es sich bei der Qualifikation der Besatzung in Hinblick auf eigene gesundheitliche Eignung, aber auch der Befähigung und Fähigkeit, anderen zu helfen.
Hier werden die Betreiber der Schiffe in der Tat vor Herausforderungen gestellt, ihre Stammbesatzungen trotz Anforderungen an die Gesundheit und regelmässiger, kostenpflichtiger Untersuchungen bei der Stange zu halten.

Deswegen unterstützen SHM und MHOe nicht pauschal alle Proteste, sondern suchen nach einvernehmlichen Lösungen, die auch weiterhin den ideellen, ehrenamtlichen Schiffsbetrieb sicherstellen.
Und eben diese leise, aber bestimmte Art wird uns in der Szene wie auch in sozialen Netzwerken gern zum Vorwurf gemacht.

Was ist bisher besprochen worden?

Förderung:

Wir sind gebeten, dem Mininisterium aufzugeben, welche Kosten entstehen, um die baulichen Forderungen der Verordnung zu erfüllen.
Die Obleute der Schiffe haben hierzu gemeinsam mit ihren Besatzungen und Fachbetrieben bzw Werften belastbare  Zahlen erarbeitet. Mit diesen Zahlen wenden wir uns an das Ministerium.

Ombudsperson:

Es könnte auch künftig immer wieder Fälle geben, in denen keine Einigung  bei einer Schiffsbesichtigung zwischen Eigner, Betreiber eines Schiffes und der BG-Verkehr  erzielt werden kann. Dabei kann es um Auslegungen der Verordnung gehen, um bauliche Mängel oder Ertüchtigungen, Umbauten, Besatzungsfragen, etc.
Deswegen wird beim WSA Hamburg eine Ombudsstelle eingerichtet die aus je einem Jurist und einem Techniker besteht.

Mit der Einrichtung dieser Stelle wird eine Kernforderung der Traditionsschiffszene erfüllt.

 

„1965“

In Teil 1 (Anwendungsbereich) der Vorschrift gibt es:

1.1 Dieser Teil gilt für Fahrgastschiffe in der Inlandfahrt, die die Bundesflagge führen und die nicht der Richtlinie 2009/45/EG unterliegen, einschließlich der Bäderboote und Sportanglerfahrzeuge. Dies sind insbesondere

……..,

  1. c) vor 1965 entworfene und hauptsächlich mit den Originalwerkstoffen gebaute historische Fahrgastschiffe im Original oder als Einzelnachbildung, soweit sie nicht den Anforderungen für Traditionsschiffe nach Teil 3 unterliegen.

 

Die Verordung beinhaltet weiterhin in Teil 3 (Sicherheitsanforderungen an den Bau und die Ausrüstung von Traditionsschiffen), Kapitel 1 (Allgemeine Bestimmungen),  zusammen

2.1.2 Historisches Wasserfahrzeug: Ein vor 1965 entworfenes und hauptsächlich mit den Originalwerkstoffen gebautes Schiff, das aufgrund seiner Bauart, seiner Konstruktion, seines ehemaligen Nutzungszwecks und seiner Seltenheit erhaltenswert ist und das im Wesentlichen dem Originalzustand zum Zeitpunkt seines Baus oder zu einem späteren für das Schiff während seiner wirtschaftlichen Nutzungsperiode historisch bedeutsamen Bauzustand entspricht

Muss also ein Schiff vor 1965 konstruiert sein um Traditionsschiff zu werden? Heisst konstruiert „constructed“ oder „designed“, ist alles eventuell ein Übersetzungsfehler?

Was ist mit stählernen Schiffen, die von vor „1965“ sind? Fallen die zwingend unter die Fahrgastschiffrichtlinie der EU?

Die Gesamtthematik ist komplex und juristisch verworren, muss aber im Sinne von den Schiffen Wal, Stettin, Elbe 3 , Fairplay VII, die nie Fahrgastschiffe gewesen sind, zwingend geklärt werden.

Hierzu wird es vor Unterzeichnung der Verordnung eine Ausarbeitung des BMVI geben, damit ein Schiffsbetrieb auch in Zukunft möglich ist.

Es muss eine vernünftige Lösung zum Themenkomplex „1965“ gefunden werden.

Seediensttauglichkeit:

Eines der Themen, die mit grosser Emotionalität geführt werden.

Vorab: Eine auf die jeweilige Funktion an Bord abgestimmte Seediensttauglichkeit braucht nur die Stammbesatzung.
Der Betreiber hat das Bestimmungsrecht gegenüber der BG-Verkehr, das „Safe Manning“ festzulegen.

Die Kosten der Seediensttauglichkeitsuntersuchung beläuft sich auf ca. € 80, alle zwei Jahre.
Es sind 65 Ärzte bundesweit zugelassen, die Untersuchung durchzuführen (https://www.deutsche-flagge.de/de/maritime-medizin/seediensttauglichkeit/zugelassene-aerzte).

Nur ein ganz geringer Anteil von Bewerbern ist seedienstuntauglich. Die Tauglichkeit kann auf das jeweilige Schiff und die ausgeübte Funktion im Rahmen „Safe Manning“ abgestimmt werden.
Siehe hierzu auch interessante Unterlagen des Leiters des Seeärztlichen Dienstes, Herrn Dr. Langenbuch, die später nachgereicht werden.

Eine Gesundheitsuntersuchung nach Sportbootführerscheinrichtlinien kennt diese feine wichtige Abstufung nicht.

Es braucht sicht niemand zu fürchten, er/sie könnte nicht mehr fahren.
Hier findet man eine gute Einführung in die Thematik:
https://www.deutsche-flagge.de/de/maritime-medizin/seediensttauglichkeit/deutsch

Auch kann jeder schon prüfen, mit welchen Einschränkungen man bei welchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen hat.

Unter https://www.gesetze-im-internet.de/marimedv/MariMedV.pdf, Anlage 1 (ab ca. Seite 9) ist alles detailliert aufgeschlüsselt.

 

Erste Hilfe?

Statistisch dauert es an Land 9 Min. bis zum Eintreffen notärztlicher Hilfe. Selbst auf der Elbe können jedoch bis zum Festmachen am nächsten Anleger bis zu 30 Min. vergehen – im Notfall wertvolle Zeit.

Das Kapitel 9 der Verordnung beschäftigt sich mit der Gewährleistung ärztlicher Versorgung an Bord.

Das ist in der Tat schwierig und am besten fahren die Schiffe, die einen Arzt und/oder Rettungsanitäter an Bord haben. Diese Person muss nicht zwingend zur Besatzung gehören, es kann auch ein Mitfahrer sein.

Klärungsbedarf besteht bezüglich der Qualifikation bezogen auf Fahrtgebiet und Mitfahrer. Hier ist das BMVI gebeten, den bestehenden Inhalt nach den Besprechungen neu zu bewerten und einen überarbeiteten Text in die Vorschrift einzubringen.

Die Sanitäter Thematik kann für uns sonst wirklich zu  einer Hürde werden, zumindest auf den größeren Schiffen und denen, die mehrtägige Reisen unternehmen.

 

Wie geht es weiter?

In zwei weiteren Sitzungen wird das BMVI den Text der Verordnung Seite für Seite mit und für uns sowie GSHW und AGDM durchgehen.
Wir können Vorschläge machen und Bedenken äussern.
Das Ministerium kann, muss dem aber nicht folgen.

Wir erwarten spannende Sitzungen, weil es dann auch um bauliche Veränderungen an unseren Schiffen geht. Das wird nicht alles mal eben so durchgewunken, da gibt es Gesprächsbedarf in einigen Punkten.

Ist das abgearbeitet, wird der Minister den Entwurf abschliessend mit den Ländern abstimmen und dann unterschreiben. Das möchte er gern noch dieses Jahr tun.

Da die EU die vorherige Fassung bereits im Mai 2017 als „zu lasch“ bewertet hatte, um als Ausnahmetatbestand gegenüber der Fahrgastschiffrichtlinie durchzugehen, muss die endgültige Fassung dann erneut der EU vorgelegt werden.

Wir werden unsere Besatzungen weiter informieren.

Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffe auf gutem Kurs

21-11-2017 11:00 von Björn Nicolaisen

Museumshafen Oevelgönne e.V. und Stiftung Hamburg Maritim zufrieden mit erneutem Treffen beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Zu einer weiteren Anhörung in Sachen Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe sind gestern in Berlin Experten der Stiftung Hamburg Maritim (SHM), des Museumshafens Oevelgönne e.V. (MHOe), der Gemeinsamen Kommission für Historische Wasserfahrzeuge (GSHW) und der Arbeitsgemeinschaft deutscher Museumshäfen (AGDM) mit den Vertretern des Ministeriums (BMVI) und der Berufsgenossenschaft Verkehr (BGV) zusammengekommen.

Einleitend begrüßte Verkehrsminister Christian Schmidt die Teilnehmer und mahnte ein besonnenes und lösungsorientiertes Vorgehen an. Dieser Appell zeigte Wirkung.

Hauptthemen der Anhörung waren neben einer Zusammenfassung des bisher Erreichten auch die Klärung eines besonders brisanten Punkts der neuen Verordnung: die geforderte Seediensttauglichkeit der ehrenamtlichen Schiffsführungen. Der leitende Arzt des Seeärztlichen Dienstes erklärte allen Teilnehmern die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit wiederkehrender Gesundheitschecks und relativierte dabei im Raum stehende Bedenken bezüglich Durchführbarkeit und Kosten.

Dabei konnte auch das immer wieder kolportierte Gerücht, alle Besatzungsmitglieder sämtlicher Traditionsschiffe müssten sich untersuchen lassen, entkräftet werden. Nur die „sichere Mindestbesatzung”, also Kapitän, Steuermann und ggf. der Maschinist, müsse alle zwei Jahre zum Gesundheitscheck, so wie alle Seeleute. Unternimmt das betreffende Traditionsschiff nur Tagesfahrten in geschützten Gewässern, sind sogar Erleichterungen gegenüber den ansonsten strengen gesundheitlichen Anforderungen möglich. Diese Aussage lässt hoffen, dass die allermeisten Traditionsschiffer auch weiterhin werden fahren dürfen.

Joachim Kaiser, Vorstandsmitglied SHM, zeigt sich erfreut: „Durch regelmäßige Seediensttauglichkeitsuntersuchungen erhöhen wir die Sicherheit auf unserer Schiffe weiter. Wir bieten unseren Gästen die Gewissheit, dass die Schiffe durch Menschen geführt werden, die nicht nur fachlich befähigt, sondern auch gesundheitlich geeignet sind, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen.“

Björn Nicolaisen, Geschäftsführer MHOe, lobt die große Geduld und Transparenz von Seiten des Ministeriums und der BGV bei der Erklärung der Vorschrift: „Jeder im Raum bemerkte den Willen zum Konsens, der nicht nur dem Ausnahmetatbestand europäischer Vorschriften, sondern vor allem dem gesicherten Fortbestand der deutschen Traditionsschifffahrt gerecht wird.“

Die abschließenden Erklärungen zu diversen strittigen Passagen im Verordnungstext sorgten für Konsens unter den Teilnehmern. Die weitere Abarbeitung des Entwurfes findet zeitnah statt, so dass die Verordnung noch in diesem Jahr unterschrieben werden kann.

„Das gibt den Betreibern der Traditionsschiffe Planungssicherheit und Zuversicht für die kommende Saison“, merkt Till F. Braun (MHOe) an. „Ehrenamt lebt von Motivation. Die heutige Sitzung hat der Motivation der ehrenamtlichen Mitarbeiter einen ordentlichen Schub gegeben, sich auch zukünftig für ihre Schiffe zu engagieren.“

Stiftung Hamburg Maritim und der Museumshafen Oevelgönne sind zuversichtlich: „Unsere Schiffe fahren weiter!”

Museumshafen Oevelgönne e.V.

Der Museumshafen Oevelgönne e.V. war 1976 die erste Vereinsgründung seiner Art in Deutschland, um außer Dienst gestellte Wasserfahrzeuge aus der Berufsschifffahrt, die für die norddeutsche Schifffahrtsgeschichte kennzeichnend sind, durch ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter in Fahrt zu halten. Alle Schiffe wurden eng nach Originalvorbildern anhand von Plänen, Fotografien und anderen Quellen aus Hamburger Museen restauriert. Diese haben ihrerseits eigene Schiffe in die Pflege des Vereins übergeben. Der Verein hat heute fast 600 Mitglieder und betreibt ehrenamtlich 11 Schiffe (3 als Traditionsschiff-See), von denen 8 im Eigentum des Vereins stehen. Drei dieser Schiffe wurden in der Denkmalliste der Stadt Hamburg unter Schutz gestellt. Insgesamt ist der Museumshafen Oevelgönne in Hamburg-Altona Heimathafen für fast 30 historische Berufswasserfahrzeuge. www.museumshafen-oevelgoenne.de

Stiftung Hamburg Maritim

Die Stiftung Hamburg Maritim wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, das vielfältige maritime Erbe Hamburgs zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Inzwischen ist die Stiftung Eigentümerin von 12 historischen Schiffen unterschiedlichster Bauart und Größe, von denen fünf als Traditionsschiffe betrieben werden, zwei Schiffe sind eingetragene Denkmale. Größtes Schiff ist der ebenfalls denkmalgeschützte Stückgutfrachter BLEICHEN von 1958. Für jedes der aktiven Schiffe wurden eigenständige Betriebsvereine gegründet, ihre ehrenamtlich tätigen Mitglieder- insgesamt mehr als 1.200 – engagieren sich für deren Pflege und Fahrbetrieb. Die Stiftung betreibt auch den Sandtorhafen in der HafenCity, in dem rund 25 Traditionsschiffe ihre Liegeplätze haben. www.stiftung-hamburg-maritim.de

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Traditionsschifffahrt: Günther stoppt Berliner Alleingang

Berlin/Kiel Im Konflikt um die Traditionsschifffahrt hat Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) gegenüber Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eingelenkt. Vor Verkündung der umstrittenen Sicherheitsverordnung dürfen demnach betroffene Vereine und Verbände sowie die Küstenländer noch einmal ihre Anliegen einbringen. Schmidt und Günther einigten sich gestern, offene Punkte substanziell zu prüfen und schnell Klarheit zu schaffen. „Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die Traditionsschifffahrt in Deutschland erhalten bleibt“, äußerte Schmidt. „Ich freue mich, dass wir nach meinem Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister nun keinen starren zeitlichen Rahmen mehr für das Inkrafttreten der neuen Sicherheitsvorschriften haben“, sagte Günther. Er hatte am Vortag das Bundesministerium scharf kritisiert. Dessen Ankündigung, die Verordnung zum 1. Januar in Kraft treten zu lassen, sei nicht nachvollziehbar. Wichtige Fragen seien noch nicht geklärt.

Nun sieht Günther die Chance, rechtzeitig vor der nächsten Saison eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Die Sicherheit müsse genauso berücksichtigt werden wie die Interessen der Traditionsschifffahrt. Diese habe für Schleswig-Holstein als Land zwischen zwei Meeren besondere Bedeutung. Eine Arbeitsgruppe soll die Umsetzung der neuen Vorschriften begleiten. Sie trifft sich erstmals am nächsten Montag. Ein weiteres Thema wird ein neues Programm sein, mit dem der Bund notwendige Umbauten von Schiffen finanziell unterstützt. lno

 

Umstrittene SchSV soll unterzeichnet werden

Sonntag, der 12. November 2017 10:37 Uhr
 

Traditionsschiffe vor dem Aus! 

Kommende Woche wird im BMVI die hoch umstrittene neue Schiffssicherheitsverordnung (SchSV) unterzeichnet. Dies berichten mehrere Teilnehmer*innen der Schiffssicherheitskonferenz in Berlin unabhängig voneinander. Die Verwaltung im BMVI scheint das aktuelle Vakuum in der Bundespolitik nutzen zu wollen, um die Verordnung gegen alle Bedenken und Absprachen mit Traditionsschiffsbetreiber*innen durchzudrücken.

„Wir sind fassunglos. Wieder einmal hält sich das BMVI nicht an seine Zusagen. Noch am Donnerstag hat Staatssekretär Rainer Bomba am Rand der Verkehrsministerkonferenz auf die ausstehenden Gespräche mit unserem Dachverband am 20. November in Berlin verwiesen.“ sagt Thomas Schmidt vom Traditionssegelschiff „Lovis“.

Mitglieder der „Lovis“ demonstrierten in Wolfsburg für die Überarbeitung der neuen Schiffsicherheitsverordnung. Staatssekretär Bomba und Ländervertreter*innen bekräftigten, dass es keine Grund zur Besorgnis gäbe. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Schiffsbetreiber*innen noch davon aus, dass inhaltliche Bedenken bei dem Gesprächstermin des Dachverbandes der Traditionsschiffe (GSHW) im Bundesverkehrsminister am 20. November diskutiert werden können. Schließlich war das Inkrafttreten der neuen Verordnung vom 30. Juni 2017 auf den 1. Januar 2018 verschoben worden, um Zeit für klärende Gespräche zu schaffen. Seitdem hat jedoch noch immer kein Gesprächstermin stattgefunden.

Nun stehen die Zeichen endgültig auf Sturm. Denn zwischenzeitlich wurde bekannt, dass die Verordnung bereits kommende Woche vom Interimschef des Bundesverkehrsministeriums, Christian Schmidt (CSU), unterzeichnet werden soll. „Wir fragen uns, ob Minister Schmidt die Folgen dieser Unterschrift bewusst sind“, sagt Annika Härtel von der „Lovis“. „Seit Monaten unterstützen uns Bundestagsabgeordnete, verschiedene Landesparlamente und selbst der Bundesrat. Alle versuchen, dem BMVI begreiflich zu machen, dass die Verordnung in ihrer Summe nicht umsetzbar ist für ehrenamtlich betriebene Schiffe. Doch im BMVI treffen wir nur auf taube Ohren.“

Thomas Schmidt ergänzt: „Wir schließen uns dem von der GSHW geforderten Umsetzungsstopp an. Das BMVI muss endlich einen substantiellen Gesprächsprozess beginnen. Wir brauchen eine praxistaugliche Verordnung, die eine langfristige Basis für die Traditionsschifffahrt bietet.“

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Pressemeldung der GSHW vom 10. November 2017:
http://www.gshw.de/media/96fd0e67496d3e20bbc3261ca95dded0/GSHW_PM_101117.pdf

Pressemeldung der „Lovis“ vom 8. November 2017:
http://lovis.de/diese-verordnung-nicht-mit-uns/

Anbei finden Sie ein Foto von der Protestaktion in Wolfsburg. In höherer Auflösung ist das Bild hier herunterladbar:
http://lovis.de/wp-content/uploads/2017/11/proteste_verkehrsministerkonferenz_wolfsburg-segelschiff_lovis.jpg

Hintergrundinformation der Lovis Traditionsschifffahrt — Dialogbereiter oder autoritärer Staat? Bisheriger Umgang des BMVI mit der Kritik am SchSV-Entwurf“ vom 8. Novemver 2017

http://www.thb.info/rubriken/single-view/news/traditionsschifffahrt-protestiert.html

Copyright THB

Maritime Sicherheit

Traditionsschifffahrt protestiert

· Eckhard-Herbert Arndt   

Die Zeit läuft: Am 1. Januar 2018 soll die neue Schiffssicherheitsrichtlinie für die deutsche Traditionsschifffahrt in Kraft treten.

Aus Sicht vieler Betreiber solcher historischen Fahrzeuge sind noch viele Hausaufgaben seitens des Bundesverkehrsministeriums zu erledigen. Um auf diese bedrohliche Situation hinzuweisen, nutzte die Crew des Traditionsseglers „Lovis“ am Donnerstag vergangener Woche die Verkehrsministerkonferenz in Wolfsburg zu einer Protestaktion.

Gerade die Ressortchefs der norddeutschen Küstenbundesländer hatten in den zurückliegenden Monaten wiederholt dafür plädiert, die neuen Sicherheitsvorschriften so zu gestalten, dass sie eben nicht zu einem Aus für viele dieser historischen Fahrzeuge führen. Conrad Jackisch, Sprecher der „Lovis“: „Im Frühjahr wurden uns ein offener Dialog versprochen, um eine Verordnung zu entwickeln, die langfristig das Überleben der deutschen Traditionsschiffe sichert.“ Doch dazu sei es „nie gekommen“. Jackisch wörtlich: „Die bisherigen ‚Gespräche‘ waren eine Farce. Im Verkehrsministerium scheint man zu glauben, es bräuchte nur ausreichend Fördermittel, um die baulichen Änderungen an den Schiffen zu realisieren. Tatsächlich geht es aber um viel Grundsätzlicheres.“ Etwa um die Frage, ob die Art und Weise, wie diese Schiffe betrieben werden, nämlich „ehrenamtlich, mit engagierten Jugendlichen und Erwachsenen dann überhaupt noch möglich ist?“

Jackisch zufolge zeigte der Protest in Wolfsburg Wirkung, und es kam vor Ort zu verschiedenen Gesprächen. „Wir hoffen sehr, dass es mit dieser Rückendeckung nun endlich einen wirklichen Dialog gibt und wir an der Verordnung mitarbeiten können.“ Ob es dazu jedoch kommt, werde man am 20. November sehen. Für den Tag sei ein Gesprächstermin mit den Interessenverbänden in der Traditionsschifffahrt im Bundesverkehrsministerium geplant. EHA

Birgit Malecha-Nissen zur neuen Sicherheitsverordnung vom Bundesverkehrsministerium s.u.

Traditionsschifffahrt – Verlängerte Ressortabstimmung der neuen Sicherheitsverordnung verschafft mehr Luft bei der Findung einer einvernehmlichen Lösung

Sicherheitsdebatte neu entfacht Copyright Norddeutsche Rundschau

Nach dem Zusammenstoß der „Stettin“ mit einer Fähre streiten Politik und Betreiber wieder über schärfere Vorschriften für Traditionsschiffe

 
Der Dampf-Eisbrecher Stettin wurde 1933 vom Stapel gelassen und wird mit Kohle befeuert. Wenn er nicht auf Veranstaltungen unterwegs ist, liegt er im Hamburger Museumshafen Oevelgönne.dpa

Hamburg/Rostock Der historische Dampfeisbrecher „Stettin“ ist nach dem Zusammenstoß mit einer finnischen Fähre am Sonnabend während der Hanse Sail in Rostock nicht mehr fahrbereit. Das Traditionsschiff aus Hamburg liege nun im Rostocker Fischereihafen und könne diesen Platz aus eigener Kraft nicht verlassen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei gestern. Der Unfall hatte sich während einer Ausfahrt mit etwa 200 Gästen an Bord ereignet. Dabei waren nach Polizeiangaben zehn Gäste leicht verletzt worden, drei von ihnen mussten ärztlich behandelt werden. Die Ursache der Kollision mit der rückwärts fahrenden Fähre „Finnsky“ im Hafenbereich war zunächst unklar. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) hat die Ermittlungen aufgenommen, erklärte ein Sprecher. Es seien Positionsdaten und Radaraufzeichnungen der Schiffe gesichert worden. Der Vorfall werde in der Kategorie „Wenig schwerer Seeunfall“ geführt.

Der Unfall hat die Diskussion zwischen Traditionsschiffern und dem CSU-geführten Bundesverkehrsministerium um eine neue Sicherheitsverordnung neu angefacht. Der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern bekräftigte die geplanten Verschärfungen, mit der die Sicherheitsstandards der teils mehr als 100 Jahre alten Schiffe an die Maßstäbe der Berufsschifffahrt angepasst werden sollen. „Der Unfall zeigt, dass auch bei der Traditionsschifffahrt die Sicherheit gewährleistet werden muss“, sagte Rehberg. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn in der aktuellen Debatte um die Sicherheitsstandards von übermäßiger Bürokratie gesprochen werde. Zuvor hatte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei der Eröffnung der Hanse Sail hinter die Traditionsschiffer gestellt.

Deren Dachverband GSHW geht davon aus, dass durch die geplante Verordnung etwa 90 Prozent der 110 deutschen Traditionsschiffe betroffen wäre. 60 bis 70 Prozent könnten den Angaben zufolge in ihrer Existenz bedroht werden. Grund dafür seien etwa teure Umbauten, die teils die Tragfähigkeit und Stabilität der Schiffe überfordern würden – etwa, weil sie dann 100 Meter lange Ankerketten mitführen müssten – und teure Zertifikate für die häufig ehrenamtlichen Aktiven.

„Das Betonen der Sicherheit ist natürlich völlig richtig, allerdings wäre der Unfall auch mit der neuen Richtlinie nicht verhindert worden“, sagte GSHW-Vize Nikolaus Kern. Die neue Verordnung sei ein „Geburtsfehler“, der weder für mehr Sicherheit an Bord sorge, noch das Weiterbestehen der Traditionsschifffahrt sichere, sagte Kern. Bis die Ermittlungen der BSU zur Unfallursache abgeschlossen sind, verbiete sich jede Spekulation. Ähnlich äußerte sich Günter Hermann, Kapitän auf dem Flensburger Traditionsdampfer „Alexandra“. „Noch ist nicht bekannt, was genau passiert ist – doch auf der Warnow gibt es wegen der Enge immer ein gewisses Risiko für Zusammenstöße“, sagte Hermann. Die „Stettin“ sei als Fahrgastschiff bereits gut ausgerüstet – „ein Unfall wie dieser könnte auch mit der neuen Verordnung nicht verhindert werden. Da hilft es auch nicht, zwei Atemschutzträger und eine Krankenschwester an Bord zu haben.“

Der Rumpf des mehr als 80 Jahre alten Schiffes ist den Angaben zufolge auf etwa zwei Metern Länge aufgeschlitzt. Das tiefste Ende liege nur 60 Zentimeter über der Wasserlinie, sagte ein Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft (BG) Verkehr gestern. Die Genossenschaft habe das Schiff noch am Sonnabend besichtigt und Sicherheitsauflagen erteilt. Wegen der Bauart des genieteten Schiffrumpfes könne nur eine Hamburger Spezialwerft den Schaden reparieren, hieß es bei der Polizei. Wenn die „Stettin“ nach Hamburg wolle, brauche sie eine Schleppgenehmigung der Berufsgenossenschaft Verkehr, sagte der BG-Mitarbeiter. Bisher sei aber kein Antrag gestellt worden.

Hannes Stepputat/Matthias Kirsch

Traditionssegler in Sorge : Kampf ums maritime Erbe

vom 11. August 2017
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Interessenvertreter der Traditionsschifffahrer berichten auf der Hanse Sail von den Sorgen der Segler.

 

– Quelle: https://www.nnn.de/17537341 ©2017 Copyright NNN

 

Traditionssegler in Sorge : Kampf ums maritime Erbe

vom 11. August 2017
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Interessenvertreter der Traditionsschifffahrer berichten auf der Hanse Sail von den Sorgen der Segler.

– Quelle: https://www.nnn.de/17537341 ©2017

Kapitäne werben um Vertrauen

Windjammerparade stand auf der Kippe, kann aber doch stattfinden / Debatte um Sicherheit auf Traditionsschiffen geht dennoch weiter

Mit einer Büste des Verkehrsministers protestieren die Traditionsschiffer bei der Kieler Woche gegen die Sicherheitsrichtlinie. dpa
 

Kiel Was wäre die Kieler Woche ohne die majestätische Windjammerparade? In der Förde sind historische Schiffe mit blähenden Segeln seit jeher zu Hause. Anfang des Jahres stand diese Tradition jedoch auf der Kippe: Eine neue Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe sollte nach dem Plan des Berliner Verkehrsministeriums bereits im Frühjahr 2017 in Kraft treten. Doch die Traditionsschiffer schlugen Alarm: Sie sahen in der Sicherheitsverordnung das Ende der Traditionsschifffahrt. Laut dem Dachverband der deutschen Traditionsschiffe, der Gemeinsamen Sicherheitskommission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW), liefen 90 Prozent der Schiffe Gefahr, durch die Sicherheitsrichtlinie nicht mehr fahren zu können. An die 110 Schiffe wären in Norddeutschland betroffen.

Für dieses Jahr ist die Windjammerparade gerettet. Der Hafenkapitän von Kiel, Michael Schmidt, sagt: „Für die Windjammerparade gelten dieses Jahr noch die selben Bestimmungen wie bisher. Minister Alexander Dobrindt hat die neue Richtlinie noch nicht unterschrieben.“ Nach Schmidts Informationen wären zunächst nur Schiffe unter deutscher Flagge betroffen. Von den 89 Traditionsschiffen, die am Sonnabend bei der Windjammerparade fahren, sind das aber immerhin 52. Wie es nächstes Jahr bei der Kieler Woche aussehen wird, ist weiterhin unklar.

In Kiel regt sich auch deshalb weiter Protest. Gegner der Sicherheitsrichtlinie machen ihrem Ärger mit einer Büste von Verkehrsminister Alexander Dobrindt Luft. Der „Betonkopf des Jahres“ war vor Kurzem bereits bei Protesten gegen den Fehmarnbelttunnel zu sehen. Nun wurde er zur Kieler Woche gebracht. Protest-Organisator Gerhard Bialek von der Ethel von Brixham erläutert: „Im Juli soll die Sicherheitsrichtlinie unterzeichnet werden. Dann tritt sie erstmal ohne Änderung in Kraft.“ Das Ministerium prescht im Galopp vor, nachgebessert wird später. Bialeks Sorge: Gerade die kleinen Schiffe von 15 bis 25 Metern Länge können sich die Bedingungen der neuen Richtlinie nicht leisten. „Das können sie gar nicht erwirtschaften“, sagt er. Das könnte für die Ethel fatal sein: Im November läuft ihr Sicherheitszeugnis aus. Für die neue Beantragung wird dann die Sicherheitsrichtlinie greifen. „Für die Ethel wären das 60 000 Euro nur für die zusätzlichen Anforderungen.“ Darin enthalten wären etwa die Überprüfung der Elektrotechnik, ein „Safety Manual“ und eine Erhöhung der Reling. „Ob da ein einfacher Draht reicht oder die Reling bei einer Werft neu gebaut werden muss, liegt im Ermessen der Gutachter.“ Die Unsicherheit ist laut Bialek der größte Feind der Traditionsschifffahrt.

Was bedeutet die Diskussion für die Gäste an Bord? Was die neue Richtlinie eigentlich gewährleisten soll – mehr Sicherheit, weniger Unfälle –, liefert sie laut GSHW nicht unbedingt. Ein Sprecher betont: „Keiner der bekannten Unfälle der vergangenen 15 Jahre wäre durch die neue Verordnung verhindert worden. Es gab weder Todesfälle noch Schiffsuntergänge bei Traditionsschiffen, die ein Sicherheitszeugnis besaßen.“ Die Unfallzahlen schwanken stark – von Werten zwischen neun und 19 in den Jahren 2002 bis 2006 über Zahlen zwischen eins und sechs von 2007 bis 2012. In den vergangenen vier Jahren gab es mal fünf und mal zwölf Unfälle pro Jahr. Bei den Unfällen, zu denen Berichte angefertigt wurden, handelt es sich zumeist um auf Grund laufen, Kollisionen und technische Probleme. Verletzt wurden dabei von 2005 bis 2014 sieben Menschen.

Etwas anders sieht es bei Privatschiffen aus. Sie sind von der Richtlinie ausgenommen, da sie offiziell keine Passagiere befördern. Bei ihnen gab es Unfälle durch Kentern, Kollisionen und Untergänge. Allerdings passierte dabei nichts. Ausnahme: ein tragischer Unglücksfall im Jahr 2016. Damals starben drei Deutsche auf dem niederländischen Schiff Amicitia, als ein Teil des Mastes auf das Deck stürzte.

Besucher, die auf den Traditionsschiffen während der Kieler Woche Törns fahren, gehen aber laut Bialek kein Sicherheitsrisiko ein: „Alle Schiffe fahren mit Zeugnis. Sie sind sicher.“ Auch bei der Windjammerparade steht Sicherheit an erster Stelle: Der Direktor, Kapitän Borowski von der „Thor Heyerdahl“, ist über Funk mit allen Teilnehmern und den Sicherungsfahrzeugen verbunden. Ein Sicherheitsabstand von 175 Metern soll eingehalten werden und für den Notfall sind Schlepper vor Ort. Felisa Kowalewski

Hintergrund Worum geht es in der Diskussion?

Mit der Verordnung sollen die bauliche Beschaffenheit, der Brandschutz, die Ausrüstung und die Qualifikationen der Crews von Traditionsschiffen strenger geregelt werden. Die Schiffseigner sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Das Ministerium entgegnet: „Mit unserer Sicherheitsverordnung haben wir einen vernünftigen Ausgleich vorgeschlagen, der die Sicherheit von Besatzung und Passagieren gewährleistet und gleichzeitig das maritime Erbe wahrt“, erklärt der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Traditionsschiffe unter deutscher Flagge, die mit deutschen Schiffssicherheitszeugnissen ausgestattet sind, dürfen in Deutschland übrigens nur zu ideellen Zwecken betrieben werden. Nicht der kommerzielle Einsatz als Fahrgastschiff, sondern der Erhalt des Schiffes als historisch wertvoller Zeuge der maritimen Seeschifffahrtsgeschichte steht im Vordergrund. Dies schließt die entgeltliche Beförderung von Fahrgästen im Rahmen des zuvor genehmigten Betreiberkonzeptes nicht aus, sofern kommerzielle Aktivitäten nur einen untergeordneten Anteil an der Schiffsnutzung ausmachen.

https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/alexander-dobrindt-umgeht-treffen-mit-traditionsschiffern-id16899306.html

Copyright Norddeutsche Rundschau

Streit um Traditionssegler : Alexander Dobrindt umgeht Treffen mit Traditionsschiffern

vom 24. Mai 2017
 

Für die Traditionsschiffer ist es kurz vor zwölf. In Berlin wollten sie dem Verkehrsminister nochmal den Ernst der Lage schildern – doch der kam nicht.

Berlin | Nach einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium über eine geplante Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe sind etliche der Teilnehmer unzufrieden. „Wir sind enttäuscht, dass es nicht den Dialog gegeben hat, den Herr Dobrindt uns versprochen hat“, sagte York Haase, Besatzungsmitglied des Seglers „Lovis“, am Mittwoch. Der Minister war bei dem Treffen in Berlin nicht selbst anwesend, sondern schickte einen Vertreter.

Mit der Verordnung sollen die bauliche Beschaffenheit, der Brandschutz, die Ausrüstung und die Qualifikationen der Crews von Traditionsschiffen strenger geregelt werden. Nach Angaben des Dachverbands der deutschen Traditionsschiffe sind etwa 110 Schiffe im Norden betroffen, 90 Prozent seien in ihrer Existenz bedroht. Die neue Sicherheitsverordnung soll noch im Frühjahr in Kraft treten und wird derzeit in Brüssel von der EU-Kommission geprüft. Sie würde sich auf das Programm verschiedener Großveranstaltungen in Schleswig-Holstein auswirken.

Rund 70 Vertreter von 45 Traditionsschiffen warfen dem Ministerium nach dem Treffen am Dienstagabend in Berlin in einer gemeinsamen Mitteilung vor, „keinen ergebnisoffenen Dialog“ führen zu wollen und bei der Neuregelung aufs Gaspedal zu treten. „Der Zeitdruck ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagte Haase. „Wir hätten mehr Vertrauen in den Erhalt der Traditionsschifffahrt, wenn erst nach Klärung der offenen Fragen eine Verordnung erlassen wird“ sagte der Kapitän des Traditionsseglers „Ethel von Brixham“, Gerhard Bialek.

Das Bundesverkehrsministerium wies die Kritik zurück. „Mit unserer Sicherheitsverordnung haben wir einen vernünftigen Ausgleich vorgeschlagen, der die Sicherheit von Besatzung und Passagieren gewährleistet und gleichzeitig das maritime Erbe wahrt“, sagte der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) am Mittwoch.

Birgit Malecha-Nissen zur neuen Sicherheitsverordnung vom Bundesverkehrsministerium

 
 

Berlin, 25.01.2017

Dr. Birgit Malecha-Nissen
Mitglied des Deutschen Bundestages

Berliner Büro:
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: (030) 227-75165
Fax: (030) 227-70165
birgit.malecha-nissen@bundestag.de

„Die Ressortabstimmung zwischen den Ministerien bei der Neufassung der Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe ist verlängert worden, da noch Klärungsbedarf bei der Ausgestaltung einzelner kritischer Punkte besteht.

Diesen Schritt halte ich für nachvollziehbar und richtig, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden worden ist. Ich bin der Auffassung, dass auch die überarbeitete Version der Sicherheitsverordnung noch Anforderungen enthält, die mit dem ehrenamtlichen Engagement der Traditionssegler nicht vereinbar sind.

Aus diesem Grund habe ich schriftlich im Bundesverkehrsministerium nachgefragt, wie die weitere Zeitplanung hinsichtlich der Ressortabstimmung zwischen den Ministerien sowie des Inkrafttretens der Verordnung aus-sieht. Außerdem habe ich das Ministerium aufgefordert, gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Traditionsschifffahrt gemeinsam an einen Tisch zu kommen, um alle offenen Fragen zu klären. Nur so kann die wertvolle Arbeit des Ehrenamtes bei den Traditionsschiffen unterstützt werden.

Eine Neufassung der Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe ist notwendig. In zwei Sondersitzungen der „SPD-Küstengang“, dem Zusammenschluss der nord-deutschen, sozialdemokratischen Abgeordneten, haben wir daher zum Thema „Zukunft der Traditionsschifffahrt“ eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der GSHW, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshäfen (AGDM) sowie Vertretern der Traditionsschiffe haben wir uns den überarbeiteten Entwurf einer „Verordnung zur Änderung der schiffssicherheitsrechtlichen Vor-schriften über Bau und Ausrüstung von Traditionsschiffen“ diskutiert. Dabei ging es auch um eine Vermittlung zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Vertretern der Verbände.“

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Franz Thönnes Foto.
 
 

Franz Thönnes hat 3 neue Fotos hinzugefügt.

14 Std. ·

 http://www.kloenschnack.de/magazin/regionales/gelebte-tradition/
 

SCHIFFE UND MEERE 

Gelebte Tradition

Museumshafen Övelgönne

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Tiger mit einem kleinen Teil der Crew
Ohne ehrenamtliche Helfer wäre der Museumshafen Övelgönne kaum denkbar. Zu den maritimen Oldtimern gehört auch der Dampfschlepper Tiger. Helfer und Gäste sind stets willkommen.

Eine Illusion müssen „Tiger“-Besucher schnell über Bord werfen: Mit einer Großkatze hat der 1910 gebaute Dampfschlepper rein garnichts zu tun. „Sein Name stammt vom Tiger-Mehl“, weiß Dierk Bauer.Der Obmann ist für die Crew verantwortlich und einer von 20 Ehrenamtlichen, die den über hundert Jahre alten und rund 17 Meter langen Schlepper instand halten. Keine leichte Aufgabe. Denn nicht immer sei die ehrenamtliche Crew greifbar, sagt Carl Groth. „Denn fast alle sind berufstätig.“ Gebraucht werden Maschinisten wie Heizer, Deckspersonal sowie Männer mit „Kesselschein“. Auf den anderen Museumsschiffen sieht es ähnlich aus.

Wer hier mitmacht, taucht in eine nostalgische, maritime Welt ein. Der mit Kohle befeuerte Kessel macht eine Maschinenleistung von 250 PS möglich. Dabei werden 700 Liter Wasser in der Stunde verbraucht. Immer an Wochenenden können Gäste zu „Nostalgiefahrten“ an Bord gehen. „Maximal 25 Gäste nehmen wir mit“, sagt Maibrid Bauer. Wie ihr Ehemann zählt sie zu den ehrenamtlichen Helfern an Bord des „Tigers“.

Zum Glück stoßen immer wieder neue Helfer zur Crew. So wie Sascha Wierczbinski, der seit Sommer auf dem „Tiger“ mit anpackt. „Ich bin zur Zeit auf Jobsuche“, so der gelernte Veranstaltungstechniker. Während andere Besatzungsmitglieder an Deck in der Spätsommersonne oder im Ruderhaus stehen, sieht man den jungen Mann im Maschinenraum mit einem Putzlappen in der Hand.

Wer als Ehrenamtlicher mitarbeitet oder als Gast mitfährt, der taucht ein, in die vergangene Dampfschifffahrtstradition und bereist den Hafen mit seinen Docks, Kränen und Containerbrücken.

Autor: helmut.schwalbach(at)kloenschnack.de

Gutes Treffen mit Vertretern der Traditionsschifffahrt und der SPD-Küstengang sowie den SPD-Berichterstattern über neue Schiffssicherheitsverodnung von Verkehrsminister Dobrindt. Maritimes, kulturelles Erbe darf nicht überzogenen Regeln zum Opfer fallen. Gemeinsamer Dialog ist wichtig und Zeitdruck muss raus! Es gab gute Argumente für das am Freitag stattfindende Berichterstattergespräch. Dank dafür!

 

 

 

Küstengang der SPD-Bundestagsfraktion im Gespräch mit Betroffenen zum Erhalt der Traditionsschifffahrt in Deutschland. https://t.co/GG5yyXkdon

Get the whole picture – and other photos from Gabriele Hiller-Ohm
pic.twitter.com/GG5yyXkdon|Von Gabriele Hiller-Ohm
 
 
 
 
 
 
Gisela Teuchert-BenkerGut so! Ich teile das mal für alle, denen die Traditionsschifffahrt wichtig ist.
Guenther Goettling
 
Guenther GoettlingGibt es Infos für Övelgönne meinem Verein und für NOk21.de .? FG Günther

Börries von Notz, Chef der Historischen Museen, über den Stand der Planungen für das

New York/ Hamburg. Am Horizont hinter den Hochhäusern an der Südspitze Manhattans werden die vier Masten der „Peking“ immer kleiner. Dunkle Wolken hängen am Himmel, immer wieder bläst eine frische Brise. Der Liegeplatz am Pier 16, wo die „Peking“ mehr als 40 Jahre lang als Ausstellungsschiff am South Street Seaport Museum an der Brooklyn Bridge fester Bestandteil der Skyline Manhattans war, wirkt verwaist. Von einem kleinen Motorboot aus schaut ein Mann in Schwimmweste dem Schiff, das gerade die erste Etappe seiner Reise zurück in die Hamburger Heimat aufgenommen hat, stumm hinterher.

„Eine Ikone verlässt den Hafen“

„Wie oft bekommt man so etwas zu sehen? Eine Ikone verlässt den Hafen, da wird Geschichte geschrieben“, sagt Jodi Scarchner, Fernglas um den Hals und Fotoapparat in der Hand. Die 43-Jährige wohnt in der Nähe und hat sich gemeinsam mit etwa 50 anderen Menschen auf einem höhergelegten Pier versammelt, um den Abschied der „Peking“ am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) zu beobachten.

Bevor das Schiff im Frühjahr 2017 in einem Dockschiff den Atlantik in Richtung Hamburg überqueren soll, wird es mithilfe mehrerer Schlepperboote noch in eine Werft im New Yorker Stadtteil Staten Island gebracht. „Es ist das Ende einer Ära, ich schaue mir das mit einem lachenden und einem weinenden Auge an.“

Seit Mitte der 70er Jahre lag die „Peking“ in New York und konnte als Teil des South Street Seaport Museums besichtigt werden. Immer wieder kamen Stimmen aus Hamburg, wo die Viermastbark 1911 bei der Werft Blohm+Voss vom Stapel gelaufen war und danach der Reederei F. Laeisz gehört hatte, die seine Rückkehr forderten. Jahrelang tat sich nichts.

Wirbelsturm beschädigte Traditionssegler schwer

Doch dann wurde das South Street Seaport Museum 2012 vom Wirbelsturm „Sandy“ schwer beschädigt und erholt sich seitdem nur schwer. Schließlich konnte die Stiftung Hamburg Maritim auch dank einer Zuwendung des Bundes in Höhe von 26 Millionen Euro die notwendigen Mittel für eine Restaurierung auftreiben und hat das Schiff nun offiziell übernommen. In Hamburg soll es Teil eines neuen Hafenmuseums werden.

Die „Peking“ hat eine abenteuerreiche Geschichte und viele verschiedene Besitzer hinter sich. Sie gehörte zu den sogenannten acht Schwestern, wie die zuletzt gebauten Viermastbarken der Reederei F. Laeisz wegen ihrer ähnlichen Größe und Bauart genannt wurden. Heute existieren neben der „Peking“ nur noch die „Passat“, die inzwischen als Wahrzeichen Travemündes gilt, und die „Padua“ (jetzt „Kruzenshtern“). Nach dem Bau war die „Peking“ unter anderem mehrmals zwischen Europa und Südamerika hin und hergefahren und diente lange in Großbritannien als Schulschiff.

Nun hat die „Peking“ ihre wohl letzte Reise angetreten. „Auch wenn es viele von uns in New York traurig macht, haben wir der „Peking“ eine wunderbare neue Heimat in ihrer Geburtsstadt gegeben“, sagt Jonathan Boulware, Chef des South Street Seaport Museums. Das sieht auch Jodi Scarchner so, die der Viermastbark vom Pier aus ein letztes Mal zuwinkt. „Gute Reise! Möge Gott dich beschützen, so dass du in einem Stück ankommst.“

(dpa)

http://www.abendblatt.de/hamburg/article207946259/Museumsschiff-Cap-San-Diego-laeuft-zum-Sommertoern-aus.html

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http://www.schiffsjournal.de/die-cap-san-diego-legt-am-29-juli-ab-zum-grossen-sommertoern-nach-kiel/

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Cap-San-Diego-in-Fahrt

Am 29. Juli geht es mit 500 Tagesgästen an Bord erst einmal nach Cuxhaven, am Folgetag durch die Brunsbütteler Schleuse auf dem Nord-Ostsee-Kanal bis nach Rendsburg. Sonntag, den 31. Juli nimmt der Museumsfrachter mit seinen Passagieren die letzte Etappe in Angriff um nach einer hoffentlich sonnigen Fahrt durch Kanal und die Kieler Bucht um ca. 18 Uhr in der Kieler Schwentinemündung am Seefischmarkt festzumachen. Dann sind erstmal 4 Tage Verschnaufpause für die „alte Dame“ angesagt, doch selbstverständlich ist sie vom 1. bis zum 4. August in Kiel täglich von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen! Alle Hilfsdiesel werden im Seebetrieb laufen. Rechtzeitig bevor Heimweh aufkommt, macht der „weiße Schwan“ sich dann auf den Heimweg und legt am 5. August um 11 Uhr in Kiel wieder ab.

In drei Etappen geht es zurück in die Heimatstadt und am Sonntag, den 7. August kann man in Hamburg spätestens um 18 Uhr wieder das vertraute Horn dreimal lang geben hören – dann ist sie zurück an der Hamburger Überseebrücke! Elf Tage „Seetörn“, 3 verschiedene Liegeplätze und rund 150 Seemeilen liegen dann hinter ihr und rund 3.000 Passagiere konnten den größten fahrtüchtigen Museumsfrachter der Welt wieder einmal in Fahrt erleben!

Jedes Jahr unternimmt der “weiße Schwan” verschiedene Gästefahrten und Fahrten mit dem 1961 gebauten „weißen Schwan“ sind ein ganz besonderes Erlebnis und bieten dem Gast spannende Einblicke in die Schiffstechnik von gestern und heute: Maschinenraum, Funkbude und Kommandobrücke, Peildeck und Rudermaschine, Luken und Decksflächen – kurz, das ganze Schiff – steht dem Passagier auf unseren Reisen offen. 
Die Kombination aus modernster Navigationstechnik und Original-Geräten in Betrieb ist in dieser Form einmalig. Man kann Schiffstechnik hautnah erleben.

 

Hamburger Hafen

 

 

 

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Das maritime Denkmal wird Hamburg für elf Tage verlassen und Richtung Kiel steuern. Am Freitag legt der „weiße Schwan“ ab.

 

Hamburg. Sie gilt als das größte noch fahrtüchtige Museumsschiff der Welt und verlässt nur selten ihren Liegeplatz an der Hamburger Überseebrücke: Doch an diesem Freitag heißt es mal wieder „Leinen los“ für die „Cap San Diego“. Um 10 Uhr startet das Hamburger Museumsschiff zu seinem großen Sommertörn und nimmt volle Fahrt auf Richtung Kiel.

Elf Tage lang wird die „Cap San Diego“ auf der Elbe, dem Nord-Ostseekanal und in der Kieler Bucht unterwegs sein, drei verschiedene Liegeplätze ansteuern, rund 150 Seemeilen hinter sich lassen und rund 3000 Passagiere an Bord aufnehmen. Am Freitag geht es zunächst mit 500 Passagieren an Bord nach Cuxhaven. Am Tag darauf wird der 1961 gebaute „weiße Schwan“ die Brunsbütteler Schleuse passieren und auf dem Nord-Ostsee Kanal zu sehen sein.

Am Sonntag wird der Museumsfrachter gegen 18 Uhr in der Kieler Schwentinemündung am Seefischmarkt festmachen. Dort haben Besucher vier Tage lang Zeit, das Schiff zu besichtigen. Am 5. August geht es wieder Richtung Heimathafen, den die „Cap San Diego“ am 7. August spätestens um 18 Uhr erreichen wird. Dann wird auch das Horn des Schiffes dreimal lang zu hören sein.

 

http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/festival-fuer-wasserratten-d33070.html

Copyright Hamburger Wochenblatt

Övelgönne34

 

 

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article157116318/Peking-vor-Heimreise.html

Peking Sailship45Copyrihht Welt

Die Welt kompakt
18.07.16
 

„Peking“ vor Heimreise

Während die Viermastbark transportfähig gemacht wird, fordern die Politiker mehr Personal für den Denkmalschutz

Von Freie Autorin

Die Heimreise der stolzen „Peking“ über den Atlantik rückt näher. Die noch in New York liegende Viermast-Stahlbark wird in diesen Tagen in eine Werft gebracht und für den Transport vorbereitet, wie die Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) im Gespräch mit der „Welt“ erklärten. Ende vergangenen Jahres hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Initiative der beiden Politiker 120 Millionen Euro für den Bau eines Deutschen Hafenmuseums in der Hansestadt bewilligt. Darin enthalten sind auch 26 Millionen Euro für die Rückholaktion und Restaurierung der „Peking“. Der Frachter gilt schon jetzt als das emotionale Wahrzeichen des Hafenmuseums.

 

Das Segelschiff und die Stadt sind eng miteinander verbunden. Der Viermaster wurde bis 1911 in der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut und war Teil der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz. Die robusten Windjammer waren Anfang des 20. Jahrhunderts die technisch modernsten Segelschiffe auf den Weltmeeren. Die „Peking“ wurde als Frachtschiff für den Salpeterhandel mit Chile eingesetzt. Seit 1975 liegt das Segelschiff vor dem Financial District in Manhattan vor Anker. Vor vier Jahren gab das Hafenmuseum am Hudson River bekannt, keinen Platz mehr für die mittlerweile marode Viermastbark zu haben.

„Ich bin stolz wie Bolle darauf, dass wir die ‚Peking‘ zurück holen. Andernfalls wäre sie in der Schrottpresse gelandet“, sagte Kahrs. Nun sollen in einer Werft in New York zunächst die Masten abgenommen werden, sodass die „Peking“ transportfähig ist. Dann wird die „Peking“ in ein Transportschiff gesetzt und sicher verkantet. Sobald die Hurrikane-Saison vorbei ist, geht es auf den Weg nach Hamburg. Im Oktober oder November soll das Segelschiff eintreffen, die Stiftung Hamburg Maritim organisiert alles. „Gleichzeitig läuft eine Ausschreibung unter Werften, die sich um die Restaurierung bewerben können. Die Restaurierung wird etwa zwei Jahre dauernt“, so Kahrs. Die Viermastbark sei ein Zeichen dafür, wodurch Hamburg reich geworden sei und wie der Hafen funktioniert habe.

Nach Einschätzung von Kruse ist die „Peking“ zwar ein altes Schiff, „das Thema insgesamt ist aber nicht nur rückwärtsgewandt“. Das Segelschiff stehe für eine Ausdehnung des Welthandels und für Salpeterimport. Kruse: „Und der wiederum hat die Weltgeschichte extrem beeinflusst: Hin zur Erhöhung der Produktivität in der Landwirtschaft und gleichzeitig als Grundlage für Krieg, denn zur Herstellung von Sprengstoff braucht man Salpeter.“ Das könne an einem Ort wie dem Hafenmuseum ebenso thematisiert werden wie die Geschichte des Welthandels am Beispiel von TTIP.

Die in der Kulturbehörde anhaltende Suche nach einem Standort für das Hafenmuseum beunruhigt die zwei Bundestagsabgeordneten nicht. Kahrs: „Wir gehen alle davon aus, dass das Deutsche Hafenmuseum auf dem Gelände der 50er Schuppen entsteht.“ Für den Christdemokraten Kruse ist der Standort „nicht nur logisch, sondern auch der beste. Er wird sich durchsetzen“. Schließlich sei der 50er Schuppen der erste und der letzte erhaltene Industriehafen der Welt. Bis Ende 2016 soll die Entscheidung über den Standort gefallen sein.

Seit Jahren fördern Kahrs und Kruse als Mitglieder im mächtigen Haushaltsausschuss deutschlandweit Kultur, Denkmäler und Infrastrukturprojekte wie den Nord-Ostsee-Kanal mit Bundesmitteln. „Allein für die Kultur haben wir in den vergangenen Jahren zusätzlich etwa 1,4 Milliarden Euro eingeworben“, sagte Kruse. Dass auch Hamburg davon immer wieder profitiere, liege daran, dass die Stadt „reich an guten Projekten ist“. Neben dem Hafenmuseum und dem Hamburg Museum Ende vergangenen Jahres bewilligte der Haushaltsausschuss erst kürzlich knapp 1,7 Millionen Euro für Hamburger Denkmäler.

Mit Folgen: „Durch die vielen zusätzlichen Bundesmittel der letzten Jahre hat die Leitung des Denkmalschutzamtes festgestellt, dass sie noch drei bis vier neue Stellen vom Senat braucht, damit sie das alles umsetzen kann“, betonte Kahrs. Eine Stärkung des Denkmalschutzamtes hält der Sozialdemokrat für unausweichlich. Politiker könnten nur das Geld organisieren, Projekte umsetzen könnten nur die Fachleute. Kahrs: „Dafür brauchen wir mehr Personal, liebe Freie und Hansestadt Hamburg. Aber mit der Steigerung des Hamburger Kulturetats, die Senatorin Kisseler durchgesetzt hat, bewegt sich bereits vieles in die richtige Richtung.“

Kruse zufolge muss sich insbesondere um jene Zielgruppe intensiver gekümmert werden, die nicht von ihren Eltern oder Großeltern ins Museum oder Theater geschleppt wird. Bei populärer Musik funktioniere das automatisch über die Klassenkameraden. Kruse: „Manchmal braucht man jemanden, der einem eine neue Welt öffnet.“ Deswegen seien Projekte wie „Musik Impuls“ wichtig, bei dem die Hamburger Symphoniker nach draußen zu den Menschen gehen und an Orten wie dem Alten Elbtunnel Konzerte geben.

„Und vielleicht muss man auch die Kids, die täglich mit ihren Skateboards auf der Plaza der Kunsthalle fahren, einfach mal hereinbitten und ihnen das Haus zeigen“, erklärte Kruse. Je jünger Menschen seien, desto neugieriger seien sie. Da müssten sich Museen und Theater mehr engagieren. Das bedeutet laut Kruse aber auch, „dass wir ihnen die Ressourcen zur Verfügung stellen müssen“. Mit dem Normaletat könnten sie diese Integrationsarbeit nicht leisten und die Bildungslücken nicht schließen.

Festival für Wasserratten

 
Beim Elbfest „tummeln“ sich wieder diverse Traditionsschiffe im Hafen. Nicht nur für „Sehleute“ ein Genuss Foto: wb

150 Jahre Sandtorhafen: „Elbfest.Hamburg“ verbindet Tradition und Moderne zu einem Erlebnis-Wochenende

Hafencity. Unter dem Motto „Schippern. Schnacken. Schlendern“ wird mit dem neuen Hafenfest im September nicht nur die maritime Tradition, sondern auch das heutige Leben an der Elbe gefeiert. Bei freiem Eintritt verteilt sich das Programm über drei Standorte: den Sandtorhafen in der HafenCity, das Hafenmuseum bei den 50er Schuppen und die Elbe.

Im Sandtorhafen laden die ehrenamtlichen Crews auf ihre Traditionsschiffe ein. Foodtrucks und fliegende Händler versorgen die Gäste mit Köstlichkeiten. Fest im Programm sind unter anderem ein Ausschläfer-Fischmarkt, das Musikprojekt „tune“, „Hafen-Tango“ mit Tango Chocolate, maritime Projektionen der Lichtkünstlerin Katrin Bethge und das „Requiem auf die Krane“ vom Dramaturgen Michael Batz. Tom Zimmermann und Darren Grundorf werden ihr legendäres Kneipenquiz in den Hafen verlegen und das Publikum in eine große Spielgemeinde verwandeln. Geführte Touren rund um den Sandtorhafen erzählen von seiner lebendigen Geschichte.

Spaß für Jung und Alt

Auf der Bühne des Hafenmuseums werden an beiden Tagen Singer-Songwriter, Jazzmusiker und Schauspieler ein vielfältiges Programm bieten. Bereits bestätigt sind Alex Hirsch und Gerrit Hoss, sowie eine Lesung mit Schauspielern des Thalia Theaters im Schiffsbauch der MS Bleichen. Das Improvisationstheater Hidden Shakespeare wird gemeinsam mit dem Publikum die Geschichte der Hafenarbeit zum Leben erwecken. Auch für die ganz jungen Besucher gibt es viel zu erleben, ob beim Schmieden, Reepschlagen oder mit Dampf auf den Schiffen.
Am Sonnabend findet auf der Elbe die große Parade der Traditionsschiffe statt. Rund 50 Schiffe der Stiftung Hamburg Maritim, des Museumshafens Oevelgönne und Gäste werden sich für dieses Großereignis zusammentun. Schon das wuselige An- und Ablegen der großen und kleinen Schiffe im Sandtorhafen ist ein Erlebnis: Eine wahre Pracht, wenn die alten Schoner, Dampfer und Ewer würdevoll die Elbe entlang schippern. Einige Plätze zur Mitfahrt gibt es über die Stiftung Hamburg Maritim.

Wer für die Parade kein Ticket ergattern konnte, kann den Blick auf die Stadt von der Wasserseite auch mit dem kostenpflichtigen Barkassen-Shuttle genießen, der die beiden Festzentren, den Sandtorhafen in der HafenCity und das Hafenmuseum, verbindet.

Anlass für das Elbfest.Hamburg ist die Eröffnung der ersten Kaiumschlagsanlage an einem künstlichen Hafenbecken für Seeschiffe vor 150 Jahren. Die Kombination aus Schiff, Schuppen und Schiene hat für lange Jahre bis zum Aufkommen des Containers den großen Erfolg des Hamburger Hafens durch den schnellen Warenumschlag begründet. Elbfest.Hamburg macht die Geschichte des Hafens und das Leben am Wasser greifbar: mit Musik, Performances, Führungen und Kulinarik. (wb)

ELBFEST HAMBURG
17. und 18. September, Infos: www.elbfest.hamburg Eintritt frei; Mitfahrt bei der
Parade der Traditionsschiffe Erwachsene: 35 Euro; Kinder bis einschließlich 14 Jahre: 17,50 Euro Ticketbestellung per Mail: parade@elbfest.hamburg
Tickethotline: Mo-Fr, 10-12 Uhr, Telefon: 780 817 05R

Für eine Handvoll Euro

 https://www.facebook.com/Hafendockter-663750390398727/

Copyright Chris Coclat

Hafendocktor56

  http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article156693058/Fuer-eine-Handvoll-Euro.html

1,7 Millionen Euro Bundesmittel für den Denkmalschutz in Hamburg

Von Stefan Grund

Eine Finanzspritze aus Bundesmitteln ermöglicht jetzt die vollkommene Genesung der nahezu wiederhergestellten Barkasse „Hafendockter“, die bis Anfang der Achtzigerjahre im Hamburger Hafen offiziell „Hafenarzt“ hieß, weil sie eben jenen an Bord hatte. Außer Dienst gestellt und in Privatbesitz übergegangen, war die Senatsbarkasse selbst zum Patienten geworden, nachdem sie schließlich im Jahre spektakulär am Kehrwiederufer im Zollkanal neben einem Ponton sank. Verletzt wurde seinerzeit niemand, Marc Schütte fand das notdürftig reparierte Wrack im Jahre 2014 in Neustadt/Holstein wieder und sanierte es gemeinsam mit einem spontan gegründeten Verein weitgehend.

 

Nun soll der wiederbelebte „Hafendockter“, Baujahr 1929, vollständig wieder hergestellt werden. Im zweiten Bauabschnitt steht die Sanierung der Elektrik an, das provisorische Steuerhaus soll ersetzt werden. Kostenpunkt: eine Viertelmillion Euro. Rund die Hälfte dieser Summe steuert mit 124.500 Euro nun der Bund bei, die Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) machten den Zuschuss locker. Marc Schütte ist begeistert: „Ich freu mich, dass der Kahn seit Mai wieder fährt. Dieser Zuschuss ist jetzt für uns das Tüpfelchen auf dem ‚i‘ für die Sanierung.“

Doch die Große Hamburger Kulturkoalition der beiden Bundestagsabgeordneten im Haushaltsausschuss leistet nicht nur einen Beitrag zur „Hafendockter“-Sanierung. Insgesamt konnten Kahrs und Kruse jetzt 1,7 Millionen Euro für Kulturprojekte einwerben. Das Geld kommt lebendigen Hamburger Denkmälern zugute. Kruse weist darauf hin, dass es erneut gelungen sei, mit dem sechsten Denkmalschutz-Sonderprogramm „Kleinode zu fördern und vor dem Verfall zu retten.“

 
 

t!

 

18 Grad, Sonne, gute Laune: Für einen Tag ist der Frühling zurück in der Stadt. MOPO.de zeigt deshalb – passend zum guten Wetter – tolle Fotos aus dem Museumshafen Övelgönne.

ClausD13-900x600Copyricht Lutz Messerschmidt www.hamburg-pics.com

https://www.ndr.de/kultur/film/ARTE-zeigt-die-Geschichte-des-Hamburger-Hafens,gigantdesnordens106.html

Copyright NDR

ARTE zeigt die Geschichte des Hamburger Hafens | NDR.de – Kultur – Film

Stand: 19.05.2016 16:57 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

ARTE zeigt die Geschichte des Hamburger Hafens

Er ist Tor zur Welt, Zentrum des Handels und ein Ort von Sehnsüchten, Seemannsgarn und Spelunken – der Hamburger Hafen. In einer 90-minütigen Zeitreise zeigt ARTE Ende Mai und Anfang Juni unter dem Titel „Gigant des Nordens – Hamburgs Aufstieg zum Welthafen“ erstmals die gesamte Geschichte des Hafens von 1189 bis heute. Die szenische Dokumentation erzählt, wie aus einem kleinen Anleger an der Elbe innerhalb von gut acht Jahrhunderten der Welthafen von heute wurde. Viele mittelalterliche Szenen wurden dabei unter anderem in Stade gedreht, der NDR war an der Produktion beteiligt.

Hanse, Dampfer und letzte Station für Auswanderer

 
  • Der Hamburger Hafen im Mittelalter. © NDR/ Farber Courtial Fotograf: Farber Courtial

    Im Hamburger Hafen der Hansezeit befördern riesige Holzkräne die besonders schwere Fracht von Schuten und Ewern an Land und umgekehrt.

  • Der alte Hafen in Hamburg im Mittelalter. © NDR/ Farber Courtial Fotograf: Farber Courtial

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kommen die ersten Dampfschiffe in den Hamburger Hafen. Die Industrialisierung findet nun auch auf dem Wasser statt.

  • Ein Mann und eine Frau mit einem Kind. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    Der Hamburger Hafen wird zwischen 1871 und 1914 für rund zwei Millionen Auswanderer die letzte Zwischenstation in Europa auf dem Weg nach Amerika. (Spielszene).

  • Ein Mann und eine Frau stehen vor einem weiteren Mann, der sich Notizen auf einem Brett macht. © NDR/ Martin Christ Fotograf: Martin Christ

    Albert Ballin (l.) kommt aus einfachen Verhältnissen und macht als Ausreise-Agent in Hamburg schnell Karriere. (Spielszene).

  • Ein Mann hält eine mittelalterlich gekleidete Frau an den Schultern fest. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    Die meisten Auswanderer stammen aus Osteuropa, viele auch aus Deutschland, ihr Ziel ist Amerika. (Spielszene).

  • Eine alte Frau guckt aus einem Fenster. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    An der Cholera-Epidemie Ende des 19. Jahrhunderts sterben in Hamburg fast 10.000 Menschen. Verursacht wurde die Seuche durch das schmutzige Wasser in den Fleeten des Gängeviertels. (Spielszene).

  • Ein Arzt behandelt einen Mann, der auf einer Liege liegt. © NDR/ Martin Christ Fotograf: Martin Christ

    Bernhard Nocht bleibt auch nach der Cholera-Epidemie in Hamburg und baut eine Forschungsstation für Hafen- und Schiffshygiene auf, die es noch heute gibt, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. (Spielszene).

Hanse, Dampfer und letzte Station für Auswanderer

 
  • Der Hamburger Hafen im Mittelalter. © NDR/ Farber Courtial Fotograf: Farber Courtial

    Im Hamburger Hafen der Hansezeit befördern riesige Holzkräne die besonders schwere Fracht von Schuten und Ewern an Land und umgekehrt.

  • Der alte Hafen in Hamburg im Mittelalter. © NDR/ Farber Courtial Fotograf: Farber Courtial

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kommen die ersten Dampfschiffe in den Hamburger Hafen. Die Industrialisierung findet nun auch auf dem Wasser statt.

  • Ein Mann und eine Frau mit einem Kind. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    Der Hamburger Hafen wird zwischen 1871 und 1914 für rund zwei Millionen Auswanderer die letzte Zwischenstation in Europa auf dem Weg nach Amerika. (Spielszene).

  • Ein Mann und eine Frau stehen vor einem weiteren Mann, der sich Notizen auf einem Brett macht. © NDR/ Martin Christ Fotograf: Martin Christ

    Albert Ballin (l.) kommt aus einfachen Verhältnissen und macht als Ausreise-Agent in Hamburg schnell Karriere. (Spielszene).

  • Ein Mann hält eine mittelalterlich gekleidete Frau an den Schultern fest. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    Die meisten Auswanderer stammen aus Osteuropa, viele auch aus Deutschland, ihr Ziel ist Amerika. (Spielszene).

  • Eine alte Frau guckt aus einem Fenster. © NDR/ Martin Hutcheson Fotograf: Martin Hutcheson

    An der Cholera-Epidemie Ende des 19. Jahrhunderts sterben in Hamburg fast 10.000 Menschen. Verursacht wurde die Seuche durch das schmutzige Wasser in den Fleeten des Gängeviertels. (Spielszene).

  • Ein Arzt behandelt einen Mann, der auf einer Liege liegt. © NDR/ Martin Christ Fotograf: Martin Christ

    Bernhard Nocht bleibt auch nach der Cholera-Epidemie in Hamburg und baut eine Forschungsstation für Hafen- und Schiffshygiene auf, die es noch heute gibt, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. (Spielszene).

 

Eine Zeitreise bis 1189

Mithilfe von Inszenierungen, dokumentarischen Sequenzen, Experteninterviews, Archivmaterial und aufwendigen Computeranimationen geht der Film bis in die frühen Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück. Die Dokumentation erzählt vom Aufstieg und Fall der Hanse, von der Entwicklung zum Welthafen nach der Entdeckung Amerikas und vom rasanten Wandel des Warenumschlags während der industriellen Revolution. Dabei spannt die Dokumentation immer wieder Bögen in die Gegenwart und zeigt die wiederkehrenden wirtschaftlichen, technischen und sozialen Herausforderungen auf, denen sich der Hafen seit seinen Anfängen in einem permanenten Strukturwandel stellen musste.

„Gigant des Nordens“ bei ARTE

Sendetermine
Sa, 28.05.2016, 20.15 Uhr
So, 29.05.2016, 14.40 Uhr (Wdh.)
Mo, 06.06.2016, 08.55 Uhr (Wdh.)

Von der Gründung bis zur größenwahnsinnigen „Führerstadt“

Beleuchtet wird aber auch die Alltagsgeschichte der „kleinen Leute“ mit ihren oft sehr harten Lebensbedingungen. Spielszenen stellen wichtige Wendepunkte der Hafengeschichte nach: die eigentliche Gründung durch ein angebliches Privileg des Kaisers Barbarossa, die „Franzosenzeit“ während der Kontinentalsperre Anfang des 19. Jahrhunderts und die Entscheidung für den Bau eines offenen Tidehafens. Gezeigt wird auch, wie Albert Ballin die Auswanderung revolutionierte, der junge Arzt Bernhard Nocht die Cholera besiegte und wie der erste Elbtunnel gebaut wurde. Nicht realisiert wurden die größenwahnsinnigen Pläne des Architekten Konstanty Gutschow für den Bau einer „Führerstadt“; auch sie sind Thema des Films.

Autorin der Dokumentation ist Cristina Trebbi, Regie geführt hat Stefan Schneider. Als historischer Fachberater war Prof. Martin Krieger von der Universität Kiel dabei. Hergestellt wurde der Film von der Produktionsfirma Gruppe5Film („Terra X“, „Die Deutschen“, „Der Primus – Franz Josef Strauß“).

http://www.hamburg-news.hamburg/de/cluster/tourismus/millionenzuwendung-fuer-historische-museen-hamburg/

Stand: 12.11.2015 19:49 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min.

Bund gibt Millionen für Hamburger Hafenmuseum

Ein historischer Hamburger Viermaster, direkt in Sichweite der Elbphilharmonie – dieses Bild könnte in wenigen Jahren Wirklichkeit werden: Der Windjammer „Peking“ soll voraussichtlich 2018 endgültig in der Hansestadt festmachen. Möglich macht die Überführung vom derzeitigen Liegeplatz in New York eine üppige Finanzspritze vom Bund. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Donnerstag insgesamt mehr als 139 Millionen Euro an Bundesmitteln für Kulturprojekte in Hamburg bewilligt.

„Peking“ kommt aus New York nach Hamburg

 
  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Seit 1975 liegt die in Hamburg gebaute Viermastbark „Peking“ im New Yorker Museumshafen South Street Seaport. Jahrelang plant eine Hamburger Initiative, sie in die Hansestadt zurückzuholen.

  • Viermastbark "Peking" im New Yorker Museumshafen © imago/McPHOTO/Lovell

    Für die Überführung und die notwendige Sanierung kommen bis Ende 2012 mehrere Millionen Euro Spendengelder zusammen.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Mehrere Werften bieten an, das vor 100 Jahren bei Blohm + Voss gebaute Schiff zum Selbstkostenpreis zu reparieren.

  • Der Großsegler "Peking" liegt im Museumshafen von Manhatten in New York. © akg Fotograf: akg-images / Jürgen Raible

    Der Windjammer war der Hansestadt von den New Yorkern als Geschenk angeboten worden. Allerdings droht die Überführung und Instandsetzung zunächst an den hohen Kosten zu scheitern – trotz der Spenden.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Das alte Schiff hat Charme, aber auch viele „offene Baustellen“.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Fast überall hat sich Rost breitgemacht.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Ob die Ketten noch richtig laufen?

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Auch das Holz ist nach all den Jahren deutlich mitgenommen.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Unter Deck sieht es zum Teil schlimm aus.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Der Zahn der Zeit nagt an allen Materialien.

  • Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

    Dass hier eine Restaurierung teuer wird, ist offensichtlich.

  • Viermastbark "Peking" im New Yorker Museumshafen © dpa Fotograf: Christina Horsten

    Den verheerenden Wirbelsturm „Sandy“ Ende 2012 übersteht die marode „Peking“ jedenfalls ohne zusätzliche Schäden.

  • Schwarz-weiß Aufnahme der Stahlbark "Peking" unter Segeln, im Hintergrund ein Dampfschiff.

    Ein Foto aus stolzen Zeiten: Auf einer Postkarte aus den 1930er-Jahren fährt die „Peking“ unter vollen Segeln neben einem Dampfschiff. Als Fracht- und Schulschiff verkehrte sie zwischen Hamburg und Südamerika.

  • Die Großsegler "Priwall", Padua" und "Peking" 1928 im Hamburger Hafen. © akg

    Eine Aufnahme aus dem Jahr 1928: Die Großsegler „Priwall“, „Padua“ und „Peking“ liegen im Hamburger Hafen. Die Viermastbark „Peking“ wurde 1911 bei Blohm + Voss gebaut.

  • Der Großsegler "Peking" liegt im Museumshafen von Manhatten in New York.

    Ende 2015 kommt wieder Bewegung in die Sache: Der Bund sichert Hamburg 120 Millionen für ein großes Hafenmuseum zu. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Überführung der „Peking“. Das Schiff könnte dann bald wieder in Hamburg liegen.

  • Die "Passat" ist eine Viermast-Stahlbark, die als einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel lief und heute im Hafen von Travemünde liegt. © NDR.de Fotograf: rtn, Volker Ladwig

    Dann würde sie ganz in die Nähe ihres Schwesterschiffs „Passat“ kommen. Dieses liegt heute im Hafen von Travemünde.

  • Viermaster "Kruzenshtern" - ein Bild von Manfred Lütt, Kiel © Manfred Lütt Fotograf: Manfred Lütt

    Erst 1926 gebaut wurde die „Padua“. Sie ist als einziges Schiff der „Flying-P-Liner“ heute noch in Betrieb – als Segelsschulschiff „Kruzenshtern“ ist sie immer wieder auch bei norddeutschen Segel-Events zu sehen, wie etwa beim Hamburger Hafengeburtstag.

 

120 Millionen Euro für Deutsches Hafenmuseum

Der größte Teil davon, nämlich 120 Millionen Euro, ist für die Errichtung eines Deutschen Hafenmuseums in der Hansestadt vorgesehen. Ein Teil dieses Geldes wiederum ist für die Überführung und Sanierung der „Peking“ gedacht, die aktuell in beklagenswertem Zustand in New York liegt. Den Weg über den Atlantik auf eigenem Kiel würde sie wahrscheinlich nicht schaffen, sagte Reinhard Wolf vom Verein Freunde der Viermastbark „Peking“ zu NDR 90,3. Das Schiff, 1911 bei Blohm + Voss gebaut, solle deshalb huckepack auf einem Spezialschiff transportiert werden. Als Termin wurde das kommende Frühjahr genannt. Anschließend soll der segelnde Frachter umfassend auf einer Werft restauriert werden. Die Kosten dafür liegen voraussichtlich bei etwa 30 Millionen Euro.

Neues Museum der Bedeutung des Hafens angemessen

Ihren Liegeplatz soll die „Peking“ an den historischen 50er-Schuppen erhalten, wo es bereits ein Hafenmuseum gibt. Dieses scheint jedoch der Wichtigkeit des größten deutschen Hafens nicht mehr angemessen. Hier soll deshalb das erweiterte Deutsche Hafenmuseum entstehen. „Die Einrichtung eines der Bedeutung des Hamburger Hafens angemessenen Museums gibt uns die Möglichkeit, die Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hafens in einem größeren Zusammenhang darzustellen“, sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). Jetzt komme es darauf an, mit allen Beteiligten ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, das die vielschichtige maritime Geschichte spannend und differenziert darstellt.

Nach Angaben von Rüdiger Kruse, Mitglied des Haushaltsausschusses, handelt es sich bei dem zur Verfügung gestellten Geld um eine „hundertprozentige Finanzierung durch den Bundeshaushalt“. Die zukünftigen Betriebskosten des neuen Museums würden nach der Fertigstellung von der Stadt Hamburg getragen.

Hamburg Museum erhält 18 Millionen Euro

Das Hamburg Museum am Holstenwall © NDR Fotograf: Irene Altenmüller

Die Dauerausstellung im Hamburg Museum soll neu entwickelt werden – mit 18 Millionen Euro.

Unterstützung erhält auch das Hamburg Museum. Der Bund steuert 18 Millionen Euro für die Modernisierung des Hauses bei. Hierfür werde die Stadt in den kommenden Haushaltsberatungen über eine Kofinanzierung in Höhe von weiteren 18 Millionen Euro zu beraten haben, heißt es in der offiziellen Pressemeldung der Stadt Hamburg. Bund und Stadt wollen mit diesen insgesamt 36 Millionen Euro „gemeinsam helfen, die nationale und internationale Bedeutung eines der größten stadthistorischen Museen auszubauen“. Unter anderem soll die Dauerausstellung vollkommen neu entwickelt und die Flächen für Sonderausstellungen für anspruchsvolle aktuelle Präsentationen ertüchtigt werden.

Weitere Bundesmittel gehen unter anderem an das Thalia Theater. Dessen neues Projekt „Europa im Umbruch / Umbruch in Europa“ wird mit 850.000 Euro unterstützt. Die Privattheatertage erhalten eine Bundesförderung in Höhe von 500.000 Euro. Für die 7. Triennale der Photographie in Hamburg stehen 200.000 Euro aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung.

Weitere Informationen
Schienen verlaufen unter Kränen im historischen Teil des Hamburger Hafens auf dem Kleinen Grasbrook. © NDR Fotograf: Daniel Sprenger
17 Bilder

Der Rest vom historischen Hamburger Hafen

Im bisherigen Hamburger Hafenmuseum rosten Kräne wie vergessene Zeugen einer längst vergangenen Epoche. Auch Reste der Hafenbahn und von Schuppenanlagen sind hier zu finden. Bildergalerie

Pontonanlage des Hafenmuseums mit Kastenschute und "Sauger IV". © Achim Quaas, Hafenmuseum Hamburg Fotograf: Achim Quaas

Olympiabewerbung: Was tun mit dem Hafenmuseum?

Mit der Olympiabewerbung rückt jetzt Hamburgs Hafenmuseum auf der Veddel in den Fokus. Zeitweise schließen oder ausbauen? Befürworter und Gegner haben für beide Varianten gute Argumente. (18.08.2015) mehr

Die Viermastbark Sedov © Stema Service Fotograf: Vallery Vasilivsky

Die schönsten Schiffe des Nordens

Traditionsschiffe sind die optischen Höhepunkte bei Hafenfesten und Großseglertreffen. Eine Auswahl geschichtsträchtiger Großsegler und Dampfschiffe im Porträt. mehr

 

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Der-Rest-vom-historischen-Hamburger-Hafen-,hafenmuseum102.html

Copyright NDR

Der Rest vom historischen Hamburger Hafen

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    Das alte Hafenleben ist in Hamburg nur auf einem vergleichsweise winzigen Areal noch zu erahnen: Bei den Schuppen der sogenannten 50er-Strecke auf dem Kleinen Grasbrook befindet sich das bisherige Hamburger Hafenmuseum. Neben einer Halle mit maritimen Exponaten stehen im Außenbereich nicht mehr benötigte Kräne und alte Güterzüge an einem Kai.

Millionen für neues Deutsches Hafenmuseum : Hamburg bekommt Viermastbark „Peking“ zurück

vom 12. November 2015
 

Hamburg | Mindestens ist es eine kleine Sensation – vielleicht auch eine etwas größere: Nach langjährigen Bemühungen erhält Hamburg nun doch das erste nationale deutsche Hafenmuseum und dazu als Sahnehäubchen und Prunkstück die historische Viermastbark „Peking“ als Museumsschiff zurück. Das Erstaunlichste: Die Erfüllung des Doppelwunschs zahlt der Bund. Der Haushaltsausschuss in Berlin hat gestern für beide Projekte insgesamt 120 Millionen Euro zugesagt.

Für das Geld werde es eine Neuerrichtung des vorhandenen, aber überschaubaren Hafenmuseums an den 50er Schuppen geben, hieß es aus der Kulturbehörde. Der Standort am Hansahafen dürfte dabei erhalten bleiben, vis-à-vis des geplanten Olympia-Geländes auf dem Kleinen Grasbrook. Erstmals solle dort dann ein eigenständiges großes Museum für die Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hafens entstehen. Die Kulturbehörde kündigte an, nun mit allen beteiligten Institutionen und Initiativen eine genaue Konzeption und Planung zu erarbeiten sowie die Höhe der Betriebskosten zu ermitteln; diese sind von Hamburg zu tragen.

Für den überaus warmen Regen aus Berlin hatten sich vor allem zwei Hamburger Bundestagsabgeordnete stark gemacht, die sich gestern entsprechend über ihren Erfolg freuten. Der CDU-Parlamentarier Rüdiger Kruse stellte das kommende Hafenmuseum in seiner historischen Bedeutung auf eine Stufe mit der Zeche Zollverein in Essen und der Völklinger Hütte im Saarland. Hamburg sei dafür der perfekte Standort, die Stadt stehe heute wie früher exemplarisch für Handel und Schifffahrt, so Kruse. Sein SPD-Mitstreiter Johannes Kahrs assistierte: „Ganz besonders freut mich die Rückholung der ,Peking‘.“

 

Die „Peking“ in Manhattan.

Foto: dpa

Tatsächlich nimmt damit ein schon verloren geglaubter Kampf um ein Stück schwimmender Hamburger Hafengeschichte doch noch ein gutes Ende. Schon vor drei Jahren hatten Schifffahrtsfreunde aus der Hansestadt versucht, die historische Viermastbark von New York an die Elbe zurückzuholen, waren aber am fehlenden Geld gescheitert. Die „Peking“ – 1911 bei Blohm + Voss erbaut und einer der legendären „Flying P-Liner“ der Reederei Laiesz – liegt seit Jahrzehnten in Manhattan in einem Schifffahrtsmuseum. Die Amerikaner wollen den 115 Meter langen, arg ramponierten Frachten-Windjammer loswerden und wären bereit, ihn an die Hamburger zu verschenken. Doch erst jetzt steht ausreichend Geld in Aussicht, um die kostspielige Atlantik-Überführung per Spezialschiff sowie die Restaurierung zu stemmen.

Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) wertete die Unterstützung des Bundes als „große Anerkennung für das, was die Kultureinrichtungen in der Stadt auch im nationalen und internationalen Kontext leisten“. Das deutsche maritime Museum eröffne die Möglichkeit, die Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hafens in einem größeren Zusammenhang darzustellen.

 
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von Markus Lorenz
erstellt am 12.Nov.2015 | 17:45 Uhr

 

Der größte deutsche Hafen in Hamburg bekommt sein Denkmal: ein repräsentatives Museum und ein Schiff.

Copyright Jörg Potent

 

 

Denn während zwischen riesigen Containern und modernen Kränen im Hafen von Seemannsromantik nicht viel übrig ist, konnte man dort den Hafen-Charme bewahren.

Aber gucken Sie selbst:

http://www.hamburg.de/hafengeburtstag/
 

Das größte Hafenfest der Welt 9. – 11. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27.09.13

Parade

 

TigerBildMaling56

Tiger Weihnachten selbst von Crewmitglied gemalt

Tiger Guenther45

 

(Charterfahrten ) und  Sammler Museumshafen Övelgönne 2014

 

Sa u So 14 u 16 Uhr

 

Rendezvous der Traditionsschiffe in Hamburg

Historische Segler und Dampfer laufen am Sonnabend zur Parade aus. Den besten Blick gibt es auf Steinwerder. Das Zusammentreffen der Schiffe ist dabei kein Zufall, sondern genau geplant.

Foto: Mark Sandten

 

Die Stiftung Hamburg Maritim kaufte den Lotsenschoner 2002 in Seattle. Heute kann man das Schiff chartern

 

Hamburg. Und sie bewegt sich doch: An diesem Sonnabend verlässt die „Cap San Diego“ ihren Liegeplatz und nimmt elbabwärts Kurs auf Glückstadt – mit zahlreichen Passagieren an Bord. Wenn sie am Nachmittag wieder zurückkehrt, ist mitten auf der Elbe eine ganze Menge los: Tutend und dampfend sind zeitgleich rund 35 Traditionsschiffe mit insgesamt rund 1000 Gästen und Crewmitgliedern an Bord unterwegs. Sie alle treffen sich voraussichtlich gegen 15.15 Uhr zwischen Teufelsbrück und Oevelgönne und vermitteln auf diese Weise ein eindrucksvolles Bild Hamburger Schifffahrtsgeschichte.

Das Zusammentreffen ist kein Zufall, sondern von der Stiftung Hamburg Maritim und dem Management der „Cap San Diego“ genau geplant. Denn an diesem Sonnabend kann Hamburg mit der zweiten Parade der Traditionsschiffe ein besonderes maritimes Spektakel erleben. Nach dem großen Erfolg des ersten Events vor einem Jahr erlebt die kollektive Fahrt der schwimmenden Oldtimer zum Abschluss der Saison 2013 eine Neuauflage.

+++ Service: Schiffspositionen im Hamburger Hafen und auf der Elbe +++

Dass so viele historische Segler und Dampfer zum selben Moment auf der Elbe schippern, kommt höchstens während der Hafengeburtstage vor. Doch was Hamburg alles an maritimen Juwelen mit glänzender Vergangenheit zu bieten hat, geht bei den traditionellen Hafenfesten häufig unter. „Wir möchten deshalb mit der neuen Parade allen Hamburgern und Gästen diesen Schatz auch außerhalb von Großereignissen präsentieren“, sagt Ursula Wöst, Sprecherin der Stiftung Hamburg Maritim. Die Institution, 2001 auf Initiative von der Handelskammer und der HSH Nordbank gegründet, organisiert die Parade zusammen mit dem Museumshafen Oevelgönne und Vereinen.

Erwartet werden morgen an Land Tausende von Zuschauern. Um 14.30 Uhr setzt sich die gesamte Flotte vor der Elbphilharmonie in Bewegung; gegen 16 Uhr werden die Traditionsschiffe in voller Pracht vor Blankenese zu sehen sein. Danach geht es wieder zurück. Angeführt wird die Oldtimer-Flotte von der „Elbe 3“, die ihren festen Platz im Museumshafen Oevelgönne hat. Das älteste noch heute fahrbereite Feuerschiff der Welt lief vor 125 Jahren in der Werft Johann Lange (Vegesack) vom Stapel und ist inzwischen zu einem kleinen Wahrzeichen des Museumshafens geworden. „Als die ‚Elbe 3‘ 1979 im damals neuen Museumshafen ihren Liegeplatz fand, war sie eines der ersten Hamburger Museumsschiffe“, sagt Ursula Wöst.

Mit dabei ist auch der Lotsenschoner „No. 5 Elbe“, der vor genau 130 Jahren in der Werft H.C. Stülcken (Steinwerder) gebaut wurde. Mehr als 30 Jahre lang war der Gaffelschoner für die Lotsen der Deutschen Bucht im Einsatz, bis er in Privatbesitz kam. Im Jahr 1937 umrundete die Yacht sogar Kap Hoorn und diente später einigen Hippies in den USA in den 1960er- Jahren als Wohnschiff. Nach mehreren Besitzerwechseln übernahm die Stiftung Hamburg Maritim den Schoner, um ihn von Seattle aus mit einem Frachter der Rickmers-Line nach Hamburg zu überführen. Als die „Elbe 5“ schließlich im Herbst 2002 in der Hansestadt eintraf, bereiteten ihr die Seeleute auf 20 historischen Schiffen einen feierlichen Empfang.

Auf große Fahrt gehen an diesem Sonnabend neben dem alten Lotsenschoner unter anderem auch die zwölf Meter lange Rennyacht „Heti“ (1912 gebaut), der Hochseekutter „Landrat Küster“ (1889), der Schwimmkran „Saatsee“ (1917) und das Polizeiboot „Ottensteeuer“ (1956). „Insgesamt“, sagt Ursula Wöst, „kommen auf diese Weise mehr als 3000 Jahre Schifffahrtsgeschichte zusammen.“

Besonders schick präsentiert sich seit eh und je der Staatsdampfer „Schaarhörn“, der – wie viele andere Traditionsschiffe – vom Verein „Jugend in Arbeit Hamburg e. V.“ restauriert wurde. Der 1907 gebaute und relativ luxuriös ausgestattete Zweischrauben-Dampfer sollte eigentlich einmal Kaiser Wilhelm II. durch den Hamburger Hafen schippern. Doch dazu ist es wohl nie gekommen. Statt dessen diente der Peildampfer in der Elbmündung der Seevermessung.

Wer die größte fahrende Traditionsschiffflotte Europas aus nächster Nähe bewundern will, sollte nach Angaben der Stiftung ab 14 Uhr in der Nähe des Anlegers Elbphilharmonie Position beziehen. Die Vorbeifahrt an den Landungsbrücken ist gegen 14.45 Uhr geplant. Die beste Sicht gibt vom Südausgang des Alten Elbtunnels/Steinwerder. Die Rückfahrt von Blankenese erfolgt nach 16 Uhr. Wie es so ist in der Schifffahrt: Zeitliche Veränderungen sind aufgrund des Wetters möglich.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article120434004/Rendezvous-der-Traditionsschiffe-in-Hamburg.html

 

Copyright Hamburger Abendblatt

 

 

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj29451.html

 

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/rund_um_den_michel/videos/rundumdenmichel947.html

 

Museumshafen Övelgönne könnte Museum werden

Hamburg Journal – 10.09.2013 19:30 Uhr Autor/in: Florian Pretz

Für Touristen ist der Museumshafen Övelgönne ein beliebtes Ziel, doch ein Museum im eigentlichen Sinne ist der Anleger eigentlich nicht. Ein Verein will das ändern.

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News

 

Bundesverkehrsministerium

Vorläufige Einigung zu Traditionsschiffen

Samstag, 29. Juni 2013

Im Rahmen der Diskussionen um die Zulassung von Traditionsschiffen hat das Bundesverkehrsministerium auf Initiative der Regierung jetzt eine Übergangsregelung vorgelegt. Diese sieht vor, allen Traditionsschiffen, deren Zulassung in diesem Jahr ausläuft, für weitere zwei Jahre neue Schiffszeugnisse auszustellen. So hat die Behörde Zeit, eine vernünftige, neue Zulassungsvorschrift vorzulegen. mm

 

http://www.ndr.de/regional/hamburg/rundumdenmichel174.html

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/rund_um_den_michel/videos/rundumdenmichel947.html

Mitfahrgelegenheiten und Schiffsbesichtigungen auf Windjammern und Traditionsseglern

Eisbrecher Dampfschlepper Traditionsschiffe

Copyright NDR danke

Neue Pläne für Museumshafen Oevelgönne

Entwurf des Architekten Leif Torge für ein Ponton im Museumshafen Oevelgönne. Detailansicht des Bildes

So sieht der Entwurf des Architekten Leif Torge für einen Ponton im Museumshafen aus.

Der Museumshafen Oevelgönne soll in den kommenden zwei Jahren umfangreich umgebaut und modernisiert werden. Wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete, soll unter anderem ein schwimmendes Museumsgebäude entstehen, das auch als Veranstaltungszentrum genutzt werden kann.

Schwimmendes Museum nach historischem Vorbild

Zwei Ebenen soll das schwimmende Museum haben, dazu Platz für ein Büro, Werkstätten und einen kleinen Souvenirladen. Der geplante Bau orientiert sich dabei an historischen Vorbildern, den sogenannten Hafenliegern. Björn Nicolaisen, Geschäftsführer des Museumshafens: „Das sind in der Regel Holzhäuser oder Holz-Konstruktionen auf Pontons oder Schuten gewesen, wo es Sozialräume, Werkstätten und Büros von Hafenbetrieben gab. Und so etwas würden wir gerne für den Museumshafen haben.“

Außerdem könnte am Ufer des Museumshafens eine neue Promenade entstehen. Der südliche Bereich der Schwimm-Pontons soll nicht nicht mehr als Lager, sondern für kleine Ausstellungen unter freiem Himmel genutzt werden.

Kosten auf rund 600.000 Euro geschätzt

Damit würde der Museumshafen attraktiver, glaubt auch Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow. Er ist Beiratsmitglied des Betreibervereins: „Wenn Touristen diese alten Schiffe sehen, ist ihnen oft gar nicht klar, dass das der Museumshafen ist.“ Die Umbau- und Erweiterungskosten von geschätzt rund 600.000 Euro sollen vor allem durch Spenden getragen werden.

Der Museumshafen Oevelgönne mit den Wünschen für die Umgestaltung. So sehen die Pläne der Betreiber für den Museumshafen Oevelgönne aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 90,3 Aktuell | 18.04.2013 | 17:00 Uhr

 

http://www.maritimheute.de/den-824-hafengeburtstag-hamburg-auf-der-elbe-erleben/

http://www.hamburg.de/hafengeburtstag-schiffsfahrten

Copyright Maritim heute  bitte Rest in den o.g. links lesen

Mitfahrgelegenheiten und Schiffsbesichtigungen auf Windjammern und Traditionsseglern

Präsident Freiherr von Maltzahn HF 294 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Windjammer regen zum Träumen an, wecken romantische Erinnerungen an die Segelschifffahrt des 19. Jahrhunderts, erzeugen Fernweh nach der Weite der Ozeane und machen Lust auf eine Abenteuerreise unter weißen Segeln. Die Faszination dieser majestätischen Schiffe können die Besucher des 824. HAFENGEBURTSTAG HAMBURG vom 9. bis 12. Mai 2013 im Hafen der Hansestadt erleben. Besonderer Publikumsmagnet wird dabei die Gorch Fock sein. Das berühmte Segelschulschiff der Deutschen Marine wurde 1958 bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut und ist seitdem Patenschiff der Stadt. 2013 beteiligt sich die Bark zum ersten Mal an den Feierlichkeiten zur Geburtsstunde ihres Geburtsortes.

Nach ihrer Premiere beim diesjährigen HAFENGEBURTSTAG HAMBURG sind im kommenden Jahr auch wieder das Segel-Kreuzfahrtschiff Star Flyer und die Bark Alexander von Humboldt II mit ihrem charakteristisch grünen Rumpf beim größten Hafenfest der Welt dabei. Komplettiert wird das Windjammer-Quintett von der 114 Meter langen, russischen Viermastbark Kruzenshtern und dem polnischen Vollschiff Dar Młodzieży, die ihr Kommen angekündigt haben. Gemeinsam mit zahlreichen Traditionsschiffen werden sie rund um die Landungsbrücken ein einzigartiges Bild von Masten, Rahen und weißen Segeln bieten und Blickfänge bei der großen Ein- und Auslaufparade sein.

Die Großsegler in Fahrt und bei geeignetem Wind unter Segeln von Land aus zu betrachten, ist bereits ein eindrucksvolles Erlebnis. Beim HAFENGEBURTSTAG HAMBURG haben die Besucher aus dem In- und Ausland darüber hinaus die Möglichkeit, mittendrin statt nur dabei zu sein und an Bord der Großsegler und anderer Segelschiffe oder moderner Wasserfahrzeuge mitzufahren. Verschiedene Anbieter haben für Einzelpersonen oder Gruppen Mitfahrgelegenheiten im Programm und verchartern Schiffe unterschiedlicher Größe exklusiv für außergewöhnliche Firmenevents oder Privatfeiern.

http://www.museumshafen-oevelgoenne.de/index.php/news-reader/items/die-einladung-des-konsul-kloeben-ist-da.html

und WE auf dem Tiger  Sa 14:00  So 14:00 und 16:00 freu mich geht loooooos.

Günther

Die Einladung des Konsul Klöben ist da – 3. Advent, 11:00 Uhr!

23-11-2012 12:00 von Björn Nicolaisen

Am die 3. Advent die 33. Konsul-Klöben-Gedächtnisfahrt vor Oevelgönne

ANNA, CATARINA und ELFRIEDE

ANNO 3.Advent 1980

Eine absolut ernstzunehmende Stiftungsurkunde ! ! !

Konsul Klöben! Wer kennt ihn nicht, diesen aufrechten Hanseaten, diesen grossen Reeder – ganz schlicht … diesen königlichen Kaufmann!

Dieser Freund aller aufrecht segelnden Schiffe, tiefbeladenen Frachter und geknechteten Seefahrer, hat sich des Weltbewegenden, Schiffe bewegenden, Gaffelsegel füllenden Windes angenommen. – Ja, es gibt Meinungen die ihm Erfindung dieses umweltfreundlichen Mediums, das die Taschen der Reichen füllte und die Herzen der Schiffseigner höher schlagen liess, zusprechen wollen. –

Sich wohlgefällig über die kostspieligen Rundungen, über den Teil des Körpers der ehedem –und lange vergessen- der Fortpflanzung diente, streichend, liess er die Gaffelfreunde und verkündete wohlgefällig folgendes:

 

Zum ewigen Andenken an meine unvergessenen Verdienste

Auf dem Wasser, von deren Zinsen ich heute so schön lebe,

stifte ich Euch, niedere Anwender meiner Winde, einen Preis,

den `KONSUL KLOEBEN GEDÄCHTNIS-PREIS´

 

Es ist kein Pokal – damit Ihr nicht sauft, es ist kein Teller, damit Ihr nicht der Fresssucht anheimfallt und es ist kein Silber, damit Ihr nicht der Eitelkeit verfallt, es ist – eine Feuerblüse. – Sie soll strahlen

 

Einladung zur 33. Wiederholung am 16. Dezember 2012 um 11 Uhr im Museumshafen Oevelgönne mit anschließendem Weihnachtspunsch und Klöben im historischen Wartehäuschen DÖNS.

Anmeldung unter info@museumshafen-oevelgoenne.de oder wie immer einfach die Segel setzen und vorbeikommen!

Einladung zum Downdload

Copyright thunfish1967 Walter Polling

http://www.reisen-auf-frachtschiffen.de/G.ae.stebuch/index-2.htm

tolle InternetSeite mit sehr vielen Filmen über den NOK, sehr sehenswert

 

Wolfgang Podding

http://www.hamburg1.de/aktuell/Museumsschiff_Peking_soll_%C3%BCberf%C3%BChrt_werden-14142.html

 
Linda Ruth Pullan
http://www.pbase.com/image/69588881
 

Werftarbeiter wollen sich vorab Eindruck verschaffen

„Peking“ nach Hamburg?

Samstag, 27. Oktober 2012Das Museumsschiff „Peking“, das zurzeit in New York liegt, kommt möglicherweise nach Hamburg. Für die Überführung und notwendige Sanierung seien bereits drei Millionen Euro an Spendengeldern zusammengekommen, bestätigte die Hamburger Handelskammer. Zwei norddeutsche Werften seien offenbar bereit, das vor 100 Jahren bei Blohm + Voss gebaute Schiff zum Selbstkostenpreis und mit verbindlichem Kostenvoranschlag zu reparieren, sagte Reinhard Wolf von der Handelskammer dem Radiosender NDR 90,3. Werftvertreter wollen übernächste Woche nach New York fliegen, um sich einen Eindruck vom Zustand des Schiffes zu verschaffen. Erst dann werde eine endgültige Entscheidung fallen.

 
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Das im New Yorker Hafen liegende Museumsschiff    „Peking“ kommt wahrscheinlich doch nach Hamburg. Für die kostspielige Überführung und die notwendige Sanierung sind nun drei Millionen Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Zwei norddeutsche Werften haben sich bereiterklärt, das über 100 Jahre alt Schiff instandzusetzen

http://www.ndr.de/regional/hamburg/peking163.html

Stand: 24.10.2012 11:08 Uhr

Millionenspenden und Werftenhilfe für „Peking“

Das marode Museumsschiff „Peking“ kommt möglicherweise doch nach Hamburg: Für die Überführung und notwendige Sanierung sind bereits drei Millionen Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Und zwei norddeutsche Werften sind offenbar bereit, das vor 100 Jahren bei Blohm + Voss gebaute Schiff zum Selbstkostenpreis und mit verbindlichem Kostenvoranschlag zu reparieren, wie Reinhard Wolf von der Hamburger Handelskammer NDR 90,3 sagte.

Spenden für Museumsschiff

New York will Hamburg ein marodes Schiff schenken. Doch die Überführung und anstehende Reparaturen kosten viel Geld. Drei Millionen Euro Spenden sind schon zusammengekommen.

Werftvertreter wollen Schiff inspizieren

Bei Wolf laufen die Fäden in Sachen „Peking“-Überführung zusammen. Werftvertreter wollen nach seinen Worten übernächste Woche nach New York fliegen, um sich einen genauen Eindruck vom Zustand des Schiffes zu verschaffen. Erst dann werde eine endgültige Entscheidung fallen. Dann stelle sich heraus, ob und wie das Schiff nach Hamburg überführt werden kann und wie teuer die Vorarbeiten dafür in New York sind.

Der derzeit in Manhattan liegende Windjammer war der Hansestadt als Geschenk angeboten worden. Allerdings drohte die Überführung und Instandsetzung an den hohen Kosten zu scheitern. Nach den ersten Veröffentlichungen über die Schwierigkeiten mit dem Geschenk seien viele Spendenzusagen von Privatleuten gekommen, sagte Wolf. Das Interesse an der „Peking“ sei groß.

„Peking“ eine der letzten ihrer Art

Die „Peking“ gehört zur Serie der legendären Flying P-Liner von F. Laeisz. Die Windjammer galten zu ihrer Zeit als besonders robust und schnell. Heute sind nur noch vier von ihnen erhalten: Die „Pommern“ liegt als Museumsschiff in Finnland, die „Passat“ in Travemünde, die „Padua“ fährt unter dem Namen „Kruzenstern“ und eben die „Peking“.

Mit dabei waren etwa das Dampfschiff „Schaarhörn“ und der Dampfschlepper „Tiger“,

Copyright Dieter Kobrock

07:01

Copyright Dieter Kobrock

02.10.2012, 14:36 Uhr. www.hamburg-magazin.de – Genau 10 Jahre nach seiner Rückkehr nach Hamburg wird der Lotsenschoner N°5 Elbe am Samstag, den 6. Oktober 2012, die große Parade Hamburger Traditionsschiffe mit über 25 Hamburger Schiffen anführen. Als der historische Lotsenschoner N° 5 Elbe im Oktober 2002 als Deckslast auf einem Frachter eintraf, hatte sich zur Begrüßung eine Schar historischer

Schiffsparade

Schippern wie vor über 100 Jahren

Willkomm-Höft Tanker, komm bald wieder

Seit sechzig Jahren werden vor dem Hamburger Hafen die Schiffe willkommen geheißen. Ein Besuch auf der Brücke der Begrüßungskapitäne

http://www.zeit.de/2012/42/Willkomm-Hoeft-Wedel-Schulauer-Faehrhaus

Friedrich Niemeyer auf seinem Posten in der Wedeler Schiffsbegrüßungsanlage

In der Erinnerung ist immer Spätsommer. Die Sonne scheint, und es gibt Eis. Ein Schiff tutet, aus Lautsprechern ertönt Musik, irgendwas wird mit der Flagge gemacht, und ein Mann erzählt, wie schwer das Schiff ist und wie lang. Deswegen sind Oma und Opa mit einem hergefahren. Man sitzt im vollen Café, und der Kellner hastet vorbei und sagt, er komme gleich. Als er endlich sein Versprechen wahr macht, ist der Pflaumenkuchen schon ausverkauft, aber der Apfelkuchen heute sehr gut. Irgendwann kommt er mit einem großen Tablett zurück, und man bekommt das gemischte Eis mit Sahne und, weil heute Sonntag ist, noch eine Brause dazu. Die Preise sind hoch, aber Oma sagt, Opa solle nicht murren. Wo sonst könne man erleben, wie Schiffe begrüßt werden?

Es gibt Orte, die verändern sich nicht. Die dürfen sich nicht verändern. Damit man noch einmal diesen perfekten Tag erlebt, an dem es Eis und Brause gibt. Oder heute, wo man auf die Frage »Der Apfelkuchen und der Latte macchiato?« sagt: »Für mich, bitte!«

Die Musik, die auf die Elbe hinaustönt, klingt schräg und scheppernd. Die Sonne scheint auch an diesem Tag, und das riesige Schiff mit dem rot-blauen Rumpf, das gerade mit seinen bunten Containern vorbeischiebt, wirkt in seiner Farbigkeit geradezu verspielt. Gegenüber am südlichen Elbufer leuchtet ockerbraun der Sandstrand. Auch heute passiert das am Fahnenmast, was der Fachmensch »Dippen« nennt: der Gruß der Seeleute, bei dem die Flagge der Nation, unter der das Schiff fährt, halb eingezogen und wieder gehisst wird. Auch heute erklingt dazu die sonore Stimme eines Herrn. »Wir verabschiedeten die Maren Maersk der dänischen Reederei Maersk Line«, sagt er und führt aus, was Männer interessiert: wo, wann und von wem das Containerschiff gebaut wurde, dass es zu den größten der Welt zählt und über welche Tragfähigkeit es verfügt.

Seit 1952 werden im Willkomm-Höft in Wedel, rund 18 Kilometer vom Hamburger Hafen entfernt, Schiffe begrüßt und verabschiedet. Eine weltweit einmalige Einrichtung. Seit 1952 ist alles gleich und doch seit Neuestem einiges anders. René Schillag hat das Lokal Schulauer Fährhaus von der Gründerfamilie Behnke übernommen. Es beherbergt die Schiffsbegrüßungsanlage. Was groß klingt, ist ein etwa zehn Quadratmeter kleines, mit dunklem Holz ausgekleidetes Kabuff inmitten eines weitläufigen Hauses. Jeden Tag tritt hier einer der sogenannten Begrüßungskapitäne seinen Dienst an: In akkurater Uniform sitzt er bis abends um acht Uhr vor den Computermonitoren und guckt, was sich auf der Elbe tut. Welches Schiff sich wo befindet und wie lange es wohl noch dauert, bis eines vorbeifährt. Der Hamburger Schiffsmeldedienst kündigt per Fax die ein- und auslaufenden Frachter an, und der diensthabende Kapitän sucht aus rund 17.000 Karteikarten die entsprechende heraus. Auf ihr ist alles verzeichnet, was er wissen muss, um das Schiff formvollendet vorstellen zu können.

René Schillag hat nach eigener Aussage rund zwei Millionen Euro in das Schulauer Fährhaus investiert und die Eigentümergemeinschaft des Hauses noch einmal so viel. Aus der zuletzt eher lieblosen Touristenabfütterung hat der 37-jährige Gastronom ein modernes, schickes Lokal gemacht. Seitdem vermittelt sich den Gästen mit Speisen à la »Velouté von Artischocken mit Trüffel-Parmesan Croissant« die Leichtigkeit des Seins. Rund 300 von ihnen kann er im Restaurantbereich bewirten, dazu 200 auf der Terrasse und noch einmal 500 im Außenbereich vor dem Gebäude. Ein großer Veranstaltungssaal soll die vermögenden Hanseaten, die nur wenige Kilometer von Wedel entfernt in den sogenannten Elbvororten sitzen, zum Feiern herlocken.

Der Hamburger, der in Blankenese bereits das Restaurant Fischclub betreibt, hatte vom Wasser aus gesehen, dass das Fährhaus stets gut besucht war. Und das bei den zum Schluss nicht gerade vor Engagement strotzenden Betreibern. Wie gut müsste es erst laufen, wenn man etwas Tolles daraus macht, wird seine Frage gewesen sein, und seine Rechnung geht so: »In fünf Jahren haben sich die Investitionen amortisiert. Bei gutem Wetter.« Bei schlechtem legt er zwei bis drei Jahre drauf.

Die pensionierten Beamten sehen wie Bilderbuch-Seebären aus

Er hat eine Showküche eingerichtet, weil Menschen Küchen heute faszinierend finden; doch die eigentliche Attraktion sind die Begrüßungskapitäne. Sechs Herren, die, wie eine Fototafel verrät, so schöne Namen wie »Bolte« oder »Kruse« tragen und in ihrem kleinen Kapitänsstand alle Schiffe ankündigen, die gemeinhin als »groß« gelten. Die Männer, die vor dem Ruhestand meist Beamte waren, sehen aus wie Bilderbuch-Seebären: weißes Haar, drei tragen einen dicken Bart, und bei einigen rundet der Bauch das Bild ab. Zur See gefahren ist keiner von ihnen, doch Schiffe lieben sie alle. Heute hat Friedrich Niemeyer, 66, Dienst, Bio- und Chemielehrer im früheren Leben und aktuell ein wenig gelangweilt. Freitag ist kein guter Tag. »Da gehen die Schiffe in der Nordsee vor Anker, weil die Liegegebühren im Hamburger Hafen am Wochenende sehr hoch sind.« Da ist nicht viel zu tun.

Also sitzt Friedrich Niemeyer herum in seinem strahlend weißen Hemd mit den blau-goldenen Schulterstücken. Hinter ihm, neben den Monitoren, stecken in einer Wandhalterung die rund 300 Tonkassetten, die heute keiner mehr braucht, weil die Nationalhymnen digital abgespielt werden. Eine Armatur, vermutlich aus den sechziger Jahren, die viel graue Fläche und ein paar farbige, eckige Knöpfe bietet, vollendet das skurril anmutende Bild aus Anachronismus und Moderne.

Schüchtern betritt ein Gast den Raum. Er fragt, ob er ein Poster vom Willkomm-Höft kaufen könne. »Nein«, sagt Niemeyer, das gab es früher, heute nicht mehr. »Postkarten?« – »Auch nicht.« Und damit auch kein Sonderstempel »Willkomm-Höft«. Der Mann ist enttäuscht. So wie einige der Begrüßungskapitäne. Die Fanartikel und mehr noch die Ausdrucke mit den Ein- und Auslaufzeiten der Kreuzfahrtschiffe spülten ihnen Gesellschaft in die Kabine. Niemeyer hingegen ist froh, dass er unter dem neuen Betreiber »keine Devotionalien mehr verkaufen muss«. Auch sonst ist er mit »dem Neuen« zufrieden, ein ordentliches Taschengeld gebe es, und das Essen, das sie jetzt kostenlos bekämen, sei wirklich die Wucht. Da stört es ihn nicht, dass die Einrichtung alt ist, eine Schranktür nicht mehr richtig schließt und die Decke aussieht wie in einem Raucher-Versuchslabor.

Nicht alle Kapitäne sind so hart im Nehmen. Manche kränkt es, dass ausgerechnet ihr Quartier bei der Renovierung übergangen wurde. »Schließlich sind wir die Attraktion und nicht die Speisekarte«, sagt einer von ihnen, der nicht kielgeholt werden möchte und dessen Name deshalb hier nicht steht. Schillag wehrt ab. Er habe immerhin die dringend benötigte Klimaanlage installieren lassen. Und wenn ein paar Millionen Euro investiert würden, aber nicht gleich jeder Winkel glänze, dann sollte das nicht so eng gesehen werden. Im Übrigen gebe es für die Auslaufzeiten bald eine App.

Viele Gäste schauen im Laufe des Tages vorbei. Manche wollen bloß mal gucken, andere möchten wissen, ob es Ebbe auch am Wochenende gibt. Oder was die Frachter nachts machen. Die meisten aber fragen, wann das nächste Schiff kommt. Wie die Dame, die mit ihren Enkeln da ist und den Moment im Kapitänsstand sichtlich genießt. Die Kinder lebten in Paris, erzählt sie, da gebe es so was doch nicht. Niemeyer schaut auf den Monitor. »Vor anderthalb Stunden wird das nichts«, sagt er. Den Kindern ist das zu lang. Die Oma verspricht noch ein Eis. »Wenn freitags gar nichts los ist, kommt auch schon mal ein U-Boot«, sagt Niemeyer. »Ein getauchtes. Gern eins von der Schweizer Marine.«

Mit stolzem Ton scheppert die russische Nationalhymne über die Elbe

www.pyro-artikel.de

Der Lotsenschoner „No. 5 Elbe“ führte die Parade der Hamburger Traditionsschiffe am Sonnabend an. Er wurde 1883 in Hamburg erbaut.

 

Der Lotsenschoner „No. 5 Elbe“

 

Parade der Traditionsschiffe

Links
  • Hamburger Hafen: Große Traditionsschiffparade auf der Elbe

Hamburg. Wie Spielzeugschiffe wirkten die alten Segler im Schatten der modernen Frachter – und so mancher Spaziergänger an der Elbe dürfte sich am Sonnabendmittag in eine andere Zeit versetzt gefühlt haben: 28 Museumsschiffe, teils mehr als 100 Jahre alt, waren zur Parade Hamburger Traditionsschiffe in See gestochen und präsentierten sich zwischen Elbphilharmonie und Blankenese in altem Glanz.

Mit dabei waren etwa das Dampfschiff „Schaarhörn“ und der Dampfschlepper „Tiger“,

i am on the tiger , a wunderfull time i love it.

angeführt wurde die Parade aber von ihrem ältesten Teilnehmer: Der Lotsenschoner „No. 5 Elbe“ ist ein Veteran des hanseatischen Schiffbaus und das letzte verbliebene aus einer Reihe von Holzschiffen, die der Hamburger Senat zwischen 1855 und 1906 erbauen ließ. 1883 lief der Zweimaster auf der Hamburger Stülcken-Werft vom Stapel und versetzte 30 Jahre lang Lotsen in der Elbmündung. Dann führte eine Odyssee ihn als Ausbildungsschiff und Hausboot „Wander Bird“ ums Kap Hoorn herum und durch die ganze Welt. Erst vor zehn Jahren kehrte er an Bord eines Frachters in den Heimathafen zurück. Nach aufwendiger Restaurierung ging er hier 2004 wieder auf Fahrt, heute gehört der Zweimaster der Stiftung Maritim und wird von einer ehrenamtlichen Crew betrieben. Die Parade fand zum Jubiläum seiner Rückkehr statt.

Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Parade der Traditionsschiffe Oktober 2012 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012Sie dampften, ächzten und stöhnten die Elbe hinunter…
Die Hamburger Traditionsschiffe!

Die allererste Parade der Hamburger Traditionsschiffe außerhalb des Hamburger Hafengeburtstages fand am 06. Oktober 2012 statt. Über 25 Traditionsschiffe waren dabei und präsentierten sich trotz des miesen Wetters von ihrer schönsten Seite.

Wir haben einige von Ihnen auf Fotos “festhalten” können und zusammen mit Sven Albrecht vom Verein Alsterdampfschiffahrt e.V. die Eck-Daten für Sie zusammengestellt.

Wir möchten an dieser Stelle uns ganz herzlich bei Sven Albrecht bedanken, ohne dessen Unterstützung wir die Daten in dieser Form nicht so ausführlich hätten hier aufführen können.
DANKE Sven!!

Gern stellen wir Ihnen nun hier die von uns fotografierten  Traditionsschiffe vor. Leider konnten wir wegen des schlechten Wetters nicht alle berücksichtigen.


Lesen Sie nun selbst, was diese alten, wundervollen Schiffe so alles unter der Haube und an Vergangenheit auf dem Buckel haben…

 


Peil- und Bereisungsdampfer SCHAARHÖRN

  • 1908 in Hamburg von der Schiffswerfte und Maschinenfabrik AG (vormals Janssen & Schmilinsky) gebaut
  •  Gebaut für den Hamburger Senat
  • Länge: 41,66 m
  • Angetrieben durch zwei 3 Zylinder Expansionsdampfmaschinen mit Oberflächenkondensation mit jeweils 412 PS und max. 160 U/min.
  • Kohle gefeuerter Kessel mit drei Flammrohren und 13,2 Atü Druck
  • 1976 nach Schottland verkauft und dort zur Ruine verfallen
  • 1989 zurück nach Hamburg Mittels Dockschiff
  • Ab 1990 Restaurierung bei Jugend in Arbeit Hamburg e.V.
  • Seit 1995 wieder in Fahrt in den Händen der Stiftung Hamburg Maritim

Schaarhörn Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012


Mehr auf: 
Facebook – Schaarhörn und www.schaarhoern.de

 

Die Dampfpinasse MATHILDA

  • 1994-96 in Finnland gebaut aus Finnischer Kiefer
  • Angetrieben durch eine 1912 gebaute 2 Zylinder Expansionsdampfmaschine aus der Kapitänspinasse der HMS „Melbourne“ (1911)
  • Rohrschlangenkondensation außen am Rumpf mit 29 PS
  • Kohle gefeuerter Wasserrohrkessel

Dampfpinasse Mathilda Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Mehr auf: www.dampfpinasse-mathilda.de

 

 

Schlepper Fairplay VIII

  • Assistenzschlepper
  • 1962 gebaut auf der Werft Theodor Buschmann am Reiherstieg in Hamburg
  • Ab 2002 in Wismar stationiert
  • Ab 2009 wieder in Hamburg, neuer Eigner Stiftung Hamburg Maritim
  • Antrieb: 7 Zylinder MAN-Dieselmotor mit 600 PS

Schlepper Fairplay VIII Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012
Mehr auf:
 www.fairplay8.de

 

Präsident Freiherr von Maltzahn HF 294

  • Hochseekutter
  • 1928 aus Eiche gebaut bei J.J. Sietas in Cranz für die Firma Fischer Fock &  Holst
  • Länge 22,80 m, als Gaffelketsch getakelt
  • Segelfläche 320 qm
  • Hilfsantrieb seit 1961 Baudouin-Diesel mit 6 Zylindern und 150 PS
  • ab 1983 im Museumshafen Oevelgönne e.V.

Präsident Freiherr von Maltzahn HF 294 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012


Mehr auf:
 www.hf294-maltzahn.de

 

Schleppdampfer TIGER

  • Hafenschlepper
  • 1910 in Hamburg gebaut von der Schiffswerft und Maschinenfabrik AG (vormals Janssen & Schmilinsky)
  • Die Ewerführerei Jürgen Hinrich Steffen ließ diesen Schlepper bauen um Schuten mit Korn und dem Tiger-Mehl von der Altonaer Mühle zu verschleppen
  • Antrieb: 2 Zylinder Expansionsdampfmaschine als Auspuffmaschine
  • mit 240 PS und max. 160 U/min.
  • Kohle gefeuerter Kessel mit einem Flammrohr und 12 Atü Druck
  • 1976 außer Dienst,
  • Ab 1978 erstes vereinseigendes Schiff des Museumshafens

den fuhr ich  hat tierisch Spass gmacht Günther

Mehr auf: www.dampfschlepper-tiger.de

 

 

Dampfeisbrecher ELBE

Flusseisbrecher

  • 1911 gebaut in Brandenburg von der Schiffswerft & Maschinenfabrik Gebrüder Wiemann um, beheimatet in Lauenburg, die Oberelbe und deren Seitenkanäle bis hinein in den Hamburger Hafen eisfrei zu halten
  • Länge: 30,30 m
  • Angetrieben durch eine 2 Zylinder Expansionsdampfmaschine mit Oberflächenkondensation mit 280 PS und max. 180 U/min.
  • Kohle gefeuerter Kessel mit zwei Flammrohren und 12,5 Atü Druck
  • 1976 außer Dienst
  • 1978 verfällt das Schiff im Technikmuseum in Berlin und wird seiner originalen Anbauteile beraubt
  • Später Verkauf in die Niederlande wo das Schiff am Ijsselmeer zu einer Ruine verkommt
  • 1997 kauft der heutige Hamburger Eigner das Schiff, brachte es nach Hamburg und rettete es vor der Verschrottung
  • Nach 10 Jahren mühseliger Restaurierung machte das Schiff 2007 seine ersten zaghaften Probefahrten und hat  2012 seine erstmals erfolgreiche Saison gefahren

Eisbrecher Elbe1 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Mehr auf: www.dampfeisbrecher-elbe.de

 

Polizeischiff ELBE 1

  • 1965 als Wasserschutzpolizei 1 auf der Werft Ernst Menzer in Hamburg-Bergedorf gebaut
  • für den Unterelbe-Streifendienst zwischen Hamburg und St. Margareten.
  • Länge: 32,35 m
  • Antrieb 2 MWM Dieselmotoren mit je 465 PS
  • Außerdienststellung Oktober 1996
  • Seit Sommer 1997 ist das Schiff im Besitz des Museums der Arbeit und wird nun vom „Verein für ehemalige WS-Barkassen e.V.“ betrieben

Polizeischiff Elbe1 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Mehr auf: www.ws-barkassen.de/schiffe.html#g_elbe1

 

Lotsenschoner ELBE 5

  • 1883 gebaut auf der Werft von H.C. Stülcken auf Steinwerder
  • Einsatz für die Hamburgische Deputation – Handel und Schiffahrt, wo der Gaffelschoner über 30 Jahre lang Lotsen in der Elbmündung und der Deutschen Bucht versetzt hat
  • Später als Privat-Yacht überquerte das Schiff mehrfach den Atlantik und umrundete 1937 sogar Kap Horn
  • 2002 holte die Stiftung Hamburg Maritim das Schiff aus Seattle nach Hamburg zurück
  • Länge: 37 m
  • Baumaterial: Eiche auf Eiche, Kupferbeschlag
  • Takelung: Gaffelschoner
  • Antrieb: seit 2005 2 Volvo Common Rail Diesel mit jeweils 130 PS

Lotsenschoner Elbe5 Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Mehr auf: www.lotsenschoner.de

 

Schleppdampfer CLAUS D.

  • 1913 in Hamburg gebaut von der Schiffswerft und Maschinenfabrik AG (vormals Janssen & Schmilinsky)
  • Hafenschlepper zum Schleppen von Schuten und Schutenverbänden,  in den frühen Jahren auch als Assistenzschlepper für in den Hafen einlaufende Segelschiffe
  • Ursprünglicher Name „Schulau“
  • Ab 1933 „Moorfleth“
  • 1957 Umbau auf Ölfeuerung und Umbenennung in „Claus D.“
  • Zum letzten Zweck bei der Firma Carl Robert Eckelmann diente der Schlepper zur Ölunfallbekämpfung und Tankreinigung, weil man den Dampf aus dem Kessel dafür gut nutzen konnte
  • Zu seinen Einsatzorten fuhr der Schlepper nach wie vor angetrieben von der originalen Dampfmaschine aus dem Jahre 1913
  • 1983 als letztes noch im Dienst befindliche Dampfschiff im Hamburger Hafen außer Dienst gestellt
  • 1984 für eine symbolische Mark an den Museumshafen Oevelgönne verkauft
  • Antrieb: 2 Zylinder Expansionsdampfmaschine als Auspuffmaschine mit 220 PS und max. 160 U/min.
  • Öl gefeuerter Kessel mit einem Flammrohr und 12,5 Atü Druck.

Schleppdampfer CLAUS D Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

Mehr auf: www.clausd.de

 

Schleppdampfer WOLTMAN

  • 1904 gebaut bei den Gebr. Sachsenberg in Rosslau an der Elbe, im Auftrag von Strom- und Hafenbau (heute HPA) für die Finanzdeputation in Hamburg
  • Heimathafen war Cuxhafen, wo der Schlepper Baggerschuten und auch den Bagger selbst verschleppte und die Elbmündung stets frei hielt für den Schiffsverkehr von der Nordsee nach Hamburg
  • In den Kriegsjahren transportierte man mit diesem Schlepper Soldaten und Verwundete von Hamburg über die Nordsee bis nach Dünkirchen
  • 1976 außer Dienst gestellt gelangte der Schlepper nach Holland, wo der Leidensweg dieses Schiffes begann. Der Dampfer verfiel zusehends, wurde jedoch zwischendurch immer wieder mal als Museumsschiff in Holland gefahren
  • 1984 kaufte der Museumshafen Kappeln den Schlepper und fuhr ihn aus eigener Kraft in Richtung seiner neuen Heimat an der Schlei
  • Doch auf halber Strecke kam der Woltman den Dreharbeiten des Fernsehfilms „Das Rätsel der Sandbank“ gerade gelegen und wurde dort für die Dreharbeiten als „Darsteller“genutzt
  • Während der Dreharbeiten wurde bei einem gravierenden Fehler des Maschinisten der Kessel zu Schaden gefahren und entging nahezu wie durch ein Wunder einer fürchterlichen Kesselexplosion
  • Dem Museumshafen Kappeln wurden die Kosten zum Erhalt des Schiffes zu hoch und der nun wegen Kesselschaden still liegende Dampfer verfiel weiter und weiter
  • 1992 schleppte der neu gegründete Förderverein Schleppdampfer Woltman e.V. den Dampfer nach Hamburg, nachdem er ihn dem Kappelner Museumshafen abkaufte, um ihn in Hamburg wieder betriebsfähig zu restaurieren.
  • Der Kessel war auf abenteuerliche Weise reparierbar
  • 1994 dampfte der Woltman das erste Mal wieder aus eigener Kraft durch den Hamburger Hafen und machte zunächst bis 1997 als Museumsschiff eine fleißige und große Karriere
  • Es ist der letzte seegängige mit Dampf betriebene Schleppdampfer Deutschlands, der 1998 bis 2004 noch einmal grundlegend restauriert wurde und dabei auch einen komplett neuen Kessel erhielt. Dieser ist dem Original nachgebaut
  • Schleppdampfer Woltman gilt heute als eines der am schönsten restaurierten Dampfschiffe Deutschlands
  • Länge: 22,40 m
  • Angetrieben durch eine 2 Zylinder Expansionsdampfmaschine mit Oberflächenkondensation
  • mit 268 PS und max. 140 U/min.
  • Kohle gefeuerter Kessel mit zwei Flammrohren und 10,5 Atü Druck

Dampfschlepper Woltman Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr auf: www.woltman.de

 

Dampfschlepper Woltman Parade der Hamburger Traditionsschiffe am 06. Oktober 2012

 

 

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Nürnberg Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) bis 1992 Steuermann 1.Offizier und Kapitän 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit und VdsM

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