Nord-Ostsee-Kanal : Autos kommen nicht rüber, Rauch im Kanal

 

Von Frank Behling
Weil die
Weil die „Stolpmünde“ in Sehestedt schlapp machte, musste nach einem Ringtausch die Fährstelle Fischerhütte für einige Tage geschlossen werden. Quelle: pae: Uwe Paesler
 

Kiel

„Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass wir über mehrere Tage eine Fährstelle komplett schließen mussten“, bestätigte Matthias Visser, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau.

 

Schranke stürzte nach dem Öffnen herunter

Auslöser war am Freitag ein Unglück mit der Fähre „Stolpmünde“ in Sehestedt. Aufgrund eines technischen Fehlers stürzte eine Schranke kurz nach dem Öffnen wieder herunter. Verletzt wurde dabei niemand. „Die Fähre wurde in unsere Werft nach Rendsburg gebracht und durch die Fähre ’Memel’ ersetzt“, sagte Visser.

 
 

Dadurch ergaben sich neue Probleme. Denn die „Memel“ musste von der Fährstelle in Audorf abgezogen werden. Die dort entstandene Lücke wurde durch die Ersatzfähre „Danzig“ geschlossen. Als am Sonntag dann auch die „Danzig“ ausfiel, musste die Rufbereitschaft des Fährbetriebs der Behörde reagieren. „Es wurde die Ersatz-Fähre aus Fischerhütte abgezogen und die Fährstelle bis Dienstag geschlossen“, so Visser. Beide Ersatzfähren sind nun in der Werft. Ein weiterer Ausfall könnte nicht mehr kompensiert werden. 

 

Einige Fähren sind inzwischen fast 70 Jahre alt

Dass es schnell zu einem Engpass auf dem Kanal kommen kann, ist bereits seit Jahren bekannt. „Mit großem Einsatz haben unsere Mitarbeiter in der Werft die Flotte aber immer wieder einsatzbereit bekommen“, so Visser. Einige Fähren haben inzwischen 67 Dienstjahre auf dem Kiel.

https://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Ausfaelle-am-Nord-Ostsee-Kanal-Fehlt-die-Faehre-stockt-das-Leben
 
Von Frank Behling
So wie hier in Sehestedt trennt der Kanal Gemeinden und Amtsbezirke. Umso wichtiger sind die Fähren.
So wie hier in Sehestedt trennt der Kanal Gemeinden und Amtsbezirke. Umso wichtiger sind die Fähren. Quelle: joh: Birgit Johann
 

Kiel

Für die Gemeinde Sehestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist die kleine Autofähre eine Lebensader. Als 1887 die Bauarbeiten für den Kaiser-Wilhelm-Kanal begannen, gruben sich die kaiserlichen Bautrupps mitten durch den Ort mit der romanischen Feldsteinkirche. Damit die Bewohner dem Kanalbau zustimmten, versprach der Kaiser eine kostenlose Querung des Kanals.

 

Wer Brücken oder Fähren über den Kanal nutzt, muss nichts bezahlen

Diese Zusage hat bis heute Gültigkeit. Wer Brücken oder Fähren über den Kanal nutzt, muss keine Maut bezahlen. Doch am Freitag fuhr in Sehestedt plötzlich keine Fähre mehr. Und weil keine Ersatzfähren mehr zur Verfügung standen, musste nach einem Ringtausch die Fährstelle in Fischerhütte für mehrere Tage ganz schließen. 

 
 

 

Sehestedt und Breiholz sind geteilte Gemeinden

„Ohne Fähre könnten wir nicht einen Tag überleben“, sagt Harald Klotzbücher, Bürgermeister von Breiholz, das ebenfalls am Kanal liegt. „Ein Viertel unseres Gebiets mit den Ortsteilen Claustal und Meckelmoor sind durch den Kanal von der Gemeinde abgetrennt. Deshalb ist die Fähre Breiholz für uns von sehr großer Bedeutung“, so Klotzbücher.

Die Verkehrszahlen schwanken dabei von Fährstelle zu Fährstelle zwischen 100 und bis zu 1000 pro Tag. „Wir merken das hier bei uns sofort, wenn zum Beispiel der Kanaltunnel gesperrt wird“, berichtet Klotzbücher.

 

 

In der Regel bedienen 14 Fähren zwölf Fährstellen

Im Einsatz sind im Regelbetrieb 14 Fähren an zwölf Fährstellen – in Brunsbüttel und Schacht-Audorf verkehren jeweils zwei. 14 der 16 Fähren haben eine Tragfähigkeit von 45 Tonnen. In Brunsbüttel sind zwei 100-Tonnen-Fähren im Einsatz. Die ältesten Fähren wurden 1952 gebaut, die jüngsten 1972. 

 

Erfahrene Wartungs-Mitarbeiter retten viel

Die Wartung der Fähren erfolgt auf dem Betriebshof Saatsee bei Rendsburg. Dort gibt es auch ein großes Ersatzteillager für die Voith-Schneider-Antriebe der Fähren. „Obwohl die Fähren so alt sind, gelingt es den Kollegen dort immer schnell, eine Lösung für das Problem zu finden. Dazu trägt auch die große Erfahrung der Mitarbeiter bei“, sagt Matthias Visser, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau.

 

Ausfallzeiten von 2018 schon jetzt erreicht

Ergebnis: In 99,7 Prozent der Einsatzzeit sind die Fähren von Breiholz bis Landwehr 2018 in Betrieb gewesen. 96 Ausfallstunden weist die Bilanz für 2018 aus. Durch den jüngsten Ausfall der Fähren wurden die Ausfallzahlen von 2018 aber schon erreicht. Allein auf der Fährstelle Fischerhütte gab es fast 70 Stunden Stillstand. Um die Betriebssicherheit der Fähren möglichst hochzuhalten, hat sich die Schifffahrtsverwaltung auch von dem Ziel weiterer Personalreduzierungen verabschiedet. Das Projekt der „Ein-Mann-Fähre“ wurde wieder zu den Akten gelegt. 

 

2020 soll die erste Hybrid-Fähre aus Estland kommen

Am Kanal wartet jetzt alles auf die neuen Fähren. Die ersten Planungen gab es schon vor sechs Jahren. 2014 wurden die ersten 14,5 Millionen Euro für drei neue Fähren bereitgestellt, aber erst im November 2018 folgte die Bestellung. Durch Verzögerungen und die Umstellung auf Elektroantriebe kletterte das Investitionsvolumen auf 21 Millionen Euro. 

Die Fähren werden jetzt in Estland gebaut. Den Auftrag für die 30 Meter langen Fähren, die 45 Tonnen tragen können, erhielt die Werft Baltic Workboats. Klappt alles, fährt Ende 2020 die erste Hybrid-Fähre über den Kanal. 

Lesen Sie auch: Fehlt die Fähre stockt das Leben

Im November 2018 wurden deshalb in Estland für 21 Millionen Euro drei Neubauten bestellt. Ende nächsten Jahres soll die erste der drei Fähren die Werft Baltic Workboats verlassen. 

 

Bernd Buchholz: Seit Jahren auf Verschleiß gefahren

„Mit den Kanalfähren ist es wie mit den Schleusen. Es wurde hier über Jahrzehnte nicht wirklich in neue Schiffe investiert und auf Verschleiß gefahren. Deshalb ist der Bund hier gefordert, schnell Abhilfe zu schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP).

 

5,4 Millionen Menschen pendeln pro Jahr über den Kanal

Die Autofähren sind für den landwirtschaftlichen Verkehr von großer Bedeutung. „Aber auch die Logistikwirtschaft im nördlichen Landesteil ist auf diese Fähren angewiesen. Besonders angesichts der Probleme mit der Rader Hochbrücke brauchen wir diese Fähren“, so Buchholz.

Nach Angaben der Schifffahrtsverwaltung pendeln pro Jahr 5,4 Millionen Menschen per Fähre über den Kanal. Laut Statistik werden 3,7 Millionen Autos und fast 180.000 Lkw transportiert. 

Lesen Sie auch einen Kommentar von Frank Behling zu den Kanalfähren

 
https://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Havarie-auf-Nord-Ostsee-Kanal-Faehre-mit-starker-Schlagseite
Copyright KN Online danke Frank Behling
Eine Havarie hat am Sonnabend auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Fähre „Kolberg“ außer Betrieb gesetzt. 
 
 
Eine Havarie hat am Sonnabend auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Fähre „Kolberg“ außer Betrieb gesetzt. Die Fährstelle Landwehr bei Schinkel ist vorerst gesperrt.
Eine Havarie hat am Sonnabend auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Fähre „Kolberg“ außer Betrieb gesetzt. Die Fährstelle Landwehr bei Schinkel wurde gesperrt.

Verletzt wurde niemand, da die Besatzung der Fähre sehr umsichtig handelte. Zu dem Unglückszeitpunkt passierte der 204 Meter lange Massengutfrachter „Star Laguna“ den Bereich.

 
 

 

Fähre aus Schieflage befreit

Die Besatzung des Schleppers „Schwartenbek“ hat die KanalfähreKolberg“ kurz nach 22 Uhr wieder aus der Schieflage befreit. Der aus Rendsburg geholte Schlepper der Reederei Küstendienst hatte Schneidbrenner und schweres Werkzeug dabei, mit dem die Bergung schließlich gelang.

Nach einer Überprüfung der Fähre konnte kurz nach Mitternacht der Betrieb wieder aufgenommen werden. „Es werden aber vorerst nur Fußgänger und Radfahrer mitgenommen. Wir werden uns die Fähre Anfang der Woche noch einmal genau anschauen und dann beraten, was geändert werden muss, damit sich so etwas nicht wiederholt“, so Detlef Wittmüß, Leiter des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau.

 

Lesen Sie auch: Fragen und Antworten – Warum geriet die Fähre in Schieflage? Und wie geht es jetzt weiter?

 
Die kürzeste aller Seereisen : 5,4 Millionen Fahrgäste nutzen jedes Jahr die Kanalfähren – Quelle: https://www.shz.de/25124507 ©2019
 
 
Blick auf die Fährstelle Nobiskug, im Hintergrund ein Teil von Rendsburg.

Die schwimmenden Verbindungen von Ufer zu Ufer sind in Schleswig-Holstein unverzichtbar. Das zeigen bisher unveröffentlichte Zahlen.

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shz.de von Frank Höfer
13. August 2019, 16:33 Uhr

Rendsburg | Die Männer und Frauen auf den Kanalfähren bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Tag und Nacht pendeln sie von Ufer zu Ufer, bei Wind und Wetter, an Feiertagen und zum Feierabend. Insgesamt 14 Fähren, zuzüglich zwei Reservefähren, queren an 365 Tagen  im Jahr den Nord-Ostsee-Kanal. Für die Bewohner im mittleren Schleswig-Holstein gehören die Schiffe zum täglichen Leben. Keiner kann und mag auf sie verzichten, zumal die Überfahrt nichts kostet – außer Zeit. Die mit durchschnittlich 100 Sekunden kürzeste aller Seereisen ist allzu oft mit schwer kalkulierbaren Verzögerungen verbunden. Sei es, wenn sich in der Warteschlange vor dem Anleger nichts tut oder das Ablegemanöver wieder einmal auf sich warten lässt. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Fähren erst dann ablegen, wenn andere Schiffe weiter als 600 Meter entfernt sind.

In Brunsbüttel beträgt die maximale Beladung 100 Tonnen

 

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Insbesondere nach dem Zusammenstoß der Schwebefähre mit einem Frachter Anfang 2016. Schwere Havarien mit einer der schwimmenden Kanalfähren sind indes nicht dokumentiert. Bei ihnen handelt sich um Binnenschiffe, die standardmäßig über eine Tragfähigkeit von 45 Tonnen verfügen und bis zu acht Autos plus Fußvolk befördern. Zwei Voith-Schneider-Propeller sorgen für gute Manövrierfähigkeit. Die maximale Beladung der regelmäßig in Brunsbüttel eingesetzten Fähren beträgt 100 Tonnen. Dort können bis zu 21 Autos gleichzeitig transportiert werden. An den Fährstellen der Region Rendsburg hingegen – Schacht-Audorf (Nobiskrug), Breiholz, Sehestedt, Landwehr  – beschränkt sich die Ladekapazität auf 45 Tonnen. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens werden zwischen Rendsburg und Audorf zwei Fähren nebeneinander eingesetzt. Die Schiffsführer sind keine Kapitäne, müssen aber ein nautisches Patent besitzen. Ein Decksmann oder eine Decksfrau unterstützen sie beim Be- und Entladen. Eine Ausnahme bildet die Fährstelle Breiholz. Hier besteht die Besatzung dank moderner Technik aus nur einer Person.

Allein 127.700 Motorräder setzen jedes Jahr über

Wie wichtig die Kanalfähren sind, beweist der Blick auf die Passagierzahlen. Alle 15 Tage werden die Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer an Bord stichprobenartig erfasst. Ergebnis: Mindestens 2,9 Millionen Menschen pro Jahr befördern alleine die Schiffe an den Fährstellen Breiholz, Nobiskrug, Sehestedt und Landwehr zusammen; rund 5,4 Millionen Fahrgäste per anno sind es auf allen Kanalfähren in der Summe. 3,7 Millionen Pkw machen den Löwenanteil aus, gefolgt von 1,4 Millionen Radfahrern und Fußgängern, 178.900  Lastwagen/Gespannen und 127.700 Motorrädern. Diese Zahlen nannten Sprecher der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Kiel und Brunsbüttel am Dienstag auf Anfrage von shz.de. Es ist das erste Mal, dass die Gesamtzahl aller Passagiere auf den Kanalfähren in Schleswig-Holstein ermittelt wurde.

Umweltschonende Hybridfähren im Anmarsch

Für die Behörde und für alle Nutzer der Fähren bricht im kommenden Jahr ein neues Zeitalter an. Dann soll mit mehrjähriger Verspätung die erste von drei umweltfreundlichen Kanalfähren mit Hybridantrieb (Diesel und Strom) in Betrieb gehen.

Das Luftbild  – Erhältlich im Kundencenter der Landeszeitung

Die Fähren am Anleger Nobiskrug von oben: Dieses mit einer Drohne aufgenommene Luftbild können Sie ab sofort zum Preis von 11,95 Euro im Format DIN-A3 im Kundencenter der LZ (Stegen 3b, Rendsburg) bestellen. Es ist Teil des  Rendsburger Luftbildkalenders 2020. Dieser ist im Format DIN-A2 auf höherwertigerem Papier als im vergangenen Jahr gedruckt, aber zum gleichen Preis (19,95 Euro) erhältlich. Neu ist der Postkartenkalender für 8,95 Euro. Die Bilder  sind heraustrennbar und können als Postkarte verwendet werden. Außerdem liegen im Rendsburger Kundencenter   Luftbildkalender von Schleswig, Sylt, Eckernförde, Husum, Neumünster, Itzehoe, Flensburg, Kappeln und Kiel zur Ansicht aus und können bei Bedarf bestellt werden.  In den kommenden Wochen veröffentlichen wir weitere Luftbilder des Rendsburger Kalenders.

– Quelle: https://www.shz.de/25124507 ©2019

 
 http://www.nord-ostsee-kanal-info.de/faehren.html
 
http://www.dvz.de/rubriken/strasse/single-view/nachricht/bund-beschafft-drei-neue-kanalfaehren.html
 
2 Artikel passen nicht zusammen , wird da gelogen ???????????????????
 
 
Ärger am Wasser
Brunsbüttel

Gnadenfrist für 60 Jahre alte Fähren auf dem Kanal tpovom 5. Februar 2016

 

Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Austausch der Fährflotte auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist in Verzug geraten. Eigentlich sollte das erste Schiff in diesem Jahr außer Dienst gestellt und durch einen neuen Typ ersetzt werden. Doch die Generaldirektion der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes kann ihren Zeitplan nicht mehr einhalten. Nun rechnet sie mit bis zu zwei Jahren Verzögerung, bis das erste neue Fahrzeug an einer Fährstelle zwischen den Kanalufern pendelt.

Insgesamt 70 Millionen Euro lässt sich der Bund den Austausch seiner Nord-Ostsee-Kanal-Fährflotte kosten. In den nächsten Jahren sollen alle 16 Fähren, die an 14 Orten zwischen Kiel und Brunsbüttel Autos, Radfahrer und Fußgänger über den Kanal bringen, ersetzt werden. Jüngst hat das Verkehrsministerium die erste Tranche über 14,5 Millionen Euro in den Bundeshaushalt eingestellt, um den Bau von drei 45-Tonnen-Fähren zu finanzieren (wir berichteten). Sie sollen die ältesten Schiffe ersetzen. Das sind die 64 Jahre alten Fähren „Audorf“ und „Nobiskrug“ sowie die 63 Jahre alte „Hochdonn“. Doch die Aufträge für die Neubauten sind noch nicht einmal ausgeschrieben. Die Generaldirektion ist damit mehr als ein Jahr in Verzug. „Die ursprünglich für das erste Quartal 2015 geplante europaweite Ausschreibung wird nach aktueller Terminplanung im zweiten Quartal 2016 erfolgen“, teilte Pressesprecherin Claudia Thoma auf Nachfrage der Landeszeitung mit. „Damit ist eine Auftragserteilung zum Jahresende 2016 möglich und die Inbetriebnahme des ersten Schiffes kann dann voraussichtlich 2018 erfolgen“, fügte sie hinzu. Nach ursprünglicher Planung sollte die erste neue Fähre noch 2016 eingesetzt werden.

Hintergrund der Verzögerung ist laut Thoma, dass die Generaldirektion kurzfristig auf ein neues Investitionsprogramm zugreifen konnte, mit dem es den Bau eines neuen Laderaumsaugbaggers für die Nordsee finanzieren konnte. „Das musste vorgezogen werden, um die Mittel auszuschöpfen“, sagte die Sprecherin. Mit dem späteren Einsatz der neuen Schiffe ist der Fährverkehr über den Kanal laut Thoma nicht gefährdet. „Alle Fähren sind in einem guten technischen Zustand“, sagte sie. Jedes der Schiffe geht alle zwei bis drei Jahre für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten in die Werft. Während dieser Zeit werden Reservefähren eingesetzt.

Das große Neubau-Programm wurde angestoßen, um den Fährverkehr zuverlässiger und wirtschaftlicher zu machen. „Die neuen Fähren werden mit modernster Antriebstechnik ausgestattet. Geplant ist ein Diesel-Hybridantrieb“, erklärte Thoma. Dabei werden die Fähren elektrisch über einen Batteriesatz angetrieben, die Stromerzeugung erfolgt über einen Dieselgenerator an Bord, der bei Bedarf anspringt und die Batterien nachlädt. „Großer Vorteil dieses Antriebs ist der erheblich reduzierte Brennstoffverbrauch, das bedeutet auch einen geringeren Schadstoffausstoß. Das wirkt sich besonders auf dem Kanal mit kurzen Überfahrstrecken aus.“ Denn der Dieselmotor könne zur zeitweiligen Stromerzeugung mit wirtschaftlicher Drehzahl laufen, während beim bisherigen Antrieb der Dauerbetrieb nötig sei. „Bei längeren Liegezeiten in verkehrsarmen Zeiten kann dieser Ladevorgang auch über einen Landanschluss erfolgen, also ohne Motor – schadstofffrei“, teilte Thoma mit.

Die meisten der Fähren über den Nord-Ostsee-Kanal wurden zwischen 1958 und 1963 gebaut. Die „Berlin“ ist Thoma zufolge die jüngste, sie stammt aus dem Jahr 1972.

 
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 Der Bund beabsichtigt, drei neue 45-t-Fähren für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) anzuschaffen. Die Kosten dafür werden mit insgesamt 14,5 Mio. EUR veranschlagt. Dies teilt die Bundesregierung der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ auf eine Kleine Anfrage hin mit. Die Fähren sollen an verschiedenen Übergängen des NOK eingesetzt werden. Es sei vorgesehen, mittel- bis langfristig die gesamte Fährflotte am NOK zu erneuern. Entlang des Kanals gibt es neben Brunsbüttel mit einer 100-t-Fähre elf Fährverbindungen mit 45 t Tragfähigkeit. Sie befinden sich Ostermoor, Kudensee, Burg, Hochdonn, Hohenhörn, Fischerhütte, Oldenbüttel, Breiholz, Nobiskrug, Sehestedt und Landwehr. Hinzu kommen zwei besondere Fährverbindungen in Rendsburg (historische Schwebefähre) und in Kiel (Personenfähre). (ici)

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/tunnel-bauaufsicht-verdi-empoert-ueber-privatisierungsplaene-id11886176.html
 

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Kanaltunnel in Rendsburg : Tunnel-Bauaufsicht: Verdi empört über Privatisierungspläne

vom 3. Dezember 2015
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung will für die Sanierung der Weströhre freie Ingenieurbüros mit der Bauaufsicht beauftragen. Die Pläne stoßen auf Kritik.

 http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/nok-faehre-stadt-hat-den-kanal-voll-id11217246.html
 
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/der-nord-ostsee-kanal-ist-voll-einschraenkungen-im-faehrverkehr-id11229776.html

Hochwasser : Der Nord-Ostsee-Kanal ist voll – Einschränkungen im Fährverkehr

vom 17. November 2015
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wer vorgestern Abend den Nord-Ostsee-Kanal überquerte, konnte es bereits sehen: Der Wasserstand war außergewöhnlich hoch. Gestern Vormittag meldete das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) dann schließlich für die Fähren Breiholz, Sehestedt und Nobiskrug „Einschränkungen im Fährverkehr“. Gegen 13 Uhr kam teilweise Entwarnung. Um 16 Uhr stellte sich die Lage schon wieder anders dar. Ein ziemliches Hin und Her. Oder Auf und Ab. Das gibt auch Matthias Visser vom WSA zu. Aber in diesem Fall hat das Amt keine andere Chance, als den Launen der Natur zu folgen.

Elf Meter ist der Kanal tief. 4,80 Meter über Normalnull ist der gängige Wasserstand. „Ab 5,30 Meter können wir nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht befördern“, so Visser. Ab 5,40 Meter werden gar keine Autos mehr transportiert, nur noch Radfahrer und Fußgänger. Zehn Zentimeter entscheiden also darüber, ob die Anwohner der Region Umwege fahren müssen.

Die Meldung „Der Kanal ist voll“ gebe es zum Glück nur selten, erklärt der WSA-Mann. Denn es müssen mehrere Faktoren zusammen treffen, damit Hochwasser die Fährschifffahrt behindert. Es gebe eine Parallele zum Zustand Ende vergangenen Jahres, so Visser. „Aber dieses Mal ist es nicht ganz so schlimm.“ Die Situation wird auch ausführlich auf der Internet-Seite des Wasser- und Schifffahrtsamtes erklärt (www.wsa-kiel.wsv.de), dort unter dem Menüpunkt „Aktuelles“.

Faktor Nummer eins: das Regenwasser. „Der Nord-Ostsee-Kanal ist der größte Vorfluter in Schleswig-Holstein“, erklärt Visser. Insgesamt 27 Flüsse ergießen sich in die künstliche Wasserstraße. Sie wurden beim Bau durch den Kanal durchtrennt – wie zum Beispiel die Alte Eider bei Sehestedt oder die Warleberger Au. Bei starken Regenfällen wie in den vergangenen Tagen steigt der Wasserpegel durch diesen Wasserzufluss also an.

Faktor Nummer zwei: das Elbe-Hochwasser. In der Elbe herrschen Ebbe und Flut. In der Regel ist der Wasserstand des Flusses bei Niedrigwasser geringer als der Wasserstand des Kanals. Dann werden die Siele und eventuell auch die Schleusen geöffnet und das Kanalwasser strömt in die Elbe. Wenn aber das Elbe-Niedrigwasser höher ist als der Kanalpegel oder die Niedrigwasser-Phase wesentlich kürzer ist als üblich, kann nicht genügend entwässert werden. Der Wasserpegel im NOK steigt.

Faktor Nummer drei: der Wind. Bei Westwind verzeichnet die Nordsee Hochwasser, die Ostsee Niedrigwasser. Das Wasser wird weit in den Osten Richtung Bottnischer Meerbusen gedrückt. Lässt der Wind nach, „schwappt es wieder zurück“.

„Natürlich sind wir bemüht, dass Wasser wieder los zu werden“, erklärt Matthias Visser. Aber momentan ist es bei geringen Entwässerungszeiten plus starken Regenfällen eben schwierig. Und so kann es dann geschehen, dass gestern um 11 Uhr in Sehestedt und Nobiskrug keine Autos transportiert wurden, aber um 16 Uhr wieder normaler Betrieb herrschte. Dass bei Kanalhochwasser keine Autos mehr transportiert werden können, hängt im Übrigen mit den Anlegern zusammen. Der Bug der Fähre schiebt sich unter den Anleger. Das Hochwasser macht dies ebenfalls, der zusätzliche Druck durch das Schiff könnte zu viel sein und die Technik beschädigen. Also machen die Fähren an einem seitlichen Notanleger fest, der es allerdings nur Fußgängern und Radfahrern möglich macht, an Bord zu gelangen.

Gestern am späten Nachmittag war das Kanalwasser bereits wieder am Steigen. Eine Vorhersage mochte Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt dennoch nicht geben. Aber auch diese Entwicklung könne jeder auf der Internetseite verfolgen, sagt der WSA-Mann. Wer den Punkt „Aktuelles“ anklickt und dann auf „Wasserstand am NOK“ (unter dem bunten Logo „Pegel online) geht, bekommt unter anderem für Rendsburg und Breiholz den aktuellen Wert angezeigt. Gestern um 17.36 Uhr meldete der Service – gespeist durch die WSA-Pegel, die permanente Werte melden – für Rendsburg 5,23 Meter Wasserstand. Also war für den Fährverkehr noch alles im grünen Bereich. Dass sinkende Elb-Niedrigwasser ließ zudem hoffen, dass die Meldung „Der Kanal ist voll“ wieder entfallen kann.

 
Die Stadtpolitiker sind sauer auf das Wasser- und Schifffahrtsamt. Ständige Ausfälle bei den Fähren und Verzögerungen beim Deichbau sorgen für großen Unmut in Brunsbüttel.
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Ortstermin auf der „Breslau“, eine der beiden 100-TonnenFähren, für die es keinen Ersatz gibt (v. li.): : Bernd Voß, Karin Thissen, Mark Helfrich und Stefan Mohrdieck.

Foto: Mohr
 
NOKFähre: Stadt hat den Kanal voll
Brunsbütteler Politik befürchtet geplanten Einsatz kleinerer Schiffe und damit Verkehrsprobleme an der Schnittstelle zwischen Nord- und Südseite
Brunsbüttel

Das Maß ist voll: Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck und die Mitglieder der Ratsfraktionen sind empört. Technische Probleme an den in die Jahre gekommenen 100-TonnenFähren sorgen immer wieder für deren Ausfall und damit für extrem lange Wartezeiten an den Fähranlegern der Schleusenstadt zwischen Nord- und Südseite. Eine im Planfeststellungsbeschluss vorgesehene Ersatzfähre ist nicht vorhanden. Ferner befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Warte- und Toilettenhaus am nördlichen Fähranleger in einem desolaten Zustand. Wartenden bleibt hier der Zugang zu den Räumen verwehrt.

„Wir haben mehrfach das Gespräch zur Wasser- und Schifffahrtverwaltung (WSV) gesucht, da es sich bei allen Punkten um vertraglich festgehaltene Verpflichtungen handelt, denen die Verwaltung nicht nachkommt“, betonte Mohrdieck am Sonnabend bei einem Ortstermin gegenüber den Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich (CDU) und Karin Thissen (SPD) sowie dem Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß.

Die dem Bundesverkehrsministerium nachgeordnete Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zeige jedoch wenig Gesprächsbereitschaft, sondern lege eine indifferente Haltung an den Tag. „Es fehle der WSV am technischen Personal, das sich um die Angelegenheiten kümmern könne, da alle Fachkräfte in den Bau der fünften Schleusenkammer eingebunden sind“, laute die Standardantwort, mit der sich die WSV derzeit aus ihrer Verantwortung zu ziehen versuche. „Wir können und wollen diesen Zustand nicht länger so hinnehmen“, brachte es Mohrdieck auf den Punkt.

Insbesondere der Zustand der beiden 100-TonnenFähren bereitet den Kommunalpolitikern große Sorgen. Aufgrund zunehmenden Materialschwunds hätten die Fähren nicht mehr die volle Traglast. So seien die Fährmänner an Bord der 1969 erbauten „Breslau“ und der 1971 erbauten „Berlin“ bereits dazu angehalten worden, nur noch einen voll beladenen Lkw mitzunehmen. Zunehmend entsteht der Eindruck, als würde die Bundesverwaltung darauf abzielen, die beiden einzigen 100-TonnenFähren auf dem NordOstseekanal durch zwei 45-TonnenFähren ersetzten zu wollen. „Mit kleinen Fähren werden wir uns jedoch nicht abspeisen lassen“, unterstrich der Bürgermeister seine Forderungen nach dem Erhalt der großen Schiffe. Die höhere Tragkraft sei nicht nur notwendig, um dem hohen Verkehrsaufkommen genüge zu tragen. Ein weiterer Aspekt sei die Sicherheit der Brunsbütteler Südseite. Um diesen im vollen Umfang gewährleisten zu können, sei es notwendig, dass Feuerwehr und Rettungsdienst die Fähre uneingeschränkt nutzen können.

„Dieses Thema ist im Haushaltsausschuss angekommen“, erklärte Mark Helfrich. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, dies als ein Zeichen zu werten, dass sich jetzt umgehend etwas ändere. „Wenn es der WSV an Personal fehlt, können diese Aufgaben ausgesourct werden“, entkräftete Helfrich die Argumentationsweise der Schifffahrtsverwaltung. „Bestehen Sie dort, wo es eindeutige, rechtliche Verpflichtungen gibt, darauf, das diese eingehalten werden und erhöhen Sie den Druck“, empfahl Helfrich den Stadtpolitikern. „Ich werde die WSV mal besuchen und nachfragen, wie man eine Lösung herbeiführen kann“, kündigte Karin Thissen an.

Schriftlich ließ sich die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Dr. Valerie Wilms entschuldigen und teilte dem Bürgermeister mit, das der Bund seinen Aufgaben nachkommen und seine Infrastruktur aufrechterhalten müsse. Dazu gehöre unter anderem auch ein zuverlässiger Betrieb der Brunsbütteler KanalFähren. Eine schriftliche Frage an die Bundesregierung soll nun Antworten liefern, wie die Bundesregierung sicherstellen wird, dass der Fährbetrieb am NordOstseeKanal in Brunsbüttel für die Anwohner zukünftig trotz Ausfall von Fährschiffen zufriedenstellend und zuverlässig abgewickelt wird. Darüber hinaus wird eine Antwort erwartet, welche Schiffe ersetzt und wie diese ersetzt werden sollen.

„Natürlich haben wir auch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zu diesem Termin eingeladen, es ist schade, dass sich von der Seite niemand die Zeit genommen hat, an diesem Ortstermin teilzunehmen“, bedauerten die Ortspolitiker das Fernbleiben der WSV.

Jens Peter Mohr
 
Montag Engpass an der Kanalfähre
Brunsbüttel
 
Copyright Kieler Nachrichten Frank Behling
 

Brunsbüttel. „Die Fähren sind inzwischen im Schnitt über 50 Jahre alt. Da gibt es leider immer mal Probleme. Unsere Mitarbeiter tun aber alles, um sie in Betrieb zu halten“, sagt Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel.

 Besonders hart ist zurzeit Brunsbüttel betroffen. Seit den Sommerferien ist die 100-Tonnen-Fähre „Breslau“ nicht voll einsatzbereit. Die „Breslau“ und die Schwester „Berlin“ sind die einzigen 100-Tonnen-Fähren am Kanal. Sie verbinden die beiden Stadthälften von Brunsbüttel. „Die Fähre sollte eigentlich während der Sommerferien überholt werden. Doch das dauerte länger als geplant“, räumt Fischer ein. Erstmals war die „Breslau“ nicht wie sonst üblich von den erfahrenen Mitarbeitern der bundeseigenen Saatsee-Werft in Rendsburg überholt worden. „Wir haben den Auftrag ausschreiben müssen. Er ging an eine Werft an der Weser“, sagt Fischer. Doch statt der üblichen sechs Wochen Überholung wurden es diesmal fast drei Monate. Und auch am Montag hatte die „Breslau“ schon wieder eine Störung.

 Bislang wurden alle 16 schwimmenden Fähren am Nord-Ostsee-Kanal bei der Saatsee-Werft in Rendsburg repariert und gewartet. Jede Fähre muss alle fünf Jahre für eine längere Periode aus dem Wasser. Die beiden 100-Tonnen-Fähren aus Brunsbüttel können aber nicht mehr in der Saatsee-Werft gewartet werden. „Der Querlift ist nicht mehr betriebsbereit. Und ohne diesen Lift können wir diese beiden Fähren nicht aus dem Wasser holen“, bestätigt Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt Holtenau auf Nachfrage.

 Wie es nächstes Jahr bei der Überholung der „Berlin“ wird, ist noch offen. Diese 100-Tonnen-Fähre wurde 1972 gebaut und ist mit 43 Dienstjahren das jüngste Schiff in der Flotte. Die älteste Fähre ist die alte Klappenfähre „Nobiskrug“ von 1953. Sie verrichtet an der Fährstelle Hochdonn ihren Dienst.

 An der Fährstelle Burg machte in der Nacht zu Montag dann auch noch die 1969 gebaute Fähre „Oppeln“ schlapp. „Da fiel die automatische Steuerung aus. Der Schiffsführer konnte die Fähre aber mit der Handsteuerung an den Anleger bringen. Der Schaden konnte am Montag von unseren Technikern behoben werden“, berichtet Fischer. Ähnlich war es am Montag mit der Hydraulik der Bugklappe bei der „Breslau“ in Brunsbüttel. Auch dort war es letztlich ein kleiner Fehler, der durch Verschleiß entstand.

 Ganz anders liegt der Fall an der über 100 Jahre alten Schwebefähre in Rendsburg. Auch sie war im Sommer während der Ferien umfassend modernisiert worden. Dabei hatten Techniker den vier Elektromotoren eine neue Steuerung eingebaut, damit die Antriebe noch optimaler genutzt werden können. Die sogenannte speicherprogrammierbare Steuerung war im Sommer ebenfalls während der Ferien installiert worden. Danach jedoch war mehrfach ein Motor ausgefallen und hatte dafür gesorgt, dass die Fähre unterwegs stehen blieb. „Zwei Techniker haben nach intensiver Suche den Fehler gefunden. Es war ein Wackelkontakt in einem Stecker“, sagt Visser. Immer dann, wenn die Fähre unterwegs war und zeitgleich ein Zug über die Brücke rollte, hatten die Vibrationen den Wackelkontakt ausgelöst, die Steuerung stellte die Motoren ab. „Das Problem ist jetzt gelöst, der Wackelkontakt ist beseitigt“, sagte Visser. Die Schwebefähre ist die einzige Kanalfähre, die nicht ersetzt werden soll. Die 14 anderen Schiffe müssen in den kommenden Jahren erneuert werden. Das Geld für den Neubau von drei Fähren ist bereits im Etat des Bundesverkehrsministers für 2016 eingebracht.

Nord-Ostsee-Kanal Pannenserie bremst Kanalfähren aus

Wer mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal kommen will, muss immer öfter warten. Der Grund sind technische Probleme. Die Fährflotte kämpft mit ihrer alternden Substanz. Gleich mehrfach waren die Schiffe in Landwehr, Rendsburg, Burg und Brunsbüttel in den vergangenen Wochen von Ausfällen betroffen.

Kaum aus der Werft, in der die Kanalfähre „Breslau“ (Foto) gerade erst zur Überholung war, muss das 100-TonnenSchiff am Montag, 9. November, für Nacharbeiten noch einmal dorthin. Das bedeute dann vorübergehend einen Engpass zwischen Nord- und Südseite, teilt Thomas Fischer mit. Der Sprecher des Brunsbütteler Wasser- und Schifffahrtsamts verweist darauf, dass die Breslau nur von 9 bis 12 Uhr nicht fährt.

Grund für den neuerlichen Werftaufenthalt, so Fischer: Die Fähre sei seit Mitte Oktober wieder im Einsatz. „Auswertungen des Probebetriebes haben ergeben, dass noch kleinere Restarbeiten erforderlich sind.“

Während dieser Zeit wird der Fährbetrieb in Brunsbüttel lediglich durch die 100 -TonnenFähre „Berlin“ aufrecht erhalten. Eine zusätzliche Fähre steht nicht zur Verfügung.

rp

 

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Brunsbüttel (fan) Die prekäre Situation an den innerstädtischen Kanalfähren bringt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel mächtig unter Druck. Die Stadt ist sauer auf das WSA – darum will der Hauptausschuss einen Ortstermin mit allen Bundestagsabgeordneten machen.Die 100-Tonnen-Fähre Breslau befindet sich nach den Ausführungen des WSA immer noch in einer Werft an der Weser und wird voraussichtlich erst Ende Oktober wieder den Betrieb auf dem Kanal aufnehmen. Obendrein gebe es kein Personal, um eine zweite kleine Fähre einzusetzen. Bis dahin müssen die andere 100-Tonnen-Fähre Berlin und eine 45-Tonnen-Fähre die Situationin einem schnelleren Takt meistern, doch durch die derzeitige Baumaßnahme auf der B 5 ist die Lage noch brenzliger geworden ist.

 
 
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Fährstelle Nobiskrug: Hier verkehren gleich zwei Schiffe über den Kanal zwischen Rendsburg und SchachtAudorf.

Foto: luftbildservice bernot Copyright Norddeutsche Rundschau
 
Der Knigge für den Kanal
Wie verhält man sich auf den Fähren, die täglich über den NordOstseeKanal pendeln, eigentlich richtig? Unsere Zeitung gibt Antworten
Rendsburg

Hinweisschilder erklären das richtige Verhalten.

Foto: höfer

Sie verkehren Tag und Nacht. Der NordOstseeKanal wäre nicht komplett ohne seine 16 Fähren. An 14 Standorten sind sie im Dauereinsatz. Für die Einheimischen ist die Passage von Ufer zu Ufer alltäglich, für viele Gäste jedoch stellt sie ein Erlebnis dar. Wie verhält man sich richtig? Was ist an Bord erlaubt, was nicht? Zu Beginn der Reisezeit klären wir einfache, aber wichtige Fragen am Beispiel der Fährstelle Nobiskrug.

Was sind die häufigsten Fehler und Nachlässigkeiten auf den Fähren?

Vorweg die vier goldenen Grundregeln für Lkw- und Autofahrer: Motor aus, Bremsen fest, Gang rein, Licht aus. Vor allem den letzten Punkt vernachlässigen viele Autofahrer in der Dunkelheit. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal darf durch Lichter, die nicht zum Schiff gehören, nicht gestört werden. Auch beim Anlegemanöver sollte zunächst nur Standlicht eingeschaltet werden – sonst kann der Schiffsführer durch die Reflexionen der Lichtstrahlen bei Regen oder Nebel die letzten Meter bis zum Andocken schlecht erkennen.

Darf man während der Fahrt aussteigen, um Fotos zu machen?

Das ist erlaubt – sofern man nach dem Anlegen schnell genug wieder am Steuer seines Fahrzeugs ist. Motorradfahrer sollten jedoch lieber auf ihrer Maschine sitzen bleiben, Füße fest am Boden, damit der „Bock“ nicht umfällt.

Kann man beim Fahren auf der Fähre überhaupt etwas falsch machen?

Eigentlich nicht. Und doch verhalten sich viele nicht richtig. Denn viele Autofahrer behalten den Mann, der die Fahrzeuge einweist, nicht im Auge oder beachten seine Handzeichen nicht. Tipp eines erfahrenen Schiffsführers: „Auf den Decksmann achten und das Smartphone besser aus der Hand legen.“

Warum ist die Fahrt über den Kanal kostenlos?

Vereinfacht gesagt: Als die Wasserstraße gebaut wurde, waren die Menschen schon da. Deshalb verlangt der Staat für die Passage kein Geld. Kaiser Wilhelm II. hatte beim Bau verfügt, dass die Kanalquerungen kostenfrei sein sollten. Daran halten sich die Behörden bis heute und nehmen nicht nur Fußgänger und Radfahrer, sondern auch Autos und Einzelfahrzeuge bis zu einem Gewicht von 38 Tonnen grundsätzlich kostenlos mit.

Welche Fahrzeuge werden vorgelassen?

Nähert sich ein Rettungsfahrzeug der Kanalfähre, wird der Schiffsführer vorher von der zuständigen Leitstelle informiert. Dann wird eine Spur für die Nothelfer freigehalten. Fährt das Einsatzfahrzeug unter Blaulicht, muss die Kanalfähre sofort ablegen – sofern es natürlich der Schiffsverkehr erlaubt. Aber auch leere Krankenwagen werden vorgelassen, damit sie schnell wieder an ihrem Standort und einsatzbereit sind. Vorfahrt haben auch die Schulbusse. Lastwagen mit Gefahrgut wie zum Beispiel Heizöl oder Treibstoff werden grundsätzlich alleine gefahren.

Warum gehen die Schiffsbesatzungen nicht strenger gegen Vordrängler vor?

An Bord gilt die Fährbetriebsverordnung, an Land die Straßenverkehrsordnung. Die Schiffsbesatzung ist nur für das zuständig, was sich in ihrem Verantwortungsbereich abspielt. Wenn Autofahrer an Land gegen Regeln verstoßen, ist das Sache der Polizei. „Das dauert viel zu lange, wenn wir uns damit aufhalten würden“, sagt ein erfahrener KanalKapitän. Dennoch gibt es Schiffsführer und Decksmänner, die Autofahrer, die sich an der Schlange vorbei an Bord gemogelt haben, zur Rede stellen.

Eine Ampel regelt den Verkehr an den Zufahrten zur Nobisfähre. Müssen PkwFahrer, die es trotz Grünlichts nicht an Bord schaffen, weil sich erst im letzten Moment herausstellt, dass kein Platz ist, wieder ganz ans Ende der Warteschlange?

Nein. Sie dürfen die Abkürzung zur benachbarten Spur nehmen und vor den anderen an Bord rollen, wenn der Decksmann das entsprechende Handzeichen gegeben hat.

Wie groß muss der Abstand zu den großen Pötten auf dem Kanal sein?

„Das hätte er doch noch schaffen können“ – diesen Satz hören die Decksleute viele Male täglich. Dabei gibt es klare Abstandsregeln, an die sich die Kapitäne halten müssen. Ein vorbeifahrender Frachter muss noch mindestens 600 Meter vom Anleger entfernt sein. Dann ist gewährleistet, dass noch etwa 250 Meter Platz bis zum großen Schiff ist, wenn sich die Fähre in der Mitte des Kanals befindet. Ist der Abstand geringer, müssen alle warten. Bei Segelbooten ist der Sicherheitsabstand halb so groß.

Wie viel Mensch und Material darf eine Kanalfähre transportieren?

Erlaubt sind maximal 45 Tonnen Zuladung. In den meisten Fällen ist Platz für acht Pkw. Die höchstzulässige Personenzahl an Bord beträgt 116.

Frank Höfer

 

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SchiffsbrandBekämpfung gefährdet Haushaltskürzungen beim Havariekommando könnten dazu führen, dass Brunsbüttel das SpezialistenTeam verliert
Brunsbüttel

Verliert die Feuerwehr der Schleusenstadt die SchiffsbrandBekämpfung? Diese Frage war das große Thema in der Hauptversammlung der Brunsbütteler Gemeindewehr.

Bürgermeister und Hauptbrandmeister Stefan Mohrdieck (kl. Foto) erläuterte die Zusammenhänge. Eine BundLänderkommission hat sich gemeinsam mit dem Havariekommando Cuxhaven auf die Suche nach Sparmöglichkeiten gemacht. Dabei geriet die SchiffsbrandBekämpfung ins Visier. Die hatte man nach dem Brand des Holzfrachters ,,Pallas“ 1998 kräftig ausgebaut. Das damalige unkoordinierte Gewusel verschiedener Einsatzkräfte führte zur Gründung des Havariekommandos mit Standort in Cuxhaven, welches seither das Sagen hat bei Einsätzen auf Nord- und Ostsee. Von Emden über Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven bis Brunsbüttel stehen bei den jeweiligen Wehren spezielle Einheiten bereit. Während an den vier

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Nord-Ostsee-Kanal

Aktuelle Nachrichten: Nord-Ostsee-Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal ist eine der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt. Lesen Sie hier aktuelle NOK Nachrichten!mehr

 
 
 

Aktuelle Meldungen

 

Oldenbüttel : Fähre „Audorf“ ganz oben auf der Erneuerungsliste

vom 10. Dezember 2014
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bis 2016 stehen drei Schiffe für den Komplett-Austausch auf dem Nord-Ostsee-Kanal zur Auswahl.

 

Foto: Notarzt und Rettungsassistenten fuhren heute mit der Kanalfähre „Kolberg“ zu einem verunglückten Seemann am Bord des Frachters „Victoria C“.

Notarzt und Rettungsassistenten fuhren heute mit der Kanalfähre „Kolberg“ zu einem verunglückten Seemann am Bord des Frachters „Victoria C“.

© Frank Behling

Kiel. Notarzt und Rettungsassistenten wurden mit der Kanalfähre „Kolberg“ zu

http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein
Nord-Ostsee-Kanal
 

 https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Pegel-stagnieren-kommt-die-Entspannung,hochwasser3550.html

egen lässt nach – Pegelstände sinken

Seit mehr als vier Wochen gibt es Dauerregen, hohe Pegelstände und immer wieder Westwind, der dafür sorgt, dass Wassermassen nicht abfließen konnten. Nun ist Entspannung in Sicht: Der Westwind lässt nach, der Dauerregen ist vorbei – und auch der Druck auf die Deiche nimmt ab. Die Pegel von Stör, Treene und Eider steigen nicht mehr, einige sinken sogar.

Wasser wohin man blickt

 
  • Eine Luftbildaufnahme mit Blick über Hollingstedt. Überall sind die Überreste vom Regenwasser zu sehen. © NDR Fotograf: Nikolai Hotsch

    Aus der Luft wird klar, wie stark der Regen Teile

Monatliche Niederschlags-Soll längst erreicht

Videos
Eine Luftbildaufnahme mit Blick über Hollingstedt. Überall sind die Überreste vom Regenwasser zu sehen. © NDR Fotograf: Nikolai Hotsch
01:03 min

Überschwemmte Flächen aus der Vogelperspektive

In Teilen Schleswig-Holsteins stehen nach dem Dauerregen der vergangenen Tage Wege, Wiesen und Felder unter Wasser. Das Ausmaß des Unwetters aus der Vogelperspektive. Video (01:03 min)

Seit mehr als vier Wochen hatte es keinen Tag ohne Regen gegeben, dazu noch der andauernde starke Westwind. Entwässerung der Flüsse bei Niedrigwasser undenkbar. Das monatliche Niederschlags-Soll wurde im Januar mit 60 Litern je Quadratmeter im Landesmittel schon zur Monatshälfte erreicht. Im Süden wurde es sogar um 20 Prozent übertroffen. Im Binnenland regnete es zuletzt stärker als an den Küsten. So wurden in dieser Woche binnen 48 Stunden in Itzehoe 30 Liter gemessen und in Schleswig 32 Liter. Wenn der Grundwasserspiegel steigt und, wie in Schleswig-Holstein, ein geringes Gefälle besteht, dann kann das Wasser vor allem in niedrigen Regionen weder ablaufen noch versickern. Hinzu kommt der Anstieg des Meeresspiegels, der dazu führt, dass das Wasser künftig länger im Hinterland stehen muss, weil jenseits der Deiche der Pegel zu hoch ist.

Umweltminister Habeck: Wir brauchen mehr Poldergebiete

Deshalb fordert Umweltminister Robert Habeck (Grüne) zusätzliche Überflutungsgebiete. Soll heißen: der ein oder andere Landwirt wird in Zukunft auf Flächen entlang der Deiche , aber auch im Hinterland verzichten müssen.

Sollten dafür Ausgleichszahlungen erforderlich sein, sieht Habeck vor allem die Verursacher in der Pflicht. Und das seien, so der Minister, nicht nur die Menschen in den Niederungen, sondern auch die aus den höher liegenden Gebieten. „Was wir im Dezember und Januar erlebt haben, ist ein Vorgeschmack auf den Klimawandel“, sagte Habeck der Deutschen Presseagentur (dpa).

Winter in Sicht

 

Meeno Schrader ist der Wetterexperte der NDR 1 Welle Nord. © NDR Fotograf: Andras Garrels

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.01.2015 | 22:00 Uhr

https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&url=http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/faehrverkehr-kommt-zum-erliegen-id8686191.html&ct=ga&cd=CAEYAioUMTgzNDI2OTE1ODk4MjgwNjQ5OTAyGWY0YWViZjg5OTllM2QzYjA6ZGU6ZGU6REU&usg=AFQjCNH88S7oLwa7tvppBi_sO8HzZ21YBw
 
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Hochwasser im NOK : Fährverkehr kommt zum Erliegen

vom 15. Januar 2015
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Entwässerung über die Schleusen zurzeit schwierig. Der Vorsitzende des Nautischen Vereins Brunsbüttel fordert ein Schöpfwerk für die Regulierung des Wasserstands.

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Zu hoher Wasserstand im Nord-Ostsee-Kanal führt zu Ausfällen im Fährbetrieb. Seit Dienstag Abend verkehrt in Brunsbüttel nur noch die 100-Tonnen-Fähre „Breslau“, die übrigen Verbindungen über die künstliche Wasserstraße im Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel (WSA) zwischen der Schleusenstadt und Oldenbüttel hatten den Betrieb gestern weitestgehend eingestellt. Eine Situation, die noch mehrere Tage andauern kann. Unterdessen meldet sich der Vorsitzende des Nautischen Vereins Brunsbüttel zu Wort. Bernd Appel fordert angesichts des sich abzeichnenden Klimawandels ein zusätzliches Schöpfwerk. Denn bislang wird der Wasserstand im NOK lediglich über die Schleusen geregelt.

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Derzeit müssen sich Verkehrsteilnehmer, die den Kanal über die Fähren passieren wollen, auf Wartezeiten oder Umwege einstellen. In Brunsbüttel nimmt die „Breslau“ keine Lkw mit. Grund: Mittschiffs ist ein mit Kies beladener Lkw positioniert, der als Ballast wirkt. Bei Bedarf rollt er ein Stück vor, damit die Fähre überhaupt anlegen kann – der Laster drückt den Bug dann etwas tiefer, so dass sie am Anleger andocken kann. Die Fähren in Ostermoor, Kudensee, Burg, Hohenhörn und Fischerhütte fuhren nicht, in Hochdonn war sie zumindest noch am Mittag in Betrieb. Um diese Zeit nahm auch die Fähre Oldenbüttel den Betrieb wieder auf. „Diese Situation kann noch bis zum Wochenende andauern“, sagt Uwe Dobelstein, beim Brunsbütteler WSA zuständig für den den Fährverkehr. Dobelstein: „Wir können nicht genug entwässern.“

Bmrk. Btr. HP / Blog

Herr Dobelstein ein Chef sehr fein

Das nimmt Bernd Appel zum Anlass, ein Schöpfwerk zu fordern. Denn der Kapitän sieht nicht nur die Behinderungen beim Übersetzen über den NOK. Appel hat auch die maritime Wirtschaft im Blick. Wenn die Schleusentore geöffnet werden, um Wasser in die Elbe abzulassen, bedeutet das für die Schifffahrt, dass die Frachter auf Reede liegen müssen, um den Vorgang abzuwarten – teure Zeitverluste.

„Durch verzögerte Instandsetzung der Entwässerungstore der Kleinen Schleusen kam es während der letzten Wochen zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Schifffahrt, da das Ablassen des Oberflächenwassers bei niedriger Tide auch über die Großen Schleusen durchgeführt werden musste, was zur zeitweisen Sperrung aller Schleusen führte“, moniert Appel. Der Nautische Verein weise schon seit Jahren darauf hin, dass die Entwässerungsschieber in den Schleusentoren in schlechtem Zustand seien.

Maßnahmen seien dringend notwendig, betont Appel: „Über den NOK wird eine zum großen Teil unter dem Meeresspiegel liegende Fläche entwässert, die der mehr als doppelten Ausdehnung Hamburgs entspricht.“ Brunsbüttel gehört nicht dazu, die Stadt leitet Oberflächenwasser über die Braake in die Elbe. Erschwert werde eine Entwässerung des Kanals aber auch durch ungünstige Winde, sagt Appel: „Bei starken westlichen Winden mit anhaltenden Niederschlägen sinkt der Wasserstand der Elbe bei Ebbe nicht ausreichend.“ Das führe wiederum zum Anstieg des NOK-Wasserspiegels, weil mehr Wasser in den Kanal eingeleitet werde als in die Elbe ablaufen könne. Das gefährde zusätzlich „die dann ungeschützten Böschungen“. Deshalb reagierte das WSA gestern auch und begrenzte das Tempo passierender Schiffe auf 12 km/h.

Thomas Fischer vom WSA sieht keinen Grund zur Sorge. Der erhöhte Wasserstand sei nicht ungewöhnlich. Bei solchen zu erwartenden Wetterlagen werde schon im Voraus entwässert. „Definitiv nein“, sagt er zu Appels Forderung nach einem Schöpfwerk. „Ein Pumpwerk hätte hier nicht viel geholfen.“ Zudem werde die fünfte Schleusenkammer zusätzlich Entlastung bringen. Letztlich, so Fischer, gehe es um wenige Stunden im Jahr.

 

 

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Schiffsführerin)) Fähre Stettin, Kudensee

 

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Oldenbüttel : Fähre „Audorf“ ganz oben auf der Erneuerungsliste

vom 10. Dezember 2014
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bis 2016 stehen drei Schiffe für den Komplett-Austausch auf dem Nord-Ostsee-Kanal zur Auswahl.

Routiniert steuert Bernd Hohmann (53) die Kanalfähre „Audorf“ an der Fährstelle Oldenbüttel über den Nord-Ostsee-Kanal. Auf der Brücke steht er quer zur Fahrtrichtung und führt das Schiff mit zwei Seitenhebeln in gerader Linie über die Wasserstraße auf die andere Seite. Mit einem dritten Hebel regelt er die Geschwindigkeit. Die Inneneinrichtung der Brücke ist aus dunklem Holz, die Hebel laufen an Skalen aus Messing, das Armaturenbrett ist voller analoger Messanzeiger. Obwohl die „Audorf“ immer wieder grundüberholt und technisch auf den neuesten Stand gebracht wurde, verströmt sie auf der Brücke noch eine Menge maritime Romantik – kein Wunder, sie ist mit ihren 60 Jahren eine der ältesten der 16 Fähren, die an 14 Orten zwischen Kiel und Brunsbüttel Autos, Radfahrer und Fußgänger über den Kanal bringen. Doch für die „Audorf“ ist wohl bald Schluss. Sie könnte die erste Fähre sein, die 2016 ausgetauscht wird.

 

Mit einem Gesamtvolumen von rund 70 Millionen Euro will das Bundesverkehrsministerium die Flotte der Kanalfähren erneuern (wir berichteten). Mit der ersten Tranche von fast 15 Millionen Euro sollen zunächst drei Fähren ausgetauscht werden. Laut Claudia Thoma aus der Generaldirektion der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes werden das vermutlich die ältesten Schiffe sein. Dazu zählen die „Audorf“ sowie die „Nobiskrug“ (Baujahr 1952), die derzeit an der Fährstelle Hohenhörn eingesetzt ist, und die „Hochdonn“ (Baujahr 1953), derzeit in Hochdonn in Dithmarschen im Einsatz. Welche der drei bis 2016 zuerst erneuert wird, steht laut Thoma noch nicht fest. „Die europaweite Ausschreibung ist für das erste Quartal 2015 geplant“, sagt sie. Danach kommen alle Schiffe je nach Alter nach und nach an die Reihe. Die meisten der Fähren über den Nord-Ostsee-Kanal wurden im Zeitraum zwischen 1958 und 1963 gebaut. Die „Berlin“ ist Thoma zufolge die jüngste, sie stammt aus dem Jahr 1972.

Mit dem großen Neubau-Programm sollen die Fähren zuverlässiger werden und wirtschaftlicher fahren. „Generell werden pro Jahr drei Fähren grundüberholt. Die altersbedingten Reparaturen betreffen vor allem die Antriebe und den Schiffsbau, zum Beispiel Ersatz von Propellern, Materialschäden und Abrostungen“, so Claudia Thoma. Die neuen Fähren sollen mit moderner Antriebstechnik ausgestattet werden. „Die wirtschaftlichste Antriebsform wird derzeit untersucht.“

Alle Fähren zusammen befördern pro Jahr etwa 4,6 Millionen Autos. In dieser Zahl sind bereits Lastwagen berücksichtigt, die wie zwei Autos gezählt werden.

Schiffsführer Bernd Hohmann schätzt, dass er tagsüber im Durchschnitt alle zwei Minuten ablegt. In einer Acht-Stunden-Schicht entspricht das 240 Kanalpassagen. Dabei werde das Material durchaus beansprucht, doch die alten Fähren seien nicht häufig kaputt, weil sie oft gewartet werden. Wenn es allerdings Ausfälle gebe, dann sei es schwierig, Ersatzteile zu bekommen.

Hohmann bedient die Fährstelle Oldenbüttel inzwischen seit 20 Jahren und blickt dem Austausch der Fähren gelassen entgegen. „Vielleicht ist der Umstieg auf die neue Technik für die älteren Kollegen schwieriger, aber eigentlich ist es nur eine Gewöhnungssache“, sagt er. Er rechnet damit, dass es auf den neuen Fähren keine Seiten- und Schubhebel mehr gibt, sondern nur noch zwei Joysticks. „Den Umgang damit muss man sicher erst einmal üben.“ Zudem werde wohl die seitliche Anordnung der Brücke geändert. Dann könne der Schiffsführer endlich nach vorne blicken, ohne den Kopf zu drehen. „Das ist nach einer Schicht manchmal schon im Nacken zu spüren“, sagt Hohmann.

Von Frank Behling | cOPYRIGHT kn  Frank vielen Dank toller Artikel Sahne bin begeistert
Die Fähren des Nord-Ostsee-Kanals stehen vor einer Totalerneuerung. Das Bundesverkehrsministerium hat die ersten 14,5 Millionen Euro für den Neubau von drei Autofähren bereitgestellt. Die Erneuerung weiterer 13 Fähren soll danach folgen. Gesamtvolumen: etwa 70 Millionen Euro. Das Projekt Fährschiffs-Erneuerung auf dem Kanal ist auf Jahre angelegt.

Baujahr 1953: die Kanalfähre „Hochdonn“.

Baujahr 1953: die Kanalfähre „Hochdonn“.

© Behling

Kiel. Die Kanalfähren sind Arbeitstiere: Zwischen 1000 und 5000 Autos werden pro Tag und Fähre befördert. Lediglich in Kiel-Holtenau ist eine Personenfähre im Einsatz: Die „Adler 1“ feiert hier nächstes Jahr ihr 30-jähriges Dienstjubiläum, ist damit die jüngste Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Zusammen mit der Schwebefähre in Rendsburg genießt die „Adler 1“ eine Sonderrolle und soll erhalten bleiben.

Bei den übrigen Fähren häuften sich in den vergangenen Monaten die Ausfälle. Mal waren es Schäden an den Antrieben, mal an der Hydraulik oder den Rampen. So wie im September an der Fährstelle Burg, wo die „Oppeln“ seitdem nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von 7,5 Tonnen befördern kann.

 

„Die jetzigen Fähren sind allesamt in die Jahre gekommen. Die meisten sind über 50 Jahre alt“, sagt Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Gerade für den landwirtschaftlichen Verkehr sind die Fähren oft die einzige Möglichkeit, um über den Kanal zu kommen, da Trecker nicht die Schnellstraßenbrücken nehmen dürfen. Aus diesem Grund hat das Bundesverkehrsministerium jetzt grünes Licht für die Erneuerung der Fährschiffe gegeben. Wie die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Kiel bestätigt, stehen jetzt 14,5 Millionen Euro für den Neubau von zwei Spitz- und einer Klappenfähre bereit. Die Aufträge sollen im Frühjahr europaweit ausgeschrieben werden. Die Fähren sollen ab 2016 im Einsatz sein,diee Beschaffung weiterer Schiffe ist in Vorbereitung.

Beim Umweltschutz sollen die Neubauten Maßstäbe setzen. Die neuen Fähren werden mit moderner Antriebstechnik ausgestattet werden. „Ein Hybrid-Antrieb wäre denkbar“, sagt Claudia Thoma, Sprecherin der Generaldirektion. Dabei dient ein Elektromotor als Antrieb, der Strom stammt entweder aus Batterien oder von Dieselgeneratoren.

Völlig offen ist noch, wo die drei ersten Neubauten eingesetzt werden. „Das hängt vom Zustand der alten Fähren ab. Wo der größte Bedarf ist, kommt die neue Fähre hin“, sagt Fischer. Die drei neuen Fähren sind nur ein Bruchteil der Investitionen, die der Bund 2015 und 2016 in den Kanal investiert. Wie der Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich (CDU) mitteilt, sind 2015 rund 109 Millionen Euro eingeplant. Davon sind 62 Millionen Euro für Baumaßnahmen an der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel eingeplant. Ebenfalls erneuert werden dort die alten Lotsenboote. Dafür werden im nächsten und übernächsten Jahr weitere vier Millionen Euro bereitgestellt.

Die Benutzung aller Fähren über den Kanal soll auch künftig kostenlos sein.

News

 

Schiffbau

EU belohnt innovatives Fährkonzept

Dienstag, 02. Dezember 2014

Deutschlands erster Fracht-Passagierschiffs-Neubau, der für die AG-EMS-Gruppe von vornherein mit einem LNG-Dual-Fuel-Antrieb gebaut wird, bekommt auch Zuschüsse seitens der Europäischen Union (EU).

Die EU wird für das Schiff, das ab dem späten Frühjahr 2015 für die AG-EMS-Tochter Cassen Eils im Inselversorgungsverkehr zwischen Cuxhaven und Helgoland verkehren soll, 4,175 Millionen Euro bereitstellen, teilte die Muttergesellschaft AG EMS jetzt mit. Zur Einordnung: Der Neubau kos­tet insgesamt rund 30 Millionen Euro. Die Zuwendung aus Brüssel ist für die Entwicklung des neuartigen LNG-Antriebssystems bestimmt. eha

 https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neue-Faehren-fuer-Nord-Ostsee-Kanal-,faehren108.html
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Bund erneuert
AutoFähren über NordOstseeKanal
Kiel Copyright Norddeutsche Rundschau

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erneuert die Fährflotte am NordOstseeKanal. Für drei neue 45-TonnenAutofähren sollen insgesamt 14,5 Millionen Euro investiert werden. Eine Million Euro davon sind bereits in diesem Jahr eingeplant worden, fünf weitere Millionen sollen nach Informationen unserer Zeitung 2015 folgen. Die restlichen 8,5 Millionen fließen ab 2016. Das geht aus dem vergangene Woche vom Parlament beschlossenen Bundeshaushalt für 2015 hervor.

Langfristig sollen nach Informationen der Kieler Nachrichten fast alle Fähren über dem NordOstseeKanal für rund 70 Millionen Euro erneuert werden. „Die jetzigen Fähren sind allesamt in die Jahre gekommen. Die meisten sind über 50 Jahre alt“, sagte Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Häufige Ausfälle seien die Folge. Nur die Schwebefähre in Rendsburg und die Personenfähre „Adler 1“ in KielHoltenau sollen von der FlottenErneuerung ausgenommen und in der jetzigen Form erhalten werden. Die Benutzung aller Fähren über den Kanal soll auch künftig kostenlos sein.

bg/sh:z

Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Bundeshaushaltes für das Jahr 2015 erklärt der für Steinburg, Dithmarschen Süd und die Region Bad Bramstedt zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich:

 

Bundeshaushalt erreicht die „Schwarze Null“ und stellt 85 Mio. Euro für wichtige Investitionen im Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd bereit

 

Berlin. Der heute durch den Deutschen Bundestag beschlossene Bundeshaushalt 2015 stellt einen historischen Meilen­stein dar. Wir werden im kommen­den Jahr das erste Mal seit 45 Jahren komplett ohne neue Schulden auskommen – dies war zuletzt 1969 der Fall. Durch konse­quente Haushaltsführung schaffen wir die „Schwarze Null“ – und das ohne Steuererhöhungen. Wir geben nur Geld aus, das wir auch einnehmen. Das ist nicht nur ver­nünftig und nachhaltig, sondern schafft mittel- und langfristig finanzpolitische Handlungs­spielräume für heutige und zukünftige Gene­rationen.

Dabei ist der Haushalt 2015 kein reiner Sparhaushalt. Auch im nächsten Jahr entlastet der Bund in erheblichem Umfang die Haushalte der Länder und Kommune

Steinburg, Dithmarschen Süd und Bad Bramstedt profitieren u.a. ganz konkret von Investitionen in den Nord-Ostsee-Kanal. Insgesamt sind für den NOK in 2015 rund 109 Mio. Euro eingeplant. Davon fließen in unseren Wahlkreis 76,2 Mio. Euro. Davon sind allein 62 Mio. Euro (413,5 Mio. Euro 2016 ff.) für den Neubau der fünften Schleusen­kammer in Brunsbüttel vorgesehen. Der Ersatz für Lotsenversetzungs­schiffe in Bruns­büttel schlägt mit 3,2 Mio. Euro zu Buche (0,99 Mio. Euro 2016 ff.). Mit dem Ersatz von drei 45-t-Fähren (5 Mio. Euro 2015; 8,5 Mio. Euro 2016 ff.) für den Einsatz auf dem Nord-Ostsee-Kanal wird im Bedarfsfall auch der Fährverkehr in Brunsbüttel, Ostermoor, Kuden­see, Burg, Hochdonn, Schafstedt, Hohenhörn und Fischerhütte sichergestellt.

Aber nicht nur der Kanal selbst erhält Mittel, auch in die Kanal­querungen wird kräftig investiert. So fließen Gelder in die Hochbrücke Brunsbüttel für Instand­setzung (2 Mio. Euro 2015; 2 Mio. Euro 2016 ff.) und in die Eisenbahnhoch­brücke Hochdonn für Korro­sions­schutzmaßnahmen (3 Mio. Euro 2015; 8,75 Mio. Euro 2016 ff.) bzw. für die Grund­instand­setzung (1 Mio. Euro 2015; 7,88 Mio. Euro 2016 ff.). So stärkt der Bund die Straßen-/Schienen-Querungen über den Nord-Ostsee-Kanal und trifft Vorsorge, um Situationen wie bei der Rader Hochbrücke vorzubeugen.

I

Zusätzlich erhält die Bundespolizei in Bad Bram­stedt und Brunsbüttel – wie bereits 2014 – zusammen knapp über 1 Mio. Euro für die Herrichtung von Dienstgebäuden.

Damit investiert der Bund aus seinem Haushalt insgesamt beachtliche 85,1 Mio. Euro im Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd.

 

 
 
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Nord-Ostsee-Kanal-Schiffsunglueck-mit-Rider-bei-der-Hochbruecke-Gruenental
Copyright KN danke Frank Behling
Nord-Ostsee-Kanal

Frachter „Rider“ war manövrierunfähig

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Von Frank Behling |
Ein Frachtschiff hat am Freitag auf dem Nord-Ostsee-Kanal stundenlang den Schiffsverkehr behindert. Das unter der Flagge der Niederlande fahrende Frachtschiff „Rider“ war kurz vor 9 Uhr wenige Meter vor der Grünentaler Hochbrücke nach einem Maschinenschaden manövrierunfähig in die Böschung gefahren.

Foto: Der Nord-Ostsee-Kanal war am Freitag teilweise gesperrt.

Der Nord-Ostsee-Kanal war am Freitag teilweise gesperrt.

© Fr
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b Januar gelten schärfere Vorschriften

Angst vor stinkenden Schiffen

Von Frank Behling |
Seit dem Wochenende sorgen Schiffsabgase wieder für Schlagzeilen. Diesmal gerät ein Containerschiff ins Visier, das beim Ablegen in Hamburg eine riesige Rauchwolke hintersichherzog. Kein Einzelfall, auch in Schleswig-Holstein rufen immer öfter Bürger die Wasserschutzpolizei an, wenn sie dunkle Rauchwolken bei Schiffen sehen.

Foto: Rauchwolken sind in Schleusen und Weichen noch nicht immer zu vermeiden.

Rauchwolken sind in Schleusen und Weichen noch nicht immer zu vermeiden.

 

 
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Auf einer eigens für sie abgesperrten Fahrspur auf der Fähre „Berlin“ musizierten die Schüler – zur Begeisterung des Publikums.

Foto: Kolz
Schulkonzert auf der Kanalfähre
Kult(o)urherbst in der Schleusenstadt: Gymnasiasten musizieren auf der „Berlin“ Lieder von Santiano vor malerischer Kulisse
Brunsbüttel
 

 

 
SAATSEE im Schleppeinsatz. Die Fähre TILSIT muß nach Lindenau (15.9.14)   Änderung friedrich Werft von Patrick Lehmann
Betagte Fähre fällt immer wieder aus
Burg
 

Zunehmend bereitet die Technik der 46 Jahre alten Burger Kanalfähre „Oppeln“ Probleme. Nachdem sie am 5. September für neun Stunden wegen eines Getriebeschadens eine Zwangspause einlegen musste, fiel die Fähre vor zwei Tagen erneut aus. Wieder war es ein Getriebeschaden.

Fällt häufig wegen technischer Probleme aus: die Fähre „Oppeln“.

Foto: Jahnke

Von den 16 an 14 Fährstellen auf dem NordOstseeKanal eingesetzten Fähren fällt die „Oppeln“ unter die Zuständigkeit des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel (WSA), die bis Rendsburg reicht. Sie ist die Jüngste unter den 45-TonnenFähren. Nur die in Brunsbüttel fahrende 100-TonnenFähre ,,Berlin“ ist mit Baujahr 1973 jünger. Außer in Brunsbüttel setzen nur in Nobiskrug zwei Fähren über die künstliche Wasserstraße über. Drei Neubauten sind in Planung – zwei Spitzfähren und eine Klappenfähre. Der erste Neubau soll 2017 in Dienst gestellt werden, wie WSASprecher Thomas Fischer mitteilte.

Die Burger Fährstelle hat aber nicht nur mit der Technik des betagten Schiffes zu tun, sondern auch mit umfangreichen Sanierungsarbeiten der Fähranleger. Dazu teilte Fischer mit, dass beide Baumaßnahmen separat ausgeschrieben werden müssen. Zur Zeit werde an diesen Ausschreibungen gearbeitet. Bis Ende des Jahres soll der marode Klappenfähranleger BurgSüd dann komplett neu gebaut werden. Bis Mitte 2015 soll schließlich auch der Spitzfähranleger BurgSüd saniert sein.

Gerüchten, wonach in Burg ab sofort wieder alle Fahrzeuge die Fähre nutzen können, widersprach der WSASprecher. Auch weiterhin gelte eine Lastbegrenzung von 7,5 Tonnen, betonte Fischer. Schwerere Fahrzeuge müssen unverändert auf die

 
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von Ralf Pöschus  danke
erstellt am 03.Sep.2014 | 15:00 Uhr

8. NOK-Romantika – Der Nord-Ostsee-Kanal lädt zum Lichterfest ein – kiel-magazin.de

 

szmtag

 

 

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Norddeutsche Rundschau

24. August 2014 | 13:09 Uhr

 
 
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Kanalfähre : Die Oppeln nimmt wieder Autos mit

vom 23. August 2014
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Zeitplan bleibt das Wasser- und Schifffahrtsamt: Die Kanalfähre in Burg befördert wieder Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen auf die andere Seite des Nord-Ostsee-Kanal

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Einen Monat lang war die Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal bei Burg für Autofahrer unterbrochen. Jetzt ist die Fähre wieder einsatzfähig.

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Für die Planer beim Brunsbütteler Wasser- und Schifffahrtsamt bleibt es dennoch ein Provisorium, dass die Spitzfähre Oppeln die Überfahrten wieder aufnahm und die Klappenfähre Nobiskrug erst einmal außer Dienst ging. Denn deren Anleger auf der Südseite muss jetzt komplett neu gebaut werden. 75 Prozent der den Anleger tragenden Eisenkonstruktion war verrostet, was der Grund für die Vollsperrung der Burger Fähre für Autos war. Schließlich sollte die Nobiskrug nur als Ersatz fahren, während der Hauptfähranleger saniert wird.

Dazu waren die Anlegerbrücken ausgehoben und nach Rendsburg verholt worden. Um den Fährbetrieb jetzt wieder zu ermöglichen, wurden die grundsanierten ehemals in Kudensee installierten Anlegerbrücken eingehoben. Doch Ende des Jahres werden sie schon wieder ausgebaut, damit dann endlich auch der Spitzfähranleger saniert werden kann. Der ist nämlich angeschlagen, weshalb nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen die Burger Fähre nutzen können. Schwerere Laster und Traktoren müssen sich bis Ende des Jahres gedulden. Bis dahin soll der Klappenfähranleger erneuert sein. Dann übernimmt die Nobiskrug wieder. Bis Mitte 2015 soll dann auch der Spitzfähranleger grundsaniert sein.

2017 will das Wasser- und Schifffahrtsamt dann zwei neue Spitz- und eine neue Klappenfähre in Dienst stellen. Bis dahin bleibt die 61 Jahre alte Nobiskrug in Burg die einzige ihrer Art auf dem Kanal.

 

 
 
 

 

     
     
     
 

 

Tagsüber als Unterstützung im Einsatz: die Fähre „Audorf“.

Foto: jahnke
Kanalfähre
Burg

Klappt alles wie geplant, dann ist die Burger Fähre über den NordOstseeKanal in der nächsten Woche wieder in der Lage, neben Fußgängern und Radlern auch Autos überzusetzen.

Copyright Norddeutsche Rundschau

Fähre bald wieder im Einsatz
Voraussichtlich ab nächster Woche können auch Pkw wieder von und nach Burg übergesetzt werden
Burg

Es geht voran am Burger Fähranleger. Läuft alles gut, können Fahrzeuge in der nächste Woche wieder übersetzen. Gestern wurde die neue Anlegerbrücke auf der Nordseite eingebaut, heute ist die auf der Südseite dran. Spätestens mit Schulbeginn am 25. August soll der Verkehr über Burgs Fähre wieder fließen. „Wir liegen im Zeitplan“, bestätigt Thomas Fischer, Sprecher des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Brunsbüttel.

Zumindest für Pkw verbessert sich dann die Situation. Lastwagen und schwere Traktoren müssen auch weiterhin Umwege in Kauf nehmen. Denn die momentane Instandsetzung des Anlegers für die Spitzfähre bleibt eine Notreparatur. Zum Jahresende soll erneut der Schwimmkran anrücken, um die Anlegerbrücken wieder auszuheben. Bis dahin will das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel den südseitigen Anleger der Klappenfähre erneuert haben. Der stellte sich bei einer vor wenigen Wochen durchgeführten Inspektion als völlig marode heraus, woraufhin die Burger Fährverbindung über den NordOstseeKanal für Pkw und Lkw gesperrt wurde. Seither werden nur noch Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer befördert. Diese Verbindung war als Ersatz während der Bauarbeiten an den eigentlich genutzten Anlegern für die Spitzfähre gedacht. Dies, so WSASprecher Thomas Fischer, werden im nächsten Jahr weitergehen. Mitte 2015 soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Jörg Jahnke

 

 

Notreparatur: Dieser Anleger soll eigentlich von Grund auf saniert werden. Doch zunächst muss der als Ersatz vorgesehene Anleger wieder instand gesetzt werden. Pkw sollen aber den Kanal ab nächster Woche wieder passieren können.

Foto: jahnke

 

NOrd-Ostsee-kanal : Zwei Fähren im Einsatz

vom 31. Juli 2014
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In Hochdonn sind in dieser Woche wegen des erwarteten starken Verkehrsaufkommens bei der An und Abreise zum Wacken Open Air tagsüber zwei Kanalfähren eingesetzt.

 

Da hat man beim Wasserschifffahrtsamt (WSA) nun doch noch ein paar Leute gefunden, die eine Fähre fahren und bedienen können, hieß es doch bisher mangels Personal sei in Hochdonn keine zweite Fähre verfügbar. Seit Dienstag unterstützt die ,,Audorf“ ihre Schwesterfähre ,,Hochdonn“ im gleichnamigen Ort.

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Hochdonn, nur drei Kilometer von Wacken entfernt ist alle Jahre wieder stark frequentiert während des An- und Abreiseverkehrs des Wacken Open Air. Dazu kommt die bis voraussichtlich Ende der Sommerferien verhängte Sperre für den Kraftfahrzeugtransport an der Burger Fähre. Dort wird der eigentliche Anleger saniert, der Ersatzanleger stellte sich nach eingehender Überprüfung als marode heraus. Sicherheitshalber entschloss sich das WSA zur Sperrung. Seitdem werden nur Fußgänger und Radler in Burg übergesetzt (wir berichteten). Um die Situation in Hochdonn zu entschärfen, wird jetzt bis Sonntag tagsüber die „Aukrug“ zusätzlich Fahrzeuge über den Kanal bringen.

Wie kann ein aus Stahl und Beton bestehender Anleger so urplötzlich ausfallen? ,,Der wurde nie geprüft“, erklärt WSA-Sprecher Thomas Fischer. Denn: „Der Anleger war immer nur ein Behelf, der tageweise genutzt wurde. Als jetzt ersichtlich war, das der Spitzfähranleger aufgrund seiner Sanierung längere Zeit ausfällt und wir den Klappenfähranleger über mehrere Monate nutzen müssen war eine gründliche Prüfung fällig.“ Ergebnis dieser Inspektion: Es wurde festgestellt, dass 75 Prozent der stählernen Unterkonstruktion des Burger Südanlegers schwer verrostet sind, die Sicherheit bei dauerhafter Nutzung nicht mehr gegeben ist. Die Sperrung, so Fischer, sei die Konsequenz gewesen.

Was aber ist mit Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst? ,,Wenn da einer mit Blaulicht und Sirene steht, würde man sich selber ins Gefängnis bringen, wenn man den nicht übersetzt. Not kennt kein Gebot“, stellt Fischer hierzu klar.

Die Elmshorner Einsatzleitstelle ist darüber informiert, das die Burger Fähre gesperrt ist und dirigiert die Einsatzfahrzeuge entsprechend um. Bei zeitkritischen Einsätzen allerdings, wie jüngst der gescheiterten Rettung eines ukrainischen Matrosen, der nur noch tot geborgen werden konnte, steht Burgs Fähre auch weiterhin zur Verfügung.

 
Hochdonn: Zwei Fähren sollen Fahrzeugaufkommen meistern
Burg/Hochdonn

Da hat man beim Wasserschifffahrtsamt (WSA) nun doch noch ein paar Leute gefunden, die eine Fähre fahren und bedienen können, hieß es doch bisher mangels Personal sei in Hochdonn keine zweite Fähre verfügbar. Seit Dienstag unterstützt die ,,Audorf“ ihre Schwesterfähre ,,Hochdonn“ im gleichnamigen Ort.

Hochdonn, nur drei Kilometer von Wacken entfernt ist alle Jahre wieder stark frequentiert während des An- und Abreiseverkehrs des Wacken Open Air. Dazu kommt die bis voraussichtlich Ende der Sommerferien verhängte Sperre für den Kraftfahrzeugtransport an der Burger Fähre. Dort wird der eigentliche Anleger saniert, der Ersatzanleger stellte sich nach eingehender Überprüfung als marode heraus. Sicherheitshalber entschloss sich das WSA zur Sperrung. Seitdem werden nur Fußgänger und Radler in Burg übergesetzt (wir berichteten). Um die Situation in Hochdonn zu entschärfen, wird jetzt bis Sonntag tagsüber die „Aukrug“ zusätzlich Fahrzeuge über den Kanal bringen.

Wie kann ein aus Stahl und Beton bestehender Anleger so urplötzlich ausfallen? ,,Der wurde nie geprüft“, erklärt WSASprecher Thomas Fischer. Denn: „Der Anleger war immer nur ein Behelf, der tageweise genutzt wurde. Als jetzt ersichtlich war, das der Spitzfähranleger aufgrund seiner Sanierung längere Zeit ausfällt und wir den Klappenfähranleger über mehrere Monate nutzen müssen war eine gründliche Prüfung fällig.“ Ergebnis dieser Inspektion: Es wurde festgestellt, dass 75 Prozent der stählernen Unterkonstruktion des Burger Südanlegers schwer verrostet sind, die Sicherheit bei dauerhafter Nutzung nicht mehr gegeben ist. Die Sperrung, so Fischer, sei die Konsequenz gewesen.

Was aber ist mit Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst? ,,Wenn da einer mit Blaulicht und Sirene steht, würde man sich selber ins Gefängnis bringen, wenn man den nicht übersetzt. Not kennt kein Gebot“, stellt Fischer hierzu klar.

Die Elmshorner Einsatzleitstelle ist darüber informiert, das die Burger Fähre gesperrt ist und dirigiert die Einsatzfahrzeuge entsprechend um. Bei zeitkritischen Einsätzen allerdings, wie jüngst der gescheiterten Rettung eines ukrainischen Matrosen, der nur noch tot geborgen werden konnte, steht Burgs Fähre auch weiterhin zur Verfügung.

jje
 

Auf dem Kanal gab es gestern aber noch weitere Havarien. Morgens musste die Fährstelle Burg gesperrt werden. Um 15.10 Uhr fiel dann auch die Kanalfähre Breiholz wegen eines technischen Defektes aus. Bis in die Nachtstunden waren dort Techniker im Einsatz. Die Fähre Burg bleibt bis auf weiteres außer Betrieb, da dort beide Anleger defekt sind.

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/NOK-Faehre-in-Burg-fuer-Autos-gesperrt,kanalfaehre100.html

Copyright NDR

Stand: 28.07.2014 13:43 Uhr – Lesezeit: ca.1 Min.

NOK: Fähre in Burg für Autos gesperrt

Der Fähranleger in Burg (Kreis Dithmarschen). © Frank Behling Fotograf: Frank Behling

Autos können derzeit nicht in Burg mit der Fähre übersetzen.

Zahlreiche Pendler zwischen Burg in Dithmarschen und der Wilstermarsch müssen in den kommenden Wochen Umwege in Kauf nehmen. Seit heute ist die Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal in Burg für Autos gesperrt. Grund ist ein technischer Defekt am Ersatz-Fähranleger. Pendler müssen auf die Kanalfähren in Hochdonn und Brunsbüttel sowie die Brunsbütteler Hochbrücke im Verlauf der Bundesstraße 5 ausweichen. Betroffen sind auch Burger Landwirte, die Flächen in der Wilstermarsch bewirtschaften und sonst auch die Fähre benutzen.

Autos und Trecker sind zu schwer

Ursprünglich wollte das Wasser-und Schifffahrtsamt Brunsbütte beide Fähranleger der Kanalfähre sanieren. Während der Arbeiten sollte ein daneben liegender Ersatz-Anleger benutzt werden. Bei einer Kontrolle stellten Experten aber Schäden an tragenden Bauteilen fest. Deshalb dürfen aktuell nur Fußgänger und Fahrräder transportiert werden. Autos, Trecker und Lkw sind zu schwer. Die Sperrung der Fähre dauert nach Behördenangaben mindestens einen Monat.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.07.2014 | 12:00 Uhr

 

Schnell voll: Die Kanalfähre in der Burger Nachbargemeinde Hochdonn kann nur wenige Fahrzeuge gleichzeitig transportieren.

Foto: Jahnke (3)
 
 

Mächtig genagt hat der Zahn der Zeit am Burger ErsatzAnleger.

Hochdonner Fähre überlaufen

Nach dem Ausfall der Burger Verbindung über den Kanal kann das Fahrzeugaufkommen in der Kanalgemeinde kaum bewältigt werden
Hochdonn/BURG

Der Ausfall der Burger Kanalfähre für das Übersetzen von Kraftfahrzeugen führt zu den auch vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel befürchteten Folgen. „Mehr als das Doppelte“ des bisher üblichen Verkehrsaufkommens registriert die Besatzung der Hochdonner Fähre. Dabei empfiehlt das WSA seit der Sperrung in Burg am Dienstag das weiträumige Ausweichen über die beiden nächstgelegenen Kanalhochbrücken in Brunsbüttel und Schafstedt.

Und es dürfte noch enger werden in Hochdonn, wenn ab Montag Metalfans aus Richtung Norden den Weg zum Festivalgelände in Wacken über die kleine Kanalgemeinde anstreben. ,,Stau ohne Ende bis um die Ecken auf beiden Seiten“. Mit diesen Worten bringt der erfahrene Hochdonner Decksmann Frank Hintze seine Befürchtungen für die kommende Woche auf den Punkt. Und während seine Burger Kollegen Harald Bolling und Hermann Behrens Zeit für einen Kaffeeplausch auf dem Deck ihrer alten Klappenfähre ,,Nobiskrug“ finden, hat Hintze die Fähre ,,Hochdonn“ schon wieder mit acht Pkw voll beladen.

,,Klar ist Hochdonn überlastet, dann verleiht doch dem mal Nachdruck, dass die schneller fahren beziehungsweise eine Fähre mehr einsetzen, die liegt ja da und dümpelt vor sich hin!“, fordert beispielsweise der Burger Sven Kalkbrenner in einem FacebookPost zu dem Thema. Tatsächlich liegt am zweiten Anleger der Hochdonner Fähre eine weitere SpitzendFähre im Wasser.

,,Warum setzt man in Hochdonn über Tag nicht eine zweite Fähre ein?“, fragt sich auf Facebook auch Marion Nierhaus und weist darauf hin: ,,Gerade jetzt, wo auch die Ernte voll im Gange ist. Und nächste Woche ist auch noch Wacken. Traktor mit Anhänger und vier Autos – dann kann man ja nach Feierabend gleich sein Essen im Auto zu sich nehmen bei ein bis zwei Stunden Wartezeit.“

Ob es wirklich wo schlimm kommt – die Chancen dafür stehen zumindest nicht schlecht, denn seitens des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel teilt dessen Leiterin Gesa Völkl auf Nachfrage mit: ,,Wir haben kein Personal dafür.“ Man habe darüber nachgedacht, die Burger Klappenfähre ,,Nobiskrug“ nach Hochdonn zu verlegen, berichtet die Bauingenieurin weiter. In Burg hätte man dann den Rad- und Personenverkehr mit einem Boot über die beiden Notanlegebrücken abgewickelt. Doch all das bleibt graue Theorie ohne das dafür notwendige Personal. So bleibt für die WackenWoche allein die Erkenntnis: ,,Da müssen wir durch.“

Die Burger Fähre wird voraussichtlich bis zum Ende der schleswigholsteinischen Sommerferien nur Fußgänger und Radler übersetzen. Grund: Am Ersatzanleger der Kanalfähre sind massive Schäden entdeckt worden. Der eigentliche Anleger ist wegen Reparaturarbeiten noch bis Anfang 2015 außer Betrieb.

Auswirkungen sind auch im Burger Fährhaus zu spüren: Gäste aus dem Kreis Steinburg bleiben aus. Sie finden auf der Südseite jedoch Parkplätze unmittelbar an der Fähre.

Jörg Jahnke
 
vom 23. Juli 2014
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Anleger marode: Die Burger Fähre bringt mindestens bis Ende der Sommerferien nur Fußgänger und Radler auf die andere Kanalseite.

Voraussichtlich bis Ende der Sommerferien am 25. August bleibt die Burger Kanalfähre für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Lediglich Fußgänger und Radfahrer werden befördert. Den Anlass für diese noch nie da gewesene Maßnahme lieferte am Montag der Anleger auf der Südseite (wir berichteten). Der war zuvor bei einem besonders niedrigen Wasserstand mal genauer in Augenschein genommen worden.

Copyright Gina Nebenthal  danke

Die in den Kanal ragende Anlegerampe ruht auf 21 in den moorigen Untergrund gerammten Stahlpfählen. Darüber ist der stählerne Aufbau konstruiert. Nun kam heraus, dass 75 Prozent der Stahlträger und der darunter befindlichen Pfahlköpfe bedenklich verrostet sind: Jederzeit könnte ein Fahrzeug, insbesondere große Traktoren und Lkw auf der Rampe einbrechen. So war das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel gezwungen, die Notbremse zu ziehen um seiner Verkehrssicherungspflicht Genüge zu tun. Deshalb geht es nun eher gemütlich zu an der Burger Fähre.

1000 Fahrzeuge pro Tag werden dort normalerweise übergesetzt, davon 80 Prozent Pendler. Ihnen empfiehlt das WSA, weiträumig über die Hochbrücken auszuweichen, weil die kleinen Fähren in Hochdonn und Kudensee dem Fahrzeugaufkommen nicht gewachsen seien.

Bei betroffenen Pendlern regt sich Unmut. Denn bereits Sonntagnachmittag zeigte sich die Mehrbelastung in Hochdonn. So musste die Burger Lehrerin Katharina Nagel drei Fähren abwarten, bis sie übergesetzt wurde. Dies teilt sie auf der Facebookseite „Burg Dithmarschen Aktuell“ mit. Eine ,,Frau Paul“ schreibt dort: ,,Der Kanal ist eine künstlich angelegte Wasserstraße. Schiffe, die rüber fahren zahlen dafür. Da halte ich es für selbstverständlich, dass ein Teil der Einnahmen dafür verwendet werden, dass soetwas rechtzeitig behoben wird.“ Ausbaden dürfen den Ärger die Männer und Frauen, die auf der Burger Fähre arbeiten. ,,Die Bauern wollten es nicht einsehen, das wir sie nicht mehr übersetzen können“, berichtet Kapitän Hans Berg. Sein Kollege Harald Bolling, der gestern Dienst hatte, hat inzwischen die Lohnunternehmer verständigt.

Verschärft wird das Problem dadurch, dass der zweite Burger Anleger derzeit ebenfalls in Reparatur ist. Im Mai baute man die Anlegerbrücken der benachbarten Spitzkopffähre aus. Sechs Wochen sollte die Überholung dieser Anleger dauern, dann stellte man fest, das auch hier der Zahn der Zeit ganze Arbeit geleistet hat. Mit Bordmitteln ist das nicht mehr zu beheben, deshalb muss die Grundsanierung der Spitzkopffähranleger nun ausgeschrieben werden. Gesa Völkl, WSA-Leiterin in Brunsbüttel, sagt zur zeitlichen Zielsetzung diese Sanierungsmaßnahme: ,,Nächsten Sommer sind wir fertig.“ Nach dem Totalausfall des Klappenfähranlegers aber muss der Spitzkopffähranleger nun schnellstens notdürftig instand gesetzt werden, müssen die auf dem nördlichen Kanalufer zwischengelagerten Anlegerbrücken schnellstens wieder eingehängt werden. Dann wird der südliche Anleger der Klappenfähre komplett zurück- und neu gebaut. Ende des Jahres will Völkl diese Aufgabe erledigt wissen. Danach soll dann der Spitzkopffähranleger grundsaniert werden. Völkl berichtet, das man die Burger Probleme anderswo nicht habe. Der desolate Zustand des Burger Südanlegers sei auch Folge der besonderen Untergrundsituation.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Schifffahrt News, Der Kanal, Bauwesen WSA Brunsbüttel, Privatisierung WSV, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Nürnberg Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) bis 1992 Steuermann 1.Offizier und Kapitän 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit und VdsM