Informationen über die Schleusensituation in Brunsbüttel/Holtenau

 

 

 

 

 

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 Foto: Binnenhafen in Brunsbüttel.
 
 Foto: Privat Willy Thiel Copyright
 
Lassen Sie sich über das Schleusengelände begleiten! Erleben Sie die großen
Seeschiffe hautnah! Unter fachlicher Führung erfahren Sie alles über den
Nord-Ostsee-Kanal. Wie viele tausend Schiffe passieren ihn jährlich? Wie
funktionieren Schleusen überhaupt? Wie regelt sich der Verkehr der
Stahlkolosse auf dem engen Kanal? Warum wird eine 5. Schleusenkammer gebaut?
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https://www.thb.info/rubriken/single-view/news/nok-rufbereitschaft-als-loesung.html

Copyright THB

https://www.boyens-medien.de/artikel//wsd-chef-witte-schleusenneubau-soll-100-jahre-halten.html

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-vorteil-fuer-die-westhaefen-_arid,1788046.html

siehe unten

Brunsbüttel – Der Bau der fünften Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal ist nach

Angaben der Kanalverwaltung zu etwa 40 Prozent fertig. Der jetzt geplante Inbetriebnahme-

Termin im Jahr 2024 sei realistisch, sagt Programmleiter Joachim Abratis vom Wasserstraßen

– und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel. Laut Projektleiter Hauke Hennigsen sind

für den Bau alle wichtigen technischen Lösungen gefunden. „Es muss nur noch gebaut werden.“ 

In der zweiten Oktoberwoche hatte das Bundesverkehrsministerium dem

Haushaltsausschuss des Bundestages mitgeteilt, dass sich die Kosten um 260 Millionen

auf 800 Millionen Euro erhöhen werden und sich die Inbetriebnahme mindestens bis 2024

verzögert. Ursprünglich sollte die für den Schiffsverkehr eminent wichtige Schleuse 2020 fertig

sein.

Der Haushaltsausschuss hatte sich am Mittwoch erneut mit dem Thema befasst.

Dem Gremium liegt auch ein sehr kritischer Bericht des Bundesrechnungshofes vor, der

unter anderem die gewählte Verankerungstechnik infrage stellt. In Kiel verteidigt der

Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte,

das gewählte Verfahren. An dessen Eignung gebe es keine Zweifel, sagt er. Es war unter

anderem an einer Schleuse in Uelzen und bei einer Kaimauer in Bremerhaven angewendet

worden. Während der Arbeiten in Brunsbüttel waren aber Nachbesserungen erforderlich.

So wurden die Zusammensetzung des Betons geändert und die Pfähle gegenüber den

Ursprungsplänen größer gemacht.

Der Bundesrechnungshof war zum Schluss gekommen, die dauerhaft tragfähige

Verankerung der Schleuse mit sogenannten Düsenstrahlpfählen sei mit Risiken behaftet.

Bei dieser Technik wird eine Zement-Suspension über ein Bohrloch mit Hochdruck in den

Boden gedüst, wo sie sich mit dem Untergrund vermischt. Das Ministerium habe sich früh

auf eine Technik festlegt, für die ein

Nachweis der dauerhaften Tragfähigkeit bei Baubeginn nicht vorgelegen habe, moniert

der Rechnungshof.

„Das ist die richtige Lösung“, beharrt Witte. Das gelte auch für das Problem der Betonkorr

osion, also die Gefährdung des Betons durch Salzwasser. „Wir planen das Bauwerk für 100

Jahre“, betont Witte. Und: „Wir bauen nicht auf der grünen Wiese.“ In der Nähe befinden sich

Wohn- und Gewerbegebäude sowie unmittelbar neben der Baustelle die alten Schleusen.

Diese örtlichen Gegebenheiten schränken schon aus Platzgründen die technologischen

Möglichkeiten ein. Hätte man wie vor mehr als 100 Jahren – so alt sind die alten

Schleusen – gebaut, wäre die Baugrube so groß, dass während der gesamten Bauzeit

der Kanal nicht hätten befahren werden können, sagt Witte.

 

Zu der noch erwarteten Bauzeit von sechs weiteren Jahren sagte WSA-Experte Abratis:

„Es sind noch unheimlich viele Einzelarbeiten zu erledigen“. Viele auch mit per Hand.

Derzeit arbeiten etwa 100 Bauleute an der Schleuse, die 340 Meter lang sein wird.

„Wir tun alles, um zu beschleunigen, wo es irgend geht“, sagte Witte und verwies auf die

Komplexität eines solchen Baus. 

Rechtsstreitigkeiten und in deren Folge Verzögerungen sowie Kostensteigerungen gab es

auch um Konsequenzen aus Formulierungen im Bauvertrag. „Die Abwicklung des

Bauvertrags war bisher von erheblichen Konflikten gekennzeichnet, die überwiegend vom

Auftragnehmer zu vertreten waren“, schrieb das Bundesverkehrsministerium. „Für die

vorlaufenden Schlickbaggerungen unter Kampfmittelverdacht musste die Wasserstraßen-

und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sogar eine Teilkündigung des Bauvertrags

aussprechen und die Leistung an einen leistungsfähigeren Auftragnehmer vergeben.

“ Der Rechnungshof bewertete den Sachstand des Bauprojektes als bedenklich.

 

 

Von der jüngsten Fachveranstaltung unter dem Dach des Deutschen Nautischen Vereins

zur Bedeutung und Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) in Kiel gingen wichtige und

zugleich positive Signale aus.

Das erklärte Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel Canal, dem THB.

Der NOK sei in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit „zum Teil als eher unzuverlässig

wahrgenommen worden“. Das spiegle aber „eindeutig nicht die Sichtweise aller Kunden

wider“. Diese erwarteten weniger eine besonders kurze Bauzeit oder geringe Baukosten.

Was für sie zähle sei „eine planbare Passagezeit und keine Wartezeiten“. Deshalb freut es

Knudsen, dass in der Wasserstraßenverwaltung die Idee einer NOK-Rufbereitschaft, „die

am Wochenende für alltägliche Störungen eingesetzt werden könnte“ als Anregung positiv

aufgenommen wurde. EHA

 

Die Schleuse in Brunsbüttel bereitet weiterhin Sorgen.

Politiker in Brunsbüttel : NOK-Schleuse: „Es darf keine weitere Verzögerung geben“ –
Quelle: https://www.shz.de/21652382 ©2018 Copyright Norddeutsche Rundschau

Brunsbüttel | Schleswig-Holsteins Millionen-Baustelle hat prominenten Besuch bekommen.

Bettina Hagedorn (SPD), Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, schaute sich am

Dienstag die NOK-Schleuse in Brunsbüttel an. Auch ihr schleswig-holsteinischer

Parteikollege Matthias Stein war mit vor Ort.

Im Zentrum des Besuchs standen die Probleme, die es mit der Schleuse gibt.

So wird zwar seit über fünf Jahren an dem Projekt gebaut, ein Ende ist jedoch nicht in Sicht.

Der ursprüngliche Termin, der für Ende 2020 angesetzt war, ist zumindest nicht mehr zu

halten. Die Kosten haben sich allerdings mehr als verdoppelt.

 

Weiterlesen: Fünfte Schleuse in Brunsbüttel wird „viele, viele Jahre später“ fertig

 

„Ja, es dauert etwas länger und es wird teurer. Aber gemessen an dem Wert, den der

Nord-Ostsee-Kanal für unsere Volkswirtschaft hat, stehen wir zum NOK und zu dem

Ausbau“, sagte Bettina Hagedorn gegenüber dem NDR. Am Anfang der Baumaßnahme

sprach man noch von 300 Millionen Euro, die hier investiert werden müssen. Stand jetzt

werden wohl 800 Millionen Euro benötigt. Die Kosten sind also um eine halbe Milliarde

Euro gestiegen. Der Bundesrechnungshof steht dem gesamten Projekt kritisch gegenüber.

Matthias Stein, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist, betonte,

dass es keine weiteren Verzögerungen geben dürfe. Der Nautische Verein Brunsbüttel

kritisiert zudem die Ausschreibung.

Es sei ein Fehler gewesen, den günstigsten Anbieter auszuwählen, monierte Michael

Hartmann. Der Vorsitzende vom Nautischen Verein Brunsbüttel fügte an: Wenn die

Bauarbeiten weiter verschleppt würden wie bisher, werde die fünfte Schleuse wohl auch

2024 nicht fertiggestellt.

Auch die Lotsen haben bedenken. Wolfgang Mentzel von der Lotsenbrüderschaft NOK

sagte, dass die großen Verzögerungen beim Bau der Schleuse Schifffahrer durchaus

abschrecken könnten. Diese würden dann den Weg um Dänemark nehmen. Außerdem

befürchten die Lotsen, dass sich der Verkehr immer mehr auf die Schiene verlagert.

– Quelle: https://www.shz.de/21652382 ©2018

Die Kosten haben sich allerdings mehr als verdoppelt.

 

Weiterlesen: Fünfte Schleuse in Brunsbüttel wird „viele, viele Jahre später“ fertig

Die IHK Nord fordert einen schnelleren Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.
ie IHK Nord fordert einen schnelleren Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals. (DPA)

Den Nord-Ostsee-Kanal komplett um einen Meter vertiefen, den Infrastruktur-Ausbau insgesamt

vereinfachen oder die Hafengebühren der deutschen Containerhäfen mit Blick auf die Transhipment-

Rabatte in Rotterdam überprüfen: Das sind unter anderem Forderungen, die die IHK Nord –

der Zusammenschluss der zwölf norddeutschen Industrie- und Handelskammern – gegen

über Politik stellt. Hintergrund des IHK-Nord-Strategiepapiers ist insbesondere eine Ladungs-

Abwanderung aus den beiden größten Seehäfen Hamburg und Bremerhaven in Richtung

Rotterdam in den Niederlanden und ins belgische Antwerpen.

Ein Teil der Forderungen – etwa die Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) – ist bereits

im Maßnahmenkatalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Kiel berücksichtigt:

Allerdings könnte die erst beginnen, wenn elf Kilometer der sogenannten 18 Kilometer langen

Oststrecke verbreitert und Kurven entschärft sind. Mitte 2019 soll damit begonnen werden. Die

WSV rechnet insgesamt für diese Maßnahme mit einem Zeitraum von zehn Jahren, erst danach

könnte mit der Vertiefung begonnen werden.

„Genau weil es noch so lange dauern soll, haben wir solche Forderungen mit aufgenommen“,

sagt Ullrich Hautau von der Handelskammer Bremen, Autor des IHK-Nord-Strategiepapiers.

„Wir haben die Hoffnung, dass eventuell doch noch Bewegung reinkommt un-d Maßnahmen

ergriffen werden, um das Projekt von der Umsetzung her zu beschleunigen.“ Ein bisschen mehr

Tempo wäre insgesamt gut bei der Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen. 

Schnell verabschiedet werden

Insofern sei der aktuelle Bundesregierungs-Entwurf eines Planungs- und Baubeschleunigungs

gesetzes der richtige Weg. Jetzt müsse das Ganze nur auch schnell verabschiedet werden,

so Hautau. Die IHK Nord habe das Gesetz bereits vor über einem Jahr mit Blick auf die Bundestagswahl gefordert

– Quelle: https://www.shz.de/21652382 ©2018

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Informationsbesuch-

an-der-Schleusenbaustelle,shmag58328.html?fbclid=IwAR0aqlE9m00V_VkWWdaODQHqUrsiVdZY5vVWa8DRMTHt6QGySJuiALvf9Wg

 

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Zu-lange-Wartezeiten-am-Nord-Ostsee-Kanalhttp://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Zu-lange-Wartezeiten-am-Nord-Ostsee-Kanal

Copyright KN Online danke Frank Behling

Foto: Die Baustelle der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel. Das Bauwerk ist bereits Jahre in Verzug.

K

 

 

https://www.dvz.de/rubriken/politik/detail/news/abgaben-sollen-wohl-bleiben.html

Copyright dvz

6. November 2018

Das Bundesfinanzministerium will die Schifffahrts- und Befahrungsabgaben offenbar nicht

abschaffen. Das geht aus den Unterlagen für die Bereinigungssitzung zum Haushaltsentwurf

2019 hervor. An diesem Donnerstag berät der Haushaltsausschuss in seiner

Bereinigungssitzung über mögliche Änderungen, die in die abschließenden Beratungen

im Bundestag einfließen. Im Entwurf 2019 sind derzeit Abgaben in Höhe von 71,6 Mio.

EUR vorgesehen. Auf den Nord-Ostsee-Kanal entfallen gut 20 Mio. EUR, die allerdings

von Anfang bestehen bleiben sollten. Die Branche hofft nun, dass die Haushälter im

Parlament eine Entlastung von rund 50 Mio.

EUR bringen.

Die Furcht vor einem Kollaps

Nautische Vereine befürchten Verkehrszusammenbruch auf dem Kanal

Brunsbüttel (mir) Die Nachricht,dass der Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel

teurer wird und vor allem länger dauert als geplant, lässt Brunsbüttel nicht zur Ruhe kommen.

Vor allem in maritimen Kreisen ist man bestürzt über die Verzögerung. Die beiden Nautischen 

Vereine in Brunsbüttel und Kiel

haben jetzt mit Unterstützung des Deutschen Nautischen Vereins ein Positionspapier

veröffentlicht, in dem Sachlage, Konsequenzen und  Forderungen dargestellt werden.

„Wir sind fassungslos, dass sich der dringend erforderliche Neubau einer fünften

Schleusenkammer in Brunsbüttel nun noch mals um mehrere Jahre verzögert“, sagt

Kapitän Michael Hartmann, Vorsitzender des Nautischen Vereins Brunsbüttel.

Erst 2024 könne mit der kaum noch aufschiebbaren Sanierung der bestehenden zwei

Schleusenkammern begonnen werden. „Eigentlich müssen wir jederzeit mit einem Kollaps

des Verkehrssystems rechnen“, so Hartmann.

Ähnlich stellt sich die Lage bei den Kieler Schleusen dar:

„Nachdem wir seit zehn Jahren um den desolaten Zustand der wichtigen zwei kleinen

Kammern wissen, werden diese jetzt mit Sand zugeschüttet. Dann ruht das Projekt für

voraussichtlich drei Jahre wegen der Planungen, die längst hätten abgeschlossen sein

müssen“, sagt Kapitän Hans-Hermann Lückert,Vorsitzender des Nautischen Vereins Kiel.

In der Landeshauptstadt dürfe man erst im Jahr 2029 auf die Inbetriebnahme dieser

Kammern hoffen.

„Und dann dauert es auch noch bis 2033 mit der anschließenden Überholung der zwei

großen Schleusenkammern.

 

Das ist den Kunden nicht vermittelbar.“ Sowohl Hartmann als auch Lückert sind als

ehemalige Lotsen Kenner der Materie. Sie haben die Fakten und Risiken in einem

umfassenden Positionspapier zusammengestellt. Insbesondere weisen die Verfasser

auf die Risiken hin, die sich durch die Dauerbaustelle ergeben.

Ökonomisch sei zu befürchten, dass der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) seine Rangstellung

in den Europäischen Verkehrsnetzwerken der Spediteure verliere, wenn das Vertrauen

bei der Kundschaft verspielt werde.

Damit das nicht geschehe, fordern die Nautischen Vereine unter anderem eine Verkürzung

der Bauzeit. „Alle Baumaßnahmen sind hinsichtlich der Möglichkeiten auf eine

Beschleunigung zu überprüfen.

Die Prämisse muss dabei die Baufertigstellung vor der Frage der Kosteneinsparung sein“,

heißt es in dem Positionspapier. Um die Sorge um die Zukunft des Kanals noch deutlicher

zu machen, veranstalten die Nautischen Vereine eine Podiumsdiskussion in Kiel.

 

Titel: Der Nord-Ostsee-Kanal: Schlaglöcher einer internationalen Wasserstraße.

Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des Landes Schleswig-Holstein, des

Bundestages und bedeutende Nutzer

sind eingeladen. Unter anderem hat der Maritime Koordinator der Bundesregierung

Norbrt Brackmann zugesagt teilzunehmen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und beginnt am Mittwoch, 14. November, um

18 Uhr im Konferenz-Zentrum Kiel (Sparkassen- Arena).

Die alten Schleusen in Brunsbüttel sind marode. Sie können aber erst dann

vernünftig instant gesetzt werden, wenn die neue Schleuse existiert.

Foto: Copyright Martin Elsen Artikel Boysens Medien

Das Positionspapier der beiden Vereine ist als Download erhältlich auf

www.nautischerverein-kiel.de/de/konzepte

Sorge vor wirtschaftlichen Konsequenzen

Schiffsagentur befürchtet Kundenverlust wegen Schleusenbau-Verzögerungen

Von Hengameh Habib

Brunsbüttel – Höhere Kosten und eine deutlich längere Bauphase: Die aktuelle

Entwicklung um den Bau der fünften Schleusenkammer verursacht bei vielen

Menschen Kopfschütteln und erzeugt Unverständnis. Für  Schiffsagenturen kann

die zeitliche Verzögerung des Baus zu massiven Konsequenzen führen.

Die Firma United Canal Agency (UCA) hat bislang keine Ruckmeldung von ihren Kunden

bekommen, wie diese die längere Bauzeit bewerten. Das mag dem Umstand geschuldet sein, dass aktuell keine der vier vorhandenen Schleusentore gesperrt sind. „Das kann sich aber jederzeit ändern, und

dann wird es eng“, sagt Sandra Petersen.

Die  Leiterin der Brunsbüttler Niederlassung fürchtet sich zudem davor, dass eines der

Tore aufgrund des schlechten. Zustandes dem längeren Einsa z nicht standhält und

dauerhaft ausfällt. Dann, so die Sorge, wurden Schiffe Brunsbüttel umfahren.

Dass diese Sorge nicht unberechtigt ist, so Jan Klein vom Management der UCA.

„Die Reedereien sind seit langer Zeit unzufrieden mit der Situation in Brunsbüttel.“

Solange die vier Kammern funktionieren, verlaufe alles reibungslos.

Komme es zum Ausfall bei den Schleusen, mussten die Schiffe lange Wartezeiten in Kauf

nehmen.

Das Frustpotenzial wachse, während der Geduldsfaden kurzer werde. „Früher haben die

Reedereien noch Verzögerungen hingenommen. Heute erwarten sie von uns, dass wir

sie über Sperrungen am Kanal im Voraus informieren, damit sie um planen  können.

Und das geschieht dann augenblicklich“, so Klein. Aufgrund der

immer wieder auftretenden Stockungen an den Schleusen hatten in der Vergangenheit

einige UCA-Kunden den Kanal gemieden. „Es kommt zu einer Evaluierung. Sie bleiben

einige Jahre weg, kehren dann eventuell wieder zurück.“

Klein zufolge seien vor allem jene zeitliche Verzögerungen ärgerlich, denen  kleine Schäden

zugrunde liegen, die meist schnell behoben werden können. „Deswegen fordern wi

r schnelle Reparaturmaßnahmen, die auch nach Feierabend und am Wochenende erfolgen.“

Mit „wir“ meint Jan Klein die Initiative Kiel-Kanal, die2012  gegründet wurde, um das

Engagement aus Politik, Wirtschaft und Behörden für den Kanal zu bündeln, und ihm

so mehr Gewicht zu verleihen. Jens Knudsen, geschäftsführender Gesellschafter der

Schiffsagentur Sartori und Berger und Vorsitzender der Initiative Kiel-Kanal, sagt, dass

die längere Bauzeit an sich zunächst kein Problem ist. „Es wird aber zu einem, wenn es

aufgrund von technischen Defekten zur Sperrungen der vorhandenen Tore kommt und

damit Wartezeiten entstehen.“Knudsen hat die Erfahrung gemacht, dass die Reedereien

kaum noch bereit seien zu warten.

Eine planbare verlässliche Kanalpassage sei das Wichtigste. Solange alles laufe,

wurden sich die Kunden von Sartori und Berger nicht weiter daran stören, dass der

Bau der fünften Schleusenkammer deutlich langer dauere. Deswegen bekräftigt

Knudsen die Forderung von Jan Klein: „Die Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung

muss am Wochenende eine Bereitschaft vorhalten, damit kleine Schaden schnell

behoben werden können.“

Vor drei Wochen äußerte der Bundesrechnungshof massive Kritik am Bau der fünften

Schleusenkammer. Den Sachstand des Bauprojektes bewertet die Behörde als bedenklich.

Genannt wurden technische Probleme, deutlich höhere Baukosten und eben jene

Verzögerungen.

Eine Mitteilung des zuständigen Bundesverkehrsministeriums wurde konkreter:

Demnach wird der Bau um 260 Millionen Euro teurer als geplant und wird, mit 800

Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Freigabe fur den Verkehr soll 2024 statt 2020 erfolgen. Überraschend ist die

Kritik des Rechnungshofes am Schleusenbau  allerdings nicht. Bereits 2014

blockierte das Finanzministerium das Geld für das Vorhaben.

Während der Planungen für das Mammut-Projekt war anfänglich die Rede von

375 Millionen Euro. Später wurden daraus 485 Millionen Euro. Die Behörde beklagte, dass

der Bau aufgrund der gestiegenen Kosten volkswirtschaftlich unrentabel sei.

https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/schleuse-in-kiel-holtenau-wird-repariert-id21430027.html

Copyright Norddeutsche Rundschau

Das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ krachte in der Nacht zum 20. Februar in das Schleusentor der Südkammer.

Copyright Norddeutsche Rundschau

von Merle  Dießelkämper
24. Oktober 2018, 11:10 Uhr

Kiel | Acht Monate nach der Havarie des Frachters „Akacia“ steht fest, dass das defekte

Schleusentor wird repariert und nicht ersetzt. Nach der Erstellung eines Gutachtens sei

nun laut Kieler Nachrichten diese Entscheidung gefallen. Wie viel die Instandsetzung

kosten wird, ist derzeit noch unklar. Aufgrund der bisherigen Kosten für die Untersuchung

des beschädigten Tores, die Bergung und die kalkulierten Werftarbeiten sollen mindestens

16 Millionen Euro veranschlagt werden. Bisherigen Schätzungen gingen von 20 Millionen

Euro aus.

Große Südschleuse in Kiel-Holtenau außer Betrieb.´

Was bisher geschah

In der Nacht zum 20. Februar war das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ in das

Schleusentor der Südkammer gekracht. Der unter portugiesischer Flagge fahrende

Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich

war eine Maschinenanlage defekt.

Tor wird geborgen

Zwei Schlepper zogen den Frachter nach der Kollision in den Kanal . Er wurde an einem

Liegeplatz im NOK unweit der Schleuse festgemacht. Danach kümmerte sich die Reederei

um die Reparatur. Inzwischen ist das Containerschiff wieder im Einsatz und passierte am

Dienstag erneut die Kieler Schleuse – dieses Mal unfallfrei.

Schleusentor wird instand gesetzt

Brunsbüttel Die Instandsetzung eines der acht Tore der Kleinen Schleusen in Brunsbüttel

erfolgt auf dem Torinstandsetzungsplatz, der sich am Kanalseitenweg zwischen der Straße

Am Binnenhafen und der nächsten Zufahrt beim Betriebssportgelände des Wasserstraßen-

und Schifffahrtsamts Brunsbüttel befindet. Während der Arbeiten, die voraussichtlich

mindestens ein halbes Jahr dauern werden, ist der Bereich für Fußgänger, Fahrradfahrer

sowie für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt. Für Anlieger jedoch besteht weiterhin die

Möglichkeit der Nutzung.

Hintergrund: Im Zuge der planmäßigen Unterhaltung müssen die Tore für bestimmte

Arbeiten ausgebaut und an Land verbracht werden. Zurzeit wird der

Torinstandsetzungsplatz vorbereitet. Je nach Verfügbarkeit eines geeigneten Schwimmkrans

erfolgt der Ausbau und Transport des Tores Anfang November. Der Einbau eines Ersatztores

erfolgt erst etwa zwei Wochen später. In dieser Zeit werden Arbeiten in den Tor-Nischen und

anderen Teilen der Schleuse durchgeführt. Für diese Zeit bleibt die Südkammer der Kleinen

Schleusen für die Schifffahrt gesperrt. sh:z

Schleusentor wird instand gesetzt

Brunsbüttel Die Instandsetzung eines der acht Tore der Kleinen Schleusen in Brunsbüttel

erfolgt auf dem Torinstandsetzungsplatz, der sich am Kanalseitenweg zwischen der Straße

Am Binnenhafen und der nächsten Zufahrt beim Betriebssportgelände des Wasserstraßen-

und Schifffahrtsamts Brunsbüttel befindet. Während der Arbeiten, die voraussichtlich

mindestens ein halbes Jahr dauern werden, ist der Bereich für Fußgänger, Fahrradfahrer

sowie für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt. Für Anlieger jedoch besteht weiterhin die

Möglichkeit der Nutzung.

Hintergrund: Im Zuge der planmäßigen Unterhaltung müssen die Tore für bestimmte

Arbeiten ausgebaut und an Land verbracht werden. Zurzeit wird der

Torinstandsetzungsplatz vorbereitet. Je nach Verfügbarkeit eines geeigneten

Schwimmkrans erfolgt der Ausbau und Transport des Tores Anfang November. Der Einbau

eines Ersatztores erfolgt erst etwa zwei Wochen später. In dieser Zeit werden Arbeiten in

den Tor-Nischen und anderen Teilen der Schleuse durchgeführt. Für diese Zeit bleibt die

Südkammer der Kleinen Schleusen für die Schifffahrt gesperrt. sh:z

https://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article215538199/Neue-Schleuse-am-Nord-Ostsee-Kanal-wird-teurer-als-geplant.html

Copyright abendblatt

Schleswig-Holstein

Neue Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal wird teurer als geplant

 
 
Die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel

Foto: dpa

Die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel

Das Bauwerk wird vier Jahre später fertig und kostet rund ein Drittel mehr als ursprünglich

vorgesehen.

 

Der Bau der fünften Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel verzögert

sich deutlich und wird voraussichtlich um mindestens 260 Millionen Euro teurer als zuletzt

geplant. Dies geht aus einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Haushalts

ausschuss des Bundestages hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach

kalkuliert das Ressort nunmehr mit Gesamtkosten von 800 Millionen Euro und einer

Freigabe für den Verkehr frühestens im Jahr 2024. Zunächst hatte das „Flensburger Tageblatt“ berichtet. Ursprünglich sollte die neue Kanalschleuse im zweiten Halbjahr 2020 fertig sein.

Der Bericht des Ministeriums stand am Donnerstag ebenso auf der Tagesordnung des

Haushaltsausschusses wie eine sehr kritische Stellungnahme des Bundesrechnungshofes

zu dem Projekt. Das Bundesministerium verweist auf technische Probleme und

Rechtsstreitigkeiten, die das Vorankommen behindern und die Kosten treiben. Zunächst

waren 485 Millionen Euro für den Bau der Schleuse selbst und 55 Millionen für vorbereitende

und begleitende Bauarbeiten eingeplant.

„Die Baumaßnahme befindet sich zurzeit rund zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan“, schreibt das Ministerium. Es listet diese Hauptgründe auf: Auseinandersetzungen zwischen Auftragnehmer und

Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, nicht vorhersehbare, umfangreiche Sondierungen und Räumungen von Kampfmitteln sowie Anpassungen der Rückverankerungen für die Kammersohle und -wände

in einem schwierigen Baugrund. „Aus den bereits eingetretenen und noch zu erwartenden

Verzögerungen ergibt sich aus heutiger Sicht Verkehrsfreigabe ab 2024“, resümiert das

Ministerium.

Erhebliche Konflikte während der Bauarbeiten

„Die Abwicklung des Bauvertrags war bisher von erheblichen Konflikten gekennzeichnet,

die überwiegend vom Auftragnehmer zu vertreten waren“, führt das Ressort aus.

„Für die vorlaufenden Schlickbaggerungen unter Kampfmittelverdacht musste die

Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sogar eine Teilkündigung

des Bauvertrags aussprechen und die Leistung an einen leistungsfähigeren Auftragnehmer

vergeben.“

Mit der neuen Schleuse soll der Schiffsverkehr durch den Nord-Ostsee-Kanal reibungsloser

ablaufen. In der Vergangenheit musste die knapp 100 Kilometer lange künstliche

Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel öfter gesperrt werden, weil die über

100 Jahre alten Schleusen defekt waren.

Der Bundesrechnungshof hat in seinem Bericht den Sachstand des Bauprojektes als

bedenklich bewertet. Die Behörde führte technische Probleme, Verzögerungen und eine

unklare Entwicklung der Kosten an. Der Rechnungshof stellt auch das Verfahren infrage,

das zur Verankerung der Schleuse gewählt wurde. „Der Bundesrechnungshof bezweifelt,

dass das BMVI (Bundesverkehrsministerium) unter diesen Voraussetzungen überhaupt

in der Lage ist, seine Bauprojekte im Bereich der Bundeswasserstraßen zu steuern“,

heißt es in dem Bericht.

 

 

5.SchleuseNeubau

Schleuse: Rechnungshof sieht Risiken
Beim Bau der großen fünften Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel sieht

der Bundesrechnungshof die Umsetzung ausgesprochen kritisch. „Den Sachstand des

Bauprojektes bewertet er als bedenklich“, heißt es in einem Bericht an den Haushalts

ausschuss des Bundestages.
Die Baustelle der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel. Das Bauwerk ist bereits Jahre

in Verzug.
Der Rechnungshof verweist auf technische Probleme, Verzögerungen und eine unklare

Entwicklung der Kosten. Mit dem Bericht zu dem 500-Millionen-Euro-Vorhaben befass

t sich der Asschuss am Donnerstag.
Die aus wesentlichen technischen Änderungen resultierenden Folgen für Baukosten und

Bauzeit könne das Bundesverkehrsministerium derzeit nicht beziffern, schreibt der Bundes

rechnungshof. «Dass es für belastbare Angaben mindestens neun Monate seit Änderung

der Planung benötigt, offenbart den bedenklichen Projektstand.

 

Verankerung mit Düsenstrahlpfählen?
Konkret kam der Rechnungshof unter a nderem zu dem Schluss, die dauerhaft tragfähige Verankerung der Schleuse mit sogenannten Düsenstrahlpfählen sei mit Risiken behaftet. Bei dieser Technik wird eine Zement-Suspension über ein Bohrloch mit Hochdruck in den Boden gedüst, wo sie sich mit dem Untergrund vermischt. Das Ministerium habe sich früh auf eine Technik festlegt, für die ein Nachweis der dauerhaften Tragfähigkeit bei Baubeginn nicht Vorgelegen habe.
In der Folge habe es nicht versucht, auftretende Probleme der Rückverankerung mit der Wahl einer nachweislich geeigneten Gründung zu lösen. «Stattdessen hinterfragte es während der Baudurchführung wiederholt die Einflussfaktoren mit weiteren Untersuchungen.»

Langzeiterfahrungen liegen gar nicht vor

Bei Wasserbauwerken dieser Alt seien Unwägbarkeiten üblich, äußerte der Rechnungshof.
«Nach bewährter ingenieurwissenschaftlicher Vorgehens weise sollte diesen allerdings

mit aufder sicheren Seite liegenden Annahmen begegnet werden.» Das Ministerium habe

dagegen die Anforderungen an die Rückverankerung reduziert. «Damit nimmt es in

Kauf, dass die 5. (Schleusen-)Kammer – gemessen an der angenommenen

Nutzungsdauer des Bauwerkes von 100 Jahren – vorzeitig saniert werden muss

oder nicht mehr betrieben werden kann.»
Auch die Funktion der Düsenstrahlpfähle solle 100 Jahre erhalten bleiben, aber
Langzeiterfahrungen mit dieser Verankerungstechnik lägen bisher gar nicht vor.

Substanzen im Grundwasser könnten die Betonoberfläche der Düsenstrahlkörper

schädigen.
„Tragfähigkeit für Nutzungsdauer von 100 Jahren nicht
nachgewiesen“
Vor der Ausschreibung des Projektes habe die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung

(WSV) des Bundes im Jahr 2012 probeweise Düsenstrahlpfahle herstellen lassen,

führt der Rechnungshof aus. Trotz Qualitätsschwankungen aufgrund des inhomogenen

Baugrunds habe
sie die gewählte Rückverankerung als grundsätzlich tragfähig angesehen.
Aber: «Bis Ende 2015 erreichte keiner der mehr als 20 Probepfahle die notwendige

Qualität.»

So hätten Randbereiche zu geringe Betonfestigkeiten aufgewiesen. «Die erforderliche

Tragfähigkeit der Rückverankerung für eine Nutzungsdauer von 100 Jahren war nicht

nachgewiesen.» Gleichwohl habe die WSV den Bau der fünften Kammer fortgesetzt.

Bundesministerium kann Entwicklung der
Gesamtausgaben nicht bemessen

In seinem letzten Bericht vom 13. Juni 2017 habe das Ministerium als Bauzeit-Ende

erneut Frühjahr 2021 angegeben und die voraussichtlichen Gesamtausgaben für die

Hauptbaumaßnahme nach wie vor auf Grundlage der Ausschreibungsergebnisse mit

485 Millionen Euro beziffert. Nach zwischenzeitlicher Auskunft des Ministeriums seien

aber
Verzögerungen im Bauablauf eingetreten, die zu einer Verschiebung des Termins der

Verkehrsfreigabe um mindestens zwei Jahre führen würden.
Laut Rechnungshof kann das Bundesministerium derzeit nach eigener Einschätzun

g dieEnt wicklung der voraussichtlichen Gesamtausgaben nicht bemessen. Eine Kontrolle

der  Wirtschaftlichkeit der fünften Schleusenkammer sei unter diesen Voraussetzungen

nicht möglich. «Der Bundesrechnungshof bezweifelt, dass das BMVI unter diesen

Voraussetzungen
überhaupt in der Lage ist, seine Bauprojekte im Bereich der Bundeswasserstraßen zu

steuern.»
Kritik der FDP
Der Rechnungshof empfiehlt, die parlamentarische Kontrolle über die Haushaltsmittel

für den Bau zu verstärken.

Bis zum 31. März 2019 sollte das Ministerium einen substanziellen
Bericht zum Stand 31. Dezember 2018 vorlegen – zu Sachstand, Problemen, Kosten und

absehbaren Risiken.
Dass es bei so einem Bauwerks Verzögerungen und Kostensteigerungen geben kann,

überrasche nicht, sagte der Kieler FDP-Fraktionschef Christophe!‘ Vogt der dpa. «Für

unnötige Verzögerungen, die durch Schlampereien entstanden sind, habe ich allerdings

keinerlei Verständnis.»
Wer die Öffentlichkeit und die maritime Wirtschaft derart im Unklaren über den
Baufortschritt lasse, schade einer wichtigen Branche und einer ganzen Region.

«Dass es offenbar immer noch ernsthafte Zweifel am Bauverfahren gibt, ist eine sehr

beunruhigende Nachricht.» Der Bundesminister müsse alle Zweifel am Bauverfahren

unverzüglich ausräumen oder Korrekturen vornehmen.

Von Frank Behling
Foto: Frank Behling kommentiert. 
Frank Behling kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl

Nord-Ostsee-Kanal : Segment für Segment geht’s voran

 
 

Mit der Errichtung der sogenannten „Fange-Dämme“ gehen die Arbeiten an den Alten

Schleusen in die nächste Phase. Bis Ende September sollen die Stahlkonstruktionen

stehen, die anschließend mit Sand aufgefüllt werden. Das bringt dann die geforderte Stabilität.

shz.de von Udo Carstens
03. September 2018, 19:26 Uhr

Nächster Schritt auf dem langen Weg zur Sanierung der Kleinen Kanal-Schleusen in Kiel-Holtenau:

Gestern setzte der Schwimmkran „Wal“ auf der Fördeseite die ersten Segmente für die stabilen

Stahlkonstruktionen, die als sogenannte „Fange-Dämme“ die späteren Abrissarbeiten erst ermöglichen

werden. Projektleiter Matthias Baasch vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) zeigte

sich zufrieden: „Unser Bauzeitenplan wird abgearbeitet.“

Die Erneuerung des maroden, noch aus der Kaiserzeit stammenden Schleusen-Paars ist ein

Langzeitprojekt. Laut Baasch „wird der Neubau der Kleinen Schleusen frühestens 2029 fertiggestellt sein“

. Erste Phase ist die Sicherung der alten Anlage, denn zurzeit könnten wegen Einsturzgefahr gar

keine schweren Baufahrzeuge anrollen. Zur Stabilisierung werden die Schleusen bis zur

Oberkante mit Sand gefüllt. Schätzungsweise 130 000 Kubikmeter sind dafür nötig.

 
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Das wären wohl um die 7000 Lastwagentransporte, aber diesen Verkehr will man Holtenau

nicht zumuten. Der Transport von einem dänischen Schürfgebiet südlich von Aerö erfolgt

deshalb auf dem Seeweg, Ende September wird der erste Saugbagger in Holtenau erwartet.

Drei Wochen Zeit bleibt der Mannschaft von Baasch, an den beiden Schleusenausgängen zur

Förde die „Fange-Dämme“ zu errichten und abzudichten. Jede Konstruktion besteht aus dre

Segmenten, jedes Teilstück ist neun Meter breit, 13 Meter hoch, 16 Meter tief und wiegt 60

Tonnen. Erst wenn die mit Sand verfüllten Dämme stabil genug sind, um Schwerlaster

aufzunehmen, wiederholt sich das Szenario auf der Kanalseite. Dort verläuft nämlich

gegenwärtig die einzige schmale Landverbindung zur Schleuseninsel.

 

Bis Ende des Jahres soll die Sicherungsphase abgeschlossen sein. Im kommenden

Jahr wird es dann ernst für die WSA-Experten. Galten die bisherigen Arbeiten nämlich als

Sofortmaßnahmen, wird mit dem Planfeststellungsverfahren die offizielle Bauphase eingeläutet.

Am Ende des auf fast 300 Millionen Euro taxierten Mammut-Vorhabens stehen moderne neue

Schleusen. Sie sollen 70 Prozent des gesamten Kanal-Verkehrs auf dem Kanal aufnehmen.

Und die Großen Schleusen stehen dann ausschließlich den Riesenpötte zur Verfügung.

Kiel

Ein Frachter rammte das Schleusentor. Ein Ausfall von sechs Wochen Dauer war die Folge.

Doch die Pannen rissen nicht ab. Mal bröckelte etwas Mauerwerk, mal gab es ein Softwareproblem.

Die Verkehrszahlen brachen weiter ein.

Heute reagiert die Schifffahrt sofort. Kapitäne können ihre Routen ändern, wenn der Verkehr

auf dem Kanal nicht zuverlässig läuft. Das bekommt gerade auch der Hamburger Hafen

zu spüren. Deutschlands Tor zur Welt ist auch vom Kanal abhängig. Gerade vor dem

Hintergrund der wachsenden Flexibilität ist es wichtig, den Kanalausbau endlich anzugehen

. Denn erst, wenn die engen Kurven begradigt sind, können Schiffe mit größerer Breite und

Länge die Wasserstraße passieren.

 
 

Der Fehler von 1993 darf sich nicht wiederholen. Damals war mit dem Hinweis auf sinkende

Schiffszahlen und dem Zerfall der Sowjetunion der Ausbau des Kanals gestoppt worden. Diese

Entscheidung ist zehn Jahre später bereits überholt gewesen. Doch bevor umgesteuert werden

konnte und Politik und Verwaltung die Planung wieder aufgenommen haben, vergingen viele

weitere Jahre. Deshalb muss jetzt mit Nachdruck der Ausbau angegangen werden.

 
 
Copyright KN Online danke Frank Behling
 

Kiel

Eigentlich hatten sich die Passagezahlen 2017 erholt, nachdem sie 2016 schon unter

die Marke von 30000 Schiffen gerutscht waren. Bei der für die Gebühren maßgeblichen

Schiffsgröße gab es laut der Zahlen einen Rückgang von 240000 auf 65,92 Millionen BRZ (Brutto-Raum-Zahl).

Laut Statistik der Verwaltung fuhren im ersten Halbjahr 14934 Schiffe auf dem Kanal, die

43,3 Millionen Tonnen Ladung beförderten. Von Januar bis Juni lag die Zahl der Schiffe damit

nur um 0,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Ob bis zum Jahresende das Vorjahresergebnis

von 30269 Schiffen mit 86 Millionen Tonnen Ladung erreicht wird, ist noch offen, denn der Jul

i und August waren nach ersten Erhebungen ebenfalls sehr schwache Monate.

 
 

Die schwerste Delle bescherte dem Kanal der März, in dem mit 2363 fast 300 Schiffe weniger

als im Februar 2017 gezählt wurden. Grund ist die Havarie des Frachters „Akacia“, der am 19.

Februar in der Kieler Südschleuse ein Tor demoliert hatte. Der Nord-Ostsee-Kanal bekommt

aber auch die Probleme Hamburgs zu spüren. Immer mehr Ladung wandert von der Elbe nach

Rotterdam ab. Erst vergangene Woche hatte der Hamburger Hafen einen starken Rückgang

beim Umschlag von Containern für die Ostsee gemeldet – das Minus im ersten Halbjahr

beträgt 4,4 Prozent.

 

Die Makler fordern, dass der Ausbau der Oststrecke des Kanals zügig beginnt. Seit zehn Jahren

wird zwischen Königsförde und Kiel die Begradigung von drei Kurven geplant.

Foto: Nord-Ostsee-Kanal

 

https://www.t-online.de/nachrichten/id_84359098/knapp-15-000-schiffe-im-nord-ostsee-kanal.html

Copyright T-Online

Kiel  

Knapp 15 000 Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal

29.08.2018, 13:32 Uhr | dpa

Knapp 15 000 Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal. Schiffe fahren auf dem Nord-Ostsee-Kanal
 

Schiffe fahren auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Carsten Rehder/Archiv (Quelle: dpa)

  •  
 

In den ersten sechs Monaten des Jahres haben 14 934 Schiffe den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) befahren.

Nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt waren das etwas mehr als im Vorjahreszeitraum

mit 14 806 Schiffen. Die Schiffe transportierten dabei auf der künstlichen Wasserstraße insgesamt 43,3 Millionen

Tonnen Ladung und damit leicht mehr als im Vorjahresvergleich mit 43,16 Millionen Tonnen. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ über die Entwicklung berichtet. Demnach seien Juli und August aber sehr schwache Monate gewesen.

Im vergangenen Jahr hatte es einen Aufwärtstrend gegeben. Insgesamt gut 86,66 Millionen Tonnen Ladung wurden

2017 durch den Kanal transportiert. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2016. Das war aber noch weit vom bisherigen

Rekord von 2008 entfernt: Damals wurden rund 106 Millionen Tonnen Ladung auf der rund 100 Kilometer langen

Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel transportiert. Die Zahl der Schiffe stieg 2017 um 985 auf 30 269 Schiffe.

 

NOK News: Große Südkammer Schleuse Brunsbüttel

Aufgrund von Unterhaltungsarbeiten steht die Große Südkammer der Schleuse Brunsbüttel seit 07:00 Uhr bis ca.

17:00 Uhr der Schifffahrt nicht zur Verfügung. Die Große Nordkammer sowie beide kleine Kammern sind weiterhin betriebsbereit.

Schifffahrt & Service

Bauarbeiten in Brunsbüttel

· André Germann   

Im Nord-Ostsee-Kanal kommt es ab Montag bis zum 14. September zu Einschränkungen für die Schifffahrt.

Copyright THB

Wie die UCA United Canal Agency jetzt mitteilte, wird die Große Südschleuse in Brunsbüttel wegen

Wartungsarbeiten geschlossen. Die Sperrungen gelten in dieser Woche täglich von 7 bis 16 Uhr. Am

Wochenende vom 25. bis zum 26. August bleibe die Schleusenkammer geöffnet. Über weitere Sperrzeiten s

oll im Laufe der Woche informiert werden. Die Große Nordschleuse und die beiden kleinen Schleuse

nkammern

 

seien nicht betroffen. ger

 

NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Aufgrund von Unterhaltungsarbeiten steht die Große Südschleuse  von 20.08 bis 23.08. während der

Tagesarbeitszeit jeweils vom 07:00 bis 17:00 Uhr der Schifffahrt nicht zur Verfügung. 

 

Der Schifffahrt steht die Große Nordkammer und die Kleine Schleuse zur Verfügung.

 

http://www.kn-online.de/Kiel/Schleusenkammer-Der-Bau-der-Sandkiste-beginnthttp://www.kn-online.de/Kiel/Schleusenkammer-Der-Bau-der-Sandkiste-beginnt

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Von Frank Behling
 
Bereit für den Einbau: Das erste Segment für die Dämme an der Schleusenbaustelle in Holtenau
lagert auf einem Ponton. Quelle: Frank Behling
 

Kiel

Als Fangedämme werden große Bauwerke aus Spundwandelementen und Trägern bezeichnet,

die als Barrieren im Wasser aufgestellt werden und eine Baustelle gegen Wassereinbruch schü

tzen sollen. In Kiel-Holtenau werden diese Fangedämme benötigt, um die beiden Schleusenkammern

mit Seesand füllen zu können.

 

Nach der Montage der Dämme wird Seesand in die Schleusenkammern gespült

Mit dem Bau dieser gewaltigen Stahlkolosse wurde im vergangenen Jahr die Arbeitsgemeinschaft der

Firmen Colcrete-von Essen Wasserbau und Bautaucherei und Bergungsbetrieb Barth beauftragt. Die Montage

der Damm-Elemente erfolgt auf einem Kai an der Wiker Seite des Binnenhafens neben dem Anleger der

kleinen Personenfähre „Adler 1“ an der Schleusenstraße. „Dort werden Traggerüste errichtet, in denen

mit großen Kränen die Spundwandelemente zusammengesetzt werden“, wie Jirka Niklas Menke vom

Fachbereich Investitionen NOK mitteilt.

 
 

Wenn die Montage der Dämme abgeschlossen ist, kommt der nächste Schritt. Saugbagger werden

 

aus dem dänischen Teil der Ostsee in einem Pendelverkehr rund 110.000 Kubikmeter feinsten Seesan

d

nach Holtenau bringen und mit großen Pumpen in die Schleusenkammern einspülen. Damit entsteht in H

oltenau Kiels größte „Sandkiste“.

 

 

Ersatzbau beginnt erst nach 2020

Der Seesand ist als Stütze gedacht. Er soll das Wasser in den Kammern ersetzen und

beim Abbruch der maroden Schleusenmauern das Bauwerk stabilisieren. Nach dem Ende

der Baumaßnahme kommt der Seesand auf eine Deponie. Ob der Sand auch für andere Zwe

cke, wie der Aufspülung eines Stadtstrandes genutzt werden kann, ist noch unklar. Hier

hat die

Naturschutzbehörde des Landes dann das letzte Wort.

 

 

 

Der Ersatzbau der kleinen Schleusen soll erst nach Abschluss eines umfangreichen un

d

 

langwierigen Planfeststellungsverfahrens nach 2020 beginnen und bis zu acht J

ahre dauern. Als Grundriss für den Schleusenbau wird die 1886 bis 1895 gebaute kleine Schleusenanlage genutzt.


NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Die große Südkammer ist für die Schifffahrt wieder freigegeben.

Somit stehen der Schifffahrt in Brunsbüttel die beiden großen Schleusen und die beiden kleinen Schleusen zur Verfügung.


NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/brunsbuettel-technischer-defekt-legt-grosse-suedschleuse-lahm-id20558337.html

Copyright Norddeutsche Rundschau

Nord-Ostsee-Kanal : Brunsbüttel: Technischer Defekt legt Große Südschleuse lahm

Der Schifffahrt stehen die Große Nordkammer und die kleinen Schleusenkammern zur Verfügung.

shz.de von shz.de
28. Juli 2018, 13:14 Uhr

Die Große Südschleuse in Brunsbüttel ist wegen eines technischen Problems weiterhin voraussichtlich bis zum Montag, 30. Juli um 12 Uhr gesperrt. Das teilt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit. Der Schifffahrt stehen die Große Nordkammer und die kleinen Schleusenkammern zur Verfügung

– Quelle: https://www.shz.de/20558337 ©2018

Die Große Südschleuse in Brunsbüttel ist am 27.07.2018 seit 1840 Uhr für die Schifffahrt gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich bis zum 28.07.2018 1200 Uhr andauern.

Grund ist ein technisches Problem beim Schleusentor Nr.6 Kanalseitig.

Der Schifffahrt stehen im oben genannten Zeitraum folgende Schleusen zur Verfügung: Große Nordschleuse, Kleine Nordschleuse und Kleine Südschleuse. 


NOK News: Schleusenanlage Brunshttps://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/brunsbuettel-technischer-defekt-legt-grosse-suedschleuse-lahm-id20558337.htmlbüttel
 Die Große Südschleuse in Brunsbüttel ist wegen eines technischen Problems weiterhin vorraussichtlich bis zum 30.07.2018  12:00 Uhr gesperrt. Der Schifffahrt stehen die Große Nordkammer und die kleinen Schleusenkammern zur Verfügung

Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter
Brunsbüttel und Kiel-Holtenau
Alte Zentrale 4
25541 Brunsbüttel

Schleuseninsel 2
24159 Kiel-Holtenau

www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/
www.wsa-kiel.wsv.de/

28.07.2018


 

 

Copyright  Deutschlandfunk

Sanierung des Nord-Ostsee-KanalsGroße Schiffe, zu kleine Rinne

Den 1895 eröffneten Nord-Ostsee-Kanal nutzen rund 30.000 Schiffe pro Jahr auf ihrem Weg von

der Nord- in die Ostsee. An der zentralen Achse des europäischen Handels sind Schleusen und U

feranlagen veraltet, gleichzeitig werden die Schiffe immer größer. Jetzt versucht der Bund die

Sanierung der 100 Kilometer langen Wasserstraße.

Von Johannes Kulms

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Rushour auf dem Nord-Ostsee-Kanal (Johannes Kulm

 

 

Vor 130 Jhren Grundsteinlegung für den Nord-Ostsee-Kanal

Bauvorhaben Planlos am Nord-Ostsee-Kanal

Knallorange ist das kleine Lotsenschiff, das Martin Finnberg zum nächsten Einsatz bringt.

Früher ist der 49-Jährige als Kapitän zur See gefahren. Heute ist er einer von rund 300

Lotsen auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Unzählige Male hat Finnberg schon Schiffe sicher

durch die enge Wasserstraße geleitet. Langweilig werde der Job nicht, sagt er.

„Also, heute haben wir einen wunderschönen Sommertag und dann ist es wie eine

Ausflugsfahrt hier mit dem Lotsenschiff zu fahren. Und genauso wenn Sie nachts fahren oder bei

schlechtem Wetter, bei Sturm, Eis oder Nebel ist das auch wieder was anderes. Und wenn man Schifffahrt mag und ein

bisschen Industrieromantisch veranlagt ist, dann ist das immer wieder nett.“

 

Martin Finnberg ist zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II/ Kiel/ Lübeck/ Flensburg.

Damit ist er der zweite Vorsitzende jener Lotsenbrüderschaft, die sich um den östlic

hen Kanalteil kümmert. Hier in Rüsterbergen – etwa auf halber Strecke der rund 100 Kilometer langen

Passage – steht der Lotsenwechsel an. Der Einsatz von Lotsen ist auf allen Schiffen vorgeschrieben,

die länger als 55 Meter sind. Auch die Kanalsteuerer sind Pflicht. Sie übernehmen während

der Durchfahrt das Ruder und steuern die Schiffe von Brunsbüttel nach Kiel.

Martin Finnberg zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II (Johannes Kulms)

Martin Finnberg zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II (Johannes Kulms)

Meistgenutzte künstliche Wasserstraße der Welt

148 Meter lang ist der Autotransporter, der an diesem Nachmittag unterwegs ist von Bremerhaven

nach St. Petersburg. Der rot-weiße Koloss hat in seinem Schiffsbauch gleich mehrere Fahrzeugdecks.

Über eine Strickleiter klettert Martin Finnberg an Bord wo ihn bereits ein Mitglied der polnischen

Besatzung erwartet. Durch ein Gewirr von Metalltreppen und Gängen geht es hinauf auf die Brü

cke. Von hier aus lässt sich der Nord-Ostsee-Kanal bestens überblicken.

„Ich würde ja sagen, jedes Schifffahrtsrevier ist auf seine Weise Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer…“

Doch der Nord-Ostsee-Kanal ist ohne Zweifel ein besonderes Revier. Mit knapp 30.000 Schiffen

pro Jahr ist er die meistgenutzte künstliche Wasserstraße der Welt. Sie verbindet das

nahe der Elbmündung gelegene Brunsbüttel mit Kiel und  bietet damit eine Abkürzung

auf dem Weg von der Nord- in die Ostsee. Alle Schiffe können sich so den 450 Kilomete

r langen Umweg um die dänische Nordspitze Skagen sparen – sofern sie nicht länger a

ls 235 Meter sind. Vom Kanal profitieren profitieren alle Ostseehäfen. Vor allem die deutschen

 

Seehäfen Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven.

 

 

Herausforderung Navigation

Schon immer war das Navigieren auf der 123 Jahre alten Wasserstraße eine Herausforderung

. Auf dem Großteil der Strecke ist der Kanal 162 Meter breit und elf Meter tief. Doch die Fahrrinne

selbst misst nur 90 Meter. Auf dem Kanal werde ein Problem deutlich, mit dem viele Seefahrtsre

 

viere zu kämpfen hätten, sagt Kanallotse Martin Finnberg: Die Schiffe werden immer . Doch

die Wasserwege können eben nur sehr begrenzt wachsen.

„Es ist immer so, dass der Hubschrauber im Wohnzimmer immer größer wird, mit dem wir fliegen.

Und das macht natürlich auf der einen Seite die Arbeit immer interessanter und anspruchsvoller,

bedeutet aber auch, immer, wenn irgendwas nicht funktioniert oder Sie einen technischen Ausfall

haben oder irgendein kleiner Fehler gemacht wird, dass es dann immer sofort in der Zeitung landet.“

Der Nord-Ostsee-Kanal wurde 1895 eröffnet. Es waren insbesondere militärische Motive,

mit denen Kaiser Wilhelm II. zu Ende des 19. Jahrhunderts das Prestigeprojekt vorantreiben ließ. Haupt

gedanke: der deutschen Marine einen schnelleren – und vor allem sicheren – Weg zwischen Ost-

und  Nordsee zu bieten.

Immer wieder sorgen Unfälle für Aufsehen

Diese Zeiten sind längst vorbei, heute wird der Kanal vor allem als Handelsroute genutzt. Doch

immer wieder sorgen Aus- und Unfälle für Aufsehen: Zum Beispiel veraltete Schleusent

ore,

die sich nicht mehr schließen lassen oder Schiffe, die in die Kanalböschung rauschen. Zuletzt

krachte im Februar ein Containerschiff wegen eines Maschinenausfalls in ein Schleusentor

in Kiel-Holtenau. Die Reparaturen waren aufwendig, dauerten mehrere Wochen und führten

zu verlängerten Wartezeiten an den Schleusen.

Der Frachter hat das Schleusentor teilweise durchbrochen und sitzt fest (dpa/Daniel Friederichs)

Frachter rammt Schleusentor (dpa/Daniel Friederichs)

Vorfälle wie diese zeigen, wie empfindlich die Infrastruktur des Nord-Ostsee-Kanals ist.

Vor allem aber: Wie sie bröckelt. Auch Martin Finnberg weiß das:

„Der Nord-Ostsee-Kanal ist viele Jahre aus ganz nachvollziehbaren Gründen auf Substanz

gefahren worden. Das heißt, wie jede Landstraße und Autobahn in Westdeutschland – da

waren andere Projekte nach 1990 wichtiger – ist es auch dem Kanal ergangen. Und jetzt

hinken wir im Prinzip dem Bedarf und dem Substanzerhalt 15 Jahre hinterher.“t

 

„Der Nord-Ostsee-Kanal ist ja nun über 100 Jahre alt. Die Altvorderen haben sehr solide gebaut.“

Die ökologische Bedeutung des Kanals

Ralf Nagel ist geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim Verband Deutschen Reeder.

Er verweist auf die ökologische Bedeutung des Kanals. Ein verkürzter Weg in die Ostsee

senke den Treibstoffverbrauch und schone damit auch die Umwelt.

Doch für viele Reedereien zählen vor allem die wirtschaftlichen Motive. Die Unternehmer

hoffen auf Zeitersparnis. Und darauf, durch weniger Treibstoffverbrauch Geld zu sparen. Natürlich

spielt bei diesen Erwägungen auch der  Zustand der Infrastruktur eine Rolle, macht Ralf Nagel deutlich.

„Das heißt zum Beispiel, je länger die Wartezeiten vor den Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal,

umso stärker ist natürlich der Druck oder die Rechnung wird dann gemacht, ob man um Ska

gen rum von der Zeitersparnis her doch besser fährt als wenn man vor den Schleusen wartet. D

as ist ein wichtiger Erwägungsgrund.“

Mit einer Passage über den Panama-Kanal in Mittelamerika oder den Suez-Kanal in Ägypten

können die Reedereien viele Tausende Kilometer Strecke sparen. Entsprechend sind

Verspätungen von ein paar Stunden kein Problem. Anders beim Nord-Ostsee-Kanal,

wo eine Passage normalerweise nur einen halben bis einen ganzen Tag Ersparnis bringt.

Darum ist jede Stunde kostbar.

 

 

„Aber insbesondere die Schleusen sind ja nun an ihre Lebensdauergrenze endgültig

gestoßen, deshalb wird ja gebaut diese fünfte Kammer in Brunsbüttel, aber das

dauert alles seine Zeit. Und das ganze Schleusenregime ist komplex und führt eben

doch immer wieder zu erheblichen Wartezeiten. Und Zeit ist Geld.“

 

 

Unterhaltung über viele Jahre vernachlässigt

 

Der Nord-Ostsee-Kanal ist eine bundeseigene Wasserstraße. Für die Unterhaltung der Infrastruktur

ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, WSV zuständig. Auf der Schleuseninsel im

Kieler Stadtteil Holtenau hat die Bundesbehörde ihre Außenstelle. Sönke Meesenburg leitet bei der

WSV den Fachbereich Investitionen. Dass die Kanal-Unterhaltung über viele Jahre vernachlässigt

wurde hänge auch mit der schwankenden Auslastung zusammen.

„Es gab sozusagen eine deutliche Delle nach unten. Insbesondere nach 1990, also

vermutlich auch mit der Wiedervereinigung und den Verkehrsprojekte Deutsche E

inheit, die dann eben das Geld zugewiesen bekommen haben. Dazu kommt aber auch,

dass man über 20 Jahre lang Personal eingespart hat in der Wasserstraßen- und

Schifffahrtsverwaltung und deswegen natürlich auch Schwierigkeiten hatte, neue Maßnahmen zu entwickeln.“

 

Tatsächlich ging die Auslastung des Nord-Ostsee-Kanals bereits ab Mitte der 80er-Jahre

zurück. Doch bereits zehn Jahre später gab es einen kräftigen Aufschwung, die Güterm

engen wuchsen deutlich. 1990 wurden noch knapp 62 Millionen Tonnen über den Nord-Ostsee-

Kanal transportiert. Im Spitzenjahr 2008 waren es fast doppelt so viel.

Der Nord-Ostsee-Kanal erlebte einen regelrechten Run. Doch die bröckelnde Infrastruktur

wurde immer offensichtlicher. Nun rächte sich, dass jahrelang Investitionen zurückgestell

t worden waren. Zum Beispiel an den Schleusen in Kiel und Brunsbüttel. Sie sind einerseits

die Einfahrtstore zum Kanal. Und gleichzeitig deren Achillesfersen, wie Sönke Meesenburg

deutlich macht.

„Tatsächlich war es so, dass man Ende der 80er Jahre angefangen hatte, in Brunsbüttel die

kleineren Schleusen instand zu setzen. Und es wäre dann die logische Folge gewesen, danach

dann auch die großen Schleusen zu reparieren und das ist dann ausgesetzt worden. Und dann ist die

Schadensentwicklung so weitergegangen, dass man sich das nicht mehr erlauben konnte, eine

Kammer außer Betrieb zu nehmen, um sie zu reparieren. Und das hätte bedeutet, dass die andere,

die genauso schlecht ist, nur eine sehr kurze Zeit überlebt hätte. Und dann wäre der Kanal für Schiffe

über 125 Meter nicht mehr passierbar gewesen.“

Bund gibt 1,8 Milliarden Euro für die Infrastruktur

Doch inzwischen zeigt sich auch am Nord-Ostsee-Kanal, dass in Berlin ein Umdenken eingesetzt hat.

Die Bundesregierung hat endlich die in Norddeutschland so lange ersehnte Sanierung der Wasserstraße

beschlossen. In der letzten Legislaturperiode wurden neue Gelder und Stellen für die

Schifffahrtsverwaltung bewilligt. 1,8 Milliarden Euro sollen innerhalb des nächsten Jahrzehnts inv

estiert werden, um die Infrastruktur des Kanals wieder fit zu machen.

Fast ein Drittel davon ist für die Sanierung der Schleusen in Brunsbüttel fällig. Ähnlich wie auch

in Kiel-Holtenau gibt es hier zwei große und zwei kleine Schleusenkammern.

„Also, das ist glaube ich als Bauingenieur einfach `n Leckerbissen. So `ne Schleuse wird natürlich sehr

selten überhaupt gebaut. Also, das sind Jahrhundertbauwerke, muss man ganz klar sagen.“

Joachim Abratis ist der Programmleiter für die Schleusensanierung in Brunsbüttel. Hinter seinem

Rücken schließt sich gerade das mächtige Schleusentor der knapp 330 Meter langen Kammer.

Einen Steinwurf entfernt liegt Europas größte Wasserbaustelle. Dort entsteht zur Zeit eine

fünfte Schleusenkammer. Wie ein Bypass soll sie die beiden anderen großen Schleusenkammern entlasten. Nur so is

t eine Sanierung der beiden Bauwerke überhaupt möglich.

Joachim Abratis kümmert sich in Brunsbüttel um den Schleusenbau. (Johannes Kulms)

Joachim Abratis kümmert sich in Brunsbüttel um den Schleusenbau. (Johannes Kulms)

„Also, wir haben eben festgestellt, dass die vorhandene große Schleuse eben in einem derartigen

baulichen Zustand ist, dass wir sehr substanziell eingreifen müssen. Das ist auch erklärlich, die ist

100 Jahre alt oder über 100 Jahre und seitdem auch in Betrieb, dass eigentlich eine Instantsetzu

ng der Schleusenkammern unter normalen betrieblichen Bedingungen nicht möglich ist.“

 

Fertigstellung der Schleuse bis 2021 nicht haltbar

Doch wie bei anderen bundesweiten Großprojekten geht es auch in Brunsbüttel nur schleppend

voran. Die Sanierung der Schleuse ist bereits mehrere Jahre im Verzug. Der eigentlich für 2021

geplante Fertigstellungstermin ist nicht zu halten. Joachim Abratis nennt dafür mehrere Gründe.

Immer wieder würden Kampfmittel gefunden, die zunächst geräumt werden müssen. Im Zweite

 

n Weltkrieg hatten die Alliierten die Brunsbütteler Schleusen bombardiert.

Auch die Zusammenarbeit zwischen den Baufirmen und dem Bund spiele eine Rolle.

Letzterer ist Bauherr in Brunsbüttel und musste den Vertrag wegen des Baugrunds

 

ändern, sagt Abratis. Bis zum Ende des Jahres solle mit der Baufirma geklärt werden,

wie es mit der Errichtung der neuen Schleusenkammer weitergeht.

„Fakt ist sicherlich, dass wenn man sich die Bausummen, die bisher abgeflossen sind,

auch anguckt, wir definitiv zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Bausoll liegen. Aber wir

haben noch einige Aufgaben vor uns- sozusagen zu meistern. Es wird länger dauern, das

kann ich jetzt schon deutlich sagen. Und Fakt ist natürlich auch: Die ein oder andere Maßnahme,

die sich sozusagen verzögert hat und auch gewisse Veränderungen im Bauablauf und auch nat

ürlich die längere Bauzeit führt natürlich auch zu Kostensteigerungen.“

Schleusen in Kiel-Holtenau sind Industriedenkmäler

Das Risiko, das es in den nächsten Jahren wieder zu Pannen an der Schleuse in Brunsbüttel

kommt, sinkt angesichts dieser Verzögerungen freilich nicht. Auch am anderen Ende des

Kanals sollen in Kiel-Holtenau in den nächsten Jahren die Schleusen überholt werden.

Nord-Ostsee-Kanal Schleusen in Kiel Holtenau

 

Sie sind inzwischen zu eigenen Industriedenkmälern geworden, die von der langen und

bewegten Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals erzählen. Das gilt erst recht für die Levensauer

Hochbrücke, die in wenigen Jahren durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll. Die bisherige

Brücke nahe Kiel spannt sich in einem eleganten roten Stahlbogen über die Wasseroberfläche und ist

 für Autos und Züge ausgelegt. Mit mehr als 120 Jahren ist sie die älteste Kanalüberquerung. Doch ge

nau das ist ihr Problem: Die Schiffe sind inzwischen deutlich größer geworden, die Brücke bildet einen Engpass.

Schon 1784 war ein Vorgänger des Nord-Ostsee-Kanals in Betrieb gegangen – der Eiderkanal. Dieser

verlief von Holtenau nach Rendsburg und mündete dort in die Eider. Damit war es erstmals mö

glich geworden, über den Wasserweg größere Gütermengen von der Nord- in die Ostsee zu transportieren.

Doch auch dem Eiderkanal wurde irgendwann seine Größe zum Verhängnis: Für die aufkommende Dampfschiff

fahrt war der Umweg um die dänische Nordspitze Skagen sicherer und der Eiderkanal mit seinen

sechs Schleusen zu unpraktisch und zu klein.

 

Schnellverbindung Kiel-Wilhelmshaven

Der heutige Nord-Ostsee-Kanal verdankt seine Entstehung dem deutschen Großmachtdenken.

Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck wollte die beiden Kriegshäfen Kiel und Wilhelmshaven

schneller miteinander verbinden und der Flotte eine rasche Durchfahrt von der Ostsee in die

Nordsee ermöglichen. Gerade einmal acht Jahre dauerte die Bauzeit. Mit 67 Metern Breite un

d neun Meter Tiefe ein technisches Meisterwerk. Seitdem ist der Nord-Ostsee-Kanal mehrfach erweitert worden.

Die Kaiserliche Yacht "Hohenzollern" verlässt anlässlich der Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal) am 21.06.1895 die Schleuse Kiel. Kaiser Wilhelm II eröffnete am 21. Juni 1895 die 98 Kilometer lange Wasserstraße, die den Schiffen zwischen Nord- und Ostsee große Umwege erspart. Den Grundstein legte Kaiser Wilhelm I. (dpa)

Die kaiserliche Yacht „Hohenzollern“ bei der Einweihung des Nord-Ostsee-Kanals. (dpa)

 

„Also, zunächst mal muss man sagen: Er ist in Betrieb und kann auch sicher befahren werden.

Und das vor dem Hintergrund, dass wir nach wie vor in der Größenordnung 30.000 Schiffe im

Kanal haben pro Jahr“, sagt Sönke Meesenburg von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Trotzdem bleibt die Erhaltung des Nord-Ostsee-Kanals ein Wettlauf gegen die Zeit. Nicht nur die

so lebenswichtigen Schleusen in Brunsbüttel und Kiel sollen in den nächsten Jahren überholt

werden. Auch die sogenannte Oststrecke wird erweitert. Diese 20 Kilometer lange Passage

zwischen Königsförde und Kiel ist bis heute ein Nadelöhr. Kein Wunder: Ist der bauliche Zustand hier

doch bei 1914 stehen geblieben. Das bedeutet: Die Kurvenradien sind deutlich enger und der

Kanal ist mit 102 Metern viel schmaler als auf dem restlichen Kanal. Deswegen müssen auf

diesem Abschnitt Schiffe immer wieder an Ausweichstellen warten – den sogenannten Weichen.

Die Arbeiten für den Streckenausbau seien im Zeitplan, heißt es von der Wasserstraßen- und

Schifffahrtsverwaltung.

Die zehn Hochbrücken werden nicht angepasst

Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, könnten theoretisch sogar Schiffe mit bis zu

280 Metern Länge den Kanal nutzen. Doch das sei in der Praxis nur schwer denkbar. Denn d

ie zehn Hochbrücken über den Kanal würden nicht angepasst, sagt Sönke Meesenburg.

Das Ziel der Sanierung ist vor allem der Erhalt der Wasserstraße und gleichzeitig den Schiffsverkehr

noch ein bisschen schneller

 

und zuverlässiger durch den Kanal zu bringen.

 

Ein Containerschiff fährt am 03.09.2015 auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Höhe der Rader Hochbrücke der Autobahn 7 bei Rendsburg (Schleswig-Holstein). Foto: Carsten Rehder | Verwendung weltweit (dpa)Rader Hochbrücke – Nord-Ostsee-Kanal (dpa)

Ralf Nagel vom Verband Deutscher Reeder bleibt trotzdem skeptisch. Er rechnet nicht nur

mit Verzögerungen bei der Schleusen-Sanierung in Brunsbüttel. Sondern ebenso bei der

Erweiterung der Oststrecke zwischen Königsförde und Kiel.

„Aber die Sorge, dass da jetzt komplett `n Blackout wenn man so will – `n lang laufender

Blackout – die haben wir nicht. Aber schnellere Realisierung dessen wofür es jetzt Geld gibt

und Planung, das wünschen wir uns natürlich schon sehr dringend.“

Nagel war von 2000 bis 2005 Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Heute ist er

Reeder-Lobbyist und kennt also die Abläufe in der deutschen Verwaltung. Er führt die

Verzögerungen bei der Kanal-Sanierung nicht nur auf lange fehlendes Personal,

Geld und den politischen Willen zurück. Sondern auch auf die rechtlichen Strukturen, die sich verändern.

„Und zwar nicht nur im Planungsrecht, sondern auch im Ausschreibungsrecht. Wenn

Sie da einen Einspruch gegen eine Ausschreibung haben laufen da komplexe auch geric

htliche Verfahren.

 

Also, das hat dann alles auch mit der Geschwindigkeit von Gerichtsentscheidungen zu tu

n

zu komplex

en Sac

hverhalten. Wir sind schon ziemlich kompliziert geworden in Deutschland.“

 

Faktoren wie Finanzkrise, Russland-Embargo, Brexit

In den letzten zehn Jahren gab es bei der Auslastung des Kanals starke Schwankungen.

Nach der weltweiten Finanzkrise brachen die Containterraten ein – und damit auch die Befahrung

des Nord-Ostsee-Kanals. Auch das Russland-Embargo hat den Reedern zuletzt einen Dämpfer

versetzt. Im vergangenen Jahr wurden knapp 87 Millionen Tonnen Jahr über den Kanal

transportiert, von etwa 30.000 Schiffen. Fast 1000 mehr als noch im Vorjahr.

Hochbrücke bei Rade 

die Hochbrücke bei Rade (Schleswig-Holstein) über den Nord-Ostsee-Kanal.

Jörg Heinrich leitet bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt die Unterabteilung

Seeschifffahrt. Er verweist auf die zuletzt angezogenen Treibstoffpreise, die die Kanaldurchfa

hrt wirtschaftlich wieder attraktiver machen. Zudem gebe es ein neues Meldesystem, mit dem d

ie Reedereien ihre Schiffe schneller durch den Kanal bringen könnten. Andererseits stellt Jörg

Heinrich auch klar:

„Der Kanal wird sich nie tragen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Das heißt, ich kann ihn

nicht wie ein Unternehmen führen und mit den Einnahmen die Kosten, die er verursacht –

die werde ich aus ihm nicht herauspressen können. Dann kann ich ihn gleich zumachen.“

Zumal auch er nicht weiß, wie sich die internationale Politik auf den Handel und damit

auch auf die Nutzung des Nord-Ostsee-Kanals auswirken wird. Stichwort Russland-

Sanktionen, Brexit oder ein möglicherweise entstehender Handelskrieg.

„Hier ist Kielkanal mit Hinweisen für die Schifffahrt.“

Mit Kollisionen „wird man leben müssen“

Von der Brücke des Autotransportes sind nun die Schleusen in Kiel-Holtenau in Sicht.

Hier ist das Können des Kanallotsen Martin Finnberg gefragt. Genau dort rammte vor eine

m knappen halben Jahr ein Containerschiff nach einem Maschinenausfall das Schleusen

tor – trotz Lotse. Derartige Unfälle seien auch nach einer Kanalsanierung nicht zu verhindern,

sagt Finnberg. Denn die Ausweichflächen blieben auf dem Nord-Ostsee-Kanal nun mal gering.

Und Halteseile in einer Schleuse seien – anders als mancher Laie glaube – keine Rettung.

„Ja, die Halteseile, die könnten gar nicht so stark sein um ein Schiff dieser Größe zu halten.

Das heißt, Sie würden in das Halteseil fahren und dann würden alle Verankerungen rausreißen

von diesem Seil, dann hätten Sie einen viel größeren Schaden als ein zerbeultes Tor was Sie innerhalb von zwei, drei Tag

en austauschen können. (…) Also, das wird immer so sein. Und immer da, wo Schiffe interagieren

wird es auch immer zu Kollisionen kommen. Da wird man mit leben müssen.“

 
 
 
NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Die Große Südkammer in Brunsbüttel ist seit dem 10.07.2018 um 14:00 Uhr wieder im Betrieb.

Der Schifffahrt stehen die beiden Großen Schleusen und die beiden Kleinen Schleusen zur Verfügung.

Ab 10:30 Uhr ist die große Südkammer der Schleusenanlage Brunsbüttel für ca. 3 bis 4 Stunden wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb. Der Schifffahrt stehen weiterhin die große Nordkammer sowie die beiden kleinen Kammern zur Verfügung.

NOK News: Schleusenanlage Kiel-Holtenau

 

Die Große Südschleuse ist seit dem 04.07.2018 um 13:00 Uhr wieder in Betrieb.

Somit stehen der Schifffahrt wieder die beiden Großen Schleusen in Kiel Holtenau zur Verfügung.

 


NOK News: Schleusenanlage Kiel-Holtenau

 

Aufgrund eines Schiebetorwechsels von Tor 6 ist die Große Süschleuse in Kiel Holtenau vom 03.07.18 ab 07:10 Uhr bis zum 04.07.18 um ca. 16:00 Uhr für die Schifffahrt gesperrt. Für diesen Zeitraum steht der Schifffahrt nur die Große Nordkammer zur Verfügung.


NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0992.php4

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Verkehr und digitale Infrastruktur mit Abstand größter Investitionshaushalt des Bundes


  

(1.7.2018) Der Etat des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (Einzelplan 12) soll

am Dienstag, 3. Juli 2018, in zweiter Lesung beraten werden. 105 Minuten sind für die Debatte vorgesehen.

Laut Haushaltsentwurf für 2018 (Bundestags-Drucksachen 19/1700 und 19/1701) soll

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) 27,65 Mrd. Euro ausgeben dürfen

und damit 264,09 Mio. Euro weniger als im Jahr zuvor, als dem Ministerium 27,91 Mrd. Euro zur Verfügung standen.

16,78 Mrd. Euro sind für Investitionen eingeplant. Damit ist der Verkehrsetat der mit

Abstand größte Investitionshaushalt des Bundes. So summieren sich die geplanten Ausgaben für …

  • Bundesfernstraßen auf 9,27 Mrd. Euro (2017: 8,65 Mrd. Euro),
  • Bundesschienenwege auf 5,45 Mrd. (2017: 5,77 Mrd. Euro),
  • Bundeswasserstraßen auf 1,2 Mrd. Euro (2017: 1,26 Mrd. Euro), 140 Mio. Euro
  • davon sind für den Nord-Ostsee-Kanal eingeplant.

die meisten Einnahmen

Nicht nur bei den Investitionsausgaben ist der Verkehrsbereich weit vorn. Auf der

Einnahmeseite stehen sechs Mrd. Euro – mehr als bei allen anderen Haushalten.

handelt es sich überwiegend um die Einnahmen aus der Lkw-Maut, die mit 5,12 Mrd. Euro

veranschlagt sind (2017: 4,66 Mrd. Euro).

viel weniger Geld für die digitale Infrastruktur

 

Was den Ausbau der digitalen Infrastruktur angeht, so enthält der Etatentwurf mit 115,89 Mio.

Euro etwa 356 Mio. Euro weniger als der Etat 2017. Dies hat seinen Grund darin, dass viele

der in den vergangenen Jahren bereitgestellten Mittel noch nicht abgeflossen sind.

 

siehe auch für zusätzliche Informationen:

 

Die Große Nordschleuse ist seit dem 21.06.2018 um 16:00 Uhr wieder freigegeben.

Somit stehen momentan die beiden Kleinen und beiden Großen Schleusen in Brunsbüttel

der Schifffahrt zur Verfügung.

Bitte entschuldigen Sie die Verspätung dieser Mitteilung.

 


NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Einschränkungen bei Schleuse und Fähre

Brunsbüttel Die Kleine Nordschleuse in Brunsbüttel steht derzeit der Schifffahrt nur

eingeschränkt bei Hochwasser zur Verfügung. Diese Einschränkung, so Thomas

Fischer, Sprecher des Brunsbütteler Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts bleibe

e bis Montag, 7 Uhr, bestehen. Grund für die Einschränkungen sind Instandsetzungs

arbeiten an den Ebbetoren. Am Montag ist die Kleine Nordschleuse bis 16 Uhr komplett

für die Schifffahrt gesperrt. Anschließend kann eingeschränkt über Hochwasser

geschleust werden.

 

Auch danach ist die Schleuse nicht voll einsetzbar. Von Dienstag, 12. Juni, 7 Uhr, bis

Freitag, 29. Juni, 15 Uhr steht die Kleine Nordschleuse nur eingeschränkt zur Verfügun

g. Tagsüber f kommt es zu Sperrungen aufgrund von Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten an den Fluttoren.

Fischer verweist darauf, dass der Schifffahrt in der Zeit die beiden Großen Schleusen

sowie die Kleine Südschleuse zur Verfügung stehen werden.

 

Währe rp

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wie-funktioniert-die-Abgasmessung,abgasmessung100.html

Copyright NDR

Wie funktioniert die Abgasmessung?

Am Samstagmorgen sind gleich vier Kreuzfahrtschiffe im Kieler Hafen angekommen. Mit ihnen

kommen aber nicht nur die Touristen, sondern auch jede Menge Abgase. Denn die Motore

n laufen auch während der Liegezeiten. Eine Landstromanlage ist er für das kommende Jahr

geplant. Gerade unter diesen Umständen ist immer wieder die Rede von Grenzwerten und Luftqualität.

Die wird zum B

eispiel in Brunsbüttel kontrolliert………………………………………………….

link anklicken

Die Kleine Nordschleuse in Brunsbüttel steht seit dem 05.06.2018 0800 Uhr

der Schifffahrt nur eingeschränkt bei Hochwasser

zur Verfügung. Diese Einschränkung bleibt bis zum 11.06.2018 0700 Uhr bestehen.

 

Grund: Instandsetzungsarbeiten an den Ebbetoren.

Am 11.06.2018 ab 0700 Uhr bis 1600 Uhr ist die Kleine Nordschleuse

dann komplett für die Schifffahrt gesperrt. Ab 1600 Uhr

kann dann wieder eingeschränkt über Hochwasser geschleust werden.

Am 12.06.2018 ab 0700 Uhr bis zum 29.06.2018 ca. 1500 Uhr steht die Kleine

Nordschleuse nur eingeschränkt zur Verfügung.

Im Tagesverlauf kommt es zu Sperrungen aufgrund von Instandsetzungs-

und Reperaturarbeiten an den Fluttoren.

Der Schifffahrt stehen im oben genannten Zeitraum folgende Schleusen zur Verfügung:

05.06.2018 bis 11.06.2018 Kleine Südschleuse / Große Südschleuse / Große Nordschleuse

11.06.2018 bis 21.06.2018 Kleine Südschleuse / Große Südschleuse

22.06.2018 bis 29.06.2018 Kleine Südschleuse / Große Südschleuse / Große Nordschleuse  

NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

Die Große Nordschleuse ist vom 11.06.2018 0700 Uhr bis voraussichtlich 

21.06.2018 ca. 1600 Uhr für die Schifffahrt

gesperrt. Grund sind umfangreiche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten

an den Schleusentoren.

Der Schifffahrt stehen im oben genannten Zeitraum folgende Schleusen zur

Verfügung:

Kleine Südschleuse und Große Südschleuse

http://www.deutschlandfunkkultur.de/sanierung-des-nord-ostsee-kanals-kein-land-in-sicht.1001.de.html?dram%3Aarticle_id=419656

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Sanierung des Nord-Ostsee-KanalsKein Land in Sicht?

Von Johannes Kulms

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Rushour auf dem Nord-Ostsee-Kanal (Johannes Kulms)
 
Gut 100 Kilometer lang ist der Nord-Ostsee-Kanal. Um ihn zu befahren, dürfen Schiffe nicht
mehr als 235 Meter lang und 32 Meter breit sein. (Johannes Kulms)

Marode Schleusen und bröckelnde Böschungen: Für Erhalt und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

wurde jahrzehntelang zu wenig getan. Nun werden rund zwei Milliarden Euro in die 100 Kilometer

lange Wasserstraße investiert − doch die Sanierung stockt.

Autofahrer können Rüsterbergen schon mal verfehlen. Doch für die Seefahrer führt an der

kleinen Gemeinde kein Weg vorbei. Denn Rüsterbergen liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Genauer:

Etwa auf der Hälfte der knapp 100 Kilometer langen Strecke. Hier steht für alle großen Schiffe der Lotsenwechsel

an.

Martin Finnberg ist zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II/ Kiel/ Lübeck/ Flensburg.

Damit ist er der zweite Vorsitzende jener Lotsenbrüderschaft, die sich um den östlichen Kanalteil

kümmert. Früher ist der 49-Jährige als Kapitän zur See gefahren. Inzwischen hilft er gemeinsam mit

300 anderen Lotsenbrüdern dabei, die Pötte sicher durch die meistgenutzte künstliche Wasse

rstraße der Welt zu bringen. Unzählige Male hat Finnberg die Passage von Rüsterberg

en zur Schleuse nach Kiel Holtenau in beiden Richtung schon gemacht. Er schwärmt von sein

er Arbeit. Denn jeder Tag auf dem Nord-Ostsee-Kanal sei anders.

„Also, heute haben wir einen wunderschönen Sommertag und dann ist es wie eine

 

 

Ausflugsfahrt hier mit dem Lotsenschiff zu fahren. Und genauso wenn Sie nachts fahren

oder bei schlechtem Wetter, bei Sturm, Eis oder Nebel ist das auch wieder was anderes.

Und wenn man Schifffahrt mag und ein bisschen industrieromantisch veranlagt ist, dann ist das

immer wieder nett.“

Industrieromantiker – die kommen schon heute an einigen Stellen des Nord-Ostsee-

Kanals voll auf ihre Kosten. Doch nun heißt es für Martin Finnberg erstmal: Hinauf

zum nächsten Kunden! Das in Rüsterbergen ausgelaufene orangenfarbige Lotsenschiff dreht nun bei.

Backbord wartet jetzt eine steilaufragende rote Stahlwand. Über eine rund fünf Meter lange Strickleiter klettert F

innberg routiniert nach oben, dann folgt der Radioreporter.

 

 

 

Wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer

Es ist ein knapp 150 Meter langer Fahrzeugtransporter, der gerade unterwegs ist von Bremerhaven

nach St. Petersburg. Ein Mitglied der polnischen Crew leitet den Lotsen nun durch ein Gewirr von Fluren und steilen Treppen hinauf zur Brücke.

 

„Hier ist Kielkanal mit Hinweisen für die Schifffahrt.“

In regelmäßigen Abständen gibt der sogenannte Sammelanruf wichtige Informationen für die Schiffe heraus. Zum Beispiel wo auf dem Kanal gerade Bauarbeiten stattfinden.

„Ich würde ja sagen, jedes Schifffahrtsrevier ist auf seine Weise Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer …“

… sagt Martin Finnberg in Anlehnung an eine bekannte Metapher für die Formel Eins-Rennen in Monaco.

Martin Finnberg ist zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II (Johannes Kulms)Martin Finnberg ist zweiter Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II (Johannes Kulms)
„Dadurch, dass wir in allen deutschen Revieren wachsende Schiffsgrößen haben – also, die Schiffe werden immer größer aber in Regel wachsen die Reviere nicht mit. Also, Fahrbahnanpassung Elbe schleppt sich Jahre hin, Kanalausbau schleppt sich schon Jahre hin. Es ist immer so, dass der Hubschrauber im Wohnzimmer immer größer wird mit dem wir fliegen. Und das macht natürlich auf der einen Seite die Arbeit immer interessanter und anspruchsvoller, bedeutet aber auch, immer, wenn irgendwas nicht funktioniert oder Sie einen technischen Ausfall haben oder irgendein kleiner Fehler gemacht wird, dass es dann immer sofort in der Zeitung landet, ne?“

Seit 1895 gibt es den Nord-Ostsee-Kanal. Von Brunsbüttel nahe der Elbmündung führt er bis nach Kiel und in die dortige Förde. Es waren insbesondere militärische Motive, mit denen Kaiser Wilhelm II. zu Ende des 19. Jahrhunderts das Prestigeprojekt vorantreiben ließ. Hauptgedanke: der deutschen Marine einen schnelleren – und vor allem sicheren – Weg von Ost- zur Nordsee bieten.

Die Infrastruktur bröckelt

Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, seit vielen Jahrzehnten wird der Kanal vor allem als Handelsweg genutzt. Die Reedereien können sich damit einen rund 460 Kilometer langen Umweg um die dänische Nordspitze Skagen sparen. Sofern die Schiffe nicht länger als 235 Meter und breiter als 32 Meter sind. Denn dann wird es eng im Nord-Ostsee-Kanal. Doch schon seit Jahren geht es oft nur noch schleppend voran auf der Wasserstraße. Was einerseits normal ist, denn mehr als 15 Stundenkilometer sind hier nicht vorgesehen. Doch zahlreiche Vorfälle an Schleusentoren oder Schiffe, die in die Kanalböschung rauschen, zeigen, wie empfindlich die Infrastruktur ist. Vor allem aber: Wie sie bröckelt. Auch Kanallotse Martin Finnberg weiß das:

„Der Nord-Ostsee-Kanal ist viele Jahre aus ganz nachvollziehbaren Gründen auf Substanz gefahren worden. Das heißt, wie jede Landstraße und Autobahn in Westdeutschland – da waren andere Projekte nach 1990 wichtiger – ist es auch dem Kanal ergangen. Und jetzt hinken wir im Prinzip dem Bedarf und dem Substanzerhalt 15 Jahre hinterher.“

Dass in der Vergangenheit Versäumnisse zu finden sind, räumt auch Sönke Meesenburg ein. Er leitet beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau den Fachbereich Investitionen.

„Es gab sozusagen eine deutliche Delle nach unten. Insbesondere nach 1990, also vermutlich auch mit der Wiedervereinigung und den Verkehrsprojekte Deutsche Einheit, die dann eben das Geld zugewiesen bekommen haben. Dazu kommt aber auch, dass man über 20 Jahre lang Personal eingespart hat in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und deswegen natürlich auch Schwierigkeiten hatte, neue Maßnahmen zu entwickeln.“

Tatsächlich wurde der Nord-Ostsee-Kanal bereits ab Mitte der 80er-Jahre immer weniger genutzt. Doch Mitte der 90er-Jahre gab es einen kräftigen Aufschwung, die Zahl der Schiff blieb konstant die transportierten Gütermengen wuchsen jedoch deutlich. Gingen 1990 noch knapp 62 Millionen Tonnen über den Nord-Ostsee-Kanal, erreichte die Menge im Spitzenjahr 2008 knapp 106 Millionen Tonnen transportierter Güter. Der Nord-Ostsee-Kanal boomte. Doch die bröckelnde Infrastruktur wurde immer offensichtlicher.

Der Bund will die wichtige Wasserstraße sanieren

Dann kam die weltweite Finanzkrise. Und mit ihr brachen die Raten im Containerverkehr ein. In den letzten Jahren kam auch noch das Russland-Embargo dazu. Und angesichts der zwischendurch stark gefallenen Treibstoffpreise zogen es viele Reedereien vor, lieber den Umweg um die dänische Nordspitze Skagen zu fahren und sich damit die Kanalgebühren zu sparen. Alle diese Faktoren haben dem Nord-Ostsee-Kanal zugesetzt. Doch auch die Zuverlässigkeit ist ein Faktor, der manchen Schiffseigner lieber zum Umfahren der Wasserstraße veranlasst hat. Allen voran der Zustand der Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau. Den Eingangstoren der Wasserstraße. Und gleichzeitig deren Achillesfersen, wie Sönke Meesenburg deutlich macht.

„Tatsächlich war es so, dass man Ende der 80er-Jahre angefangen hatte, in Brunsbüttel die kleineren Schleusen instand zu setzen. Und es wäre dann die logische Folge gewesen, danach dann auch die großen Schleusen zu reparieren und das ist dann ausgesetzt worden. Und dann ist die Schadensentwicklung so weitergegangen, dass man sich das nicht mehr erlauben konnte, eine Kammer außer Betrieb zu nehmen, um sie zu reparieren. Und das hätte bedeutet, dass die andere, die genauso schlecht ist, nur eine sehr kurze Zeit überlebt hätte. Und dann wäre der Kanal für Schiffe über 125 Meter nicht mehr passierbar gewesen.“

Inzwischen scheint der Bund als Eigentümer des Nord-Ostsee-Kanals den Ernst der Lage zu begreifen. Berlin versucht nun, den Schalter umzulegen. In der letzten Legislaturperiode wurden neue Gelder und Stellen für die Schifffahrtsverwaltung bewilligt. 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren in die Sanierung der Wasserstraße fließen.

Fast ein Drittel davon ist für die Sanierung der Schleusen in Brunsbüttel fällig. Ähnlich wie auch in Kiel-Holtenau gibt es hier zwei große und zwei kleine Schleusenkammern.

„Also, das ist glaube ich als Bauingenieur einfach ein Leckerbissen. So eine Schleuse wird natürlich sehr selten überhaupt gebaut. Also, das sind Jahrhundertbauwerke, muss man ganz klar sagen.“

Mehrere Jahre in Verzug

Joachim Abratis ist der Programmleiter für die Schleusensanierung in Brunsbüttel. Hinter seinem Rücken schließt sich gerade das mächtige Schleusentor der knapp 330 Meter langen Kammer. Einen Steinwurf entfernt liegt Europas größte Wasserbaustelle. Dort entsteht zurzeit eine fünfte Schleusenkammer. Wie ein Bypass soll sie die beiden anderen großen Schleusenkammern entlasten. Nur so ist eine Sanierung der beiden Bauwerke überhaupt möglich.

„Also, wir haben eben festgestellt, dass die vorhandene große Schleuse eben in einem derartigen baulichen Zustand ist, dass wir sehr substanziell eingreifen müssen. Das ist auch erklärlich, die ist 100 Jahre alt oder über 100 Jahre und seitdem auch in Betrieb, dass eigentlich eine Instantsetzung der Schleusenkammern unter normalen betrieblichen Bedingungen nicht möglich ist.“

Joachim Abratis kümmert sich in Brunsbüttel um den Schleusenbau. (Johannes Kulms)Joachim Abratis kümmert sich in Brunsbüttel um den Schleusenbau. (Johannes Kulms)
Doch – Großprojekt lässt grüßen – auch in Brunsbüttel geht es nur schleppend voran. Die Sanierung der Schleuse ist bereits mehrere Jahre im Verzug. Der eigentlich für 2021 geplante Fertigstellungstermin ist nicht zu halten. Joachim Abratis nennt dafür mehrere Gründe. Zum Beispiel immer wieder auftretende Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, die zunächst geräumt werden müssen. Und nicht zuletzt die Zusammenarbeit zwischen den Baufirmen und dem Bund. Letzterer ist Bauherr in Brunsbüttel und musste den Vertrag wegen des Baugrunds ändern, sagt Abratis.

„Also, wo es ganz genau am Ende rausgeht, das wollen wir jetzt zum Ende des Jahres auch mit der Baufirma klären. Da sind wir jetzt in einem intensiven Dialogprozess muss ich sagen. Insofern sind wir derzeit dabei, auch ganz bewusst Wasserstände miteinander auszuloten.“

Die Kosten steigen weiter

Abratis‘ Antwort klingt wie ein nasser technisch-diplomatischer Spießrutenlauf:

„Fakt ist sicherlich, dass wenn man sich die Bausummen, die bisher abgeflossen sind, auch anguckt, wir definitiv zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Bausoll liegen. Aber wir haben noch einige Aufgaben vor uns – sozusagen zu meistern. Es wird länger dauern, das kann ich jetzt schon deutlich sagen. Und Fakt ist natürlich auch: Die ein oder andere Maßnahme, die sich sozusagen verzögert hat und auch gewisse Veränderungen im Bauablauf und auch natürlich die längere Bauzeit führt natürlich auch zu Kostensteigerungen.“

Das Risiko, das es in den nächsten Jahren wieder zu Pannen an der Schleuse in Brunsbüttel kommt, sinkt angesichts dieser Verzögerungen freilich nicht. Für Werner von Unruh zeigt das jahrelange Hin- und Her an den Schleusen aber auch am gesamten Nord-Ostsee-Kanal eines: Wenn der Staat bei der Pflege und Sanierung von wichtiger Infrastruktur die Verantwortung an die Privatwirtschaft überträgt, führt das nicht immer zum Erfolg.

„Insbesondere, dass also die Verfügbarkeit der Mitarbeiter und Gerätschaften vor Ort ein ganz wichtiger Punkt ist, der also mit beobachtet werden soll. Also, dass nicht von vornherein die öffentlich-rechtlichen Aufgaben in einer Weise privatisiert werden, dass dann letzten Endes die Aufgabe der öffentlichen Hand nicht mehr wahrgenommen werden kann.“

Werner von Unruh ist früher als Kapitän zur See gefahren. Danach sattelte er auf Jura um und ist seit vielen Jahren Dozent im Fachbereich Seefahrt an der niedersächsischen Jade-Hochschule. Doch Werner von Unruh ist auch Anrainer: Seit knapp 20 Jahren wohnt er direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Von seiner Gartenterrasse aus kann er direkt den vorbeifahrenden Schiffen zuschauen, die sich nur wenige hundert Meter weiter in Kiel-Holtenau in die Schleusenkammern einfädeln.

Der Kanal wird breiter, doch die alten Brücken bleiben

Erst Ende Februar kam es auch in Holtenau zu einer Kollision: Ein Containerschiff rauschte nach einem Maschinenausfall direkt ins Schleusentor. Die Reparatur dauerte viele Wochen, es kam zu Verzögerungen bei der Schleusung der Schiffe. Auch die Kieler Schleusen sollen in den nächsten Jahren überholt werden. Sönke Meesenburg wird all dies beobachten können, denn sein Büro im bundeseigenen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt liegt direkt auf der Holtenauer Schleuseninsel. Meesenburg scheint sich nach dem Moment zu sehnen, an dem alle Maßnahmen durch sind. Denn dann könne er sagen:

„Jetzt haben wir wieder einen Zeitstrahl vor uns, wo wir wieder den Nord-Ostsee-Kanal als betriebssicher ansehen können.“

Doch nicht nur die Schleusen des Kanals werden saniert. Auf insgesamt zwölf Kilometern soll das Ufer auf der sogenannten Oststrecke verbreitert werden. Bisher gleicht der Kanal zwischen Königsförde und Holtenau eher einem Flaschenhals. Zudem wird die historische Levensauer Hochbrücke in der Nähe von Kiel gegen ein neues Bauwerk ausgetauscht. Mit ihrem markanten roten Bogen und ihren 120 Jahren ist sie die älteste Brücke des Kanals.

Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, könnten theoretisch sogar Schiffe mit bis zu 280 Metern Länge den Kanal nutzen. Doch das sei in der Praxis nur schwer denkbar, weil gleichzeitig die zehn Hochbrücken über den Kanal nicht angepasst würden sagt Meesenburg.

Insgesamt werde der Schiffsverkehr aber nach der Sanierung sicherer und flüssiger über den Kanal gehen. Im letzten Jahr ist Zahl der über den Nord-Ostsee-Kanal transportierten Güter wieder leicht gestiegen. 2017 waren es knapp 87.000.000 Tonnen, etwa 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies könnte auch auf die zuletzt gestiegenen Treibstoffpreise zurückzuführen sein, die den Umweg um das dänische Skagen herum teurer machen. Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt gibt sich vorsichtig optimistisch. Wobei Jörg Heinrich, Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt auch klarstellt:

„Der Kanal wird sich nie tragen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Das heißt, ich kann ihn nicht wie ein Unternehmen führen und mit den Einnahmen die Kosten, die er verursacht – die werde ich aus ihm nicht herauspressen können. Dann kann ich ihn gleich zumachen.“

Maritime Wirtschaft
23. Mai 2018

NOK-Tor-Schicksal entscheidet sich zum Sommer

WSA Kiel rechnet in den kommenden Wochen mit Experten-Gutachten – Altes Bauteil wurde sehr solide gefertigt mehr …

Maritime Wirtschaft

NOK-Tor-Schicksal entscheidet sich zum Sommer

Spätestens mit Sommerbeginn will das WSA in Kiel Klarheit darüber haben, wie und ob es mit dem schwerst beschädigten Tor der Südkammer der Großen Schleuse in Kiel-Holtenau weitergeht.

Das betonte Matthias Visser, WSA-Sprecher, dem THB auf Anfrage. Das über 100 Jahre alte, mehr als 1000 Tonnen schwere Tor war Mitte Februar nach der Kollision des Container-Feeders „Akacia“ (IMO 9315020) fast vollständig zerstört worden. Es konnte erst im Verlauf einer mehrwöchigen, äußerst komplexen Bergungsaktion ausgebaut und schließlich zur Werft German Naval Yards (GNY) verbracht werden, wo es seitdem in einem Trockendock steht. Visser: „Es sind jetzt mehrere Arbeitsgänge erforderlich: Einrüsten des Tores, reinigen, vermessen und schließlich die Erstellung eines Experten-Gutachtens.“

Letzteres bildet dann die Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Die Handlungsoptionen lauten: Reparatur des im Zuge des Bergungsprozesses durchtrennten Tor-Körpers oder seine Verschrottung und die Entscheidung zum Torneubau. Immerhin: Die hohe Fertigungsqualität, aber auch die Grundkonstruktion des zwischen 1912 und 1914 gebauten Tores, damals nach vollständig genietet, erweisen sich auch nach mehr als 100 Jahren im Zuge der lautenden Bestandsaufnahme als ausgesprochen solide. Visser: „Für eine Reparatur des Bestandstores müsste etwa ein Jahr veranschlagt werden.“

Beim WSA in Kiel will man auch deshalb schnell klare Fakten haben, weil ein zweites Reservetor für die betroffene Schleusenkammer so schnell wie möglich vorhanden sein muss. Wichtig: Die Tore sind de facto Maßanfertigungen. Visser weiter: „Nach der Havarie vom 19.Februar steht uns nur noch ein Reservetor zur Verfügung. Deshalb werden wir geplante Instandsetzungen an den Schleusentoren der Kieler Schleuse erst einmal aufschieben, bis wir wieder ein zweites Reservetor verfügbar haben.“

Die Tore müssen in regelmäßigen Abständen ausgebaut und gewartet werden, um deren Funktionstüchtigkeit sicherzustellen. Ein Reservetor muss zudem dann schnell verfügbar sein, wenn das „aktive“ Tor etwa im Zuge Havarie ausfällt. Visser verweist auf die besonders hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) für die internationale Schifffahrt und die Häfen. Beim WSA geht man weiterhin davon aus, dass sich der Gesamtschaden als Folge der Tor-Havarie „in einem niedrigen, zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegt“, betont Visser.

In Medienberichten kursieren darüber hinaus Schadenssummen in einer Bandbreite von 20 bis 27 Millionen Euro, auf die Visser jedoch nicht eingehen will. EHA/FB

 
 
http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Neubau-der-Doppelschleuse-Enak-baut-die-16-Stemmtore-aus
Foto: Der Schwimmkran
Der Schwimmkran „Enak“ hebt in Kiel-Holtenau die Stemmtore aus. Quelle: Frank Behling
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Kiel

In den kommenden Tagen soll ein Damm an der Fördeseite der Schleusenanlage auf Holtenauer Seite gebaut werden. Diese Arbeiten markieren den Start für die Verfüllung der beiden 1895 eingeweihten Schleusenkammern mit Seesand. Der Schwimmkran „Enak“ baut die 16 Stemmtore der Schleuse aus und hebt sie auf den in der Kieler Förde wartenden Ponton „Hörn 20“. 

Die Verfüllung mit Sand ist notwendig, damit das Bauwerk sicher abgerissen werden kann. Nach dem Abriss soll dort eine neue Doppelschleuse entstehen, die leistungsfähiger und moderner ist. 

 
 

Der aus Hamburg nach Kiel geholte Kran „Enak“ ist mit einer Hubleistung von 600 Tonnen Deutschlands stärkster Schwimmkran. Der Kran gehört zur Flotte der Reederei Lührs.

 

Von Behling Frank

https://www.hansa-online.de/2018/05/personalien/99058/wittmuess-leitet-wsa-kiel-holtenau/
Detlef Wittmüß ist neuer Leiter des WSA Kiel-Holtenau. Foto: WSV
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Detlef Wittmüß hat seine Tätigkeit als Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau aufgenommen. Er folgt Dieter Schnell, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

Wittmüß leitet WSA Kiel-Holtenau

https://binnenschifffahrt-online.de/2018/05/featured/3576/wittmuess-leitet-wsa-kiel-holtenau/
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Detlef Wittmüß ist neuer Leiter des WSA Kiel-Holtenau
Detlef Wittmüß ist neuer Leiter des WSA Kiel-Holtenau. Foto: WSV
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Detlef Wittmüß hat seine Tätigkeit als Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau aufgenommen. Er folgt Dieter Schnell, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

Wittmüß hat bis zuletzt WSA Hamburg geleitet. Neben der kommissarischen Leitung des WSA Brunsbüttel übernimmt er jetzt auch die Amtsgeschäfte in Kiel-Holtenau.

»Der Nord-Ostsee-KanaI mit seinem Betrieb und den großen Investitionsprojekten ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Schon während meiner früheren Tätigkeit am NOK habe ich den Kanal gut kennengelernt. Ich freue mich auf die neue Aufgabe«, so Wittmüß.

Unterdessen wurde Dieter Schnell, der langjährigen Leiter des WSA Kiel-Holtenau, durch Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), nach über 35 Jahren Dienst in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsver-waltung des Bundes und im Bundesverkehrsministerium, in den Ruhestand verabschiedet. In den 17 Jahren seiner Amtsleitung standen für den Leitenden Baudirektor Dieter Schnell die Zukunftssicherung des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) sowie der sichere Betrieb der Verkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt seiner Arbeit und seines Amtes.

»Als versierter Leiter des WSA Kiel-Holtenau hat Dieter Schnell mit seinen Beschäftigten für die international bedeutende Wasserstraße viele öffentlich relevante Großprojekte auf dem Weg gebracht«, würdigte Witte. Wichtig für die erfolgreiche Planung und Umsetzung vieler Maßnahmen sei ihm immer der enge und kontinuierliche Kontakt mit den Vertretern der Gemeinden, der Landkreise, der regionalen Politik und der Kundschaft des Kanals gewesen.

Schnell dankte an erster Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des WSA Kiel-Holtenau. Auch habe ihn die öffentliche Akzeptanz sowie die politische Unterstützung für das Erhaltungs- und Ausbauprogramm des Kanals gefreut. Er wünscht sich, dass die Inventionen in den Kanal ihre Früchte tragen und das der Wasserstraße eine gute Zukunft bevorsteht.

Investitionen in die Infrastruktur

Um die Leistungsfähigkeit des Kanals langfristig zu sichern und um die Weichen für zukünftigen Schiffsverkehr zu stellen, wurde ein umfangreiches Investitionsprogramm für den NOK beschlossen. Es reicht vom Bau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel, einer Erneuerung der Kleinen Schleusen Kiel über die Sanierung bzw. den Ersatz von Straßen- und Eisenbahnbrücken bis hin zur Vertiefung des Kanals. Viele Arbeiten laufen zeitgleich oder bauen unmittelbar aufeinander auf. Parallel zum Sanierungsprogramm der Schleusenanlagen wird beispielsweise die Oststrecke des Kanals ausgebaut. Weitere Maßnahmen flankie-ren die Großprojekte – z.B. der Bau neuer Versorgungsdüker in Brunsbüttel und Kiel, die Sanierung des Kanaltunnels Rendsburg oder der sukzessive Ersatz der Kanalfähren durch Neubauten mit moderner umweltfreundlicher Antriebstechnik.

NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel Die Große Südschleuse in Brunsbüttel ist seit dem 03.05.2018 um 11:00 Uhr wieder in Betrieb.Grund: Reparaturarbeiten an Umlaufschützen beendet.

Der Schifffahrt stehen somit beide Großen Schleusen und beide Kleinen Schleusen zur Verfügung.

Aufgrund von Reparaturarbeiten an den Umlaufschützen ist die Große Südschleuse in Brunsbüttel am 03.05.2018 von 07:15 Uhr bis ca. 14:00 Uhr für die Schifffahrt gesperrt.Für diesen Zeitraum steht der Schifffahrt nur die Große Nordschleuse sowie die Kleine Nord- und Südschleuse zur Verfügung.

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Systemabsturz-am-Kanal-Kreuzfahrer-haengt-vor-der-Schleuse-fest

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System arbeitet wieder Freie Fahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Eine Computerpanne sorgte seit dem frühen Mittwochmorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Gegen 4 Uhr war das Datenverarbeitungssystem für die Verkehrsüberwachung in Brunsbüttel ausgefallen. Seit 13 Uhr ist die Schleuse wieder frei für den Schiffsverkehr.

Wegen einer Systemstörung am Nord-Ostsee-Kanal muss die „Hanseatic“ vor der Schleuse in Kiel warten.

Quelle: Frank Behling
Foto: Wegen einer Systemstörung am Nord-Ostsee-Kanal muss die "Hanseatic" vor der Schleuse in Kiel warten.
 
 

Kiel. Da die Verkehrsüberwachung für den kompletten Kanal in Brunsbüttel zentralisiert ist, kam es sofort zu Problemen mit der Koordinierung der Schiffe im Kanal.

 

Aus Sicherheit Einfahrt untersagt

Aus Sicherheitsgründen wurde deshalb am Morgen auch die Einfahrt weiterer Schiffe in den Kanal durch die Verkehrszentrale untersagt. Die zum Zeitpunkt des Ausfalls im Kanal befindlichen Schiffe werden derzeit von der Verkehrszentrale manuell betreut und so zu den Schleusen nach Kiel und Brunsbüttel geleitet. Havarien und gefährliche Situationen gab es jedoch keine.

 

 

Kreuzfahrer wartet vor Holtenau

In Kiel warten bereits einige Schiffe auf der Reede vor Holtenau. Darunter befindet sich auch das Kreuzfahrtschiff „Hanseatic“. Das Schiff der Reederei Hapag-Lloyd hat zusammen mit einem Containerschiff und einem Tanker vor Holtenau Anker geworfen.  

In Brunsbüttel wurde beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt fieberhaft an der Beseitigung der Störung im Schiffsdatenverarbeitungssystem gearbeitet. Mittlerweile ist sie beseitigt, Schiffe können seit 13 Uhr wieder problemlos passieren.

Das System wurde 2006 in Betrieb genommen. Dadurch konnte die Zahl der Verkehrszentralen reduziert werden. Die Kieler Zentrale sowie die in den Ausweichstellen befindlichen Posten wurden geschlossen. Seitdem wird der Kanal zentral aus Brunsbüttel überwacht.  

Von Behling Frank

https://www.rtl.de/cms/computerausfall-sorgt-fuer-verzoegerungen-im-nord-ostsee-kanal-4156552.html
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Eine Brücke führt über den Nord-Ostsee-Kanal

Computerausfall sorgt für Verzögerungen im Nord-Ostsee-Kanal

(Quelle: rtl.de)

Eine Brücke führt über den Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Carsten Rehder/Archiv © deutsche presse agentur

Eine Computerpanne hat am Mittwoch für mehrere Stunden die Schifffahrt am Nord-Ostsee-Kanal behindert. Das Schiffsdatenverarbeitungssystem sei am Morgen ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Daraufhin wurden auf beiden Seiten der künstlichen Wasserstraße in Kiel und Brunsbüttel drei Stunden lang keine Schiffe geschleust.

Fünf auf dem Kanal fahrende Schiffe konnten jedoch sicher ausgeschleust werden. Allein von der Elbe kommend mussten neun Schiffe aber auf die Einfahrt in den Kanal waren. Techniker gelang es dann, das Softwareproblem zu beheben. Ab dem Mittag konnten sowohl in Kiel-Holtenau als auch Brunsbüttel wieder Schiffe in den Kanal hineinfahren.

Der gut 100 Kilometer lange Kanal gilt als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Knapp 100 Frachter nutzen ihn täglich auf ihren Wegen zwischen der Deutschen Bucht und der Ostsee.

(Quelle: rtl.de)

 ww.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Schleswig-Holstein-Unwetterwarnung-vor-Gewitter-mit-Orkanboeen-Starkregen

Kiel/Heide

. Ein Tiefdruckeinfluss hat am Montag in Schleswig-Holstein für wechselhaftes Wetter gesorgt. Vor allem die Westküste und der Kreis Schleswig-Flensburg wurden von heftigem Gewitter und Starkregen getroffen – im Rest des Landes ging das Unwetter glimpflicher aus.

Während des schweren Gewitters mit Orkanböen fuhren keine Autozüge nach Sylt. RDC stellte indes den Autozug-Verkehr für den kompletten Montag ein. Zeitweise behinderten die starken Sturmböen auch den Verkehr über den Nord-Ostsee-Kanal.

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Initiative-Kiel-Canal-Schleusen-Massive-Kritik-am-Ministerium

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Foto: Die Südschleuse in Brunsbüttel ist durch einen kleinen Schaden seit Sonnabend außer Betrieb.

Brunsbüttel

. „Das ist ein unhaltbarer Zustand. Es muss sichergestellt sein, dass am Wochenende auf jeden Fall für kleine Reparaturen Personal verfügbar ist“, sagt Jens-Broder Knudsen von der Initiative Kiel Canal, einem Interessenverband von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Kommunen am Kanal.

Er sieht das Ansehen der Wasserstraße durch diese Situation in der Schifffahrt in Gefahr. „Die Kunden des Kanals hätten ja Verständnis, wenn schweres Bergungsgerät fehlen würde. Das Schlimme ist aber, Gerät und die Schiffe liegen rum. Da es keine Rufbereitschaft gibt, kommen die Besatzungen erst am Montag. Hier ist jetzt das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht“, schimpft Knudsen.

 

Der Schaden ist nur leicht

Der Schaden in der Südschleuse ist nur leicht. Da aber die gelösten Steine auf die Schienen des Schleusentores fallen könnten, müssen sie wieder zurückgeschoben und gesichert werden. „Möglicherweise kann die Schleusenkammer bereits nach ein oder zwei Stunden wieder freigegeben werden“, sagt Knudsen. Extra für solche Einsätze wurde im vergangenen Jahr der Schwimmgreifer ‚SG1353‘ mit großem Aufwand modernisiert. In Kiel wurde mit ‚Griep To II‘ sogar der stärkste Schwimmkran der Schifffahrtsverwaltung in Dienst gestellt. „Diese Geräte liegen jetzt rum, weil es am Wochenende keine Rufbereitschaft bei der Behörde gibt“, sagt Knudsen.

 

Rufbereitsschaft für Notfälle gefordert

Dem in Brunsbüttel zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt machte er jedoch keine Vorwürfe. Dieses Amt müsse endlich in die Lage versetzt werden, die Leute so zu bezahlen, dass auch am Wochenende und an Feiertagen eine Rufbereitschaft für Notfälle eingerichtet werde könne. „2013 ist uns das auch vom damaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zugesagt worden“, sagt Knudsen. „Wir sehen deshalb die übergeordnete Behörde und das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht, hier endlich zu handeln“, so Knudsen.

 

Sperrung hat immense Auswirkungen

Die Auswirkungen der relativ leichten Havarie vom Sonnabend auf die Kanalschifffahrt sind inzwischen immens. Auf der Elbe hatten sich am Sonntag die Wartezeiten für Schiffe bereits auf sechs Stunden summiert. „Tendenz steigend“, so Knudsen. In Kiel müssen Schiffe vier Stunden warten.

 

Zwei Kreuzfahrer betroffen

Neben zahlreichen Containerschiffen und Tankern sind auch zwei Kreuzfahrtschiffe betroffen. „Wir haben die ‚Viking Sea‘ auf der Elbe. Der Kapitän muss angesichts der Wartezeiten seinen Passagieren jetzt erklären, dass der Besuch in Warnemünde am Montag gestrichen werden muss“, sagt Knudsen. Die „Viking Sea“ sollte am Sonntag um 12 Uhr in Brunsbüttel einschleusen.

In Kiel ist es inzwischen fraglich, ob am Sonntagabend das Kreuzfahrtschiff „Aidacara“ in den Kanal einschleusen wird. Der Kapitän wird sich je nach Wartezeit vor der Schleuse entscheiden. Sollten die Wartezeiten sich weiter steigern, fährt das Schiff am Abend über Skagen nach Norwegen.

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NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Seit Montag, dem 23.04.2018, um 16:45 Uhr, steht die Große Südschleuse in Brunsbüttel der Schifffahrt wieder zur Verfügung. Somit können beide Großen Schleusen, sowie die Kleine Südschleuse in Brunsbüttel durch die Schifffahrt genutzt werden.

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StartHavarieWieder Engpass im NOK nach Havarie – harte Kritik

Wieder Engpass im NOK nach Havarie – harte Kritik

Eine kleine Havarie hat am Wochenende den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal erheblich behindert. Scharfe Kritik gibt es an der mangelnden Rufbereitschaft der Behörden am Wochenende.

Ursache der Planänderung war die leichte Kollision des Frachters »Rauli N« am Sonnabendmittag mit einem Mauerwerk der großen Südschleuse in Brunsbüttel. Etwas Mauerwerk platze ab und ein paar Granitsteine wurde gelocktert. Die Reparatur ist nach ersten Einschätzungen der Techniker in wenigen Stunden zu beheben. Da es aber am Sonnabend passierte, kam es zum Stillstand.

»Das ist ein unhaltbarer Zustand. Es muss sichergestellt sein, dass am Wochenende auf jeden Fall für kleine Reparaturen Personal verfügbar ist«, sagt Jens-Broder Knudsen von der Initiative Kiel Canal, einem Interessenverband von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Kommunen am Kanal. Er sieht das Ansehen der Wasserstraße durch diese Situation in der Schifffahrt in Gefahr. »Die Kunden des Kanals hätten ja Verständnis, wenn schweres Bergungsgerät fehlen würde. Das Schlimme ist aber, Gerät und die Schiffe liegen rum. Da es keine Rufbereitschaft gibt, kommen die Besatzungen erst am Montag. Hier ist jetzt das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht«, so Knudsen, der auch Geschäftsführer der Maklerei Sartori & Berger ist.

Riss in der Bordwand

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Die Schleuse Brunsbüttel (Foto: Behling)

Der Schaden an der Schleusenmauer beträgt einige Tausend Euro. Beim Auslaufen aus der Südschleuse hatte am Sonnabend gegen 14 Uhr der chilenische Massengutfrachter »Rauli N« mit seiner Backbordseite das Mauerwerk der großen Südschleuse berührt. Ursache der Havarie war vermutlich eine Windböe, die das 180 m lange Schiff mit dem Heck der Backbordseite gegen die Schleusenmauer kommen ließ. Der Frachter selbst erlitt einen Riss in der Bordwand und konnte zur Untersuchung nach Bremen weiterfahren.

Da aber in der Schleuse die gelösten Steine auf die Schienen des Schleusentores fallen konnten, müssen sie gesichert werden. »Dabei steht Gerät zur Verfügung, um bei solchen kleinen Schäden schnell eingreifen zu können«, sagt Knudsen.

Extra für solche Einsätze war im vergangenen Jahr der Schwimmgreifer ‚SG1353‘ mit großem Aufwand modernisiert worden. In Kiel wurde mit ‚Griep To II“ sogar der stärkste Schwimmkran der Schifffahrtsverwaltung in Dienst gestellt. »Diese Geräte liegen jetzt rum, weil es am Wochenende keine Rufbereitschaft bei der Behörde gibt«, sagt Knudsen.

»Behörde ist in der Pflicht«

Dem in Brunsbüttel zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt machte er jedoch keine Vorwürfe. »Dieses Amt muss endlich in die Lage versetzt werden, die Leute so zu bezahlen, dass auch am Wochenende und an Feiertagen eine Rufbereitschaft für Notfälle eingerichtet werden kann. 2013 ist uns das auch vom damaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zugesagt worden«, sagt Knudsen. »Wir sehen deshalb die übergeordnete Behörde und das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht, hier endlich zu handeln. Diese Taskforce für Notfälle ist uns versprochen worden«, so Knudsen.

Die Auswirkungen der relativ leichten Havarie vom Sonnabend auf die Kanalschifffahrt sind inzwischen immens. Auf der Elbe hatten sich am Sonntag die Wartezeiten für Schiffe bereits auf sechs Stunden summiert. Auf der Elbe ankerten zeitweise über zehn Schiffe und warteten auf einen Platz in der Schleuse, darunter auch viele Containerschiffe mit Ladung für den Ostseeraum.

Zuvor hatte es bereits massive Kritik der Lotsen an den langen Planungs- und Bauzeiten für die Infrastruktur am Kanal gegeben. Besonders die neuen Planungszeiten für den Ersatzbau der kleinen Schleusen in Kiel sowie die ausufernde Bauzeit für die fünfte Schleusenkammer in Brunsbüttel sorgen für steigenden Unmut bei den Lotsen. »Am EU-Recht kann es nicht liegen, das gilt in den Niederlanden auch. Die Probleme liegen hier in Deutschland. Es muss einfach schneller gehen«, sagte Stefan Borowski, Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II aus Brunsbüttel. Er beklagt das schwindende Verständnis bei den Kunden des Kanals für die schleppenden Abläufe beim Bau der Infrastruktur.

Kreuzfahrer besonders betroffen

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Die »Viking Sea« im Kanal (Foto: Behling)

Besonders betroffen waren diesmal Kreuzfahrtschiffe und Containerfrachter. Die Reederei AIDA Cruises sagte eine Kanalpassage ab. Viele Schiffe ankerten am Wochenende auf der Elbe und der Kieler Förde.

Das Kreuzfahrtschiff »Viking Sea« etwa kam aus Amsterdam und sollte am Sonntag gegen 13 Uhr in Brunsbüttel einschleusen. Letztlich konnte das 228 m lange Schiffe erst acht Stunden später als geplant gegen 21 Uhr die Reise antreten. Als Reaktion auf diesen Zeitverlust musste die Schiffsführung die Reiseroute der Westeuropa-Kreuzfahrt ändern. Kopenhagen wurde aus dem Fahrplan gestrichen.

Die Reederei Aida Cruises reagierte bereits am Sonntag. Die Kanalpassage des Schiffes »AIDAcara« wurde gestrichen. Das Schiff nahm von Kiel aus via Skagen Kurs auf Stavanger in Norwegen. Zu dem Zeitpunkt betrug in Kiel die Wartezeit vier Stunden.Aber auch viele Containerschiffe aus Hamburg und Bremerhaven ankerten in der Elbe und warteten über Stunden auf einen Platz für das Einschleusen. (FB)

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/nok-suedschleuse-in-brunsbuettel-erst-am-nachmittag-wieder-in-betrieb-id19655486.html

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Wartezeiten nach Frachterkollision : NOK: Südschleuse in Brunsbüttel erst am Nachmittag wieder in Betrieb

– Quelle: https://www.shz.de/19655486 ©2018

Die „Viking Sea“ am Montagmorgen vor Kiel: Durch die defekte Südschleuse in Brunsbüttel musste das Schiff seine Reise mit Ziel Rostock-Warnemünde verspätet fortsetzen.

Für Schiffe wie den Kreuzfahrer „Viking Sea“ hieß es am Wochenende und am Montag: Warten.

shz.de von dpa/Rolf Dunkel
23. April 2018, 16:58 Uhr aktualisiert vor 102 Minuten

Brunsbüttel | Die große Südschleuse der Schleusenanlage Brunsbüttel ist am Montagnachmittag wieder in Betrieb genommen werden. Am Vormittag hatten Bauarbeiter noch einen großen Granitblock aus der Schleusenkammer geborgen, sagte ein Sprecher der Schleusenanlage. Seit etwa 15 Uhr konnte der Schiffsverkehr die Schleuse wieder regulär passieren.

Am Samstag hatte ein chilenischer Frachter eine Mauer in der großen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals beschädigt. Die Kammer habe daraufhin gesperrt werden müssen, es sei in der Folge zu Wartezeiten gekommen.

Warten hieß es unter anderem auf dem Kreuzfahrtschiff „Viking Sea“ der norwegischen Reederei Viking Ocean Cruises. Ursprünglich sollte das 227 Meter lange Kreuzfahrtschiff aus Ijmuiden (Niederlande) kommend, das eine Breite von knapp 29 Metern aufweist, bereits Sonntagmittag in Brunsbüttel einschleusen.

Jedoch erfolgte die einmalige Einschleusung in diesem Jahr aufgrund der defekten Südschleuse erst am Abend. Von dort nahm das Kreuzfahrtschiff dann Kurs auf Kiel und passierte die Schleuse in Kiel-Holtenau am frühen Montagmorgen mit Ziel Rostock-Warnemünde.

– Quelle: https://www.shz.de/19655486 ©2018

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Initiative-Kiel-Canal-Schleusen-Massive-Kritik-am-Ministerium

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Rufbereitschaft gefordert Schleusen: Massive Kritik am Ministerium

Eigentlich ist es eine kleine Havarie. Etwas Mauerwerk ist abgeplatzt, und ein paar Granitsteine hat der Frachter „Rauli N“ bei einer Havarie in der Südschleuse von Brunsbüttel am Sonnabend verschoben. Doch die Reparatur erfolgt nicht, da es keine Rufbereitschaft am Kanal gibt.

Die Südschleuse in Brunsbüttel ist durch einen kleinen Schaden seit Sonnabend außer Betrieb.

Quelle: Frank Behling
Foto: Die Südschleuse in Brunsbüttel ist durch einen kleinen Schaden seit Sonnabend außer Betrieb.

Brunsbüttel. „Das ist ein unhaltbarer Zustand. Es muss sichergestellt sein, dass am Wochenende auf jeden Fall für kleine Reparaturen Personal verfügbar ist“, sagt Jens-Broder Knudsen von der Initiative Kiel Canal, einem Interessenverband von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Kommunen am Kanal.

Er sieht das Ansehen der Wasserstraße durch diese Situation in der Schifffahrt in Gefahr. „Die Kunden des Kanals hätten ja Verständnis, wenn schweres Bergungsgerät fehlen würde. Das Schlimme ist aber, Gerät und die Schiffe liegen rum. Da es keine Rufbereitschaft gibt, kommen die Besatzungen erst am Montag. Hier ist jetzt das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht“, schimpft Knudsen.

 

Der Schaden ist nur leicht

Der Schaden in der Südschleuse ist nur leicht. Da aber die gelösten Steine auf die Schienen des Schleusentores fallen könnten, müssen sie wieder zurückgeschoben und gesichert werden. „Möglicherweise kann die Schleusenkammer bereits nach ein oder zwei Stunden wieder freigegeben werden“, sagt Knudsen. Extra für solche Einsätze wurde im vergangenen Jahr der Schwimmgreifer ‚SG1353‘ mit großem Aufwand modernisiert. In Kiel wurde mit ‚Griep To II‘ sogar der stärkste Schwimmkran der Schifffahrtsverwaltung in Dienst gestellt. „Diese Geräte liegen jetzt rum, weil es am Wochenende keine Rufbereitschaft bei der Behörde gibt“, sagt Knudsen.

 

Rufbereitsschaft für Notfälle gefordert

Dem in Brunsbüttel zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt machte er jedoch keine Vorwürfe. Dieses Amt müsse endlich in die Lage versetzt werden, die Leute so zu bezahlen, dass auch am Wochenende und an Feiertagen eine Rufbereitschaft für Notfälle eingerichtet werde könne. „2013 ist uns das auch vom damaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zugesagt worden“, sagt Knudsen. „Wir sehen deshalb die übergeordnete Behörde und das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht, hier endlich zu handeln“, so Knudsen.

 

Sperrung hat immense Auswirkungen

Die Auswirkungen der relativ leichten Havarie vom Sonnabend auf die Kanalschifffahrt sind inzwischen immens. Auf der Elbe hatten sich am Sonntag die Wartezeiten für Schiffe bereits auf sechs Stunden summiert. „Tendenz steigend“, so Knudsen. In Kiel müssen Schiffe vier Stunden warten.

 

Zwei Kreuzfahrer betroffen

Neben zahlreichen Containerschiffen und Tankern sind auch zwei Kreuzfahrtschiffe betroffen. „Wir haben die ‚Viking Sea‘ auf der Elbe. Der Kapitän muss angesichts der Wartezeiten seinen Passagieren jetzt erklären, dass der Besuch in Warnemünde am Montag gestrichen werden muss“, sagt Knudsen. Die „Viking Sea“ sollte am Sonntag um 12 Uhr in Brunsbüttel einschleusen.

In Kiel ist es inzwischen fraglich, ob am Sonntagabend das Kreuzfahrtschiff „Aidacara“ in den Kanal einschleusen wird. Der Kapitän wird sich je nach Wartezeit vor der Schleuse entscheiden. Sollten die Wartezeiten sich weiter steigern, fährt das Schiff am Abend über Skagen nach Norwegen.

Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter
Brunsbüttel und Kiel-Holtenau
Alte Zentrale 4
25541 Brunsbüttel

Schleuseninsel 2
24159 Kiel-Holtenau

www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/
www.wsa-kiel.wsv.de/

21.04.2018

https://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article214085843/Frachter-beschaedigt-Mauer-Schleuse-in-Brunsbuettel-gesperrt.html

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Am Schiff entstand ein Loch 30 mal 30 Zentimeter großes Loch. Wegen der Sperrung kam es zu Wartezeiten an der großen Nordschleuse.

Brunsbüttel. Ein chilenischer Frachter hat eine Mauer in der großen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals beschädigt. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Sonntag mitteilte, wurde die Schleuse daraufhin für die Schifffahrt gesperrt. Den Angaben zufolge geriet der Frachter beim Auslaufen am Sonnabend aus zunächst ungeklärter Ursache im Bereich des Schleusentors gegen eine Mauer. An dem Frachter entstand ein Loch von der Größe von etwa 30 mal 30 Zentimetern.

Das Schiff konnte seine Fahrt nach Bremen trotzdem fortsetzen. Dort sollte es genau untersucht werden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Wie lange die Sperrung der großen Südschleuse bestehen bleibt, konnte ein Polizeisprecher am Morgen nicht sagen. Wegen der Sperrung kam es zu Wartezeiten an der großen Nordschleuse.

Nur wenig später geriet laut Polizei ein niederländischer Frachter beim Einlaufen in die kleine Südschleuse vermutlich aufgrund des Elbstroms gegen das Stahlleitwerk im Vorhafen. Es entstanden leichte Schäden an dem Frachter sowie an dem Leitwerk, die Schleuse musste aber nicht gesperrt werden. Der Frachter konnte seine Fahrt ebenfalls fortsetzen. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet.

( dpa )

NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Die Große Südschleuse Brunsbüttel ist nach einer Anfahrung der Seitenmauer ab sofort bis auf Weiteres außer Betrieb.

 

Der Schifffahrt stehen die Große Nordschleuse sowie die Kleine Südschleuse zur Verfügung.

 

Am Donnerstag den 19.04.2018 ab 0730 Uhr wird die Große Südschleuse in Brunsbüttel für die Schifffahrt gesperrt.

Die Sperrung wird voraussichtlich bis ca. 1530 Uhr andauern. Grund: Wartungsarbeiten an den Schütztafeln.

Der Schifffahrt steht in diesem Zeitraum die Große Nordschleuse und die Kleine Südschleuse zur Verfügung.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Durch-den-Nord-Ostsee-Kanal-Seefahrt-unter-Druck,sendung751164.html
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https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/sendungsbild59834_v-contentxl.jpg

die nordstory

die nordstory – Durch den Nord-Ostsee-Kanal – Seefahrt unter Druck

Freitag, 13. April 2018, 20:15 bis 21:15 Uhr 

Auf dem Weg von Rauma (Finnland) nach Bremerhaven, durch den Nord-Ostsee-Kanal: Die „VERA RAMBOW“. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei





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Jürgen Rambke ist in Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal aufgewachsen. 1968 ist er als 14-jähriger Schüler auf einem Holztransporter in den Weihnachtsferien losgefahren, von Brunsbüttel in die Ostsee. „Ich wollte weg von zu Hause, ich wollte was erleben!“

Aus dem Schiffsjungen ist erst ein Matrose, dann ein Kapitän geworden, der die Welt gesehen hat. Unzählige Male hat er den Nord-Ostsee-Kanal, dazu den Suez- und den Panamakanal durchfahren. Bis er als Kanalsteurer, der gemeinsam mit den Kanallotsen die Seeschiffe durch den NOK steuert, zurück an den Kanal und zu seiner Familie gekommen ist. Gerade kommt er mit dem Containerschiff „Vera Rambow“ wieder in Kiel-Holtenau an. Passt die Passage? Schafft er es endlich mal wieder, den NOK in einer Zeit unter zehn Stunden zu passieren?

Mit Lotsenhilfe durch die Oststrecke

In der Kieler Förde steigt der Lotse Nils Eßig zu. Natürlich kennt er die „Vera Rambow“, die er jetzt durch die Oststrecke des Kanals bringen soll. Das Schiff ist modern, die Reederei ordentlich. Aber es ist auch eines der größten Schiffe im Kanal mit beinahe maximalem Tiefgang. Dadurch wird die „Vera Rambow“ zum „Langsamläufer“ und Eßigs Job nimmt mehr Zeit in Anspruch. Ob er seine Frau, seine beiden kleinen Jungen nachher noch sehen wird, wenn er zurück ist? Oder schlafen sie schon wie so oft?

Mit der „Vera Rambow“ durch den Kanal

Auf dem Weg von Rauma (Finnland) nach Bremerhaven, durch den Nord-Ostsee-Kanal: Die „VERA RAMBOW“. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei
Auf dem Weg von Rauma (Finnland) nach Bremerhaven, durch den Nord-Ostsee-Kanal: Die „Vera Rambow“.

Es gibt nur einen an Bord: Kapitän Jürgen Rambke. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei
Es gibt nur einen an Bord: Kapitän Jürgen Rambke.

Hier wird entschieden, wer als erstes fährt: Die Nord-Ostsee-Kanal-Lenkungszentrale in der Schleuse Brunsbüttel. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei
Hier wird entschieden, wer als erstes fährt: Die Nord-Ostsee-Kanal-Lenkungszentrale in der Schleuse Brunsbüttel.

Schön aber eng: Die Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei
Schön aber eng: Die Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal.

Auch in der Schleuse kann es dauern: die „VERA RAMBOW“ hat Brunsbüttel erreicht. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei
Auch in der Schleuse kann es dauern: Die „Vera Rambow“ hat Brunsbüttel erreicht.

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Auf dem Weg von Rauma (Finnland) nach Bremerhaven, durch den Nord-Ostsee-Kanal: Die „VERA RAMBOW“. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei

Es gibt nur einen an Bord: Kapitän Jürgen Rambke. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei

Hier wird entschieden, wer als erstes fährt: Die Nord-Ostsee-Kanal-Lenkungszentrale in der Schleuse Brunsbüttel. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei

Schön aber eng: Die Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei

Auch in der Schleuse kann es dauern: die „VERA RAMBOW“ hat Brunsbüttel erreicht. © NDR/Ulrich Patzwahl, honorarfrei

Verkehrsplaner regeln die Vorfahrt

Der Verkehrsplaner im NOK hat geregelte Arbeitszeiten. Sven Krieg muss zur Frühschicht bei seinem Arbeitgeber
sein, der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Brunsbüttel (WSV). Ab Dienstbeginn plant er,
welches Schiff wann und wo im Kanal Vorfahrt hat und welches in der Weiche warten muss, bis der Entgegenkommende
passiert. Diese Entscheidungen müssen Jürgen Rambke und Nils Eßig umsetzen und aushalten!

Der Seefahrt-Nachwuchs fehlt in Deutschland

Gelernte Seeleute sind sie alle. Aber ist das noch der Beruf, den sie sich einmal ausgesucht haben? Nur noch
Container, Behörden, Onlineformulare? Mit einer Crew, die aus Menschen aus fünf Ländern besteht? Schon lange,
ohne Zeit zu haben, die Stadt hinter dem Hafen zu erkunden? In Deutschland gibt es nur noch rund 6.000 Seeleute.
Der Nachwuchs fehlt komplett. Fast, denn auf der „Vera Rambow“ gibt es Benedikt Scherhag, ein Junge vom Rhein
und nun Schiffsmechaniker im dritten Lehrjahr: Warum hat er sich denn für die Seefahrt entschieden? „Ich wollte weg
von zu Hause, ich wollte was erleben.“

Ratgeber Reise

Passagierschiff und Containerschiff begegnen sich auf dem Nord-Ostsee-Kanal © Touristische Arbeitsgemeinschaft
NOK

Große Pötte bestaunen am Nord-Ostsee-Kanal

Ob vom Wasser oder vom Ufer aus: Wenn Container- und Kreuzfahrtschiffe durch Schleswig-Holsteins Binnenland gleiten,
bieten sich am Nord-Ostsee-Kanal spektakuläre Perspektiven. mehr

Autor/inUlrich PatzwahlProduktionsleiter/inAngela HennemannRedaktion Katrin Glenz Andrea Jedich Leitung der
SendungNorbert Lorentzen

Mit den Arbeitsniederlegungen soll der Druck im …

NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

Der Schleusenbetrieb in Brunsbüttel wird am 13.04.2018 um 06:00 Uhr wieder aufgenommen, da der Warnstreik beendet ist.

Damit stehen in Brunsbüttel wieder beide Großen Schleusen und die kleine Südkammer für die Schifffahrt zur Verfügung.


NOK News: Schleusenanlagen Brunsbüttel & Kiel-Holtenau
 Der Schleusenbetrieb wird am 13.04.2018 um 00:00 Uhr wieder aufgenommen, da der Warnstreik in Kiel-Holtenau beendet ist.Damit stehen in Kiel-Holtenau die Große Südkammer und Große Nordkammer der Schifffahrt wieder zur Verfügung.Der Warnstreik in Brunsbüttel wird voraussichtlich  am 13.04.2018 gegen 06:00 Uhr beendet.
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Schleswig-Holstein-Warnstreiks-des-oeffentlichen-Dienstes-am-Donnerstag
 https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Streik-soll-Kliniken-Kitas-und-Kanal-treffen,warnstreik1232.html
Video !!!!!!
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Kein Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal soll es nach den Vorstellungen von Verdi am Donnerstag keinen Schiffsverkehr geben, denn vom Streik betroffen sind auch die beim Bund Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung: „Unser Ziel ist es, dass die Schleusen in Brunsbüttel von sechs Uhr früh bis Null Uhr nachts geschlossen bleiben. Damit ist der NOK zu“, sagte Schischefsky. Hingegen bleibe der öffentliche Nahverkehr verschont: Die kommunalen Verkehrsbetriebe im Land mit ihren eigenständigen Tarifverträgen betreffe der Streik nicht.

Mit ihren diesen Aktionen weitet Verdi vor der nächsten Verhandlungsrunde am Sonntag die bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst auch auf den Norden aus. „Wir wollen den Druck auf die Arbeitgeber für die Tarifrunde am kommenden Wochenende nochmals erhöhen. Es geht darum, deutlich zu machen, dass die Arbeitgeber bei sprudelnden Einnahmen und einem Haushaltsüberschuss, der 2017 alleine bei den Kommunen 10,7 Milliarden Euro ausgemacht hat, mit einer Verweigerungshaltung oder Billigabschlüssen nicht durchkommen werden“, erklärt die Verdi-Landesleiterin für den Norden, Susanne Schöttke.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article175374665/Warnstreik-im-Norden-mit-tausenden-Teilnehmern.html
https://www.abendblatt.de/hamburg/article213991661/Warnstreiks-im-oeffentlichen-Dienst-von-Schleswig-Holstein.html
https://www.abendblatt.de/region/article213992675/Ver-di-legt-den-Nord-Ostsee-Kanal-und-Stadtbahnen-lahm.html

SH: Streiks beginnen am Nord-Ostsee-Kanal

Den Anfang der Arbeitsniederlegungen in Schleswig-Holstein machte das Personal am Nord-Ostsee-Kanal. Die Schleuse in Brunsbüttel schloss am Morgen. Auch die Beschäftigten von Kitas, Stadtverwaltungen und anderen Einrichtungen streikten. Etwa 4.000 Beschäftigte zogen am Vormittag durch die Kieler Innenstadt und trafen sich im Anschluss zu einer Kundgebung. Insgesamt traten rund 5.000 Beschäftigte in Schleswig-Holstein in den Ausstand.

Streikende in SH legen Arbeit nieder

https://www.ndr.de/nachrichten/Warnstreik-Kitas-sind-zu-Bahnen-stehen-still-,streik1770.html
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Stand: 12.04.2018 18:55 Uhr – Lesezeit: ca.4 Min.

Warnstreiks im Norden: Kitas zu, Bahnen stehen still

Busse und Bahnen blieben in den Depots, Kitas öffneten nicht, Mülltonnen wurden nicht geleert: Die Gewerkschaften haben am Donnerstag ihre Warnstreiks für eine bessere Bezahlung im öffentlichen Dienst fortgesetzt. In Norddeutschland gab es in allen Bundesländern Aktionen. Für viele Menschen erschwerte sich der Alltag.

Warnstreiks: Kitas zu, Bahnen stehen

NDR//Aktuell – 12.04.2018 14:00 Uhr

Mehrere tausend Beschäftigte von Bund und Kommunen sind in den Warnstreik getreten. Viele Kitas sind geschlossen und der Nahverkehr ruht. Auch Kliniken und die Stadtreinigung sind betroffen.

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Niedersachsen: Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

Besonders stark betroffen war Niedersachsen. Dort sorgten die Warnstreiks in einigen Städten für Verkehrsprobleme. Besonders angespannt war die Lage in Hannover, wo alle Busse und Bahnen der Verkehrsbetriebe Üstra für den ganzen Tag in den Depots blieben. Weil viele Pendler aufs Auto auswichen, staute sich der Verkehr auf etlichen Straßen – etwa auf der B 6 und dem Messeschnellweg. „Die Situation war noch viel schlimmer als beim letzten Üstra-Streik vor einigen Wochen“, teilte die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen mit.

Zentrale Kundgebung in Hannover

Viel Betrieb herrschte zudem am Mittag in der Innenstadt von Hannover, wo auf dem Opernplatz eine zentrale Kundgebung mit ver.di-Chef Frank Bsirske stattfand. Rund 10.000 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen kamen zu der Veranstaltung. Auch in Braunschweig und Wolfsburg fuhren Busse und Stadtbahnen den ganzen Tag über nicht.

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S-Bahnen stehen früh morgens auf einem Betriebshof. © dpa Fotograf: Hauke-Christian Dittrich
03:29

Warnstreiks: Das müssen Betroffene wissen

12.04.2018 11:40 Uhr
NDR Info

Was tun, wenn wegen der Warnstreiks Busse und Bahnen auf dem Weg zur Arbeit nicht fahren oder Kitas geschlossen sind? Antworten dazu aus der NDR Info Wirtschaftsredaktion. Video (03:29 min)

  • Viele Menschen stehen mit ver.di Transparenten auf dem Bahnhofsvorplatz in Kiel. © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Der Kieler Bahnhofsvorplatz ist am Donnerstagmittag voller streikender Menschen.

 
  • Redner stehen bei der ver.di Kundgebung vor dem menschenüberfüllten Bahnhofsvorplatz in Kiel. © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Die Polizei schätzt, dass rund 4.000 Teilnehmer gekommen sind, um bei der ver.di-Kundgebung dabei zu sein.

 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel hinter einem Schild mit der Aufschrift Heute Warnstreik © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Rückblick: Am Morgen versammeln sich Streikende vor den Stadtwerken in Kiel.

 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Dorthin kommen bereits rund 300 Menschen.

 
  • Gruppe streikender Menschen mit Plakaten und Pfeifen in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Mit Transparenten macht sich die Gruppe auf den Weg zum Gewerkschaftshaus.

 
  • Die Nord-Ostsee-Kanal-Schleuse in Brunsbüttel wird bestreikt © Daniel Friedrichs Fotograf: Daniel Friedrichs

    Etwa zeitgleich geht nichts mehr an beiden „Enden“ des Nord-Ostsee-Kanals, wie hier an der Schleuse Kiel-Holtenau: Die Mitarbeiter streiken, es werden keine Schiffe geschleust.

 
  • In der Tür der Kita "Wichtelhöhle" in Norderstedt steht ein ver.di-Aufsteller mit der Aufschrift "Heute: Warnstreik! Donnerstag, 12. April 2018". © NDR Fotograf: Sabine Alsleben

    In Norderstedt bleiben acht von elf Kitas zu.

 
  • Ein leerer Bus. © NDR Fotograf: Julian Marxen

    Der Bus, der in Eutin wartet, um streikende Mitarbeiter nach Kiel zur Demo zu bringen, bleibt aber fast leer. Nur ein paar Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind eingestiegen, von der Sana Klinik fuhr niemand mit.

 
  • Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst steht vor dem Gewerkschaftshaus in Kiel für das Streikfrühstück an © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Am Gewerkschaftshaus in Kiel versammeln sich viele der Streikenden. ver.di spricht zu dem Zeitpunkt von 1.500 Menschen.

 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst beim Streikfrühstück im Gewerkschaftshaus in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Bevor es zum Protestmarsch geht, gibt es im Gewerkschaftshaus ein „Streik-Frühstück“.

 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Von dem Streik erhofft sich ver.di, Druck auf die Arbeitgeber für die voraussichtlich abschließende Verhandlungsrunde am kommenden Wochenende auszuüben.

 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

    Um etwa 10.15 Uhr setzt sich der Protestzug in Bewegung, Richtung Bahnhofsvorplatz.

 
  • Viele Menschen stehen mit ver.di Transparenten auf dem Bahnhofsvorplatz in Kiel. © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Redner stehen bei der ver.di Kundgebung vor dem menschenüberfüllten Bahnhofsvorplatz in Kiel. © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel hinter einem Schild mit der Aufschrift Heute Warnstreik © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Gruppe streikender Menschen mit Plakaten und Pfeifen in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Die Nord-Ostsee-Kanal-Schleuse in Brunsbüttel wird bestreikt © Daniel Friedrichs Fotograf: Daniel Friedrichs
 
  • In der Tür der Kita "Wichtelhöhle" in Norderstedt steht ein ver.di-Aufsteller mit der Aufschrift "Heute: Warnstreik! Donnerstag, 12. April 2018". © NDR Fotograf: Sabine Alsleben
 
  • Ein leerer Bus. © NDR Fotograf: Julian Marxen
 
  • Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst steht vor dem Gewerkschaftshaus in Kiel für das Streikfrühstück an © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst beim Streikfrühstück im Gewerkschaftshaus in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf
 
  • Versammelte Gruppe streikender Personen aus dem öffentlichen Dienst in Kiel © NDR Fotograf: Christian Wolf

Hamburg: Kitas, Müllabfuhr und Theater im Fokus

Den Auftakt der Streik-Aktionen in Hamburg bildete die Stadtreinigung. Zudem traten Mitarbeiter der städtischen Kitas, der Hafenaufsicht, der Theater, der Bücherhallen und der Bundesbehörden in den Ausstand. Bei einer Kundgebung verteidigte ver.di-Chef Frank Bsirske am Morgen die Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. „Wenn die Kollegen hier in Hamburg in das wirtschaftliche Umfeld sehen, dann herrscht da Festtagsstimmung. Deshalb sind auch die Erwartungen klar“, sagte Bsirske vor mehreren Hundert Kundgebungsteilnehmern. In der Hansestadt streiken etwa 4.000 Beschäftigte. Ein Teil der Mitarbeiter der Stadtreinigung will auch am Freitag die Arbeit ruhen lassen.

Was tun, wenn die Kita dicht ist?

NDR Info – Wirtschaft – 12.04.2018 07:41 Uhr Autor/in: Alex Drost, NDR Info Wirtschaftsredaktion

Streiks im öffentlichen Dienst können unter anderem zu geschlossenen Kitas führen. Ist es in einem solchen Fall zulässig, der Arbeit fern zu bleiben und die Kinder zu Hause zu betreuen?

„Schluss mit der Hinhalte-Taktik““

In Mecklenburg-Vorpommern riefen ver.di und der Beamtenbund die Angestellten in Kommunal- und Bundesbehörden zum ganztägigen Warnstreik auf. In Schwerin beispielsweise wurden zwei Drittel der kommunalen Kitas bestreikt. Etwa 800 Beschäftigte nahmen an einer zentralen Kundgebung teil. „Wir machen klar, dass wir mehr erwarten, als diese Hinhalte-Taktik der Arbeitgeber“, sagte die Landesbezirksleiterin von Ver.di Nord, Susanne Schöttke.

Arbeitgeber kritisieren Warnstreiks

Die Arbeitgeberseite kritisierte die Aktionen. Die Verbandsgeschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Mecklenburg-Vorpommerns, Gabriele Axmann, sagte: „Die Warnstreiks sind unverhältnismäßig und treffen vor allem Eltern und Kinder.“ Es sei normal, dass „angesichts der hohen Forderungen“ noch keine Ergebnisse erzielt wurden. Die kommunalen Arbeitgeber seien zu angemessenen Lohnerhöhungen bereit. Die Verschärfung des Konflikts sei daher nicht nötig, sagte Axmann.

Am 15. und 16. April sollen die Tarifverhandlungen in Potsdam fortgesetzt werden.

Alle Meldungen aus den Ländern
Viele Menschen stehen mit ver.di Transparenten auf dem Bahnhofsvorplatz in Kiel. © NDR Fotograf: Christian Wolf
 

Ver.di-Warnstreik: 4.000 demonstrieren in Kiel

Kitas, Stadtwerke, Nord-Ostsee-Kanal-Schleusen: Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat für große Einschränkungen gesorgt. In Kiel versammelten sich 4.000 Demonstranten. mehr

http://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/10890346/oeffentlichen-dienst-warnstreiks-auch-in-schleswig-holstein/
https://www.loz-news.de/politik/landespolitik/2090-schleswig-holstein-ver-di-nord-weitet-die-warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-aus

http://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Tarifkonflikt-Warnstreiks-im-oeffentlichen-Dienst-in-SH

Copyright KN Online danke Frank Behling

Tarifkonflikt Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes wird es am Donnerstag auch in Schleswig-Holstein Warnstreiks geben. Wie die Gewerkschaft Verdi am Montag ankündigte, sollen die Aktionen alle Bereiche des Bundes und der Kommunen betreffen. Dazu zählten auch kommunale Krankenhäuser und Kitas.

200 Gewerkschafter demonstrierten bereits vor einigen Wochen in der Innenstadt von Rendsburg. 

Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Foto: 200 Gewerkschafter demonstrierten bereits vor einigen Wochen in der Innenstadt von Rendsburg. 
 
 

Kiel. Auch der Nord-Ostsee-Kanal wird bestreikt. Wo Kitas geschlossen werden, würden die Eltern in der Regel frühzeitig über

Elternbriefe informiert. Für sicherheits- und gesundheitsrelevante Einrichtungen seien, soweit erforderlich, Notdienstvereinbarungen

geschlossen oder den Arbeitgebern angeboten worden.

„Wir wollen den Druck auf die Arbeitgeber für die Tarifrunde am kommenden Wochenende nochmals erhöhen“, sagte Verdi-Landesleiterin

Susanne Schöttke. Die Gewerkschaft fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen

sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen

um 100 Euro erhöht werden. Eine Demonstration und eine zentrale Kundgebung für Schleswig-Holstein soll es in der Kieler Innenstadt

geben. Auch in den Nachbarländern Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es am Donnerstag Warnstreiks.

 

Von dpa

 
 
 

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Kommentare im Forum

Aquarius

09.04.2018

Streik, um eine Forderung zu erzwingen, i…

Streik, um eine Forderung zu erzwingen, ist alleine schon ein Zeichen für die mangelde Fähigkeit zu verhandeln, wenn dann noch unbeteiligte Dritte als Druckmittel missbraucht werden, offenbart sich, wie perfide und gleichermassen feige Gewerkschafter sind !

nnw

09.04.2018

Müssen Sie eigentlich bei jedem Streik I…

Müssen Sie eigentlich bei jedem Streik Ihre antiquierten Ansichten wieder aus der Schublade holen? Wird irgendwie langweilig.

Kommentar schreiben
 

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Alles-nach-Plan-Schleuse-Kiel-wieder-frei,schleuse834.html

Copyright NDR

Stand: 06.04.2018 17:55 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Alles nach Plan: Schleuse Kiel wieder frei

Sieben Wochen sind seit der schweren Havarie an der Schleuse Kiel-Holtenau vergangen. Sieben Wochen, die für die Schiffe teilweise stundenlange Wartezeiten am Nord-Ostsee-Kanal bedeuteten. Seit Freitagmittag ist die südliche Schleusenkammer nun wieder geöffnet. Das Ersatztor sei planmäßig eingebaut worden, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) mit. Die Arbeiten starteten um 7 Uhr. „Wir liegen voll im Zeitplan und können dank hervorragender Arbeit aller Experten von einer Punktlandung sprechen“, teilte der WSA-Sprecher Matthias Visser mit.

Freie Fahrt im Nord-Osee-Kanal

NDR 1 Welle Nord – 06.04.2018 17:00 Uhr Autor/in: Christian Wolf

In Kiel am Nord-Ostsee-Kanal steht die gesperrte Südschleuse wieder zur Verfügung. Vor sieben Wochen krachte dort ein Containerschiff gegen ein Schleusentor.Jetzt ist ein Ersatztor eingebaut.

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Reserve-Schleusentor wiegt mehr als 1.000 Tonnen

Das Reservetor, das eingebaut wurde, lag schon seit zwei Tagen am Kanal. Mit einem Schlepper wurde dieses 18 Meter hohe und 1.100 Tonnen schwere Stahltor direkt vor der Schleusenkammer platziert und dann auf zwei darunter liegende Torwagen abgesenkt. Auf diesen Torwagen wurde das Schiebetor zum Schließen und Öffnen der Schleusenkammer bewegt.

Vielleicht Reparatur möglich

Vor Ostern hatten Experten das zerstörte Tor bereits komplett abtransportiert. Weil es so kaputt war, konnte es nicht mit gewöhnlichen Mitteln aus seiner Torlaufbahn ausgebaut werden. Es wurde in zwei Teile zerschnitten und mit einem großen Schwimmkran aus seiner Torbahn gehoben. Dutzende Zuschauer hatten das Spektakel vom kleinen Gehweg am Kanal aus verfolgt.

Unklar ist aktuell noch, ob das zerstörte Schleusentor repariert werden kann oder komplett durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich

Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Nach Angaben des WSA liegt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

„Matador 3“ stemmt das Schleusentor

 
  • Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Timo Jahnke

    Eine Spektakel für Schiffsfreunde: Am Karfreitag hebt der Schwimmkran „Matador 3“ vor den Augen Dutzender Zuschauer die zweite Torhälfte des defekten Schleusentors an, …

 
  • Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz

    … und setzt sie auf ein Ponton. So soll das Torteil zur Werft gebracht werden.

 
  • Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schwere Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz

    Das Schleusentor war zuvor in zwei Teile zerschnitten worden.

 
  • Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz

    In der Werft soll das gesamte Tor zunächst gereinigt und dann begutachtet werden. Experten klären dann die Frage, ob es repariert werden kann.

 
  • Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz

    Ab dem 8. April soll die Südkammer der Schleuse dann wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden.

Weitere Informationen
Das Schiff Akacia hat das Schleusentor in Kiel-Holtenau durchbrochen. © dpa-Bildfunk Fotograf: Daniel Friederichs/dpa

Unfall an NOK-Schleuse: Ursache geklärt

Ein technischer Fehler hat dazu geführt, dass Ende Februar das Containerschiff „Akacia“ in das Tor der Südkammer der Schleuse Kiel-Holtenau gefahren ist. Das Schiff wird in Hamburg repariert. mehr

Ein großer Krank bei den Reparaturarbeiten am Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Rebekka Merholz

Kanal-Schleuse in Kiel: So läuft die Reparatur

Nach dem Frachter-Unglück in Kiel-Holtenau wird das defekte Schleusentor der Südkammer diese Woche geborgen. Danach bauen Experten ein bereitstehendes Reservetor ein. mehr

Foto: Das Ersatztor ist einbaut, die Schleusenkammer kann wieder genutzt werden.

Ersatztor für Schleuse Kiel-Holtenau

 

Kiel

 

. Die Reparaturarbeiten nach einer schweren Havarie sind abgeschlossen, ein Ersatztor wurde am Freitag eingesetzt, wie der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSV), Matthias Visser, mitteilte. Seit der Havarie stand in Kiel-Holtenau nur eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe im oder vor dem Nord-Ostee-Kanal betrugen oft mehrere Stunden.

Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Er fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts liegt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

 

Von lno

NOK News: Schleusenanlage Kiel-Holtenau

 

Seit Freitag, dem 06.04.2018 um 14:00Uhr, steht in Kiel-Holtenau die Große Südkammer der Schifffahrt wieder zur Verfügung.

Damit stehen in Kiel-Holtenau sowohl die Große Nord- als auch die Große Südkammer der Schifffahrt zur Verfügung.

06. Apr. 2018 11:41
 
https://www.abendblatt.de/hamburg/article213930135/Schleuse-am-Nord-Ostsee-Kanal-soll-wieder-oeffnen.html
Copyright abendblatt
 
 
http://www.rtntvnews.de/news/16116/Ersatztor-fuer-Schleuse-Kiel-Holtenau/
Copyright rtntv

(rtn) Die wochenlange Behinderung des Schiffsverkehrs hat bald ein Ende: Die Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal erhält heute wieder eine zweite Kammer. Dafür wird ein Ersatztor eingebaut.

Der Schiffsverkehr im Nord-Osee-Kanal soll ab Freitagnachmittag auch wieder die sieben Wochen lang gesperrte südliche Schleusenkammer in Kiel-Holtenau nutzen können. Die Reparaturarbeiten nach einer schweren Havarie stünden vor dem Abschluss, ein Ersatztor soll am Freitagmorgen eingesetzt werden, teilte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSV), Matthias Visser, am Donnerstag mit.

Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Er fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts liegt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

In der Woche vor Ostern war das kaputte und für die Bergung in zwei Teile zerschnittene Schleusentor entfernt und in den Kieler Hafen gebracht worden – mit Hilfe eines aus Rotterdam gekommenen Schwimmkrans.

Taucher untersuchten, ob die Torlaufbahn der Schleusenanlage bei der Havarie beschädigt wurde. „Die Torlaufbahn hat keinen Schaden genommen“, so Visser.

Seit der Havarie stand in Kiel-Holtenau nur eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe betrugen oft mehrere Stunden.

Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Kiel-Holtenau (WSA) starteten die Arbeiten um sieben Uhr. Am Nachmittag soll alles fertig sein heißt es in eineer Medlung des WSA:  „Zunächst wurde die Torbahn in den 15 Meter hohen Seitenbereichen und der 45 Meter langen Bahn kontrolliert. Es musste geprüft werden, ob die Schienen und/oder der Massivbau durch die Havarie beschädigt wurden. Die Inspektionsarbeiten an der Torbahn wurden Donnerstag abgeschlossen. Die Torlaufbahn scheint unbeschädigt, wir haben keine Schäden erkennen können. Das Reservetor kann somit am Freitagmorgen, 06.04.2018 eingebaut werden.

Wir haben das Reservetor bereits von seinem Liegeplatz im NOK Binnenhafen in die Südkammer verholt. Dort bereiten wir das Tor zum Einbau vor: Die Ballasttanks werden teilweise mit Wasser befüllt. Sind die Ballasttanks leer, schwimmt das Tor mit Unterstützung von zwei Hebepontons mit einem Tiefgang von 9,5 Metern (das ist der auf dem 11 Meter tiefen NOK der zulässige Tiefgang den auch Schiffe maximal haben dürfen). In diesem Zustand kann das Tor mit Schleppern die Wasserstraße nutzen und z.B. zu einer Werft gefahren werden.

Werden die Ballasttanks mit Wasser gefüllt, senkt sich das Tor langsam ab. Die Schleusenkammer ist tiefer als der Kanal, die Schienen der Torbahn liegen sogar in 14 Metern Wassertiefe. Das Tor kann deshalb in der Kammer schon mal teilweise abgesenkt werden. Wir befüllen die Ballasttanks des Tores deshalb teilweise schon mal mit Wasser. Das erhöht den Tiefgang und spart später beim Einbau Zeit.

Das Tor muss aber noch schwimmfähig bleiben. Wenn es dann in die Torbahn eingeschwommen worden ist und dort über den auf den Schienen bereits abgesetzten Torunterwagen richtig positioniert ist, werden die Ballasttanks weiter befüllt. So lange, bis das Tor sicher auf den Torunterwagen zu stehen gekommen ist. Wir befüllen die Ballasttanks dann so lange weiter mit Wasser, bis etwa 40 Tonnen Gewicht auf jedem Torunterwagen aufliegen. Dann können wir sicher sein, dass das Schiebetor sicher auf den Torunterwagen sitzt und es probefahren. Wenn alles funktioniert, können wir der Schifffahrt die Südkammer wieder zur Verfügung stellen.

Am 05.04. wurden die beiden Torunterwagen auf den Schienen platziert. Unser Schwimmkran Griep To II hat die fahrbaren Gestelle auf die Schienen gestellt und unsere Taucher haben die Wagen an der für das Tor richtigen Stelle positioniert. Wenn das Tor sich auf die Torunterwagen herabsenkt, fädelt sich ein Balken zwischen die auf dem Torunterwagen gut zu erkennenden Höcker ein.“ Quelle: WSA

Das Tor der Südkammer war bei einer Havarie am 20. Februar zerstört worden. Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt.

WSV / Nicole Krohn

Kiel Der Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal soll von heute Nachmittag an auch wieder die sieben Wochen lang gesperrte südliche Schleusenkammer in Kiel-Holtenau nutzen können. Die Reparaturarbeiten nach einer schweren Havarie stünden vor dem Abschluss, ein Ersatztor soll am Morgen eingesetzt werden, teilte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSV), Matthias Visser, gestern mit. Das neue Tor wird Schritt für Schritt von einem Schlepper in die richtige Position zum Einbau manövriert (Illustration).

Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Er fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts liegt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

In der Woche vor Ostern war das kaputte und für die Bergung in zwei Teile zerschnittene Schleusentor entfernt und in den Kieler Hafen gebracht worden – mit Hilfe eines aus Rotterdam gekommenen Schwimmkrans. Taucher untersuchten, ob die Torlaufbahn der Schleusenanlage bei der Havarie beschädigt wurde. „Die Torlaufbahn hat keinen Schaden genommen“, so Visser. Seit der Havarie stand in Kiel-Holtenau nur eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe betrugen oft mehrere Stunden. lno

 
 
 https://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article213877677/Das-kaputte-Schleusentor-am-Nord-Ostsee-Kanal-wird-geborgen.html
Copyright Abendblatt

Kiel

Kaputtes Schleusentor am Nord-Ostsee-Kanal wird geborgen

Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz

Seit der Kollison eines Schiffes mit einem Schleusentor gibt es dort Engpässe. Südkammer soll bis 8. April wieder frei sein.

Kiel. Fast sechs Wochen nach einer schweren Havarie in der Schleusenanlage Kiel-Holtenau des Nord-Ostsee-Kanals haben am Donnerstag die zweitägigen Arbeiten zum Ausbau und der Bergung des zerstörten Schleusentores begonnen. Am Donnerstagnachmittag sollte mit einem aus Rotterdam gekommenen Schwimmkran eine Hälfte des bereits zerschnittenen Tores und am Freitag die zweite Hälfte geborgen und auf einen Ponton geladen werden. Das teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSV) mit.

Eines von zwei Reservetoren steht für den in der ersten Aprilwoche geplanten Toreinbau bereit. Voraussetzung sei aber, dass die Torlaufbahn bei der Havarie keinen Schaden genommen habe, erläuterte das WSV. Dies könne geprüft werden, sobald das havarierte Tor aus seiner Torlaufbahn herausgehoben und die Torlaufbahn von Stahlteilen, die beim Trennen des Tores herabfielen, befreit sei. Bisher ist geplant, die große Südkammer spätestens bis zum 8. April wieder für die Schifffahrt freizugeben.

Schiffe müssen an der Schleuse mehrere Stunden warten

Zurzeit steht in Kiel-Holtenau nur noch eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe betrugen am Donnerstag drei Stunden, in Brunsbüttel an der Elbe sogar vier Stunden.

Das fast 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ hatte in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Er fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts liegt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

Beide Torhälften sollen nach dem Ausbau auf Pontons zur Kieler German Naval Yards geschleppt werden. Eine Begutachtung soll Aufschluss geben, ob eine Reparatur des Schleusenschiebetors noch möglich ist oder ob es durch einen Neubau ersetzt werden muss.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Nord-Ostsee-Kanal-Kaputtes-Schleusentor-ausgebaut,schleuse832.html
Copyright NDR
 
Stand: 29.03.2018 17:07 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Nord-Ostsee-Kanal: Kaputtes Schleusentor ausgebaut

Nachdem im Februar ein Tor der Kieler Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal bei einer Kollision zerstört wurde, haben Experten das Tor am Karfeitag komplett abtransportiert. Am Donnerstag hatte der Schwimmkran „Metador 3“ seinen ersten Einsatztag, die Arbeiten gingen aber deutlich langsamer voran als ursprünglich geplant. Am Freitag übertrafen die Spezialisten ihre eigenen Zeitpläne: Schon am späten Vormittag stand der zweite Teil des Schleusentors auf einem Ponton. Beide Torhälften wurden zur Werft German Naval Yards gebracht. Dutzende Zuschauer verfolgten vom kleinen Gehweg am Kanal aus das Spektakel.

„Matador 3“ stemmt das Schleusentor

Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Timo Jahnke
Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz
Schwimm-Kran Matador 3 hebt das 1.000 Tonnen schewe Schleusentor aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Daniel Kummetz
 

Vielleicht Reparatur möglich

In der kommenden Woche werden dann laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) Ingenieure die beiden Torhälften untersuchen. Sie sollen bewerten, ob „eine Reparatur des Schleusenschiebetors noch möglich ist oder ob es durch einen Neubau ersetzt werden muss“.

In der ersten Aprilwoche soll eines der zwei Reservetore eingebaut werden. Voraussetzung ist aber laut WSA, dass die Schienen, auf denen sich das Schleusentor bewegt, bei der Havarie keinen Schaden genommen haben. Dies muss noch überprüft werden.

Vielleicht Reparatur möglich

In der kommenden Woche werden dann laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) Ingenieure die beiden Torhälften untersuchen. Sie sollen bewerten, ob „eine Reparatur des Schleusenschiebetors noch möglich ist oder ob es durch einen Neubau ersetzt werden muss“.

In der ersten Aprilwoche soll eines der zwei Reservetore eingebaut werden. Voraussetzung ist aber laut WSA, dass die Schienen, auf denen sich das Schleusentor bewegt, bei der Havarie keinen Schaden genommen haben. Dies muss noch überprüft werden.

 

Schleuse Kiel-Holtenau wird ausgebaut

NDR 1 Welle Nord – Nachrichten für Schleswig-Holstein – 29.03.2018 11:00 Uhr Autor/in: Fabian Weißhaupt

Nach dem Crash in der Schleuse Kiel-Holtenau im Februar hebt jetzt ein Schwimmkran das kaputte Schleusentor aus den Angeln.

5 bei 2 Bewertungen

 

Frank Behling

1 StdKiel

680 Tonnen Metallschrott sind klar für die letzte Reise.

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Schwimmkran-soll-am-Donnerstag-Schleusentor-in-Holtenau-heben
Copyright Kieler Nachrichten  Online danke Frank Behling
Foto: An der Schleuse in Kiel-Holtenau wird heute Nacht die "Matador 3" erwartet. Donnerstagfrüh soll der große Schwimmkran mit der Bergung des beschädigten Schleusentores beginnen.

 

Liveblog von der Schleuse Bergungsaktion startet im Morgengrauen

Fünf Wochen nach der schweren Havarie des Frachters „Akacia“ startet am Donnerstag die Bergung des Schleusentores in Kiel-Holtenau. Der große niederländische Schwimmkran „Matador 3“ soll am Donnerstagfrüh ans Werk gehen. KN-online berichtet live von den Arbeiten.

 

Heute

09:30

Der Schwimmkran „Matador 3“ geht in Position. Der zweite Akt beginnt.

Kiel

. An der Schleuse in Kiel-Holtenau beginnt am Donnerstag der schwerste Teil der Bergung des ramponierten Schleusentores. Der niederländische Schwimmkran „Matador 3“ ist im Nord-Ostsee-Kanal auf dem Weg nach Kiel und wird am Donnerstagmorgen an der Südschleuse in Position gebracht. Danach sollen die Experten aus Rotterdam mit der  Bergung des schwer beschädigten Schleusentores beginnen. Die „Matador 3“ ist einer der größten Schwimmkräne Europas und kann bis zu 1800 Tonnen heben. 

Taucher haben das Schleusentor in den vergangenen zehn Tagen in zwei Teile zerschnitten und auf den Abtransport vorbereitet. Die „Matador 3“ soll mit seinem gewaltigen Ausleger in Position gehen. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau mitteilt, werden die dann folgenden Arbeiten zum Ausbau des Schleusentores je nach Wetterlage den gesamten Donnerstag andauern und bis in die Nacht zum Freitag gehen.

Die Besatzung des niederländischen Schwimmkrans soll die beiden Hälften des Schleusentores nacheinander aus dem Wasser heben und auf einen bereitliegenden Ponton heben. Mit diesem Ponton soll das Schleusentor dann zur Werft German Naval Yards Kiel in Gaarden gebracht und dort abgeladen werden.

Das rund 1000 Tonnen schwere Schleusentor war in der Nacht zum 20. Februar von dem Containerfrachter „Akacia“ gerammt und schwer beschädigt worden. Der Einsatz des Schwimmkrans ist vom Wohnmobilstellplatz am Scheerhafen aus gut für Interessierte zu beobachten.

Wenn die Bergung erfolgreich verläuft, könnte in der nächsten Woche mit dem Einbau eines Ersatztores begonnen werden. Wenn das klappt, sind Ende kommender Woche wieder beide großen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau einsatzbereit.

 

Liveticker: Bergung an der Schleuse Kiel-Holtenau

 

  • Gestern

    22:36

    Der Abtransport der ersten Schleusentor-Hälfte hat begonnen. Nach dem Lösen aller acht Schäkel kann sich der Schwimmkran „Matador 3“ wieder zur Schleuse verholen. Der Schlepper „Holtenau“ bringt jetzt das schrottreife Schleusentor zur Werft German Naval Yards nach Gaarden. Dort wartet der Portalkran auf den Einsatz. Mit dem Portalkran wird das halbe Schleusentor ins Trockendock 8a gehoben. Der Schwimmkran „Matador 3“ und der Arbeitsponton „TK9“ gehen vor der Südschleuse in eine Ruheposition für die Nacht. Bei Tagesanbruch setzen die Teams ihre Arbeit fort.
  • Gestern 21:44
    Die Teams der Werft Nobiskrug und der Besatzungen der Schiffe müssen länger als geplant arbeiten. Ursprünglich war geplant, dass das kaputte Schleusentor auf dem Ponton gegen 21 Uhr bei der Werft German Naval Yards durch den SFK-Schlepper „Holtenau“ angeliefert wird. Durch die widerspenstigen Schäkel könnte es Mitternacht werden. Zur Unterstützung ist der Kranponton „TK9“ zum Schleusentor gefahren. Mit dem Mobilkran von „TK9“ werden die Schäkel gelöst.
  • Gestern 21:21
    Die Arbeiten gehen in die Verlängerung. Das lösen der Schäkel an den acht Kranseilen verzögert sich.
  • Gestern 20:01
    Die Sicherung des Schleusentors auf dem Ponton ist abgeschlossen. Die ersten Schiffe haben den Arbeitsbereich an der Scheermole passiert. Darunter auch das Kreuzfahrtschiff „Astoria“.
  • Gestern 19:16
    Der Schwimmkran hat das Schleusentor auf den Ponton „Hörn 20“ abgesetzt. Jetzt wird das Tor durch Arbeiter der Nobiskrug-Werft gesichert.
  • Gestern 17:33
    Das Schleusentor hängt am Schwimmkran in der Zufahrt zur Schleuse. In Kürze wird es auf den Ponton „Hörn 20“ abgesetzt.
  • Gestern 16:25
    Der Kran hat die Torhälfte jetzt am Haken. In Kürze beginnt der Abtransport.
  • Gestern 16:23
    Das Schleusentor ist aus dem Wasser.
  • Gestern 16:10
    Der nächste Abschnitt beginnt. Der Schwimmkran hebt jetzt die Schleusentorhälfte aus dem Wasser heraus. Gegen 16:30 Uhr soll das Tor komplett aus dem Wasser gehoben werden.
  • Gestern 15:41
    Der nächste Schritt wird vorbereitet. Der Schlepper „Holtenau“ ist mit dem Ponton „Hörn 20“ vor der Schleuse eingetroffen. Auf dem Ponton soll später die erste Schleusentor-Hälfte abgesetzt werden. An dem Schleusentor geht das Leeren der Ballasttanks weiter.
  • Gestern 15:18
    Der Hebevorgang geht weiter. Mitarbeiter der Werft Nobiskrug und des WSA lenzen die Ballasttanks. Dadurch wird das Gewicht des Tores reduziert. Der Schwimmkran „Matador 3“ hat die erste Torhälfte jetzt etwa sechs Meter aus dem Wasser gehoben.
  • Gestern 15:06
    Die erste Schleusentorhälfte ist etwa zu einem Drittel aus dem Wasser. Jetzt muss der Schwimmkran „Matador 3“ das Tor ausrichten.
  • Gestern 14:49
    Der Hebevorgang beginnt. Die erste Torhälfte wird Meter für Meter aus dem Wasser gehoben.

 

Schiffspositionen: Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

Sehen Sie live die Position aller Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal, in der Kieler Förde, der Ostsee und im Kieler Hafen. Hier klicken! mehr

 

Da der Kran ja erst gegen 11:00 Uhr in di…

Da der Kran ja erst gegen 11:00 Uhr in die Schleuse eingelaufen ist, kann es ja wohl noch keine Erfolgsmeldung geben.

 

07:15

Feiertag ist auf Schleuse Arbeitstag. Mit Tagesanbruch starteten die Besatzungen der Bergungseinheiten wieder mit den Aktivitäten. Im Laufe des Vormittags soll die zweite Hälfte des Schleusentors gehoben werden. Die Teams der Werft Nobiskrug und der Firmen Taucher Knoth und Nordseetaucher haben bereits vier Ketten durch das Tor gezogen. An diesen Ketten werden jetzt die Bergungsteams im Laufe des Morgens den Schwimmkran „Matador 3“ befestigen. „Ich bin mit dem Ablauf der Arbeiten sehr zufrieden. Wir sind sehr gut vorangekommen“, sagt Diethard Stier (Foto) von der Bereichsleiter Stahlbau der Rendsburger Nobiskrug-Werft. Er ist auch der Projektleiter der Schleusentor-Bergung und koordiniert die Maßnahmen. Gegen 9 Uhr soll der Hebevorgang beginnen. Für 11 Uhr ist der Schlepper „Holtenau“ mit dem Ponton „Hörn 20“ bestellt. Auf „Hörn 20“ soll „Matador 3“ gegen Mittag die zweite Hälfte des zerstörten Schleusentores abstellen. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Bergungsarbeiten sogar schon am Nachmittag beendet werden. Beim ersten Teil der Bergung hatte der Schwimmkran „Matador 3“ am Donnerstag 680 Tonnen an den beiden Haken. Das zweite Teil des Schleusentores soll laut Bergungsmannschaft deutlich leichter sein. Das Gesamtgewicht des etwa 1912 gebauten Tores liegt bei rund 1000 Tonnen.
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https://www.hansa-online.de/2018/03/featured/96098/streik-am-nok-unverantwortlich/
  • Taucher im Nord-Ostsee-Kanal vor dem zerstörten Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Tobias Gellert

    Taucher stellen an der Südschleuse in Kiel-Holtenau einen Totalschaden am Tor fest.

  • Entwurfszeichnung des Schleusentors in Kiel-Holtenau, die die Lage der Ballasttanks in den Schleusenkammern zeigt. © Wasserstraßen -und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

    So sieht ein Schleusentor aus: Von außen unscheinbar, von innen voller Technik. Fünf der 16 Ballasttanks sind zerstört. Das Tor muss umständlich geborgen werden.

  • Wenige Stunden nach der Havarie: Viele Schiffe warten am Dienstag in den frühen Morgenstunden auf der Kieler Förde, …

  • Das Schiff Akacia hat das Schleusentor in Kiel-Holtenau durchbrochen. © NDR Fotograf: Alina Behrendt

    … da die Südkammer der Schleuse nun gesperrt ist und Schiffe die Nordkammer nutzen müssen. Auch am Mittwoch beträgt die Wartezeit in Kiel-Holtenau noch drei Stunden.

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  • Taucher im Nord-Ostsee-Kanal vor dem zerstörten Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Tobias Gellert

    Taucher stellen an der Südschleuse in Kiel-Holtenau einen Totalschaden am Tor fest.

  • Entwurfszeichnung des Schleusentors in Kiel-Holtenau, die die Lage der Ballasttanks in den Schleusenkammern zeigt. © Wasserstraßen -und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

    So sieht ein Schleusentor aus: Von außen unscheinbar, von innen voller Technik. Fünf der 16 Ballasttanks sind zerstört. Das Tor muss umständlich geborgen werden.

  • Das Schiff Akacia wird von Schleppern aus der Schleusenkammer gezogen. © NDR Fotograf: Tobias Gellert

    36 Stunden nach dem Crash in einer Schleuse in Kiel-Holtenau ist das havarierte Containerschiff „aus dem Weg geräumt“.

  • Das Schiff Akacia wird von einem Schlepper aus der Schleusenkammer gezogen. © NDR Fotograf: Tobias Gellert

    Zwei Schlepper, die „Wolf“ und die „Holtenau“, manövrieren die „Akacia“ mit größter Vorsicht aus der Schleusenkammer.

  • Das Schiff Akacia wird von Schleppern aus der Schleusenkammer gezogen. © NDR Fotograf: Tobias Gellert

    Das 150 Meter lange manövrierunfähige Schiff wird wenig später in den Kieler Nordhafen hinter der Holtenauer Hochbrücke gebracht.

 
Foto: WSA-Kiel
 

 

Ein Abstand von zwei Metern soll verhindern, dass sich die Hälften beim Abtransport verhaken.

 

 

Foto: WSA-Kiel

Ein Abstand von zwei Metern soll verhindern, dass sich die Hälften beim Abtransport verhaken.

Kommende Woche wird ein Schwimmkran zum Herausheben der Torhälften zum Einsatz kommen. Diese werden jeweils auf Pontons gesetzt und dann abtransportiert. Damit ist ein Werftbetrieb aus Rendsburg beauftragt worden. Taucher werden dann die Torlaufbahn auf Schäden inspizieren.

Ein Schwimmkran setzt das demolierte Tor auf Pontons.

Foto: WSA-Kiel

Ein Schwimmkran setzt das demolierte Tor auf Pontons.

Das neue Schleusentor soll ab 19. März eingeschwommen und in die Schleusenanlage eingebaut werden, damit der Betrieb in der großen

– Quelle: https://www.shz.de/19259926 ©2018

Das alte Tor soll vermessen und inspiziert werden, damit es möglichst schnell wieder als Reservetor dienen kann.

Festgehalten wurde das Unglück von einem Angler. Er filmte das Schiff in der Nacht auf den 20. Februar, wie es in die Schleuse einfuhr.

– Quelle: https://www.shz.de/19259926 ©2018

Eines von zwei Reserve-Toren des WSA-Kiel wird eingebaut.

 

Südschleuse Kiel-Holtenau : Nach Havarie mit Frachter: Bergungsarbeiten des Schleusentors beginnen

In der letzten Märzwoche soll die Südkammer der Schleusenanlage wieder betriebsbereit sein.

 

 

Copyright NDR

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Kanal-Schleuse-in-Kiel-So-laeuft-die-Reparatur,schleuse822.html

 

 

Stand: 05.03.2018 12:48 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Kanal-Schleuse in Kiel: So läuft die Reparatur

Nach der Kollision an der Schleuse Kiel-Holtenau arbeiten Experten weiter daran, das kaputte Tor der Südkammer auszubauen. Erste Stahlteile wurden bereits entfernt. Diese Woche ist laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) geplant, dass Arbeiter das stark beschädigte Schiebetor mit einer Seilsäge in zwei Teile zerlegen. Danach kann es mit einem Kran aus seiner Torlaufbahn herausgeholt werden. Anschließend untersuchen Taucher die Schienen, auf denen das Schleusentor bewegt wird. Sind sie intakt, bauen Experten ein bereitstehendes Reservetor ein, damit die Schifffahrt wieder schnellstmöglich ungehindert in den Kanal ein- und auslaufen kann. Nach WSA-Angaben kann die Große Südkammer voraussichtlich Ende März wieder in Betrieb genommen werden.

Kieler Schleuse soll Ende März wieder frei sein

NDR 1 Welle Nord – Nachrichten für Schleswig-Holstein – 05.03.2018 12:00 Uhr Autor/in: Rebekka Merholz

Die Große Südkammer der Kieler Schleuse soll voraussichtlich Ende März wieder für die Schifffahrt bereitstehen. Das hat das Wasserstraßen-und Schifffahrtsamt mitgeteilt.

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Instandsetzung des Tores weiterhin fraglich

Am 19. Februar hatte das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ das 1.000 Tonnen schwere Schleusentor gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Containerfrachter war so schnell unterwegs, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Unklar ist weiterhin, ob es repariert werden kann. Der Schaden an dem Tor geht laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in den zweistelligen Millionenbereich.

 
Weitere Informationen
Schweißerarbeiten zu Beginn der Reparaturarbeiten am Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Rebekka Merholz

Kanal-Schleuse in Kiel: Schweißer im Einsatz

In Kiel-Holtenau haben Werftarbeiter damit begonnen, erste Stahlteile des defekten Schleusentors zu entfernen. Damit werden Schweißer mehrere Tage beschäftigt sein. Auch ein Kran kommt zum Einsatz. mehr

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https://www.bild.de/regional/hamburg/schiffsunglueck/taucher-an-der-ungluecksschleuse-54981322.bild.html

Das Schleusentor in Kiel-Holtenau ist nach dem Unfall komplett zerstörtSchifffahrt International

Kiel-Holtenau – Taucher-Einsatz am zerstörten Schleusentor im Nord-Ostsee-Kanal.

Sie bergen gerade bis in 15 Meter Wassertiefe verbogenen Stahl, der seit dem Aufprall des Container-Frachters „Akacia“ am 20. Februar in die Schleusen-Südkammer ragt. Die Teile im Überwasserbereich wurden bereits entfernt, schon jetzt lagern 35 Tonnen Stahl auf einen Ponton.

 http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Ausfall-der-Maschine-Tanker-fuhr-in-der-Nacht-in-die-Boeschung
Copyright KN Online danke Frank Behling

Deshalb schickte die Revierzentrale den Kieler Schlepper „Holtenau“ sowie aus Brunsbüttel des Schlepper „Wolf“ zu dem Havaristen. Bis zum Eintreffen der „Holtenau“ um 6.30 Uhr war der Kanal aus Sicherheitsgründen im Bereich zwischen Rendsburg und Breiholz voll gesperrt. Nachdem die „Holtenau“ den Havaristen am Heck fixiert hatte, wurde die Unfallstelle für die Schifffahrt halbseitig freigegeben. Um den Havaristen an der Böschung zu stabilisieren hatte die Besatzung außerdem noch den Steuerbordanker fallen gelassen.

Kurz nach 8 Uhr konnten die Schlepper „Wolf“ und „Holtenau“ den in Malta registrierten Tanker von der Böschung wegziehen und zur Weiche Breiholz schleppen. Dort erfolgt jetzt die Untersuchung des Schiffes auf Schäden. Wo der Tanker danach hingeschleppt wird, soll dann entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Artikel von
Frank Behling Lokalredaktion Kiel/SH
 

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02. März 2018

Nächste Havarie im NOK

Mit Schweröl beladener Tanker „Northsea Rational“ blockierte Kanal für mehrere Stunden – Kein Umweltschaden mehr …

 

Stand: 27.02.2018 16:54 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min.

Kanal-Schleuse in Kiel: Schweißer im Einsatz

Schweißerarbeiten zu Beginn der Reparaturarbeiten am Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Rebekka Merholz

Werftarbeiter haben damit begonnen, verbogene Stahlteile abzuschweißen.

Nach der Frachter-Havarie im Nord-Ostsee-Kanal ist in Kiel-Holtenau weiter eine der beiden Schleusen defekt. Der Schaden am Schleusentor der Südkammer geht laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau in den zweistelligen Millionenbereich. Doch wie kaputt das Tor tatsächlich ist, das kann zurzeit noch niemand mit Gewissheit sagen. Nach Angaben von Experten ist die Situation unter Wasser unübersichtlich. Am 19. Februar hatte das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ das Schleusentor gerammt und teilweise durchbrochen. Nun hat die Rendsburger Nobiskrug-Werft den Auftrag bekommen, das Tor auszubauen.

Rendsburger Werft baut Schleuse aus

NDR 1 Welle Nord – 26.02.2018 12:00 Uhr Autor/in: Wolf, Christian

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat eine Firma gefunden, die das beschädigte Schleusentor in Kiel-Holtenau ausbauen soll. Den Auftrag ergatterte Nobiskrug aus Rendsburg.

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„Akacia“ darf Hafen nicht verlassen

Noch ist nicht klar, wer für den Schaden aufkommt, da die Unfallursache noch nicht bekannt ist. Deshalb hat die Generaldirektion der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung beim Kieler Amtsgericht einen Arrest für den Frachter beantragt. Bis auf weiteres darf die „Akacia“ den Kieler Nordhafen nicht verlassen. Damit will die Behörde nach eigenen Angaben für notwendige Sicherheiten sorgen, damit der Gesamt-Schaden abgedeckt ist. Die Reederei aus Hamburg wollte sich auf Nachfrage bislang nicht äußern.

Schwierige Ausbau-Arbeiten

Ein großer Krank bei den Reparaturarbeiten am Schleusentor in Kiel-Holtenau. © NDR Fotograf: Rebekka Merholz

Mithilfe eines Krans werden die defekten Teile Stück für Stück aus dem Wasser gezogen.

Am Dienstag haben Werftarbeiter von Nobiskrug damit begonnen, erste Stahlteile des defekten Schleusentores zu entfernen. Dafür hatten die Verantwortlichen einen Kran aus Hamburg angefordert. Die Arbeiter schweißen Stück für Stück die verbogenen Metallteile an dem 1.000 Tonnen schweren Schleusentor ab, der Kran zieht sie anschließend nach oben. Das wird nach Einschätzung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes wohl mehrere Tage dauern. Wenn das erledigt ist, sollen sich Ingenieure die Tor-Reste anschauen – und dann entscheiden, wie das Tor am besten geborgen werden kann. Erst danach könne entschieden werden, ob das kaputte Schleusentor erneuert werden muss oder doch noch repariert werden kann, so Matthias Visser vom Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt. Sicher ist: Der Frachter hat das Tor bis sieben Meter unter der Wasserspiegeloberfäche zerstört.

Neues Tor steht schon bereit

Ziel ist laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, das stark beschädigte Schiebetor schnell und sicher aus seiner Torlaufbahn zu enfernen. Danach soll ein bereitstehendes Reservetor eingebaut werden, damit die Schifffahrt wieder schnellstmöglich ungehindert in den Kanal ein- und auslaufen kann. Bei unbeschädigten Toren dauert so ein Wechsel in der Regel zwei bis drei Tage. Doch diesmal dürfte es nach Einschätzung von Experten wohl deutlich länger dauern.

Weitere Informationen
Das Schiff Akacia hat das Schleusentor in Kiel-Holtenau durchbrochen. © NDR Fotograf: Alina Behrendt
13 Bilder

„Akacia“ abgeschleppt: Schleusentor ist Totalschaden

Ein Containerschiff hat auf dem Nord-Ostsee-Kanal ein Schleusentor in Kiel-Holtenau gerammt. Nun ist das Schiff abgeschleppt worden. Die Taucher stellen einen Totalschaden am Tor fest. Bildergalerie

Schleusentor
 
02:30

Schleusentor stärker beschädigt als befürchtet

21.02.2018 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin

Nachdem der portugiesische Frachter „Akacia“ das Schleusentor in Kiel-Holtenau gerammt hatte, bleibt die Südkammer wohl wochenlang unpassierbar. Das Tor muss ausgebaut werden. Video (02:30 min)

Das Schiff Akacia wird von einem Schlepper gezogen. © NDR Fotograf: Tobias Gellert
 

Droht kostspieliger Neubau des Schleusentores?

Nach der Kollision an der Schleuse Kiel-Holtenau wird nun das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Ob das Schleusentor der Südkammer repariert werden kann, ist noch unklar. mehr

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schleuse-Millionenauftrag-geht-an-Nobiskrug,schleuse816.html

Copyright NDR

Stand: 26.02.2018 11:18 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Schleuse: Millionenauftrag geht an Nobiskrug

 

Verbogenene und überstehende Stahlteile erschweren die Bergung des Tors.

Nach der Frachter-Havarie im Nord-Ostsee-Kanal ist in Kiel-Holtenau weiter eine der beiden Schleusen defekt. Der Schaden am Schleusentor der Südkammer geht laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau in den zweistelligen Millionenbereich. Doch wie kaputt das Tor tatsächlich ist, das kann zurzeit noch niemand mit Gewissheit sagen. Nach Angaben von Experten ist die Situation unter Wasser unübersichtlich. Am 19. Februar hatte das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ das Schleusentor gerammt und teilweise durchbrochen. Nun hat die Rendsburger Nobiskrug-Werft den Auftrag bekommen, das Tor auszubauen.

Rendsburger Werft baut Schleuse aus

NDR 1 Welle Nord – 26.02.2018 12:00 Uhr Autor/in: Wolf, Christian

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat eine Firma gefunden, die das beschädigte Schleusentor in Kiel-Holtenau ausbauen soll. Den Auftrag ergatterte Nobiskrug aus Rendsburg.

5 bei 4 Bewertungen

Schwierige Ausbau-Arbeiten

Bevor mit dem Ausbau des zerstörten Schleusentores begonnen werden kann, müssen zunächst verbogene und überstehende Stahlteile abmontiert werden. Dafür haben die Verantwortlichen einen Kran aus Hamburg angefordert. Noch ist nicht entschieden, wie genau das Tor ausgebaut werden soll und wo es dann gelagert wird. Erst müssen Taucher und Ingenieure beurteilen, wie stabil die Konstruktion noch ist. Sicher ist: Der Frachter hat das Tor bis sieben Meter unter der Wasserspiegeloberfäche zerstört. Ein großes Teil des Schleusentores ist nicht mehr vorhanden.

Neues Tor steht schon bereit

Ziel ist laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, das stark beschädigte Schiebetor schnell und sicher aus seiner Torlaufbahn zu enfernen. Danach soll ein bereitstehendes Reservetor eingebaut werden, damit die Schifffahrt wieder schnellstmöglich ungehindert in den Kanal ein- und auslaufen kann. Bei unbeschädigten Toren dauert so ein Wechsel in der Regel zwei bis drei Tage. Doch diesmal dürfte es nach Einschätzung von Experten wohl deutlich länger dauern.

http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Die-Bergung-des-kaputten-Schleusentores-am-Nord-Ostsee-Kanal-hat-begonnen

Copright KN online danke Farnk Behling

Quelle: Frank Behling

 

 
 

Kiel. Der Frachter „Akacia“ hatte in der Nacht zum Dienstag das Schleusentor mit erheblicher Wucht gerammt und durchbohrt. Dabei entstand nach ersten vorsichtigen Schätzungen ein Schaden von über 20 Millionen Euro.

Allein die Bergung wird mehrere Millionen Euro kosten. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau am Montag mitteilt, werden in einem ersten Arbeitsgang in diesen Tagen Stahlteile entfernt, die seit der Kollision am Tor hängen und die Arbeit von Tauchern gefährden. Außerdem liegt auf dem Grund rund um das Tor drum ein Trümmerfeld aus Stahlteilen. Erst wenn das große Loch im Schleusentor von allen störenden Trümmern befreit wurde, stehen weitere Untersuchungen an.

 

Dabei geht es darum, die Vorbereitungen für den Ausbau des Tores zu treffen, wie Matthias Visser, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau erläutert. Das Problem: Bei der Havarie wurden von der „Akacia“ fünf der 16 Ballasttanks des Tores aufgerissen. In sieben Metern Tiefe hat der für die Eisfahrt verstärkte Wulstbug des Frachters ein Schadensbild verursacht, wie es sonst nur nach einem Torpedotreffer zu sehen ist. Bei dem bislang größten Schaden nach einer Kollision waren von dem Frachter „Vectis Eagle“ im November drei Tanks eines Schleusentores beschädigt worden. Damals konnte das Tor noch selbst aufschwimmen. Das geht bei dem Ausfall von fünf Kammern in dem Fall der „Akacia“ aber nicht mehr. Deshalb wird für die Bergung auch der Einsatz großer Schwimmkräne eingeplant. Sie liegen derzeit in Rotterdam in Bereitschaft.

 

Eventuell muss das Schleusentor sogar in der Mitte durchtrennt werden und dann in zwei oder drei Teilen von den Schwimmkränen gehoben werden. Zur Dauer der Arbeiten gibt es noch keine konkreten Angaben. Die Behörde rechnet aber mit mehreren Wochen für die Bergung.

Kollision sorgt für Wartezeiten vor den Schleusen

von Michaela Reh Montag, 26. Februar 2018 16:05 Uhr Copyright Boysen Medien

http://www.boyens-medien.de/artikel/dithmarschen/kollision-sorgt-fuer-wartezeiten-vor-den-schleusen.html


Brunsbüttel – Der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal bleibt wegen der demolierten Schleuse in Kiel-Holtenau bis auf Weiteres beeinträchtigt. Zurzeit steht nur eine Schleusenkammer in Kiel-Holtenau zur Verfügung. Die nach einer Schiffskollision festgestellten Schäden an dem Schleusentor der Südkammer sind so groß, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) auf die Hilfe von Spezialfirmen angewiesen ist. Heute haben Experten die Unfallstelle begutachtet. 

Natürlich sind die Nachwirkungen des Unfalls auch in Brunsbüttel deutlich zu spüren, wo sich zeitweise der Schiffsverkehr staut. Vor allem am Wochenende sind immer viele dicke Pötte unterwegs, die den Nord-Ostsee-Kanal passieren wollen. So war es auch am vergangenen Sonnabend und Sonntag. „Dort betrug die längste Wartezeit acht Stunden“, sagt Matthias Probst, Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I. Die Verzögerungen haben sich seit heute Mittag aber wieder zwischen zwei und drei Stunden eingependelt. „Das sind überschaubare Wartezeiten. Wir lassen übrigens immer nur so viele Fahrzeuge in den Kanal, dass der Schiffsverkehr durch die künstliche Wasserstraße ohne Behinderungen flüssig läuft “, so Probst. Dabei werde nicht nur die Zahl der Schiffe, sondern auch deren Größe berücksichtigt. Die Schiffe, die nicht in die Schleusen einfahren dürfen, wenn es auf dem Kanal voll genug ist, liegen auf Reede. Matthias Probst kann übrigens nicht sagen, wie viele Schiffe sich bislang angesichts des Engpasses in Kiel für die Route um Skagen entschieden haben.

Der 150 Meter lange Containerfrachter „Akacia“ war am Montagabend in der vergangenen Woche – vermutlich wegen defekter Maschinenanlage – mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit in die Südkammer der Schleuse gefahren und hatte um 23.54 Uhr das Schleusentor teils durchbrochen. Der Schaden dürfte laut Angaben des WSA „in niedriger zweistelliger Millionenhöhe“ liegen. Das defekte Tor muss von einer Fachfirma geborgen werden. Ein Vorgang, der nicht einfach ist, weil das Tor droht, komplett durchzubrechen.

 
http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Unfall-Schleuse-Kiel-Holtenau-Akacia-verursacht-ueber-20-Mio-Euro-Schaden
 
Copyright KN Online danke Frank Behling
 

Schleuse Kiel-Holtenau 20 Millionen für das Schleusentor

Das von dem Frachter „Akacia“ zerstörte Schleusentor in Kiel-Holtenau wird richtig teuer: Die Reparatur- und Bergungskosten werden laut Informationen der Kieler Nachrichten auf mehr als 20 Millionen Euro kalkuliert. Damit liegt der Gesamtschaden weit über dem Wert eines neuen Schleusentors.

Der Frachter „Akacia“ ist in Kiel-Holtenau in die Schleuse gefahren und steckte im Schleusentor fest.

Quelle: Frank Behling
Foto: Der Frachter „Akacia“ ist in Kiel-Holtenau in die Schleuse gefahren und steckte im Schleusentor fest.
 
http://www.kn-online.de/Mehr/Bilder/Bilder-Nord-Ostsee-Kanal/Fotostrecke-Frachter-Rammt-Schleusentor#n28682651
 
 

Kiel. Die Suche nach einer Lösung zur Bergung des schwer beschädigten Schleusentores in Kiel-Holtenau geht in die heiße Phase. Anfang der Woche soll feststehen, wie das rund 1000 Tonnen schwere Bauwerk gehoben wird. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau will eine möglichst schnelle und sichere Bergung. Eine Ausschreibung wird es nicht geben, hieß es.

 

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Hier sehen Sie Bilder von der Havarie.

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Das Schleusentor war in der Nacht zum Mittwoch von dem Frachter „Akacia“ gerammt worden. Der für die Eisfahrt verstärkte Bug der „Akacia“ war durch das Tor durchgebrochen und hatte dabei Schäden in einem bislang nicht gekannten Ausmaß angerichtet. Techniker zogen nach Auswertung der Bilder den Vergleich mit der Wirkung eines Torpedotreffers.

 

 

Schaden an der Schleuse in Kiel: Über 20 Mio. Euro

Erste Schätzungen gehen inzwischen von einem Reparaturbetrag aus, der weit über dem Neuwert eines Tores liegt. Zusammen mit den Kosten für die Bergungsaktion soll nach KN-Informationen ein Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Euro kalkuliert worden sein. Offiziell bestätigt wurde die Summe bisher aber noch nicht.

Die „Akacia“ liegt weiter in Kiel. Sie hat ein Auslaufverbot. Inzwischen gibt es hinter den Kulissen auch einen Rechtsstreit. Der Grund: Die Schifffahrtsverwaltung will das Schiff erst dann in eine Werft weiterfahren lassen, wenn vom Eigner oder der Versicherung eine Sicherheit hinterlegt wurde. Geschieht das nicht, wird das Schiff in Kiel „in die Kette“ gelegt und versteigert.

Copyright Nordeutsche Rundschau

 

http://www.t-online.de/nachrichten/id_83276832/schleusen-reparatur-am-nord-ostsee-kanal-wird-laenger-dauern.html

https://www.shz.de/regionales/kiel/metall-fehlt-auf-elf-metern-schaeden-an-der-schleuse-machen-ratlos-id19152551.html

 

Unfälle  

Schleusen-Reparatur am Nord-Ostsee-Kanal wird länger dauern

22.02.2018, 11:59 Uhr | dpa Copyright t-online

Schleusen-Reparatur am Nord-Ostsee-Kanal wird länger dauern. Schiffe warten auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Schiffe warten auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Carsten Rehder (Quelle: dpa)

Der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal bleibt wegen der demolierten Schleuse in Kiel-Holtenau bis auf weiteres beeinträchtigt. Die nach einer Schiffskollision festgestellten Schäden an dem Schleusentor der Südkammer seien so groß, dass das Wassserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) auf die Hilfe von Spezialfirmen angewiesen sei, sagte WSA-Sprecher Matthias Visser am Donnerstag. „Für uns ist dabei besonders wichtig, das beschädigte Schleusentor möglichst schnell bergen zu lassen.“

Zurzeit steht nur noch eine Schleusenkammer in Kiel-Holtenau zur Verfügung. Deswegen kommt es zu stundenlangen Verzögerungen für Schiffe am Nord-Ostsee-Kanal. Am Donnerstag betrugen die Verzögerungen laut WSA etwa zwei Stunden.

Der 150 Meter lange Containerfrachter „Akacia“ war am Montagabend – vermutlich wegen defekter Maschinenanlage – mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit in die Südkammer der Schleuse gefahren und hatte um 23.54 Uhr das Schleusentor teils durchbrochen.

Der Schaden dürfte laut Visser „in niedriger zweistelliger Millionenhöhe“ liegen. „Das Tragwerk des Schleusentores ist auch unter Wasser so stark geschädigt, dass die Stabilität des Tores infrage steht. Bis sieben Meter unter der Wasserspiegeloberfläche hat der Havarist das Tor zerstört. Ein großer Teil des Tores ist nicht mehr vorhanden“, beschrieb die WSA die Situation. Ziel sei es, ein vorhandenes Ersatztor einzubauen. „Jetzt müssen wir aber erst einmal klären, in welchem Zeitraum das defekte Tor von einer Fachfirma geborgen werden kann“, sagte Visser.

– Quelle: https://www.shz.de/19152551 ©2018

 

https://www.shz.de/regionales/kiel/metall-fehlt-auf-elf-metern-schaeden-an-der-schleuse-machen-ratlos-id19152551.html

Seit Montag klafft ein Loch in der Südschleuse Kiel-Holtenau.

Kiel In den nächsten Tagen muss die Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit Wartezeiten und Einschränkungen leben. Grund ist eine schwere Kollision am Schleusentor in Kiel-Holtenau. Der 150 Meter lange Containerfrachter „Akacia“ hatte in der Nacht zu gestern mit voller Wucht das zur Ostsee führende Tor gerammt. Als wahrscheinliche Ursache gilt ein Maschinenschaden. Heute wollen Taucher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) die lädierte Schleuse untersuchen. Vom Ausmaß der Schäden hängt die Ausfallzeit der südlichen Kammer der Großen Schleusen ab. ca

Kiel Heftige Kollision auf der Kanalschleuse in Kiel-Holtenau: Der Containerfrachter „Akacia“ bohrte sich in das Tor der südlichen Großen Schleuse. Das Tor wurde zerstört, die Schleusenkammer fällt für den Schiffsbetrieb aus. Wann die Reparatur erfolgen kann, stand gestern noch nicht fest. Vorerst steht in Holtenau nur noch eine einzige Kammer zur Verfügung.

Spekulationen, wonach der 150 Meter lange Containerfrachter gegen Mitternacht mit einer Geschwindigkeit von zehn Knoten in das Schleusentor geknallt ist, wollte Matthias Visser (Foto) vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Holtenau nicht bestätigen. Er verwies auf die anstehenden Untersuchungen der Wasserschutzpolizei.

Doch beim Anblick des zerstörten, in der Mitte um etliche Meter nach vorn gedrückten Tores wird jedem Beobachter klar: Die „Akacia“ muss mit mächtig Schwung in die Schleusenbegrenzung gerauscht sein. Erste Spekulationen gingen gestern von Maschinenversagen aus.

Die „Akacia“, die frühere „Baltic Swan 13“, wurde 2014 gebaut. Sie kann insgesamt 870 Container laden. Das unter portugiesischer Flagge fahrende Schiff befand sich zum Zeitpunkt der Kollision auf dem Weg von Bremerhaven nach St. Petersburg in Russland.

Der Schlepper „Wolf“ wurde gestern nach Holtenau geordert, um die „Akacia“ zu bergen. Am Nachmittag gelang es der „Wolf“ schließlich, den verkeilten Containerfrachter vom Schleusentor herunterzuziehen. Nach Auskunft von Visser wird das havarierte Schiff zunächst in der großen Schleuse bleiben müssen. Denn das zweite Kanaltor der Schleuse kann nicht geöffnet werden, weil dann ein direkter Wasserzufluss zwischen Ostsee und Kanal erfolgen würde.

Die Taucher vom WSA werden heute ins kalte Wasser steigen und den Schaden an der Schleuse untersuchen. Falls tatsächlich nur das Tor betroffen wäre, könnte der Austausch innerhalb weniger Tage erfolgen. Die Kanalverwaltung hält für Notfälle ständig ein Reservetor im Nordhafen bereit.

Bekanntlich werden die sogenannten Kleinen Schleusen gegenwärtig komplett erneuert. Das bedeutet, dass aktuell von vier Schleusenkammern nur eine einzige in Betrieb ist. Solange das neue Schleusentor nicht eingebaut ist, müssen die Schiffe deshalb mit Wartezeiten rechnen. „Das ist unangenehm“, weiß Visser, hält aber gleichzeitig fest: „Die Schifffahrt im Kanal läuft.“ Udo Carstens

http://www.spiegel.de/panorama/kiel-frachter-rammt-schleusentor-im-nord-ostsee-kanal-a-1194443.html
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https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Frachter-durchbricht-Schleusentor-in-Kiel-Holtenau,schleuse760.html
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Stand: 20.02.2018 13:58 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

Frachter durchbricht Schleusentor in Kiel-Holtenau

Stau am Nord-Ostsee-Kanal Frachter rammt Schleuse in Kiel

Ein fast 150 Meter langer Containerfrachter hat im Nord-Ostsee-Kanal ein Schleusentor gerammt. Taucher sollen das Ausmaß der Schäden feststellen. Der Schiffsverkehr ist erheblich beeinträchtigt.

DPA

Stau am Nord-Ostsee-Kanal: Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter „Akacia“ hat in der Nacht ein Schleusentor in Kiel-Holtenau gerammt. Das fast 150 Meter lange Containerschiff sei so schnell gewesen, dass der Bug das Tor teilweise durchbrochen habe und nun auf dem Schleusentor aufliege, teilte die Polizei in Kiel mit.

In das Schiff drang den Angaben zufolge Wasser ein. Da die Schleusenkammer nicht mehr befahrbar sei, „ist mit erheblichem Rückstau für andere Schiffe, die in den Kanal beziehungsweise aus dem Kanal fahren wollen, zu rechnen“, hieß es. Im Laufe des Tages sollen Taucher die Schäden an Schleuse und Schiff begutachten.

Ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes sagte dem Radiosender NDR 1 Welle Nord, ein Ersatztor für die Kammer sei vorhanden. Schiffe könnten aktuell nur durch die Nordkammer fahren.

Kiel: Frachter rammt Schleusentor im Nord-Ostsee-Kanal

Nach bisherigem Ermittlungsstand wollte das aus Brunsbüttel kommende Schiff in die südliche Schleusenkammer einfahren, um von dort seinen Weg in die Förde fortzusetzen. Hierbei versagte offenbar die Technik der „Akacia“: Das Schiff habe Fahrt aufgenommen anstatt diese zu verlangsamen, hieß es. Auch die Einleitung einer Notankerung war demnach erfolglos.

In der Nacht zu Dienstag ist der Frachter „Akacia“ gegen ein Tor der Südkammer der großen Schleuse in Kiel-Holtenau gefahren. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Containerfrachter war so schnell unterwegs, dass der Bug das Tor teilweise durchbrochen hat – und nun auf dem Schleusentor aufliegt. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein technisches Problem in der Maschinensteuerung gegen Mitternacht zu dem Unfall geführt, sagte ein Polizeisprecher. Das Schiff wurde beim Einfahren in die Kanalschleuse schneller statt langsamer. Auch eine Notankerung blieb erfolglos. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Die Südkammer ist momentan gesperrt.

„Akacia“ durchbricht das Schleusentor in Holtenau

  •  

    Das unter portugiesischer Flagge fahrende Schiff „Akacia“ hat die Schleuse in Holtenau durchbrochen.

 
 
 
  • Das unter portugiesischer Flagge fahrende Schiff „Akacia“ hat die Schleuse in Holtenau durchbrochen.
  •  

Reeder muss Bergungskonzept erstellen

Bei dem Unfall wurde die Bugnase beschädigt. In sie drang Wasser ein. Es habe aber nicht die Gefahr bestanden, dass das Schiff vollaufe, betonte Matthias Visser vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau. Taucher begutachteten am Vormittag die Schäden an der Schleuse und am Schiff. Außerdem wurde der Reeder des Frachters aufgefordert, unverzüglich ein Bergungskonzept vorzulegen. Denkbar sei der Einsatz von Schleppern oder das Leichtern des Schiffes, also einen Teil der Ladung von Bord zu holen, sagte Visser.

Tor soll in einigen Tagen ausgetauscht werden

„Wir wollen die Südkammer so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen und arbeiten mit Hochdruck daran“, unterstrich Visser. Er gehe davon aus, dass voraussichtlich in einigen Tagen das beschädigte Schleusentor ausgetauscht werden könne. Ein Ersatztor für die Kammer sei vorhanden. Da die Nordkammer zur Verfügung stehe, sei der Kanal funktionsfähig, sagte Visser.

Schiffe werden frühzeitig informiert

Laut Polizei mussten Schiffe am Dienstag mit Wartezeiten von vier bis sechs Stunden rechnen. Durch ein Warnsystem würden Schiffe frühzeitig informiert, so dass sie ihre Fahrt drosseln und langsamer zum Kanal kommen konnten. „Alternativ besteht immer die Möglichkeit, den Kanal zu umfahren. Kein Schiff muss also tagelang vor der Schleuse warten“, sagte Visser.

Schiff fährt gegen Schleusentor in Kiel-Holtenau

NDR 1 Welle Nord – 20.02.2018 09:13 Uhr Autor/in: Sebastian Baak,

In der Schleuse Kiel-Holtenau hat in der Nacht zu Dienstag ein Frachter ein Schleusentor gerammt – die Südkammer ist zurzeit gesperrt. Das Tor wurde dabei erheblich beschädigt.

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Der Frachter "Tina" ist auf die Mole der Schleuseninsel aufgefahren. © RAH Fotograf: RAH

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.02.2018 | 14:00 Uhr

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Frachter fährt in Schleusentor

Die große Holtenauer Südschleuse ist nach einer Havarie ausgefallen. Am Montag um 23.50 Uhr konnte der Frachter „Akacia“ nicht rechtzeitig gestoppt werden und fuhr mit erheblicher Wucht gegen ein Schleusentor Tor. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Schaden geht jedoch in die Millionen.

Der Frachter „Akacia“ ist Montagnacht gegen die große Holtenauer Südschleuse gefahren. Der Schaden ist erheblich.

Quelle: Frank Behling
 
 
 
 Foto: Der Frachter „Akacia“ ist Montagnacht gegen die große Holtenauer Südschleuse gefahren. Der Schaden ist erheblich.
 
 

 

 
 

Kiel.  Das 149 Meter lange Containerschiff konnte in der Nacht nicht bewegt werden. „Der Sachschaden ist beträchtlich. Das Schiff hat mit seinem Bug das Tor durchtrennt und liegt mit seinem Rumpf zum Teil auf dem Tor. Wir werden bei Tagesanbruch die Lage bewerten und das Tor untersuchen. Wann das Schiff geborgen werden kann, steht zur Zeit noch nicht fest“, sagte Matthias Visser, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau am Dienstag.

Das unter der Flagge Portugals fahrende Schiff kam aus Bremerhaven und sollte nach St. Petersburg. Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel haben noch in der Nacht an Bord die Untersuchung des Unfalls begonnen. Erschwert wird die Bergung durch einen Wassereinbruch im Schiff. Als Ursache der Havarie kommt nach ersten Ergebnissen der Untersuchung ein technisches Versagen der Maschinensteuerung in Betracht.

 

So soll die „Akacia“ mit sehr hoher Fahrt von über 20 Kilometern pro Stunde  in die Schleuse gefahren sein. Erlaubt sind auf dem Kanal maximal 15 Kilometer pro Stunde. Der Schiffsverkehr läuft auf dem Kanal zur Zeit eingeschränkt, da in Kiel-Holtenau durch den Ausfall der beiden kleinen Schleusen jetzt nur noch die große Nordschleuse zur Verfügung steht. Deshalb kommt es zu langen Wartezeiten.

 

Von Behling Frank

Wir machen Schifffahrt möglich
Bau 5. Schleusenkammer
Infobrief
Nr. 13,
III. Quartal 2017
Projekt NOK Schleusen Brunsbüttel
www.wsa-brunsbuettel.wsv.de
Seite 1 von 20
Herzlich willkommen zum Infobri
ef Nr. 13, III. Quartal 2017
– Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel –
über die Bautätigkeiten von Ju
li bis Ende September 2017.
 

 

 

NOK News: Schleusenanlage Kiel-Holtenau

Die Große Südschleuse ist ab 19.02.2018 23:54 Uhr bis auf weiteres außer Betrieb!

Der Schifffahrt steht die Große Nordschleuse zur Verfügung.

Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter
Brunsbüttel und Kiel-Holtenau
Alte Zentrale 4
25541 Brunsbüttel

Schleuseninsel 2
24159 Kiel-Holtenau

www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/
www.wsa-kiel.wsv.de/

19.02.2018

 
 http://www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Millionenschaden-Frachter-faehrt-in-Schleusentor
Copyright Kieler Nachrichten danke Frank Bartels


NOK News: Schleusenanlage Brunsbüttel

Die Große Nordschleuse und die Kleine Südschleuse sind seit dem 07.01.2018 um 01:45 wieder in Betrieb.

 

Grund: Entwässerung Nord-Ostsee-Kanal beendet.

 

Der Schifffahrt stehen somit beide Großen Schleusen und die Kleine Südschleuse zur Verfügung.

 
 
 http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/schleusenkammer-kleiboden-kommt-mit-schuten-id13344501.html
 
Copyright Norddeutsche Rundschau
 
 

Schleusenkammer: Kleiboden kommt mit Schuten

Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für das Spülfeld im Ecklaker Dyrßenmoor informierten Robert Pieper und

Richard Meier vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel auf einer Gemeinderatssitzung im Ecklaker Krug.

„Das Baufeld ist hergestellt, Dränagen sind eingebaut und die Baustraßen fertig“, sagte Pieper als Projektver-

antwortlicher. In dem 62 Hektar großen Spülfeld sollen 1,7 Millionen Kubikmeter Kleiboden abgelagert werden

, der mit Schuten aus der Baustelle der fünften Schleusenkammer von Brunsbüttel nach Ecklak gebracht werden

muss. Die Baustraßen, so erläuterte Pieper, wurden in vier Lagen dreieinhalb Meter hoch aufgeschüttet. Inzwischen

sei mit der Einlagerung trockenen Bodens begonnen worden, während nasser Boden erst nach Austrocknung in

rotierenden Mieten zwischengelagert werde. Rundum werden Entwässerungsgräben angelegt, aus denen das

Hauptpumpwerk mit drei Pumpen pro Stunde 600 Kubikmeter in den Nord-Ostsee-Kanal entwässern kann.

In der Nordostecke des Spülfeldes soll ein kleineres Pumpwerk mit nur zwei Pumpen „für den Normalbetrieb“ gebaut werden.

Auf der Baustelle für die fünfte Schleusenkammer in Brunsbüttel ist inzwischen ein Förderband aufgestellt worden,

mit dem der Boden auf Schuten in der kleinen Schleuse verladen werden soll, um zum Dyrßenmoor gebracht zu werden.

Ein Anwohner des Moorgebietes zeigte sich verärgert darüber, dass ihm noch keine Unterlagen für eine Beweissicherung

zugestellt worden waren. „Ich fühle mich vom WSA verarscht“, schimpfte er. Robert Pieper zeigte Verständnis für seinen

Unmut. „Das ist bei uns nicht gut gelaufen“, entschuldigte er sich und nannte personelle Veränderungen als Ursache.

Mittlerweile seien die Unterlagen aber fertig und würden zugestellt. Bürgermeister Heino Evers erinnerte an den „Tag

der offenen Tür“ auf dem Spülfeld und fragte an, ob dieser bei der Bevölkerung sehr gut angekommene Tag nicht

wiederholt werden könne. Das wolle er in seiner Behörde prüfen lassen, versprach Robert Pieper abschließend.

 
http://www.wsv.de/wsa-bb/aktuelles/projekte/5_schleuse/5._Schleusenkammer/Baustellenwebcams/index.html
 
Reparatur von Schleusen: Bund prüft Bau eines Docks
Versandet: Schlepper ziehen am Schleusentor
Mitteltor Süd durch mangelnde Bewegung völlig versandet
Brunsbüttel
http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/nord-ostsee-kanal-keine-eu-millionen-fuer-den-ausbau-id10102946.html
Copright Norddeutsche Rundschau
 
Dobrindt definitiv Versagen nicht richtig !!!!!!!
 
Der Nord-Ostsee-Kanal führt fast 100 Kilometer quer durch Schleswig-Holstein.
 
 

Kiel/Brüssel | Rückschlag für Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc will den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals nicht mit Geld aus Brüssel fördern. Das geht aus einer Projektliste für das Programm „Connecting Europe“ hervor, die Bulc gestern veröffentlichte. Darin fehlt der bereits laufende Bau der fünften Kanalschleuse in Brunsbüttel – obwohl Dobrindt dafür 161 Millionen Euro beantragt hatte. Die Finanzierung des Schleusenneubaus ist allerdings trotzdem aus dem Bundeshaushalt gesichert.Viel Geld plant Bulc dagegen für die Fehmarnbeltquerung ein: Sie möchte den ersten Bauabschnitt des Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark mit 589 Millionen Euro fördern, das sind vierzig Prozent der Kosten. Laut einem Bericht, wären dies jedoch weniger EU-Fördermittel als die dänische Regierung für den Bau eingeplant hat. Die Planung für die Gleisanbindung zum Tunnel will sie sogar zur Hälfte bezuschussen und 34 Millionen Euro zahlen. Unterm Strich unterstützt Bulc von 700 eingereichten Projekten 276, davon 24 aus Deutschland. Von den insgesamt 13 Milliarden Euro Fördermitteln sollen 1,66 Milliarden nach Deutschland fließen.

Der mit Abstand größte Batzen davon sind gut eine Milliarde Euro für das Bahnprojekt Stuttgart 21 samt Neubaustrecke nach Ulm. Das Paket von Bulc braucht noch die Zustimmung der EU-Staaten und des Europaparlaments. Die soll bei einer Sitzung am 10. Juli erfolgen.
zur Startseite

von bg
erstellt am 30.Jun.2015 | 11:36 Uhr

 

Die Schlepper Wal und Parat ziehen und spülen das Mitteltor frei.  erledigt Info heute Herr Schneider Bereich 2 danke

 


Der Reparaturbedarf an den Brunsbütteler Schleusen nimmt kein Ende. Gerade besteht die Herausforderung darin, das Mitteltor Süd freizubekommen.Die Schienen des Mitteltores wurden vor einiger Zeit von einem Schiff demoliert, welches in der Schleuse Anker warf, um nicht gegen ein Endtor zu knallen.Der Anker riss die Schienen des Mitteltores dabei mit. Inzwischen ist das Tor mangels Bewegung total eingeschlickt.Dieser Schlick hält das Tor mit immenser Saugkraft fest. Thomas Fischer, Sprecher, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel berichtet dazu: ,,Seit Sommer 2014 konnten wir das Mitteltor Süd nicht mehr bewegen.“ Die Schlepper Wal und Parat unternahmen vorgestern einen ersten Versuch, das festsitzende Tor durch Spülen und Ziehen freizubekommen. Gestern probierten sie es erneut. Fischer: ,,Wir müssen das Tor raushaben, damit dieWilstermarsch nicht vollläuft.Das elbseitige Tor ist derzeit ausgebaut, um die dortigen Schienenbodenplatten zu erneuern. Das im Januar von der Red Alliance 7 beschädigtekanalseitige Tor muss ebenfalls raus, um es im WSAHafen vor Ort reparieren zu können. Bis Oktober, so schätzt Fischer, werden die Reparaturarbeiten

an der Südschleuse noch andauern. Fällt bis dahin die Nordschleuse nicht wieder aus, wären seit Jahren beide Schleusen, an denen in der vergangenen

Zeit immer wieder Reparaturarbeiten angefallen waren, erstmals wieder vollständig intakt.

 
 
http://www.wsv.de/wsa-bb/aktuelles/projekte/5_schleuse/5._Schleusenkammer/Infobriefe/PDF/5.Schleusenkammer_Brunsbuettel_Infobrief_Nr._4_Juni_2015.pdf
 

Zwei Kanäle — zwei gegenläufige Entwicklungen

Warum werden  auf dem Nord-Ostsee-Kanal immer grössere Mengen von Gütern transportiert , sind die Prognosen für den Ausbau des Elbe-Luebeck-Kanals eher düster.

http://www.ln-online.de/Anzeigen/Die-Wirtschaft/Zwei-Kanaele-zwei-gegenlaeufige-Entwicklungen

118 Jahre ist er mittlerweile alt. 31100 Schiffe mit rund 94,8 Millionen Tonnen Ladung haben den Nord-Ostsee-Kanal nach Angaben des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums im Jahr 2013 passiert. Im vergangenen Jahr sollen es rund 32 600 gewesen sein. Damit ist er nach wie vor der Spitzenreiter unter den künstlichen Wasserstraße weltweit.

Allerdings machte er zuletzt vor allem Negativ-Schlagzeilen. Nach wiederholten kurzfristigen Sperrungen wurden beide Kammern der großen Schleuse des Kanals im März 2013 für mehr als eine Woche gesperrt, um ein defektes Schleusentor gegen ein repariertes zu tauschen. Auch bei der Kleinen Schleuse war nur eine Kammer betriebsbereit. Während dieser Arbeiten war der Kanal für Schiffe mit über 125 Metern Länge nicht befahrbar, sie mussten einen Umweg von 900 Kilometern über das Skagerrak in Kauf nehmen. Alle Beteiligten mussten massive finanzielle Verluste hinnehmen.

Am südlichen Ende des Kanals, in Brunsbüttel, wo der Nord-Ostsee-Kanal in die Elbe mündet, gibt es vier Schleusenkammern — je eine kleine und große Doppelschleuse. Eine fünfte Kammer, seit 2014 im Bau, wird dringend gebraucht und soll 2021 fertig sein. Im März des laufenden Jahres beantragte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für das Vorhaben (veranschlagte Kosten gut 402 Millionen Euro) Fördermittel bei der EU in Höhe von knapp 161 Millionen Euro. Die zuständige Kommission in Brüssel entscheidet voraussichtlich im Spätsommer.

Vor dem Hintergrund des gewaltigen Güter-Aufkommens im Nord-Ostsee-Kanal erscheint der Elbe-Lübeck Kanal als Winzling. Nur Schiffe mit bis zu 85 Meter Länge und 1000 Tonnen Gewicht können die Wassersstraße befahren. Das Transportvolumen geht seit Jahren zurück. So wurden im vergangenen Jahr deutlich weniger Waren transportiert als 2013. Lübecks amtliche Statistik weist einen Rückgang von 11,6 Prozent auf dem gesamten Wasserweg sowie von 15,7 Prozent im Bereich der Hansestadt auf. Besonders stark rückläufig war der Holztransport in Richtung Lübeck.

Trotzdem fordern Wirtschaftsvertreter in der Region einen Ausbau des Kanals. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Hanseatic Transport Consultancy (HTC) würde der Ausbau auf Schleusenlängen von 115 Meter, eine Vertiefung auf durchgehend 2,8 Meter und eine Brückenhöhe von 5,25 Metern eine deutliche Steigerung der Transportmengen bedeuten: von jährlich 800 000 auf mindestens drei Millionen Tonnen, wie die HTC-Studie nachweist.

„Der Elbe-Lübeck-Kanal hat eine sehr große Bedeutung nicht nur für unser Unternehmen, sondern für den gesamten Lübecker Hafen und die Regionen entlang des Kanals“, betont Manfred Lübeck vom Lagerhaus Lübeck in der Einsiedelstraße der Hansestadt. „Noch vor etwa 20 Jahren wurden über 50 Prozent der Waren aus unserem Lager per Binnenschiff in Häfen entlang der Binnenwasserstraßen oder nach Hamburg in den Seehafen weitertransportiert. Diese Frachtmengen sind stetig rückläufig.“ Eine Modernisierung von Schleusen und Kanalbett würde dieses mit Sicherheit wieder umkehren und die Frachtmengen würden um ein Vielfaches ansteigen, so Rohde.

NOK News: Sperrung der Großen Nordkammer in Brunsbüttel aufgehoben
Die Nordkammer der Großen Schleuse in
Brunsbüttel wird am 14.05.2015 um 08:15 Uhr wieder in Betrieb genommen.Die Reparatur aufgrund der  Havarie vom 20.03.2015 ist
abgeschlossen.Somit stehen der Schifffahrt beide Großen Schleusen sowie die Nordkammer der Kleinen Schleuse in Brunsbüttel zur
Verfügung. Die Kammer der Kleinen Südschleuse steht der Schifffahrt eingeschränkt zur Verfügung.Am 18.05.2015 geht die Große Südschleuse aufgrund von Instandsetzungsarbeiten bis auf weiteres außer Betrieb.
 http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Reparaturarbeiten-in-Brunsbuetteler-Schleuse-beendet
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/1200-Tonnen-schweres-Schleusentor-eingebaut,schleusentor138.html
Copyright NDR
Copyright KN online danke Frank Behling
Brunsbüttel

Reparaturarbeiten an Schleuse beendet

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Acht Wochen nach einer Kollision in der Schleusenanlage in Brunsbüttel sind die Reparaturarbeiten beendet worden. Es sei geplant, die große Nordschleuse voraussichtlich in der Nacht zum Donnerstag für die Schifffahrt freizugeben, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes
(WSA) am Mittwoch.

Acht Wochen nach einer Kollision in der Schleusenanlage in Brunsbüttel sind die Reparaturarbeiten beendet worden.

 

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Copyright  Martin Elsen

 

Brunsbüttel. Die nächste Sperrung steht jedoch bereits bevor: An diesem Montag beginnt die Sanierung der großen Südkammer. Die Arbeiten

werden mehrere Monate dauern, hieß es.

Ein Frachter hatte am 20. März beim Einlaufen in die Schleusenkammer das Tor gerammt. Die Schäden an der Anlage waren so groß, dass das

1200 Tonnen schwere Tor ausgetauscht werden musste. Das Ersatz-Tor war jedoch damals zur turnusmäßigen Wartung und Ausbesserung

kleinerer Havarie-Schäden auf einer Werft in Kiel.

Die beiden rund hundert Jahre alten großen Schleusenkammern in Brunsbüttel sind für den Nord-Ostsee-Kanal von grundsätzlicher Bedeutung.

Nach Angaben des WSA sind nur sie groß genug für Schiffe mit einer Länge von mehr als 125 Metern. Entsprechend stauten sich immer wieder

Schiffe auf beiden Seiten des Kanals.

Der rund hundert Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Deutsche Bucht mit der Ostsee und verkürzt den Weg im Vergleich zur

Route um Dänemark herum um gut 400 Kilometer. Im Schnitt transportieren täglich 95 Frachter knapp 300 000 Tonnen Ladung durch den

Kanal. Dafür wären auf der Straße bis zu 15 000 Lastwagen notwendig. Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion hat sich die

Transportmenge seit Ende der 1990er Jahre mehr als verdoppelt.

Neben Unfällen machen marodes Material und die Technik aus der Kaiserzeit seit Jahren Probleme. Wirtschaftsverbände in Hamburg und

Schleswig-Holstein forderten in der Vergangenheit mehrfach, den Kanal zügig zu modernisieren und auszubauen. Er gilt als

meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Die Gebühreneinnahmen aus dem Kanal betragen jährlich rund 30 Millionen Euro.

 
 
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https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Kammer-Spiele-in-Schleuse-Brunsbuettel,schleuse630.html
 
Copyright NDR
Sendedatum: 13.05.2015 22:00 Uhr – Lesezeit: ca.1 Min.

„Kammer-Spiele“ in Schleuse Brunsbüttel

 

Die große Nordschleuse in Brunsbüttel ist wieder freigegeben.

Es wird ein kurzes Aufatmen für Kapitäne großer Schiffe im und vor dem Nord-Ostsee-Kanal: Acht Wochen nach einer

Schiffskollision in der Brunsbütteler Schleuse (Kreis Dithmarschen) sind die Reparaturarbeiten an der Anlage abgeschlossen.

Seit Mittwochabend ist die große Nordschleuse wieder für den Schiffsverkehr freigegeben. Damit verringert sich die Wartezeit

für viele große Schiffe, die durch den Nord-Ostsee-Kanal fahren. Doch die nächste Sperrung steht bereits bevor: Am Montag

beginnt die Sanierung der großen Südkammer – geplant sind fünf Monate.

Frachter rammt Schleusentor

Am 20. März war die 131 Meter lange „Saint George“ in das Schleusentor der großen Nordkammer gekracht.

Laut Schifffahrtsverwaltung wurde es „beinahe in zwei Teile geteilt“. Die Schäden an dem Tor erwiesen sich als so stark,

dass das 1.200 Tonnen schwere Tor in einer Kieler Werft repariert werden musste. Am vergangenen Donnerstag kam

das Tor zurück nach Brunsbüttel und wurde wieder eingebaut. Da in der gesamten Zeit nur noch eine große Schl

Seusenkammer zur Verfügung stand, hingen Frachter zum Teil stundenlang in der Warteschlange.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 13.05.2015 | 22:00 Uhr

 
Stand: 07.05.2015 15:48 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

1.200-Tonnen-Schleusentor wieder am Platz

Es ist zurück: Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) haben am Donnerstag in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) ein 1.200 Tonnen

schweres Schleusentor wieder in Position gebracht. Eine Kieler Werft hatte den Stahlkoloss in den vergangenen Wochen repariert, nachdem das

Tor bei einer Havarie in der Nordkammer durch einen Frachter schwer beschädigt worden war. Laut WSA soll die Kammer ihren Betrieb Mitte

kommender Woche wieder aufnehmen. Damit verringert sich die Wartezeit für viele große Schiffe, die durch den Nord-Ostsee-Kanal fahren. / ::

  • :: / ::Mit Video auf dem Link NDR
  •  
  •  
  • Beinahe in zwei Teile geteilt“

    Im März war die 131 Meter lange „Saint George“ in das Schleusentor gekracht. Laut Schifffahrtsverwaltung wurde es

  • „beinahe in zwei Teilegeteilt“. Die  chäden an dem Tor erwiesen sich als so stark, dass schnell klar war: die Nordkammer in Brunsbüttel
  • muss gesperrt werden. Da nur noch eine große Schleusenkammer zur Verfügung stand, hingen Frachter zum Teil stundenlang in der
  • Warteschlange.
  • Zuletzt brachten Schlepper das Tor zurück nach Brunsbüttel.
    Bildergalerie
    Das reparierte Schleusentor wird in Brunsbüttel wieder eingesetzt. © NDR Fotograf: Jan Müller-Tischer
    17 Bilder

    Schleusentor zurück in Position

    In Brunsbüttel bauen Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes ein repariertes Schleusentor wieder ein. Menschen und

    Maschinen arbeiten mit viel Genauigkeit. Bildergalerie

    Kapitän verweigert Aussage

    Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zu dem Unfall laufen nach wie vor – der ukrainische Kapitän und der Lotse hatten zunächst

  • die Aussage verweigert. Eine mögliche Ursache könnte eine Kommunikationspanne auf dem Schiff gewesen sein. Der Frachter war
  • mit normaler Geschwindigkeit in die Schleuse eingefahren. Anschließend nahm er aus noch unbekannter Ursache wieder Fahrt auf.

    Viele Unfälle in der Schleuse

    Brunsbüttel und die Frachter: Das war in der jüngeren Vergangenheit keine gute Kombination. Schon im Januar hatte es einen schweren Schleusenunfall gegeben. Damals drückte ein Offshore-Versorger ein Schleusentor auf einer Länge von vier Metern ein. Die Reparatur

  • dauerte Wochen. Die Südkammer fiel für den Schiffsverkehr aus.
  •  
 
BRUNSBÜTTEL/KIEL Copyright Norddeutsche Rundschau danke Henning Baethge

SchleswigHolsteins Verkehrswege werden voraussichtlich doch vom zehn Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm des Bundes profitieren.

Wie der CDUHaushaltspolitiker und Lauenburger Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann unserer Zeitung sagte, lasse

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gerade prüfen, ob am NordOstseeKanal in Brunsbüttel ein Trockendock für Reparatur-

und Wartungsarbeiten an den Schleusentoren errichtet werden soll. Zudem könnten an der Autobahn A 1 teure Lärmschutzmaßnahmen

zwischen Bad Schwartau und Sereetz aus dem Paketfinanziert werden.

Die Tore der vier Schleusen in Brunsbüttel müssen derzeit für Reparaturen auf eine Werft nach Kiel geschleppt werden. Erst vorgestern ist ein

großes Tor von der Renovierung aus Kiel zurückgeschleppt worden. Die Transporte könnten bei einer Reparaturmöglichkeit vor Ort entfallen.

Daher sollte mit dem schon begonnenen Bau einer fünften Schleuse in Brunsbüttel ursprünglich auch ein Trockendock entstehen. Allerdings h

atte eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vor fünf Jahren ergeben, dass dessen Kosten größer als der Nutzen wären – daher wurde der Bau abgesagt.

Doch nun haben sich die Bedingungen geändert, meint Brackmann: „Die Werften haben die Preise deutlich erhöht, die Wartungsintervalle

für die Schleusentore werden immer kürzer – das lässt die Annahme zu, dass ein eigenes Trockendock der Schifffahrtsverwaltung inzwischen

wirtschaftlich

wäre“, sagt er. Auch SchleswigHolsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer befürwortet den Bau: „Angesichts der hohen Unfallhäufigkeit an

den Schleusen wäre das Trockendock wichtig, um flüssigen Verkehr auf dem NordOstseeKanal zu gewährleisten.“ Baurecht gibt es auch

schon –allerdings könnte Dobrindts Schifffahrtsverwaltung die Ausschreibung noch nicht auf den Weg bringen, weil sie zu wenig Fachpersonal

hat.

Baureif sind auch die 22 Millionen Euro teuren Lärmschutzmaßnahmen für das fast fünf Kilometer lange Autobahnstück bei Bad Schwartau.

Anders als von Brackmann vor kurzem noch befürchtet, kann daher auch ein kleiner Teil von den fast zwei Milliarden Euro, die für

StraßenbauInvestitionen reserviert sind, nach SchleswigHolstein fließen. Geplant sind auf der A 1 für 22 Millionen Euro Lärmschutzwände

und Flüsterasphalt. Und weil die neue Bahntrasse zum Fehmarnbelt hier nicht parallel laufen soll, könnte das Land bald loslegen. „Ich werde

mich für eine zügige Finanzierung einsetzen“, kündigt Brackmann an.

Henning Baethge
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article140508532/Endspurt-bei-Reparaturarbeiten.html
Copyright Welt
 

Regionales

Brunsbütteler Schleuse

11:41
 

Endspurt bei Reparaturarbeiten

Brunsbüttel (dpa/lno) – Sechs Wochen nach einer Kollision in der Schleusenanlage in Brunsbüttel gehen die Reparaturarbeiten in die Endphase.
Ein1200 Tonnen schweres Ersatz-Tor für die große Nordschleuse kann jetzt eingebaut werden, sagte am Montag der Sprechers des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel, Thomas Fischer. Schlepper hatten den Stahlkoloss am Sonntagabend aus einer Werft in Kiel nach Brunsbüttel gebracht. «Wir hoffen, dass wir die Nordkammer vor Himmelfahrt wieder in Betrieb nehmen können», sagte Fischer. Ein Frachter hatte am 20. März das Tor der
großen Nordschleuse in Brunsbüttel gerammt.
 
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/1200-Tonnen-Stahl-schippern-nach-Brunsbuettel,schleusentor136.html
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Stand: 04.05.2015 20:45 Uhr – Lesezeit: ca.2 Min.

1.200 Tonnen Stahl schippern nach Brunsbüttel

Mit schwerem Gepäck haben sich in der Nacht zu Montag die Schlepper „Kiel“ und „Holtenau“ aus dem Kieler Hafen auf den Weg gemacht. An ihrem Haken hing das rund 1.200 Tonnen schwere Ersatztor für die Schleuse in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). In der Kieler Nobiskrug-Werft war es

instand gesetzt worden. Am späten Abend erreichte der Schleppverband Brunsbüttel. Hier soll das Tor in die Nordkammer der großen Schleuse

eingebaut werden.

Stahlkoloss auf dem Rückweg

 
  •  

    Die Schlepper „Kiel“ und „Holtenau“ ziehen das rund 1.200 Tonnen schwere Ersatztor aus dem Kieler Hafen.

  • Das Tor wird von der Werft in Kiel nach Brunsbüttel transportiert. © NDR Fotograf: Jan Müller-Tischer

    In Brunsbüttel soll das Tor in die Nordkammer der großen Schleuse eingebaut werden.

  • Das Schleusentor für die große Schleuse in Brunsbüttel liegt in Kiel vor Anker. © NDR Fotograf: Anne Passow

    Arbeiter setzten es in den vergangenen Wochen in der Kieler Norbiskrug-Werft instand.

  • Montageleiter Michel Cordes steht vor der Baustelle am Schleusentor. © NDR Fotograf: Christian Nagel

    Montageleiter Michel Cordes von der Norbiskrug-Werft hat alles im Blick. Bis zu 70 Arbeiter hantieren täglich an dem Stahlkoloss.

  • Eine Holzbohle aus Eichenholz. © NDR Fotograf: Christian Nagel

    Die Arbeiter verbauen auch Eichenholz. Das gibt dem Schleusentor zusätzliche Stabilität.

  • Die Schleusentore werden mit einer roten Schutzfarbe lackiert. © NDR Fotograf: Christian Nagel

    Damit auch die Stahlkonstruktion dem Salzwasser stand hält, lackiert ein Arbeiter sie mit mehreren Schichten Schutzfarbe.

  • Die Stahlkonstruktion wurde mit roter Schutzfarbe zwischenlackiert. © NDR Fotograf: Christian Nagel

    Die rote Farbe wird danach mit einer schwarzen Deckschicht übersprüht.

  • Verwinkelte Metallstreben unten am Schleusentor. © NDR Fotograf: Christian Nagel

    Am unteren Ende ist das Tor vernietet.

  • Das beschädigte Schiff liegt am Anleger. © NDR Fotograf: Jan Müller-Tischer

    Rückblick: Mitte März rammt der Frachter „Saint George“ das Schleusentor in der Nordkammer.

  • Die NOK-Schleuse ist eingedrückt durch den Zusammenstoß. © NDR Fotograf: Jan Müller-Tischer

    Das Tor wird dabei so stark beschädigt, dass es laut Schifffahrtsverwaltung „beinahe in zwei Teile geteilt“ wird.

 
 

Frachter rammt Tor

Seit vergangenen September hatten bis zu 70 Arbeitskräfte an der planmäßigen Sanierung des knapp 100 Jahre alten Tors gearbeitet.

 

Alle 20 bis 30 Jahre sei eine solche Grundsanierung notwendig, sagte der Montageleiter Michel Cordes von der Nobiskrug Werft. Jetzt

ersetzt das Tor, das der Frachter „Saint George“ vor knapp sechs Wochen in Brunsbüttel gerammt hatte. Mitte März krachte das Schiff in

das Schleusentor und beschädigte es so stark, dass es laut Schifffahrtsverwaltung „beinahe in zwei Teile geteilt“ wurde. Die Nordkammer

ist seitdem außer Betrieb. Schiffe warten mehrere Stunden vor der verbliebenen Kammer bis sie geschleust wurden.

Weitere Informationen
Das beschädigte Schiff liegt vor der deformierten Schleuse. © NDR Fotograf: Hauke Bülow
mit Video

Nach Kollision: NOK braucht neues Schleusentor

Nach der Havarie in Brunsbüttel ist am Nord-Ostsee-Kanal weiter Geduld nötig. Das am Freitag vom Frachter „Saint George“ beschädigte

Schleusentor muss ausgetauscht werden. Doch das dauert. mehr

Brunsbüttel

Schleusentor ist auf dem Weg

Von Frank Behling |
Das dringend benötigte Schleusentor für die Nordschleuse Brunsbüttel ist auf dem Weg. Die Schlepper „Kiel“ und „Holtenau“ sind um 4.30 Uhr
in der
Früh am Montag in Kiel gestartet. Gegen 11 Uhr wird der Schleppzug die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke passieren.
 

Das rund 1200 Tonnen schwere Schleusentor wurde für die Schleppreise mit der Hilfe zweier Pontons stabilisiert.

© Frank Behling (Archiv)
 
 

Zwei Schleusentore wieder flott

Von Frank Behling |
Gleich zwei der vier Reservetore der Kanalschleusen Kiel und Brunsbüttel  sind wieder einsatzbereit.
Bei der Kieler Werft German Naval Yards
wurden die beiden  Schleusentore in dieser Woche ausgedockt. Die Tore waren seit September vergangenen
Jahres bei der Werft.

http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Kanal-Zwei-Schleusentore-wieder-flott

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/reparatur-dock-fuer-schleuse-ein-muss-id9512481.html
 httpsv://www.facebook.com/video.php?v=10153084140465680&set=vb.112784955679&type=2&theater

Zwei Schleusentore wieder flott

 

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Kiel. Den mehrere Millionen Euro umfassenden Auftrag zur Sanierung der Tore hatte das Unternehmen zuvor in einem Ausschreibungsverfahren

von der Schifffahrtsverwaltung erhalten.

Nächste Woche sollen Schlepper das für Brunsbüttel bestimmte Schleusentor auf den Haken nehmen und durch den Kanal nach Brunsbüttel

bringen.

Das Kieler Tor wird nach Holtenau verholt.  Dort soll das Tor dann schnellstmöglich in der Nordschleuse eingebaut werden, wie ein Sprecher des

Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel mitteilte. In der Nordschleuse Brunsbüttel war im März ein Schleusentor nach einer Kollision mit

einem Frachter ausgefallen. Das jetzt aus Kiel kommende Reservetor soll nach der Schleppreise bis Mitte Mai eingebaut werden. Danach

wird die

Nordschleuse wieder in Betrieb genommen.

Im Anschluss wird dann jedoch die Südschleuse stillgelegt, so der Sprecher weiter. Dort sollen bis September an dem elbseitigen Tor die

Schienen der Torunterwagen ausgetauscht werden. Auf diesen Schienen wird das rund 100 Jahre alte Schleusentor bewegt. Gleichzeitig

wollen Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel dann in der Südschleuse auch einen neuen Anlauf nehmen und das zweite

Reservetor

aus seinem Torbunker zu bekommen. Das Tor ist dort seit Jahren nicht bewegt worden und inzwischen Schlick zugespült. Taucher müssen

zunächst versuchen, die Schlickmassen  aus der Torkammer  herauszuspülen. Erste Versuche, dieses Tor aufschwimmen zu lassen,

scheiterten im vergangenen Jahr. Wenn dieses Tor wieder befreit ist, muss es ebenfalls in eine Werft und dort für den Einsatz wieder

hergerichtet werden.

In eine Werft muss auch das Schleusentor, das am 20. März durch den Frachter „Saint George“ gerammt wurde. Der Schaden an dem

Tor beläuft sich nach derzeitigem Stand auf über 1,5 Millionen Euro. Eine Reparatur dieses Tores wird nach einer europaweiten Ausschreibung

erfolgen, was einige Monate dauern wird.Der griechische Frachter wurde inzwischen in Rendsburg repariert. Er befindet sich inzwischen wieder im Mittelmeer.

Durch den Ausfall von zwei der sechs Schleusentore wird Brunsbüttel über einen längeren Zeitraum keine Reserve-Schleusentore mehr haben.

Kommt es zu einem Schaden, muss dann gleich wieder eine ganze Schleusenkammer stillgelegt werden.  In Kiel Holtenau ist die Lage deutlich

besser.  Für die Kieler Schleusen stehen in Kürze wieder beide Reservetore bereit. Ein Tor wurde jetzt bei German Naval Yards frisch überholt ausgedockt, ein  zweites befindet sich im Holtenauer Binnenhafen. Dort wird es gerade nach einer Havarie wieder für den Einsatz vorbereitet.

Damit stehen in Kiel-Holtenau im Fall von Havarien oder technischen Störungen in diesem Frühjahr wieder ausreichend Schleusentore bereit.

 
 
 Copyright Norddeutsche Rundschau danke Ralf Pöschus

Reparatur-Dock für Schleuse ein Muss

vom 21. April 2015
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorsitzender des Nautischen Vereins fordert die Freigabe der Mittel für das 30-Millionen-Projekt am Brunsbütteler WSA-Betriebshafen

Klare Worte fand Kapitän Bernd Appel, Vorsitzender des Nautischen Vereins Brunsbüttel, zur Situation im Nord-Ostsee-Kanal. Vor 260 geladenen

Gästen aus Politik und Wirtschaft beim Nautischen Essen in Brunsbüttel unterstrich Appel die Forderung nach einem Ersatztor für die Großen

Schleusen, das für den Fall einer Kollision vorgehalten wird und so möglichst schnell für einen reibungslosen Ablauf der Schiffspassagen sorgen soll.

Kollisionen, so Appel, könnten sich jederzeit ereignen. Zuletzt hatte es zwei Mal kurz hintereinander gekracht, die Große Nordkammer ist außer

Betrieb, das Ersatztor steht in Kiel im Dock. Keine ideale Lösung, so Appel: „Die Vorhaltung eines funktionsfähigen Ersatztors muss von der Kanalverwaltung jederzeit sicher gestellt werden können.“ Er erinnerte daran, dass es Pläne im Bereich des Betriebshafens vom Brunsbütteler

Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) für ein eigenes Schleusendock gebe. Das ist mit rund 30 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld steht vom

Bund derzeit nicht zur Verfügung. Appel skizzierte ein Horror-Szenario für die maritime Wirtschaft: „Ich möchte hier keine Katastrophe an die

Wand malen, aber sollte es eine weitere schwere Torkollision in Brunsbüttel geben, wäre der Kanal für mehrere Wochen für größere Schiffe nicht

mehr befahrbar. Das wäre ein Dolchstoß für den NOK, mit weitreichenden Folgen!“ Deshalb müssten die Mittel für den Bau des Docks unverzüglich

bereit gestellt werden.

Unterstützung bekam Bernd Appel von politischer Seite. Die niedersächsische Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Behrens, die den erkrankten

Minister Olaf Lies vertrat, betonte, auch Niedersachsen sei an einem funktionsfähigen Nord-Ostsee-Kanal interessiert. Zugleich mahnte sie, der Bund müsse die veranschlagten Gelder für die komplette Ertüchtigung der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt zur Verfügung stellen

. Das ist ein Gesamtpaket über 1,5 Milliarden Euro für die Schleusen in Brunsbüttel und Kiel sowie den Ausbau der östlichen Strecke. „Die

Entwicklung des Nord-Ostsee-Kanals ist alternativlos!“, bekundete Behrens.

Sie gab aber auch zu, dass es für die norddeutschen Länder unverändert schwierig sei, sich Gehör zu verschaffen für wichtige Infrastruktur-

Maßnahmen. „Das müssen wir immer wieder den süddeutschen Ländern erklären.“ Wichtig sei daher auch der Schulterschluss der fünf

norddeutschen Küstenländer, um mit einer Stimme zu sprechen. Denn letztlich gehe es auch darum, die unverzichtbaren Hinterlandanbindungen an

die Häfen zukunftsfähig zu machen – und diese Vorhaben in den Bundesverkehrswegeplan zu hieven. „Wir dürfen nicht nachlassen!“, forderte

Behrens. Denn gerade die Hafenwirtschaft mit ihren vielen Arbeitsplätzen müsse gestärkt werden.

Eine gute Nachricht hatte die Staatssekretärin auch im Gepäck, obwohl sie bei diesem Thema nicht konkret wurde. Daniela Behrens ließ durchblicken,

dass es schon im Sommer zu einem Wiederaufleben der seit Jahren gewünschten Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven kommen

könnte.

Passend dazu stellte Dithmarschens Kreispräsident Hans-Harald Böttger fest: „Brunsbüttel ist das Tor in die Region.“ Inzwischen hätten das auch

„Beamte und Politiker in Berlin begriffen“. Auch Böttger zielt auf eine zeitgemäße Infrastruktur ab. Wenn die vorhanden wäre, hätte die gesamte

Westküste die Chance, sich ein Profil als Wirtschaftsraum zu schaffen.

Ganz so einfach werde es aber nicht sein, diesen Gedanken umzusetzen, erklärte Bernd Appel. „Der mit den Häfen unabdingbar verbundene Ausbau

der Infrastruktur und der Flächenverbrauch stößt zunehmend auf Widerstand der betroffenen Menschen, die sich durch gut organisierte

Umweltverbände vertreten lassen.“ Folge: „Die sinnvolle wirtschaftliche Entwicklung wird zunehmend einer ‚Erhaltungsmentalität‘ untergeordnet.“

Bestes Beispiel ist für ihn in diesem Zusammenhang die Elbvertiefung. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die so genannte Fahrrinnenanpassung werde Auswirkungen auf Großprojekte an der Küste haben. Appel: „Man stelle sich vor, Hamburg würde seine Pläne für den Neuwerker Vorhafen wieder aus der Schublade ziehen. Damals, zu Zeiten der Ölkrise ein visionärer Plan, der leider zu früh beerdigt wurde. Nur der Gedanke daran, würde heutzutage eine riesige Protestwelle auslösen.“ Außer Frage stehe für ihn: „Natürlich sollen alle Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden, aber unsere wirtschaftliche Grundlage darf dadurch nicht unterminiert werden.“

 
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von Ralf Pöschus
erstellt am 21.Apr.2015 | 10:59 Uhr

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Guten Tag!
 
Zur Baumaßnahme 5. Schleusenkammer gibt es auf unserer Homepage einen aktuellen Infobrief (Stand: Februar 2015):
 
 
 

 

5SKB-Infobrief_Nr3

NOK News: Temporäre Sperrzeiten der Großen Nordkammer (Kiel Holtenau)04.03. – 24.03.2015http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Fernfahrer-zur-See,sendung343244.htmlCopyright NDR  SahnesendungIm Rahmen des Dükerbaus wird zur Vorbereitung der Großbohrung auf der Mittelmauer
die Große Nordschleuse vom  04.03. – 24.03.2015 in der Zeit von Montags bis Freitag
zwischen 08:00 – 18:00 Uhr für die Schifffahrt gesperrt!
Ein paralleles Schleusen von Berufsschifffahrt während der Belegung der gesperrten
Schleuse mit Baufahrzeugen ist aus Arbeits- und Betriebssicherheitsgründen
nicht möglich.
Sofern vorgesehene Sperrzeiträume nicht in Anspruch genommen werden steht die
Große Nordkammer der Schifffahrt zur Verfügung.

http://www.kn-online.de/Freizeit/Veranstaltungen/Veranstaltungs-Tipps-News/

Vortrag-ueber-den-Bau-des-Nord-Ostsee-Kanals-Ein-Kaufmann-gab-den-Anstoss

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Schifffahrtsverwaltung-bekommt-85-

Ingenieurstellen-bauarbeiten-nord-ostsee-kanal

Schifffahrtsverwaltung

Mehr Personal für Bauprojekte

Von Frank Behling |
Die Schifffahrtsverwaltung wird die anstehende Sanierung der alten Schleusen in Kiel endlich anpacken.
85 neue Stellen wurden geschaffen. Geld und Personal für die Bauarbeiten sollen bereitstehen.

Foto: Die Technik der Schleusen in Kiel-Holtenau ist über 100 Jahre alt. Dazu gehören auch die Torunterwagen der Schleusentore.


NOK News: Ausfall der Südkammer der Großen Schleuse in Brunsbüttel

http://www.wsv.de/wsa-bb/aktuelles/projekte/Neubau_5._Schleusenkammer_und_Grundinstandsetzung_Grosse_Schleusen/index.html

Nach einer Havarie ist die Südkammer der Großen Schleuse in Brunsbüttel ausgefallen. Die Untersuchungen

laufen, die Reparaturen werden umgehend beginnen. Der Schifffahrt stehen weiterhin die Nordkammer der

Großen Schleuse sowie die beiden Kammern der Kleinen Schleuse zur Verfügung.

 

NOK News: Schleusensperrung aufgehobenDie Sperrung der Großen Südkammer in Brunsbüttel

ist seit 1100 Uhr 16.01.2015 aufgehoben.

Wasser- und Schifffahrtsämter
Brunsbüttel und Kiel
Alte Zentrale 4
25541 BrunsbüttelSchleuseninsel 2
24159 Kiel-Holtenauwww.wsa-brunsbuettel.wsv.de/
www.wsa-kiel.wsv.de/16.01.2015Gesa Völkl Portrait

 
Sie erhalten die NOK News, weil Sie sich in unseren Verteiler eingetragen haben. Falls Sie keine Emails mehr bekommen möchten, klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/aktuelles/index.html
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Pegel-stagnieren-kommt-die-Entspannung,hochwasser3550.html
 

NOK News: Erhöhter Kanalwasserstand im NOK
Aufgrund des erhöhten Kanalwasserpegels im NOK (> 5,35m NHN) , gilt für alle Fahrzeuge bis auf Weiteres die maximale Geschwindigkeit von 12 Km/h.Die zulässige Höhe der Fahrzeuge ist auf 39,80 m über Wasserspiegel reduziert.
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Nord-Ostsee-Kanal-Jetzt-20-Stunden-Wartezeit
 
Copyrihgt KN Frank Behling danke
 
Nord-Ostsee-Kanal

Jetzt 20 Stunden Wartezeit

Von Frank Behling |
Die anhaltenden Stürme behindern die Schifffahrt auf dem Kanal immer stärker. Am Vormittag mussten Schiffe in Kiel sich auf eine Wartezeit von 20 Stunden für einen Platz in der Schleuse einstellen. In Brunsbüttel sind nur drei der vier Schleusenkammern in Betrieb.

Foto: Binnenhafen in Brunsbüttel.

Binnenhafen in Brunsbüttel.Binnenhafen in Brunsbüttel.

© Frank Behling
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Brunsbüttel. Die zum Teil extremen Hochwasser der Elbe behindernden Betrieb der Schleusen außerdem. Die meisten Schiffe warten in Kiel jetzt am Leuchtturm in der Bucht. Dort liegen 18 Tanker und Containerschiffe und zwei Fähren. Vor Brunsbüttel beträgt die Wartezeit derzeit zehn Stunden für Schiffe, die von der Elbe in den Kanal wollen.

„Das ist eine Herausforderung für die Schifffahrt“, sagte Jens-Broder Knudsen von der Kieler Schifffahrtsagentur Sartori & Berger. Besonders unglücklich sei der Umstand, dass in Brunsbüttel nur eine der beiden großen Kammern zur Verfügung steht. Die Arbeiten an einem Tor-Oberwagen der großen Südschleuse sollen in Kürze abgeschlossen werden. Der für diese Arbeiten benötigte Schwimmkran soll bei einer Beruhigung des Wetters den Antrieb komplettieren. „Wir hoffen alle, dass danach zumindest auf längere Zeit die beiden großen Schleusenkammern der Schifffahrt zur Verfügung stehen“, sagte Knudsen.

Die Schifffahrt hatte sich zum Teil bereits auf Wartezeiten eingestellt. „Deshalb ist es wichtig, dass das Image des Kanals nicht weiter leidet“, so Knudsen, der zugleich Vorsitzender der Initiative Kiel Canal ist. Am Montag hatten sich die Wartezeiten zum Teil auf acht Stunden reduziert.

 
 
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http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Hochwasser-Kanalverkehr-laeuft-wieder-an
 
Copyright KN danke Frank Behling
 
 
Hochwasser im Nord-Ostsee-Kanal

Schleuse Holtenau: Verkehr läuft wieder an

Von Frank Behling |
Seit 12 Uhr dürfen in Kiel-Holtenau wieder Schiffe in den Nord-Ostsee-Kanal einschleusen. Zuvor hatte der Verkehr hier stundenlang geruht.

Foto: Die Schleuse Kiel-Holtenau wurde in den vergangenen Tagen immer wieder einmal für den Verkehr gesperrt.

Die Schleuse Kiel-Holtenau wurde in den vergangenen Tagen immer wieder einmal für den Verkehr gesperrt.

© Frank Behling

ArneLütkenhorstBulker C.Young56

 

Copyright Arne Lütkenhorst
 
Kiel/Berlin

 

Der Nord-Ostsee-Kanal (im Hintergrund die Schleuse in Kiel-Holtenau) müsste jährlich für wohl rund 100 bis 120 Millionen Euro modernisiert werden.

 

Kiel. Gleich zwei heiße Eisen fassten gestern Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und sein Kieler Ministerkollege Reinhard Meyer (SPD) an.

Der Kieler Wirtschaftsminister kritisierte die Stagnation beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). „Der momentane Stillstand bei der Sanierung und dem Ausbau des NOK verursacht in der maritimen Wirtschaft einen volkswirtschaftlichen Schaden allein durch Wartezeiten in Brunsbüttel von jährlich mindestens 200 Millionen Euro. Das ist eindeutig zu viel“, beklagte Meyer gestern Morgen beim 4.

TOP-THEMA Kritik an Ramsauer „Ein politischer Pfropf im Nord-Ostsee-Kanal“

Maritimen Frühstück des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein in Berlin. Der Ausbau des NOK sei eine „nationale Aufgabe“.

 

Meyer verlangte, jährlich ein Prozent des Verkehrsinvestitionsetats des Bundes für die Sanierung des wichtigen Kanals im Norden bereit zu stellen. Den LN nannte der SPD-Politiker eine Größenordnung von 100 bis 120 Millionen Euro, die jährlich in die Modernisierung von Schleusen, die Begradigung sowie die Vertiefung des Kanals investiert werden müsse.

 

Zu den Verzögerungen bei der NOK-Sanierung, Schwerpunkt Schleuse Brunsbüttel, erfuhren die LN gestern aus dem Bundesverkehrsministerium Folgendes: Im Vorjahr seien wie geplant die notwendigen bauvorbereitenden Maßnahmen durchgeführt worden. So sei das Baufeld freigemacht worden, indem Versorgungsleitungen umgelegt wurden. Es sei außerdem damit begonnen worden, die Mole 2 wie erforderlich zu verlängern und den Anleger Dyhrrsenmoor zu bauen. Allerdings seien die Ausschreibungsunterlagen für die Vergabe der Hauptbaumaßnahmen zum Neubau der fünften Schleusenkammer noch nicht fertig gestellt. In der Stellungnahme des Berliner Ministeriums heißt es weiter: „Die Ausschreibung hat sich seit der Planung vom Frühjahr 2012 insbesondere infolge der notwendigen fachrechtlichen Qualitätssicherung der Vergabeunterlagen für die komplexe Baumaßnahme um mehrere Monate verzögert.“ Die durch Ingenieurbüros erstellten Ausschreibungsunterlagen zum Neubau der Schleusenkammer umfassten allein 3000 Leistungspositionen, mehr als 800 Seiten Baubeschreibung und mehr als 300 Bauzeichnungen und -pläne. Die Qualitätssicherung dieser Unterlagen sei noch nicht abgeschlossen.

 

Hochspezialisierte Vergaberechtsanwälte säßen daran. „Sowie die Qualitätssicherung abgeschlossen ist, wird die Ausschreibung veröffentlicht“, hieß es gestern im Berliner Ministerium.

 

Bundeskanzlerin Merkel kommt nach Kiel
Am 8. und 9. April 2013 wird die nächste Nationale Maritime Konferenz in Kiel stattfinden. Das kündigte gestern der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein, Christoph Andreas Leicht, in Berlin an. Bei der Konferenz, zu der unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Förde kommen wird, gehe es um wichtige Weichenstellungen für die Zukunft Norddeutschlands, etwa um den Ausbau der Infrastruktur an den Nord- und Ostsee-Häfen, die Offshore-Windenergie, die maritime Forschung und Ausbildung oder auch um die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV).
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer kritisierte die Pläne der Bundesregierung, die WSV-Zentrale vollständig nach Bonn zu verlegen. Es müsse Kompetenz an der Küste verbleiben. In den Häfen Schleswig-Holsteins wurden im Vorjahr erstmals über 50 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, sagte der Chef des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen(GvSH), Frank Schnabel.

 

Reinhard Zweigler   Lübecker Nachricht Copyright

 

 

 

 

 

 

 
nach der fraktionssitzung, einem gespräch wg nok/brunsbüttel, einem interview bei phönix, abendessen in der dpg, jetzt ins büro
 
Neuester Stand Johannes Kahrs bleibt dran ,  ich freue mich über seine Unterstützung für unseren NOK Brunsbüttel

TOP-THEMA

http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/ramsauer-ein-politischer-pfrofp-im-nord-ostsee-kanal-1957663.html

Rest bitte im o.g Link lesen Copyright Stern

Der Elbausbau stockt, und jetzt vermasselt der Minister auch noch die wichtigste Operation an einer weiteren Lebensader des Nordens“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, am Sonntag. Der Neubau der 5. Schleusenkammer verzögere sich um ein Jahr.

Um die Sanierung des Kanals zu beschleunigen, müsse Ramsauer von der Dauerbaustelle zwischen Nord- und Ostsee abgezogen werden, forderte Polkaehn. „Am Berliner Flughafen macht Herr Ramsauer dicke Backen, aber hier kriegt er nicht mal die Ausschreibung der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel auf die Reihe“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der Bau der 5. Schleusenkammer werde erst mit einem Jahr Verspätung beginnen. 300 Millionen Euro Bundesmittel sind zweckgebunden bis 2016 für den in Brunsbüttel vorgesehen. Nun wurde bekannt, teilt der DGB Nord weiter mit, dass die „Ausschreibung durch das Ministerium nicht termingerecht erfolgt ist und ein möglicher 10-Prozent-Zuschuss in Brüssel nicht beantragt“ worden sei.

MdB Johannes Kahrs

http://dbtg.tv/fvid/2028604                      seine Rede im Bundestag BMVBS      NOK

http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/ramsauer-ist-ein-politischer-pfropf-im-nord-ostsee-kanal.html
 
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/NOK-Schleusenausbau-verzoegert-sich

http://www.fr-online.de/newsticker/dgb-nord–ramsauer–ein-politischer-pfrofp–im-nord-ostsee-kanal,11005786,21507534.html

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-01/25741752-dgb-nord-ramsauer-ein-politischer-pfrofp-im-nord-ostsee-kanal-016.htm

20. Januar 2013 | 14:00 Uhr

brunsbuettel5
 
 

 

 

Der Neubau der 5. Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal verzögert sich um ein Jahr. Der DGB Nord hat Kanzlerin Merkel aufgefordert, Verkehrsminister Ramsauer die Zuständigkeit für den Ausbau zu entziehen.

KielerSchleusen vOben 45

Kiel. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Zuständigkeit für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zu entziehen. „Herr Ramsauer ist ein politischer Pfropf im Kanal, den Frau Merkel in den letzten Monaten der Legislaturperiode anderweitig einsetzen sollte. Der Elbausbau stockt, und jetzt vermasselt der Minister auch noch die wichtigste Operation an einer weiteren Lebensader des Nordens“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, am Sonntag. Der Neubau der 5. Schleusenkammer verzögere sich um ein Jahr.

Brunsbüttel 5.Schleuse

verkehrslenkung

Um die Sanierung des Kanals zu beschleunigen, müsse Ramsauer von der Dauerbaustelle zwischen Nord- und Ostsee abgezogen werden, forderte Polkaehn. „Am Berliner Flughafen macht Herr Ramsauer dicke Backen, aber hier kriegt er nicht mal die Ausschreibung der 5.Schleusenkammer in Brunsbüttel auf die Reihe“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Doch auch hier gibt es neue Kritik: Dem SPIEGEL liegen interne Protokolle vor, die den CSU-Politiker Ramsauer in Sachen Berliner Flughafen unter Druck bringen. Die von ihm selbst eingesetzte Sonderkommission „BER“ kritisiert darin das Krisenmanagement des Verkehrsministers.

Copyright Wolfgang Podding thunfish 1967

300 Millionen Euro sind vorgesehen

Der Bau der 5. Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanals wird laut Polkaehn erst mit einem Jahr Verspätung beginnen. 300 Millionen Euro Bundesmittel sind zweckgebunden bis 2016 die Baustelle in Brunsbüttel vorgesehen. Nun wurde bekannt, teilt der DGB Nord weiter mit, dass die „Ausschreibung durch das Ministerium nicht termingerecht erfolgt ist und ein möglicher 10-Prozent-Zuschuss in Brüssel nicht beantragt“ worden sei.

„Der Zwischenbericht des Bundesverkehrsministeriums zum Ersten Infrastrukturbeschleunigungsprogrammist eine große Enttäuschung für alle, deren Arbeit vom Nord-Ostsee-Kanal abhängt. Die Bundeswasserstraße wird seit Jahren kaputtgespart“, kritisiert Polkaehn. Rund 42.000 Schiffe nutzen den Kanal jährlich; gerade wurde die 100-Millionen-Tonnen-Marke bei der Fracht geknackt.

Norddeutsche Rundschau  Henning Baethge

Foto: Die 100-millionste Gütertonne wurde am 21.12.2012 über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert.

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/NOK-Schleusenausbau-verzoegert-sich
 

Brunsbüttel. Der Neubau der 5. Schleusenkammer soll nun sogar ein Jahr später als geplant beginnen. Um die Sanierung des Kanals zu beschleunigen, müsse Ramsauer von der Dauerbaustelle zwischen Nord- und Ostsee abgezogen werden, forderte Polkaehn. «Am Berliner Flughafen macht Herr Ramsauer dicke Backen, aber hier kriegt er nicht mal die Ausschreibung der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel auf die Reihe», heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der Bau der 5. Schleusenkammer werde erst mit einem Jahr Verspätung beginnen. 300 Millionen Euro Bundesmittel sind zweckgebunden bis 2016 für den in Brunsbüttel vorgesehen. Nun wurde bekannt, teilt der DGB Nord weiter mit, dass die «Ausschreibung durch das Ministerium nicht termingerecht erfolgt ist und ein möglicher 10-Prozent-Zuschuss in Brüssel nicht beantragt» worden sei.

«Der Zwischenbericht des Bundesverkehrsministeriums zum Ersten Infrastrukturbeschleunigungsprogramm ist eine große Enttäuschung für alle, deren Arbeit vom Nord-Ostsee-Kanal abhängt. Die Bundeswasserstraße wird seit Jahren kaputtgespart», kritisiert Polkaehn. Rund 42 000 Schiffe nutzen den Kanal jährlich; gerade wurde die 100-Millionen-Tonnen-Marke bei der Fracht geknackt.

Frank Behling Copyright Kieler Nachrichten

NORDDEUTSCHLAND

 

DGB: Neue Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal ein Jahr später

21. Januar 2013 | 00:10 Uhr | von lno

Schleusenbau verzögert sich um weiteres Jahr

 

http://zeitungen.boyens-medien.de/aktuelle-nachrichten/zeitung/artikel/schleusenbau-verzoegert-sich-um-weiteres-jahr.html

ArneLütkenhorstBegegungen NOK23

Copyright Arne Lütkenhorst

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Bitte Rest des Artikels in o.g. link lesen

(jl) Der Bau der fünften Schleusenkammer zwischen Elbe und Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel verzögert sich voraussichtlich um etwa ein Jahr. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn hervor. Ursprünglich sollte ein Großteil der Schleusenkammer im Jahr 2014 entstehen.

Wie die NDR1 Welle Nord berichtet, ist mit damit nun nicht mehr zu rechnen. Bisher sei noch nicht einmal die Ausschreibung veröffentlicht, heißt es nach Informationen des Senders im Schreiben des Ministeriums. Bettina Hagedorn werfe Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) in diesem Zusammenhang Versagen vor. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer nahm die neuerliche Zeitverzögerung in einem NDR-Interview „mit Schrecken“ zur Kenntnis.

 

http://www.wedel-schulauer-tageblatt.de/nachrichten/norddeutschland/artikeldetail/article/1751/dgb-neue-schleuse-am-nord-ostsee-kanal-ein-jahr-spaeter.html

HAMBURG/KIEL. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Zuständigkeit für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zu entziehen. „Herr Ramsauer ist ein politischer Pfropf im Kanal, den Frau Merkel in den letzten Monaten der Legislaturperiode anderweitig einsetzen sollte. Der Elbausbau stockt, und jetzt vermasselt der Minister auch noch die wichtigste Operation an einer weiteren Lebensader des Nordens“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, gestern. Der Neubau der 5. Schleusenkammer verzögere sich um ein Jahr.

Um die Sanierung des Kanals zu beschleunigen, müsse Ramsauer von der Dauerbaustelle zwischen Nord- und Ostsee abgezogen werden, forderte Polkaehn. „Am Berliner Flughafen macht Herr Ramsauer dicke Backen, aber hier kriegt er nicht mal die Ausschreibung der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel auf die Reihe“, hieß es weiter.

Der Bau der neuen Kammer werde erst mit einem Jahr Verspätung beginnen. 300 Millionen Euro Bundesmittel sind zweckgebunden bis 2016 für das Projekt vorgesehen. Nun wurde bekannt, teilt der DGB Nord weiter mit, dass die „Ausschreibung durch das Ministerium nicht termingerecht erfolgt ist und ein möglicher Zehn-Prozent-Zuschuss in Brüssel nicht beantragt“ worden sei. Polkaehn: „Der Zwischenbericht des Bundesverkehrsministeriums zum Ersten Infrastrukturbeschleunigungsprogramm ist eine große Enttäuschung für alle, deren Arbeit vom Nord-Ostsee-Kanal abhängt. Die Bundeswasserstraße wird seit Jahren kaputtgespart“, kritisiert der DGB-Nord-Chef. Rund 42 000 Schiffe nutzen den Kanal jährlich; gerade wurde die 100-Millionen-Tonnen-Marke bei der Fracht geknackt. Norddeutsche Rundschau

Kommentare im Forum

fishermanKN

20.01.2013

Nichts als "heiße Luft" von Ramsauer

Schaut man sich die Seite: „Wasserstraßen als Verkehrswege“ auf der Internetpräsenz des Bundesverkehrsministeriums an, so sucht man neben Rhein, Elbe, Donau, usw, den Nord-Ostsee Kanal vergeblich.

Dass im Hause des christlich-sozialen Bayern Ramsauer der NOK nicht existiert, bzw. alles getan wird, um dem Kanal zu schaden ist ein Skandal. Menschlich ist es verständlich, dass Investitionen in den NOK keine Priorität haben im Verkehrsministerium, denn hier bei uns wählt niemand die CSU.
Insgesamt ein unhaltbarer Zustand von absoluter Inkompetenz eines Bundesverkehrsministers und seinen Mitarbeitern. mad

Wahlhilfe

20.01.2013

CDU und CSU nur noch peinlich!

Rechtzeitig zur Wahl war er da, unser Verkehrsminister!
Der Spatenstich sollte suggerieren, dass es losgeht. Nun wird klar, was war.

Verschwendung von Steuergeldern durch unplanhaftes Vorg. eek

     
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Nürnberg Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) bis 1992 Steuermann 1.Offizier und Kapitän 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit und VdsM

3 Gedanken zu „Informationen über die Schleusensituation in Brunsbüttel/Holtenau

  1. Kiel

    Eigentlich hatten sich die Passagezahlen 2017 erholt, nachdem sie 2016 schon unter die Marke von 30000 Schiffen gerutscht waren. Bei der für die Gebühren maßgeblichen Schiffsgröße gab es laut der Zahlen einen Rückgang von 240000 auf 65,92 Millionen BRZ (Brutto-Raum-Zahl).

    Laut Statistik der Verwaltung fuhren im ersten Halbjahr 14934 Schiffe auf dem Kanal, die 43,3 Millionen Tonnen Ladung beförderten. Von Januar bis Juni lag die Zahl der Schiffe damit nur um 0,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Ob bis zum Jahresende das Vorjahresergebnis von 30269 Schiffen mit 86 Millionen Tonnen Ladung erreicht wird, ist noch offen, denn der Juli und August waren nach ersten Erhebungen ebenfalls sehr schwache Monate.

    Die schwerste Delle bescherte dem Kanal der März, in dem mit 2363 fast 300 Schiffe weniger als im Februar 2017 gezählt wurden. Grund ist die Havarie des Frachters „Akacia“, der am 19. Februar in der Kieler Südschleuse ein Tor demoliert hatte. Der Nord-Ostsee-Kanal bekommt aber auch die Probleme Hamburgs zu spüren. Immer mehr Ladung wandert von der Elbe nach Rotterdam ab. Erst vergangene Woche hatte der Hamburger Hafen einen starken Rückgang beim Umschlag von Containern für die Ostsee gemeldet – das Minus im ersten Halbjahr beträgt 4,4 Prozent.

    Die Makler fordern, dass der Ausbau der Oststrecke des Kanals zügig beginnt. Seit zehn Jahren wird zwischen Königsförde und Kiel die Begradigung von drei Kurven geplant.

  2. Nach der Frachter-Havarie im Nord-Ostsee-Kanal ist in Kiel-Holtenau weiter eine der beiden Schleusen defekt. Der Schaden am Schleusentor der Südkammer geht laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau in den zweistelligen Millionenbereich. Doch wie kaputt das Tor tatsächlich ist, das kann zurzeit noch niemand mit Gewissheit sagen. Nach Angaben von Experten ist die Situation unter Wasser unübersichtlich. Am 19. Februar hatte das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ das Schleusentor gerammt und teilweise durchbrochen. Nun hat die Rendsburger Nobiskrug-Werft den Auftrag bekommen, das Tor auszubauen.

    Rendsburger Werft baut Schleuse aus
    NDR 1 Welle Nord – 26.02.2018 12:00 Uhr Autor/in: Wolf, Christian

    Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat eine Firma gefunden, die das beschädigte Schleusentor in Kiel-Holtenau ausbauen soll. Den Auftrag ergatterte Nobiskrug aus Rendsburg.

  3. Erst ein Drittel fertig Europas größte Wasserbaustelle wird zum nächsten BER
    Von Birger Nicolai, Brunsbüttel | Stand: 07:38 Uhr | Lesedauer: 6 Minuten
    Blick am 26.04.2017 auf die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttell (Schleswig-Holstein) (Foto mit Drohne). Zwischen den kleinen (vorne) und den großen Schleusenkammern ist die Baustelle der neuen Schleuse zu sehen. (zu dpa „Von Meer zu Meer durch ein kleines Land vor einer Landtagswahl“ vom 28.04.2017) Foto: Carsten Rehder/dpa | Verwendung weltweit
    Zwischen den kleinen (vorn) und den großen Schleusenkammern ist die Baustelle der neuen Schleuse im April 2017 zu sehen. Inzwischen ist mehr Erdreich ausgehoben

    Quelle: picture alliance
    Die fünfte Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel wird nicht wie geplant fertig. Das Risiko für die Schifffahrt auf der Wasserstraße steigt dadurch enorm. An Gründen für die Verzögerung gibt es keinen Mangel.
    14 Kommentare

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