Hafen : Neuer Schiff-Shuttle für Container Elbe Hamburg Brunsbüttel Teil 2 seit 2011

 
Ferlemannhttp://zeitung.shz.de/norddeutscherundschau/1836/article/752030/16/1/render/?token=c765258e891d6642edb6b24f651f54b0
 
Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet liegt an der Schnittstelle von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal.  Egeb
 
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swig-Holsteins größtes Industriegebiet liegt an der Schnittstelle von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Ergebniss
 

Brunsbüttel Die Wirtschaftsregion Unterelbe soll stärker zusammenwachsen. Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaften sowie der Industrie- und Handelskammern haben dazu mehrere konkrete Projekte geplant, die sich mit den Themen Abwärme, Windenergie, Windenergiewasserstoff und chemischer Industrie befassen.

„Gegenüber vergleichbaren Regionen auf der ganzen Welt müssen wir uns großformatiger aufstellen, um auch im wirtschaftlichen Wettbewerb der Zukunft bestehen zu können. Die Grenzen der Bundesländer zählen da nicht mehr“, erklärte Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der Egeb Wirtschaftsförderung.

Die 2012 gegründete Kooperation Unterelbe, die jetzt in eine zweite Phase der Projektentwicklung und Umsetzung geht, umfasst die Stadt Hamburg, die schleswig-holsteinischen Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen sowie auf niedersächsischer Seite die Landkreise Stade und Cuxha-ven. Um die Zusammenarbeit zu regeln, wurde eine Geschäftsordnung entworfen, die die Umsetzung des zuvor erarbeiteten Leitbildes für den „Wirtschaftsraum Unterelbe 2030“ zum Ziel hat. Bei einem Arbeitstreffen in Brunsbüttel wurden insgesamt vier Projekte ins Visier genommen, die in den kommenden Monaten realisiert werden sollen.

In den Fokus geraten dabei die zahlreichen energieintensiven Betriebe entlang der Elbe. Über die Bundesländer hinweg sollen zunächst die industriellen Abwärmepotenziale ermittelt und dann nachhaltig genutzt werden. Nachdem bereits ein „Standortatlas Chemie“ verfasst wurde, soll ein weiterer Standortkatalog für den Bereich Windenergie/Windwasserstoff erstellt werden. Auch dabei sollen Formen der Kooperation geprüft und Synergieeffekte genutzt werden.

Um auch abseits dieser Themenfelder die Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Elbe zu festigen und Vertreter von Unternehmen an einen Tisch zu bekommen, ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Dazu zählt zum Beispiel ein regelmäßiger „Industrie-Talk Unterelbe“ in den Betrieben. Ein erster Termin ist für März 2019 vorgesehen. Darüber hinaus soll zu einem Business-Speed-Dating eingeladen werden: Die Teilnehmer suchen dabei ganz gezielt nach persönlichen Geschäftskontakten zu anderen Unternehmern, um eine weitergehende Zusammenarbeit auszuloten.

„Um weitere Projektideen zu entwickeln, die die Wirtschaftsregion weiter nach vorne bringen, werden wir weitere Kooperationspartner mit ins Boot holen. Dazu werden wir in den kommenden Wochen gezielt potenzielle Partner ansprechen“, kündigte Volker Jahnke, Sprecher der Kooperation Unterelbe, an.

Diese Kooperation hatte 2014 noch einmal einen weiteren Anschub bekommen, als sie in das „Leitprojekt Unterelbe“ der Metropolregion Hamburg überführt wurde. Zwei Jahre später wurde dann das „Leitbild 2030“ unterzeichnet, das Ideen und konkrete Projekte für die künftige Entwicklung entlang der Lebensader Elbe zum Ziel hatte. sh:z

Infrastruktur hatten die von Sebastian Reimann (Mitte) moderierte Politikerrunde zum Thema (v. l.): Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann sowie die Wirtschaftsminister Olaf Lies (Niedersachsen) und Reinhard Meyer (SchleswigHolstein).

Rekordergbenis für Brunsbüttel

Die Brunsbütteler Häfen, als zweitgrößter Hafenstandort des Landes, wiesen mit einem Zuwachs um 1,25 Mio. t auf insgesamt 13,1 Mio. t (+ 11 %) eine vergleichbare Mengensteigerung wie der Lübecker Hafen auf. Mit diesem Rekordergebnis sieht sich der Universalhafen in seiner Strategie bestätigt, sich breit aufzustellen und die Erweiterung der Standorte in Schweden und im Norddeutschen Raum voranzutreiben. Nicht nur im Güterumschlag, sondern auch in der Personalstärke konnte Brunsbüttel zulegen – 50 neue Mitarbeiter wurden nach Angaben des GvHS in den letzten drei Monaten eingestellt.

 
https://www.hansa-online.de/2018/02/haefen/92649/brunsbuettel-setzt-auf-wachstum-durch-adblue-hafen-ostermoor/
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Brunsbüttel setzt auf Wachstum durch AdBlue

 

Das Unternehmen Yara eröffnet größte AdBlue-Anlage der Welt in Brunsbüttel. Die Harnstofflösung wird zukünftig auch über den Hafen Ostermoor verladen.

Brunsbüttel Ports erwartet im Hafen Ostermoor steigende Umschlagsmengen. Am 1. Februar eröffnete das Unternehmen Yara Brunsbüttel im ChemCoast Park die größte AdBlue-Anlage der Welt mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 1,1 Mio. t AdBlue, die – direkt am Hafen Ostermoor gelegen – unter anderem auch über den Hafen Ostermoor auf den Verkehrsträger Schiff verladen werden.

AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, mit welcher der Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselmotoren reduziert werden kann.

Hafen Ostermoor (Foto: Brunsbüttel Ports)

Frank Schnabel, Geschäftsführer des Hafenbetreibers, erklärt: »Die AdBlue-Produktionsanlage verfügt über eine Tiefsee-Schiffsbeladungseinheit, sodass große Mengen des vor Ort erstellten Produkts AdBlue auf Schiffe verladen und anschließend zum Kunden transportiert werden können. Durch die zusätzlichen Gütermengen erwarten wir weiteres Wachstum in unserem Hafen Ostermoor.«

Die Brunsbütteler Häfen Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor befinden sich im ChemCoast Park Brunsbüttel und damit im größten zusammenhängenden Industriegebiet Schleswig-Holsteins. Die Häfen werden von den angesiedelten Unternehmen der Chemie- und Mineralölbranche für ihre Ver- und Entsorgungsprozesse ebenso genutzt wie für die Verschiffung ihrer vor Ort erstellten Produkte.

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Hafenbetriebe legen kräftig zu

Brunsbütteler Schramm Ports & Logistics vermeldet Rekordergebnis beim Güterumschlag

Allein im Elbehafen wuchs der Güterumschlag im vergangenen Jahr auf 10 Millionen Tonnen. sh:Z

 

Brunsbüttel Rekord – Für die bisher 15 Standorte unter der Dachmarke Schramm Ports & Logistics wurde in 2017 ein Gesamtumschlag von rund 16,5 Millionen Tonnen erzielt. Zuwächse gab es insbesondere in den Bereichen Flüssiggut und Massengut. Die Anzahl der Schiffsanläufe steigt weiter.

Die Brunsbütteler Häfen haben nach den vorläufigen Zahlen mit dem Elbehafen (plus 13 Prozent), dem Ölhafen (plus 1 Prozent) und dem Hafen Ostermoor (plus 8 Prozent) einen Gesamtumschlag von knapp 13 Millionen Tonnen zum Jahresende erzielt. Davon entfallen allein auf den Elbehafen rund 10 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem erneuten Wachstum von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtjahresergebnis des Hafenverbundes mit den Häfen Glückstadt und Rendsburg, den vier Logistikstandorten in Hamburg und den sechs Häfen beziehungsweise Terminals in Schweden liegt bei rund 16,5 Millionen Tonnen und entspricht damit einem Umschlagsplus von fast 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Die in 2017 umgeschlagenen Gütermengen stellen ein Rekordergebnis für die Brunsbütteler Häfen dar. Noch nie sind so viele Güter über die drei Brunsbütteler Häfen umgeschlagen und gelagert worden wie in diesem Jahr“, sagt Geschäftsführer Frank Schnabel. „In den vergangenen zehn Jahren hat die Umschlagmenge um 3,7 Millionen Tonnen zugelegt. Dies entspricht einem Wachstum von insgesamt fast 40 Prozent über diesen Zeitraum.“ Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung ohne Einbrüche bestätige die Universalhafen-Strategie und die Kombination verschiedener Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße. Damit sei das Unternehmen besser aufgestellt als manch anderer Hafen, der nach einem schwachen Geschäftsjahr wieder gute Zahlen nennen könne.

Ein Umschlagzuwachs von Flüssiggütern und Massengütern sei für das Rekordergebnis in den Brunsbütteler Häfen verantwortlich, berichtet Schnabel. Wachstumstreiber im Bereich der Flüssiggüter sind das Handling unterschiedlicher flüssiger Güter im Hafen Ostermoor, der Umschlag von Ölprodukten im Brunsbütteler Ölhafen sowie das Handling von Rohöl und Propangas im Elbehafen. Im Bereich Massengut wurden unter anderem steigende Mengen von Baustoffen und Kupfererzkonzentrat umgeschlagen und zwischengelagert. In den Brunsbütteler Häfen stieg dabei die Anzahl der abgefertigten Seeschiffe um rund 23 Prozent auf 841 und die Anzahl der Binnenschiffe um rund 6 Prozent auf 1924 im Vergleich zum Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2017 baute das Hafen- und Logistikunternehmen außerdem seine Aktivitäten an neuen Standorten sowohl national als auch international weiter aus. Zum 1. März 2017 hatte die Schramm Ports & Logistics Sweden AB, eine Tochter der Brunsbüttel Ports GmbH, die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB) übernommen und ist seitdem an sechs schwedischen Häfen und Terminals aktiv. Im Herbst erhielt Brunsbüttel Ports zudem den Zuschlag für die Verlängerung der Logistikdienstleistungen am Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg und übernahm die Umschlaglogistik für die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Im Januar 2018 kommt ein weiterer Industriekunde in Brunsbüttel dazu, für den Brunsbüttel Ports einen Teil der Hafen-/Werkslogistik übernehmen wird. Um die Ausweitung der Aktivitäten an den Standorten auch personell abdecken zu können, stellt Brunsbüttel Ports kontinuierlich neue Mitarbeiter ein und übernimmt eigene Auszubildende. Wobei, so Schnabel, sich inzwischen der Fachkräftemangel bemerkbar mache. Derzeit sind bei Schramm Ports & Logistics rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Schnabel resümiert: „Unsere Hafengruppe ist damit auch weiterhin auf einem soliden, nachhaltigen und gesunden Wachstumskurs mit ständig steigenden Mitarbeiterzahlen.“ rp/sh:z

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Copyright Norddeutsche Rundschau schade eigenlich sehr wichtige Investition für ganz SH und HH

 
Vielzweckhafen ohne Kreis Steinburg
Hauptausschuss spricht sich gegen weitere Aktivitäten aus / Brunsbüttel und Kreis Dithmarschen müssen alleine weiter machen
Brunsbüttel/Itzehoe

Der bereits seit langem angekündigte Ausstieg des Kreises Steinburg aus dem gemeinsamen Projekt „Vielzweckhafen“ mit Brunsbüttel und dem Kreis Dithmarschen ist nun amtlich. Im Hauptausschuss des Kreistags beschlossen die Steinburger am Mittwoch Abend mehrheitlich, sich nicht weiter beteiligen zu wollen. Der von Brunsbüttel angeschobenen Gründung einer Anstalt öffentlichen Rechts als Projektträger wird sich der Kreis Steinburg damit nicht anschließen.

Die klare Ansage lautete bereits seit längerem, dass sich der Kreis lediglich an den Planungskosten für den neuen Hafen beteiligen und dann von dem 70-MillionenVorhaben Abschied nehmen will. „Wir haben das Projekt mit angeschoben und bisher begleitet. Dass ist schon mehr, als man vom Kreis erwarten kann“, gab Martin Dethlefsen (Bürgerliste Steinburg) auch die Meinung der meisten anderen Ausschussmitglieder wieder. Steinburg habe eine Millionen Euro investiert, darüber hinaus werde sich der Kreis jedoch nicht beteiligen.

Es sei von Anfang an die klare Aussage gewesen, dass sich der Kreis nach der Startphase aus dem Projekt zurückziehe, sagte Hans Emil Lorenz (Wählerinitiative in Steinburg). Er sah das gesamte Projekt kritisch und bezweifelte, dass der Vielzweckhafen rentierlich zu betreiben sei. „Daran sollten wir uns die Finger nicht verbrennen.“ Lediglich die Grünen sprachen sich dafür aus, sich weiterhin am Brunsbütteler Projekt zu beteiligen. Die Chance, die mit dem Hafen geboten werde, sollte wahrgenommen werden, erklärte Inken CarstensenHerold, die positive Ausstrahlungen auf den Kreis Steinburg erwartet.

Für Landrat Torsten Wendt stellt sich die momentane Situation um den Vielzweckhafen als „undurchsichtig“ dar. Einige Akteure hätten unterschiedliche Interessen, nicht klar sei, wie der Hafen genutzt werden solle. „Das ist höchst bedauerlich.“

Ursprünglich war die Nutzung für die OffshoreIndustrie angepeilt worden. Doch der Zug ist längst abgefahren. Schon früh hatte der damalige Staatssekretär im Kieler Wirtschaftsministerium, Frank Nägele, ein Umschwenken auf produzierende Industrie angeraten. Derzeit wird Zementhersteller Holcim als großer Interessent an einem Hafenzugang gehandelt.

Nach der Planung des Hafens, der zwischen dem Kernkraftwerk und dem Elbehafen en stehen soll, bildet die Anstalt öffentlichen Rechts den nächsten Schritt. Sie wird Träger des Vorhabens, kann Förderanträge stellen und die erhofften Pachteinnahmen sowie die Unterhaltungskosten verwalten. Diese Gesellschaftsform sei besser geeignet als eine GmbH oder ein Zweckverband, erklärt Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck. In der Schleusenstadt laufen bislang die Fäden zusammen. Bestätigt sei inzwischen, dass die Anstalt öffentlichen Rechts auch ohne den bisherigen Partner südlich des Kanals funktionsfähig sein werde. Dennoch sagt Mohrdieck: „Es wäre schön gewesen, den Kreis Steinburg dabei zu haben. Das hätte mehr Strahlkraft gehabt. Aber wir respektieren die Entscheidung.“

Joachim Möller/Ralf Pöschus

Hafenbetrieb wächst unverändert

Brunsbüttel Ports übernimmt Umschlaglogistik der Kraftwerke in Tiefstack und Wedel

Schnabel Copyright Norddeutsche Rundschau
 

Brunsbüttel Bei Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports stehen die Zeichen auf Wachstum. Das zur Brunsbütteler Schrammgroup gehörende Unternehmen erhält den Zuschlag für die Verlängerung der Logistikdienstleistungen am Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen die Umschlaglogistik für die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel.

Damit weitet Brunsbüttel Ports unter der Dachmarke Schramm Ports & Logistics seine Aktivitäten im Raum Hamburg aus. Seit 2013 hat das Brunsbütteler Unternehmen bereits die Ver- und Entsorgungslogistik für das Heizkraftwerk Moorburg im Hamburger Hafen übernommen, wo täglich große Mengen Brennstoffe und Nebenprodukte umgeschlagen werden. Diese werden auch in Zukunft von den Mitarbeitern der Brunsbüttel Ports GmbH im Rahmen der mehrjährigen Verlängerung des Vertrags bewältigt. Zusätzlich wird Brunsbüttel Ports nun auch an den Standorten Wedel und Tiefstack für die Umschlaglogistik von Stoffströmen und zudem für die Instandhaltung der Umschlag-Anlagen verantwortlich sein.

Unter dem Dach Schramm Ports & Logistics bildeten die Brunsbütteler Häfen sowie der Glückstädter Hafen, der Rendsburg Port, zwei Logistikstandorte im Hamburger Hafen sowie sechs Standorte in Schweden einen Verbund von bisher 13 Hafen- und Logistikstandorten in Norddeutschland und Skandinavien. Zwei Standorte kommen nun hinzu.

Geschäftsführer Frank Schnabel freut sich über den Zuschlag an den drei Heizkraftwerksstandorten: „Unsere Dienstleistungen decken die gesamte Kette der Ver- und Entsorgungslogistik ab.“ Und weiter: „Die Ausweitung unserer Aktivitäten in Hamburg bedeutet eine noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe und ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Hamburg. Durch unsere zwei neuen Standorte steigt auch die Anzahl unserer Mitarbeiter deutlich an.“ Die Hafengruppe sei damit auch weiterhin auf solidem Wachstumskurs.

Im Rahmen der kürzlich vom Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe veröffentlichten Jahreszahlen der deutschen Seehäfen weist Schnabel auf die positiven Umschlagszahlen der Hafengruppe Brunsbüttel Ports in diesem Jahr hin: In den ersten zehn Monaten erzielte die Brunsbütteler Hafengruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umschlagsplus von rund elf Prozent. Der Elbehafen bleibt das Aushängeschild: Dort stieg die Güterumschlagmenge um rund 12 Prozent. In den Brunsbütteler Häfen stieg außerdem die Anzahl der abgefertigten Seeschiffe um rund 23 Prozent und die der Binnenschiffe um acht Prozent. sh:z

Vielzweckhafen: Buchholz stellt Äußerungen klar

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danke Ralf Pöschus big brother watching you

Brunsbüttel Von einer stark verzerrten und dadurch missverständlichen Darstellung in der Presse spricht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) bei der Interpretation seiner Äußerungen bezüglich des Baus eines Vielzweckhafens in Brunsbüttel.

Auf einer Podiumsdiskussion in Heide wurde Buchholz mit dem Satz zitiert. „Warum soll das Land Steuermittel in wirtschaftlich wenig erfolgversprechende Projekte stecken?“ In einem Brief an Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck erklärte er nun: „Wenn die kommunalen Träger der Auffassung sind, dass sich der Hafen wirtschaftlich betreiben lässt, wird das Land in vollem Umfang zu seinen gemachten Förderzusagen stehen.“

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Brunsbüttel Ports weitet Geschäft in Hamburg aus

Hamburg/Brunsbüttel Den Logistiker und Hafenbetreiber Schramm Ports & Logistics aus Brunsbüttel zieht es mit seinem Geschäft immer stärker nach Hamburg. Er übernehme für den Energieversorger Vattenfall Logistikdienstleistungen an dessen Heizkraftwerken Tiefstack und Wedel, teilte die Schramm-Gruppe mit. Außerdem sei der seit 2013 bestehende Vertrag für das Vattenfall-Heizkraftwerk Moorburg, wo täglich große Mengen Brennstoffe und Nebenprodukte umgeschlagen werden, für mehrere Jahre verlängert worden. In der Ausweitung der Schramm-Aktivitäten in Hamburg sieht Geschäftsführer Frank Schnabel eine noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe. Die Zahl der rund 400 Mitarbeiter der Schramm-Gruppe werde deutlich steigen, kündigte Schnabel an. Das Unternehmen ist nun an 15 Standorten in Norddeutschland und Skandinavien aktiv. dpa

Nord-Industrie – der Umsatz steigt kräftig

Kiel Die Industrie in Schleswig-Holstein hat ihren Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen im Vorjahresvergleich um neun Prozent auf 25,2 Milliarden Euro gesteigert. Wie das Statistikamt Nord gestern berichtete, nahm der Absatz auf dem Inlandsmarkt um 14 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro zu. Die Auslandsumsätze erhöhten sich um vier Prozent auf 10,3 Milliarden. Dabei sank die Exportquote zum Vorjahr von 43 auf 41 Prozent. Die Statistik erfasste die 570 größeren Industriebetriebe mit jeweils mindestens 50 Beschäftigten. Das Ernährungsgewerbe erwirtschaftete mit 4,4 Milliarden Euro die höchsten Umsätze und schaffte damit einen Zuwachs von sieben Prozent. Der Maschinenbau verbuchte einen Rückgang um neun Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Die Mineralölverarbeitung legte – auch preisbedingt – um 41 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro zu. Rechnet man die Mineralölverarbeitung, deren Umsätze stark vom jeweiligen Ölpreis abhängen, raus, bleibt der Industrie im Norden nach Angaben der Statistiker noch ein Plus von 7,3 Prozent. Im Monatsdurchschnitt der ersten drei Quartale arbeiteten in den größeren Industriebetrieben des Landes rund 107 100 Menschen und damit vier Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Es ist zugleich der höchste Wert seit mindestens zehn Jahren. til/dpa

Nichtsdestotrotz wiederholte er seine persönlichen Zweifel an besagter Wirtschaftlichkeit. Diese habe er in Heide nicht zum ersten Mal geäußert, heißt es in dem Schreiben. Dennoch versicherte Buchholz, „dass die Landesregierung, aber auch der Wirtschaftsminister, höchstes Interesse an einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Westküste haben“. tst

Mahnende Worte richtete Suß in Richtung der schleswig-holsteinischen Landesregierung und forderte diese auf, ihre gestalterischen Pflichten nicht zu vernachlässigen. „Der Ausbau der B 5 darf nicht in Wilster enden, sondern muss bis Brunsbüttel fortgesetzt werden“, forderte er und ergänzte: „Der Zementkonzern Holcim plant, ein Werk zur Belieferung der Offshore-Windenergieanlagen in Brunsbüttel zu errichten, sofern es zum Bau des geplanten Vielzweckhafens kommt. Auch andere Unternehmen haben im Zuge dessen bereits Ansiedlungspläne geäußert. Schon aufgrund der Möglichkeit, zahlreiche neue Arbeitsplätze an der Westküste zu schaffen, muss es Aufgabe der Regierung sein, dieses Vorhaben uneingeschränkt zu unterstützen.“ Äußerungen wie die von FDP-Wirtschaftsminister Bernd Buchholz auf einer Diskussionsrunde in Heide (wir berichteten), bei der er die Wirtschaftlichkeit des Hafenprojekts anzweifelte, verunsicherten nicht nur vorhandene Akteure, sondern ebenfalls potenzielle Investoren.

Dämpfer für den Vielzweckhafen Copyright Norddeutsche Rundschau

Wirtschaftsminister hinterfragt Landesbeteiligung am 70-Millionen-Projekt

Brunsbüttel/Heide Geht dem ehrgeizigen Projekt Vielzweckhafen in Brunsbüttel am Ende die Luft aus? Zumindest Stefan Mohrdieck, Bürgermeister des Projektträgers Brunsbüttel, sorgt sich um die zukünftige Unterstützung durch das Land.

Den Anlass lieferte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, der auf einer Diskussionsrunde in Heide gefragt hatte, warum das Land Mittel „in wirtschaftlich wenig erfolgversprechende Projekte“ stecken solle. Beim seit vier Jahren geplanten Vielzweckhafen neben dem privaten Elbehafen wollte sich das Land bislang mit 90 Prozent der auf mindestens 70 Millioen Euro geschätzten Baukosten beteiligen.

Mohrdieck reagierte irritiert. Die drei Projektpartner – neben Brunsbüttel die Kreise Dithmarschen und Steinburg – hätten bereits über drei Millionen Euro in die Planung gesteckt. Wobei der Kreis Steinburg nach Abschluss der Planungsphase aussteigen will.

Keinesfalls kehre Bernd Buchholz dem ehrgeizigen Vorhaben den Rücken, beschwichtigt Ministeriumssprecher Harald Haase gegenüber unserer Zeitung. „Die Landesregierung steht zu ihrer Zusage.“ Allerdings schränkt Haase ein: „Die Vielzweckpier muss aus Sicht des Ministers wirtschaftlich darstellbar sein. Das hat er bereits vor Amtsantritt gesagt.“ rp
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Brunsbüttel Ports weitet Geschäft in Hamburg aus Copyright Norddeutsche Rundschau

Hamburg/Brunsbüttel Den Logistiker und Hafenbetreiber Schramm Ports & Logistics aus Brunsbüttel zieht es mit seinem Geschäft immer stärker nach Hamburg. Er übernehme für den Energieversorger Vattenfall Logistikdienstleistungen an dessen Heizkraftwerken Tiefstack und Wedel, teilte die Schramm-Gruppe mit. Außerdem sei der seit 2013 bestehende Vertrag für das Vattenfall-Heizkraftwerk Moorburg, wo täglich große Mengen Brennstoffe und Nebenprodukte umgeschlagen werden, für mehrere Jahre verlängert worden. In der Ausweitung der Schramm-Aktivitäten in Hamburg sieht Geschäftsführer Frank Schnabel eine noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe. Die Zahl der rund 400 Mitarbeiter der Schramm-Gruppe werde deutlich steigen, kündigte Schnabel an. Das Unternehmen ist nun an 15 Standorten in Norddeutschland und Skandinavien aktiv. dpa

Nord-Industrie – der Umsatz steigt kräftig

Kiel Die Industrie in Schleswig-Holstein hat ihren Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen im Vorjahresvergleich um neun Prozent auf 25,2 Milliarden Euro gesteigert. Wie das Statistikamt Nord gestern berichtete, nahm der Absatz auf dem Inlandsmarkt um 14 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro zu. Die Auslandsumsätze erhöhten sich um vier Prozent auf 10,3 Milliarden. Dabei sank die Exportquote zum Vorjahr von 43 auf 41 Prozent. Die Statistik erfasste die 570 größeren Industriebetriebe mit jeweils mindestens 50 Beschäftigten. Das Ernährungsgewerbe erwirtschaftete mit 4,4 Milliarden Euro die höchsten Umsätze und schaffte damit einen Zuwachs von sieben Prozent. Der Maschinenbau verbuchte einen Rückgang um neun Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Die Mineralölverarbeitung legte – auch preisbedingt – um 41 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro zu. Rechnet man die Mineralölverarbeitung, deren Umsätze stark vom jeweiligen Ölpreis abhängen, raus, bleibt der Industrie im Norden nach Angaben der Statistiker noch ein Plus von 7,3 Prozent. Im Monatsdurchschnitt der ersten drei Quartale arbeiteten in den größeren Industriebetrieben des Landes rund 107 100 Menschen und damit vier Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Es ist zugleich der höchste Wert seit mindestens zehn Jahren. til/dpa

 
 

Kiel (ots) – Zu den Äußerungen des Wirtschaftsministers zum Vielzweckhafen in Brunsbüttel in der heutigen (16.11.2017) Ausgabe der Norddeutschen Rundschau erklärt die hafenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kerstin Metzner:

Mit Blick auf die kommenden Haushaltsberatungen und nach dem Dämpfer, den die Projektplaner des Vielzweckhafens Brunsbüttel gerade erhalten haben, frage ich mich, wie es mit der mit der zugesagten Prüfung von Förderanträgen für Hafenanlagen, aussieht. Minister Buchholz hat die Unterstützung noch im Sommer vollmundig in Aussicht gestellt.

Wir missbilligen den Umgang der Landesregierung mit den Hafenbetreibern des Landes. Sie haben im Vertrauen auf die angekündigte Landesförderung zum Teil schon Millionen in die Planungen investiert. Offenbar ist Buchholz nun vollständig in der Koalition der unerfüllbaren Versprechungen angekommen. Gerade die Region um Brunsbüttel ist von der zukunftsfähigen Entwicklung des Hafens abhängig. Minister Buchholz hat mit seinen Äußerungen Tausende von Menschen vor Ort verunsichert. Wir fordern ein klares Bekenntnis zu Brunsbüttel!

OTS: SPD-Landtagsfraktion SH newsroom: http://www.presseportal.de/nr/127710 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_127710.rss2

Pressekontakt: Pressesprecher: Heimo Zwischenberger (h.zwischenberger@spd.ltsh.de)

http://www.boyens-medien.de/artikel/dithmarschen/150-jahre-erfolgsgeschichte.html
 
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— Brunsbüttel —

150 Jahre Erfolgsgeschichte

von Michaela Reh · 13. September 2017 · 16:26 Uhr

Gleich drei Firmen der Schramm-Gruppe feiern in dieser Woche ihre Jubiläen gemeinsam: 90 Jahre Schleppreederei, 50 Jahre Brunsbüttel Ports und zehn Jahre Ingenieurbüro NavConsult. Addiert man die Zahlen, kommt man auf die stolze Summe von 150. Über die erfolgreiche Firmengeschichte lesen Sie mehr in unserer Donnerstag-Ausgabe.

pdf folgt

 http://www.dvz.de/rubriken/seefracht/single-view/nachricht/brunsbuetteler-hafengruppe-erzielt-starkes-erstes-halbjahr.html

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Kruse möchte Hafenbetreiber werden

 

Vielzweckpier: Brunsbütteler Logistik-Unternehmen wirft bei Besuch des Kieler Wirtschaftsministers den Hut in den Ring

Starkes erstes Halbjahr für Brunsbütteler Hafengruppe

Der Elbehafen in Brunsbüttel (Foto: Brunsbüttel Ports)

31. Juli 2017 | von Jan Peter Naumann

 
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ie Brunsbütteler Hafengruppe ist nicht zuletzt aufgrund des Zukaufs von Standorten und Terminals in Schweden im ersten Halbjahr 2017 stark gewachsen. In den ersten zwei Quartalen des laufenden Jahres wurden in den Brunsbütteler Häfen rund 6,74 Mio. t Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Zuwachs um mehr als 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum (6,1 Mio. t). Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben alle drei Brunsbütteler Häfen mit ihren Mengenentwicklungen beigetragen: der Elbehafen (plus 12 Prozent), der Ölhafen (plus 10 Prozent) und der Hafen Ostermoor (plus 3 Prozent). Gestiegen ist auch die Zahl der Schiffsanläufe im Elbehafen und zwar von rund 155 Seeschiffen im ersten Halbjahr 2016 auf rund 180 Anläufe in diesem Jahr. Die gesamte Hafengruppe, die in Norddeutschland neben den Brunsbütteler Häfen auch Rendsburg Port, Glückstadt Port sowie zwei Logistikstandorte in Hamburg umfasst, steigerte die Umschlagsmenge um über 12 Prozent, von rund 7,3 Mio. t auf rund 8,2 Mio. t.

Ein deutliches Wachstum konnte im ersten Halbjahr 2017 auch an den neuen schwedischen Standorten erzielt werden. Seit März ist die Schramm Ports & Logistics Sweden AB, ein Tochterunternehmen der Brunsbüttel Ports GmbH, Mehrheitsanteilseigner des schwedischen Hafenbetreibers und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB). In der Region Söderhamn, an der Ostküste in Zentral-Schweden gelegen, ist die SSHAB Betreiber der Häfen Orrskär, Stugsund und Langrör und darüber hinaus Logistikdienstleister an drei Hafenanlagen in Vallvik, Sandarne und Åla, die im Eigentum von Industrieunternehmen stehen.

Hauptumschlaggut vor Ort sind Holzprodukte, insbesondere Schnittholz, Holzpellets sowie Telefonmasten deren Umschlagsmenge in m³ gemessen wird. In diesem Segment konnte der Umschlag um 2 Prozent auf insgesamt rund 597.000 m³ gesteigert werden. Bei den weiteren Gütern in den Häfen, wie zum Beispiel Zement, Bitumen, Holzstoff und Kieferbaumöl, konnte der Umschlag sogar um 12 Prozent auf rund 245.000 t gesteigert werden.

„Das Umschlagsergebnis des ersten Halbjahres bestätigt unser Konzept der Universalhafenstrategie und der standortübergreifenden Ausrichtung. Unser breites Umschlagsportfolio und unser umfangreiches Dienstleitungsangebot ermöglichen eine vielseitige und flexible Marktaufstellung“, erklärte Frank Schnabel, Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports und der Schramm Group.

Bescheinigt dem Industriestandort Brunsbüttel herausragende Perspektiven: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Mohr (2)

Baut den Standort kontinuierlich aus: Spediteur Friedrich A. Kruse jun. rp

Brunsbüttel Die neue Landesregierung hat sich die Wirtschaftsförderung an der über Jahre vernachlässigten Westküste auf ihre Fahnen geschrieben. Mit Spannung wurde daher am Freitag dem Besuch des neuen Mannes an der Spitze des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein in Brunsbüttel entgegengefiebert. Bernd Buchholz (FDP) wollte sich in Gesprächen mit Unternehmern ein Bild von der Gesamtsituation in und rund um das größte Industriegebiet in Schleswig-Holstein zu machen. Die Ansiedelungspläne des ersten deutschen LNG-Terminals in Brunsbüttel sowie das Multi Purpose Pier-Vorhaben waren dominierende jedoch nicht die einzigen Themen.

Friedrich A. Kruse rückte beim Treffen mit dem Minister den erfolgreichen Werdegang des seit über 100 Jahren in der Schleusenstadt angesiedelten Logistikunternehmens ins Blickfeld. „Unsere Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende“, sagte Kruse und ergänzte: „Es gibt eine Ansiedelungsidee für Brunsbüttel, über die man heute noch nicht reden kann.“ Auch aufgrund des sehr engen Kontakts zu dem mit ernsten Ansiedelungsplänen behafteten Unternehmen, habe sich das Speditionsunternehmen dafür entschieden, sich an einer Ausschreibung für den Betrieb des geplanten Vielzweckhafen zu beteiligen. „Wir nehmen diese Entscheidung sportlich“, reagierte Brunsbüttel-Ports-Chef Frank Schnabel als Mitbewerber auf die Bekanntmachung der Firma F.A. Kruse zurückhaltend.

„Je mehr Interessenten da sind und je mehr die Möglichkeit der Auslastung eines solchen Hafens gewährleistet ist, desto stärker sind wir an der Förderfähigkeit und der Fördermöglichkeit durch das Land dran“, zeigte sich der Wirtschaftsminister über die Interessensbekundung Kruses erfreut. Im gleichen Atemzug machte Buchholz aber auch deutlich, dass eine Ankündigung ihm alleine zu wenig sei, sondern konkrete Planungen und Taten am Ende ausschlaggebend seien. „Wir reden über ein Gesamtinvest von über 100 Millionen Euro und über eine Förderung von fast 90 Prozent und somit über gewaltig viel Steuergeld. Da ist es die Verantwortung eines Ministers, vorher zu prüfen, dass dieses Geld gut investiert ist und das Vorhaben langfristig wirtschaftlich ist“, erklärte Buchholz. Er sieht sich nicht nur als Geldgeber und Förderer, sondern ebenfalls in der Rolle des Mediators, der Menschen zusammenbringt, damit sie die Gemeinsamkeiten stärker betonen als die Konkurrenzsituation.

Mit überaus guten Halbjahreszahlen (wir berichteten) wurde Bernd Buchholz vom Geschäftsführer der maritimen Unternehmensgruppe Schramm, Frank Schnabel, empfangen. „Der Dialog mit politischen Vertretern, insbesondere mit der neuen Landesregierung, ist von großer Bedeutung“, betonte Schnabel, zugleich auch Sprecher der Werkleiterrunde. Nur wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang zögen, könnten Chancen und Potenziale verfolgt und gemeinsam umgesetzt werden. So sprach Schnabel auch den dringend notwendigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an.

„Wir als Landesregierung haben es uns als erstes vorgenommen, das Thema Infrastruktur auch gerade für den Bereich der Westküste prioritär in die Hand zu nehmen“, äußerte der Minister und wies darauf hin, dass er das Thema um die A 20 angesichts der Verzögerungen zur Chefsache erklärt habe.

Brunsbüttel sei der wichtigste industrielle Standort in Schleswig-Holstein, der die Perspektive dynamischen Wachstums habe – durch Innovationskraft, die für die Region, aber auch bundesweit interessant sei. „Ich rede nicht nur vom LNG-Terminal“, unterstrich Buchholz. „Wir sind als Land, dass im Bereich der Energiewende führend unterwegs ist und auch das Land, das vielleicht den nächsten Schritt dieser Energiewende mit befördern und betreiben muss“, sagte Bernd Buchholz und benannte Power to Gas und Wasserstoff-Technologien als beispielgebende Möglichkeiten, Windenergie auch in den Verkehrs- und Wärmebereich zu bringen. „Es ist wichtig, dass wir ökologische Verantwortung mit ökonomischer Vernunft kombinieren“, äußerte der Minister. Jens-Peter Mohr

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen

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Ergebniskurve zeigt nach oben

Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports meldet erneut eine ungebrochen positive Entwicklung an seinen Standorten

Nicht nur beim Umschlag, auch bei der Zahl von Anläufen seegängiger Schiffe entwickelte sich der Brunsbütteler Elbehafen gut. Schrammgroup

Brunsbüttel Der Begriff Krise ist der zur Brunsbütteler Schrammgroup gehörenden Brunsbüttel Ports GmbH weiterhin ein Fremdwort: Erneut meldet der Hafenbetreiber ein Rekordwachstum beim Umschlag. Für alle Häfen der Gruppe in Norddeutschland und Schweden konnte der im ersten Halbjahr 2017 um zwölf Prozent gesteigert werden. „Die Universalhafenstrategie hat sich bewährt“, stellt Geschäftsführer Frank Schnabel fest.

In den ersten zwei Quartalen des laufenden Jahres wurden in den Brunsbütteler Häfen insgesamt rund 6,74 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Zuwachs um mehr als elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 6,1 Millionen Tonnen umgeschlagen wurden. Schnabel: „Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben alle drei Brunsbütteler Häfen mit ihren hohen Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beigetragen: der Elbehafen (+ 12 Prozent), der Ölhafen (+10 Prozent) und der Hafen Ostermoor (+3 Prozent).“ Aufwärts zeigt die

rp
 
 
Containershuttle
 
ContainerShuttle  Copyright Norddeutsche Rundschau danke Ralf Pöschus ich kämpfe dafür mit nerven von Herrn  Meyer Herrn Nägele Herrn Vogel SPD Schnabel seit 5 Jahren , ich hoffe es klappt jetzt endlich.
 
Brunsbüttel

Ein Projekt soll wieder aufleben: Binnenschiffe statt Lkw bringen Container von den Unterelbehäfen nach Hamburg und entlasten so die Zufahrtstraßen in den Hafen der Hansestadt.

 
Binnenschiffe sollen Straßen entlasten
Unterelbehäfen denken über Neustart eines ContainerShuttles nach Hamburg nach / Eisenbahnverbindung gilt nicht als Alternative
Brunsbüttel

Mit der Verkehrsachse CuxhavenHamburg befasste sich am Donnerstag eine Konferenz der Unterelbehäfen in Brunsbüttel. Fachleute aus Maritimer Wirtschaft und Politik diskutierten das Thema auf Einladung von Brunsbüttel Ports und Hamburg Hafen Marketing vor rund 100 geladenen Gästen.

Neben dem Bekenntnis, die Kooperation der unter dem Dach „Elbe Seaports“ zusammengefassten Häfen Hamburg, Stade, Glückstadt, Brunsbüttel und Cuxhaven zu intensivieren, ging es auch um die so genannten trimodalen Verkehre – zu Wasser, auf der Schiene und auf der Straße. Dabei stand ein von Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports, ins Gespräch gebrachter ContainerShuttle per Binnenschiff im Fokus. Damit soll die durch zahlreiche Baustellen verschärfte Situation auf den Zufahrtsstraßen zum Hamburger Hafen entlastet werden. Die Schiene scheidet als Alternative weitgehend aus. Denn Bernhard Schmid, Hafenbeauftragter der DB Netz AG, erinnerte daran, dass schon das jetzige Gleis Richtung Itzehoe nicht ausgelastet sei. Daher werde die DB Netz nicht in einen Ausbau investieren. Dies wird seit langem von der Brunsbütteler Industrie gefordert.

Abhilfe soll das Binnenschiff bringen. Frank Schnabel stellt sich als Versuchsballon zunächst eine Linie zwischen den Häfen vor, die zwei Mal in der Woche bedient wird – eine spätere Erweiterung des Shuttles ist nicht ausgeschlossen. Die Idee: Jedes Schiff transportiert rund 80 Container pro Tour – und kann entsprechend viele Lkw ersetzen. Entscheidend dabei ist, dass die Ladung nicht termingebunden ist. Denn, das muss Schnabel zugeben, für solche „zeitkritischen“ Frachten ist der Lkw die schnellere Transportvariante. Im Hamburger Hafen sollen die Container vom Binnen- aufs Seeschiff umgeladen und in die weite Welt gebracht werden.

Dass ausgerechnet Binnenschiffe gleichberechtigt an den großen Terminals in der Hansestadt neben Containerriesen liegen, ist noch ein wenig Utopie. Schnabel wertet es aber als positiv, dass in Hamburg die neu gegründete Feeder LogistikZentrale den Auftrag bekommen habe, Binnenschiffe in die Abläufe zu integrieren. Er sei optimistisch, dass dies auch gelinge.

Bei seiner Idee weiß er nicht nur die anderen Häfen auf seiner Seite. Bestätigt sieht er sich durch einen BinnenschiffShuttle, der von Mitte der 90-er Jahre bis vor wenigen Jahren zwischen Hamburg und Glückstadt verkehrte und die Papierfabrik Steinbeis mit einem Vorprodukt belieferte – bis die Frachtraten für Lkw in den Keller gingen.

„Vieles reduziert sich auf Kosten“, stellte Stefan Kunze, Vorsitzender der ElbeAllianz, fest. Das sei zu kurz gedacht. Denn gerade das Binnenschiff biete großes Potenzial. Es sei schlicht ein unterschätzter Verkehrsträger. Dass dessen Bedeutung auch in Hamburg steigt, zeigt sich darin, dass die Hansestadt bei BinnenschiffAnläufen im vorigen Jahr Köln den Rang abgelaufen hat. Stefan Kunze hält gerade die Verbindung zwischen Cuxhaven und Hamburg für absolut geeignet fürs Binnenschiff. Denn das sei auf einer solchen Strecke einfach günstig.

Ralf Pöschus
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Nürnberg Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) bis 1992 Steuermann 1.Offizier und Kapitän 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit und VdsM

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