Im Norden gibt es nur wenige Alternativen zum Rendsburg Port.

Der Frachtumschlag blieb mit 156 000 Tonnen auf dem Vorjahresniveau, doch darauf kommt es nach Aussage des Geschäftsführers Frank Schnabel von der Rendsburg Port GmbH nicht vorrangig an. Die Schiffszahl und die Verladung schwerer Stückgüter sei bei der Bewertung des Erfolgs viel wichtiger: je komplexer eine Verladung, umso höher die Gebühren. Hier spielt der Hafen seine Stärken aus. Seine beiden mobilen Kräne können zusammen bis zu 250 Tonnen schwere Güter heben und sperrige Fracht präzise bewegen.

Das Wachstum der Windkraftbranche ist zugleich der wirtschaftliche Motor des Rendsburg Ports. Zwei Drittel der umgeschlagenen Fracht gehen auf das Konto von Firmen, die sich den erneuerbaren Energien verschrieben haben. Größter Kunde ist das benachbarte Bögl-Werk, das mehr als die Hälfte der zu verladenden Produkte anliefert. „Aber unser Erfolg hängt nicht allein vom Bögl-Werk ab“, betont Schnabel. Der Hafen ist ebenso Dienstleister für den Windräder-Hersteller Enercon sowie Speditionen, die sich auf Schwertransporte spezialisiert haben. Eines der schwersten jemals bewegten Produkte war ein über 200 Tonnen schwerer Transformator für den Stromnetzbetreiber Tennet. Der Hafen schreibt schwarze Zahlen. „Wir verdienen Geld“, sagt Schnabel. Genaue Zahlen nennt er nicht.
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