Piraten entführen Crew von MPP-Frachter »FWN Rapide«

Piraten entführen Crew von MPP-Frachter »FWN Rapide«

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Nach mehreren erfolglosen Versuchen ist es nigerianischen Piraten jetzt offenbar wieder gelungen, ein Handelsschiff zu attackieren und Seeleute zu entführen.

Der Angriff ereignete sich am Wochenende vor dem Hafen Port Harcourt. Dem Vernehmen

 
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Piratenangriffe nehmen wieder zu

© Bild: AP/Farah Abdi Warsameh

Problemgebiet Westafrika. Attacken auf Handelsschiffe werden wieder zum großen Problem

Im Oktober wurde ein deutsches Handelsschiff vor der nigerianischen Küste überfallen. Die Piraten hatten es diesmal nicht auf die Fracht abgesehen, sondern entführten acht Seeleute, darunter den Kapitän. Das Containerschiff war aus der Hauptstadt von Äquatorialguinea, Malabo, zu Liberias Hauptstadt Monrovia unterwegs gewesen. Die Seeleute aus der Ukraine, Ungarn und den Philippinen kamen bald wieder frei. Wie viel Lösegeld bezahlt werden musste, wurde nicht bekannt.

65 Piratenangriffe wurden weltweit seit Jänner 2018 gezählt, um die Hälfte mehr als im Vorjahr. 53 Schiffe befanden sich vor der Westküste Afrikas, als sie attackiert wurden. Das teilte das Schifffahrtsbüro der internationalen Handelskammer (ICC) am Dienstag mit. Nachdem die Piraterie vor Somalia erfolgreich bekämpft werden konnte, verlagert sich das Problem in die Gewässer vor Nigeria. 39 Schiffe wurden dort geentert, zehn beschossen und vier Frachter entführt. Zwölf Angriffe konnten abgewehrt werden. Die Piraten verkaufen die Fracht oft weiter, erpressen Lösegeld für Schiff und Besatzung oder fahren gleich unter neuer Flagge weiter. Obwohl die Behörden in Nigeria, Benin und Togo mehr Patrouillenboote vor der Küste einsetzen, sind die Seeräuber ihnen meistens einen Schritt voraus. Sie haben buchstäblich nichts zu verlieren.

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Lösegeld

Der Höhepunkt der Piraterie am Horn von Afrika war 2011. Damals wurden 250 Schiffe angegriffen, laut einer Weltbankstudie zahlten internationale Reedereien alleine in diesen zwölf Monaten über 150 Millionen Dollar Lösegeld.

Dann wurde die militärische Präsenz vor der somalischen Küste massiv erhöht. Die NATO, die EU sowie Länder wie Indien, China, Japan und Iran schickten Schiffe, 2015 wurde kein einziges Frachtschiff mehr angegriffen – und die Sicherheitsbestimmungen gelockert. Deshalb warnt die UNO, dass die Piraterie auch dort wieder zunehmen könnte. Im Vorjahr wurde erstmals wieder ein Öltanker gekapert. „Die ersten Erfolge der Piraten nach einer langen Durststrecke könnten dazu führen, dass weitere Gruppen in die Piraterie zurückkehren“, fürchtet die US-Politologin Brittany Gilmer in der NZZ. Denn in Somalia herrscht weiter bittere Armut.

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Nürnberg Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) bis 1992 Steuermann 1.Offizier und Kapitän 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne 2012 Fähren NOK bis 2017 jetzt Öffentlichkeitsarbeit und VdsM