Timeline: LNG in the port of Brunsbüttel bekommt Erdgas-Tankstelle für Schiffe Teil 3

   
Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden
  • https://youtu.be/oP4U0XDgJF4?t=10
  • Copyright WiMi Kiel
  • EU billigt Joint-Venture für LNG-Terminal in Brunsbüttel – Buchholz: Wichtiger Meilenstein für Industrieprojekt
    • Info Was ist LNG? Bei LNG (Liquified Natural Gas) handelt es sich um Erdgas, das auf minus 160 Grad heruntergekühlt wird und dabei vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Durch die flüssige Form bietet es gerade bei Lagerung und Transport große Vorteile und macht Gas-Transporte unabhängig von Pipeline-Versorgung. Einer der weltgrößten Exporteure von LNG ist Katar. Als Kraftstoff könnte LNG in Zukunft vor allem in der Schifffahrt Verwendung finden. Daneben ist es auch für die Industrie als Energieträger interessant. sh:z
      Der Bau von Kreuzfahrtschiffen boomt: Schlepper bringen das Kreuzfahrtschiff „World Dream"“ im August vor dem Baudock der Meyer Werft in Papenburg (Niedersachsen) in Position. dpa
      Rostock (ots) -  Copyright Finanzen - Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder - Am Samstag, 2. Dezember 2017, gegen 14.00 Uhr, ging das zweite und letzte Maschinenraum-Modul für AIDAnova, welches von der Neptun Werft in Rostock Warnemünde gefertigt wurde, auf seine Reise in die Meyer Werft nach Papenburg. Zunächst wurde das Modul in Richtung Kieler Förde geschleppt und erreichte in den frühen Morgenstunden des 3. Dezember 2017, gegen 07.00 Uhr, den Nord-Ostsee-Kanal. Derzeit befindet sich das Schwimmteil auf seiner Passage von Kiel nach Brunsbüttel. Von Brunsbüttel aus geht es über Borkum weiter in Richtung Emden mit einer erwarteten Ankunftszeit um 15.00 Uhr am 5. Dezember 2017. Die letzte Passage führt von Emden nach Papenburg, wo das zweite Maschinenraum-Modul von AIDAnova mit den 3 LNG Tanks am 6. Dezember 2017 gegen 15.00 Uhr eintreffen wird. OTS: AIDA Cruises newsroom: http://www.presseportal.de/nr/55827 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_55827.rss2 Pressekontakt: Hansjörg Kunze, Vice President Communication & Sustainability AIDA Cruises Tel.: +49 (0) 381 / 444-8020 E-Mail: presse@aida.de
      http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/aidanova-in-365-tagen-startet-ab-hamburg-das-erste-lng-kreuzfahrtschiff-in-seine-premierensaison-5846147 Copyright Finanzen Rostock (ots) - Am Samstag, 2. Dezember 2017, gegen 14.00 Uhr, geht das zweite und letzte Maschinenraum-Modul für AIDAnova, welches von der Neptun Werft in Rostock Warnemünde gefertigt wurde, auf seine Reise in die Meyer Werft nach Papenburg.

      AIDAnova: In 365 Tagen startet ab Hamburg das erste LNG-Kreuzfahrtschiff in seine Premierensaison

      Weltweit an Ihrer Seite
      Nutzen Sie unsere weltweite Präsenz für Ihren unternehmerischen Erfolg.
      Das zweite Schwimmteil, eine so genannte Floating Engine Room Unit (FERU), ist 120 Meter lang und 42 Meter breit. In dem vier Deck hohen Bauteil befinden sich die drei LNG Tanks von AIDAnova. Zwei der Tanks haben jeweils eine Länge von knapp 35 Metern, einen Durchmesser von 8 Metern und ein Fassungsvolumen von je 1.550 m³. Ein dritter, kleinerer Tank mit einem Durchmesser von 5 Metern ist 28 Meter lang und hat ein Fassungsvolumen von ca. 520 m³.
      AIDA Cruises stärkt mit dem Bau der Maschinenraum-Module auf der Neptun Werft in Rostock sowie der Investition in die vier Dual-Fuel Motoren von Caterpillar die regionale Zusammenarbeit und ist zugleich ein wichtiger Treiber der lokalen Wirtschaft. Mehr als 500 Werftmitarbeiter sowie 500 externe Angestellte von weiteren Dienstleistern sind derzeit auf der Neptun Werft beschäftigt. Hinzu kommen 120 Mitarbeiter von Caterpillar, die die Motoren montierten.Mit diesem Meilenstein läutet AIDA Cruises gleichzeitig den Count Down zum Start der Premierensaison von AIDAnova ein: In genau 365 Tagen, am 2. Dezember 2018, startet das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, welches dank des Einsatzes von vier Dual-Fuel-Motoren sowohl im Hafen als auch auf See mit dem derzeit umweltfreundlichsten und emissionsärmsten fossilen Treibstoff betrieben werden kann, ab Hamburg in seine erste Saison und nimmt Kurs auf die Kanarischen Inseln.
      Die Indienststellung des baugleichen Schwesterschiffes mit einer Größe von mehr als 180.000 Gross-Tonnage (GT) und rund 2.600 Kabinen ist im Frühjahr 2021 geplant. AIDAnova bietet in der Premierensaison ab Dezember 2018 siebentägige Reisen rund um die Kanaren an. Zuvor kommt das neue Schiff nach Hamburg. Am 2. Dezember 2018 besucht das neue Schiff die Hansestadt an der Elbe. Von hier aus geht es nach Gran Canaria. Alle Reisen von AIDAnova sind im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer 0381/202 707 07 oder auf www.aida.de buchbar. Mehr Informationen und Impressionen auf aida.de/genaumeinurlaub. Über AIDAnova: Werft: Meyer Werft, Papenburg (Deutschland) Kiellegung: 04. September 2017 Indienststellung: Herbst 2018 Länge: 337 Meter Breite: 42 Meter Tiefgang max.: 8,80 m Bruttoraumzahl: 183.900 GT Decks: 20 Kabinenanzahl: 2.626 (21 verschiedene Kabinenvarianten) Restaurants: 17 Bars: 23 Über AIDA Cruises: AIDA Cruises ist eines der wachstumsstärksten und wirtschaftlich erfolgreichsten touristischen Unternehmen in Deutschland. Rund 9.000 Mitarbeiter aus 40 Nationen arbeiten an Land und an Bord der AIDA Schiffe. AIDA betreibt mit derzeit 12 Kreuzfahrtschiffen eine der modernsten Flotten der Welt. Bis 2021 entstehen zwei weitere Neubauten auf der Meyer Werft in Papenburg (Deutschland). AIDA Cruises wird mit dem Konzept "Green Cruising" als weltweit erste Kreuzfahrtreederei ihre neue Schiffsgeneration ab 2018 zu 100 Prozent mit LNG (Flüssigerdgas) betreiben können. Weitere Informationen auf www.aida.de. Terminhinweise für die Redaktion "Leinen los!" heißt es am Samstag, den 2. Dezember 2017 um 14.00 Uhr bei der Neptun Werft in Rostock mit Kurs auf die Kieler Förde. In den frühen Morgenstunden des 3. Dezember 2017, gegen 07.00 Uhr, wird das Schwimmteil den Nord-Ostsee-Kanal erreichen und die Passage von Kiel nach Brunsbüttel starten. Von Brunsbüttel aus geht es über Borkum weiter in Richtung Emden mit einer erwarteten Ankunftszeit um 15.00 Uhr am 5. Dezember 2017. Die letzte Passage führt von Emden nach Papenburg, wo das zweite AIDA Nova Maschinenraummodul mit den 3 LNG Tanks am 6. Dezember 2017 gegen 15.00 Uhr eintreffen wird. Bilder finden Sie unter: http://ots.de/BmpcX OTS: AIDA Cruises newsroom: http://www.presseportal.de/nr/55827 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_55827.rss2  

      Hamburg Der Schiffbau liegt weltweit am Boden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nur in Europa bekommen die Werften gegenwärtig mehr Aufträge als sie gleichzeitig abarbeiten, bauen also ein Auftragspolster auf. Besonders gilt das für die Werften in Deutschland, wie aus einer Analyse des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) in Hamburg hervorgeht.

      Demnach sind seit 2009 weltweit fast zwei Drittel aller Werften von der Bildfläche verschwunden. Übrig geblieben sind lediglich 358 Schiffbaubetriebe, von denen rund 30 Prozent an ihrem letzten Schiff arbeiten. „Es ist zu erwarten, dass auch in den kommenden Monaten weitere dieser Werften schließen müssen“, schreibt der VSM. Denn es mangelt an Aufträgen. In den ersten neun Monaten 2017 kamen mit 13,5 Millionen CGT (gewichtete Bruttotonnen) bei den Werften immer noch wenige Aufträge herein. Die Ablieferungen waren mehr als doppelt so hoch, das Auftragsbuch wird immer dünner. Vor der seit 2008 andauernden Krise hatten die Werften mehr als doppelt so viele Aufträge im Bestand. Diese Krise der Werften ist eine verspätete Folge der Krise in der Schifffahrt, die weiterhin von gravierenden Überkapazitäten in vielen Bereichen geplagt wird. Fracht- und Charterraten sowie die Preise für gebrauchte Schiffe liegen auf niedrigem Niveau. Bei den Reedereien hat eine Konzentrationswelle eingesetzt, die auf die Nachfrage drückt. Die Reeder brauchen kaum noch neue Schiffe – allenfalls größere und effizientere Frachter, um noch mehr Container noch günstiger transportieren zu können. Die französische Reederei CMA CGM hat gerade in China neun Riesenfrachter bestellt, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben werden. Abseits vom Frachtschiffbau boomt der Kreuzfahrtsektor. „Mit immer neuen Attraktionen bleibt die Kreuzfahrtindustrie Publikumsmagnet und stellt immer neue Passagier rekorde auf“, heißt es beim Verband. Allein in diesem Jahr kommen 26 Kreuzfahrtschiffe neu in den Markt. Davon profitieren europäische und deutsche Werften, die sich auf diesen Markt spezialisiert haben. Seit 2011 wächst der Wert des europäischen Auftragsbuchs und erreichte Ende Juni dieses Jahres mehr als 57 Milliarden Dollar (derzeit rund 48 Milliarden Euro), davon ungefähr ein Drittel bei deutschen Werften. Mehr als 40 Prozent aller globalen Schiffbau-Aufträge gehen nach Europa. Diese Erfolge des europäischen Schiffbaus wecken Begehrlichkeiten. China will einen Marktanteil von 40 Prozent im High-Tech-Schiffbau erreichen und hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit der staatlichen italienischen Großwerft Fincantieri zum Bau von Kreuzfahrtschiffen gegründet, was die deutschen Schiffbauer sehr kritisch sehen. „Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen“, sagt VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. „Der Wettbewerbsdruck steigt unablässig.“ Um den gegenwärtigen Erfolg fortzusetzen, sei eine Stärkung des maritimen Industriestandortes Deutschland dringend nötig. Die Bundesregierung kenne das Problem. Nach der im Frühjahr beschlossenen maritimen Agenda 2025 würden eine Reihe weiterer Themen diskutiert und bearbeitet, doch seien die Fortschritte eher zäh. Durch die schleppende Regierungsbildung in Berlin werde die notwendige Dynamik zusätzlich ausgebremst. Eckart Gienke
      Copyright Nordeutsche Rundschau

      LNG-TECHNOLOGIE Umweltfreundliche Alternative

      Copyright Die Wirtschaft Lübeck und Schleswig Holstein

      Das Wirtschaftminsterium lobt das Projekt als gewaltigen technologischen Sprung, Umweltschützer melden Zweifel an. Die Investitionsentscheidung über das LNG-Importterminal in Brunsbüttel fällt wohl 2018.

      Die in Norwegen eingesetzte „Borgøy“ ist einer der ersten Schlepper weltweit, der allein mit LNG betrieben wird.

      Die in Norwegen eingesetzte „Borgøy“ ist einer der ersten Schlepper weltweit, der allein mit LNG betrieben wird.

      Quelle: Rolls Royce

      Dreckige Luft schadet der Wirtschaft mehr als oft vermutet wird. Rund 6,5 Millionen Menschen sollen im Jahr 2015 weltweit an den Folgen der Luftverschmutzung gestorben sein. Dies geht aus einer internationalen Studie hervor, die vor kurzem in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet erschien. Laut Studie habe die Luftverschmutzung zu einem finanziellen Schaden von 4,6 Billionen Dollar geführt, der etwa 6,2 Prozent der Weltwirtschaft ausmacht.

      LN-Bild

      Kurs auf eine umweltfreundliche Zukunft? LNG-Tanker auf einem Frachtschiff.

      Quelle: Vladsv / Fotolia

      „Brunsbüttel, am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal gelegen, ist ein strategisch idealer Ort für die Bebunkerung von Schiffen mit LNG.“

      Frank Schnabel

      Chef der Brunsbüttel Ports GmbH

      In Europa gilt die Schifffahrt als Hauptursache für verschmutzte Luft. Nach Angaben der Naturschutzorganisation NABU sei damit zu rechnen, dass die gefährlichen Abgase von Kreuzfahrt- und Frachtschiffen bereits im Jahr 2020 die Emissionen aller anderen Quellen in der EU übertreffen könnten. Der Hintergrund: Noch immer werden die meisten Schiffe auf hoher See mit Schweröl betrieben, wodurch riesige Mengen Schwefeldioxid ausgestoßen werden. Und obwohl in Häfen und entlang einiger Küsten nur schwefelärmerer Diesel verbrannt werden darf, liegt die regionale Luftverschmutzung häufig trotzdem noch weit über den Grenzwerten.

      Schon seit längerem wird daher LNG (Liquefied Natural Gas) als alternativer Treibstoff in der Schifffahrt diskutiert. Das innovative Erdgas, das auf minus 164 bis minus 161 Grad Celsius heruntergekühlt wird und so in den flüssigen Aggregatzustand wechselt, lässt sich im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen nicht nur einfacher transportieren, es scheint auch umweltfreundlicher zu sein. So sollen die Partikel- und Schwefelemissionen mit LNG als Kraftstoff nahezu vollständig, die Stickstoffemissionen um 70 Prozent und die Treibhausgasemissionen um 25 Prozent gesenkt werden können.

      Bislang haben hierzulande die meisten Reeder LNG als noch zu unwirtschaftlich eingeschätzt – trotz seiner enormen Vorteile, doch das könnte sich bald ändern. Denn in Brunsbüttel reifen die Pläne für ein erstes deutsches LNG-Importterminal heran, das im Zuge eines Joint Ventures von den drei Unternehmen Gasuine, Vopak und Oiltanking gebaut und betrieben werden soll. Die niederländischen Partner Gasuine und Vopak betreiben unter anderem das Gate Terminal in Rotterdam – sie haben Erfahrung mit derartigen Joint Ventures. Das Hamburger Unternehmen Oiltanking gilt als Spezialist für Tanklager;

      es gehört zur renommierten Gruppe der familiengeführten Marquard & Bahls AG, die im Energiesektor zuletzt einen Jahresumsatz von 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

      Dass nun ausgerechnet in Brunsbüttel das erste deutsche LNG-Terminal entstehen soll, mag überraschen, ist aber kein Zufall. Bevor im April dieses Jahres erstmals bekannt wurde, dass das Projekt in Brunsbüttel geplant wird, haben die Beteiligten verschiedene potenzielle Standorte für ein LNG-Importterminal an der deutschen Nordseeküste analysiert. Nicht zuletzt die geographische Lage hat die Planer überzeugt.

      „Brunsbüttel, am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal gelegen, ist ein strategisch idealer Ort für die Bebunkerung von Schiffen mit LNG als alternativer Kraftstoff“, findet Frank Schnabel, Chef der Brunsbüttel Ports GmbH, der seit Jahren für ein LNG-Terminal in Deutschlands sechstgrößtem Seehafen wirbt. Brunsbüttel biete das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein. Die Betriebe im ChemCoast Park beschäftigen rund 12 000 Arbeitnehmer. „Mit Konzernen wie Yara, Sasol und Covestro sind Werke angesiedelt, die einen hohen Gasbedarf haben und für die LNG eine Alternative zu Pipelinegas darstellen könnte“, so Schnabel.

      Bereits heute würde der summierte Erdgasbedarf der Industrie in Brunsbüttel rund 800 Millionen Kubikmeter pro Jahr betragen. Dabei sei vorgesehen, nicht nur die ortsansässige Industrie, sondern letztlich die gesamte Bundesrepublik mit LNG zu versorgen. Nach einer Bedarfsanalyse, die das Fraunhofer Institut in Hamburg durchgeführt hat, habe der Standort Brunsbüttel sogar das Potenzial, LNG per Schiene nach Österreich, in die Schweiz und nach Zentral- und Osteuropa zu transportieren.

      Zudem, merkt Schnabel an, sei Brunsbüttel auch als Regasifizierungsstandort geeignet und biete die Möglichkeit, LNG direkt in das hiesige Gaspipelinenetz einzuspeisen. Damit hätte das LNG-Importterminal auch eine wichtige politische Bedeutung. Derzeit bezieht Deutschland seine Erdgasimporte größtenteils über Pipelines aus Russland, den Niederlanden und Norwegen. Mit einem entsprechenden Terminal könnte das Erdgas über den Seeweg weltweit pipelineunabhängig bezogen werden.

      Aber ist die LNG-Technologie wirklich so nachhaltig? Und kann der Standort Brunsbüttel halten, was er verspricht?

      „Mehr als eine kurzfristige Übergangstechnologie kann LNG nicht sein“, sagt Tobias Langguth vom BUND-Landesverband in Kiel. Zwar ließe sich LNG im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen sauberer verbrennen, doch dessen Gewinnung falle häufig sehr umweltschädlich aus – „etwa wenn es in den USA durch Fracking gefördert oder aus Ländern mit fragwürdigen Umwelt- und Sozialstandards bezogen wird.“ Dagegen seien Konzepte mit Kombinationen aus Elektroantrieb, Segeln oder Flettner-Rotoren deutlich schonender zur Umwelt. Langfristig hält Langguth den Bau von Schiffsantrieben auf Wasserstoffbasis für sinnvoller, da sich diese aus erneuerbaren Energien herstellen ließen.

      Und auch aus standortpolitischen Gründen lehnt der BUND den Bau des LNG-Terminals ab. „Unserer Einschätzung nach berücksichtigen die Planungen die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die EU-Meeresstrategierichtlinie nicht ausreichend“, moniert Langguth. Insgesamt seien die Untersuchungen so mangelhaft, dass Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt der Elbe nicht auszuschließen wären. Darüber hinaus sei mit einer erheblichen Zusatzbelastung der Luft durch den Bau und langfristigen Betrieb des Terminals zu rechnen.

      Darüber hinaus könnte es mit dem nahegelegenen Kernkraftwerk Brunsbüttel zu einem Interessenkonflikt kommen. Zwar wird dieses in der Bedarfsanalyse des Fraunhofer Instituts schon als „möglicher Standort für ein Peak- Shaving-Gaskraftwerk“ gehandelt, doch das scheint äußerst spekulativ zu sein. In einer Stellungnahme des BUND unter Berufung auf eine Richtlinie zum Schutz von Kernkraftwerken heißt es: „Erst nach Beendigung der Bereitstellung der Brennstäbe zur Endlagerung auf dem Gelände des Kernkraftwerks kann die Vielfalt des Umschlags im Vielzweckhafen auf gasförmige, flüssige, Gefahr- und Massengüter ausgeweitet werden.“ Wie der Chef des abgeschalteten Kernkraftwerks Markus Willicks zuletzt bekanntgegeben hat, gehe er davon aus, im nächsten Jahr eine Abrissgenehmigung zu erhalten. Im Jahr 2031 könnte das Kernkraftwerk dann vollständig zurückgebaut sein, doch die heiklen Zwischenlager würden bleiben – bis es ein funktionierendes Endlager in Deutschland gibt.

      Ob das LNG-Projekt wirklich einen so „gewaltigen technologischen Sprung für den Industriestandort Schleswig-Holstein“ bedeuten wird, wie es Wirtschaftsminister Bernd Buchholz erhofft, bleibt erst einmal abzuwarten. Die endgültige Investitionsentscheidung, die sich auf gut eine halbe Milliarde Euro belaufen soll, wird vom Joint Venture für nächstes Jahr erwartet.

      Übrigens, die EU-Kommission hat Anfang 2016 ein Strategiepapier für eine flächendeckende europäische LNG-Infrastruktur entworfen. Dass es bald auch in Deutschland ein LNG-Terminal geben wird, ist praktisch sicher – die Frage ist nur, wo.

      Christoph Krelle

      http://www.hansa-online.de/2017/11/haefen/88516/macgregor-geocean-supply-lng-terminal-bangladesh/

      Summit LNG Terminal, a subsidiary of Summit Power International, has signed a 100 mill. $ turnkey contract with marine work contractor consortium comprising of Geocean and MacGregor. The companies are responsible for design, engineering, procurement, fabrication, installation and..............

      Kieler Werft baut sauberes Forschungsschiff

      Kiel Bei der Kieler Werft German Naval Yards soll demnächst an einem neuartigen Schiff mitgebaut werden. Konkret geht es um das weltweit erste seegängige Wracksuch- und Vermessungsschiff mit einem Flüssiggas-Antrieb (LNG). Zuerst haben die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. German Naval Yards ist Kooperationspartner der Fassmer Werft aus Berne an der Unterweser. In Auftrag gegeben hat den Bau des Schiffes letztlich das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Auftragsvolumen für das Schiff, das später unter dem Namen „Atair“ seinen Dienst aufnehmen wird: 113 Millionen Euro. Wie viel von dem Geld bei German Naval Yards und der Kieler Werft hängen bleibt, war gestern unklar. Der Neubau soll den bisherigen Plänen nach 2020 in Betrieb genommen werden. sh:z

      Copyright Norddeutsche Rundschau und wo  geht das Schiff bunkern ? in Brunsbüttel natürlich, nur wir müssen mit 500 Mio€ Investition 100 Mio.€ Anteil Bundesrepublik Deutschland endlich in die Pötte mit LNG kommen , alleine wegen der Umwelt um die menschen der Zukunft vor Schwerölischhen zu befreien.   GG
      http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/schiffe-sind-besonders-dreckige-verkehrsmittel-schiffffahrt-will-die-maritime-energiewende-a2266359.html
    • Epochtimes Copyright

      Schiffe sind besonders dreckige Verkehrsmittel – Schifffahrt will die „maritime Energiewende“

      Auch Schiffe sollen künftig einmal ohne klimaschädliche Abgase die Meere und Flüsse befahren - die Schifffahrtindustrie fordert von der Politik dafür vor allem Planungssicherheit.
      Auch Schiffe sollen künftig einmal ohne klimaschädliche Abgase die Meere und Flüsse befahren – die Schifffahrtindustrie fordert von der Politik dafür vor allem Planungssicherheit. Der Weg in eine CO2-neutrale und emissionsfreie Schifffahrt sei sehr aufwendig, die technischen Lösungen müssten weiterentwickelt werden, und das gehe nicht ohne einen klaren rechtlichen Rahmen, hieß es bei einer Diskussion der Branche zur „Maritimen Energiewende“ auf der Weltklimakonferenz in Bonn.
      Die Schifffahrtindustrie unterstütze die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erklärte am Montag der Verband der Maschinenbauer (VDMA), der zu der Podiumsdiskussion auf der Bonner Klimakonferenz eingeladen hatte
      Copyright Hansa Online

      Erstes LNG-Neubau für Containerships ausgedockt

      Print Friendly, PDF & Email
      Die Flotte von LNG-betriebenen Containerschiffen bekommt Zuwachs. Der erste von vier Neubauten für die finnische Reederei Containerships Oy steht kurz vor der Fertigstellung. Die »Containerships Nord« wurde erfolgreich auf der Wenchong Shipyard ausgedockt. An der Ausrüstungspier müssen noch letzte Arbeiten erledigt werden. Auch die LNG-Tanks müssten noch installiert werden, teilte Containerships mit. Gleichzeitig sei die Kiellegung für den zweiten Neubau erfolgt, auch die Fertigung der Baunummern 3 und 4 habe bereits begonnen. Die Neubauten werden von der Europäischen Union und der Nordic Environment Finance Corporation (NEFCO) mit rund 10 Mio. € gefördert. Weitere 6,2 Mio. € sollen in den Aufbau eines europäischen LNG-Terminalnetzes fließen. Die Aufträge waren im Mai 2014 gemeinsam mit deutschen Reederei- und Finanzierungspartnern erteilt worden. Die Flotte der vier LNG-Frachter (170 m lang, 1.400 TEU) soll ab der ersten Jahreshälfte 2018 in Dienst gestellt werden. Es sind die ersten Schiffe ihrer Art in Nord- und Ostsee. Die Zahl der mit Gas betriebenen Schiffe bleibt in der Containerschifffahrt allerdings sehr überschaubar. Vier Schiffe von Containerships, das zu die »Wes Amelie« der Reederei Wessel. Weitere drei Feeder sollen nun aber ebenfalls umgerüstet werden, wie jüngst bekannt wurde. Dennoch haben sich die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt, nicht zuletzt wegen des anhaltend niedrigen Öl-Preises. Nach Angaben von DNV GL sind derzeit weltweit erst 112 LNG-betriebene Schiffe in Fahrt gesetzt worden, weitere 118 sind bestellt (siehe Grafik).
      LNG
    • Icon-Class: Royal Caribbean bekommt LNG-Schiffe von Meyer Turku

      Icon-Class: Royal Caribbean bekommt LNG-Schiffe von Meyer Turku

      Royal Caribbean gab heute bekannt, dass man mit der Meyer Turku OY Werft einen Vorvertrag für eine neue Schiffsklasse -„Icon-Class“ geschlossen hat. Das Besondere an den Schiffen wird der Brennstoff für den Antrieb sein, es handelt sich dabei um LNG-Schiffe. So wie auch schon die neue Helios Klasse von AIDA Cruises und die Neubauten von Costa Kreuzfahrten, die von der Papenburger Meyer Werft und auch der Meyer Turku Werft gebaut werden.
      Die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe der Icon-Klasse für Royal Caribbean möchte die Meyer Turku Oy Werft im Jahr 2022 und 2024 ausliefern. (Hier die Liste aller Kreuzfahrtschiff-Neubauten bis 2026)

      Royal Caribbeans LNG-Schiffe für 5000 Passagiere

      Die zwei neuen Kreuzfahrtschiffe der Icon-Klasse werden keine Rekorde brechen was Passagierzahlen betrifft. Die Schiffsklasse soll rund 5000 Passagiere befördern können. Man will eher Rekorde im Umweltbereich brechen mit dem Einsatz von LNG und weiteren umweltbewussten Maßnahmen.

      Einsatz von Brennstoffzellen wir getestet

      Ganz neu ist auch der Versuch mit Brennstoffzellen, die Royal Caribbean zusätzlich einsetzen möchte und auf der im Bau befindlichen Oasis-Class 2017 sowie der noch zu bauenden Schiffen der Quantum Class testen will. Bin sehr gespannt was dabei rauskommt.
      Neue LNG-Kreuzfahrtschiffe für Royal Caribbean von der Meyer Werft in Turku / © Royal Caribbean Neue LNG-Kreuzfahrtschiffe für Royal Caribbean von der Meyer Werft in Turku / © Royal Caribbean

      Hier die Originalmeldung aus den USA:

      MIAMI, Oct. 10, 2016 /PRNewswire/ — The newest class of ships from Royal Caribbean Cruises Ltd. (NYSE: RCL) will be powered by liquefied natural gas (LNG) and introduce the use of fuel cell technology, ushering in a new era of shipbuilding that will dramatically reduce greenhouse gas emissions. The ships will join the fleet of Royal Caribbean International, an industry leader in innovation and breakthrough ship design. RCL said that it has signed a memorandum of understanding with shipbuilder Meyer Turku for the new class of vessel under the project name „Icon.“ The vessels will be delivered in the second quarters of 2022 and 2024. In the meantime, the company said, it will begin testing fuel cell technology on an existing Oasis-class ship in 2017, and will also run progressively larger fuel cell projects on new Quantum class vessels being built in the next several years. Royal Caribbean is already known for making steady progress on energy efficiency and reduced emissions through such technologies as air lubrication, which sends billions of microscopic bubbles along the hull of a ship to reduce friction, and AEP scrubbers, which clean exhaust gases before they leave the ship. Use of the new technologies will result in much cleaner emissions, as they produce no sulfur and significantly reduce the production of nitrogen oxides and particulates. „With Icon class, we move further in the journey to take the smoke out of our smokestacks,“ said Richard Fain, chairman and chief executive officer of Royal Caribbean Cruises, Ltd. „We are dedicated to innovation, continuous improvement, and environmental responsibility, and Icon gives us the opportunity to deliver against all three of these pillars.“ „Our guests expect us to push every envelope we can,“ said Michael Bayley, president and chief executive officer of Royal Caribbean International. „And on this new class of ship, we began by challenging ourselves to find a new approach to power and propulsion that is safe, reliable, and more energy-efficient than ever before.“ Bayley added that exciting and innovative new guest experience elements of the Icon class design will be revealed later in the development process. „Our partnership with RCL has created a number of groundbreaking ship classes, such as Oasis, Celebrity Solstice, Quantum, and Mein Schiff, and we are grateful that Royal Caribbean is again giving us the opportunity to partner with them on a new class of ships,“ said Jan Meyer, the CEO of Meyer Turku. The switch to LNG provides further momentum for the technology, which has begun making significant inroads in the maritime industry. „Increasing the commitment to LNG makes it easier for suppliers to make their own infrastructure commitments,“ said Fain. „As more ships are built for LNG, the number of ports that support it will grow.“ The Icon ships are expected to run primarily on LNG but will also be able to run on distillate fuel, to accommodate occasional itineraries that call on ports without LNG infrastructure. The introduction of fuel cells represents another dramatic step forward for the maritime industry, which has only made limited experiments using the technology. „We believe fuel cells offer very interesting design possibilities,“ said Harri Kulovaara, RCL’s chief of ship design. „As the technology becomes smaller and more efficient, fuel cells become more viable in a significant way to power the ship’s hotel functions. We will begin testing those possibilities as soon as we can, and look to maximize their use when Icon class debuts.“ Kulovaara said RCL had been eyeing fuel cells for nearly a decade, and believes the technology is now at a stage of development that justifies investment. „There is a long lead time for Icon class, and we will use that time to work with Meyer Turku to adapt fuel cell technology for maritime use.“ Kulovaara said that additional regulatory standards would also need to be developed for the technology. Because of the long lead time, Kulovaara said that many Icon design elements are in early stages. The Icon ships would likely accommodate approximately 5,000 passengers, he said, but details are still being worked out. Icon is the first new ship class announced by RCL since Celebrity Cruises‘ new Edge class, which debuts in 2018. The company is also expanding its fleet with new Oasis- and Quantum-class ships for Royal Caribbean International. Fain said the new ships are in line with RCL’s strategy of moderate capacity growth. This order is contingent upon the completion of contractual conditions, including documentation and financing. Final contracts are expected to be completed by year end. Based upon current ship orders, projected capital expenditures for full year 2016, 2017, 2018, 2019 and 2020 are $2.4 billion, $0.5 billion, $2.6 billion, $1.5 billion and $2.0 billion, respectively. Capacity increases for 2016 through 2020 remain unchanged and do not include potential ship sales or additions that the company may elect to make in the future.
      EU erlässt Schifffahrt den Emissionshandel
      Reederei Wessels rüstet Trio auf Gasbetrieb um
      Copyright Hansa Online

      Reederei Wessels rüstet Trio auf Gasbetrieb um

      Print Friendly, PDF & Email
      Die Reederei Wessels und MAN Diesel & Turbo haben auf der Messe Europort 2017 ein Memorandum über die Umrüstung dreier weiterer Schiffe der Wessel-Flotte auf Dual-Fuel-Gasbetrieb unterzeichnet. Bei den drei Schiffen handelt es sich um Schwestern der »Wes Amelie«, einem 1.036-TEU-Containerfeederschiff mit einem MAN 8L48/60B-Hauptmotor, der in diesem Jahr bei German Dry Docks in Bremerhaven zu einem Viertaktmotor vom Typ MAN 51/60DF nachgerüstet wurde. Die Nachrüstung ermögliche den Dual-Fuel-Betrieb und sei der erste Umbau dieser Art weltweit, so MAN. »Das Projekt Wes Amelie war ein Durchbruch auf dem europäischen Markt für Containerschiffe. MAN-Motoren können für den LNG-Betrieb umgebaut werden und dies hat einen erheblichen Effekt auf die Abgasemissionen und für die Umwelt«, so Stefan Eefting, Senior Vice President von MAN Diesel & Turbo und Head of MAN PrimeServ Diesel in Augsburg. MAN Diesel & Turbo berichtet, dass die Dual-Fuel-Umrüstung der »Wes Amelie« eine massive Reduzierung der SOx-Emissionen um über 99 % ermöglicht hat, die NOx-Emissionen sind um rund 90 % und die CO2-Emissionen um bis zu 20 % reduziert worden. Das Schiff erfüllt jetzt die Emissionsgrenzwerte der Tier II und Tier III Richtlinien, die von der International Maritime Organisation, IMO, aufgestellt wurden. Eefting lobt den Kooperationswillen von Wessels und ergänzt: »Einer der Hauptgründe dafür, dass die »Wes Amelie« für die Umrüstung ausgewählt wurde, war die Skalierbarkeit des Projekts«, so der Senior Vice President. Wessels, Wes Amelie Da die 23 Schwesterschiffe der »Wes Amelie« strukturell identisch seien, könnten bei den weiteren Retrofits die Erfahrungen aus dem ersten Projekt genutzt und so die Kosten weiter gesenkt werden. Das nun unterzeichnete Memorandum sei nur ein kleiner Schritt, aber es weise doch einen realistischen Weg, wie eine klimaneutrale Schifffahrt bis 2050 erreicht werden könne. Die drei Schiffe sollen ebenfalls bei German Dry Docks umgerüstet werden. Nach dem Erfolg des »Wes-Amelie«-Projekts und als Ansporn für weitere Umrüstungen hat MAN Diesel & Turbo auf der internationalen Konferenz Our Ocean 2017 in Malta Preisnachlässe von insgesamt 2 Mio. € für zehn weitere LNG-Retrofits angekündigt. Eines davon ist die Umrüstung zweier RoRo-Frachter der Reederei Tote in Amerika.
      Kommentare
      Guenther Goettling Bald mit Flüssigerdgas-Antrieb? Die Reederei CMA CGM betreibt einige der größten Containerschiffe der Welt. Im Bild ist die die Marco-Polo zu sehen – mit konventionellem Antrieb,CMA-CGM Hamburg/Brunsbüttel Es dürfte kein Zufall sein, dass die französische Großreederei CMA CGM sich ausgerechnet jetzt äußert. In Bonn läuft die Weltklimakonferenz und ringt um Grenzwerte und Schadstoffemissionen. In der
      ISchifffahrt gilt verflüssigtes Erdgas (LNG) dabei als ein Weg, die Emission klimaschädlicher Schadstoffe zu verringern. CMA CGM will neun riesige Containerschiffe bauen lassen, die mit LNG fahren sollen. Das teilte die Reederei gestern in Marseille sowie die deutsche Tochtergesellschaft in Hamburg mit. Sie ist damit ein Vorreiter der Branche. Für Schleswig-Holstein ist die Nachricht von besonderer Bedeutung. Mit dem Vorstoß von CMA CGM würden zum ersten Mal Großcontainerschiffe mit einer Tragfähigkeit von 22 000 Standardcontainern (TEU) mit dem umweltfreundlichen LNG angetrieben, heißt es in der Mitteilung der weltweit drittgrößten Containerreederei. Die Schiffe stoßen im Vergleich zum heute üblichen Antrieb mit Schweröl und Marinediesel 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus. Die Emissionen von Schwefel, Feinstaub und Stickoxid fallen fast auf null. Die Schiffe sollen ab 2020 an die Reederei ausgeliefert werden. Zwar gilt LNG in der Schifffahrt als Antriebsenergie der Zukunft, allerdings hat es sich noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Bislang fahren nur einige kleinere Schiffe und Fähren mit LNG. Das Problem sind die Kosten, der erforderliche Platz für die LNG-Tanks und die sichere Versorgung der Schiffe mit dem Brennstoff. Eine besondere Bedeutung könnte dabei in Zukunft den Häfen in Brunsbüttel zukommen. Dort soll Deutschlands nationales LNG-Terminal entstehen. Während viele andere europäische Länder bereits über solch ein Terminal verfügen, besteht in Deutschland noch Nachholbedarf. CMA-CGM-Chef Rodolphe Saadé nannte die Entscheidung für den LNG-Antrieb „bahnbrechend“. Sie bekräftige das Bestreben der Reederei, die führende Kraft der Branche im Umweltschutz zu sein und eine Vorreiterstellung bei Innovationen einzunehmen. dpa/til
  • Ergebnisse im Jahr : 2017 Copyright Norddeutsche Rundschau

    Günther verspricht Volldampf Mi, 11. Okt 2017
    * * * * *
    http://www.hansa-online.de/2017/11/featured/87614/ics-haelt-emissionsfreie-schifffahrt-fuer-moeglich/ Copyright Hansa Online

    ICS hält emissionsfreie Schifffahrt für möglich

    Print Friendly, PDF & Email
    Bei der UN-Klimakonferenz COP 23 in Bonn teilt die International Chamber of Shipping (ICS) ihre Vision einer Schifffahrt ohne CO2-Emissionen ab 2050. Doch ist eine Reduktion trotz dem Wachstum des Seehandels möglich? ICS Director of Policy, Simon Bennett, erklärt: »Die ICS hat die Vision einer CO2-freien Schifffahrt in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Wir sind zuversichtlich, dass das mit alternativen Kraftstoffen und neuen Antriebstechnologien erreichbar ist.« Der Verband halte Batterien und Brennstoffzellen, die erneuerbare Energien nutzen, für geeignet. Auch Wasserstoff könnte eine Lösung sein, dazu kämen möglicherweise Dinge, die bisher noch gar nicht vorhersehbar seien. Bis es jedoch so weit ist, schlägt der Branchenverband vor, dass sich die IMO-Mitgliedstaaten entsprechend ambitionierte Ziele setzen, um die Gesamtemissionen der internationalen Schifffahrt bis 2050 um einen vereinbarten Prozentsatz zu reduzieren. Eine Reihe von Staaten habe bereits detaillierte Vorschläge eingereicht. Einige EU-Länder haben zusammen mit pazifischen Inselstaaten eine Reduktion um 70 % bis 2050 angeregt.
    ICS
    ICS Director of Policy, Simon Bennett (Photo: ICS)
    Bennett meint dazu: »Japan hat in der IMO im Detail erklärt, wie eine Reduktion um 50% bis 2060 erreicht werden kann. Angesichts des vorhergesagten Wachstums des Welthandels scheint dieses Ziel, auch wenn es unglaublich ambitioniert klingt,  realistischer.« Jetzt liege es an den Regierungen sich auf eine tatsächliche Zahl zu einigen, wenn im April nächsten Jahres eine erste Strategie der IMO angenommen werden soll. Dabei müssten auch die legitimen Bedenken großer Volkswirtschaften wie China und Indien berücksichtigen, was deren nachhaltige Handels- und Entwicklungsmöglichkeiten angehe.

    Reduktion trotz Wachstum des Seehandels möglich?

    Wie auch immer die Entscheidung letztlich aussehen werde, werde wohl kaum die gesamte weltweite Flotte Zugang zu alternativen Kraftstoffen für die kommenden 20 oder 30 Jahre haben. Zudem würden Bevölkerungswachstum und der globale Anstieg der Lebensstandards für einen zusätzlichen Bedarf an Seehandel sorgen. Durch technische und operative Maßnahmen habe es die Schifffahrt möglicherweise schon geschafft, die jährlichen CO2-Emissionen bei rund 8 % unter den Spitzenwerten von 2008 zu halten. Und das, obwohl der Seehandel seit dem bis Ende 2015 in Tonnenmeilen um 30 % angewachsen sei. Diese Zahlen müssten aber noch in der nächsten IMO Greenhouse Study 2019 durch das neue IMO CO2 Data Collection System verifiziert werden, so die ICS. »Die Daten sind aber nichtsdestotrotz ermutigend, insbesondere angesichts des dramatischen Einbruchs der Kraftstoffpreise seit 2014. Darüber hinaus wird für 2020 ein signifikanter Preisanstieg erwartet, wenn die gesamte Weltflotte auf schwefelarmen Kraftstoff umstellen muss. Das sollte ein starker Anreiz für die weitere Verbrauchsreduktion bei Schiffen sein«, sagt Bennett.
    Norddeutsche Rundschau - Aus der Region
    Ministerpräsident kündigt beim 28. Brunsbütteler Industriegespräch Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur an der Westküste an
    Brunsbüttel
    „Politischen Rückenwind für einen dynamischen Hafenstandort“ hatten die Organisatoren des 28. Brunsbütteler Industriegesprächs am Montag ausgemacht. Mehr als 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung folgten der Einladung von Martina Hummel-Manzau von der Wirtschaftförderungsgesellschaft Egeb und Frank Schnabel, dem Sprecher der Werkleiterrunde des Chem-Coast-Parks Brunsbüttel. Redner des Abends war Daniel Günther (CDU), der erstmals in der Funktion als Ministerpräsident vor Ort war. Schnabel strich zu Beginn die Vorzüge und das Potenzial des Industriegebiets heraus. „Brunsbüttel ist inzwischen ein akzeptierter Standort im weltweiten Wettbewerb“, sagte er. In die gleiche Kerbe schlug Bürgermeister Stefan Mohrdieck, der viele Dinge in Bewegung sieht und mit Wohlwollen registriert, dass die ansässigen Unternehmen in den Standort investieren. Das ging soweit, dass Mohrdieck in Superlative verfiel: „Brunsbüttel ist einer der spannendsten Orte in Schleswig-Holstein.“ Daniel Günther legte anschließend die Ziele und Planungen seiner Politik für die kommenden Jahre, insbesondere mit Blick auf die Westküste, dar. Bundespolitik Der Zustand der Stagnation in Berlin müsse laut Günther zügig aufgehoben werden: „Mich nerven die vergangenen zwei Wochen ganz erheblich. Wir sind hier nicht bei wünsch’ dir was“, polterte er in Richtung der potenziellen Koalitionäre von Union, Grüne und FDP. „Die Menschen haben ein Recht auf eine stabile Regierung. Jamaika habe beste Chancen, bei den Themen Digitalisierung und Fachkräftemangel voranzukommen. selbstverständnis des Landes Frank Schnabel lobte Günther dafür, dass er Schleswig-Holstein in Berlin präsenter mache. Der Ministerpräsident möchte das verstärken. „Wir müssen unsere Forderungen dort immer wieder mit Volldampf vortragen“, so Günther. Was man mit einem selbstbewussten und nachhaltigen Auftreten in Berlin erreichen könne, sehe man an der Rader Hochbrücke, die nun doch sechsspurig gebaut werde. Westküste Der Ministerpräsident versprach: „Wir wollen uns intensiv um die Westküste kümmern und werden viel Geld in den kommenden Jahren investieren, um konkrete Projekte voranzutreiben.“ Die Region spiele in einer Premium-Liga und sei die industrielle Herzkammer des Landes. LNG-Flüssiggas-Terminal „Ein LNG-Terminal muss nach Brunsbüttel“, lautete Günthers Botschaft. Dafür werde er in Berlin kämpfen. Erste Gespräche mit dem niederländischen Betreiber-Unternehmen Gasunie habe er bereits geführt, „um die volle Unterstützung des Landes zu signalisieren.“ Zugleich lud er Schnabel und Mohrdieck zu einem Ortstermin nach Rotterdam ein, um sich vor Ort ein Bild von der Flüssiggas-Technik zu machen. Infrastruktur A 20- und B 5-Ausbau sowie ein weiteres Industriegleis und die Elektrifizierung der Bahnstrecken. Die Probleme sind in Kiel bekannt und sollen zugunsten der Westküste behoben werden. „Wenn es für Teilabschnitte Baureife gibt, müssen wir auch bauen“, sagte er mit Blick auf die A 20, deren Fertigstellung er inzwischen für das Jahr 2026 anpeilt: „Die Menschen müssen wissen, dass Infrastrukturprojekte nur klappen, wenn die Region dahintersteht.“ Energiewende Er wolle die Westküste zu einer Vorzeigeregion bei der Stromerzeugung und -nutzung machen. Pilotprojekte wie „Wind to Energy“ wolle er fördern. „Die Energiewende braucht mehr Offshore. Das bedeutet eine zusätzliche Wertschöpfung für die Region.“ Kritik Bei all der Euphorie und Dynamik, die Daniel Günther versuchte durch seine Ausführungen zu erzeugen, gab es auch kritische Stimmen. „Diese Ankündigungen habe ich in ähnlicher Form hier auch schon von Politikern mit einem anderen Parteibuch gehört“, sagte beispielsweise ein Brunsbütteler Unternehmer. Unglücklich und unzufrieden fuhr Steinburgs Landrat Torsten Wendt nach Hause: „Wenn man den Eindruck erweckt, die Westküste reiche lediglich von Nordfriesland bis Brunsbüttel und sich dieser Eindruck in Kiel verfestigt, wäre das nicht gut für unseren Kreis. Steinburg spielte keine Rolle. Das ist sehr schade, denn wir zählen uns auch zur Westküste.“
    Tobias Stegemann
  • http://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Aidanova-faehrt-mit-Fluessig-Erdgas
  • Rostock „Aidanova“ fährt mit Flüssig-Erdgas

    Erstes Modul des neuen Kreuzfahrtschiffes verlässt Rostocker Werft.

    Das erste von zwei Maschinenraum-Modulen wird mit Schleppern von Rostock nach Papenburg gezogen.

    Das erste von zwei Maschinenraum-Modulen wird mit Schleppern von Rostock nach Papenburg gezogen.

    Quelle: Foto: Büttner/dpa

    Rostock. . Das erste von zwei Schwimmteilen des neuen Kreuzfahrtschiffes „Aidanova“ hat gestern von der Neptun-Werft in Rostock aus seine Reise in Richtung Papenburg (Niedersachsen) aufgenommen. Das riesige Modul ist 120 Meter lang, 42 Meter breit und drei Decks hoch, berichtete die Reederei Aida Cruises. Es sei das Herzstück der „Aidanova“ und trage vier sogenannte Dual-Fuel- Motoren, die ebenfalls in Rostock beim Motorenhersteller Caterpillar gefertigt wurden. Die „Aidanova“ soll ab Herbst 2018 eingesetzt werden. Es ist dann den Angaben zufolge das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das durch den Einsatz dieser neuen Motorengeneration im Hafen und auf See mit dem emissionsarmen fossilen Treibstoff LNG (liquefied natural gas – Flüssig-Erdgas) betrieben werden kann.

    Wenn das Wetter mitspielt, soll das heute am frühen Morgen die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal starten. Nach rund zwölf Stunden werde Brunsbüttel erreicht. Bis zur Meyer-Werft in Papenburg dauere es dann bis Donnerstagabend.

    Die Dual-Fuel-Motoren haben eine Gesamtleistung von 62 Megawatt pro Schiff und wiegen pro Stück 200 Tonnen. Durch die Nutzung von LNG werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2- Emissionen werden stark verringert. Es sei damit der ideale Antrieb für den Betrieb innerhalb von Umweltschutzgebieten und Gewässern mit Schweröleinschränkungen.

    LN

  • Copyright ln Online
  • http://www.hansa-online.de/2017/09/featured/84858/brennstart-fuer-lng-cruiser-bei-meyer-turku/
  • Brennstart für LNG-Cruiser bei Meyer Turku

    Copyright THB
    Der Bau von Kreuzfahrtschiffen mit Flüssiggasantrieb startet auch in der Ostsee. Bei der Werft Meyer Turku wurden jetzt die ersten Stahlplatten der »Costa Smeralda« angeschnitten. Im Oktober 2019 soll die »Costa Smeralda« als erster Kreuzfahrer mit LNG-Antrieb Finnland verlassen und Kurs auf Westeuropa nehmen. Angetrieben wird das Schiff dann von vier in Kiel entwickelten MaK-Motoren.
    Turku
    CEO Jan Meyer (Foto: Meyer Turku)
    Der Neubau ist eines von sieben fast identischen Kreuzfahrtschiffen, die die amerikanische Carnival Corporation (Miami) bei der Meyer-Gruppe bestellt hat. Die 180.000 BRZ großen und 337 m langen Megaliner werden bis 2022 in Papenburg und Turku gebaut. »Wir sind stolz, dass wir diesen Auftrag bekommen haben. Es sind Schiffe, die beim Umweltschutz neue Maßstäbe setzen werden. Wir sind froh und stolz darüber, dass wir Reedereien gefunden haben, die bei diesem Projekt voran gehen«, sagte Jan Meyer, Chef der Werft Meyer Turku in Finnland. Je zwei der Neubauten sind für die Reedereien Aida, Costa und Carnival Cruise Line bestimmt. Das siebte Schiff bekommt die britische Reederei P&O.

    6 Mrd. € Auftragsvolumen

    Mit einem Auftragsvolumen von über 6 Mrd. € ist es das derzeit größte Neubauprojekt einer europäischen Werft. Darüber hinaus hat Carnival Corporation für die Tochtergesellshaften noch weitere Neubauten in Planung. »Zu jedem Auftrag gehören auch immer noch Optionen«, sagt Neil Palomba, Costa-Chef. Damit ist klar, dass es nicht bei sieben Schiffen bleiben wird. Die Optionen sollen bei einem weiter positiven Bauverlauf in Festaufträge für die Werften in Turku und Papenburg umgewandelt werden. Bei der Meyer Werft wird davon ausgegangen, dass schon in Kürze nur noch Kreuzfahrtschiffe mit LNG als Treibstoff bestellt werden. Bei der »Costa Smeralda« wird erwartet, dass die MaK-Motoren beim LNG-Betrieb nur noch einen Bruchteil der Emissionen ausstoßen, wie es beim Betrieb mit Marinediesel der Fall ist. 85 % weniger Stickoxide und Feinstaub und fast 99 % weniger Schwefeldioxid sollen so ausgestoßen werden. Möglich wird diese umweltfreundliche Nutzung des Flüssigerdgases durch vier Motoren des Typs MaK M46DF von der Firma Caterpillar aus Kiel. In Rostock werden die Motoren zusammen mit den LNG-Tanks bei der Neptun-Werft in ein rund 140 Meter langes Maschinenraummodul eingebaut. Die Tanks sind mit einem Fassungsvermögen von rund 3600 Kubikmeter so dimensioniert, dass das Schiff mit einer Füllung LNG bis zu zwei Wochen fahren kann.

    Bewegung in Bunker-Frage

    Unterdessen kommt auch in die Frage der Versorgung mit dem Flüssigerdgas der neuen Kreuzfahrer Bewegung. Da in Deutschland noch kein einziger Hafen einen LNG-Terminal hat, wird die Versorgung der Schiffe in deutschen Häfen bei Bedarf durch spezielle Versorgungstanker erfolgen. »Wir arbeiten an Lösungen für eine Versorgungskette. Es ist geplant, die Schiffe mit speziellen Bunkerschiffen in den Häfen zu versorgen. Hier haben wir bereits Lösungen für alle Fahrtgebiete unserer Schiffe«, sagt Tom Strang, zuständig für die Versorgung der Schiffe bei Carnival. Partner für Costa und Aida wird die niederländische Shell Western LNG, die über große LNG-Terminals den Treibstoff per Bunkertanker zu den Schiffen bringt. Shell hat mit der Carnival-Gruppe einen Vertrag zur Versorgung der LNG-Kreuzfahrer von AIDA Cruises und Costa Cruises abgeschlossen. Eines der neuen Tankschiffe für LNG ist bereits in Rotterdam im Einsatz. »Wir werden mit dem Neubau ‚Cardissa‘ aber auch in die Ostsee kommen und dort verschiedene Häfen besuchen«, sagte Didier Daems von Shell. (FB)
  • Copyright Hansa online
  • http://www.hansa-online.de/2017/08/featured/83482/wessels-reederei-nimmt-auf-lng-umgeru%cc%88stete-wes-amelie-in-betrieb/
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/lng-amelie-schiff100.html Copyright butenundbinnen siehe unten
  • Für das geplante erste deutsche LNG-Terminal in Brunsbüttel zum Tanken von verflüssigtem Erdgas hat die EU laut Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt. Demnach gab die EU-Kommission am Freitag grünes Licht für die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens der Firmen Gasunie, Vopak (beide Niederlande) und Oiltanking (Hamburg). «Die kartellrechtliche Genehmigung dieses Joint Ventures für den Bau und den Betrieb eines Flüssiggasterminals ist ein wichtiger Meilenstein für das in Brunsbüttel geplante Projekt», sagte Buchholz.ÜberschriftDas Land Schleswig-Holstein werde das Vorhaben bei allen anstehenden Schritten nach Kräften unterstützen. Der in Groningen ansässige Energiekonzern Gasunie will mit seinen Partnern in Brunsbüttel für rund 450 Millionen Euro ein LNG-Terminal (LNG: Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung soll 2018 fallen. Die Detailplanungen laufen aber bereits, nachdem sich Brunsbüttel gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal Anfang der 2020-er Jahre ans Netz gehen.Buchholz sprach von einer «gravierenden industriepolitischen Weichenstellung», die das Industriezentrum Brunsbüttel kräftig voranbringen werde. Das Wirtschaftsministerium sieht in LNG einen Energieträger der Zukunft. Im Verkehr könne das verflüssigte Gas als Treibstoff für Lastwagen und Schiffe den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen spürbar senken
  • http://www.hansa-online.de/2017/08/haefen/83498/ueberregionales-potenzial-fuer-lng-terminal-klaipeda/
  • https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/lng-amelie-schiff100.html

     

    Weltpremiere in Bremerhaven: Schiff auf Flüssiggas umgebaut

    German Dry Docks ist weltweit die erste Werft, die ein Containerschiff auf einen neuartigen Antrieb umgerüstet hat. Die Bremerhavener haben den Schiffsmotor der "WES Amelie" für Flüssiggas fit gemacht. Dieses sogenannte LNG (Liquified Natural Gas) gilt als der Stoff, der die Schiffe der Zukunft antreiben wird. Das Gas ist sauberer und effektiver als das bislang auf Schiffen genutzte Schweröl.

    Was ist der Vorteil von LNG?

    Die meisten Container- und Kreuzfahrtschiffe fahren mit Schweröl, das besonders umwelt- und gesundheitsschädlich ist. Die Nutzung dieses Treibstoffes sei nichts weiter als "Sondermüllverbrennung", sagt der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschlands, Leif Müller. LNG kann ein Ausweg sein. Denn mit dem Einsatz von Flüssiggas wird die Schadstoffemission eines Schiffes reduziert. Laut der Reederei Wessels, die die "WES Amelie" betreibt, reduziert sich der Ausstoß von Kohlendioxid um rund 20 Prozent, der von Stickoxiden um etwa 90 Prozent und Schwefeloxide verschwinden fast komplett aus den Abgasen des umgebauten Schiffes. Christian Hoepfner von der Wessels Reederei führt noch weitere Vorteile ins Feld: 800 Kilogramm LNG hätten den Energiegehalt von 1000 Kilogramm herkömmlichen Schiffstreibstoffs. Außerdem sei LNG günstiger im Einkauf.

    Warum wird LNG nicht schon viel mehr genutzt?

    "Es fehlt an Versorgungsstationen mit Flüssiggas", sagt Thorsten Pohle von der German Dry Docks in Bremerhaven. "Es ist wie die Geschichte mit der Henne und dem Ei." Die Reedereien warteten auf die LNG-Stationen und die LNG-Produzenten auf die Reeder. Aber es tut sich etwas. In Brunsbüttel direkt am Nord-Ostsee-Kanal soll wahrscheinlich das erste LNG-Terminal Deutschlands entstehen. Wenn die Planungen nicht ins Stocken kommen, könnte die Anlage Anfang der 2020er den Betrieb aufnehmen. Das für Norddeutschland nächstgelegene LNG-Terminal ist derzeit in Rotterdam. Von dort aus können Tanklaster jene Schiffe versorgen, die nicht in Rotterdam festmachen.

    Welcher Antrieb ist günstiger – Schweröl oder LNG?

    Schweröl hinterlässt in den Schiffsmotoren viele Ablagerungen und verursacht deshalb intensive Wartungsarbeiten. LNG dagegen verbrennt zwar viel sauberer, muss aber aufwendig gelagert werden: Damit das Gas flüssig bleibt, wird es unter hohem Druck und bei minus 162 Grad Celsius an Bord gebunkert. Dafür ist wiederum kompliziertere Technik als beim Schweröl notwendig. Prototypen wie die "WES Amelie" werden zeigen, welche Technik sich tatsächlich für Reeder rechnet.
    Tankeinbau auf der "WES Amelie"
    In dem 500 Kubikmeter großen Tank wird das LNG an Deck unter hohen Druck und bei minus 162 Grad gebunkert. Bild: German Dry Docks AG
    Es gibt einige Schiffsneubauten, die von Beginn an mit LNG-Antrieb geplant wurden. Der Umbau des fast 152 Meter langen Containerschiffs in Bremerhaven war aber eine Weltpremiere. "Wir mussten uns nach dem vorgegebenen Platz richten", sagt Pohle von der German Dry Docks. So sei beispielsweise an Deck extra ein 500.000 Liter fassender LNG-Tank eingebaut worden. "Wir haben viele Erfahrungen beim Umbau gesammelt und könnten nun weitere Schiffe umrüsten." Um die Hemmschwelle für den kostenintensiven Umbau zu senken und weitere Schiffe mit LNG-Antrieb auf die Meere zu schicken, hat das Bundesverkehrsministerium ein 30 Millionen Euro hohes Förderprogramm aufgelegt. Im Fall der "WES Amelie" steuerte das Ministerium 60 Prozent der Gesamtumbaukosten von weniger als zehn Millionen Euro bei.

    Überregionales Potenzial für LNG-Terminal in Klaipeda

    Der litauische Energieminister Žygimantas Vaičiūnas bezeichnet einen verlässlichen Energiemarkt in den baltischen Staaten als eine der künftigen Herausforderungen. Das LNG-Terminal in Klaipeda, Litauen, nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Nach dem Gas-Interconnection-Projekt Polen-Litauen (GIPL) und dem finnisch-estnischen Verbundprojekt Balticconnector würden weit mehr Länder den Wettbewerbsvorteil von Klaipedas LNG-Terminal nutzen können. »Heute ist das LNG-Terminal in Klaipeda die einzige Möglichkeit, um Flüssiggas nach Litauen und in die übrigen baltischen Staaten zu bringen«, so der Minister. Der Umschlagplatz habe aber ein weit größeres Potenzial, auch für Länder wie Weißrussland, Ukraine oder Finnland, ein wichtiger Zugang zu werden. Dadurch würde der regionale Gasmarkt noch attraktiver für LNG-Lieferanten, bekräftigte der Minister bei einem Treffen mit Frederik Smits van Oyen, dem Vizepräsidenten des US-amerikanischen Unternehmens Cheniere.

    Flüssiggas aus den USA

    Jüngst erreichte Litauen die erste Ladung von Flüssiggas aus den USA. Das Land erwarb sie von Cheniere Marketing International. Für Smits van Oyen könnte dies der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit sein, denn das Unternehmen sei bereit, auch weiterhin Gas nach Litauen und in die Region zu liefern. Die USA wollen in den kommenden Jahren zum weltweit drittgrößten Flüssiggasexporteur aufsteigen. Als einer der großen LNG-Zulieferer will Cheniere dabei eine wichtige Rolle einnehmen.
Copyright Hansa online In Bremerhaven wurde das weltweit erste für die Nutzung von verflüssigtem Erdgas (LNG) umgerüstete Containerschiff, die »Wes Amelie« der Wessels Reederei aus Haren/Ems, erfolgreich in Betrieb genommen. Copyright Juergen Braker danke Das Schiff wurde seit Juni 2017 bei German Dry Docks in Bremerhaven auf die Nutzung von LNG umgerüstet. Mit dem Umbau des 1.000-TEU-Frachters ist die Wessels Reederei Vorreiter im Einsatz von LNG bei Containerschiffen in Nordwesteuropa. Die »Wes Amelie« ist, wie die 15 baugleichen Schwesterschiffe auch, vor allem im Feederverkehr zwischen Nord- und Ostsee. Die Erstbefüllung mit LNG erfolgte durch das Hamburger Unternehmen Nauticor am Kühlhauskai in Bremerhaven. Das Schiff wurde mit insgesamt vier LKW-Ladungen LNG betankt.
Wes Amelie Lng Bunkering
Foto: Nauticor
»Dank der reibungslosen Zusammenarbeit der Schiffsbesatzung, dem Team von bremenports und unseren erfahrenen Experten an Land konnte die Erstbetankung mit LNG erfolgreich realisiert werden«, sagte Sonja Neßhöver, Direktor LNG Portfolio bei Nauticor. Der Umbau des Schiffes wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert und soll bei erfolgreicher Umsetzung auf weitere Schiffe der Flotte ausgeweitet werden. Dementsprechend zuversichtlich zeigte sich Christian P. Hoepfner, Prokurist der Reederei, nach der erfolgreichen Erstbefüllung: »Wir sind froh, dass die erste Übernahme von LNG als Treibstoff hier in Bremerhaven so reibungslos funktioniert hat. Unser Dank gilt hier der Hafensicherheit Bremerhaven des Hafenamtes der Hansestadt Bremen und dem LNG-Lieferanten Nauticor, die uns hier tatkräftig unterstützt haben.«
GDD rüstet »Wes Amelie« auf einen umweltfreundlichen Gasantrieb um
Foto: Wessels Reederei
Mit dem Umbau der »Wes Amelie« leiste die Wessels Reederei wichtige Pionierarbeit bei der Etablierung von LNG als Treibstoff im Containerschifffahrtsbereich, fügte Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer bei Nauticor, hinzu. »Das unterstützen wir gerne und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit, auch vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr unser zweites Bunkerschiff den Betrieb in Nordwesteuropa aufnimmt und für die Versorgung von Kunden zur Verfügung steht.« Hürde genommen: EU-Kommission sagt ja zum LNG-Joint-Venture für Brunsbüttel Copyright

Copyright Reederei Hartmann Zeit

Vor allem eine »deutliche« Senkung der Luftbelastung aus dem Hafen stehe im Fokus, dazu sollen noch mehr Landstrom- und Flüssiggasanlagen angeboten werden, als bislang geplant war. Doch wer in den Plan hineinliest, stößt recht bald auf die Einschränkungen. »Es ist vorgesehen«, heißt es da zwar, »dass zusätzlich zu den genannten Landstromanlagen bis zu neun PowerPacs an den Containerterminals im Hamburger Hafen in Betrieb genommen werden.« Dies sind mobile Gasmotoren, die mit schadstoffarmem Flüssiggas (LNG) betrieben werden. Doch wenige Absätze später kommt das Aber: »Aufgrund des hohen Investitionsvolumens in LNG-Technologie und des derzeit niedrigen Ölpreises ist der Anreiz seitens der Containerschiffsreedereien, in diese neue umweltfreundliche Technologie zu investieren, bisher gering.« Anders gesagt: Nach Schätzung der HPA wird bis zum Jahr 2020 lediglich jedes 200. Schiff, das in den Hafen einläuft, LNG nutzen. Wird es da nicht allmählich Zeit für extrem motivierende Maßnahmen?

 http://www.tagesschau.de/ausland/usa-sanktionen-russland-105.html

Der US-Senat will die Russland-Sanktionen verschärfen. Außenminister Gabriel und Österreichs Kanzler Kern reagierten empört: "In bemerkenswerter Offenheit beschreibt der US-Gesetzentwurf, worum es eigentlich geht - den Verkauf amerikanischen Flüssiggases in Europa."............................................................... Brunsbüttel jetzt international direkt betroffen

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen  Copyright Nordeutsche Rundschau

Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig

Brunsbüttel Auf Einladung von Brunsbüttel Ports GmbH und Hafen Hamburg Marketing trafen sich rund 100 Gäste zum gemeinsamen Austausch im Brunsbütteler Elbehafen. Im Rahmen der Informationsveranstaltung gewährten hochkarätige Teilnehmer den Gästen einen Blick hinter die Kulissen der Industrielogistik. Gemeinsame Interessen, Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und übergeordnete Chancen durch ein Terminal für Flüssiggas (LNG) waren dabei die wesentlichen Themen. Ingolf Egloff, Vorstand des Hafen Hamburg Marketing, betonte, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Hafenunternehmen in Brunsbüttel und Hamburg so gut wie nie zuvor gestalten würde. Nicht immer waren die Töne aus der Hansestadt solch harmonischer Natur. Erst im Herbst des vergangenen Jahres sprach sich der Vizepräsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg (UFHH), Robert Eckelmann, gegen eine engere Kooperation mit dem Brunsbütteler Hafenunternehmen und für intensiveren Wettbewerb aus. Doch derartige Aussagen gehören der Vergangenheit an. Ein Bündnis aller Häfen aus dem Wirtschaftsraum Unterelbe inklusive einer gemeinsamen und einheitlichen Vermarktungsstrategie müsse angesichts des weltweit zunehmenden Konkurrenzdrucks in der Hafenwirtschaft das erklärte Ziel aller Beteiligten sein, forderte nicht nur Torsten Sevecke, Amtsleiter in der Hamburger Wirtschaftsbehörde. „Wirtschaft will Lösungen haben und interessiert sich nicht für Ländergrenzen.“ In diesem Zusammenhang sprach er sich klar für ein Flüssiggas-Terminal in der Schleusenstadt aus: „Brunsbüttel ist genau der richtige Standort für den ersten großen LNG-Terminal in Deutschland. Wir werden dieses Projekt unterstützen, denn der Senat glaubt fest daran, dass Brunsbüttel der richtige Platz dafür ist.“ Angesichts der Lage des Hamburger Hafens inmitten der Stadt hätte Hamburg zwar gern einen solchen Terminal vor Ort errichtet, doch logistisch gäbe es keine Möglichkeit für die Umsetzung eines solchen Vorhabens. Hingegen könnte Brunsbüttel nicht nur Hamburg, sondern ganz Deutschland sowohl über das Schienennetz als auch über den Wasser- und Landweg mit LNG versorgen, sofern mit der Errichtung des Terminals ein Ausbau der Infrastruktur vorgenommen würde. Dieser Einschätzung schloss sich Kurt-Christoph von Knobelsdorff an. Der Brunsbüttel-Beauftragte der Landesregierung wies darauf hin, dass es ab 2020 kein Pipelinegas aus den Niederlanden mehr geben werde. Zudem dürfe man sich nicht von Russlands Gas abhängig machen. Flüssiggas sei nicht nur von hoher Bedeutung, wenn es um die Stärkung der Versorgungssicherheit geht. Es müsse auch als wichtiger, fundamentaler Teil der Energiewende betrachtet werden, da LNG die Möglichkeit biete, die CO2-Emission drastisch zu verringern. Angesichts der Hintergründe und der Entscheidung des niederländischen Konzerns Gasunie (Groningen), in Brunsbüttel für geschätzte 450 Millionen Euro einen Flüssiggas-Terminal errichten zu wollen, stünde der Bund in der Pflicht, sich mit diesem Thema deutlich stärker auseinanderzusetzen, als es bisher der Fall sei, unterstrich von Knobelsdorff. „Für Brunsbüttel wäre der LNG-Terminal wie ein Sechser im Lotto. Profitieren würde aber nicht nur die Schleusenstadt davon, sondern gesamt Schleswig-Holstein“, so von Knobelsdorff. Als einer der größten industriellen Erdgasverbraucher in Deutschland ist auch das in Brunsbüttel ansässige norwegische Unternehmen Yara ein großer Befürworter für den Bau eines Flüssiggas-Terminals in Brunsbüttel. „Für unser Unternehmen stellt die derzeit vorhandene Infrastruktur für Gas ein wirkliches Problem dar. Zum einen ist es der hohe Druck in den Leitungen, zum anderen sind es die sehr hohen Netzgebühren und Erdgassteuern, die wir zahlen müssen, die uns Sorgen bereiten“, sagt Julia Lindland, Geschäftsführerin Yara-Brunsbüttel. Ein LNG-Terminal in unmittelbarer Nähe hätte positive Einflüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit des global agierenden Unternehmens. Yara stehe bereits im engen Dialog mit Gasunie. Jens-Peter Mohr

Hartmann tauft ersten innovativen LEG-Tanker

http://www.hansa-online.de/2017/05/schiffstechnik/65412/hartmann-tauft-ersten-innovativen-leg-tanker/
Die Leeraner Reederei Hartmann hat ihren ersten neuen LEG-Tanker getauft. Die »GasChem Beluga« basiert auf einem völlig neuen Design. Die Zeremonie fand im britischen Teesport in Nordengland statt, Unternehmenssitz des Charterers, SABIC UK Petrochemicals. »Ihre ersten Reisen zwischen Houston und Teesport hat die GasChem Beluga bereits mit Bravour gemeistert«, sagt Alfred Hartmann, Gründer der Hartmann Reederei. Das Leeraner Unternehmen hatte eine Neubauserie für 36.000-Tonnen-Tanker gemeinsam mit dem norwegischen Investor Ocean Yield realisiert und vor einigen Monaten in Dienst gestellt. Ursprünglich waren drei baugleiche Schiffe bestellt worden. Auch »GasChem Narwhal« und »GasChem Orca« sollten für SABIC fahren. Im vergangenen Herbst hatte Ocean Yield aber entschieden, die Serie auf zwei Neubauten zu beschränken.
Hartmann Gaschem Beluga front view
Foto: Hartmann Reederei
»Es handelt sich um ein völlig neues Schiffsdesign mit innovativem Antrieb«, so Hartmann weiter. Die auf Umweltfreundlichkeit ausgelegte, von einer MAN-Hauptmaschine angetriebene »GasChem Beluga« könne mit Schweröl, Gasöl, LNG und Ethan betrieben werden. Bei Bedarf sei ein Wechsel problemlos möglich. »Geringer Treibstoffverbrauch und eine deutliche Reduzierung von Emissionen waren für uns bei der Konzeption maßgeblich. Wir sind stolz darauf, dieses Schiff zusammen mit unseren Partnern am Standort Leer entwickelt zu haben«, sagte Hartmann, der gleichzeitig derzeit Präsident des Verbands Deutscher Reeder (VDR) ist. Die »GasChem Beluga« kam voll beladen aus Houston nach Teesport. Gleich nach dem Entladen war sie für ihre Feier von zwei Schleppern an die »Queen Elizabeth II.«-Pier gebracht worden.
Brunsbüttel Ports startet Chinageschäft
Brunsbüttel Copyright Norddeutsche Rundschau
Die Schramm Ports & Logistics und die Brunsbüttel Ports präsentieren ihr Leistungsangebot in dieser Woche auf der Transport Logistic Messe in München. Ein Thema, das für die Unterelberegion, Hamburg und Brunsbüttel eine große Chance mit bundesweiter Bedeutung darstellt, ist die Favorisierung des Standorts Brunsbüttels für ein deutsches LNG-Importterminal durch N.V. Nederlandse Gasunie (wir berichteten). „Wir freuen uns über die Standortentscheidung. Nun gilt es, weiterhin intensiv bei den Planungen für das Flüssiggas-Importterminal zu unterstützen, so dass die finale Investitionsentscheidung erfolgt und das Projekt für Gasunie und seine Partner als Investoren, für die lokale Industrie, für die Schifffahrt und auch für die bundesdeutsche Energiebranche ein Erfolg wird“, so Schramm-Geschäftsführer Frank Schnabel. Zudem präsentiert die Brunsbütteler Unternehmensgruppe auch die Aktivitäten an ihren sechs neuen Standorten in Schweden. Zum 1. März hatte Brunsbüttel Ports die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB übernommen und ist seitdem auch für die operativen Tätigkeiten vor Ort verantwortlich. Der Hafen Orrskär bei Söderhamn ist einer der größten Häfen Schwedens für den Export von Schnittholz: Im vergangenen Jahr wurden rund eine Millionen Kubikmeter im Hafen zwischengelagert, auf Seeschiffe verladen, überwiegend Richtung Nordafrika, Spanien und Großbritannien. Jetzt rückt China ins Blickfeld. Es wurden 20 000 Kubikmeter Schnittholz in die chinesischen Häfen Nansha und Shanghai auf den Weg gebracht . Das Besondere dabei, so Schnabel: Das Holz wird als Stückgut transportiert und nicht wie bisher üblich in Containern. Er sieht dies als Start in einen neuen Markt und sagt: „ Auch in Zukunft erwarten wir im Hafen Orrskär weiteres Wachstum und die Generierung von neuen Zielmärkten. China sehen wir als einen Markt der Zukunft.“
rp/sh:z
  Copyright WiMi SH danke Herr Mayer Herr Haase

Sasol Germany GmbH, Werk Brunsbüttel 22.11.2002 Chemie Industrie Dithmarschen Fabrik

Flüssiggas im Norden – die große Wette auf die Zukunft
Terminal in Brunsbüttel, Förderanlagen in Russland: Wie LNG die Energie-Märkte durcheinander wirbelt
Der Gastanker „Christophe de Margerie“ im Hafen von Sabetta auf der Jamal-Halbinsel im Norden Russlands. Er gilt als das derzeit größte eisbrechende Schiff der Welt. Künftig soll eine Flotte von 15 solcher Tanker Flüssigerdgas nach Asien und Europa bringen.
Foto: dpa
http://www.hansa-online.de/studie-untersucht-potenzial-fuer-lng-an-deutscher-kueste/?p=61434
Copyright Hansa Online

Studie untersucht Potenzial für LNG an deutscher Küste

Print Friendly
Eine LNG-Potenzialstudie untersucht die Möglichkeiten für den Aufbau einer Flüssiggas-Versorgungsinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste und vergleicht potenzielle Standorte. Auftraggeber sind die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die MARIKO GmbH aus Leer in ihrer Funktion als Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen, der Maritime Strategierat Weser-Ems und die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV). Liquefied Natural Gas ist nach Ansicht der Beteiligten für die Schifffahrt der saubere Treibstoff der Zukunft und darüber hinaus schon heute in vielen Ländern eine wichtige Säule der Energieversorgung. Allerdings fehle derzeit in Deutschland sowohl eine Versorgungsinfrastruktur in den Seehäfen als auch ein Importterminal an der deutschen Nordseeküste, betonen IHK, WHV e.V. und MARIKO gemeinsam. »Als weltweit viertgrößte Volkswirtschaft dürfen wir den Anschluss an den Energiemarkt der Zukunft nicht verlieren. Die Schaffung einer Infrastruktur wird hierzulande die Nutzung von flüssigem Erdgas sowohl als Energie- und Industrierohstoff als auch als Treibstoff für die Schifffahrt und den Schwerlastverkehr verstärken«, so die Initiatoren.

Vernetzter Ansatz soll neue Einsichten ermöglichen

Mit Merkel Energy und CPL aus Rostock habe man »kompetente und bestens vernetzte« Partner gefunden, die neben der Standortanalyse für die LNG-Infrastruktur die potenziellen Gasverbraucher ermitteln sollen, um in einer Gesamtbetrachtung die kritische Masse für Infrastruktur aufzuzeigen. Nautitec werde darüber hinaus die nautischen Aspekte betrachten. Mit diesem Ansatz hebe sich das beauftragte Gutachten deutlich von bisherigen Studien ab. Die Frage, ob die Errichtung einer nationalen Versorgungsinfrastruktur erforderlich sei, werde derzeit in Deutschland nicht einheitlich beurteilt. Mit der Potenzialanalyse werde eine qualifizierte Grundlage für die weitere Diskussion mit Marktteilnehmern und politischen Akteuren geschaffen, um Flüssiggasinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste aufzubauen. Hierzu werde der umfassende Vergleich potenzieller Standorte im Hinblick auf ihre Eignung und Alleinstellungsmerkmale für derartige Infrastrukturen wesentlich beitragen. Mit den Ergebnissen der Studie sei im August 2017 zu rechnen.
Hamburg Copyright Norddeutsche Rundschau
Copyright Jurij S,MarineTraffic
LNG – diese drei Buchstaben genügen derzeit, um Politiker und Wirtschaftslenker in Euphorie zu versetzen. Ganz gleich, ob es um ein Import-Terminal in Brunsbüttel oder eine schwimmende LNG-Tankstelle im Hamburg Hafen geht: Flüssigerdgas ist die neue Zauberformel. Mit LNG will Europa seine Abhängigkeit von Ländern wie Russland verringern und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ob die Energie-Revolution jedoch gelingt, bleibt abzuwarten. LNG (Liquified Natural Gas) ist Erdgas, das auf minus 160 Grad heruntergekühlt wird und dabei vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Und: „Es ist eine Wette auf die Zukunft“, wie André Wolf, Forscher am Hamburgischen Weltwirtschafts Institut (HWWI), sagt. Dass sich LNG und ein Import-Terminal in Deutschland gegenwärtig rechnen, sieht er zwar nicht. Doch die Zukunft könnte anders aussehen. „Das Anbieter-Portfolio ist relativ weit differenziert“, erklärt Wolf. Und das könnte nach seiner Einschätzung zu einem zunehmenden Wettbewerb führen. Denn anders als klassisches Erdgas kann LNG per Schiff global gehandelt werden. Ohne Pipeline.
Russland investiert Milliarden in neue Technik
Fracking hat in den USA einen regelrechten Gas-Boom ausgelöst. In den vergangenen Jahren haben US-Konzerne Milliarden-Beträge investiert, um das billige Schiefergas verflüssigen und rund um die Welt verschicken zu können. Und diese Ambitionen sind ungebrochen. „Der Drang der Amerikaner den Markt mit Schiefergas zu fluten, wird nicht zurückgehen“, zeigt sich Wolf überzeugt. Vor der Küste Australiens wird mit Gorgon derzeit das größte Flüssiggas-Förderprojekt der Welt umgesetzt. Obendrein mischen Länder wie Katar mit gewaltigen Erdgas-Vorräten mit. Das Angebot von LNG wächst also – zum Teil schneller als die Nachfrage, was die Preise drückt. „Das Wachstum der LNG-Nachfrage dürfte zwischen 2015 und 2030 zwischen vier und fünf Prozent pro Jahr liegen und damit doppelt so schnell steigen wie die Nachfrage nach Erdgas“, gibt aber Maarten Wetselaar, der bei Shell für den Bereich Gas und neue Energien verantwortlich ist, zu bedenken. Interessant ist Flüssiggas aus Sicht von HWWI-Experte Wolf neben Schiffs- und LKW-Antrieben vor allem für die „energie-intensive Großindustrie“. Tatsächlich war dies auch einer der Gründe, die im Falle des Import-Terminals in Brunsbüttel den Ausschlag gegeben haben. Mit dem angrenzenden Chemcoastpark stehen die LNG-Abnehmer dort nämlich gleich bereit. „Man könnte sich vorstellen, dass LNG Öl verdrängt“, sagt Ökonom Wolf. Das emissionsarme LNG würde so zum Puzzelstück bei der Energiewende – und obendrein die Abhängigkeiten von einzelnen großen Öl- und Gas-Versorgern wie Russland verringern. Doch die künftige Rolle, die LNG spielen könnte, hat auch der weltgrößte Gasexporteur inzwischen erkannt – und drängt mit aller Gewalt in diesen Markt. Auf der russischen Jamal-Halbinsel stampft der Konzern Novatek gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Total, dem chinesischen Staatskonzern CNPC und einem chinesischen Staatsfonds eine riesige Anlage zur Erdgas-Verflüssigung aus dem Boden. Kostenpunkt: Mehr als 25 Milliarden Euro. Eine gigantische Wette. Ob sie aufgehen wird, bleibt abzuwarten.
Till H. Lorenz

Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden

Start Schifffahrt EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

Print Friendly
Die finnische Reederei Containerships Oy erhält von der EU und der Nordic Environment Finance Corporation (NEFCO) insgesamt 22 Mio. € Zuschuss für die geplanten LNG-Feederschiffe. Der größere Teil der EU-Fördersumme fließt direkt in die Anschaffung der Containerschiffe. Mit dem restlichen Betrag in Höhe von gut 6 Mio. € soll der Aufbau der benötigten Infrastruktur, also eines LNG-Terminal-Netzwerkes, mitfinanziert werden. Von der NEFCO kommen weitere 5 Mio. €. Das teilte die finnische Reederei jetzt mit. Containerships hat insgesamt vier Dual-Fuel-Schiffe mit je 1.400 TEU bei Wenchong Shipyard in China auf eigene Rechnung bestellt und erst kürzlich zwei weitere von vier Optionen gezogen. Die Ablieferung erfolgt ab Ende 2018. Bauaufsicht und Projektsteuerung liegen bei der deutschen Reederei Nordic Hamburg. Auch Arkon Shipping ist bei dem Projekt mit im Boot. Bereits im vergangenen Jahr hatte Containerships einen Versorgungsvertrag mit Shell unterzeichnet. Gebunkert werden soll zunächst in Rotterdam, eine Betankung reiche für einen kompletten Rundlauf. Containerships will nach eigenen Angaben selbst 150–200 Mio. € investieren, um komplette LNG-Logistikketten zu schaffen. Dazu soll auch die Lkw-Flotte auf Gasbetrieb umgerüstet werden. Der Fuhrpark soll von aktuell rund 40 auf 150 bis 200 Einheiten ausgebaut werden.
Brunsbüttel vor Technologie-Sprung: Niederländischer Konzern bereitet LNG-Terminal vor –  450 Millionen-Investition
Tanker in der Elbe
Elbehafen Brunsbüttel: Von hier aus soll künftig die LNG-Versogung Norddeutschlands organisiert und umgesetzt werden
Nun ist es amtlich: Der niederländische Konzern Gasunie (Groningen) will in Brunsbüttel ein LNG-Terminal (Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung für Deutschlands erste und bislang einzige LNG-Einrichtung wird zwar erst 2018 fallen, aber klar ist: Die Detailplanungen für die schätzungsweise 450 Millionen Euro schwere Investition laufen nun an, nachdem sich Brunsbüttel in einem harten Wettbewerb gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal bereits Anfang der 2020er-Jahre ans Netz gehen. albigSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe damit durchaus Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Meyer_FSGWirtschaftsminister Meyer, dessen Mitarbeiter die monatelangen Verhandlungen eng begleitet hatte, sprach ebenfalls von einem industriepolitischen Meilenstein: (Audiopfeil klicken) Audio-Player
00:00
00:00
Wie Meyer weiter sagte, solle gleichzeitig in Brunsbüttel die geplante und vom Land geförderte Multi-Purpose-Pier realisiert werden, über die künftig auch das LNG umgeschlagen werden wird. „Die Landesregierung ist überzeugt, dass über die Schwerlastpier und  LNG hinaus noch weitere interessante wirtschaftliche Entwicklungen angestoßen werden können“, so Meyer. Laut Meyer trage das geplante Terminal zur Versorgungssicherheit und Diversifizierung des Gas-Imports bei. LNG sei ein Energieträger der Zukunft: insbesondere als Treibstoff im Verkehrssektor für LKW und Schiffe sorge das verflüssigte Gas für bedeutende Senkungen sowohl beim Kohlendioxid-Ausstoss als auch bei weiteren Schadstoffen. Meyer: „LNG ist der ideale Brückenenergieträger und ein wichtiger Baustein der Energiewende. Ein LNG-Terminal passt also bestens zu Schleswig-Holstein als Vorreiterland der Energiewende.“ GasunieFür die Westküste werde das Terminal nach den Worten des Ministers ein Industrie-Leuchtturm werden, mit Ausstrahlung weit über den echten Norden hinaus:  „Wir erwarten uns davon einen wirtschaftlichen Schub für die Region, sowohl in der Bauphase als auch später durch direkte und indirekte Ansiedlungen.“ Brunsbüttel habe sich aufgrund seiner perfekten Lage an der Elbemündung sowie der vorhandenen, erdgasverbrauchenden Industrie – unter anderem „Yara“, „Covestro“ und „Sasol“ – und sicherlich auch dank der intensiven politischen Unterstützung im Standortwettbewerb durchgesetzt, erklärte Meyer. Er machte zugleich klar, dass sich die Landesregierung auch in der nächsten Phase bis zur endgültigen Investitionsentscheidung dafür einsetzen werde, die Realisierung des Projekts zu gewährleisten. Ministerpräsident Albig: „Das LNG-Terminal in Verbindung mit der Multi-Purpose-Pier wird und muss das zentrale industriepolitische Projekt der nächsten Legislaturperiode werden.“ Albig und Meyer dankten vor allem dem Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports, Frank Schnabel, für dessen seit Jahren andauernden unermüdlichen Einsatz für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel. „Dieses hartnäckige Werben und Kämpfen hat sich gelohnt und verdient ebenso Respekt wie die Begleitung der mehrmonatigen Verhandlungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Industriereferat des Wirtschaftsministeriums“, sagte Albig. http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/brunsbuettel-bekommt-import-terminal-fuer-fluessiggas-id16502996.html Copyright Norddeutsche Rundschau

Riesige Investition : Brunsbüttel bekommt Import-Terminal für Flüssiggas

vom 3. April 2017

Das Projekt bedeutet eine enorme Stärkung des größten Industriegebiets in SH und hat deutschlandweit Relevanz.

Brunsbüttel | Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Nach Informationen des sh:z hat der niederländische Konzern Gasunie entschieden, in Brunsbüttel ein Import-Terminal für Flüssiggas (LNG) zu errichten. Das Projekt mit einem Umfang von rund 400 Millionen Euro wird seit Jahren verfolgt, zuletzt stand Brunsbüttel in Konkurrenz zu Standorten in Niedersachsen. Gasunie hat am Montag auf Anfrage bestätigt, dass Brunsbüttel die besten Möglichkeiten zur Entwicklung eines LNG-Terminals biete. Das Unternehmen wolle sich nun auf den Standort konzentrieren. LNG gilt als Schiffstreibstoff der Zukunft. Vor allem aber soll das Terminal die Abhängigkeit Deutschlands von Gas-Lieferanten wie Russland reduzieren. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich hoch zufrieden. „Das ist ein Riesenerfolg für die Westküste“, sagte Meyer. Es sei ein großer Erfolg für den Standort Brunsbüttel. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klar zu machen“, so der Minister weiter. Meyer wies darauf hin, dass sich Brunsbüttel damit auch gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt habe, ohne namentlich auf diese einzugehen. Zuletzt war unter anderem Stade für das Terminal von Gasunie im Gespräch gewesen. Der Speicher soll 200.000 Kubikmeter Gas aufnehmen können und auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im ChemCoastPark Brunsbüttel gebaut werden. Die endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus, sie soll voraussichtlich bis 2018 fallen. Hafenchef Frank Schnabel hat bei Brunsbüttel als dem idealen Standort für ein LNG-Terminal schon seit Jahren keine Zweifel. Es sei nicht nur die ideale Lage an Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Es sei vor allem Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet, was für ihn den Bau eines Import-Terminals mit einer Kapazität von 200.000 Kubikmetern rechtfertigt. Die chemischen Werke benötigten jährlich rund 800 Millionen Kubikmeter Gas. Im Winter, weiß Schnabel, reiche die Erdgasversorgung zuweilen nicht aus, dann müsse mit Heizöl gepuffert werden. Flüssiggas vor Ort biete sich als ideale und umweltfreundliche Lösung an. Bei LNG wird Gas zunächst verflüssigt und kann später wieder zurück in Gas gewandelt werden. Die Bundesregierung verfolgt seit Längerem Pläne zur Errichtung eines nationalen Terminals, um die Bundesrepublik so unabhängiger von Gas-Lieferungen aus Russland zu machen. Andere europäische Länder verfügen bereits über vergleichbare Terminals, um die nationale Gas-Versorgung zu sichern.
zur Startseite

von Till H. Lorenz, shz.de erstellt am 03.Apr.2017 | 15:15 Uhr

EPaper | shz.de
Flüssiggas-Terminal soll nach Brunsbüttel
Vorentscheidung im Standortpoker – Investitionen von 400 Millionen Euro möglich
Brunsbüttel
Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Der niederländische Konzern Gasunie hat sich beim Bau des ersten deutschen Import-Terminals für Flüssiggas (LNG) für die Schleusenstadt als Standort entschieden. Das bestätigte das Unternehmen gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Den Plänen nach soll das Terminal mit einer Kapazität von 200 000 Kubikmetern auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im Chemcoastpark Brunsbüttel errichtet werden. Die Investitionen bei dem Projekt belaufen sich nach früheren Angaben auf rund 400 Millionen Euro. Eine endgültige Investitionsentscheidung der Niederländer wird für Ende 2018 erwartet. „Wir waren sehr zuversichtlich, sind aber dennoch erleichtert über die nun für Brunsbüttel getroffene Entscheidung in diesem Standortwettbewerb“, sagte Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH sowie Sprecher der Werkleiterrunde des Chemcoastpark Brunsbüttel. Insbesondere die herausragenden Eigenschaften des Industrie- und Hafenstandortes Brunsbüttel und die potenziellen Nutzungsmöglichkeiten von LNG am Standort hätten für sich gesprochen, sagte Schnabel. Die LNG-Technik und der Aufbau eines nationalen Terminals gelten als wichtige Schritte, um Deutschlands Abhängigkeit von Gaslieferanten wie Russland zu verringern. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt, entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klarzumachen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Brunsbüttel habe sich gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt, sagte er. Tatsächlich hatte Niedersachsen zuletzt massiv mit den Standorten Wilhelmshaven und Stade um die Gunst der Niederländer gebuhlt. Bei Gasunie hieß es gestern lediglich, dass verschiedene Standorte geprüft worden seien. Im Ergebnis habe sich gezeigt, „dass Brunsbüttel die besten Voraussetzungen für die Entwicklung eines LNG-Terminals“ biete. Die Entscheidung der Niederländer steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
til/lpe
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Schifffahrt News, Entwicklung Containerschifffahrt von 2006 - 2017, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

Schreibe einen Kommentar