Schifffahrt Starker Zuwachs bei Güterumschlag der Binnenschifffahrt

Dortmunder Hafen meldet Umschlagszahlen für die ersten drei Quartale 2015

Mit einem Güterumschlag von 2,15 Millionen Tonnen erzielte der Dortmunder Hafen von Januar bis September 2015 das gleiche hohe Umschlagsniveau wie im Vorjahr 2014.

„Mit den Umschlagsergebnissen für die ersten drei Quartale 2015 können wir das Niveau des erfolgreichen letzten Jahres halten. Die geplanten Umschlagszahlen wurden damit um knapp sechs Prozent übertroffen“, sagt Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG.
Düsseldorf. Der Warenumschlag in den Häfen von Nordrhein-Westfalen wächst. Im ersten Halbjahr 2015 wurden dort 64 Millionen Tonnen Güter umgesetzt, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das waren 1,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014. Fast ein Viertel der Fracht war als Gefahrgut eingeordnet. Vor allem die Beförderung mit Containern legte zu.

Motor der Entwicklung sind die Häfen im Rheingebiet: Hier wurde mit über 50 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2015 der Löwenanteil der Waren umgeschlagen
dpa/Armin Weigel Der Binnenhafen ist der umschlagsstärkste an der Donau.
In den bayerischen Häfen an Main und Donau sind im ersten Halbjahr 2014 deutlich mehr Güter umgeschlagen worden als im Vorjahreszeitraum.

Wie das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung am Dienstag in München mitteilte, stieg der Güterumschlag um rund ein Drittel auf 4,14 Millionen Tonnen. Besonders stark war das Wachstum mit 70 Prozent bei den Donauhäfen. Meist hatten die Schiffe landwirtschaftliche Erzeugnisse oder Erze, Steine und Erden geladen. Umschlagsstärkster Hafen am Main war Aschaffenburg, an der Donau lag Regensburg vorne.
Nicht nur die Seeschifffahrt litt 2011 unter den weltwirtschaftlichen Pro­blemen. Auch auf den Flüssen wurden weniger Güter transportiert. Wie die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) jetzt anlässlich ihrer Frühjahrstagung in Straßburg mitteilte, gingen die Transportmengen im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zurück. Auch für das laufende Jahr rechnet die ZKR nicht mit einem Anziehen der Nachfrage. mehr

Der Gesamtgüterumschlag ZARA-Häfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam)

Die deutschen Häfen werden 2013 nicht das Ergebnis wie im Vorjahr erreichen. Beim Güterumschlag wird es nach Mitteilung des Zentralverbandes der Deutschen Seehäfen (ZDS) in diesem Jahr ein Minus von etwa vier Millionen Tonnen geben. Grund ist dabei auch die wieder wachsende Konkurrenz der Häfen Rotterdam und Antwerpen.
In order to meet increasing demand in the future and to maintain its leading role, the Rotterdam port must expand. With the construction of Maasvlakte II, a high-grade location is being created in the heart of the European market so that the port can continue to progress from 2013.
NRW-weite Verkehrsumfrage der IHKs zeigt: Unternehmen am Niederrhein sehen größere Bedeutung von Schiene & Wasserstraße
Dieses Verkehrsaufkommen wird auch zu-
künftig durch die ambitionierten Ausbaupläne der ZARA-Häfen und der Ent-
wicklung des Welthandels wohl weiter ansteigen.
Für mehr als ein Drittel des Containerumschlags der ZARA-Häfen ist Deutsch-
land Ziel- oder Transitland. Die ZARA-Häfen haben in den letzten zehn Jahren
ein rasantes Wachstum vollzogen. Der Containerumschlag hat sich in dieser Zeit
fast verdoppelt. Auch wenn sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren ver-
langsamen sollte, wird der Güterumschlag im Hinterlandverkehr weiterhin deut-
lich zunehmen. mehr

Nord-Ostsee-Kanal : Autos kommen nicht rüber Rauch im Kanal Teil 2

Die alten Fähren auf dem Nord-Ostsee-Kanal müssen noch länger durchhalten, als es bislang geplant war. Der Austausch der Flotte verzögert sich erneut. Das teilte die Generaldirektion der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf Nachfrage der Landeszeitung mit. Nach der ursprünglichen Planung sollte bereits in diesem Jahr das erste neue Schiff in Betrieb gehen (wir berichteten). Davon ist die Behörde jedoch weit entfernt, denn der Auftrag ist noch nicht einmal ausgeschrieben. Unterdessen wird auch das Fährpersonal nach und nach ausgewechselt. Schiffsführer und Decksleute sollen auf lange Sicht nicht mehr im öffentlichen Dienst stehen. Stattdessen steuern künftig private Unternehmen die Fähren.
Die Wellen plätschern sanft um Bug und Heck, gemächlich schiebt sich die Fähre weg vom Anleger Rendsburg, hinüber nach Schacht-Audorf. Das Knattern des Schiffsmotors nimmt Jürgen Stöcken schon lange nicht mehr wahr. 30 Jahre lang arbeitete er als Matrose auf der Fähre Nobiskrug. Gestern war sein letzter Arbeitstag.

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