Containerschiff Stimmungsschwankungen im Ratengefüge Teil 3

Arbeitsleben von Seeleuten Großer Pott, große Depression

Heimweh, Übermüdung, Psychosen: Die Arbeit auf einem Schiff belastet Seeleute extrem, zeigt eine Studie. Dabei ließe sich der Bordalltag mit wenig Aufwand erheblich verbessern.
Bei den norddeutschen Reedern hat sich die Geschäftsstimmung deutlich aufgehellt, so das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Nord. Dagegen hat sich im Schiffbau und in der Hafenwirtschaft das Geschäftsklima im Vergleich zum Herbst 2016 eingetrübt.

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen Copyright Nordeutsche Rundschau
Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig
Die Erholung an den Chartermärkten für Containerschiffe und Bulker setzte sich vergangene Woche fort. Obwohl beide Märkte völlig unterschiedlich ticken, gibt es eine Gemeinsamkeit: Je größer das Schiff, desto höher die Ratensteigerungen.rotz einer erneut positiven Entwicklung der Auflieger-Flotte in der Containerschifffahrt wird eine weitere Schrumpfkur vorerst nicht erwartet.

Mitte Mai war so wenig Transportkapazität beschäftigungslos wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Insgesamt lagen 175 Schiffe auf, gemeinsam haben sie Stauraum für knapp 503.000 TEU – das sind rund 2,5% der weltweiten Containerschiffsflotte – wie aus aktuellen Marktdaten des Branchendienst Alphaliner hervorgeht.

Mit 151 Schiffen beziehungsweise 86% machen nach wie vor Charter-Schiffe den überwiegenden Teil der A

Kurz vor Inkrafttreten der neuen Allianzstrukturen in der Containerschifffahrt suchen die Carrier den Trampmarkt weiter nach den größten verfügbaren Schiffen ab. Glück für solche Reeder, die noch Einheiten »spot« oder »prompt« haben und nun Beschäftigung zu Tagessätzen vereinbaren können, die noch vor einigen Wochen illusorisch erschienen.
Seit Jahren beklagen Experten, dass die Schifffahrtsbranche zu fragmentiert ist. Die Vielzahl von Carriern und der Umstand, dass die Verkehrsnachfrage von ihnen nicht direkt beeinflussbar ist, sorgen traditionell für harte zyklische Ausschläge, was die Ertragslage angeht. 2016 war wieder so ein Jahr zum Abhaken. Erhebliche Überkapazitäten in Folge eines hohen Flottenausbaus in der Containerschifffahrt stürzten viele Carrier in den ersten neun Monaten tief in die roten Zahlen.
Verbreiterter Panama-Kanal macht viele der Container-Schiffe, die das Land übernommen hat, zum Auslaufmodell
Kiel

Jahrelang hat der Kapitän Martin W. sein Schiff heil um alle Untiefen auf den Weltmeeren gesteuert. Vor drei Wochen setze er den erst 15 Jahre alten Containerfrachter mit Karacho auf den Strand – absichtlich. Die anstehenden Kosten für die alle fünf Jahre notwendige Klassifikation (Schiffs-TÜV) waren dem Reeder zu hoch. Die Schiffsfriedhöfe in Alang in Indien, Panyu in China und Chittagong in Bangladesch sind derzeit für viele Kapitäne die allerletzte Destination, die sie zur Verschrottung ansteuern. Auch bei etlichen Schiffen, die die Kieler Finanzministerin im vergangenen Juni der HSH Nordbank abgenommen hat, steht demnächst die Pflichtuntersuchung des kompletten Schiffsbetriebs an. „Nach unseren Informationen bewegen sich die Kosten, die für die Klassifikation anfallen, im hohen zweistelligen Millionenbereich“, rechnet FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki gestern vor. Geld, das die Schiffe derzeit – und wohl auch in absehbarer Zukunft – nicht verdienen werden.
Wie berichtet wollen die drei japanischen Konkurrenten, Nippon Yusen (NYK), Mitsui OSK (MOL) und Kawasaki Kisen Kaisha (K-Line) ab April 2018 ihre Flotten unter einem noch unbekannten Namen vereinen. Damit wollen sie jährlich eine Milliarde Euro einsparen. Mit einem Marktanteil von künftig sieben Prozent entsteht dabei die sechstgrößte Containerlinie, wie der Branchendienst Alphaliner vorrechnet. Mit einer Transportkapazität von 1,47 Millionen Standardcontainern (TEU) liegen die Japaner dann nur noch knapp hinter Hapag-Lloyd, die die Fusion mit der UASC an Jahresende vollziehen will.
Schon seit drei Tagen liegt ein großes Containerschiff am Eurogate-Terminal, ohne dass die Ladung gelöscht wird. Denn die „Europe“ gehört der Pleite-Reederei Hanjin aus Südkorea und ist beschlagnahmt worden. Gläubiger haben Angst, dass sie ihre Außenstände sonst nicht wieder reinholen können.
Der verschärfte Preiskampf hatte Hapag-Lloyd im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt. In den Monaten April bis Juli fuhr das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Verlust von 99 Millionen Euro ein. Seit Jahresbeginn hat die Reederei damit ein Netto-Minus von 142 Millionen Euro verbucht. Auf der Hauptversammlung am Freitag sollen die Aktionäre einer Kapitalerhöhung von 400 Millionen Euro zustimmen.

Positiv wertete Habben Jansen den zuletzt starken Rückgang der Schiffsbestellungen. Zudem würden unwirtschaftliche Schiffe zunehmend verschrottet. Die Reederei-Branche ist derzeit von zahlreichen Übernahmen geprägt – dies werde den Markt auch entlasten, schätzte der Manager. Hapag-Lloyd etwa beschloss eine Fusion mit dem arabischen Anbieter UASC mehr

09/14 WSV Reform Teil 3 Dobrindts Verwaltung der Wasserstraßen fehlen Fachkräfte Berlin

Doch die Kritik fällt scharf aus. So fühlt sich die SPD von Dobrindt schlecht informiert, verlangt

Aufklärung. „Sollte es zu falschen Mehrausgaben und damit Mindereinnahmen bei der

Lkw-Maut gekommen sein, muss der Deutsche Bundestag vom Minister umgehend informiert

werden und zwar noch vor der Bundestagswahl“, erklärte Martin Burkert (SPD), Chef des

Verkehrsausschusses, am Montag im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. „Bisher

hat es für uns als Abgeordnete keinerlei Informationen dazu gegeben. Wir können uns

keine Löcher im Verkehrshaushalt erlauben, brauchen Geld für unsere Straßen, Schienen und Wasserstraßen.“
Die Beratungen zum Bundeshaushalt sind damit noch nicht zu Ende: Am 10. November findet die Schlussberatung statt, die so genannte Bereinigungssitzung oder „Nacht der langen Messer“. Dort werden wir uns für einen massiven Personalaufwuchs bei der Wasserstraßen- und Schiff- fahrtsverwaltung insbesondere im Norden zu Gunsten der milliardenschwe- ren Investitionsvorhaben am Nord-Ostsee-Kanal, am Elbe-Lübeck-Kanal, am Hafen Rostock und an der Schleuse Scharnebeck starkmachen, damit der bisherige blamable Investitionsstau des Verkehrsministers bei Wasserstra- ßen und Häfen endlich zuverlässig beendet wird. Weiterhin liegen uns bei der anstehenden Stärkung der Bundespolizei nicht nur die zugesagte Finan- zierung der drei Küstenwachboote für 165 Mio. Euro am Herzen, sondernauch die Stärkung der Bundespolizei Küste mit ihrem erfolgreichen Ausbil- dungszentrum in Neustadt insgesamt.“

Neue revierbezogene Ämterstruktur der WSV steht fest

(lifePR) (Berlin, 17.06.2016) Die neue Ämterstruktur der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) steht fest. Die derzeit 39 Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter (WSÄ) werden zukünftig zu 17 Revieren zusammengeführt. Die neue Struktur ermöglicht der WSV, ihre Arbeit vor Ort noch stärker auf die Anforderungen des jeweiligen Reviers auszurichten. Die Einteilung der Reviere wurde in enger Abstimmung mit den Beschäftigten erarbeitet. Alle Standorte der jetzigen Ämter bleiben erhalten.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeigt sich sehr erfreut über die nächste Stufe der WSV-Reform:

Mit der neuen revierbezogenen Ämterstruktur sichern wir die WSV-Arbeit auf hohem Niveau. Damit bleibt die WSV, was sie auszeichnet: Kompetent, leistungsstark und zuverlässig in der Region verwurzelt.
Etwa die Hälfte des Geldes entfallen nach Angaben des Verkehrsministeriums auf die Straße, 41,3 Prozent auf die Schiene und 9,3 Prozent auf Wasserstraßen. Mehr als zwei Drittel sind für den Erhalt von bereits vorhandenen Verkehrsstrecken vorgesehen. Außerdem sollen „Engpässe“ mit einer Gesamtlänge von 1700 Kilometern auf Autobahnen und 700 Kilometern auf der Schiene beseitigt werden. mehr

Hafen : Neuer Schiff-Shuttle für Container Elbe Hamburg Brunsbüttel Teil 2 seit 2011

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen Copyright Nordeutsche Rundschau
Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig
Hafengruppe steigert Umschlag auf 15 Millionen Tonnen
Brunsbüttel

Unverändert auf Wachstum ausgerichtet ist Brunsbüttel-Ports. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Zahlen für das vergangene Jahr hervor.

Demnach steigerten Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor den Umschlag auf 12 Millionen Tonnen – das sind rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einmal mehr steigerte das Unternehmen den Stückgüterumschlag.
Ein Projekt soll wieder aufleben: Binnenschiffe statt Lkw bringen Container von den Unterelbehäfen nach Hamburg und entlasten so die Zufahrtstraßen in den Hafen der Hansestadt. mehr

Schifffahrt Starker Zuwachs bei Güterumschlag der Binnenschifffahrt

Dortmunder Hafen meldet Umschlagszahlen für die ersten drei Quartale 2015

Mit einem Güterumschlag von 2,15 Millionen Tonnen erzielte der Dortmunder Hafen von Januar bis September 2015 das gleiche hohe Umschlagsniveau wie im Vorjahr 2014.

„Mit den Umschlagsergebnissen für die ersten drei Quartale 2015 können wir das Niveau des erfolgreichen letzten Jahres halten. Die geplanten Umschlagszahlen wurden damit um knapp sechs Prozent übertroffen“, sagt Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG.
Düsseldorf. Der Warenumschlag in den Häfen von Nordrhein-Westfalen wächst. Im ersten Halbjahr 2015 wurden dort 64 Millionen Tonnen Güter umgesetzt, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das waren 1,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014. Fast ein Viertel der Fracht war als Gefahrgut eingeordnet. Vor allem die Beförderung mit Containern legte zu.

Motor der Entwicklung sind die Häfen im Rheingebiet: Hier wurde mit über 50 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2015 der Löwenanteil der Waren umgeschlagen
dpa/Armin Weigel Der Binnenhafen ist der umschlagsstärkste an der Donau.
In den bayerischen Häfen an Main und Donau sind im ersten Halbjahr 2014 deutlich mehr Güter umgeschlagen worden als im Vorjahreszeitraum.

Wie das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung am Dienstag in München mitteilte, stieg der Güterumschlag um rund ein Drittel auf 4,14 Millionen Tonnen. Besonders stark war das Wachstum mit 70 Prozent bei den Donauhäfen. Meist hatten die Schiffe landwirtschaftliche Erzeugnisse oder Erze, Steine und Erden geladen. Umschlagsstärkster Hafen am Main war Aschaffenburg, an der Donau lag Regensburg vorne.
Nicht nur die Seeschifffahrt litt 2011 unter den weltwirtschaftlichen Pro­blemen. Auch auf den Flüssen wurden weniger Güter transportiert. Wie die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) jetzt anlässlich ihrer Frühjahrstagung in Straßburg mitteilte, gingen die Transportmengen im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zurück. Auch für das laufende Jahr rechnet die ZKR nicht mit einem Anziehen der Nachfrage. mehr

Der Gesamtgüterumschlag ZARA-Häfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam)

Die deutschen Häfen werden 2013 nicht das Ergebnis wie im Vorjahr erreichen. Beim Güterumschlag wird es nach Mitteilung des Zentralverbandes der Deutschen Seehäfen (ZDS) in diesem Jahr ein Minus von etwa vier Millionen Tonnen geben. Grund ist dabei auch die wieder wachsende Konkurrenz der Häfen Rotterdam und Antwerpen.
In order to meet increasing demand in the future and to maintain its leading role, the Rotterdam port must expand. With the construction of Maasvlakte II, a high-grade location is being created in the heart of the European market so that the port can continue to progress from 2013.
NRW-weite Verkehrsumfrage der IHKs zeigt: Unternehmen am Niederrhein sehen größere Bedeutung von Schiene & Wasserstraße
Dieses Verkehrsaufkommen wird auch zu-
künftig durch die ambitionierten Ausbaupläne der ZARA-Häfen und der Ent-
wicklung des Welthandels wohl weiter ansteigen.
Für mehr als ein Drittel des Containerumschlags der ZARA-Häfen ist Deutsch-
land Ziel- oder Transitland. Die ZARA-Häfen haben in den letzten zehn Jahren
ein rasantes Wachstum vollzogen. Der Containerumschlag hat sich in dieser Zeit
fast verdoppelt. Auch wenn sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren ver-
langsamen sollte, wird der Güterumschlag im Hinterlandverkehr weiterhin deut-
lich zunehmen. mehr