Millionen-Auftrag für die Peters-Werft: Die marode Viermastbark „Peking“ soll in Wewelsfleth schick gemacht werden.

Combi Lift nimmt »Peking« huckepack
Bis Ende nächsten Jahres liegt die „Peking“ im Trockendock in Wewelsfleth. Der Werftaufenthalt dauert zweieinhalb Jahre.mehmel(3)
Neue Nachrichten aus der Werft! Entgegen den ursprünglichen Plänen ist es doch nicht nötig, den kompletten Boden zu erneuern. Es war möglich, den 1932 in England als Ballast eingebrachten Beton restlos zu entfernen. Und die Stahlplatten des Unterwasserschiffes weisen zum großen Teil noch die notwendige Stärke auf. News from the drydock! There is no need to renew the complete bottom. It was possible to remove the concrete that came in 1932 into the ship. And the biggest part of the steel of the ships bottom is strong enough for the next decades.
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Wewelsfleth Am künftigen Aushängeschild für das geplante Hamburger Hafenmuseum hat jetzt die eigentliche Arbeit begonnen. Die 115 Meter lange und mehr als 100 Jahre alte Viermastbark „Peking“ liegt auf der Wewelsflether Peters Werft für eineinhalb Jahre im Trockendock. Dort wird im Auftrag der Stiftung Hamburg Maritim der Frachtsegler mit einem Kostenaufwand von rund 25 Millionen Euro von Grund auf restauriert. Das maritime Erbe soll dann in der Hansestadt Museumsschiff werden. vm

 
Die vier großen Masten waren zuvor abmontiert worden und liegen nun ebenfalls für eine Überarbeitung bereit.
So sieht es auf dem Deck aus: Auch die Aufbauten müssen restauriert oder sogar komplett neu erstellt werden.

Wewelsfleth Fast scheint es, als sperre sich die „Peking“ ein wenig gegen ihre bevorstehende Grundsanierung. Auf Kurs gehalten vom werfteigenen Schlepper „Primus“ landet die historische Viermastbark nach mehreren Anläufen dann aber doch im Trockendock der Wewelsflether Peters Werft. Mitarbeiter hatten in dem Bassin zuvor die Pallen passgenau für den Rumpf des 100 Jahre alten Seglers ausgerichtet und anschließend das Störwasser wieder hineingelassen. Nachdem die „Peking“ dann auch in Position bugsiert worden ist, kann sie in fast schon majestätischer Manier ins Trockendock hineingleiten.

Immer wieder mit Hilfe von schweren Stahlseilen nachjustiert füllt die Bark zumindest von der Länge her fast komplett das 120-Meter-Dock aus. Am einen Ende ragt nur noch der Klüverbaum ins Freie. Die großen Stahlmasten waren zuvor bereits mit Hilfe eines Krans demontiert worden. Sie liegen nebenan bereit für eine Überarbeitung. Hinter der „Peking“ schlossen sich die Sperrtore in Richtung Stör. Gut zwei Stunden später liegt der stattliche Segler komplett im Trockenen. Erst voraussichtlich Ende nächsten Jahres wird die „Peking“ wieder in ihr Element zurückkehren. Zahlreiche Werftmitarbeiter verfolgen das Schauspiel – unter ihnen auch die beiden verantwortlichen Projektleiter: Alexandre Poirier (Stiftung Hamburg Maritim) und Lars Biemüller (Peters Werft). Letzterer blickt dem Vorhaben ausgesprochen entspannt entgegen: „Eigentlich ist es egal, ob ein Schiff 50 oder 100 Jahre alt ist.“ Und: „Stahl ist Stahl.“ Zunächst bekommen es der Schiffbaumeister und seine Leute aber mit einem Haufen Beton zu tun. Der Baustoff sorgt nämlich im Rumpf für den erforderlichen Ballast und muss Stück für Stück herausgeschnitten und per Kran weggehievt werden. Anschließend wird der Rumpf der „Peking“ neu aufgebaut und mit einer Art doppeltem Boden, der später Wasser als Ballast aufnehmen soll, ausgestattet. „Stahl, Holz und Farbe“, fasst Werftchef Mark Dethlefs den Anteil seines Unternehmens an der Wiederherstellung eines maritimen Erbes zusammen. Die größte Herausforderung? „Das Schiff optisch wieder so herstellen, dass man es vorzeigen kann.“ Dazu sollen auch so viele Bauteile wie irgendmöglich wiederverwendet werden. Von Wewelsfleth aus wird die „Peking“ allerdings direkt nach Hamburg ins noch geplante Hafenmuseum fahren. „Bis dahin sind es aber noch zweieinhalb Jahre harte Arbeit“, sagt Juniorchef Sebastian Dethlefs. Im Schnitt würden 30 bis 50 eigene Mitarbeiter an der „Peking“ arbeiten. Hinzu kämen je nach Bedarf 100 bis 300 externe Fachkräfte. „So etwas gibt es nur einmal im Leben eines Schiffbauers“, hatte Mark Dethlefs seiner Belegschaft mit auf den Weg gegeben. Und der noch junge Schiffbauingenieur Alexandre Poirier schwärmt: „Der Segler war damals 18 Knoten schnell. Das schaffen heute nicht einmal moderne Containerfrachter mit ihrem ,Slow Steaming’.“ Volker Mehmel

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Auf dem Weg in die Werft: Passt und hat Luft

 

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die nordreportage

die nordreportage: Zum letzten Mal über den Atlantik - Die "Peking" fährt heim
Montag, 28. August 2017, 18:15 bis 18:45 Uhr Mittwoch, 30. August 2017, 11:30 bis 12:00 Uhr
Eine stolze Viermastbark? Von wegen. Sie kann nicht mehr fahren, auch kaum noch im Dock stehen. Die "Peking" ist eine alte Rostlaube und soll nun in einem noch größeren "Dockschiff" über den Atlantik gebracht werden. Kann das gut gehen? Die "Peking" war doch schon so gut wie reif für den Schrott und Hochofen.

die nordreportage: Zum letzten Mal über den Atlantik

28.08.2017 18:15 Uhr
Die Viermastbark "Peking" ist eine alte Rostlaube und soll nun in einem noch größeren "Dockschiff" über den Atlantik gebracht werden. Kann das gut gehen?
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Vergessen seit den 1970er-Jahren

Noch vor zwei Jahren hätte niemand einen Euro darauf verwettet, dass dem legendären Flying P-Liner, 1911 gebaut bei Blohm + Voss, die Verschrottung erspart bleibt. Der einstige Stolz der Laeisz-Reederei war in den 1930er-Jahren nach England verkauft worden. Seit den frühen 1970er-Jahren fristete das Schiff in Manhattan, einem Stadtbezirk von New York City, unter der Brooklyn Bridge sein Gnadenbrot. Ein Museumsschiff mit verrosteten Schiffswänden und morschen, brüchigen Decks und kaum noch Besuchern.
Abschied von Manhattan. Die "Peking" wird nach Staten Island geschleppt, um reiseklar gemacht zu werden - für den Atlantik. © NDR/Uli Patzwahl, honorarfrei
Abschied von Manhattan. Die "Peking" wird nach Staten Island geschleppt, um reiseklar gemacht zu werden - für den Atlantik.

Wie kommt das Schiff nach Hamburg?

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat wirklich in allerletzter Minute das Schiff als Geschenk der US-Amerikaner übernommen, um daraus das Flaggschiff für das zukünftige Deutsche Hafenmuseum Hamburg zu machen. In der Peters Werft an der Elbe soll die "Peking" restauriert werden. Aber dahin muss sie erst einmal kommen. Und das geht nur mit Fachpersonal:
NDR.de Nachrichten
Das Traditionsschiff "Peking" © NDR Fotograf: Kerstin von Stürmer

"Peking" kommt im Juni nach Deutschland

Die Viermastbark "Peking" wird voraussichtlich im Juni aus den USA nach Deutschland überführt. Mehrere Werften wollen den Großsegler restaurieren - eine hat sich aus dem Rennen verabschiedet. mehr
Joachim Kaiser, Vorstand der Stiftung Hamburg Maritim, hat den Verfall der Viermastbark seit Jahrzehnten beobachtet. Mit seinem Sachverstand und seiner hanseatischen Begeisterung ist das Schiff bereits im September 2016 von Manhattan aus zu einer Werft nach Staten Island an die Ostküste der USA manövriert worden. Dort soll es reiseklar gemacht werden. Ben Lodemann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe, weiß aus seiner Zeit als Kapitän, wie Transporte von eigentlich unverschiffbarer Fracht gelingen können, an welchen Stellen der alte Segler doch noch belastbar ist und wo nicht. Seit Monaten macht er sich mit anderen Ingenieuren Gedanken, wie und wo die "Peking" im Dockschiff gelascht und sogar festgeschweißt werden muss, damit sie in der Dünung des Atlantiks nicht aus der Form und in sich zusammen fällt. Und schließlich muss Oleg Mamotenko, Kapitän des Dockschiffs "Combi Dock III" von der Bremer Reederei Combi Lift, genau wissen, was er seiner Spezialfracht auf dem Ozean zumuten kann und was nicht. Zum Glück hat er jemanden dabei, der die "Peking" täglich prüft: Joachim Kaiser ist als "technischer Überwacher" auf dem Transport mit dabei. Er wird doch "sein" Schiff nicht im Stich lassen, wenn es sich noch einmal der Herausforderung stellt, für die es die Hamburger einst gebaut haben: den Atlantik zu überqueren!
Kultur
Die Viermastbark Sedov © Stema Service Fotograf: Vallery Vasilivsky

Die schönsten Schiffe des Nordens

Traditionsschiffe sind die optischen Höhepunkte bei Hafenfesten und Großseglertreffen. Eine Auswahl geschichtsträchtiger Großsegler und Dampfschiffe im Porträt. mehr

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Die-Restaurierung-der-Peking-beginnt,hamj59228.html

 

https://www.youtube.com/watch?v=lwmXngKeHU8

 

Unter den Augen von tausenden von Schaulustigen trat der Frachtsegler „Peking“ die Reise nach Wewelsfleth an. Hier wird aus der Bark das Herzstück des neuen Hamburger Hafenmuseums

Es ist wie ein ganz normaler Auftrag“

Gespräch mit dem Chef der Wewelsflether Peters-Werft, Mark Dethlefs, über die Sanierung des historischen Frachtseglers „Peking“

„Wir sind auch auf unliebsame Überraschungen gut vorbereitet.“ Werftchef Mark Dethlefs vor dem Rumpf der arg sanierungsbedürftigen „Peking“. Mehmel

Wewelsfleth Die spektakuläre Rückholaktion der mehr als 100 Jahren alten Viermastbark „Peking“ war vergangene Woche nur der erste Schritt. Die eigentliche Herausforderung dürfte die Wiederbelebung des historischen Frachtenseglers sein. Bevor die „Peking“ zum Schmuckstück des geplanten Hamburger Hafenmuseums wird, wird sie auf der Wewelsflether Peters-Werft von Grund auf saniert und wieder instandgesetzt. Auch für Mark Dethlefs, geschäftsführender Gesellschafter des Traditionsunternehmens, ist es ein ungewöhnlicher Auftrag. Wir sprachen mit dem Werftchef über die besonderen Herausforderungen.

Herr Dethlefs, wie haben Sie es eigentlich geschafft, den attraktiven Auftrag gegen so renommierte Mitbewerber wie Blohm + Voss nach Wewelsfleth zu holen? Die Peters-Werft hat in der öffentlichen Ausschreibung mit einem guten Renovierungskonzept und einem marktkonformen Preis überzeugt.

Sie haben sich die „Peking“ für eine Bestandsaufnahme vorher ja auch in New York angesehen. Wie war da Ihr erster Eindruck? Wenn dieses Schiff keine so große historische Bedeutung hätte, wäre es eher ein Fall für die Verschrottung gewesen.

Die „Peking“ ist in dann per Dockschiff über den Atlantik in die alte Heimat zurückgebracht worden. Haben Sie da ein bisschen mitgezittert, ob das Schiff auch wirklich heil in der Werft ankommt? Wohl eher nicht, da die Verantwortung für den Transport bei dem Auftraggeber und der Reederei lag.

Die Peters-Werft kann auf viele Jahrzehnte Erfahrung im Schiffbau zurückblicken. Hat es in der Firmengeschichte schon einmal ein vergleichbares Projekt gegeben? Wir haben in der 145-jährigen Geschichte der Peters-Werft schon zahllose, umfangreiche und auch anspruchsvolle Refits und Reparaturen erfolgreich abgearbeitet. Richtig ist allerdings, dass wir meines Wissens nach noch nie ein Schiff, das in der späteren Nutzung als ein reines Museumsschiff dienen soll, also fahruntüchtig ist, so aufwendig instandsetzen sollen.

Gibt es neben der „Peking“ eigentlich noch genug Platz und Kapazitäten für andere Projekte? Gibt es, und wir werden auch in dem Zeitraum, in dem die „Peking“ an der Werft liegt, weiterhin unseren Kunden die umfangreichen Leistungen der Werft anbieten können.

Wo liegt für Sie denn die besondere Herausforderung bei der Wiederherstellung eines mehr als 100 Jahre alten Frachtseglers? Im Wesentlichen wird es der fachgerechte Umgang mit der ausgesprochen maroden Struktur des Schiffes sein.

Werden für die Sanierungsarbeiten auch noch Handwerkskünste gebraucht, die im modernen Schiffbau nicht mehr vorkommen? Und haben Sie die entsprechenden Mitarbeiter dafür oder müssen Sie noch Spezialisten für bestimmte Arbeiten anfordern? Wir werden selbstverständlich mit einer Vielzahl von Sublieferanten den Auftrag abarbeiten. Das ist aber nichts Besonderes für uns und unsere Branche, sondern stellt schon über Jahrzehnte die Regel dar.

Wie sieht es mit dem benötigten Material aus? Kommen – zum Beispiel – spezielle Hölzer zum Einsatz? Die Materialien, die wir im Wesentlichen für diesen Auftrag verbauen, werden Stahl und Holz sein. Also nichts, was wir nicht kennen und hier auch auf der Werft schon immer verarbeitet haben.

Gibt es eigentlich noch alte Unterlagen, die bei den Sanierungsarbeiten hilfreich sein können? Und woher haben Sie die? Die Stiftung Hamburg Maritim, unser Auftraggeber, stellt uns die für den Auftrag benötigten Unterlagen zur Verfügung.

Ob bei alten Häusers, alten Autos oder alten Schiffen: Bei historischen Objekten muss man immer mit unliebsamen Überraschungen rechnen. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass bei den Sanierungsarbeiten zuvor nicht bedachte Probleme auftauchen? Diese Möglichkeit besteht ja bei jedem Auftrag. Wir sind aber auch auf solche Fälle gut vorbereitet.

Das Gros der Ausrüstungsgegenstände der „Peking“ ist ja offenbar nicht mehr vorhanden. Wird es hier Nachbauten geben, die ebenfalls in Wewelsfleth entstehen? Das befindet sich nach einer eingehenden Bestandsaufnahme mit unserem Auftraggeber noch in der Klärung.

Wie gestaltet sich bei alldem die Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburg Maritim und dem Freundeskreis der „Peking“, deren Mitglieder ja auch gerne selbst mit Hand anlegen wollen? Die Zusammenarbeit mit unserem Auftraggeber und weiterer Beteiligten am Refit der „Peking“ gestaltet sich zur Zeit gut und ist getragen von dem gleichen Ziel: Ein gutes Produkt vertragskonform an den späteren Nutzer zu liefern.

Ihr Mit-Geschäftsführer Peter Sierk sagte bei der Ankunft der „Peking“ in Brunsbüttel, dass er vor der Aufgabe als Werft sehr großen Respekt habe. Geht man ein solches Projekt eigentlich sehr viel anders als normale Schiffsreparaturen an? Nein, in der Regel ist das ein ganz normaler Auftrag. Gewiss mit einem doch etwas speziellen Hintergrund – auf allen Ebenen.

Schon die ersten Tage haben gezeigt, dass es in der Region ein gewaltiges Interesse der Menschen an der Peking gibt. Viele andere Projekte wurden in der Werft ja eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgearbeitet. Wird man für die Peking gelegentlich auch Besuchergruppen über das Wertgelände führen? Das werden wir seit Bekanntwerden, dass der Auftrag zu unserer Werft nach Wewelsfleth kommt, fast täglich gefragt. Sagen wir es einmal so: Werftbesichtigungen waren und sind auf der Peters Werft seit Jahrzehnten ein gebräuchliches Mittel unserer Öffentlichkeitsarbeit. So werden wir das auch in den nächsten Jahren handhaben. Spezielle Besichtigungen auf der „Peking“ wird es aber in der Instandsetzungsphase aus verständlichen Gründen nicht geben.

In drei Jahren, so die Planung, soll die „Peking“ ihre letzte Reise antreten, um das Schmuckstück im neuen Hamburger Hafenmuseum zu werden. Bedauern Sie es, dass das nicht aus eigener Kraft, also unter Segeln, möglich sein wird? Oder wäre eine Wiederherstellung der kompletten Fahrtüchtigkeit zu unrealistisch gewesen? Unrealistisch ist das passende Wort. Ich glaube, dass dafür keine ausreichenden finanziellen Mittel bereitgestellt worden wären. Vergleichen Sie das doch einmal mit der Instandsetzung der „Gorch Fock“ in den zurückliegenden Jahren. Ein Schiff, dass regelmäßig gewartet und instandgesetzt wurde und dann stellen Sie sich einmal den Aufwand und die Kosten vor, für ein Schiff, dass mehrere Jahrzehnte nur noch als Museum diente.

Letztlich wird die „Peking“ auch ein Aushängeschild für die Peters Werft sein. Ich vermute, dass Sie das auch ein bisschen stolz macht? Wir wollen uns nicht schon heute, wo wir uns in der Phase befinden, dass die „Peking“ gerade einmal bei uns angekommen ist, mit Attributen schmücken, die wir uns erst einmal in den nächsten 30 Monaten hart werden erarbeiten müssen. Wie gesagt, wir wollen, wie bei allen unseren Aufträgen, unseren Kunden zufriedenstellen und dann kommt alles Weitere von ganz alleine.

Interview: Volker Mehmel Infos: www.peters-werft.de
 
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Informierte sich gestern so zu sagen als „Geldgeber“ über die Wiederherstellung eines kulturellen Erbes: der Steinburger Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich mit Werftchef Mark Dethlefs (r.).Mehmel

Wewelsfleth Für tausende von Schaulustigen an den Ufern von Elbe und Stör war es gestern wie eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Auf Kurs gehalten von zwei Schleppern nahm die „Peking“ in fast schon majestätischer Manier vom Brunsbütteler Elbehafen aus Kurs auf die Wewelsflether Peters Werft. Das Ausschwimmen aus dem Dockschiff in aller Frühe klappte wie am Schnürchen, bei Hochwasser passierte der historische Frachtsegler dann das Störsperrwerk.

Dass die Viermastbark überhaupt wieder zurück in die Heimat kommen konnte, verdankt man so zu sagen politischen Schmugglern. Hamburger Kollegen von ihm, so plauderte der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich am Nachmittag im Gespräch mit Werftchef Mark Dethlefs aus dem Nähkästchen, hatten die 26 Millionen Euro teure Überführung und Restaurierung zusammen mit weiteren 90 Millionen Euro für die Einrichtung eines Hamburger Hafenmuseums quasi in letzter Minute in einen Beschlussvorschlag für den Haushaltsausschuss des Bundestages gemogelt. Zum Vergleich: 1911 lagen die Baukosten für die 17 Knoten schnelle „Peking“ bei 680 000 Mark. Das hohe Haus winkte das Projekt dann durch. „Die haben alle im Bundestag damit überrumpelt“, schmunzelt Helfrich über den Coup seiner Kollegen. In dem sonst in Berlin üblichen Verfahren wäre die „Peking“ wohl nie wieder in der alten Heimat gelandet. Umso mehr freue er sich, dass die Peters Werft am Ende den Zuschlag bekommen habe. Das Wewelsflether Unternehmen, so hofft Helfrich, könne damit auch seinen Bekanntheitsgrad spürbar verbessern, was für weitere Aufträge von Bedeutung sei. Für Mark Dethlefs und seine Werft bedeutete die Ankunft des Frachtseglers gestern erst einmal einen gewaltigen Medienrummel und enormes Publikumsinteresse. Die „Peking“ wurde in Wewelsfleth mit einem Feuerwerk begrüßt. Dann mussten alle Schaulustigen aber das Gelände räumen. „Jetzt müssen wir erst einmal arbeiten“, wirbt Mark Dethlefs um Verständnis, wenn man nicht regelmäßig Besuchergruppen durch das Werftgelände schleusen könne. „Dabei gibt es Anfragen genug.“ Ohnehin wird von dem stolzen Segler bald nicht mehr viel zu sehen sein. Nächste Woche sollen die Masten entfernt werden. Ein Kran steht schon bereit. Für zwölf bis 15 Monate wandert die „Peking“ dann ins mit 115 Metern passgenaue Trockendock. Dort wird der gesamte Schiffsrumpf saniert. Anschließend wird die „Peking“ dann am Ausrüstungskai liegen und Stück für Stück in ein prachtvolles Museumsschiff verwandelt. „Wir haben genau 30 Monate Zeit. Dann wird das Schiff ausgeliefert.“ Spätestens dann muss auch das neue Hamburger Hafenmuseum stehen. Der endgültige Liegeplatz in der Hansestadt steht dabei noch nicht fest. Zur Diskussion stehen neben dem Altonaer Fischmarkt und der Hafencity auch der historische 50er-Schuppen gegenüber der Elbphilharmonie. Dethlefs hält das für den einzig sinnvollen Platz, allein schon um zu erwartende Besucherströme bewältigen zu können. Abhängig ist dies letztlich vom Standort des geplanten neuen Deutschen Hafenmuseums, in das der Frachtsegler nicht nur optisch, sondern auch konzeptionell eingebunden und die Ursprünge des weltweiten Handels dokumentieren soll. Dann werden eine Plakette und wohl auch eine Präsentation mit Bildern von den Sanierungsarbeiten an die Wewelsflether Zeit erinnern. Gestern wurde am höchsten Mast die Werftflagge gehisst. Dethlefs: „Das machen wir nur bei ganz besonderen Schiffen.“ Volker Mehmel
    https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/kultur/peking-passiert-das-stoer-sperrwerk-und-kommt-in-die-peters-werft-id17462031.html

Flying P-Liner : Mit Video: Der Weg der „Peking“ in die Peters Werft

vom 2. August 2017

Am Mittwoch findet die große Reise ein vorläufiges Ende. Bis 2020 wird das Schiff in Wewelsfleth repariert.

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– Quelle: https://www.shz.de/17462031 ©2017
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Peking-meistert-Nadeloehr-auf-dem-Weg-zur-Werft,peking1280.html
tand: 02.08.2017 14:56 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

"Peking" meistert Nadelöhr auf dem Weg zur Werft

Die historische Viermastbark "Peking" ist am Mittwoch vom Elbehafen in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) in die Peters Werft nach Wewelsfleth (Kreis Steinburg) geschleppt worden. Dort sollen Spezialisten den einstigen Frachtsegler aufwendig restaurieren. Hamburg plant mit der "Peking", die bis vor Kurzem in einem Museumshafen in New York lag, ab 2020 als Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums.

Die SH-Reise der "Peking" in Bildern

Während der Fahrt über Elbe und Stör war das richtige Timing gefragt. Der Frachtsegler konnte das Störsperrwerk nur bei Hochwasser passieren. Das gelang. Um das Nadelöhr rechtzeitig zu erreichen, hatten das Aufschwimmen der "Peking" sowie das Festmachen des Bug- und des Heckschleppers bereits am frühen Morgen begonnen. In der Mittagszeit war Wewelsfleth nach elfeinhalb Seemeilen beziehungsweise 21,3 Kilometern erreicht.

Nach Brunsbüttel kam der Segler im Bauch eines Dockschiffs

Am Sonntag hatte der Großsegler nach 85 Jahren in der Fremde die Elbe erreicht. Das Schiff ist von Rost so zerfressen, dass es seine vermutlich letzte große Reise huckepack auf dem Transportschiff "Combi Dock III" antreten musste. Bei der Übernahme in New York sei der Segler nur noch knapp schwimmfähig gewesen, sagte Joachim Kaiser von der Stiftung Hamburg Maritim: "Sie ist in einem desolaten Zustand."
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Am Bug des Museumsschiffs «Peking» steht dessen Name in Großbuchstaben geschrieben. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Charisius
7 Bilder

Diese Arbeiten erwarten die "Peking"

Unter anderem müssen Takelage, Masten und Stahlstruktur erneuert werden. Bildergalerie

Gedrosselt über den Atlantik

Das Dockschiff, in dessen Bauch die "Peking" nach Brunsbüttel kam, hatte während der Überfahrt das Tempo reduzieren müssen, um die Schiffsbewegungen zu minimieren und die Belastungen für die heruntergekommene Fracht gering zu halten. Daher benötigte man elf Tage für die Fahrt über Atlantik und Ärmelkanal. Die Überführung zur Peters Werft wurde daraufhin von Montag auf Mittwoch verschoben.

300-Seiten-Auftrag für die Peters Werft

In der Werft fängt die Arbeit erst richtig an: Experten sollen den ehemaligen "Flying-P-Liner" im Trockendock in den Zustand von 1927 versetzen - samt Holzdeck und der ursprünglichen Laderäume, in denen Salpeter und Schüttgut beispielsweise zwischen Hamburg und Chile transportiert wurde. Auch das Unterwasser-Schiff muss nachgebaut werden, wenn die "Peking" wie erhofft zum Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden soll.

2020 gegenüber der Elbphilharmonie?

Nach der Restaurierung soll die "Peking" voraussichtlich von 2020 an zu besichtigen sein. Ob sämtliche Arbeiten bis dahin jedoch tatsächlich abgeschlossen sein werden, sei ungewiss, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Der zukünftige Liegeplatz in Hamburg steht noch nicht fest, angedacht sind aber die "50er Schuppen" am Hansahafen gegenüber der Elbphilharmonie. Der Bund stellt für die Rückführung und Instandsetzung insgesamt 26 Millionen Euro zur Verfügung.

"De Hamborger Veermaster" lag in New York

Die "Peking" war 1911 bei der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel gelaufen. "De Hamborger Veermaster" wurde einst als Frachtschiff für den Salpeterhandel mit Chile eingesetzt. Es gehört zu den letzten großen Frachtseglern, die es zu Beginn des 20. Jahrhunderts wegen ihrer Geschwindigkeit und Sicherheit mit Dampf- und Motorschiffen aufnehmen konnten. Seit 1976 war es Bestandteil des South Street Seaport Museums in New York.

weieinhalb Tage zu Gast in Brunsbüttel

Geschätzte Ankunft in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) ist nach Angaben der Hamburger Kulturbehörde gegen 18 Uhr - einige Stunden später als geplant. Dort wird das Dockschiff am Elbehafen festmachen. Der Bereich ist nicht öffentlich zugänglich. Am Montagnachmittag informieren die Beteiligten vor Ort über die weiteren Schritte. Wir übertragen die Pressekonferenz aus Brunsbüttel ab 15 Uhr im Video-Livestream. Bis Dienstag wollen Experten die "Peking" für den Weitertransport vorbereiten.

Ausdocken am Mittwoch

Gegen 6.30 Uhr am Mittwochmorgen wird die "Combi Dock III" abtauchen. Die "Peking" hat dann zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder Elbwasser unterm Kiel. Schlepper werden die marode Bark aus dem Dockschiff ziehen. Gegen 7.30 Uhr soll sich der Schleppverband elbaufwärts in Bewegung setzen. Der Konvoi lässt sich vom Elbdeich zwischen Brunsbüttel und Brokdorf aus beobachten. NDR.de überträgt das Manöver ab 6.30 Uhr im Video-Livestream. https://www.facebook.com/StiftungHamburgMaritim https://www.ndr.de/wellenord/Fahrt-nach-Wewelsfleth-Wann-ist-die-Peking-wo,peking1286.html Copyright NDR wieder tolles Video
tand: 30.07.2017 05:00 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

Ankunft an der Elbe: Wann ist die "Peking" wo?

Nach 85 Jahren in der Fremde soll die Viermastbark "Peking" nach Hamburg zurückkehren. Nach elf Tagen Fahrt aus den USA wird das Transportschiff "Combi Dock III" mit der historischen Bark an Bord am späten Nachmittag die Elbmündung erreichen. Die "Peking" soll zum Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden. Vorher steht jedoch eine aufwendige Restaurierung an. Für etliche Monate wird die Bark auf der Peters Werft in Wewelsfleth (Kreis Steinburg) instand gesetzt. Vorher haben Ship-Spotter und andere Interessierte noch die Möglichkeit, einen Blick auf die "Peking" zu werfen. Doch wann ist das Schiff wo? Wir geben einen Überblick.
Videos
Die "Peking" steht kurz vor der Heimreise am Hamburger Hafen.
02:52

Die "Peking" steht kurz vor der Heimreise

Die "Peking" steht kurz vor ihrer letzten großen Fahrt von New York nach Schleswig-Holstein. Video (02:52 min)

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"Peking" unterwegs von New York nach Wewelsfleth

Nadelöhr Störsperrwek

Die Schlepper sollen das Schiff nach Wewelsfleth an der Stör (Kreis Steinburg) ziehen. Das sind etwa elfeinhalb Seemeilen. Kurz vor dem Ziel wird es noch einmal eng: Der Schleppverband muss bei Hochwasser das Störsperrwerk passieren - also etwa gegen 11.30 Uhr. Von beiden Ufern der Stör aus hat man einen direkten Blick aufs Schiff.

Am Mittag in Wewelsfleth

Zwischen 12.30 und 13 Uhr erreicht die "Peking" die Ausrüstungspier der Peters Werft in Wewelsfleth. Dort fängt die Arbeit erst richtig an: Experten sollen die "Peking" im Trockendock in den Zustand von 1927 versetzen - samt Holzdeck und der ursprünglichen Laderäume, in denen Salpeter und Schüttgut etwa zwischen Hamburg und Chile transportiert wurde. Auch das Unterwasser-Schiff muss nachgebaut werden, wenn die "Peking" wie erhofft zum Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden soll. Die To-Do-Liste für die Werft besteht aus einem 300 Seiten langen Leistungsverzeichnis. "Die Peking ist seit über 70 Jahren nicht mehr gehegt und gepflegt worden. Sie lag jetzt 40 Jahre in New York im schlechtesten Wetter und ist überhaupt nicht in instandgesetzt worden", sagt Peter Sierk von der Peters Werft im Interview mit NDR 1 Welle Nord. "Wir bekommen daher ein Schiff, dass Hilfe richtig nötig hat."

Museumsschiff "Peking" kommt in Peters Werft

19.05.2017 19:30 Uhr
Der legendäre P-Liner "Peking", der im Sommer von New York zurück nach Hamburg kommt, wird in der Peters Werft in Wewelsfleth restauriert. Er soll Museumsschiff werden.
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Die "Peking" liegt in New York. Fotograf: Kerstin von Stürmer
mit Video

"Peking" wird für Hamburg-Fahrt fit gemacht

Den ersten Schritt auf ihrem Weg nach Hamburg hat die Vermastbark "Peking" heile überstanden: In New York wurde sie von ihrem Liegeplatz in eine Werft überführt. (08.09.2016) mehr
Schwarzweiß-Aufnahme der Stahlbark "Peking" in der Elbmündung, im Hintergrund ein Dampfschiff. © Stiftung Hamburg Maritim Fotograf: Hans Hartz
mit Video

Legendärer Hamburger Viermaster: Die "Peking"

1911 in Hamburg gebaut, war die "Peking" als schneller Frachtsegler bis 1932 auf den Meeren unterwegs. Jetzt kommt das Schiff von New York zurück in die Hansestadt. mehr
Die "Passat" vor Travemünde. © NDR.de Fotograf: Angelika Warmuth
mit Audio

Flying-P-Liner

Die Segelschiffe der Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz waren berühmt für ihre Geschwindigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Alle hatten Namen, die mit "P" beg
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Peking-in-Brunsbuettel-und-Wewelsfleth-erwartet,peking1280.html Copyright NDR
Stand: 27.07.2017 18:58 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

"Peking" kommt etwas später nach Brunsbüttel

Nach elf Tagen Fahrt über den Atlantik und durch den Ärmelkanal wird die historische Viermastbark "Peking" am Sonntag in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) erwartet - allerdings etwas später als geplant. Erst gegen 18 Uhr soll das Dockschiff "Combi Dock III" einer Bremer Reederei am Elbehafen festmachen. Mit ihm reist das marode Museumsschiff derzeit quasi huckepack nach Deutschland. Am Montagnachmittag informieren die Beteiligten in Brunsbüttel über die geplante Restaurierung. Wir übertragen die Pressekonferenz ab 15 Uhr im Video-Livestream bei NDR.de.

Überführung zur Werft verschoben

Die ebenfalls für Montag geplante Überführung zur Peters Werft in Wewelsfleth findet hingegen erst am Mittwoch statt. Als Grund nannte ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde das schlechte Wetter. "Auch auf dem Atlantik regnet es bei rauer See kräftig. Das Dockschiff musste daher mit der Viermastbark 'Peking' im Laderaum bei der Überfahrt das Tempo reduzieren, um die Schiffsbewegungen zu minimieren und die Belastungen für die 'Peking' gering zu halten."

Wann ist die "Peking" wo?

Sonntag, 30. Juli - 18 Uhr: Ankunft des Dockschiffs im Elbehafen Brunsbüttel Montag, 31. Juli - 15 Uhr: Pressekonferenz in Brunsbüttel Mittwoch, 2. August - 6:30 Uhr: Aufschwimmen der "Peking", Festmachen des Bug- und Heckschleppers - 7:30 Uhr: Schlepp von Brunsbüttel zum Störsperrwek - 11:30 Uhr: Passage Störsperrwerk mit Einsetzen des ablaufenden Wassers - 12:30 Uhr: Ankunft in Wewelsfleth, Festmachen der "Peking" an der Ausrüstungspier der Peters Werft
Durch die Verspätung von etwa acht Stunden können die Arbeiter das Dockschiff erst einen Tag später als geplant für die Entladung vorbereiten. "Gezeiten- und tageslichtbedingt können das Ausschiffen und der Schlepp nach Wewelsfleth in die Werft erst am Mittwoch stattfinden", teilte die Kulturbehörde mit. Bereits am frühen Morgen wird die "Combi Dock III" abtauchen, damit die "Peking" das Schiff verlassen kann. NDR.de überträgt das Manöver ab 6.30 Uhr im Video-Livestream und begleitet den Konvoi bis zur Peters Werft.

300-Seiten-Auftrag für die Peters Werft

Schlepper sollen das Schiff über Elbe und Stör nach Wewelsfleth (Kreis Steinburg) ziehen. Das sind etwa elfeinhalb Seemeilen. Dort fängt nach der Ankunft die Arbeit erst richtig an: Experten sollen die "Peking" im Trockendock in den Zustand von 1927 versetzen - samt Holzdeck und der ursprünglichen Laderäume, in denen Salpeter und Schüttgut etwa zwischen Hamburg und Chile transportiert wurde. Auch das Unterwasser-Schiff muss nachgebaut werden, wenn die "Peking" wie erhofft zum Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden soll. Die To-Do-Liste für die Werft besteht aus einem 300 Seiten langen Leistungsverzeichnis.

2020 gegenüber der Elbphilharmonie?

Nach der Restaurierung soll die "Peking" voraussichtlich von 2020 an begehbar sein. Der Liegeplatz steht noch nicht fest, angedacht sind aber die 50er Schuppen am Hamburger Hansahafen gegenüber der Elbphilharmonie. Der Bund stellt für die Rückführung und Instandsetzung insgesamt 26 Millionen Euro zur Verfügung. Die "Peking" war 1911 bei der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel gelaufen und wurde einst als Frachtschiff für den Salpeterhandel mit Chile eingesetzt. Seit 1976 war es Bestandteil des South Street Seaport Museums in New York, von wo die "Peking" jetzt zurück in heimische Gewässer kommt.
https://www.facebook.com/ralphkarljohannes.jacobsen/videos/1825387844458016/
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Die Peking liegt im Hafen
02:45

Museumsschiff "Peking" kommt in Peters Werft

Der legendäre P-Liner "Peking", der im Sommer von New York zurück nach Hamburg kommt, wird in der Peters Werft in Wewelsfleth restauriert. Er soll Museumsschiff werden. Video (02:45 min)
Die "Peking" liegt in New York. Fotograf: Kerstin von Stürmer
mit Video

"Peking" wird für Hamburg-Fahrt fit gemacht

Den ersten Schritt auf ihrem Weg nach Hamburg hat die Vermastbark "Peking" heile überstanden: In New York wurde sie von ihrem Liegeplatz in eine Werft überführt. (08.09.2016) mehr
Die "Passat" vor Travemünde. © NDR.de Fotograf: Angelika Warmuth
mit Audio

Flying-P-Liner

Die Segelschiffe der Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz waren berühmt für ihre Geschwindigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Alle hatten Namen, die mit "P" begannen. mehr
Hallo liebe Gruppenmitglieder! in knapp drei Wochen kommt die Viermastbark "Peking" nach rund 106 Jahren wieder nach Deutschland und nach ca. weiteren 2 1/2 Jahren endlich zurück in ihre alte Heimat Hamburg. https://www.adler-schiffe.de/fluesse-kanaele/peking.php

Begrüßen Sie die Viermastbark Peking

Einmalige Sonderfahrt!

Heißen Sie mit uns die PEKING in Deutschland willkommen! An Bord unseres Raddampfers „Freya“ erhalten Sie einen unglaublichen Blick auf das Ereignis. Die PEKING wird in einer ca. 11-tägigen Reise durch das Dockschiff COMBI DOCK III von New York über den Atlantik bis zum Elbehafen in Brunsbüttel verholt. Das Ausschwimmen des Schiffes wird dann am Montag, den 31. Juli 2017 stattfinden. Danach wird die Viermastbark im direkten Anschluss zur PETERS Werft nach Wewelsfleth geschleppt, wo sie letztendlich restauriert wird, um voraussichtlich ab 2020 als liegendes Museumsschiff im Rahmen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg zur Verfügung zu stehen. Die PEKING soll hier in den Zustand von 1927 versetzt werden, so wie es damals zwischen Hamburg und Chile segelte. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit und verfolgen Sie das Ausschwimmen der PEKING live mit und begleiten die Verholung bis zum Stör-Sperrwerk an Bord der „Freya“! Während der 6-stündigen Fahrt können Sie ein Empfangsgetränk genießen und sich am leckeren Labskaus-Buffet bedienen. Weitere Informationen und Neuigkeiten um das Geschehen der PEKING erhalten Sie ebenfalls bei der Stiftung Hamburg Maritim.
http://www.stern.de/kultur/segelschiff--peking--kehrt-nach-106-jahren-zurueck-nach-hamburg-7545420.html mit tollem video
Maritime Wirtschaft
20. Juli 2017

„Peking“ wird neues maritimes Wahrzeichen

Erleichterung in Hamburg über erfolgreichen Abschluss der Rückführungsphase 1 – Suche nach letztem „Ankerplatz“ mehr
Museumsschiff PEKING tritt die Reise über den Atlantik an

Museumsschiff PEKING tritt die Reise über den Atlantik an

 
Historische Viermastbark wird in ihren Heimathafen zurückgeholt 1911 wurde sie bei Blohm+Voss gebaut und segelte bis 1932 für die Reederei F. Laeisz über den Atlantik, seit 1976 war sie fester Bestandteil des South Street Seaport-Museums in New York, jetzt tritt sie ihre Heimreise nach Hamburg an. Das historische Segelschiff PEKING wird heute im Bauch des Dockschiffes COMBI DOCK III den Hafen von New York verlassen und voraussichtlich Ende Juli im Hafen von Brunsbüttel ankommen. Im Anschluss wird das Schiff auf der Peters Werft in Wewelsfleth grundsaniert. Voraussichtlich 2020 wird das stolze Schiff dann dauerhaft wieder in seinem Heimathafen Hamburg eine feste Bleibe finden, wo es Teil des Deutschen Hafenmuseums werden soll.

Foto: SMH / Jan Sieg

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Überführung der PEKING ist die erste Etappe einer aufregenden Reise, an deren Ende das Schiff ein festes Zuhause in seinem Heimathafen Hamburg bekommen soll. In den nächsten Monaten wird die Viermastbark in der Peters Werft in Wewelsfleth grundlegend saniert und als museales Objekt des künftigen Deutschen Hafenmuseums hergerichtet. Parallel läuft die Standortsuche für das neue Museum und für den späteren Liegeplatz der PEKING. Dass die PEKING dauerhaft nach Hamburg zurückkommen wird und damit an den Ort, an dem sie 1911 gebaut wurde, ist dem großen Engagement insbesondere der Stiftung Hamburg Maritim zu verdanken.“

Joachim Kaiser, Vorstandsmitglied der Stiftung Hamburg Maritim begleitet die PEKING bei ihrer Fahrt über den Atlantik: „Wir sind stolz und nicht wenig erleichtert, dass das Einschwimmen in New York so gut geklappt hat. Die Kapitäne der beiden alten Schlepper haben einen großartigen Job gemacht, als sie die PEKING ganz behutsam ins abgetauchte Dockschiff bugsierten. Die Mannschaft der COMBI DOCK III hat die Leinen übernommen, den Rumpf genau auf die vorbereiteten Kielpallen positioniert und sogleich mit dem Leerpumpen der gefluteten Ballasttanks begonnen. Bei Dunkelwerden stand die PEKING bereits trocken. Während der vergangenen vier Tage mussten noch umfangreiche Ladungssicherungsarbeiten durchgeführt werden, bis die alte Dame im Laderaum des Dockschiffs hochseetauglich gelascht war. Heute geht es ankerauf, und wenn das Wetter mitspielt, wird am 31.7. in Brunsbüttel ausgeschwommen.“

Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg: „Ich freue mich sehr, dass wir die PEKING nun sehr bald in Deutschland begrüßen können. Ihre Überfahrt ist ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung des Frachtseglers als erstes und größtes Objekt im zukünftigen Deutschen Hafenmuseum. Die Überfahrt selbst stellt die PEKING bereits in den inhaltlichen Kontext des Deutschen Hafenmuseums: Das Dockschiff, auf dem sie transportiert wird kommt aus Venezuela, die Fahrt führt von New York über Brunsbüttel zur Peters Werft in Wewelsfleth, wo die PEKING restauriert wird. Diese weltumspannenden Wege und Beziehungen, die schon mit der Überfahrt der PEKING verbunden sind, werden eines der wesentlichen Themen des Deutschen Hafenmuseums darstellen.“

Die PEKING wurde in den letzten Monaten auf der Caddell-Werft in New York für den Transport über den Atlantik vorbereitet. Am 12. Juli hat das Dockschiff COMBI DOCK III der Bremer Reederei Combi Lift den Hafen von New York erreicht, um das historische Schiff aufzunehmen. Heute wird die COMBI DOCK III mit der PEKING New York verlassen, um Ende Juli den Hafen in Brunsbüttel zu erreichen. Voraussichtlich am 31. Juli wird die PEKING das Dockschiff verlassen und direkt im Anschluss in die Peters Werft nach Wewelsfleth geschleppt. Für die Überführung der PEKING und seine Restaurierung hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im November 2015 bis zu 26 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Überführung und Sanierung werden durch die Stiftung Hamburg Maritim organisiert. Mit der Entwicklung, der Errichtung und den Betrieb des Deutschen Hafenmuseums wurde die Stiftung Historische Museen Hamburg beauftragt, von der auch die inhaltliche Konzeption zur späteren Nutzung der PEKING im Kontext des Deutschen Hafenmuseums erarbeitet wird. Die PEKING gehört zu den letzten großen Frachtseglern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund ihrer Geschwindigkeit, Sicherheit und Präzision noch gegen Dampf- und Maschinenschiffe antreten konnte. Das stellte sie vor allem als Transportschiff für den damals stark nachgefragten Salpeter aus Chile unter Beweis. Salpeter (Natriumnitrat) aus der Atacamawüste wurde als Stickstoffdünger und bei der Schwarzpulverherstellung eingesetzt. Bis zur Eröffnung des Panamakanals 1914 war die Route trotz aller Unwägbarkeiten die günstigste Möglichkeit, von Europa zur Westküste Südamerikas zu gelangen. Die PEKING ist Teil der Flying P-Liner zu denen auch die POMMERN (Jahrgang 1903, Museumsschiff vor Mariehamn/Finnland), die PASSAT (Jahrgang 1911, Museumsschiff vor Travemünde) und die KRUZENSHTERN ex PADUA (Jahrgang 1926, aktives russisches Segelschulschiff) gehören.
  https://www.facebook.com/StiftungHamburgMaritim/?hc_ref=ARTFD0aHFgFaF49S2fDlej1YXyZ2V5uu-3rLRmVJC9i1zAgb_hyGaiEK64XinCmIDtk       http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Die-Peking-steht-kurz-vor-der-Heimreise,hamj58362.html Copyright NDR

Die "Peking" steht kurz vor der Heimreise

Hamburg Journal - 18.07.2017 19:30 Uhr
Die "Peking" steht kurz vor ihrer letzten großen Fahrt von New York in den Heimathafen Hamburg. Hier soll die 1911 gebaute Viermastbark Flaggschiff des Maritimen Museums werden.
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http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Die-Peking-vor-der-letzten-grossen-Ueberfahrt,peking1258.html Copyright  NDR http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/auf-hoher-see-buenger-an-bord-tag-3-und-4-einschiffen-mit-hindernissen/20015420.html Copyright Tagespiegel
Unser Mann auf See: Reporter Reinhart Bünger vor "seiner" Peking.Foto: privat
 
Bünger an Bord: Hier veröffentlichen wir regelmäßig Fotos und Einträge aus seinem persönlichen Logbuch.
Tag 5 - Ein letzter Landgang vor 7 Stunden von Sonntag
Am Tag vor der großen Fahrt besucht unser Reporter noch einmal Manhattan und stellt fest: Im Greenwich Village sieht es manchmal aus wie an der Außenalster ... Heute geht zum wohl letzten Mal vor der Abreise an Land, in der Gruppe nach Manhattan: Mit dabei Alexandre Poirier und Joachim Kaiser von der Stiftung Hamburg Maritim, vier Journalisten, die inzwischen an Bord der „Combi Dock III“ sind, und Malte Steinhoff, Pressesprecher der Harren & Partner Gruppe, der für einige Tage mit einem Fotografen eingeflogen ist. Wir nehmen die Staten Island Ferry. Nach der Ankunft teilt sich die Gruppe. Wie immer: Die einen wollen shoppen, die anderen die Stadt sehen. Zunächst braucht Uli Patzwahl unsere Unterstützung. Bei einem Umsteigemanöver während des Einschwimmens der „Peking“  in die „Combi Dock III“ war die Filmkamera des NDR-Mitarbeiters zu Bruch gegangen. Totalschaden. Das ARD-Studio in New York ist zwar bereit, mit Aufnahmen zu helfen, damit Ulis geplanter Film zustande kommt.
and: 16.07.2017 09:09 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

Die "Peking" vor der letzten großen Überfahrt

Das Museumsschiff "Peking" ist im Dockschiff und klar für die Atlantik-Passage.
Die letzte große Fahrt führt über den Atlantik: Am Dienstag tritt die 1911 bei Blohm + Voss in Hamburg gebaute Viermastbark "Peking" ihre Heimreise von New York nach Norddeutschland an. Nachdem sie mehr als 40 Jahre lang im New Yorker South Street Seaport Museum nahe der Brooklyn Bridge lag, soll sie jetzt in Schleswig-Holstein restauriert werden, um später in Hamburg zum Museums-Highlight zu werden.

Dockschiff tauchte ab, um die "Peking" huckepack zu nehmen

Vor der großen Überfahrt wurde die "Peking" in Staten Island mit Schwimmkränen und Schweißbrennern monatelang fachmännisch entrümpelt, damit sie dem Weg über den Atlantik standhält. Die Viermastbark reist aber nicht allein per Windkraft über den Ozean, sondern huckepack auf der aus Bremen stammenden "Combi Dock III": Das rund 170 Meter lange Dockschiff tauchte dafür am Freitag ab und griff die "Peking" beim Auftauchen an deren tragenden Strukturen. Vorbereitete Stützen halfen dabei, die Seiten des Oldies zu stabilisieren. Rund drei Stunden dauerte das Manöver. Bis zur geplanten Abfahrt am Dienstag wird die "Peking" an Bord der "Combi Dock 3" nun noch vertäut und mit zusätzlichen Streben und Pfeilern gesichert.

Die Geschichte der "Peking"

In elf Tagen über den Atlantik

Elf Tage lang wird die über 100 Jahre alte Bark dann über den Atlantik getragen. Nach einem Stopp in Brunsbüttel ziehen zwei Schlepper sie weiter zur Peters-Werft in Wewelsfleth, die rund 60 Kilometer nordwestlich von Hamburg an der Elbe liegt.

Die "Peking" im Dockschiff

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell - 16.07.2017 10:00 Uhr Autor/in: Wulff, Martin
Die Vorbereitungen laufen: Ein Dockschiff hat die Viermastbark "Peking" für die große Heimreise über den Atlantik in Staten Island an Bord genommen.
Dort fängt nach der Ankunft die wirkliche Arbeit erst an: Experten sollen die "Peking" im Trockendock in den Zustand von 1927 versetzen, samt Holzdeck und der ursprünglichen Laderäume, in denen Salpeter und Schüttgut etwa zwischen Hamburg und Chile per Windkraft transportiert wurde. Auch das Unterwasser-Schiff muss nachgebaut werden, wenn die "Peking" wie erhofft zum Wahrzeichen des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden soll.

2020 gegenüber der Elbphilharmonie?

Der Bund stellt für die Rückführung und Instandsetzung insgesamt 26 Millionen Euro zur Verfügung. Die To-Do-Liste für die Werft besteht aus einem 300 Seiten langen Leistungsverzeichnis. Wenn alles klappt, soll die Bark drei Jahre nach ihrer Ankunft als Museum begehbar sein - voraussichtlich an den 50er Schuppen am Hansahafen gegenüber der Elbphilharmonie.

"Peking": Erst nach Sanierung nach Hamburg

Hamburg Journal - 19.05.2017 19:30 Uhr
Die Viermastbark "Peking" soll Teil des neuen Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden. Vorher wird sie in der Peters Werft im schleswig-holsteinischen Wewelsfleth saniert.
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Vom eingerüsteten Beamtenwohnhaus geht der Blick entlang der RoRo-Fähre auf den Hamburger Hafen. © NDR Fotograf: Daniel Sprenger

50er Schuppen: Vom Geheimtipp zur Touri-Meile?

Rund um die 50er Schuppen ist Hamburgs maritimes Erbe noch erlebbar. Doch kaum einer kennt den historischen Hafenbereich. Wird er Standort des Deutschen Hafenmuseums, dürfte sich das ändern. (29.10.2016) mehr
Die "Peking" liegt in New York. Fotograf: Kerstin von Stürmer
mit Video

"Peking" wird für Hamburg-Fahrt fit gemacht

Den ersten Schritt auf ihrem Weg nach Hamburg hat die Vermastbark "Peking" heile überstanden: In New York wurde sie von ihrem Liegeplatz in eine Werft überführt. (08.09.2016) mehr
Die "Passat" vor Travemünde. © NDR.de Fotograf: Angelika Warmuth
mit Audio

Flying-P-Liner

Die Segelschiffe der Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz waren berühmt für ihre Geschwindigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Alle hatten Namen, die mit "P" begannen. mehr
  Ich habe die große Ehre, nächste Woche nach New York fliegen zu dürfen und die Vorbereitungen, die Verladung auf das Dockschiff sowie die komplette Überfahrt über den Atlantik fotografieren zu dürfen. Wenn Ihr Interesse habt, werde ich nächste Woche ein paar "live" Impressionen der Peking aus NY hier in der Gruppe posten. Ich bin mega gespannt auf dieses große Abenteuer. Viele Grüße Jan
(Bild: imago stock & people)  
https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/historischer-viermaster-peking-wird-auf-peters-werft-restauriert-id16861231.html Copyright  Norddeutsche Rundschau
http://www.hansa-online.de/2017/05/featured/75492/combi-lift-nimmt-peking-huckepack/

Das Dockschiff »Combi Dock III« bringt den Windjammer »Peking« zurück in die Heimat. Der Projekt-Carrier hat den Zuschlag für den Transport über den Atlantik erhalten.......................................................................

Die Viermast-Bark »Peking« soll Ende Juni auf das 170 m lange Dockschiff »Combi Dock III« (

 

Das Dockschiff »Combi Dock III« bringt den Windjammer »Peking« zurück in die Heimat. Der Projekt-Carrier hat den Zuschlag für den Transport über den Atlantik erhalten.

Die Viermast-Bark »Peking« soll Ende Juni auf das 170 m lange Dockschiff »Combi Dock III« (11.000 tdw) der zur Bremer Harren-Gruppe gehörenden Reederei Combi Lift in New York geladen werden und dann die zweiwöchige Heimreise über den Atlantik antreten.

die Reise endet zunächst in Brunsbüttel, von wo aus die »Peking« per Ponton zu Peters Werft in Wewelsfleth weitertransportiert wird. Die Werft hatte von der Stiftung Hamburg Maritim jüngst den Zuschlag für die Restaurierung des historischen Frachtseglers erhalten. Sie hatte sich gegen die Konkurrenz von Blohm+Voss, die Emder Werft und Dock GmbH sowie eine ARGE aus Elsflether Werft und Bremerhavener Dockgesellschaft (Bredo) durchgesetzt. Wei die ersten Angebote das vom Bund bewilligte Budget zum Teil überschritten hatten, war noch zweimal mit allen Teilnehmern nachverhandelt worden.

Die »Peking«, 1911 bei Blohm+Voss in Hamburg gebaut, gehörte einst zur legendären Flotte der »Flying P-Liner« und ist unter deren Flagge 34-mal um das Kap Horn gesegelt. Ab 1932 war sie als stationäres Schulschiff mit Namen »Arethusa« im Medway an der englischen Ostküste als schwimmendes Internat in Betrieb und wurde 1975 nach New York verkauft. Dort lag sie Jahrzehnte vor dem South Street Seaport Museum in New York. Auf der Werft Caddell Dry Dock & Repair Co. wird die »Peking« jetzt auf den Rücktransport vorbereitet.

Die »Peking« soll nach ihrer auf drei Jahre veranschlagten Reparatur das Prunkstück des geplanten Deutschen Hafenmuseums werden, dass für insgesamt 120 Mio. € in Hamburg entstehen soll. Die aufwändigen Arbeiten an Rumpf und Rigg werden mit bis zu 26 Mio. € finanziert. Danach geht die »Peking« ins Eigentum der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) über. Die »Peking« ist 115,5 m lang, 14,3 m breit und hat einen Tiefgang von 4,2 m bei 3.700 BRZ. »Damit ist sie nicht besonders schwer, aber lang und sehr fragil«, sagt Alexandre Poirier, Projektverantwortlicher der Stiftung Maritim. Vor allem am Rumpf habe der Zahn der Zeit genagt. Die Stahlplatten seien zum Teil nur noch 4 mm statt wie ursprünglich 15 mm dick.

Combi Lift nimmt »Peking« huckepack

Die »Combi Dock III« übernimmt den Transport der »Peking« (Foto: Combi Lift)
Die Reederei Combi Lift setzt eines ihrer Spezialschiffe ein, die »Combi Lift III«. Der FloFlo-Frachter (Float-on/Float-off), gebaut auf der Lloyd Werft und 2009 in Dienst gestellt, ist ein Semi-submersible, kann also sein Ladungsdeck unter die Wasseroberfläche absenken, um schwimmende Lasten aufzunehmen. Die »Peking« soll mit dem Heck voran eingeschwommen werden und an insgesamt 70 Punkten gesichert werden. »Mit Hilfe der Ballastwasser-Tanks können wir die Ladung ausbalancieren«, sagt Peer Kelch, Chartering Manager bei Combi Lift. Die Vorbereitungen auf den Seetransport werden drei bis vier Tage, die Überfahrt über den Atlantik weitere 12 Tage dauern.

Museumsschiff für Hamburg : Historischer Viermaster „Peking“ wird auf Peters-Werft restauriert

vom 19. Mai 2017

Millionen-Auftrag für die Peters-Werft: Die marode Viermastbark „Peking“ soll in Wewelsfleth schick gemacht werden.

Wewelsfleth | Peters-Werft-Geschäftsführer Mark Dethlefs gibt sich noch betont zurückhaltend: „Nach dem Stand heute ist die Peters Werft für den Zuschlag vorgesehen. Ein Vertrag kann aber frühestens am 30. Mai unterzeichnet werden.“ Sollte es bis dahin nicht zu unvorhersehbaren Überraschungen kommen steht fest: Der Wewelsflether Traditionsbetrieb hat sich in einer europaweiten Ausschreibung gegen die Konkurrenz durchgesetzt und wird den Millionen-Auftrag erhalten.

Mit der Rückholaktion nimmt ein schon verloren geglaubter Kampf um ein Stück schwimmender Hamburger Hafengeschichte doch noch ein gutes Ende. Schon vor drei Jahren hatten Schifffahrtsfreunde aus der Hansestadt versucht, die historische Viermastbark von New York an die Elbe zurückzuholen, waren aber am fehlenden Geld gescheitert. Im November 2015 bahnte sich dann die Sensation an: Da wurde klar, die „Peking“ kommt zurück in die Heimat.

„Wir sind mehr als froh, mit der Peters Werft einen hoch engagierten Partner für dieses ambitionierte Restaurierungsvorhaben gewonnen zu haben“, sagte Joachim Kaiser, Mitglied des Vorstands der Stiftung Hamburg Maritim, am Freitag in Hamburg.

An der Stör soll die derzeit noch in New York liegende Viermastbark „Peking“ komplett restauriert und dann zum Schmuckstück für das im Aufbau befindliche Hamburger Hafenmuseum werden. Das Segelschiff war am 25. Februar 1911 bei Blohm und Voss vom Stapel gelaufen. Nach einer jahrzehntelangen Odyssee befindet es sich derzeit in eher marodem Zustand.

Bereits vor eineinhalb Jahren hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für die Rückholung und Restaurierung 26 Millionen Euro bereitgestellt. Nach vorsichtiger Einschätzung von Dethlefs dürfte dieser Betrag auch in etwa dem voraussichtlichen Investitionsvolumen entsprechen. Die umfangreiche Restaurierung wird die Werft voraussichtlich bis ins Jahr 2020 hinein beschäftigen.

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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