“Schlamperei” bei Kanaltunnel-Sanierung Die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels läuft seit 2011

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Kanaltunnel Rendsburg: Sanierung kommt gut voran

vom 3. November 2017

Die Gesamtkosten haben sich bislang verdreifacht und auch die Sanierung dauert länger. Ist 2020 alles fertig?

– Quelle: https://www.shz.de/18227116 ©2017
Copyright Norddeutsche Rundschau endlich mal etwas positives vom NOK ( Querungen ) A7 bei Rendsburg : Erfolg für Buchholz: Neue Rader Hochbrücke wird sechsspurig vom 11. September 2017 Die bisherige Planung mit vier Spuren wurde über den Haufen geworfen. Über den Nord-Ostsee-Kanal soll es künftig auf sechs Spuren gehen. Teilen Twittern Teilen 3 vergrößern Ersatz für die marode Rader Hochbrücke muss dringend her. Foto: Dewanger (Archiv) 1 von 1 von dpa erstellt am 11.Sep.2017 | 17:14 Uhr Kiel/Berlin | Der Ersatzbau für die marode Rader Hochbrücke im Zuge der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal wird nun doch sechsspurig. Dies habe ihm der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), bestätigt, teilte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag mit. „Das ist eine tolle Nachricht für Schleswig-Holstein.“ Damit habe er Erfolg mit seinem Vorstoß in Berlin für einen sechsspurigen Ausbau gehabt. Die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Brücke war schon von täglich 42.500 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 54.200 im Jahr 2015 gestiegen. Damit wurde bereits die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht. Ein Ersatzbau muss bis 2026 stehen, weil Experten der alten Brücke keine längere Lebensdauer bescheinigen. Er habe bei mehreren Besuchen in Berlin versucht klarzumachen, wie wichtig die sechs Spuren seien, damit kein Nadelöhr entsteht, sagte Buchholz. Bisher waren für die künftige Rader Hochbrücke vier Spuren plus Standstreifen vorgesehen. „Das Bundesverkehrsministerium hat sich nach vielen Gesprächen umstimmen lassen“, sagte auch der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU). Brackmann ist als Haushaltspolitiker für den Verkehrsetat zuständig. Das Land werde jetzt angewiesen, für die weiteren Planungen der Rader Hochbrücke einen sechsstreifigen Regelquerschnitt zugrundezulegen. Nach Angaben Brackmanns hat vor allem das Argument durchgeschlagen, dass nicht nur starr auf die Verkehrszahlen, sondern auch auf die Qualität und die Sicherheit geachtet werden müsse. „Eine vierspurige Brücke mit einem verbreiterten Standstreifen, den man im Bedarfsfall zu einer eigenen Spur umfunktioniert hätte, wäre dem nicht gerecht geworden“, sagte Brackmann. Politiker verschiedener Parteien in Schleswig-Holstein und die Wirtschaft hatten seit längerem angesichts steigender Verkehrszahlen einen sechsspurigen Ausbau gefordert. Für einen entsprechenden FDP-Antrag stimmten im März alle Fraktionen im damaligen Landtag. Auch der ehemalige Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hatte Anfang des Jahres Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Sorge bezüglich der Verkehrszunahme und des geplanten Querschnitts der Brücke mitgeteilt. – Quelle: https://www.shz.de/17802766 ©2017

Kostenexplosion am Nord-Ostsee-Kanal

Unter den zehn größten Ausgabentreibern des Bundes sind dieses Jahr drei Projekte am Kanal – allen voran die Baustelle am Rendsburger Tunnel

Rendsburg Kein Bauvorhaben des Bundes hat sich in diesem Jahr so stark verteuert wie die Sanierung des Rendsburger Nord-Ostsee-Kanal-Tunnels. Das geht aus dem detaillierten Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hervor, den die Bundesregierung gerade veröffentlicht hat. Mit einem erwarteten Ausgabenplus von 112 Prozent und Gesamtkosten von 140 Millionen Euro ist die Reparatur des Kanaltunnels das einzige Verkehrsprojekt, bei dem sich die Kostenschätzung in diesem Jahr mehr als verdoppelt hat. Unter den zehn größten Kostentreibern von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sind zudem noch zwei weitere Investitionen am Nord-Ostsee-Kanal – die Arbeiten an den Schleusen in Kiel-Holtenau und der Bau von drei neuen Kanalfähren (siehe Tabelle).

Seit 2015 muss der Bund in seinem jährlichen Haushalt zu erwartende Kostensteigerungen von Bauvorhaben ausweisen und begründen. Dass diesmal die Kanaltunnel-Arbeiten in Rendsburg die stärkste Ausgabenerhöhung im Ressort von CSU-Politiker Dobrindt verursachen, liegt an bereits zu Jahresbeginn eingeräumten Problemen. So ist der Zustand des Tunnels viel schlechter als lange angenommen, was die Instandsetzung erheblich verteuert. Die Kostensteigerungen seien „auf die Berücksichtigung von Ausschreibungsergebnissen, auf neue oder geänderte Vorschriften und auf allgemeine Baupreissteigerungen zurückzuführen“, lässt Dobrindt mitteilen. Dadurch liegen die Baukosten nicht mehr bei 25 Millionen Euro wie bis 2016 vermutet, sondern bei gleich 80 Millionen. Tatsächlich wird die Sanierung aber noch weit teurer. Mit dem neuen Haushaltsentwurf wird erstmals deutlich, dass sich die Gesamtkosten auf sogar 140 Millionen Euro belaufen. Denn zu den bisher stets angegebenen reinen Baukosten gesellen sich laut Etat noch weitere 60 Millionen Euro an Zusatzkosten, die der Bund bisher öffentlich nie genannt hat. Dabei handle es sich um „Planungs- und Bauleitungskosten, Arbeiten am Fußgängertunnel, eine Ankerabwurfsicherung zum Schutz der Dichtung über dem Tunnel sowie um Ablösebeträge an die Straßenbauverwaltung für die Übernahme des Tunnels“, teilt Dobrindts Ministerium mit. Fertig werden sollen die Sanierungsarbeiten aber dennoch wie zuletzt verkündet im Februar 2020. Bei Beginn der Arbeiten 2011 hatte der Bund 2014 als Abschlussjahr angepeilt. Auch für die nötig gewordenen vorgezogenen Arbeiten zur Sanierung der Holtenauer Schleusen in Kiel braucht Dobrindt mehr Geld als bisher eingeplant. Dabei geht es um den Neubau eines Versorgungstunnels unter den Schleusen sowie um ein neues Schiebetor mit besonderem Anprallschutz für die große Schleuse und zwei neue Verschlüsse für die kleine. Die riesigen Verschlüsse sind erforderlich für das Leerpumpen der Kammern im Fall von Reparaturen. Dass all diese Investitionen mit gut 48 Millionen Euro über ein Viertel mehr kosten als geplant, liegt laut Ministerium an „neuen Erkenntnissen aus vertiefter Planung und Ausschreibungsergebnissen“ sowie an „Schwierigkeiten bei der Bauausführung“. Vergleichsweise niedrig ist dagegen die Kostensteigerung beim geplanten Bau der ersten drei von insgesamt sechzehn neuen Nord-Ostsee-Kanal-Fähren. Statt 14,5 Millionen Euro sollen sie nun 16,5 Millionen kosten. Grund für die Verteuerung ist, dass die Schiffe mit modernerer Technik ausgestattet werden sollen als zunächst geplant. So sollen die Fähren einen Diesel-Hybrid-Antrieb erhalten sowie Stickstoffkatalysatoren und Dieselpartikelfilter. Unverändert sind dagegen die Kosten für die beiden größten Projekte am Kanal: Die neue fünfte Schleuse in Brunsbüttel steht weiterhin mit 540 Millionen Euro im Haushalt, die Verbreiterung und Begradigung der Oststrecke vor Kiel mit 278 Millionen. Richtig in Schwung kommt der Ausbau der Oststrecke aber noch nicht: Während für die Brunsbütteler Schleuse nächstes Jahr gleich 88 Millionen Euro fließen sollen, sind es für den Streckenausbau vor Kiel nur 13 Millionen. Auffällig in Dobrindts Etat ist, dass dieses Jahr vor allem Wasserstraßenprojekte teurer geworden sind. In den Vorjahren waren Straßenbaustellen die größten Kostentreiber. In Schleswig-Holstein etwa verteuerte sich letztes Jahr der Ausbau der A 21 zwischen Stolpe und Nettelsee um ein Viertel von knapp 47 auf gut 58 Millionen Euro – vor allem wegen Schwierigkeiten mit dem morastigen Baugrund. Die Ausgaben für die Fahrbahn-Arbeiten auf der A 1 zwischen Bargteheide und Sereetz stiegen sogar um 60 Prozent auf 171 Millionen Euro – was aber nur daran lag, dass Dobrindt zusätzliche Lärmschutzinvestitionen genehmigte. Auch die Planungskosten für den Gleisausbau zum künftigen Fehmarnbelt-Tunnel schossen vor allem wegen geänderter Pläne des Bundes um gleich 76 Prozent in die Höhe, auf 80 Millionen Euro. Denn seit letztem Jahr bevorzugt Dobrindt dort eine Schnellfahrstrecke für Tempo 200 statt nur 160. Henning Baethge
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Sanierung der Weströhre : Nachtarbeit rettet Zeitplan des Rendsburger Kanaltunnels

vom 5. Juli 2017
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Weströhre waren die Betonschäden größer als erwartet, Firmen deshalb rund um die Uhr im Einsatz. Laut Kanalamt soll es aber keine Verzögerung geben.

Westerrönfeld | Es geht voran im Kanaltunnel: Für die Monate der Sanierung wurde ein provisorisches Dach über dem südlichen Tunneleingang errichtet. Unterhalb der schrägen Behausung aus Wellblech befinden sich die sogenannten Rasterbalken – mächtige Sonnenblenden aus Beton, die dem Autofahrer Zeit geben sollen, sich beim Wechsel von Draußen nach Drinnen (und umgekehrt) an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. In diesen Tagen werden die Querträger von der Patina vergangener Jahrzehnte befreit, buchstäblich unter Hochdruck. Ein Arbeiter mit Gummistiefeln, Schutzhose und Maske trägt den Dreck mit gebündelter Wasserkraft gezielt ab.

Die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels sorgt für viele gestresste Autofahrer. Zusätzlich zur notwendigen Behinderung durch Baustellen blockieren immer wieder Fehlplanungen und Pannen das Nadelöhr unter dem Nord-Ostsee-KanalMario Barth führte die Dauerbaustelle auf RTL vor.

Seit fünf Monaten rücken Spezialfirmen der westlichen Hälfte des Kanaltunnels zu Leibe. Die Sanierung kommt offenbar voran. Denn anders als bei der Oströhre meldet das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau: wir liegen im Zeitplan. In der Behörde geht man davon aus, den Tunnel Ende Februar 2020 wieder vierspurig dem Verkehr übergeben zu können – mehr als acht Jahre nach Beginn der Arbeiten.

„Wir sind im Wesentlichen im Plan“, sagte Bauingenieur Oliver Poppe, der Baubevollmächtigte beim WSA für die Tunnelsanierung. Zwar fielen die Schäden im Beton der alten Weströhre an vielen Stellen größer als erwartet aus. Durch Sonderschichten wurde ein zeitlicher Verzug, der auch andere Gewerke behindern könnte, aber abgewendet.

„Der Umfang der Schäden war größer als in der Oströhre“, meldete Poppe bei einem Ortstermin am Westerrönfelder Tunnelausgang am Dienstag. „Den Mehraufwand haben wir durch Arbeit auch in der Nacht aufgefangen.“ An drei bis vier Wochen im Mai, so der WSA-Ingenieur, seien Baufirmen in der Weströhre rund um die Uhr im Einsatz gewesen.

Zunächst entfernten Roboter den Brandschutzanstrich. Danach trugen Arbeiter mit Hochdruck-Wasserstrahl die Betonoberfläche ab. Schadstellen an den Wänden wurden mit Spritzmörtel aufgefüllt. Als nächster Arbeitsschritt werden Spezialmatten aus Metall verlegt und mit einer weiteren Schicht aus Beton verkleidet. Die sogenannten Anodengitter sind elektrisch leitend und schützen den Stahlbeton langfristig vor Zersetzung.

Allein für diese Phase der Grunderneuerung werden ein bis zwei Monate veranschlagt. Bis Ende des Jahres sollen alle Wände instandgesetzt sein. 2018, im zweiten Jahr der Bauarbeiten in der Weströhre, wird die Tunnelsohle ertüchtigt. Im darauffolgenden Jahr ist die Betriebs- und Verkehrstechnik an der Reihe. Dazu gehören unter anderem Brandmelder, Lüftungen, Lautsprecher, Handy- und Rundfunksender, Verkehrszeichen und Kameras.

Zu den voraussichtlichen Gesamtkosten wollte sich Poppe nicht äußern. Im Januar war die Kanalverwaltung von 80 Millionen Euro ausgegangen

Der Kanaltunnel wird zum Millionengrab
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Nord-Ostsee-Kanal : Dänen fordern Doppeltunnel anstelle der Rader Hochbrücke

vom 1. Juni 2017

Vier dänische Kommunen unterstützen in einem offenen Brief den Flensburger Vorstoß zum Tunnelbau durch den NOK.

Apenrade | „Die Infrastruktur in Norddeutschland ist für unsere regionale Wirtschaft von sehr großem Interesse – aber sie liegt auf deutscher Erde. Wir können nichts bestimmen, aber wir wollen darauf hinweisen, wie wichtig insbesondere der moderne Ausbau über den Nord-Ostsee-Kanal für uns ist“, sagt Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre).

Experten gehen davon aus, dass die alte Brücke noch höchstens neun Jahre genutzt werden kann. Bereits jetzt gilt auf der maroden Autobahnbrücke für Lastwagen Tempo 60. Und die vierspurige Brücke ist auch immer wieder ein Nadelöhr für den Verkehr. Lange Staus können etwa für Logistiker wirtschaftliche Einbußen bedeuten.

Am Mittwoch haben Andresen und seine drei Bürgermeisterkollegen aus Sonderburg, Hadersleben und Tondern einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie eine große Hoffnung zum Ausdruck bringen: Aus dem jetzigen Nadelöhr Rader Hochbrücke muss eine moderne Auto- und Bahnverbindung geschaffen werden. Bevorzugte Umsetzung: ein Doppeltunnel für Straßen- und Schienenverkehr.

Auch Regionsratsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre) will sich dem Schreiben anschließen, das über die Stadt Flensburg ans Bundesverkehrsministerium nach Berlin geschickt wird. Der Hintergrund: Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) und Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar (CDU) machen sich erneut für eine Tunnellösung stark, trotz der bereits erfolgten Entscheidung, dass die Rader Hochbrücke neu gebaut wird.

„Wir wollen, gerade auch mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl, die Chance nutzen, um die Resolution der Flensburger Ratsversammlung noch einmal ins Spiel zu bringen. Mit der Tunnellösung denken wir an die Generationen nach uns, die geplante Ersatzbrücke ist in ihrer Kapazität viel zu kurzfristig gedacht, vor allem was den Schienenverkehr angeht“, sagt Simone Lange.

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Tunnel-Baustelle : Es hämmert unter dem Nord-Ostsee-Kanal

vom 9. Februar 2017
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sanierung der Weströhre hat begonnen. Die Arbeiter sind bis tief in die Nacht im Einsatz.

Feiner Staub lag in der Luft. Das entfernte Hämmern eines hydraulischen Meißels war zu hören, als Karsten Thode sich der tiefsten Stelle des Kanaltunnels näherte. „Wunderbar. Ich bin positiv überrascht. Auf der gesamten Strecke wird gearbeitet“, sagte der Dezernatsleiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) und blickte vom einen Ende des 640 Meter langen Bauwerks zum anderen. Die Bundesbehörde ist unter anderem für den Nord-Ostsee-Kanal und damit auch für die Rendsburger Querung verantwortlich. Ihre Oströhre und der Mittelgang, zentraler Flucht- und Rettungsweg, wurden in den vergangenen Jahren saniert. Seit dem 30. Januar nehmen sich die Arbeiter die Weströhre vor.

25 Beschäftigte des Baukonzerns Züblin starteten gestern in den Dienst. Zum dritten Mal in dieser Woche standen drei Schichten auf dem Plan. Ein Team sollte bis 3 Uhr in der Nacht zu heute den Notgehweg an der Seite zertrümmern. Mit Radladern wurden die Brocken zu den Tunnelausgängen geschafft, um dort anschließend auf Lastwagen verladen zu werden.

Die Fahrbahndecke, etwa 16 Zentimeter mächtig, hat die erste Etappe auf dem Weg in die Deponie schon hinter sich. Jetzt besteht der Boden nur noch aus nacktem Beton. Was sich darunter befindet, wird über den Fortgang der Arbeiten mitentscheiden. In der Oströhre hatte verzogener Betonstahl im Untergrund zu Verzögerungen geführt. Beim Bau des Kanaltunnels hatte sich der sogenannte Bewehrungsstahl durch das Gewicht der seitlichen Tunnelwände nach oben gewölbt. In der Mitte der Röhre war für die Fahrbahn dadurch weniger Platz. Ob dieses Dilemma auch in der Weströhre auftreten wird, wissen die Ingenieure nicht – sie gehen aber fest davon aus. „Wir wissen noch nicht genau, ab welcher Tiefe wir mit dem Bau der Fahrbahn beginnen werden“, so Züblin-Bereichsleiter Walter Gyhr. Es könne durchaus sein, dass die Deckenhöhe in der Weströhre am Ende minimal höher als in der Oströhre ausfällt.

Die dreijährige Sanierung gliedert sich in drei Phasen. In diesem Jahr werden hauptsächlich die Wände bearbeitet, ab März werden zudem die Sammelbecken für Regenwasser auf Vordermann gebracht. Im kommenden Jahr, so die Planung, konzentrieren sich die Arbeiten auf die Tunnelsohle. 2019 folgt die Sicherheitsausstattung wie Kameras, Lüftung, Beleuchtung. „Wir wissen in der Weströhre genau, was zu tun ist. Die Erfahrungen aus der Oströhre wollen wird dort umsetzen“, sagte Henning Schrewe, Technischer Direktionsleiter bei Züblin. Er versprach, dass an sechs Tagen in der Woche gearbeitet werde, in mindestens zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr. Auch in den Ferien. Nur um Weihnachten herum nicht. Schrewe: „Bis zu 60 Leute täglich werden in diesem Jahr auf der Baustelle sein.“ Einem schnelleren Verlauf werde man sich nicht verwehren. „Wenn wir früher fertig werden können, dann wollen wir das auch.“

Kosten verdreifachen sich auf 80 Millionen Euro / Arbeiten sollen in drei Jahren beendet sein Rendsburg Der Kanaltunnel in Rendsburg wird wieder zum Nadelöhr. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) kündigte gestern an, Ende Januar mit der Sanierung der Weströhre zu beginnen. Die Arbeiten sollen drei Jahre dauern und Ende Februar 2020 abgeschlossen werden. Das wäre deutlich schneller als bei der im Oktober 2016 freigegebenen Oströhre, an der man vier Jahre und zwei Monate gewerkelt hat. Die Kosten für die gesamte Tunnelsanierung aktualisierte die WSV auf 80 Millionen Euro. Das ist mehr als das Dreifache der ursprünglichen Kalkulation, die sich auf 25 Millionen Euro belief. Reinhard Klingen, Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, sagte gestern auf einer Pressekonferenz im Rendsburger Wasser- und Schifffahrtsamt, dass man mit den beteiligten Firmen sechs Monate hart und zäh über die Bedingungen für die Fortsetzung der Bauarbeiten verhandelt habe. Die Fehler und Schwierigkeiten, die laut Klingen zur „unerfreulich langen Bauzeit der Oströhre“ geführt haben, will die WSV beim zweiten Bauabschnitt mit einem optimierten Bauzeitenplan in den Griff bekommen. In einem am 30. Dezember unterzeichneten Vertrag einigten sich Firmen und Auftraggeber auf verbindliche Zwischentermine, eine verstärkte Bauaufsicht sowie ein Streitbeilegungverfahren, mit dem man Baustopps verhindern will. Die Kostensteigerungen seien darauf zurückzuführen, dass der Tunnel in einem weitaus schlechteren Zustand gewesen sei als erwartet, so Klingen. Zudem seien die Unterlagen aus der Bauzeit des Tunnels fehlerhaft und unvollständig gewesen. Als eine der größten Überraschungen habe sich die Regenwasserableitung erwiesen. Unter der Sohle des Tunnels befand sich ein Regenwassersammelbecken, darüber wurde die Fahrbahn quasi wie eine Brücke geführt. Ursprünglich sollte die Tunnelsanierung zweieinhalb Jahre dauern und 2014 abgeschlossen werden. dj
Stand: 16.12.2016 12:14 Uhr - Lesezeit: ca.1 Min. Copyright NDR

Radio unter dem Nord-Ostsee-Kanal: Premiere nach 55 Jahren!

Im Radio läuft der aktuelle Lieblingshit, in der Bundesligakonferenz berichtet der Reporter live über den entscheidenden Schuss... Wer in diesen Momenten in den vergangenen 55 Jahren durch den Rendsburger Kanaltunnel fuhr, hörte nichts außer dem Surren des Motors und dem Rauschen des Radios. Diese Erlebnisse gehören seit Anfang des Monats in der frisch sanierten Oströhre der Vergangenheit an. NDR 2 und die NDR 1 Welle Nord sind seitdem bei der Fahrt durch den Kanaltunnel ohne Probleme zu empfangen, denn für beide Radioprogramme wurden in der Röhre  zusätzliche Sender installiert.
Diverse Computermonitore stehen in der Steuerzentrale des Kanaltunnels. © NDR Fotograf: Christian Nagel
Neueste Überwachungstechnik: In der Steuerungszentrale des Kanaltunnels wird die sanierte Röhre mit moderner Videotechnik überwacht.
Die nachgerüstete Technik dient allerdings nicht nur dem Komfort während der Fahrt, sondern auch der Sicherheit. Bei Gefahren schaltet sich die Tunnelzentrale in das Radioprogramm und gibt über die Autoradios entsprechende Warnungen und Verhaltenstipps. In der Weströhre des Kanaltunnels wird bei der Sanierung die gleiche Technik eingebaut werden, so dass NDR und Tunnelzentrale gemeinsam in beiden Richtungen für störungsfreie Unterhaltung und eine deutlich gestiegene Sicherheit sorgen werden.
Neues Chaos am Kanaltunnel: Höhenkontrolle außer Kontrolle
Neue Anlage führt zu Sperrungen in Serie / Lastwagen landen in Sackgasse und müssen auf B 77 wenden
Rendsburg Copyright Norddeutsche Rundschau
Die von Pleiten, Pech und Pannen begleitete Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels wird für Autofahrer immer mehr zum Ärgernis – und sorgt inzwischen auch bundesweit für Schlagzeilen. Jetzt führt die neue Höhenkontrolle zu chaotischen Szenen. Das automatische Messsystem soll verhindern, dass zu große Fahrzeuge in den Tunnel fahren und dort Schäden verursachen. Seit Inbetriebnahme der sanierten Oströhre vor einer Woche registrierte die Polizei mehr als 40 Sperrungen – so viele ungeplante Störungen des Verkehrsflusses wie sonst in einem Jahr. Leidtragende sind Tausende Berufspendler und Unternehmen im mittleren Schleswig-Holstein. Für sie steht nur die Rader Hochbrücke als landgebundene Ausweichstrecke zur Verfügung.
Wirtschaftlicher Verlust von 50 000 Euro pro Tag
Der Kanaltunnel wird seit 2011 erneuert und hätte Ende 2013 fertig sein sollen. Doch ein Ende ist nicht absehbar. Derzeit ruht die Baustelle. Die für das Projekt zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung verhandelt mit den Baufirmen über einen Zeitplan für die Sanierung der westlichen Röhre. Schon jetzt wurden die geplanten Baukosten von 25 Millionen Euro um mehr als das Doppelte überschritten. RTL widmet sich dieser Steigerung demnächst in der Satiresendung „Mario Barth deckt auf“, um auf drastische Steuerverschwendung aufmerksam zu machen. Der Unternehmensverband Nord beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch das Tunnel-Fiasko mit rund 50 000 Euro pro Tag. Grund für die jüngsten Sperrungen waren Lkw, die das gesetzliche Höchstmaß von vier Metern überschritten. Die meisten durften die Fahrt nach einer Überprüfung fortsetzen. Zu Staus kam es dennoch, da nur eine Spur je Fahrtrichtung zur Verfügung steht. Die Lichtschranken der Höhenkontrolle wurden gestern leicht nach oben verändert. Ob dadurch alles besser wird, ist fraglich. Zumal die Höhenkontrolle möglicherweise falsch platziert wurde. Vor dem Elbtunnel können ertappte Höhensünder die Autobahn 7 in Fahrtrichtung verlassen. In Rendsburg gibt es diese Chance nicht. Löst die Kontrolle aus, steht ein betroffener 18-Meter-Sattelschlepper auf der Bundesstraße 77 in der Sackgasse. Er müsste vor dem Tunnel wenden.
Frank Höfer
Wirtschafts-Krimi
Wie eine Behörde am, im und vor dem Rendsburger Kanaltunnel scheitert
Jürgen Muhl
Es ist eine schier endlose Geschichte. Eine traurige und doch interessante Geschichte, die sich mit amüsanten Episoden und offenbar auch düsteren Machenschaften ein Jahrzehnt über Wasser hält und besten Stoff für einen Wirtschaftskrimi liefert. Im Mittelpunkt steht der Rendsburger Kanaltunnel. Die Sanierung sollte Ende 2013 abgeschlossen sein. Jetzt heißt es frühestens 2018. Wohl eher 2019. Rund 25 Millionen Euro waren veranschlagt, es werden aber über 65 Millionen Euro. Wenn die dann reichen. Der bekannte Komiker Mario Barth bereitet eine TV-Sendung vor, sie beschäftigt sich mit „Deutschlands größtem Baudesaster.“ Ein Desaster sind die Vorgänge am, im und rund um diesen Tunnel in der Tat. „Mach’ mal Pause! – Kanaltunnel Rendsburg“, heißt es auf einem T-Shirt. Ein Verkaufsschlager. Dass nach der vorübergehenden Freigabe der Oströhre die Höhenkontrollen verrückt spielen und die betroffenen Lkw die Bundesstraße vor der Tunneleinfahrt nicht mehr verlassen können, weil die Kontrollgeräte hinter der letzten Abfahrt installiert worden sind, ist der jüngste Akt eines teilweise illustren Schauspiels. Auftraggeber ist der Bund. Berlin zahlt die vielen Millionen, also auch den Aufschlag, die 40 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen waren. Im Verkehrsministerium gibt man sich verschlossen. Von Auseinandersetzungen mit der zuständigen Behörde, dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, ist nichts bekannt. Ministerium und Behörde sagen auch nichts zur Ursache der Schlamperei. Sie nehmen das Desaster – so hat es den Anschein – einfach so hin. Dem Vernehmen nach hat die Behörde bei der Auftragserteilung an ein Firmenkonsortium, von dem in all den Jahren nur sehr selten Arbeitskräfte zu sehen waren, Fehler gemacht. Sie habe sich über den Tisch ziehen lassen, wird kolportiert. Dafür spricht vieles. Eben die Behäbigkeit der ausführenden Unternehmen, die ständig mit Forderungen nachlegen und dabei von der Behörde nicht aufgehalten werden. Offenkundig ist, dass der Auftraggeber schlechte Karten hat. Bekannt ist auch, dass diejenigen Behördenvertreter, die den Auftrag unterschrieben haben, nicht mehr zuständig sind. Aber das ist es dann auch schon. Ein dunkles Kanal-Kapitel.
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/rendsburger-kanaltunnel-ostroehre-soll-noch-im-september-geoeffnet-werden-id14753356.html http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/der-neue-verkehrsfluss-im-tunnel-id14995081.html Copyright Norddeutsche Rundschau Oströhre wieder frei : Der neue Verkehrsfluss im Tunnel vom 4. Oktober 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Die Freigabe der sanierten Oströhre in der Nacht auf Sonnabend klappte reibungslos. Frühestens am 17. Oktober kann der Verkehr auf der B77 wieder vierspurig fließen – bis auf weiteres. Rendsburg_Tunnel_620 Zwei Tage nach Freigabe der sanierten Hälfte des Kanaltunnels für den Verkehr zeigte sich Sönke Meesenburg zufrieden. Die Öffnung der Oströhre in der Nacht auf Sonnabend sei ohne Probleme verlaufen. „Alle Beteiligten haben sehr gut zusammengearbeitet“, sagte der Leiter der Planungsgruppe für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals gestern. Die Abteilung in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ist für das Großprojekt zuständig. Um 3.45 Uhr am Sonnabend wurde die Vollsperrung der B 77 unter dem Nord-Ostsee-Kanal aufgehoben. Als Erster durchfuhr an diesem Morgen der Rendsburger Gastronom Giorgio De Matteis die frisch sanierte Tunnelröhre. „Ich bin gerade auf dem Weg zum Hamburger Großmarkt und habe von der bevorstehenden Öffnung gehört“, erklärte der „Pane Vino“-Chef. Da er der Erste in der sanierten Oströhre sein wollte, nahm der schnelle Italiener sogar eine halbe Stunde Wartezeit vor einer der Absperrungen in Kauf. „Schön, dass nun schon einmal eine Seite des Tunnels fertig ist“, freute sich Giorgio De Matteis. „Das feier ich heute Abend mit einem Glas Prosecco.“ Die Verantwortlichen vor Ort reagierten ebenfalls erleichtert. „Auch wenn es für viele teilweise nicht so aussah, dass etwas passiert – wir haben mit Hochdruck an der Tunnelsanierung gearbeitet“, versicherte Frithjof Garrn, der die Kanaltunnel-Baustelle von Beginn an leitet. Neben der offensichtlichen Erneuerung der Röhre seit Juli 2012 wurde auch die komplette Technik überarbeitet. Altbewährtes konnte übernommen werden, der Rest durch hochmoderne Sicherheitstechnik ersetzt. „Für die Anlaufphase haben wir vorsichtshalber sogar einen zweiten Leitstand eingerichtet, falls irgendetwas ausfallen sollte“, merkte Garrn an. Auf den angekündigten Rundfunkempfang im Tunnel müssen die Verkehrsteilnehmer allerdings noch ein paar Jahre warten. Diesen Service werde es erst nach Ende der Gesamtsanierung geben, kündigte Meesenburg auf Nachfrage an. WERBUNG inRead invented by Teads Um 21 Uhr am Freitagabend war die Bundesstraße 77 im Bereich des Tunnels gesperrt worden. „Rettungs-, Einsatz- und Löschfahrzeuge werden natürlich weiterhin durchgelassen“, berichtete Garrn, während er in der Nacht des Seitenwechsels immer wieder die Umbauten an der Streckenführung kontrollierte. Absperrbaken mussten versetzt, Linien neu gezogen werden. „Einige Fahrbahnmarkierungen werden aufgemalt, andere nur aufgeklebt – wenn das Wetter mitspielt.“ Autofahrer, die auf der westlichen Spur unterwegs sind, müssen an den Tunnelportalen wegen der kurvigen Verkehrsführung nun besonders aufmerksam sein. Die vorübergehend stillgelegte Weströhre wird von heute bis Freitag gereinigt. Danach steht eine Bauwerksprüfung an (10. bis 14. Oktober). Sollten bei der Untersuchung keine schweren Schäden festgestellt werden, wird die Röhre frühestens am 17. Oktober dem Verkehr übergeben. Für unbestimmte Zeit wären dann alle vier Tunnelspuren befahrbar. Die Grunderneuerung der Westhälfte soll erst beginnen, wenn mit den Baufirmen ein verbindlicher Bauzeitenplan vereinbart wurde. Copyright Norddeutsche Rundschau Sperrung wegen Sanierung : Rendsburger Kanaltunnel: Oströhre soll noch im September geöffnet werden vom 6. September 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Kanalverwaltung strebt Verkehrsfreigabe bis Ende September an. Es steht nur noch eine TÜV-Prüfung an.   Die Oströhre ist längst fertig, darf aber noch nicht befahren werden. Die Oströhre ist längst fertig, darf aber noch nicht befahren werden. Foto: Frank Höfer 1 von 1 Rendsburg | Auf dem Weg zur Freigabe der sanierten Kanaltunnel-Oströhre für den Verkehr in Rendsburg ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau einen wichtigen Schritt weiter. Seit Freitag sind die Verantwortlichen im WSA mit den Baufirmen „quitt“ – die neue Betriebs- und Verkehrstechnik wurde seitens der Behörde abgenommen. Jetzt steht nur noch die letzte Prüfung durch den TÜV Nord aus. Sie findet vom 12. bis 14. September in der kommenden Woche statt. Geben die unabhängigen Experten ebenfalls grünes Licht, kann der Verkehr durch die Oströhre fließen. „Der TÜV ist Gutachter in unserem Auftrag, dieses Gutachten brauchen wir“, sagte Sönke Meesenburg, Chef der für den Tunnel zuständigen Planungsgruppe im WSA, auf Anfrage der Landeszeitung. „Für die Verkehrsfreigabe haben wir den September im Visier.“ Die jetzt erfolgte Abnahme der erbrachten Bauleistungen und von Teilen der Betriebs- und Verkehrstechnik ist nach seinen Worten „ein Meilenstein“. Ein Datum, wann die Absperrungen vor den Einfahrten zur Oströhre abgebaut werden, konnte der leitende Ingenieur nicht nennen. Nach seinen Angaben werde im WSA alles dafür getan, die Freigabe zügig zu erteilen. Die Sanierung des Kanaltunnels schien bislang wie eine unendliche Geschichte, die viele Menschen im Raum Rendsburg wütend macht. Im Juli führte das sogar dazu, dass zwei Männer die Absperrungen umkurvten. Bei der illegalen Fahrt durch die gesperrte Röhre stellte einer von ihnen fest: „Hier ist doch alles fertig, oder?“ Ganz fertig ist der Tunnel damit aber noch nicht - denn es gibt ja noch eine zweite Röhre. Fest steht, dass es zunächst keine vier Fahrspuren unter dem Kanal geben wird. Grund: Die seit Jahren stark beanspruchte Weströhre muss einer Bauwerksprüfung unterzogen werden. „Wir streben an, beide Röhren dem Verkehr zu übergeben“, gab Meesenburg an, ohne einen zeitlichen Rahmen zu nennen. Die Sanierung der Weströhre soll erst dann beginnen, wenn mit den Baufirmen ein verbindlicher Bauzeitenplan vereinbart wurde. Er sei noch nicht fertig, hieß es gestern aus dem WSA. Über die neuen Entwicklungen will die Kanalverwaltung demnächst ausgewählte Vertreter aus Politik und Wirtschaft persönlich informieren. Am Freitag, 16. September, tagt zum zweiten Mal eine vom Unternehmensverband initiierte Arbeitsgruppe, und am Dienstag, 20. September, kommt der „Infobeirat Kanaltunnel Rendsburg“ im Kreishaus zusammen. http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanaltunnel-sanierung-bundesregierung-dementiert-stillstand-id14441941.html COPYRIGHT norddeutsche RUNDSCHAU 23-Rendsburg-Kanaltunnel-0-1467822528 Fertig und doch nicht freigegeben: Die Sanierung der Oströhre ist seit Monaten abgeschlossen, der Verkehr könnte problemlos fließen. Darf er aber nicht, weil sich die Nachbereitung der Grundinstandsetzung auf dem Papier in die Länge zieht. Rendsburg : Kanaltunnel-Sanierung: Bundesregierung dementiert „Stillstand“ vom 3. August 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Die Arbeiten in der Oströhre hätten eigentlich 2013 fertig sein sollen – aber Unterbrechungen habe es nicht gegeben, heißt es aus Berlin.   Fertig und doch nicht freigegeben: Die Sanierung der Oströhre ist seit Monaten abgeschlossen, der Verkehr könnte problemlos fließen. Darf er aber nicht, weil sich die Nachbereitung der Grundinstandsetzung auf dem Papier in die Länge zieht. Foto: Höfer 1 von 1 Rendsburg | Die Bundesregierung hat bestritten, dass es bei der Sanierung des Straßentunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal in den vergangenen Jahren zu Unterbrechungen gekommen ist. „Es hat auf der Baustelle keine Stillstandszeiten gegeben. Die Baufirma hat keine solchen Zeiten geltend gemacht“, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Der Baufortschritt war jedoch wiederkehrend in der vollumfänglichen Ausführung geplanter Leistungen behindert. Durch Umstellungen im Bauablauf konnte stattdessen in ungestörten Bereichen gearbeitet werden.“ Der Kanaltunnel soll laut aktuellen Planungen erst 2019 komplett saniert sein (ursprünglich war 2013 anvisiert). Ende Mai machte Ministerpräsident Torsten Albig die Dauerbaustelle übrigens zur höchsten Chefsache. Am Rande eines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel übergab er ihr einen Brief mit der Bitte, sich für einen möglichst raschen Fortschritt der Arbeiten an diesem wichtigen Verkehrsprojekt einzusetzen. Die Grünen-Abgeordnete Valerie Wilms aus Pinneberg, Verkehrsexpertin ihrer Fraktion im Bundestag, hatte zusammen mit anderen Grünen-Abgeordneten 18 Fragen zu den „Verzögerungen von Bauarbeiten am Kanaltunnel Rendsburg“ an die Bundesregierung gerichtet (Drucksache 18/9213). Mit den Antworten ist die Politikern unzufrieden. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung habe den Überblick verloren. „Sie hat ein Verwaltungsproblem und scheint vollkommen überfordert. Als Bauherrin müsste sie eigentlich wissen, wie viele Tage die Baustelle an der Oströhre stillstand, stattdessen flüchtet sie sich in Ausreden. Das ist nicht mehr nachvollziehbar.“ Die Grünen-Verkehrsexpertin verlangt von der Bundesregierung eine klare Aufstellung, bis wann die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wieviel sie insgesamt kosten werden und welche Mehrkosten damit gegenüber ersten Planungen verbunden sein werden. In der Kleinen Anfrage blieben die „Preisfragen“ unbeantwortet. „Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest.“ Die für die Sanierung verantwortlichen WSV-Ingenieure hatten im Mai indes eine voraussichtliche Summe von 63 bis 64 Millionen Euro genannt. Angestrebt werde eine Fertigstellung bis Anfang 2019. Nach den ersten Plänen sollte die Erneuerung des vierspurigen Kanaltunnels bereits Ende 2013 abgeschlossen sein und lediglich 25 Millionen Euro kosten. Autofahrer haben mittlerweile die Nase voll und umfahren einfach die Absperrungen – zwei Fälle sind mit Videos dokumentiert. „Hier ist doch alles fertig, oder?“ wundert sich ein Autofahrer in diesem Video. 17 Std. ·Satire
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Zuvor ging Wadephul in seinem Bericht aus Berlin auf ausgewählte Wahlkreisthemen ein, insbesondere auf die verkehrliche Anbindung des Nordens. In Bezug auf den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Sehestedt und Holtenau sowie auf die Erneuerung der Schleusentore sagte er: „Berlin hat erkannt, dass dieser Kanal die wichtigste Wasserstraße der Welt ist.“ Kritik äußerte der designierte Wahlkreiskandidat in Bezug auf die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels, für den der Bund zuständig ist. „Das erinnert alles sehr an den Berliner Flughafen“, so Wadephul. Er habe Bundesminister Alexander Dobrindt deutlich gemacht, dass diese Situation nicht hinnehmbar sei und er erwarte, dass nach Fertigstellung der ersten Röhre eine Pause eingelegt werde. „Ich erwarte, dass bei der Sanierung der zweiten Röhre ein klarer Bauzeitenplan vorliegt“, sagte er. Von Dobrindt habe er ein positives Signal in Bezug auf die Anschaffung einer neuen Schwebefähre erhalten, sollte die alte sich als nicht reparaturfähig erweisen. Harsche Worte in Richtung Reinhard Meyer (SPD), schleswig-HolsteinischerVerkehrsminister, sandte Wadephul in Sachen Rader Hochbrücke, für die das Land zuständig ist. „Es ist seine Brücke, für die er die Verantwortung trägt“, stellte er klar und äußerte massive Zweifel an dem Vorgehen des Verkehrsministers, besonders im Hinblick auf den Ausbau der A  20: „Es ist eine Blamage für Schleswig-Holstein, dass der Bund Milliarden für die Verkehrsplanung anbietet und wir können keinen einzigen Cent ausgeben.“
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/lange-tunnel-sanierung-verdi-stellt-sich-vor-kanalverwaltung-id13866226.html
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Rendsburg : Lange Tunnel-Sanierung: Verdi stellt sich vor Kanalverwaltung

 
Rendsburg_Tunnel_620 Der Unternehmensverband Mittelholstein kritisiert die ständigen Verzögerungen bei der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels - und plant eine Protestaktion für Freitag (3. Juni). Foto: Höfer/Archiv 1 von 1Rendsburg | Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Kanalverwaltung gegen Kritik an der langen Sanierung des Kanaltunnels in Schutz genommen. Anlass ist die für Freitagmittag (3. Juni) geplante Protestaktion des Unternehmensverbandes Mittelholstein (UVM), der zu einem Autokorso mit Hupkonzert durch Rendsburg aufgerufen hat. Die Kolonne setzt sich um 13 Uhr am Paradeplatz in Bewegung, Ziel ist der Bauhof des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Kiel-Holtenau in der Blenkinsopstraße. Dort soll eine Protestnote übergeben werden. Die Bauarbeiten dauern immer länger, die Kosten schießen in die Höhe, die Nerven liegen blank. Eine Ärgernis ist die Großbaustelle vor allem für tausende Pendler, die vor dem Tunnel jeden Tag im Stau stehen.Der Unternehmensverband bemängelt die erneuten Verzögerungen bei den 2011 begonnenen Bauarbeiten, die voraussichtlich nicht vor 2019 abgeschlossen sein werden. Verdi reagierte auf den Vorstoß der Unternehmer mit Unverständnis, deren Vorhaben sei unverständlich und werfe Fragen nach der politischen Haltung der Verantwortlichen auf. „Der richtige Adressat wäre der Bundesminister Dobrindt in Berlin.“ Doch dort traue sich der Unternehmensverband wohl nicht hin, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Jochen Penke. „Hier sollen Beschäftigte der WSA für etwas verantwortlich gemacht werden, wofür sie definitiv nicht verantwortlich sind.“Nicht die Beschäftigten der Kanalbehörde, sondern der Minister und die Staatssekretäre sollten an ihre Zusagen erinnert werden. Gerade das WSA habe schon vor Beginn der Sanierungsarbeiten auf den langen Zeitraum hingewiesen, den die Arbeiten in Anspruch nehmen werden. „Die Beschäftigten des WSA sind diejenigen, die rund um die Uhr daran arbeiten, die Sanierung über die Bühne zu bringen. Sie sind nicht die Verursacher der Verzögerung, deshalb ist der angebliche Protest „ein Sturm im Wasserglas an der falschen Stelle“, teilte Penke weiter mit.UVM-Geschäftsführer Michael Thomas Fröhlich spielte den Ball zurück. Der Unternehmensverband reagiere mit Unverständnis, dass Verdi nicht erkenne, dass beim Kanaltunnel die Zumutbarkeitsgrenze für die norddeutsche Wirtschaft erreicht sei. Der Protest richte sich nicht nur gegen die Kanalverwaltung in Rendsburg, sondern auch gegen das Bundesverkehrsministerium als den eigentlichen Dienstherrn. Über den UV Nord, dessen Hauptgeschäftsführer Fröhlich ist, werde man Druck in Berlin ausüben. „Wir würden uns freuen, wenn Verdi einmal ihre eigenen Mitglieder befragen würde, die außerhalb des WSA arbeiten und täglich durch den Tunnel fahren oder besser in ihm stehen müssen“, so der Geschäftsführer weiter. Als Beispiele nannte Fröhlich die Beschäftigten bei Banken und Versicherungen sowie im Einzelhandel. „Dann würde die Aussage der Gewerkschaft mit Sicherheit gänzlich anders ausfallen.“Zeitgleich zum Autokorso soll Freitag um 13 Uhr eine Menschenkette zwischen Eisenbahnhochbrücke und Fußgängertunnel gebildet werden. Beide Aktionen sorgen inzwischen auch in der Landespolitik für Wirbel. Kritik an der Kanalverwaltung wurde am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Schleswig-Holsteinisches Landtags laut: „Wenn jetzt zur Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen schon Menschenketten organisiert werden, muss doch auch dem Letzten klar werden, dass wir einen echten Neuanfang in der Infrastrukturpolitik brauchen, wenn wir unseren Wohlstand nicht weiter gefährden wollen“, meinte der Vorsitzende des Gremiums, Christopher Vogt (FDP), nach einer Anhörung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung über die erneute Verzögerung beim Rendsburger Kanaltunnel.Woran es offenbar komplett mangele, sei ein geeignetes System zur regelmäßigen Bestandsaufnahme der Substanz der eigenen Bauwerke. „Die WSV wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten vom schlechten Zustand des Kanaltunnels kalt erwischt. Dies wurde unserem Bundesland schon bei der Rader Hochbrücke zum Verhängnis“, merkte Vogt kritisch an.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rader-Hochbruecke-wird-wieder-zum-Nadeloehr,hochbruecke326.html
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tand: 15.06.2016 05:00 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.

Rader Hochbrücke wird wieder zum Nadelöhr

Die Rader Hochbrücke auf der Autobahn 7 wird erneut repariert. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr haben Experten bei Routinekontrollen Schäden an der Stahlkonstruktion festgestellt. Drei von vier Fahrbahnübergängen sind nicht in Ordnung. In drei Nächten wird gearbeitet. Los ging es am Dienstagabend auf der Nordseite der Brücke. Bis zum frühen Mittwochmorgen stand den Autofahrern in Richtung Flensburg nur eine Spur zur Verfügung. Über die aktuelle Lage auf den Straßen informiert das NDR Verkehrsstudio.

Die Rader Hochbrücke: Veraltet und marode

In der Nacht zum Donnerstag und in der Nacht zum Freitag werden die Arbeiten auf der anderen Seite - Richtung Hamburg - fortgesetzt. Eine Fahrspur bleibt auch dann frei. Tagsüber wird nach Angaben des Landesbetriebs nicht gearbeitet. Während der Bauphase gilt im Baustellenbereich Tempo 60.

Neue Brücke bis 2030

Die Rader Hochbrücke hält nach Berechnungen von Statikern noch bis 2026. Bis dahin soll die erste Fahrbahnseite einer neuen Brücke fertig sein. Dann wird das alte Bauwerk abgerissen und im Anschluss die zweite Häfte der neuen Konstruktion gebaut. Die komplette, neue Brücke soll 2030 fertig sein. Sie wird breiter, sodass es die Möglichkeit gibt, bei viel Verkehr, in jede Richtung eine dritte Fahrspur freizugeben.
Weitere Informationen
Dieser Bilder gehören jetzt hoffentlich der Vergangenheit an: Autofahrer stehen vor der Rader Hochbrücke bei Rendsburg im Stau © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs

Neue Rader Hochbrücke soll breiter werden

Auf der neuen Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal soll es mehr Platz geben als bisher. 2026 soll die erste Hälfte stehen, 2030 dann das Gesamtbauwerk komplett erneuert sein. (12.03.2016) mehr
Uwe Carstensen Copyright
Tunnelröhre wird eingeweiht: Ende gut alles gut RAENDSBøRG. Wir schreiben das Jahr 2029. Extra aus München angereist: der Bundesverkehrsminister (einige Dinge ändern sich halt nie) und aus Berlin die Dauerkanzlerin Angela Merkel sowie einige ehemalige Staatschefs. Der Grund dieses Auftrittes im hohen Norden ist die feierliche Eröffnung der ersten fertiggestellten Tunnelröhre unter dem Nord-Ostsee Kanal. Von den verbliebenen 2.500 Einwohnern der ehemaligen Kreisstadt Rendsburg ist niemand gekommen. Ein Auto hat hier schon lange keiner mehr und daher ist das Interesse gering. Dafür sind ca. 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes erschienen. Viele von Ihnen konnten in dem nördlich des Kanals liegenden Bereich günstige Ferienhäuser erwerben. Stand ja alles leer. Jetzt liegen diese in Dänemark. Die Dänen hatten sich 2025 bereit erklärt, den ungewollten Teil Schleswig-Holsteins für 1 Euro vom Bund zu übernehmen. Ein wenig wehmütig ist die Stimmung unter den anwesenden WSA-Mitarbeitern und Bajuwaren schon. Bedeutet die Einweihung der Röhre doch auch den nahen, drohenden Verlust von sinnvollen Aufgaben in dieser Behörde. Da hilft es auch nichts, wenn man noch 20 bis 25 Jahre für die zweite Röhre einplant. Irgendwann gegen Ende des Jahrhunderts wird es vorbei sein mit dem goldenen Esel „Tunnel“. Aber er hat seinen Zweck ja auch langsam erfüllt. Das WSA ist dank Tunneldesaster seit 3 Jahren die größte Deutsche Behörde und kann von ihrem Hauptsitz in Garmisch Patenkirchen fast die ganze Republik überblicken. Von den Alpen bis zum NOK…
http://www.wsv.de/ftp/presse/2016/00175_2016.pdf
Stellungnahme der Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung zu den geplanten
Protestaktionen in Rendsburg


Anlässlich der für morgen angekündigten Protestaktionen zum Kanaltun-
nel Rendsburg sowie zur Schwebefähre erklärt Karsten Thode,Deze
rnatsleiter Regionales Management bei der Generaldirektion Wasserstra-
ßen und Schifffahrt:
„ Wir bieten den verantwortlich Beteiligtend der Protestaktionen in Rends-
burg den Dialog an. Deshalb werden wir die in Verbindung mit dem
Autokorso angekündigte Protestnote entgegennehmen und die Initiatoren der bei
den Protestaktionen zum Gespräch einladen.“Gleichwohl laufen die Arbeiten in der Oströhre auf Hochtouren und be finden auf der Zielgeraden. Alle Anlagen zur Betriebs-
und Verkehrstechnik ( Belüftungs-und Kommunikationsanlagen, Brandschutzsysteme
und Videoüberwachung)wurden installiert
.
Derzeit geht es um den firmenseitigen Abschluss der Dokumentation
der Technik, die auch Basis für die Validierung der Hard-und Software durch den TÜV ist. Parallel dazu laufen Tests an den Anlagen , die gemeinsam mit der
Baufirma, dem WSA Kiel - Holtenau und dem TÜV durchgeführt werden.
Ein wesentlicher Meilenstein war der erfolgreich verlaufene Brandver-
such. Ziel ist es, die Oströhre im Laufe des Sommers für den Verkehr freizu-
gegeben. Für die Weströhre des Tunnels gilt es,aus den Erkenntnissen bei der
Oströhre die richtigen Schlüsse zu ziehen , so dass die Arbeiten dort zügig und optimiertdurchgeführt werden können.Die Zusage ,erst dann mit der Sanierung der Weströhre zu beginnen, wenn ein verlässlicher Bauzeitenplan und ein fortgeschriebener Vertrag vorliegen, steht nach wie vor
 
Die Schwebefähre Rendsburg wurde am 8. Januar 2016 bei einer Hava-
rie schwer beschädigt.
Wegen des komplexen Schadensbildes der über 100 Jahre alten Stahlbauteile wurde zusätzlich auch ein externe Gutachter eingeschaltet. Die vollständige Schadensbewertung wird Ende Junivorliegen. Dann können weitere Aussagen zum Zeitplan gemacht werden.
Ziel ist es, die Schwebefähre so schnell wie möglich instand zu setzen
und wieder in Betrieb zu nehmen.
Für die Zeit des Ausfalls der Schwebefähre steht mit dem Fußgänge
rtunnel eine leistungsfähige Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Sollte
der Aufzug im Fußgängertunnel ausfallen sowie bei besonderen Großveranstaltungen setzt das WSA Kiel -Holtenau eine Fähre für Fußgänger und Radfahrer ein.Für einen darüber hinausgehenden Einsatz einer Fähre fehlt der WSV die rechtliche Grundlage.
Weitere Informationen unter:
http://www.kanaltunnel-rd.de
http://www.wsa-kiel.wsv.de/Tunnel
-
Bruecken-Faeh-ren/Bruecken/
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1014185.buerger-die-in-die-roehre-schauen.html
Copyright neues-Deutschland
Dieter Hanisch, Rendsburg 06.06.2016 / Inland

Bürger, die in die Röhre schauen

Rendsburg wartet nun schon seit Jahren auf die Fertigstellung eines wichtigen Tunnels

Der BER Schleswig-Holsteins ist der Kanaltunnel Rendsburg unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Das Projekt ist zu spät, viel teurer und noch lange nicht fertig. Die Betroffen sind genervt.

In Rendsburg und Umgebung liegen die Nerven blank: Die Grundsanierung des Kanaltunnels im Verlauf der Bundesstraße 77 ist längst zu einer unendlichen Geschichte geworden. Bei Stadtspitze, den Anwohnern und der regionalen Wirtschaft ist es jetzt vorbei mit der Geduld. Gemeinsam hat man am Freitagnachmittag demonstriert und bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) ein Protestschreiben überreicht.
Copyright Norddeutsche Rundschau Leitartikel
http://www.verkehrsrundschau.de/unternehmer-protest-gegen-verzoegerungen-beim-rendsburger-kanaltunnel-1799958.html Copright Verkehrsrundschau Unternehmer-Protest gegen Verzögerungen beim Rendsburger Kanaltunnel
 
Samstag, 04. Juni 2016
 
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03.06.2016Transport + Logistik | Inland

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premiumUnternehmer-Protest gegen Verzögerungen beim Rendsburger Kanaltunnel

Nach acht Jahren Vorplanung hätten die 2011 begonnenen Arbeiten am Tunnel 2013 unter dem Nord-Ostsee-Kanal fertig sein sollen. Der Unternehmerverband beklagt hohe Schäden für die Wirtschaft.
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Die Bauarbeiten verzögern sich immer wieder
Foto: Picture Alliance/RTN/Radio Tele Nord
Rendsburg. Gegen die erneute Verzögerung bei der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels hat der Unternehmensverband (UV) Mittelholstein am Freitag mit einem Auto-Korso protestiert. Der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) wurde in Rendsburg eine Protestnote übergeben. Unternehmen mit 12.000 Mitarbeitern hätten dies unterstützt, sagte UV-Geschäftsführer Michael Thomas Fröhlich. An dem Korso mit Lkw und Autos nahmen etwa 70 Fahrzeuge teil. Fröhlich wies auf die verheerenden Folgen durch die Verzögerungen für die regionale Wirtschaft hin. Unternehmen seien weggezogen und Arbeitsplätze bereits verloren gegangen. Nach acht Jahren Vorplanung hätten die 2011 begonnenen Arbeiten am Tunnel 2013 unter dem Nord-Ostsee-Kanal fertig sein sollen. Seit 2014 mussten die regionalen Unternehmen nach Angaben Fröhlichs rund 31,5 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten verkraften. Die Oströhre werde möglicherweise erst 2019 fertig und die Arbeiten an der Weströhre könnten noch mit den Abrissarbeiten der Rader Hochbrücke zusammenfallen, warnte Fröhlich. „Ziel ist es, die Oströhre im Laufe des Sommers für den Verkehr freizugegeben“, teilte die federführende WSV mit. Für die Weströhre des Tunnels nannte sie keinen Termin. (dpa)
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Laut-hupend-durch-Rendsburg,kanaltunnel182.html https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Laut-hupend-durch-Rendsburg,kanaltunnel182.html

Laut hupend durch Rendsburg

Die Menschen im Großraum Rendsburg sind genervt: Im Kanaltunnel ist nur eine Röhre frei, die Schwebefähre ist seit Anfang des Jahres außer Betrieb und immer wieder gibt es Staus auf der maroden Rader Hochbrücke. Mit zwei Protestaktionen haben sie am Freitag ihrem Ärger Luft gemacht. Der Unternehmensverband Mittelholstein (UVM) organisierte einen Autokorso, an dem sich laut UVM mehr als 70 Lastwagen, Transporter und Autos beteiligten. Sie demonstrierten gegen die Verzögerungen bei der Tunnelsanierung, die nun schon fünf Jahre dauert.
Viele Menschen bilden eine Reihe.

Video im Link

Rendsburg: Demo gegen Tunnelsperrung

Schleswig-Holstein Magazin - 03.06.2016 19:30 Uhr
Die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels will nicht enden. Pendler und Wirtschaft leiden. Mit einem Auto-Korso und einer Menschenkette wurde gegen das Schnecken-Tempo der Arbeiten demonstriert.
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Weströhre im Kanaltunnel: UVM fordert neuen Zeitplan

Der Korso bewegte sich am Nachmittag im Schritttempo und laut hupend vom Rendsburger Paradeplatz bis zum Betriebshof der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung am Rendsburger Kanalhafen. Dort übergab der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Mittelholstein Michael Thomas Fröhlich eine Protestnote: Der Verband fordert, dass die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels beschleunigt und ein neuer, verlässlicher Zeitplan für die Fertigstellung der Weströhre aufgestellt wird. Der UVM erwartet vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt noch vor der Sommerpause eine Antwort auf die Forderung.

Reaktion aus Berlin: Oströhre soll im Sommer fertig sein

Weitere Informationen
Auf einem Schild an der Schwebefähre steht: "Schwebefähre, Kanaltunnel, Rader Hochbrücke. Es reicht, Dobrindt, Du dummer Sack!" © NDR Fotograf: Christian Nagel
7 Bilder

Gegen die Verzögerung bei der Tunnelsanierung

Mit zwei Protestaktionen machen die Menschen im Großraum Rendsburg ihrem Ärger Luft. Sie demonstrieren gegen die Verzögerung bei der Tunnelsanierung und für eine schnelle Reparatur der Schwebefähre. Bildergalerie
Das Bundesverkehrsministerium wirbt für Verständnis: In einer schriftlichen Stellungnahme ist von einer Vielzahl von Einzelschäden die Rede. Deshalb habe es zeitintensive Umplanungen gegeben. Die Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels soll nun im Sommer fertiggestellt werden. Das Bundesverkehrsministerium räumte ein, dass es "erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen gibt". Diese sollen gelindert werden durch den zügigen Ersatz der Rader Hochbrücke. Der Bund habe bereits veranlasst, dass die Planungen beginnen können. Bei der Sanierung der Weströhre wird der Vertrag angepasst. Bis zum Beginn der Arbeiten wird der Verkehr wieder vierspurig zugelassen.

Für eine schnelle Reparatur der Schwebefähre

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanaltunnel-koennte-thema-am-kabinettstisch-werden-id13850351.html
Brief an die Kanzlerin: „Kanaltunnel könnte Thema am Kabinettstisch werden“ | shz.de

Brief an die Kanzlerin: „Kanaltunnel könnte Thema am Kabinettstisch werden“23-80276292-23-80276293-1464720981Copyright DPA

 
 
 
 
 
Brief an die Kanzlerin : „Kanaltunnel könnte Thema am Kabinettstisch werden“ vom 1. Juni 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Copyright Norddeutsche Rundschau Bürgermeister Gilgenast ist erfreut über Vorstoß von Ministerpräsident Albig und Minister Meyer in Berlin.Berät das Bundeskabinett bald auch über den Rendsburger Kanaltunnel? Bürgermeister Pierre Gilgenast hält das zumindest für möglich. Berät das Bundeskabinett bald auch über den Rendsburger Kanaltunnel? Bürgermeister Pierre Gilgenast hält das zumindest für möglich. Ministerpräsident Torsten Albig macht in Sachen Kanaltunnel bei der Bundeskanzlerin Druck und sein Wirtschaftsminister Reinhard Meyer gleichzeitig beim Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt – aus Sicht von Bürgermeister Pierre Gilgenast sind das gute Nachrichten. Die schleppende Sanierung des Verkehrsnadelöhrs unter dem Nord-Ostsee-Kanal könnte nun zum Thema am Kabinettstisch von Angela Merkel werden, sagte er gestern Abend gegenüber der Landeszeitung. Albig hatte der Kanzlerin am Rande des Energiegipfels in Berlin ein Schreiben überreicht, in dem er auf die Tunnelproblematik aufmerksam macht. Gilgenast begrüßte diesen Vorstoß. Er äußerte die Hoffnung, dass sich dadurch auf der Dauerbaustelle endlich etwas bewegt. Zunächst müsse das Verfahren zur Sanierung des Kanaltunnels gründlich überprüft werden. „Wir müssen Ursachenforschung betreiben, um zu verhindern, dass sich bei der Sanierung der Weströhre die gleichen Fehler wiederholen.“ Dass es sich bei Albigs Initiative lediglich um einen PR-Gag handeln könnte, glaubte Gilgenast nicht. Berlin müsse begreifen, dass die Probleme mit den Kanalquerungen von überregionaler Bedeutung seien. „Wir sind das Verkehrsdrehkreuz im Norden und das Bindeglied zu Skandinavien.“ Gilgenast äußerte zugleich scharfe Kritik an der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Das Vertrauen in diese Bundesbehörde sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Alle Versprechungen seien nicht eingehalten worden. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer formuliert es in seinem von Gilgenast angeregten Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt etwas diplomatischer: „2012 begann eine Kette von Verzögerungen, die leider bis heute anhält.“ Die Autofahrer würden seit längerem auf eine sehr harte Geduldsprobe gestellt. Erschwerend kämen notwendige Sanierungsarbeiten auf und an der Rader Hochbrücke hinzu. Besonders ärgerlich für den regionalen Verkehr sei zudem, dass die Schwebefähre seit einer Havarie am 8. Januar nicht mehr in Betrieb ist. „Sie ist für Schüler, Berufspendler, ältere Menschen und natürlich auch für Touristen eine wichtige Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal“, so Meyer weiter. Bund und Land müssten gemeinsam eine Lösung dafür finden, wie die Verkehrsprobleme in der Region Rendsburg zügig gelöst werden könnten. WERBUNG inRead invented by Teads Unterdessen formiert sich der Protest. Am Freitag, 3. Juni, 13 Uhr, startet ab Paradeplatz ein Autocorso, den der Unternehmensverband Mittelholstein organisiert hat. Die voraussichtlich mehrere hundert Meter lange Kolonne steuert den Betriebshof des Wasser- und Schifffahrtsamtes an der Blenkinsopstraße an. Dort soll eine offizielle Protestnote übergeben werden. Bürgermeister Gilgenast, sein Osterrönfelder Amtskollege Bernd Sienknecht und Kreiskulturbeauftragter Reinhard Frank rufen zudem zur Teilnahme an einer Menschenkette auf, die die Eisenbahnhochbrücke mit dem Fußgängertunnel verbinden soll. Beginn der Aktion ist ebenfalls um 13 Uhr. Treffpunkt ist der südliche Anleger der Schwebefähre. Gute Idee, schlechte Umsetzung Sanierung des Kanaltunnels Früher hing das Gelingen eines öffentlichen Bauvorhabens vor allem von den Fähigkeiten der Ingenieure ab. Heute hingegen haben vielfach die Juristen das Sagen. Ohne ihre Hilfe haben es Verwaltungen schwer, den Fallstricken im komplexen Vergaberecht aus dem Weg zu gehen. Und wenn die öffentliche Hand doch in Fallen tappt, haben die Bürger bisweilen massiv unter den Folgen zu leiden. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zeigt am Beispiel des Rendsburger Kanaltunnels, wie man ein Projekt gegen die Wand fahren kann. Das Vergaberecht wurde geschaffen, um öffentliche Aufträge fair und transparent zu vergeben sowie Steuergelder zu sparen, indem man sich für das wirtschaftlichste Angebot entscheidet. Die Idee ist gut, die Umsetzung vielfach schlecht. Was hat es noch mit Wirtschaftlichkeit zu tun, wenn wie bei der Sanierung des Kanaltunnels die Kosten von 25 auf 63 Millionen Euro steigen und die Arbeiten dreimal länger dauern als geplant? Viele Autofahrer werden sich das fragen, die seit Jahren mehrfach täglich vor dem Tunnel im Stau stehen. In der Praxis zeigt sich, dass nicht wenige Behörden vor dem Paragraphen-Dschungel der Gesetze und Verordnungen kapitulieren und es ihnen letztlich bei der Auftragsvergabe nur noch auf den am einfachsten zu bestimmenden Faktor ankommt – den Preis. Ob ein Partner zuverlässig, pünktlich und vertrauenswürdig ist, geht in den Wirren des Vergaberechts allzu leicht unter. Deswegen darf es nicht verwundern, dass so viele Auftraggeber und Auftragnehmer zu Gegnern statt zu Partnern werden. Der Paragraphen-Dschungel muss gelichtet werden, damit man wieder einen Blick auf das Wesentliche bekommt. Der gesunde Menschenverstand weiß das schon lange, doch dieser scheint mit dem Vergaberecht nicht vereinbar zu sein.
Kanaltunnel: Albig schaltet die Bundeskanzlerin ein
 
Merkel soll sich für raschen Baufortschritt einsetzen / Verkehrsminister Meyer macht Druck bei Dobrindt
 
Berlin/Kiel
Die Dauerbaustelle im Rendsburger Kanaltunnel wird zur höchsten Chefsache: Wegen der Probleme der bundeseigenen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bei der Sanierung des Tunnels schaltet Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) jetzt sogar Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein. In einem Brief, den er Merkel gestern Abend am Rande des Energiegipfels in Berlin übergeben wollte, bittet Albig die Kanzlerin darum, sich für einen möglichst raschen Fortschritt der Arbeiten an diesem wichtigen Verkehrsprojekt einzusetzen. Angehängt an Albigs Brief ist eine Chronik der Pannen, die seit Beginn der Tunnelsanierung im Jahr 2011 passiert sind und dazu geführt haben, dass der Tunnel voraussichtlich erst 2019 komplett erneuert sein wird und nicht wie ursprünglich geplant 2013. Einzelhandel beklagt ausbleibende KundenDie Verzögerungen sind auch der Anlass für einen Brief, den Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am Donnerstag an seinen Berliner Amtskollegen Alexander Dobrindt geschickt hat. Wie gestern bekannt wurde, fordert Meyer den Bundesverkehrsminister auf, sich persönlich für einen zügigen und verlässlichen Fortschritt der Bauarbeiten einzusetzen. Wörtlich heißt es: „Ich bitte darauf hinzuwirken, dass die Organisation der Bauarbeiten und damit einhergehend auch ein geordnetes Baustellenmanagement der verschiedenen Baulastträger an der noch ausstehenden Weströhre deutlich verbessert wird.“ Meyer schlägt Dobrindt vor, die Verkehrsprobleme in der Region Rendsburg in einem Gespräch zu erörtern und gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, wie Bund und Land zügig für Abhilfe sorgen können. Nach einer Schätzung des Unternehmensverbandes Mittelholstein verursachen die Probleme mit dem Kanaltunnel in der Region Rendsburg einen volkswirtschaftlichen Schaden von täglich mehr als 50 000 Euro. Zum Beispiel haben staubedingte Lieferverzögerungen im Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek zeitweise die Produktion lahmgelegt. Die Inhaber der Innenstadt-Geschäfte klagen darüber, dass Kunden ausbleiben, die auf der Südseite des Kanals wohnen, weil sie den Weg durch den Tunnel scheuen.
 H. Baethge/ D. Jennert
 
 
 
 
 
 
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanaltunnel-besteht-die-feuertaufe-id13839191.html
 

Brandschutzübung : Kanaltunnel besteht die Feuertaufe

Copyright Norddeutsche Rundschau
vom 31. Mai 2016
 
Aus der Redaktion der Landeszeitung
 
Vier Feuerschalen, gefüllt mit 400 Litern Wasser und 20 Litern Benzin– das war die arrangierte Unfallstelle. Was passiert, wenn ein Auto mitten im Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal in Flammen aufgeht? Schlagen die Hitzesensoren an der Decke sofort an? Reagieren die Ventilatoren? Schalten sich die Lichter entlang der Fluchtwege automatisch ein? Diese und weitere technische Abläufe ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) gestern Mittag in der frisch sanierten Oströhre testen. Erste Bilanz: Die neuen Anlagen funktionieren problemlos. Um kurz nach 13 Uhr stoppten Polizisten den Verkehr auf der B  77. Auch in der alten Weströhre durfte sich zum Zeitpunkt des Brandversuchs, so die offizielle Bezeichnung, keine unbefugte Person aufhalten. Nur das Team einer Fachfirma aus Leipzig, die für den Versuchsaufbau zuständig war, verblieb bei den Feuerschalen. Gegen 13.05 Uhr setzte ein Mitarbeiter den Brennstoff mit einem drei Meter langen Zündstab in Flammen. Schwarzer Rauch stieg auf. Draußen vor dem nördlichen Tunnelausgang stand zu diesem Zeitpunkt WSA-Bauleiter Frithjof Garrn. „Jetzt ist der Unfall passiert“, sagte er um 13.07 Uhr. Es war der Moment, als die acht Ventilatoren an der Decke der Oströhre herunterfuhren. Plötzlich wurde es still in einem Bereich, an dem man sonst sein eigenes Wort kaum versteht, weil der Motorenlärm an den hohen Wänden der Zufahrten reflektiert wird. Mit dem Ausschalten der Lüfter sollte die Situation direkt nach einem Unfall simuliert werden. Geht im Tunnel ein Auto in Flammen auf, so die Annahme, kommt der Verkehr zum Erliegen – und mit ihm der Luftstrom. Dann schlägt die Stunde der modernen Brandschutztechnik. Ein spezielles Kabel an der Decke reagiert auf Hitze. Die Anlage merkt, dass es unten brennt und löst Alarm aus. Keine zwei Minuten nach Anzünden des Feuers fuhren die Ventilatoren wieder hoch. Sie pusteten den giftigen Rauch aus dem Tunnel. Mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde näherte sich eine schwarze Wand dem nördlichen Tunnelausgang. Um 13.11 Uhr fing die Wolke an, in den Himmel über Rendsburg zu steigen. Ein Teil der Fahne schwappte in den Bereich der benachbarten Röhre. Nach Süden fahrende Fahrzeuge hätten einen Teil des Rauchs vermutlich mit in den Tunnel gezogen. „Es war genau richtig, dass wir den Tunnel komplett gesperrt haben, so ärgerlich das auch ist“, sagte Garrn. Als die Luft in der Oströhre rein war, gab der Versuchsleiter den gesamten Tunnel wieder frei. Über Funk wurden die Polizisten an den Sperrposten informiert. Um 13.22 Uhr durften die ersten Fahrzeuge unter dem Kanal hindurch. Hunderte Autofahrer hatten bei gleißender Mittagssonne auf der Bundesstraße ausharren müssen. Feuertaufe bestanden, doch wann genau auch die Oströhre freigegeben werden kann, steht noch nicht fest. Zwei Wochen lang wird der Brandversuch im Detail ausgewertet. Danach stehen noch andere abschließende Arbeiten und Verhandlungen mit den Baufirmen an. Immerhin: Vier Jahre nach Start der Grunderneuerung soll die Oströhre noch in diesem Sommer wieder freigegeben werden
 
 
 
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanaltunnel-desaster-erste-firma-prueft-klage-id13816956.html
 
Copyright Norddeutsche Rundschau
 
 
Kanaltunnel wird erst 2019 fertig  und noch teurer
 
Rendsburg
 
So geht Sanierung in SH : Schleswig-Holstein Stück für Stück an die Dänen verschenken vom 25. Mai 2016  siehe Artikel weiter unten  Humor ist , wenn man trotzdem lacht 😉
Kanaltunnel wird erst 2019 fertig  und noch teurer
 
Rendsburg
 
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Ärger über Verzögerungen bei Sanierung : Kanaltunnel-Desaster: Erste Firma prüft Klage

 
vom 28. Mai 2016
 
Aus der Redaktion der Landeszeitung
 
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Ein Unternehmen erwägt wegen der Rendsburger Dauerbaustelle und dadurch verursachter Mehrkosten den Gang vors Gericht. Auch der Unternehmensverband will den Druck auf die Kanalbehörde erhöhen – mit einem Autocorso
 
Rendsburg | Mit Fassungslosigkeit, Unverständnis und Kampfbereitschaft haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf die neuen Verzögerungen bei der Kanaltunnel-Sanierung reagiert. Nach Informationen der Landeszeitung prüft ein Unternehmen im Raum Rendsburg juristische Schritte gegen das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA). Die Behörde ist für die Baustelle am Nord-Ostsee-Kanal verantwortlich. Die Firma lasse untersuchen, ob eine verwaltungsrechtliche Klage, auch auf Schadenersatz, gegenüber den Verantwortlichen Aussicht auf Erfolg haben könnte, heißt es aus Wirtschaftskreisen.
Vertreter der Kanalbehörde hatten am Donnerstag Pressevertretern mitgeteilt, dass man die Grunderneuerung des Kanaltunnels voraussichtlich nicht vor 2019 abschließen werde. Ursprünglich hätte das Bauwerk bereits Ende 2013 fertig sein sollen.
 
„Der Geduldsfaden nicht nur bei uns, sondern vor allem bei vielen unserer Mitgliedsunternehmen im Wirtschaftsraum Rendsburg ist gerissen“, sagte Michael Thomas Fröhlich, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Mittelholstein (UVM). Das Verhalten und Agieren der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sei nicht mehr nachvollziehbar. „Die Behörde bricht erneut alle verkündeten Termine und informiert uns lediglich über die Medien. Auch das spricht für sich.“ Der UVM rufe daher zu einer Protestaktion auf – erstmals in seiner 111-jährigen Geschichte. Am Freitag, 3. Juni, um 13 Uhr startet ein Autokorso am Paradeplatz. Ziel ist der Betriebshof des WSA in der Blenkinsopstraße. Dort soll eine offizielle Protestnote übergeben werden. Der Unternehmensverband hat seine Mitglieder gebeten, sich der Kolonne mit großen und kleinen Fahrzeugen anzuschließen. Eine Anmeldung gegenüber dem Kreis und der Stadt werde erfolgen, ebenso eine Abstimmung mit der Polizeibehörde. Fröhlich: „Wir sind sehr gespannt, ob uns bei der Übergabe der Protestnote Verantwortliche der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung empfangen werden.“ Zeitgleich läuft am Freitag, 3. Juni, eine weitere Protestaktion an. Mit einer etwa 1,5 Kilometer langen Menschenkette von der Hochbrücke bis zum Fußgängertunnel wollen Bürger aus der Region ein Zeichen setzen und den Druck auf die Kanalbehörde erhöhen. Die Initiatoren fordern eine funktionstüchtige Schwebefähre spätestens am Jahresende und bis dahin einen dauerhaften Ersatzverkehr auf dem Wasser. Die vom Kreiskulturbeauftragten Reinhard Frank und den Bürgermeistern von Rendsburg und Osterrönfeld angeschobene Aktion startet ebenfalls um 13 Uhr, Treffpunkt ist auf Osterrönfelder Seite unter der Hochbrücke. Die Forderung nach einem ständigen Ersatzverkehr mit Schiffen kam gestern auch aus dem Unternehmensverband Mittelholstein. Ein Pendeldienst nach Fahrplan entlaste nicht nur den Fußgängertunnel. Auch die Situation vor dem Straßentunnel könne sich dadurch etwas entspannen, gab Syndikus Jens-Arne Meier zu Bedenken. Viele Berufspendler seien mittlerweile auf das Fahrrad umgestiegen. Nach einer Umfrage des Unternehmensverbandes beläuft sich der wirtschaftliche Schaden, der durch die Kanaltunnel-Baustelle verursacht wird, auf 60.000 Euro täglich. In seinem Verband wachse die Sorge, so Meier, dass der Straßentunnel nicht vor dem Beginn der Bauarbeiten an der neuen Rader Hochbrücke fertig gestellt werde. „Das wäre der Super-Gau.“ In einem offenen Brief an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, reagierte der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Dolgner auf die schlechten Nachrichten. Er habe sich bei öffentlichen Diskussionsrunden schützend vor die Kanalverwaltung gestellt, wenn diese nicht selbst vertreten war, zuletzt bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsverbundes Eiderkanal. „Inzwischen fehlt aber selbst mir jegliches Verständnis für das Vorgehen und die Arbeitsweise Ihrer Behörde.“ Diese betreibe in der Wahrnehmung der Menschen eine „unerträgliche Salamitaktik“, schreibt Dolgner. „Niemand erwartet hier Wunder, aber wir erwarten, dass das Menschenmögliche getan wird, um die Arbeiten zu beschleunigen.“
 
 
Kanaltunnel wird erst 2019 fertig  und noch teurer
 
Rendsburg
 
So geht Sanierung in SH : Schleswig-Holstein Stück für Stück an die Dänen verschenken vom 25. Mai 2016  siehe Artikel weiter unten  Humor ist , wenn man trotzdem lacht 😉
 
Wieder wird der Termin nach hinten geschoben: Der Rendsburger Kanaltunnel wird nicht mehr, wie zuletzt vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) prognostiziert, 2018 fertiggestellt. Das neue Ziel ist Anfang 2019. Rund 50 000 Autos nutzen täglich die Unterführung am Nord-Ostsee-Kanal, immer wieder gibt es Staus. Ursprünglich sollte der Verkehr bereits Ende 2013 wieder auf vier Fahrstreifen rollen. Auch die Kosten steigen. Zuletzt war von 55 Millionen Euro die Rede. Nun geht das WSA von etwa 63 Millionen Euro am Ende aus.
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Am Montag wird der Brandschutz in der Weströhre getestet.
Foto: höfer
 
 
Neuer Termin 2019: Rendsburger Kanaltunnel wird einfach nicht fertig
 
Rendsburg
Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) hat seine Prognose, wann der sanierte Kanaltunnel wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen wird, erneut nach hinten korrigiert. Eine Fertigstellung im Jahre 2018 halten die Verantwortlichen in der zuständigen Planungsgruppe im WSA inzwischen für unwahrscheinlich. Jetzt wird Anfang 2019 angepeilt. Gründe sind die noch ausstehenden Restarbeiten in und an der erneuerten Oströhre sowie deren technische Abnahme durch den Tüv. Auch die abschließenden Vertragsmodalitäten zwischen der Kanalverwaltung und den Baufirmen erfordern Zeit. Für alle drei Schritte, die bis zur endgültigen Fertigstellung der Oströhre notwendig sind, veranschlagen die Baustellen-Verantwortlichen beim WSA in Kiel-Holtenau zusammen sieben Wochen. Die frühestmögliche Freigabe für den Verkehr wäre folglich Mitte Juli. Erst danach könnten die Arbeiter in der benachbarten Röhre loslegen. „Sobald wir mit den Baufirmen einen Bauzeitenplan vereinbart haben, fangen wir an“, verspricht Sönke Meesenburg, Chef der Planungsgruppe Ausbau Nord-Ostsee-Kanal im WSA. Die Gespräche liefen bereits. Mehrere tausend Positionen müssten mit den Unternehmen nachverhandelt werden. Grundlage seien die alten Bauverträge aus dem Jahre 2011 für die Gesamtinstandsetzung des Tunnels. Sollten sich die Verhandlungen über mehrere Wochen hinziehen, ist auch eine Baupause denkbar. Dann dürften für einen Übergangszeitraum alle vier Spuren unter dem Nord-Ostsee-Kanal genutzt werden. Für die Grunderneuerung der westlichen Hälfte des Bauwerks veranschlagt Meesenburg „mindestens 30 Monate“. Das würde eine Fertigstellung der gesamten Baustelle Anfang 2019 bedeuten. Wohlgemerkt bei einem Verlauf nach Plan, also ohne weitere Rückschläge, von denen es seit dem Start der Sanierung einige gab. Noch im Frühjahr ist das Kanalamt davon ausgegangen, dass die Sanierung der Tunnel-Weströhre im Jahre 2018 vollendet werden kann. Nach den längst überholten Plänen aus der Anfangszeit sollte der Verkehr bereits Ende 2013 wieder auf vier Fahrstreifen rollen. Auch die Kosten sind extrem angestiegen. Das Gesamtvolumen der Grunderneuerung war zuletzt mit 55 Millionen Euro beziffert worden. Auch diese Angabe änderten die WSA-Ingenieure gestern um acht bis neun Millionen Euro nach oben. Bisher seien 38 bis 39 Millionen Euro verbraucht worden, gaben sie auf Nachfrage an. Für die Weströhre benötige man voraussichtlich weitere 25 Millionen Euro. Als die Baustelle eingerichtet wurde, sollte noch ein Budget von 25 Millionen Euro für alle Bauabschnitte ausreichen. Der nächste Schritt der Sanierung, den die Autofahrer unmittelbar zu spüren bekommen, spielt sich am kommenden Montag ab. Für einen sogenannten Brandversuch wird der Kanaltunnel voraussichtlich eine halbe Stunde komplett abgeriegelt. Die Sperrung beginnt gegen 13 Uhr. Dann blockieren Polizisten auf beiden Seiten die Zufahrten zum Tunnel. Um die neuen Brand- und Rauchmelder in der Oströhre zu testen, wird im südlichen Drittel ein offenes Feuer entzündet. Als Brandherd dienen vier mit insgesamt 20 Litern Benzin gefüllte Wannen. Sie sollen Hitze und Rauch erzeugen. Da die Fahne durch den Mittelgang in die benachbarte Weströhre dringen könnte, muss auch sie aus Sicherheitsgründen für etwa 30 Minuten von Fahrzeugen freigehalten werden. „Wir haben überprüft, ob der Brandversuch auch nachts machbar ist. Ist er aber nicht. Wir benötigen Tageslicht“, sagt Bauleiter Frithjof Garrn. Der Tunnel werde nur für ein Zeitfenster gesperrt, in dem es unbedingt nötig sei. 30 Mitarbeiter von Kanalverwaltung und Fachfirmen sind an der Feuerprobe unter dem Kanal beteiligt. Auch die Feuerwehr Rendsburg wird vor Ort sein – aber nur zur Absicherung, nicht um aktiv zu werden. Wenn alles nach Plan läuft, ist das arrangierte Feuer nach wenigen Minuten verloschen. Wie schnell und in welche Richtung der Rauch abzieht, hängt auch von der Windstärke und -richtung am Montag ab.
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RendsburgTunnel67

Rendsburg: Feuerprobe im neuen Kanaltunnel: Vollsperrung am 30. Mai

 
vom 21. Mai 2016
 
Aus der Redaktion der Landeszeitung
Stresstest für die neue Brandschutztechnik: Ende Mai werden beide Röhren für kurze Zeit voll gesperrt - mitten am Tag.
 
 
 
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/ADAC-Schlamperei-bei-Kanaltunnel-Sanierung,kanaltunnel166.html http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanaltunnel-in-rendsburg-am-wochenende-acht-stunden-gesperrt-id13551806.html#Copyright Norddeutsche Rundschau Sperrung : Kanaltunnel in Rendsburg am Wochenende acht Stunden gesperrt Rendsburg | Die schlechte Nachricht vorweg: Für die Inbetriebnahme der Oströhre des Kanaltunnels gibt es noch immer keinen verbindlichen Termin. Dennoch stehen die Verantwortlichen kurz vor einem entscheidenden Schritt auf dem Weg dorthin. Am Montag (30. Mai) kommt es auf der Dauerbaustelle zu einem Praxistest, ohne den die Freigabe nicht erfolgen kann. Die Bauarbeiten dauern immer länger, die Kosten schießen in die Höhe, die Nerven liegen blank. Eine Ärgernis ist die Großbaustelle vor allem für tausende Pendler, die vor dem Tunnel jeden Tag im Stau stehen. Die neue Brandschutz- und Lüftungstechnik wird an diesem Tag den Belastungen eines Feuers mit extremer Rauchentwicklung ausgesetzt. Zu diesem Zweck müssen beide Röhren für kurze Zeit gesperrt werden. Nicht nachts, wie bei Wartungsarbeiten üblich, sondern mitten am Tag. Details zum Ablauf und Zeitpunkt des „Brandversuchs“, so die behördliche Bezeichnung der Feuerprobe unter dem Kanal, will das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) am Donnerstag mitteilen. Die technischen Anlagen im Tunnel und entlang der Zufahrten sind weitgehend fertig. Nach Angaben von Sönke Meesenburg, Chef der Planungsgruppe Ausbau Nord-Ostsee-Kanal im WSA und Projektleiter der Tunnelerneuerung, arbeiten die Fachfirmen in diesen Wochen eine Mängelliste ab. „Wir sind im Optimierungsprozess“, sagt Meesenburg. Auch eine Dokumentation der neu installierten Betriebs- und Sicherheitstechnik muss das Baufirmen-Konsortium noch vorlegen. Erst wenn dieser Bericht vorliegt und der Tunnel-Tüv bei der abschließenden Bauabnahme nichts mehr zu beanstanden hat, dürfen in der Oströhre alle Signale auf Grün gestellt werden. Auf einen Zeitpunkt wollte Meesenburg sich nach den leidvollen Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht festlegen. Es sei „nicht mehr soweit hin“. Fest steht: Die sanierte Hälfte des Kanaltunnels hat eine technische Ausstattung, die weit über den Standard der alten Röhre hinausgeht. Erstmals kommt eine automatische Höhenkontrolle zum Einsatz. Sie wird immer dann ausgelöst, wenn ein Fahrzeug das Höchstmaß von vier Metern überschreitet. Die dafür nötige Technik mit Lichtschranken und Kameras an einem Kragarm über der B77 sowie Kontaktschleifen in der Fahrbahn wurde bereits vor Monaten montiert. Wird die Höhenkontrolle ausgelöst, springen entlang der betroffenen Tunnelzufahrt sofort alle Signale auf Rot. Eine andere technische Verbesserung betrifft den Radio- und Handyempfang. Das Mobilfunksignal in der Oströhre wird stärker sein als in der alten Querung nebenan, kündigte der Projektleiter an. Auch das Radio kann unter dem Kanal weiter vor sich hin dudeln – sogar mehrere Sender sollen sich unter dem Kanal einstellen lassen. Die dritte technische Finesse hingegen kommt nur im Notfall zum Einsatz: Lautsprecherdurchsagen aus der Leitwarte des Unterwasser-Bauwerks können mit einer eigenen Sendeanlage auf UKW-Frequenzen auch im Autoradio verbreitet werden. So werden nach einem schweren Unfall selbst Autofahrer, die laut Musik hören und die Fenster geschlossen haben, mit möglicherweise lebenswichtigen Informationen versorgt. Melden Sie sich jetzt kostenlos und einfach für unseren WhatsApp-Newsletter an: So geht's: FAQ zum Newsletter. zur Startseite von Frank Höfer erstellt am 21.Mai.2016 | 08:00 Uhr Email > Artikel > Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook: Teilen143 Twittern Teilen 1 Themen zu diesem Artikel: Rendsburg | Sönke Meesenburg Mehr Bilder Rendsburg: Feuerprobe im neuen Kanaltunnel Vollsperrung am 30. Mai Kanaltunnel Rendsburg Oströhre soll Anfang 2015 fertig sein Nord-Ostsee-Kanal Tunnelplaner entschuldigt sich Mehr Videos Horrorunfall Anklam: Auto rammt Harleys - Ein Toter, zwei Schwerverletzte ANZEIGE DAIMLER-Aktie explodiert Exklusive Details und Analyse in der Gratis-Studie. Vollalarm: Feuer in einem Wohnhaus in Quickborn Kommentare Leserkommentare anzeigen Weitere Artikel Jahr­hun­dert­flop: Warum kaum jemand den Lübecker... Einst wurde er als „Jahr­hun­dert­bau­werk“ gefeiert. Doch wer ihn durch­fährt, muss ordent­lich in die Tasche greifen. mehr Dieser Trick wird Sie über­ra­schen! 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Mai Breiholz : 02Habecks Weg aus der Milchmarktkrise Osterrönfeld : 03Protestbrief an die Gemeindevertreter Rendsburg-Eckernförde : 04Bürger im Kreis greifen zur Schreckschusspistole Ein Stadtteil feiert : 05Mastbrook, wie es tanzt und lacht Anzeige vom 29. April 2016 Autofahrer müssen in der Nacht zu Samstag einen Umweg in Kauf nehmen. Grund ist ein Frühjahrsputz im Tunnel.   kanaltunnel151_v-contentgross Der Kanaltunnel in Rendsburg wird am Wochenende gereinigt. /Archiv Foto: Carsten Rehder 1 von 1 Rendsburg | Der Kanaltunnel in Rendsburg wird von Freitag, 29. April, um 21 Uhr bis Sonnabend, 30. April, um 5 Uhr voll gesperrt. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) mitteilte, sind in der Weströhre unter dem Nord-Ostsee-Kanal umfassende Reinigungs- und Wartungsarbeiten geplant. Sie seien bei laufendem Verkehr nicht möglich. So werden beispielsweise Entwässerungsrinnen und Abläufe gesäubert. Auch im Tunnel liegen gebliebene Radkappen und andere Gegenstände werden entfernt. „Das ist ein richtiger Frühjahrsputz. Wir befreien die Tunnelröhre vom Schmutz der Herbst- und Wintermonate“, sagt Jörg Winkelmann, Leiter des WSA-Außenbezirks Rendsburg. Außerdem werden nach seinen Angaben die Tunnelbeleuchtung und die Überwachungskameras gereinigt, gewartet und bei Bedarf ausgetauscht. Vorgesehen sind kleinere Asphaltreparaturen im Fahrbahnbelag. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, während der Sperrung der Weströhre über die Autobahn 7 (Rader Hochbrücke) oder die Fährstelle Nobiskrug auszuweichen. Ein genauer Termin für die Freigabe der benachbarten Oströhre steht nach wie vor nicht fest. Die Inbetriebnahme der sanierten Tunnelhälfte war für Mai vorgesehen, ehe der Start um weitere Monate nach hinten verschoben wurde. http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/sanierung-unendliches-drama-um-tunnel-unter-dem-nord-ostsee-kanal-id13134761.html Copyright Norddeutsche Rundschau
Kanaltunnel-Drama: Sanieren dauert länger als einst der Bau
 
Versteckte Stahlteile und andere böse Überraschungen: Auf der Rendsburger Großbaustelle läuft einiges schief
 
Rendsburg
Für Rendsburger gibt es gleich mehrere Gründe, jeden Tag aufs Neue wütend zu werden. Als da wären: Ein seit 2009 leer stehendes Hertie-Kaufhaus mitten in der Altstadt. Die schleppende Konversion der beiden ehemaligen Kasernen. Die nach der Kollision mit einem Frachter außer Gefecht gesetzte Schwebefähre. Die aus dem letzten Loch pfeifende Rader Hochbrücke. Als Gipfel allen öffentlichen Übels wird jedoch das fünfte Ärgernis empfunden – die schier endlose Grunderneuerung des Tunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Mit dem heutigen Tag ist die Oströhre seit genau drei Jahren, acht Monaten und drei Tagen für den Verkehr gesperrt. Zum Vergleich: Der Bau des Kanaltunnels zwischen 1957 und 1961 dauerte einen Tag weniger. Wohlgemerkt der Bau des gesamten Tunnels – nicht nur einer einzigen Röhre. Nach den ersten Plänen sollte die Sanierung der vierspurigen Querung Ende 2013 abgeschlossen sein und 25 Millionen Euro kosten. Diese Ziele rückten schon früh in weite Ferne. Die Gründe sind vielschichtig. Zunächst traten technische Probleme auf. Zu den unangenehmen Überraschungen gehörten 7000 Stahlstifte im Boden, die beim Bau vor einem halben Jahrhundert nicht entfernt und angeblich in keinem Plan verzeichnet worden waren. Das Dilemma: Es verbot sich, den Stahl zu entfernen, das hätte die Statik des Tunnels beeinflusst. Den Straßenbelag um zehn Zentimeter aufzufüllen, kam aus Platzgründen ebenfalls nicht in Frage. Also mussten flachere Entwässerungsrinnen her. Diese mussten erst entwickelt und angefertigt werden. Nach diesem Muster setzten sich die Verzögerungen fort. Auch veränderte Bauvorschriften stellten die federführenden Ingenieure des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau vor immer neue Probleme. Zuletzt kam das mit der Erneuerung beauftragte Baufirmen-Konsortium der Dokumentationspflicht für die Betriebs- und Verkehrsleittechnik nicht nach. Die Experten hatten zwar Höhenkontrolle, Schilder und Beleuchtung verbaut, aber – vereinfacht gesagt – kein Handbuch mitgeliefert. Als ein hoher Beamter aus dem Bundesverkehrsministerium dies im Februar den Politikern im Rendsburger Kreishaus mitteilte und die Inbetriebnahme der Oströhre um weitere Monate verschob, erntete er höhnisches Gelächter. Jetzt soll die Röhre im Laufe des Sommers freigegeben werden. Was danach kommt, ist ungewiss. Mit der Weströhre soll erst begonnen werden, wenn ein verbindlicher Bauzeitenplan vorliegt. Möglicherweise werden die Verträge mit den Baufirmen neu ausgehandelt. Auch das kostet Zeit. Nicht zuletzt die Zeit tausender Pendler. Fast täglich staut sich der Verkehr auf beiden Seiten des Tunnels. Der dadurch verursachte Schaden für die Wirtschaft beträgt inzwischen mehr als 26 Millionen Euro, das hat der Unternehmensverband Mittelholstein ausgerechnet. „Die Nerven in der regionalen Wirtschaft liegen blank“, sagt Geschäftsführer Michael Thomas Fröhlich.
Frank Höfer
 
Großbaustelle bei Rendsburg : Sanierung: Unendliches Drama um Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal vom 30. März 2016 Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts Versteckte Stahlteile und andere böse Überraschungen: Auf der Rendsburger Großbaustelle läuft einiges schief. Durch die Weströhre (links) rollt und staut sich der Verkehr auf zwei Fahrstreifen. Die andere Seite des Tunnels ist seit Juli 2012 gesperrt. Durch die Weströhre (links) rollt und staut sich der Verkehr auf zwei Fahrstreifen. Die andere Seite des Tunnels ist seit Juli 2012 gesperrt. Tunnelrendsburg45 Rendsburg | Es ist eines der vielen Ärgernisse für die Rendsburger: Die Grunderneuerung des Tunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal, die nun schon über zwei Jahre länger dauert als geplant - Ende nicht in Sicht. Denn wenn die Oströhre im Sommer fertig sein könnte, soll die Weströhre dran kommen. Für die es aber noch keinen Bauzeitenplan gibt. Die Bauarbeiten dauern immer länger, die Kosten schießen in die Höhe, die Nerven liegen blank. Eine Ärgernis ist die Großbaustelle vor allem für tausende Pendler, die vor dem Tunnel jeden Tag im Stau stehen. Für die Rendsburger gibt es mehrere Gründe, um jeden Tag in die Röhre zu blicken. Und immer wieder aufs Neue wütend zu werden. Ihre Laster: Ein seit 2009 leer stehendes Hertie-Kaufhaus mitten in der Altstadt. Die schleppende Konversion der beiden ehemaligen Kasernen. Die nach der Kollision mit einem Frachter außer Gefecht gesetzte Schwebefähre. Die aus dem letzten Loch pfeifende Rader Hochbrücke. Als Gipfel allen öffentlichen Übels wird jedoch das fünfte Ärgernis empfunden – die schier endlose Grunderneuerung des Tunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Mit dem heutigen Tag ist die Oströhre seit genau drei Jahren, acht Monaten und drei Tagen für den Verkehr gesperrt. Zum Vergleich: Der Bau des Kanaltunnels zwischen 1957 und 1961 dauerte einen Tag weniger. Wohlgemerkt der Bau des gesamten Tunnels – nicht nur einer einzigen Röhre. Nach den ersten Plänen sollte die Sanierung der vierspurigen Querung Ende 2013 abgeschlossen sein und 25 Millionen Euro kosten. Diese Ziele rückten schon früh in weite Ferne. Die Gründe sind vielschichtig. Zunächst traten technische Probleme auf. Zu den unangenehmen Überraschungen gehörten 7000 Stahlstifte im Boden, die beim Bau vor einem halben Jahrhundert nicht entfernt und angeblich in keinem Plan verzeichnet worden waren. Das Dilemma: Es verbot sich, den Stahl zu entfernen, das hätte die Statik des Tunnels beeinflusst. Den Straßenbelag um zehn Zentimeter aufzufüllen, kam aus Platzgründen ebenfalls nicht in Frage. Also mussten flachere Entwässerungsrinnen her. Diese mussten erst entwickelt und angefertigt werden. Nach diesem Muster setzten sich die Verzögerungen fort. Auch veränderte Bauvorschriften stellten die federführenden Ingenieure des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau vor immer neue Probleme. Zuletzt kam das mit der Erneuerung beauftragte Baufirmen-Konsortium der Dokumentationspflicht für die Betriebs- und Verkehrsleittechnik nicht nach. Die Experten hatten zwar Höhenkontrolle, Schilder und Beleuchtung verbaut, aber – vereinfacht gesagt – kein Handbuch mitgeliefert. Als ein hoher Beamter aus dem Bundesverkehrsministerium dies im Februar den Politikern im Rendsburger Kreishaus mitteilte und die Inbetriebnahme der Oströhre um weitere Monate verschob, erntete er höhnisches Gelächter. Jetzt soll die Röhre im Laufe des Sommers freigegeben werden. Was danach kommt, ist ungewiss. Mit der Weströhre soll erst begonnen werden, wenn ein verbindlicher Bauzeitenplan vorliegt. Möglicherweise werden die Verträge mit den Baufirmen neu ausgehandelt. Auch das kostet Zeit. Nicht zuletzt die Zeit tausender Pendler. Fast täglich staut sich der Verkehr auf beiden Seiten des Tunnels. Der dadurch verursachte Schaden für die Wirtschaft beträgt inzwischen mehr als 26 Millionen Euro, das hat der Unternehmensverband Mittelholstein ausgerechnet. „Die Nerven in der regionalen Wirtschaft liegen blank“, sagt Geschäftsführer Michael Thomas Fröhlich. Copyright NDR ADAC: "Schlamperei" bei Kanaltunnel-Sanierung | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein
Stand: 20.03.2016 17:47 Uhr - Lesezeit: ca.1 Min.

ADAC: "Schlamperei" bei Kanaltunnel-Sanierung

kanaltunnel151_v-contentgrossDie Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels läuft seit 2011.
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) Schleswig-Holstein fordert, die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels zur Chefsache zu machen. Die jahrelange Verzögerung sei nicht mehr hinnehmbar, hieß es am Rande der Mitgliederversammlung des Automobilclubs in Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Der Vorsitzende des ADAC Schleswig-Holstein, Ulrich Klaus Becker, sprach von Kompetenzgerangel, Schlamperei und Unfähigkeit.

Einst sollte Ende 2013 alles fertig sein

Rund 50.000 Autos nutzen täglich die Unterführung am Nord-Ostsee-Kanal, immer wieder gibt es Staus. Die Sanierung des Tunnels läuft seit 2011. Ursprünglich sollte Ende 2013 alles fertig sein, doch die Weströhre wird wohl erst 2018 wieder befahrbar sein. Die Baukosten steigen laut Wasser- und Schifffahrtsamt vermutlich auf das Doppelte: auf rund 50 Millionen Euro.

ADAC hat wieder mehr Mitglieder

Der ADAC äußerte sich bei der Versammlung auch zum Krisenjahr 2014 und zur Mitgliederentwicklung. Inzwischen steigen die Zahlen wieder: Ende 2015 hatte der Club im Norden knapp 570.000 Mitglieder und damit rund 1,3 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr.
urn-newsml-dpa-com-20090101-160320-99-288591-large-4-3ADAC: Unfähigkeit bei Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels p20.03.16, 11:05 Uhr http://www.focus.de/regional/schleswig-holstein/verkehr-adac-unfaehigkeit-bei-sanierung-des-rendsburger-kanaltunnels_id_5372438.html Damp - Die jahrelangen Verzögerungen bei der Sanierung des Rendsburger Tunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal sind nach Auffassung des ADAC eigentlich einer Industrienation nicht würdig. «Hier vermischen sich Kompetenzgerangel und Unfähigkeit mit dem Resultat, dass ein Fortgang der Sanierung in den Sternen steht und der Termin für eine Fertigstellung um inzwischen Jahre verschoben wurde», kritisierte der Vorsitzende des ADAC Schleswig-Holstein, Ulrich Klaus Becker, laut vorab verbreiteter Preseemitteilung am Sonntag im Ostseehotel Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bei der Mitgliederversammlung des Automobilclubs. Die Sanierung begann 2011. Die Oströhre soll jetzt bis Ende Juni fertig sein, die Weströhre 2018. Ursprünglich war die Sanierung bis Ende 2013 geplant. Die Baukosten
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Blick in den Rendsburger Kanaltunnel. © Christian Nagel Fotograf: Christian Nagel

Kanaltunnel: Freigabe verzögert sich weiter

Die Arbeiten in der Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels werden einfach nicht fertig. Nun hat eine Baufirma offenbar Fristen verstreichen lassen. Die Geduld an höchster Stelle ist aufgebraucht. mehr
Ein- und Ausfahrt in einem Autotunnel © NDR Fotograf: Christian Nagel

Kanaltunnel-Sanierung ein Fass ohne Boden

Die Kosten für die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels explodieren. Kalkuliert waren 25 Millionen Euro - diese Summe könnte sich verdoppeln. Hinzu kommt: Auch der Zeitplan ist hinfällig. mehr Kanaltunnel-Sanierung ein Fass ohne Boden | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein
Stand: 08.06.2015 19:41 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

Kanaltunnel-Sanierung ein Fass ohne Boden

Bei der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels reißen die Probleme nicht ab. Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) verzögern sich die Arbeiten in der zurzeit gesperrten Oströhre ein weiteres Mal. Deshalb ist auch unklar, wann die komplette Sanierung des Tunnels abgeschlossen werden kann. Ende 2016 als zuletzt genannter Termin sei jedenfalls nun nicht mehr zu halten. Hauptgrund für die erneute Verzögerung ist, dass die alten Baubestandspläne in einem weiteren Punkt deutlich von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die ursprünglich kalkulierten Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro könnten sich laut WSV nun verdoppeln. Und Autofahrer müssen noch länger Verkehrsprobleme in Kauf nehmen.

Noch ein neuer Zeitplan

Der Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte, sagte, er bedauere außerordentlich, der Region Rendsburg keine bessere Nachricht überbringen zu können. Doch "der aktuelle Befund führt leider zu einem neuen Zeitplan". Nach Angaben der WSV müssen die Sammelbecken für Regenwasser völlig neu überplant werden - ein Bereich, der auch für die Standsicherheit der Tunnelwände wichtig sei.

Oströhre soll nun im Februar fertig sein

Dabei sollte die Sanierung der Oströhre ursprünglich schon im vergangenen Jahr beendet werden. Doch die Entwässerungsanlage wurde nicht rechtzeitig fertig, und es fehlte noch ein Großteil der Elektro-Installationen - etwa die Sicherheitstechnik mit Telefonzellen, Luftschleusen und Brandmeldeanlagen in den Rettungsgängen. Daraufhin hieß es, Mitte dieses Jahres sei mit dem Abschluss der Arbeiten zu rechnen - klappte auch nicht. Am Montag nun teilte die WSV mit, für die Freigabe der Oströhre "stehe jetzt Mitte Februar 2016 fest".

Neue Vertragsverhandlungen mit Baufirmen

Diese zeitliche Verschiebung um mehr als ein halbes Jahr wirkt sich auch auf die Weströhre aus. Denn mit deren Sanierung sollte erst im Anschluss an die Oströhre begonnen werden. Dieser Plan kommt nun auf den Prüfstand. Zunächst aber will die WSV ihre Verträge mit den Baufirmen anpassen - was den finanziellen Rahmen und den Zeitplan angeht. Deshalb sei auch ein vorübergehender Baustopp denkbar, hieß es. Zusätzliche Belastungen für Autofahrer will die WSV so gering wie möglich halten. "Wir werden deshalb im Anschluss an die Sanierung der Oströhre die Baumaßnahme unterbrechen und übergangsweise beide Tunnelröhren für den Verkehr freigeben", so Witte.

Bessere Überwachung des Tunnels

Bereits seit Beginn der Arbeiten im Tunnel tauchten immer neue Probleme auf, die für Verzögerungen sorgten. Die Baupläne aus den 1950er-Jahren erwiesen sich in mehreren Bereichen als unbrauchbar und warfen somit ein ums andere Mal technische Planungen über den Haufen. Der Rendsburger Kanaltunnel bekommt nach rund 50 Jahren unter anderem eine verbesserte Frischluftzufuhr. Dafür sollen acht leistungsfähige Lüfter je Röhre sorgen. Auch die Betriebsüberwachung wird erneuert. Von dort aus wird der fließende Verkehr in beiden Tunnelröhren überwacht.  
Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.06.2015 | 22:00 Uhr

Eintrag 11 bis 12 von 12

Markus schrieb am 11.06.2015 08:06 Uhr:Dieses ist kein qualifizierter Kommentar. Die derzeit in Sanierung befindliche Röhre schnellstmöglich befahrbar machen. Finger weg von der anderen Röhre. Sofortiger Neubau eines neuen Tunnels ohne Ausschreibung. Nur Unternehmen aus der Region nehmen oder alles an ein Chinesisches Konsortium übergeben. Wenn der neue Tunnel fertig ist, den alten fertig sanieren. Ausbau der B77 zu einer 4-spurigen Straße zwischen Schleswig und Itzehoe mit Anbindung an die A23. Dann kann man sich in Ruhe an die Rader Hochbrück machen. Das ganze darf dann Chefsache werden; Herr Meyer.
Sabine Heinrich schrieb am 30.01.2016 11:16 Uhr:@ Betroffene Bürgerin. Sie sagen es - für alles - und reden wir doch einmal Klartext - Flüchtlinge - sind plötzlich Milliarden da, wo es vorher immer hieß: Kein Geld! Damit meine ich Schulen, Spielplätze, Bildungseinrichtungen, Schwimmbäder, Straßen, Brücken, der NOK... Ich bin genau so zornig wie Sie!
 
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne