Timeline: LNG in the port of Brunsbüttel bekommt Erdgas-Tankstelle für Schiffe Teil 3

Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden
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  • EU billigt Joint-Venture für LNG-Terminal in Brunsbüttel – Buchholz: Wichtiger Meilenstein für Industrieprojekt
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  • Brennstart für LNG-Cruiser bei Meyer Turku

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    Der Bau von Kreuzfahrtschiffen mit Flüssiggasantrieb startet auch in der Ostsee. Bei der Werft Meyer Turku wurden jetzt die ersten Stahlplatten der »Costa Smeralda« angeschnitten. Im Oktober 2019 soll die »Costa Smeralda« als erster Kreuzfahrer mit LNG-Antrieb Finnland verlassen und Kurs auf Westeuropa nehmen. Angetrieben wird das Schiff dann von vier in Kiel entwickelten MaK-Motoren.
    Turku
    CEO Jan Meyer (Foto: Meyer Turku)
    Der Neubau ist eines von sieben fast identischen Kreuzfahrtschiffen, die die amerikanische Carnival Corporation (Miami) bei der Meyer-Gruppe bestellt hat. Die 180.000 BRZ großen und 337 m langen Megaliner werden bis 2022 in Papenburg und Turku gebaut. »Wir sind stolz, dass wir diesen Auftrag bekommen haben. Es sind Schiffe, die beim Umweltschutz neue Maßstäbe setzen werden. Wir sind froh und stolz darüber, dass wir Reedereien gefunden haben, die bei diesem Projekt voran gehen«, sagte Jan Meyer, Chef der Werft Meyer Turku in Finnland. Je zwei der Neubauten sind für die Reedereien Aida, Costa und Carnival Cruise Line bestimmt. Das siebte Schiff bekommt die britische Reederei P&O.

    6 Mrd. € Auftragsvolumen

    Mit einem Auftragsvolumen von über 6 Mrd. € ist es das derzeit größte Neubauprojekt einer europäischen Werft. Darüber hinaus hat Carnival Corporation für die Tochtergesellshaften noch weitere Neubauten in Planung. »Zu jedem Auftrag gehören auch immer noch Optionen«, sagt Neil Palomba, Costa-Chef. Damit ist klar, dass es nicht bei sieben Schiffen bleiben wird. Die Optionen sollen bei einem weiter positiven Bauverlauf in Festaufträge für die Werften in Turku und Papenburg umgewandelt werden. Bei der Meyer Werft wird davon ausgegangen, dass schon in Kürze nur noch Kreuzfahrtschiffe mit LNG als Treibstoff bestellt werden. Bei der »Costa Smeralda« wird erwartet, dass die MaK-Motoren beim LNG-Betrieb nur noch einen Bruchteil der Emissionen ausstoßen, wie es beim Betrieb mit Marinediesel der Fall ist. 85 % weniger Stickoxide und Feinstaub und fast 99 % weniger Schwefeldioxid sollen so ausgestoßen werden. Möglich wird diese umweltfreundliche Nutzung des Flüssigerdgases durch vier Motoren des Typs MaK M46DF von der Firma Caterpillar aus Kiel. In Rostock werden die Motoren zusammen mit den LNG-Tanks bei der Neptun-Werft in ein rund 140 Meter langes Maschinenraummodul eingebaut. Die Tanks sind mit einem Fassungsvermögen von rund 3600 Kubikmeter so dimensioniert, dass das Schiff mit einer Füllung LNG bis zu zwei Wochen fahren kann.

    Bewegung in Bunker-Frage

    Unterdessen kommt auch in die Frage der Versorgung mit dem Flüssigerdgas der neuen Kreuzfahrer Bewegung. Da in Deutschland noch kein einziger Hafen einen LNG-Terminal hat, wird die Versorgung der Schiffe in deutschen Häfen bei Bedarf durch spezielle Versorgungstanker erfolgen. »Wir arbeiten an Lösungen für eine Versorgungskette. Es ist geplant, die Schiffe mit speziellen Bunkerschiffen in den Häfen zu versorgen. Hier haben wir bereits Lösungen für alle Fahrtgebiete unserer Schiffe«, sagt Tom Strang, zuständig für die Versorgung der Schiffe bei Carnival. Partner für Costa und Aida wird die niederländische Shell Western LNG, die über große LNG-Terminals den Treibstoff per Bunkertanker zu den Schiffen bringt. Shell hat mit der Carnival-Gruppe einen Vertrag zur Versorgung der LNG-Kreuzfahrer von AIDA Cruises und Costa Cruises abgeschlossen. Eines der neuen Tankschiffe für LNG ist bereits in Rotterdam im Einsatz. »Wir werden mit dem Neubau ‚Cardissa‘ aber auch in die Ostsee kommen und dort verschiedene Häfen besuchen«, sagte Didier Daems von Shell. (FB)
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  • Für das geplante erste deutsche LNG-Terminal in Brunsbüttel zum Tanken von verflüssigtem Erdgas hat die EU laut Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt. Demnach gab die EU-Kommission am Freitag grünes Licht für die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens der Firmen Gasunie, Vopak (beide Niederlande) und Oiltanking (Hamburg). «Die kartellrechtliche Genehmigung dieses Joint Ventures für den Bau und den Betrieb eines Flüssiggasterminals ist ein wichtiger Meilenstein für das in Brunsbüttel geplante Projekt», sagte Buchholz.ÜberschriftDas Land Schleswig-Holstein werde das Vorhaben bei allen anstehenden Schritten nach Kräften unterstützen. Der in Groningen ansässige Energiekonzern Gasunie will mit seinen Partnern in Brunsbüttel für rund 450 Millionen Euro ein LNG-Terminal (LNG: Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung soll 2018 fallen. Die Detailplanungen laufen aber bereits, nachdem sich Brunsbüttel gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal Anfang der 2020-er Jahre ans Netz gehen.Buchholz sprach von einer «gravierenden industriepolitischen Weichenstellung», die das Industriezentrum Brunsbüttel kräftig voranbringen werde. Das Wirtschaftsministerium sieht in LNG einen Energieträger der Zukunft. Im Verkehr könne das verflüssigte Gas als Treibstoff für Lastwagen und Schiffe den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen spürbar senken
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    Weltpremiere in Bremerhaven: Schiff auf Flüssiggas umgebaut

    German Dry Docks ist weltweit die erste Werft, die ein Containerschiff auf einen neuartigen Antrieb umgerüstet hat. Die Bremerhavener haben den Schiffsmotor der "WES Amelie" für Flüssiggas fit gemacht. Dieses sogenannte LNG (Liquified Natural Gas) gilt als der Stoff, der die Schiffe der Zukunft antreiben wird. Das Gas ist sauberer und effektiver als das bislang auf Schiffen genutzte Schweröl.

    Was ist der Vorteil von LNG?

    Die meisten Container- und Kreuzfahrtschiffe fahren mit Schweröl, das besonders umwelt- und gesundheitsschädlich ist. Die Nutzung dieses Treibstoffes sei nichts weiter als "Sondermüllverbrennung", sagt der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschlands, Leif Müller. LNG kann ein Ausweg sein. Denn mit dem Einsatz von Flüssiggas wird die Schadstoffemission eines Schiffes reduziert. Laut der Reederei Wessels, die die "WES Amelie" betreibt, reduziert sich der Ausstoß von Kohlendioxid um rund 20 Prozent, der von Stickoxiden um etwa 90 Prozent und Schwefeloxide verschwinden fast komplett aus den Abgasen des umgebauten Schiffes. Christian Hoepfner von der Wessels Reederei führt noch weitere Vorteile ins Feld: 800 Kilogramm LNG hätten den Energiegehalt von 1000 Kilogramm herkömmlichen Schiffstreibstoffs. Außerdem sei LNG günstiger im Einkauf.

    Warum wird LNG nicht schon viel mehr genutzt?

    "Es fehlt an Versorgungsstationen mit Flüssiggas", sagt Thorsten Pohle von der German Dry Docks in Bremerhaven. "Es ist wie die Geschichte mit der Henne und dem Ei." Die Reedereien warteten auf die LNG-Stationen und die LNG-Produzenten auf die Reeder. Aber es tut sich etwas. In Brunsbüttel direkt am Nord-Ostsee-Kanal soll wahrscheinlich das erste LNG-Terminal Deutschlands entstehen. Wenn die Planungen nicht ins Stocken kommen, könnte die Anlage Anfang der 2020er den Betrieb aufnehmen. Das für Norddeutschland nächstgelegene LNG-Terminal ist derzeit in Rotterdam. Von dort aus können Tanklaster jene Schiffe versorgen, die nicht in Rotterdam festmachen.

    Welcher Antrieb ist günstiger – Schweröl oder LNG?

    Schweröl hinterlässt in den Schiffsmotoren viele Ablagerungen und verursacht deshalb intensive Wartungsarbeiten. LNG dagegen verbrennt zwar viel sauberer, muss aber aufwendig gelagert werden: Damit das Gas flüssig bleibt, wird es unter hohem Druck und bei minus 162 Grad Celsius an Bord gebunkert. Dafür ist wiederum kompliziertere Technik als beim Schweröl notwendig. Prototypen wie die "WES Amelie" werden zeigen, welche Technik sich tatsächlich für Reeder rechnet.
    Tankeinbau auf der "WES Amelie"
    In dem 500 Kubikmeter großen Tank wird das LNG an Deck unter hohen Druck und bei minus 162 Grad gebunkert. Bild: German Dry Docks AG
    Es gibt einige Schiffsneubauten, die von Beginn an mit LNG-Antrieb geplant wurden. Der Umbau des fast 152 Meter langen Containerschiffs in Bremerhaven war aber eine Weltpremiere. "Wir mussten uns nach dem vorgegebenen Platz richten", sagt Pohle von der German Dry Docks. So sei beispielsweise an Deck extra ein 500.000 Liter fassender LNG-Tank eingebaut worden. "Wir haben viele Erfahrungen beim Umbau gesammelt und könnten nun weitere Schiffe umrüsten." Um die Hemmschwelle für den kostenintensiven Umbau zu senken und weitere Schiffe mit LNG-Antrieb auf die Meere zu schicken, hat das Bundesverkehrsministerium ein 30 Millionen Euro hohes Förderprogramm aufgelegt. Im Fall der "WES Amelie" steuerte das Ministerium 60 Prozent der Gesamtumbaukosten von weniger als zehn Millionen Euro bei.

    Überregionales Potenzial für LNG-Terminal in Klaipeda

    Der litauische Energieminister Žygimantas Vaičiūnas bezeichnet einen verlässlichen Energiemarkt in den baltischen Staaten als eine der künftigen Herausforderungen. Das LNG-Terminal in Klaipeda, Litauen, nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Nach dem Gas-Interconnection-Projekt Polen-Litauen (GIPL) und dem finnisch-estnischen Verbundprojekt Balticconnector würden weit mehr Länder den Wettbewerbsvorteil von Klaipedas LNG-Terminal nutzen können. »Heute ist das LNG-Terminal in Klaipeda die einzige Möglichkeit, um Flüssiggas nach Litauen und in die übrigen baltischen Staaten zu bringen«, so der Minister. Der Umschlagplatz habe aber ein weit größeres Potenzial, auch für Länder wie Weißrussland, Ukraine oder Finnland, ein wichtiger Zugang zu werden. Dadurch würde der regionale Gasmarkt noch attraktiver für LNG-Lieferanten, bekräftigte der Minister bei einem Treffen mit Frederik Smits van Oyen, dem Vizepräsidenten des US-amerikanischen Unternehmens Cheniere.

    Flüssiggas aus den USA

    Jüngst erreichte Litauen die erste Ladung von Flüssiggas aus den USA. Das Land erwarb sie von Cheniere Marketing International. Für Smits van Oyen könnte dies der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit sein, denn das Unternehmen sei bereit, auch weiterhin Gas nach Litauen und in die Region zu liefern. Die USA wollen in den kommenden Jahren zum weltweit drittgrößten Flüssiggasexporteur aufsteigen. Als einer der großen LNG-Zulieferer will Cheniere dabei eine wichtige Rolle einnehmen.
Copyright Hansa online In Bremerhaven wurde das weltweit erste für die Nutzung von verflüssigtem Erdgas (LNG) umgerüstete Containerschiff, die »Wes Amelie« der Wessels Reederei aus Haren/Ems, erfolgreich in Betrieb genommen. Copyright Juergen Braker danke Das Schiff wurde seit Juni 2017 bei German Dry Docks in Bremerhaven auf die Nutzung von LNG umgerüstet. Mit dem Umbau des 1.000-TEU-Frachters ist die Wessels Reederei Vorreiter im Einsatz von LNG bei Containerschiffen in Nordwesteuropa. Die »Wes Amelie« ist, wie die 15 baugleichen Schwesterschiffe auch, vor allem im Feederverkehr zwischen Nord- und Ostsee. Die Erstbefüllung mit LNG erfolgte durch das Hamburger Unternehmen Nauticor am Kühlhauskai in Bremerhaven. Das Schiff wurde mit insgesamt vier LKW-Ladungen LNG betankt.
Wes Amelie Lng Bunkering
Foto: Nauticor
»Dank der reibungslosen Zusammenarbeit der Schiffsbesatzung, dem Team von bremenports und unseren erfahrenen Experten an Land konnte die Erstbetankung mit LNG erfolgreich realisiert werden«, sagte Sonja Neßhöver, Direktor LNG Portfolio bei Nauticor. Der Umbau des Schiffes wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert und soll bei erfolgreicher Umsetzung auf weitere Schiffe der Flotte ausgeweitet werden. Dementsprechend zuversichtlich zeigte sich Christian P. Hoepfner, Prokurist der Reederei, nach der erfolgreichen Erstbefüllung: »Wir sind froh, dass die erste Übernahme von LNG als Treibstoff hier in Bremerhaven so reibungslos funktioniert hat. Unser Dank gilt hier der Hafensicherheit Bremerhaven des Hafenamtes der Hansestadt Bremen und dem LNG-Lieferanten Nauticor, die uns hier tatkräftig unterstützt haben.«
GDD rüstet »Wes Amelie« auf einen umweltfreundlichen Gasantrieb um
Foto: Wessels Reederei
Mit dem Umbau der »Wes Amelie« leiste die Wessels Reederei wichtige Pionierarbeit bei der Etablierung von LNG als Treibstoff im Containerschifffahrtsbereich, fügte Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer bei Nauticor, hinzu. »Das unterstützen wir gerne und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit, auch vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr unser zweites Bunkerschiff den Betrieb in Nordwesteuropa aufnimmt und für die Versorgung von Kunden zur Verfügung steht.« Hürde genommen: EU-Kommission sagt ja zum LNG-Joint-Venture für Brunsbüttel Copyright

Copyright Reederei Hartmann Zeit

Vor allem eine »deutliche« Senkung der Luftbelastung aus dem Hafen stehe im Fokus, dazu sollen noch mehr Landstrom- und Flüssiggasanlagen angeboten werden, als bislang geplant war. Doch wer in den Plan hineinliest, stößt recht bald auf die Einschränkungen. »Es ist vorgesehen«, heißt es da zwar, »dass zusätzlich zu den genannten Landstromanlagen bis zu neun PowerPacs an den Containerterminals im Hamburger Hafen in Betrieb genommen werden.« Dies sind mobile Gasmotoren, die mit schadstoffarmem Flüssiggas (LNG) betrieben werden. Doch wenige Absätze später kommt das Aber: »Aufgrund des hohen Investitionsvolumens in LNG-Technologie und des derzeit niedrigen Ölpreises ist der Anreiz seitens der Containerschiffsreedereien, in diese neue umweltfreundliche Technologie zu investieren, bisher gering.« Anders gesagt: Nach Schätzung der HPA wird bis zum Jahr 2020 lediglich jedes 200. Schiff, das in den Hafen einläuft, LNG nutzen. Wird es da nicht allmählich Zeit für extrem motivierende Maßnahmen?

 http://www.tagesschau.de/ausland/usa-sanktionen-russland-105.html

Der US-Senat will die Russland-Sanktionen verschärfen. Außenminister Gabriel und Österreichs Kanzler Kern reagierten empört: "In bemerkenswerter Offenheit beschreibt der US-Gesetzentwurf, worum es eigentlich geht - den Verkauf amerikanischen Flüssiggases in Europa."............................................................... Brunsbüttel jetzt international direkt betroffen

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen  Copyright Nordeutsche Rundschau

Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig

Brunsbüttel Auf Einladung von Brunsbüttel Ports GmbH und Hafen Hamburg Marketing trafen sich rund 100 Gäste zum gemeinsamen Austausch im Brunsbütteler Elbehafen. Im Rahmen der Informationsveranstaltung gewährten hochkarätige Teilnehmer den Gästen einen Blick hinter die Kulissen der Industrielogistik. Gemeinsame Interessen, Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und übergeordnete Chancen durch ein Terminal für Flüssiggas (LNG) waren dabei die wesentlichen Themen. Ingolf Egloff, Vorstand des Hafen Hamburg Marketing, betonte, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Hafenunternehmen in Brunsbüttel und Hamburg so gut wie nie zuvor gestalten würde. Nicht immer waren die Töne aus der Hansestadt solch harmonischer Natur. Erst im Herbst des vergangenen Jahres sprach sich der Vizepräsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg (UFHH), Robert Eckelmann, gegen eine engere Kooperation mit dem Brunsbütteler Hafenunternehmen und für intensiveren Wettbewerb aus. Doch derartige Aussagen gehören der Vergangenheit an. Ein Bündnis aller Häfen aus dem Wirtschaftsraum Unterelbe inklusive einer gemeinsamen und einheitlichen Vermarktungsstrategie müsse angesichts des weltweit zunehmenden Konkurrenzdrucks in der Hafenwirtschaft das erklärte Ziel aller Beteiligten sein, forderte nicht nur Torsten Sevecke, Amtsleiter in der Hamburger Wirtschaftsbehörde. „Wirtschaft will Lösungen haben und interessiert sich nicht für Ländergrenzen.“ In diesem Zusammenhang sprach er sich klar für ein Flüssiggas-Terminal in der Schleusenstadt aus: „Brunsbüttel ist genau der richtige Standort für den ersten großen LNG-Terminal in Deutschland. Wir werden dieses Projekt unterstützen, denn der Senat glaubt fest daran, dass Brunsbüttel der richtige Platz dafür ist.“ Angesichts der Lage des Hamburger Hafens inmitten der Stadt hätte Hamburg zwar gern einen solchen Terminal vor Ort errichtet, doch logistisch gäbe es keine Möglichkeit für die Umsetzung eines solchen Vorhabens. Hingegen könnte Brunsbüttel nicht nur Hamburg, sondern ganz Deutschland sowohl über das Schienennetz als auch über den Wasser- und Landweg mit LNG versorgen, sofern mit der Errichtung des Terminals ein Ausbau der Infrastruktur vorgenommen würde. Dieser Einschätzung schloss sich Kurt-Christoph von Knobelsdorff an. Der Brunsbüttel-Beauftragte der Landesregierung wies darauf hin, dass es ab 2020 kein Pipelinegas aus den Niederlanden mehr geben werde. Zudem dürfe man sich nicht von Russlands Gas abhängig machen. Flüssiggas sei nicht nur von hoher Bedeutung, wenn es um die Stärkung der Versorgungssicherheit geht. Es müsse auch als wichtiger, fundamentaler Teil der Energiewende betrachtet werden, da LNG die Möglichkeit biete, die CO2-Emission drastisch zu verringern. Angesichts der Hintergründe und der Entscheidung des niederländischen Konzerns Gasunie (Groningen), in Brunsbüttel für geschätzte 450 Millionen Euro einen Flüssiggas-Terminal errichten zu wollen, stünde der Bund in der Pflicht, sich mit diesem Thema deutlich stärker auseinanderzusetzen, als es bisher der Fall sei, unterstrich von Knobelsdorff. „Für Brunsbüttel wäre der LNG-Terminal wie ein Sechser im Lotto. Profitieren würde aber nicht nur die Schleusenstadt davon, sondern gesamt Schleswig-Holstein“, so von Knobelsdorff. Als einer der größten industriellen Erdgasverbraucher in Deutschland ist auch das in Brunsbüttel ansässige norwegische Unternehmen Yara ein großer Befürworter für den Bau eines Flüssiggas-Terminals in Brunsbüttel. „Für unser Unternehmen stellt die derzeit vorhandene Infrastruktur für Gas ein wirkliches Problem dar. Zum einen ist es der hohe Druck in den Leitungen, zum anderen sind es die sehr hohen Netzgebühren und Erdgassteuern, die wir zahlen müssen, die uns Sorgen bereiten“, sagt Julia Lindland, Geschäftsführerin Yara-Brunsbüttel. Ein LNG-Terminal in unmittelbarer Nähe hätte positive Einflüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit des global agierenden Unternehmens. Yara stehe bereits im engen Dialog mit Gasunie. Jens-Peter Mohr

Hartmann tauft ersten innovativen LEG-Tanker

http://www.hansa-online.de/2017/05/schiffstechnik/65412/hartmann-tauft-ersten-innovativen-leg-tanker/
Die Leeraner Reederei Hartmann hat ihren ersten neuen LEG-Tanker getauft. Die »GasChem Beluga« basiert auf einem völlig neuen Design. Die Zeremonie fand im britischen Teesport in Nordengland statt, Unternehmenssitz des Charterers, SABIC UK Petrochemicals. »Ihre ersten Reisen zwischen Houston und Teesport hat die GasChem Beluga bereits mit Bravour gemeistert«, sagt Alfred Hartmann, Gründer der Hartmann Reederei. Das Leeraner Unternehmen hatte eine Neubauserie für 36.000-Tonnen-Tanker gemeinsam mit dem norwegischen Investor Ocean Yield realisiert und vor einigen Monaten in Dienst gestellt. Ursprünglich waren drei baugleiche Schiffe bestellt worden. Auch »GasChem Narwhal« und »GasChem Orca« sollten für SABIC fahren. Im vergangenen Herbst hatte Ocean Yield aber entschieden, die Serie auf zwei Neubauten zu beschränken.
Hartmann Gaschem Beluga front view
Foto: Hartmann Reederei
»Es handelt sich um ein völlig neues Schiffsdesign mit innovativem Antrieb«, so Hartmann weiter. Die auf Umweltfreundlichkeit ausgelegte, von einer MAN-Hauptmaschine angetriebene »GasChem Beluga« könne mit Schweröl, Gasöl, LNG und Ethan betrieben werden. Bei Bedarf sei ein Wechsel problemlos möglich. »Geringer Treibstoffverbrauch und eine deutliche Reduzierung von Emissionen waren für uns bei der Konzeption maßgeblich. Wir sind stolz darauf, dieses Schiff zusammen mit unseren Partnern am Standort Leer entwickelt zu haben«, sagte Hartmann, der gleichzeitig derzeit Präsident des Verbands Deutscher Reeder (VDR) ist. Die »GasChem Beluga« kam voll beladen aus Houston nach Teesport. Gleich nach dem Entladen war sie für ihre Feier von zwei Schleppern an die »Queen Elizabeth II.«-Pier gebracht worden.
Brunsbüttel Ports startet Chinageschäft
Brunsbüttel Copyright Norddeutsche Rundschau
Die Schramm Ports & Logistics und die Brunsbüttel Ports präsentieren ihr Leistungsangebot in dieser Woche auf der Transport Logistic Messe in München. Ein Thema, das für die Unterelberegion, Hamburg und Brunsbüttel eine große Chance mit bundesweiter Bedeutung darstellt, ist die Favorisierung des Standorts Brunsbüttels für ein deutsches LNG-Importterminal durch N.V. Nederlandse Gasunie (wir berichteten). „Wir freuen uns über die Standortentscheidung. Nun gilt es, weiterhin intensiv bei den Planungen für das Flüssiggas-Importterminal zu unterstützen, so dass die finale Investitionsentscheidung erfolgt und das Projekt für Gasunie und seine Partner als Investoren, für die lokale Industrie, für die Schifffahrt und auch für die bundesdeutsche Energiebranche ein Erfolg wird“, so Schramm-Geschäftsführer Frank Schnabel. Zudem präsentiert die Brunsbütteler Unternehmensgruppe auch die Aktivitäten an ihren sechs neuen Standorten in Schweden. Zum 1. März hatte Brunsbüttel Ports die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB übernommen und ist seitdem auch für die operativen Tätigkeiten vor Ort verantwortlich. Der Hafen Orrskär bei Söderhamn ist einer der größten Häfen Schwedens für den Export von Schnittholz: Im vergangenen Jahr wurden rund eine Millionen Kubikmeter im Hafen zwischengelagert, auf Seeschiffe verladen, überwiegend Richtung Nordafrika, Spanien und Großbritannien. Jetzt rückt China ins Blickfeld. Es wurden 20 000 Kubikmeter Schnittholz in die chinesischen Häfen Nansha und Shanghai auf den Weg gebracht . Das Besondere dabei, so Schnabel: Das Holz wird als Stückgut transportiert und nicht wie bisher üblich in Containern. Er sieht dies als Start in einen neuen Markt und sagt: „ Auch in Zukunft erwarten wir im Hafen Orrskär weiteres Wachstum und die Generierung von neuen Zielmärkten. China sehen wir als einen Markt der Zukunft.“
rp/sh:z
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Sasol Germany GmbH, Werk Brunsbüttel 22.11.2002 Chemie Industrie Dithmarschen Fabrik

Flüssiggas im Norden – die große Wette auf die Zukunft
Terminal in Brunsbüttel, Förderanlagen in Russland: Wie LNG die Energie-Märkte durcheinander wirbelt
Der Gastanker „Christophe de Margerie“ im Hafen von Sabetta auf der Jamal-Halbinsel im Norden Russlands. Er gilt als das derzeit größte eisbrechende Schiff der Welt. Künftig soll eine Flotte von 15 solcher Tanker Flüssigerdgas nach Asien und Europa bringen.
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Studie untersucht Potenzial für LNG an deutscher Küste

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Eine LNG-Potenzialstudie untersucht die Möglichkeiten für den Aufbau einer Flüssiggas-Versorgungsinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste und vergleicht potenzielle Standorte. Auftraggeber sind die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die MARIKO GmbH aus Leer in ihrer Funktion als Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen, der Maritime Strategierat Weser-Ems und die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV). Liquefied Natural Gas ist nach Ansicht der Beteiligten für die Schifffahrt der saubere Treibstoff der Zukunft und darüber hinaus schon heute in vielen Ländern eine wichtige Säule der Energieversorgung. Allerdings fehle derzeit in Deutschland sowohl eine Versorgungsinfrastruktur in den Seehäfen als auch ein Importterminal an der deutschen Nordseeküste, betonen IHK, WHV e.V. und MARIKO gemeinsam. »Als weltweit viertgrößte Volkswirtschaft dürfen wir den Anschluss an den Energiemarkt der Zukunft nicht verlieren. Die Schaffung einer Infrastruktur wird hierzulande die Nutzung von flüssigem Erdgas sowohl als Energie- und Industrierohstoff als auch als Treibstoff für die Schifffahrt und den Schwerlastverkehr verstärken«, so die Initiatoren.

Vernetzter Ansatz soll neue Einsichten ermöglichen

Mit Merkel Energy und CPL aus Rostock habe man »kompetente und bestens vernetzte« Partner gefunden, die neben der Standortanalyse für die LNG-Infrastruktur die potenziellen Gasverbraucher ermitteln sollen, um in einer Gesamtbetrachtung die kritische Masse für Infrastruktur aufzuzeigen. Nautitec werde darüber hinaus die nautischen Aspekte betrachten. Mit diesem Ansatz hebe sich das beauftragte Gutachten deutlich von bisherigen Studien ab. Die Frage, ob die Errichtung einer nationalen Versorgungsinfrastruktur erforderlich sei, werde derzeit in Deutschland nicht einheitlich beurteilt. Mit der Potenzialanalyse werde eine qualifizierte Grundlage für die weitere Diskussion mit Marktteilnehmern und politischen Akteuren geschaffen, um Flüssiggasinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste aufzubauen. Hierzu werde der umfassende Vergleich potenzieller Standorte im Hinblick auf ihre Eignung und Alleinstellungsmerkmale für derartige Infrastrukturen wesentlich beitragen. Mit den Ergebnissen der Studie sei im August 2017 zu rechnen.
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LNG – diese drei Buchstaben genügen derzeit, um Politiker und Wirtschaftslenker in Euphorie zu versetzen. Ganz gleich, ob es um ein Import-Terminal in Brunsbüttel oder eine schwimmende LNG-Tankstelle im Hamburg Hafen geht: Flüssigerdgas ist die neue Zauberformel. Mit LNG will Europa seine Abhängigkeit von Ländern wie Russland verringern und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ob die Energie-Revolution jedoch gelingt, bleibt abzuwarten. LNG (Liquified Natural Gas) ist Erdgas, das auf minus 160 Grad heruntergekühlt wird und dabei vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Und: „Es ist eine Wette auf die Zukunft“, wie André Wolf, Forscher am Hamburgischen Weltwirtschafts Institut (HWWI), sagt. Dass sich LNG und ein Import-Terminal in Deutschland gegenwärtig rechnen, sieht er zwar nicht. Doch die Zukunft könnte anders aussehen. „Das Anbieter-Portfolio ist relativ weit differenziert“, erklärt Wolf. Und das könnte nach seiner Einschätzung zu einem zunehmenden Wettbewerb führen. Denn anders als klassisches Erdgas kann LNG per Schiff global gehandelt werden. Ohne Pipeline.
Russland investiert Milliarden in neue Technik
Fracking hat in den USA einen regelrechten Gas-Boom ausgelöst. In den vergangenen Jahren haben US-Konzerne Milliarden-Beträge investiert, um das billige Schiefergas verflüssigen und rund um die Welt verschicken zu können. Und diese Ambitionen sind ungebrochen. „Der Drang der Amerikaner den Markt mit Schiefergas zu fluten, wird nicht zurückgehen“, zeigt sich Wolf überzeugt. Vor der Küste Australiens wird mit Gorgon derzeit das größte Flüssiggas-Förderprojekt der Welt umgesetzt. Obendrein mischen Länder wie Katar mit gewaltigen Erdgas-Vorräten mit. Das Angebot von LNG wächst also – zum Teil schneller als die Nachfrage, was die Preise drückt. „Das Wachstum der LNG-Nachfrage dürfte zwischen 2015 und 2030 zwischen vier und fünf Prozent pro Jahr liegen und damit doppelt so schnell steigen wie die Nachfrage nach Erdgas“, gibt aber Maarten Wetselaar, der bei Shell für den Bereich Gas und neue Energien verantwortlich ist, zu bedenken. Interessant ist Flüssiggas aus Sicht von HWWI-Experte Wolf neben Schiffs- und LKW-Antrieben vor allem für die „energie-intensive Großindustrie“. Tatsächlich war dies auch einer der Gründe, die im Falle des Import-Terminals in Brunsbüttel den Ausschlag gegeben haben. Mit dem angrenzenden Chemcoastpark stehen die LNG-Abnehmer dort nämlich gleich bereit. „Man könnte sich vorstellen, dass LNG Öl verdrängt“, sagt Ökonom Wolf. Das emissionsarme LNG würde so zum Puzzelstück bei der Energiewende – und obendrein die Abhängigkeiten von einzelnen großen Öl- und Gas-Versorgern wie Russland verringern. Doch die künftige Rolle, die LNG spielen könnte, hat auch der weltgrößte Gasexporteur inzwischen erkannt – und drängt mit aller Gewalt in diesen Markt. Auf der russischen Jamal-Halbinsel stampft der Konzern Novatek gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Total, dem chinesischen Staatskonzern CNPC und einem chinesischen Staatsfonds eine riesige Anlage zur Erdgas-Verflüssigung aus dem Boden. Kostenpunkt: Mehr als 25 Milliarden Euro. Eine gigantische Wette. Ob sie aufgehen wird, bleibt abzuwarten.
Till H. Lorenz

Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden

Start Schifffahrt EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

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Die finnische Reederei Containerships Oy erhält von der EU und der Nordic Environment Finance Corporation (NEFCO) insgesamt 22 Mio. € Zuschuss für die geplanten LNG-Feederschiffe. Der größere Teil der EU-Fördersumme fließt direkt in die Anschaffung der Containerschiffe. Mit dem restlichen Betrag in Höhe von gut 6 Mio. € soll der Aufbau der benötigten Infrastruktur, also eines LNG-Terminal-Netzwerkes, mitfinanziert werden. Von der NEFCO kommen weitere 5 Mio. €. Das teilte die finnische Reederei jetzt mit. Containerships hat insgesamt vier Dual-Fuel-Schiffe mit je 1.400 TEU bei Wenchong Shipyard in China auf eigene Rechnung bestellt und erst kürzlich zwei weitere von vier Optionen gezogen. Die Ablieferung erfolgt ab Ende 2018. Bauaufsicht und Projektsteuerung liegen bei der deutschen Reederei Nordic Hamburg. Auch Arkon Shipping ist bei dem Projekt mit im Boot. Bereits im vergangenen Jahr hatte Containerships einen Versorgungsvertrag mit Shell unterzeichnet. Gebunkert werden soll zunächst in Rotterdam, eine Betankung reiche für einen kompletten Rundlauf. Containerships will nach eigenen Angaben selbst 150–200 Mio. € investieren, um komplette LNG-Logistikketten zu schaffen. Dazu soll auch die Lkw-Flotte auf Gasbetrieb umgerüstet werden. Der Fuhrpark soll von aktuell rund 40 auf 150 bis 200 Einheiten ausgebaut werden.
Brunsbüttel vor Technologie-Sprung: Niederländischer Konzern bereitet LNG-Terminal vor –  450 Millionen-Investition
Tanker in der Elbe
Elbehafen Brunsbüttel: Von hier aus soll künftig die LNG-Versogung Norddeutschlands organisiert und umgesetzt werden
Nun ist es amtlich: Der niederländische Konzern Gasunie (Groningen) will in Brunsbüttel ein LNG-Terminal (Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung für Deutschlands erste und bislang einzige LNG-Einrichtung wird zwar erst 2018 fallen, aber klar ist: Die Detailplanungen für die schätzungsweise 450 Millionen Euro schwere Investition laufen nun an, nachdem sich Brunsbüttel in einem harten Wettbewerb gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal bereits Anfang der 2020er-Jahre ans Netz gehen. albigSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe damit durchaus Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Meyer_FSGWirtschaftsminister Meyer, dessen Mitarbeiter die monatelangen Verhandlungen eng begleitet hatte, sprach ebenfalls von einem industriepolitischen Meilenstein: (Audiopfeil klicken) Audio-Player
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Wie Meyer weiter sagte, solle gleichzeitig in Brunsbüttel die geplante und vom Land geförderte Multi-Purpose-Pier realisiert werden, über die künftig auch das LNG umgeschlagen werden wird. „Die Landesregierung ist überzeugt, dass über die Schwerlastpier und  LNG hinaus noch weitere interessante wirtschaftliche Entwicklungen angestoßen werden können“, so Meyer. Laut Meyer trage das geplante Terminal zur Versorgungssicherheit und Diversifizierung des Gas-Imports bei. LNG sei ein Energieträger der Zukunft: insbesondere als Treibstoff im Verkehrssektor für LKW und Schiffe sorge das verflüssigte Gas für bedeutende Senkungen sowohl beim Kohlendioxid-Ausstoss als auch bei weiteren Schadstoffen. Meyer: „LNG ist der ideale Brückenenergieträger und ein wichtiger Baustein der Energiewende. Ein LNG-Terminal passt also bestens zu Schleswig-Holstein als Vorreiterland der Energiewende.“ GasunieFür die Westküste werde das Terminal nach den Worten des Ministers ein Industrie-Leuchtturm werden, mit Ausstrahlung weit über den echten Norden hinaus:  „Wir erwarten uns davon einen wirtschaftlichen Schub für die Region, sowohl in der Bauphase als auch später durch direkte und indirekte Ansiedlungen.“ Brunsbüttel habe sich aufgrund seiner perfekten Lage an der Elbemündung sowie der vorhandenen, erdgasverbrauchenden Industrie – unter anderem „Yara“, „Covestro“ und „Sasol“ – und sicherlich auch dank der intensiven politischen Unterstützung im Standortwettbewerb durchgesetzt, erklärte Meyer. Er machte zugleich klar, dass sich die Landesregierung auch in der nächsten Phase bis zur endgültigen Investitionsentscheidung dafür einsetzen werde, die Realisierung des Projekts zu gewährleisten. Ministerpräsident Albig: „Das LNG-Terminal in Verbindung mit der Multi-Purpose-Pier wird und muss das zentrale industriepolitische Projekt der nächsten Legislaturperiode werden.“ Albig und Meyer dankten vor allem dem Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports, Frank Schnabel, für dessen seit Jahren andauernden unermüdlichen Einsatz für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel. „Dieses hartnäckige Werben und Kämpfen hat sich gelohnt und verdient ebenso Respekt wie die Begleitung der mehrmonatigen Verhandlungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Industriereferat des Wirtschaftsministeriums“, sagte Albig. http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/brunsbuettel-bekommt-import-terminal-fuer-fluessiggas-id16502996.html Copyright Norddeutsche Rundschau

Riesige Investition : Brunsbüttel bekommt Import-Terminal für Flüssiggas

vom 3. April 2017

Das Projekt bedeutet eine enorme Stärkung des größten Industriegebiets in SH und hat deutschlandweit Relevanz.

Brunsbüttel | Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Nach Informationen des sh:z hat der niederländische Konzern Gasunie entschieden, in Brunsbüttel ein Import-Terminal für Flüssiggas (LNG) zu errichten. Das Projekt mit einem Umfang von rund 400 Millionen Euro wird seit Jahren verfolgt, zuletzt stand Brunsbüttel in Konkurrenz zu Standorten in Niedersachsen. Gasunie hat am Montag auf Anfrage bestätigt, dass Brunsbüttel die besten Möglichkeiten zur Entwicklung eines LNG-Terminals biete. Das Unternehmen wolle sich nun auf den Standort konzentrieren. LNG gilt als Schiffstreibstoff der Zukunft. Vor allem aber soll das Terminal die Abhängigkeit Deutschlands von Gas-Lieferanten wie Russland reduzieren. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich hoch zufrieden. „Das ist ein Riesenerfolg für die Westküste“, sagte Meyer. Es sei ein großer Erfolg für den Standort Brunsbüttel. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klar zu machen“, so der Minister weiter. Meyer wies darauf hin, dass sich Brunsbüttel damit auch gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt habe, ohne namentlich auf diese einzugehen. Zuletzt war unter anderem Stade für das Terminal von Gasunie im Gespräch gewesen. Der Speicher soll 200.000 Kubikmeter Gas aufnehmen können und auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im ChemCoastPark Brunsbüttel gebaut werden. Die endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus, sie soll voraussichtlich bis 2018 fallen. Hafenchef Frank Schnabel hat bei Brunsbüttel als dem idealen Standort für ein LNG-Terminal schon seit Jahren keine Zweifel. Es sei nicht nur die ideale Lage an Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Es sei vor allem Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet, was für ihn den Bau eines Import-Terminals mit einer Kapazität von 200.000 Kubikmetern rechtfertigt. Die chemischen Werke benötigten jährlich rund 800 Millionen Kubikmeter Gas. Im Winter, weiß Schnabel, reiche die Erdgasversorgung zuweilen nicht aus, dann müsse mit Heizöl gepuffert werden. Flüssiggas vor Ort biete sich als ideale und umweltfreundliche Lösung an. Bei LNG wird Gas zunächst verflüssigt und kann später wieder zurück in Gas gewandelt werden. Die Bundesregierung verfolgt seit Längerem Pläne zur Errichtung eines nationalen Terminals, um die Bundesrepublik so unabhängiger von Gas-Lieferungen aus Russland zu machen. Andere europäische Länder verfügen bereits über vergleichbare Terminals, um die nationale Gas-Versorgung zu sichern.
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von Till H. Lorenz, shz.de erstellt am 03.Apr.2017 | 15:15 Uhr

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Flüssiggas-Terminal soll nach Brunsbüttel
Vorentscheidung im Standortpoker – Investitionen von 400 Millionen Euro möglich
Brunsbüttel
Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Der niederländische Konzern Gasunie hat sich beim Bau des ersten deutschen Import-Terminals für Flüssiggas (LNG) für die Schleusenstadt als Standort entschieden. Das bestätigte das Unternehmen gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Den Plänen nach soll das Terminal mit einer Kapazität von 200 000 Kubikmetern auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im Chemcoastpark Brunsbüttel errichtet werden. Die Investitionen bei dem Projekt belaufen sich nach früheren Angaben auf rund 400 Millionen Euro. Eine endgültige Investitionsentscheidung der Niederländer wird für Ende 2018 erwartet. „Wir waren sehr zuversichtlich, sind aber dennoch erleichtert über die nun für Brunsbüttel getroffene Entscheidung in diesem Standortwettbewerb“, sagte Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH sowie Sprecher der Werkleiterrunde des Chemcoastpark Brunsbüttel. Insbesondere die herausragenden Eigenschaften des Industrie- und Hafenstandortes Brunsbüttel und die potenziellen Nutzungsmöglichkeiten von LNG am Standort hätten für sich gesprochen, sagte Schnabel. Die LNG-Technik und der Aufbau eines nationalen Terminals gelten als wichtige Schritte, um Deutschlands Abhängigkeit von Gaslieferanten wie Russland zu verringern. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt, entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klarzumachen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Brunsbüttel habe sich gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt, sagte er. Tatsächlich hatte Niedersachsen zuletzt massiv mit den Standorten Wilhelmshaven und Stade um die Gunst der Niederländer gebuhlt. Bei Gasunie hieß es gestern lediglich, dass verschiedene Standorte geprüft worden seien. Im Ergebnis habe sich gezeigt, „dass Brunsbüttel die besten Voraussetzungen für die Entwicklung eines LNG-Terminals“ biete. Die Entscheidung der Niederländer steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
til/lpe
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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