Hafen : Neuer Schiff-Shuttle für Container Elbe Hamburg Brunsbüttel Teil 2 seit 2011

Ferlemann
Infrastruktur hatten die von Sebastian Reimann (Mitte) moderierte Politikerrunde zum Thema (v. l.): Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann sowie die Wirtschaftsminister Olaf Lies (Niedersachsen) und Reinhard Meyer (SchleswigHolstein).
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— Brunsbüttel —

150 Jahre Erfolgsgeschichte

von Michaela Reh · 13. September 2017 · 16:26 Uhr

Gleich drei Firmen der Schramm-Gruppe feiern in dieser Woche ihre Jubiläen gemeinsam: 90 Jahre Schleppreederei, 50 Jahre Brunsbüttel Ports und zehn Jahre Ingenieurbüro NavConsult. Addiert man die Zahlen, kommt man auf die stolze Summe von 150. Über die erfolgreiche Firmengeschichte lesen Sie mehr in unserer Donnerstag-Ausgabe. pdf folgt
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Kruse möchte Hafenbetreiber werden

 

Vielzweckpier: Brunsbütteler Logistik-Unternehmen wirft bei Besuch des Kieler Wirtschaftsministers den Hut in den Ring

Starkes erstes Halbjahr für Brunsbütteler Hafengruppe

Der Elbehafen in Brunsbüttel (Foto: Brunsbüttel Ports)

31. Juli 2017 | von Jan Peter Naumann
D
ie Brunsbütteler Hafengruppe ist nicht zuletzt aufgrund des Zukaufs von Standorten und Terminals in Schweden im ersten Halbjahr 2017 stark gewachsen. In den ersten zwei Quartalen des laufenden Jahres wurden in den Brunsbütteler Häfen rund 6,74 Mio. t Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Zuwachs um mehr als 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum (6,1 Mio. t). Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben alle drei Brunsbütteler Häfen mit ihren Mengenentwicklungen beigetragen: der Elbehafen (plus 12 Prozent), der Ölhafen (plus 10 Prozent) und der Hafen Ostermoor (plus 3 Prozent). Gestiegen ist auch die Zahl der Schiffsanläufe im Elbehafen und zwar von rund 155 Seeschiffen im ersten Halbjahr 2016 auf rund 180 Anläufe in diesem Jahr. Die gesamte Hafengruppe, die in Norddeutschland neben den Brunsbütteler Häfen auch Rendsburg Port, Glückstadt Port sowie zwei Logistikstandorte in Hamburg umfasst, steigerte die Umschlagsmenge um über 12 Prozent, von rund 7,3 Mio. t auf rund 8,2 Mio. t. Ein deutliches Wachstum konnte im ersten Halbjahr 2017 auch an den neuen schwedischen Standorten erzielt werden. Seit März ist die Schramm Ports & Logistics Sweden AB, ein Tochterunternehmen der Brunsbüttel Ports GmbH, Mehrheitsanteilseigner des schwedischen Hafenbetreibers und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB). In der Region Söderhamn, an der Ostküste in Zentral-Schweden gelegen, ist die SSHAB Betreiber der Häfen Orrskär, Stugsund und Langrör und darüber hinaus Logistikdienstleister an drei Hafenanlagen in Vallvik, Sandarne und Åla, die im Eigentum von Industrieunternehmen stehen. Hauptumschlaggut vor Ort sind Holzprodukte, insbesondere Schnittholz, Holzpellets sowie Telefonmasten deren Umschlagsmenge in m³ gemessen wird. In diesem Segment konnte der Umschlag um 2 Prozent auf insgesamt rund 597.000 m³ gesteigert werden. Bei den weiteren Gütern in den Häfen, wie zum Beispiel Zement, Bitumen, Holzstoff und Kieferbaumöl, konnte der Umschlag sogar um 12 Prozent auf rund 245.000 t gesteigert werden. „Das Umschlagsergebnis des ersten Halbjahres bestätigt unser Konzept der Universalhafenstrategie und der standortübergreifenden Ausrichtung. Unser breites Umschlagsportfolio und unser umfangreiches Dienstleitungsangebot ermöglichen eine vielseitige und flexible Marktaufstellung“, erklärte Frank Schnabel, Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports und der Schramm Group.
Bescheinigt dem Industriestandort Brunsbüttel herausragende Perspektiven: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Mohr (2)
Baut den Standort kontinuierlich aus: Spediteur Friedrich A. Kruse jun. rp

Brunsbüttel Die neue Landesregierung hat sich die Wirtschaftsförderung an der über Jahre vernachlässigten Westküste auf ihre Fahnen geschrieben. Mit Spannung wurde daher am Freitag dem Besuch des neuen Mannes an der Spitze des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein in Brunsbüttel entgegengefiebert. Bernd Buchholz (FDP) wollte sich in Gesprächen mit Unternehmern ein Bild von der Gesamtsituation in und rund um das größte Industriegebiet in Schleswig-Holstein zu machen. Die Ansiedelungspläne des ersten deutschen LNG-Terminals in Brunsbüttel sowie das Multi Purpose Pier-Vorhaben waren dominierende jedoch nicht die einzigen Themen.

Friedrich A. Kruse rückte beim Treffen mit dem Minister den erfolgreichen Werdegang des seit über 100 Jahren in der Schleusenstadt angesiedelten Logistikunternehmens ins Blickfeld. „Unsere Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende“, sagte Kruse und ergänzte: „Es gibt eine Ansiedelungsidee für Brunsbüttel, über die man heute noch nicht reden kann.“ Auch aufgrund des sehr engen Kontakts zu dem mit ernsten Ansiedelungsplänen behafteten Unternehmen, habe sich das Speditionsunternehmen dafür entschieden, sich an einer Ausschreibung für den Betrieb des geplanten Vielzweckhafen zu beteiligen. „Wir nehmen diese Entscheidung sportlich“, reagierte Brunsbüttel-Ports-Chef Frank Schnabel als Mitbewerber auf die Bekanntmachung der Firma F.A. Kruse zurückhaltend. „Je mehr Interessenten da sind und je mehr die Möglichkeit der Auslastung eines solchen Hafens gewährleistet ist, desto stärker sind wir an der Förderfähigkeit und der Fördermöglichkeit durch das Land dran“, zeigte sich der Wirtschaftsminister über die Interessensbekundung Kruses erfreut. Im gleichen Atemzug machte Buchholz aber auch deutlich, dass eine Ankündigung ihm alleine zu wenig sei, sondern konkrete Planungen und Taten am Ende ausschlaggebend seien. „Wir reden über ein Gesamtinvest von über 100 Millionen Euro und über eine Förderung von fast 90 Prozent und somit über gewaltig viel Steuergeld. Da ist es die Verantwortung eines Ministers, vorher zu prüfen, dass dieses Geld gut investiert ist und das Vorhaben langfristig wirtschaftlich ist“, erklärte Buchholz. Er sieht sich nicht nur als Geldgeber und Förderer, sondern ebenfalls in der Rolle des Mediators, der Menschen zusammenbringt, damit sie die Gemeinsamkeiten stärker betonen als die Konkurrenzsituation. Mit überaus guten Halbjahreszahlen (wir berichteten) wurde Bernd Buchholz vom Geschäftsführer der maritimen Unternehmensgruppe Schramm, Frank Schnabel, empfangen. „Der Dialog mit politischen Vertretern, insbesondere mit der neuen Landesregierung, ist von großer Bedeutung“, betonte Schnabel, zugleich auch Sprecher der Werkleiterrunde. Nur wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang zögen, könnten Chancen und Potenziale verfolgt und gemeinsam umgesetzt werden. So sprach Schnabel auch den dringend notwendigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an. „Wir als Landesregierung haben es uns als erstes vorgenommen, das Thema Infrastruktur auch gerade für den Bereich der Westküste prioritär in die Hand zu nehmen“, äußerte der Minister und wies darauf hin, dass er das Thema um die A 20 angesichts der Verzögerungen zur Chefsache erklärt habe. Brunsbüttel sei der wichtigste industrielle Standort in Schleswig-Holstein, der die Perspektive dynamischen Wachstums habe – durch Innovationskraft, die für die Region, aber auch bundesweit interessant sei. „Ich rede nicht nur vom LNG-Terminal“, unterstrich Buchholz. „Wir sind als Land, dass im Bereich der Energiewende führend unterwegs ist und auch das Land, das vielleicht den nächsten Schritt dieser Energiewende mit befördern und betreiben muss“, sagte Bernd Buchholz und benannte Power to Gas und Wasserstoff-Technologien als beispielgebende Möglichkeiten, Windenergie auch in den Verkehrs- und Wärmebereich zu bringen. „Es ist wichtig, dass wir ökologische Verantwortung mit ökonomischer Vernunft kombinieren“, äußerte der Minister. Jens-Peter Mohr

Schulterschluss mit Hamburgs Hafen

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Ergebniskurve zeigt nach oben

Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports meldet erneut eine ungebrochen positive Entwicklung an seinen Standorten

Nicht nur beim Umschlag, auch bei der Zahl von Anläufen seegängiger Schiffe entwickelte sich der Brunsbütteler Elbehafen gut. Schrammgroup

Brunsbüttel Der Begriff Krise ist der zur Brunsbütteler Schrammgroup gehörenden Brunsbüttel Ports GmbH weiterhin ein Fremdwort: Erneut meldet der Hafenbetreiber ein Rekordwachstum beim Umschlag. Für alle Häfen der Gruppe in Norddeutschland und Schweden konnte der im ersten Halbjahr 2017 um zwölf Prozent gesteigert werden. „Die Universalhafenstrategie hat sich bewährt“, stellt Geschäftsführer Frank Schnabel fest.

In den ersten zwei Quartalen des laufenden Jahres wurden in den Brunsbütteler Häfen insgesamt rund 6,74 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Zuwachs um mehr als elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 6,1 Millionen Tonnen umgeschlagen wurden. Schnabel: „Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben alle drei Brunsbütteler Häfen mit ihren hohen Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beigetragen: der Elbehafen (+ 12 Prozent), der Ölhafen (+10 Prozent) und der Hafen Ostermoor (+3 Prozent).“ Aufwärts zeigt die Entwicklung im Elbehafen auch bei den Schiffsanläufen: Waren es im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 155 Seeschiffe, so wurde der Hafen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von 180 Schiffen angesteuert – unterm Strich 16 Prozent Zuwachs. Unterstrichen wird die Erfolgsbilanz auch an den übrigen norddeutschen Standorten von Brunsbüttel Ports in Hamburg (Aurubis und Kraftwerk Moorburg) sowie Glückstadt und Rendsburg Ports. Insgesamt wurden hier der Umschlag von 7,3 auf 8,3 Millionen Tonnen gesteigert. Das starke Wachstum stellte Frank Schnabel gestern auch Schleswig-Holsteins neuem Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bei einem Gespräch vor. Zugleich sprach Schnabel einmal mehr die Bedeutung einer guten Schienenanbindung an. Darauf wartet nicht nur Brunsbüttel Ports seit Jahren. Der Hafenchef sieht die Strategie seiner Universalhäfen einmal mehr bestätigt. Schnabel: „Unser breites Umschlagsportfolio und unser umfangreiches Dienstleistungsangebot ermöglichen eine vielseitige und flexible Marktaufstellung.“ Das Fundament der positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe seien außerdem ständigen Investitionen in Umschlagsgeräte und Hafenanlagen „sowie der stetige Zuwachs neuer Mitarbeiter an allen Standorten und die Übernahme der eigenen Auszubildenden“. Seit dem vergangenen Jahr engagiert sich Brunsbüttel Ports über die Tochterfirma Schramm Ports & Logistics Sweden AB in Skandinavien. Auch dort zahlt sich das Engagement aus. Hauptumschlagsgut sind dort Holzprodukte, insbesondere Schnittholz, Holzpellets sowie Telefonmasten. In diesem Segment konnte der Umschlag um zwei Prozent auf insgesamt rund 597 000 Kubikmeter gesteigert werden. Bei den weiteren Umschlagsgütern wie Zement, Bitumen, Holzstoff und Kieferbaumöl, konnte der Umschlag sogar um zwölf Prozent auf rund 245 000 Tonnen gesteigert werden. Für Schnabel markieren dies Zahlen ein Rekordniveau. Zugleich bestätige das Ergebnis den eingeschlagenen Weg: „Nach den ersten erfolgreichen Monaten sind wir heute noch fester von unserem unternehmerischen Schritt nach Skandinavien überzeugt und wir freuen uns auf weitere spannende Projekte.“ Ralf Pöschus Einen ausführlichen Bericht über den gestrigen Besuch von Bernd Buchholz in Brunsbüttel, zu dem auch ein Abstecher in die Spedition Kruse gehörte, lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe.
 

Hansestadt unterstützt Brunsbütteler Flüssiggas-Projekt / Konkurrenzdruck macht Zusammenarbeit nötig Copyright Norddeutsche Rundschau

Brunsbüttel Auf Einladung von Brunsbüttel Ports GmbH und Hafen Hamburg Marketing trafen sich rund 100 Gäste zum gemeinsamen Austausch im Brunsbütteler Elbehafen. Im Rahmen der Informationsveranstaltung gewährten hochkarätige Teilnehmer den Gästen einen Blick hinter die Kulissen der Industrielogistik. Gemeinsame Interessen, Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und übergeordnete Chancen durch ein Terminal für Flüssiggas (LNG) waren dabei die wesentlichen Themen. Ingolf Egloff, Vorstand des Hafen Hamburg Marketing, betonte, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Hafenunternehmen in Brunsbüttel und Hamburg so gut wie nie zuvor gestalten würde. Nicht immer waren die Töne aus der Hansestadt solch harmonischer Natur. Erst im Herbst des vergangenen Jahres sprach sich der Vizepräsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg (UFHH), Robert Eckelmann, gegen eine engere Kooperation mit dem Brunsbütteler Hafenunternehmen und für intensiveren Wettbewerb aus. Doch derartige Aussagen gehören der Vergangenheit an. Ein Bündnis aller Häfen aus dem Wirtschaftsraum Unterelbe inklusive einer gemeinsamen und einheitlichen Vermarktungsstrategie müsse angesichts des weltweit zunehmenden Konkurrenzdrucks in der Hafenwirtschaft das erklärte Ziel aller Beteiligten sein, forderte nicht nur Torsten Sevecke, Amtsleiter in der Hamburger Wirtschaftsbehörde. „Wirtschaft will Lösungen haben und interessiert sich nicht für Ländergrenzen.“ In diesem Zusammenhang sprach er sich klar für ein Flüssiggas-Terminal in der Schleusenstadt aus: „Brunsbüttel ist genau der richtige Standort für den ersten großen LNG-Terminal in Deutschland. Wir werden dieses Projekt unterstützen, denn der Senat glaubt fest daran, dass Brunsbüttel der richtige Platz dafür ist.“ Angesichts der Lage des Hamburger Hafens inmitten der Stadt hätte Hamburg zwar gern einen solchen Terminal vor Ort errichtet, doch logistisch gäbe es keine Möglichkeit für die Umsetzung eines solchen Vorhabens. Hingegen könnte Brunsbüttel nicht nur Hamburg, sondern ganz Deutschland sowohl über das Schienennetz als auch über den Wasser- und Landweg mit LNG versorgen, sofern mit der Errichtung des Terminals ein Ausbau der Infrastruktur vorgenommen würde. Dieser Einschätzung schloss sich Kurt-Christoph von Knobelsdorff an. Der Brunsbüttel-Beauftragte der Landesregierung wies darauf hin, dass es ab 2020 kein Pipelinegas aus den Niederlanden mehr geben werde. Zudem dürfe man sich nicht von Russlands Gas abhängig machen. Flüssiggas sei nicht nur von hoher Bedeutung, wenn es um die Stärkung der Versorgungssicherheit geht. Es müsse auch als wichtiger, fundamentaler Teil der Energiewende betrachtet werden, da LNG die Möglichkeit biete, die CO2-Emission drastisch zu verringern. Angesichts der Hintergründe und der Entscheidung des niederländischen Konzerns Gasunie (Groningen), in Brunsbüttel für geschätzte 450 Millionen Euro einen Flüssiggas-Terminal errichten zu wollen, stünde der Bund in der Pflicht, sich mit diesem Thema deutlich stärker auseinanderzusetzen, als es bisher der Fall sei, unterstrich von Knobelsdorff. „Für Brunsbüttel wäre der LNG-Terminal wie ein Sechser im Lotto. Profitieren würde aber nicht nur die Schleusenstadt davon, sondern gesamt Schleswig-Holstein“, so von Knobelsdorff. Als einer der größten industriellen Erdgasverbraucher in Deutschland ist auch das in Brunsbüttel ansässige norwegische Unternehmen Yara ein großer Befürworter für den Bau eines Flüssiggas-Terminals in Brunsbüttel. „Für unser Unternehmen stellt die derzeit vorhandene Infrastruktur für Gas ein wirkliches Problem dar. Zum einen ist es der hohe Druck in den Leitungen, zum anderen sind es die sehr hohen Netzgebühren und Erdgassteuern, die wir zahlen müssen, die uns Sorgen bereiten“, sagt Julia Lindland, Geschäftsführerin Yara-Brunsbüttel. Ein LNG-Terminal in unmittelbarer Nähe hätte positive Einflüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit des global agierenden Unternehmens. Yara stehe bereits im engen Dialog mit Gasunie. Jens-Peter Mohr
Hier soll die neue Vielzweckpier gebaut werden: zwischen Elbehafen (l.) und Kernkraftwerk (r.). Im Hinterland könnte sich industrielle Produktion ansiedeln. mohr

Brunsbüttel Noch in diesem Jahr wird es zu einer endgültigen Entscheidung kommen, ob und wie es mit dem geplanten Bau eines Vielzweckhafens in Brunsbüttel weitergehen wird, ist sich Bürgermeister Stefan Mohrdieck sicher. In einer gemeinsamen Sitzung der Hauptausschüsse der Stadt Brunsbüttel sowie der Kreise Steinburg und Dithmarschen wurde in der vergangenen Woche hinter verschlossenen Türen der derzeitige Sachstand um das 70-Millionen-Vorhaben erörtert. Richtungweisende Entscheidungen wurden nicht getroffen. Diese stehen erst im Juni an.

Noch zum Jahresbeginn sah alles so aus, als hinge die Umsetzung des Baus lediglich noch von der Entscheidung der Europäischen Union ab. Diese muss prüfen, ob die beabsichtigte 90-prozentige Förderung durch Bund und Land mit EU-Recht vereinbar ist. „Mit einer gewährten Beihilfe dürfen das Wettbewerbsverhältnis und der Ablauf des Wettbewerbes nicht verändert werden“, erläuterte Mohrdieck. Im Zuge dieses Pränotifizierungsverfahrens wurde der Stadt daher kürzlich ein umfangreicher Fragenkatalog aus Brüssel zugeschickt. Dieser muss nun sorgsam und präzis beantwortet werden. „Das können wir nicht alleine bewerkstelligen, da brauchen wir Hilfe von Fachleuten und die Kosten Geld“, so der Bürgermeister und benannte damit ein Sitzungsthema. Die Beauftragung von Gutachtern ist eine von vielen Entscheidung, die alle drei Projektpartner gemeinsam entscheiden müssen. Die Koordinierung des ehrgeizige Vorhabens liegt bei der Stadt Brunsbüttel. Eine Notwendigkeit für den Bau des Vielzweckhafens wurde unter anderem im Zuge des Planfeststellungsverfahrens mehrfach ausgiebig dargelegt. Sorge, diese nicht umfassend genug gegenüber der EU ausführen zu können, hat der Brunsbütteler Bürgermeister nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Denn gleich zwei große Unternehmen haben in diesem Jahr ihr Interesse an einer Ansiedelung in Brunsbüttel öffentlich verkündet. Diese sollen in die Planungen des Multi Purpose Pier eingeflochten werden. Das bedeutet, dass die Unterlagen zum Planfeststellungsbeschluss noch einmal zur Hand genommen und überarbeitet werden müssen. Zu den beiden Unternehmen zählt der niederländische Konzern Gasunie. Dieser hat die Absicht, ein Flüssiggas-Terminal (LNG) mit einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 450 Millionen Euro in Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet zu errichten. Über den geplanten Mehrzweck-Pier könnte das LNG umgeschlagen und ganz Deutschland mit Flüssiggas versorgt werden. Beim Neujahrsempfang der Stadt wurde zudem Zementhersteller Holcim als Interessent benannt. Ursprünglich sollte der neue, zwischen Elbehafen und Kernkraftwerk angedachte Hafen für den Offshore-Markt errichtet werden. Doch der Zug ist seit langem abgefahren. Neben dem EU-Fragenkatalog und dem Planfeststellungsbeschluss steht die Suche nach einem Hafenbetreiber, sowie Überzeugungsarbeit auf Seiten einiger Steinburger Politiker auf der To-do-Liste des Brunsbütteler Rathauses. „Angesichts leerer Kassen ist natürlich nicht jeder gänzlich, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, von der Priorität, die dieses Vorhaben einnehmen sollte überzeugt“, so Mohrdieck. Es werde weitere Gespräche mit allen Seiten geben müssen, um Lösungen herbeizuführen. Zu den Gesprächspartnern zählt neben den Kreisen auch die Landesregierung. Jens-Peter Mohr
Studie soll Druck auf Berlin erhöhen
Hafen-Gutachten belegt: Verbesserte Infrastruktur dringend erforderlich / Wachstum, mehr Umsatz und weitere Jobs erwartet
Brunsbüttel
Die Studie von CPL-Gutachter Jobst Schlennstedt (links) untermauert die Forderungen von Hafenchef Frank Schnabel.
Foto: Mohr

Frank Schnabel

Der Geschäftsführer der Häfen von Brunsbüttel und Glückstadt sowie weiterer Gesellschaften der inhabergeführten Schramm Group ist ein umtriebiger Mann. Anfang dieses Monats übernahm die Brunsbüttel Ports GmbH die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn. Schnabel will sich nicht damit abfinden, dass kleinere Seehäfen häufig übersehen werden und steuert mit regionalen Allianzen gegen. 2011 führte er die Häfen von Brunsbüttel und Glückstadt in die Hafenkooperation Unterelbe zusammen.
Studie soll Druck auf Berlin erhöhen
Hafen-Gutachten belegt: Verbesserte Infrastruktur dringend erforderlich / Wachstum, mehr Umsatz und weitere Jobs erwartet
Brunsbüttel
Erstmals wurde jetzt in einem Gutachten die wirtschaftliche Bedeutung der drei Brunsbütteler Häfen ermittelt. Das Ergebnis der umfassende Studio wurde gestern von dem Beratungsunternehmen Competence in Ports an Logistics, kurz CPL, präsentiert. Im Herbst 2016 hatte Brunsbüttel Ports als Eigentümer und Betreiber der drei Häfen das Lübecker Unternehmen damit Beauftragt, die „regionalökonomischen Effekte“ der Häfen sowie ihre Verflechtung mit der Stadt und der Region zu untersuchen. „Mit dem unabhängigen Gutachten wollen wir ihre Bedeutung verdeutlichen“, sagte Hafenchef Frank Schnabel und unterstrich: „Auf politischer Bundesebene wurde immer mit falschen Prognosen und Zahlen gerechnet, die wir jetzt wiederlegen können.“ Das Gutachten soll helfen, dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen in und um Brunsbüttel nachträglich noch in den Bundesverkehrswegeplan 2030 zu bringen. Allen voran den zweigleisigen Ausbau der Güterbahntrasse Wilster-Brunsbüttel und dessen Elektrifizierung, die Sanierung des Güterbahnhofs Brunsbüttel und die Verlagerung der Bahntrasse um das Werk der Total Bitumen herum. Wichtig seien aber auch der dreispurige Ausbau der B5 über Wilster hinaus sowie der Ausbau der A20 inklusive Elbquerung. „Wir setzen auf die Unterstützung unserer Bundestagsabgeordneten aus der Region und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, die mit diesem Gutachten klare Fakten vorweisen können. Eigentlich kann in Berlin nun keiner mehr nein zum Ausbau der Bahntrasse sagen“, so Schnabel. In den vergangenen Jahren seien immer wieder Projekte an der Ostküste Schleswig-Holsteins und in Niedersachsen vorgezogen worden, die in ihrer Notwendigkeit nicht höher einzustufen gewesen seien. „Wir verlangen lediglich eine Gleichbehandlung und hoffen, mit der Studie das Bundesverkehrsministerium zum Umdenken bewegen zu können.“ Laut Gutachten verzeichneten die drei Häfen im vergangenen Jahr einen Gesamtumschlag von annährend zwölf Millionen Tonnen. Damit konnte das Unternehmen innerhalb von nur sechs Jahren den Umschlag um 25 Prozent steigern. Eine Steigerung, die weit über der Vorhersage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur liegt. Das Ministerium hatte in seiner Seeverkehrsprognose den drei Brunsbütteler Häfen gerade mal ein Wachstum von eineinhalb Prozent prognostiziert. Auch wenn Brunsbüttel mit den Umschlagszahlen hinter Lübeck liegt, so sind die Häfen in der Schleusenstadt den Ostseehafen im Bereich Wertschöpfung deutlich voraus. Insgesamt sind 7086 Mitarbeiter in den beiden Kanalhäfen sowie dem Elbehafen beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten, die von den Brunsbütteler Häfen abhängigen sind, ist deutlich höher. „Diese generierten einen Nettoumsatz von rund 5,8 Milliarden Euro und eine Bruttowertschöpfung von etwa 870 Millionen Euro“, so CPL-Gutachter Jobst Schlennstedt. Die wirtschaftliche Bedeutung insbesondere des Elbehafens wird aus Sicht des Gutachters in den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen. Bereits angesiedelte Unternehmen und wie kürzlich bekannt wurde der niederländische Konzern Gasunie wollen in Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet investieren. Projekte für rund 800 Millionen Euro sind geplant. Mittelfristig sieht das Beratungsunternehmen die Chance, dass in Brunsbüttel bis zu 1000 weitere hafenabhängige Arbeitsplätze entstehen werden. „Das Transportpotenzial wird sich mittelfristig mehr als verdoppeln. Dafür reiche die Infrastruktur bei weitem nicht aus.
Jens-Peter Mohr
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Von Hamburg nach Kiel mit Zwischenstopp in Brunsbüttel: ein Binnenschiff mit Containern für den Elbehafen.
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Binnenschiff-Shuttle nach Brunsbüttel
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Das Binnenschiff als attraktives Verkehrsmittel – dies zeigt der neue Binnenschiff-Shuttle der Firma Walter Lauk Ewerführerei GmbH, der von der Brunsbüttel Ports GmbH auf der Unterelbe genutzt wird. Bereits zum dritten Mal lief dieser jetzt den Brunsbütteler Elbehafen an. Rund 90 Container transportierte der Binnenschiff-Shuttle in den vergangenen Wochen aus dem Hamburger Hafen nach Brunsbüttel. Beladen waren die Container mit Massengut. Sie waren auf dem Seeweg nach Hamburg gekommen. Der anschließende Transport nach Brunsbüttel erfolgte mit einem Schubverband. Dieser pendelt regelmäßig zwischen Kiel und Hamburg, um Papierprodukte aus Skandinavien zu transportieren. Mit der Passage des Nord-Ostsee-Kanals führt der Weg des Schubverbands auch an Brunsbüttel vorbei, sodass freie Kapazitäten genutzt werden, um Containertransporte zwischen Hamburg und Brunsbüttel, die sonst auf der Straße transportiert würden, auf die Unterelbe zu verlagern. Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, erläutert: „Auf diese Weise können wir das umweltfreundlichere Binnenschiff nutzen und gleichzeitig die Straße von LKW-Verkehren entlasten.“ Helmuth Lüneburg, Geschäftsführer der Walter Lauk Ewerführerei GmbH, ergänzt: „Durch das Anlaufen des Brunsbütteler Elbehafens können wir die Auslastung des Binnenschiff-Shuttles weiter steigern. Wir freuen uns, dass das Binnenschiff für unsere Kunden eine attraktive Alternative für den Gütertransport darstellt.“ Schon seit einiger Zeit hat sich Brunsbüttel Ports für einen Binnenschiff-Shuttle auf der Elbe stark gemacht (wir berichteten). Nun konnte die Idee in die Praxis umgesetzt werden. Schnabel: „Für die Zukunft sind weitere Containertransporte geplant, und wir freuen uns bereits auf die kontinuierliche Zusammenarbeit.“
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Hafengruppe legt kräftig zu
Zehn Prozent mehr Umschlag in den Brunsbütteler Häfen / Neues Standbein in Schweden verspricht gute Perspektiven
Brunsbüttel
Unverändert im Aufwind befindet sich die Hafengruppe in der Schleusenstadt. Betreiber Brunsbüttel Ports meldet für die ersten beiden Monate in diesem Jahr erneut steigende Umschlagszahlen. In den drei Häfen wurden in den ersten beiden Monaten mehr als 2 Millionen Tonnen Ladung umgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von deutlich mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere der Elbehafen trug seinen Anteil dazu bei. „Nahezu über alle Gütergruppen hinweg haben sich die Mengen positiv entwickelt. Wir freuen uns sehr über den gelungenen Jahresstart in unseren Häfen und an den weiteren Logistikstandorten“, erläutert Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports. Im Auftrieb befinde sich das Unternehmen, das auch für Glückstadt Port und Rendsburg Port verantwortlich ist. Im Aufwind befindet sich die Hafengruppe aber auch durch den Einstieg ins Auslandsgeschäft. Wie berichtet, engagieren sich die Brunsbütteler nun auch in Schweden. Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an dem schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB), ist die Brunsbüttel Ports seitdem für die operativen Tätigkeiten vor Ort verantwortlich. Weitere Anteilseigner sind die Kommune Söderhamn sowie die Unternehmen Vallviks Bruk AB und HML Shipping. In der Region Söderhamn an der Ostküste in Zentral-Schweden ist die SSHAB Betreiber der Häfen Orrskär, Stugsund und Langrör und darüber hinaus Logistikdienstleister an drei Hafenanlagen, die im Eigentum von Industrieunternehmen stehen. Ziel sei es, die Geschäftsfelder der SSHAB zu erweitern und als Unternehmen zu wachsen, so Schnabel. Er sieht das dafür nötige Potenzial. Dies gilt auch als gute Perspektive für die 50 Mitarbeiter in Schweden, deren Arbeitsplätze durch die Übernahme nicht gefährdet seien. Für die Geschäftstätigkeiten in Schweden hat die Brunsbüttel Ports ein schwedisches Unternehmen gegründet: Die Schramm Ports & Logistics Sweden AB, eine Tochter der Brunsbüttel Ports. „Nach den ersten Wochen sind wir nun vollends von unserem unternehmerischen Schritt nach Skandinavien überzeugt und freuen uns auf spannende Projekte und eine gute Zusammenarbeit mit unseren neuen schwedischen Kollegen“, erklärt Schnabel. Und Hans Helmut Schramm, Geschäftsführer des Brunsbütteler Familienunternehmens Schrammgroup, zu der Brunsbüttel Ports gehört, ergänzt: „Wir sehen in Söderhamn langfristig sehr gute Perspektiven und Potenziale, das Unternehmen und die Häfen weiterzuentwickeln.“
Ralf Pöschus
 Infos: www.schramgroup.de
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Dithmarschen -

Brunsbüttel: Umschlag gesteigert

von Michaela Reh · 21. März 2017 · 16:00 Uhr

Brunsbüttel (mir) Im Vergleich zum Jahresstart 2016 konnte der Umschlag in den Brunsbütteler Häfen deutlich gesteigert werden. Das hat der Betreiber Brunsbüttel Ports mitgeteilt. Seit Anfang März besitzt die Hafengruppe außerdem die Mehrheit am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB). Lesen Sie mehr in unserer Mittwoch-Ausgabe.

LNG-Infrastruktur im Elbehafen in Brunsbüttel: Sowohl die Schifffahrt als auch die Chemiewerke könnten davon profitieren.

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/schwerlasthafen-waechst-kraeftig-und-schafft-jobs-id16288646.html
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Windkraft-Boom : Schwerlasthafen wächst kräftig und schafft Jobs

vom 7. März 2017
Aus der Redaktion der Landeszeitung

15 Prozent mehr Binnenschiffe wurden im vergangenen Jahr abgefertigt. Zum 1. August wird ein Auszubildender gesucht.

Im Norden gibt es nur wenige Alternativen zum Rendsburg Port. Zwar versuchen Rostock und Hamburg ebenfalls, sich im Geschäft mit schwersten Lasten zu etablieren, doch nur der Hafen am Nord-Ostsee-Kanal ist darauf konsequent ausgerichtet. Mit wachsendem Erfolg. Gestern legten die Verantwortlichen die Bilanz für 2016 vor. 210 Binnenschiffe (plus 15 Prozent) und neun Seeschiffe (plus zwölf Prozent) wurden abgefertigt.

Der Frachtumschlag blieb mit 156  000 Tonnen auf dem Vorjahresniveau, doch darauf kommt es nach Aussage der Geschäftsführer Frank Schnabel und Sven Hargens von der Rendsburg Port GmbH nicht vorrangig an. Die Schiffszahl und die Verladung schwerer Stückgüter sei bei der Bewertung des Erfolgs viel wichtiger: je komplexer eine Verladung, umso höher die Gebühren. Hier spielt der Hafen seine Stärken aus. Seine beiden mobilen Kräne können zusammen bis zu 250 Tonnen schwere Güter heben und sperrige Fracht präzise bewegen.

Das Wachstum der Windkraftbranche ist zugleich der wirtschaftliche Motor des Rendsburg Ports. Zwei Drittel der umgeschlagenen Fracht gehen auf das Konto von Firmen, die sich den erneuerbaren Energien verschrieben haben. Größter Kunde ist das benachbarte Bögl-Werk, das mehr als die Hälfte der zu verladenden Produkte anliefert. „Aber unser Erfolg hängt nicht allein vom Bögl-Werk ab“, betont Schnabel. Der Hafen ist ebenso Dienstleister für den Windräder-Hersteller Enercon sowie Speditionen, die sich auf Schwertransporte spezialisiert haben. Eines der schwersten jemals bewegten Produkte war ein über 200 Tonnen schwerer Transformator für den Stromnetzbetreiber Tennet. Der Hafen schreibt schwarze Zahlen. „Wir verdienen Geld“, sagt Schnabel. Genaue Zahlen nennt er nicht.

Das solide Wachstum schafft Arbeitsplätze. Seit einem Jahr hat der Hafen eigene Mitarbeiter. Acht Beschäftigte stehen derzeit auf der Lohnliste, demnächst werden es zehn sein. Vorher wurde ein Großteil der benötigten Kräfte von den Häfen in Brunsbüttel nach Osterrönfeld ausgeliehen. Dieser Synergieeffekt ergab sich durch die Organisationsstruktur des Hafens. Eigentümer des 3,6 Hektar großen Areals ist die „Rendsburg Port Authority“ (RPA), die zu jeweils einem Drittel der Stadt Rendsburg, der Gemeinde Osterrönfeld und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gehört. Die RPA hat das operative Hafengeschäft an die Rendsburg Port GmbH übertragen. Diese wiederum gehört der Brunsbüttel Ports GmbH, die neben den Häfen am Stammsitz und in Rendsburg auch seit wenigen Tagen mehrere Hafenterminals in Schweden betreibt. Das Gesamtunternehmen hat fast 300 Beschäftigte.

http://www.zeit.de/2016/45/brunsbuettel-hafen-erdgas-chef-frank-schnabel

Die Geschäftsführer Schnabel und Hargens gehen von weiterem Wachstum aus. Die ersten beiden Monate dieses Jahres geben ihnen Recht. 20 Binnenschiffe steuerten den Hafen an (33 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum). Die Tonnage wuchs um 38 Prozent auf 15  000 Tonnen. Mittelfristig dürfte der Personalbedarf steigen. Weil geeignete Mitarbeiter schwer zu bekommen sind, will der Hafen zum 1. August selbst ausbilden. Wer den Lehrvertrag zur Fachkraft für Hafenlogistik ergattern möchte, sollte handwerklich geschickt sein und kaufmännisches Verständnis mitbringen.

http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/hafenbetreiber-brunsbuettel-ports-expandiert-in-schweden-id16241066.html
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Auf Wachstum im Ausland war die Firmengruppe schon länger scharf. Jetzt hat es in Skandinavien geklappt.

Copyright Brunsbuettel Port

Brunsbüttel/Hamburg | Der Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports weitet sein Geschäft erstmals ins Ausland aus - nach Schweden. Das zur Schramm Group gehörende Unternehmen sei seit 1. März mit 50,9 Prozent am Hafenbetreiber und Logistikdienstleister Söderhamns Stuveri & Hamn AB beteiligt, teilte die Brunsbüttel Ports GmbH am Mittwoch mit. Die schwedische Firma betreibt drei Hafenterminals an der Ostküste des Landes. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die Brunsbüttel Ports GmbH ist Eigentümer und Betreiber der Hafengruppe Brunsbüttel, Rendsburg und Glückstadt sowie Logistikdienstleister an zwei Standorten in Hamburg.

Die 50 Mitarbeiter in Schweden sollen ihren Arbeitsplatz behalten. Die gesamte Hafengruppe habe nun rund 300 Beschäftigte, teilte Geschäftsführer Frank Schnabel auf Anfrage mit. Zu Firmen-Umsätzen wollte er sich nicht äußern.

Nachdem Brunsbüttel Ports an sieben norddeutschen Standorten Hafen-, Logistik- und maritime Dienstleitungen anbiete, sei nun die seit vier Jahren verfolgte Expansion ins Ausland gefolgt, teilte die Schramm Group mit. Für sie sei der Schritt „ein historisches Ereignis“. Als erstes werde geprüft, ob die schwedischen Hafenanlagen aufgrund zu erwartender steigender Nachfrage erweitert werden sollen, ergänzte Schnabel.

Die in Deutschland verfolgte Universalhafenstrategie soll auch in Schweden fortgeführt werden. In Örrskär, Stugsund und Långrör werden vor allem Holz und Holzprodukte, Zement, Öl, und chemische Produkte umgeschlagen. Die Brunsbüttler Hafengruppe, zu der Standorte in Rendsburg und Glückstadt gehören, hat eigenen Angaben zufolge 2016 rund 15 Millionen Tonnen Ladung umgeschlagen.

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Hafengruppe steigert Umschlag auf 15 Millionen Tonnen
Brunsbüttel
Copyright Norddeutsche Rundschau im Zusammenhang Elbvertiefung 06.02.2017
Andererseits könnten die beiden Kreise aber auch von der Elbvertiefung profitieren, denn gemeinsam mit der Stadt Brunsbüttel werden sie in den kommenden Jahren einen neuen Hafen an der Elbe bauen. Zum Jahreswechsel ist Baurecht erteilt worden, im Jahr 2020 soll der Hafen fertig sein, 14,5 Meter tief, 70 Millionen Euro teuer. Ein wichtiges Projekt für die Stadt Brunsbüttel, in der sich Elbe und Nord-Ostsee-Kanal treffen – und die jetzt schon mit dem Elbehafen über einen profitablen Ankerplatz für große Schiffe verfügt. Bis zu 18 Millionen Tonnen Waren werden hier im Jahr umgeschlagen. „Ein Teil unseres Hafengeschäfts hängt natürlich mit dem Hamburger Hafen zusammen“, sagt Stefan Mohrdieck. Der Bürgermeister von Brunsbüttel geht am Deich entlang, hinter ihm zieht ein Containerriese auf der Elbe vorbei. „Genau über diese Pötte sprechen wir“, sagt er. Mohrdieck ist für die Elbvertiefung: „Der Hamburger Hafen ist sehr wichtig für die deutsche Wirtschaft.“ Dann folgt, wie so oft bei dem Thema, das Aber: „Der Ausgleich ist wichtig. Egal, wie entschieden wird, es wird bei der Elbvertiefung immer Menschen geben, die unzufrieden sind oder sich als Verlierer fühlen.“ Mohrdieck streckt den Arm aus und zeigt in Richtung der anderen Elbe-Seite: „Da drüben hätten sie viel mehr Probleme mit einer weiteren Vertiefung als wir hier in Brunsbüttel.“ Da drüben, auf der anderen Elbe-Seite, liegen die Obstplantagen von Ulrich Buchterkirch.
Martin Schulte
Unverändert auf Wachstum ausgerichtet ist Brunsbüttel-Ports. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Zahlen für das vergangene Jahr hervor. Demnach steigerten Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor den Umschlag auf 12 Millionen Tonnen – das sind rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einmal mehr steigerte das Unternehmen den Stückgüterumschlag. Werden die Häfen in Glückstadt und Rendsburg sowie die beiden Hamburger Logistikstandorte von Brunsbüttel Ports, Aurubis und Kohlekraftwerk Moorburg, hinzugerechnet, konnte der Umschlag sogar um 4 Prozent auf 15 Millionen Tonnen Ladung gesteigert werden. „Die Investitionen in den vergangenen Jahren von rund 23 Millionen Euro in Umschlagsgeräte und Hafenanlagen, darunter ein erst kürzlich eingeweihter neuer Kran im Wert von 3 Millionen Euro an einem der Hamburger Logistikstandorte, unterstreichen unseren Wachstumsprozess“, sagt Geschäftsführer Frank Schnabel. Derzeit beschäftigt Brunsbüttel Ports 230 Mitarbeiter – Tendenz steigend.
Steinburg steht hinter Vielzweckhafen – bis zur Baureife
Itzehoe/Brunsbüttel
Der Kreis Steinburg steht voll hinter dem geplanten Vielzweckhafen in Brunsbüttel. Doch die finanzielle Beteiligung soll nach der Planung enden. Am Betrieb über eine GmbH oder eine Anstalt öffentlichen Rechts will sich der Kreis nicht beteiligen. Diesen bereits zuvor gefassten Kreistagsbeschluss hat der Hauptausschuss noch einmal bei seiner jüngsten Sitzung bekräftigt. „Gemeinsames Ziel bleibt es, zusammen mit dem Kreis Dithmarschen und der Stadt Brunsbüttel die Baureife herzustellen“, betont Rainer Naudiet für die SPD. Die Sozialdemokraten beschäftigten sich noch einmal eingehend mit dem Thema, weil sie befürchten, doch noch zum Bau und seinen Folgekosten als Mitglied einer GmbH herangezogen zu werden. Landrat Torsten Wendt versuchte zu beschwichtigen. „Das letzte Wort hat immer der Kreistag. Ich sehe nicht, dass durch die Hintertür eine Beteiligung kommt.“ Mit dem Vielzweckhafen zwischen Kernkraftwerk und Elbehafen in Brunsbüttel befassen sich die drei Projektpartner Dithmarschen, Steinburg und Brunsbüttel seit vier Jahren intensiv. Die Obergrenze für eine Steinburger Beteiligung an der Planung hatten die Steinburger Kreispolitiker auf eine Million Euro festgelegt. Doch diese Summe ist lange überschritten, „ohne das dies das Ehrenamt bewusst wahrgenommen hat“, betont Naudiet. Bis Ende Oktober seien bereits 1,697 Millionen Euro bereitgestellt worden. Davon seien bisher rund 850 000 Euro ausgegeben worden. Die restliche Summe wurde erst einmal gesperrt, da die Politiker noch nicht wussten, was damit finanziert werden soll. Das Geld soll jetzt – bei entsprechender Vorlage der Kosten - der Hauptausschuss freigeben.
jo
http://www.boersennews.de/nachrichten/artikel/vision-aus-brunsbuettel--globale-dachmarke-ports-of-hamburg/525882534/1000?1479670559
frankschnabel45
 https://www.welt.de/regionales/hamburg/article159854828/Hamburgs-Hafen-ist-sich-selbst-der-naechste.html
Hamburg

Konkurrenzdruck Hamburgs Hafen ist sich selbst der nächste

Von Olaf Preuß | Stand: 30.11.2016 | Lesedauer: 4 Minuten
Ein Containerschiff der China Shipping Line am HHLA-Containerterminal Tollerort. Hamburgs Hafenumschlag stagniert in diesem Jahr Ein Containerschiff der China Shipping Line am HHLA-Containerterminal Tollerort. Hamburgs Hafenumschlag stagniert in diesem Jahr
Ein Containerschiff der China Shipping Line am HHLA-Containerterminal Tollerort. Hamburgs Hafenumschlag stagniert dieses Jahr

Quelle: dpa

Die Hafenunternehmen wollen keine verstärkte Kooperation mit Brunsbüttel, sondern von dort Geschäft nach Hamburg zurückholen. Nach Jahren der Krise wird auch der Ton zwischen Unternehmern und Hafenverwaltung rauer.
Seit Jahren wirbt Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel für eine engere Zusammenarbeit der Häfen an der Unterelbe, sei es beim klassischen Güterumschlag oder beim Aufbau einer Infrastruktur für tiefgekühltes, verflüssigtes Erdgas (LNG). Hamburgs Hafenwirtschaft aber erteilte dem Werben für mehr Kooperation nun eine deutliche Absage und kündigte stattdessen einen intensiveren Wettbewerb an. Eine Versorgung des Hamburger Hafens mit LNG aus einem Terminal in Brunsbüttel sei für die Hansestadt keine Option, sagte Robert Eckelmann, Vizepräsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH), am Dienstag vor der Mitgliederversammlung des Verbandes: „Aus Sicht von Brunsbüttel ist es verständlich, um solch eine Kooperation zu werben“, sagte der Hamburger Hafenunternehmer. „Aber wir müssen in Hamburg zunächst an uns selbst denken. Hamburg braucht eine eigene Versorgung und Infrastruktur mit und für LNG.“ Bislang bezieht Hamburg das verflüssigte Erdgas – das vor allem für Kreuzfahrtschiffe im Hafen benötigt wird – mit Tankwagen aus Antwerpen. Hafenmanager Schnabel will in Brunsbüttel einen zentralen deutschen LNG-Terminal bauen und braucht dafür auch Kunden in Hamburg. Über erste Ansätze ist das Projekt aber in den vergangenen Jahren mangels Nachfrage nicht hinausgekommen.

Acht Jahre Krise – auch in Hamburg wird der Ton rauer

Konkret ist hingegen die Konkurrenz von Hamburg und Brunsbüttel beim Umschlag von Massengut. In den Nullerjahren errang der Hafen an der Unterelbe einen Auftrag des Hamburger Kupferkonzerns Aurubis, jährlich eine Million Tonnen Kupferkonzentrat aus Übersee in Brunsbüttel anlanden zu lassen und den Rohstoff von dort zur Aurubis-Hütte in Hamburg weiterzutransportieren. Zuvor war das Kupferkonzentrat direkt in Hamburg umgeschlagen worden. Diesen Auftrag will Eckelmann mittelfristig in die Stadt zurückholen. „Der Vertrag von Aurubis mit Brunsbüttel läuft 20 Jahre, elf Jahre davon sind rum“, sagte er.

Hanjin-Pleite bedroht das Weihnachtsgeschäft

Die Hanjin-Reederei ist die größte Südkoreas und die siebtgrößte der Welt. Durch die Pleite des südkoreanischen Konzerns hängen nun Waren für umgerechnet 12 Milliarden Euro auf den Schiffen fest.

Quelle: Die Welt

Hamburgs Hafenumschlag war von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr bei 105 Millionen Tonnen stagniert. Dem Hafen werden in der Metropolregion Hamburg direkt und indirekt rund 156.000 Arbeitsplätze zugerechnet, davon 64.000 im Hafen selbst.
Der Konkurrenzdruck in der Hafenwirtschaft nimmt zu. Der Welthandel wächst kaum, in der Containerschifffahrt formieren sich angesichts der seit acht Jahren währenden Krise neue, größere Allianzen. Sie bilden mehr Marktmacht in den Verhandlungen mit den Terminalbetreibern. Auch zwischen dem Unternehmensverband Hafen Hamburg und der städtischen Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) wird der Ton deshalb rauer. „Die HPA sollte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, auf die Unterhaltung und den Ausbau der Hafeninfrastruktur“, sagte UVHH-Vizepräsident Heinz Brandt, im Hauptberuf Vorstandsmitglied des Hamburger Hafenlogistikkonzerns HHLA. „Es ist problematisch und kontraproduktiv, wenn sie ohne Abstimmung und Information eigenständige Gespräche mit Reedereien führt.“ Die HPA konterte am Dienstag umgehend: „Selbstverständlich befindet sich die HPA im aktiven Dialog mit ihren Kunden, zu denen neben den Unternehmen im Hafen auch die Reedereien gehören. Als zweitgrößte Kundengruppe tragen die Reedereien rund 30 Prozent zu den Umsatzerlösen der HPA bei“, sagte Tino Klemm, Mitglied der HPA-Geschäftsleitung.
Die HPA sollte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, auf die Unterhaltung und den Ausbau der Hafeninfrastruktur.
Heinz Brandt, UVHH-Vizepräsident

Wann kommt die Elbvertiefung?

Drei Reedereibündnisse bestimmen von 2017 an das globale Geschäft der Containerliniendienste, die Allianzen 2M, Ocean Alliance sowie The Alliance, zu der auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd gehört. Am Jahresende werden die neuen Fahrpläne veröffentlicht, die von April an gelten. Für Hamburg bleibt vorerst unklar, ob und wann die Vertiefung und Verbreiterung der Elbfahrrinne umgesetzt werden kann – die Reedereien können den Ausgang des Gerichtsverfahrens am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig deshalb nicht in ihre aktuellen Planungen einbeziehen. Vom 19. bis zum 21. Dezember verhandelt das Gericht voraussichtlich zum letzten Mal die Elbvertiefung. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass in diesem Jahr noch eine Entscheidung fällt“, sagte UVHH-Präsident Gunther Bonz. Frühestens in ihren Fahrplänen Ende 2017 könnten Reedereien und Allianzen somit berücksichtigen, ob die Elbfahrrinne erweitert werde oder nicht. Wichtig ist das vor allem für die großen Containerschiffe im Fernostdienst. Die Umweltverbände BUND und Nabu hatten 2012 beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Pläne Hamburgs und des Bundes geklagt, seither läuft das Verfahren mit Unterbrechungen.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article208755539/Vision-aus-Brunsbuettel-Globale-Dachmarke-Ports-of-Hamburg.html
Copyright Norddeutsche Rundschau
Hamburg und Brunsbüttel – eine Hafenregion?
Hansestadt reagiert positiv auf die Initiative von der Unterelbe
Hamburg/Brunsbüttel
Der Hamburger Hafen zeigt sich aufgeschlossen für eine gemeinsame Dachmarke mit den Häfen an der Unterelbe. „Wir führen seit vielen Jahren gemeinsame Messeauftritte und Veranstaltungen mit den Häfen aus der erweiterten Metropolregion Hamburg durch“, sagte Axel Mattern, Vorstand der Marketinggesellschaft des Hamburger Hafens. „Grundsätzlich können wir uns eine Marke ‚Ports of Hamburg‘ vorstellen und nehmen diese Idee gerne zur Diskussion mit unseren Vereinsgremien auf.“ Mattern reagierte damit auf einen Vorstoß von Frank Schnabel, dem Chef von Brunsbüttel Ports. Er strebt an, dass künftig das „Tor zur Welt“ nicht mehr an den Grenzen der Hansestadt endet. Als „Ports of Hamburg“ soll die Unterelberegion mit einbezogen werden, ist seine Vision. Die Häfen der Unterelbe sollten global als Teil der Hamburger Hafenregion vermarktet werden, sagte der 50-Jährige. „Ich bin Unternehmer und denke in Wirtschaftsräumen: Die enden nicht an politischen Ländergrenzen“, so Schnabel. Entsprechend versteht der Brunsbütteler Hafen-Chef eine Zusammenarbeit als Chance auch für den Hamburger Hafen. „Ich will niemandem etwas wegnehmen, im Gegenteil: Ich will kooperieren, weil wir miteinander mehr erreichen“, sagte er. „Nutzen für alle, eine Win-Win-Situation für die Region.“ Doch was besitzt der kleine, auf den ersten Blick nur regional bedeutsame Hafen Brunsbüttel, das der Welthafen Hamburg nicht hat? „Was wir als Brunsbüttel bieten können, das sind hafennahe Industrieflächen“, sagte Schnabel. Insgesamt seien es 450 Hektar – eine Fläche dreimal so groß wie die Außenalster. „Hamburg als Hafen ist sehr eng mit Unternehmen besiedelt, freie Flächen sind dort Mangelware“, erklärte Schnabel. „Mit unserem Platzangebot können wir jedoch Unternehmen in die Region holen, die große Flächen brauchen, die es in Hamburg nicht mehr gibt.“ Für Investoren aus China, Amerika oder Indien mache es wenig Sinn, zu sagen „Wir sind Cuxhaven“, „Wir sind Brunsbüttel“ oder „Wir sind Hamburg“. „Da ist man eine Hafenregion“, sagte Schnabel. Der Begriff „Ports of Hamburg“ bringt es nach seiner Überzeugung für das weltweite Marketing der Region auf den Punkt. Auch Hamburgs größter Wettbewerber Rotterdam sei eine rund 100 Quadratkilometer große Hafenregion entlang einer Flussmündung. Das Hafengebiet reicht heute von der Rotterdamer Innenstadt knapp 40 Kilometer bis nach Hoek van Holland, einem ehemaligen Küstenstädtchen an der Mündung des Rheins, und seit einigen Jahren Stadtteil Rotterdams. „Genauso ist unsere Denke: Die Unterelbe weltweit als Hafenregion vermarkten.“ Davon hätten alle Vorteile, ist Schnabel überzeugt. „Wir haben freie Flächen, und Hamburg kann diese Flächen anbieten für Unternehmen, die auch in Hamburg aktiv sind.“ In Einzelfällen werde das schon praktiziert. Zum Beispiel mit dem Kupferkonzern Aurubis, dem weltgrößten Kupferrecycler. Das Unternehmen lasse Kupferkonzentrat mit großen Schiffen von Südamerika nach Brunsbüttel bringen und zwischenlagern. „Dann geht es häppchenweise – wie das Werk es braucht – mit kleinen Binnenschiffen weiter nach Hamburg“, schilderte Schnabel. „So wird große Logistik herausgezogen aus dem engen Hamburger Hafen und nutzt die Flächen in Brunsbüttel. Das Aurubis-Projekt ist ein verbindendes Element, das seit rund zehn Jahren zeigt, wie wir als Region zusammen arbeiten können.“
Wolfgang Runge
http://www.nok21.de/2016/03/10/hafen-neuer-schiff-shuttle-fuer-container/
 http://www.hamburg-news.hamburg/de/cluster/hafen-logistik/brunsbuettel-ports-ist-neuer-betreiber-des-rendsbu/
Copyright Hamburg news
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Brunsbüttel Ports ist alleiniger Betreiber des Rendsburger Hafens

Die Brunsbüttel Ports GmbH hat rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres die Anteile der HaGe Port an der Rendsburg Port GmbH übernommen
Damit ist der boomende Unterelbe-Hafen der Metropolregion Hamburg der alleinige Betreiber des Schwerlasthafens am Nord-Ostsee-Kanal in Osterrönfeld. HaGe Port hatte die 50% Joint-Venture Beteiligung der AHLMANN-ZERSSEN GmbH + Co KG an der Rendsburg Port GmbH seit dem 1. Januar 2016 unter neuem Namen fortgeführt.

Umschlag erst seit vier Jahren

Im Sommer 2012 begannen die Umschlagsaktivitäten im Rendsburg Port, und der neu errichtete Hafen wurde gemeinsam zu gleichen Anteilen von der AHLMANN-ZERSSEN GmbH + Co KG und der Brunsbüttel Ports GmbH betrieben. Mit der Übernahme ist Brunsbüttel Ports alleiniger Gesellschafter des Betreibers Rendsburg Port GmbH. Sie wird vertreten durch den Geschäftsführer Frank Schnabel. Sowohl Hafen-Eigentümer als auch Betreiber wollen den positiven Entwicklungsprozess für den Hafen und für die Region weiter vorantreiben.

Schwerlasthafen für die Onshore-Windindustrie

„Der Hafen blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung seit seiner Inbetriebnahme zurück. Flächen wurden erweitert, eine neue Halle, Büro- und Sozialräume wurden errichtet, und kontinuierlich konnte neues Geschäft akquiriert werden. Der Rendsburg Port hat seine Position als Schwerlasthafen insbesondere für den Onshore-Windenergiebereich behauptet. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir dauerhaft fortschreiben“, berichtet Frank Schnabel.

Hub für Norddeutschland

Der Schwerlasthafen hat sich auf das Handling von Schwerlastkomponenten und großen Stückgütern, wie z.B. Windkraftanlagen, spezialisiert. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Rendsburg Port zu einem wichtigen Umschlaghub für Onshore-Windkraftkomponenten in Norddeutschland entwickelt. Speziell für die Verladung und Lagerung der Windkraftanlagensegmente haben die Eigentümer zusätzliche Flächen geschaffen. Das vergangene Geschäftsjahr belegt die steigende Auslastung des Hafens: 183 Binnenschiffe liefen in 2015 den Rendsburg Port an, was einer Steigerung von knapp 50 Prozent entspricht. Zum ersten Januar wurden zudem sechs Mitarbeiter eingestellt. him Quelle und weitere Informationen: www.schrammgroup.de
Flüssiggas-Terminal: Kiel favorisiert Standort Brunsbüttel
Brunsbüttel
Das war Wasser auf die Mühlen von Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel. Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Brunsbüttel-Beauftragter des Kieler Wirtschaftsministeriums, betonte die Bedeutung der Schleusenstadt für einen Flüssiggas-Terminal: „Es gibt keinen besseren LNG-Standort in Deutschland.“ Damit rückte von Knobelsdorff die Position des Landes noch einmal deutlich von der des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, ab. Der hatte auf einer Konferenz der Unterelbe-Häfen Anfang Februar in Cuxhaven erklärt, er sähe den von Schnabel seit Jahren geforderten LNG-Terminal statt in Brunsbüttel eher in Wilhelmshaven (wir berichteten). Energie sei „die große Empfehlung für die Region Unterelbe“, so der stellvertretende Staatssekretär aus Kiel. Jetzt liege es am Bund, die Weichen zu stellen. Allerdings tue man sich in Berlin schwer, so von Knobelsdorff. Flüssiggas spiele auf Regierungsebene offenbar kein Rolle. Dabei verfolge die Europäische Union das Ziel, LNG in die nationale Energieversorgung der Mitgliedsstaaten einzubinden.
rp
Containershuttle
Container-Shuttle  Copyright Norddeutsche Rundschau danke Ralf Pöschus ich kämpfe dafür mit nerven von Herrn  Meyer Herrn Nägele Herrn Vogel SPD Schnabel seit 5 Jahren , ich hoffe es klappt jetzt endlich.
 
Brunsbüttel
Ein Projekt soll wieder aufleben: Binnenschiffe statt Lkw bringen Container von den Unterelbehäfen nach Hamburg und entlasten so die Zufahrtstraßen in den Hafen der Hansestadt.
Binnenschiffe sollen Straßen entlasten
Unterelbehäfen denken über Neustart eines Container-Shuttles nach Hamburg nach / Eisenbahnverbindung gilt nicht als Alternative
Brunsbüttel
Mit der Verkehrsachse Cuxhaven-Hamburg befasste sich am Donnerstag eine Konferenz der Unterelbehäfen in Brunsbüttel. Fachleute aus Maritimer Wirtschaft und Politik diskutierten das Thema auf Einladung von Brunsbüttel Ports und Hamburg Hafen Marketing vor rund 100 geladenen Gästen. Neben dem Bekenntnis, die Kooperation der unter dem Dach „Elbe Seaports“ zusammengefassten Häfen Hamburg, Stade, Glückstadt, Brunsbüttel und Cuxhaven zu intensivieren, ging es auch um die so genannten trimodalen Verkehre – zu Wasser, auf der Schiene und auf der Straße. Dabei stand ein von Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports, ins Gespräch gebrachter Container-Shuttle per Binnenschiff im Fokus. Damit soll die durch zahlreiche Baustellen verschärfte Situation auf den Zufahrtsstraßen zum Hamburger Hafen entlastet werden. Die Schiene scheidet als Alternative weitgehend aus. Denn Bernhard Schmid, Hafenbeauftragter der DB Netz AG, erinnerte daran, dass schon das jetzige Gleis Richtung Itzehoe nicht ausgelastet sei. Daher werde die DB Netz nicht in einen Ausbau investieren. Dies wird seit langem von der Brunsbütteler Industrie gefordert. Abhilfe soll das Binnenschiff bringen. Frank Schnabel stellt sich als Versuchsballon zunächst eine Linie zwischen den Häfen vor, die zwei Mal in der Woche bedient wird – eine spätere Erweiterung des Shuttles ist nicht ausgeschlossen. Die Idee: Jedes Schiff transportiert rund 80 Container pro Tour – und kann entsprechend viele Lkw ersetzen. Entscheidend dabei ist, dass die Ladung nicht termingebunden ist. Denn, das muss Schnabel zugeben, für solche „zeitkritischen“ Frachten ist der Lkw die schnellere Transportvariante. Im Hamburger Hafen sollen die Container vom Binnen- aufs Seeschiff umgeladen und in die weite Welt gebracht werden. Dass ausgerechnet Binnenschiffe gleichberechtigt an den großen Terminals in der Hansestadt neben Containerriesen liegen, ist noch ein wenig Utopie. Schnabel wertet es aber als positiv, dass in Hamburg die neu gegründete Feeder Logistik-Zentrale den Auftrag bekommen habe, Binnenschiffe in die Abläufe zu integrieren. Er sei optimistisch, dass dies auch gelinge. Bei seiner Idee weiß er nicht nur die anderen Häfen auf seiner Seite. Bestätigt sieht er sich durch einen Binnenschiff-Shuttle, der von Mitte der 90-er Jahre bis vor wenigen Jahren zwischen Hamburg und Glückstadt verkehrte und die Papierfabrik Steinbeis mit einem Vorprodukt belieferte – bis die Frachtraten für Lkw in den Keller gingen. „Vieles reduziert sich auf Kosten“, stellte Stefan Kunze, Vorsitzender der Elbe-Allianz, fest. Das sei zu kurz gedacht. Denn gerade das Binnenschiff biete großes Potenzial. Es sei schlicht ein unterschätzter Verkehrsträger. Dass dessen Bedeutung auch in Hamburg steigt, zeigt sich darin, dass die Hansestadt bei Binnenschiff-Anläufen im vorigen Jahr Köln den Rang abgelaufen hat. Stefan Kunze hält gerade die Verbindung zwischen Cuxhaven und Hamburg für absolut geeignet fürs Binnenschiff. Denn das sei auf einer solchen Strecke einfach günstig.
Ralf Pöschus
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

Ein Gedanke zu “Hafen : Neuer Schiff-Shuttle für Container Elbe Hamburg Brunsbüttel Teil 2 seit 2011

  1. Unverändert auf Wachstum ausgerichtet ist Brunsbüttel-Ports. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Zahlen für das vergangene Jahr hervor.

    Demnach steigerten Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor den Umschlag auf 12 Millionen Tonnen – das sind rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einmal mehr steigerte das Unternehmen den Stückgüterumschlag.
    Ein Projekt soll wieder aufleben: Binnenschiffe statt Lkw bringen Container von den Unterelbehäfen nach Hamburg und entlasten so die Zufahrtstraßen in den Hafen der Hansestadt.

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