Exportschlager Offshore Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven Bremerhaven

http://www.iwr.de/news.php?id=34329
22.08.2017, 12:01 Uhr

Copyright IWR

Copyright Hans W. Tiedemann danke Willy Thiel

Deutsches Offshore-Zentrum in Cuxhaven wächst kräftig

Cuxhaven – Der Hafen von Cuxhaven entwickelt sich zur Drehscheibe der Offshore Windenergie. Neue Arbeitsplätze durch Firmenansiedlungen entstehen. Mit dem Bau eines weiteren Liegeplatzes steigen die Investitionen in die Hafen-Infrastruktur.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat in Cuxhaven den neuen Liegeplatz 9.3 für das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum eingeweiht. Ausgelöst durch die Ansiedlungsentscheidung von Siemens und weiterer Zulieferunternehmen sowie der aktuell positiven Windkraft-Entwicklung in Cuxhaven, ist der Ausbau des Zentrums notwendig.

Schwerlastverkehr an der Rampe wird im Rollverfahren erledigt Cuxhaven hat die Vorrangstellung als Offshore-Basishafen in den zurückliegenden Jahren ausgebaut und sich zum Deutschen Offshore-Industrie-Zentrum entwickelt. Die Liegeplätze an den Offshore Terminals haben nun insgesamt eine Kailänge von 1.340 Metern und bieten schwerlastfähige Liegeplätze mit Wassertiefen von bis zu 11,60 Metern. Der Liegeplatz 9.3 wurde durch Umbauarbeiten so ertüchtigt, dass über eine öffentliche Rampe Schwerlastverkehre direkt auf sogenannte Ro/Ro-Schiffe verladen werden können. Statt mit einem Kran sollen die Schwerlasten künftig im Ro/Ro-Verfahren (Roll on / Roll off) auf die Schiffe und an die Montagehäfen gerollt werden. Mit einer Abmessung von 115 mal 55 Metern ist die Rampe auch für schwere Lasten ausgelegt, beispielsweise für Jackets, Gondeln oder anderes schweres Gut der Offshore-Windindustrie. In die Hafeninfrastruktur wurden rund 9,5 Millionen Euro investiert.

Deutsches Offshore-Industrie-Zentrum in Cuxhaven schreibt Efolgsgeschichte Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Niedersachsen ist Vorreiter für die Energiewende in Deutschland. Das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum in Cuxhaven schreibt schon jetzt Erfolgsgeschichte und hat die Offshore-Branche beflügelt. Aufgrund unserer klugen und weitsichtigen Investitionen in die Hafeninfrastruktur, haben wir rechtzeitig optimale Bedingungen für die Branche in Cuxhaven geschaffen.“ Neben Siemens hätten sich mittlerweile zahlreiche Firmen aus dem Windenergiebereich in Cuxhaven angesiedelt, so Lies weiter. Cuxhaven sei neben Emden zu einer festen Größe für die Offshore-Industrie geworden. So würden mehr als 1.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen. Fundamente für Borkum Riffgrund 2 sowie Maschinenhäuser Ab Oktober 2017 soll über die neue Ro/Ro-Rampe des Liegeplatzes 9.3 die Anlieferung von insgesamt 20 Jacket-Fundament-Strukturen für das Offshore-Projekt „Borkum Riffgrund 2“ erfolgen. Die Strukturen kommen aus Stettin über den Nord-Ostsee-Kanal zu je vier Stück auf einem Ponton und werden mit einem Modulfahrzeug mit eigenem Antrieb rollend vom Ponton entladen. Das Projekt hat eine geplante Laufzeit bis Ende März 2018. Es zeichnet sich ab, dass die ersten in Cuxhaven gefertigten Maschinenhäuser im ersten Quartal 2018 über die Rampe des Liegeplatzes 9.3 ausgeliefert werden sollen. Lies: Deckel für Offshore-Windenergie muss weg Lies mahnt zudem, den Ausbau der Offshore-Windenergie nicht künstlich zu bremsen. „Der Deckel muss weg. Für das Jahr 2030 brauchen wir eine Ausbaukapazität von mindestens 20.000 Megawatt, und im nächsten Schritt bis 2035 gehe ich von 30.000 Megawatt aus.“ Diese Ausbauziele gehören auch zu den Eckpunkten des neuen Cuxhavener Appells 2.0, mit die die fünf norddeutschen Küstenländern zusammen mit mehreren Hafenstädten, Verbänden und der IG Metall jetzt für einen forcierten Ausbau der Windkraftnutzung auf See werden und der Anfang September beschlossen werden soll. Laut Bundesregierung soll die Offshore-Windenergie bis zum 2020 auf 6.500 MW und bis 2030 auf 15.000 MW ausgebaut werden.

Quelle: IWR Online © IWR, 2017

Weitere Meldungen und Infos aus der Offshore-Windindustrie Vattenfall nimmt weiteren Offshore Windpark in die Direktvermarktung Teilerfolg für Bremer Senat beim Offshore Terminal Bremerhaven Offshore-Windenergie: Start für Hafenausbau in Cuxhaven Zum Hafenkataster der Offshore-Windenergie Offshore-Windenergieprojekte bei PNE Wind Wab: Zwei neue Offshore-Windparks am Netz – Höheres Ausbauvolumen gefordert
Energiewende für Deutschlands Klimaziele zu langsam
Berlin Copyright Norddeutsche Rundschau
Die Stromerzeugung aus Kohle in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug, der Ökostrom-Anteil dagegen wächst. Günstigere Strompreise sind deshalb jedoch noch nicht zu erwarten. Das geht aus der aktuellen Auswertung der Berliner Denkfabrik Agora Energiewende für das Jahr 2016 hervor. Demnach liefern erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft inzwischen fast jede dritte Kilowattstunde und deckten 2016 mehr als 32 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab. Zugleich hätten sich Gaskraftwerke kräftig Marktanteile zurückerobert. Dennoch werde das Tempo bei der Energiewende nicht ausreichen, um die Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen, schreiben die Agora-Experten. Zudem dürften die Strompreise für Haushalte 2017 erstmals über 30 Cent je Kilowattstunde liegen. Dabei sei 2016 das Jahr der billigen Energie gewesen. Sowohl die Weltmarktpreise für Kohle, Öl und Gas als auch die Strompreise im Großhandel an der Börse seien gesunken. Die Börsenpreise hätten mit 26,60 Euro pro Megawattstunde auf einem Zehn-Jahres-Tief gelegen. Doch während Börsenstrom, Erdgas und Heizöl zuletzt billiger wurden, gelte dies wegen steigender Abgaben und Umlagen nicht für den Haushaltsstrompreis. „Bleibt das System der Abgaben und Umlagen, wie es ist, so ist bis 2023 ein weiterer Anstieg der Strompreise absehbar“, sagte Agora-Direktor Patrick Graichen. „Erst danach kommen die ‚Ernte-Jahre‘ der Energiewende.“ Das System der Steuern, Abgaben und Umlagen sollte Graichen zufolge überarbeitet werden. Denkbar sei es etwa, die Stromkosten zu senken und Abgaben sowie Umlagen auf klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Heizöl, Diesel, Benzin und Gas zu verlagern. Der Ökostrom-Anteil stieg 2016 laut Agora um 0,8 Punkte auf 32,3 Prozent. Ähnliche Zahlen hatte kürzlich auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) präsentiert. Dass trotz neuer Windkraft- und Solarstromanlagen nur vier Terawattstunden mehr Ökostrom als im Vorjahr produziert wurden, sei eine Folge der unterdurchschnittlichen Wind- und Sonnenbedingungen im vergangenen Jahr. Der Ausbau sollte sich daher an den schlechten Windjahren orientieren, forderte Graichen. Zwar nahm die Bedeutung von Gas bei der Stromproduktion zu, die Stromproduktion aus Kohle hingegen ab. Dennoch nahm der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase laut Agora zu – durch mehr Emissionen im Industrie-, Wärme- und Verkehrssektor. Der Stromverbrauch sei trotz Wirtschaftswachstums leicht zurückgegangen, hieß es.
dpa
cable-enterprise2Copyright Norddeutsche Rundscahu Kiel | Ein ungewöhnlicher und interessanter Anblick zeigte sich Montagnachmittag im Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Der 124 Meter lange und knapp 32 Meter unter britischer Flagge fahrende Kabelleger „Cable Enterprise“ durchquerte unter Zuhilfenahme des holländischen Schleppers „Norne" den Nord-Ostsee-Kanal. Auch der Kieler Schlepper „Stein“ sei auf der Fahrt von Eemshaven (Niederlande) nach Pikkala (Finnland) dabei gewesen, berichtete ein Augenzeuge. cabel-enterprise In Finnland werde das Schiff eine rund 28 Kilometer Meter lange Seekabellänge für den Netzanschluss der beiden Windparks Wikinger und Arkona aufnehmen. Die zu ladende Seekabellänge ist die erste für das zweite der insgesamt drei jeweils 90 Kilometer langen Seekabel. Die beiden Windparks befinden sich im Cluster Westlich Aldergrund. 50 Hertz bindet die Offshore-Windparks in das Übertragungsnetz an Land ein. Das Netzanschlussvorhaben trägt den Namen Ostwind 1. Es handelt sich dabei um 22 kV-Wechselstromkabel. Ein Meter wiegt dabei mehr als 120 Kilogramm, heißt es auf der Homepage des Betreibers 50 Hertz.
Ostwind 1 ist das Projekt zum Anschluss der Ostsee-Windparks im Cluster Westlich Adlergrund. Das Gebiet Westlich Adlergrund ist als besonderes Eignungsgebiet für die Errichtung von Windenergieanlagen ausgewiesen worden. Es hat eine Fläche von 109,2 Quadratkilometern und befindet sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone.
windmuehlenhotel98
Allein auf hoher See
Um sie herum nur Wasser und Windräder: In der Nordsee haben Dutzende Ingenieure und Arbeiter 70 Kilometer vor Sylt eine Wohnplattform bezogen. Von dort aus kümmern sie sich um mehr als 150 Windkraftanlagen. Ein Reporter hat Deutschlands erstes Offshore-Hotel besucht.
sh:z
Wohnen im Windpark
Zuhause über den Wellen: zu Besuch auf Deutschlands erstem Offshore-Hotel
Westerland
Schäumend bricht sich die Nordsee am stählernen Unterbau. Auf der Plattform rund 20 Meter höher leben seit zwei Monaten rund 50 Techniker, Ingenieure, aber auch Köche oder Hausmeister. Sie alle arbeiten auf Deutschlands erstem Offshore-Hotel rund 70 Kilometer westlich von Sylt. Ihre Aufgabe: Wartung der benachbarten Windparks „Dan Tysk“ (am Netz) und „Sandbank“ (in Bau). Insgesamt sollen von hier aus 152 von Vattenfall und den Stadtwerken München betriebene Windräder Strom in deutsche Haushalte schicken. Der Alltag auf dem mehr als 2000 Tonnen schweren Koloss ist durch Arbeit geprägt. Im Schichtbetrieb, zwei Wochen am Stück, bis zu 12 Stunden pro Tag, dreht sich auf der in Emden gefertigten Plattform alles um Windenergie. „Das ist ’ne andere Welt“, sagt Christof Huß, Betriebsleiter von „Dan Tysk“ nahe der dänischen Grenze, zum Unterschied zur Windkraft an Land. Auch Plattformtechniker Robert Neumann sagt: „Das ist etwas ganz Besonderes.“ „Man kann nicht einfach mit dem VW-Bus an die Anlage heranfahren – und wir müssen nicht nur den Bus durch ein Schiff ersetzen, sondern müssen auch ein Hotel bereithalten“, erzählt Huß. Ein riesiger Aufwand, der viel Geld kostet. Dennoch glaubt Betreiber Vattenfall, dass sich der rund 100 Millionen Euro teure Bau rechnet. „Dort haben wir ja auch deutlich mehr Wind“, erklärt Ingenieur Huß. Das tief im Meeresboden verankerte Hotel hat noch weitere Vorteile: Bislang mussten die Serviceteams rund 100 Kilometer per Schiff oder Helikopter anreisen. Nun bringen Transportschiffe die Teams innerhalb kurzer Zeit von der Wohnplattform statt von schaukelnden Hotel-Schiffen zu den Einsatzorten. Eine Entwicklung, die selbst Naturschützer freut: „Letztendlich ist alles gut, was Transporte und Flüge reduziert“, sagte Kim Detloff, Leiter Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Insgesamt jedoch belasteten die Windparks durch ihren Lärm etwa Schweinswale. Auch nach Inbetriebnahme, so Detloff, „gibt es eine dauerhafte Störung“. Einer, der noch entsteht, ist der Windpark „Sandbank“. Die Arbeiten daran gehen jedoch schneller als geplant. Einem Vattenfall-Sprecher zufolge montieren die Techniker derzeit alle zwei bis drei Tage eine neue Turbine. 30 Anlagen stehen bereits. Auch Christof Huß schläft ab und zu auf der 3500 Quadratmeter großen Plattform, wenn er nicht gerade den Betrieb von Hamburg oder dem dänischen Esbjerg aus koordiniert. In den rund elf Quadratmeter kleinen Kabinen hängen Fernseher, es gibt eigene Bäder. Kraftraum, Kino und Billardtisch sorgen für Abwechslung. Besuch sei jedoch schwierig: „Nur von Vattenfall-Mitarbeitern“, so Techniker Neumann. Alles ist dort etwas enger, selbst der Müll wird gepresst. Am wichtigsten sei auf See jedoch etwas anderes: „Es gibt zwei Sachen, die funktionieren müssen, das sind Essen und Kommunikation“, sagt Huß. Fast alle telefonieren abends mit Zuhause – und ist das Essen schlecht, drückt das die Stimmung. Sind die Einschränkungen für Huß ein Problem? „Offshore ist ein Bereich, der mich immer fasziniert hat“, sagt der 45-Jährige über seinen Arbeitsplatz. Doch der Verzicht auf Komfort sei ihm schwergefallen – nun habe er die ideale Kombination gefunden. Doch was, wenn man seine Brille an Land liegen lässt? „Man sollte sie nicht zu Hause vergessen“, sagt Huß. Für den medizinischen Notfall gebe es zwar einen Sanitäter und Medikamente an Deck. Alles andere könne schon mal ein paar Tage dauern. Immerhin: Theoretisch könnten die Crews bis zu zwei Wochen völlig autark leben – und die ersten Herbststürme stehen der Plattform noch bevor. Anders als auf den Schiffen, versichert Huß jedoch: „Da schaukelt nichts.“
Alexander Preker
Offshore-Ausbau verlangt nach Verlässlichkeit der Politik
Essen/ Berlin Copyright Norddeutsche Rundschau
Selbst wenn auf Helgoland die Sonne scheint und nur ein laues Lüftchen weht, 35 Kilometer vor der Küste peitschen 20 Meter hohe Wellen gegen die Fundamente der Offshore-Windräder. Erst hier auf hoher See wird deutlich, welch enormen Kräften ein Windpark mitten im Meer standhalten muss. Entsprechend aufwändig ist die Planung: Vorlaufzeiten von drei bis fünf Jahren sind notwendig. Die Untergrenze der Investitionssumme für einen rentablen Windpark liegt bei einer Milliarde Euro.
Windkraftanlagen sollen Schwimmen lernen
Industrie-Partner wollen Standards für künftige Projekte erarbeiten
Hamburg Copyright Norddeutsche Rundschau
Mit einem gemeinsamen weltweiten Industrieprojekt wollen Unternehmen und Forschung die Entwicklung von schwimmenden Windrädern auf See vorantreiben. „Ziel ist es, einen allgemein anerkannten und einheitlichen Ansatz für die Praxis zu entwickeln“, teilte der technische Prüfkonzern DNV GL in Hamburg mit. Das norwegische Unternehmen, das aus der Fusion von Det Norske Veritas und Germanischem Lloyd entstanden ist, hat die Federführung für das Projekt übernommen. „Standardisierung ist ein wichtiger Meilenstein, wenn es darum geht, die Industrie bei der Entwicklung zuverlässiger schwimmender Windkraftanlagen in die richtige Richtung zu lenken.“ Derzeit gibt es mehrere verschiedene technische Ansätze, um Windrädern das Schwimmen beizubringen. „Die Entwicklung befindet sich noch in der Anfangsphase“, sagte Jan Rispens, Geschäftsführer des Branchennetzwerkes Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH). Ein Pionier ist der norwegische Energiekonzern StatoilHydro, der schon seit 2009 eine Versuchsanlage in einem Fjord betreibt. Vor Schottland will der Konzern bis 2017 eine 215 Millionen Euro teure Windfarm errichten. Weitere Testanlagen unterschiedlicher Größe gibt es auch an den Küsten von Japan. Die Anlagen versprechen eine höhere Stromausbeute als die bisher installierten Windkraftwerke in Küstennähe. „Auf dem offenen Meer weht der Wind noch stärker“, sagte Rispens. Aus technischen Gründen können jedoch ab einer Meerestiefe von 50 Metern keine Windräder gebaut werden, deren Fundamente fest im Boden verankert sind. Die schwimmenden Anlagen benötigen keine teuren Errichterschiffe mehr. Sie lassen sich an Land montieren und mit einfachen Schleppern auf das offene Meer bringen. Die 13 Teilnehmer an dem Projekt kommen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Energieversorgung, Komponentenfertigung, technische Beratung, Meeresforschung und Schiffbau. „Die Partner an diesem Projekt tragen ein breites Spektrum an Kompetenzen bei, was das Ergebnis effektiv und glaubwürdig machen wird“, sagte Johan Sandberg, der zuständige Manager bei DNV GL.
dpa
  http://www.iwr.de/news.php?id=30713 Copyright IWR Offshore-Windenergie: Cuxhaven bekommt neues Hafen-Terminal Cuxhaven – In Cuxhaven baut die landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports einen neuen Liegeplatz. Mit der dringend benötigten Hafen-Erweiterung will Cuxhaven seine Stellung als Knotenpunkt der Offshore-Windindustrie festigen. Die Verträge für das neue Terminal "Liegeplatz 4" wurden nun zwischen Niedersachsen Ports und dem künftigem Betreiber Cuxport unterzeichnet. Cuxport betreibt bereits die Liegeplätze 1 bis 3 des Umschlagterminals im Tiefwasserhafen Cuxhaven. Neues Terminal stärkt "Deutsches Offshore-Industrie-Zentrum" Die Kapazitäten des neuen Liegeplatzes werden zur Bewältigung des steigenden Umschlaggeschäftes in Cuxhaven benötigt, wie Danila Behrens, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr betont. Dabei stehen insbesondere schwere Offshore-Lasten im Fokus. Mittels einer vorhandenen Schwerlaststraße wird der Hafen an das „Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum“ angebunden, so Behrens weiter. Auch Hans-Peter Zint, Geschäftsführer der zukünftigen Betreibergesellschaft Cuxport, betont den Stellenwert des Terminals für die Offshore-Industrie. „Mit der dringend benötigten Erweiterung ermöglichen wir unseren Kunden weiteres Wachstum und festigen so die Stellung Cuxhavens als wichtigen Knotenpunkt maritimer Versorgungsketten und für die Offshore-Windindustrie“. Das bisherige Terminal arbeite sie Jahren an der Kapazitätsgrenze. Baustart Ende April 2016 Der neue Liegeplatz 4 wird über eine 240 Meter lange Kaianlage verfügen, die Niedersachsen Ports zusammen mit der seitlichen Uferbefestigung bereitstellt. Auch die Terminflächen wird die landeseigene Hafengesellschaft aufspülen, anschließend wird der Betreiber Cuxport sie befestigen. Insgesamt investiert allein Niedersachsen Ports 36 Mio. Euro in die neue maritime Infrastruktur. Die erforderlichen Genehmigungen der Planfeststellungsbehörde sowie der Europäischen Kommission liegen vor. Letzte ist erforderlich, da das Land Niedersachen den Bau der Infrastruktur bezuschusst. Bis Anfang April 2016 soll das derzeit laufende Ausschreibungsverfahren beendet sein. Der Baustart ist bereits für Ende April 2016 vorgesehen, sodass der neue Liegeplatz bis Ende 2017 fertiggestellt ist. Offshore-Windindustrie vor industrieller Phase Entsprechend ausgerüstet Hafeninfrastrukturen stellen eine zentrale Voraussetzung für die Errichtung von Offshore-Windenergieparks dar. Die Anlagen sind dringend notwendig, denn nach Jahren der Pionierarbeit hat die Offshore-Industrie in Deutschland nun die industrielle Phase erreicht. 13 Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von etwa 3.300 Megawatt (MW) befinden sich in deutschen Gewässern offiziell in Betrieb. Allein im Jahr 2015 wurden Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung rd. 2.300 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen. Quelle: IWR Online © IWR, 2016 Weiter Infos und Hintergründe zum Thema Offshore-Windenergie Hintergrundinformationen zu Offshore-Häfen: DNV GL zertifiziert neue Offshore-Windkraftanlage von Siemens Zur Branchenseite der Offshore-Windindustrie GE meldet Erfolg aus Frankreichs erster Offshore-Windfabrik Alstom betritt deutschen Offshore-Windmarkt   http://www.abendblatt.de/hamburg/article206578959/Hamburger-Reeder-verdienen-an-Windparks.html Copyright abendblatt
16.11.15

Offshore-Windindustrie Hamburger Reeder verdienen an Windparks

Ein Mitarbeiter des Windparks alpha ventus erklimmt die Leiter vom Bootshaltepunkt auf das Windrad. Reedereien verdienen am Transport des Personals

Rund 20 deutsche Unternehmen transportieren Anlagenteile oder bringen Mechaniker zu den Rotoren auf See.

 

Hamburg.  Offshore-Wind boomt. Deutlich mehr als die Hälfte der in deutschen Meereswindparks installierten Leistung kam in diesem Jahr hinzu. Von den regen Bautätigkeiten vor allem in der Nordsee profitieren zahlreiche Küstenstädte, in denen Anlagenkomponenten gebaut, getestet oder verschifft werden. Und auch für die Schifffahrt haben sich neue Geschäftsfelder aufgetan. So schaffen Hamburger Schlepper Material heran, andere Reedereien transportieren Arbeiter in die Windparks und sind Teil einer Rettungskette für potenzielle Unfälle. "Etwa 20 deutsche Reedereien engagieren sich im Offshore-Geschäft", sagt Christof Schwaner vom Verband Deutscher Reeder (VDR).

Die Hamburger Bugsier-Reederei macht mit Zulieferdiensten für die Offshore-Windindustrie heute etwa zehn Prozent ihrer Umsätze, sagt Sven Schröder, der bei der Reederei für das Kerngeschäft Hafenschleppdienste und neue Geschäftsbereiche zuständig ist. "Wenn man die Entscheidung träfe, in Spezialschiffe zu investieren, wäre der Umsatz wesentlich höher. Bis jetzt haben wir uns dagegen entschieden, denn wir beschäftigen deutsche Seeleute zu deutschen Tarifen. Damit haben wir gegenüber Mitbewerbern aus den Niederlanden, Großbritannien, Belgien und Dänemark kaum eine Chance."

Bugsier-Schlepper sind als küstennahe Zulieferer im Einsatz, transportieren Teile zu den Häfen, in denen die großen Errichterschiffe stationiert sind. Schröder: "Zwei unserer Schlepper bringen seit Monaten Turmsegmente und sogenannte Transition Pieces (Elemente, die das Fundament mit dem Turm verbinden, die Red.) von Rostock und Aalborg nach Esbjerg."

Vor allem die Schifffahrtsdienste für die Wartung und Reparatur der Anlagen seien für Reedereien "ein interessantes neues Standbein, das unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist", sagt Christof Schwaner. Jede einzelne Windenergieanlage müsse alle ein bis zwei Wochen inspiziert und gewartet werden. "Für einen Windpark mit 80 Anlagen heißt das, dass Sie zehn Rotoren pro Tag mit zwei Wartungstechnikern anfahren müssen."

Die ostfriesischen Reedereien Frisia Offshore und Ems Offshore sind im Crew-Transport aktiv, ebenso die FRS Flensburg, die unter anderem auch den "Halunder-Jet" betreibt, der Hamburg, Cuxhaven und Helgoland verbindet – und von der Insel aus touristische Ausflüge zu einem nahegelegenen Windpark anbietet. Bereits im Oktober 2012 stellte die FRS Windcat Offshore Logistics, ein Joint Venture von FRS mit dem niederländisch-britischen Unternehmen Windcat Workboats, den Katamaran "Windcat 28" in den Dienst. Er bringt Wartungspersonal von Rostock-Warnemünde zu den 21 Rotoren des Ostsee-Windparks Baltic 1 und kann zwölf Personen aufnehmen.

Das Offshore-Geschäft bietet kleineren Reedereien eine große Chance

Im Dezember 2013 folgte "Windcat 34", der von Sassnitz aus die Transportdienste zum Windpark Baltic II vor Rügen übernahm. Dort drehen sich 80 Rotoren. "Unser dritter Katamaran ist nun auch bei Baltic II aktiv", sagt Unternehmenssprecherin Birte Dettmers. Ein weiteres, größeres Schiff für den Crew-Transport sei derzeit in Bau, so Dettmers. Es soll 24 Techniker transportieren können und in der Nordsee eingesetzt werden.

Beim Personaltransport kommen zwei Schiffstypen zum Einsatz: Der kleinere ist quasi ein Wassertaxi, das die Wartungstechniker zu ihren Einsatzorten bringt. Dazu zählen die "Windcats" der FRS. Die zweite Kategorie sind deutlich größere "Mutterschiffe" (Accommodation Vessel), die in küstenfernen Windparks operieren. Auf diesen Schiffen können die Techniker auch übernachten. Für die Crew-Transporter mussten neue Regeln geschaffen werden, damit die Fahrzeuge nicht als Passagierschiffe gelten und deren Sicherheitsanforderungen unterliegen. "Schiffe, die mehr als zwölf Personen transportieren, wurden bisher als Passagierschiffe eingeordnet", sagt Schwaner. "Seit November 2014 gibt es verbindliche nationale Vorschriften für den Transport von Spezialkräften in die Windparks der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Passagierzahl wurde auf 24 Personen verdoppelt und die neue Kategorie ,industrielles Personal' eingeführt – das reduziert die Kosten für die Reedereien und verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit."

"Das Offshore-Geschäft biete gerade kleineren Reedereien "eine große Chance, ihr Know-how einzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zu leisten", urteilt Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR. Die Reeder bewegen sich in einem Geschäftsfeld, das mindestens im Bereich Wartung und Instandhaltung nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig ist. Denn die Windparks sind auf eine Lebensdauer von mindestens 20, einige auch auf 30 Jahre ausgelegt.

  http://www.maritimheute.de/siemens-revolutioniert-netzanschluss-von-offshore-windkraftwerken/ Copyright Siemens Maritim heute
Energy Management

Siemens revolutioniert Netzanschluss von Offshore-Windkraftwerken

Bremerhaven, 19. Oktober 2015

  • Meilenstein für Offshore-Windkraft und Energiewende
  • Neue Anbindung kann Preis für Offshore-Windkraft bis 2020 unter zehn Cent pro Kilowattstunde drücken
  • Gesamtkostensenkung von 30 Prozent
  • Steigerung der Übertragungsleistung um 33 Prozent, Verringerung der Übertragungsverluste um 20 Prozent
Siemens hat eine neue Lösung zum Netzanschluss von Offshore-Windkraftwerken vorgestellt. Die Technologie in Gleichstromtechnik - präsentiert am Rande der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven - ermöglicht die kosteneffiziente und vereinfachte Anbindung von Windkraftwerken fernab der Küste. Die Plattform, die die Übertragungstechnologie beherbergt, ist wesentlich kleiner und kompakter als ihre Vorgänger. Bisher wurden die Windkraftwerke über große zentrale Konverterplattformen ans Stromnetz angebunden. Jetzt entwickelt Siemens die Übertragungstechnologie weiter. Dadurch können sehr viel kleinere Plattformen gebaut werden. Die neue Lösung sieht vor, dass ein Gleichstromkabel mehrere dieser Plattformen in einem Windpark nacheinander verbindet und es am Ende zum Umspannwerk an Land führt. Insgesamt ist diese Lösung günstiger und auch effizienter als der Lösungsansatz über herkömmliche Konverterplattformen.
Die kompakte Bauweise ermöglicht den Einsatz von gekapselten Hochspannungsbetriebsmitteln, insbesondere der Diodengleichrichtereinheit (Engl. Diode Rectifier Unit, DRU), die anstelle der bisher verwendeten, luftisolierten Transistormodule eingesetzt wird. Das System ist modular und flexibel bei der Installation. Das Volumen der Plattformaufbauten schrumpft um vier Fünftel, das Gewicht um zwei Drittel. Als Folge daraus verringern sich die Kosten um mehr als 30 Prozent. Parallel erhöht sich mit der neuen Lösung die Übertragungsleistung um ein Drittel und die Übertragungsverluste sinken um ein Fünftel. Dies ist ein entscheidender Schritt, die Kosten für Offshore-Windkraft signifikant zu verringern und somit wettbewerbsfähig mit konventionell erzeugtem Strom zu machen. "Nachdem wir als einziger Anbieter bisher vier Offshore-Gleichstromanbindungsprojekte erfolgreich in den Regelbetrieb geführt haben, lassen wir die gewonnenen Erfahrungen direkt in die nächste Generation von Netzanschlüssen in Gleichstromtechnik einfließen. Unsere neue Lösung wird maßgeblich dazu beitragen die Kosten von Offshore-Windkraft bis 2020 auf unter zehn Cent pro Kilowattstunde zu senken. Damit wollen wir die bisher in Deutschland genutzte Gleichstromtechnik auch für andere Märkte interessanter machen", sagte Jan Mrosik, CEO der Energy Management Division bei Siemens. Eine Diodengleichrichtereinheit hat 200 Megawatt (MW) Übertragungsleistung. Typischerweise werden je zwei DRUs auf einer Plattform installiert. Bis zu drei dieser neuen Plattformen können miteinander zu einem Offshore-Netzknotenpunkt verbunden werden und die Sammelplattformen in den Windparks ersetzen. Durch diese Verknüpfung können mehrere Meereswindparks mit einer Gesamtleistung von bis zu 1.200 MW ans Festland angebunden werden. Die elektrische Energie wird mit Kabeln zu einem Netzeinspeisepunkt an Land transportiert. Zur weiteren Übertragung und Verteilung wandelt eine Konverterstation dort den Gleichstrom wieder in Wechselstrom um. Diese Landstation baut Siemens auch künftig im bewährten Design. Dank der Technik zur Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) liegen die Übertragungsverluste der neuen Verbindung inklusive der Kabelverluste bei nur noch drei Prozent. Siemens ist führender Anbieter für HGÜ-Technik. Die Verwendung von Gleichstrom- statt Wechselstromübertragung zur Anbindung von Windparks ist mit der neuen Technik bei Kabellängen von mehr als etwa 80 Kilometern wirtschaftlich. Das Herzstück der neuen Übertragungstechnik ist die DRU, die Transformator, Glättungsdrossel und Gleichrichter in einem Tank vereint. Durch den Einsatz der DRU und der gekapselten DC-Schaltanlage DC-CS wird im Vergleich zur luftisolierten Technik mehr als 80 Prozent Bauraum eingespart. Weltweit werden in der DRU von Siemens erstmals biologisch abbaubare Ester-Flüssigkeiten zu Isolation von DC-Hochspannungsbetriebsmitteln eingesetzt. Im Vergleich zu Mineralölen sind diese nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch schwer entflammbar. Die DRU ist auf einen langjährigen Dauereinsatz bei minimalem Wartungsaufwand ausgelegt. Die neue Technologie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerhalb des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung gefördert und vom Projektträger Jülich begleitet. Die Forschungsförderung des BMWi im Bereich Stromnetze zielt insbesondere darauf ab, die Stromnetzinfrastruktur und deren Ausrichtung auf die Einspeisung hoher Anteile erneuerbarer Energien voranzutreiben. Weitere Informationen zur Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.de/energy-management
http://www.maritimheute.de/neugeschaft-am-eurogate-container-terminal-bremerhaven/ Copyright maritim heute 8.08.2015 - Bremen. Sensible Fracht aus Spanien.   Neugeschäft am EUROGATE Container Terminal Bremerhaven

Sensible Fracht aus Spanien

  Der spanische Windenergie­anlagenhersteller Gamesa lässt am EUROGATE Container Ter­minal Bremerhaven sechs 2-Megawatt-Onshore-Windenergie­anlagen umschlagen. Die Turmsegmente, Maschinenhäuser und Naben wurden mit der Sloman Provider am 18. August aus dem spanischen Aviles am Bremerhavener Terminal angeliefert, die Rotorblätter folgen Anfang September mit der Vectis Eagle aus Tianjin, China. Die überdimensionalen Anlagenkomponenten werden zunächst am Terminal gelagert, um dann mit Schwer­lasttransportern in das niedersächsische Horst in der Nähe von Schneverdingen weitertransportiert zu werden.   Wolfgang Schiemann, Geschäftsführer EUROGATE Container Terminal Bremerhaven: „Wir freuen uns sehr über das Neugeschäft. Unser Team hat viel Erfahrung im fachgerechten Umschlag derartig sensibler Anlagenteile. Hier ist besonderes Know-how gefordert. Unser Standort ist aufgrund seiner Flächenausdehnung und geografischen Lage für das Handling überdimensionierter Windenergiekomponenten geeignet, und unser Personal verfügt über die entsprechende Erfahrung und Qualifikation. Das wissen Anlagenbauer  zu schätzen.“ So viel hat auch der angeschlagene Energie-Konzern Eon in seinen Windpark „Amrumbank West“ mit 80 Turbinen gesteckt, der gerade vor der Nordseeinsel Helgoland entsteht. „Und Sie können davon ausgehen: Das rechnet sich für uns“, sagt Sven Utermöhlen, Leiter der Offshore-Sparte bei Eon. Sechs Windparks des Konzerns sind bereits vor den Küsten Deutschlands, Großbritanniens, Dänemarks und Schwedens in Betrieb, zwei weitere sollen in diesem Jahr ans Netz gehen, drei weitere sind in Planung. „Es handelt sich um eine sehr junge Technologie. Es gibt also noch viel Potential“, ist Utermöhlen überzeugt. Seine Hoffnung setzt er vor allem auf sinkende Kosten. Studien zufolge können vor allem die Preise für die derzeit noch teuren Bauteile in den nächsten Jahren um bis zu 40 Prozent sinken. Der Industriekonzern Siemens, Hersteller von Windkraft-Turbinen und damit wichtiger Zulieferer für die Offshore-Branche, kündigte die Entwicklung kleinerer und effizienterer Plattformen an. Das französische Technik-Unternehmen Vallourec arbeitet an Fundamenten, die auf deutlich dünneren Pfählen stehen als die bereits bestehenden Windräder. Utermöhlen sieht darüber hinaus „enormes Potenzial bei der Anpassung an die Bodenbedingungen.“ Und in ferner Zukunft seien vielleicht auch schwimmende Fundamente denkbar. Die fehlende politische Planungssicherheit scheint Utermöhlens Zukunftsvisionen nicht zu trüben. Die Bundesregierung hat zwar den Ausbau der Offshore-Energie zu einem ihrer erklärten Ziele im Rahmen der Energiewende gemacht, arbeitet aber im Moment daran, die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzufahren. Spätestens ab 2018 will Bundesenergieminister Sigmar Gabriel ein Ausschreibungsmodell einführen, bei dem nicht mehr jedes Projekt gefördert wird, sondern nur noch die Bewerber mit dem geringsten Förderbedarf zum Zuge kommen. Schon im vergangenen Jahr war der Ausbau der Offshore-Energie gedeckelt worden: Eine Novelle des EEG-Gesetzes sieht vor, dass bis 2020 nicht mehr Offshore-Windparks mit zehn, sondern nur noch mit 6,5 Gigawatt Leistung gebaut werden sollen. Im Durchschnitt können damit pro Jahr zwei neue Offshore-Windparks ans Netz gehen. Sehr zum Ärgernis von Branchenverbänden: „Nachdem die Offshore Windenergie nach vielen Jahren der Vorinvestition nun einen immer wichtigeren Beitrag zur Energiewende leistet, kann die Umstellung auf Ausschreibungen erneut die Investitionssicherheit gefährden“, warnt der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Hermann Albers und fordert „Verlässlichkeit auf Seiten der Politik“. Eine Entscheidung, wie das Ausschreibungs-Modell im Detail aussehen soll, wird nach Insider-Informationen in den nächsten Wochen erwartet. Dennoch schätzt Eons Offshore-Chef die Zukunft seiner Sparte als „sehr positiv“ ein. „Wir müssen jetzt in stetiges Fahrwasser kommen, da ist der politische Ansatz durchaus sinnvoll – auch wenn es gerne etwas mehr als die geplanten 800 Megawatt Zubau pro Jahr sein dürften“, sagt Sven Utermöhlen. Aber selbst wenn man nur von zwei neuen Windparks im Jahr und einer Bau- und Planungsphase von drei Jahren für jedes Projekt ausgehe, so wären stets mindestens sechs Windparks gleichzeitig im Bau. „Das ist schon eine gute Perspektive für die Branche.“
Michael Althaus

Regierung schätzt Lage der maritimen Wirtschaft positiv ein

http://www.verkehrsrundschau.de/regierung-schaetzt-lage-der-maritimen-wirtschaft-positiv-ein-1674236.html
Die Bundesregierung verabschiedet ihren Bericht zur maritimen Wirtschaft. Darin wird ein Auftragsplus für Schiffbau und Windparkzulieferer prognostiziert.

Die Auftragsbestände im Schiffbau haben sich von 9,1 Milliarden Euro Ende 2013 auf 10,8 Milliarden Euro zum Ende des Vorjahres erhöht
Berlin. In ihrem vierten Bericht zur maritimen Wirtschaft bewertet die Bundesregierung die Lage im Schiffbau und der Windparks positiv. Danach haben sich die Auftragsbestände im Schiffbau von 9,1 Milliarden Euro Ende 2013 auf 10,8 Milliarden Euro zum Ende des Vorjahres erhöht. Der Bericht, der jetzt vom Bundeskabinett verabschiedet worden ist, weist einen Anstieg der Umsätze der Schiffbauunternehmen 2014 auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber fünf Milliarden Euro im Jahr 2013 aus. Uwe Beckmeyer (SPD), Maritimer Koordinator der Regierung, sprach von Fortschritten auch beim Ausbau der Windparkenergie. Allein im ersten Halbjahr 2015 gingen 422 Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee mit einer installierten Leistung von 1765 Megawatt ans Netz. Vor deutschen Küsten seien mittlerweile 668 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2778 Megawatt in Betrieb. Der Wirtschafts-Staatssekretär wies darauf hin, dass seit Anfang Juni der Bau kleiner Schiffe und beweglicher Windparkstrukturen finanziell gefördert wird. „Der Bericht unterstreicht die strategische Bedeutung der maritimen Branche für die Grundversorgung unserer Industrie mit Rohstoffen und Wirtschaftsgütern“, unterstrich Beckmeyer. Bis zur Nationalen Maritimen Konferenz am 19./20. Oktober in Bremerhaven werde die Regierung eine maritime Strategie erstellen und damit die Weichen für die Zukunft stellen. An der Konferenz will auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen. (jök)

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article205541281/Siemens-baut-Windkraft-Fabrik-in-Cuxhaven.html

Copyright Abendblatt  

Elektrokonzern Siemens baut Windkraft-Fabrik in Cuxhaven

Von Melanie Wassink
 
Blick auf eine Windturbine im Offshore-Park Westermost Raugh in der Nordsee vor Großbritannien. Diese Anlagen werden von Siemens geliefert

Konzern investiert 200 Millionen Euro zur Produktion von Offshore-Anlagen der nächsten Generation. Bis zu 1000 neue Arbeitsplätze.

 

Hamburg. Gute Nachricht für den Norden: Der Elektrokonzern Siemens baut in Cuxhaven eine Windkraft-Fabrik und schafft dort bis zu 1000 neue Arbeitsplätze. Es ist die erste deutsche Produktionsstätte des Unternehmens für sogenannte Offshore-Windkraftanlagen, die vor den Küsten installiert werden. "Die Entscheidung, eine neue Fertigung in Cuxhaven zu bauen, ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland", erklärte Siemens-Chef Joe Kaeser am Mittwoch in München. "In der neuen Siemens-Fabrik werden wir bis zu 1000 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen." Für die Fabrik sind Investitionen von rund 200 Millionen Euro vorgesehen. Geplant ist eine Fertigung von Maschinenhäusern für Windturbinen der nächsten Generation.

Die Bauarbeiten werden im Herbst beginnen, Mitte 2017 soll dann die Produktion starten. "Das ist ein großartiger Tag für das Land, die Region und vor allem auch für die Stadt Cuxhaven", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Siemens sei die größte Neuansiedlung in Niedersachsen seit Jahren. Die Gespräche liefen unter stärkster Geheimhaltung bereits seit der Regierungsübernahme durch Rot-Grün vor zweieinhalb Jahren. Cuxhaven habe sich gegen starke europäische Konkurrenz durchgesetzt, so Lies.

Die Fabrik entsteht auf einem Areal, das so groß ist wie 24 Fußballfelder

Im Gespräch waren Standorte wie Emden, Duisburg oder Bremerhaven, das wie Cuxhaven einen für die Offshore-Industrie ausgelegten Hafen betreibt. In früheren Planungen war auch Hamburg einbezogen worden, heißt es bei Siemens. In der Hansestadt hat Siemens seit Jahren seine Windenergieaktivitäten gebündelt. Hier mangelte es aber vor allem an geeigneten Flächen für eine Fertigung: Schließlich zieht Siemens die Fabrik in Cuxhaven direkt an der Hafenkante hoch. Das Areal ist 24 Fußballfelder groß.

 
 
Unsere Entscheidung für den Bau eines Werks für große Offshore-Windenergieanlagen stärkt den Industriestandort Hamburg.
M. Westhagemann, Siemens

Frank Horch, Hamburger Wirtschaftssenator (parteilos), verwies auf die speziellen Bedingungen in Cuxhaven: "Es ist für den Bereich der Windenergie, der für den Norden der bedeutendste Faktor für die Energiewende ist, besonders wichtig, leistungsfähige Häfen und Logistikzentren zu haben, die den besonderen Anforderungen der Offshore-Windenergie gerecht werden". Hamburg und die Unterelbe-Region kooperierten seit vielen Jahren erfolgreich im Rahmen der Metropolregion. "Deshalb hat sich Hamburg um diese Produktionsstätte nie proaktiv beworben", sagte Horch.

Das Land Niedersachsen hatte zuvor Millionen in den Ausbau Cuxhavens als Offshore-Basis investiert. Mithilfe der gut ausgebauten Hafenanlage, deren Kaimauern für schwere Lasten ausgelegt sind, können große Komponenten direkt auf Transportschiffe geladen werden. So werden teure Transporte an Land vermieden.

Cuxhaven bietet die Infrastruktur für die Zukunftstechnologie, in Hamburg aber soll die wichtige Windenergie-Branche unter der Entscheidung für Niedersachsen nicht leiden: Bisher arbeiten bei Siemens in der Hansestadt mehr als 700 Mitarbeiter im Windenergie-Geschäft. Diese Stellen sind durch die Ansiedlung in Cuxhaven nicht gefährdet, heißt es bei Siemens gegenüber dem Abendblatt. Auch Verlagerungen nach Cuxhaven seien nicht geplant. "Unsere Entscheidung für den Bau eines neuen Werks für große Offshore-Windenergie-Anlagen stärkt nicht nur den Industriestandort Hamburg. Es ist auch ein deutlicher Beleg dafür, dass die Metropolregion an der Unterelbe zu Recht als eine der bedeutendsten für die Branche der Erneuerbaren Energien in Europa gilt," sagte Michael Westhagemann, Leiter der Niederlassung Hamburg und Deutschlandchef der Windkraft-Sparte bei Siemens. Die Windenergie-Branche soll der Jobmotor der Energiewende werden – denn auf absehbare Zeit dürfte der ausfallende Atomstrom in erster Linie durch Wind kompensiert werden. Mit seiner Niederlassung in der Hansestadt prägt Siemens als weltweiter Marktführer im Bereich Offshore maßgeblich den Standort, der sich selbst gerne als Windmetropole bezeichnet. Im Branchennetzwerk Cluster Erneuerbare Energien Hamburg agiert Westhagemann als Chef des Fördervereins.

Geplant ist in Cuxhaven eine Fertigung für Windturbinen der nächsten Generation. Die Produktion umfasst die Montage von Generatoren, Naben sowie Gondel-Rückteile, die zu kompletten Maschinenhäusern für Offshore-Windenergie-Anlagen zusammengeführt werden – den Herzstücken der Windanlagen. Die Anlagen sind für den Einsatz auf dem Meer konzipiert und haben eine Leistung von sieben Megawatt.

Siemens hatte allein in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach Großaufträge für die Ausrüstung und langfristige Wartung neuer Windparks vor Deutschland und Großbritannien bekanntgegeben. Im deutschen Bereich der Nordsee wurden Branchenverbänden zufolge bisher elf Turbinenfelder ganz oder teilweise in Betrieb genommen, fünf weitere befinden sich im Bau oder sind fest geplant.

Die neue Dynamik der Branche ist Folge von besseren Rahmenbedingungen für Investoren. Nachdem die Bundesregierung vor einem Jahr das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) überarbeitet und in Kraft gesetzt hat, investierten Firmen wieder in Offshore-Windparks. Insgesamt speisen in der Nordsee bereits 700 Windenergie-Anlagen Strom ins Netz ein. Das reicht für etwa drei Millionen Haushalte.

Nach Angaben von Herstellern wird Stromerzeugung auf See zwar zunehmend wettbewerbsfähiger, die Kosten stellen aber noch immer ein großes Problem dar. Hürden stellen die oft kilometerweiten Entfernungen zum Land dar und die Komplexität bei der Leitung des Stroms. Das Werk in Cuxhaven soll sich auf große Windanlagen spezialisieren, die derzeit besonders gefragt sind bei den Kunden. Durch große Windräder werden mehrere kleine Anlagen ersetzt, deren Platzbedarf, Installation und Wartung gemessen an der Energieerzeugung teurer ist. Andere Windanlagen produziert Siemens bisher im dänischen Billund.

Von Hamburg aus werden zwei Drittel der Offshore-Projekte in Deutschland gemanagt, von den in der Umsetzung befindlichen Projekten sind es über 80 Prozent.

Copyright thunfish1967 Walter Polling Transport Windkraftsockel

http://www.schiffundhafen.de/news/offshore/single-view/view//startschuss-ist-gefallen.html

18.09.2012
Die „Innovation“ in Bremerhaven
Die ersten drei Tripod-Fundamente für den Offshore-Windpark Global Tech I wurden kürzlich mit dem Kranhubschiff „Innovation“ von Bremerhaven aus in das Baugebiet gebracht. Damit ist der Startschuss zur Errichtung des Windparks in der Nordsee gefallen, der später mit Hilfe von 80 Windkraft-Anlagen Strom produzieren soll.
Ebenfalls in Bremerhaven werden sowohl die Turbinen für den Windpark (Areva Wind) als auch der Großteil der benötigten Fundamente (WeserWind) gefertigt beziehungsweise endmontiert und dann auf der ABC-Halbinsel zwischengelagert. Von dort aus werden die Komponenten auf das Installationsschiff umgeschlagen. Mit einer Ladekapazität von 8000 t kann die „Innovation“ pro Fahrt drei der 900 t schweren Fundamente sowie neun Pfähle zum Baufeld transportieren. Je nach Wetterbedingungen erreicht das Installationsschiff in knapp zehn Stunden das Windpark-Gebiet, wo die dreibeinigen Fundamente bei einer Meerestiefe von rund 40 m im Boden verankert werden.

http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/politikwirtschaftschwerlasthafen102.html

Offshore-Basis-Terminal

Grünes Licht für Spezialhafen

Luftbild von der Luneplate mit Weser, Hafen und der Stadt Bremerhaven, davor ein Warnschild mit Rotoren [Quelle: Radio Bremen] zoom Im Bereich der Luneplate wird es langsam eng.
Das Land Bremen will in Bremerhaven einen neuen Hafen speziell für die Windkraft-Industrie bauen lassen. Das haben die Bremer Landesregierung und der Magistrat der Stadt Bremerhaven im Juni 2010 während einer gemeinsamen Sitzung in Bremerhaven vereinbart. Der neue Hafen soll in einem Naturschutzgebiet am Weserufer im Süden der Stadt entstehen, teilte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) im Anschluss an die Sitzung mit. Von dem neuen Offhore-Basis-Terminal sollen vor allem Windkraftanlagen für den Einsatz auf hoher See zu den geplanten Windparks in der Nordsee verschifft werden. Der Hafen soll von privaten Investoren finanziert werden.zoom
Der neue Hafen bedeutet das Aus für die längere der beiden Bahnen.

Betrieb ab 2014 geplant

Baustart für Global Tech 1 empfängt Bundesminister Ramsauer

28.08.2012
Tripods bei der Verladung zum Zwischenlager in Bremerhaven (Foto:Global Tech I)
Der Bau des Offshore-Windparks Global Tech 1 startet in Kürze, das hat die Projektgesellschaft Global Tech I Offshore Wind GmbH kürzlich bekannt gegeben.
In dem Windfeld rund 180 km nordwestlich von Bremerhaven werden auf über 40 km² insgesamt 80 Windenergieanlagen der 5 MW-Klasse installiert. Der Windpark befindet sich damit außerhalb von Meeresschutzgebieten in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Nach zweijähriger Planungsphase beginnen in den kommenden Wochen die seeseitigen Bauarbeiten. Während die Umspannstation aus Rotterdam zum Baufeld geschleppt wird, sollen die ersten Tripods von Bremerhaven aus zum Windpark verschifft werden. Bei der 9000 t schweren Umspannstation handelt es sich um ein neuartiges Konzept. Erstmalig wird bei einem deutschen Windpark eine schwimmfähige Plattform eingesetzt, die sich über Saugglocken selbst installiert. Aufgrund der weiten Entfernung zur Küste wird die Station bemannt sein. Bis zu 34 Service- und Montagetechniker sollen im Schichtbetrieb für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Noch im August soll das Errichterschiff „Innovation“ auch die ersten Fundamente von der ABC-Halbinsel im Bremerhavener Kaiserhafen aus in das Windfeld bringen und aufstellen. Je drei der 900 t schweren und 60 m hohen Tripods können zeitgleich, zusammen mit je drei Pfählen zur Verankerung im Meeresboden auf 40 m Tiefe, in rund zehn Stunden zum Windpark transportiert werden. Ab Herbst dieses Jahres soll die parkinterne Verkabelung beginnen und im kommenden Februar startet die Montage der Windturbinen. Ende 2013 soll Global Tech 1 mit einer installierten Gesamtleistung von 400 MW voll betriebsbereit sein.

Neues Gesetz für Offshore-Windparks geplant

"Chance für maritime Wirtschaft"

 
Rösler will dafür sorgen, dass weiter in den Bau von Offshore-Windparks investiert wird. Foto: SiemensRösler will dafür sorgen, dass weiter in den Bau von Offshore-Windparks investiert wird. Foto: Siemens
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will die Probleme beim Ausbau der Stromnetze für Windparks auf See durch ein neues Gesetz in den Griff bekommen. Die Bundesregierung wolle dafür sorgen, dass Unternehmen weiter in diese Zukunftsbranche investierten, sagte Rösler gestern vor einem Besuch des in der Nordsee gelegenen Offshore-Windparks „alpha ventus“ im ostfriesischen Norddeich. Für einen zügigen Netzausbau forderten Rösler und der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) gestern, den europäischen und nationalen Umwelt- und Naturschutz über mehrere Jahre auszusetzen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

"Global Tech I" soll Ende 2013 ans Netz

Nächster Windpark in Bau

Freitag, 03. August 2012

96 Kilometer vor Borkum entstehen 80 Windkraftanlagen.
Der Offshore-Windpark "Global Tech I" soll trotz der Probleme beim Ausbau der Stromnetze bis zum Ende des nächsten Jahres gebaut werden und Strom liefern. Zur Einspeisung in das Stromnetz werde vorübergehend die bereits existierende Plattform "BorWin 1" des Netzbetreibers TenneT genutzt, teilte die Projektgesellschaft Global Tech I am Donnerstag in Hamburg mit. Mit der Übergangslösung könne das Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von 1,6 Milliarden Euro planmäßig umgesetzt werden. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Cuxhaven: E.ON setzt auf Cuxport Neues aus der Windbranche Hafenerweiterung in Cuxhaven positiv bewertet

Ramsauer sieht großes Potenzial

Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven empfängt Bundesminister Ramsauer Unter fachkundiger Führung besichtigte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer bei seinem Besuch am Dienstag die Mitgliedsunternehmen der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxport und Ambau. Ganz im Zeichen der Energiewende steht der Besuch des Bundesverkehrsministers, der auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann nach Cuxhaven kam. Im Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der Hafenwirtschaftsgemeinschaft und Unternehmensvertretern informierte sich Dr. Ramsauer konkret über den Beitrag Cuxhavens an der Energiewende und die besonderen logistischen Anforderungen für die angesiedelten Unternehmen vor Ort. Dr. Peter Ramsauer: „Deutschland ist mit der Energiewende weltweit Vorreiter bei regenerativen Energien. Windkraft spielt dabei eine zentrale Rolle. Bis 2030 wollen wir durch Offshore-Windenergieanlagen Strom mit einer Gesamtmenge von rund 25.000 Megawatt erzeugen. Das ist eine Energierevolution, für die auch die Infrastruktur geschaffen werden muss. Mit den Raumordnungsplänen für die AWZ in Nord- und Ostsee haben wir Flächen für Offshore-Windkraft ausgewiesen und durch Gesetzesänderungen die Genehmigungsverfahren vereinfacht. Neben den Anlagen selbst muss ein Service- und Versorgungsnetz gebaut werden. Damit das gelingt, müssen alle in der Region an einem Strang ziehen.Dr. Andreas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft: „Die Visite des Bundesverkehrsministers unterstreicht deutlich die Spitzenposition Cuxhavens als leistungsfähiger Produktions- und Logistikstandort für die Offshore-Windenergie. Denn: schon jetzt ist Cuxhaven der starke Partner der Energiewende.“ Über Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e.V. ist ein Zusammenschluss Cuxhavener Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, den Hafenstandort an der Mündung der Elbe zu vermarkten und weiterentwickeln. Zudem setzt sich die HWG für die Positionierung Cuxhavens als bedeutendsten Hafenstandort für die Offshore-Windenergie in Deutschland ein. Mittwoch, 01. August 2012
Die Offshore-Windindustrie boomt, wenn auch noch mit einigen Problemen. Foto: BARD-GruppeD
ie Offshore-Windindustrie boomt, wenn auch noch mit einigen Problemen. Foto: BARD-Gruppe
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Exportchancen durch den Aufbau der Offshore-Windenergie betont. "Wir machen Pionierarbeit mit weltweiter Relevanz", sagte Ramsauer am Dienstag bei einem Besuch der Offshore-Basis in Cuxhaven. Windenergie auf hoher See könne zu einem Exportschlager werden, mit dem Deutschland weltweit punkten könne. Noch müssten aber große Hindernisse überwunden werden. So fehle es an Langzeiterfahrungen, ob die Technik den harten Anforderungen auf See dauerhaft standhalten könne. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
Stand: 31.07.2012 09:25 Uhr

Ramsauer kommt zur Offshore-Basis Cuxhaven

Die Offshore Basis Cuxhaven der Windanlagenhersteller Ambau und Cuxhaven Steel Construction. © dpa Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes Von der Offshore-Basis aus werden Bauteile für Windkraftanlagen auf See verschifft. (Archivbild) Wo früher einmal gemütlich Schafe auf dem Deich vor Cuxhaven grasten, wird seit fünf Jahren die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen vorangebracht. Entstanden ist ein Spezialhafen zur Verladung von Windenergieanlagen. Heute informiert sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) über die Entwicklung der Offshore-Basis Cuxhaven.

Einzeln oder komplett montiert

Über die Offshore-Basis an der Elbmündung werden riesige Bauteile für Windkraftanlagen transportiert, die künftig in der Nordsee Strom produzieren sollen. Eine Besonderheit ist die Schwerlastplattform: Sie kann eine stehende, komplett montierte Windkraftanlage tragen. Über die Basis können aber auch Einzelteile verschifft werden.

Unsichere Zeiten in der Branche

Ramsauer reist in einer Situation in den Norden, in der die Windkraft-Branche verunsichert ist. Unternehmen wie RWE-Innogy haben gerade erst Entscheidungen über Investitionen zurückgestellt, weil es an politischer Sicherheit mangele. Dabei geht es vor allem um den Anschluss der Windparks an das Stromnetz an Land.

Zusammenarbeit zwischen Cuxport und der OMM nimmt Fahrt auf

Stadt Cuxhaven informiert über Testfeldverlagerung

 

13.06.2012: Stadt Cuxhaven

Stadt Cuxhaven informiert über Testfeldverlagerung

Cuxhaven. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen beabsichtigt die Stadt Cuxhaven die Windkraftanlagen auf dem Offshore-Testfeld in Cuxhaven-Groden nach Langen-Neuenwalde zu verlegen, um am Seeschiff tiefen Fahrwasser der Elbe weitere wertvolle Flächen zur Ansiedlung von Betrieben der Offshore-Branche zu bekommen. Nachdem einige wichtige Voraussetzungen vorliegen, will die Stadt die interessierte Öffentlichkeit über das ehrgeizige Verlagerungsprojekt informieren. Das Projekt der Verlagerung von vier großen Windmühlen, die in Cuxhaven-Groden die weitere industrielle Entwicklung des Offshore-Standortes Cuxhaven behindern, nimmt langsam Fahrt auf: Zunächst hatte sich das Land bereit erklärt, der Stadt Cuxhaven bei der Verlagerung der vier großen Windmühlen finanziell zu helfen. Dann fügte der Landkreis in sein neues Regionales Raumordnungsprogramm noch eine Regelung ein, die es ermöglichen sollte, in Langen-Neuenwalde ein Offshore-Testfeld zu errichten. Zu Jahresbeginn gründete die Stadt Cuxhaven eine Testfeld-Betriebsgesellschaft, die die Verlagerung der vier Großanlagern nach Langen-Neuenwalde durchführen soll. Diese Testfeld-GmbH hat jetzt von der Bremer Firma EnergieKontor AG und dem Cuxhavener Unternehmen PNE Wind AG die Nutzungsrechte zum Betrieb von Windenergieanlagen auf den betreffenden landwirtschaftlich genutzten Grundstücken in Neuenwalde übernommen.   OB Dr. Getsch zeigte sich erleichtert, dass es der städtischen Testfeld-GmbH gelungen sei, endlich die privatrechtlichen Voraussetzungen zur Verlagerung der Großanlagen und zum Betrieb weiterer Windkraftanlagen zu schaffen. "Damit ist die vom Land politisch gewollte Stärkung des Offshore-Standortes Cuxhaven einen großen Schritt vorangekommen. Wir haben aber auch den beiden Unternehmen zu danken, die der Testfeld-GmbH die Nutzungsrechte überlassen haben. Dank gebührt aber auch dem Landkreis Cuxhaven, der sich in der Frage der Testfeldverlagerung ebenfalls stark engagiert hat."   Als nächster Schritt ist nunmehr die Information der betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Langen-Neuenwalde vorgesehen. Die Stadt Cuxhaven möchte zusammen mit der Stadt Langen die interessierte Öffentlichkeit und die von der Ausweisung des neuen Offshore-Testfeldes betroffenen Grundeigentümer über die Planungen informieren und sie nach Möglichkeit möglichst frühzeitig in die weiteren Schritte mit einbeziehen.   Die öffentliche Informationsveranstaltung ist für  

Dienstag, den 19. Juni, um 19 Uhr

im Gemeindesaal Neuenwalde gegenüber der Klosterkirche

  geplant. Jeder Interessierte, ob er aus Langen oder Cuxhaven kommt, ist dazu herzlich eingeladen. Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Gestsch und Langens Bürgermeister Thorsten Krüger sowie der designierte Geschäftsführer der Testfeld-GmbH, Herr Jens Hohlfeld, und Herr Andreas Eickmann, Leiter des Bauamtes beim Landkreis Cuxhaven, werden den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen. Unmittelbar im Anschluss an die öffentliche Information werden die von der Ausweisung des neuen Offshore-Testfeldes betroffenen Grundeigentümer zu einem weiteren, dieses Mal nicht-öffentlichen Gespräch mit der von der Stadt Cuxhaven gegründeten Langen-Neuenwalde Testfeld GmbH gebeten. Jeder betroffene Grundeigentümer ist auch zu diesem nicht-öffentlichen Veranstaltungsteil herzlich eingeladen.   Die Zusammenarbeit zwischen Cuxport und der Offshore Marine Management GmbH (OMM) nimmt Fahrt auf: Heute verließ die „Bourbon Enterprise“, das erste am Kai von Cuxport für das Seekabelgeschäft ertüchtigte Schiff, Cuxhaven zum letzten Mal in Richtung Nordsee. Das 76 Meter lange Multi-Purpose-Schiff bereitete auf seinen sieben Fahrten für das Offshore-Netzanbindungsprojekt BorWin 2, das die Nordsee-Windparks Veja Mate und Global Tech I mit dem Festland verbinden wird, den Meeresgrund für die Installation von Seekabeln vor.Die Abfahrten eines für die Seekabelbranche tätigen Schiffes sind ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die am 1. August 2011 zwischen Cuxport und der OMM GmbH vereinbarte Kooperation auszubauen“, betont Peter Zint, Geschäftsführer der Cuxport GmbH. „Für OMM können wir als integraler Bestandteil des Offshore-Basis-Hafens Cuxhaven einen Großteil unseres Dienstleistungsangebotes in die Partnerschaft einbringen. Das beinhaltet für diesen Kunden vor allem Produkte im Service- und Wartungsgeschäft, aber auch Services für den Bereich der Seekabellogistik.“ Die deutsche Tochter der britischen Offshore Marine Management, ein unabhängigen Anbieter maritimer Lösungen für die Offshore-Industrie, hatte sich im vergangenem Jahr auf den Terminalanlagen von Cuxport angesiedelt. Im Rahmen der Route Clearance beginnt durch den Einsatz der auf dem Cuxport-Gelände für ihren Auftrag ertüchtigten „Bourbon Enterprise“ die Anbindung der Windparks Veja Mate und Global Tech I an das Festland zunächst durch die Reinigung und Vorbereitung einer Trasse auf dem Meeresboden. Das Offshore-Netzanbindungsprojekt BorWin 2 setzt bei der Umsetzung dieser Aufgabe auf die Kompetenzen von OMM. „Für unsere Lösungen im Offshore-Bereich benötigen wir die Unterstützung eines flexiblen Logistikanbieters, wie wir ihn in Cuxport gefunden haben“, begründet Rob Grimmond, Managing Director von Offshore Marine Management, die Standortwahl und ergänzt: „Die günstige geografische Lage Cuxhavens in der Deutschen Bucht in unmittelbarer Nähe der Windparks und der schleusenfreie Zugang zur Nordsee prädestinieren den Hafen nicht nur für dieses Projekt“. Durch den Einsatz von Unterwasserrobotern erfolgte ebenfalls die Installation der Betonmatratzen, die auf dem Grund der Nordsee die Kreuzung von bestehenden und neu zu installierenden Kabeln beziehungsweise Leitungen ermöglichen. Die Seekabel werden anschließend von einem Kabelleger, der seine Fahrgeschwindigkeit an die Eigenschaften der präparierten Trasse anpasst, auf dem Meeresboden verlegt. Nach der Inbetriebnahme der beiden zum BorWin2-Offshore-Konsortium gehörenden Offshore-Windparks kann die auf See regenerativ gewonnene Energie in das Stromnetz eingespeist werden.  

Hafenerweiterung in Cuxhaven positiv bewertet

23.05.2012
Der kürzlich beschlossene Planfeststellungsbeschluss zum Bau des Liegeplatzes 4 in Cuxhaven ist von der Hafenwirtschaftsgemeinschaft der Stadt (HWG) ausdrücklich begrüßt worden.
Die Gemeinschaft erhofft sich vor allem einen hohen Nutzwert des Hafenausbaus für die Offshore-Industrie. Die genehmigte Kaianlage erweitert das bereits vorhandene Mehrzweckterminal und besteht aus dem eigentlichen Kaibauwerk mit einem Liegeplatz und dem Zufahrtsbereich zur Fahrrinne der Elbe. Der entstehende Liegeplatz ist für Schiffe mit einer Länge von bis zu 240 m und einem maximalen Tiefgang von 14,3 m vorgesehen. Auf einem 300 m langen Streifen, der parallel zum Ufer geplant ist, sollen direkt an der Kaikante Betriebs- und Lagerflächen entstehen. Bei geregelter Finanzierung könnte nach Aussage der HWG unverzüglich mit dem Bau des neuen Liegeplatzes begonnen werden. Allein durch privatwirtschaftliches Engagement aber lasse sich der Ausbau nicht im Markt umsetzen. Daher fordert die HWG das Land Niedersachsen dazu auf, sich finanziell an den Baukosten des Liegeplatzes 4, die sich auf rund 32 Millionen Euro belaufen, zu beteiligen.
 

Planfeststellungsbeschluss in Cuxhaven übergeben

Liegeplatz 4 kann gebaut werden

Montag, 14. Mai 2012

Der neue Liegeplatz 4 in Cuxhaven entsteht auf einer Fläche von 85.000 Quadratmetern. Foto: HWGDer neue Liegeplatz 4 in Cuxhaven entsteht auf einer Fläche von 85.000 Quadratmetern. Foto: HWG
Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner hat in Cuxhaven den Planfest-stellungsbeschluss zum Bau von Liegeplatz 4 überreicht. Die Hafenwirtschafts-gemeinschaft Cuxhaven (HWG) begrüßt diesen Schritt. Der Bau des Liegeplatzes östlich der Schwerlastplattform ist ein zentrales Anliegen der HWG. Bei geregelter Finanzierung könnte mit dem Bau des Liegeplatzes unverzüglich begonnen werden. Dabei komme die neuen Anlage nicht allein dem Offshore-Bereich zugute – auch andere Basisgeschäfte des Hafens würden von der zusätzlichen Anlegemöglichkeit profitieren. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Cuxhaven: Genehmigung zum Bau für Liegeplatz 4 begrüßt

In einer feierlichen Übergabe überreichte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner am 2. Mai den Planfeststellungsbeschluss zum Bau von Liegeplatz 4. Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven (HWG) begrüßt diesen Schritt, zumal der Bau des Liegeplatzes östlich der Schwerlastplattform seit langem ein zentrales Anliegen der Gemeinschaft darstellt. Bei geregelter Finanzierung könnte mit der Errichtung des Liegeplatzes unverzüglich begonnen werden. Besonders die Offshore-Industrie wird von diesem Ausbau maßgeblich profitieren. Eine Vielzahl von Offshore-Windparks befinden sich bereits in der Planung – für ihre Errichtung bestehen hohe logistische Anforderungen. Die nun genehmigte Kaianlage erweitert das vorhandene Mehrzweckterminal und besteht aus dem Kaibauwerk mit einem Liegeplatz und dem Zufahrtsbereich zur Fahrrinne der Elbe. Der neue Liegeplatz ist für Mehrzweckschiffe mit einem maximalen Tiefgang von 14,30 Meter und einer Länge von bis zu 240 Metern vorgesehen. Auf einem 300 Meter langen Streifen, der parallel zum Ufer verlaufen soll, können direkt an der Kaikante Betriebs- und Lagerflächen entstehen. Der rund 90 Seiten umfassende Planfeststellungsbeschluss war von dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erarbeitet worden, der das Genehmigungsverfahren Anfang April 2012 abgeschlossen hatte. Dr. Andreas Schmidt, Vorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven: „Der Planfeststellungsbeschluss ist ein wichtiges Signal für die Erweiterung des Cuxhavener Hafens – damit herrscht endlich planrechtliche Klarheit. Unser Mitglied Cuxport befindet sich mit allen zuständigen Stellen des Landes in Politik und Verwaltung teilweise bereits seit langem in intensiven Gesprächen, um die Finanzierungsfrage zu klären. Allein durch privatwirtschaftliches Engagement aber lässt sich dieses umfangreiche Vorhaben nicht im Markt umsetzen. Daher fordern wir die niedersächsische Landesregierung erneut mit großem Nachdruck dazu auf, sich auch finanziell an den Baukosten des Liegeplatzes 4, die sich auf etwa 32 Millionen Euro summieren, zu beteiligen. In Anbetracht der durch die Energiewende bedingten Verschärfung der zeitlichen Rahmenbedingungen wäre dies ohnehin zwingend. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die neue Anlage nicht allein dem Offshore-Bereich zugutekommen wird – auch die weiteren Basisgeschäfte des Hafens werden von der zusätzlichen Anlegemöglichkeit für Mehrzweckschiffe in hohem Maß profitieren.“ Bereits jetzt ist Cuxhaven ein leistungsfähiger Produktionsstandort für die Offshore-Windenergie. Der Standort profitiert in besonderem Maße durch seine äußerst günstige geografische Lage in der Deutschen Bucht. In dem am breiten und seeschifftiefen Wasser gelegenen Hafen behindern keine Schleusen den direkten Zugang zur Nordsee und ermöglichen so eine schnelle, barrierefreie Errichtung von Offshore-Anlagen im Meer. Über HWG Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e.V. ist ein Zusammenschluss Cuxhavener Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, den Hafenstandort an der Mündung der Elbe zu vermarkten und weiterentwickeln. Zudem setzt sich die HWG für die Positionierung Cuxhavens als bedeutendsten Hafenstandort für die Offshore-Windenergie in Deutschland ein.

Förderung der Offshore-Branche

Sellering drängt auf günstigere Stromproduktion

Dienstag, 08. Mai 2012

Die Offshore-Branche soll laut Sellering mehr gefördert werden. Foto: SiemensDie Offshore-Branche soll laut Sellering mehr gefördert werden. Foto: Siemens
Strom aus Offshore-Windparks muss nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) künftig genauso günstig herzustellen sein wie konventionell hergestellter Strom. Deshalb müssten Forschung und Innovationen gerade in diesem Bereich massiv gefördert werden, sagte Sellering beim Energieparteitag der Landes-SPD in Rostock. Das seien riesige Investitionen, mit denen die Firmen nicht alleine gelassen werden können. Darauf werde er zusammen mit den anderen norddeutschen Bundesländern bei dem für den 23. Mai geplanten Energiegipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bestehen.

Cuxhaven: E.ON setzt auf Cuxport

Für sein Projekt Amrumbank hat E.ON mit dem Hafenbetreiber Cuxport eine Reservierungsvereinbarung für die Nutzung von Hafenflächen unterschrieben. Ziel der Reservierung ist die Sicherung von Flächen im Hafengebiet sowie die exklusive Nutzung einer der drei vorhandenen Kaianlagen für Montage, Transport und Lagerung von wichtigen Komponenten des Offshore-Parks. Das Cuxport-Terminal wird damit für E.ON der Basishafen für die Installationsphase des Offshore-Windparks Amrumbank. Neben der Zwischenlagerung von Fundamenten und Kabeln wird auch das Installationspersonal von Cuxhaven aus starten. E.ON ist der erste Offshore-Betreiber, der die Anlagen Cuxports als Installationshafen nutzen wird und stärkt hiermit die Rolle Cuxhavens als führender Offshore-Basishafen an der Nordsee. Im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister und des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Enak Ferlemann unterzeichneten der Leiter für das internationale Offshore-Geschäft bei E.ON, Sven Utermöhlen, sowie der Geschäftsführer von Cuxport, Hans-Peter Zint, die Reservierungsvereinbarung. Sie soll zunächst bis Ende des Jahres gelten und dann sukzessive von den durch E.ON beauftragten Firmen übernommen werden. Mit der Wahl des Multi-Purpose-Terminals Cuxport als Basishafen für Amrumbank West macht E.ON gemeinsam mit seinem Logistikpartner den Standort Cuxhaven zukunftsfähig auch für spätere Offshore-Einsätze. Damit sichert die Reservierungsvereinbarung gleichzeitig auch Arbeitsplätze beim Hafenbetreiber. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister lobte die Vereinbarung: „Dies ist ein guter Tag für Cuxhaven und ein weiterer Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Die Unterzeichnung der Reservierungsvereinbarung von Hafenflächen für den Aufbau des Offshore Windparks Amrumbank ist ein wichtiger Schritt, um Cuxhaven zunehmend als Hafen der Energiewende zu nutzen. Das stärkt die Rolle Cuxhavens als ein führender Offshore-Basishafen an der Nordsee.“ Der Leiter für das internationale Offshore-Geschäft bei E.ON, Sven Utermöhlen, nannte die Vereinbarung mit Cuxport eine sehr gute Voraussetzung für den zügigen Bau des Windparks Amrumbank West: „Nach der Unterzeichnung der Pachtverträge in Helgoland in der letzten Woche ist die Reservierungsvereinbarung mit Cuxport der nächste große Schritt auf dem Weg zum Bau unseres Offshore-Windparks Amrumbank. Cuxport ist für uns durch seine freie Zugänglichkeit ohne Schleusen der optimale Basishafen.“ Auch Cuxport-Geschäftsführer Zint zeigte sich hoch erfreut: „In den bereits seit mehreren Monaten laufenden, intensiven Gesprächen konnten wir E.ON von der Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens und des Standortes überzeugen. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die immer wichtiger werdende Rolle Cuxhavens für die Offshore-Windenergie.“ Der Offshore-Windpark Amrumbank West liegt circa 35 km nördlich von Helgoland, wird aus insgesamt 80 Siemens-Windturbinen der 3,6 MW-Klasse bestehen und eine Gesamtleistung von 288 Megawatt erzielen. Mit der erzeugten Energie können bis zu 300.000 Haushalte versorgt und jährlich mehr als 740.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Als Baubeginn ist Ende 2013 festgesetzt, Fertigstellung und Inbetriebnahme des Windparks sollen bis Frühjahr 2015 erfolgen. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von zirka 1 Milliarde Euro.

 

Multi-Purpose Tug Husky Completes Work at Sheringham Shoal Offshore Windfarm

Posted on May 7th, 2012 with tags completes, europe, Husky, Multi-purpose, News by topic, offshore, Sheringham Shoal, Tug, windfarm, work. The twin-screw tug Husky, owned by Island Shipping is en route from Norfolk to her home port of Wicklow following over 300 days of successful charter on Sheringham Shoal Offshore Windfarm. The multi-purpose, shallow draft tug has provided logistical support to and from the offshore windfarm. The other two Island Shipping’s vessels, Island Tiger and Island Panther, are still engaged in 24/7 crew transfer operations at the Sheringham Shoal. A pair of Wildcat 53 WFSV has previously worked at the Greater Gabbard Offshore Wind-farm in the North Sea.

 

 

Vorstandsvorsitzender der Windreich AG übernimmt Verantwortung für Finanzen

Vorstandsvorsitzender und Alleinaktionär der Windreich AG Willi Balz übernimmt die Verantwortung für Finanzen und Controlling.

Willi Balz übernimmt die Verantwortung für Finanzen und Controlling und damit aller finanztechnischen Abläufe bei der Windreich AG. Matthias Hassels, bisheriger Finanzvorstand wird das Unternehmen im beiderseitigen Einvernehmen verlassen.

Als Gründer des Unternehmens kenne ich unser Geschäftsmodell so gut wie kein anderer. Da ich persönlich mit einem dreistelligen Mio. Euro Betrag hafte, möchte ich die Verantwortung für Finanzen zukünftig selbst in die Hand nehmen. Dadurch ist sichergestellt, dass den Kapitalmärkten und Investoren die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit unserer Aktivitäten zur raschen Umsetzung der Energiewende überzeugend vermittelt werden’ sagt Willi Balz zu seiner Entscheidung. ‘Viele versuchen die Energiewende tot zu reden – wir gestalten sie!’

PNE WIND AG: Erstes Quartal 2012 verlief erwartungsgemäß

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2012 verlief für den Windpark-Projektierer PNE WIND AG (ISIN DE000A0JBPG2) erwartungsgemäß.

So konnte das Unternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres mit dem Verkauf und der Übergabe des Onshore-Windparks „Kemberg II” bereits einen erfolgreichen Abschluss erzielen. Aufgrund von im Projektgeschäft üblichen Vorlaufkosten, die insbesondere im Bereich der zukunftsträchtigen Offshore-Projektierung anfielen, verzeichnete die PNE WIND AG ein negatives Betriebsergebnis. Da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 zusätzliche Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf und der Weiterentwicklung von Windparkprojekten auf hoher See erwartet, bekräftigt das Unternehmen seine Prognose, in den Geschäftsjahren 2011 bis 2013 ein kumuliertes EBIT von 60 bis 72 Mio. Euro zu erzielen.

Im ersten Quartal 2012 fiel das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von -1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) negativ aus, da der Konzern erhebliche Vorleistungen in die Projektentwicklung im In- und Ausland erbracht hat. Das Konzernergebnis betrug -2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro), was einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von -0,05 Euro (Vorjahr: 0,04 Euro) entspricht. Die PNE WIND AG erwartet jedoch, dass die getätigten Investitionen insbesondere im Offshore-Bereich noch in diesem Jahr Früchte tragen werden.

Auch die Suche nach einem neuen Käufer für das Offshore-Projekt „Gode Wind II” schreitet voran. So befindet sich die PNE WIND AG aktuell in Gesprächen über den Verkauf des Projekts. Aufgrund des großen Interesses ist die Gesellschaft zuversichtlich, den Verkauf noch in diesem Jahr abschließen zu können.

Im Onshore-Bereich wurde mit der Veräußerung des Windparks „Kemberg II” an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ein weiteres Repowering-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Hier wurden fünf ältere Windenergieanlagen durch moderne, leistungsfähigere ersetzt. Die PNE WIND AG wird den Käufer auch weiterhin mit Ihrem Know-how bei der Betriebsführung unterstützen und erwartet hieraus fortlaufend Umsatz- und Ergebnisbeiträge.

Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender der PNE WIND AG: „Aufgrund der vielfältig positiven Perspektiven in der Projektierung auf hoher See, aber auch beim Repowering und im internationalen Geschäft von Windparks an Land, bestätigen wir unsere EBIT-Prognose für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 von kumuliert 60 bis 72 Mio. Euro. Zudem erwarten wir noch in diesem Jahr signifikante Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf unseres am weitesten entwickelten Offshore-Projekts ‚Gode Wind II’. Da die Offshore-Windkraft eine bedeutende Rolle beim Ausbau der regenerativen Energieerzeugung in Deutschland spielt, sind wir davon überzeugt, in diesem Bereich substanzielle Werte geschaffen zu haben, die sich künftig positiv auf das Ergebnis der PNE WIND AG auswirken werden.

Global Tech I Offshore Wind hat neuen technischen Geschäftsführer

Die Projektgesellschaft Global Tech I Offshore Wind GmbH hat einen neuen technischen Geschäftsführer. Arjen Schampers ist mit Wirkung zum 1. Mai alleiniger technischer Geschäftsführer der Projektgesellschaft und wird ab sofort den Bau und Betrieb des Offshore-Windparks Global Tech I verantworten. Bereits seit Februar hat sich der gebürtige Niederländer diese Position in einer Übergangsphase mit dem bisherigen technischen Geschäftsführer Tim Kittelhake geteilt. Tim Kittelhake, der von der Windreich AG zur Projektgesellschaft entsendet worden war und erfolgreich die technische Planung und Projektierung des Windparks gestaltete, hatte aus privaten Gründen um die Zustimmung zur Beendigung seiner Geschäftsführungstätigkeit gebeten. Er wird der Projektgesellschaft während der Errichtung weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Für die kaufmännische Seite des Nordsee-Windparks ist nach wie vor Dr. Thomas Meerpohl zuständig, unter dessen Leitung im vergangenen Jahr die Finanzierung des Fremdkapitals von über einer Milliarde Euro mit 16 Geschäftsbanken, der Europäischen Investitionsbank sowie der KfW und damit die erste Projektfinanzierung eines 400-Megawatt Offshore-Windparks erfolgreich abgeschlossen wurde. Der studierte Maschinenbauingenieur Schampers bringt zwanzig Jahre profunde Erfahrung aus der Stahlbau- und Offshore-Windindustrie mit. So zeichnete er unter anderem bei Siemens plc für den Aufbau und die Leitung der britischen Projektorganisation und damit aller Siemens-Leistungen für die dortigen Offshore-Projekte wie Gwynt y Mor, London Array oder Greater Gabbard verantwortlich. Vor dieser Tätigkeit war Schampers bei Essent Projects B. V. für die Planung und Entwicklung des Windparks Nordsee Ost, der später an RWE Innogy veräußert wurde, zuständig. Schon in den neunziger Jahren arbeitete Schampers in der Windindustrie. So leitete er unter anderem bei der belgischen Unternehmenstochter des niederländischen Konzern Smulders den Aufbau der Geschäftssparte zur Produktion von Fundamenten für die Offshore-Windenergie. Global Tech I zählt zu den ersten Offshore-Windparks, die in der deutschen Nordsee errichtet werden. Das Windfeld wird mit 80 Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse über eine installierte Gesamtleistung von 400 Megawatt verfügen. Im Sommer soll der Bau des Windparks mit der Verschiffung der Umspannstation beginnen. Nach heutigem Planungsstand soll der Offshore-Windpark dann Ende 2013 Strom aus der erneuerbaren Energie für rund 445.000 Haushalte liefern.
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Offshore Windkraftanlagenbau auf See, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne