Alles über den Suezkanal

 
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Suezkanal erzielt Rekordtonnage

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Der Suezkanal in Ägypten hat seine Stellung als eine der wichtigsten Wasserstraße für die Schifffahrt gehalten und einen neuen Rekordwert bei der Tonnage erreicht. Nach Angaben von Mohab Mamis, Chef der Suez Canal Authority, haben in den ersten sieben Monaten dieses Jahres insgesamt 9.949 Schiffe den Kanal durchfahren. Dies sei eine jährliche Steigerung von 2,1 %. Die 585.6 Mio. t Güter würden sogar einen neuen Rekord bedeuten, so Mamis. Pro Jahr bedeute dies ein Wachstum von 4,3 %. Entsprechend positiv entwickelten sich auch die Einnahmen, die von Januar bis Juli nach seinen Angaben bei 2,94 Mrd. $ lagen. Damit würden sie jährlich um 19 Mio. $ steigen.

Verkürzte Fahrzeit durch Ausbau

Im August 2015 wurde die 35-km lange Erweiterung längsseits der 190 km langen Wasserstraße eingeweiht. Hinzu kam eine 37 km lange Strecke und eine Vertiefung einiger bestehender Abschnitte. Durch den Ausbau sei die Zahl der Schiffe, die den Kanal täglich passieren könnten, auf 97 gestiegen, so Mamis. Ferner habe die Passagezeit für Schiffe aus dem Norden um sieben Stunden reduziert werden können, ergänzt der Chef der Suez Canal Authority. Die ägyptische Regierung hatte sich in erster Linie aufgrund der größeren Containerschiffe zu einem Ausbau des künstlichen Wasserwegs entschlossen. Alle Containerrouten zwischen Asien und Europe würden den Suezkanal nutzen, bekräftig Mamis. Hinzu kämen die Schiffe, die zwischen der Ostküste der USA und Südostasien verkehrten. Deren Zahl habe sich auf 52 % im vergangenen Jahr im Vergleich zu 25 % (2006) mehr als verdoppelt.
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Ägypten und der Suezkanal
Der Rausch der Party ist vorbei
Die Erweiterung des Suezkanals wurde in Ägypten als nationaler Neuanfang inszeniert. Ein Jahr später fehlt vom Geldregen noch jede Spur – auch wegen des Konkurrenten in Panama. Ägyptens Präsident sieht das anders.
KairoTausende Ägypter ziehen durch die Straßen Kairos. Autokorsos tönen, Flaggen wehen und der Schlachtruf „Lang lebe Ägypten“ hallt durch die Gassen, über den Nil und den weltberühmten Tahrir-Platz. Der 6. August vergangenen Jahres war der Tag, auf den die staatliche PR-Maschinerie Monate hingearbeitet hatte: Der erweiterte Suezkanal wurde eröffnet. Ein Sieben-Milliarden-Euro-Projekt, aus dem Boden gestampft in gerade mal einem Jahr. Hoffnungsträger für die arg gebeutelte Wirtschaft des Landes. „Wir bekommen jetzt alle ganz viel Geld“, sagte einer der Feiernden. Schließlich hatte Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi versprochen, die Einnahmen einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt würden mittelfristig verdoppelt. Ein Jahr später hängt die Werbung für den Kanal mit zwei sich kreuzenden Schiffen noch an vielen Orten, zum Beispiel im Flughafen Kairos. Doch der Rausch der Party ist vorbei. Und die Zahlen entwickeln sich nicht in die gewünschte Richtung. 2015 nahm Ägypten etwa 290 Millionen Dollar (umgerechnet aktuell etwa 260 Millionen Euro) weniger durch Kanalzölle ein als 2014, auch wenn die Anzahl der Schiffe leicht anstieg. Die Tonnage ging im März diesen Jahres - der letzten veröffentlichten Zahl auf der Internetseite der Suezkanalbehörde – im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Experten hatten schon vor der Neueröffnung an der momentanen Nachfrage für einen Ausbau gezweifelt. Die Lesart Al-Sisis jedoch ist eine andere: „Ich hörte Leute sagen, die Einnahmen des Suezkanals gingen zurück. Natürlich nicht. (...) Sie sind gestiegen“, sagte der autoritäre Herrscher Anfang Mai. Wie er dazu kommt? Indem Al-Sisi offensichtlich in der Landeswährung rechnet – dem ägyptischen Pfund. Was er verschweigt: Das Pfund verlor im vergangenen Jahr mehr als 13 Prozent gegenüber dem Dollar. Und die Landeswährung wird für die Durchfahrtzölle nicht akzeptiert. Unterm Strich kann von steigenden Einnahmen also nur schwerlich die Rede sein.  Frachter meiden Suezkanal: Billiges Öl macht 6500-Kilometer-Umweg um Afrika attraktiv Von Stefan Schultz
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ARCHIV - Ein Container-Schiff fährt am 25.07.2015 durch den neuen Suezkanal bei Ismailia, östlich von Kairo, Ägypten. Der alte Suezkanal wurde vor etwa 150 Jahren gebaut. Der neue wurde am 6. August eröffnet. Foto: EPA/STR EPA/AHMED SHAKER EGYPT OUT (zu dpa "AL-Sisi und die Zahlen - Ernüchterung ein Jahr nach Erweiterung des Suezkanals" vom 05.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Ein Container-Schiff fährt am 25.07.2015 durch den neuen Suezkanal bei Ismailia, östlich von Kairo, Ägypten. Der alte Suezkanal wurde vor etwa 150 Jahren gebaut. Der neue wurde am 6. August eröffnet. Foto: EPA/STR EPA/AHMED SHAKER EGYPT OUT (zu dpa "AL-Sisi und die Zahlen - Ernüchterung ein Jahr nach Erweiterung des Suezkanals" vom 05.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Containerschiffe auf dem Suezkanal (Archivbild) Zur GroßansichtDPA Copyright Containerschiffe auf dem Suezkanal (Archivbild) Der niedrige Ölpreis verändert die globalen Schifffahrtswege: Frachter umfahren plötzlich wieder ganz Afrika, um die hohen Gebühren für Suez- und Panamakanal zu sparen. Der Absturz des Ölpreises hat Folgen für die internationale Containerschifffahrt - und für die Umwelt. In den vergangenen Monaten haben mehr als hundert Frachter ihre Route geändert. Die Reeder wählten eine Passage, die zuletzt in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts beliebt war: Sie fuhren um die Spitze von Südafrika herum, statt den Suezkanal oder den Panamakanal zu nutzen. Die Reeder verhalten sich so, als wären die beiden berühmten Kanäle nie gebaut worden. Der Suezkanal war am 17. November 1869 eröffnet worden, der Panamakanal wurde am 12. Juli 1920 offiziell für den Schiffsverkehr freigegeben. Die zusätzlichen Entfernungen, die die Containerschiffe auf sich nehmen, sind beträchtlich: Von Singapur nach Rotterdam um Südafrika herum sind es beispielsweise gut 6500 Kilometer mehr als durch den Suezkanal. Lukrativer Umweg Mögliche Routen von Containerschiffen zwischen Asien, Europa Dabei hätte sie Ägypten bitter nötig. Eine tiefe Wirtschaftskrise erschüttert das Land. Nach Anschlägen und dem Bombenattentat auf einen Ferienflieger Ende Oktober ist zudem ein großer Teil des wichtigen Tourismussektors weggebrochen. Das Land braucht dringend Devisen für Zahlungen am Weltmarkt - vor allem vom Suezkanal.
https://www.youtube.com/watch?t=1&v=4wM_fc_TBCw

VIDEO: New Suez Canal Transit in 4K Ultra HD

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Spotted: Suez Goes Green

Spotted: Suez Goes Green

Image Courtesy: UASC
The world’s greenest ultra-large container vessel, the 18,800 TEU MV Al Zubara, passed through the new Suez Canal this week to mark the United Arab Shipping Company’s (UASC) 40th anniversary in the shipping business. ALZUBARA18800 TEU5 “Initiating UASC’s 40th anniversary celebrations from the Suez Canal makes perfect sense given its strategic location, being the fastest maritime route connecting Asia to Europe,” said Basil Al-Zaid, Chief Financial Officer at UASC. “UASC’s vessels passed through the Suez Canal around 295 times last year, reflecting its’ importance to us. Having the new canal operational has helped to reduce our vessel’s transit time, which of course, reflects positively on the company.” ELZUBARASuez2
Image Courtesy: UASC
To date, UASC has received five 18,800 TEU class vessels, namely, Barzan, Al Muraykh, Al Nefud, Al Zubara and Al Dahna. According to the owner, this series of vessels are considered the world’s greenest due to their environmental credentials and first-class technology on board. Just last month, UASC’s Al Muraykh was put to the test when it achieved a record breaking load of 18,601 TEU. The vessel left Malaysia’s Port Klang carrying the most ever shipping containers on board a vessel and sailed to its first port of call in Europe, the DP World London Gateway Port, where it unloaded 3,800 containers
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VerkehrÄgypten eröffnet erweiterten Suezkanal und hofft auf Devisen

Kairo (dpa) - Nach einjähriger Bauzeit hat Ägypten mit einer großen Militärschau den erweiterten Suezkanal eröffnet. Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache in der Stadt Ismailija: "Das ägyptische Volk hat bewiesen, dass es in der Lage ist, Geschichte zu schreiben." Den größtenteils national durch den Kauf von Anteilen finanzierten Ausbau nannte er "Ägyptens Geschenk an die Welt". Das Projekt hat umgerechnet mehr als sieben Milliarden Euro gekostet. Das Nil-Land erhofft sich davon einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zu Beginn der Feierlichkeiten durchfuhr al-Sisi mit der historischen Yacht "El-Mahrusa" die Wasserstraße. Die "El-Mahrusa" - auf Deutsch: "Die Geschützte" und zugleich ein Spitzname für Ägypten - war bereits vor 146 Jahren das erste Schiff, das den damals neuen Kanal einweihte. Kampfjets überflogen zudem in Formationen die Region. An den Feierlichkeiten nahmen viele internationale Gäste wie Frankreichs Präsident François Hollande teil. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel reiste dafür nach Ägypten. "Die Erweiterung des Suezkanals ist eine beeindruckende Ingenieursleistung, die auch dank der Beteiligung und des Know-hows deutscher Unternehmen in Rekordzeit gelungen ist", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er verbinde mit dem Vorhaben die Hoffnung auf Aufschwung und Stabilität in Ägypten. In dem Land gibt es seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor zwei Jahren immer wieder Terroranschläge.
Die für den Welthandel bedeutende Wasserstraße war innerhalb eines Jahres - ursprünglich waren drei Jahre geplant - an einigen Stellen verbreitert und auf einer 72 Kilometer langen neuen Passage zweispurig ausgebaut worden. Mittelfristig soll so die Durchfahrt doppelt so vieler Schiffe ermöglicht werden. Konkret hofft die Kanalbehörde wegen verringerter Wartezeiten, ihren durch Transitgebühren erwirtschafteten Jahresertrag von derzeit 5,3 Milliarden US-Dollar (4,4 Mrd Euro) bis 2023 auf 13,2 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Experten haben Zweifel an solchen Prognosen. Die Passierzahlen des Kanals hingen nicht nur von Kapazität und geringeren Wartezeiten ab, sondern auch von Faktoren wie der globalen Wirtschaftsentwicklung oder den Gebühren für die Durchfahrt. Der Suezkanal, 1869 erstmals eröffnet und seitdem immer weiter ausgebaut, ist eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes. Er verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist die kürzeste Strecke auf dem Seeweg von Asien nach Europa. Er verringert die Route verglichen mit der ums Kap der Guten Hoffnung an der afrikanischen Südspitze um mehrere Tausend Kilometer. Zahlen zum Suezkanal Offizielle Webseite
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Die nördliche Einfahrt in den Suezkanal bei Port Said, im Hintergrund Port Fouad mit seiner Großen Moschee
Foto: Archiv
Ägypten eröffnet neuen Suezkanal
Kairo
Nichts ist in Ägypten so oft zu sehen wie Schiffe, die aneinander vorbeifahren. Plakate und TV-Spots zeigen Tanker und Frachter, die den „neuen Suezkanal“ in zwei Richtung durchqueren – statt wie bisher nur in einer. Morgen wird die Erweiterung einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt eröffnet. Gebaut wurde eine neue Strecke von 35 Kilometern parallel zum bestehenden Kanal. Zudem wurde der Kanal auf weiteren 37 Kilometern aufs Doppelte verbreitert. Mit höheren Gebühren zwischen Mittelmeer und Rotem Meer will die Regierung die Einnahmen auf 13 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln – das sind fast 12 Milliarden Euro. Immerhin erspart der 193 Kilometer lange Kanal den Reedern den bis zu 9800 Kilometer langen Seeweg um Afrika. Experten zweifeln dennoch, ob Kairos Rechnung aufgeht. Zweifellos aber ist es beeindruckend, dass das erste einer Reihe von Megaprojekten unter Machthaber Abdel Fattah al-Sisi in nur einem Jahr realisiert werden konnte. Es ist das Prestigeprojekt für ein Land, dessen Ökonomie leidet: Die Wachstumsrate ist niedrig, die Jugendarbeitslosigkeit hoch, jeder Vierte lebt von nicht mal 40 Euro im Monat. Ex-General Al-Sisi begegnet den Problemen mit Großprojekten. Neben der Kanal-Erweiterung soll eine neue Hauptstadt östlich von Kairo aus dem Boden gestampft werden und es gibt Pläne für Ägyptens erstes Atomkraftwerk. Nicht zuletzt bescherte der Präsident Siemens den größten Auftrag der Firmengeschichte, den Bau mehrerer Gaskraftwerke. „Das dient vor allem der Propaganda – inwieweit da tatsächlich ein Wirtschaftskonzept dahinter steht, ist unklar“, kritisiert Stephan Roll, Experte für ägyptische Wirtschaftspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik. Der Suezkanal sei dafür ein gutes Beispiel: Zwar lasse er sich erweitern. Das heiße aber nicht, dass mehr Schiffe kämen. Auch Nachhaltigkeit kann Roll nicht erkennen: „Es ist eine militärische Weise, Wirtschaftspolitik zu betreiben – nämlich am Reißbrett.“ Was fehlt, sind ausländische Geldgeber. Überbordende Bürokratie, Korruption und eine angespannte Sicherheitslage schrecken westliche Firmen und Investoren vom Golf ebenso ab wie Urlauber. Dabei leben Millionen Ägypter vom Tourismus.
Benno Schwinghammer
Cargo Ships Test New Suez Canal

Cargo Ships Test New Suez Canal

The first three cargo ships passed through the New Suez Canal on July 25 in a test-run prior to the official inauguration of the USD 8 billion waterway set for August 6, according to local media. The first three ships to sail the New Suez Canal were an American container ship en route to Saudi Arabia from Egypt’s Port Said, a Danish container ship heading from Singapore to the United States, and a Bahraini boxship sailing from Saudi Arabia to Italy. This was the first of several trials prior to the formal inauguration, said Mohab Mameesh, the chairman of the Suez Canal Authority, also adding that the project was 99.2 per cent complete on Saturday, and it should be completely finished in the following few days.Once the two-way highway is completed, Egypt expects that up to 20,000 ships will transit the route on a yearly basis. It is estimated that around 10% of all global maritime trade passes through the Suez Canal, equaling to 18,000 ships per year. The expansion project will pave the way for a transit of ships of up to 20 meters in draft, thus increasing the revenue of the canal to up to USD 17 billion a year. In addition, over the next five years Egypt plans to invest into construction of an industrial and logistical zone along the canal in order to attract further investment into the area. World Maritime News Staff; Images: Jan De Nul Group Copyright
Egypt on High Alert ahead of Suez Canal Inauguration
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Egypt on High Alert ahead of Suez Canal Inauguration

 
Egyptian authorities have raised the alert level to the maximum across the country ahead of the opening of the expanded Suez Canal set for August 6th. Security checks of local residents and naval patrols have been under way, according to Anadolu news agency, so as to rule out possible security threats to the opening ceremony. The heightened security measures have been put in place following recent bomb planting around the country’s major waterway earlier this month and, more recently, an attack on a moored Egyptian coastguard vessel in the Mediterranean Sea near the Sinai Peninsula by the so called Islamic-state forces. As the upgrade project nears completion, with nearly 97 per cent of dredging works finalized, the preparations are under way to start with the trial operations in the expanded lane. The trials are set to begin this Saturday, Mohamed Sakr, the head of navigational management department at the Suez Canal Authority, told Al-Ahram newspapers, adding that different size ships will take part in the test operations. Head of Suez Canal Authority Mohab Mamish asserted on Sunday, July 19th, that the new project is a fully integrated one fitted with navigational signs, maps, electronic navigation devices and highly-trained guides to secure ships crossing the waterway. Mamish added that logistical and security preparations had been made for the inauguration of the New Suez Canal project. Once the two-way highway is completed, Egypt expects that up to 20,000 ships will transit the route on a yearly basis. The expansion project will pave the way for a transit of ships of up to 20 meters in draft, thus increasing the revenue of the canal to up to USD 17 billion a year. World Maritime News Staff alles___ber_den_suezkanal Alles über den Suezkanal Einfahrt zum Suez-Kanal Eine der wenigen Schifffahrtseinrichtungen der Welt, die jedes Kind kennt, ist der faszinierende Suezkanal. Die Verbindung von Mittelmeer und Rotem Meer, die den Weg um Afrika herum erspart – eröffnet bereits 1869. 162 Kilometer lang, mit den Zufahrtswegen sogar 193 Kilometer lang, besitzt er keine Schleusen, da auf seiner Strecke kein bzw. kaum Höhenunterschied zu bewältigen ist. Er steht jederzeit allen Schiffen offen, auch Kriegsschiffen von Ländern, die sich im Kriegszustand befinden. So wurde es 1888 in der “Konvention von Konstatinopel” vereinbart. Befahren werden kann der Suezkanal unbeladen von Schiffen jeglicher Größenordnung, beladen von etwa 2/3 aller Tanker sowie nahezu allen Güter- und Containerschiffen. Die Weg-Ersparnis liegt dabei bei enormen Strecken, auf der Route von Ras Tanura nach Rotterdam beispielsweise bei 42% im Vergleich zum Umweg über Kapstadt und Westafrika, was einer Seemeilenzahl von 4.700 (fast 9.000km) entspricht. Lotsenpflicht auf dem einspurigen KanalDa der Kanal einspurig befahren wird, besitzt er drei “Ausweichstellen”, an denen Schiffe aneinander vorbeikönnen, dazu zählt auch der Große Bittersee, in welchem Schiffe auch öfter mal längere Zeit warten müssen, hier ist aber ausreichend Platz dafür vorhanden. Gleichzeitig besteht für die gesamte Länge des Kanals aber eine Pflicht, sich nach Lotsen zu richten. Zwar wird der Verkehr auf dem Kanal natürlich elektronisch verwaltet und geleitet, dennoch sind für die Strecke jeweils vier Lotsen zuständig. Bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 12km/h dauert eine Kanaldurchfahrt zwischen 12 und 16 Stunden. Es werden auch Gebühren für die Durchfahrt des Suezkanals erhoben, damit erlöste die Betreibergesellschaft bei etwas mehr als 20.000 Schiffen in einem Jahr zuletzt rund 5,3 Milliarden US-Dollar. Neben insgesamt 14 Fährverbindungen, die den Kanal überqueren, existiert entlang des Suezkanals eine Reihe von Brücken, die bekanntesten unter ihnen sind die “Mubarak-Friedensbrücke” und die “El-Ferdan-Brücke”. Damals bis zu einem ganzen Monat weniger ReisezeitUm ein Gefühl für die Dimension der Zeitersparnis zu Zeiten des Baus des Suezkanals zu gewinnen, sei hier kurz die Zahl der Reisetage genannt, die man damals sparte: Für eine Reise von Hamburg nach Bombay waren es 24 Tage, von Genua aus nach Bombay sogar 32 Tage. Verständlich, dass damals viele Seiten ein Interesse am Bau dieses Kanals entwickelten. Genauso irrsinnig wirkt heute die Vorgehensweise beim Bau des Kanals: bis zu 34.000 Arbeiter hoben den Kanal von Hand (!) aus, indem sie Sand in kleine Körbe schaufelten und dieser per Menschenkette entsorgt wurde. Erst später konnte man auf Baggerschiffe zurückgreifen, wenn der Ausbau im Trockenen beendet und die Flutung von Teilstücken erfolgt war. So erstaunt es nicht, dass der Bau insgesamt von 1859 bis 1869 dauerte und somit eine ganze Dekade verschlang. Das Bauwerk lohnte sich im Anschluss vor allem für die (europäischen) Mittelmeeranrainerstaaten, die gegenüber den nördlicher gelegenen Staaten wie Großbritannien und Deutschland erheblich mehr an Fahrtzeit nach Indien einsparten. Weshalb es ebenso wenig verwundert, dass Großbritannien immer wieder versuchte, den Bau des Kanals zu unterbinden — wie man nicht erst seit heute weiß am Ende erfolglos. Später wurde der Suezkanal in den zwei Weltkriegen Kriegsschauplatz, in beiden Fällen gelang es den Briten jedoch, die Hoheit über den Kanal zu verteidigen. Als verbreitetere deutsche Schreibweise gilt übrigens mittlerweile “Sueskanal”, wir haben aus Liebehabertum noch die Schreibweise mit z, “Suezkanal”, für diesen Beitrag gewählt.  
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Vergleich NOK Panama Suezkanal von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne