Was Segler wissen müssen Nord-Ostsee-Kanal Gieselau Schleuse

 

Neue Hoffnung für Gieselauschleuse

CDU-Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich sieht Chance für langfristigen Erhalt – Voraussetzung: Grundsanierung und neuer Betreiber

 
Die Gieselauschleuse bietet eine schnelle Verbindung von der Nordsee (Eidersperrwerk) über den Nord-Ostsee-Kanal zur Ostsee.Rother
OLdenbüttel Für die meisten Politiker in Berlin ist die Gieselauschleuse ein relativ unwichtiges Wasserbauwerk. Für viele Menschen in der Region ist Eider eine Lebensader – und die Schleuse, die Eider und Nord-Ostsee-Kanal verbindet, eine Herzkammer. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat inzwischen klar gestellt, dass große Investitionen in das marode Bauwerk kein Thema seien. So einfach will der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich die Schleuse aber nicht aufgeben.

Herr Helfrich, wie steht es denn wirklich um die Gieselauschleuse?

Die Schleuse ist sanierungsbedürftig. Es wird eine größere Investition nötig sein, um den dortigen Betrieb langfristig aufrecht zu erhalten.

Nach einem Schreiben des Bundesverkehrsministeriums entsteht der Eindruck, das Ende der Schleuse ist besiegelt.

Die Situation, die ich skizziert habe, wird in diesem Schreiben noch einmal bestätigt. Das allerdings in einer sehr deutlichen Art und Weise. Das hat offensichtlich in der Region erst einmal alle aufgeschreckt.

Das heißt, dass mit der Ankündigung des drohenden Aus jetzt wieder Bewegung in die Sache kommt?

Ja, das ist häufig so. Das hatten wir bei der Diskussion um die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel auch. Dort mussten erst die beiden großen Schleusenkammern gleichzeitig ausfallen, damit die Dringlichkeit erkannt wurde und Bewegung reinkam. Dann bewegen sich häufig Dinge und auch Menschen, die vorher in ihren Positionen relativ verhaftet gewesen sind.

Aber die Worte aus dem Bundesministerium waren doch recht deutlich.

Das Ministerium hat nicht angekündigt, dass eine Schließung unmittelbar bevorsteht. Aber in naher Zukunft wird das Bauwerk technisch nicht mehr mit kleineren Maßnahmen zu erhalten sein. Dann ist nach Sicht des Verkehrsministeriums und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) der Punkt gekommen, wo man sich mit der Stilllegung beschäftigen muss. Und diesen Punkt will ich nicht, wollen viele Menschen in der Region gar nicht erst erreichen. Ich will kein zweites Friedrichskoog.

Sie meinen das Aus für den dortigen Landeshafen?

Ja, es ist eine ähnliche Ausgangslage. Es gibt eine übergeordnete Ebene, die sagt: „Diese Infrastruktur brauche ich nicht mehr, die ist viel zu teuer.“ Und eine andere Ebene sagt: „Für meine Region ist sie aber wichtig und wertvoll und bedeutet Lebensqualität und Wertschöpfung.“ Wenn man nicht aufeinander zugeht, kann es am Ende des Tages schlimm ausgehen.

Gibt es denn noch eine Chance?

Wir haben jetzt eine Phase, wo der Bund – das hat selbst die Kanzlerin kürzlich gesagt – Geld hat, das wir im Infrastrukturbereich gar nicht ausgegeben bekommen. Wir haben allerdings gleichzeitig die kritische Situation, dass wir in den Verwaltungen gar nicht die Kapazitäten haben, solche Projekte anzuschieben, zu planen und dann in die Ausschreibung zu bringen.

Was bedeutet das für die Gieselauschleuse?

Unterm Strich haben wir dennoch eine günstige Situation. Der Bund ist im Moment sicherlich willens und in der Lage, sich finanziell noch einmal sehr weitreichend zu engagieren. Voraussetzung ist, dass sich jemand bereit erklärt, die generalsanierte oder teilneugebaute Infrastruktur zu übernehmen.

Es heißt, dass sowohl die direkt betroffenen Kreise Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde als auch die Eider-Treene-Sorge GmbH (ETS) als mögliche Betreiber abgelehnt hätten.

Wenn die sanierte Schleuse auch von den Betriebskosten her optimiert ist, dann ist meines Erachtens nicht nachvollziehbar, warum zwei oder vielleicht sogar vier Kreise, die ein Interesse am Erhalt haben, nicht in der Lage sein sollten, ein solches Bauwerk zu betreiben. Und der Träger muss ja auch nicht unbedingt Kreis heißen.

Und da gibt es Bewegung?

Ja, die Chancen stehen gut, dass jetzt alle betroffenen Ämter und Vertreter der Kreise an einen Tisch kommen, um ernsthaft abzuklopfen, welche Optionen es gibt. Dafür müssen mögliche Betreiber auch mal klar benennen, unter welchen Voraussetzungen eine Übernahme für sie akzeptabel wäre. Dann können wir mit diesen Forderungen auch nach Berlin gehen.

Wie sieht die Lösung aus?

Ich glaube eine gute Lösung sieht so aus, dass das Bauwerk in einen 1a-Zustand gebracht wird und dass es betriebsoptimiert wird. Ich stelle mir vor, dass im Wesentlichen ohne Personal gearbeitet wird und die Abfertigung mittels Kameraüberwachung von der NOK-Verkehrslenkung in Brunsbüttel übernommen wird.

Dafür sehen Sie eine Chance?

Ich denke, dass wir – auch durch den Schockmoment, den das Schreiben aus dem Verkehrsministerium ausgelöst hat – an einem Punkt angekommen sind, an dem bestimmte Blockaden gelöst sind. Und wir jetzt endlich offene Gespräche führen können. Und ich möchte auch nicht, dass wir immer nur durch die Lande ziehen und den Menschen erklären, warum ihre Infrastruktur aus betriebswirtschaftlichen Gründen leider stillgelegt werden muss. Jahrzehntelang war das kein Problem. Und gerade jetzt, wo es unserem Land finanziell so gut geht, scheitert eine Lösung an der mangelnden Kompromissfähigkeit der verschiedenen staatlichen Ebenen. Das kann nicht sein. Interview: Sönke Rother
https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/nur-noch-gnadenfrist-fuer-marode-schleuse-id17354661.html Copyright Norddeutsche Rundschau

Kein Geld aus Berlin : Nur noch Gnadenfrist für marode Schleuse

vom 20. Juli 2017
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der Gieselauschleuse zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Eider spricht das Verkehrsministerium erstmals von Außerbetriebnahme.

Die Tage der Gieselauschleuse zwischen Nord-Ostsee-Kanal und der Eider sind offenbar gezählt. In einer Antwort auf eine Resolution des Kreistages spricht das Bundesverkehrsministerium erstmals von der Außerbetriebnahme des maroden Bauwerks. In dem Brief wird zwar kein konkreter Termin genannt, das Ende ist jedoch absehbar. Denn aus Berlin fließen keine Investitionen mehr in den Erhalt der Schleuse. Für den Wassersport auf der Eider hätte eine Sperrung fatale Auswirkungen.

Bereits Ende März hatte sich der Kreistag mit einer Resolution an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gewandt (wir berichteten). Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, die Funktionsfähigkeit der Eider, des Gieselaukanals und der Gieselauschleuse mit Blick auf deren touristische Bedeutung weiterhin sicherzustellen. Denn das Bauwerk in der Gemeinde Oldenbüttel stellt die einzige Verbindung der Flussregion Eider-Treene-Sorge mit dem Nord-Ostsee-Kanal dar. Segler, Motorboote und die Ausflugsschiffe der Adler-Reederei nutzen sie regelmäßig. Hintergrund des Appells an die Bundespolitik ist das Vorhaben des Verkehrsministeriums, den Schleusenbetrieb abzugeben, etwa an Träger aus der Region. Das wird von allen Seiten kritisiert – zu teuer. Kern des Vorwurfs an das Ministerium ist, dass es das über 80 Jahre alte Bauwerk erst durch mangelnde Investitionen habe verkommen lassen und es nun loswerden wolle. Tatsächlich sind bei einer Inspektion vor zwei Jahren schwere Schäden festgestellt worden. Spundwände und Schleusentore rosten, zudem sind die Mauer-Enden (Häupter), die die Tore einfassen, rissig. Die Schleuse wurde für mehrere Monate gesperrt. Zuletzt war die Rede davon, dass Reparaturen für rund zwei Millionen Euro nötig seien.

In der Antwort auf die Resolution schreibt nun der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, dass „wir zu gegebener Zeit alle erforderlichen Schritte für die Außerbetriebnahme der Schleuse durchführen“, wenn sich ihr Bauzustand weiter verschlechtere und sie niemand übernehmen wolle. Bislang hatte das Ministerium nicht von einer Stilllegung gesprochen, sondern lediglich angeboten, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen, sollte sich beispielsweise der Kreis Dithmarschen oder ein andere Dritter bereit erklären, Verantwortung für das Bauwerk zu übernehmen. „Dass nun von Außerbetriebnahme geredet wird, ändert nichts an der Tatsache, dass die Schleuse nicht zu finanzieren ist“, sagte der Vorsitzende des Regionalentwicklungsausschusses, Tim Albrecht (CDU). Der Bürgermeister der Eider-Gemeinde Breiholz, Martin Schmedtje, kündigte an, die Bundestagsabgeordneten der Region aufzufordern, sich des Themas anzunehmen.

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Wann sich die Tore in Oldenbüttel zum letzten Mal öffnen, ist völlig offen. Thomas Fischer, Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel, sagte auf Nachfrage der Landeszeitung: „Es ist nichts geplant. Solange wir sie am Leben erhalten können, machen wir das auch.“ Fischer glaube nicht, dass sie in naher Zukunft geschlossen werden muss. „Wenn nichts Außergewöhnliches dazwischenkommt, gehen wir davon aus, dass wir die Schleuse noch einige Jahre betreiben können“, so der Sprecher. Er räumte aber auch ein, dass das WSA die Schleuse nur instand halten darf. Größere Investitionen seien nicht erlaubt. Was das bedeutet, werde im Einzelfall geprüft. Die zuletzt festgestellte Summe von zwei Millionen Euro werde aber sicher nicht mehr hineingesteckt. Die nächste große Inspektion ist in vier Jahren fällig.

Thomas Fischer kündigte an, dass zwischen November und März keine Durchfahrten für Schiffe möglich sind. „Wie in den vergangenen beiden Jahren werden wir die Gieselauschleuse im Winter dichtmachen, um das alte Schätzchen zu pflegen.“ Geplant sind ihm zufolge kleinere Reparaturen, etwa Schweißarbeiten.

– Quelle: https://www.shz.de/17354661 ©2017
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Bundeswasserstrassen : Bund bekennt sich zu Schlei und Eider

vom 14. März 2017
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Verkehrsministerium will weiterhin für den Unterhalt der Schlei aufkommen und am Status als Bundeswasserstraße nichts ändern.

Gute Nachricht für den Tourismus im Norden: Am Status quo von Eider und Schlei wird offenbar nicht gerüttelt. Das geht aus der Antwort auf eine entsprechende Resolution des Kreistags zum Wassertourismuskonzept des Bundesverkehrsministeriums aus dem Dezember hervor. Der im Bundesverkehrsministerium zuständige Staatssekretärs Enak Ferlemann schreibt, dass für Eider und Schlei der Bund zuständig bleibe und wie bisher die Unterhaltung der Gewässer übernehme.

Die SPD-Fraktion hatte die Resolution in den Kreistag eingebracht, weil aus ihrer Sicht in dem Wassertourismuskonzept des Bundesverkehrsministeriums kein klares Bekenntnis zu Schlei und Eider erkennbar war. Auch die übrigen Fraktionen waren sich einig, dass es keine formale Abstufung der Gewässer und damit die Aufgabe der laufenden Unterhaltung durch den Bund geben dürfe.

Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet. Denn beide Gewässer spielten eine wesentliche Rolle für den Tourismus in der Region. Sie seien starke Magnete für Freizeitkapitäne und Erholungssuchende und damit ein erheblicher Wirtschaftsfaktor im Kreis Schleswig-Flensburg, hieß es von der Politik unisono.

In der Resolution forderte der Kreistag das Bundesministerium auf, „aus wirtschaftlichen sowie kulturhistorischen Gründen und wegen seiner Verantwortung für Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs“ den Erhalt und die Funktionsfähigkeit der beiden Bundeswasserstraßen „mindestens im derzeitigen Umfang nachhaltig zu gewährleisten“.

Der Bundesverkehrsminister hatte im Mai 2016 sein Konzept für den Wassertourismus in Deutschland vorgelegt, in dem Schlei und Eider als Freizeit- oder naturnahe Wasserstraßen bezeichnet werden. Was unverdächtig klingt, hätte nach Einschätzung der Kreispolitiker bedeuten können, dass sich der Bund aus der Finanzierung von Unterhaltung und Schiffbarmachung der für die Region wichtigen Gewässer zurückzieht – mit negativen Folgen für den Tourismus.

Das Konzept aus dem Hause von CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt zielt darauf ab, 2800 von insgesamt 7500 Kilometern Bundeswasserstraßen mitsamt 120 Wehranlagen und 140 Schleusen in so genannte Freizeit- und naturnahe Wasserstraßen, die nicht oder nur für „muskelgetriebenen“ Wassersport genutzt werden können, umzuwidmen und unter eine eigene Verwaltung mit eigenem Etat zu stellen. Der Bund würde sich dann vornehmlich auf für Güterverkehr und die Berufsschifffahrt wichtige Wasserwege konzentrieren. Die übrigen Gewässer würden je nach ihrer Bedeutung für Freizeit und Tourismus in fünf Kategorien klassifiziert und möglicherweise in die Obhut von Ländern und Kommunen gegeben, zum Teil auch der Renaturierung überlassen. Die Bedeutung von Schlei und Eider für Wassersport und Tourismus wird in dem Konzept nur noch als „mittel“ beziehungsweise „gering“ eingestuft.

Ferlemann hebt in seinem Schreiben an den Kreis hervor, dass im Wassertourismuskonzept „auf stark generalisiertem Niveau“ dargestellt werde, wo Schwerpunkte der Freizeitnutzung auf Nebenwasserstraßen lägen. Konkrete Schlussfolgerungen für die zukünftige infrastrukturelle Entwicklung einzelner Wasserstraßen könnten erst aus den zu erarbeitenden Entwicklungskonzepten gezogen werden. Diese würden bei Bedarf unter Einbeziehung aller Akteure vor Ort erarbeitet werden. Für Schlei und Eider gelte: Die Unterhaltung werde weiter vom Bund durchgeführt. Auch eine Änderung des rechtlichen Rahmens sei nicht vorgesehen.

SPD-Kreistagsfraktionschef Ingo Degner weist in einer Mitteilung, in der die Partei auf das Antwort-Schreiben Ferlemanns aufmerksam macht, darauf hin, dass es richtig gewesen sei, auf das Wassertourismuskonzept mit einer klaren Botschaft zu reagieren. „Unklarheiten in Hinblick auf die Zukunft des Tourismus können wir nicht brauchen.“

Nicht ganz so eindeutig wie zu Schlei und Eider äußert sich Ferlemann zur Gieselauschleuse (Dithmarschen) zwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und der Eider, für die sich die Kreistags-Politiker ebenfalls stark gemacht hatten. Deren Nutzung sei rückläufig (2006: 2000 Bootspassagen, 2015: 1600 Durchfahrten) und im Vergleich etwa mit Schleusen in Brandenburg mit über 40  000 Bootspassagen pro Jahr sehr gering. „Sollten Instandsetzungsmaßnahmen in großem Umfang erforderlich werden, deren volkswirtschaftliche Vorteilhaftigkeit nicht nachgewiesen werden kann, ist dem Bund eine Aufrechterhaltung des Schleusenbetriebs nicht mehr möglich.“ Es besteht dann die Möglichkeit, dass die Schleuse Gieselau, möglichst zusammen mit dem Gieselaukanal, an Dritte abgegeben werde.

Husumer Nachrichten

24. November 2016 | 09:28 Uhr

Sorge um die Eider : Binnenseen statt Bundeswasserstraße?

vom 17. November 2016
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Eider und der Gieselau-Kanal sollen womöglich ihren Status als Bundeswasserstraße verlieren. Die SPD startet eine Initiative gegen derlei Pläne aus Berlin.

Auch wenn es nur um Wasser geht – die Angelegenheit birgt Zündstoff. Der Bundesverkehrsminister hat ein Konzept für den Wassertourismus in Deutschland vorgelegt, das auch für Nordfriesland weit reichende Konsequenzen haben könnte. Es zielt darauf ab, 2800 von insgesamt 7500 Kilometern Bundeswasserstraßen mit 120 Wehranlagen und 140 Schleusen in Freizeit- und naturnahe Wasserstraßen umzuwidmen. Davon betroffen wären auch die Eider und der Gieselau-Kanal, der die Verbindung von Nord- zur Ostsee sicherstellt. Denn deren Bedeutung für Wassersport und Tourismus wird nur noch als „mittel“ bzw. „gering“ eingestuft. Werden die Wasserstraßen am Ende „entwidmet“, so der Fachjargon, wäre der Bund in finanzieller Hinsicht nicht mehr für deren Unterhaltung und Schiffbarkeit zuständig.

Derlei Überlegungen rufen Nordfrieslands Sozialdemokraten auf den Plan. Sie bringen in die morgige Sitzung des Kreistages einen Resolutions-Antrag ein. Damit soll der Bundesverkehrsminister aufgefordert werden, „den Erhalt und die Funktionsfähigkeit der Bundeswasserstraßen Eider und Gieselau-Kanal – mindestens im derzeitigen Umfang – nachhaltig zu gewährleisten“. Weil Letzterer wegen baulicher Mängel gesperrt war, hatte sich der Kreistag im Frühjahr bereits einmal mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution zu diesem Thema an Alexander Dobrinth gewandt.

Sollte das neue Konzept umgesetzt werden, dann stünden für den Erhalt der Schiffbarkeit von Eider und Gieselau-Kanal keine Bundesmittel mehr zur Verfügung. Und das könne angesichts der kurzfristigen Umsetzungsphase bis 2019 sehr schnell gehen, schwant der SPD-Kreistagsfraktion. Denn der Schleusenbetrieb soll nur noch an stark und sehr stark genutzten Freizeitwasserstraßen aufrechterhalten werden. „Damit wird die Eider zwischen den Schleusen zu einer Aneinanderreihung von Binnenseen“, empört sich Vorsitzender Thomas Nissen. „Grotesk mutet es an, dass im Konzept des Verkehrsministeriums der Eider im Stadtgebiet von Rendsburg eine höhere Bedeutung zugeordnet wird als dem drei Kilometer langen Gieselau-Kanal. Dabei ist es dieser, der eine alternative Schifffahrts-Verbindung schafft zwischen Nord- und Ostsee“, so der verkehrs-und wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Hans Jacobsen. Würde der Schleusenbetrieb eingestellt, entziehe dies dem auch von der Landesregierung als wirtschaftlich bedeutsam angesehenen Wassertourismus in der Eider-Treene-Sorge-Region die Grundlage. „Eine kulturhistorisch bedeutsame schiffbare Schleswig-Holstein-Querung wird aufgegeben und die Sportschifffahrt gezwungen, künftig ausschließlich die stark frequentierte Unterelbe und die Schleuse Brunsbüttel zu benutzen“, erläutert Jacobsen.

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1508113 Copyright MOZ
 http://www.wsa-kiel.wsv.de/Nord-Ostsee-Kanal/

Brunsbüttel Peilschiff „Orka“ seit zehn Jahren im Dienst Copyright LN

Das Peilschiff „Orka“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Betriebsjubiläum. Der 18 Meter lange Ortungs-Katamaran kontrolliert die Wassertiefe im Nord-Ostsee-Kanal.

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Brunsbüttel. Das Peilschiff „Orka“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Betriebsjubiläum. Der 18 Meter lange Ortungs-Katamaran kontrolliert die Wassertiefe im Nord-Ostsee-Kanal. Für die Messungen hat er an beiden Seiten klappbare Ausleger, an denen insgesamt 20 Echolote installiert sind. Dazu kommt ein weiteres Echolot vorne am Bug. Neben Tiefenmessungen können unter anderem auch Wasserschallgeschwindigkeit, Wassertemperatur sowie eigene Schiffsbewegungen gemessen werden, wie der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtamtes Brunsbüttel, Thomas Fischer, sagte. Die Messungen können bei Geschwindigkeiten von bis zu zwölf Stundenkilometer stattfinden.

Bernhard Schwiete 17.08.2016 20:03 Uhr Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de
 

Schleusen als Thema für den Bundestag

Wendisch Rietz (MOZ) Die Touristiker an Seen und Flüssen in der Region geben ihren Kampf gegen die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes nicht auf. Nun soll der Gesetzgeber eingeschaltet werden. Am Mittwoch wurde eine Petition an den Bundestag gestartet, um unter anderem die Betriebszeiten der Schleusen wieder zu verlängern.........................................................................................................................

Nummer 108/2016 vom 01. Juli 2016Seite 1 von 1   TEL +49 (0)30 18-300-7200 FAX +49 (0)30 18-300-1958   NOK News: Gieselauschleuse außer Betrieb   Aufgrund eines technischen Defekts steht die Gieselauschleuse voraussichtlich bis Mittwoch, den 17.08.2016 der Schifffahrt nicht zur Verfügung
NOK News: Gieselauschleuse außer Betrieb Aufgrund eines technischen Defekts steht die Gieselauschleuse voraussichtlich bis Dienstag, den 09.08.2016 der Schifffahrt nicht zur Verfügung. Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und Kiel Alte Zentrale 4 25541 Brunsbüttel Schleuseninsel 2 24159 Kiel-Holtenau www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/ www.wsa-kiel.wsv.de/ 05.08.2016

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Pressesprecher:    Ferlemann: Wohlstand und Wachstum in den Regionen sichern  BMVI  legt  Wassertourismuskonzept  vor   Mit  Meerzugang  an  Nordsee  und  Ostsee,  hunderten  Flüssen,  Kanälen,  Bä- chen  und  Seen  ist  Deutschland  Anziehungspunkt  für  Touristen  und  Wasser- sportler  weltweit.  Um  die  Zukunft  von  Wassertourismus,  Freizeitschifffahrt und  Wassersport  langfristig  zu  sichern,  hat  das  Bundesministerium  für  Ver- kehr  und  digitale  Infrastruktur  (BMVI)  ein  Wassertourismuskonzept  entwi- ckelt.  Mit  dem  Konzept  bekennt  sich  der  Bund  zu  seiner  Verantwortung  als Eigentümer  der  Haupt-  und  Nebenwasserstraßen.   Vera Moosmayer Ingo Strater Julie Heinl Martin Susteck Svenja Friedrich Jan Garvert   presse@bmvi.bund.de    B  www.bmvi.de    Enak  Ferlemann,   Parlamentarischer   Staatssekretär   beim   Bundesminister für  Verkehr  und  digitale  Infrastruktur:  „Wassertourismus  macht  nicht  nur Spaß,  sondern  ist  auch  ein  erheblicher  Wirtschaftsfaktor.  Mit  unserem  Was- sertourismuskonzept  schaffen  wir  die  Grundlage  für  Investitionen  des  Bun- des   in   die   Freizeitwasserstraßen   und   Naturgewässer.   Damit   sichern   wir Wohlstand,  Wachstum  und  Arbeit  in  unseren  Regionen.“ www.flickr.de/bmvi_de  www.twitter.com/bmvi  www.youtube.com/bmvi      Zentrale  Elemente  des  Wassertourismuskonzeptes  sind:   :  Der  Infrastrukturstandard  der  Revie- re  wird  stärker  auf  die  jeweiligen  Nutzungsarten  ausgerichtet.  Dafür  sol- len  Entwicklungskonzepte  erarbeitet  werden,  um  verkehrliche  Aspekte, Freizeitnutzungen  und  Anforderungen  von  Wasserwirtschaft  und  Natur- schutz  zusammenzuführen  und  Länderinteressen  zu  berücksichtigen.  Die Akteure  vor  Ort  werden  an  der  Erarbeitung  beteiligt.   :  Für  die  Freizeitwasserstraßen und  Naturgewässer  wird  ein  eigener  Haushalt  geschaffen.  Damit  wird  das Konkurrenzverhältnis  zu  den  Hauptwasserstraßen  auch  finanziell  aufge- löst  und  neben  dem  Güterverkehr  der  touristische  Nutzen  als  Kriterium für   Investitionen   eingeführt.   Die   haushälterische   und   organisatorische Umsetzung  erfolgt  im  Zuge  der  Reform  der  Wasserstraßen-  und  Schiff- fahrtsverwaltung  (WSV).   :   Die   Zuständigkeiten   für   Freizeitschifffahrt, Wassersport  und  Wassertourismus  sind  zwischen  Bund  und  Ländern  auf- geteilt.  Um  die  Zusammenarbeit  zu  verbessern,  sollen  alternative  Hand- lungskonzepte  etabliert  werden.  Erste  Gespräche  zu  Pilotregionen  sollen mit  Brandenburg  und  Mecklenburg-Vorpommern  starten.   Das  Wassertourismuskonzept  können  Sie  unter  nachfolgendem  Link  abru- fen:  www.bmvi.de/wassertourismuskonzept  

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/jetzt-muessen-nur-noch-boote-kommen-id13930367.html

Oldenbüttel : Jetzt müssen nur noch Boote kommen vom 9. Juni 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Gieselauschleuse seit vergangenem Freitag wieder in Betrieb, aber unter Schiffseignern hat sich das noch nicht herumgesprochen. 23-Oldenbuettel-Gieselauschleuse-3-1465459112 Freuen sich auf die neue Saison an der Gieselauschleuse: Michael (links) und Wolfgang Jens stehen auf diesem Bild auf dem Kanalhaupt der Schleuse. Im Hintergrund ist das Eiderhaupt zu sehen. vergrößern Freuen sich auf die neue Saison an der Gieselauschleuse: Michael (links) und Wolfgang Jens stehen auf diesem Bild auf dem Kanalhaupt der Schleuse. Im Hintergrund ist das Eiderhaupt zu sehen. Foto: Schaupp (2) 1 von 3 Die Bildschirme im Blick: Wolfgang Jens an seinem Arbeitsplatz. Noch liegt sie oft still da, die Gieselauschleuse in Oldenbüttel. Und das, obwohl sie seit vergangenem Freitag wieder in Betrieb ist. „Viele haben noch nicht mitbekommen, dass sie wieder genutzt werden kann“, erzählt Wolfgang Jens, einer von zwei Schleusenaufsehern. Seit Anfang November war das Bauwerk, das Nord-Ostsee-Kanal und Eider miteinander verbindet, geschlossen. Schon bei einer Bauwerksinspektion im Jahr 2008 waren einige Schäden festgestellt worden, die nun beseitigt wurden. Dabei handelte es sich unter anderem um Korrosionsschäden im Wechselwasserbereich an den Spundwänden und den beiden Schleusentoren. „Die Schäden sind repariert und wir haben den sogenannten‚Brücken-TÜV‘ bekommen“, freut sich Wolfgang Jens, dass es nun wieder losgehen kann. Einige Zeit stand das in Frage – es war sogar eine dauerhafte Schließung der Schleuse im Gespräch. Das ist nun erst einmal vom Tisch – und die Bootseigner finden allmählich wieder den Weg in den Gieselaukanal. „Am vergangenen Wochenende haben viele angerufen und nachgefragt, ob die Schleuse wieder in Betrieb ist“, erzählt Michael Jens, ebenfalls Schleusenaufseher und Bruder von Wolfgang Jens. „Bevor sie sich auf den Weg machen, wollen sie eben sichergehen, dass sie hier auch durchkommen.“ Pro Jahr haben die beiden Brüder durchschnittlich zwischen 1100 und 1200 Schleusungen. Dabei passieren rund 1800 Schiffe die knapp 70 Meter lange und neun Meter breite Schleuse. „In der Ferienzeit im Sommer kommen die meisten“, erzählt Wolfgang Jens. „Dann sind auch viele internationale Boote dabei, beispielsweise aus den Niederlanden, Gibraltar oder den USA.“ Den gebürtigen Oldenbütteler überrascht das nicht: Für ihn ist die Eider mit ihren vielen Windungen und der schönen Natur rundherum ein echter Geheimtipp. „Der Nord-Ostsee-Kanal hingegen geht doch nur geradeaus“, sagt er und zwinkert. An seinem Job mag Jens vor allem, dass er sich viel in der freien Natur aufhalten kann – rund um die Schleuse ist sie besonders idyllisch. Und doch kann so ein Arbeitstag auch sehr anstrengend werden. So müssen die Aufseher bei ihrer Arbeit auch den Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal im Blick behalten. „Wenn im Kanal ein dicker Pott die Einmündung des Gieselaukanals passiert, kann ich hier nicht einfach die Schleusen öffnen, weil uns durch die großen Schiffe so viel Wasser aus dem Gieselaukanal gezogen wird, dass der Pegel um ein bis 1,50 Meter sinkt.“ Auf einem Bildschirm hat die jeweilige Aufsicht deshalb auch das Geschehen auf dem Nord-Ostsee-Kanal im Blick. WERBUNG inRead invented by Teads „Und das ist ja noch lange nicht alles“, sagt Wolfgang Jens, der bei den Begegnungen mit den vielen Menschen eine Menge erlebt. „Es gibt Leute, die ganz blauäugig einfach lossegeln. Die wundern sich dann, wenn ihnen plötzlich der Diesel ausgeht oder sie nichts mehr zu essen haben.“ Brötchen oder Treibstoff werden an der Schleuse aber nicht verkauft. „Und manchmal ist man auch Seelsorger. So bat mich einmal ein Herr bei einem Problem um Hilfe. Als ich ihm zu seinem Boot gefolgt war, sagte er, dass seine Frau ihn von Bord geschmissen hat. Er fragte, ob ich für ihn ein gutes Wort einlegen kann. Da bin ich dann unverrichteter Dinge umgedreht. Ich bin ja kein Eheberater“, sagt Wolfgang Jens lachend. Und doch freut er sich darauf, dass er nun nach sieben Monaten Pause bald wieder mehr Trubel an der Schleuse hat.

 http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/erleichterung-gieselauschleuse-wieder-geoeffnet-id13905502.html

Copyright Norddeutsche Rundschau Wassersportler begeistert : Erleichterung: Gieselauschleuse wieder geöffnet vom 7. Juni 2016 Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten Die Wassersportsaison war schon totgesagt, da die Gieselauschleuse das ganze Jahr gesperrt bleiben sollte. Jetzt wurde sie wieder geöffnet, Boote können nun problemlos die Ostsee erreichen. Giselau35 Im Sportboothafen Süderstapel herrscht wieder Gelassenheit, die Ostsee ist wieder erreichbar. Foto: ume 1 von 1 Die Erleichterung ist Dieter Blohm aus Norderstapel anzumerken. „Dass die Gieselau-Schleuse jetzt wieder öffnet, ist eine tolle Sache. Nur leider kommt diese Meldung für viele meiner Kunden zu spät“, beklagt der Betreiber von zwei großen Winterlagerhallen für Boote. 80 Prozent seiner Kunden haben in der Vergangenheit ihre Wasserfahrzeuge, darunter auch große Yachten, üblicherweise in Süderstapel zu Wasser gelassen. In diesem Jahr allerdings, so berichtet Blohm, hätten viele Eigner zum Saisonauftakt einen Schwertransporter bestellt, der ihre Yachten auf dem Landweg nach Rendsburg gefahren hat. Dort wurden sie dann mit einem Kran in ihr Element gehoben. Allein der Straßentransport, verrät Blohm, habe pro Schiff etwa 650 Euro gekostet, hinzu kämen noch die Krangebühren, so dass allein der Saisonstart mit rund 1000 Euro außer der Reihe zu Buche geschlagen sei. Neun seiner Kunden hätten zudem die Verträge gekündigt, da sie sich wegen der Schließung der einzigen direkten schiffbaren Verbindung zur Ostsee einen neuen Winterlagerplatz gesucht hätten. „Vielleicht kommt der ein oder andere ja wieder zurück. Darüber würde ich mich natürlich freuen.“ Hintergrund des Ärgers der Wassersportler ist die Gieselauschleuse, die in den Jahren 1936 bis 1937 in Rendsburg gebaut wurde. Sie verbindet die Eider mit dem Nord-Ostsee-Kanal. Seit November 2015 war die Schleuse gesperrt. Erste Schäden im Jahr 2008 entdeckt Unter anderem wurden Schäden an den Schleusentoren, am Beton und an den Spundwänden festgestellt. Nachdem bereits bei einer Bauwerksinspektion 2008 einige Schäden entdeckt worden waren, Korrosionsschäden im Wasserwechselbereich an den Toren und den Wänden, konnte eine Fortsetzung des Schleusenbetriebes nicht mehr verantwortet werden, teilte dazu das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel mit. Nunmehr sei eine umfangreiche Bauwerksinspektion ausgeschrieben, an ein kompetentes Ingenieurbüro vergeben und in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Amtes vorgenommen worden. Die ersten Untersuchungen hätten die bekannten Schäden bestätigt und gezeigt, dass diese sich teilweise sogar vergrößert hätten. Das ließ zunächst eine langfristige, möglicherweise sogar dauerhafte Schließung befürchten. Weitere Untersuchungen sowie die statischen Berechnungen hätten jedoch ergeben, dass der Bauwerkszustand doch nicht so kritisch sei, wie zunächst befürchtet. Zudem seien einige Reparaturarbeiten bereits während der Inspektion ausgeführt worden. „Daher ist die Gieselauschleuse ab sofort wieder geöffnet“, heißt es nun auf der Internetseite des Brunsbütteler Amtes. Zuvor hatten allerdings mehrere Ämter, Kommunen und auch der Kreis Nordfriesland gegen die Schließung der für den Wasser-Tourismus so wichtigen Verbindung protestiert. Auch Gerd Reich aus Süderstapel freut sich über die Mitteilung. Der emeritierte Professor der Universität Oldenburg ist nämlich vor einigen Jahren extra an die Eiderschleife gezogen, weil er dort für seine Yacht einen idyllischen Liegeplatz gefunden hat. Zudem, so berichtet er, könne er von dort auch schnell die Ostsee erreichen. Bereits im April war die Saison 2016 gelaufen Doch in diesem Jahr war für Reich bereits im April die Saison abgehakt, denn die Schließung der Schleuse ließ ihn den geplanten Sommertörn durch die dänische Südsee absagen. Nun allerdings macht er seinen elf Meter langen Segler flott, damit er doch noch einen längeren Törn unternehmen kann. „Offensichtlich hat der massive Protest von Politik, Tourismus und Bootseignern das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Brunsbüttel überrascht“, sagt Dr. Reich. Seiner Einschätzung nach sollten durch die Schließung der für den gewerblichen Schiffsverkehr uninteressanten Schleuse erhebliche Kosten eingespart werden. Doch man habe die touristische Bedeutung vermutlich unterschätzt. Tatsächlich liegen die jährlichen Schleuseneinnahmen bei lediglich 11.000 Euro, die Ausgaben hingegen bei rund 500.0000 Euro. Jetzt jedenfalls freut sich Reich auf die Segelsaison. Er hofft nur, dass die für November bis März angekündigte Schließung der Schleuse nicht verlängert wird, damit die Wassersportsaison 2017 wieder „normal“ verlaufen kann.

http://www.boyens-medien.de/artikel/dithmarschen/gieselauschleuse-jetzt-besteht-hoffnung.html

Gieselau-Schleuse

Gieselau-Schleuse

Der Betrieb der Gieselauschleuse zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal  ist von großer touristischer Bedeutung.
Heide (ut) Es gibt Hinweise darauf, dass die seit November gesperrte Gieselauschleuse, die in den vergangenen Monaten inspiziert wurde,  in Kürze wieder geöffnet wird. Die Schäden seien nicht so erheblich wie befürchtet, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt in Brunsbüttel mit. „Es könnte sein, dass wir die Schleuse öffnen.“ Definitiv will das WSA die Entscheidung in der nächsten Woche mitteilen. Mehr dazu können Sie morgen in unserer Zeitung lesen.
  Datum: 30. Mai 2016   Uhrzeit: 14:20 Uhr   Autor: Uwe Törper

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Nord-Ostsee-Kanal

Für Sportboote vorerst kostenlos

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/gesperrte-eider-schleuse-verhagelt-seglern-die-saison-id13312391.html Copyright Norddeutsche Rundschau Süderstapel : Gesperrte Eider-Schleuse verhagelt Seglern die Saison vom 20. April 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Wegen des maroden Gieselau-Bauwerks bleibt Wassersportlern der direkte Weg zur Ostsee verwehrt. 23-Erfde-Yachthafen-1080147 Im Yachthafen Süderstapel sind bislang nur zwei Segelboote am Steg vertäut, die Lagerhallen sind voll. 23-75291303-23-gieselau-schleuse-schliessung-friedrichstadt-nordsee-treene-75291304-1447172277 Foto: ume 23-Erfde-Segler-080147 1 von 3 Gert Reich blickt nicht wie üblich optimistisch auf die Saison 2016. Süderstapel | Die kaputte Gieselau-Schleuse Oldenbüttel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal erhitzt die Gemüter: Gert Reich aus Süderstapel ist sauer. Nicht nur ein wenig, er ist stinksauer. Und wer den emeritierten Professor der Universität Oldenburg kennt, weiß auch warum. Noch hat er niemanden getroffen, der seinen Ärger nicht versteht. Dabei liegt der Grund für seinen Zorn etwa 50 Kilometer entfernt am Nord-Ostsee-Kanal. Es handelt sich um die in den Jahren 1936 bis 1937 gebaute Gieselau-Schleuse. Die Sperrung dieses Bauwerks verdirbt Reich die ganze Saison. Er ist nämlich leidenschaftlicher Segler und kann nun nicht wie geplant eine längere Sommertour unternehmen. Die Gieselau-Schleuse Oldenbüttel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal ist ein wichtiges Durchfahrtstor für Segler. Sie ist seit Monaten wegen baulicher Mängel gesperrt. Mit seiner elf Meter langen Ketsch „Amalthea“ wollte Reich eigentlich von Süderstapel aus auf Ostsee-Törn gehen, doch das geht wegen der Schleusensperrung nicht. Den alternativen Weg über die Eidermündung und die Nordsee in den Nord-Ostsee-Kanal scheut er, denn erstens kostet es zwei Tage extra Zeit – und bei starken westlichen Winden im Verkehrstrennungsgebiet Elbmündung segeln zu müssen, reizt den ehemaligen Hochschullehrer auch nicht. Dabei hat er Nordsee-Erfahrung, denn lange hat er in Elsfleth in Niedersachsen gewohnt. Dort ärgerte er sich immer über den langen Weg über Bremerhaven bis Cuxhaven. Das war auch ein Grund für den Umzug nach Süderstapel, den er gemeinsam mit seiner Frau vor drei Jahren vollzog. „Hier liegt der Yachthafen quasi vor der Tür. An nur einem Tag bin ich in meinem Lieblingsrevier, der Ostsee, das ist ja nun leider vorbei“, sagt Reich. Seit Anfang November vergangenen Jahres ist die Gieselau-Schleuse gesperrt. Unter anderem sind Schäden an den Schleusentoren, am Beton und an den Spundwänden festgestellt worden. Im November sollte eine Fachfirma die Schäden untersuchen und das Ergebnis im Februar/März dieses Jahres vorlegen. Seinerzeit sagte Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel: „Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der Wassersportler, der Tourismusverbände und vor allem für die Liegeplatzvermieter, aber für die Untersuchungen fehlen die Fachingenieure, die nahezu alle für die Brunsbütteler Schleuse abgezogen worden sind.“ Der Amtssprecher stellte außerdem fest, dass die Priorität der Gieselau-Schleuse nicht ganz oben liege. Die durchschnittlichen Einnahmen liegen im Jahr bei rund 11.000 Euro, die Ausgaben im vergangenen Jahr bei rund 500.000 Euro. Jährlich wird die Schleuse von etwa 1600 Sportbooten und 40 Ausflugsschiffen genutzt. Zur aktuellen Sperrung sagte Fischer gestern auf Anfrage: „Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden, vielleicht in Form von Sonderschleusungen.“ Denn schließlich falle das Bauwerk nicht zusammen. Fischer unterstreicht, dass allen Beteiligten die Problematik bekannt sei. Man suche intensiv nach Lösungen.   Die erhofft sich auch Dieter Blohm aus Norderstapel, der dort zwei große Hallen als Winterlager für Sportboote betreibt. Etwa 80 Prozent seiner Kunden lassen ihre Segelboote in Süderstapel zu Wasser, um dann an die Ostsee zu verholen. „Einige lassen ihre Schiffe bereits mit Tiefladern über Land an die Ostsee transportieren. Diese Kunden werden mit Sicherheit nicht wiederkommen, auch wenn sie unseren Service schätzen. Ich befürchte, dass im nächsten Winter eine Halle komplett leer stehen wird“, sagt Blohm. Das dürfte, so betont er, möglicherweise auch Arbeitsplätze kosten, denn neben der Einlagerung betreibt er auch einen Bootsservice. Sollte noch eine Lösung gefunden werden, dann wird es für die Segler aus dem Eiderbereich – Pahlen, Süderstapel, Friedrichstadt und Lexfähre – eine sehr teure Saison. Denn neben den Liegegebühren in ihren Heimathäfen am Fluss müssten dann auch die Kosten für den Liegeplatz an der Ostsee zusätzlich gezahlt werden. „Und Segler sind nicht alles Millionäre“, meint Gert Reich. Auch die Tourismusorganisationen der Region, die Ämter und viele Kommunen haben bereits gegen die Schließung der Gieselau-Schleuse protestiert. „Und wenn wir Wassersportler wirklich ausgesperrt bleiben, dann wird es wohl eine große Demonstration geben“, sagen Blohm und Reich übereinstimmend. Übrigens, das für Ende März angekündigte Gutachten liegt noch nicht vor, Fischer kann aber auch keinen Termin nennen.
30.03.2016 Lasse Johannsen, Fotos: Kiesel, Hans-Günter - Ab sofort ist es verboten, die Leitern in den Schleusenkammern zu benutzen. Damit ist Sportbootfahrern der Weg zum Bezahlautomaten versperrt
SportbooteBRB Oldlock
Fotograf: © Kiesel, Hans-Günter Copyright Yacht

Sportboote vor der NOK-Schleuse Brunsbüttel

Es klingt wie ein Schildbürger-Streich, doch die Obrigkeit hat ihn sich wohl selbst gespielt. "Aus Sicherheitsgründen", so heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Wasser- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und Kiel-Holtenau, "ist in den Schleusengruppen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau des Nord-Ostsee-Kanals ein Aufsteigen der Schleusenmauern über die nur für Notfall- und Rettungszwecke fest angebrachten Leitern nicht mehr möglich."
Gemeint ist mit den im besten Beamtendeutsch verfassten Zeilen, dass die Leitern künftig nur in Notfällen benutzt werden sollen. Nur wenige Segler werden es als große Not empfinden, wenn sie nun nicht mehr zum Kassenautomaten kommen, an dem die Benutzungsgebühr für die Kanalpassage zu entrichten ist. Zwei solcher Automaten gibt es. Wer den gesamten Kanal befahren möchte, bezahlte bislang am Kiosk auf der Mittelmauer der Großen Schleuse Kiel-Holtenau. Wer von der Elbe kommend nur ein Teilstück befahren wollte, musste in Brunsbüttel die "Anmeldestelle NOK" aufsuchen.
Das haben auch die Ämter eingesehen. In dem Schreiben heißt es daher über die Bezahlung:
"Derzeit werden alternative Möglichkeiten des Entrichtens der Befahrensabgaben entwickelt und umgesetzt. So werden Bezahlautomaten in Kiel-Holtenau fördeseitig im Bereich der "Übernachtungsstelle für Sportboote" westlich des Holtenauer Außenkais sowie kanalseitig im Bereich der "Wartestelle für Sportboote" im Binnenhafen Nordseite aufgestellt. Die hierfür erforderliche Infrastruktur wird im Laufe der Sportbootsaison 2016 fertiggestellt werden. Ebenfalls in der Planung befindet sich eine Internetanwendung/App zum Entrichten der Befahrensabgaben. Bis zur Betriebsaufnahme der neuen Bezahlmöglichkeiten wird das Entrichten der Befahrensabgaben für Sportboote ausgesetzt."

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/niemand-will-marode-gieselau-schleuse-haben-id12530706.html

Copyright Norddeutsche Rundschau Oldenbüttel Schleuse bis Ostern dicht Oldenbüttel Giselau34 Nebel -3°C / 4°C Unfall   Die Gieselauschleuse ist ab November geschlossen. Bild Mehr aus diesem Ort Oldebüttel : Niemand will marode Gieselau-Schleuse haben vom 23. Januar 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Bund bietet Anlage in Oldenbüttel dem Land und den Kommunen an. Ausmaß der Schäden ungewiss. Kommentare 0 Die Gieselau-Schleuse.   23-75291303-23-gieselau-schleuse-schliessung-friedrichstadt-nordsee-treene-75291304-1447172277 Foto: Kühl 1 von 1 Die Gieselau-Schleuse in Oldenbüttel steht vor einer ungewissen Zukunft. Der Bund bietet zwar an, Geld für die Sanierung des 80 Jahre alten Bauwerks zur Verfügung zu stellen, doch verbindet das mit der Forderung, den Betrieb der Anlage abzugeben. Offenbar stellen sich die Politiker in Berlin vor, die Schleuse an das Land Schleswig-Holstein, an die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen, an eine Kommune oder einen privaten Betreiber abzugeben. Doch überall wird abgewunken. Damit ist unklar, ob sich die Schleusentore je wieder öffnen werden. Giselauschleuse34 Seit fast drei Monaten ist die Gieselau-Schleuse zwischen der Eider und dem Nord-Ostsee-Kanal geschlossen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel nimmt eine große Bauwerksinspektion vor (wir berichteten). Die Schäden sind enorm: Spundwände und Schleusentore rosten, zudem sind die Mauer-Enden (Häupter), die die Tore einfassen, rissig. Das WSA geht davon aus, dass die Reparaturen zwei Millionen Euro kosten. Das Ausmaß der Schäden ist aber noch nicht ermittelt, denn derzeit wird die Inspektion erst ausgeschrieben. Zu Ostern rechnet das Amt mit Ergebnissen. Zur gleichen Zeit beginnt jedoch auch die Sportboot- und Reisesaison. Unklar ist, ob die Segler und Motorboote sowie die Ausflugsschiffe der Adler-Reederei dann den einzigen Übergang zwischen Kanal und Eider nutzen können. Für den Tourismus in der Region wäre eine dauerhafte Sperrung ein Rückschlag. Pro Jahr passieren rund 1600 Wasserfahrzeuge die 70 Meter lange und knapp zehn Meter breite Schleuse. Für den Güterverkehr hat sie jedoch keine Bedeutung mehr. Bereits im November vergangenen Jahers hatte sich Dr. Jörn Klimant, Landrat des Kreises Dithmarschen, schriftlich an Bundesverkehrsminister Dobrindt gewandt. Er hatte auf die besondere Bedeutung für den Wassertourismus der Region verwiesen und einen Erhalt der Schleuse gefordert. In der Antwort vom 11. November 2015 wurde vom Bund dann das Angebot unterbreitet, die Schleuse zu übernehmen. Er schlägt einen Handel vor: „Der Bund bietet an, sich mit einem Finanzierungsbeitrag von maximal der Hälfte der Investitionskosten an der Sanierung der Schleuse zu beteiligen. Der andere Teil müsste vom Land, den beteiligten Kommunen oder sonstigen Dritten aufgebracht werden“, teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul mit. Dazu hat er bereits im vergangenen Jahr mit zwei weiteren Abgeordneten durchgesetzt, dass die Gieselau-Schleuse mit einem Haushaltsvermerk in den Etat des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen wird. Nach dem Schreiben aus Bonn hat der Landrat Klimant Ende Dezember deutlich mitgeteilt, dass es für die Region nicht akzeptabel sei, dass der Bund die Gieselau-Schleuse durch mangelnde Investitionstätigkeit über Jahrzehnte hinweg verkommen lasse und sich dann mit einem unterfinanzierten Übergabeangebot an die kommunale Ebene seiner Verantwortung entziehen wolle. Weil die Gieselau-Schleuse als Teil der Bundeswasserstraße Gieselau-Kanal im alleinigen Verantwortungsbereich des Bundes steht, müsse der Bund für die Instandsetzung der Schleuse und für die Wiederherstellung der Nutzbarkeit des Gieselau-Kanals für seinen gesetzlichen Verkehrszweck Sorge tragen, schrieb er an das Verkehrsministerium. Aus Sicht des Landrats steht der Bund in der Pflicht, die Funktionsfähigkeit und den Betrieb der Gieselau-Schleuse kurzfristig wiederherzustellen, um die Durchgängigkeit zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal für die touristische Schifffahrt zu sichern, teilt der Pressesprecher des Kreises Dithmarschen mit. Eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums zu diesem Schreiben liegt noch nicht vor. Auch ansonsten findet das Ansinnen kaum Gehör. Das Land winkt ab: „Ein altes Bauwerk mit einem immensen Renovierungsbedarf zu übernehmen, stehen wir äußerst reserviert gegenüber“, sagte etwa Harald Haase, Sprecher des Verkehrsministeriums in Kiel auf Nachfrage der Landeszeitung. Auch andere mögliche Abnehmer wollen sich die Schleuse nicht ans Bein binden. Kein Wunder, denn der Betrieb kostet laut WSA Brunsbüttel bis zu 250 000 Euro pro Jahr – bei Einnahmen von rund 10 000 Euro. Beim Kreis Rendsburg-Eckernförde sieht man ebenfalls den Bund in der Verantwortung. Es werde demnächst ein Treffen mit Vertretern des Amtes Mitteldithmarschen zur Schleusen-Frage geben, sagte Bauamtsleiter Dr. Martin Kruse. „Wir wollen das Amt unterstützen, weil auch unser Kreis touristisch von einer Sperrung betroffen wäre. Die Schleuse soll in der Unterhaltungspflicht des Bundes bleiben.“ Johann Wadephul hatte sich auch an die Entwicklungsagentur Eider-Treene-Sorge GmbH gewandt. Deren Geschäftsführer, Karsten Jasper, sieht angesichts der Kosten jedoch wenig Chancen, einen privaten Betreiber zu finden. Unter Sportschiffern gilt die Schleuse als wichtige Verbindung zur Ostsee. Deshalb haben bereits rund 2500 Menschen im Internet unter www.openpetition.de eine Petition unter dem Titel „Die Gieselau-Schleuse muss schiffbar bleiben“ unterzeichnet. Sie richtet sich an Landesverkehrsminister Reinhard Meyer.

Rund 107 Mio. Euro Bundesmittel für den Wahlkreis

Bad Bramstedt (em) „Rund 107 Mio. Euro fließen 2016 aus dem Bundeshaushalt in den Wahlkreis. Diese rekordverdächtige Summe trägt dazu bei, dass die Westküste nachhaltig gestärkt wird“, erklärt der direkt gewählte CDU Bundestagsabgeordnete für Steinburg, Dithmarschen Süd und Bad Bramstedt. Der größte Teil der Bundesmittel fließt dabei in den Bereich der Wasserstraßen. Dort beteiligt sich der Bund am Neubau der 5. Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel mit insgesamt 73 Mio. Euro. Weitere 21 Mio. Euro stellt der Bund für den Bau eines Torinstandsetzungsdocks in Brunsbüttel bereit. Gleichzeitig wird auch das für die Vergabe und Umsetzungsbegleitung des Dockbaus erforderliche WSV-Personal stellenmäßig abgesichert. Für die Instandsetzung der Hochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel sowie für die Grundinstandsetzung der Hochbrücke Hochdonn sind nächstes Jahr im Bundeshaushalt 2,2 Mio. bzw. 1,0 Mio. Euro vorgesehen.
 https://www.openpetition.de/petition/reconfirm/die-gieselau-schleuse-muss-schiffbar-bleiben
Bitte beteiligen
 Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse Hallo Guenther Goettling, Sie haben soeben über die Webseite von openPetition die Petition 'Die Gieselau Schleuse muß Schiffbar bleiben!' unterzeichnet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, um über den Fortschritt dieser Petition informiert zu bleiben. Hier klicken zum Bestätigen: E-Mail bestätigen Sollte oben stehender Link nicht funktionieren, kopieren Sie bitte folgende Link-Adresse komplett in die Adresszeile Ihres Web-Browsers: https://www.openpetition.de/petition/bestaetigen/die-gieselau-schleuse-muss-schiffbar-bleiben/900eb09f9bdcb6fd4a12c24df760bd60 Nur wenn Sie Ihre E-Mail bestätigen, kann openPetition Sie über den weiteren Verlauf dieser Petition und unsere Arbeit informieren. Herzliche Grüße, das Team von openPetition
Die Schließung der Gieselauschleuse muß verhindert werden
openpetition.de
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Guenther Goettling
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Weniger Wasser-Urlauber : Sorgen bei Tourismus-Vereinen

vom 11. November 2015
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten Copyright Norddeutsche Rundschau

Das Amt Nordsee-Treene und Friedrichstadt wollen gegen eine Schleusen-Schließung protestieren. Der Tourismusverein Friedrichstadt befürchtet deutlich weniger Wasser-Touristen.

Nicht nur aus-, sondern auch eingesperrt werden die Wassersportler auf Eider und Treene, wenn wie beabsichtigt, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion des Bundes die Gieselau-Schleuse auf unbestimmte Zeit schließen will. Zwar ist das Wasserbauwerk des Bundes rund 30 Kilometer von Friedrichstadt entfernt, doch die Auswirkungen einer Schließung auf den Wassersport und den damit verbundenen Tourismus in der Stadt dürften groß sein. Schließlich ist es bislang in den Sommermonaten für Freizeit-Skipper nicht ganz einfach, einen Liegeplatz für ihre Segel- oder Motorboote im Alten Hafen in Friedrichstadt zu bekommen. Viele Urlauber ziehen nämlich die Anreise in das Holländerstädtchen über die Eider der Anreise mit dem Auto vor. Bislang auch kein Problem, denn die Gieselau-Schleuse ermöglicht die Fahrt auf dem Wasser auch aus weit entfernten Revieren. Friedrichstadts Tourismuschefin Anke Stecher ist über die unbefristete Schließung der Gieselau-Schleuse nicht glücklich. Diese betrifft nämlich nicht nur die Wassersportler, auch die Fahrradtouristen, die bislang diesen idyllischen Weg über die Schleuse gewählt haben, müssten nun Umwege in Kauf nehmen. Sie sei zwar als Tourismusverein informiert worden, doch ohne einen festen Zeitrahmen könne man damit nicht arbeiten. Daher schließe sie sich der Resolution gegen die Schließung der Schleusenanlage an, die der Stadtrat von Friedrichstadt in seiner nächsten Sitzung am Dienstag (17.) beschließen will. Auch der Finanz- und Hauptausschuss des Amtes Nordsee-Treene hat dem Amtsausschuss die Unterzeichnung einer solchen Resolution nahgelegt, daher steht dies auch auf der Tagesordnung der Zusammenkunft am Donnerstag (19.) in Simonsberg. Seit Montag (2.) ist die Gieselau-Schleuse gesperrt. Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel sagt dazu, dass die Anlage in einer Bewertungsskala von eins bis vier die Note 3,9 erhalten habe. Damit sei klar, dass sie marode sei. Unter anderem sind Schäden an den Schleusentoren, am Beton und an den Spundwänden festgestellt worden. Nun soll, erläutert Fischer, eine Fachfirma die Schäden untersuchen. Das Ergebnis werde allerdings frühestens im Februar/März nächsten Jahres vorliegen. Erst dann könne gesagt werden, wie lange eine Reparatur und damit eine Schließung dauern werde. „Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der Wassersportler, der Tourismusverbände und vor allem für die Liegeplatzvermieter, aber für die Untersuchungen fehlten die Fachingenieure, die nahezu alle für die Brunsbütteler Schleuse abgezogen worden waren.“ Der Amtssprecher stellte außerdem fest, dass die Priorität der Gieselau-Schleuse nicht ganz oben liege. Die durchschnittlichen Einnahmen liegen im Jahr bei rund 11  000 Euro, die Ausgaben bei rund 244  000 Euro. Jährlich wird die Schleuse von etwa 1600 Sportbooten und 40 Ausflugsschiffen genutzt. Fischer legt Wert darauf, dass die Schäden nicht durch mangelhafte Wartung – sondern altersbedingt entstanden sind. Die voraussichtlichen Kosten der Reparaturen belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Gebaut wurde die Anlage Ende der 1930er Jahre, um die Rendsburger Innenstadt zu entlasten. Durch die Schleuse ist es Wasserfahrzeugen möglich, aus dem Nord-Ostee-Kanal in den Gieselaukanal einzufahren und von dort die Eider zu erreichen. Dann steht dem Wasserurlauber ein großes, naturnahes Revier zur Verfügung. Denn neben Friedrichstadt laden auch einige Marinas, beispielsweise in Süderstapel, zu einem Besuch ein. Die Eider bietet nämlich genug Wassertiefe, um auch mit größeren seegängigen Booten auf dem Fluss zu reisen. Und wen es dann noch weiter zieht, der kann Friedrichstadt anlaufen, um dann anschließend durch das Eidersperrwerk in die Außeneider zu gelangen. Der nächste Hafen wäre dann Tönning. Doch viele Reisende wollen die Anreise in das reizvolle Flussrevier durch die Nordsee vermeiden und wählen daher die Anfahrt durch den Gieselaukanal.
Politik

Infrastruktur

15:31

Jetzt kommt auch noch die Maut auf Wasserstraßen

Berufsschiffer und Freizeitkapitäne wehren sich gegen Pläne der Bundesregierung, Gebühren für die Fahrt auf Flüssen und Kanälen zu erheben. 1,5 Milliarden Euro Steuergeld kostet die Nutzung jährlich.

Von Politikredakteurin

Die Einführung einer Pkw-Maut für ausländische Autofahrer ist erst der Anfang. Schon laufen die Vorbereitungen für das nächste große Mautprojekt. Künftig sollen auch Berufsschiffer und Freizeitkapitäne kräftig zur Kasse gebeten werden. Das bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen, die der "Welt" vorliegt. Darin heißt es, eine entsprechende "Gebührenverordnung" werde derzeit unter Federführung des Bundesinnenministeriums erarbeitet. Mit welchen Einnahmen gerechnet wird, ließ die Bundesregierung jedoch vorerst offen.

Rund 7500 Kilometer lang ist das Netz von schiffbaren Wasserstraßen. Jedes Jahr investiert das Verkehrsministerium etwa eine Milliarde Euro in Erhalt und Ausbau, hinzu kommen noch rund 500 Millionen Euro für Löhne und Gehälter in den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen. Dem gegenüber stehen bislang nur Gebühreneinnahmen in Höhe von rund 80 Millionen Euro aus der gewerblichen Schifffahrt, unter anderem für die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal in Schleswig-Holstein (26 Millionen Euro).

Freizeitschifffahrt kostet 65 Millionen Euro jährlich

Die Freizeitschifffahrt dagegen hat bislang nahezu kostenfreie Fahrt auf allen Flüssen und Kanälen. Lediglich für die Nutzung der Schleusen zahlt der Deutsche Segler-Verband (DSV) stellvertretend für die rund 800.000 Sportbootfahrer in Deutschland eine jährliche Pauschale in Höhe von 75.000 Euro. Eine eher symbolische Summe, angesichts der Kosten von jährlich 65 Millionen Euro, die nach Schätzungen des Ministeriums allein von der Freizeitschifffahrt verursacht werden. Das will die Bundesregierung nun ändern.

Grundlage für die neuen Mautpläne ist ein Gebührengesetz aus dem Jahr 2013, das den Bund zur Erhebung kostendeckender Gebühren in der Schifffahrt verpflichtet. Im Gespräch sind jährlich zehn Euro pro Bootsmeter. Ausgenommen davon sollen Paddel-, Ruder- und Tretboote sowie kleinere Segelboote ohne Motor sein. Bis spätestens Ende 2017 muss die neue Regelung umgesetzt werden. In Frankreich und Belgien zum Beispiel werden bereits Mautgebühren für die Freizeitschifffahrt erhoben, in den Niederlanden, Dänemark, Polen, Italien und Spanien dagegen ist der Wassersport kostenfrei.

Schon einmal hatte eine Bundesregierung versucht, die deutschen Sportbootfahrer an den laufenden Kosten für die Wasserstraßen zu beteiligen. Der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) wollte vor gut zehn Jahren eine Vignette für Freizeitboote einführen, die zwischen 60 und 90 Euro kosten sollte. So sollten 7,5 Millionen Euro zusätzlich in den Bundeshaushalt fließen. Die Pläne scheiterten nicht zuletzt am Protest der Sportbootfahrer. Und auch jetzt formiert sich Widerstand.

Dann müssten ja auch die Radfahrer für die Radwege zahlen
Gerhard Philipp Süß
DSV-Generalsekretär

DSV-Generalsekretär Gerhard Philipp Süß lehnt die Einführung der Maut ab. "Dann müssten ja auch die Radfahrer für die Radwege zahlen", sagte Süß der "Welt". Infrastruktur sei eine staatliche Aufgabe und müsse aus Steuermitteln finanziert werden. In einer Stellungnahme zu den Maut-Plänen schreibt Süß, der Bund vollziehe "einen grundlegenden Paradigmenwechsel bei der Wahrnehmung der verfassungsrechtlich garantierten Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger". Eine "Freizeitmaut" würde zur Abwanderung wichtiger Zielgruppen ins Ausland und damit zu einer Schwächung des Tourismusstandorts Deutschland führen. Sport und Erholung im öffentlichen Raum und in der Natur, so Süß, müssten mautfrei bleiben.

Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) ist alarmiert und fürchtet, dass mit der Einführung der Wasserstraßen-Maut zugleich an der Abgabenschraube gedreht werden könnte. "Güterverkehr mit dem besonders umweltfreundlichen Binnenschiff würde dann unter Umständen deutlich teurer und somit unattraktiver", sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der "Welt". Das im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung formulierte Ziel, mehr Verkehr von der Straße auf das Schiff zu verlagern, würde damit konterkariert. "Werden die Kosten für das Schiff zu hoch, werden wieder mehr Waren mit dem Lkw transportiert."

Grüne verlangen "Klartext" von der Regierung

Bislang werden die Gebühren für die Binnenschifffahrt nach Frachtart und Tonnage berechnet, für jede Wasserstraße gelten dabei unterschiedliche Tarife. Die Nutzung des Rheins, der Elbe und der Donau ist aufgrund völkerrechtlicher Verträge noch abgabenfrei. Eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Gebühren hält Schwanen daher grundsätzlich für sinnvoll. Allerdings werde es sehr viel Fingerspitzengefühl vonseiten der Bundesregierung erfordern, die Wasserstraßenmaut so zu gestalten, dass sie möglichst gerecht ist und zugleich die Einnahmen steigen. So müsse etwa geklärt werden, ob auch die sogenannten seewärtigen Zufahrten über Elbe und Weser zu den Häfen in Hamburg und Bremen bemautet werden sollen.

Die grüne Verkehrsexpertin Valerie Wilms will sich mit den eher vagen Antworten auf ihre Anfrage nicht zufrieden geben. "Die Sanierung vieler Schleusen und Kanäle ist dringend notwendig, aber in den nächsten Jahren nicht sichergestellt", sagte Wilms der "Welt". Daher verlange sie "Klartext von der Bundesregierung, wie es mit der geplanten Wasserstraßenmaut jetzt weitergehen soll". Das Parlament wolle endlich wissen, welche Gebühren erhoben werden sollen. Wilms: Wer Flüsse und Kanäle in Deutschland nutze, solle dafür auch zahlen.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article136084397/Jetzt-kommt-auch-noch-die-Maut-auf-Wasserstrassen.html Copyright Welt   http://www.svz.de/bb-uebersicht/panorama_bb/meuterei-der-bootsfahrer-id8445321.html Copyright Norddeutsche Rundschau  

Bund will Maut auf Wasserstraßen : Meuterei der Bootsfahrer

vom 14. Dezember 2014
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jedes Wochenende drängen sie an die Schleusen: Segler, Bootsfahrer, Yachtbesitzer sowie unzählige Paddler. Bislang erhalten sie fast überall freie Fahrt, ohne eine Durchfahrtgebühr zu bezahlen.

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Jedes Wochenende drängen sie an die Schleusen: Segler, Bootsfahrer, Yachtbesitzer sowie unzählige Paddler. Bislang erhalten sie fast überall freie Fahrt, ohne eine Durchfahrtgebühr zu bezahlen. Doch die Bundesregierung beobachtet das rege Treiben auf den eigenen Wasserstraßen schon länger mit Argwohn. Ein Netz von 1200 Kilometern wird allein in Berlin und Brandenburg von den bundeseigenen Ämtern verwaltet, doch nicht überall findet Güterverkehr statt.
Daher werden im Verkehrsministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) alte Pläne wieder hervorgeholt, nach denen auch touristische Nutzer der Kanäle und Flüsse zur Kasse gebeten werden sollen. Schon vor zehn Jahren existierte ein Mautkonzept für Motorboote und Segelyachten – mit jährlichen Kosten von maximal 90 Euro. Nach Protesten versank es in der Schublade. Jetzt könnte nach Angaben von Wassersportverbänden eine Gebühr von zehn Euro pro Bootsmeter verlangt werden. Grundlage der geplanten Wasserstraßenmaut ist ein neues Gebührengesetz, das im Vorjahr vom Bundestag beschlossen wurde. Darin enthalten ist die Festlegung, dass ab 2018 jeder Bootseigentümer eine Gebühr entrichten soll. Derzeit zahlen Deutscher Motoryachtverband sowie Deutscher Seglerverband zusammen eine eher symbolische jährliche Pauschale von 75  000 Euro für die Schleusennutzung. Nach Schätzungen des Verkehrsministeriums verursachen die Freizeitkapitäne Kosten von 65 Millionen Euro pro Jahr. Nach ergebnislosen Gesprächen zwischen Wassersportlern und Bund werden jetzt die Mautpläne forciert. Staatssekretärin Katherina Reiche (CDU) bestätigte jüngst, dass an entsprechenden Verordnungen gearbeitet wird. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums spricht dagegen von „verschiedenen Finanzierungsmodellen“, die geprüft und im kommenden Sommer vorgestellt werden sollen. Die Wogen freilich schlagen jetzt schon hoch. „Wir lehnen das entschieden ab“, sagt Torsten Fricke vom Deutschen Seglerverband. Sport müsse gebührenfrei bleiben, schließlich würde ja auch keine Maut von Joggern oder Radfahrern verlangt, die ebenfalls Infrastruktur nutzten, argumentiert er. „Wir zahlen Steuern wie jeder andere, der Bund kann nicht alles abwälzen.“ Der Vize-Vorsitzende des brandenburgischen Seglerverbandes, Lutz Storr, gibt zu Bedenken, dass eine Maut das Vereinsleben lähmen könne. „Die zusätzlichen Kosten behindern den Segelsport“, sagt er. „Es werden dann kaum noch Törns auf Binnengewässern stattfinden.“ Der Berliner Motoryachtverband befürchtet, dass künftig vor allem organisierte Wassersportler zur Kasse gebeten werden. Eine Maut könnte dazu führen, dass viele ihr Hobby aufgeben, sagt die Präsidentin Karin Peisker-Wichert. In Brandenburg existieren nach Angaben des Sportministeriums rund 200 Wassersportvereine mit 14  000 Mitgliedern. Dagegen lehnen Bootsverleiher die Maut nicht grundsätzlich ab. „Sie muss angemessen bleiben und darf nicht irgendwo im Haushalt versickern“, fordert der Geschäftsführer des Wasserwirtschaftsverbandes, Max Hiller. Die Unternehmen seien auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Ähnlich äußert sich die brandenburgische Tourismusmarketinggesellschaft. „Wenn die Qualität der Wasserwege stimmt, dann ist auch die Bereitschaft da, dafür zu zahlen“, sagt Sprecherin Birgit Kunkel. Das Potsdamer Verkehrsministerium will konkrete Pläne des Bundes erst einmal abwarten. Nicht zuletzt wurde auch eine Übertragung des Gewässernetzes an die Länder diskutiert. „Wir finden eine Nutzerfinanzierung richtig, aber es sollte Ausnahmen geben. Es wäre höchst ungerecht, wenn etwa Feierabend-Angler belastet würden“, so Sprecher Lothar Wiegand.
http://www.newswalk.info/bootsfuehrer-sollen-abgezockt-werden-diese-plaene-schlagen-hohe-wellen-auf-641363.html  

Bootsführer sollen abgezockt werden Diese Pläne schlagen hohe Wellen auf...

Bootsführer sollen abgezockt werden.Bootsführer sollen abgezockt werden Diese Pläne schlagen hohe Wellen auf Havel, Oder sowie Spree: Der Bund möchte ab dem Jahr 2018 auf deutschen Wasserstraßen eine Gebühr für Sportboote erheben. Dagegen formiert sich Widerst

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Quelle:(Urls finden Sie im Text)Nachrichten in Echtzeit . Hier der Bericht zu diesem Aktuellen Thema: Bootsführer sollen abgezockt werden.Bootsführer sollen abgezockt werdenDiese Pläne schlagen hohe Wellen auf Havel, Oder sowie Spree: Der Bund möchte ab dem Jahr 2018 auf deutschen Wasserstraßen eine Gebühr für Sportboote erheben. Dagegen formiert sich Widerstand der Wassersportclubs sowie Freizeitkapitäne. Nach der Maut für Autofahrer die nächste amtliche Betrug , meint MAZ-Autor Bastian Pauly. weiterlesen ... url im Text ...dts-nachrichtenagentur .de Nachrichten Webseite schildert : BER- Boss Hartmut Mehdorn kann einen wichtigen Erfolg verbuchen. weiterlesen ... url im Text ...Mitteilung von dts-nachrichtenagentur .de Nachrichten Webseite : Der Vorstand der deutschen Generali-Versicherung, Christoph Schmallenbach, hat die Pläne seines Konzerns verteidigt, ein Bonusprogramm für Versicherte aufzulegen, die per App ihr Verhalten aufzeichnen lassen. weiterlesen ... url im Text ...Weitere Mitteilung von maz-online .de Nachrichten Webseite : Ein Parkett aus Spekulatius, die Fensteröffnungen sind mit roter Gelatine beklebt. Gebrannte Mandeln sowie Marzipankartoffeln bedecken das Dach, Zuckerhütchen schmücken First sowie Giebel. Obendrauf lässt es Renate Koppmann (76) schneien ? mit Puderzucker. Fertig ist das aller schönste Knusperhäuschen von Weseram. weiterlesen ... url im Text ...Weitere Mitteilung von dts-nachrichtenagentur .de Nachrichten Webseite : In der Union wächst das Misstrauen gegen die Anordnung des Eon-Konzerns, die Atom- sowie Kohlesparte in eine eigene Gesellschaft zu überführen. weiterlesen ... url im Text ...volksstimme .de Nachrichten Webseite berichtet heute dazu weiter: Elbe-Havel-Land (asr) l Die Investitionsbank (IB) in Magdeburg weiterlesen ... url im Text ...dts-nachrichtenagentur .de Nachrichten Webseite berichtet dazu: Die SPD besteht auf grundlegenden Änderungen an den Maut-Plänen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). weiterlesen ... url im Text ...Mitteilung von maz-online .de Nachrichten Webseite : +++ Packhofstraße: 2 Sprayer gabeln Polizeibeamten in der Packhofstraße auf, nachdem sie sich eine Weile hinter einem Busch versteckten, versuchten sie zu flüchten , bis ein Polizeihund die Beiden stoppt +++ weiterlesen ... url im Text ...Weitere Mitteilung von maz-online .de Nachrichten Webseite : Die Linke sitzt gar nicht mehr rechts von der CDU ? rein örtlich gesehen. Sie ist nämlich gestern aus der Geschäftsstelle am Altstadt-Markt ausgezogen sowie hat die Möbel mitgenommen zum neuesten Quartier Kirchhofstraße Eins - Zwei . Dort soll die sehr neue Parteizentrale am Fünf . Januar betriebsbereit sein. weiterlesen ... url im Text ...Aktien im Fokus, Video vom 05. Zwölf .2014weiterlesen ...
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/bootsfahrer-muessen-bald-maut-fuer-fluesse-zahlen-13217920.html
Copyright FAZ
siehe weiter unten

Hilfe für Wassersportler: NOK-Help seit Mai im Einsatz

Reform der Wasserwege Schluss mit Schleuse

Ohne Schleusen, Bagger und Wehre ist Wassersport auf Flüssen und Kanälen nicht möglich. Der Bund will sich jetzt von einem Teil seiner Wasserwege trennen. Bootsfahrer müssen sich auf eine Maut einstellen.

22.10.2014, von Claus Reissig
© Claus Reissig Vergrößern Frei Fahrt für alle: Derzeit sorgt der Bund für das Durchkommen der Sportboote wie hier mit der Mirower Schleuse

Leise plätschert das Wasser um die alten Tore, kleine Wellen lecken an den Rümpfen der wenigen Boote, die in der Schleuse liegen. Vögel singen in den nahen Bäumen, Spinnen weben ihre Netze zwischen den stählernen Stufen der Leiter knapp über der Wasseroberfläche. Freundlich grüßt der Schleusenwärter, während sich die Tore langsam öffnen und das Wasser in der Kammer zu strudeln beginnt. Die Maschinen werden gestartet, langsam schieben sich die Boote in den kleinen Kanal hinaus.

An einem Wochentag im Herbst bewegt sich wenig auf den Wasserstraßen zwischen Berlin und der Müritz. Nur gelegentlich trifft man ein anderes Boot, einige Paddler ziehen vor dem Schilfgürtel ihre Bahn; ein Angler sitzt auf einem Steg. In den Häfen liegen zahllose Boote fest vertäut, fast könnte man es für einen Großparkplatz für Yachten halten. Bootssport ist eine Saison- und Wochenend-Angelegenheit, dann kommen die Eigner und Charterer und möchten fahren, und dafür brauchen sie Wasserstraßen, Schleusen, Wehre, die das Vorankommen sichern. Nicht nur Motorbooteigner, sondern auch ungezählte Kanuten, Paddler, Segler. Da drängt sich die Frage auf: Wer bezahlt das eigentlich alles? Die Antwort ist einfach: der Bund, jedenfalls bisher.

Bund will nicht mehr für Wasserstraßen aufkommen

Aber das soll sich jetzt ändern. Schon für die Sanierung wichtiger Autobahnbrücken ist angeblich zu wenig Geld in den Kassen, der Erhalt von Schleusen und kleinen, für den Güterverkehr uninteressanten Wasserstraßen rückt da fast zwangsweise in den Blickpunkt der Controller in Berlin. In der Vergangenheit haben die Wassersportler davon profitiert, dass der Bund die Infrastruktur nicht verkommen ließ, die Bundeswasserstraßen mit Hilfe öffentlicher Gelder erhalten wurden.

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Niemand zweifelte daran, dass sie schiffbar bleiben würden. Im Vertrauen darauf entwickelten sich Häfen, Vereine, Vermiet- und Charterunternehmen, Dienstleister, Werften, Gastronomie. Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Branche erwirtschaftet Milliardenumsätze. Ein Papier des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dem die Bundeswasserstraßen unterstehen, schreckte die mit dem Wassersport befassten Verbände auf. Wasserstraßen, die für den Güterverkehr nicht mehr benötigt werden, sollen von den Ländern übernommen werden. Die kleinen Lastkähne, für die sie vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gebaut wurden, gibt es nicht mehr.

Länder wollen Kosten nicht übernehmen

Eine scheinbar einfache Umwidmung der Wasserstraßen soll die Lösung sein: Unterstanden sie als Transportweg für die Binnenschifffahrt bisher dem BMVI, könnten sie künftig als Wassersportreviere in den Bereich Tourismus fallen - und der ist Ländersache. Das klingt erst einmal harmlos. Schließlich sollten das die Länder doch genauso gut können wie der Bund, oder? Rund 2800 Kilometer Fluss und Kanal mit rund 140 Schleusen und 120 Wehren will Berlin loswerden. Die Instandhaltung, schätzt Jürgen Tracht, der Geschäftsführer des Bundesverbands Wassersportwirtschaft (BVWW), kostet jährlich etwa 65 Millionen Euro. „Die Länder wollen die Gewässer schlicht nicht haben“, sagt Tracht, „das sieht man am Beispiel der Lahn. Zuständig sind hier Nordrhein-Westfalen und Hessen - und beide Landtage haben die Übernahme bereits abgelehnt.“ Aus gutem Grund, schließlich geht es um viel Geld.

Wasserstraßen sind teuer saniert worden

Dieses Geld sollen in Zukunft nach Willen der Bundesregierung Länder oder Privatunternehmen aufbringen, nämlich die, die auch davon profitierten. Für Jürgen Tracht wäre das der Anfang vom Niedergang des Wassersports entlang der Wasserstraßen der „Kategorie D“ - jene 2800 Kilometer, bei denen sich der Bund vom Erhalt verabschieden und sich auf seine Eigentümersicherungspflichten zurückziehen möchte. 31502368 © Claus Reissig Vergrößern Paddler an der Schleuse in der Schleuse Wolfsbruch: Für den Betrieb müssen sie wohl demnächst selbst aufkommen. Es handelt sich Tracht zufolge um mehr als ein Drittel des Bundeswasserstraßennetzes und sei für den Wassertourismus besonders wichtig. Darunter fallen der Oberlauf der Weser, Teile von Fulda und Werra, eventuell der größte Teil der Elbe oberhalb Hamburgs sowie zahllose Kanäle, die die Wassersportreviere zwischen Berlin und der Müritz erschließen. In der Nachwendezeit wurden hier zur Strukturförderung etliche Millionen in die Sanierung gesteckt.

Hilfe für Wassersportler: NOK-Help seit Mai im Einsatz

Thema am 15.05.2014
 http://www.sat1regional.de/panorama-video/article/hilfe-fuer-wassersportler-nok-help-seit-mai-im-einsatz-145268.html
Seit dem ersten Mai dieses Jahres ist das Projekt "NOK-Help" gestartet. Der Pannendienst auf dem Nord-Ostsee-Kanal hilft Schiffen, wenn diese in Not geraten. Das Projekt NOK-Help schließt mit ihrer Arbeit eine Sicherheitslücke, da es bisher keinerlei Dienstleister in solch einer Form zwischen Brunsbüttel und Kiel gegeben hat. Rund 60 Wassersportler geraten jährlich in Not. Das 40-PS starke Schlauchboot ist im Obereiderhafen in Rendsburg stationiert und kann von Sportbootfahrern über die Hafenmeisterin oder die Wasserschutzpolizei angefordert werden. Mehr dazu heute Abend bei 17:30 SAT.1 REGIONAL.
  Was Segler wissen müssen Was Segler wissen müssen Nord-Ostsee-Kanal Schiffsverkehr nimmt zu 4. November 2010 | 12:03 Uhr | Von dpa Mehr Betrieb im Nord-Ostsee-Kanal: Nach dem Abklingen der Wirtschaftskrise hat der Schiffsverkehr in der Wasserstraße wieder zugenommen. Im dritten Quartal 2010 nutzten 7992 Schiffe den Kanal - vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten waren es sogar 23.586 Schiffe, ein Plus von etwa 5 Prozent, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord am Donnerstag in Kiel mit. Besonders stieg die Zahl großer Schiffe (bis zu 210 Meter). Sie transportierten demnach auch mehr Ladung: Von Juli bis Ende September 2009 waren es noch 17,2 Millionen Tonnen, in diesem Quartal schon 19,9 Millionen. Allerdings müssten Containerschiffe, Tanker und Massengutfrachter im beladenen Zustand teilweise den Umweg über Skagen fahren, weil der Kanal zu eng und an einigen Stellen nicht tief genug sei. Was Segler wissen müssen ( sollten) Der Nord-Ostseekanal gehört zu den meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. 38 562 Schiffe passierten 2002 den Kiel-Kanal, wie er international genannt wird. Er erspart der Schifffahrt einen Umweg um Jütland herum von 250 Seemeilen. Die durchschnittliche Schiffsgröße hat im vergangenen Jahr um zehn Prozent zugenommen, wobei sich die Anzahl der durchlaufenden Schiffe nur unwesentlich erhöht hat. 12 343, das ist fast ein Drittel der Schiffe, fuhren nicht durch, sondern schleusten nur in Brunsbüttel ein und wieder aus. Die Anzahl der Sportboote hat um 130 auf 15 013 abgenommen. Die Gründe sind nicht bekannt, dürften aber mit der Wettersituation in der ersten Saisonhälfte 2002 und mit der wirtschaftlichen Lage zusammenhängen. Der Kanal ist 98,64 Kilometer lang. Die Passage kostet für Sportboote bis zehn Meter Länge elf Euro. ( Siehe Tabelle Kiel Kanal Geb.) . Nachts besteht Lotspflicht. Es gibt zehn Brücken, 13 kostenlose Autofähren, eine Schwebefähre in Rendsburg und zwei Tunnel. Die alten Schleusen haben je 8 zweiflüglige Stemmtore. Der Wasserausgleich erfolgt ohne Pumpen über parallel verlaufende Röhren ,sowohl in den Außen- wie Mittelmauern mit jeweils 16 Wasseraustritten. Weitere Infos unter NOK Info Segler , sehet die Signale Artikel Yacht 14/2003 von Christoph Schuhmann Das Schleusentor steht weit offen, das weiße unterbrochene Licht brennt frei Einfahrt für Yachten. Lange Wartezeiten, dichtes Gedränge, unfreundliche Schleusenmeister: Dafür war der Nord- Ostsee-Kanal berüchtigt . Und heute ? Ein Tag an der Wasserstraße. Morgens um sieben ist die Welt in Brunsbüttel noch in Ordung. Es ist Vatertag, und Schleusenmeister Claus Kästner wartet auf die Segler. " Die kommen spätestens bis um neun, dann haben wir hier Niedrigwasser", sagt der 42-jährige mit dem gemütlichen roten Vollbart. Wer es danach mit dem Boot von Hamburg, Wedel oder Stade aus elbabwärts noch nicht bis zur Kanaleinfahrt geschafft hat, bekommt es kurze Zeit später mit dem auflaufenden Wasser zu tun - und kann sich die Passage zu mindestens für den heutigen Tag abschminken. Es gilt also, rechtzeitig vor den Schleusentoren zu stehen. Doch halt, wörtlich sollte das niemand nehmen. Denn unmittelbar vor den Kammern haben ankommende Sportbootfahrer nichts zu suchen. Ihr Warteraum befindet sich östlich von den Zufahrten zur alten Schleuse, gleich vor dem roten ehemaligen Backsteinhaus der Lotsen. (Neubau seit 2008 Richtung Hamburg)Hier müssen sie so lange Kreise drehen, bis das Signal zum Einlaufen in die Vorhäfen und danach in die Schleusen kommt: ein einzelnes weißes unterbrochenes Licht. " Die meisten Skipper glauben, wenn sie ein weißes Licht zusammen mit einem grünen sehen, losfahren zu dürfen. Das ist falsch": erklärt Kästner. Der Kapitänspatentinhaber ist früher selbst zur See gefahren und kennt sich aus. Heute gibt es fürs Erste gar keine Signale. " Wir haben Stromausfall nach einem Kabelbrand. der Schaden ist größer als zunächst angenommen. Bis wieder alles funktioniert kann es noch eine Weile dauern" sagt er.( akt. Stand die Signale sind wieder in Takt 21.07.2003).Generell gibt es in Brunsbüttel wesentlich mehr Schiffsverkehr als auf der anderen Seite des Kanals bei Holtenau. Das liegt daran, das die im Kanalverlauf liegenden Häfen vorwiegend von Schiffen angesteuert werden, die von der Nordsee/ Hamburg kommen. Folge: Die Schleusenmeister hier haben ein Drittel mehr zu tun als ihre Kollegen am östlichen Ende. Wann immer es die Verkehrslage zulässt, werden in Brunsbüttel die beiden Kammern der alten Schleusen in Osten der riesigen Anlage allein für die Sportbootschiffahrt reserviert." Aber das können wir nicht garantieren. Deshalb müssen Freizeitskipper immer damit rechnen, daß sie erst nach einem Tanker/ Frachtschiff oder Fahrgastschiff einlaufen können", sagrt Kästner. Momentan ist zudem die rechte Schleusenkammer außer Funktion, da sie von einem Frachtschiff beschädigt wurde. Das innere Kanaltor - ein elbwärts öffnendes, zweiflügliches Stemmtor - ist ausgebaut und wird gerade repariert ( Schleuse wieder in Betrieb 01.08.2003 ) , " Zum Glück sind noch keine Ferien. Jetzt ist noch nicht ganz so viel los hier ", meint der Schleusenmeister.Um zwanzig Minuten nach acht Uhr ist es soweit: Die erste Segelyacht kommt in Sicht. Drei Minuten später leuchtet das einzelne weiße unterbrochene Licht am vorderen ( Vorsignal- Semaphor) Signalmast. Der Skipper darf in den Vorhafen einlaufen. Weitere Schiffe folgen. Noch schiebt draußen ein kräftiger Ebbstrom, der die Yachten ordentlich elbabwärts versetzt. Erst im geschützten Vorhafen finden sie ruhiges Wasser. Von dort gleiten sie weiter, wie eine Entenfamilie in Reih und Glied, hinein in die Schleuse. Irgendwann reißt der Strom der Boote ab. Kästners Kollege Hans Hering will gerade die Tore schließen, da knackst es im Lautsprecher am Steuerstand der Schleuse. Ein Sportboot meldet sich auf Kanal 13, gibt seinen Standort durch und fragt, ob er noch mit reinkommt. Hering ist gut drauf und erwidert:" Gib Gas!" Dann wartet er , bis auch diese Yacht das Tor passiert hat. Und immer noch ist die Schleusenkammer nicht voll. Gerade einmal 10 Schiffe verteilen sich in lockeren Abständen auf beiden Seiten. " Das ist in Ordnung. Wenn es allerdings voll wird, müssen alle so weit wie möglich nach vorn. Einige Spezialisten wollen immer wieder in der Mitte bei einem befreundeten Boot längsseite gehen. Das geht natürlich nicht. Die halten ja den ganzen Laden auf", erzählt Kästner. Angesichts des geringen Andrangs sind die Segler zufrieden. Weder mussten sie endlose Warterunden drehen noch fürchten, sich im Gedränge Kratzer am Schiff zu holen. Moli und Peter Rackwitz von der "Oldwings" sind schon seit früh um fünf unterwegs. Sie gehen jedes Jahr zu Saisonbeginn durch den Kanal. Früher hätten sie manches Mal so ihre Probleme mit den glatten Schlengel ( Schwimmfender) gehabt, berichten sie. "Aber" so die Segler, " seit die eiserenen Roste draufliegen, kann man gefahrlos mit der Leine in der Hand rüberspringen " ( Vorausgestzt man hat eine Schwimmweste an ) . Unangenehm werde es allerdings immer noch dann, wenn man bei starkem Westwind draußen warten müsse. " Da kann eine Stunde ganz schön lang werden". Für das Rentnerehepaar geht es bis September auf die Ostsee. Zu den südnorwegische Fjorden wollen sie segeln. Auf ihrem Tripnach Norden sind sie nicht allein. Auch das nächste Boot gehört einem älteren Paar. Es sind Rackwitz' Freunde Helga und Peter Enzelmann mit ihrer Nab 32. " Fit" .Auch sie haben bereits so ihre Erfahrungen mit dem Kanal gemacht. Obwohl nicht vorgeschrieben melden sie sich stets über den UKW - Kanal 13 ( Kiel Kanal 1) an. "Einmal" erzählt der DSV-Prüfer aus Hamburg," haben sie gesagt, sie nehmen uns noch mit. Dann ging das Tor aber doch glatt vor unserer Nase zu.Da muss wohl ein arges Missverständniss vorgelegen haben".Um kurz vor neun Uhr ist der erste Schleusengang für Sportboote an diesem Tag geschafft. Alles hat reibungslos geklappt. Und das, obwohl viele immer noch nicht über UKW ihr Kommen rechtzeitig ankündigen. Kästner schätzt , dass rund 80 Prozent der Kanalfahrer zwar ein UKW-Funk Gerät an Bord haben. " Viel trauen sich aber entweder gar nicht, mit den Profis der Schleuse zu sprechen. Oder aber sie sind derartig übereifrig, dass sie uns schulmäßig anfunken, mit dreimal Rufzeichen uns so, aber wo sie gerade sind, das sagen sie dann nicht".Was den Schleusenmeister noch stört? " Na ja ", sagt Kästner , " die meisten kennen unsere Anweisungen nicht. Wir dürfen beispielsweise kein Schleusentor öffnen, wenn sich Yachten einfach in den Vorhafen geschlichen haben ( gegen rotes Signal) und dort warten. Dann sind wierderum andre sauer, die nicht verstehen, warum das alles wieder mal so lange dauert".Um kurz vor zehn Uhr, eine Stunde nach Niedrigwasser, kommt eine Motoryacht beinahe in den Genuss eines exlusiven Schleusengangs. Erst im lezten Moment folgt noch eine Segelyacht, aus Richtung Hamburg kommend. Peter Knüppel und Sohn Lars sowie Schwiegersohn Gernot Garbrecht sind auf Vatertagstour. Mit ihrer Espace 900 " Timoc" wollen sie durch den Kanal und weiter in die Flensburger Förde. Sie melden sich nie über Funk an. " Geht auch so" meint der Skipper. Bezahlt werden muss in Brunsbüttel übrigens nur Teilstreckenverkehr ( Brb Yachthafen Gieselauschleuse Rendsburg usw. Fahrt zu Liegeplätzen im Kanal allgemein, Kiel Kanals. Ansonsten ist der Schleusenmeister in Holtenau zuständig ( Alte Schleuse ).Formularende .  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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