Ein reibungsloser Wirtschaftsverkehr bedarf nicht nur einer hoch entwickelten Infrastruktur ,sondern auch effizienter Abläufe.

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China weitet seine Investitionen in Infrastrukturprojekte aus, die den Handel zwischen Europa und Asien beschleunigen sollen.
China treibt die eurasische Integration mit massiven Investitionen in die Infrastruktur voran. Dieses Jahr hat das Land bereits 20 Milliarden US-Dollar in ausländische Häfen investiert. Peking plant, die "Neue Seidenstraße" mit einer Seeroute entlang des Arktischen Kreises zu ergänzen.
Während die chinesische Wirtschaft derzeit stärker als erwartet wächst - im zweiten Jahresquartal legte die zweitgrößte Volkswirtschaft um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu – beschleunigt das Land den Aufkauf ausländischer Häfen. In diesem Jahr investierte China bereits 20 Milliarden US-Dollar in Auslandshäfen. Die Investitionssumme ist doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Mehr zum Thema: Boom-Stimmung: Handel zwischen Russland und China wächst um mehr als 25 Prozent China investierte dieses Jahr aber nicht nur in die maritime Infrastruktur entlang der Neuen Seidenstraße ("One Belt, One Road"), darunter vier Häfen in Malaysia und ein Hafen in Indonesien. Das einwohnerreichste Land der Welt treibt darüber hinaus auch seine Pläne voran, eine neue Schifffahrtsroute entlang des sogenannten Arktischen Kreises zu eröffnen.   Durch die neue Route könnte der Warenverkehr zwischen China und Europa um einige Tage verkürzt werden. Eines der geplanten Projekte ist ein Tiefwasserhafen nahe der nordrussischen Stadt Archangelsk. Auch der Hafen der litauischen Stadt Klaipėda zieht das Interesse chinesischer Anleger auf sich. Laut der Financial Times sind auch Investitionen in norwegischen und isländischen Hafenanlagen im Gespräch.
China investiert in Infrastruktur für eine neue Seeroute entlang des Arktischen Kreises.
Einige der Investitionen Chinas werfen die Frage auf, ob Peking unter dem Deckmantel des Handels eine nicht verkündete strategische Agenda verfolge, sagte Jonathan Hilman, Direktor des Center for Strategic and International Studies, gegenüber der US-Zeitung. „Strategisch betrachtet, öffnet der Besitz von Häfen die Tür für nicht-kommerzielle Aktivitäten, wie die Stationierung militärischer Kräfte und die Sammlung von Geheimdienstinformationen“, so Hilman.
Aber abgesehen von großen Strategien gibt es auch eine niedrigschwellige Politik. Interessengruppen in China und seinen Partnerländern warten begierig darauf, sich an neuen Projekten zu beteiligen. Und nun können sie das unter dem umfassenden Banner der chinesischen Seidenstraßen-Initiative machen.
Auch lesen - Chinas Investitionsplan für Nahost: Drehkreuz für Neue Seidenstraße soll in Syrien liegen Vor zwei Monaten hatte China einen Gipfel zur "Neuen Seidenstraße" ausgerichtet, an dem sich Vertreter von mehr als einhundert Nationen beteiligten. Für das ambitionierte Projekt ist ein Investitionsvolumen von über 100 Milliarden Euro zur Finanzierung von Häfen, Straßen, Bahnstrecken und anderer Infrastruktur veranschlagt.
 

http://www.maritimheute.de/jwp-papierlose-ablaufe-dank-port-community-system/

Copyright thunfish1967 Wolfgang Podding Infrastruktur, sondern auch effizienter Abläufe. Darum setzen moderne Häfen auf papierlose Prozesse. Zu diesen „Paperless Ports“ gehört der JadeWeserPort. Hier werden über das Port Community System von dbh Logistics IT AG (dbh) die unterschiedlichen Systeme der Beteiligten über Schnittstellen miteinander vernetzt, so dass alle Beteiligten Dokumente elektronisch bearbeiten und untereinander austauschen können. Am JadeWeserPort sind neben dem Terminalbetreiber Eurogate auch die Reedereien, Speditionen, Bahnoperateure, das Hafenamt, der Zoll und verschiedene weitere Beteiligte aus der Hafenwirtschaft an das Port Community System angeschlossen. Das System bietet mit den vier Modulen „Vessel“, „Rail“, „Truck“ und „Services“ passende Anwendungen für eine große Anzahl von Prozessen. So werden zahlreiche Anwendungen über diese Plattform miteinander verknüpft: von der Auftragserteilung an die Umschlagsunternehmen über die Importabwicklung bis zur Gefahrgutanmeldung.

Film zum Tiefwasserhafen

Acos sorgt für JaWePo-Anbindung

Freitag, 28. September 2012
Mit einem „Sonder-Ganzzug“ zeigte Acos am Eröffnungstag des JaWePo Flagge.Acos
KOTUG Secures Towage Concession for Germany's New Deep Sea Container Terminal Der Bremer Logistikdienstleister Acos-Gruppe steht beim Thema „Container-Ganzzug-Anbindung“ des neuen JadeWeserPorts (JaWePo) „in den Startlöchern“. Das bestätigte Michael Holtkemper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des mittelständischen Unternehmens, dem THB.„Wir können sofort loslegen, wenn entsprechende Kundenanfragen auf dem Tisch liegen“, ergänzte Holtkemper. Für den Anfang hat das mit trimodalen Transportdienstleistungen bundesweit im Markt auftretende Unternehmen bei DB Netz zwei tägliche Bahntrassen eingekauft. Den Film zur Eröffnung des JadeWeserPorts finden Opens external link in new windowhier.
25.09.2012
Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nordwest passt die Verkehrsregeln auf der Jade Großcontainerschiffen an.
Hintergrund ist die kürzlich erfolgte Eröffnung des JadeWeserPorts und das damit einhergehende langfristig ansteigende Verkehrsaufkommen sowie die Veränderung der Verkehrsflussrichtung. War es bisher üblich, dass ein Schiff seine Ladung in Wilhelmshaven gelöscht hat, können zukünftig auch voll beladene Containerschiffe Wilhelmshaven wieder verlassen. „Dadurch, dass mehr und vor allem größere Schiffe mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf der Jade unterwegs sind, müssen Situationen wie das Überholen oder Begegnen von Schiffen neu überdacht und entsprechend geregelt werden“, sagte der Leiter des Dezernates Schifffahrt der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nordwest in Aurich, Ralf Weßeling. Schiff und Hafen
Jade-Weser-Port Erstes reguläres Schiff im Tiefwasserhafen
Der JadeWeserPort soll am 21. September in den Betrieb gehen. Foto: JaWePo
Nach vielen Pannen und Problemen: Der Jade-Weser-Port ist fertig
Wilhelmshaven
„Superhafen“ oder „Pannen-Port“ – der Jade-Weser-Port hat schon viele Beinamen erhalten. Am Freitag geht der neue Tiefwasser-Container-Terminal in Wilhelmshaven nach fünfjähriger Bauzeit offiziell in Betrieb. Bis zu 2,7 Millionen Standard-Container sollen dort abgefertigt werden können, wenn der erste Bauabschnitt mit 1725 Metern Kaje in rund einem Jahr vollständig fertig gestellt sein wird. Rund 550 Millionen Euro haben Niedersachsen und Bremen investiert, Mehrkosten von 90 Millionen Euro sind noch strittig. 46 Millionen Kubikmeter Sand wurden in der Jademündung aufgespült, damit der Terminal direkt an das Fahrwasser mit einer Gezeiten-unabhängigen Tiefe von 18,50 heranreicht. Als einzigen in Deutschland können ihn damit auch die größten derzeit fahrenden Schiffe der Emma-Maersk-Klasse voll beladen anlaufen. 50 000 Tonnen Stahl wurden zu Spundwänden gegossen, die das Bauwerk an der Frontseite stabil halten sollen. Aus Südkorea kamen auf Spezialschiffen die mit 83 Metern derzeit größten Containerbrücken der Welt. Trotz aller technischen Superlative machte der Jade-Weser-Port in der Vergangenheit eher Negativ-Schlagzeilen. Ein Untersuchungsausschuss im Niedersächsischen Landtag rügte schon 2008 Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe an den Hochtief-Konzern. Der Staatsgerichtshof in Bückeburg schloss Hochtief schließlich aus. Die unterlegene Bunte-Gruppe aus Papenburg bekam den Zuschlag. Das Konsortium kämpfte in den Folgejahren nicht nur mit gestiegenen Kosten und Bauverzögerungen, sondern zunehmend auch mit technischen Schwierigkeiten. Nachdem die Eröffnung bereits um knapp ein Jahr verschoben worden war, tauchten im Frühjahr 2012 mehr als 300 unerklärliche Risse in der Stahlspundwand auf. Eine mehr als drei Meter dicke Betonwand soll sie nun abdichten. Doch auch der Unterwasserbeton in der Wellenkammer unterhalb der Kaikante bröckelt bereits. Ob der Jade-Weser-Port wirtschaftlich zum Erfolg wird, hängt mittel- und langfristig dagegen von seiner Auslastung ab. Die am Hafenbetreiber Eurogate beteiligte dänische Reederei Maersk nimmt den Terminal ab Freitag in zwei wöchentliche Liniendienste nach Ostasien bzw. Südamerika auf. Ein Jahresumschlag von 500 000 Standard-Containern soll damit bereits garantiert sein. Anders als die traditionsreichen Häfen Hamburg und Bremen/Bremerhaven ist der Jade-Weser-Port vor allem als Umschlagplatz für Verkehre in die sogenannte Nord-Range gedacht – nach Skandinavien und ins Baltikum. Sechs von zehn Containern sollen dazu in Wilhelmshaven von den großen Überseefrachtern auf kleinere Feeder-Schiffe umgeladen werden. 20 Prozent sollen per Lkw über die bis in den Terminal verlängerte Autobahn 29 vor allem ins Rhein-Ruhr-Gebiet transportiert werden. Weitere 20 Prozent der Fracht sollen im neuen Hafenbahnhof auf die Züge geladen werden. Die Bahnstrecke nach Oldenburg wird dazu bis zum Jahresende für 150 Millionen Euro zweigleisig ausgebaut, ist aber auch danach nur mit Dieselloks befahrbar. Bis auf den 60 Kilometern Fahrdraht hängen wird, dürfte es mindestens bis 2018 dauern. Vor allem leidet der Standort bislang unter mangelnder Wertschöpfung. Auf der angeschlossenen riesigen Logistik-Zone hat sich erst ein regional ansässiges Unternehmen für Tiefkühl-Logistik angesiedelt. Den etablierten Hafenstandorten an der Nordsee dürfte Wilhelmshaven deshalb mittelfristig keine Konkurrenz machen. Trotzdem rechnet die Realisierungsgesellschaft der Länder mit 1000 neuen Arbeitsplätzen an der Kaikante und ebenso vielen bei Bahn und Speditionen.
Martin Wein

http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/wirtschaftjwpschiff100.html

Jade-Weser-Port

Erstes reguläres Schiff im Tiefwasserhafen

Fast ein Stilleben: Der Jade-Weser-Port vor der Eröffnung.
Am Montagmorgen hat das erste reguläre Schiff an der Kaje des Jade-Weser-Ports festgemacht. Der 210 Meter lange Containerfrachter "Anna Schulte" der Reederei "Maersk" kommt aus dem russischen St. Petersburg. 553 Container sollen in Wilhelmshaven entladen werden.

22. Niedersächsischer Hafentag

Regionalhäfen haben große Chancen

Samstag, 08. September 2012

In Brake wurden rund 17,5 Millionen Euro investiert.
In Niedersachsen habe man nicht nur den in knapp zwei Wochen offiziell in Betrieb gehenden JadeWeserPort (JWP) im Blick, sondern auch die anderen Häfen des Landes, sagte Niedersachsens Verkehrs- und Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) als Festredner des 22. Niedersächsischen Hafentages, der am Freitag in Stade stattfand. Die Landesregierung investiere in die niedersächsischen Häfen in einem gewaltigen Umfang. So wurde zum Beispiel in Brake am Niedersachsenkai ein zweiter Großschiffsliegeplatz geschaffen: Investition: rund 17,5 Millionen Euro. In Cuxhaven stünden die Arbeiten am Liegeplatz 9 unmittelbar vor dem Abschluss. Baukosten: rund  65 Millionen Euro. Die Investitionen in die Häfen seien gut angelegtes Geld. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
JadeWeserPort: Eurogate kann Kaje uneingeschränkt nutzen Arbeiten am JadeWeserPort früher beendet Sanierung der Spundwand abgeschlossen

"Nichts Gravierendes"

Wieder Baumängel am Tiefwasserhafen JadeWeserPort

Freitag, 07. September 2012

Der JadeWeserPort soll am 21. September in den Betrieb gehen. Foto: JaWePo
Am neuen Tiefwasserhafen JadeWeserPort sind zwei Wochen vor der ohnehin schon verschobenen Eröffnung erneut Baumängel aufgetreten. In einer Kammer, die zur Entlastung der Kaimauer dient, ist auf der gesamten Kajenlänge von 1000 Metern Beton abgeplatzt. „Ein ärgerlicher Fehler, aber nichts Gravierendes“, sagte der Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth. Zuvor hatte es unter Berufung auf den Terminalbetreiber Eurogate in einem Bericht des NDR geheißen, dass der Hafenbetrieb in Wilhelmshaven von den Sanierungsarbeiten nicht beeinträchtigt werde. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Eröffnung des Tiefwasserhafens JadeWeserPort

1000 Meter Kaje jetzt betriebsbereit

Mittwoch, 05. September 2012

Für den JadeWeserPort in Wilhelmshaven stehen die Zeichen auf Grün. 1000 Meter Kaje sind betriebsbereit, sagte jetzt Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Der Eröffnung des einzigen Container-Tiefwasserhafens am 21. September stehe nichts mehr im Wege. Er sei nicht Ersatz, sondern Ergänzung für die anderen Häfen in Deutschland. „Der Hafen wird die Heimat werden für die Con­tainerschiffe der nächsten Generationen“, sagte Bode.

http://de.nachrichten.yahoo.com/hafenbetreiber-legt-skepsis-gegen%C3%BCber-jade-weser-port-ab-190407302--finance.html

Wilhelmshaven (dapd-nrd). Kurz vor der Eröffnung des ersten deutschen Tiefwasserhafens hat Betreiber Eurogate die zwischenzeitlich geäußerte Skepsis gegenüber dem Jahrhundertprojekt offenbar abgelegt. "Nach 16 Jahren Planung sind wir positiv gestimmt und freuen uns, dass es endlich losgeht", sagte Eurogate-Geschäftsführer Emanuel Schiffer am Montagabend der Nachrichtenagentur dapd in Wilhelmshaven.

WP Eröffnungsfeier für September geplant

JWP Eröffnungsfeier für September geplant Ministerpräsident David McAllister und Bürgermeister Jens Böhrnsen: „Die Eröffnungsfeier des JadeWeserPorts ist am 21. September 2012″ Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, Deutschlands erster Tiefwasserhafen, wird am Freitag, 21. September 2012 um 15.00 Uhr feierlich eingeweiht. Diesen Termin haben der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Bremens Präsident des Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen, gemeinsam mit dem Hafenbetreiber Eurogate und der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft heute verabredet.

Erneute Nachbesserungen an Betonmauer

JaWePo startet am 21. September

"Flaminia" wird in JadeWeserPort geschleppt

Flammen steigen aus dem deutschen Containerschiff "MSC Flaminia" empor. © Reederei NSB Die "MSC Flaminia" soll jetzt in einen deutschen Hafen geschleppt werden. Der Brand an Bord ist mittlerweile gelöscht. (Archivbild)Das havarierte Containerschiff "MSC Flaminia" wird nach Angaben des Havariekommandos in den JadeWeserPort in Wilhelmshaven geschleppt und dort entladen. Der neue Tiefwasserhafen geht offiziell erst am 21. September in Betrieb. Bevor die "Flaminia" in den Hafen kommt, wird der Frachter etwa 22 Kilometer westlich von Helgoland ankern. Auf Reede sollen einzelne Glutnester gelöscht, Container entladen und Wasser abgepumpt werden. Ein internationales Expertenteam unter deutscher Leitung soll in den nächsten Tagen an Bord den Zustand des Schiffes untersuchen. Der durch eine Explosion beschädigte Frachter, der 150 Gefahrgutcontainer an Bord hat, wird in etwa zwei Wochen in deutschen Gewässern erwartet. Nach Einschätzung von Experten des Havariekommandos besteht im Moment kein Risiko, dass das Schiff auseinanderbricht.
Videos
Die "MSC Flaminia" nach dem Brand
Video

Streit um Frachter "Flaminia"

22.08.2012 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen
Der Havarist "Flaminia" nimmt Kurs auf den JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Welches Gefahrgut genau in den Container steckt, bleibt jedoch vorerst Spekulation. Video starten (03:06 min)
Der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) gibt ein Interview. © NDR Fotograf: Rüdiger Strauch
Video

Birkner sieht keine Gefahr für die Gewässer

Der Umweltminister Stefan Birkner (FDP) sieht im Fall der "MS Flaminia" keine Gefahr für deutsche Gewässer. Man habe genug Zeit das unbekannte Gefahrgut zu prüfen. Video starten (00:41 min)

Friesland will den gefährlichen Frachter nicht

Seit mehr als einem Monat ist der Frachter schon auf dem Atlantik unterwegs. Dass er jetzt nach Deutschland geschleppt werde, sei "eine Riesensauerei", kommentierte der Vorsitzende des Tourismusverbands Nordsee, Sven Ambrosy, die Pläne. Schließlich gebe es EU-Richtlinien, wonach sich andere Länder nicht weigern dürften, das Schiff aufzunehmen, so der Landrat des Landkreises Friesland. Großbritannien und Frankreich hatten es abgelehnt, dass die "Flaminia" in einen ihrer Häfen geschleppt wird, mit der Begründung, das Schiff sei ein zu hohes Umweltrisiko. Diese Befürchtung teilt auch die Opposition im Niedersächsischen Landtag. Der stellvertretende SPD Fraktionschef Olaf Lies hält das Risiko für "unkalkulierbar".

Reederei verschweigt Details zum Gefahrgut

Die brennende "MSC Flaminia" Detailansicht des Bildes Noch immer ist nicht bekannt, welche Art von Gefahrgut der Frachter geladen hat. (Archivbild) Umweltminister Stefan Birkner (FDP) verteidigte indes die Entscheidung, das Schiff in den JadeWeserPort schleppen zu lassen. Er verlasse sich auf das Urteil von Spezialisten, dass die "Flaminia" schwimmfähig und die Außenhülle intakt sei. Das deutsche Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven koordiniert die Bergung. Kommando-Chef Hans-Werner Monsees bestätigte, dass das Risiko jetzt kalkulierbar sei. Warum sich die anderen Länder gesperrt haben, ist auch für ihn nicht nachvollziehbar. Das wochenlange Hin und Her um das Schiff werde auf EU-Ebene ein Nachspiel haben, sagte Monsees. Für die besondere Lage hat das Havariekommando sein Expertenteam auf 80 Mitarbeiter verdoppelt. Die Situation ist nicht ungefährlich. Noch immer hat die Reederei NSB aus Buxtehude nicht mitgeteilt, welche Art von Gefahrgut der Frachter eigentlich geladen hat. Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe) wird vermutet, dass Ladung falsch deklariert worden sein könnte und diese womöglich die Explosion auf dem Schiff ausgelöst hat.

Versicherung soll Bergungskosten übernehmen

Die Kosten für die Bergung des Schiffes liegen im Millionenbereich. Sie sollen hauptsächlich über die Versicherung der Reederei abgewickelt werden. Die "MSC Flaminia" war auf dem Weg von South Carolina in den USA nach Bremerhaven, als es am 14. Juli eine Explosion an Bord gab. Ein Seemann starb, ein weiterer kam in eine Spezialklinik. Ein drittes Crew-Mitglied wird nach wie vor vermisst.

Samstag, 04. August 2012

Der Hafen kann trotzdem wie geplant Ende September den Betrieb aufnehmen. Foto: EurogateDer Hafen kann trotzdem wie geplant Ende September den Betrieb aufnehmen. Foto: Eurogate
Beim JadeWeserPort hat es offenbar erneut Nachbesserungen am Bau gegeben. Betroffen sind zwei Stellen an der Betonmauer, die erst kürzlich vor die schadhafte Spundwand gesetzt worden war, berichtete der NDR. Taucher hätten am Fuß der Mauer Beton nachlegen müssen. Dabei habe es aber keine Unterspülungen gegeben. Ein Sprecher der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft bestätigte die Nachbesserungen. Es sei jedoch alles „im grünen Bereich“, der Hafen könne wie geplant Ende September den Betrieb aufnehmen. Am Freitag haben Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister, der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen, der Hafenbetreiber Eurogate und die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft den Termin für die Eröffnung verabredet. Am 21. September um 15 Uhr soll Deutschlands erster Tiefwasserhafen nun feierlich eingeweiht werden.
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JWP Wilhelmshaven nimmt Port Office in Betrieb

JWP Wilhelmshaven nimmt Port Office in Betrieb Am JadeWeserPort Wilhelmshaven steht ab sofort eine zentrale Anlaufstelle für Reeder, Agenten und Behörden zur Verfügung. „Mit der Eröffnung des Port Office verfolgen wir das Ziel, ein gemeinsames Kontaktbüro für den Gesamthafen in Wilhelmshaven zu etablieren“, erläutert Axel Kluth, Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG (JWP). „Wir kooperieren hier am Standort mit der Hafenbehörde, mit Niedersachsen Ports und mit dem Jade-Dienst und können so gemeinsam die hohen Serviceansprüche erfüllen und dies für den gesamten Wilhelmshavener Hafen“. Das Port Office ist eine Einrichtung der Hafenbehörde. Im Port Office finden Kunden, Dienstleister und Behörden einen Ansprechpartner für alle Belange im Hafen: vom Festmachen, über die Ver- und Entsorgung, bis hin zum Ablegen. „Mit dem neuen Port Office baut der Hafen Wilhelmshaven seine internationalen Standards aus. Als zentrale Ansprechstelle für den gesamten Hafen dient das insbesondere der Schifffahrt“, betont Lutz Wilhelm, Hafenkapitän im Hafen Wilhelmshaven. Die Funktion der zentralen Anlaufstelle hat bisher das Unternehmen Jade-Dienst allein wahr genommen. Nun werden zukünftig die behördlichen Belange und privatwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Anlauf des Hafens Wilhelmshaven mit allen relevanten Informationen über Schiffsanläufe und das Hafengeschehen des gesamten Hafens Wilhelmshaven und Hooksiel zentral zusammenlaufen. Die Hafenbehörde hat damit die Möglichkeit, sich ein Gesamtbild über die aktuelle und kommende Verkehrssituation zu verschaffen. Die Abläufe im Hafen sollen so gemeinsam optimiert werden und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Das Port Office ist eine unabhängige und behördliche Instanz im Hafen, die bei entsprechender Notwendigkeit schnell Entscheidungen treffen kann. Der Aufgabenschwerpunkt der Hafenbehörde wird sich durch die Inbetriebnahme des neuen Containerhafens verlagern und eine durchgängige Anwesenheit am JadeWeserPort erforderlich machen. Um die neuen Aufgaben angemessen wahrnehmen zu können, wurde ein gemeinsames Büro am JadeWeserPort eingerichtet. Der Jade-Dienst wird in Kooperation mit Niedersachsen Ports und JWP auch zukünftig seine Jahrzehnte langen Erfahrungen und die Fachkompetenzen weiterhin zur Verfügung stellen und den wachsenden Aufgaben anpassen. Das Port Office ist rund um die Uhr durch Mitarbeiter von Niedersachsen Ports, JWP und dem Jade-Dienst besetzt, auch an Feiertagen. Auf ihre Aufgabe, einen kundenfreundlichen, prozessorientierten und effektiven Hafenbetrieb zu gewährleisten, wurden die Mitarbeiter intensiv vorbereitet. Sie absolvierten entsprechende Praktika bei der Verkehrszentrale sowie bei den Hafenbehörden in Bremen und Wilhelmshaven und legten zudem die Prüfung für das Funkbetriebszeugnis ab. Die fünf Mitarbeiter des Port Office sollen als Verwaltungs-helfer für die Hafenbehörde und für den Hafenkapitän tätig werden. In ihrer Funktion sollen sie insbesondere die Mitarbeiter von Niedersachsen Ports, die der Hafen-aufsicht des Hafenkapitäns zugeteilt sind, unterstützen. Als Hafenbetreiber des JadeWeserPort Wilhelmshaven nimmt JWP die typischen Aufgaben einer Hafeninfrastrukturgesellschaft wahr. Dazu zählen beispielsweise die Unterhaltung und Überwachung der Hafenanlagen, die Verwaltung der eigenen Flächen, die Ausschreibung und Vergabe von Konzessionen maritimer Dienstleistungen, die Erhebung von Hafennutzungsentgelten sowie die Erstellung eines Schiffsabfallbewirtschaftungsplanes einschließlich der Erhebung der damit verbundenen Gebühren. Außerhalb des Container-Terminals wird die JWP für den Betrieb eines Servicehafens sowie eines für den Schwerlastverkehr besonders geeigneten Umschlagbereiches, die sogenannte Project Pier, verantwortlich sein.
Eurogate kann Kaje uneingeschränkt nutzen Vier Tage früher als laut Zeitplan vorgesehen, hat die Arbeitsgemeinschaft JadeWeserPort (Arge) unter Federführung der BUNTE Unternehmensgruppe die Sanierungsmaßnahmen für die Schlosssprengungs-schäden mit der vorgestellten Betonwand bis zur 1.000 Meter-Grenze der Kaje am JadeWeserPort Wilhelmshaven heute abgeschlossen. Diese wurde in den vergangenen acht Wochen auf einer Länge von 650 Metern am Fuß der Spundwand in einer Tiefe von Normalnull (NN) -20 bis NN -11 Meter gesetzt. Mit Hilfe von Sonartechnik wurden 707 Fertigbetonteile in138 Führungsträgern, die mit 414 Schellen an den Fenderpfählen montiert worden sind, eingebaut. Die Sonargeräte sind an den Verlegeführungen, an Seilbaggern unter Wasser angebaut und senden von dort aus, ähnlich einem Radar, Schallwellen. Diese Arbeiten wurden von der Hubplattform „Interocean“ des Unternehmens BUNTE aus mit zwei Fertigteil-verlegegeräten und zwei Seilbaggern mit 180 Tonnen bzw. 90 Tonnen Nutzlast ausgeführt. Der Zwischenraum zwischen Betonwand und der beschädigten Spundwand wurde mit 20.075 Kubikmeter Unterwasserbeton über drei Betonpumpen verfüllt. Für Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme des Hafens und ein wichtiges Zeichen dafür, dass es weiter voran geht in Wilhelmshaven: „Dass wir mit der Sanierung sogar ein paar Tage vor dem Zeitplan liegen zeigt, wie hart alle Seiten daran arbeiten, den JWP zügig zum Erfolg zu führen. Jetzt gilt es, die weiteren Maßnahmen mit allen Beteiligten abzustimmen und ebenso entschlossen umzusetzen.“ Im Rahmen der Sanierungsarbeiten sind nach Angaben der Arge 178 Mitarbeiter beschäftigt gewesen, hiervon allein 83 Taucher, die im Schichtbetrieb, zum Teil Tag und Nacht an sieben Tagen die Woche, für die temporäre Sicherung mittels Verplattung und Vergelung der Schlosssprengungen sowie Betonage und Kontrolle des Fertigteileinbaus eingesetzt waren. Neben der Arge sind 16 weitere Unter-nehmen für Ausführungsplanung, Stahlbau und Stahllieferung, Nassbaggerung, Beton- und Monierbau, Betonfertigteillieferung sowie Taucharbeiten an den Sanierungsarbeiten beteiligt gewesen. Über die Ursache der Schlosssprengungen gibt es noch keine abschließenden Erkenntnisse. Dem Betreiber Eurogate stehen mit dem heutigen Tag 1.000 Meter Kaje am JadeWeserPort Wilhelmshaven uneingeschränkt zur Verfügung.
Traffic

Die letzten Tests im Tiefwasserhafen

28.07.2012, 07:18 UhrOlaf Preuß

Im September soll die neue Anlage in Wilhelmshaven an den Start gehen - nach vielen Rückschlägen. Das Abendblatt hat sich vor Ort umgeschaut.

Besucher drängen in Massen zum Jade-Weser-Port

Bild Bild vergrößern
Wilhelmshaven - Großer Andrang bei Deutschlands erstem Tiefwasserhafen: Der Hafenbetreiber Eurogate hatte für den heutigen Sonntag zur Besichtigung des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven eingeladen. Noch bis 18 Uhr besteht die Gelegenheit, den Eurogate Container Terminal vor der offiziellen Inbetriebnahme zu besichtigen. Wie ein Sprecher der Polizei in Wilhelmshaven sagte, habe es Staus wegen des großen Andrangs gegeben. Die Besucher konnten etwa die 82 Meter hohen Containerbrücken anschauen - die derzeit größten der Welt - oder die 16 Meter hohen „Straddle Carrier“, die später einzelne Container transportieren sollen. Ende September soll der Hafen nach derzeitigem Stand seinen Betrieb aufnehmen. Ein Teilbereich wird bereits am kommenden Sonntag, 5. August, eingeweiht.

Fotostrecke

- 29.07.2012

Tag der Offenen Tür beim Jade-Weser-Port

Wilhelmshaven. Kurz vor der Eröffnung im September hat der Hafenbetreiber Eurogate noch zum Tag der Offenen Tür im Jade-Weser-Port eingeladen. Der Andrang ist grpß gewesen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
Der Jade-Weser-Port - viele Interessierte sind zum Tag der Offenen Tür gekommen.
© dpa
Freitag, 27. Juli 2012
707 Fertigbetonteile wurden vor die Spundwand gesetzt. Foto: JadeWeserPort
707 Fertigbetonteile wurden vor die Spundwand gesetzt. Foto: JadeWeserPort
Die Sanierung der fehlerhaften Spundwand im JadeWeserPort ist auf den ersten 1000 Metern abgeschlossen. Auf 650 Meter Länge sei dazu unter Wasser eine Betonwand gesetzt worden, um die löchrige Stahl-Spundwand zu sichern, teilte die Realisierungsgesellschaft jetzt mit. Der Hafenbetreiber Eurogate könne den sanierten Bereich sofort nutzen. Über die Ursache der Risse gibt es noch keine abschließenden Erkenntnisse. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" AA) Jade Weser Port

Herausgabe von Akten zum JadeWeserPort

Grüne drohen mit Klage

Freitag, 20. Juli 2012

Der JadeWeserPort ist der erste Tiefwasserhafen Deutschlands. Foto: EurogateDer JadeWeserPort ist der erste Tiefwasserhafen Deutschlands. Foto: Eurogate
Die Grünen im niedersächsischen Landtag drohen der Landesregierung mit einer Klage auf Herausgabe von Akten zum JadeWeserPort. "Wenn das Wirtschaftsministerium uns die Akten nicht gibt, bleibt uns nichts anderes übrig, als Klage beim Staatsgerichtshof in Bückeburg einzureichen", sagte Enno Hagenah, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, am Donnerstag am Rande der Landtagssitzung in Hannover. Hintergrund für den drohenden Rechtsstreit sind Akten zu den Schlosssprengungen, den Hafentarifen, den Stahlkosten, der Grenzkontrollstelle und der zweiten Ausbaustufe des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven.

Bauschäden am JadeWeserPort

Probleme beim Rammen vertuscht?

Dienstag, 10. Juli 2012
Der JadeWeserPort soll Ende September eröffnet werden. Foto: ScheerDer JadeWeserPort soll Ende September eröffnet werden. Foto: Scheer
„Die Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem JadeWeserPort werden immer größer, die Ursachenforschung kommt nicht voran, und die Probleme beim Rammen werden vertuscht.“ Das sagte der SPD-Abgeordnete Olaf Lies, Mitglied des Niedersächsischen Landtages, dem THB. Lies hat jetzt einen Brief an Nieder-sachsens Wirtschaftsminister und JadeWeserPort-Aufsichtsratschef Jörg Bode (FDP) geschrieben. Darin fordert er die Aufklärung über Widersprüche um das Datum 5. Mai sowie zu Aussagen des Ministeriums, dass die Inbetriebnahme ausschließlich an Eurogate hänge. Es habe schon früh Hinweise auf undichte Stellen in der Kaimauer gegeben.

AAA) SPD macht Bund und Banken für Schifffahrtsmisere verantwortlich

09.07.2012, 15:57 Uhr | dapd

Niedrige Frachtraten, wachsende Probleme bei Schiffsfinanzierungen, Zeitverzug beim Superhafen Jade-Weser-Port, wenige Auszubildende: Bundesregierung und Banken sind nach Ansicht von SPD und Schifffahrtsexperten für die Misere in der maritimen Wirtschaft verantwortlich. "Wir brauchen Perspektiven. Das ist schwierig, wenn zwei Player nicht mitspielen", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder, Martin Kröger, am Montag auf einer maritimen Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Wilhelmshaven.

Kröger kritisierte insbesondere den Ausstieg der Commerzbank aus den Schiffsfinanzierungen und den angekündigten Teilausstieg der Bundesregierung aus dem maritimen Bündnis mit Arbeitgebern und Gewerkschaften ab 2013. Die Lage sei so ernst, dass viele Reedereien die Tilgungsraten für ihre Schiffe nicht mehr bezahlen könnten, fügte der Reederfunktionär hinzu.

Vor dem Hintergrund der Schifffahrtsmisere votierte der niedersächsische SPD-Vorsitzende und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl im Januar, Stephan Weil, für mehr Zusammenhalt unter den norddeutschen Bundesländern. "Wir brauchen ein norddeutsches Cluster-Management für die maritime Wirtschaft. Am Ende hängen wir doch alle voneinander ab", sagte er.

300 Mitarbeiter proben Hafenbetrieb

Zugleich forderte er ein besseres Management und mehr Begeisterung für den neuen Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. "Ich hoffe, dass die Ankündigung, den Hafen Ende September zu eröffnen, diesmal eingehalten wird. Sicher scheint mir hier aber niemand zu sein", sagte Weil, nachdem er zuvor erstmals den Jade-Weser-Port besucht hatte.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte seinen ebenfalls für Montag angekündigten Hafen- und Konferenzbesuch zuvor wegen eines Krankheitsfalls in der Familie kurzfristig abgesagt.

Deutschlands erster tideunabhängiger Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port sollte ursprünglich am 5. August seinen Betrieb aufnehmen. Wegen Rissen in der Spundwand wurde die Eröffnung des 360 Hektar großen und eine Milliarde Euro teuren Prestigeobjekts aber auf die zweite Septemberhälfte verschoben.

Parallel zum Probebetrieb laufen derzeit die Sanierungsarbeiten. "350 von 1.000 Metern Kaje fehlen noch, der Rest ist bereits saniert", sagte der Geschäftsführer des Hafenbetreibers Eurogate, Marcel Egger. 300 Mitarbeiter sind schon auf dem Areal beschäftigt. Leercontainer werden von einem Feederschiff geladen und mit Verladefahrzeugen (Van Carriern) abtransportiert. Er hoffe, Anfang August die gesamte Kaje (Kai) für den Probebetrieb nutzen zu können, sagte Egger.

Neueste Bilder Jade Weser Port

Rechnungshof wartet Streitigkeiten ab

Keine Prüfung zum JaWePo

Dienstag, 03. Juli 2012
Der Rechnungshof wartet zunächst Streitigkeiten ab. Foto: Eurogate
Der Rechnungshof wartet zunächst Streitigkeiten ab. Foto: Eurogate
Der niedersächsische Landesrechnungshof will die Schäden am Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven und den verschobenen Eröffnungstermin vorerst nicht überprüfen. „Hintergrund ist, dass es bereits eine Reihe juristischer Auseinandersetzungen gibt und weitere Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Haftungsfragen zu erwarten sind“, schreibt die Hildesheimer Prüfbehörde nach einem Bericht des „Weser Kuriers“ an die Landtagsfraktion der Grünen. Der Landesrechnungshof wolle sich aber vorbehalten, zu einem späteren Zeitpunkt zu prüfen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" Die Geschichte liest sich ein bisschen wie das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Es dauert seine Zeit, bis ein vorlauter Steppke im Kreis der staunenden Massen bemerkt: „Der hat ja gar nichts an.“ Seit der für den 6. August fest geplante Eröffnungstermin für den Jade-Weser-Port Wilhelmshaven auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, präsentiert sich dieser ähnlich nackt. Ein einziges Unternehmen hat sich bislang auf den riesigen Gewerbeflächen angesiedelt: der Kühllogistiker Nordfrost. Pünktlich am 5. August will er nach wie vor den Betrieb aufnehmen – mit Ware, die vorerst weiter in Bremerhaven gelöscht und jetzt nach Wilhelmshaven weitergeleitet wird. Die Panne mit dem Eröffnungstermin deckt alle Schwächen des eine Milliarde Euro teuren Infrastrukturvorhabens auf. Bis dahin konnte es sich in seinem einzigen Wettbewerbsvorteil sonnen: der Wassertiefe von 18 Metern und damit einer von den Gezeiten unabhängige Erreichbarkeit für die größten auf den Meeren kreuzenden Containerfrachter. Plötzlich spricht niemand mehr von 4000 oder 6000 neuen Arbeitsplätzen; die offizielle Sprachregelung hat sich auf 2000 eingependelt. So wird, solange sich keine weiterverarbeitenden Betriebe niederlassen, der Jade-Weser-Port seine Chancen als reiner Umschlaghafen suchen müssen. Wenn die Reeder nicht gleich doch ihrem vertrauten Zielort, Hamburg, und der traditionellen Route durch den Nord-Ostsee-Kanal treu bleiben. Elbvertiefung und Kanalverbreiterung bleiben damit verkehrspolitisch herausragende Weichenstellungen. Norddeutsche Rundschau

A) KOTUG Secures Towage Contract for Germany’s New Container Terminal

B) MS “PICTOR J” of the shipping company Jüngerhans resident in Haren (Ems) has moored as the first vessel at the new container terminal of the Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven

C) Probebetrieb des Tiefwasserhafens startet

Posted on Jun 25th, 2012 with tags , , , , , , , , , , , .
International Maritime Service Provider KOTUG was awarded a 6 years towage concession for Germany’s new deep sea Container Terminal Wilhelmshaven (CTW).In the European Tender bidding process to render Towage services at CTW, KOTUG could persuade JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft (the owners of the Container Terminal) about its capabilities and experience as a professional Tugboat Company, its dedicated crew and powerful, maneuverable RotorTugs.The CTW Terminal will be commissioned in September 2012 and will be Germany’s first deep sea container terminal with a water depth of 18 meter, enabling the latest generation container vessels to call the port at any time.KOTUG is very glad to be in a position to comply with its clients request to extend to offer their competitive towage services next to Rotterdam, Hamburg and Bremerhaven to Wilhelmshaven as well. About “JaderWeserPort” Container Terminal Wilhelmshaven CTW in Wilhemshaven will be Germany’s third largest container port at the German North Sea coast. The rise in the number of containers being transported, and in particular the increasing size of the container ships (currently: 18,000 TEU) must be catered to with suitable port structures. Wilhelmshaven is optimally equipped. The “JadeWeserPort” – Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) with its short navigable channel of only 23 nautical miles can handle fully loaded container ships up to 430 m length, 58 m width and draughts of 16.5 m, at any time independent of the tide. The 1725 meter long riverside quay can simultaneously handle large container ships and feeder ships. “JadeWeserPort” is not only Germany’s single deep sea port, it is also the most eastern deep sea port in the European North Range and the container hub for the markets in Central, Northern and Eastern Europe. The 130 hectare terminal lies directly adjacent to the 160 hectare logistics zone with its port-related logistics and industrial operations (Freight Village). The A 29 motorway starts directly in front of the container port. A trimodal transshipment facility is the terminus for all rail transport activities. “JadeWeserPort” is designed for a capacity of 2.7 million TEU per year.

Germany: MS ‘PICTOR J’ – The First Vessel at Jade-Weser-Port

Posted on Jun 18th, 2012 with tags europe, Germany, Jade-Weser-Port, MS 'PICTOR J', News by topic, The First, vessel. B) MS “PICTOR J” of the shipping company Jüngerhans resident in Haren (Ems) has moored as the first vessel at the new container terminal of the Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. With this vessel loaded with 75 empty containers, water-side operating tests should start at the unique german deepwater port. httpv://gcaptain.com/giant-cranes-stop-traffic-americas/ In America werden ähnlich grosse Container-Bruecken aufgebaut   Video According to the information of the carrier of the terminal Eurogate, further 50 empty containers are already available at the site and another 50 are available in Bremerhaven. Two portainers and six so-called “Straddle Carrier” are used for debarkation of the vessel. During the water-side operating tests, the staff is exercising the procedure of loading and discharging. All operating procedures are carefully rehearsed in order to guarantee smooth operating procedures when bringing into service the container terminal at the end of September. The target is to offer not only a tide-independent access to the shipping company customers at the site Wilhelmshaven, but also a high productivity of handling. Although inbetween 20 Straddle Carrier als well as four of the wordlwide largest portainers are ready for operation, the operating test will not be started by using the whole giant equipment. Furthermore, different procedures should be studied in an isolated manner and that operations are extended step by step by several giant equipment.   The modern container-feeder-vessel MS “PICTOR J” had been delivered by the Spanish shiyard Naval Gijon in January 2009. It possesses a deadweight capacity of 12,110 tons (TDW), a length of 139.90 m, a width of 22,80 m and a flotation depth of 8,70 m as well as storing positions for 925 TEU. The vessel features the high ice class E3 as well as 300 adapters for reefer container. It is actually employed under time charter at the Container-Feeder-Operator UNIFEEDER.      

Erstes Schiff machte gestern fest

JaWePo: Probebetrieb gestartet

Donnerstag, 14. Juni 2012
"Pictor J" brachte gestern 50 Leercontainer nach Wilhelmshaven. Foto: Scheer"Pictor J" brachte gestern 50 Leercontainer nach Wilhelmshaven. Foto: Scheer
Das erste Schiff hat am Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven festgemacht. Die „Pictor J“ der Reederei Unifeeder legte gestern um 15 Uhr am südlichen Ende der Kaje von Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen an. Während des wasserseitigen Probebetriebs trainiert Eurogate mit seinen Mitarbeitern die Lade- und Löschvorgänge an den Containerbrücken und Straddle Carriern. Sämtliche Betriebsabläufe müssen bei Inbetriebnahme des Containerterminals Ende September reibungslos funktionieren und werden daher sorgfältig einstudiert. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" httpv://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/niedersachsen_1800/ndsmag10091.html

Pictor J macht heute am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven fest

Die „Pictor J” der Reederei Unifeeder legt heute um 15.00 Uhr am südlichen Ende der Kaje an. Das Feederschiff bringt 75 Leercontainer für den wasserseitigen Probebetrieb aus Hamburg. 50 Leercontainer sind bereits auf der Anlage vorhanden, weitere 50 stehen in Bremerhaven bereit. EUROGATE startet ab morgen mit dem wasserseitigen Probebetrieb. Die „Pictor J” ist 140 Meter lang und verfügt über eine Transportkapazität von 925 Standardcontainern (TEU). Zwei Containerbrücken und sechs Straddle Carrier werden eingesetzt, um die „Pictor J” zu entladen. Während des wasserseitigen Probebetriebs trainiert EUROGATE mit seinen Mitarbeitern die Lade- und Löschvorgänge an den Containerbrücken und Straddle Carriern. Sämtliche Betriebsabläufe müssen bei Inbetriebnahme des Containerterminals Ende September reibungslos funktionieren und werden daher sorgfältig einstudiert. Denn Ziel ist es, den Reedereikunden am Standort Wilhelmshaven nicht nur eine tideunabhängige Zufahrt, sondern auch hohe Abfertigungsproduktivitäten zu bieten. Obwohl mittlerweile sowohl 20 Straddle Carrier als auch die vier Containerbrücken der ersten Lieferung vom März rainiert und das Operations nach und nach um mehrere Großgeräte erweitert.   2012 betriebsbereit sind, wird der Probebetrieb nicht sofort unter Einsatz aller Großgeräte starten. Vielmehr werden verschiedene Abläufe isoliert trainiert.

Germany: EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven to Receive First Feeder Ship

Posted on Jun 13th, 2012 with tags Container, EUROGATE, europe, Feeder Ship, first, Germany, News by topic, receive, Terminal, Wilhelmshaven. The first feeder ship will tie up at the EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven. The “Pictor J” belonging to the Unifeeder line will dock at 15.00 hours today at the southern end of the quay. The feeder ship will bring 75 empty containers from Hamburg for the water-side trial operations. 50 empty containers are already present on site, another 50 are waiting in Bremerhaven. EUROGATE will start water-side trial operations tomorrow. The “Pictor J” is 140 metres long and has a transport capacity of 925 standard containers (TEU). Two container gantries and six straddle carriers will be used to unload the “Pictor J”. During the water-side trial operations, EUROGATE will train its employees in loading and unloading procedures with the container gantries and straddle carriers. All operating procedures must function smoothly when the container terminal goes into operation at the end of September and are therefore being carefully practised. The goal is to offer shipping companies a high level of handling productivity at the Wilhelmshaven location as well as direct access independently of tidal fluctuations. Although 20 straddle carriers and the four container gantries from the first delivery in March 2012 are ready for operation, trial operations will not start immediately using all of the large-scale equipment. Instead, various procedures will be trained in isolation and operations will gradually be widened to include more pieces of large-scale equipment.   Jade-Weser-Port

C) Probebetrieb des Tiefwasserhafens startet

Lange ist um den Tag gerungen worden, an dem im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven der Probebetrieb offiziell beginnt. Jetzt ist es soweit. Am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr soll das erste Containerschiff an der neuen Kaje festmachen, die Hafenlogistiker werden dann die leeren Container entladen.
Quelle: DAPD
Noch ist hier nicht viel los: Der neue Tiefwasserhafen wartet auf die ersten Container.
Die "Pictor J." ist kein Container-Riese, sondern ein so genanntes Feederschiff – nur 140 Meter lang, und kommt aus Hamburg. Aber es ist eine Premiere. Das Schiff soll am Südende der Kaje anlegen, wo nur wenige Risse in der Spundwand klaffen. Alle vier Kranbrücken, die dort stehen, sind vom Tüv abgenommen, sagte eine Sprecherin des Hafenbetreibers Eurogate. Mit der "Pictor J." startet der reguläre Probebetrieb, allerdings nicht auf der gesamten Kajen-Länge von 1.000 Metern. Eurogate muss sich erstmal mit der Hälfte zufrieden geben. 200 Mitarbeiter sind vorerst auf dem Gelände des Tiefwasserhafens beschäftigt. Eigentlich solle es Anfang Mai schon für sie losgehen. Ob sie jetzt noch ausreichend Zeit haben, die Arbeitsabläufe zu trainieren, hängt auch davon ab, ob die Reparatur der aktuell 257 Risse in der Mauer planmäßig vorangeht. Der Starttermin des Hafens wurde wegen der Sanierung auf Ende September 2012 verschoben.   Die um mehrere Wochen verschobene Eröffnung des JadeWeserPorts sorgt für viel Unmut bei der Oppostion. Außerdem drohen nun erste Schadenersatzforderungen. Viele gute Nachrichten zum Thema JadeWeserPort gab es nicht in den vergangenen Tagen und Wochen. Deshalb die gute Nachricht vorneweg: Die Reparatur der defekten Spundwand mit einer vorgesetzten Betonmauer läuft planmäßig. So hieß es zumindest am Freitag nach der Tagung des Aufsichtsrates des Großprojektes. Doch so ganz planmäßig läuft dann wohl doch nicht alles, die nächste Hiobsbotschaft ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten: Die Reparatur der Kaje wird voraussichtlich vier Wochen länger dauern als bislang geplant.

JadeWeserPort: Nordfrost prüft Schadenersatz

Baufahrzeuge sind dabei, die Asphaltdecke auf einem weiteren Kajenabschnitt des JadeWeserPort in Wilhelmshaven zu schließen. © dpa Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes

JadeWeserPort-Eröffnungstermin weiterhin unklar

Sanierung verläuft "planmäßig"

Dienstag, 12. Juni 2012
Am JadeWeserPort werden vor die beschädigte Spundwand 446 Betonplatten montiert. Foto: Hero LangAm JadeWeserPort werden vor die beschädigte Spundwand 446 Betonplatten montiert. Foto: Hero Lang
Der offizielle Eröffnungstermin musste bereits verschoben werden, die Sanierungsarbeiten am JadeWeserPort laufen laut der Realisierungsgesellschaft aber „planmäßig“. Die Gesellschaft teilte jetzt mit, dass bislang 72 Betonplatten vor der Stahlkaje angebracht wurden. Insgesamt soll eine 650 Meter lange Betonwand am Fuß der beschädigten Spundwand entstehen. Dafür werden 446 Betonfertigteile montiert. Der Zwischenraum wird mit Unterwasserbeton aufgefüllt. Der Zeitplan sieht vor, dass die Sanierung bis zum 29. Juli abgeschlossen ist. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" Der JadeWeserPort wird vorrausichtlich erst Ende September in Betrieb gehen. (Archivbild) Der verzögerte Betriebsbeginn des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven könnte Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Als erstes Unternehmen wollte die Nordfrost-Gruppe am Tiefwasserhafen einziehen. Das Gebäude ist fast fertig, am 5. August sollte es in Betrieb genommen werden - dem ursprünglich avisierten Termin der Hafen-Eröffnung. Wegen Bauschäden an der Kaimauer wird der JadeWeserPort nun vorausichtlich erst Ende September eröffnet. Für die Firma Nordfrost eine "Enttäuschung mit beträchtlichen wirtschaftlichen Auswirkungen", so eine Sprecherin des Unternehmens   httpv://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/niedersachsen_1800/ndsmag10109.html  
Videos
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Es bleibt bei der Baustelle

08.06.2012 | 18:00 Uhr
NDR Fernsehen: Niedersachsen 18.00
Am Freitag hat sich der Aufsichtsrat des JadeWeserPorts getroffen. Doch wann es nun endlich losgeht in Wilhelmshaven, das ist immer noch unklar. Video starten (01:19 min)

Zwei Meter höher als geplant

Die geplante Betonmauer, das ist der Grund für die Verzögerung, soll nun zwei Meter höher werden als ursprünglich angedacht. Bis Ende Juli soll sie fertig sein. Am kommenden Donnerstag wird dann das erste Schiff im Hafen erwartet. Dann starten die Eurogate-Mitarbeiter mit dem Probebetrieb. Der endgültige Starttermin für den JadeWeserPort soll dann erst festgesetzt werden, wenn ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.

Mehr Schlosssprengungen als 225?

Verwirrung gibt es in Wilhelmshaven nun auch erneut um die Anzahl der sogenannten Schlosssprengungen. Das ist der technische Begriff für die Risse in der Spundwand. Die offizielle Zahl der Schlosssprengungen liegt derzeit bei 225. Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) bezifferte die Anzahl auf "über 200". Ob mittlerweile weitere Risse hinzugekommen sind, konnte am Freitag niemand genauer beantworten.
Hintergrund
Hinter dem Kohleterminal liegt der Geniusstrand von Wilhelmshaven. Foto von 2006. © dpa

Chronologie: Der Weg zum JadeWeserPort

Fehler bei der Ausschreibung, steigende Kosten, Rechtsstreit mit Umweltschützern, stockende Bauarbeiten: Das Projekt Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven ist von Pannen begleitet. mehr
 

JadeWeserPort: Konzessionenvergabe an drei Unternehmen

Verschobene Eröffnung des JadeWeserPort

Schuldzuweisungen werden heftiger

Donnerstag, 07. Juni 2012
Die ersten acht von insgesamt 16 Containerbrücken sind bereits geliefert worden. Foto: Hero LangDie ersten acht von insgesamt 16 Containerbrücken sind bereits geliefert worden. Foto: Hero Lang
Der Streit um Schäden beim Bau von Deutschlands erstem Tiefwasserhafen, dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven, wird nach dem Verschieben des Eröffnungstermins heftiger. Im Bremer Landtag warf die CDU-Opposition dem Senat am Mittwoch Missmanagement vor und forderte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) auf, das Thema zur Chefsache zu machen. In Nieder-sachsen forderte der Fraktionsvize der Landtags-SPD, Olaf Lies, dem Aufsichts-ratsvorsitzenden der Hafen-Realisierungsgesellschaft, Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), die Verantwortung für das Milliardenprojekt zu entziehen. Bode sei damit überfordert. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" Die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft hat im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung die Konzessionen für Schlepp-, Verhol- und Assistenzleistungen im Hafenbereich vergeben: Diese Dienstleitungen umfassen die Unterstützung der Seeschiffe, beispielsweise beim Wechsel des Liegeplatzes, beim Drehen oder unmittelbar vor dem Ein- oder Auslaufen. Diese Konzessionsvergabe für Seeschiffsassistenz ist die erste in Deutschland, für die ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt wurde, wie es in anderen europäischen Ländern üblich ist. Ziel des Verfahrens war es, qualifizierte Dienstleister zu finden, die über eine hohe wirtschaftliche und operative Leistungsfähigkeit verfügen. Die Bewerber wurden in enger Abstimmung mit der zuständigen Hafenbehörde geprüft. Mit diesem Vorgehen wurde Auflagen der Planfeststellung Rechnung getragen, die ein hohes Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit des Tiefwasserhafens fordern. Mit drei Unternehmen wurden nun entsprechende Konzessionsverträge über Dienstleistungen in dem von der Realisierungsgesellschaft bewirtschafteten Hafenbereich des JadeWeserPort abgeschlossen. Die Unterweser Reederei GmbH (URAG), Bremen, und die Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft mbH & Co. KG (Bugsier), Hamburg, waren zuvor bereits in Wilhelmshaven tätig. Neu am Standort ist die Schleppreederei KOTUG GmbH (KOTUG) aus Rotterdam. „Die Vergabe an drei Dienstleister schafft einen größeren Wettbewerb am Standort Wilhelmshaven. Das war durchaus mit der Durchführung des Vergabeverfahrens beabsichtigt“, sagt Axel Kluth, Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft. Die Konzessionen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und beinhalten für den Auftraggeber eine Verlängerungsoption von drei Jahren. Eine Verpflichtung zur Durchführung der Dienstleistungen ist mit dem Abschluss eines Konzessionsvertrages nicht verbunden. Erbringt der Konzessionär eine Dienstleistung für Schiffe mit einer Größe von mehr als 90.000 BRZ (Bruttoraumzahl), hat er ein Konzessionsentgelt von 250 Euro an die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft zu entrichten.

Verzögerung beim JadeWeserPort

Betriebsbeginn erst Ende September

Dienstag, 05. Juni 2012

Deutschlands erster Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, wird nicht wie geplant Anfang August eröffnet. Wegen der mehr als 200 Risse an der Kaimauer kann der Hafen erst Ende September in Betrieb gehen. Das teilten Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) am Dienstagabend in Bremen mit.   Vorgesehen ist nun, dass die Kaje auf einer Länge von 1000 Metern bis Ende Juli instand gesetzt wird. Anfang August soll dann der Probebetrieb beginnen. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Risse an der 1725 Meter langen Kaje festgestellt worden.   Der Hafenbetreiber Eurogate hatte deshalb Zweifel geäußert, ob der 5. August als Starttermin noch zu halten ist. Eurogate kann die Kaimauer bisher nur auf einer Länge von 400 Metern nutzen. Den neuen Hafen in Wilhelmshaven sollen künftig die größten Containerschiffe der Welt voll beladen tideunabhängig rund um die Uhr anlaufen.

Jade-Weser-Port geht in den Probebetrieb

Wilhelmshaven. Deutschlands erster Tiefwasserhafen JadeWeserPort stellt die Weichen für die geplante Eröffnung im August 2012. Drei Unternehmen aus Norddeutschland und den Niederlanden erhielten am Montag den Zuschlag für Schleppdienstleistungen. Zugleich beendete die neue Hafenbahn einen zweiwöchigen Probebetrieb unter realen Bedingungen. Alle Tests verliefen reibungslos, wie die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft in Wilhelmshaven mitteilte.
 
Die Hafenbahn besteht aus einer vier Kilometer langen Anbindung an das Bahnnetz, einer 16-gleisigen Vorstellgruppe und einem Umschlagterminal mit fünf Verladekränen. Darüber sollen künftig etwa 20 Prozent der Güter angeliefert oder abtransportiert werden. Im Juli sind den Angaben zufolge weitere Tests der elektronischen Steuerungssysteme geplant. +++ JadeWeserPort: Baufirma weist Kritik zurück +++ Die Unterweser Reederei aus Bremen, Bugsier aus Hamburg und KOTUG aus Rotterdam sollen die großen Containerschiffe mit ihren Schleppern künftig beim Ein- und Auslaufen unterstützen. „Die Vergabe an drei Dienstleister schafft einen größeren Wettbewerb“, sagte der Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, am Montag in Wilhelmshaven. Der 360 Hektar große und eine Milliarde Euro teure Tiefwasserhafen soll am 5. August in Betrieb gehen. Zuletzt hatte Hafenbetreiber Eurogate. (dapd)

Streit um Schäden am JadeWeserPort

Gutachter entkräftet Zweifel an Rammverfahren

Dienstag, 05. Juni 2012

Eine finanzielle Belastung droht Niedersachsen wegen der Nachbesserungsarbeiten nicht. Foto: Scheer
Eine finanzielle Belastung droht Niedersachsen wegen der Nachbesserungsarbeiten nicht. Foto: Scheer
Im Streit um die Schäden beim Bau des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven hat ein Gutachter Zweifel an der Wahl des richtigen Rammverfahrens entkräftet. Das in Wilhelmshaven verwendete Verfahren sei zulässig und dem Stand der Technik entsprechend angewandt worden, erklärte der Gutachter in einer der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Expertise. Vor zehn Tagen hatte es in Berichten geheißen, der Experte sei bei der Begutachtung der Arbeiten an dem Tiefwasserhafen von einem anderen Verfahren ausgegangen. Jade-Weser-Port

Tiefwasserhafen vergibt Schleppkonzessionen

Drei Unternehmen aus Norddeutschland und den Niederlanden haben den Zuschlag für Schleppdienstleistungen am künftigen Jade-Weser-Port in Wilhemshaven erhalten. Die Unterweser Reederei aus Bremen, Bugsier aus Hamburg und Kotug aus Rotterdam sollen die großen Containerschiffe künftig beim Ein- und Auslaufen unterstützen. "Die Vergabe an drei Dienstleister schafft einen größeren Wettbewerb", sagte der Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, am Montag in Wilhelmshaven. Der 360 Hektar große und eine Milliarde Euro teure Tiefwasserhafen soll am 5. August 2012 in Betrieb gehen. Zuletzt hatte Hafenbetreiber Eurogate den Starttermin wegen Bauschäden mehrfach infrage gestellt.

Probebetrieb soll im Juni starten

Weiter Streit um JadeWeserPort

Freitag, 25. Mai 2012

Es ist immer noch unklar, wer für die 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Foto: Hero LangEs ist immer noch unklar, wer für die 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Foto: Hero Lang
Der Hafenbetreiber Eurogate ist sich noch nicht so sicher, ob man am 5. August den Betrieb des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven aufnehmen werde. Dies wisse man im Juni, sagte Eurogate-Chef Emanuel Schiffer. Auf einen Tag wollte er sich aber nicht festlegen. Am 11. Juni will Eurogate mit dem Probebetrieb am JadeweserPort beginnen. Das Problem sind die Reparaturarbeiten an der Kaimauer. Eurogate kann bisher nur die ersten 400 der gut 1700 Meter langen Kaje nutzen. Bis zu 5. August müssen laut Vertrag 1000 Meter der Kaje betriebsbereit sein. Eurogate will seine Anlagen jedoch nur nach ausreichender Erprobung in Betrieb nehmen. Dass Eurogate im Fall einer Verzögerung Schadenersatz zahlen müsse, schloss er aus. Offen ist auch, wer für die nach JWP-Angaben rund 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Löscharbeiten dauern voraussichtlich eine Woche

Probebetrieb soll im Juni starten

Weiter Streit um JadeWeserPort

Freitag, 25. Mai 2012

Es ist immer noch unklar, wer für die 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Foto: Hero Lang
Es ist immer noch unklar, wer für die 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Foto: Hero Lang
Der Hafenbetreiber Eurogate ist sich noch nicht so sicher, ob man am 5. August den Betrieb des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven aufnehmen werde. Dies wisse man im Juni, sagte Eurogate-Chef Emanuel Schiffer. Auf einen Tag wollte er sich aber nicht festlegen. Am 11. Juni will Eurogate mit dem Probebetrieb am JadeweserPort beginnen. Das Problem sind die Reparaturarbeiten an der Kaimauer. Eurogate kann bisher nur die ersten 400 der gut 1700 Meter langen Kaje nutzen. Bis zu 5. August müssen laut Vertrag 1000 Meter der Kaje betriebsbereit sein. Eurogate will seine Anlagen jedoch nur nach ausreichender Erprobung in Betrieb nehmen. Dass Eurogate im Fall einer Verzögerung Schadenersatz zahlen müsse, schloss er aus. Offen ist auch, wer für die nach JWP-Angaben rund 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Guangzhou Shipbuilding Delivers the FORTE to Fairstar Heavy Tranport

By gCaptain Staff On MV FORTE, image courtesy Fairstar Fairstar Heavy Transport N.V. (FAIR) announced today that they have taken delivery of the FORTE, a 216 meter long, 48,000 DWT, DNV-classed heavy lift transport vessel built by Guangzhou Shipbuilding International (GSI).  She will be headed to work offshore Australia in the very near future. The closing documentation was completed to the satisfaction of Fairstar’s bankers, DNV, and the Dutch Flag State. Fairstar has drawn down on the USD $247 million facility led by ING Bank and effected all outstanding payments due to GSI for the FORTE. Willem Out, COO of Fairstar, attended to the closing in China and reported: “We are extremely pleased with the quality and performance of FORTE. Over the last two years the Fairstar Team has worked closely with their counterparts at GSI to maintain the highest standards of quality and compliance to our contract. We are grateful for the thousands of hours of hard work that went into FORTE by everyone involved. The commitment to our company by everyone involved in this project, not only GSI, but CSTC and CSSC has been of great value. We value the relationship and look forward to building more ships together.” Ingmar den Blanken, Fairstar’s Treasurer, added: “The ING facility provided funding not only for the FORTE, but it has also facilitated the payments due to GSI for the FINESSE, as well as re-financing our current facilities with HSH Nordbank and ABN AMRO. ING did a marvellous job syndicating the credit and managing the closing documentation in a very difficult economic environment. The facility also provides for the issuance of the Performance Bonds required under our Gorgon, Ichthys and Golden Eagle contracts. ING provided a comprehensive solution to our financial needs at a critical time for Fairstar. We appreciate their confidence in our Team.” Philip Adkins, CEO of Fairstar, summed up the achievement: “Promises made, Promises kept, in other words, business as usual at Fairstar.”

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SMART SC verbessert Kommunikationsstrukturen inTransportketten

Im Frühjahr 2012 fiel beim JadeWeserPort in Wilhlemshaven der offizielle Startschuss zu dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Projekt „SMART SC – eBusiness-Standardisierung in der maritimen Supply Chain“. SMART SC hat eine Laufzeit von April 2012 bis März 2015 und wird vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) koordiniert. Neben dem ISL wirken am Projekt die Unternehmen all in one GmbH, dbh Logistics IT AG, i2dm consulting & development GmbH sowie JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG als Verbundpartner mit. Vor dem Hintergrund der nationalen Wettbewerbsfähigkeit im globalen Güterverkehr und den ständig wachsenden Transportvolumina richtet das Verbundprojekt SMART SC seinen Blick auf eine nachhaltige Verbesserung der Kommunikationsstrukturen in den hafenbezogenen Transportketten. Das Ziel des Projekts ist eine Effizienzsteigerung der vorhandenen Logistikprozesse über die gesamte containerbezogene Wertschöpfungskette im Import und Export durch den unternehmensübergreifenden Einsatz von eBusiness-Standards. Um die Leistungsfähigkeit der physischen Prozesse wie Transport, Umschlag oder Lagerei zu verbessern, sollen die den Warenstrom begleitenden Informations-, Kommunikations- und Transaktionswege harmonisiert und Daten, Informationen und Dokumente effizient und mit minimierter Fehlerquote zwischen den beteiligen Unternehmen in der Supply Chain ausgetauscht werden. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie beteiligten Behörden. Zu den Projektzielen und Schwerpunkten im Einzelnen gehören: Verbesserungen für KMU Stärkere Einbindung von KMU in die Planungs- und Monitoring-Prozesse entlang der Wertschöpfungskette Vereinfachung für KMU, sich in bestehende Ketten und Netzwerke einzubinden Optimierung der Planungsprozesse entlang der Kette Steigerung der Zuverlässigkeit von Planungsprozessen durch verbesserte Informationsflüsse Beschleunigung und Qualitätsverbesserung der Informationsbasis für Importeure und Exporteure als Wettbewerbsvorteil zur Optimierung der betriebsinternen Planungsprozesse Optimierung der Zulaufsteuerung zu den Containerterminals und Logistikzonen am Beispiel von Wilhelmshaven und Bremerhaven Abbau von Engpässen in den Umschlagknoten durch gezielte Steuerung der Zuläufe zu den geplanten Abfertigungszeiten Vermeidung von Staus auf den Zufahrtstraßen zu den Umschlagknoten des JadeWeserPort durch Bereitstellung von Parkraum, intelligenter Verkehrssteuerung und besserer Planbarkeit der Umschlagaktivitäten Verkehrsmäßige Verbesserungen im Umfeld des JadeWeserPort zur Entlastung der benachbarten Wohn- und Innenstadtgebiete Effizienzerhöhung bei der Abfertigung durch frühe Bereitstellung der Planungsgrundlagen und Steuerung eines gleichmäßigen Zu- und Abflusses des LKW-Verkehrs Auslastungsverbesserung von Ladungs- und Verkehrsträgern sowie Terminalkapazitäten Auslastungsverbesserung und Leerfahrtenreduktion Einsparung von Schadstoffausstoß durch intelligentes Parkmanagement statt Staubildung Nutzung der auftretenden Wartezeiten bis zur Abfertigung als Ruhezeit im Sinne der Regelungen der Lenk- und Ruhezeiten für LKW-Kraftfahrer Entwicklung eines innovativen Clusterumfeldes und Forcierung der Entwicklung des maritimen Logistikclusters Nordwestdeutschland

Insgesamt soll im Rahmen von SMART SC eine ganzheitliche Lösung für die Abwicklung elektronischer Kommunikationsprozesse für alle beteiligten Unternehmen (z.B. Speditionen, Verlader, Terminals, Fuhrunternehmen) und Verwaltungseinrichtungen (z.B. Zoll, Hafenamt) der containerbezogenen Supply Chain konzipiert werden. Dazu entwickelt das Projektkonsortium einen sogenannten Mediator, der auf Basis von Demonstratoren hinsichtlich einer praxisnahen Eignung getestet wird

"Zhen Hua 24" erreicht JadeWeserPort

Dienstag, 22. Mai 2012

"Zhen Hua 24" brachte die neuen Containerbrücken nach Wilhelmshaven. Foto: Scheer
"Zhen Hua 24" brachte die neuen Containerbrücken nach Wilhelmshaven. Foto: Scheer
Mit Verspätung hat die "Zhen Hua 24" mit vier riesigen Containerbrücken für den JadeWeserPort am Samstag in Wilhelmshaven angelegt. Es hatte am Freitag wieder umdrehen müssen, weil es Probleme mit dem Liegeplatz und der Versicherung gab. Jetzt wurden die offenen Haftungsfragen gelöst. Das Baukonsortium gab eine Garantieerklärung für die Tragfähigkeit des Bauwerks ab, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Daraufhin habe die JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft als Bauherr dem Hafenbetreiber Eurogate die Garantie für die Haftung für eventuelle Schäden beim Abladen der jeweils 1750 Tonnen schweren Brücken zusichern können. Gestern Mittag begannen die Löscharbeiten, die sich voraussichtlich noch bis nächste Woche hinziehen werden.

Schiff mit Containerbrücken darf verspätet anlegen

Hafenbau Realisierungsgesellschaft übernahm die Haftung für die Standfestigkeit der Kajenfläche

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Am Jade-Weser-Port angelegt: Der Spezialfrachter „Zhenhua 24“ bringt vier neue Containerbrücken. BILD: Eurogate  Bild vergrößern

jwe

Wilhelmshaven - Mit einem Tag Verspätung durfte am Sonnabend der chinesische Schwergutfrachter „Zhenhua 24“ am Wilhelmshavener Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port anlegen, nachdem er am Tag zuvor unverrichteter Dinge zurück in die Nordsee musste. Der Frachter hatte die zweite Lieferung von vier Containerbrücken an Bord, die jetzt nach und nach entladen werden. Dazu wird eigens eine Schienenverbindung zwischen Schiff und der Hafenfläche eingerichtet. Am Freitag war das Anlanden gescheitert, weil es keine verbindliche Haftungserklärung über die Stadtfestigkeit der neuen Hafenfläche gab. Weil die Versicherung des künftigen Hafenbetreibers Eurogate das Anlegemanöver nur in dem Bereich absichern wollte, wo Reparaturarbeiten an den undichten Stellen der Kaimauer stattfinden, wurde die Aktion zunächst abgebrochen. Am Sonnabend übernahm die Realisierungsgesellschaft, die am Freitag wegen eines internen „Brückentages“ ihr Büro geschlossen hatte, die volle Haftung für die Kaje. Zuvor hatte das Baukonsortium eine Garantiererklärung abgegeben. Heftige Kritik am Umgang mit den entstandenen Problemen am Jade-Weser-Port übte der stellvertretende niedersächsische SPD-Vorsitzende Olaf Lies (Sande). Der Politiker warf Landesregierung, Realisierungsgesellschaft und Eurogate vor, mit dem Jahrhundertprojekt unkoordiniert, unabgesprochen und kopflos umzugehen. Die Anlieferung der Brücken sei nur der bisher letzte Höhepunkt eines „unwürdigen Schauspiels“. Es sei höchste Zeit, dass sich die Verantwortliche an einen Tisch setzten.

IHK-Exportleiterkreis besichtigt JadeWeserPort

Unter dem Motto „Der JadeWeserPort vor dem Start” diskutierten rund 50 Teilnehmer des Exportleiterkreises der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) bei ihrem jüngsten Treffen mit Logistikexperten die Möglichkeiten, die Deutschlands einziger Tiefwasserhafen für die oldenburgische Exportwirtschaft künftig bietet.

Da kommt etwas Großes auf uns zu, wenn ab dem 5. August dieses Jahres der JadeWeserPort startet“, sagte Robert Knief, Product Manager Seafreight Germany bei Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG, Bremen. Die Kapazität der Containerschiffe werde künftig bis zu 20.000 TEU betragen. Der JadeWeserPort sichere daher die maritime Wettbewerbsfähigkeit und stärke den Logistikstandort in Norddeutschland. Positive wirtschaftliche Impulse seien auch für das Hafenhinterland zu erwarten, z. B. für den Niedersachsenpark in Neuenkirchen-Vörden, wo sich zuletzt ein großer Sportartikelhersteller angesiedelt habe, so die Einschätzung von Knief.

Direkt im Container Terminal sollen laut Hans-Jürgen Fritsch, Eurogate-Projektmanager, bei Vollauslastung und Dreischichtbetrieb rund 1000 Arbeitsplätze entstehen. Fritsch rechnet mit weiteren hafenabhängigen Beschäftigten in der gleichen Größenordnung.

Der neue Hafen werde sich zu einem klaren Standortortvorteil für die weitere Internationalisierung der Wirtschaft im Nordwesten entwickeln, so das Fazit im Exportleiterkreis. Mit Blick auf die zuletzt vermehrt kritische überregionale Wahrnehmung des Milliardenprojektes im Zuge der öffentlich geführten Diskussion um die aufgetretenen Schäden an der Kaje müsse die langfristige positive Bedeutung des Hafens wieder stärker ins Blickfeld rücken.

Wir versenden wöchentlich mehrere Container nach Übersee“, so Christian Jonas, Vertriebsleiter bei der MBB Palfinger GmbH, Deutschlands größtem Hersteller von Hubladebühnen für Nutzfahrzeuge mit Sitz in Ganderkesee. . „Die Nähe zum JadeWeserPort sehe ich zukünftig daher als klare Chance für unser Unternehmen.

Ähnlich sieht es Udo Müller, Geschäftsführer der Robert Kraemer GmbH & Co. KG, Rastede: „Als Hersteller von Harzen für Lacke, Druckfarben und Klebstoffe agieren wir weltweit – sowohl als Importeur von Rohstoffen als auch als Exporteur unserer Produkte. Die nahe Anbindung an den Port ist ein Vorteil, von dem wir uns auch positive preisliche Auswirkungen erwarten.“

Malte Smolna, Geschäftsführer der Cetex-Rheinfaser GmbH, Ganderkesee und Vorsitzender des IHK-Exportleiterkreises, meint: „Der JadeWeserPort ist für die Exportwirtschaft im Oldenburger Land aber auch weit darüber hinaus ein Megaprojekt mit einem enormen Chancenpotential. Im Hinblick auf Zeit- und Kostenmanagement wird der JadeWeserPort viele positive Aspekte für die regionale Wirtschaft erbringen. Als Importeur von Textilen und technischen Fasern, mit mehr als 1000 Containern im Jahr aus dem asiatischen Raum, werden wir das Potential des neuen Hafens unmittelbar nutzen. ”

Nach den Vorträgen im JadeWeserPort-Infocenter ging es bei einer Terminalrundfahrt bis zur Kaikante, wo Mitte dieses Monats weitere vier der weltweit größten Containerkräne eintreffen und aufgestellt werden. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer auch am Nordfrost-Seehafen-Terminal als erste Ansiedlung in der sich direkt an das Terminal anschließenden Logistikzone. Ab August können hier Tiefkühlware, Obst und Gemüse sowie allgemeines Stückgut umgeschlagen werden.

Der IHK-Exportleiterkreis ist die Plattform für Erfahrungsaustausch und Netzwerken der im Ausland aktiven Unternehmen im Oldenburger Land. Ihm gehören derzeit rund 100 Mitglieder und Gäste an.

@ Ein Spezial unter http://www.NWZonline.de/jadeport

Containerbrücken konnten nicht angeliefert werden

Fertigstellung des JadeWeserPorts verzögert sich weiter

Samstag, 19. Mai 2012
Der Eröffnungstermin am 5. August kann wahrscheinlich nicht eingehalten werden. Foto: Eurogate
Der Eröffnungstermin am 5. August kann wahrscheinlich nicht eingehalten werden. Foto: Eurogate
Beim Bau des ersten deutschen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven ist es zur nächsten Verzögerung gekommen - womit der Eröffnungstermin am 5. August weiter unter Druck gerät. Ein Frachtschiff mit Containerbrücken für den JadeWeserPort an Bord konnte am Freitag nicht anlegen, weil Baugerät den Kai blockierte und die beauftragte Versicherung nicht die Haftung übernehmen wollte. Nun könne der Zeitplan für den Probebetrieb nicht mehr eingehalten werden, so die Sprecherin des Betreibergesellschaft Eurogate, Corinna Romke. Das Milliarden-Projekt steht seit Monaten wegen Baumängeln unter großem Zeitdruck. Risse an der Spundwand müssen repariert werden, so dass bislang nur 400 Meter des gut 1700 Meter langen Kais genutzt werden können. Eurogate hatte bereits vor knapp zwei Wochen erklärt, dass es den Starttermin für den Hafen gefährdet sehe. Bislang aber halten die Verantwortlichen noch am Zeitplan fest. Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) hat unterdessen eine Lösung in Aussicht gestellt. Er sieht den geplanten Eröffnungstermin für den JadeWeserPort am 5. August durch die neue Verzögerung nicht gefährdet. "Bei jedem Bauvorhaben gibt es Probleme. Hier haben wir ein Problem das lösbar ist, das lösbar scheint und auch gelöst wird", sagte der Minister. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven

Schiff mit Containerbrücken soll doch heute anlegen

Das Spezialschiff mit vier weiteren Containerbrücken für den Jade-Weser-Port kann nun doch in Wilhelmshaven anlegen. Am Sonnabendmittag soll die "Xenhua" an der Kaje in Wilhelmshaven ankommen. Das teilte am Vormittag eine Sprecherin des Hafenbetreibers Eurogate mit. Das Schiff wird in dem Bereich festmachen, für den die Versicherung keine Erlaubnis erteilt hat.
Vier Containerbrücken auf einem Spezialschiff in der Nordsee [Quelle: BSH Hamburg]Am Mittag soll die "Xenhua" nun doch in Wilhelmshaven festmachen.
Stattdessen habe die Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft inzwischen eine Garantie abgegeben, dass die Anlandung und Aufstellung der Containerbrücken auf dem Kajenbauwerk problemlos möglich sei. Dafür habe sie die volle Gewähr übernommen, so Eurogate.

Seit Freitag liegen die Containerbrücken auf Reede

Das Spezialschiff war bereits am Freitag angekommen, konnten aber nicht am vorgesehenen nördlichen Hafenteil festmachen. Diesen Bereich hat die Versicherung wegen der Schäden an der Spundwand nicht freigegeben. In Sichtweite der Kaianlagen des Tiefwasserhafens musste das Spezialschiff "Xenhua" abdrehen. Schlepper brachten den Frachter mit den vier Containerbrücken an Bord wieder in Richtung offene See.

Am 5. August soll der Hafen in Betrieb gehen

Wann die tonnenschweren Anlagen abgeladen und über Schienen an Land gebracht werden ist noch unklar. Der erste deutsche Tiefwasserhafen soll am 5. August in Betrieb gehen. Das Projekt steht wegen der Schäden an der Spundwand unter großem Zeitdruck.

Hintergrund und weitere Informationen:

Containerbrücken für Wilhelmshaven auf Reede Containerbrücken für den Jade-Weser-Port Weltgrößte Containerbrücken sind angekommen

Containerbrücken im Kanal

Jade-Weser-Port Ankunft am Freitag in der Mittagszeit

  jwe Wilhelmshaven - Die nächste Lieferung von Containerbrücken für den Jade-Weser-Port steht bevor. Die vier 120 Meter hohen Riesenkrane sind an Bord des chinesischen Spezialfrachters „Zhen Hua 24“ auf dem Weg von Schanghai und sollen voraussichtlich am Freitag in Wilhelmshaven ankommen. Erwartet wird die Ankunft in der Mittagszeit, weil dann bei Hochwasser die besten Bedingungen zum Anlegen herrschen. Am Dienstag befand sich der Transport im Ärmelkanal und durchquerte am frühen Abend die Fährstrecke Dover-Calais. Bei der „Zhen Hua 24“ handelt es sich um ein umgebautes Tankschiff, dessen ehemaligen Öltanks jetzt als Ballast dienen, mit dem der Schwerpunkt gesenkt wird, um das Schiff zu stabilisieren. Auf diese Weise können die 120 Meter hohen Brücken mit ihren 69 Meter langen Auslegern auf dem Seeweg transportiert werden. Im März waren von einem Schwesterschiff die ersten vier Brücken für den Wilhelmshavener Containerhafen geliefert worden. Bei den Anlagen handelt es sich um die größten Containerbrücken der Welt, die in der Lage sind, Schiffe mit 25 Containerreihen nebeneinander zu be- und entladen. @ Position der „Zhen Hua 24“ im Internet: http://www.marinetraffic.com

Ursache für Schäden weiterhin ungeklärt

JaWePo: Baufirmen wehren sich

Freitag, 11. Mai 2012
Die Baufirmen wehren sich gegen Vorwürfe. Foto: Hero Lang
Noch wird von allen Beteiligten am Eröffnungstermin 5. August für den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven festgehalten, doch die Pläne geraten zunehmend ins Wanken: Die Arbeitsgemeinschaft JadeWeserPort arbeitet jetzt mit Hochdruck daran, die Sanierung der Risse in der Spundwand bis Ende Juni abzuschließen. Nach den derzeitigen Planungen sei dies machbar, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Johann Bunte Bauunternehmung, Manfred Wendt, am Freitag auf der Baustelle des Tiefwasserhafens. Allerdings dürften nicht noch weitere Risse - sogenannte Schlosssprengungen - entdeckt werden. Bislang wurden 175 davon in der 1725 Meter langen Kaje festgestellt. "Wir vermuten weitere", sagte der Technische Geschäftsführer von Bunte, Bernhard Hebbelmann. Etwa 30 Risse sollen mit Stahlplatten verschlossen werden. Dort, wo die meisten Risse sind, wird auf einer Länge von 450 Metern eine 9,50 Meter hohe Betonwand vor die Spundwand gebaut. Die Zahl der Schlosssprengungen gehe über das normale Maß hinaus, räumte der Sprecher der Bunte-Geschäftsführung ein. Nach seinen Angaben wurde der erste Riss am 21. September 2011 entdeckt. "Damals sind wir von einzelnen Schlosssprengungen ausgegangen", sagte Wendt. Die gebe es bei jedem Kajenbau. Als dann in diesem Februar und März weitere 20 bis 30 auftauchten, sei klar geworden, dass eine Einzelsanierung nicht reiche. Die von mehreren Seiten geübte Kritik an der Bauausführung wies die Arbeits-gemeinschaft zurück. Die Bau- und Rammverfahren seien nicht verantwortlich für die Risse in der Spundwand, betonte Wendt. Die Ursache dafür sei weiterhin ungeklärt. Drei Gutachterteams seien im Einsatz - von der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, der Versicherung und der Arbeitsgemeinschaft. Auch die eingesetzten Baumaterialien wie der gelieferte Stahl würden geprüft, sagte Wendt. Ergebnisse gibt es noch nicht. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".   EUROGATE hat gemäß dem Betreibervertrag Anspruch auf die Übernahme von 1.000 m betriebsbereiter Kaje 3 Monate vor Betriebsbeginn, also am 05. Mai 2012. Die Anmeldung dieser Anforderung ist durch EUROGATE bereits im vergangenen Jahr fristgerecht bei der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft („JWPR“) erfolgt. Dieser dreimonatige Zeitraum vor dem Betriebsbeginn ist erforderlich weil Die Containerbrücken (CBs) nach Anlieferung entladen werden müssen. Auf der Kaje wird hierzu ein Sperrbereich eingerichtet. Die CBs sind so aufzustellen, dass diese von allen Seiten mit Hilfskranen erreicht werden können. Sodann werden die Transportstützen abgebrannt, einzelne Komponenten zusätzlich angebracht und die Elektrik in Betrieb genommen. Dazu erfolgen die entsprechenden technischen Tests aller Komponenten. Während dieser Zeit arbeiten im Sperrbereich ca. 30 Mitarbeiter des Lieferanten ZPMC und ca. 10 -20 Mitarbeiter von EUROGATE sowie von den Abnahmebehörden. Danach werden die CBs nacheinander im Abstand von ca. 2 Wochen aus dem Baustellenbereich herausgefahren und gehen in einen Bereich für den Probebetrieb. Dabei werden alle Funktionen im Life-Test durchgefahren. Dies kann nicht im Sperrbereich erfolgen, da hierzu auch der Einsatz von Van Carriern (VCs) und anderem Schwergerät erfolgt. Dazu wird vor diesem Probebetriebsbereich auch ein Schiff positioniert, um den Test unter realistischen Bedingungen durchzuführen. Danach erfolgt der Übungsbetrieb. Dabei sollen die CBs und VCs im realistischen Einsatz mit allen Mitarbeitern geschult werden. Wir haben in dieser Zeit ca. 400 Mitarbeiter auf dem neuen Gerät und mit den neuen Abläufen zu schulen um einen sicheren Start des realen Betriebes zu gewährleisten. EUROGATE hat  bereits einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag investiert und ca. 400 Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Es ist daher das Interesse von EUROGATE, den Betriebsbeginn nicht zu verzögern. Auch unser Kunde MAERSK Line steht bereit. Deshalb hat EUROGATE  Anforderungen bereits auf ein absolutes Minimum an Kaje reduziert, nämlich nur 450 m (statt 1.000 m) ab dem 05. Mai 2012. Tatsächlich kann EUROGATE leider seit dem 05. Mai 2012 aber nur 350 m nutzen, am 08. Juni 2012 sollen es dann 500 m sein. Die 1.000 m Kaje sollen uns erst am 25. Juli 2012 -also 8 Werktage vor dem geplanten Betriebsbeginn -zur Verfügung stehen. EUROGATE wird sich trotzdem bemühen, den geplanten Betriebsbeginn nicht zu gefährden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich aus der verzögerten Bereitstellung des betriebsbereiten Kajebereichs auch eine Verschiebung des Zeitpunktes für den Betriebsbeginn ergibt. Ob das der Fall ist und ggf. in welchem Ausmaß, kann sich erst aus der weiteren Entwicklung dieser Angelegenheit ergeben.

Tiefwasserhafen JadeWeserPort

Eurogate sieht Starttermin gefährdert

Dienstag, 08. Mai 2012 Die Betreiber des ersten deutschen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven sehen den Start des Milliarden-Projektes in drei Monaten weiterhin gefährdet. Das erklärte die Betreibergesellschaft Eurogate jetzt. Bisher stünden anders als vereinbart nur 350 statt 450 Meter Kaje zur Verfügung. "Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus der verzögerten Bereitstellung des betriebsbereiten Kajebereichs auch eine Verschiebung des Zeitpunktes für den Betriebsbeginn ergibt", teilte die Betreibergesellschaft mit. Die Gesellschaft erklärt, eigentlich sei vereinbart gewesen, dass drei Monate vor dem Starttermin 1000 Meter betriebsbereite Kaje zur Verfügung stehen sollten. Dies sei nötig, um die Containerbrücken in dem neuen Hafen aufzubauen, zu testen und anschließend die rund 400 Mitarbeiter an den neuen Anlagen zu schulen. Weil es nicht im Interesse der Betreiber liege, den Betriebsbeginn zu verzögern, seien die Anforderungen auf ein absolutes Minimum reduziert worden. Ob der Starttermin 5. August gehalten werden könne oder nicht, hänge von der weiteren Entwicklung ab, erklärte Eurogate. Zuletzt hatte es immer wieder Ärger wegen Baumängeln an dem Milliarden-Projekt gegeben, inzwischen gibt es 175 Risse an der Spundwand der insgesamt 1750 Meter langen Kaje. Deswegen soll jetzt auf rund 600 Metern eine Betonwand vor die Spundwand gesetzt werden.   Am 5. August soll es trotz Problemen losgehen Jade-Weser-Port: Hauch von Hafen – mehr nicht Wilhelmshaven. Vier Containerbrücken – die größten auf der Welt – ragen mit ihren Auslegern 126 Meter in die Höhe. Sie sind ein weithin sichtbares Zeichen für den ersten deutschen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Im Jade-Weser-Port weht ein Hauch von Hafen. Getrübt wird das Bild nur von Problemen mit der Spundwand. In der 1725 Meter langen Kaje gibt es etwa 4000 sogenannte Schlossverbindungen, bei rund 170 wurden Risse von 10 bis 20 Zentimeter Länge entdeckt. „Schlosssprengungen hat es schon immer beim Kajenbau gegeben“, meint Fritsch. Auffällig sei in diesem Fall, dass in einem Teilbereich der Kaje besonders viele Schäden festgestellt worden seien. Die Ursache sei unklar. Auf die Sicherheit der Kaje haben Schlosssprengungen keine Auswirkung. „Die kann nicht umkippen“, erklärt Fritsch. Eine Betonwand soll bis zum 30. Juni vor das Stück mit den meisten Schäden gesetzt werden. Wer die Kosten in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro übernehmen muss, ist noch nicht geklärt. Gutachter sollen die Ursache klären. Am (mehrfach verschobenen) Starttermin, dem 5. August, wird festgehalten. 160 Hektar umfasst das Güterverkehrszentrum. Laut Vermarkter sind 27 Hektar vergeben, über noch 50 Hektar wird verhandelt. Für Irritationen bei Interessenten hatte die Diskussion um die Spundwand gesorgt. Es bleibt fraglich, ob der anvisierte Termin für die erhoffte Erfolgsstory zu halten ist. Die größten Containerschiffe der Welt sollen voll beladen tideunabhängig rund um die Uhr den Hafen anlaufen und mit Rotterdam und Antwerpen konkurrieren. Ein nochmaliges Verschieben könnte vor der Landtagswahl 2013 der Opposition Munition für den Wahlkampf liefern.      
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne