LNG-angetriebenes Containerschiff erhält DNV-Genehmigung

LNG   http://www.infosperber.ch/Wirtschaft/20-Schiffe--so-dreckig-wie-eine-Milliarde-Autos Copyright infosperber Keine Konsumgesellschaft ohne Containerschiffe – der Preis dafür ist hoch © SWR

Keine Konsumgesellschaft ohne Containerschiffe – der Preis dafür ist hoch

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Es klingt nach Zukunftsmusik, doch wenn es nach dem norwegischen Düngemittelhersteller Yara geht, soll bereits 2020 das erste elektrisch betriebene und autonom fahrende Containerschiff in See stechen.
© Kongsberg
Geht es um das Thema Zero Emission steht die Containerschifffahrt nicht gerade an erster Stelle. Kein Wunder, denn die Abgase der Ozean-Giganten beeinträchtigen Umwelt, Gesundheit und Klima. Doch tatsächlich könnte sich dies zukünftig ändern. In Norwegen wird aktuell das erste elektrisch betriebene und autonom fahrende Containerschiff entwickelt.

Von der Straße aufs Meer

Initiator der Entwicklung ist der norwegische Düngemittelhersteller Yara. Dieser benötigt jährlich 40.000 Lkw-Fahrten um Chemikalien und Dünger vom Produktionswerk in Porsgrunn zum Hafen in Brevik zu transportieren. Von dort wird die Ware an Kunden in der ganzen Welt verschifft. Für Yara besonders problematisch und Anstoß zur Initiative: Die Lkw müssen für die 15 km lange Strecke zwischen Werk und Hafen vor allem an kleinen idyllische Dörfchen und Städten vorbei. Dabei verschmutzen sie die Luft, machen Krach und sind zudem ein Sicherheitsrisiko auf der Straße. Die 15 km lange Strecke soll künftig von der Birkeland bewältigt werden. Zusammen mit Kongsberg, einem Anbieter für Schiffs- und Offshoreelektronik, entwickelt Yara nun das Elektroschiff, dass das erste  voll elektrische und selbstfahrende Containerschiff sein soll. „Mit diesem autonomen, batteriebetriebenen Containerschiff bewegen wir den Transport von der Straße auf das Meer, reduzieren Lärm, NOx- und CO2-Emissionen und erhöhen die Sicherheit auf den örtlichen Straßen“, sagt Yara-Geschäftführer Svein Tore Holsether.

Der Kapitän bleibt an Land

Ingenieur.de hat die Fakten des bisher nur als Computersimulation vorhandenen Schiffes zusammengefasst. Die Birkeland soll eine Länge von 70 Metern haben und rund 100 Container laden können. Es wird kein Fahrerhaus geben, dafür soll sich am Heck eine Brücke mit Antennen, IR-Kamera und Lidar-System befinden. Durch die verbaute Technik soll es möglich sein, dass das Elektroschiff autonom von Porsgrunn nach Brevik fährt. Dabei bewegt sich das zugegebenermaßen eher kleine Containerschiff mit zehn Knoten (knapp 18,5 km/h). Die Reichweite soll rund 65 Seemeilen (120 km) betragen. Das Be- und Entladen, das Ankern und das Laden des 4-MWh-Akku sollen vollautomatisch erfolgen. Auch wenn das Containerschiff autonom durchs Wasser gleitet, wird es einen Kapitän geben. Dieser sitzt jedoch in einem Kontrollzentrum an Land und ist mit einer Virtual Reality Brille ausgestattet. Diese erlaubt es ihm, in einen virtuellen Kommandostand einzutauchen. Bei Bedarf kann er zudem Drohnen aussenden, um das Schiff zu überwachen. Bereits 2019 soll die erste Testfahrt stattfinden, allerdings noch mit Besatzung. Ein Jahr später soll die Birkeland bereits autonom von A nach B fahren. Überwacht wird das Schiff von Land. Übrigens: Yara und Kongsberg sind nicht die einzigen, die an autonom fahrenden Schiffen forschen. Auch Rolls-Royce und das finnische Forschungszentrum VTT wollen gemeinsam ferngesteuerte und autonom geführte Schiffe entwickeln und ab 2020 erproben. Neben der Seefracht wird auch in der Luftfracht an disruptiven Innovationen geforscht. Das amerikanische StartUp Natilus will mit einer Drohe mit der Größe einer Boeing 777 die Luftfracht revolutionieren.
/ Geschrieben von Julia Ptock

20 Schiffe – so dreckig wie eine Milliarde Autos

Christof Moser / 04. Apr 2016 - Der globale Welthandel funktioniert nur dank Containerschiffen. Eine Dokumentation zeigt die immensen Kosten für die Umwelt.

90 Prozent von allem, was wir konsumieren, wird mit Containerschiffen transportiert. Containerschiffe sind die treibende Kraft des globalen Welthandels. 18 Millionen Container sind jährlich auf den Weltmeeren unterwegs. Mit ihnen werden zum Beispiel Fische aus Schottland zum Filetieren nach Vietnam transportiert, um die Filets dann ebenfalls wieder auf dem Schiff zurück nach Schottland zu bringen. Möglich macht dies die niedrigen Transportkosten, von denen wir auch als Konsumenten profitieren.

Doch die versteckten Kosten dieser Transporte sind enorm. Die 20 grössten Containerschiffe der Welt – betrieben mit Schweröl – stossen mehr Schwefeloxide aus als die Milliarde Autos auf dem Planeten. Und auf den Weltmeeren sind jährlich 60'000 Frachtschiffe unterwegs. Das sind Fakten, die in der Dokumentation «Seeblind – der wahre Preis der Frachtschifffahrt» (hier verfügbar auf Youtube) erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

5000 Tonnen Giftmüll landen pro Jahr im Meer

Zum Vergleich: Für den Schiffsbetrieb zugelassenes Schweröl hat einen Schwefelgehalt von 3000 bis 3500 ppm (parts per million). In der EU dürfen Autos maximal 15 ppm Feinstaub-Ausstoss haben.

An den Klima- und Umweltkonferenzen ist die Schifffahrt kein Thema – die Lobby der Reeder verhindert erfolgreich, dass ihre Dreckschleudern zum Thema werden. Die Länder mit den grössten Schiffsflotten finanzieren die Aufsichtsbehörde gleich selber.

Zum Schadstoffausstoss kommt die Verklappung – das Reinigen der Schiffe, das jährlich 5000 Tonnen Giftmüll ins Meer spült. Die Havarien von Schiffen und Tankern – im Durchschnitt alle drei Tage ein Untergang, ohne dass die Weltöffentlichkeit Notiz davon nimmt – tun ihr übriges für die fortlaufende Verschmutzung der Meere.

Vom immensen Lärm der Schiffe, der Meeressäugern die Orientierung raubt, noch gar nicht zu reden.

«Wir steuern auf einen Abgrund zu. Wir sind schon sehr nah daran, die Möglichkeiten für unser menschliches Dasein zu zerstören. Das ist eine nahezu unvermeidliche Konsequenz marktwirtschaftlicher Prinzipien», sagt Globalisierungs-Kritiker Noam Chomsky in dieser äusserst sehenswerten Dokumentation.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

LNG-angetriebenes Containerschiff erhält DNV-Genehmigung Kawasaki Heavy Industries (KHI) hat die Entwicklung eines LNG-betriebenen 9000TEU-Schiffes abgeschlossen und dafür die grundsätzliche Genehmigung von DNV erhalten. Das Schiff ist mit einer neuen Art LNG-Tank konzipiert, der mehr Platz für Containerfracht lässt. Das LNG wird in prismatischen, isolierten Niederdrucktanks (Typ B) gespeichert, die zum ersten Mal in einem großen Containerschiff eingesetzt werden. Sie unterscheiden sich von zylindrischen Druckbehältern (Typ C) durch die bessere Raumnutzung aufgrund ihrer prismatischen, rechteckigen Form. Darüber hinaus kam bei KHI mit dem der Wärmedämmung dienenden Kawasaki Panel System auch eine einzigartige Technologie zur Anwendung, um die Verdampfungsrate des LNG zu reduzieren. „Tanks vom B-Typ produzieren kontinuierlich verdampfendes LNG, das für den Antrieb oder für Hilfsstoffe verwendet wird. Kühlcontainer konsumieren den Abdampf im Hafen, so dass jegliche Emission von LNG an die umgebende Luft vermieden sowie die Versorgung mit Landstrom unnötig wird“, erklärt Jan Tellkamp, Projektleiter LNG bei DNV Hamburg. Die grundsätzliche Genehmigung von DNV gilt sowohl für die Gasversorgung des Schiffes als auch für die LNG-Tanks. Nächster geplanter Schritt ist die Durchführung einer Sicherheitsbewertung des Schiffes durch DNV.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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