Timeline: LNG in the port of Brunsbüttel bekommt Erdgas-Tankstelle für Schiffe Teil 3

Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden Copyright WiMi SH danke Herr Mayer Herr Haase

Sasol Germany GmbH, Werk Brunsbüttel 22.11.2002 Chemie Industrie Dithmarschen Fabrik

Flüssiggas im Norden – die große Wette auf die Zukunft
Terminal in Brunsbüttel, Förderanlagen in Russland: Wie LNG die Energie-Märkte durcheinander wirbelt
Der Gastanker „Christophe de Margerie“ im Hafen von Sabetta auf der Jamal-Halbinsel im Norden Russlands. Er gilt als das derzeit größte eisbrechende Schiff der Welt. Künftig soll eine Flotte von 15 solcher Tanker Flüssigerdgas nach Asien und Europa bringen.
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Studie untersucht Potenzial für LNG an deutscher Küste

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Eine LNG-Potenzialstudie untersucht die Möglichkeiten für den Aufbau einer Flüssiggas-Versorgungsinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste und vergleicht potenzielle Standorte. Auftraggeber sind die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die MARIKO GmbH aus Leer in ihrer Funktion als Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen, der Maritime Strategierat Weser-Ems und die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV). Liquefied Natural Gas ist nach Ansicht der Beteiligten für die Schifffahrt der saubere Treibstoff der Zukunft und darüber hinaus schon heute in vielen Ländern eine wichtige Säule der Energieversorgung. Allerdings fehle derzeit in Deutschland sowohl eine Versorgungsinfrastruktur in den Seehäfen als auch ein Importterminal an der deutschen Nordseeküste, betonen IHK, WHV e.V. und MARIKO gemeinsam. »Als weltweit viertgrößte Volkswirtschaft dürfen wir den Anschluss an den Energiemarkt der Zukunft nicht verlieren. Die Schaffung einer Infrastruktur wird hierzulande die Nutzung von flüssigem Erdgas sowohl als Energie- und Industrierohstoff als auch als Treibstoff für die Schifffahrt und den Schwerlastverkehr verstärken«, so die Initiatoren.

Vernetzter Ansatz soll neue Einsichten ermöglichen

Mit Merkel Energy und CPL aus Rostock habe man »kompetente und bestens vernetzte« Partner gefunden, die neben der Standortanalyse für die LNG-Infrastruktur die potenziellen Gasverbraucher ermitteln sollen, um in einer Gesamtbetrachtung die kritische Masse für Infrastruktur aufzuzeigen. Nautitec werde darüber hinaus die nautischen Aspekte betrachten. Mit diesem Ansatz hebe sich das beauftragte Gutachten deutlich von bisherigen Studien ab. Die Frage, ob die Errichtung einer nationalen Versorgungsinfrastruktur erforderlich sei, werde derzeit in Deutschland nicht einheitlich beurteilt. Mit der Potenzialanalyse werde eine qualifizierte Grundlage für die weitere Diskussion mit Marktteilnehmern und politischen Akteuren geschaffen, um Flüssiggasinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste aufzubauen. Hierzu werde der umfassende Vergleich potenzieller Standorte im Hinblick auf ihre Eignung und Alleinstellungsmerkmale für derartige Infrastrukturen wesentlich beitragen. Mit den Ergebnissen der Studie sei im August 2017 zu rechnen.
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LNG – diese drei Buchstaben genügen derzeit, um Politiker und Wirtschaftslenker in Euphorie zu versetzen. Ganz gleich, ob es um ein Import-Terminal in Brunsbüttel oder eine schwimmende LNG-Tankstelle im Hamburg Hafen geht: Flüssigerdgas ist die neue Zauberformel. Mit LNG will Europa seine Abhängigkeit von Ländern wie Russland verringern und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ob die Energie-Revolution jedoch gelingt, bleibt abzuwarten. LNG (Liquified Natural Gas) ist Erdgas, das auf minus 160 Grad heruntergekühlt wird und dabei vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Und: „Es ist eine Wette auf die Zukunft“, wie André Wolf, Forscher am Hamburgischen Weltwirtschafts Institut (HWWI), sagt. Dass sich LNG und ein Import-Terminal in Deutschland gegenwärtig rechnen, sieht er zwar nicht. Doch die Zukunft könnte anders aussehen. „Das Anbieter-Portfolio ist relativ weit differenziert“, erklärt Wolf. Und das könnte nach seiner Einschätzung zu einem zunehmenden Wettbewerb führen. Denn anders als klassisches Erdgas kann LNG per Schiff global gehandelt werden. Ohne Pipeline.
Russland investiert Milliarden in neue Technik
Fracking hat in den USA einen regelrechten Gas-Boom ausgelöst. In den vergangenen Jahren haben US-Konzerne Milliarden-Beträge investiert, um das billige Schiefergas verflüssigen und rund um die Welt verschicken zu können. Und diese Ambitionen sind ungebrochen. „Der Drang der Amerikaner den Markt mit Schiefergas zu fluten, wird nicht zurückgehen“, zeigt sich Wolf überzeugt. Vor der Küste Australiens wird mit Gorgon derzeit das größte Flüssiggas-Förderprojekt der Welt umgesetzt. Obendrein mischen Länder wie Katar mit gewaltigen Erdgas-Vorräten mit. Das Angebot von LNG wächst also – zum Teil schneller als die Nachfrage, was die Preise drückt. „Das Wachstum der LNG-Nachfrage dürfte zwischen 2015 und 2030 zwischen vier und fünf Prozent pro Jahr liegen und damit doppelt so schnell steigen wie die Nachfrage nach Erdgas“, gibt aber Maarten Wetselaar, der bei Shell für den Bereich Gas und neue Energien verantwortlich ist, zu bedenken. Interessant ist Flüssiggas aus Sicht von HWWI-Experte Wolf neben Schiffs- und LKW-Antrieben vor allem für die „energie-intensive Großindustrie“. Tatsächlich war dies auch einer der Gründe, die im Falle des Import-Terminals in Brunsbüttel den Ausschlag gegeben haben. Mit dem angrenzenden Chemcoastpark stehen die LNG-Abnehmer dort nämlich gleich bereit. „Man könnte sich vorstellen, dass LNG Öl verdrängt“, sagt Ökonom Wolf. Das emissionsarme LNG würde so zum Puzzelstück bei der Energiewende – und obendrein die Abhängigkeiten von einzelnen großen Öl- und Gas-Versorgern wie Russland verringern. Doch die künftige Rolle, die LNG spielen könnte, hat auch der weltgrößte Gasexporteur inzwischen erkannt – und drängt mit aller Gewalt in diesen Markt. Auf der russischen Jamal-Halbinsel stampft der Konzern Novatek gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Total, dem chinesischen Staatskonzern CNPC und einem chinesischen Staatsfonds eine riesige Anlage zur Erdgas-Verflüssigung aus dem Boden. Kostenpunkt: Mehr als 25 Milliarden Euro. Eine gigantische Wette. Ob sie aufgehen wird, bleibt abzuwarten.
Till H. Lorenz

Meilenstein für Industriestandort SH: Brunsbüttel soll Norddeutschlands LNG-Hub werden

Start Schifffahrt EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

EU fördert LNG-Schiffe von Containerships

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Die finnische Reederei Containerships Oy erhält von der EU und der Nordic Environment Finance Corporation (NEFCO) insgesamt 22 Mio. € Zuschuss für die geplanten LNG-Feederschiffe. Der größere Teil der EU-Fördersumme fließt direkt in die Anschaffung der Containerschiffe. Mit dem restlichen Betrag in Höhe von gut 6 Mio. € soll der Aufbau der benötigten Infrastruktur, also eines LNG-Terminal-Netzwerkes, mitfinanziert werden. Von der NEFCO kommen weitere 5 Mio. €. Das teilte die finnische Reederei jetzt mit. Containerships hat insgesamt vier Dual-Fuel-Schiffe mit je 1.400 TEU bei Wenchong Shipyard in China auf eigene Rechnung bestellt und erst kürzlich zwei weitere von vier Optionen gezogen. Die Ablieferung erfolgt ab Ende 2018. Bauaufsicht und Projektsteuerung liegen bei der deutschen Reederei Nordic Hamburg. Auch Arkon Shipping ist bei dem Projekt mit im Boot. Bereits im vergangenen Jahr hatte Containerships einen Versorgungsvertrag mit Shell unterzeichnet. Gebunkert werden soll zunächst in Rotterdam, eine Betankung reiche für einen kompletten Rundlauf. Containerships will nach eigenen Angaben selbst 150–200 Mio. € investieren, um komplette LNG-Logistikketten zu schaffen. Dazu soll auch die Lkw-Flotte auf Gasbetrieb umgerüstet werden. Der Fuhrpark soll von aktuell rund 40 auf 150 bis 200 Einheiten ausgebaut werden.
Brunsbüttel vor Technologie-Sprung: Niederländischer Konzern bereitet LNG-Terminal vor –  450 Millionen-Investition
Tanker in der Elbe
Elbehafen Brunsbüttel: Von hier aus soll künftig die LNG-Versogung Norddeutschlands organisiert und umgesetzt werden
Nun ist es amtlich: Der niederländische Konzern Gasunie (Groningen) will in Brunsbüttel ein LNG-Terminal (Liquified Natural Gas) für den gesamten norddeutschen Raum entwickeln. Die endgültige Investitionsentscheidung für Deutschlands erste und bislang einzige LNG-Einrichtung wird zwar erst 2018 fallen, aber klar ist: Die Detailplanungen für die schätzungsweise 450 Millionen Euro schwere Investition laufen nun an, nachdem sich Brunsbüttel in einem harten Wettbewerb gegen andere Standorte durchgesetzt hat. Nach einer rund dreijährigen Bauzeit könnte das Terminal bereits Anfang der 2020er-Jahre ans Netz gehen. albigSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe damit durchaus Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Meyer_FSGWirtschaftsminister Meyer, dessen Mitarbeiter die monatelangen Verhandlungen eng begleitet hatte, sprach ebenfalls von einem industriepolitischen Meilenstein: (Audiopfeil klicken) Audio-Player
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Wie Meyer weiter sagte, solle gleichzeitig in Brunsbüttel die geplante und vom Land geförderte Multi-Purpose-Pier realisiert werden, über die künftig auch das LNG umgeschlagen werden wird. „Die Landesregierung ist überzeugt, dass über die Schwerlastpier und  LNG hinaus noch weitere interessante wirtschaftliche Entwicklungen angestoßen werden können“, so Meyer. Laut Meyer trage das geplante Terminal zur Versorgungssicherheit und Diversifizierung des Gas-Imports bei. LNG sei ein Energieträger der Zukunft: insbesondere als Treibstoff im Verkehrssektor für LKW und Schiffe sorge das verflüssigte Gas für bedeutende Senkungen sowohl beim Kohlendioxid-Ausstoss als auch bei weiteren Schadstoffen. Meyer: „LNG ist der ideale Brückenenergieträger und ein wichtiger Baustein der Energiewende. Ein LNG-Terminal passt also bestens zu Schleswig-Holstein als Vorreiterland der Energiewende.“ GasunieFür die Westküste werde das Terminal nach den Worten des Ministers ein Industrie-Leuchtturm werden, mit Ausstrahlung weit über den echten Norden hinaus:  „Wir erwarten uns davon einen wirtschaftlichen Schub für die Region, sowohl in der Bauphase als auch später durch direkte und indirekte Ansiedlungen.“ Brunsbüttel habe sich aufgrund seiner perfekten Lage an der Elbemündung sowie der vorhandenen, erdgasverbrauchenden Industrie – unter anderem „Yara“, „Covestro“ und „Sasol“ – und sicherlich auch dank der intensiven politischen Unterstützung im Standortwettbewerb durchgesetzt, erklärte Meyer. Er machte zugleich klar, dass sich die Landesregierung auch in der nächsten Phase bis zur endgültigen Investitionsentscheidung dafür einsetzen werde, die Realisierung des Projekts zu gewährleisten. Ministerpräsident Albig: „Das LNG-Terminal in Verbindung mit der Multi-Purpose-Pier wird und muss das zentrale industriepolitische Projekt der nächsten Legislaturperiode werden.“ Albig und Meyer dankten vor allem dem Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports, Frank Schnabel, für dessen seit Jahren andauernden unermüdlichen Einsatz für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel. „Dieses hartnäckige Werben und Kämpfen hat sich gelohnt und verdient ebenso Respekt wie die Begleitung der mehrmonatigen Verhandlungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Industriereferat des Wirtschaftsministeriums“, sagte Albig. http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/brunsbuettel-bekommt-import-terminal-fuer-fluessiggas-id16502996.html Copyright Norddeutsche Rundschau

Riesige Investition : Brunsbüttel bekommt Import-Terminal für Flüssiggas

vom 3. April 2017

Das Projekt bedeutet eine enorme Stärkung des größten Industriegebiets in SH und hat deutschlandweit Relevanz.

Brunsbüttel | Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Nach Informationen des sh:z hat der niederländische Konzern Gasunie entschieden, in Brunsbüttel ein Import-Terminal für Flüssiggas (LNG) zu errichten. Das Projekt mit einem Umfang von rund 400 Millionen Euro wird seit Jahren verfolgt, zuletzt stand Brunsbüttel in Konkurrenz zu Standorten in Niedersachsen. Gasunie hat am Montag auf Anfrage bestätigt, dass Brunsbüttel die besten Möglichkeiten zur Entwicklung eines LNG-Terminals biete. Das Unternehmen wolle sich nun auf den Standort konzentrieren. LNG gilt als Schiffstreibstoff der Zukunft. Vor allem aber soll das Terminal die Abhängigkeit Deutschlands von Gas-Lieferanten wie Russland reduzieren. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich hoch zufrieden. „Das ist ein Riesenerfolg für die Westküste“, sagte Meyer. Es sei ein großer Erfolg für den Standort Brunsbüttel. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klar zu machen“, so der Minister weiter. Meyer wies darauf hin, dass sich Brunsbüttel damit auch gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt habe, ohne namentlich auf diese einzugehen. Zuletzt war unter anderem Stade für das Terminal von Gasunie im Gespräch gewesen. Der Speicher soll 200.000 Kubikmeter Gas aufnehmen können und auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im ChemCoastPark Brunsbüttel gebaut werden. Die endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus, sie soll voraussichtlich bis 2018 fallen. Hafenchef Frank Schnabel hat bei Brunsbüttel als dem idealen Standort für ein LNG-Terminal schon seit Jahren keine Zweifel. Es sei nicht nur die ideale Lage an Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Es sei vor allem Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet, was für ihn den Bau eines Import-Terminals mit einer Kapazität von 200.000 Kubikmetern rechtfertigt. Die chemischen Werke benötigten jährlich rund 800 Millionen Kubikmeter Gas. Im Winter, weiß Schnabel, reiche die Erdgasversorgung zuweilen nicht aus, dann müsse mit Heizöl gepuffert werden. Flüssiggas vor Ort biete sich als ideale und umweltfreundliche Lösung an. Bei LNG wird Gas zunächst verflüssigt und kann später wieder zurück in Gas gewandelt werden. Die Bundesregierung verfolgt seit Längerem Pläne zur Errichtung eines nationalen Terminals, um die Bundesrepublik so unabhängiger von Gas-Lieferungen aus Russland zu machen. Andere europäische Länder verfügen bereits über vergleichbare Terminals, um die nationale Gas-Versorgung zu sichern.
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von Till H. Lorenz, shz.de erstellt am 03.Apr.2017 | 15:15 Uhr

EPaper | shz.de
Flüssiggas-Terminal soll nach Brunsbüttel
Vorentscheidung im Standortpoker – Investitionen von 400 Millionen Euro möglich
Brunsbüttel
Das Industriegebiet in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) steht vor einer riesigen Investition: Der niederländische Konzern Gasunie hat sich beim Bau des ersten deutschen Import-Terminals für Flüssiggas (LNG) für die Schleusenstadt als Standort entschieden. Das bestätigte das Unternehmen gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Den Plänen nach soll das Terminal mit einer Kapazität von 200 000 Kubikmetern auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH im Chemcoastpark Brunsbüttel errichtet werden. Die Investitionen bei dem Projekt belaufen sich nach früheren Angaben auf rund 400 Millionen Euro. Eine endgültige Investitionsentscheidung der Niederländer wird für Ende 2018 erwartet. „Wir waren sehr zuversichtlich, sind aber dennoch erleichtert über die nun für Brunsbüttel getroffene Entscheidung in diesem Standortwettbewerb“, sagte Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH sowie Sprecher der Werkleiterrunde des Chemcoastpark Brunsbüttel. Insbesondere die herausragenden Eigenschaften des Industrie- und Hafenstandortes Brunsbüttel und die potenziellen Nutzungsmöglichkeiten von LNG am Standort hätten für sich gesprochen, sagte Schnabel. Die LNG-Technik und der Aufbau eines nationalen Terminals gelten als wichtige Schritte, um Deutschlands Abhängigkeit von Gaslieferanten wie Russland zu verringern. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer der größten und wichtigsten industriepolitischen Weichenstellungen seit Jahrzehnten. „Damit wird nicht nur die Westküste mit ihrem Industriezentrum Brunsbüttel gewaltig vorangetrieben, sondern absehbar kann die gesamte Wirtschaft im Land von dieser technologischen Weichenstellung profitieren“, sagte Albig. Brunsbüttel habe beste Chancen, künftig in einem Atemzug mit dem Welthafen Rotterdam genannt zu werden. Die Entscheidung der Niederländer zeige, „dass es sich lohnt, entsprechende Standortvorteile gegenüber großen Unternehmen klarzumachen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Brunsbüttel habe sich gegen „harte Konkurrenz“ in Deutschland durchgesetzt, sagte er. Tatsächlich hatte Niedersachsen zuletzt massiv mit den Standorten Wilhelmshaven und Stade um die Gunst der Niederländer gebuhlt. Bei Gasunie hieß es gestern lediglich, dass verschiedene Standorte geprüft worden seien. Im Ergebnis habe sich gezeigt, „dass Brunsbüttel die besten Voraussetzungen für die Entwicklung eines LNG-Terminals“ biete. Die Entscheidung der Niederländer steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
til/lpe
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne