Nautischer Verein:der Ausbau der Oststrecke und die Vertiefung des NOK dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“

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http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Kiel-Schweizer-Koloss-in-der-Holtenauer-Schleuse

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Kiel

Koloss in der Schleuse

Von Frank Behling |
Wie der Massengutfrachters "Lavaux" auf eigenem Kiel je seinen Heimathafen Basel in der Schweiz erreichen soll, war vielen Menschen auf der Schleuse Holtenau am Freitagvormittag ein Rätsel. Der 181 Meter lange und 30 Meter breite Koloss ist für die Passage des Rheins ab Amsterdam eindeutig zu groß.
Foto: Das 2010 in Korea gebaute Schiff "Lavaux" gehört der Reederei Suisse-Atlantique Société de Navigation Maritime S.A. in Basel.
Das 2010 in Korea gebaute Schiff "Lavaux" gehört der Reederei Suisse-Atlantique Société de Navigation Maritime S.A. in Basel.
© Behling
Kiel. Das 2010 in Korea gebaute Schiff gehört aber tatsächlich der Reederei Suisse-Atlantique Société de Navigation Maritime S.A. in Basel.  Die "Lavaux" ist eines von 15 großen Seeschiffen in der Flotte der Reederei. Die "Lavaux" ist auf den Weg nach Klaipeda.

Die kurvenreiche Oststrecke des Kanals soll ausgebaut werden.

 

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. Fünf Milliarden Euro zusätzlich sollen in den Ausbau, Erhalt und Neubau von Schienen, Straßen und Wasserstraßen fließen. Diese fünf Milliarden Euro extra waren eigens im schwarz-roten Koalitionsvertrag verabredet wordenFinanzminister: Wolfgang Schäuble plant 2015 einen Haushalt mit einer schwarzen Null | GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Wolfgang-Schaeuble-plant-2015-einen-Haushalt-mit-einer-schwarzen-Null-article1298255.html#plx1960942039

Nord-Ostsee-Kanal

Gericht lehnt Eilantrag ab

Donnerstag, 27. März 2014
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig hat im Rahmen einer Klage gegen den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals einen Eilantrag abgelehnt. Der Eilantrag auf Erlass eines sogenannten Hängebeschlusses sei am 20. März zurückgewiesen worden, sagte gestern OVG-Präsidentin Maren Thomsen in Schleswig. Mit dem Beschluss sollte erreicht werden, dass bis zu einer Entscheidung keine baulichen Maßnahmen begonnen werden, erläuterte Gerichtssprecherin Susanne Rublack. mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/landtag-bund-soll-ausbau-des-kanals-priorisieren-id6056016.html Copyright Norddeutsche Rundschau

Nord-Ostsee-Kanal

Landtag fordert "Taten statt Spaten"

Freitag, 21. März 2014

Der NOK ist dringend sanierungsbedürftig. Der Bund zögert die Maßnahmen aber hinaus (Foto: Zech) Foto Tony Zech danke Tony Copyright

Der Bund soll endlich den Nord-Ostsee-Kanal sanieren und ausbauen. Der schleswig-holsteinische Landtag forderte gestern ein entsprechendes Sonderprogramm aus Berlin. Kritik gab es am Opens external link in new windowNOK-Besuch Dobrindts: Der Verkehrsminister habe "nur warme Worte" übriggehabt. pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht

Nord-Ostsee-Kanal - Landtag: Bund soll Ausbau des Kanals priorisieren

vom 20. März 2014

Er ist wichtig für die Wirtschaft. Deshalb soll der Ausbau des Kanals zügig vorangetrieben werden. Ein Sonderprogramm des Bundes sei nötig, sagten Sprecher der Regierung und der Opposition. Berlin solle endlich den Nord-Ostsee-Kanal sanieren und ausbauen. Kritik wurde an Verkehrsminister Dobrindts kürzlichem Besuch am Kanal laut: Er habe „nur warme Worte“ übriggehabt.

Kiel | Der um Jahre verzögerte Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist am Donnerstag im schleswig-hosteinischen Landtag parteiübergreifend kritisiert worden. Die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt sei von großer Bedeutung für die gesamte deutsche Wirtschaft, betonten Sprecher von Regierung wie Opposition. Der Bund müsse den Sanierungs- und Investitionsstau mit höchster Priorität abbauen. Notwendig sei ein verlässlicher Zeit- und Aktionsplan, wann welche Maßnahmen bei der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt erfolgen, forderten Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und Parlamentarier mehrerer Parteien. Die Gesamtkosten für den Ausbau des 100 Kilometer langen Kanals werden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Die reparaturanfälligen Schleusen stammen teils aus der Kaiserzeit.
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Kritik wurde im Landtag an Bundesverkehrminister Alexander Dobrindt und seinem Vorgänger Peter Raumsauer (beide CSU) geübt. Sie hätten bei ihren Besuchen am Kanal außer „warmen Worten“ wenig geboten, meinte der FDP-Abgeordnete Christopher Vogt. „Es ist ein Armutszeugnis, dass es bisher nicht gelang, eine Zielvereinbarung zwischen dem Land und dem Bund zu vereinbaren“, sagte der SSW-Abgeordnete Flemming Meyer. Und dies habe nicht an Verkehrsminister Meyer gelegen. Die von dem Minister angestrebte Zielvereinbarung für den weiteren Ausbau und die Sanierung des Kanals kam bei dem Besuch Dobrindts im März nicht zustande. Nach den Vorstellungen Meyers sollte darin 2028 als Zielvorgabe für die gesamte Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals festgeschrieben werden. Dobrindt wollte jedoch keine Aussagen treffen, die über diese Wahlperiode und damit möglicherweise auch über seine eigene Amtszeit als Minister hinausgehen. Die Zusage Dobrindts zum Ausbau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel und die Übernahme von Mehrkosten sei „ein erster Schritt gewesen, mehr aber nicht“, meinte Minister Meyer. Die Schleusenkammer sollte ursprünglich 375 Millionen Euro Kosten, jetzt sind bereits 115 Millionen Euro Mehrkosten im Gespräch. Neben der fünften Schleusenkammer sind Sanierungen der bestehenden Schleusen in Kiel und Brunsbüttel sowie der Ausbau der 20 Kilometer langen Oststrecke geplant. Dieses Nadelöhr sollte nach ursprünglichem Plan bereits in diesem Jahr beseitigt sein. Meyer bekräftigte im Parlament sein Ziel eines „Zeit- und Maßnahmenplans“ mit dem Bund. „Der Ausbau des Kanals ist zwingend erforderlich, darin sind wir uns einig.“ Der SPD-Politiker kritisierte Dobrindts Haltung. Infrastrukturmaßnahmen müssten langfristig geplant werden. „Wir sollten uns in Berlin gemeinsam einsetzen für den Kanal, und wenn es nicht still geht, kann es auch laut werden - darauf können Sie sich verlassen“, sagte Meyer unter großem Applaus im Landtag. Er wandte sich gegen Parteikalkül bei dem Thema : „Da geht das Landesinteresse immer vor Parteiinteresse.“ Der Grünen-Abgeordnete Andreas Tietze forderte - in Anspielung auf einen von Medien begleiteten Auftritt Ramsauers am Kanal mit einem Spaten - „Taten statt Spaten, Taten statt Worte“. Zugleich appellierte er an Bürgerinitiativen, die gegen Baumaßnahmen am Kanal klagen könnten, das Gemeinwohl im Blick zu haben. Der Piraten-Abgeordnete Patrick Breyer meinte mit Blick auf die Haltung Dobrindts, „das Trauerspiel um den Nord-Ostsee-Kanal geht weiter“. Dagegen zeigte der CDU-Abgeordnete Hans-Jörn Arp Zuversicht. Denn der Nord-Ostsee-Kanal sei als einziges Verkehrsprojekt konkret im Berliner Koalitionsvertrag erwähnt.

von dpa

      http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Suedschleuse-in-Holtenau-schon-wieder-frei  
. Fünf Milliarden Euro zusätzlich sollen in den Ausbau, Erhalt und Neubau von Schienen, Straßen und Wasserstraßen fließen. Diese fünf Milliarden Euro extra waren eigens im schwarz-roten Koalitionsvertrag verabredet wordenFinanzminister: Wolfgang Schäuble plant 2015 einen Haushalt mit einer schwarzen Null | GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Wolfgang-Schaeuble-plant-2015-einen-Haushalt-mit-einer-schwarzen-Null-article1298255.html#plx1960942039
. Fünf Milliarden Euro zusätzlich sollen in den Ausbau, Erhalt und Neubau von Schienen, Straßen und Wasserstraßen fließen. Diese fünf Milliarden Euro extra waren eigens im schwarz-roten Koalitionsvertrag verabredet wordenFinanzminister: Wolfgang Schäuble plant 2015 einen Haushalt mit einer schwarzen Null | GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Wolfgang-Schaeuble-plant-2015-einen-Haushalt-mit-einer-schwarzen-Null-article1298255.html#plx1960942039

Dobrindt sichert Überjährigkeit der Investitionsmittel Copyright wallstreet Journal

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
12.03.2014, 15:17  |  113 Aufrufe  |   | 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Um weitere zusätzliche Ausgaben für den Straßenbau möglich zu machen, hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erstmals erreicht, die sogenannte Überjährigkeit der Investitionsmittel zu sichern. "Das ist ein großer Schritt: Verkehrsprojekte laufen häufig über viele Jahre", sagte Dobrindt der "Welt". "Mit der Überjährigkeit erhöhen wir die Planbarkeit der Mittelverwendung und sorgen dafür, dass das Geld am Jahresende nicht verfällt und damit der Investition in die Infrastruktur auch nicht entzogen wird."
Dadurch darf Dobrindt Gelder, die etwa für die Schiene nicht ausgegeben wurden, bunkern oder anderweitig investieren. Das habe er mit dem Finanzministerium vereinbaren können, so der CSU-Politiker. "Wir werden dadurch flexibler und können dynamischer investieren." Den eindeutigen Schwerpunkt bei den Investitionen legt er auf dem Straßenbau. Von den zusätzlichen fünf Milliarden Euro, die sein Haus in der Legislaturperiode erhält, fließt der Großteil in den Individualverkehr. "Der Individualverkehr wird auch in Zukunft enorm zunehmen. Die Straßen sind die größten Lebensadern dieser modernen Gesellschaft und müssen ständig erweitert und in ihrem Bestand erhalten werden", sagte der CSU-Politiker. 1,5 Milliarden Euro der zusätzlichen fünf Milliarden Euro gingen in bestehende Verkehrswege, die zurzeit unterfinanziert seien, sagte Dobrindt. Von den verbleibenden 3,5 Milliarden gingen 350 Millionen in die Wasserstraßen, 1,05 Milliarden in die Schiene und 2,1 Milliarden in die Straße.

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals - Rajensdorf - Klage aus dem übersehenen Dorf

vom 3. März 2014 Copyright Norddeutsche Rundschau
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts
  http://www.shz.de/schleswig-holstein/meldungen/rajensdorf-klage-aus-dem-uebersehenen-dorf-id5901646.html

Das Haus der Uschtrins in Rajensdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde steht nur 250 Meter vom Nord-Ostsee-Kanal entfernt. Das Ehepaar klagt gegen die Verbreiterung der 20 Kilometer langen „Oststrecke“. Die beiden kritisieren Planungsfehler.

Quarnbek | Es fing damit an, dass ihr Wohnort auf der Landkarte fehlte. Rajensdorf liegt am Nord-Ostsee-Kanal ein paar Kilometer westlich von Kiel – doch in den Unterlagen der bundeseigenen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Ausbau des Kanals gab es das zur Gemeinde Quarnbek gehörende Dorf einfach nicht. Dieter Uschtrin und seine Frau Uschi Hammer-Uschtrin waren alarmiert: „Wenn solche Fehler schon in der Planung passieren, wie soll es dann in der Bauphase werden?“, fragten sich die beiden – und nahmen die Pläne zur Verbreiterung der vor ihrer Haustür vorbeiführenden der Wittenbeker Kanalkurve fortan besonders genau unter die Lupe.
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Das Ergebnis ihrer Auswertungen könnte den Ausbau der meist befahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt nun deutlich in die Länge ziehen: Gemeinsam mit einem zweiten Ehepaar aus der Nachbarschaft haben die Uschtrins vergangenen Donnerstag in letzter Minute Klage beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung der rund 20 Kilometer langen „Oststrecke“ vor Kiel eingereicht. Vor allem wehren sie sich dagegen, dass die Lärmbelastung durch die Baustelle nach ihrer Ansicht in den Plänen falsch dargestellt ist: „Es wurde nicht beachtet, dass sich der Lärm zum Teil überlappt und addiert“, kritisiert der 65-jährige Uschtrin. Das Haus der Eheleute steht nur 250 Meter vom Kanal weg, das ihrer Mitstreiter sogar nur 100 Meter. Der Krach der Baustelle wird also laut zu hören sein: Die Bagger, die den Kanal in der Wittenbeker Kurve von 44 auf 70 Meter und im Scheitel sogar auf 95 Meter verbreitern. Die Lastwagen, die das ausgehobene Erdgut zu Schuten an Kanal-Anlegern fahren. Die Schuten, die es über den Kanal bringen. Und die Transportbänder, die es am gegenüberliegenden Kanalufer zum Aufhäufen auf dem Gut Warleberg befördern. Und all das „mindestens sechs Jahre lang sieben Tage die Woche rund um die Uhr“, stöhnt Uschtrin. Wenigstens solch permanenten Krach möchten er, seine Frau und ihre beiden Mitstreiter nun durch die Klage verhindern. „Dauerlärm macht krank“, sagt Uschtrin. Daher will er erreichen, dass die Bauarbeiten nachts und am Wochenende ruhen müssen – auch wenn die Verbreiterung des Kanals dann länger dauert. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Ausbau“, beteuert Uschtrin. „Aber wir wollen als Anwohner ernst genommen werden.“ Und anders als in den Plänen dargestellt werde der zulässige Lärmpegel nun mal nachts überschritten. „Ich finde das rücksichtslos“, schimpft Uschtrin und verkündet: „Wir werden beweisen, dass die Unterlagen nicht stimmen.“ Bei der Außenstelle Nord der zuständigen Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will man noch nicht viel zu der Klage sagen. „Wir warten jetzt erst mal die schriftliche Begründung ab“, sagt Direktionssprecherin Claudia Thoma. Eigentlich sollte der Ausbau der Oststrecke nächstes Jahr losgehen – an einer anderen Stelle, weiter westlich zwischen Königsförde und Groß Nordsee. Doch ehe nicht die Planung für die gesamte Oststrecke rechtskräftig ist, darf nirgends ein Bagger rollen. Völlig untätig bleiben will Dobrindts Behörde solange aber trotzdem nicht, kündigt Thoma an: „Die Ausschreibung werden wir weiter vorbereiten.“
Kanalausbau: Klage wegen zu viel Baulärm
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Anwohner-klagen-kontra-Ausbau-des-Nord-Ostsee-Kanals
Copyright KN
Besserer Lärmschutz gefordert

Klage kontra Kanalausbau

Von Frank Behling |
Acht Jahre Planung sind vorbei. Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals bei Kiel soll losgehen. Ob aber im kommenden Winter die Baumaschinen tatsächlich anrücken, hängt von dem 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts Schleswig ab. Dort ging unmittelbar vor Ende der Einspruchsfrist eine Klage von Anwohnern des Kanals ein.
Foto: Der Nord-Ostsee-Kanal ist bereits heute eine Baustelle. In der Weiche Schwartenbek werden derzeit die letzten Holzdalben durch Stahldalben ersetzt. Die Holzdalben waren von den Bohrmuscheln zerfressen worden.
Der Nord-Ostsee-Kanal ist bereits heute eine Baustelle. In der Weiche Schwartenbek werden derzeit die letzten Holzdalben durch Stahldalben ersetzt. Die Holzdalben waren von den Bohrmuscheln zerfressen worden.
© FB
Kiel. „Es geht uns nur um den Baulärm. Wir wollen auch während der Bauarbeiten unsere Nachtruhe und am Wochenende einmal in Ruhe grillen“, fast Ursula Hammer-Uschtrin zusammen. Die 64-Jährige wohnt mit ihrem Mann in Rajensdorf, weniger als 240 Meter von der Kanalböschung entfernt. Das Ehepaar hat die Planungen verfolgt und lässt kein gutes Haar an der Arbeit der Planungsgruppe. „Die haben uns in einer Tour belogen“, schimpft sie. So wurden Bäume gefällt, deren Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel gar nicht klar waren. „Es sollte ein fünfjähriges Monitoring geben. Dann wurden Daten dazu im Internet hochgeladen, bei denen es sich aber nur um die Daten von 2009 bis 2011 handelte. Wo sind denn die Daten für 2012 und 2013?“, fragt die Anwohnerin. „Die Unterlagen überzeugten uns jedenfalls gar nicht“, sagt Ursula Hammer-Uschtrin. Zwei Paare aus dem Ortsteil Rajensdorf der Gemeinde Quarnbek haben sich deshalb eine Anwältin genommen, die am Donnerstag rechtzeitig vor Ende der Einspruchsfrist die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss einreichen ließen. „Ja, es gibt eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss“, bestätigte gestern Susanne Rublack, Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts. Für eine Bewertung sei es aber zu früh, da zunächst auch der Eingang der Klageschrift abgewartet werden müsse. „Das wird dann bei uns seinen Gang gehen“, sagte die Gerichtssprecherin. Zu möglichen Verzögerungen oder gar einem Baustopp machte die Sprecherin keine Angaben. Der im Dezember durch die Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt aufgestellte Planfeststellungsbeschluss war nach umfangreichen Planungen seit 2006 durch eine Planungsgruppe erarbeitet worden. Dabei waren nach der ersten Auslegung der Planungen im Jahre 2010 260 Einwände von Bürgern und Verbänden eingegangen. Nach einer zweiten Auslegung und Bürgerbeteiligung hatte sich die Zahl der Einwände 2012 von Anwohnern und Verbänden auf 32 reduziert. Den Weg zum Oberverwaltungsgericht wählten jetzt aber nur die beiden Ehepaare aus Quarnbek. „Weitere Klagen gab es nicht“, bestätigte gestern die Gerichtssprecherin. Jetzt ist der Fall beim Rechtsdezernat der Generaldirektion angekommen. „Wir müssen erstmal auf die Klageschrift warten. Die Vorbereitungen für den Beginn der Bauarbeiten gehen weiter, da die ersten Arbeiten nicht im Bereich der jetzt betroffenen Anwohner liegen“, sagte Claudia Thoma, Sprecherin der Generaldirektion, gestern. Konkret sollen in diesem Jahr die ersten Arbeiten am Flemhuder See erfolgen, wo Flächen für die Zwischenlagerung des Baggerguts geschaffen werden. „Dort erfolgt die Freimachung des Baufeldes“, sagt Thoma. Parallel wird an der Vorbereitung für die europaweiten Ausschreibungen für die verschiedenen Baustellen gearbeitet. Wie berichtet, soll nach der Auftragsvergabe zunächst mit der Verbreiterung des Kanals zwischen Königsförde und Landwehr begonnen werden. Aus diesem Bereich gibt es keine Klagen gegen das Projekt, sodass dort der Bau wie geplant anlaufen kann. Am Freitag hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt klargestellt, dass der Ausbau des Kanals sehr hohe Priorität genieße. Die Finanzierung des mindestens 70 Millionen Euro teuren und bis zu vier Jahre dauernden Ausbaus der Oststrecke soll in den Verkehrsetat für 2015 eingestellt werden, der im Herbst aufgestellt werden soll. Die Klage der beiden Ehepaare aus Quarnbek richtet sich nicht gegen den gesamten Ausbau, sondern nur um die Arbeiten zwischen Landwehr und Schwartenbek. Dort soll direkt vor ihren Häusern die Baustelle angelegt werden. „Wir sehen ja ein, dass der Kanal wichtig ist, deshalb wollen wir den Ausbau auch nicht verhindern. Wir wollen nur in Ruhe schlafen“, sagt die Anwohnerin. Gebaut wird derzeit auch in der Kanalweiche Schwartenbek bei Kiel-Suchsdorf. Dort ersetzen Spezialfirmen die letzten Holzdalben-Bündel. Die aus jeweils 16 Fichten- oder Lerchenholzstämmen bestehenden Dalbenbündel werden entfernt und durch neue Stahlrohrdalben ersetzt. Die 800 Holzpfähle waren in den vergangenen Jahren durch die von Schiffen mit dem Ballastwasser eingeschleppten Bohrmuscheln zerfressen worden.
ArneLütkenhorstLordBryon34
Copyright Arne Lütkenhorst danke
KIEL/QUARNEBK Copyright Norddeutsche Rundschau
Die in letzter Minute eingereichte Klage gegen den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals richtet sich vor allem gegen eine zu hohe Lärmbelastung bei der geplanten Verbreiterung der Oststrecke vor Kiel. Wie Dieter Uschtrin, einer der vier Kläger, unserer Zeitung sagte, habe der Bund nicht beachtet, „dass sich der Lärm zum Teil überlappt und addiert“. Daher drohe der zulässige Pegel vor allem nachts überschritten zu werden. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Ausbau“, erklärte Uschtrin. Aber die Kläger aus Quarnbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde würden nachweisen, dass die Lärmberechnungen des Bundes „nicht stimmen“.
bg
Bürger klagen gegen Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals
KIEL/BRUNSBÜTTEL Copyright Norddeutsche Rundschau
Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals droht sich deutlich zu verzögern: Am letzten Tag der Einspruchsfrist haben am Donnerstag überraschend noch mehrere Bürger Klage beim Oberverwaltungsgericht Schleswig gegen die geplante Verbreiterung und Begradigung der Oststrecke zwischen Kiel und Königsförde eingereicht. „Die Kläger sehen sich durch den Planfeststellungsbeschluss unmittelbar oder mittelbar betroffen“, sagte eine Gerichtssprecherin gestern unserer Zeitung. Details nannte sie nicht. Das Gericht werde jetzt die ausführliche Begründung der Klage abwarten und dann entscheiden, ob sie zulässig ist, erklärte die Sprecherin. Wird die Klage gegen den Bund zugelassen, ist der für nächstes Jahr geplante Baubeginn in Gefahr. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte gestern bei einem Besuch am Kanal in Brunsbüttel: „Für den Zeitplan zum Ausbau der Oststrecke ist nicht die Politik entscheidend, sondern ob wir es mit Klagen zu tun bekommen.“ Das ist nun der Fall.
bg/ky

Verkehrsbilanz Nord-Ostsee-Kanal 2013 Copyright Maritim heute

Schleusensanierung Brunsbüttel...Schienen und Betonarbeiten in der Tornische Tor 3 sind abgeschlossen Gerüst wird abgebaut... 27.01.14
Tor-Schienen
Brunsbüttel
Ungeachtet der Temperaturen wird emsig an der Reparatur der Großen Nordschleuse gearbeitet. Die Tore bekommen ein neues Schienensystem, auf dem sie rollen sollen.
was sich einfach anhört, ist zum Teil Schwerstarbeit.So müssen beispielweise für die Befestigungen des Unterbaus der Schienenplatten insgesamt 72 Löcher in den Beton getrieben werden.Die Hälfte haben die Taucher an Tor 1 bereits geschafft. " 1 - 2 Löcher am Tag am Tag bohren, mehr geht nicht", weiß Fischer" . Auch verkürzen sich durch die niedrigen Temperatur der Aufenthaltszeiten der Taucher im Wasser. Für das kanalseitige Tor 3 , so Fischer , " warten wir auf wärmeres Wasser, um das Schienensystem einabuen zu können".Der Beton brauche bestimmte Mindestemperaturen, um richtig abbinden zu können. Auch die Oberwagen, an denen die Tore  über Wasser rollen , müssen neu konstruiert werden ,haben sich massive Schäden eingeschlichen .. Schließlich gilt der Augenmerk der WSA -Techniker auch den Antrieben. Dort finden sich individuell gefertigte Teile Verwendung, die bei einem Schaden erst neu angefertigt werden müssen. um unnötigen Verschleiss vorzubeugen, werden die Antriebe komplett zerlegt und mit reprierten Teilen wieder zusammen-gebaut. Wenn alles klappt, soll die Nordschleuse nach insgesamt acht Monaten Reparaturarbeiten wieder in Betrieb gehen. Ursprünglich war angepeilt worden, mit den Arbeiten noch vor Weihnachten 2013 durch zu sein. Doch das sei ein " hehrnes Ziel " gewesen, so Fischer. Einseits hatten die beiden Orkane " Christian " und " Xaver "  für Verzögerungen gesorgt, andererseits gilt die Devise " Wir wollen keinen Totalausfall provozieren". Daher habe sich das WSA  nicht unter zeitdrucksetzten lassen. Wenn die Arbeiten in zwei Monaten beendet sind (?) , hofft  nicht nur der WSA Sprecher auf Ruhe: " Wir sind an einem Punkt, an dem wir für die nächsten Jahre ein betriebssicheres System haben ". Das sollte so lange halten, bis die dritte grosse Kammer fertig ist. Deren Bau könnte  im Sommer beginnen. Copyright Ralf Pöschus sehr guter Artikel  echte Sahne Copyright Willy Thiel danke Willy  
Donnerstag, 06. Februar 2014 00:00 Alter: 11 hrs

IHK-Chef: "Wir haben den Kanal voll"


IHK-Chef Dr. Jörn Biel hat beim Nautischen Verein in Kiel eine THB-Schlagzeile vom 1. Februar 2013 bekräftigt. "Wir haben den Kanal voll. Die Ereignisse des vergangenen Jahres dürfen sich nicht wiederholen. Dazu ist die Wasserstraße zu sensibel", sagte Biel jetzt zur 2013er Flaute auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) und erhielt großen Beifall. Für die Industrie- und Handelskammer zu Kiel ist die maritime Wirtschaft eine Schlüsselbranche für die gesamte Volkswirtschaft, so der  IHK-Hauptgeschäftsführer weiter beim traditionsreichen Essen des Nautischen Vereins Kiel im Rahmen seines Grußwortes. FBi

Nord-Ostsee-Kanal, Elbvertiefung, Fehmarnbelt-Tunnel – was seit Langem geplant ist, kommt zäh voran, weil Geld fehlt oder Gerichte einschreiten. Gibt es mit der neuen Bundesregierung einen Schub? Von Wolfgang Schmidt

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Foto: dpa Aktuelle und geplante Infrastrukturmaßnahmen in Hamburg und Schleswig-Holstein: A21-Baustelle bei Nettelsee, Luftaufnahme der Elbe in Hamburg, Nord-Ostsee-Kanal NOK (oben l-r), A20-Baustelle bei Bad Bramstedt, Computergrafik Fehmarnbelt-Tunnel , Luftaufnahme der A7 vor dem Elbtunnel in Hamburg (unten l-r) . Bei vielen geht es nur sehr langsam voran

Die großen Verkehrsprojekte sind in Norddeutschland große Sorgenkinder. Ob Autobahnen, Schienenwege, Elbvertiefung oder Nord-Ostsee-Kanal – oft bremst eine fehlende Finanzierung Vorhaben aus, über deren Nutzen meist Einigkeit besteht. Nun hoffen die Regierungen in Kiel und Hamburg auf mehr Rückenwind durch die neue Bundesregierung mit dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). "Wir werden so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bund suchen, um zu klären, welche Mittel wann zur Verfügung stehen", sagte der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD). "Und dann müssen wir Prioritäten setzen."

NORD-OSTSEE-KANAL: Die Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel ist Nummer 1 auf der Kieler Prioritätenliste. Die maroden Schleusen sind mehr als 100 Jahre alt. Gehen sie kaputt, wie oft in jüngster Zeit, müssen die Schiffe teure Umwege machen. Alle Schleusen sollen bis 2028 erneuert werden. In Brunsbüttel wird eine neue gebaut. Um den Kanal für die riesigen Containerschiffe der neuen Generation fit zu machen, sollen die Fahrrinne vertieft und die Oststrecke begradigt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 1,4 Milliarden Euro. Der Entwurf eines "Zeit-, Maßnahme- und Finanzierungsplans" liegt seit Juni beim Bund. Dieser soll rasch verbindlich sagen, was bis 2025 umgesetzt wird.

Unerwartete Reparaturen an den Schleusen Brunsbüttel, von ver.di ausgerufene Streiks und eine Havarie führten im Jahr 2013 zu Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs und zu mehrtägigen Sperrungen des Nord-Ostsee-Kanals. Die insgesamt 18 Tage andauernden Einschränkungen auf dem Nord-Ostsee-Kanal bilden sich in der Jahresbilanz 2013 im Rückgang des Schiffsverkehrs und in der transportierten Ladungsmenge ab. Besonders betroffen waren die Monate März (achttägige Sperrung von drei Schleusenkammern in Brunsbüttel) und August (Nachwirkungen des Streiks im Juli) sowie das dritte Quartal des Jahres 2013 (viertägige starke Beeinträchtigungen bzw. zeitweise Komplettsperrung des Kanals wegen Havarie im Oktober). Auch die von den Sturmtiefs „Christian“ und „Xaver“ auf der Elbe verursachten Hochwasser legten die Schifffahrt auf dem NOK tageweise lahm.   Jörg Heinrich, Leiter des Dezernats Schifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Kiel: „Trotz der Beeinträchtigungen hat der Verkehr auf dem NOK ein ordentliches Ergebnis eingefahren.“ Die Gesamtbeeinträchtigung des Schiffsverkehrs lag bei ca. 5 Prozent. Die Ladungsmenge blieb nur ca. 9 Prozent hinter den Vorjahreswerten zurück. „Das ist selbstverständlich kein befriedigendes Ergebnis, lässt aber hoffen, dass nach dem Abschluss der Reparaturen der Großen Nordkammer in Brunsbüttel im Jahr 2014 wieder positive Wachstumssignale zu erwarten sind.“ Insgesamt passierten 2013 31.097 Schiffe den NOK. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 2012 10,8 Prozent weniger (34.879 Schiffe). Im Teilstreckenverkehr waren es 7.289 Schiffe. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 9,7 Prozent. Die insgesamt transportierte Ladungsmenge liegt mit 94,8 Mio. Tonnen etwa auf dem Niveau des Jahres 2006 . Damit lag das Jahresergebnis 2013 um gut 10 Prozent unter dem des Rekordjahres 2008 (105,8 Mio.Tonnen). „Im Vergleich zu der moderaten Entwicklung der Umschlagszahlen in den norddeutschen Seehäfen, konnte der NOK trotz der Verkehrsrestriktionen ein adäquates Ergebnis erreichen“, so Jörg Heinrich weiter. Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung des sog. Mittelschiffs (die durchschnittliche Schiffsgröße) mit über 6.000 BRZ im Durchschnitt in den ersten beiden Monaten des Jahres 2013 so gut war wie nie zuvor und sich diese Tendenz im 4. Quartal stabilisierte. Jörg Heinrich: „Die größeren Schiffe nutzen den Kanal also trotz eingeschränkter Verfügbarkeit der Großen Schleusen weiterhin mit steigender Tendenz.“ Insgesamt betrug die BRZ 2013 150.335.781, im Vorjahr lag die BRZ bei 166.134.880. Copyright Arne Lütkenhorst Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat in den vergangenen Jahren jährlich im Schnitt ca. 60 Mio. Euro in den Substanzerhalt des Nord-Ostsee-Kanals investiert. Dazu zählen u.a. Reparaturen an den Schleusen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel, Grundsanierungsarbeiten im Straßentunnel und an der Eisenbahnhochbrücke Rendsburg sowie die Dalbenerneuerung in den Weichen des NOK und die Auftragsvergabe zum Neubau eines Leitungstunnels in Kiel- Holtenau. Karsten Thode, Leiter des Dezernats Regionales Management der GDWS in Kiel: „Diese Beispiele zeigen, dass wir das ganze Jahr über auf der gesamten Strecke des NOK dabei sind, den Kanal für die Schifffahrt leistungsfähig zu erhalten. Das kommt der Schifffahrt zugute!“ In den letzten drei Monaten des Jahres 2013, insbesondere im Dezember erholte sich der Schiffsverkehr wieder. Jörg Heinrich: „Da die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Europa für das Jahr 2014 überwiegend positiv ausfallen, wird davon auch der Seeverkehr zwischen Nord- und Ostsee profitieren.“ Pressemeldung, Januar 26, 2014; Foto
http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/nokkanal101.html
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Stand: 24.01.2014 09:05 Uhr

Weniger Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal

Containerschiff fährt in die Schleuse ein © NDR Fotograf: Lucie Kluth Detailansicht des Bildes Auch 2013: Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Durchwachsenes Jahr für den Nord-Ostsee-Kanal: Reparaturen, Havarien und Streiks haben die Jahresbilanz 2013 verhagelt. Nach Angaben der Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt in Kiel passierten im vergangenen Jahr rund 31.100 Schiffe den NOK. Dass seien gut zehn Prozent weniger als 2012, sagt der zuständige Dezernatsleiter Jörg Heinrich. Eine Erklärung: An 18 Tagen gab es erhebliche Beeinträchtigungen und sogar Vollsperrungen im Kanal. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 95 Millionen Tonnen Ladung über den NOK transportiert, im Vorjahr waren es 104 Millionen Tonnen.

Positive Zeichen für 2014

Für das laufende Jahr geht man bei der Schifffahrtsverwaltung von einer positiven Entwicklung aus. Laut Heinrich soll noch in diesem Jahr in Brunsbüttel die Nordkammer der großen Schleuse wieder zur Verfügung stehen. In den letzten drei Monaten des Jahres 2013 habe der Schiffsverkehr bereits angezogen, speziell im Monat Dezember, so Heinrich. Außerdem sollen noch in diesem Jahr die Bauarbeiten für den Ausbau der sogenannten Oststrecke zwischen Königsförde und Kiel beginnen.
Weitere Informationen
Schleuse in Kiel Holtenau © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic

Eine Kreuzfahrt der besonderen Art

Die Streiks am Nord-Ostsee-Kanal sind vorbei, die Zeichen stehen auf Normalität. Reporterin Maja Bahtijarevic hat einen Kreuzfahrer der etwas anderen Art begleitet: einen Passagier auf einem Frachtschiff. mehr
http://www.verkehrsrundschau.de/nach-pannen-und-streiks-negative-jahresbilanz-fuer-nord-ostsee-kanal-1321378.html
copyright Verkehrsrundschau
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Nach Pannen und Streiks negative Jahresbilanz für Nord-Ostsee-Kanal

Im vergangenen Jahr haben mehr als zehn Prozent weniger Schiffe die Wasserstraße passiert. Auch die Ladungsmenge sank deutlich.
Der Nord-Ostsee-Kanal hat im vergangenen Jahr unter vielen Einschränkungen gelitten. Das wirkt sich nun aufs Jahresergebnis aus
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Kiel. Mit Rückgängen bei den Schiffspassagen und der transportierten Ladung hat der Nord-Ostsee-Kanal das vergangene Jahr abgeschlossen. Insgesamt 31.097 Schiffe passierten die Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel, berichtete die Schifffahrtsverwaltung am Donnerstag. Das waren 10,8 Prozent weniger als 2012. Die Ladungsmenge sank um neun Prozent auf 94,8 Millionen Tonnen. Technische Pannen, Streiks und eine mehrtägige Havarie hatten den Kanal 2013 mehrfach tagelang lahmgelegt. 18 Tage dauerten die Einschränkungen insgesamt. Besonders betroffen waren die Monate März, August sowie generell das dritte Quartal 2013. Auch die von den Sturmtiefs „Christian“ und „Xaver“ auf der Elbe verursachten Hochwasser hatten die Schifffahrt auf dem NOK teilweise lahmgelegt. Trotzdem habe der Kanal ein ordentliches Ergebnis eingefahren, kommentierte die Schifffahrtsverwaltung die aktuellen Zahlen. „Das ist selbstverständlich kein befriedigendes Ergebnis, lässt aber hoffen, dass nach dem Abschluss der Reparaturen der Großen Nordkammer in Brunsbüttel im Jahr 2014 wieder positive Wachstumssignale zu erwarten sind", betont Jörg Heinrich, Leiter des Dezernats Schifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Kiel.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren jährlich im Schnitt ca. 60 Millionen Euro in den Substanzerhalt des Nord-Ostsee-Kanals investiert. Dazu zählen unter anderem Reparaturen an den Schleusen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel, Grundsanierungsarbeiten im Straßentunnel und an der Eisenbahnhochbrücke Rendsburg sowie die Dalbenerneuerung in den Weichen des NOK und die Auftragsvergabe zum Neubau eines Leitungstunnels in Kiel-Holtenau. (dpa/sno)

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http://www.nauticus24.de/sieben-fakten-zum-nord-ostsee-kanal
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Die 7 wichtigsten Zahlen zum Nord-Ostsee-Kanal

Pannen, Streiks, Havarie: Deutschlands wichtigste Wasserstraße zieht Bilanz

Die 7 wichtigsten Zahlen zum Nord-Ostsee-Kanal
Bundespolizei
Die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt hat einige Katastrophen-Monate hinter sich. Drei Wochen nach dem Jahreswechsel hat die Verwaltung nun die Zahlen vorgelegt. 1. Genau 31097 Schiffe passierten 2013 den Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel. Das waren deutlich weniger als 2012... 2. ...um dramatische 10,8 Prozent sank die Zahl der Schiffspassagen im Vergleich zum Vorjahr. 3. Auch die Ladungsmenge sank um 9 Prozent... 4. ...mit 94,8 Millionen Tonnen, die transportiert wurden, fällt auch dieser Teil der Bilanz ernüchternd aus.
Die 7 wichtigsten Zahlen zum Nord-Ostsee-Kanal
Havariekommando
5. Pannen, Streiks und die spektakuläre Havarie der "Siderfly" legten den Kanal immer wieder lahm - für 18 Tage. 6. Wenn er denn geöffnet ist, kann der Kanal von Schiffen mit einer Breite bis zu 32,5 Metern befahren werden.

7. Mit rund 100 Kilometern Länge ist der Nord-Ostsee-Kanal übrigens länger als der Panama-Kanal (80 Kilometer), aber deutlich kürzer als der Suez-Kanal (190 Kilometer).

http://www.abendblatt.de/hamburg/article124169153/Zehn-Prozent-weniger-Schiffe-passieren-Nord-Ostsee-Kanal.html

Zehn Prozent weniger Schiffe passieren Nord-Ostsee-Kanal

Der Sanierungsstau sorgt für Probleme – auch Hamburg ist betroffen. Für Hamburgs Hafen hat der Nord-Ostsee-Kanal eine zentrale Bedeutung.

Foto: dpa copyright    Copyright Hamburger Abendblatt
Bergung des havarierten Frachters „Siderfly“ Ende Oktober auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel. Für die Arbeiten musste der Kanal tagelang komplett gesperrt werden
Bergung des havarierten Frachters "Siderfly" auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel. Für die Arbeiten musste der Kanal tagelang komplett gesperrt werden

Hamburg/Kiel. Deutschlands wichtigste künstliche Wasserstraße, der Nord-Ostsee-Kanal (NOK), hat im vergangenen Jahr massiv an Schiffspassagen und an transportierter Ladung eingebüßt. Rund 31.100 Schiffe passierten den Kanal 2013, das waren 10,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau transportierte Ladungsmenge ging um neun Prozent auf 94,8 Millionen Tonnen zurück, teilte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit. Bei den Teilstreckenverkehren verzeichnet die Kanalverwaltung des NOK einen Rückgang von 9,7 Prozent. "Das ist selbstverständlich kein befriedigendes Ergebnis, lässt aber hoffen, dass nach dem Abschluss der Reparaturen der Großen Nordkammer in Brunsbüttel im Jahr 2014 wieder positive Wachstumssignale zu erwarten sind", sagt Jörg Heinrich, Leiter des Dezernats Schifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Kiel.

Der NOK war für große Schiffe 2013 an insgesamt 18 Tagen nicht passierbar. Das Hauptproblem ist ein massiver Sanierungsbedarf vor allem an den Brunsbütteler, aber auch an den Kieler Schleusen, der vom Bundesverkehrsministerium jahrelang verschleppt worden war. Für Hamburgs Hafen hat der NOK eine zentrale Bedeutung.

Flaute auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Schleusen-Desaster und Havarien: Wasserstraße war 2013 für 18 Tage lahmgelegt
Kiel Copyright Norddeutsche Rundschau
Das Jahr 2013 war keine gutes Jahr für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Die Serie von Streiks, kaputten Schleusentoren und Havarien hat zu mehrtägigen Sperrungen der Wasserstraße geführt, sogar Sturmtief Xaver hat den Schiffsverkehr wegen Hochwassers für 36 Stunden lahm gelegt. Insgesamt war die wichtigste Wasserstraße zwischen Nord- und Ostsee 18 Tage lang nicht passierbar. Erwartungsgemäß spiegelt sich das in schlechten Zahlen wider: Sowohl die Zahl der Schiffe, die durch den Kanal fuhren, als auch die transportierte Ladungsmenge gingen zurück. Angesichts der Probleme, mit denen die Schifffahrt zu kämpfen hat, sieht die Bilanz allerdings nach Ansicht von Jörg Heinrich von der Generaldirektion Wasserstraßen nicht ganz so schlecht aus: „Trotz der Beeinträchtigungen hat der Verkehr auf dem NOK ein ordentliches Ergebnis eingefahren“ – zumal es auch in allen deutschen Seehäfen Einschnitte gegeben habe. Zufrieden könne man damit zwar nicht sein, aber jetzt bestehe Hoffnung, dass es nach dem Abschluss der Reparaturen der Großen Nordkammer in Brunsbüttel im Jahr 2014 wieder aufwärts gehe. Heinrich: „Da die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Europa für das Jahr 2014 überwiegend positiv ausfallen, wird davon auch der Seeverkehr zwischen Nord- und Ostsee profitieren.“ Insgesamt passierten im vergangenen Jahr 31 097 Schiffe den NOK. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 10,8 Prozent weniger. Die insgesamt transportierte Ladungsmenge liegt mit 94,8 Millionen Tonnen etwa auf dem Niveau des Jahres 2006 und um gut zehn Prozent unter dem des Rekordjahres 2008. Bemerkenswert ist laut Heinrich: Die größeren Schiffe nutzen den Kanal trotz zahlreicher Behinderungen sogar in steigender Tendenz. Trotz der massiven Kritik am baulichen Zustand des über 100 Jahre alten Kanals, der sogar mit einem Industriemuseum verglichen wird, dürfe nicht vergessen werden, dass der Bund regelmäßig Millionen in die Wasserstraße steckt. So habe die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in den vergangenen Jahren jährlich im Schnitt 60 Millionen Euro in den Substanzerhalt investiert – in die Reparatur der Schleusentore, Kanaltunnel- und Brücken, in die Böschungsbefestigungen sowie Dalben-Erneuerung in den Weichen. Ziel sei, den Kanal für die Schifffahrt leistungsfähig zu erhalten.
Margret Kiosz
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article124157879/Nach-Pannen-und-Streiks-negative-Jahresbilanz-fuer-Nord-Ostsee-Kanal.html

Nach Pannen und Streiks negative Jahresbilanz für Nord-Ostsee-Kanal

Kiel - Mit Rückgängen bei Schiffspassagen und transportierter Ladung hat der Nord-Ostsee-Kanal das vergangene Jahr abgeschlossen. 31 097 Schiffe passierten die Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel, berichtete die Schifffahrtsverwaltung am Donnerstag. Das waren 10,8 Prozent weniger als 2012. Die Ladungsmenge sank um neun Prozent auf 94,8 Millionen Tonnen. Technische Pannen, Streiks und eine mehrtägige Havarie hatten den Kanal 2013 mehrfach tagelang lahmgelegt. 18 Tage dauerten die Einschränkungen insgesamt. Trotzdem habe der Kanal ein ordentliches Ergebnis eingefahren, kommentierte die Schifffahrtsverwaltung. Copyright Welt

Am Nord-Ostsee-Kanal sollen noch 2014 die Bagger anrollen
Die Pläne für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sind fertig. Sollten Bürger oder Verbände in den nächsten sechs Wochen keine Einwände erheben, können die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Copyright DPA http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/kanal-ausbau-es-kann-losgehen-id5443836.html
Dienstag, 21. Januar 2014 01:00 Alter: 13 hrs

Nord-Ostsee-Kanal: Bund ist gefordert


"Schleswig-Holsteins Wirtschaft wartet immer noch auf Problemlösungen der desaströsen Verkehrsin­fra­struktur des Landes vom Nord-Ostsee-Kanal mit Schleusenbau über die Rader Hochbrücke bis hin zum Ausbau von A 7 und A 20." Das betonte IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater gestern beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer zu Kiel vor rund 1300 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. "Die Infrastruktur in Deutschland und im Vergleich besonders im Norden ist seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert. Der dar­aus resultierende Sub­stanzverlust ist inzwischen für jeden erkenn- beziehungsweise fühlbar", kritisierte Vater. FBi Mehr: THB Täglicher Hafenbericht Copyright

Nord-Ostsee-Kanal - Kanal-Ausbau – es kann losgehen

vom 16. Januar 2014 Copyricht Norddeutsche Rundschau
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bund legt die Planunterlagen für die Verbreiterung und Begradigung der Oststrecke aus – erste Arbeiten könnten schon in diesem Jahr beginnen.

Kiel | Seit dieser Woche liegen die fertigen Planunterlagen für die Verbreiterung der „Oststrecke“ des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Kiel und Königsförde öffentlich aus – und wenn Bürger oder Verbände in den nächsten sechs Wochen nicht gegen die Pläne klagen, dann können die ersten Bauarbeiten schon dieses Jahr losgehen. Das sagte gestern ein Sprecher des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) dem sh:z. „Im Falle des Baurechts ist vorgesehen, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Zwischenlagerungsfläche für Baumaterialien am Flemhuder See zu beginnen“, sagte der Sprecher. Dass dafür bisher kein Geld im Bundeshaushalt 2014 vorgesehen ist, stehe dem nicht im Weg: „Der Bau der Lagerungsfläche kann aus dem laufenden Wasserstraßenhaushalt finanziert werden“, sagte der Sprecher.
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Anders sieht es mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten zur Verbreiterung und Begradigung der fast 20 Kilometer langen Oststrecke aus. Um mit den Baggerarbeiten im ersten, westlichen Bauabschnitt zwischen Königsförde und Groß Nordsee starten zu können, müsse der Bundestag insgesamt 70 Millionen Euro im Laufe der nächsten vier Jahre bereitstellen, sagte Dobrindts Sprecher. In diesem Jahr sei allerdings noch „mit keinen wesentlichen Ausgaben zu rechnen“, weil der erste Abschnitt ohnehin erst noch „ausführungsreif geplant und europaweit ausgeschrieben“ werden müsse. Daher sei es auch „unerheblich“, dass dafür im bisherigen Entwurf des Bundeshaushalts für 2014 kein Geld eingeplant ist. Die weiter östlich liegenden Bauabschnitte des insgesamt 265 Millionen Euro teuren Projekts werden laut Ministeriumsangaben erst nach dem Ausbau des Teilstücks zwischen Königsförde und Groß Nordsee in Angriff genommen – vorausgesetzt der Bund stellt dann genug Geld bereit. Bedingung ist außerdem, dass gleichzeitig mit dem 50 Millionen Euro teuren Ersatzbau für die Levensauer Hochbrücke in Kiel begonnen wird. Läuft alles glatt, könnte das Nadelöhr Oststrecke mit seinen engen Kurven in zehn Jahren endgültig Vergangenheit sein. Bei der Verbreiterung fallen übrigens fast sieben Millionen Kubikmeter Baggergut an, das je nach Beschaffenheit entweder auf Äcker gekippt oder in die Ostsee gebracht wird.

von Henning Baethge erstellt am 16.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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01. | K.P. Barnick | 16.01.2014 | 18:58 Uhr
..........es kann losgehen
Die Chinesen wollen/sollen in Nicaragua einen Seeschiffskanal von 280 Kilometer Länge bauen, der dem Panamakanal Konkurrenz machen soll. Es sollen wesentlich größere Schiffe den Kanal befahren können als den neuen Panamakanal. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, veraussichtliche Baudauer 5 Jahre. In dieser Zeit hat man bei uns noch nicht einmal die neue Schleuse in Brunsbüttel gebaut. Auch für den Ausbau der Oststrecke mit Neubau einer Kanalbrücke bei Levensau wird man min. 5 Jahre rechnen müssen.
Für 50 Millionen Euro soll auch die Alte Levensauer Hochbrücke (im Hintergrund) ersetzt werden.
Foto: dpa
Kanal-Ausbau – es kann losgehen
Bund legt die Planunterlagen für die Verbreiterung und Begradigung der Oststrecke aus – erste Arbeiten könnten schon dieses Jahr beginnen
KIEL
Seit dieser Woche liegen die fertigen Planunterlagen für die Verbreiterung der „Oststrecke“ des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Kiel und Königsförde öffentlich aus – und wenn Bürger oder Verbände in den nächsten sechs Wochen nicht gegen die Pläne klagen, dann können die ersten Bauarbeiten schon dieses Jahr losgehen. Das sagte gestern ein Sprecher des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) unserer Zeitung. „Im Falle des Baurechts ist vorgesehen, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Zwischenlagerungsfläche für Baumaterialien am Flemhuder See zu beginnen“, sagte der Sprecher. Dass dafür bisher kein Geld im Bundeshaushalt 2014 vorgesehen ist, stehe dem nicht im Weg: „Der Bau der Lagerungsfläche kann aus dem laufenden Wasserstraßenhaushalt finanziert werden“, sagte der Sprecher. Anders sieht es mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten zur Verbreiterung und Begradigung der fast 20 Kilometer langen Oststrecke aus. Um mit den Baggerarbeiten im ersten, westlichen Bauabschnitt zwischen Königsförde und Groß Nordsee starten zu können, müsse der Bundestag insgesamt 70 Millionen Euro im Laufe der nächsten vier Jahre bereitstellen, sagte Dobrindts Sprecher. In diesem Jahr sei allerdings noch „mit keinen wesentlichen Ausgaben zu rechnen“, weil der erste Abschnitt ohnehin erst noch „ausführungsreif geplant und europaweit ausgeschrieben“ werden müsse. Daher sei es auch „unerheblich“, dass dafür im bisherigen Entwurf des Bundeshaushalts für 2014 kein Geld eingeplant ist. Die weiter östlich liegenden Bauabschnitte des insgesamt 265 Millionen Euro teuren Projekts werden laut Ministeriumsangaben erst nach dem Ausbau des Teilstücks zwischen Königsförde und Groß Nordsee in Angriff genommen – vorausgesetzt der Bund stellt dann genug Geld bereit. Bedingung ist außerdem, dass gleichzeitig mit dem 50 Millionen Euro teuren Ersatzbau für die Levensauer Hochbrücke in Kiel begonnen wird. Läuft alles glatt, könnte das Nadelöhr Oststrecke mit seinen engen Kurven in zehn Jahren endgültig Vergangenheit sein. Bei der Verbreiterung fallen übrigens fast sieben Millionen Kubikmeter Baggergut an, das je nach Beschaffenheit entweder auf Äcker gekippt oder in die Ostsee gebracht wird.
Henning Baethge Copyright Norddeutsche Rundschau
beginnen.
http://www.ndr.de/nordostseekanal195.html
Copyright NDR

Kanalausbau: Planungen abgeschlossen

Kontainerschiffe im Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel © NDR Fotograf: Lina Pößnecker Detailansicht des Bildes Der Nord-Ostsee-Kanal ist wichtig für viele Containerschiffe. Die Strecke zwischen Kiel und Königsförde gilt allerdings als Nadelöhr. Bald sollen sich hier keine Schiffe mehr stauen: Die Planungen für den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) sind abgeschlossen. Ab Montag liegen die Unterlagen zu dem geplanten Ausbau zwischen Königsförde und Kiel in den Dörfern aus. Zwei Wochen lang können sich die Bewohner informieren, vier Wochen haben sie anschließend Zeit, gegbenenfalls zu klagen. In den Dörfern direkt am Kanal fürchten viele Bewohner den Baulärm, der mit dem Ausbau auf sie zukommt.

Im März soll Ausbau beginnen

Wenn keine Klagen kommen, will die Schiffsverwaltung bereits im März mit dem Ausbau beginnen. Die Arbeiten beginnen nach Informationen des Leiters der Planungsgruppe Sönke Meesenburg am Flemhuder See. Hier soll eine Zwischenlagerfläche für einen Teil der rund sieben Millionen Kubikmeter Sand entstehen, die für den Ausbau benötigt werden. Die Arbeiten am Kanal selbst starten laut Meesenburg im westlichen Teil zwischen Königsförde und Groß-Nordsee. Vorher muss der Bund allerdings noch die benötigten Mittel frei geben. Die Gesamtkosten für den Ausbau der 20 Kilometer langen Kanalstrecke werden auf 265 Millionen Euro geschätzt. Gebaut werden soll etwa zehn Jahre lang. Bisher war die Strecke zwischen Königsförde und Kiel ein Nadelöhr für Frachtschiffe. Geplant ist nun, den Kanal dort zu verbreitern und die engen Kurven abzuflachen.
Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.01.2014 | 13:00 Uhr

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Dokumentation/2941938/21492704/166653/Highway-fuer-Ozeanriesen.html
Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des „Nautischen Essens“ der Brunsbütteler Navigare Preis vergeben. Mit der Auszeichnung würdigt der Nautische Verein eine für maritime Belange engagierte Persönlichkeit. Nachdem im Vorjahr der damalige Bürgermeister Wilfried Hansen geehrt wurde, erhielt diesmal Werner Keitsch den Navigare Preis. Die Laudatio hielt der Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I, Kapitän Michael Hartmann. „Der 1939 in Schlesien geborene Preisträger hat alle Höhen und Tiefen eines bewegten Lebens hinter sich“, so Hartmann. „Er fuhr nach seiner Schulausbildung zur See, legte 1961 in Elsfleth sein Steuermannspatent auf Großer Fahrt A5 und drei Jahre später A6 ab. 1971 wurde er Lotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal und hat sich in allen erdenklichen Gremien nachhaltig für die Interessen der Seefahrt eingesetzt.“ Kapitän Werner Keitsch war 1990 bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand im Jahr 2002 Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I. Auch heute noch ist Keitsch ehrenamtlich unter anderem im Nautischen Verein, in Fachausschüssen, im Förderverein der Deutschen Seemannsmission Westküste in Brunsbüttel (deren Vorsitzender er lange Zeit war) und anderen Institutionen aktiv. „Wenn ihr denn meint, dass ich die Auszeichnung verdient habe, nehme ich sie gerne an“, dankte Werner Keitsch. Der Preis mache ihn stolz. „Ich werde mich bemühen, den Nautischen Verein weiter zu unterstützen“, so der Preisträger. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeister Stefan Mohrdieck, der in seinem Grußwort ergänzend erwähnte, dass Werner Keitsch maßgeblich an der Übernahme der Schiffsbrandbekämpfung der Brunsbütteler Stadtwehr beteiligt war. „Sie haben Pionierarbeit geleistet, heute sind wir auf dem Gebiet führend im Land.“ Der Vorsitzende des Nautischen Vereins Brunsbüttel, Bernd Appel, hob in seiner Ansprache noch einmal die Bedeutung der 5. Schleusenkammer hervor. „Vor einem Jahr war an dieser Stelle noch keinesfalls sicher, dass die erforderlichen Bundesmittel auch zur Verfügung gestellt würden“, so Appel.   Weiterhin ging er auf die Fahrrinnenanpassung der Elbe ein. „Als Folge ist mit zunehmendem Feederverkehr in das Baltikum zu rechnen, damit werden auch die Schiffsgrößen im NOK zunehmen“, führte Appel weiter aus, „der Ausbau der Oststrecke und die Vertiefung des NOK dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“
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