Mehr Engagement bei Hinterlandanbindungen gefordert Elbvertiefung

Der Hafenlogistikkonzern Eurogate baut sein Hinterlandnetzwerk aus. Die Bahnverbindungen in den Südosten Europas werden aufgestockt.

Die konzerneigene Tochter EGIM (Eurogate Intermodal) stärkt München als Hub für seine Bahn­verkehre nach Südeuropa, zum Balkan und in die Türkei, teilte das Unternehmen jetzt mit. Ab sofort biete EGIM zwei wöchentliche Verbin­dungen zwischen München und Budapest an. In weniger als 24 Stunden und ohne Zwischenhalt sollen die Blockzüge den Bahnhof in Budapest-BILK erreichen. Ergänzt wird diese Relation durch drei wöchent­liche Verbindungen von Budapest nach Istanbul (Halkali) in der Türkei.

Die Trockenheit im Süden und der Mitte Deutschlands wirkt sich auch auf den Hamburger Hafen aus. Wegen des geringen Wasserzulaufs muss in der Elbe stärker gebaggert werden, um die für die Schifffahrt erforderliche Wassertiefe zu halten. Mithilfe des Saugbaggers “Alexander von Humboldt” kämpft die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) gegen die Verschlickung der Elbe.
Mehr Engagement bei Hinterlandanbindungen gefordert
Elbvertiefung: Niedersachsen erwägt verlängerte Prüfung
Donnerstag, 26. Januar 2012
McAllister steht der Elbvertiefung kritisch gegenüber.
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat den Bund zu
einem größeren finanziellen Engagement bei den Hinterlandanbindungen der
norddeutschen Häfen aufgefordert. “Wir investieren eine Milliarde Euro in
unsere Häfen, aus nationaler Verantwortung und für ganz Deutschland. Und
weil wir das tun (…), sind wir uns im Norden einig, dass aus nationaler
Verantwortung der Bund dann auch bei den Hafenhinterlandanbindungen mehr
leisten muss, als er bisher geleistet hat”, sagte er am Dienstag bei einem Vortrag
zur “Maritimen Wirtschaft im Norden” im Hamburger Übersee-Club. McAllister
verlangte ein Sonderverkehrsprogramm Nord. “Es bringt nichts, im Norden die
Häfen auszubauen, wenn anschließend die Verkehre auf der Straße und auf der
Schiene nicht abtransportiert werden können.” mehr

IHK Nord fordert stärkere Berücksichtigung des Seeverkehrs

Die IHK Nord fordert vom Europäischen Parlament und der EU-Kommission, die Branche stärker als bislang in internationalen Handelsabkommen zu berücksichtigen.

Schifffahrtspolitik sei auch Handelspolitik, machte Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord, deutlich. Man habe beobachtet, dass weltweit noch viele Beschränkungen für eine freie Schifffahrt herrschten. Dem müsse die EU bei ihren Handelsabkommen mit Drittstaaten Rechnung tragen.

Als Beispiel führte Blank den Jones Act in den USA an: Das Gesetz verbiete Kabotageverkehre an den US-Küsten. Transporte zwischen Häfen innerhalb der Vereinigten Staaten müssten demnach mit Schiffen unter US-Flagge durchgeführt werden. Dies gelte auch für die Feederverkehre vor oder im Anschluss an einen interkontinentalen Seetransport. »Wir bedauern vor diesem Hintergrund, dass TTIP vorerst von der neuen Trump-Regierung ad acta gelegt wurde«, so der IHK-Nord-Vorsitzende. mehr

Nautischer Verein:der Ausbau der Oststrecke und die Vertiefung des NOK dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“

Zufrieden könne man damit zwar nicht sein, aber jetzt bestehe Hoffnung, dass es nach dem Abschluss der Reparaturen der Großen Nordkammer in Brunsbüttel im Jahr 2014 wieder aufwärts gehe. Heinrich: „Da die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Europa für das Jahr 2014 überwiegend positiv ausfallen, wird davon auch der Seeverkehr zwischen Nord- und Ostsee profitieren.“

Insgesamt passierten im vergangenen Jahr 31 097 Schiffe den NOK. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 10,8 Prozent weniger. Die insgesamt transportierte Ladungsmenge liegt mit 94,8 Millionen Tonnen etwa auf dem Niveau des Jahres 2006 und um gut zehn Prozent unter dem des Rekordjahres 2008.

Bemerkenswert ist laut Heinrich: Die größeren Schiffe nutzen den Kanal trotz zahlreicher Behinderungen sogar in steigender Tendenz.
Kiel | Seit dieser Woche liegen die fertigen Planunterlagen für die Verbreiterung der „Oststrecke“ des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Kiel und Königsförde öffentlich aus – und wenn Bürger oder Verbände in den nächsten sechs Wochen nicht gegen die Pläne klagen, dann können die ersten Bauarbeiten schon dieses Jahr losgehen. Das sagte gestern ein Sprecher des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) dem sh:z.
Der Vorsitzende des Nautischen Vereins Brunsbüttel, Bernd Appel, hob in seiner Ansprache noch einmal die Bedeutung der 5. Schleusenkammer hervor. „Vor einem Jahr war an dieser Stelle noch keinesfalls sicher, dass die erforderlichen Bundesmittel auch zur Verfügung gestellt würden“, so Appel.
Weiterhin ging er auf die Fahrrinnenanpassung der Elbe ein. „Als Folge ist mit zunehmendem Feederverkehr in das Baltikum zu rechnen, damit werden auch die Schiffsgrößen im NOK zunehmen“, führte Appel weiter aus, „der Ausbau der Oststrecke und die Vertiefung des NOK dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“
sko Norddeutsche Rundschau

szmtag
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Nachdem die Werften im vergangenen Jahr mit mehr als 100 Millionen Bruttotonnen noch einmal einen absoluten Produktionsrekord erreichten,

Hamburg. Der Schutz deutscher Handelsschiffe vor Piraten reicht deutschen Reedern nicht aus. “Der Einsatz von nur einer Fregatte vor Somalia ist eine Schande. Die Marine tut aus politischen Gründen nicht, was sie tun könnte und was dem wirtschaftlichen Interesse Deutschlands entspricht”, sagte der Hamburger Reeder und Schiffsmakler Thomas Rehder gestern im Vorfeld der Schiffbauleitmesse SMM in Hamburg. Rehder verwies darauf, dass Hunderte Seeleute zum Teil über Monate als Geiseln genommen würden. Es liege aber in der Verantwortung der Staaten, die Seewege zu schützen. Der Einsatz privater bewaffneter Kräfte an Bord sei allenfalls die zweitbeste Lösung, so Rehder. Er wird 2013 Präsident des Dachverbandes der europäischen Reeder in Brüssel.
Hamburg. Der Schiffbau hat weltweit die besten Jahre hinter sich und muss sich auf neue Herausforderungen einstellen. Nachdem die Werften im vergangenen Jahr mit mehr als 100 Millionen Bruttotonnen noch einmal einen absoluten Produktionsrekord erreichten, seien nun in den nächsten Jahren Überkapazitäten und fallende Schiffspreise zu erwarten, sagte Martin Stopford, Geschäftsführer der Beratungsfirma Clarkson Research, am Mittwoch in Hamburg. Gleichzeitig hätten sich die Rahmenbedingungen für die Schifffahrt durch die hohen Preise für Treibstoff dramatisch verändert, ebenso wie die Umweltvorschriften. mehr

Im Norden gibt es nur wenige Alternativen zum Rendsburg Port.

Der Frachtumschlag blieb mit 156 000 Tonnen auf dem Vorjahresniveau, doch darauf kommt es nach Aussage der Geschäftsführer Frank Schnabel und Sven Hargens von der Rendsburg Port GmbH nicht vorrangig an. Die Schiffszahl und die Verladung schwerer Stückgüter sei bei der Bewertung des Erfolgs viel wichtiger: je komplexer eine Verladung, umso höher die Gebühren. Hier spielt der Hafen seine Stärken aus. Seine beiden mobilen Kräne können zusammen bis zu 250 Tonnen schwere Güter heben und sperrige Fracht präzise bewegen.

Das Wachstum der Windkraftbranche ist zugleich der wirtschaftliche Motor des Rendsburg Ports. Zwei Drittel der umgeschlagenen Fracht gehen auf das Konto von Firmen, die sich den erneuerbaren Energien verschrieben haben. Größter Kunde ist das benachbarte Bögl-Werk, das mehr als die Hälfte der zu verladenden Produkte anliefert. „Aber unser Erfolg hängt nicht allein vom Bögl-Werk ab“, betont Schnabel. Der Hafen ist ebenso Dienstleister für den Windräder-Hersteller Enercon sowie Speditionen, die sich auf Schwertransporte spezialisiert haben. Eines der schwersten jemals bewegten Produkte war ein über 200 Tonnen schwerer Transformator für den Stromnetzbetreiber Tennet. Der Hafen schreibt schwarze Zahlen. „Wir verdienen Geld“, sagt Schnabel. Genaue Zahlen nennt er nicht. mehr