Das Konzept für die Zukunft des Hamburger Hafens steht Landstromanschluss LNG für Kreuzfahrtterminal Altona

Ein Vorzeigeprojekt in Europa: Hamburgs Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe. Sie soll die schwimmenden Hotels im Hafen direkt mit Energie versorgen. Foto dpa
Eine Premiere in Sachen LNG-Versorgung von Kreuzfahrtschiffen feiert Hamburg am heutigen Samstag: Am 14. Mai 2016 werden mit AIDAprima und AIDAsol erstmals zwei AIDA Schiffe zeitgleich während ihrer Liegezeit im Hamburger Hafen mit LNG (Flüssigerdgas) bzw. Energie, produziert aus LNG, betrieben. Die Versorgung des Dual Fuel Motors von AIDAprima erfolgt direkt über einen LNG-Truck am Kreuzfahrtterminal in Steinwerder. AIDAsol wird in der HafenCity über die LNG Hybrid-Barge “Hummel” mit Energie versorgt, die aus emissionsarmem Flüssigerdgas erzeugt wurde. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz, denn im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelgehalt werden die Emissionen bei der Nutzung von LNG nochmals deutlich gesenkt. Der Ausstoß von Schwefeloxiden und Rußpartikeln wird gänzlich vermieden. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent und die CO2-Emissionen werden um 20 Prozent reduziert.
Das Konzept für die Zukunft des Hamburger Hafens steht. Auf 105 Seiten zeigt der Hafenentwicklungsplan der Wirtschaftsbehörde, wie sich Hamburgs Tor zur Welt bis zum Jahr 2025 entwickeln soll. „Wir haben eine exzellente Wettbewerbslage“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) gestern bei der Vorstellung der Strategie des Senats. Sie soll nun mit dem Ausbau gefestigt werden. mehr

Küstenländer schmieden Seefahrt-Bündnis mit Nordrhein-Westfalen Travemünde

Die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Küstenländer und Nordrhein-Westfalens haben eine Allianz zur engeren Zusammenarbeit verabredet. Ziel sei es, die Transportketten enger aufeinander abzustimmen, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) gestern zum Abschluss eines Ministertreffens in Lübeck-Travemünde. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) forderte einen Ausbau aller Verkehrswege. mehr

Verkehrslenkung : Maritimes Kompetenzzentrum

Während in Wilhelmshaven die Ausstattung des Systems geplant wird, schlägt das technische Herz, die Leitstelle, in Brunsbüttel. Acht Mitarbeiter arbeiten dort an der Umsetzung von SMV. Nächstes Jahr soll das geschafft sein. Die komplette Umstellung der Technik auch in den anderen Standorten wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. „Zu 60 bis 70 Prozent sind wir fertig“, sagt Jan-Hendrik Oltmann. Der Diplom-Ingenieur ist gewissermaßen Architekt des vor zehn Jahren gestarteten Projekts. mehr

Aufbau einer Nationalen Küstenwache

Zusammen mit den deutschen Notschleppern „Fairplay 25“ und „Baltic“ sowie dem Mehrzweckschiff „Arkona“ übte die schwedische Küstenwache mit den Schiffen „Poseidon“ und „Triton“ das Notschleppen einer manövrierunfähigen Frachtfähre. Die deutsch-dänische Reederei Scandlines stellte dem Havariekommando dafür ihre RoPax-Fähre „Mecklenburg Vorpommern” als Havaristendarsteller zur Verfügung.
Mit Übungsbeginn wurde ein Boardingteam durch einen Bundespolizeihubschrauber auf der Scandlines-Fähre abgesetzt, das die Schleppverbindung zwischen den jeweiligen Schiffen und der „Mecklenburg-Vorpommern” herstellte. Anschließend wurden erfolgreich unterschiedliche Manöver mit der Fähre ausgeführt. Bereits im letzten Jahr hatte die Crew der „Mecklenburg-Vorpommern” mit dem Havariekommando vor Rostock geübt. In diesem Jahr zeigten sich laut abschließender Beurteilung des Havariekommandos bereits die wertvollen Erfolge des Trainings. mehr