Kurz vor Einsetzen des Schülerverkehrs rammt die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke einen Frachter Rendsburg

Der Kanal als Hindernis : Wenn nur noch die Rolltreppe bleibt

vom 27. Juli 2016
Aus der Redaktion der Landeszeitung  Copyright Norddeutsche Rundschau

Schwebefähre außer Betrieb, Ersatzfähre im Feierabend, Fahrstuhl in Wartung – und nun? Beobachtungen am Rendsburger Fußgängertunnel, wo der Einstieg zum Abstieg für manchen eine Herausforderung ist.

 Der Morgen der Havarie: Die Feuerwehr bahnt sich von einer Fähre aus einen Weg auf die verunglückte Schwebefähre.

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Ich habe gedacht, das war es jetzt“
Vor dem Jahrestag der Havarie: Wie der einzige Passagier der Rendsburger Schwebefähre die Kollision mit dem Frachter knapp überlebte
Rendsburg
Es ist kalt und neblig, als Jan Heigener am Morgen des 8. Januar 2016 mit seinem Rad auf die Schwebefähre rollt. Der junge Polizist ist nach einer Nachtschicht auf dem Heimweg. Mit drei Hosen und einer dicken Jacke schützt er sich vor den Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wie so oft hat sich der Osterrönfelder für das Fahrrad entschieden. So schafft der 30-Jährige es in zehn Minuten von seiner Dienststelle in Rendsburg zur Wohnung auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals. Wenn alles normal läuft. Doch nichts läuft an diesem Freitagmorgen normal. Heigener trägt einen Fahrradhelm. Der wird ihm wohl das Leben retten. Als der Polizist auf der Schwebefähre zum Stehen kommt, ist er der einzige Passagier. Heigener steht in Fahrtrichtung ganz vorne rechts, das Fahrrad zwischen den Beinen. Was sich danach abspielt, am Morgen vor knapp einem Jahr, wird er nie vergessen. Um 6.39 Uhr kollidiert die Schwebefähre mit dem Frachter „Evert Prahm“. Mehrfach wird das an zwölf Stahlseilen hängende und 45 Tonnen schwere Verkehrsmittel hin und her geschleudert. Der Fährführer überlebt schwer verletzt. Die Mannschaft an Bord des Frachters kommt unversehrt davon. Die Schwebefähre wird irreparabel beschädigt und muss neu gebaut werden. Dass es zur Kollision kommen wird, realisiert der letzte Fahrgast der alten Schwebefähre wenige Sekunden vor dem Aufprall. „Ich stand da wie angewurzelt. Im nächsten Moment riss es mir den Boden unter den Füßen weg.“ Mit dem Kopf prallt Heigener auf einen bordsteinartigen Stahlträger am Boden. Der Polizist und sein Fahrrad schliddern zunächst auf die andere Seite der Schwebefähre. Dort wird Heigener sein Fahrrad später wiederfinden. Er selbst wird wie eine Billardkugel weiter über Deck geschleudert und zieht sich mehrere Prellungen und ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Weil nach dem Aufprall die dem südlichen Kanalufer zugewandte Seite der Schwebefähre nach oben geworfen wird, rutscht Heigener auf der schiefen Ebene in die entgegengesetzte Richtung nach unten – unter sich das eisige Kanalwasser. Und nichts, das den Fall bremsen könnte. „Mit meinen Fingern habe ich mich dann in den Lücken zwischen den Holzplanken festgekrallt. Kurz vor dem Ende kam ich irgendwie zum Halten.“ Bis zum Sturz in den Kanal fehlen nur Meter. „Ich wäre mit der dicken Winterkleidung untergegangen wie ein Stein.“ Heigener hält sich panisch am Boden fest, bis die Schwebefähre nicht mehr schaukelt. Er sieht, dass eines der Stahlseile gerissen ist und ein Zug über die Hochbrücke donnert. Sofort greift er zum Handy und setzt einen Notruf ab, um einen weiteren Zusammenstoß abzuwenden. „Ich habe gesehen, dass sich ein weiteres Schiff nähert.“ Heigener fordert die Leitstelle der Polizei in Kiel auf, den Schiffsverkehr sofort zu stoppen. Der nächste Frachter schafft es, dem in der Kanalmitte baumelnden Havaristen auszuweichen. Den Moment des Zusammenstoßes beschreibt Heigener als „berstendes Geräusch. Sofort lag ein metallischer Geruch in der Luft“. Vom Mann auf der etwa vier Meter hoch gelegenen Kommandobrücke sieht der 30-Jährige zunächst nichts. Kein Schrei, kein Warnsignal. Die Besatzung der Schwebefähre besteht aus einem Maschinisten. „Irgendwann hat er runtergerufen und gefragt, ob mit mir alles in Ordnung ist.“ Der Fährführer lässt eine Notstrickleiter herunter. Doch weder der am Knie verletzte Passagier noch der Schiffsführer sind in der Lage, sie zu benutzen. Nach wenigen Minuten tauchen am Rendsburger Ufer die ersten Polizisten auf. Heigener erkennt sie, es sind seine Kollegen – und sie erkennen ihn. Wie lange es dauert, bis er von der Fähre geborgen wird, weiß Heigener nicht mehr. „Ich werde den 8. Januar wie einen Geburtstag feiern. Der Helm hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt.“ Die Mutter des Polizisten erhebt Vorwürfe gegen die Kanalverwaltung. „Uns macht traurig, dass sich vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nach dem Unglück keiner bei ihm gemeldet hat“, sagt Gabi Heigener (64). Niemand habe sich erkundigt, wie es ihrem Sohn gehe. Auch der materielle Schaden sei nicht ersetzt worden. „Jeder kann mal einen Unfall verursachen, aber ich kenne es so, dass man sich zunächst um den anderen Unfallbeteiligten bemüht.“ Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verweist darauf, dass nach der Havarie „unmittelbar alles Notwendige getan“ worden sei. Der verletzte Fährführer und der Passagier seien versorgt worden. „Eine Überprüfung aller Ansprüche läuft.“

Den Tag nach dem Unglück verbrachte Jan Heigener im Krankenhaus. An einen Satz ihres Sohns erinnert sich seine Mutter noch genau: „Er sagte zu mir: ,Mama, ich habe gedacht, das war es jetzt, nun ist mein Leben zu Ende.‘ Diesen Satz werde ich wohl nie vergessen.“

Frank Höfer
23-Rendsburg-Fussgaengertunnel-1469636713 Da müssen sie jetzt durch: Hilke Riecken (rechts) und Imme Thoma am Zugang zur Rolltreppe. Foto: höfer (3) 1 von 5 Sie wollten nur kurz nach Westerrönfeld, um die Gepäcktaschen aus der Unterkunft zu holen, und sofort zurück nach Rendsburg. Doch dann werden Imme Thoma und Hilke Riecken überrascht. Die Ersatzfähre „Falckenstein“ hat die Kanal-Radfahrerinnen gegen 14.30 Uhr ans Südufer gebracht. Nicht erwartet haben die beiden sportlichen Damen aus München und Stexwig bei Schleswig, dass das Schiff eine Stunde später nicht mehr fahren würde. Die zweite Unwägbarkeit stellt sich ihnen vor dem Fußgängertunnel in den Weg – in Form einer rot-weißen Barriere. Der Fahrstuhl wird repariert. Von vier möglichen Varianten über den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) sind drei versperrt. Jetzt bleibt nur noch eine Möglichkeit, um ohne Auto oder Zug auf die andere Seite zu gelangen. Denn auch die Schwebefähre steht seit der Havarie im Januar bis auf weiteres nicht zur Verfügung. Also: letzte Ausfahrt Rolltreppe. Hilke Riecken kann es erst gar nicht glauben. Sie fragt Passanten, ob es denn wirklich keine Alternative gibt. „Die Fähre muss doch fahren, alle 30 Minuten würde doch reichen“, sagt sie und schaut zur Rolltreppe, vor der im Sekundentakt neue Radfahrer und nur wenige Fußgänger eintreffen. Die meisten haben Taschen oder beladene Körbe dabei und trauen sich trotzdem ohne Hilfe auf das steil nach unten führende Transportband. Vorderrad quer stellen, Handbremse gedrückt halten, Standbein mittig auf die Stufe stellen, Gleichgewicht halten, das andere Bein nachführen – so kann nichts passieren. Doch Routine ist das nur für jene, die regelmäßig durch den Tunnel fahren. Einige nähern sich zögernd bis ängstlich dem Einstieg zum Abstieg. Ein älterer Herr, geschätzte 65 Jahre, nimmt sein Hollandrad am unterem Bogen des Rahmens wie einen Koffer in die rechte Hand und gerät fast ins Straucheln, als er versucht, auf der Rolltreppe sicher zu stehen. Eine andere Frau, um die 40, wartet minutenlang dort, wo die Stufen zu rollen beginnen. Dann hat der Mann vom Sicherheitsdienst, den das Kanalamt beauftragt hat, für sie Zeit. Er nimmt das Bike an die Hand, führt es auf die Treppe und fährt als menschlicher Fahrradständer mit in den Untergrund. Die Dame folgt ihm. Christa (75) und Günter Reinke (79) sind geübte Radfahrer, 15 Kilometer legen sie jeden Tag auf ihren E-Bikes zurück. Trotzdem sind die Rentner aus Schülp bei Rendsburg bei den Rolltreppen nach einem Vorfall vor Jahren äußerst vorsichtig. „Wenn der Fahrstuhl ausfällt, brauche ich auf jeden Fall Hilfe“, sagt Christa Reinke und berichtet von einem Sturz mitten auf der Rolltreppe, als sie von ihrem 25 Kilogramm schweren Gefährt begraben wurde. „Ich habe nicht darauf geachtet, dass ich sicher auf der Stufe stehe. Mein Mann stand hinter mir und konnte mir nicht helfen, weil er sein eigenes Rad festhalten musste.“ Die Lösung mit der schwimmenden Ersatzfähre findet Günter Reinke „halbherzig“. WERBUNG inRead invented by Teads Hilke (62) und Friedhelm Goetjes (67) mussten die Rolltreppe nur bergauf nehmen. Das Paar aus Münster erreichte Rendsburg über das nördliche Kanalufer und sucht jetzt, nach einem langen Tag ohne E-Antrieb auf der NOK-Route, eine Unterkunft in Westerrönfeld. Ob sie es wegen der Bleibe mal drüben in der Tourist-Info in Rendsburg versucht haben? „Die haben wir nicht gefunden“, antwortet Friedhelm Goetjes. Auch vom Ausfall der Schwebefähre wissen sie nichts. Die Goetjes haben in Rendsburg mehrere Hinweisschilder zur Schwebefähre passiert – und nichts deutete auf deren Ausfall hin. „Dann haben wir ja Glück gehabt, wir wollten eigentlich auf der Südseite bleiben, um auf jeden Fall die Schwebefähre zu nehmen“, berichtet Friedhelm Goetjes. „Nur durch Zufall sind wir auf der gegenüber liegenden Seite nach Rendsburg reingefahren.“ Hilke Riecken und ihre Begleiterin trauen sich schließlich, die Rolltreppe in Angriff zu nehmen. Der Mann vom Sicherheitsdienst nimmt ihnen die Räder ab. Die Gepäcktaschen können dran bleiben. Ohne fremde Hilfe hätten die Urlauberinnen den Weg nach unten jeweils doppelt zurücklegen müssen – einmal mit Rad, das zweite Mal mit Taschen. Ein E-Bike mit Tourengepäck wiegt fast 40 Kilogramm. „Das hätte ich alleine nie geschafft“, sagt Imme Thoma.   SchwebefähreRendsburg6470801
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Eine Fähre am falschen Platz
RendsBurg
Die Rendsburger haben lange für sie gekämpft: Die Fähre, die als Ersatz für die havarierte Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal pendelt. Doch jetzt stellt sich heraus, dass sie kaum angenommen wird. „Nur rund 240 Menschen am Tag sind erheblich weniger, als wir gedacht haben“, sagt Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. Die Schwebefähre nutzten in Spitzenzeiten bis zu 1700 Menschen täglich. Viele Schüler nutzen stattdessen den Fußgängertunnel, in dessen Nähe die Ersatzfähre fährt, und der für viele deswegen schneller ist. Jetzt soll eine alternative Stelle für die Fähre gefunden werden – doch der Wunsch vieler Rendsburger, sie auf Höhe der Schwebefähre übersetzen zu lassen, wird ein Wunsch bleiben: Dort ist der Kanal zu eng.
uho
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Ersatzfaehre-in-Rendsburg-bringt-Erleichterung,schwebefaehre376.html
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tand: 11.07.2016 09:00 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.

Ersatzfähre in Rendsburg bringt Erleichterung

Schlepper statt Schwebefähre: Fußgänger und Radfahrer können ab morgen in Rendsburg mit einer Fähre von einem Ufer des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) an das andere übersetzen. Von dem Ersatz für die kaputte Schwebefähre profitieren vor allem Schüler. Die Fähre soll künftig außerhalb der Ferien von montags bis freitags jeweils ab 7 Uhr acht Stunden lang täglich den Kanal queren. Wegen geplanter Wartungsarbeiten an den Aufzügen im Fußgängertunnel wird die Ersatzfähre nach Angaben der Wasserstraßenverwaltung des Bundes auch in der ersten Sommerferienwoche im Einsatz sein.
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Schwebefähre Rendsburg: Neubau statt Reparatur

Neubau ersetzt traditionsreiche Schwebefähre

Die traditionsreiche Schwebefähre wird nach der Kollision mit einem Frachter neu gebaut. Sie war bei der Kollision im Januar so schwer beschädigt worden, dass sie nicht mehr repariert werden konnte. Die schwimmende Ersatzfähre der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) pendelt auch bei Großveranstaltungen in den Ferienzeiten zwischen den beiden Kanalufern. Die unter Denkmalschutz stehende Schwebefähre wurde in den vergangenen Jahren täglich von durchschnittlich 350 Fahrzeugen sowie 1.700 Fußgängern und Radfahrern genutzt.
Weitere Informationen
Eine Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal nach einer Kollision mit einem Frachter. © NDR
00:20 min

Die Kollision im Zeitraffer

Eine Webcam hat den Unfall am Nord-Ostsee-Kanal aufgezeichnet. Die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke fährt los, obwohl der Frachter schon in Sichtweite ist. Video (00:20 min)
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02:23 min

Die "Falckenstein" hilft aus

07.06.2016 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
Seit einem Zusammenstoß mit einem Frachter liegt die Rendsburger Schwebefähre zur Reparatur auf Reede. Fünf Monate danach gibt es eine Ersatzfähre - aber nur für
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/ersatzfaehre-nimmt-am-12-juli-den-betrieb-auf-id14179936.html
s.u.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schwebefaehre-Schaeden-schwerer-als-gedacht,schwebefaehre350.html
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SchwebefähreJuni2016neu
Da war die Welt noch in Ordnung: Die Schwebefähre ist bei Touristen beliebt und wurde bis zur Havarie auch von Einheimischen stark genutzt.
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Schwebefähre wird neu gebaut
Sie ist Wahrzeichen undTouristenmagnet zugleich: Die Rendsburger Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. Seit einer Havarie im Januar ist sie außer Betrieb und kann nicht mehr repariert werden. Jetzt soll die Schwebefähre komplett neu gebaut werden.
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Nord-Ostsee-Kanal: Ersatzfähre nimmt am 12. Juli den Betrieb auf | shz.de
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Nord-Ostsee-Kanal: Ersatzfähre nimmt am 12. Juli den Betrieb auf

vom 4. Juli 2016
Aus der Redaktion der Landeszeitung
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung löst ihr Versprechen ein: Ab Dienstag, 12. Juli, ist wieder eine Fähre zwischen Osterrönfeld und Rendsburg unterwegs - als Ersatz für die havarierte Schwebefähre. Die Ersatzfähre zwischen Osterrönfeld und Rendsburg nimmt am kommenden Dienstag, 12. Juli, den Betrieb auf. Das teilte gestern Abend die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit. Professor Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, sagte: „Mit dem Start der Ersatzfähre noch vor den Sommerferien bieten wir Fußgängern und Radfahrern eine weitere Möglichkeit an, den Kanal zu queren. Besonders jetzt in der Schulzeit bedeutet das vor allem für Schüler eine Alternative zur stark frequentierten leistungsstarken Schwebefähre und eine Entlastung des Fußgängertunnels.“ Die Fähre wird täglich von Montag bis Freitag ab 7 Uhr unterwegs sein, um Fußgänger und Radfahrer zu befördern. In den Ferien ist kein Betrieb vorgesehen. Dies hat die WSV in einer Besprechung mit den Bürgermeistern der Gemeinde Osterrönfeld und der Stadt Rendsburg erklärt. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch: Wegen geplanter Wartungsarbeiten an den Aufzügen im Fußgängertunnel wird die Ersatzfähre auch in der ersten Sommerferienwoche im Einsatz sein, zudem soll sie im Zuge von Großveranstaltungen fahren
Schwebefähre – Berlin kündigt Neubau an
Havariertes Original ist nicht mehr zu retten – trotzdem behält Rendsburg sein Wahrzeichen
Berlin/Rendsburg
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Die Region Rendsburg behält ihr Wahrzeichen, muss aber vom Original Abschied nehmen: Die zu Jahresbeginn mit einem Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal kollidierte Schwebefähre kann nicht mehr repariert werden, sie wird durch ein neues Modell ausgetauscht. In der Bauphase kommt eine schwimmende Ersatzfähre zum Einsatz, die von Montag bis Freitag verkehren wird. Das teilte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, gestern mit. Dass die Fähre nicht mehr instandgesetzt werden könne, hätten die Inspektion des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau (WSA) und ein externes Gutachten ergeben. Angaben, wann die neue Schwebefähre voraussichtlich ihren Betrieb aufnehmen kann, machte ein Sprecher des Bundesverkehrsministers zunächst nicht. Auch zu den Kosten gab es keine Informationen. Die Kanalverwaltung plane bereits den Ersatz des historischen Verkehrsmittels. Dabei werden sowohl Belange des Denkmalschutzes als auch moderne Steuerungs- und Sicherheitsstandards berücksichtigt. Die Nachrichten aus Berlin enthielten eine schlechte und zwei gute Botschaften, sagte Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. Er brachte sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass das havarierte Fahrzeug nicht mehr zu retten sei: „Das habe ich jedoch angesichts des Schadensbildes befürchtet.“ Als positiv bewertete der Verwaltungschef, dass sich Berlin umgehend für einen Neubau entschieden habe. Er forderte das Bundesverkehrsministerium auf, zügig einen verbindlichen Zeitplan für den Bau vorzulegen. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Schwebefähre als Weltkulturerbe anerkannt werden soll. Der Antrag an die Unesco habe nur dann eine Chance, wenn das Prinzip der seit über 100 Jahren bewährten Antriebstechnik auch im Neubau zum Einsatz komme.Die Schäden an der havarierten Schwebefähre betreffen nach Angaben aus dem Verkehrsministerium alle Bauteile (Stahl- und Maschinenbau) und die Steuerungstechnik. Nach der ersten Inspektion hatten WSA-Ingenieure erklärt, mehr als 50 Prozent aller Teile seien beim Zusammenstoß mit einem Frachter lädiert worden.Die Bauzeit soll genutzt werden, um auch die Fahrschienen an der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke zu erneuern. „Die Schwebefähre ist für Radfahrer und Fußgänger eine leistungsstarke Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal“, sagte Ferlemann. „Sie ist außerdem weltweit eine Rarität. Wir wissen um die Bedeutung der Fähre und werden dies beim Neubau berücksichtigen.“ Die an der Eisenbahnhochbrücke hängende Schwebefähre war am 8. Januar mit dem Schiff „Evert Prahm“ zusammengeprallt.
höf / dj
Stand: 11.04.2016 17:18 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rendsburger-Schwebefaehre-wird-neu-gebaut,schwebefaehre370.html
Rendsburger Schwebefähre wird neu gebaut | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein
Stand: 28.06.2016 19:58 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.

Rendsburger Schwebefähre wird neu gebaut

Vor rund sechs Monaten war die Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) kollidiert. Jetzt hat der Bund klargestellt, dass Rendsburg sein Wahrzeichen wiederbekommt. Weil das historische Verkehrsmittel aber nicht mehr repariert werden kann, gibt es einen Neubau. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), am Dienstag mit. "Ich hätte lieber das Orginal behalten, aber ich freue mich auch über den Neubau", sagte Rendsburgs Pierre Gilgenast (SPD) NDR 1 Welle Nord.
Rendsburger Schwebefähre wird neu gebaut | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein

Ersatzfähre soll außerhalb der Ferien fahren

 
Die gute Nachricht ist: Die Rendsburger Schwebefähre wird repariert oder neu gebaut. Denn die Schäden an der historischen Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal sind stark. Bildergalerie
Da der Bauauftrag europaweit ausgeschrieben werden muss, geht Gilgenast davon aus, dass in diesem Jahr nicht mehr mit den Arbeiten begonnen werden kann. Die Stadt Rendsburg und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wollen nun in Berlin einen Zeitplan für den Neubau einfordern. Bis die neue Schwebefähre fertig ist, soll außerhalb der Ferien acht Stunden am Tag eine schwimmende Ersatzfähre Fußgänger und Radfahrer von einer Kanalseite zur anderen bringen. Bereits am 7. Juni hatte der Schlepper "Falckenstein" der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft Passagiere in Höhe des Rendsburger Kanalhafens zwischen den Nord- und Südanlegern des NOKs gefahren. Das Angebot galt allerdings nur für diesen einen Tag. Es könnte sein, dass die "Falckenstein" nun erneut eingesetzt wird.

350 Fahrzeuge, 1.700 Fußgänger und Radfahrer

Anfang Januar war die Schwebefähre beim Zusammenstoß mit einem Motorschiff schwer beschädigt worden. Seitdem müssen jeden Tag mehrere Hundert Schulkinder und Fahrrad-Pendler große Umwege fahren, um über den Kanal zu kommen. Das historische Verkehrsmittel wurde nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in den vergangenen Jahren von durchschnittlich 350 Fahrzeugen sowie 1.700 Fußgängern und Radfahrern genutzt - täglich.
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Schwebefähre: Schäden schwerer als bekannt

Die gute Nachricht ist, dass die Rendsburger Schwebefähre auch künftig über den Nord-Ostsee-Kanal verkehren wird. Das hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) am Montag in Rendsburg bekannt gegeben. Die schlechte Nachricht ist dagegen, dass die Schäden an der historischen Schwebefähre schlimmer sind als bislang vermutet. Niete sind herausgerissen und selbst dicke Stahlträger krumm. Teile der Fähre müssen komplett erneuert werden. Die Verantwortlichen überlegen nun, eine ursprünglich erst für 2019 geplante Grund-Instandsetzung vorzuziehen. Einen genauen Zeitplan für die Reparatur gibt es noch nicht, aber die Instandsetzung dürfte nicht bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für Großveranstaltungen oder den Fall, dass auch der Fußgängertunnel gesperrt werden muss, plant das WSA einen Fähr-Ersatzverkehr über den Nord-Ostsee-Kanal. Dafür soll ein neuer Anleger entstehen.

Schwebefähre stärker beschädigt als gedacht

Schleswig-Holstein Magazin - 11.04.2016 19:30 Uhr
Im Januar ist die Rendburger Schwebefähre mit einem Frachter kollidiert. Der Zusammenstoß hat der Fähre schwer zugesetzt. Aufbauten und Trägerkonstruktion sind verzogen.
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Gilgenast froh über Entscheidung für eine Schwebefähre

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) sprach am Montag von "Licht und Schatten". Nun gelte es, zwischen Reparatur und Neubau abzuwägen. Als positiv bewertete er die Aussage des Verkehrsministeriums, an der Schwebefähre festhalten zu wollen. "Rendsburg wird also auch künftig wieder eine Schwebefähre haben - das ist auch die gute Botschaft", sagte Gilgenast.

Fähre schwebt nicht mehr

Mitte März hatten Spezialisten die letzten Elemente der historischen Schwebefähre von der Eisenbahnhochbrücke abmontiert. Zwei 180-Tonnen-Kräne ließen den sogenannten Oberwagen herab. An diesem war der Fährkörper befestigt, den Arbeiter bereits in der vergangenen Woche abgebaut hatten. Die Schwebefähre gilt als Wahrzeichen der Region. Sie steht unter Denkmalschutz. Anfang Januar war die Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit einem Frachter kollidiert. Der Fährführer wurde damals schwer verletzt.

Heftige Schäden an der Rendsburger Schwebefähre

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rendsburger-Schwebefaehre-schwebt-nicht-mehr,schwebefaehre230.html
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http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schwebefaehre-Schwere-Arbeit-in-luftiger-Hoehe,schwebefaehre300.html Stand: 16.03.2016 19:15 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min. Schwebefähre: Schwere Arbeit in luftiger Höhe von Christian Nagel Ein großer Teil der Schwebefähre liegt seit Dienstagnachmittag auf dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtamtes in der Nähe der Rendsburger Hochbrücke. Doch Projektleiter Ralf Rohwer und seine Leute sind mit dem Abbau der Schwebefähre noch lange nicht fertig, auch wenn der fast 40 Tonnen schwere Fährkörper abtransportiert ist. "Auf uns wartet noch ein gefährliches Stück Arbeit", sagt er am Mittwoch. Denn in 42 Metern Höhe müssen er und seine Mitarbeiter in den kommenden Tagen den sogenannten Oberwagen demontieren. Das ist der Teil, an dem die zwölf Tragseile der Schwebefähre hängen. Jetzt ist der Oberwagen der Schwebefähre dran schwebefaehre302_v-vierspaltig Ein Mitarbeiter durchtrennt Verbindungsleitungen zum Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Arbeit in luftiger Höhe: Ein Mitarbeiter durchtrennt Verbindungsleitungen zum Oberwagen. Ein Sicherheitsmann der Bahn behält den Verkehr im Blick. Ein Zug fähr über die Brücke. © NDR Fotograf: Christian Nagel Kommt ein Zug, werden die Arbeiten aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die Bahnen fahren in mehr als 40 Metern Höhe mit 60 Kilometern pro Stunde über den Nord-Ostsee-Kanal. Blick auf den Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Der soganannte Oberwagen wiegt insgesamt 35 Tonnen. Rohwer und sein Team wollen ihn um 20 Tonne leichter machen, um ihn kommende Woche demontieren zu können. Die Demontage des Oberwagens. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Demontage erfolgt mit schwerem Gerät. Viel Zeit haben die Arbeiter nicht. Sie müssen das gute Wetter ausnutzen. Einer der vier Antriebe der Schwebefähre. © NDR Fotograf: Christian Nagel Einer der vier Antriebe der Schwebefähre. Allein der blaue Elektromotor wiegt 500 Kilogramm, das graue Getriebe noch etwas mehr. Projektleiter Rohwer überprüft einen der vier Elektromotoren. © NDR Fotograf: Christian Nagel Projektleiter Rohwer überprüft einen der vier Elektromotoren, der bereits abmontiert ist. Blick von unten auf den Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Nächste Woche soll der Oberwagen auseinandergeschraubt und herabgelassen werden. Auf dem Bauhof. © WSA Für die Untersuchungen kommen alle Teile zum Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA). 1/8   Ein Mitarbeiter durchtrennt Verbindungsleitungen zum Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Ein Zug fähr über die Brücke. © NDR Fotograf: Christian Nagel Blick auf den Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Demontage des Oberwagens. © NDR Fotograf: Christian Nagel Einer der vier Antriebe der Schwebefähre. © NDR Fotograf: Christian Nagel Projektleiter Rohwer überprüft einen der vier Elektromotoren. © NDR Fotograf: Christian Nagel Blick von unten auf den Oberwagen. © NDR Fotograf: Christian Nagel Auf dem Bauhof. © WSA   Arbeiter machen Oberwagen 20 Tonnen leichter "Der Oberwagen wiegt 35 Tonnen und muss für den Abbau leichter gemacht werden", meint Rohwer. Seine Leute bauen seit den frühen Morgenstunden alles ab, was sich demontieren lässt. "Allein die vier Elektromotoren wiegen zusammen fast zwei Tonnen. Jedes der Trageseile bringt 350 Kilogramm auf die Waage", erklärt Rohwer. Insgesamt demontieren der Projektleiter und seine Leute Material in einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen. "Das Wetter ist einfach prima, wir kommen gut voran." Eigentlich seien sie davon ausgegangen, dass sie auch noch am Donnerstag arbeiten müssen, so Rohwer. "Aber wir schaffen wohl alles heute", sagt der Projektleiter. "Erstaunlich, was die Konstrukteure damals gebaut haben" Bildergalerie Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder 13 Bilder Schritt für Schritt: Abbau der Schwebefähre Arbeiter haben die Rendsburger Schwebefähre abmontiert. Sie muss nach der Kollision mit einem Frachter untersucht werden. Fraglich ist, ob das Wahrzeichen der Region gerettet werden kann. Bildergalerie Für Rohwer und seine Leute ist es nicht das erste Mal, dass sie an der Schwebefähre und dem Oberwagen arbeiten. Schon bei der Restaurierung der gesamten Anlage vor ein paar Jahren waren sie dabei. Rohwer ist von der Schwebefähre und der Hochbrücke fasziniert. "Schon erstaunlich, was die Konstrukteure und Arbeiter damals vor mehr als 100 Jahren so gebaut haben - und dass alles noch so gut hält", meint er. "Wir haben heute Schwerlastkräne - keine Ahnung, wie die damals die schweren Teile hier hoch bekommen haben." Am Dienstag wird der Wagen runtergelassen Für den kommenden Dienstag hat Rohwer zwei 180 Tonnen Autokräne bestellt. Sie sollen den Oberwagen zu Boden lassen. Dafür muss dieser zunächst doppelt an den Kränen und an der Brücke mit schweren Eisenketten gesichert werden. Erst dann können Rohwers Mitarbeiter die Verschraubungen lösen. "Wenn alles gutgeht, liegt der Oberwagen schon am Dienstagnachmittag auf dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes neben dem Unterteil der Schwebefähre", sagt Rohwer. Dort sollen dann alle Bauteile genau überprüft werden. Denn noch ist unklar, ob die Schwebefähre repariert werden kann oder ersetzt werden muss. Weitere Informationen Die Rendsburger Schwebefähre ist nach einem Unfall mit einem Frachter außer Betrieb. © NDR Fotograf: Christian Nagel mit Video Schwebefähre soll noch dieses Jahr wieder fahren Vor knapp sechs Wochen war die Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter kollidiert - jetzt hat der Bund klargestellt: Die historische Fähre soll noch in diesem Jahr wieder in Betrieb gehen. (19.02.2016) mehr Rendsburger Hochbrücke © Stadt Rendsburg Fotograf: Stadt Rendsburg 100 Jahre Schwebefähre: Wahrzeichen der Region Die Rendsburger Schwebefähre ist eine technische Besonderheit: Sie hängt an der Eisenbahnhochbrücke und bringt Autos und Passagiere über den Kanal. Vor mehr als 100 Jahren ging sie in Betrieb. mehr Stand: 15.03.2016 14:55 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min. siehe Video link oben Rendsburger Schwebefähre schwebt nicht mehr Etwa drei Monate nach der Kollision mit einem Frachter haben Experten am Dienstag begonnen, die Rendsburger Schwebefähre abzubauen. Beobachtet von Dutzenden Schaulustigen wurde der 37 Tonnen schwere Fährkörper auf einen Ponton auf dem Nord-Ostsee-Kanal herabgelassen, nachdem ihn Arbeiter zuvor mit Muskelkraft in Position geschoben hatten. Der Antrieb ist kaputt. "Meine Leute haben extra gut gefrühstückt", schmunzelte Projektleiter Ralf Rohwer. Am Bauhof des Wasser- und Schifffahrtamtes (WSA), wenige 100 Meter entfernt, soll die Fähre genau untersucht werden. Ob Spezialisten die historische Fähre reparieren können oder ein Neubau erforderlich ist, steht noch nicht fest. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Abbau der Schwebefähre im Zeitraffer-Video Schleswig-Holstein Magazin - 15.03.2016 19:30 Uhr NDR.de hat den Abbau der Schwebefähre an der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke beobachtet. Im Zeitraffer-Video werden stundenlange Arbeiten zusammengefasst - in 32 Sekunden.         4,21 bei 14 Bewertungen Arbeiten auf Brücke in mehr als 40 Meter Höhe Die Schwebefähre, das Wahrzeichen der Region, ist das besondere Anhängsel von Rendsburgs "eiserner Lady" - der Eisenbahnhochbrücke. Die Fähre hängt normalerweise an zwölf Seilen. Sie ist eine von weltweit noch acht Schwebefähren und steht unter Denkmalschutz. Das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Rendsburg haben einen Antrag zur Aufnahme in das UNESCO Weltkulturerbe gestellt. Videos Die Rendsburger Schwebefähre wird nach einem Crash abmontiert. 03:19 min Rendsburger Schwebefähre abmontiert 15.03.2016 19:30 Uhr Schleswig-Holstein Magazin Nach einer Kollision mit einem Frachter ist die Rendsburger Schwebefähre abmontiert und zum Bauhafen transportiert worden. Dort wird untersucht, ob sie gerettet werden kann. Video (03:19 min) Die Arbeiten in mehr als 40 Metern Höhe mussten immer wieder unterbrochen werden, weil der Bahnverkehr auf der Brücke nicht beeinträchtigt werden sollte. "Ein Sicherheitsmann von der Bahn steht oben auf der Brücke und gibt uns Bescheid, wenn ein Zug kommt", sagte Rohwer. Die Züge waren allerdings nicht das einzige Hindernis. Zunächst hatte Nebel den Start der Arbeiten verzögert. Der Ponton durfte auf dem Kanal nicht fahren. Und die Arbeiter durften die Hochbrücke nicht betreten. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Mithilfe eines zweiten Krans wollen die Stahlbauer in den kommenden Tagen auch den kompletten Oberwagen abbauen, der sich im oberen Brückenbereich befindet. Noch immer ist unklar, wie stark die Fähre beim Zusammenstoß mit dem Frachter "Evert Prahm" beschädigt worden ist. Die Staatsanwaltschaft Kiel hatte die Fähre vorübergehend beschlagnahmt und abgesperrt. "Ein Gutachter hat die Fähre besichtigt. Erst danach wurde die Fähre wieder freigegeben", sagte Matthias Visser vom WSA. Bei dem Unfall am 8. Januar waren der Fährschiffführer schwer und der einzige Passagier der Fähre leicht verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Schritt für Schritt: Abbau der Schwebefähre Experten demontieren Rendsburger Schwebefähre. © NDR Fotograf: Janis Röhling Der Abbau der Rendsburger Schwebefähre beginnt am Dienstag mit etwas Verspätung. Es ist zu nebelig, um den Kanal zu sperren und den Ponton in Position zu bringen. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Außerdem dürfen die Arbeiter wegen des Nebels zunächst nicht auf die Eisenbahnhochbrücke. Experten demontieren Rendsburger Schwebefähre, die auf Holzpflöcke aufgebockt wird. © NDR Fotograf: Janis Röhling Als der Nebel verzogen ist, wird die Fähre aufgebockt. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Schäden von der Kollision mit dem Frachter "Evert Prahm" Anfang Januar ... Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder ... sind deutlich zu sehen. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Kein leichtes Unterfangen: Immer wieder stehen Experten zusammen und beraten, ... Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © NDR Fotograf: Christian Nagel ... wie sie das Anhängsel der "eisernen Lady" sicher transportieren können. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die zwölf Trageseile, an denen die Fähre unter der Brücke hängt, müssen weg. Einen klemmenden Bolzen müssen die Arbeiter durchtrennen. Die Brücke der Schwäbefähre in Rendsburg von unten. Sie ist mit Holz verkleidet. © NDR Fotograf: Christian Nagel Teile des sogenannten Oberwagens müssen noch abmontiert werden. Sie befinden sich oben im Brückenbereich. Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg auf einem Ponton abtransportiert. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Arbeiter bringen die Fähre von der Hochbrücke zum Bauhof des Wasser- und Schifffahrtamtes (WSA). Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Ein Schlepper nimmt den Ponton samt Fähre an den Haken. Die Rendsburger Schwebefähre liegt nun auf einem Ponto und wird noch einem Schlepper gezogen. © NDR Fotograf: Janis Röhling Schon gewöhnungsbedürftig: Aus der Schwebefähre ist innerhalb von Stunden eine "Schwimmfähre" geworden. Die Rendsburger Schwebefähre liegt auf einem Ponton und wird von einem Schlepper gezogen. © NDR Fotograf: Ingo Martin Auf dem WSA-Bauhof wird entschieden, ob die Schwebefähre repariert oder ganz neu gebaut wird. 1/13   Experten demontieren Rendsburger Schwebefähre. © NDR Fotograf: Janis Röhling Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Experten demontieren Rendsburger Schwebefähre, die auf Holzpflöcke aufgebockt wird. © NDR Fotograf: Janis Röhling Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Brücke der Schwäbefähre in Rendsburg von unten. Sie ist mit Holz verkleidet. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg auf einem Ponton abtransportiert. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wird am 15.03.2016 in Rendsburg für den Abtransport auf einem Ponton vorbereitet. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Rendsburger Schwebefähre liegt nun auf einem Ponto und wird noch einem Schlepper gezogen. © NDR Fotograf: Janis Röhling Die Rendsburger Schwebefähre liegt auf einem Ponton und wird von einem Schlepper gezogen. © NDR Fotograf: Ingo Martin   Weitere Informationen Die Rendsburger Schwebefähre ist nach einem Unfall mit einem Frachter außer Betrieb. © NDR Fotograf: Christian Nagel mit Video Schwebefähre soll noch dieses Jahr wieder fahren Vor knapp sechs Wochen war die Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter kollidiert - jetzt hat der Bund klargestellt: Die historische Fähre soll noch in diesem Jahr wieder in Betrieb gehen. (19.02.2016) mehr Die Rendsburger Schwebefähre ist außer Betrieb. © NDR Fotograf: Christian Nagel mit Video Schwebefähre: Zukunft nicht mehr in der Schwebe? Eine Bundesbehörde sagt: Die kaputte Schwebefähre in Rendsburg soll repariert werden. Für Verkehrsminister Meyer ist das eine "klare Zusage". Doch so klar ist der Fall wohl nicht. (19.01.2016) mehr Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Meyer will Reparatur der Schwebefähre Verkehrsminister Reinhard Meyer appelliert an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, die nach einem Crash demolierte Schwebefähre in Rendsburg reparieren zu lassen. (12.01.2016) mehr
Zusammen mit der Hochbrücke, an der sie hängt, ist die Schwebefähre das Wahrzeichen der Region. Die auf dieser Seite abgebildeten Persönlichkeiten unterstützen den Erhalt dieses technischen Denkmals.
Foto: staudt
Plan der Kanalverwaltung : Rendsburg: Ersatzfähre auf historischen Spurenvom 1. März 2016Aus der Redaktion der Landeszeitung
Copyright Norddeutsche Rundschau danke Ralf Pöschus
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Ersatzfähre auf historischen Spuren
Zu hohe Sicherheitsauflagen im Kreishafen: Anleger an Kanal-Nordseite jetzt 600 Meter weiter westlich geplant – ähnlich wie vor 55 Jahren
Rendsburg
Bei der Planung eines schwimmenden Ersatzes für die beschädigte Schwebefähre hat die Kanalverwaltung ihren Kurs korrigiert. Angestrebt wird jetzt nicht mehr ein Anleger im Bereich des Rendsburger Kreishafens unterhalb der Eisenbahnhochbrücke (Variante Ost, siehe Grafik), sondern etwa 600 Meter weiter westlich – außerhalb der umzäunten Anlagen (Variante West). Damit umgeht man die hohen Sicherheitsauflagen zur Terrorabwehr, die nach den Anschlägen im September 2001 verhängt worden waren. Und man nähert sich historischen Spuren. Denn einen Pendelverkehr per Schiff in diesem Bereich des Nord-Ostsee-Kanals gab es schon einmal, wie das Foto von LZ-Leserin Heidrun Möller auf dieser Seite zeigt. In der Zeit zwischen dem Stilllegen der Drehbrücke (1961) und der Eröffnung des Fußgängertunnels (1965) wurde eine Fähre eingesetzt. Der Anleger auf nördlicher Seite befand sich dicht am Hotel „Conventgarten“, die Zufahrt im Süden unweit der Kanalmeisterei. Damals wurden auch Fahrzeuge befördert. Das ist im aktuellen Fall anders. Mit dem am Freitag gestarteten, sogenannten Interessenbekundungsverfahren wird nach dem Betreiber einer Personenfähre gesucht. Bis zum 24. März können Bewerber ihr Angebot beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau abgeben. Am 1. Juni ist geplanter Betriebsbeginn. Das Schiff soll zwischen 60 und 100 Fußgänger und Radfahrer pro Stunde transportieren können. Der Anleger im Norden müsste an der Wehraustraße, auf Höhe „Famila“, erst noch gebaut werden. Am Ufer schräg gegenüber gibt es ihn schon. Er befindet sich am „Kanal-Café“. Die Distanz zwischen beiden Punkten beträgt 220 Meter und ist knapp 100 Meter kürzer als die zunächst favorisierte Verbindung zwischen dem östlichen Zipfel des Schwerlasthafens und dem Kreishafen (Variante Ost). „Wichtig ist, dass es auf beiden Seiten einen sicheren Liegeplatz für die Fähre gibt“, sagt WSA-Leiter Dieter Schnell. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal dürfe nicht behindert werden. Aus diesem Grund habe man einen Pendelverkehr am jetzigen Schwebefähren-Anleger verworfen. „Aus Sicherheitsgründen“, so Schnell. Die Lage unter der Hochbrücke sei zu exponiert, „auch wenn es das früher schon einmal gegeben haben mag“. Die Kanalverwaltung plant einen Tagesbetrieb von 7 bis 15 Uhr. In den Ferien verkehrt die Fähre nicht. Wie es im Anforderungsprofil weiter heißt, soll sie mit einem Schiffsführer und einem Decksmann besetzt werden. Zeitlich ist die provisorische Linie zunächst bis Ende des Jahres begrenzt. Bei Bedarf kann sie um jeweils drei Monate verlängert werden, sollte es bei der noch nicht terminierten Reparatur der Schwebefähre zu Verzögerungen kommen. Zunächst jedoch muss der Havarist abgehängt werden. Bis Ende der Woche haben drei Firmen Zeit, ihr Angebot abzugeben. Danach solle der Auftrag so schnell wie möglich vergeben werden, „damit es zeitig losgehen“ kann“, so Behördenleiter Schnell.
Frank Höfer
Stand: 19.02.2016 13:13 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

Schwebefähre soll noch dieses Jahr wieder fahren Copyright NDR

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Die Schwebefähre war vor gut sechs Wochen mit einem Frachter kollidiert und wurde dabei schwer beschädigt. © NDR Fotograf: Christian Nagel Copyright
Die Schwebefähre war vor gut sechs Wochen mit einem Frachter kollidiert und wurde dabei schwer beschädigt.
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Die mehr als hundert Jahre alte Rendsburger Schwebefähre liegt seit der Kollision mit einem Frachter am 8. Januar aufgebockt am südlichen Anleger am Nord-Ostsee-Kanal. Seitdem bangen viele um das Wahrzeichen der Region - so auch Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD). Am Donnerstag reiste der SPD-Politiker mit einer Abordnung nach Berlin. Im Bundesverkehrsministerium überreichte er dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann mehr als 12.500 Unterschriften von Menschen, die sich für den Erhalt der Schwebefähre aussprechen. Die Aktion kam nach Angaben Gilgenasts an und sei ein voller Erfolg gewesen. Laut Rendsburgs Bürgermeister erklärte Ferlemann, dass die Schwebefähre noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen soll. Man sei im Bundesverkehrsministerium sehr optimistisch, eine Lösung zu finden, so Gilgenast.

Experten untersuchen gesamte Anlage

Experten sollen nun untersuchen, wie die beschädigte Schwebefähre auseinandergebaut werden kann. Die Staatsanwaltschaft gab nun die beschlagnahmte Fähre dazu frei. Nach Angaben eines WSA-Sprechers kommen drei Unternehmen für die Demontage der Schwebefähre infrage. Sie sollen sich nun einen Überblick verschaffen, um Kostenvoranschläge zu erstellen. Wann die drei Firmen die Schwebefähre besichtigen, steht noch nicht fest.
11000 Unterschriften für eine Herzensangelegenheit
Rendsburg
Großer Erfolg für die Aktion „Rettet die Schwebefähre!“: Mehr als 11 000 Unterschriften hat die Petition für den Erhalt der Schwebefähre erbracht, die die Landeszeitung ins Leben gerufen hatte. Das ergab eine erste Auszählung, nachdem die Aktion gestern um Mitternacht endete. Vor drei Wochen, am 16. Januar, hatte die Rendsburger Ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) unter der Überschrift „Lasst uns dieses Denkmal retten“ dazu aufgerufen, mit einer Unterschrift zu zeigen, wie wichtig dieses Kulturdenkmal für die Region ist. Das ist gelungen. Denn nach ihrem Zusammenstoß mit einem Frachter am 8. Januar liegt die Schwebefähre defekt am Kanal-Südufer. Voraussichtlich am 18. Februar übergibt eine Delegation aus Rendsburg im Berliner Verkehrsministerium die Petition, um deutlich zu machen, „wie wichtig die Fähre als Verkehrsträger ist“, so Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. Er gehört zu den zahlreichen Unterstützern der Aktion. Nicht nur im Rathaus hatten die Unterschriftenlisten ausgelegen, auch zahlreiche Unternehmen beteiligten sich. So kamen 6000 Unterschriften zusammen. 5000 weitere Unterstützer zeigten im Internet, dass ihnen die Schwebefähre eine Herzensangelegenheit ist.
sab
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/ueber-2800-unterschriften-fuer-die-rendsburger-schwebefaehre-id12495046.html

Über 2800 Unterschriften für die Rendsburger Schwebefähre

vom 19. Januar 2016
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Rettungsaktion für die Schwebefähre läuft an. Die Petition soll an das Bundesverkehrsministerium geschickt werden.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Ermittlungen-nach-Unfall-mit-Schwebefaehre-,schwebefaehre222.html Copyright NDR http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kanalamt-prueft-schwimmenden-ersatz-fuer-schwebefaehre-id12497441.html Copyright Norddeutsche rundschau   Der einzig mögliche Anleger an der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals befindet sich am östlichen Ende des Schwerlasthafens Rendsburg Port. Am gegenüberliegenden Ufer könnte eine Personenfähre am Kreishafen festmachen. Der einzig mögliche Anleger an der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals befindet sich am östlichen Ende des Schwerlasthafens Rendsburg Port. Am gegenüberliegenden Ufer könnte eine Personenfähre am Kreishafen festmachen. Rendsburg | Knapp zwei Wochen nach dem Zusammenstoß der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachtschiff prüft die Kanalverwaltung den Einsatz einer schwimmenden Ersatzfähre. Da die schwer beschädigte Schwebefähre voraussichtlich ein Jahr ausfällt, setzen sich die Bürgermeister von Rendsburg und Osterrönfeld für eine Übergangslösung ein. Die Schwebefähre ist eine wichtige Verbindung zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals und historisches Wahrzeichen. Die Fähre wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie aktuell nicht mehr einsatzbereit ist. Nach einem Arbeitstreffen beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Kiel-Holtenau verkündeten sie, es werde – wenn überhaupt – eine Fähre für Radfahrer und Personen geben, nicht für Fahrzeuge. Der einzig mögliche Anleger an der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals befindet sich am östlichen Ende des Schwerlasthafens Rendsburg Port. Am gegenüberliegenden Ufer könnte eine Personenfähre am Kreishafen festmachen. Zu klären sind allerdings noch Sicherheitsaspekte und finanzielle Fragen. Vertreter der Kanalverwaltung betonten, die Kosten müssten von allen Seiten getragen werden, auch von den umliegenden Kommunen. Eine Entscheidung, ob eine Ersatzfähre in Auftrag gegeben wird, soll in etwa zwei Wochen fallen. Eine Initiative der Landeszeitung in Rendsburg zur Rettung der Schwebefähre haben derweil mehr als 2800 Menschen unterzeichnet. Die Petition soll an das Bundesverkehrsministerium in Berlin übergeben werden.   Stand: 18.01.2016 16:18 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min. Ermittlungen nach Unfall mit Schwebefähre Nach dem Unfall mit der Rendsburger Schwebefähre ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen den Fährführer. Am 8. Januar war die Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit einem Frachter zusammengestoßen. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Ihren Angaben zufolge geht es auch um fahrlässige Körperverletzung, weil bei dem Unglück der einzige Passagier verletzt wurde. Der Fährführer selbst hatte schwere Verletzungen erlitten. Eine Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal nach einer Kollision mit einem Frachter. © NDR Die Kollision im Zeitraffer NDR 1 Welle Nord - 08.01.2016 11:50 Uhr Eine Webcam hat den Unfall am Nord-Ostsee-Kanal aufgezeichnet. Die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke fährt los, obwohl der Frachter schon in Sichtweite ist. http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Schleswig-Holstein/Norddeutschland/Nach-Schwebefaehren-Kollision-Ermittlungen-gegen-Faehrfuehrer Copyright KN Online danke Frank Behling News › Aktuelle Nachrichten Schleswig-Holstein › Norddeutschland › Nach Schwebefähren-Kollision Ermittlungen gegen Fährführer Unfälle Nach Schwebefähren-Kollision Ermittlungen gegen Fährführer Nach dem Zusammenstoß zwischen einer Schwebefähre und einem Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal am 8. Januar ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft gegen den Fährführer. Von Deutsche Presse-Agentur dpa Artikel veröffentlicht: Montag, 18.01.2016 15:30 Uhr Artikel aktualisiert: Montag, 18.01.2016 15:45 Uhr Die nach einer Kollision mit einem Frachter demolierte Schwebefähre. Quelle: Carsten Rehder

Nach Unfall in Rendsburg : Schwebefähre: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kapitän

vom 18. Januar 2016

Oberstaatsanwältin Birgit Heß spricht von einem gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr. Die Ursache ist weiter unklar.

Die Schwebefähre ist eine wichtige Verbindung zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals. Die Fähre wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie aktuell nicht mehr einsatzbereit ist. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Montag. Es gehe auch um Körperverletzung - weil bei dem Unglück der einzige Passagier verletzt wurde. Der Fährführer hatte schwere Verletzungen erlitten. Warum es zu dem Zusammenstoß kam, ist weiterhin offen. Heß zufolge wurde zur Ursachenermittlung die Fähre sichergestellt. Es liefen einige Untersuchungen, um den Grund für die Kollision zu ermitteln. Unterdessen hat die Rendsburger Landeszeitung eine Petition zum Erhalt der Fähre ins Leben gerufen. Das Bundesverkehrsministerium als zuständige Behörde lässt derzeit prüfen, ob der Bund rechtlich noch verpflichtet ist, den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Unterzeichner appellieren an das Bundesverkehrsministerium, die Zukunft des technischen Denkmals Schwebefähre zu sichern http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/schwebefaehre-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-den-kapitaen-id12486941.html
Rendsburg. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe auch um Körperverletzung - weil bei dem Unglück der einzige Passagier verletzt wurde. Der Fährführer hatte schwere Verletzungen erlitten. Warum es zu dem Zusammenstoß kam, ist weiterhin offen. Heß zufolge wurde zur Ursachenermittlung die Fähre sichergestellt. Es liefen einige Untersuchungen, um den Grund für die Kollision zu ermitteln. Ursache unklar, Zukunft ungewiss Wie genau es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist weiterhin unklar. Laut Oberstaatsanwältin Heß wurde die Fähre zur Ursachenermittlung sichergestellt. Es liefen einige Untersuchungen, um den Grund für die Kollision zu ermitteln. Auch die Zukunft der Fähre ist unterdessen weiter ungewiss. Sie soll nach dem Unfall komplett abmontiert werden. Experten haben Zweifel, dass die Fähre zu retten ist. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat sich eingeschaltet. Er will sich für den Erhalt der Schwebefähre einsetzen und appelliert an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), die Fähre reparieren zu lassen. Denn Eigentümer von Fähre und Hochbrücke ist der Bund. Weitere Informationen Rendsburger Hochbrücke © Stadt Rendsburg Fotograf: Stadt Rendsburg 100 Jahre Schwebefähre: Wahrzeichen der Region Die Rendsburger Schwebefähre ist eine technische Besonderheit: Sie hängt an der Eisenbahnhochbrücke und bringt Autos und Passagiere über den Kanal. Vor mehr als 100 Jahren ging sie in Betrieb. mehr Dieses Thema im Programm: NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.01.2016 | 17:00 Uhr http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article206929131/Kaputte-Schwebefaehre-Minister-bittet-Berlin-um-Hilfe.html Copyright Hamburger Abendblatt Region – Schleswig-Holstein – Kaputte Schwebefähre: Minister bittet Berlin um Hilfe 15.01.16 Rendsburg Kaputte Schwebefähre: Minister bittet Berlin um Hilfe Die nach einer Kollision mit einem Frachter demolierte Schwebefähre liegt am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg fest Foto: Carsten Rehder / dpa Die nach einer Kollision mit einem Frachter demolierte Schwebefähre liegt am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg fest  Die Ursache für den Unfall auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist noch offen, doch es werden bereits Forderungen nach Ersatz für die Fähre laut. Rendsburg. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) will nach dem Schwebefähren-Unfall Berlin um Hilfe bitten. "Ich werde mich mit der Bitte an den Bundesverkehrsminister wenden, damit die Fähre wieder fährt", sagte er am Freitag. Konkret gehe es um die Reparatur und Wiederinbetriebnahme des historischen Verkehrsmittels. Die Rendsburger Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal war bei einer Kollision mit einem Frachtschiff vor einer Woche schwer beschädigt worden. Die Schwebefähre habe eine wichtige Funktion "Die Schwebefähre hat eine ganz wichtige Funktion - klein, aber fein", sagte der Minister. Die Fähre entlaste den Verkehr und sei ein Symbol, das in Betrieb gehalten werden müsse. Über ein Aus des historischen, unter einer Eisenbahnbrücke hängenden Gefährts wollte er nicht spekulieren. Er wolle, "dass solche Gedanken derzeit keine Rolle spielen". In einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte er zudem "verkehrliche Alternativen" für die Übergangszeit. Auch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes weiß um die Bedeutung des Verkehrsmittels - und verspricht: "Die WSV wird die Schwebefähre wieder herstellen, sobald das Schadensausmaß bekannt und eine Reparatur der Fähre veranlasst ist", hieß es am Freitag auf der Homepage des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Kiel-Holtenau. Bis März soll sie abgebaut und auf einen Bauhof in Rendsburg gebracht werden. Die Rendsburger Schwebefähre hängt beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Ein Frachter ist gegen die Schwebe-Fähre gekracht Die Rendsburger Schwebefähre hängt beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Ein Frachter ist gegen die Schwebe-Fähre gekracht Foto: Carsten Rehder / dpa Um das weitere Vorgehen zu besprechen, will Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) zusammen mit weiteren kommunalen Vertretern nach Berlin fahren. "Wir wollen die Interessenslage in der Region darstellen", sagte Gilgenast, der mit einem Ausfall von mindestens einem Jahr rechnet. Seine größte Sorge ist, dass sich Chassis oder Aufhängung der 45 Tonnen schweren Fähre verzogen haben könnten. Beim Zusammenstoß wurde sie stark hin- und hergeschleudert und verformt. Täglich nutzen Autofahrer, Radfahrer udn Fußgänger die Fähre Inzwischen hat das WSA Gilgenast zufolge auch einen zusätzlichen Mitarbeiter am Kanaltunnel postiert, um den Nutzern beim Ein- und Ausstieg in den dortigen Großraumfahrstuhl zu helfen. Die 1,2 Kilometer entfernte Unterführung gilt derzeit als eine der Alternativen zur Fähre, die täglich von etwa 520 Autofahrern sowie 1700 Radfahrern und Fußgängern genutzt wurde. Zudem gilt die in Rendsburg "Eiserne Lady" genannte Brücke mit Fähre als eines der wichtigsten Denkmäler der Stadt, die Stadt und Land streben den Unesco-Welterbe-Status für das Bauwerk an. Bei dem Zusammenstoß der Fähre mit der "Evert Prahm" entstand an dem Verkehrsmittel Sachschaden in Millionenhöhe. Der 52 Jahre alte Fährführer wurde schwer verletzt und war nach Angaben eines Polizeisprechers auch am Freitag noch nicht vernehmungsfähig. Dem zweiten Verletzten, einem 30-jährigen Polizisten, der die Fähre als Radfahrer auf dem Heimweg nutzte, geht es dagegen inzwischen besser. Er war bei dem Unfall über das Deck der Fähre geschlittert, nach Einschätzung des Polizeisprechers bewahrte ihn sein Fahrradhelm aber vor schlimmeren Verletzungen. Die Polizei und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung ermitteln weiterhin die Unfallursache. (HA/dpa) Copyright Norddeutsche Rundschau
Rendsburg | Nach der Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal sucht die Polizei weiter nach der Unfallursache. Die Daten des Automatischen Identifikationssystems (AIS) des Frachters „Evert Prahm“ würden nun ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einen Zeitpunkt, wann die Fähre wieder in Betrieb gehen kann, nannte ein Sprecher nicht. „Wir müssen die Fähre erst mal bergen, bevor wir das ganze Ausmaß des Schadens kennen.“ An der unter einer Eisenbahnbrücke hängenden Fähre war bei dem Unfall Sachschaden in Millionenhöhe entstanden. Das 45 Tonnen schwere Gefährt wurde hin- und hergeschleudert und wurde stark verformt - und wird aus diesem Grund lange ausfallen. In den kommenden Wochen soll sie mit Hilfe großer Kräne vollständig demontiert werden, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau mit. Derweil prüft die Kieler Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren. „Wir müssen abwarten und untersuchen, wer möglicherweise welche Schuld trägt“, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Montag. Die Sachverständigen untersuchten deshalb die Unfallstelle an dem mehr als 100 Jahre alten Bauwerk. https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Meyer-will-Reparatur-der-Schwebefaehre,schwebefaehre220.html Copyright NDR Stand: 12.01.2016 17:57 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min. reinhardmeyer101_v-contentgross Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) setzt sich bei seinem Bundeskollegen Dobrindt für den Erhalt der Rendsburger Schwebefähre ein. © dpa - bildfunk Fotograf: Markus Scholz Copyright Meyer will Reparatur der Schwebefähre SPD Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Herbstkonferenz der Wirtschaftsminister © dpa - bildfunk Fotograf: Markus ScholzVerkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) setzt sich bei seinem Bundeskollegen Dobrindt für den Erhalt der Rendsburger Schwebefähre ein. Was wird aus der Rendsburger Schwebefähre? Nach dem Zusammenstoß der mehr als 100 Jahre alten "Eisernen Lady" mit dem Frachter "Evert Prahm" auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Freitagmorgen ist die Zukunft des historischen Bauwerks weiter ungewiss. Experten haben Zweifel, dass die Fähre zu retten ist. Jetzt hat sich Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) eingeschaltet. Er will sich für den Erhalt der Schwebefähre einsetzen und appelliert an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), die Fähre reparieren zu lassen. Denn Eigentümer von Fähre und Hochbrücke ist der Bund. Was wird aus der Schwebefähre? Schleswig-Holstein Magazin - 11.01.2016 19:30 Uhr Wie geht es weiter mit der verunglückten Rendsburger Schwebefähre? In Rendsburg hat sich eine Expertenkommission zusammengesetzt und Pläne für das weitere Vorgehen gemacht.         3,86 bei 7 Bewertungen Verkehrsminister Meyer: Für die Schwebefähre muss es weitergehen Die Rendsburger Schwebefähre ist für Verkehrsminister Meyer nicht nur ein historisches Bauwerk und ein Wahrzeichen Schleswig-Holsteins, sondern vor allem auch ein wichtiges Verkehrsmittel in der Region. Zahlreiche Gründe also, sich für den Erhalt der Schwebefähre einzusetzen, so Meyer. Er sagte NDR 1 Welle Nord: "Wir möchten dieses Symbol erhalten. Viele unterschätzen immer wieder, dass wir nicht nur die großen Brückenbauwerke haben." Auch die vielen kleinen Fähren erfüllten ihren Zweck, so auch die Schwebefähre. Der SPD-Politiker machte deutlich - für die Schwebefähre müsse es weitergehen. Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt In einem Schreiben fordert Meyer Bundesverkehrsminister Dobrindt auf, die historische Anlage in jedem Fall wieder instandzusetzen. Neben Meyer haben sich auch das Landesamt für Denkmalpflege und die Bürgermeister von Rendsburg und Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) für den Erhalt der Schwebefähre ausgesprochen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen derweil weiter. Laut Polizei konnte der schwer verletzte Maschinenführer noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Kollision: Kleine Fähre, großer Schaden Die Rendsburger Schwebefähre ist außer Betrieb. © NDR Fotograf: Christian Nagel Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau begutachtet die Schäden an der Schwebefähre. Aus Sicherheitsgründen darf sie nicht mehr betreten werden. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Bei der Kollision am Freitagmorgen haben laut Visser gewaltige Kräfte gewirkt. Dabei wurde unter anderem die Treppe zum Führerstand der Fähre zerstört. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Auch der seitliche Holzboden der Schwebefähre ist kaum noch wiederzuerkennen. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Durch die Wucht des Aufpralls wurde unter anderem auch dieser Schaltschrank aus seiner Halterung gerissen. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die historische Schwebefähre nach der Kollision. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Deutlich sind die schweren Schäden zu sehen. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Die Feuerwehr ist vor Ort. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Auch die Aufhängung der Fähre wird geprüft. Durch die Kollision wurde die Schwebefähre aus den Schienen gerissen. Der Frachter ist nach der Kollision stark beschädigt. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Der an der Kollision beteiligte Maisfrachter ist ebenfalls schwer beschädigt. Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Die Schwebefähre ist mit dem Frachter am Freitagmorgen zusammengestoßen. Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Seit mehr als 100 Jahren hängt sie an einer 42 Meter hohen Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Während des Aufpralls befinden sich zwei Menschen an Bord. Der Fährführer wird schwer verletzt, ein Fahrgast leicht. Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Die Fähre hängt danach stundenlang mittig über dem Kanal. Sie lässt sich nicht mehr manövrieren. Ein Boot fährt zur Rendsburger Schwebefähre, die zuvor gegen einen Frachter geprallt war. © NDR Fotograf: Rafael Czajkowski Eine schwierige Situation für die Einsatzkräfte. Ein Feuerwehrauto steht vor der Rendsburger Schwebefähre © Christian Nagel Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau sind viele Stunden im Einsatz. Zwei Passanten beobachten die Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Christian Nagel Fotograf: Christian Nagel Der Nord-Ostsee-Kanal und die Eisenbahnbrücke werden gesperrt. Die Bahn stellt den Zugverkehr rund um Rendsburg ein. Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © NDR Fotograf: Christian Nagel Erst am Nachmittag gelingt es die Fähre wieder in die Schienen zu setzen und per Muskelkraft ans Kanalufer zu ziehen. Danach wird auch der Kanal wieder freigegeben. Die Schwebefähre überquert den Nord-Ostsee-Kanal mit vielen Besuchern des Kanal Cups in Rendsburg. © NDR Fotograf: Oke Jens Ein Bild vor dem Unfall: Vier Autos und 60 Fußgänger passen auf die Schwebefähre. Innerhalb von 90 Sekunden werden sie kostenlos über den 135 Meter breiten Kanal befördert. 1/17   Die Rendsburger Schwebefähre ist außer Betrieb. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Die Feuerwehr ist vor Ort. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Der Frachter ist nach der Kollision stark beschädigt. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Daniel Friederichs Fotograf: Daniel Friederichs Ein Boot fährt zur Rendsburger Schwebefähre, die zuvor gegen einen Frachter geprallt war. © NDR Fotograf: Rafael Czajkowski Ein Feuerwehrauto steht vor der Rendsburger Schwebefähre © Christian Nagel Fotograf: Christian Nagel Zwei Passanten beobachten die Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter © Christian Nagel Fotograf: Christian Nagel Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. © NDR Fotograf: Christian Nagel Die Schwebefähre überquert den Nord-Ostsee-Kanal mit vielen Besuchern des Kanal Cups in Rendsburg. © NDR Fotograf: Oke Jens   Weitere Informationen Ein Schild mit der Aufschrift "Schwebefähre außer Betrieb" hängt an einem Gitter. mit Video Schwebefähre: "Wir brauchen schnell Ersatz" Die Schwebefähre ist die einzige Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal in Osterrönfeld. Der Bürgermeister der Gemeinde drängt darauf, dass die Querung auch nach dem Unfall erhalten bleibt. (10.01.2016) mehr Dieses Thema im Programm: NDR 1 Welle Nord | 12.01.2016 | 17:00 Uhr    Drucken Artikel kommentieren Eintrag 1 bis 3 von 3 Schwebi schrieb am 12.01.2016 19:46 Uhr: Eine wirklich gute Nachricht! fiete schrieb am 13.01.2016 00:34 Uhr: Diese Fähre ist ein "nationales Kulturgut". Das zu erhalten sollte dem Bund wenigstens soviel wert sein, wie durch Verzögerungen beim Bau der A20 oder auch in anderen Projekten des Bundes schon verplempert wurden. Übrigens soo... kaputt sieht das alles auch nicht aus. Oder haben wir in Deutschland keinen mehr der nieten kann?? Es soll Fachleute im benachbarten Ausland geben :-)) Hoffen wir also, dass der Verkehrsminister aus dem Bergland und sein Rollstuhl fahrender Kollege aus dem schwäbischen erkennen mögen: auch im Norden gibt es erhaltenswerte Kulturgüter. Übrigens, wie wäre es mit einem Spendenaufruf des NDR? der Neue schrieb am 13.01.2016 08:16 Uhr: Die auf den Bildern erkennbaren Schäden sind mit überschaubarem Aufwand zu beheben. Ob der Rahmen verzogen ist kann ich auf den Bildern nicht erkennen, aber das ist die entscheidende Frage.   https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schwebefaehre-Wir-brauchen-schnell-Ersatz,faehre772.html http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/rendsburger-schwebefaehre-so-geht-es-jetzt-weiter-id12413021.html Nach Unfall am Nord-Ostsee-Kanal : Rendsburger Schwebefähre: So geht es jetzt weiter vom 10. Januar 2016 Aus der Redaktion der Landeszeitung Wie lange werden die Reparaturarbeiten dauern? Wie kommen die Kinder zur Schule? Viele Fragen sind noch offen. re. SchwebefähreSchaden46 von 1 Rendsburg | Das Schicksal der Schwebefähre ist weiter offen. Ab Montag werden Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) ermitteln, welche Schäden bei der Kollision mit einem Frachter am Freitag um 6.38 Uhr entstanden sind. Die Rendsburger Schwebefähre ist über 100 Jahre alt. Sie bringt täglich Pendler und Schüler von einer Seite des Nord-Ostsee-Kanals auf die andere. Sie müssen sich nun einen anderen Weg über das Wasser suchen. Dieses Video zeigt den Unfall: Fotos von der beschädigten Fähre zeigen, dass nicht nur die Aufbauten schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sind, sondern ebenso mindestens einer der Stahlträger im unteren Bereich des Fahrzeugs. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) wollte bisher keine Einschätzung darüber abgeben, wie lange etwaige Reparaturarbeiten dauern können. Aus Behördenkreisen verlautete jedoch, dass man mit allem rechnen müsse – eine Ausfallzeit von mehreren Monaten sei ebenso denkbar wie von über einem Jahr. Im schlimmsten Fall könne die Fähre überhaupt nicht mehr in den Regelbetrieb gehen. Die beschädigte Schwebefähre am Freitagvormittag. Die beschädigte Schwebefähre am Freitagvormittag. Foto: dpa Die Schwebefähre hatte seit dem vergangenen Sommer immer wieder mit technischen Pannen zu kämpfen, die mehrmals zu Ausfällen führten. Etwa ein Dutzend Mal stand sie still. Zur Frage, ob zwischen der Pannenserie und dem Unfall am Freitag ein Zusammenhang bestehen könnte, sagte Michael Friedrich, Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven: „Nach derzeitigem Kenntnisstand kann man davon ausgehen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Bei einem technischen Defekt bleibt die Fähre normalerweise stehen. Zur Zeit des Unfalls war sie aber in Bewegung.“ Für eine endgültige Aussage sei es aber noch zu früh. Hat der Unfall Auswirkungen auf die Bewerbung als Unesco-Weltkulturerbe? Bürgermeister Pierre Gilgenast kommt am Montag mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt zu Beratungen zusammen. Dabei geht es um die Zukunft der Fähre und wie mit der veränderten Verkehrssituation umzugehen ist. Gilgenast: „Die Fähre ist unter mehreren Gesichtspunkten wichtig für die Stadt. Sie befördert täglich 520 Fahrzeuge und 1700 Personen.“ Wichtig sei auch, zu erörtern, welche Auswirkungen der Schaden auf die für 2017 geplante Bewerbung der Fähre als Unesco-Weltkulturerbe haben wird. Wie kommen Schüler zur Schule? Schüler aus Osterrönfeld, die in Rendsburg eine Schule besuchen und bisher die Schwebefähre nutzten, müssen ab sofort auf den Fußgängertunnel ausweichen. Einen Bus-Ersatzverkehr wird es nicht geben. Dies hat eine Prüfung ergeben, die von Landrat Rolf-Oliver Schwemer und Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast veranlasst wurde. Demnach haben Schüler der 5. und 6. Klasse erst ab einem Schulweg von mehr als vier Kilometern einen Anspruch auf Beförderung, von der 7. Klasse an ab sechs Kilometern. Aus Osterrönfeld besuchen 75 Kinder eine Schule in Rendsburg, davon 26 die Herderschule und 28 das Helene-Lange-Gymnasium, so Schwemer. Vom Ortsmittelpunkt Osterrönfeld bis zur Herderschule beträgt der Weg 3,1 Kilometer. Die Christian-Timm-Schule ist mit 3,6 Kilometer am weitesten entfernt (der Weg über die Schwebefähre beträgt 3,2 Kilometer). Das heißt, die Schüler müssen weiterhin auf eigene Initiative und Kosten zur Schule gelangen. „Wir haben uns aber vom Wasser- und Schifffahrtsamt versichern lassen, dass die Begehbarkeit und Nutzbarkeit von Fußgängertunnel und Fahrstuhl in jedem Fall sichergestellt sind“, betont Bürgermeister Gilgenast. Dass die Schwebefähre den Rendsburgern viel bedeutet, wurde am Wochenende an der Unglücksstelle deutlich. Zahlreiche Schaulustige waren vor Ort. Im Internet gibt es viele Kommentare. Mehrere Autoren kritisierten, dass die Fähre nur von einem einzigen Fährmann gesteuert worden ist. Bis 2004 galt der Zwei-Mann-Betrieb.
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Nord-Ostsee-Kanal-nach-Unfall-wieder-frei,faehre760.html
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/nach-havarie-nord-ostsee-kanal-ist-wieder-frei-id12406341.html
Copyright NDR
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Containerschiff-havariert-auf-Nord-Ostsee-Kanal,havarie404.html
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/nord-ostsee-kanal-schon-wieder-gesperrt-id12406341.html
Rendsburg | Der Nord-Ostsee-Kanal ist im Bereich Rendsburg nach einer Havarie eines Containerschiffs voll gesperrt worden. Am Samstag kurz vor 17 Uhr fuhr die „Sonderborg Strait“ auf der Fahrt in Richtung Brunsbüttel in die Kanalböschung. Dort liegt sie mavövrierunfähig zehn Meter vom Ufer entfernt vor Anker. Das Heck des 158 Meter langen Frachters ragt bis in die Kanalmitte. Schlepper sollen das Schiff frei schleppen und nach Brunsbüttel bringen. Christian Pieper aus Westerrönfeld hat die Havarie von der Südseite des Kanals beobachtet. „Das Schiff fuhr extrem langsam, dann drehte sich das Heck zur Kanalmitte und der Bug näherte sich immer mehr der Böschung im Bereich „Gerhardshain“ auf der Rendsburger Seite“, berichtete er. Kurz vor dem Ufer sei dann Anker geworfen worden. Die Ursache für die Havarie ist noch unklar. Am Freitag war der Kanal nach der Kollision der Schwebefähre mit einem Frachter für zehn Stunden gesperrt. Der Unglücksort liegt nur wenige hundert Meter östlich des Havarieortes der „Sonderborg Strait“.
siehe unten Copyright Kieler Nachrichten danke Frank Behling
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rendsburg-bangt-um-seine-Schwebefaehre,faehre770.html

Schwebefähre Knapp an der Katastrophe vorbei

Dieses Unglück hätte noch weitaus schlimmer enden können. Die Rendsburger Schwebefähre ist am frühen Freitagmorgen gegen einen Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal geprallt. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.

Die Schwebefähre Rendsburg ist von einem Frachter (Hintergrund) gerammt worden.

Quelle: Frank Behling
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Rendsburg/Nachrichten-aus-Rendsburg/Schwebefaehre-Rendsburg-wird-von-einem-Frachter-gerammt
Rendsburg. Um 6.38 Uhr stieß die Schwebefähre mit der „Evert Prahm“ zusammen. In einem Video, das von einer Webcam im Kreishafen aufgenommen wurde, ist der Zusammenstoß deutlich zu sehen.

Die Schwebefähre wird dabei durch die Wucht des Aufpralls um mehrere Meter zurückgeworfen. Ein Polizist sagte, dass sein Kollege, der sich zu dem Zeitpunkt an Bord der Schwebefähre auf dem Heimweg befand, quer über das Deck geschleudert wurde. Glücklicherweise habe er einen Fahrradhelm getragen. Der Fährführer erlitt dagegen schwere Verletztungen. Zur Unglücksursache gab es am Freitag keine Aussagen. Der Schiffsverkehr hat auf dem Kanal Vorfahrt, eigentlich hätte die Schwebefähre warten müssen. Bei der Kollision wurden die Halteseile der denkmalgeschützten Schwebefähre stark beschädigt; sie war deshalb nicht mehr manövrierfähig und wird für längere Zeit ausfallen. Der Verkehr auf dem Kanal und der Eisenbahnhochbrücke kam für mehrere Stunden zum Erliegen. Die Schwebefähre wird von Fußgängern, Radfahrern und Autos benutzt. Sie transportiert täglich etwa 520 Fahrzeuge und 1700 Menschen. „Eine Stunde später hätten wir möglicherweise eine größere Zahl an Geschädigten gehabt“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. „Gott sei dank ist das nicht so passiert.“

 

Hier sehen Sie Bilder von dem Unfall an der Schwebefähre in Rendsburg.

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 Nach dem Zusammenstoß am Freitagmorgen waren rund 80 Kräfte von Polizei, Wasserschutzpolizei, Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz. Spezialisten schafften es nach mehreren Stunden, die Schwebefähre wieder sicher in ihre Laufschiene einzuhängen. Arbeiter zogen sie dann Stück für Stück mit Muskelkraft zur Südseite. Die Eisenbahnhochbrücke wurde durch die Kollision nicht beschädigt. Am späten Nachmittag waren die Rettungs- und Bergungsarbeiten abgeschlossen. Bahn- und Schiffsverkehr wurden wieder freigegeben.

Von Malte Kühl und Frank Behling

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/unfall-rendsburger-schwebefaehre-mit-frachter-verkehr-laeuft-wieder-normal-id12392371.html
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Mehr aus diesem Ort Video: Havarie im Nord-Ostsee-Kanal : Unfall Rendsburger Schwebefähre mit Frachter: Verkehr läuft wieder normal vom 9. Januar 2016 Aus der OnlineredaktionDer Nord-Ostsee-Kanal und die Eisenbahnbrücke in Rendsburg sind freigegeben. Ein Youtube-Video dokumentiert den Aufprall.Kommentare 19Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Frachter und die Fähre waren aus bislang ungeklärter Ursache zusammengeprallt. vergrößern Die Rendsburger Schwebefähre hängt nach der Kollision mit einem Frachter beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Frachter und die Fähre waren aus bislang ungeklärter Ursache zusammengeprallt. Foto: Carsten Rehder 1 von 2
EvertPrahm34 Rendsburg | Dieses Unglück hätte noch viel schlimmer ausgehen können: Die an einer Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal hängende Schwebefähre bei Rendsburg ist am Freitagmorgen mit einem Frachter zusammengestoßen. Dabei wurde der Fährführer schwer verletzt, berichtete die Polizei. Der Mann kam ins Krankenhaus. Der einzige Passagier, ein Polizist nach Dienstschluss auf dem Heimweg, kam bei dem Zusammenstoß im Morgendunkel mit leichten Verletzungen davon - er trug einen schützenden Fahrradhelm. Anzeige Anzeige Der Unfall passierte um 6.39 Uhr - erst am Nachmittag wurde die Bergung der Rendsburger Schwebefähre abgeschlossen. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde nach zehn Stunden für Schiffe wieder freigegeben, ebenso die für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wichtige Eisenbahnbrücke. Am Samstag hat sich der Schiffs- und Bahnverkehr wieder normalisiert. Alles laufe normal, bestätigten Bahn und Wasserschutzpolizei. Die Feuerwehr kam über eine Fähre und eine Drehleiter zum Unfallort. Die Feuerwehr kam über eine Fähre und eine Drehleiter zum Unfallort. Foto: Daniel Friederichs Stundenlang war die für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wichtige Brücke gesperrt. Spezialisten schafften es schließlich, die Schwebefähre wieder sicher in ihre Laufschiene einzuhängen. Ab kurz nach 13 Uhr wurde das über 100 Jahre alte Verkehrsmittel mit einem Kettenzug auf die Südseite gezogen - per Hand. Die Schwebefähre bewegte sich dabei nur im Schneckentempo. Die gute Nachricht: Gutachter bestätigen, dass sowohl die Brücke als auch die Gleise der über die Hochbrücke verlaufenden Bahnstrecke nicht beschädigt wurden. Die beschädigte Schwebefähre am Freitagvormittag. Die beschädigte Schwebefähre am Freitagvormittag. Foto: dpa Die Schwebefähre war laut Polizei auf dem Weg vom Nord- zum Südufer und der 74 Meter lange Frachter fuhr nach Westen in Richtung Brunsbüttel, als beide Fahrzeuge mitten auf dem Kanal heftig zusammenkrachten. Auf der Schwebefähre waren während des Unfalls der Fährführer und ein Passagier. Sie wurden gerettet und mit einer Fähre in Sicherheit gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht geklärt. „Hinweise auf Alkoholeinfluss ergaben sich nicht“, teilt die Polizei mit. Vorfahrt auf dem rund 100 Kilometer langen Nord-Ostsee-Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel haben stets die in Längsrichtung fahrenden Schiffe. In diesem Video, das von der Webcam des Canalcup stammt (Quelle: www.canalcup-cam.de), sieht man den Moment des Zusammenpralls im Zeitraffer: Die Fähre wird seitlich hochgeschleudert, dreht sich, schrammt an dem Frachter vorbei und schleudert zurück. Bei dem Unfall wurden die Halteseile der denkmalgeschützten Schwebefähre beschädigt - sie ist nicht mehr manövrierfähig. Laut Polizei entstand ein „erheblicher Sachschaden“, der nicht näher beziffert wurde. Mehrere Trossen haben sich gelöst, mit der die Schwebefähre an dem Laufwagen befestigt ist, der sich in zirka 40 Metern Höhe direkt unter der Hochbrücke befindet. Der Laufwagen wurde bei dem Unfall aus den Schienen gerissen. Die Schwebefähre wird normalerweise von Fußgängern, Radfahrern und Autos benutzt. Sie transportiert täglich etwa 520 Fahrzeuge und 1700 Menschen. Eine Detailaufnahme vom Schaden: Das Foto zeigt die beschädigten Halteseile der Rendsburger Schwebefähre. Das Foto zeigt die beschädigten Halteseile der Rendsburger Schwebefähre. Foto: Dirk Jennert Der Frachter „Evert Prahm“ liegt unterdessen beschädigt an der Brücke im Kreishafen. <p>Der Frachter „Evert Prahm“ wurde ebenfalls stark beschädigt.</p> Der Frachter „Evert Prahm“ wurde ebenfalls stark beschädigt. Foto: Peter Wüst Im Einsatz waren unter anderem Kräfte umliegender Polizeistationen,die Wasserschutzpolizei Kiel, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau und die Feuerwehr Rendsburg - insgesamt etwa 80 Einsatzkräfte. An einer Einsatzbesprechung aller Kräfte nahm am Morgen auch Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast teil. Das Oberkommando über die Bergungsaktion hat das Wasser- und Schifffahrtsamt, das Havariekommando des Bundes und der Küstenländer unterstützt (Hintergrund zum Havariekommando finden Sie hier). Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) begutachten nach der Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter vom Motorschiff „Sehestedt“ der Schifffahrtspolizei die Schäden an der Schwebefähre. Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) begutachten nach der Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter vom Motorschiff „Sehestedt“ der Schifffahrtspolizei die Schäden an der Schwebefähre. Foto: dpa Der Nord-Ostsee-Kanal sowie die Eisenbahnbrücke wurden für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt. Eine Bahnsprecherin sagte, dass die drei Zugstrecken von Hamburg nach Flensburg, von Husum nach Kiel und von Kiel nach Rendsburg von der Sperrung betroffen seien. Ein Schienersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Rendsburg und Nortorf sowie Rendsburg und Felde eingerichtet. Aufgrund des Vorfalls war die Verkehrslage im Berufsverkehr am Morgen angespannt - der Kanaltunnel Rendsburg sei voll, sagte die Polizei shz.de. Auch der Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal lag stundenlang lahm
http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/drama-kurz-vor-dem-berufsverkehr-id12401796.html
Kollision auf Kanal legt Verkehr lahm
Drama auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Kurz vor Einsetzen des Schülerverkehrs rammt die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke einen Frachter
Rendsburg
Es war die folgenreichste Kollision in der 102-jährigen Geschichte der Schwebefähre – und dennoch hat Rendsburg gestern Glück im Unglück gehabt. Als die Fähre um 6.38 Uhr mit dem Frachter „Evert Prahm“ zusammenstieß, befanden sich nur der Fährführer und ein einziger Passagier an Bord. Beide wurden verletzt. Wäre der Unfall eine halbe Stunde später passiert, hätte es nach Einschätzung der Feuerwehr eine Katastrophe gegeben. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wären an Bord gewesen, die die Kanalquerung nutzen, um zur Schule zu kommen. „Dann hätten wir Leichen bergen müssen“, sagt der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hilburger. Eine auf die Eisenbahnhochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal ausgerichtete Webcam hat das Drama aufgezeichnet: In der Sequenz ist zu sehen, wie die Schwebefähre am Südufer anlegt. Dann fährt ein Frachter in Richtung Westen vorbei, anschließend setzt sich die Fähre in Bewegung und legt am Nordufer an. Plötzlich nähert sich ein weiteres Schiff aus der gleichen Richtung. Kurz bevor dieser Frachter unter der Hochbrücke hindurchfährt, legt die Fähre ab. Einen Augenblick später kommt es zur Kollision. Die Fähre wird seitlich hochgeschleudert, dreht sich, schrammt an dem Frachter vorbei und schleudert zurück. Dabei werden mehrere der zwölf Stahltrossen beschädigt, die die Fähre mit dem in über 40 Metern Höhe auf Schienen aufgesetzten Laufwagen verbinden. Die Wucht der Kollision reißt den Wagen aus den Schienen, dadurch wird die Fähre manövrierunfähig. Die Hochbrücke selbst bleibt unbeschädigt. Auch das kann wieder unter der Kategorie Glück im Unglück verbucht werden, denn Sekunden später passiert ein Zug die Hochbrücke. Schwebefaehre-faehrt-wieder_ArtikelQuer Der Fährmann wird schwer verletzt, sein einziger Passagier jedoch nur leicht. Es handelt sich um einen Polizeibeamten, der nach der Nachtschicht nach Hause fahren will. „Sein Fahrradhelm hat ihn wohl vor schlimmeren Verletzungen bewahrt“, erklärt Michael Heinrich, Sprecher der Polizeidirektion Neumünster. Der verletzte Beamte löst den Alarm aus, der um 6.40 Uhr bei den Rettern eingeht. Mit einem Großaufgebot rücken daraufhin Polizei, Feuerwehr und der medizinische Notdienst an. Eine der Fähren von der Fährstelle Nobiskrug transportiert einen Leiterwagen der Feuerwehr direkt an die Unfallstelle. Die Leiter wird ausgefahren, die Retter gelangen auf die Schwebefähre. Die Bergung des verletzten Fährführers aus dem Führerhaus dauert eine Stunde. Bis zu 90 Rettungskräfte sind vor Ort. Zeitweise intensiver Regen und die Kälte erschweren die Arbeiten. Züge dürfen die Brücke nicht passieren, der Verkehr im Kanal wird unterbrochen. Am späten Nachmittag gelingt es Arbeitern, den Laufwagen, an dem die Fähre hängt, mit einem Kettenzug an das Nordufer zu ziehen. Daraufhin kann der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden. Die Deutsche Bahn sperrte umgehend den Zugverkehr entlang der Strecke. Ein Notfallmanager der Bahn überprüfte vor Ort den Oberbau der Brücke, stellte aber keinen Schaden fest. Am Spätnachmittag konnte der erste Zug wieder die Brücke überqueren. Rätselraten herrscht über die Unfallursache. Weder der Fährführer noch der Frachterkapitän waren betrunken. Die Wasserschutzpolizei und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung nehmen die Ermittlungen auf, offizielle Ergebnisse gibt es bis zum Redaktionsschluss nicht. SchwebefähreSchaden45
Spuren der Kollision: Die Brüstung der Schwebefähre ist zerfetzt.
Foto: Jennert
  Klar ist, dass alle Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal Vorrang vor den Fähren haben. Laut Matthias Visser, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau, müssen Schiffen und Fähren einen Mindestabstand von 1000 Meter einhalten. Die Fährleute fahren weitgehend auf Sicht. Bei Dunkelheit oder Nebel können sie sich auf dem Radarschirm im Steuerstand vergewissern, dass sie freie Fahrt haben. Visser geht davon aus, dass das Radargerät auf der Schwebefähre ordnungsgemäß in Betrieb war. Die Mindestabstandsregel zu herannahenden Schiffen wird aber offenbar nicht immer eingehalten. Das bestätigte gestern auch ein ehemaliger Fährmann unserer Zeitung. Dem Mann, der anonym bleiben möchte, waren keine Abstandsregeln bekannt. In welchem Abstand zu einem herannahenden Schiff seine Kollegen ablegen, liege im Ermessen jedes einzelnen. Jeder gehe aber auf Nummer sicher, „bei 100 Metern fährt keiner mehr los“, sagte er. Dirk Jennert / Sven Raschke/Tilmann Post/ Horst Becker Stand: 08.01.2016 19:38 Uhr Nord-Ostsee-Kanal nach Unfall wieder frei Großeinsatz am Freitag unter der Rendsburger Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Am Morgen war ein Frachter mit der Schwebefähre zusammengestoßen. Insgesamt rückten 80 Kräfte von Wasserschutzpolizei, Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr sowie Wasser- und Schifffahrtsamt aus. Aus noch unbekannten Gründen war die Fähre, die unter der Eisenbahnhochbrücke hängt, gegen 6.30 Uhr seitlich gegen das Deckshaus des Frachtschiffes "Evert Prahm"gefahren. Auf einem Video von dem Unfall ist zu sehen, wie die Schwebefähre danach stark schwankt und sich an den S Zwei Verletzte auf der Schwebefähre Der Fährführer wurde bei der Kollision schwer verletzt. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der einzige Passagier an Bord, ein Polizist, der auf dem Weg nach Hause war, erlitt leichte Verletzungen. Die Feuerwehr fuhr mit der Kanalfähre "Memel" zur Unfallstelle und rettete die beiden mit Leitern von der Schwebefähre. Hätte sich die Kollision später ereignet, wären die Folgen wohl weit schlimmer gewesen: Dann hätte die Fähre wahrscheinlich auch Schulkinder und Autos befördert. "Eine Stunde später hätten wir möglicherweise eine größere Zahl an Geschädigten gehabt", sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Beschädigte Fähre per Muskelkraft an Land Die Schwebefähre wurde bei dem Zusammenstoß aus den Schienen gerissen und hing danach mittig über dem Kanal. Sie wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt und ist nicht mehr fahrbereit. Laut Wasser-und Schifffahrtsamt gelang es den Einsatzkräften nach einigen Stunden die Schwebefähre wieder einzugleisen. Sie wurde anschließend per Muskelkraft auf die Südseite des Kanals gezogen. Dort sollen die Schäden genauer untersucht werden. Auch der Frachter "Evert Prahm" wurde durch die Kollision an der Kommandobrücke beschädigt. Das Schiff liegt nun im Hafen von Rendsburg. Die Besatzung blieb unverletzt. Statiker geben Eisenbahnbrücke wieder frei http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Faehre,faehre764.html Weitere Informationen 00:20 min Die Kollision im Zeitraffer Eine Webcam hat den Unfall am Nord-Ostsee-Kanal aufgezeichnet. Die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke fährt los, obwohl der Frachter schon in Sichtweite ist. Video (00:20 min) Der Nord-Ostsee-Kanal und Eisenbahnbrücke mussten gesperrt werden. Nach einigen Stunden rollten über die Rendsburger Hochbrücke inzwischen wieder die Züge. Aus Sicherheitsgründen hatte die Bahn den Verkehr über die Brücke gestoppt. Nachdem Statiker das Brückenbauwerk begutachtet und keine Schäden festgestellt haben, fahren die Züge wieder nach Plan. Schiffe haben auf dem Kanal Vorfahrt Die Schwebefähre bringt Radfahrer, Fußgänger und bis zu sechs Autos pro Fahrt in rund 90 Sekunden über den Nord-Ostsee-Kanal. Vor allem Schüler aus Osterrönfeld und der Umgebung nutzen die Fähre mit ihren Fahrrädern auf ihrem Schulweg nach Rendsburg. Zwölf Seile verbinden die Fähre mit einem beweglichen Stahlkonstrukt am Mittelteil der Hochbrücke, dem Fahrwagen. Der rollt, von einem Elektromotor angetrieben, hin und her. Die Gondel hängt dann etwa drei Meter über dem Wasser. Der Maschinist muss auf die Schiffe achten, die den Kanal passieren, denn sie haben Vorfahrt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, steht laut Polizei noch nicht fest. Hinweise auf Alkoholeinfluss gibt es nicht. eilen dreht.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne