HAPAG – LLOYD AG: Hapag-Lloyd und CSAV vollziehen Zusammenschluss und werden zur viertgrößten Linienreederei der Welt

http://www.cash-online.de/maerkte/2015/hapag-lloyd-lasst-sich-von-turbulenzen-nicht-beirren/281032
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147148535/Reedereien-nehmen-Kurs-auf-den-Kapitalmarkt.html
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Reederei wagt den Sprung an die Börse
Vier Jahre nach dem ersten Anlauf plant Hapag-Lloyd noch in diesem Jahr den Gang an die Frankfurter Börse – allerdings mit einem deutlich geringeren Emissionsvolumen als zunächst geplant.
wagt sich trotz der Marktturbulenzen noch in diesem Jahr an die Börse – allerdings eine Nummer kleiner als erwartet. Angepeilt wird ein Bruttoemissionserlös von 500 Millionen Dollar (rund 450 Millionen Euro), wie das Hamburger Unternehmen am Montag mitteilte.
Noch Anfang September hatte es in Finanzkreisen geheißen, es könnten Aktien im Milliardenvolumen platziert werden. Nun betonte ein Insider: „Vorsicht war die Devise.“ Die Hapag-Eigner hätten vermeiden wollen, dass sie mehr Aktien anbieten als sie bei den Investoren im aktuellen Umfeld losschlagen können. Im Moment sind mehrere Dickschiffe auf dem Weg an die Börse, der Wettbewerb um Kapital ist groß.
In der Regel vergehen von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz vier Wochen. Damit könnte Hapag noch gerade so das Herbstfenster nutzen, das sich Ende Oktober wieder schließt.
20.08.15

Hamburger Unternehmen Insider: Hapag-Lloyd will Börsengang auf Oktober vorziehen

Foto: Christian Charisius / dpa

Laut Insidern könnte Hapag-Lloyd schon im September an die Börse gehen

Anteile der Reederei könnten bald auf dem Börsenparkett gehandelt werden. Den Grund für den schnellen Börsengang nannten Insider auch.

 

Hamburg. Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd will Insidern zufolge mit ihrem Börsengang nicht länger warten. Die Planungen zielten derzeit darauf ab, dass der Schifffahrtskonzern schon im September einen neuen Anlauf an die Frankfurter Börse starten werde, sagten vier mit den Planungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Damit könnte die Hapag-Lloyd-Aktie schon im Oktober erstmals an der Börse notiert sein; bisher war der Börsengang frühestens für das Jahresende erwartet worden. Vorstandschef Rolf Habben Jansen hatte "einige gute Quartale" als Voraussetzung für den Schritt genannt.

Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal, die in der nächsten Woche veröffentlicht werden sollen, machten Hapag-Lloyd Mut, den Börsengang vorzuziehen, sagte einer der Insider. Dabei dürfte die Traditionsreederei sowohl vom Zusammenschluss mit der Containersparte der chilenischen CSAV als auch vom jüngst aufgelegten Sparprogramm profitiert haben. Rückenwind gaben Hapag-Lloyd auch der niedrige Ölpreis und der starke Dollar. Das Unternehmen wolle Investoren damit locken, dass sie schon früh im erhofften Aufschwung der Schifffahrt einsteigen könnten, was Kurssteigerungen verspreche, sagte ein anderer Insider. Die wirtschaftliche Entwicklung in China und die Leitzinsen in den USA könnten die Pläne aber noch ins Wanken bringen, sagten zwei Insider. Noch würden verschiedene Zeitpläne diskutiert.

Hapag-Lloyd wollte sich zu den Plänen nicht äußern, ein Sprecher des Unternehmens bezeichnete die Informationen als spekulativ.

Hapag-Lloyd hatte die Deutsche Bank, Goldman Sachs und die Hamburger Privatbank Berenberg mit der Organisation des Börsengangs beauftragt. Der Schifffahrtskonzern könnte dabei mit mehr als fünf Milliarden Euro bewertet werden, so dass Aktien im Milliardenvolumen platziert werden dürften. Der letzte Anlauf von Hapag-Lloyd an die Börse war 2011 nach der Explosion des japanischen Atomreaktors in Fukushima abgesagt worden.

Größter Aktionär der Großreederei mit etwa 200 Schiffen und einem Umsatz von neun Milliarden Euro ist CSAV mit 34 Prozent, gefolgt von der Stadt Hamburg mit 23 Prozent und dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne (Kühne & Nagel ) mit 21 Prozent. Der Reisekonzern TUI hält knapp 14 Prozent und will sich im Zuge eines Börsengangs davon trennen. Kleinere Pakete liegen bei Hamburger Banken und Versicherern.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/logistik-hapaq-lloyd-erwaegt-kauf-von-containerriesen/11837110.html Copyright handelsblatt  
Riesige Containerschiffe haben bei der deutschen Reederei Hapag-Lloyd bisher keine Rolle gespielt. Das dürfte sich bald ändern. Die Konzernführung plant den Kauf eines der gegenwärtig größten Containerschiffe der Welt.
HamburgDie Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd erwägt, ihre Flotte um die weltweit größten Schiffe zu ergänzen. Es sei noch keine Entscheidung gefallen und es stünden noch Beratungen innerhalb der Reeder-Allianz G6 bevor, sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen am Mittwochabend vor dem „Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten“. Die Tendenz gehe gegenwärtig eher in Richtung zugunsten der Investition. Im Falle einer positiven Entscheidung werde Hapag-Lloyd Containerfrachter mit einer Tragfähigkeit von rund 20.000 Standardcontainern (TEU) anschaffen, das sind gegenwärtig die größten erhältlichen Schiffe.
Die bislang größten Hapag-Lloyd-Schiffe der „Hamburg Express“-Klasse können 13.200 TEU tragen. Er rechne damit, dass die Entwicklung von immer größeren Schiffen sich verlangsame oder ganz zum Stillstand komme, sagte Habben Jansen. „Die Kostenvorteile größerer Schiffe waren am Anfang enorm und werden nun immer geringer“, erklärte der Hapag-Lloyd-Chef. Ähnlich wie in der Luftfahrt seien mit großen Schiffen auch Nachteile verbunden. So seien sie weniger flexibel einsetzbar und könnten nur eine begrenzte Anzahl von Häfen anlaufen. Die Integration der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV in den Hapag-Lloyd-Konzern komme gut voran, sagte Habben Jansen. Auch ein zusätzliches Sparprogramm, mit dem ein dreistelliger Millionenbetrag eingespart werden soll, zeige erste Ergebnisse. Die weltweit viertgrößte Containerreederei hatte für das erste Quartal dieses Jahres erstmals seit langem wieder gute Zahlen vorgelegt und will im Gesamtjahr einen operativen Gewinn erreichen. „Mit einer Kapazität von einer Million TEU sind wir groß genug“, sagte Habben Jansen.
Der angestrebte Börsengang sei nach drei bis fünf guten Quartalen und einer günstigen Lage am Kapitalmarkt möglich. Ob sich das noch in diesem Jahr verwirklichen lässt, ließ Habben Jansen angesichts der aufwendigen CSAV-Integration und des notwendigen Vorlaufs offen. „Da muss man realistisch sein.“ Es sei jedenfalls noch keine Investmentbank mit der Organisation des Börsengangs betraut worden
http://www.finance-magazin.de/risiko-it/hedging/fuenf-antworten-zum-oelpreisverfall-1332401/ Copyright finance magazin Auch in der Container-Schifffahrt ist der Ölpreis einer der bedeutendsten Kostenblöcke: Die größte deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd hat im Geschäftsjahr 2013 mehr als ein Fünftel ihres Umsatzes von 6,6 Milliarden Euro für Treibstoff ausgegeben. Bliebe der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau, würde das Unternehmen, das tief in den roten Zahlen steckt, jährlich einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag sparen. Der Grund: Insbesondere Schifffahrtsunternehmen und Airlines haben sich mithilfe von Derivaten Ölpreise deutlich über dem aktuellen Preis gesichert. „Diese alten Sicherungen werden nun langsam auslaufen“, sagt Öl-Analyst Lewis. „Schon im zweiten Quartal könnte die Hälfte der gesicherten Portfolios auf den niedrigeren Preis laufen.“ http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/warum-der-oelpreisrutsch-reedereien-nicht-nur-freude-macht-a-1025687.html Copyright manager.magazin

Containerschifffahrt in der Krise Warum das billige Öl Reedereien nicht nur Freude macht

Größtes Schiff der Welt: Die "CSCL Globe" der Reederei China Shipping Group Anfang 2015 im Hamburger Hafen - die Branche befindet sich weiter in schwieriger See
Seit Mitte vergangenen Jahres ist der Ölpreis praktisch eingebrochen. Ein Barrel der Sorte Brent kostete noch im Juni 2014 mehr als 115 Dollar (105 Euro). Inzwischen ist die gleiche Menge für weniger als 60 Dollar zu bekommen. In der Schifffahrt müsste die Entwicklung eigentlich für Freude sorgen: Etwa ein Fünftel der Kosten beim Betrieb von Containerschiffen entfallen auf den Treibstoff. Und parallel zum Ölpreisrutsch ist auch der Schiffsdiesel, im Jargon: Bunker, deutlich billiger geworden. Von September 2014 bis Januar 2015 ging es bei bestimmten Sorten um mehr als 50 Prozent abwärts (siehe Grafik). Gute Nachrichten also für die großen Linienreedereien wie die dänische Maersk Gruppe oder MSC mit Hauptsitz in der Schweiz - eigentlich. Tatsächlich hat die Entwicklung für die Branche durchaus ihre Tücken. Wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Alix Partners zeigt, kommt der Preisverfall beim Treibstoff den Reedereien zwar durchaus gelegen. Schon im vergangenen Jahr konnten 15 untersuchte Linienreedereien ihre Kosten um 4 Prozent senken. Angesichts fallender Ölpreise sollte sich diese Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen, schreibt Alix Partners in der Untersuchung, die manager magazin online exklusiv vorliegt. Die Schattenseite des günstigen Treibstoffs Andererseits führen die plötzlich wieder niedrigen Treibstoffpreise für die Branche aber auch zu Problemen, so die Studie. Ohnehin befindet sich die weltweite Handelsschifffahrt seit der Lehman-Pleite in der Krise. Auf hohe Kosten und geringe Nachfrage nach Transportraum hatten die Reedereien unter anderem mit dem sogenannten Slow-Steaming reagiert: Sie setzten das Tempo ihrer Frachter herunter und ließen sie spritsparend langsam über die Weltmeere zuckeln.
Der Ölpreisrutsch sorgte für einen Einbruch der Preise für Schiffstreibstoff
Diese Strategie wird angesichts niedriger Treibstoffpreise teilweise obsolet. Zudem entstehen neue Wettbewerbssituationen. So lässt der günstige Treibstoff das Befahren von Sekundärrouten sinnvoll erscheinen, auf denen jedoch die inzwischen vielfach eingesetzten Riesen-Containerschiffe nicht fahren können, sagt Alix-Managing-Director Albert Stein. Das erhöhe die Anforderungen an die Planung und das Kostenmanagement der Unternehmen. Noch sei ohnehin nicht klar, wie lange die Treibstoffpreise auf dem niedrigen Niveau verharren werden, so die Studie. Erste Reedereien ließen ihre Schiffe jedoch bereits wieder mit höherem Tempo fahren, was zu einem weiteren Problem führe: Die Transportkapazität, die aufgrund vieler Bestellungen neuer, vor allem großer Schiffe ohnehin zu hoch ist, steige weiter an. Auf der anderen Seite haben die maritimen Unternehmen nach Angaben der Autoren der Studie traditionell Schwierigkeiten, Kostensenkungen in höhere Gewinne umzumünzen. Denn der Druck auf die Frachtraten sei groß. Auch dieses Mal wieder würden die Kunden auf weiter sinkende Raten drängen, so Alix Partners. Vor dem Hintergrund wird klar, weshalb die Experten die Containerschifffahrt trotz der niedrigen Treibstoffkosten vorläufig weiter in schwerer See sehen. Nach wie vor leide die Branche unter geringer Nachfrage und erheblichen Überkapazitäten, so die Experten. Denn die Containerschiffe, die auf den Weltmeeren unterwegs sind, werden immer größer und größer.
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http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hapag-lloyd-geduld-ist-eine-tugend-1.2413569 Copyright Sueddeutsche  

Hapag-Lloyd Geduld ist eine Tugend

Die Reederei Hapag-Lloyd legt desaströse Zahlen vor und macht deutlich: Bis Hamburgs Bürger ihr Geld wiedersehen, wird noch viel Zeit vergehen.

Von Angelika Slavik, Hamburg
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit unangenehmen Wahrheiten umzugehen. Schönreden zum Beispiel ist als Strategie ziemlich beliebt. Aber Rolf Habben Jansen, 48, ist nicht der Typ für Euphemismen, nicht an diesem Freitagmorgen in Hamburg. "Sehr, sehr enttäuschend" fiel das Jahresergebnis aus, sagt er. Miese Zahlen bei der traditionsreichen Reederei Hapag-Lloyd sind jetzt noch keine Überraschung - das Ausmaß des Debakels ist es schon. 604 Millionen Euro Verlust, das ist das Ergebnis der Anstrengungen des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das ist das Sechsfache des Verlusts aus dem Jahr zuvor. Seit Mitte des vergangenen Jahres ist Rolf Habben Jansen Vorstandschef bei Hapag-Lloyd, einem Unternehmen, für das es in den vergangenen Jahren konstant schlecht gelaufen ist. Der Preiskampf in der Containerschifffahrt ist auch für die großen Reedereien ruinös, die Frachtraten decken oft nicht einmal die Kosten. Deshalb ist etwa die Nachricht, dass Hapag-Lloyd im vergangenen Jahr 7,5 Prozent mehr Container transportiert hat als 2013 und den Umsatz fast vier Prozent auf 6,8 Milliarden Euro steigern konnte, nicht ausschließlich eine gute: Die durchschnittliche Frachtrate ist mit 1434 US-Dollar pro Standardcontainer noch einmal gesunken. Zudem litt das Unternehmen stark unter den Auftragsrückgängen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008. Weil aber in der gesamten Branche trotz sinkender Nachfrage immer neue und immer größere Schiffe bestellt wurden, wurde die Diskrepanz zwischen der Auftragslage und den Transportkapazitäten immer größer - auch das trug zum Preisverfall bei. Hapag-Lloyd hat bislang keinen Weg aus diesem Dilemma gefunden.

"Es wird noch ziemlich lange dauern, bis wir eine Milliarde zurückgezahlt haben"

Oder doch? Ende des vergangenen Jahres übernahm das Unternehmen große Teile der chilenischen Reederei CSAV und ist seither die viertgrößte Containerreederei der Welt. Das ist das Kalkül für die Zukunft - wer größer ist, arbeitet vielleicht effektiver. Insofern will Habben Jansen dem Jahr 2014 also doch noch einen positiven Aspekt abtrotzen: Immerhin sei der Zusammenschluss wegweisend für die Zukunft, sagt er. Später, ab 2016, erhofft man sich bei Hapag-Lloyd Einsparungen von 300 Millionen Euro im Jahr. Aber bislang stehen unterm Strich natürlich nur Kosten. Geduld ist eine Tugend, in Hamburg braucht man davon eine ganze Menge. Das gilt auch für die Stadt und ihre Einwohner: Hamburg hält nun noch gut 23 Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd. Die Stadt war 2009 eingestiegen, um eine Übernahme des angeschlagenen Unternehmens durch ausländische Investoren zu verhindern. Immer wieder musste Hamburg seither Eigenkapital nachschießen, insgesamt stecken mehr als 1,1, Milliarden Euro öffentliches Geld in der Reederei. Ob die Bürger dieses Geld jemals wiedersehen, wird der Vorstandschef gefragt. Er hoffe, dass man 2016 wieder einen echten Gewinn nach Steuern erzielen werde, sagt Habben Jansen. Dann wolle man den Aktionären natürlich auch eine Dividende zahlen. "Aber Sie können ausrechnen, dass es noch ziemlich lange dauern wird, bis wir eine Milliarde zurückgezahlt haben", sagt er. Und ergänzt noch, dass man der Stadt "sehr dankbar" sei, dass sie sich so engagiert habe. Dass der Stadtstaat für ein angeschlagenes Unternehmen viel Geld riskiert, hat in Hamburg Tradition. 2003 etwa investierte die Stadt mehr als eine Milliarde Euro in den Kosmetikhersteller Beiersdorf, um einen Einstieg des US-amerikanischen Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble zu verhindern. Damals fürchtete man den Verlust von vielen tausend Arbeitsplätzen und von Steuereinnahmen, sollte ein Unternehmen aus dem Ausland Beiersdorf schlucken. Drei Jahre später verkaufte die Stadt die Anteile wieder und verbuchte unterm Strich sieben Millionen Euro Gewinn, Beiersdorf gehört heute mehrheitlich Tchibo. Ob es bei Hapag-Lloyd ähnlich gut laufen wird? Habben Jansen hat unlängst ein Sparprogramm angekündigt, das zusätzlich zu den erhofften Synergieeffekten durch den Zusammenschluss mit CSAV die Kosten drücken soll - Arbeitsplatzabbau beinhaltet es offenbar nicht. Der Börsengang, der eigentlich für 2015 vorgesehen war, ist in diesem Jahr aber wohl nicht mehr zu machen: Da brauche man doch erst "drei bis fünf richtig gute Quartale", um für die Anleger attraktiv zu sein, findet der Vorstandschef. Und das wird wohl noch ein bisschen dauern.
  http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Schifffahrt-Goldene-Jahre-fuer-immer-vorbei,reeder166.html http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEKCN0JH0QN20141203 Hannover (Reuters) - Die NordLB[NDLG.UL] stellt sich auch im kommenden Jahr auf hohe Belastungen durch die Schifffahrtskrise ein. Die drittgrößte deutsche Landesbank werde 2015 wohl etwa so viel Geld wie im laufenden Jahr für ausfallgefährdete Schiffskredite zur Seite legen müssen, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Hannover. "Wir rechnen 2015 mit einer substanziellen Risikovorsorge bei den Schiffen." Auf breiter Front erholen werde sich die Branche wohl erst ab 2016. Im Frühjahr hatte Dunkel dies noch für das kommende Jahr in Aussicht gestellt. Rest bitte im o.g. link reuters lesen.   Copyright NDR
Stand: 03.12.2014 17:26 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

Schifffahrt: Goldene Jahre für immer vorbei?

Das Containerschiff "Hamburg Express" der Reederei Hapag-Lloyd fährt auf der Elbe. © dpa Fotograf: Angelika Warmuth
Die Betriebskosten belasten die Schifffahrtsbranche enorm.
Niedrige Frachtraten, Pleiten und Verluste. Die Schifffahrtskrise geht nun schon ins siebste Jahr. Auf der Jahresversammlung des Verbands Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg wurde am Mittwoch klar: Es wird nicht besser. "Der Kostendruck wird bleiben", sagte VDR-Geschäftsführer Ralf Nagel. Die deutsche Seeschifffahrt belegt mit 29 Prozent Marktanteil zwar Platz eins im Segment der Containerschifffahrt. Überkapazitäten und hohe Betriebskosten würden aber weiterhin das Geschäft bestimmen. Zudem tritt am 1. Januar 2015 ein internationales Abkommen in Kraft, das für den Ausstoß von Abgasen einen Grenzwert von 0,1 Prozent Schwefelanteil vorsieht. Die Kosten würden allein aufgrund dieser Umstellung enorm steigen, so Nagel weiter. Verbandspräsident Michael Behrendt führte an, dass der schwefelärmere Marinediesel rund 50 Prozent teurer als herkömmlicher Brennstoff sei. "Es droht eine Verkehrsverlagerung zurück auf die Straße." Das wiederum wäre kontraproduktiv für den Umweltschutz, gab Behrendt zu bedenken.

"Krise kommt bei deutschen Seeleuten an"

Laut Behrendt müssen etliche mittelständische Reeder bereits um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen, denn schon die höheren Personalkosten auf Schiffen unter deutscher Flagge seien für sie nicht mehr verkraftbar. Vor allem kleinere Reedereien könnten die Mehrkosten von mehreren 100.000 Euro pro Jahr nicht mehr tragen, wenn sie unter deutscher Flagge fahren. "Viele Reedereien stehen vor der bitteren Frage, sich zwischen dem Verbleib des Unternehmens im Markt und der Beschäftigung deutscher Seeleute in bisherigem Umfang entscheiden zu müssen", sagte er. Fuhren 2012 noch 448 Handelsschiffe unter deutscher Flagge, sind es aktuell noch 387. Die Zahl der deutschen Seeleute lag zuletzt konstant bei rund 7.000, sie droht aber angesichts der Krise künftig zurückzugehen. "Die Krise kommt jetzt bei den deutschen Seeleuten an", sagte Behrendt. Für deren Beschäftigung fordern die Reeder unter anderem eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten und eine weniger starre Vorgabe in der Schiffsbesatzung. Dies sei in den Niederlanden oder Dänemark bereits üblich. Die deutsche Handelsflotte umfasst aktuell 3.296 Schiffe, 2013 waren es noch 3.477. Auch personell schrumpfte die Branche im diesem Jahr: Die Zahl der Seeleute auf diesen Schiffen ging bereits im dritten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 3.600 auf rund 66.000 zurück. Die deutsche Handelsflotte hat weltweit einen Marktanteil von 8,6 Prozent und liegt damit auf Platz 3.

Wechsel an der Verbandsspitze

Behrendt wird nach seinem Abschied als Unternehmenschef der Linienreederei Hapag-Lloyd auch seine Position als Verbandschef aufgeben. Er hat das Amt seit 2008 inne. Seine Nachfolge tritt Kapitän Alfred Hartmann aus Leer an.
Weitere Informationen
Das Containerschiff "Tsingtao Express" der Reederei Hapag-Lloyd fährt auf der Elbe. © dpa Fotograf: Christian Charisius

Hapag-Lloyd: Fusion perfekt - 2016 wieder Gewinne?

Nach der Freigabe aller relevanten Wettbewerbsbehörden ist es amtlich: Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd fusioniert mit der chilenischen CSAV. 2016 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden. mehr
Die Fähre "Huckleberry Finn" der TT-Line-Flotte im Seehafen Rostock © http://www.ttline.com

Reedereien legen Umweltmaßnahmen auf Tickets um

Zum Jahreswechsel gelten auf der Ostsee strengere Umweltauflagen. Die nötigen Mehrausgaben legen die Reedereien auf die Ticketpreise um: Die Überfahrten werden einige Euro teurer. mehr
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-12/32173907-hapag-lloyd-ag-hapag-lloyd-und-csav-vollziehen-zusammenschluss-und-werden-zur-viertgroessten-linienreederei-der-welt-016.htm Copyright Finanznachrichten
HAPAG - LLOYD AG: Hapag-Lloyd und CSAV vollziehen Zusammenschluss und werden zur viertgrößten Linienreederei der Welt DGAP-News: HAPAG - LLOYD AG / Schlagwort(e): Strategische Unternehmensentscheidung/Fusionen & Übernahmen HAPAG - LLOYD AG: Hapag-Lloyd und CSAV vollziehen Zusammenschluss und werden zur viertgrößten Linienreederei der Welt 02.12.2014 / 15:36
Hamburg, 2. Dezember 2014 Hapag-Lloyd und CSAV vollziehen Zusammenschluss und werden zur viertgrößten Linienreederei der Welt Jahresumsatz von zusammen neun Milliarden Euro / Rund 200 Schiffe auf den Weltmeeren / Jährlich 300 Mio. US-Dollar an Synergien Der Weg ist frei: Hapag-Lloyd und die chilenische Compañía Sud Americana de Vapores (CSAV) schließen sich zusammen und werden damit zur viertgrößten Linienreederei der Welt. Die entsprechenden Verträge für den Zusammenschluss beider Unternehmen wurden bereits im April in Hamburg unterzeichnet. Mit Freigabe aller relevanten Wettbewerbsbehörden weltweit wurde die letzte entscheidende Hürde aus dem Weg geräumt und das Closing vollzogen. Der Zusammenschluss mit dem 1872 in Valparaíso/Chile gegründeten Unternehmens in die Hapag-Lloyd AG soll erhebliche Synergien bringen. Rund 300 Millionen US-Dollar jährliche Einsparungen sollen alleine durch Netzwerkoptimierungen, Produktivitäts-verbesserungen und Kostenreduzierungen erzielt werden. Das Unternehmen wird über rund 200 Schiffe mit einer Kapazität von rund einer Million TEU verfügen und jährlich rund 7,5 Millionen TEU transportieren. Mit einem Umsatz von rund neun Milliarden Euro rückt das Unternehmen in die Spitzengruppe der internationalen Schifffahrtsunternehmen auf. Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd: "Das ist ein großer Tag für beide Unternehmen. Mit Hapag-Lloyds Stärke im Asienverkehr und auf dem Atlantik sowie CSAVs starker Position in Lateinamerika werden wir zum führenden Schifffahrtsunternehmen in dieser Region - und können so unseren Kunden weltweit ein noch attraktiveres Netzwerk und eine noch breitere Produktpalette bieten. Unsere Wettbewerbsfähigkeit wird sich nochmals deutlich verbessern, indem wir zu den Top 3 unserer Branche aufschließen." Habben Jansen weiter: "Unsere Priorität ist jetzt, allen unseren Kunden weiterhin den Top-Service zu liefern, den sie von uns gewohnt sind. Außerdem werden wir alle bestehenden Verträge und Vereinbarungen beider Unternehmen einhalten und honorieren, während wir die anstehende Integration vorbereiten. Bis zur Überführung des Geschäftes von CSAV in die Hapag-Lloyd-Systeme ab Ende des ersten Quartals 2015 wird sich an der täglichen Arbeit beider Unternehmen vorerst nichts Grundlegendes verändern." Oscar Hasbún, CEO der CSAV, ergänzte: "Wir sind sehr stolz, dass unsere beiden traditionsreichen Unternehmen nun gemeinsam zu einem der stärksten Player in der weltweiten Containerschifffahrt werden und dass dieses Unternehmen mit einem starken, festen Standbein in Lateinamerika, inklusive unserem Heimatland Chile, verankert ist. Wir passen perfekt zueinander dank unserer komplementären Netzwerke, unserer Kundenstruktur und unserer hohen Professionalität und Reputation." Neben der Einbringung des CSAV-Containergeschäftes in die Hapag-Lloyd AG ist bis zum 31. Dezember 2014 zusätzlich eine Bar-Kapitalerhöhung in Höhe von 370 Millionen Euro zur Stärkung des Unternehmens vorgesehen, an der sich CSAV mit 259 Millionen Euro und Kühne Maritime mit 111 Millionen Euro beteiligen werden. Dadurch wird sich die Gesellschafterstruktur der Hapag-Lloyd AG wie folgt verändern: Die CSAV wird nach der Kapitalerhöhung mit 34% größter Gesellschafter der Hapag-Lloyd sein. Weitere Gesellschafter sind HGV (nach der Kapitalerhöhung: 23,2%), Kühne Maritime (20,8%), TUI (13,9%), Signal Iduna (3,3%), HSH Nordbank (1,8%) sowie M.M. Warburg (1,8%) und Hanse Merkur (1,1%). CSAV, HGV und Kühne Maritime haben vereinbart, 51% der Anteile an Hapag-Lloyd zu poolen und wichtige Entscheidungen in Zukunft gemeinsam abzustimmen und zu treffen. An diesem Pool hält CSAV 50%, während HGV und Kühne Maritime jeweils 25% halten. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2015 sollen die Hauptschritte der Integration des CSAV-Containergeschäftes in die Hapag-Lloyd AG abgeschlossen sein.
02.12.2014 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
  Albert Albert-Ballin-Konsortium übernimmt Anteile Hapag-Lloyd bleibt hanseatisch Über die Details zu dem angestrebten Deal halten sich die Beteiligten derzeit noch bedeckt. Foto: Hapag-Lloyd Der hannoversche Tourismuskonzern TUI kann sich wie gewünscht von seinen Anteilen an der Container-Reederei Hapag-Lloyd trennen: Das Hamburger Konsortium Albert Ballin steht für die Übernahme des TUI-Pakets bereit. "Der Prozess ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Würfel sind gefallen", sagte der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne der Tageszeitung "Die Welt". Er hält bereits über das Konsortium 24,6 Prozent an Hapag-Lloyd, die Stadt Hamburg 23,6 Prozent. Bereits am Freitag hatten die TUI und Sprecher des Konsortiums signalisiert, dass sich der Verkaufsprozess auf einem guten Weg befindet. TUI hält 38,4 Prozent an Hapag-Lloyd und will sich aus der Schifffahrt zurückziehen, um sich ganz auf das Tourismusgeschäft zu konzentrieren. Deshalb zog der Konzern aus Hannover im Dezember eine Verkaufsoption über 33,3 Prozent, die vertraglich vereinbart war. Das Albert-Ballin-Konsortium war im Zuge der Finanzkrise 2008 bei Hapag-Lloyd eingestiegen, um einen Verkauf der Reederei nach Fernost zu verhindern. Über die Details zu dem angestrebten Deal halten sich die Beteiligten bedeckt, sie werden gegenwärtig noch verhandelt. Während Kühne selbst eine Komplettübernahme von Hapag-Lloyd andeutete, also die gesamten 38,4 Prozent der TUI, melden verschiedene Medien unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass auch weniger Anteile den Besitzer wechseln könnten. Als Knackpunkt gilt der Kaufpreis. Bei TUI stehen die Hapag-Lloyd-Anteile mit 1,2 Milliarden Euro in der Bilanz. Die Reederei, die mit 6900 Mitarbeitern mehr als 140 Schiffe lenkt, hat mittelfristig gute Perspektiven. Aktuell leidet sie jedoch unter einem Preiskampf in der Containerschifffahrt und schrieb im vergangenen Quartal rote Zahlen. Ebenfalls unklar ist, wie sich die Anteile nach der Übernahme aufteilen werden. Sowohl die Stadt Hamburg als auch Kühne verfügen kaum über flüssige Mittel in der geforderten Größenordnung. Hamburg hat sich allerdings schon mehrfach finanziell engagiert, um den Verkauf wichtiger Unternehmen ins Ausland zu verhindern, so beim Kosmetikhersteller Beiersdorf und der Kupferhütte Norddeutsche Affinerie, heute Aurubis. Dem Konsortium Albert Ballin, das insgesamt 61,6 Prozent der Reederei-Anteile hält, gehören als kleinere Anteilseigner noch vier Banken und Versicherungen an. Möglicherweise will TUI-Chef Michael Frenzel seinen Aktionären bereits bei der TUI-Hauptversammlung am 15. Februar in Hannover eine Lösung für die Hapag-Lloyd-Beteiligung präsentieren. Der Hamburger Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) hat jedoch mehrfach betont, dass es keinen Zeitdruck gebe. Das komplexe Vertragswerk zwischen dem Konsortium und der TUI sieht vor, dass bis September eine Einigung erzielt werden muss. Anscheinend sind die Vertragsparteien aber flexibel: Beide Seiten verzichteten vorläufig darauf, einen Gutachter über den Preis für die Hapag-Lloyd-Anteile hinzuzuziehen, wie es laut Vertrag vorgesehen gewesen wäre. Die Nachfolge von Hapag-Lloyd-Vorstandschef Michael Behrendt, dessen Vertrag ausläuft, will Kühne gemeinsam mit der Stadt Hamburg regeln. Langfristig müsse eine neue Strategie für das Traditionsunternehmen gefunden werden. "Ich möchte, dass Hapag-Lloyd unter den ersten Fünf der Branche etabliert wird, und dafür muss ein gewaltiges Stück Arbeit geleistet werden", betonte er gegenüber der "Welt". Kühne ist in Hamburg geboren und aufgewachsen und engagiert sich sowohl in der Förderung der universitären Logistik-Ausbildung als auch beim HSV. Sein Unternehmen Kühne+Nagel ist seit mehr als 40 Jahren in Schindellegi in der Schweiz ansässig, wo Kühne auch lebt.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne