Unternehmensverband warnt vor Benachteiligung der Westküste Brunsbüttel 4. See-Hafen-Kongress: Kooperation statt Konkurrenz

Nicht ohne Grund hat der Vorstand des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste den Produktionsstandort Brunsbüttel der Sasol Germany GmbH zum Tagungsort seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung gewählt. Das Sasol Werk gilt als wichtiger Partner der ChemCoast-Region. Verbandsvorsitzender Lutz Bitomsky aus Itzehoe warnte vor einer Benachteiligung der Westküste durch die Verkehrspolitik der neuen Landesregierung.
Vor welchen Herausforderungen steht die maritime Wirtschaft? Hafen Hamburg Marketing e.V. und die UMCO Umwelt Consult GmbH hatten ins Empire Riverside Hotel in Hamburg geladen, um mit rund 100 Teilnehmern aus Hafenwirtschaft, Logistik-, Pharma- und Chemiebranche beim 4. See-Hafen-Kongress Probleme und Lösungen zu diskutieren. Gemeinsam handeln, um angesichts steigender Ladungsmengen zukunftsfähig zu sein, lautete der einhellige Tenor, der sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog. „Das Wort Konkurrenz muss durch Kooperation ersetzt werden“, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch in Bezug auf die norddeutschen Küstenländer, die er in seiner Eröffnungsrede zu mehr Geschlossenheit aufrief. mehr

Die Windkraftanlagen auf dem Meer werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich nur halb soviel Energie ins deutsche Stromnetz einspeisen wie geplant.Bremen will breitere Nutzung der Energie-Fördergelder

Zur schnelleren Netzanbindung von Windparks in der Nordsee hat die Bundesregierung Eckpunkte für neue Haftungsregelungen vorgelegt. Damit wird der Druck auf Netzbetreiber erhöht, mehr Tempo bei der Verlegung von Seekabeln zu machen. Die am Montag veröffentlichten Vorschläge sehen vor, dass bei nicht rechtzeitiger Anbindung ein Offshore-Windpark ab dem 11. Tag einen Schadensersatz in Höhe von 90 Prozent der entgangenen Ökostromvergütungen bekommen soll. In einem eigenen Offshore-Netzplan soll für jeden Windpark ein klarer Startzeitpunkt festgelegt werden.
Polen ist ein wichtiger Kernmarkt für RWE und im Bereich der erneuerbaren Energien ein bedeutender Wachstumsmarkt. Mit drei Windparks verfügt RWE über eine installierte Gesamtleistung von 108 MW. Der Baustart für einen vierten Windpark in der Nähe von Danzig ist gerade erfolgt. RWE plant, bis 2015 jährlich 50 MW Windkraftanlagen in Polen zuzubaue
Hochkomplexe Technik und lange Genehmigungsverfahren verzögern den Bau. Doch Offshore-Anlagen sind für die Energiewende unverzichtbar.Bei Nordic Yards in den Hansestädten Wismar und Rostock entstehen derzeit drei Umspannwerke für Siemens. Auch der Weltkonzern betritt mit dem Bau der Anlagen neues Terrain. Die sogenannten HGÜ-Plattformen sind Herzstücke beim geplanten Aufbau der Offshore-Windparks vor allem in der deutschen Nordsee. Tausende Windkraftwerke sollen vor den Küsten von Nord- und Ostsee in den kommenden Jahren auf dem Meer errichtet werden. Vor allem auf der Nordsee, so die Prognosen, werden die Anlagen wegen des konstanten Windes das ganze Jahr über verlässlich Strom erzeugen. Sie sind unverzichtbar für den Aufbau einer Energieversorgung, die Kohle- und Atomkraftwerke langfristig ersetzen soll. mehr

Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung durch das Bundesverkehrsministerium

Berlin Auf der deutschen See droht ein Lotsenmangel, weil es nicht genug Bewerber für den wichtigen Job gibt. Mit einer Reform der Ausbildung will die Bundesregierung gegensteuern. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms hervor. Das Papier liegt unserer Berliner Redaktion vor.

Der Ausbildungsweg müsse „zeitnah“ angepasst werden, „damit kein Mangel entsteht“, schreibt die Bundesregierung. Das Bundesverkehrsministerium hat eine Arbeitsgruppe einsetzen lassen. Künftig sollen demnach auch Schulabgänger ohne vorherige Qualifikationen eine Lotsenausbildung starten können.
„Die Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung (SchBesV) wird am 1. Juli 2016 in Kraft treten. Damit setzt das Bundesverkehrsministerium (BMVI) eine Verordnung ein, die nicht von allen Vertretern des Maritimen Bündnisses getragen wird. Neben der Verordnung gibt es eine zusätzliche Vereinbarung zu Wettbewerbs- und Beschäftigungszielen, die im Dezember 2015 zwischen dem BMVI und dem Verband Deutscher Reeder (VDR) geschlossen worden ist. Die anderen Bündnispartner wie die Gewerkschaft ver.di oder die Bundesländer wurden dabei jedoch außen vor gelassen. mehr