Elbeseaports: neue Informationsbroschüre und Internetauftritt

Beim Neujahrsempfang 2015 hatte Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck noch gehofft, dass die Planfeststellung für den Vielzweckhafen zwischen Kernkraftwerk und Elbehafen Anfang 2016 vorliegen würde. Doch so schnell schießen die Preußen nicht – ein Teil der Unterlagen liegt erneut öffentlich aus, kann im Brunsbütteler Rathaus und der Amtsverwaltung Wilstermarsch in Wilster eingesehen werden.
Brunsbüttel | Hamburg: Zur gemeinsamen Vermarktung ihrer Hafen- und Logistikstandorte haben die Infrastrukturgesellschaften der Häfen Brunsbüttel, Cuxhaven, Glückstadt, Hamburg und Stade in Zusammenarbeit mit Hafen Hamburg Marketing e.V. unter dem Titel ELBESEAPORTS eine gemeinsame Informationsbroschüre und einen gemeinsamen Internetauftritt veröffentlicht. Beide Medien wurden am 5. Juni im Rahmen eines Messe-Talks auf der Messe transport logistic in München vorgestellt.
Brüssel. 319 Seehäfen sollen durch neue Regeln in die Lage versetzt werden, den erwarteten starken Anstieg des Güterhandels in EU-Häfen besser bewältigen zu können. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat dazu heute ein Bündel von Maßnahmen und Gesetzen vorgestellt. Die Konzentration des Güterverkehrs auf die drei größten EU-Häfen Rotterdam, Antwerpen und Hamburg soll entzerrt und teilweise auf andere Häfen verlagert werden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass das Frachtaufkommen in den EU-Seehäfen bis 2030 um mindestens 50 Prozent steigen wird.

Die Vorschläge sehen unter anderem mehr Transparenz bei der Vergabe und der Vergütung von Hafendienstleistungen vor. Durch diese Preistransparenz sollen verstärkt private Investoren ermutigt werden, in Infrastruktur und Dienstleistungen in Häfen zu investieren. „Wir wollen keine Preise vorschreiben, aber Transparenz in das Gewerbe bringen“, sagte Kallas in Brüssel.

Die Möglichkeiten der Häfen, Infrastrukturabgaben zu erheben und Entgelte für umweltverträglichere Schiffe zu senken, sollen ausgeweitet werden. Für die Verringerung von Verwaltungsaufwand und -formalitäten, gerade auch beim Zoll, will die Kommission noch vor der Sommerpause eigene Vorschläge veröffentlichen. Bis dahin soll auch ein „Ausschuss für den sozialen Dialog für Häfen“ auf EU-Ebene eingesetzt sein, in dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber Themen in Zusammenhang mit der Arbeit im Hafen erörtern und Vereinbarungen treffen können. Die Kommission wird die Arbeit des Ausschusses technisch und administrativ unterstützen und 2016 die erzielten Fortschritte bewerten. mehr