Neubau 5.Schleusenkammer und Torinstandsetzungsdock Planung Tiefensee

Brunsbuettel5.Schleusenkammer SHZ34
Dieses Foto wurde mit einer Drohne aufgenommen. Es zeigt die große Baustelle an der Brunsbütteler Straße aus der Luft.
Copyright SHZ  Norddeutsche Rundschau https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Schleswig-Holstein-Magazin,sendung468522.html Nach den acu so wichtigen stinkenden Pottwahlen kommt ein Film über die 5.Schleuse in Brunsbüttel Beginn des Schleusenbaus. Nachrichten Schleusenbau: Erdarbeiten beginnen Brunsbüttel Jetzt kommt Bewegung in den Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) mitteilt, haben die Vorarbeiten für den Aushub der Kammer begonnen. Dafür werden zunächst in einem aufwändigen Verfahren die zukünftigen Seitenwände der Schleuse ausgebaggert und mit Beton und Spundwand-Elementen versehen. Diese Arbeiten, so WSA-Sprecher Thomas Fischer werden zunächst an der Nordwand begonnen. Wenn auch die gegenüberliegende Seite entsprechend stabilisiert ist, beginnen die Erdarbeiten für die eigentliche Schleusenkammer. Zuvor müssen allerdings Betonpfähle als Anker für die Seitenwände tief in den Boden eingebracht werden. Brunsbüttel | Der Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel geht voran - am Montag wurde mit der Herstellung der Kammerwände begonnen. Angefangen haben die Arbeiter mit der nördlichen Kammerwand.
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Die alten Teile der Schleuse in Brunsbüttel sind schon seit Jahren immer wieder ein Sanierungsfall - und sind damit ein Infrastrukturproblem in Schleswig-Holstein. Derzeit laufen in Brunsbüttel die ersten Arbeiten für eine neue große Schleusenkammer. Das mehr als 500 Millionen Euro teure Projekt war zehn Jahre lang diskutiert und geplant worden. Dem Bundesverkehrsministerium zufolge soll die neue Kammer 2021 fertig sein.
„Wenn die nördliche Kammerwand fertig ist - voraussichtlich in etwa sechs bis acht Wochen - erfolgt die Herstellung der Wände für das elbseitige Haupt- einschließlich der Torkammer“, sagte Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel auf Anfrage von shz.de. Alle Wände müssten auch noch mit Schrägpfählen verankert werden. „Danach beginnt der Bodenaushub in der eigentlichen Schleusenkammer“, so Fischer weiter. Ende 2020 sollen die ersten Schiffe durch die neue Kammer geschleust werden - wenn alles gut geht. Aktuell sind die Arbeiten, wie schon im November des vergangenen Jahres berichtet, noch nicht so weit wie ursprünglich geplant. Fischer sieht darin allerdings kein Problem. „Bei einem so komplexen Wasserbauvorhaben mit einer Bauzeit von rund sieben Jahren und vielen Besonderheiten kann es im Laufe der Bauarbeiten zu neuen Aspekten und anderen Planungs- und Umsetzungsverläufen kommen“, meint er. Das müsse den Fertigstellungstermin aber nicht unbedingt nach hinten verschieben. „Oftmals können solche Zeiträume im gesamten Bauablauf aufgeholt werden.“ http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Bewegung-auf-Europas-groesster-Wasserbaustelle,schleuse694.html Copyright NDR Stand: 13.01.2016 16:01 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min. schleusenkammer104_v-vierspaltig Bewegung auf Europas größter Wasserbaustelle Luftbild vom Bau der 5. Schleusenkammer am Nord-Ostseekanel © NDR Fotograf: Karsten SchröderDas riesige Schleusenareal in Brunsbüttel verbindet den Nord-Ostsee-Kanal mit der Elbmündung. Nach wochenlangen Verzögerungen haben in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) die Arbeiten für die Baugrube der neuen fünften Schleusenkammer begonnen. Mitarbeiter des Generalunternehmers sind dabei, die nördliche Seitenwand der Kammer zu errichten - 40 Meter tief und 350 Meter lang. Die Schleusenbaustelle in Brunsbüttel gilt als größte Wasserbaustelle Europas. Die neue Kammer soll Platz für größere Schiffe bieten und die anderen Kammern entlasten. Unter anderem wegen Schwierigkeiten bei der Munitionsräumung hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Ende November eingeräumt, im Zeitplan mehrere Monate zurückzuliegen. Am Termin der Freigabe im Jahr 2020 hielt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jedoch fest. Luftbild_Schleuse_Brunsbuettel_300 Spezielles Bauverfahren für Brunsbüttel Um die massiven Wände der Schleusenkammer überhaupt bauen zu können, haben Fachleute eines deutsch-niederländischen Bauunternehmens ein speziell für Brunsbüttel bestimmtes Verfahren entwickelt. Dort macht ein sehr matschiger Boden Probleme. Die Stahlträger dürfen nicht in den Boden gerammt werden. Durch mögliche Erschütterungen könnten die daneben liegenden Kammern beschädigt werden. Erst wenn alle Wände fertig gestellt sind, können Bagger losrollen und die Baugrube ausheben. Ob der Fertigstellungstermin in vier Jahren tatsächlich gehalten werden kann, ist allerdings fraglich. Weitere Informationen Auf einem historischen Foto aus den 1890er Jahren ist die Hochbrücke bei Grünenthal im Baufeld des Nord-Ostsee-Kanals zu sehen © picture alliance / ZB (c) dpa Fotograf: Stefan Sauer 120 Jahre NOK: Marode, aber nicht hoffnungslos Der Nord-Ostsee-Kanal - für viele ein Symbol für marode Infrastruktur in Deutschland. Eigentlich sollte er zum 120. Geburtstag saniert sein. Aber nur ein Teil der Arbeiten läuft überhaupt schon. mehr Zwei Frachtschiffe verkehren an einer Schleuse in Kiel-Holtenau. © dpa-Bildfunk Fotograf: Carsten Rehder Warum ist der Nord-Ostsee-Kanal so wichtig? Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Er wird jedes Jahr von Zehntausenden Schiffen genutzt. Doch das könnte bald ein Ende haben. mehr ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------   Bei der Schiene stehen der DB AG bis 2019 für Instandhaltung und Ersatzinvestitionen in die bestehende Infrastruktur insgesamt 28 Milliarden Euro bereit. Auch im Bereich der Wasserstraßen haben Ersatz und Erhaltung Priorität. Zu den konkreten Projekten gehören zum Beispiel der Nord-Ostsee-Kanal und die seewärtige Anbindungen der deutschen Seehäfen. Insgesamt soll die Investitionslinie für die Straße, Schiene und Wasserwege und die digitale Infrastruktur im Jahr 2016 auf mehr als 13 Milliarden Euro ansteigen. Dadurch stehen in den kommenden Jahren so viel Mittel für die Infrastruktur bereit, wie noch nie zuvor. Dazu Dobrindt: „Wir geben Deutschland einen Modernisierungsschub. Wir fahren die Infrastrukturinvestitionen auf Rekordniveau hoch: plus circa 40 Prozent bis 2018. Damit modernisieren wir unser Land, bauen Straßen, Schienen, Wasserwege aus, versorgen Regionen mit schnellem Internet – das ist die Basis für Wachstum, Arbeit und Wohlstand.“

Wasser- und Schifffahrtsamt rechnet mit drei Jahren Bauzeit und einer Inbetriebnahme nicht vor 2021

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http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/langer-vorlauf-fuers-schleusendock-id11370136.html
Die Schleuse Brunsbüttel bekommt ein neues Trockendock. Dazu hat der Haushaltsausschuss am 15. Oktober bei den Beratungen des Regierungsentwurfs zum Haushalt 2016 des Etats des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur 21 Millionen Euro zur Verfügung gestellt (wir berichteten). Mit einer Inbetriebnahme des Reparatur-Docks für die großen Schleusentore der Schleusenanlagen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel ist jedoch vor 2021 in keinem Fall zu rechnen. „Das es losgehen soll haben wir bislang nur aus der Zeitung erfahren. Wir warten jetzt auf die offiziellen Genehmigungen, damit wir auch loslegen können“, erklärte Bauingenieur Hauke Henningsen im Rahmen eines Informationsabends des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel in der Sporthalle der Brunsbütteler Südseite. Für die eigentliche Bauzeit des 80 Meter langen, 26 Meter breiten und 22 Meter hohen, schallgedämmten Hallengebäudes im Brunsbüttel WSA-Betriebshafen werden drei Jahre veranschlagt. Bevor jedoch der erste Spatenstich erfolgen kann, muss zunächst einmal das nötige Fachpersonal eingeworben werden, teilte Henningsen mit. Rund ein Jahr brauche es von einer Stellenausschreibung bis zu einer Personaleinstellung und Zusammenstellung der nötigen Fachkräfte zu einem Team. Weitere zwei Jahre werden für die Planungs- und Ausschreibungsphase sowie das europaweite Vergabeverfahren kalkuliert, bevor schließlich mit dem eigentlichen Bau des Trockendocks begonnen werden kann. Die Notwendigkeit, ein Trockendock am Standort Brunsbüttel zu errichten, wurde in diesem Jahr besonders deutlich. Nach einer Havarie im Januar, bei dem das Schleusentor der Südkammer beschädigt wurde und über mehrere Wochen repariert werden musste, kam es im März in der Nordkammer zu einer erneuten Havarie. Aufgrund umfangreicher Reparaturarbeiten stand für mehrere Monate nur eine der zwei Großen Schleusen für den Schiffsverkehr zur Verfügung. Nicht ohne Folgen für die Region. Wartezeiten von sechs bis acht Stunden für die einzelnen Schiffe, zusätzlich zum eigentlichen Transit durch den Nord-Ostsee-Kanal veranlassten viele Reedereien, ihre Schiffe den Umweg über Skagen fahren zu lassen. Die Route um Dänemark ist zwar deutlich länger, rechnet sich wirtschaftlich aufgrund der langen Wartezeiten in Brunsbüttel für einige Reedereien am Ende jedoch. Ein eigener Reparaturplatz vor Ort hätte die Instandsetzung der Tore deutlich beschleunigen können. Derzeit gibt er nur wenige Anbieter auf dem Markt, die die zehn Meter hohen Schleusentore überhaupt aufnehmen können. Somit ist man gezwungen, sich deren Zeitplänen anzupassen. Ferner hätten diese die Möglichkeit, den Preis zu diktieren. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens wurde der WSA-Betriebshafen auf der Nordseite als geeignete Fläche für den Bau des Trockendocks ermittelt. Darüber hinaus wurden Richtlinien - unter anderem für den Bereich Lärmschutz festgelegt, die garantieren, dass Anwohner weder unter den Bauarbeiten als unter den später entstehenden, täglichen Betriebsgeräuschen zu leiden haben. inhalt_unterlage_10 Planunterlagen Neubau 5. Schleusenkammer und Neubau Torinstandsetzungsdock

 5.SchleuseAnlageVölkl

Zeitverzug beim Schleusenbau einholen
Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel setzt auf neue Konzepte, um 2020 als Freigabetermin zu halten / Lotsenbrüderschaft aber in Sorge
Brunsbüttel
Im April dieses Jahres wurde in Brunsbüttel mit dem Bau der fünften Schleusenkammer begonnen. Gerade einmal acht Monaten sind seither vergangen und schon sind die Arbeiten um das rund 540 Millionen Euro teure Projekt ins Stocken geraten. Schwierigkeiten bei der Suche nach gefährlichen Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie technische Probleme bei der Gründung des neuen Bauwerks sorgen für eine zeitliche Verzögerung im Bauablauf. Nach Informationen des NDR soll die Schleuse erst 2021 und somit ein Jahr später fertig werden als geplant. Das sehen die Chefin des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel, Gesa Völkl und Projektleiter Fritz-Peter Eißfeldt anders. „Es gibt keinen Grund von einer Freigabe der Schleusenkammer 2020 abzuweichen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass 2020 das erste Schiff die neue große Kammer passieren wird“, betonten die Leiterin des WSA in Brunsbüttel und der leitende Bauingenieur einhellig gegenüber rund 150 Gästen, die sich Freitagabend zu einer vom Brunsbütteler WSA organisierten Informationsveranstaltung in der Sporthalle-Süd versammelt hatten. Bei einem Bau dieser Größe seien aufkommende Herausforderungen nichts Ungewöhnliches. Zwar sagte Völkl, dass auch ihr die Umsetzung der geplanten Abschnitte zu lange dauern und sie der zeitliche Verzug unzufrieden stimmen würde. Als ernst zu nehmende Schwierigkeiten wollte die Leiterin des WSA Brunsbüttel die Ursachen, die zur Verzögerung geführt haben jedoch nicht bezeichnen. Ferner könne von einem Stillstand auf der größten Wasserbaustelle Europas nicht die Rede sein. „Eine solche Baustelle ist eine große Herausforderung. Sowohl wir als auch die Baufirmen müssen viele Dinge neu erfinden, neu kreieren und gemeinsam umsetzen. Das ist nicht einfach bei einer solchen Maßnahme“, sagte Völkl. Die in den Ausschreibungen vorgegebenen Bauleistungen seien grobe Richtlinien. Bei Bauvorhaben dieser Größenordnung müsse mit den Unternehmen letztlich vor Ort geklärt werden, wie sich die Maßnahmen im Detail umsetzen lassen. Die bislang verloren gegangene Zeit, würde bei einem Bau, der sich über sieben Jahre erstreckt, nicht automatisch zu einer verspäteten Freigabe der Schleusenkammer für den Schiffsverkehr führen. „Das mit dem Bau der Schleusenkammerwände beauftragte Unternehmen hat uns Vorschläge für die Fertigung der Baukörper unterbreitet, die nicht nur besser sind, sondern sich auch deutlich schneller umsetzen lassen“, nannte Bauingenieur Fritz-Peter Eißfeldt eine Möglichkeit, den Zeitverzug wieder aufzuholen. Zur Zeit gebe es statische Berechnungen sowie andere notwendige Prüfungen. Eine Aufnahme der Arbeiten soll demnächst erfolgen. Eine alternative Möglichkeit gäbe es zudem für den Abtransport des Bodenaushubs. Dieser soll eigentlich über eine Anlegestelle erfolgen, die aufgrund von Verzögerungen bei der Beseitigung potenzieller Kampfmittel in der Erde bislang noch nicht errichtet werden konnte. „Wir haben die Möglichkeit, die Bodentransporte über die kleinere Nord-Schleusenkammer abzuwickeln“, erklärte Völkl. Dieser Weg ist möglich, da in zwei Wochen beide große Schleusenkammern wieder für den Schiffsverkehr zur Verfügung stehen werden. Nach einer Havarie musste eine, der zwei großen Kammern wegen Reparatur- und Sanierungsarbeiten über einige Monate geschlossen werden. Trotz dieser Bekundungen des WSA ist die Brunsbütteler Lotsenbrüderschaft weiter in Sorge. Wenn bereits die Untersuchung eines verhältnismäßig kleinen Areals auf Munitionsfreiheit sowie der Bau eines einfachen Steges ein Problem darstellt und zu einer zeitlichen Verzögerung führt, dann werde es im Zuge der weiteren Baumaßnahmen noch wesentlich größere Probleme geben und eine Freigabe der fünften Schleusenkammer 2020 immer unwahrscheinlicher, fürchten die Lotsen.
Jens-Peter Mohr
Noch sind auf der Mittelinsel lediglich die Vorbereitungen für den Bau der dritten großen Schleuse im Gang.
Foto: Schröder
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http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article206728431/Wird-der-Nord-Ostsee-Kanal-nun-noch-spaeter-fertig.html

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Infrastruktur Wird der Nord-Ostsee-Kanal nun noch später fertig?

Von Martin Kopp

Die Bauarbeiten an fünfter Schleusenkammer verzögern sich. Hamburg fürchtet Ladungsverlust. Hafenwirtschaft übt scharfe Kritik.

Hamburg/Kiel.  Hamburgs maritime Wirtschaft schaut mit Sorge nach Schleswig-Holstein. Auslöser sind Meldungen, wonach es neue Verzögerungen bei der Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals gibt. In Brunsbüttel sind nämlich die Bauarbeiten für die fünfte Schleusenkammer des Kanals ins Stocken geraten.

Grund seien Schwierigkeiten bei der Munitionsräumung sowie technische Probleme bei der Gründung für die neue Schleusenkammer, sagte am Donnerstag die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Claudia Thoma. Es gehe auf dieser Baustelle zum Teil um komplizierte technische Verfahren, für die es keine Standard-Lösungen gibt. "Wir befinden uns noch in Gesprächen mit den Firmen und suchen gemeinsam nach Lösungen", erklärte Thoma.

Verärgerung und Unverständnis bei Hamburgs Hafenunternehmen

Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks soll die neue Schleuse wegen der Verzögerungen nicht wie geplant 2020 fertig werden, sondern erst ein Jahr später. Dieses bestätigt die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht. Sie schließt es aber auch nicht aus: "Der Zeitplan ist in den Verträgen verankert und ist Grundlage für alle Beteiligten", sagte Thoma. Bei einer Bauzeit von rund sieben Jahren könne manches kompensiert werden: "Wir versuchen das zumindest. Man kann jetzt noch keine Aussage treffen, ob sich das auf den Endtermin auswirken wird."

Hamburgs Hafenunternehmen reagieren darauf mit Verärgerung: "Das ist doch unfassbar und kaum zu glauben", sagt der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz. "Dieses Projekt hat einen Planungsvorlauf von Jahren gehabt, weil das Geld für den Schleusenneubau fehlte. Jetzt muss offenbar nachgeplant werden. Was hat man eigentlich in der Zeit zuvor gemacht?", fragt Bonz.

Die Funktionsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals ist für den Hamburger Hafen von großer Bedeutung. Die knapp 100 Kilometer lange Bundeswasserstraße macht Hamburg quasi zum westlichsten Ostseehafen. Waren aus Übersee können hier auf kleinere Schiffe umgeladen werden, die dann durch den Kanal in den Ostseeraum gebracht werden.

Transporteure sparen dabei die Fahrt mit dem Schiff um Dänemark herum, die etwa 460 Kilometer länger ist. Doch aufgrund niedriger Preise für Schiffsdiesel, und der hohen Störanfälligkeit der Schleusen verzichten immer mehr Reeder darauf ihre Güter in Hamburg umzuladen, sondern fahren mit Großschiffen um den Skagerrak herum. "Dieser Tendenz können wir nur mit einem leistungsfähigen Nord-Ostsee-Kanal entgegenwirken", sagt Ingo Egloff, Geschäftsführer von Hamburg Hafen Marketing. "Nur mit ihm können wir im Wettbewerb mit Rotterdam unseren geografischen Vorteil ausspielen." Der Kanal sei für Hamburg die Lebensader in die Ostsee, so Egloff.

Handel: Verkehrsprobleme mit mehr Druck angehen

Nicht nur die Schifffahrt auch der Handel reagiert auf die Verzögerungen mit Kritik: "Der Nord-Ostsee-Kanal gehört zu den meistbefahrensten Wasserstraßen der Welt und ist somit unverzichtbar für den Handel in Europa", sagt der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbands AGA, Hans Fabian Kruse.

Verzögerungen an der fünften Schleusenkammer würden für die Reeder längere Transportzeiten und damit höhere Kosten bedeuten. "Das ist nicht hinzunehmen", so Kruse. "Bei so einem langen Planungszeitraum schon gleich am Anfang ins Hintertreffen zu geraten ist unverständlich." Dieses sei ein typisches Beispiel dafür, dass in Verkehrsfragen nicht mit dem nötigen Nachdruck gehandelt wird. "Der norddeutsche Groß- und Außenhandel erwartet, dass nicht nur Sonntagsreden gehalten werden, sondern mit aller Kraft die Verkehrsprobleme im Norden angegangen werden."

Die beiden großen Schleusen in Brunsbüttel sind 100 Jahre alt. Seit 2010 gibt es das Baurecht für eine weitere Schleusenkammer. Der Neubau wird nach bisherigen Schätzungen voraussichtlich 540 Millionen Euro kosten. Es handelt sich damit um den derzeit größten deutschen Wasserstraßenbau. Lange Zeit wurde um die Finanzierung gerungen. Im Februar 2014 erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dann, dass ab 2020 Schiffe die neue Schleuse in Brunsbüttel passieren sollen. Darauf setzt die Hafenwirtschaft jetzt.

 http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article206727971/Nord-Ostsee-Kanal-noch-spaeter-fertig.html

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Hamburg/Kiel Nord-Ostsee-Kanal noch später fertig?

Von Martin Kopp

Bauarbeiten an fünfter Schleusenkammer verzögern sich. Hamburg fürchtet Ladungsverlust an Rotterdam. Hafenwirtschaft übt scharfe Kritik

Hamburg/Kiel. Hamburgs maritime Wirtschaft schaut mit Sorge nach Schleswig-Holstein. Auslöser sind Meldungen, wonach es neue Verzögerungen bei der Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals gibt. In Brunsbüttel sind nämlich die Bauarbeiten für die fünfte Schleusenkammer des Kanals ins Stocken geraten.

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Nord-Ostsee-Kanal: Haushaltsausschuss stellt weitere wichtige Weiche für den Ausbau

Instandsetzungsdock in Brunsbüttel Meilenstein für zukünftige Betriebssicherheit des Kanals – Vier weitere Ingenieursstellen werden geschaffen Nach der Mittelzuweisung für den Bau und Betrieb eines Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel Mitte Oktober hat der Haushaltsausschuss des Bundestages in der vergangenen Woche nun vier zusätzliche Ingenieursstellen zur Planungsbeschleunigung bewilligt. Die Initiative Kiel-Canal freut sich über den Erfolg dieses beharrlichen Eintretens für einen zukunftsfähigen Nord-Ostsee-Kanal.
“Mit dieser Entscheidung ist der Bau des dringend notwendigen Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel näher gerückt”, freut sich Jens Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal e.V., über die Entscheidung des Haushaltsausschusses. Die vier zusätzlichen Planstellen für Ingenieure sollen die Planungen sowohl zum Bau des Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel als auch zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals insgesamt beschleunigen. Mehr als 20 Mio. Euro für neues Dock  Bereits Mitte Oktober hatte der Haushaltsausschuss den Weg für den Bau eines neuen Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel grundsätzlich freigemacht. Insgesamt 21 Millionen Euro wurden seinerzeit für die Bereitstellung des Docks einschließlich des dafür nötigen Personals bewilligt. “Mit dieser Entscheidung wird die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in einigen Jahren in Brunsbüttel wieder selbst Schleusentore warten und bei Bedarf reparieren können”, erläutert dazu Jens B. Knudsen, “das ist kostengünstiger und geht vor allem schneller als die in den letzten Jahren notwendige Auftragsvergabe an Werften”. Bis das neue Dock gebaut und betriebsbereit ist, werden zwar noch mehrere Jahre vergehen. Dann jedoch, dessen ist sich die Initiative Kiel-Canal sicher, wird es ein wichtiges zusätzliches Argument für die Nutzung des Nord-Ostsee-Kanals darstellen: “Durch die Erledigung notwendiger Wartungs- und Reparaturmaßnahmen vor Ort werden sich die Sperr- und Ausfallzeiten der Schleusen deutlich verkürzen. Die Verlässlichkeit des Kanals wird damit erhöht, und das ist für die Kanalkunden nun einmal das wichtigste”, so Jens B. Knudsen. IKC-Arbeit für den Nord-Ostsee-Kanal trägt Früchte Die jüngste Entscheidung des Haushaltsausschusses ist ein weiterer wichtiger Erfolg für die Initiative Kiel-Canal e.V., die sich seit mittlerweile drei Jahren als Interessenvertretung und Sprachrohr des Kanals versteht. Zahlreiche Hintergrundgespräche mit Bundespolitikern und Verbandsvertretern hätten Früchte getragen, meint Jens B. Knudsen: “Wir haben das Thema in den wichtigen Köpfen verankern können. Früher wurde der Kanal vielfach als regionales schleswig-holsteinisches Interesse interpretiert, heute dagegen steht auch die Bundespolitik geschlossen hinter ihm”. Die Bundesregierung, so lobt Knudsen, lasse ihrem Bekenntnis zu einer umfassenden Modernisierung des Kanals gezielt und strukturiert Taten folgen: “Das Votum für Brunsbüttels neues Reparaturdock ist ein weiterer Beleg dafür. Vor wenigen Jahren war ich im Hinblick auf die Perspektiven unseres NOK noch sehr skeptischer. Jetzt scheint die Herkulesaufgabe einer umfassenden Modernisierung bis Ende des 2020er Jahre machbar”.
Planung seit 2009 Umsetzung vielleicht 2019 Finazierung steht
Brunsbüttel
Kommt jetzt Bewegung in die Realisierung des seit langem geplanten Docks für die Instandsetzung von Schleusentoren in Brunsbüttel? Der CDU-Bundestagsabgeordnete für Steinburg und Dithmarschen-Süd, Mark Helfrich verkündet zumindest eine wichtige Entscheidung: „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die für den Bau des Torinstandsetzungsdocks in Brunsbüttel erforderlichen vier neuen Planstellen für Ingenieure, Bauaufseher und Techniker bewilligt.“ Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Norbert Brackmann, der Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages ist, habe er sich seit Monaten intensiv um die Realisierung dieses für einen funktionsfähigen Nord-Ostsee-Kanal wichtigen Vorhabens bemüht. Bereits im Oktober wurden 21 Millionen Euro für den Bau des Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel durch den Haushaltsauschuss bereit gestellt. Das Dock soll bei defekten Toren den bislang weiten Transport in Reparaturwerften überflüssig machen. Es war Bestandteil der Ausschreibung für den Bau der dritten großen Schleuse in Brunsbüttel. Dann fehlten jedoch die finanziellen Mittel. „Die Realisierung sollte jetzt so schnell wie möglich in Angriff genommen werden“, so Helfrich.
rp
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne