Brunsbüttel Schleuse Holtenau NOK

Eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte hat Hamburg am frühen Freitagmorgen getroffen. Der Scheitel erreichte die Hansestadt gegen 6.15 Uhr mit einem Wasserstand von 6,09 Metern über Normalnull (NN) und damit fast vier Meter über dem Mittleren Hochwasser.
Von 17.20 Uhr an ist dann auch der Nord-Ostsee-Kanal geschlossen. Wegen des extremen Hochwassers wurden die Schleusen in Brunsbüttel und in Kiel Holtenau bis auf Weiteres gesperrt. Die Schleusen des Kanals haben bei Sturmflut die Funktion von Deichen und werden ab einem Wasserstand von acht Metern geschlossen.
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal entscheidet jeder Fährkapitän allein, wann er den Betrieb wegen zu hoher Wellen einstellt, so die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Claudia Thoma. Steigt das Wasser über 2,50 Meter über Normalnull an, werden die kleinen Schleusen in Brunsbüttel geschlossen, ab drei Meter auch die großen, dann geht auf dem Kanal nichts mehr.
mehr

Warum die Deutschen langsamer bauen als die Belgier? NOK – Schelde Deurganckdok-Schleuse

Bis 2016 bekommt der Hafen von Antwerpen die größte Seeschleuse der Welt: 500 Meter lang, 68 Metern breit, Bauzeit fünf Jahre. Warum brauchen die Deutschen für den Bau einen kleineren Schleuse – die 5. Kammer in Brunsbüttel soll 310 Meter lang und 42 breit werden – zwei Jahre länger als die Belgier? Das wollten Norddeutsche Reeder bei einem Treffen am Mittwoch in Kiel vom Chef der Wasser- und Schifffahrtsdirektion wissen. Hans-Heinrich Witte hatte eine plausible Antwort: „Neben der neuen Schleuse in Brunsbüttel stehen zwei altersschwache Schleusen, die während der Bauzeit betriebsbereit bleiben sollen, damit der Verkehr auf dem Kanal nicht zum erliegen kommt“ mehr