Nur zwei Prozent aller Stahlboxen aus dem Hamburger Hafen werden mit dem Binnenschiff ins Hinterland gebracht

Jahrestagung des Bundesverband der Öffentlichen Binnenhäfen (BÖB) in Hamburg
22. Sep 2014 — Der Bundesverband der Öffentlichen Binnenhäfen (BÖB) hat mit seiner Jahrestagung 2014 in Hamburg ein deutliches Signal für die deutschen Seehäfen gesetzt.
Politik haben beim Elbschifffahrtstag 2014 in Magdeburg die Bundesregierung aufgefordert, ein Konzept für den Unterhalt der Mittel- und Oberelbe zu erarbeiten, das umweltverträglich und kosteneffizient ist und die zugesicherte Fahrrinnentiefe langfristig garantiert. „Ebenso müssen beim Gesamtkonzept der Bundesregierung die Elbe, ihre schiffbaren Nebenflüsse und die angrenzenden Kanäle (Elbe-Seiten-Kanal und Elbe-Lübeck-Kanal) als kommunizierendes Binnenwasserstraßennetz und nicht voneinander losgelöst betrachtet werden. Jede dieser Binnenwasserstraßen hat in der Einzelbetrachtung ihre eigenen Vor- und Nachteile und kann nicht durch eine andere Wasserstraße substituiert werden“, betonte Peter Plewa, Vorstandsvorsitzender der Elbe Allianz e.V. und Geschäftsführer der POLZUG Intermodal GmbH. Damit spricht sich der Elbschifffahrtstag 2014 gegen die Forderung „entweder Ausbau des Elbe-Seitenkanals, oder der Elbe“ aus.
Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH, ergänzt: „Das Hafenkonzept zeigt gezielt Wachstumschancen und Bedarfsfelder in sechs maritimen Clustern auf. Der Politik ist es eine strategische Entscheidungshilfe, um nach Wirtschaftlichkeitsaspekten zu fördern und zu handeln. Wir setzen darauf, dass auch die Bundespolitik diesen Stellenwert erkennt und entsprechend der bundesweiten Bedeutung unserer Häfen handelt.“ Schon heute ist der Hafenstandort Schleswig-Holstein mit über 50 Millionen Tonnen Ladung, 15 Millionen Passagieren und rund 50.000 Arbeitsplätzen von hoher nationaler und internationaler Bedeutung und hat sich mit kontinuierlichem Wachstum nach Hamburg und Bremen zum bundesweit drittgrößten Hafenstandort entwickelt.
Nur zwei Prozent aller Stahlboxen aus dem Hamburger Hafen werden mit dem Binnenschiff ins Hinterland gebracht – obwohl der Transport als besonders umweltfreundlich gilt. Ein Report von Bord. mehr

Seewirtschaft : Schleusung durch ein Nadelöhr

Fingerspitzengefühl war heute bei zwei Schlepperkapitänen in Kiel gefragt. Am Vormittag bugsierten sie einen Stahlkoloss aus dem Dock von German Naval Yards. Fünfeinhalb Stockwerke oder 20 Meter hoch ist die Wohnplattform für die Arbeiter des Offshore-Windparks „DanTysk“ – und damit extrem windanfällig. Die rund 2.500 Tonnen schwere Plattform wird nach Angaben des Auftraggebers Vattenfall nach Emden geschleppt. Bei der Abnahme hatte es vor einigen Monaten Probleme geben. Laut Energiekonzern Vattenfall soll die Plattform in Emden fertiggestellt und dann vermutlich im Frühsommer 2016 im Windpark „DanTysk“, 70 Kilometer westlich der Nordseeinsel Sylt, aufgestellt werden. mehr