Antwerpen überholt Hamburg beim Containerumschlag

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29. IAPH Welthafenkonferenz: Hamburg Port Authority zieht positive Bilanz
Montag, der 8.Juni 2015
29. IAPH Welthafenkonferenz: Hamburg Port Authority zieht positive BilanzHamburg: Mehr als 900 Gäste diskutierten fünf Tage lang im Congress Center Hamburg (CCH) über die Zukunft der internationalen Häfen und intelligente Konzepte. Impulse kamen dabei nicht nur aus der Hafenwirtschaft, sondern unter anderem auch aus den Bereichen Luftfahrt, Zukunftsforschung, Politik und Wissenschaft. So präsentierte Olaf Merk, Administrator Ports and Shipping beim International Transport Forum der OECD eine Studie zu den Auswirkungen der Mega-Schiffe und unterstrich in seinem Vortrag, dass die Einsparungen durch immer größere Containerschiffe zurückgehen, während gleichzeitig die Kosten, die beim Abtransport und im Hinterland entstehend, größer werden. Gerd Leonhard, Futurist, Autor und CEO von The Futures Agency sprach über die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Schifffahrt, Häfen und maritime Industrie 2030. Neben intelligenten Lösungen für Verkehrs- und Warenflüsse im Hafen oder der Vereinbarkeit von Umwelt und Hafenwirtschaft waren auch rechtliche Fragen in Bezug auf die Hafenwirtschaft, Chancen für und durch die Kreuzschifffahrt sowie das Thema Clean Air Gegenstand der Diskussionen und Gespräche. Bei verschiedenen Exkursionen durch den Hamburger Hafen konnten die Gäste am Freitag verschiedene Projekte der Hamburg Port Authority (HPA) und ihrer Partner vor Ort besichtigen und sich so ganz persönlich ein Bild vom smartPORT machen. „smartPORT ist mehr als nur ein Wort – es ist eine langfristige Strategie mit konkreten Projekten. Unser Ziel bei dieser Konferenz war, unseren Gästen nicht nur Visionen aufzuzeigen, sondern ganz konkrete Projekte zu präsentieren. In den vielen Gesprächen, die ich auf der Konferenz geführt habe, ist mir bestätigt worden, dass uns dies gelungen ist“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA. „Wir freuen uns über die vielen Teilnehmer, die unserer Einladung gefolgt und zur Welthafenkonferenz nach Hamburg gekommen sind. Die fünf Tage waren gefüllt mit spannenden Diskussionen, vielen neue Eindrucken und regem Austausch“, sagt Sabine Stüben, Conference Vice President IAPH 2015 und Leiterin Marketing & Kommunikation bei der HPA. Ein buntes Abendprogramm sorgte für den Rahmen der Konferenz. Nach dem Empfang im Hamburger Rathaus und einem anschließenden Dinner in der Handelskammer am Montag, folgte am Dienstagabend eine Reise in die maritime Vergangenheit. Beim Dinner im Internationalen Maritimen Museum hatten die Gäste sogar die Gelegenheit, am Simulator einmal selbst Kapitän auf einem Containerschiff zu sein. Am Mittwochabend präsentierte sich Bali als Gastgeber der kommenden 30. IAPH Welthafenkonferenz 2017. Den Balinesen gelang es, auf der „Bali Night“ im Beach Center Hamburg das Flair ihrer Insel in die Hansestadt zu bringen. Ein festliches Galadinner in der Fischauktionshalle bildete am Donnerstagabend den Abschluss der 29. IAPH Welthafenkonferenz. (Pressemeldung vom 08.06.2015)
Große Containerschiffe: In den Häfen wird es eng
Immer länger, breiter, höher: OECD warnt vor ungebremstem Wachstum der Container-Carrier
Hamburg
Es ist das größte Problem des Hamburger Hafens – seit gestern wissen die Verantwortlichen, dass sie damit nicht allein stehen: Weltweit bringt das rasante Wachstum des Containerhandels und der Schiffsgrößen Häfen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das besagt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die gestern zum Auftakt der Welthafenkonferenz im Hamburger CCH vorgestellt wurde. „Die meisten Häfen leiden darunter, dass sie ihre Zufahrten ausbaggern müssen“, sagte Grant Gilfillan, Präsident der Welthafenkonferenz. So auch Hamburg, das seit Jahren um eine neuerliche Ausbaggerung der Elbfahrrinne kämpft, damit die immer gigantischeren Containerfrachter auch weiterhin die Kais an der Elbe erreichen können. Containerschiffe sind in den vergangenen Jahren schier unaufhaltsam immer länger und breiter geworden. Die derzeit größten Exemplare messen vom Bug zum Heck 400 Meter und tragen 19 000 Standardstahlboxen (TEU). Frachter mit einer Kapazität von 21 000 TEU sind bereits bestellt uns dürften bis 2017 auf Fahrt gehen. An den Knotenpunkten des maritimen Welthandels erfordert dies ein pausenloses Nachrüsten der Infrastruktur. Entsprechend verfolgten die Welthäfen die Entwicklung „mit gemischten Gefühlen“, wie Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) erklärte. Deutschlands größter Hafen und seine Unternehmen reagieren darauf laut Horch unter anderem mit der Vergrößerung von Drehkreisen vor den Terminals, der Anschaffung immer mächtigerer Containerbrücken und der Bereitstellung immer größerer Abstellflächen für die Containergebirge. Und: Die Megacarrier sorgen auch für Mega-Engpässe bei den Hinterlandanbindungen. Horch: „Ein einziges 18 000-TEU-Schiff erfordert für den Abtransport der Container sechs Feeder-Schiffe, 55 Züge und 2600 Trucks.“ Der Senator betonte, Hamburg tue alles, was in seiner Kraft stehe, um des internationalen Trends gerecht zu werden. Zugleich rief Horch aber zu einer offenen Diskussion darüber auf, ob diese Entwicklung sich auf Dauer so fortsetzen könne. Der australische IAPH-Chef Gilffian forderte, dass nicht mehr die Reedereien das Wachstumstempo diktieren dürfen, sondern die Hafenbetreiber mitreden sollten. Laut OECD-Studie könnte das Größenwachstum auf den Meeren auch aus anderen Gründen an sein Ende kommen. Die wirtschaftlichen Vorteile riesiger Containerschiffe seien geringer als angenommen und nähmen immer weiter ab, schrieben die Autoren. Rund 60 Prozent der Kosteneinsparungen bei Großschiffen würden durch modernere Motoren erreicht, nicht durch die Größe, sagte Olaf Merk, bei der OECD zuständig für Häfen und Schiffe. „Wir sind dicht dran an dem Punkt, an dem größere Schiffe keinen Sinn mehr ergeben. Oder wir haben ihn bereits überschritten.“ Etwa 900 Vertreter von Hafenbehörden, Verbänden und Unternehmen aus aller Welt diskutieren diese und andere Fragen noch bis zum Freitag in Hamburg.
Markus Lorenz
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Häfen der Zukunft: Experten aus aller Welt beraten in Hamburg
Hamburg
Der Hafen des 21. Jahrhunderts – er ist intelligent, effizient, digital und grüner denn je. Diesen Megatrend will zumindest Hamburg als Gastgeber der Welthafenkonferenz Experten von allen fünf Kontinenten präsentieren. Von heute an bis Donnerstag kommen an der Elbe 700 Hafendirektoren und Verkehrsexperten zusammen, um die Zukunft der Häfen als Knotenpunkten der Weltwirtschaft zu beraten. Die Hansestadt ist zum zweiten Mal nach 1985 Gastgeber der Konferenz des Hafenverbandes IAPH (International Association of Ports and Harbours), die alle zwei Jahre stattfindet. „Wir wollen unseren Gästen innovative Projekte zum Anfassen zeigen“, sagt Jens Meier, der Chef der Hamburger Hafenbehörde HPA. Das Motto des Treffens lautet Smart Port (intelligenter Hafen). Und der soll vor allem durch den Einsatz von IT in der Verkehrslenkung Staus, Engpässe und Abgase vermeiden und dabei auch Energie einsparen. Beispielhaft wird Meier den Vertretern der weltweit führenden Häfen eine Ampel am Kattwykdamm im südlichen Hafengebiet vorführen. Es handele sich um die erste „intelligente“ Lichtzeichenanlage des Hafens, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bei deren Freischaltung am vergangenen Donnerstag (wir berichteten). Äußerlich ist es eine Ampel wie jede andere, das Innovative steckt in der angegliederten Steuereinheit. Die verarbeitet diverse Daten von Fahrzeugen, Verkehrszentralen und Fußgängern so, dass sich die Rot- und Grünphasen vollständig dem Bedarf anpassen lassen. Stockende Verkehrs- und Warenströme zählen zu den größten Herausforderungen aller großen Häfen weltweit. Bei weiter zunehmenden Containertransporten sei es auch für Hamburg von zentraler Bedeutung, auf begrenztem Raum immer mehr Verkehr reibungslos abfertigen zu können, heißt es bei den Konferenz-Machern von der HPA. Dazu knüpft die Stadt ein immer engeres Datennetz zur Abwicklung von Schiffsanläufen, Lkw-Fuhren, Eisenbahntransporten, aber auch zur Abstimmung mit Reedern, Umschlagterminals und Spediteuren. In Echtzeit und bedarfsgerecht sollen alle Player an den Kais informiert und gelenkt werden, so das Ideal. Es gilt: Je „klüger“ die Infrastruktur, desto wettbewerbsfähiger der Standort. Zweites zentrales Thema ist der Umweltschutz in Häfen, bei dem sich die Hansestadt ebenfalls als Vorreiter sieht. So wurde am Sonnabend in Hamburg erstmals ein Kreuzfahrtschiff von einer Flüssiggas (LNG)-Barge aus mit Strom versorgt. Kreuzfahrer können dann ihre Hilfsdieselmotoren abstellen und ersparen der Umwelt etliches an Luftschadstoffen.
Markus Lorenz
hhm-qpg1-2015-16zu9 http://www.eurotransport.de/news/hamburger-containerhafen-vollautomatisch-im-fluss-6637989.html Copyright eurotransport
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Hamburger Containerhafen Vollautomatisch im Fluss

Am Hamburger Containerhafen sollen die Verkehrsträger effizienter verknüpft werden. Smart Port Logistik heißt das Projekt und das Ziel.

Dieses Jahr feiert der Hamburger Hafen ein besonderes Jubiläum – die Hafenbahn wird 150 Jahre alt. In Zeiten von SPL 1.0 (Smart Port Logistics) und der damit einhergehenden digitalen Vernetzung von Verkehrsträgern kommt sie nicht wie die gute alte Emma aus der Augsburger Puppenkiste daher, eher wie eine Future.E Lok. Kein anderes Verkehrsmittel ist so international verbunden wie der Hafen 950 Häfen in 178 Ländern werden von Hamburg aus angesteuert. International ist denn auch die: Pre-Port-Management, Slot-Buchung und Apps halten mit der ständigen Steigerung der Containertransporte Einzug im Hafen. Die Hamburg Port Authority (HPA), quasi das Verkehrsministerium des Hafens, erweitert, verändert und automatisiert die Prozesse rund um die vier großen Containerterminals mit ihren rund zehn Millionen Umschlägen pro Jahr laufend. 200 Langzüge starten jährlich vom Hafen ins Hinterland, 15.000 Lkw laden dort ihre Ware ab. Trotz vieler Bemühungen bricht das Verkehrsnetz rund um die 7.200 Hektar große Anlage zu Spitzenzeiten teils unter der Last zusammen. Was hilft?

Projekt Smart Port

Vor zwei Jahren hat die Hafenbehörde das Projekt Smart Port gestartet, mit der Logistik als zentralem Baustein. "Für die Attraktivität des Hafens ist die Logistik entscheidend", sagt Hermann Grünfeld. Als "Hafenstratege Verkehrsinfrastruktur" der HPA will er alles im Fluss halten mit über vollautomatnische Prozessen zur Verkehrssteuerung. Effizienzsteigerung lautet das erklärte Ziel der smarten Strategen. Bis zum Jahr 2030 rechnet der Hamburger Hafen zwar mit einer geringeren Umschlagssteigerung als bisher, in Summe aber immerhin mit 18,6 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer (TEU) pro Jahr, was nahezu einer Verdoppelung des aktuellen Containerumschlags von 9,7 Millionen TEU entspräche (2014). Damit einher geht mehr Lkw-Verkehr und eine größere Nachfrage nach Parkflächen. Mit einer intensiveren Auslastung über die Tageszeit hinweg will Grünfeld den Schatz heben – 35 Prozent freie Kapazitäten hat er auf den 130 Kilometern Hafenstraße entdeckt. Gesteuert werden alle Hafenverkehre digital über stationären Messstellen mit Induktivschleifen, 300 Sensoren,  Videodetektion und Bluetooth. Die Infrastruktur ist virtuell abgebildet, die Leitstände aller Verkehrsträger Straße, Schiene und Schiff sind miteinander verbunden und fügen außerdem externe Verkehrsdaten hinzu. Genutzt werden die Infos zum Management der Hafenstraßen, etwa via LED-Anzeigetafeln. Doch es geht noch mehr.

Parkraummanagement per App

Im Rahmen des Parkraummanagements hat die Hamburg Port Authority (HPA) für den Schwerverkehr eine App entwickelt (smartPORT logistics), über die sich Lkw-Fahrer künftig freie Parkplätze reservieren können. Jeder Lkw, der den Hafen ansteuert, braucht schließlich einen zugewiesenen Platz, sonst blockiert er andere. Über die App smartPort mit Navi und Routenplanung erhalten Lkw-Fahrer und Disponenten neuerdings Infos zu Verkehr, Auftragslage und der Situation im Containerterminal direkt auf den eigenen Bildschirm und können idealerweise so ihre eigene Tourenplanung optimieren. Das Suchen und Buchen freier Parkplätze ist damit ebenso möglich wie das Nutzen eines digitalen Tachographen. Das System SPL vergibt Slots, zu denen Container abgeladen werden können. Verpasst ein Lkw sein Zeitfenster, kann der Fahrer über einen PrePort-Parkplatz in der Kolonne parken und ein neues Slot buchen. Den Staus ein Ende, lautet das Motto. Wer sich das System selbst ansehen will, kann im Rahmen der 29. IAPH World Ports Conference eine begleitete Hafentour mitmachen. Die Konferenz, die jedes Jahr in einem anderen internationalen Hafen anlegt, lädt heuer vom 1. bis 5. Juni 2015 nach Hamburg ein.

Mehr Seegüterumschlag für den Hamburger Hafen im ersten Quartal

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Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2015 einen Gesamtumschlag von 35,6 Millionen Tonnen (+0,1 Prozent). Die stärksten Wachstumsträger waren der Massengutumschlag mit 11,7 Millionen Tonnen (+12,3 Prozent) und der Containertransport im Seehafenhinterlandverkehr auf der Schiene mit 602.000 TEU (+11,1 Prozent).

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http://hafen-hamburg.de/de/news/mehr-seegueterumschlag-fuer-den-hamburger-hafen-im-ersten-quartal---34148

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Mehr Seegüterumschlag für den Hamburger Hafen im ersten Quartal

Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2015 einen Gesamtumschlag von 35,6 Millionen Tonnen (+0,1 Prozent). Die stärksten Wachstumsträger waren der Massengutumschlag mit 11,7 Millionen Tonnen (+12,3 Prozent) und der Containertransport im Seehafenhinterlandverkehr auf der Schiene mit 602.000 TEU (+11,1 Prozent).

„Mit der Entwicklung im Seegüterumschlag im ersten Quartal 2015 können wir insgesamt zufrieden sein. Auch wenn ein leichter Rückgang beim Stückgutumschlag mit 23,9 Millionen Tonnen (-4,9 Prozent) die Freude etwas dämpfte, ist es das bisher beste erste Quartal in der Hafengeschichte“, betont Hafen Hamburg Marketing Vorstand Axel Mattern auf dem Quartalspressegespräch des Marketingvereins.

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article141094255/Antwerpen-ueberholt-Hamburg-beim-Containerumschlag.html

Hafen

18.05.15
http://www.nok21.de/2015/04/26/warum-die-deutschen-langsamer-bauen-als-die-belgier/

Antwerpen überholt Hamburg beim Containerumschlag

Die Belgier haben kräftig investiert. Nun zieht auch noch Rotterdam den Transport auf Feederschiffen ab. Und der Handel mit Russland schwächelt. Alles andere als ein guter Start ins Jahr.

Von Korrespondent

http://www.abendblatt.de/hamburg/article205323369/Russland-Krise-schwaecht-den-Hamburger-Hafen.html

Sie stehen an der Spitze von Hafen Hamburg Marketing; Ingo Egloff (links) und Axel Mattern

Copyright Abendblatt

Hamburg.  Hamburg ist ein Universalhafen. Diese Tatsache hebt der Marketing Vorstand des Hafens, Axel Mattern in diesen Tagen gerne hervor. Mit gutem Grund: Der Universalhafen sorgt nämlich dafür, dass die Umschlagbilanz für die ersten drei Monate nicht desaströs ausfällt.

Der Containerumschlag, auf den der Hamburger Hafen gern reduziert wird, ist nämlich abgesackt. Von Januar bis März wurden nur 2,3 Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikante gehievt. Das sind 2,3 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich.

Dass der Seegüterumschlag insgesamt noch mit einem minimalem Plus von 0,1 Prozent davonkam, verdankt der Hafen einem höheren Massengutaufkommen, dessen Anstieg um 12,3 Prozent auf 11,7 Millionen Tonnen den Rückgang beim Containerverkehr wettgemacht hat. Dank dieser Zunahme hat Hamburg in den ersten drei Monaten insgesamt 35,6 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen. Genau darin liegt die Stärke des Hamburger Hafens, wie Mattern derzeit gern betont: Im Universalhafen werden nicht nur Container, sondern eben alle Arten von Gütern umgeschlagen, wie Stückgut, Flüssigladung oder Greifergut. Das minimiert das Risiko, wenn eine Umschlagsparte schwächelt.

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Das erhoffte Rekordergebnis von zehn Millionen TEU wird in diesem Jahr wahrscheinlich nicht erreicht.
Ingo Egloff, Vorstand Hafen-Marketing https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Hafen-Daempfer-durch-Russland-Handel,hafen1088.html Copyright NDR
Stand: 18.05.2015 12:11 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.

Hamburger Hafen: Dämpfer durch Russland-Handel

Container werden auf dem HHLA-Terminal in Altenwerder im Hamburger Hafen umgeschlagen. © dpa Fotograf: Christian Charisius
Rückschlag für den Hamburger Hafen: Der Handel mit Russland brach im ersten Quartal ein.
Der Umschlag im Hamburger Hafen ist seit Jahresbeginn nur noch leicht gewachsen. Der Gesamtumschlag betrug von Januar bis März 35,6 Millionen Tonnen (plus 0,1 Prozent). Anders als die Konkurrenten Rotterdam und Antwerpen musste die Hansestadt beim Containerumschlag sogar ein Minus hinnehmen, wie NDR 90,3 am Montag berichtete.

Nur noch auf Platz drei in Nordeuropa

Rund 2,3 Millionen Container sind im Hamburger Hafen im ersten Quartal diese Jahres verladen worden, das sind 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Häfen im niederländischen Rotterdam und im belgischen Antwerpen freuen sich dagegen über starke Zuwächse von mehr als sieben Prozent. Hamburg rutscht damit auf den dritten Platz unter den nordeuropäischen Häfen ab.

Einbruch im Russland-Verkehr

Besonders stark hat die Hansestadt unter den Russland-Sanktionen und der Wirtschaftskrise dort zu leiden. Ingo Egloff, Vorstand bei Hafen Hamburg Marketing, sagte NDR 90,3: "Wir haben im Russland-Verkehr einen Einbruch von 34.8 Prozent gehabt. Das ist natürlich eine Hausnummer." Russland ist nach China der zweitwichtigste Handelspartner für den Hamburger Hafen.

Konkurrenten werden stärker

Hamburger Hafen legt Umschlagszahlen vor

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hamburger-Hafen-legt-Umschlagszahlen-vor-4343641 Copyright Finanzen HAMBURG (dpa-AFX) - Die Marketingorganisation des Hamburger Hafens legt am Montag die Umschlagszahlen für das erste Quartal vor. Die Branche darf gespannt sein, denn der größte Hafenkonzern HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) hat bereits einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 1,7 Millionen Standardcontainer (TEU) im Containerumschlag im Berichtszeitraum gemeldet. 2014 war der Containerumschlag in Hamburg um 5,1 Prozent auf 9,7 Millionen TEU gestiegen. Insgesamt wurden so viele Güter be- und entladen wie noch nie.
Die Zahl der Großschiffe, die in Hamburg festmachen, nimmt nach Angaben von Hafen Hamburg zu. 2014 hätten die Elbe- und Hafenlotsen fast 1000 Schiffe mit einer Länge von mehr als 330 Metern an die Terminals gebracht./akp/DP/zb
Audio
Viele Container stehen auf dem HHLA-Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen. © dpa Fotograf: Christian Charisius
01:07 min

Hamburger Hafen nur noch Dritter in Nordeuropa

18.05.2015 12:00 Uhr
NDR 90,3
Hamburg ist nicht mehr der zweitgrößte Containerhafen Nordeuropas. Beim Umschlag hat die Hansestadt gegenüber den Konkurrenten Rotterdam und Antwerpen Marktanteile eingebüßt. Audio (01:07 min)
Konkurrent Rotterdam hat mit seinem neuen Hafenteil Maasvlakte 2 seine Umschlagskapazität in den letzten Wochen massiv gesteigert. Einige Zubringer-Linien, die sogenannten Feeder-Dienste, sind von Hamburg nach Rotterdam abgeworben worden, so Egloff. "Aber das ist ein Geschäft, das ständig läuft. Es kann sein, dass die übermorgen schon wieder da sind." Anders als beim Containerumschlag kann der Hamburger Hafen in anderen Bereichen zulegen. So wurde etwa deutlich mehr Getreide über die Hansestadt exportiert - und mehr Kohle importiert. Bis zum Jahresende rechnet der Hafen insgesamt mit einem leichten Plus beim Warenumschlag. Das erhoffte Rekordergebnis im Containerumschlag von zehn Millionen Standardcontainern werde in diesem Jahr aber wahrscheinlich nicht erreicht, so Egloff.
Welt
Das erhoffte Rekordergebnis von zehn Millionen TEU wird in diesem Jahr

Die Revierfahrt auf der Schelde zum Hafen von Antwerpen ist ähnlich malerisch wie eine Fahrt auf der Elbe nach Hamburg. Die lange Strecke auf beiden Flüssen verbindet den belgischen mit dem norddeutschen Seehafen: Die Lage im Landesinneren ist zwar mit einer mehrstündigen Flussfahrt verbunden. Für die Verteilung der Waren in das Hinterland ist es aber ein Vorteil, weil die Wege zu den Abnehmern in den Städten kürzer sind. Damit hört die Gemeinsamkeit aber schon auf: Denn Hamburg und Antwerpen sind mit ihren Häfen im Tagesgeschäft harte Konkurrenten. Und in diesem Konkurrenzkampf hat sich das Blatt gerade zu Gunsten der Belgier gewendet.

Denn in den ersten drei Monaten des neuen Jahres hat Antwerpen den Nachbarn Hamburg im wichtigen Containerumschlag überholt und auf Platz drei der Nordseehäfen verdrängt: Rotterdam, Antwerpen, Hamburg lautet die aktuelle Rangliste der größten Häfen. Auch wenn der Abstand nicht groß ist: Der Hafen Hamburg hat von Januar bis März 2015 knapp 2,3 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit, 20-Fuß-Einheit) umgeschlagen. In Antwerpen waren es zwar nur rund 50.000 Container mehr, aber das hat zur Überrundung ausgereicht. Der größte Containerhafen Rotterdam wiederum kam auf 3,1 Millionen TEU.

Hafen verliert Marktanteile in Nordeuropa

Wichtig ist jedoch der Trend: Während Antwerpen um zehn Prozent und Rotterdam um acht Prozent zulegten, hat Hamburg gut zwei Prozent im Containerumschlag verloren. Nun sind Prozentzahlen noch keine Nachricht, vielmehr geht es um die Tendenz, und die ist für Hamburg nicht günstig. Der Hafen verliert Marktanteile in Nordeuropa, von fast 27 Prozent ist er auf gut 25 Prozent abgesackt.

Das liegt an der harten Konkurrenz, aber auch an hausgemachten Problemen. Die Widersacher investieren mehr Geld: Bis zum Jahr 2021 werden in Antwerpen die Kaianlagen und Umschlagskapazitäten um rund fünf Millionen TEU erweitert, 660 Millionen Euro investiert die dortige Port Authority. Theoretisch können die Kaimauern auf einem Areal von 1000 Hektar um bis zu vier Kilometer verlängert werden. In Rotterdam wiederum wird gerade der Ausbau des Gebietes Maasvlakte 2 für rund drei Milliarden Euro in Betrieb genommen.

Reedereien nehmen längere Seewege in Kauf

Die Kapazitäten des Containerhafens werden dadurch verdreifacht. In Hamburg mühen sich die Terminalbetreiber ab, die bestehenden Kapazitäten erst einmal auszulasten. Doch es gibt mehrere Gründe für die aktuelle Entwicklung: Derzeit ist der Treibstoff für Frachtschiffe, Bunker genannt, um die Hälfte günstiger als noch vor einem Jahr. Große Reedereien nehmen deshalb für die Verteilung der Container von den großen Nordseehäfen in andere Häfen längere Seewege in Kauf. Das wiederum führt dazu, dass Hamburg etliche dieser so genannten Feeder-Transporte in Richtung Ostseehäfen an Rotterdam verliert. An Schiffskapazität herrscht kein Mangel: Reeder schicken ihre Schiffe um den Skagerrak herum und meiden den Nord-Ostsee-Kanal – der sowieso zu einer Dauerbaustelle geworden ist.

http://www.welt.de/videos/article138138399/Hier-faehrt-das-groesste-Container-Schiff-der-Welt.html

Sie ist selbst unter den großen Schiffen ein Riese: Die MSC Oscar fasst 19.224 Containereinheiten und hält damit den Rekord. Auf ihrer Jungfernfahrt kann man sie auch in Deutschland beobachten. Quelle: Die Welt

Auch die Schwäche der Exportwirtschaft Chinas spielt eine Rolle: Der wichtige Handelspartner des Hamburger Hafens hat in den ersten drei Monaten deutlich weniger Schiffe hierher geschickt. Und schließlich wirken sich die Wirtschaftssanktionen gegen Russland spürbar aus: Im ersten Quartal 2015 ist der Containerverkehr zwischen Hamburg und den russischen Häfen um rund ein Drittel eingebrochen. Russische Kunden bestellen weniger Waren in Deutschland, weil der Kurs des Rubels abgesackt ist und damit den Einkauf verteuert. Ende Juli wird die Europäische Union entscheiden, ob die Sanktionen verlängert werden. Wie viel des Geschäftes mit Russland auf lange Sicht für den Hamburger Hafen zurückkommen wird, bleibt derzeit offen.

Massengüter im Wachstumsbereich

Bei der Vorstellung der Quartalszahlen des Hamburger Hafens hörte sich das Fazit so an: "Wir sehen die Lage heute etwas skeptischer", sagte Axel Mattern, Vorstand bei Hamburg Hafen Marketing. Zum Jahresanfang war noch die Marke von zehn Millionen Containern als Prognose ausgegeben worden. "Für das Jahr 2015 werden wir das so nicht erreichen", sagte Mattern. Im Gesamtjahr 2014 kam Hamburg auf einen Umschlag von 9,7 Millionen TEU.

Für das komplette Bild ist noch der Gesamtumschlag der drei Seehäfen wichtig: Von Januar bis März 2015 hat der Hafen Hamburg 35,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies keine Veränderung. Massengüter wie Getreide oder Kohle waren darunter noch die am stärksten wachsenden Bereiche. Große Stückgüter wie Maschinenteile, die ein Indiz für die Exportleistung Deutschlands sind, verloren dagegen um rund sieben Prozent.

Zum Vergleich: Der Hafen Antwerpen hat in dem Zeitraum rund 51 Millionen Tonnen Güter be- und entladen, das waren sechs Prozent mehr als im Anfangsquartal des Vorjahres. "Wir blicken dem Geschäftsjahr 2015 positiv entgegen", sagte kürzlich Dieter Lindenblatt, Repräsentant des Hafens Antwerpen in Deutschland. In Rotterdam schließlich erhöhte sich der Güterumschlag in dem Zeitraum um gut sieben Prozent.

Der Massengutumschlag weist für Sauggut mit 2,7 Millionen Tonnen (+19,4 Prozent), Greifergut mit 5,5 Millionen Tonnen (+17,2 Prozent) und Flüssigladung mit 3,5 Millionen Tonnen (+1,3 Prozent) in allen drei Umschlagbereichen ein Wachstum auf. Mit 1,8 Millionen Tonnen (+64,1 Prozent) entwickelte sich der Kohleimport besonders stark. Auf der Exportseite trug mit 1,62 Millionen Tonnen (+44,0 Prozent) vor allem der Getreideumschlag zum sehr guten Gesamtergebnis bei.

Der Containerumschlag bleibt in den ersten drei Monaten des Jahres mit insgesamt 2,3 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) unter dem starken Vorjahresergebnis, das mit einem Plus von 8,0 Prozent außergewöhnlich gut ausfiel. Der leichte Rückgang entspricht einem Minus von 2,3 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung in erster Linie auf den Einbruch im Containerverkehr mit Russland. Im ersten Quartal wurden zwischen Hamburg und russischen Häfen an der Ostsee insgesamt 109.000 TEU transportiert. Das ist im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Minus von 34,8 Prozent. Aus Sicht von Axel Mattern ist davon auszugehen, dass bei Rücknahme von Sanktionen und einer Erholung der russischen Wirtschaft der seeseitige Außenhandel über Hamburg wieder ansteigen wird. Sein Vorstandskollege Ingo Egloff weist darauf hin, dass der Hamburger Hafen in Nordeuropa die führende Drehscheibe für Containerverkehre mit der Ostseeregion ist und dass Hafen Hamburg Marketing die Ostseemärkte verstärkt bearbeitet. Die gute Verbundenheit mit der Region verdeutlichen auch die neuen Mitgliedschaften der Häfen Göteborg und Bronka im Marketingverein.

Überdurchschnittliches Wachstum beim Hinterlandverkehr

Der Containertransport im Hinterlandverkehr per Eisenbahn, Lkw und Binnenschiff entwickelt sich im ersten Quartal überdurchschnittlich gut und erreicht mit insgesamt 1,5 Millionen TEU ein Plus von 7,3 Prozent. „Wir sind nicht umsonst Europas führender Eisenbahnhafen und sollten mit intelligenten Transportkonzepten Stausituationen beim Zu- und Ablaufverkehr des Hamburger Hafens möglichst vermeiden. Das geht zum Beispiel durch eine stärkere Nutzung der Eisenbahn im Seehafenhinterlandverkehr“, erläutert Egloff. Auf dem Netz der Hamburger Hafenbahn wurde in den ersten drei Monaten ein Güteraufkommen von insgesamt 11,4 Millionen Tonnen transportiert. Das ist ein Plus von 8,3 Prozent. Der Containertransport auf der Schiene erreichte mit einem Volumen von 602.000 TEU sogar ein Plus von 11,1 Prozent. Zukünftig soll die Bahninfrastruktur im Hafen noch effizienter genutzt werden. Dazu wird eine neutrale, übergeordnete Steuerung, das „Rail Operations Management“ die Koordination der Bahnverkehre übernehmen und die Prozessabläufe weiter optimieren. Terminalbetreiber, Hafenverwaltung und DB Netze wollen damit gemeinsam die Qualität und Effizienz des Hamburger Hafens als Teil der Lieferkette kontinuierlich erhöhen. „Gemeinsam mit den anderen Bundesländern im Norden werden wir uns in Berlin dafür einsetzen, dass im neuen Bundesverkehrswegeplan die Seehafenhinterlandverkehrswege auch volle Berücksichtigung finden. Nur eine leistungsfähige und intakte Infrastruktur sichert die Zu- und Ablaufverkehre der Seehäfen im Interesse der gesamten Volkswirtschaft. Deshalb hoffen wir auch auf eine positive Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zur Umsetzung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe in diesem Jahr“, betont Egloff.

Für die weitere Entwicklung von Hamburg als führenden Hafen- und Logistikstandort in Deutschland sind die Fahrrinnenanpassung sowie der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur von größter Bedeutung. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind die lebensnotwendigen Schlagadern im globalen Außenhandel. Die in Hamburg mit smartPORT begonnene intelligente Verzahnung und Nutzung der Verkehrs- und Ladungsdaten erleichtert die effiziente Steuerung multimodaler Transportketten. Die bessere Auslastung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur ermöglicht in Folge auch die Aufnahme und den Transport zusätzlicher Gütermengen.

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h hier herrscht Zuversicht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Hamburger Hafen thb Neues, Der Kanal, Entwicklung Containerschifffahrt von 2006 - 2016, Elbvertiefung, Bauwesen WSA Brunsbüttel, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne