Planverfahren für nächste Offshore-Netzanbindung hat begonnen Wie kommt der Offshore-Strom an die Küste?

http://www.maritimheute.de/tennet-gibt-grune-anleihen-im-wert-von-1-mrd-euro-fur-offshore-projekte-aus/

Copyright maritim heute

TenneT gibt grüne Anleihen im Wert von 1 Mrd. Euro für Offshore-Projekte aus

Publication date: 28. Mai 2015

  • Markt zeigt großes Interesse: Grüne Anleihen von TenneT um das Zweifache überzeichnet

  • TenneT emittiert als einer der ersten europäischen Übertragungsnetzbetreiber grüne Euro-Anleihen

  • Emissionsprogramm könnte sich zu einer mehrere Milliarden schweren grünen Investitionsmöglichkeit zur Finanzierung von Projekten zur Anbindung von Offshore-Windenergie an das Stromnetz an Land entwickeln

  • TenneT investiert in den kommenden zehn Jahren 5 bis 6 Mrd. Euro in deutsche Offshore-Projekte

Der deutsch-niederländische Übertragungsnetzbetreiber TenneT (Rating TenneT-Holding: A3/A-) hat heute erfolgreich seine ersten grünen Anleihen (Green Bond) ausgegeben. Es handelt sich um eine insgesamt 1 Milliarde Euro schwere „Dual Tranche“-Anleiheemission mit Laufzeiten von 6 bzw.12 Jahren. Beide Anleihen haben jeweils ein Volumen von 500 Millionen Euro und Kupons zu 0.875 Prozent bzw. 1.750 Prozent. Unterstützt wurde TenneT dabei von fünf Banken, der HSBC Bank plc., der ING Bank N.V., der Royal Bank of Scotland, der Loyds TSB Bank plc. sowie der Rabobank.

Otto Jager, CFO von TenneT, erklärte: „Die heutige erstmalige Emission grüner Anleihen zeigt unser Bestreben, zusammen mit unseren Stakeholdern unser Engagement im Bereich der sozialen unternehmerischen Verantwortung kontinuierlich zu verbessern und weiter zu entwickeln. Gleichzeitig verschafft uns die Anleiheemission attraktive Langzeitfinanzierung, um unsere Investitionen in drei Offshore-Netzanbindungsprojekte in der deutschen Nordsee zu unterstützen. Ich erwarte, dass dies für TenneT die erste einer Serie von grünen Anleihen sein wird.“

Ein wichtiger Investor unter den vielen Interessenten für die grünen Anleihen ist die deutsche Förderbank KfW. Die KfW hat vor kurzem den Aufbau eines 1 Mrd. Euro Green Bond Portfolios angekündigt, das der Finanzierung von Umwelt und Klimaschutzmaßnahmen dient. Rita Geyermann, Leiterin Asset Management der KfW, erklärte: „TenneT spielt eine zentrale Rolle in der Energiewende. Wir begrüßen den sehr überzeugenden Green Bond unter dem Green Bond-Rahmenwerk von TenneT, an dem wir uns beteiligt haben.“

Investitionen in grüne Energie

Die von TenneT heute emittierten grünen Anleihen unterstützen die Investitionen für folgende Offshore-Projekte von TenneT in der deutschen Nordsee:

  • DolWin1 - eine 165 km langes Netzanbindungssystem (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) mit einer Kapazität von 800 Megawatt; Fertigstellung 2015
  • DolWin2 - eine 135 km langes Netzanbindungssystem (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) mit einer Kapazität von 916 MW; Fertigstellung 2015
  • DolWin3 -eine 162 km langes Netzanbindungssystem (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) mit einer Kapazität von 900 MW; Fertigstellung 2017

Foto: TenneTs Offshore-Konverterplattform DolWin beta auf dem Weg von Dubai nach Europa.

Bis Ende 2015 wird TenneT 5.200 Megawatt Anbindungskapazität in der deutschen Nordsee errichtet haben. Damit realisiert das Unternehmen dann bereits etwa 80 Prozent der Offshore-Ausbauziele der Bundesregierung, die bis 2020 ca. 6.500 Megawatt in der Nord- und Ostsee vorsehen. Bis 2019 wird TenneT weitere Offshore-Anbindungen errichten, so dass dann insgesamt rund 7.000 Megawatt Anbindungskapazität in der deutschen Nordsee bereit stehen, um den auf See erzeugten Windstrom an Land zu bringen. Mit diesem Windstrom könnten etwa neun Millionen Haushalte versorgt werden. Bis heute hat TenneT für die Anbindung von Offshore-Windenergie aus der deutschen Nordsee annähernd 7 Mrd. Euro investiert. In den kommenden zehn Jahren werden voraussichtlich weitere Investitionen in Höhe von 5 bis 6 Mrd. Euro in Offshore-Projekte in Deutschland folgen.

„Künftige grüne Anleihen von TenneT könnten nicht nur zur Finanzierung weiterer nachhaltiger Projekte von TenneT in Deutschland beitragen, sondern auch von Projekten, mit denen Offshore-Windparks an das niederländische Onshore-Netz angebunden werden“, ergänzte Otto Jager. Für den Zeitraum bis 2023 rechnet der Übertragungsnetzbetreiber mit der Errichtung von 3.500 MW Übertragungskapazität im niederländischen Teil der Nordsee. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 3,5 Mio. Haushalten. Das Unternehmen wird voraussichtlich 2 bis 3 Mrd. Euro in die Anbindung von Offshore-Windenergie in der niederländischen Nordsee investieren.

Rahmenregelwerk grüne Anleihe

Im April 2015 hat TenneT ein Rahmenregelwerk für die Ausgabe von grünen Anleihen veröffentlicht, das als Richtlinie für die Prüfung der qualitativen Nachhaltigkeit (z.B. Mehrwert für Gesellschaft und Umwelt) der über die Emission grüner Anleihen finanzierten Projekte dient. Das Rahmenregelwerk wurde zusammen mit der oekom Research AG entwickelt, die als Zweitgutachter bei möglichen zukünftigen Ausgaben grüner Anleihen fungieren wird. Das Rahmenregelwerk kann auf der Website von TenneT unter GreenBond eingesehen werden.

Darüber hinaus hat TenneT in sein bestehendes EMTN-Programm („Euro Medium Term Note“-Programm) spezielle Bestimmungen zur Verwendung von Erträgen aufgenommen. Diese Bestimmungen sind auf das Regelwerk für grüne Anleihen abgestimmt.

Pressemeldungen

Ausgezeichnet mit dem TOP100-Innovationspreis

Aktuelles

Nordic Yards liefert innovatives Offshore-Hubschiff ab (Rostock-Warnemünde, 18.12.2104) Nordic Yards übergab heute ein Offshore-Serviceschiff an das dänische Unternehmen DBB Jack-Up Services. Im Rahmen der feierlichen Übergabe fand auch die Taufe statt: Das Schiff trägt nun den Namen “WIND SERVER“. „Wir sind sehr stolz, ein weiteres, anspruchsvolles Projekt erfolgreich abzuschließen“, sagt Andreas Amelang, Senior Vice President Sales and Project Design bei Nordic Yards. „Die “WIND SERVER“ ist eine Neuheit und kann selbst unter anspruchsvollsten Witterungsbedingungen in Windparks arbeiten und Windräder warten.“ Mit ihrer Ausstattung ist die “WIND SERVER“ optimal auf die aktuellen Bedürfnisse des Offshore-Windmarktes zugeschnitten: So verfügt der Bordkran des 80 Meter langen und 32 Meter breiten Schiffs über eine Hubhöhe von knapp 100 Metern und eine Tragkraft von 400 Tonnen. Mit seinen vier je 72 Meter langen Hubbeinen und dem neuartigen Jack-Up-System stellt es sich in Wassertiefen von bis zu 45 Metern auf und kann so, als stabile Arbeitsplattform, selbst an den großen 5- bis 8-MW-Windturbinen Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen. "Wir freuen uns sehr, dieses hochspezialisierte Hubschiff in unsere Jack-Up Flotte einzugliedern, und unseren Kunden damit erweiterte Dienstleistungen und Kapazitäten anbieten zu können", so Thorsten Jalk, Geschäftsführer DBB Jack-Up Services A/S, und ergänzt: "Das neue Hubschiff wird ab Januar zur Wartung von Offshore-Windparks in Nordeuropa im Einsatz sein." Die “WIND SERVER“ ist eines von drei Hubschiffen in der Flotte von DBB Jack-Up Services. Das Unternehmen mit Sitz im dänischen Aarhus ist ein renommierter Dienstleister für die Offshore-Windindustrie, mit Fokus auf der Wartung von Windturbinen. Die “WIND SERVER“ wurde im August 2012 von DBB Jack-Up Services in Auftrag gegeben, Baubeginn war im April vergangenen Jahres.

http://www.maritimheute.de/nordsee-windpark-global-tech-i-ist-fertig-errichtet-2/

Copyright maritim heute

gti-2014-08-29-pressemitteilung-errichtung_94

Nordsee-Windpark Global Tech I ist fertig errichtet

Hamburg, 29.08.2014 – Der Nordsee-Windpark Global Tech I ist fertig errichtet: 100 Kilometer vor der deutschen Küste, auf einer Fläche halb so groß wie Bremerhaven steht das Offshore-Windkraftwerk mit 80 Turbinen der 5-Megawatt-Klasse (Typ AREVA Wind M5000-116) und der parkinternen Umspannstation. Zurzeit werden noch die Kabelarbeiten abgeschlossen: Mit einem Fahrzeug-Roboter wird die Lage der 120 Kilometer Kabel auf der definierten Kabelroute sowie ihre Einspültiefe überprüft. Arjen Schampers, Technischer Geschäftsführer der Global Tech I Offshore Wind GmbH und für die Errichtung des Windparks verantwortlich: „Wir sind sehr stolz auf unser Team, unsere Zulieferer und Installationsunternehmen. Wir haben Tag und Nacht, bei Wind und Wetter gebaut und bewiesen, dass wir ein 400-Megawatt-Windkraftwerk bei einer Meerestiefe von 40 Metern präzisionsgenau errichten können. Da das Wetter den Takt vorgibt, ist eine hohe Flexibilität bei allen Beteiligten gefordert. Fertigung, Logistik und Installation müssen Hand in Hand gehen. Alles in allem ist die Errichtung eine großartige Teamleistung und technologische Meisterleistung.“ Die Errichtung des Windparks wurde im Kostenrahmen umgesetzt. Rund 100 Personen arbeiten direkt für die Projektgesellschaft Global Tech I Offshore Wind GmbH, die den Windpark seit Anfang 2010 im Detail geplant und gebaut hat. Mit bis zu 38 Personen ist die Global Tech I Umspannstation rund um die Uhr bemannt, um die Inbetriebnahme der Turbinen und den späteren zuverlässigen Betrieb des Kraftwerks zu gewährleisten. Die Technik auf der Umspannstation sowie die Verkabelung sind redundant ausgelegt, damit eine zuverlässige Stromversorgung für 445.000 Haushalte gewährleistet werden kann. Die Betriebsleitstelle des Windparks befindet sich direkt am Unternehmenssitz in Hamburg. Global Tech I rechnet mit frühzeitiger Zuschaltung an BorWin beta Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT möchte Global Tech I bereits Anfang September an die TenneT-Offshore-Konverterstation BorWin beta zuschalten. Das ist ein großer Vorteil, da die Turbinen durch die frühzeitige Anbindung mit Eigenbedarfsenergie versorgt werden können. Außerdem kann mit dieser Stromverbindung die Inbetriebnahme der Anlagen beginnen. Den Probebetrieb des Netzanschlusses, also das Zusammenspiel des Gesamtsystems von Netzanschluss und Windpark, möchte TenneT im vierten Quartal dieses Jahres starten. Während dieser Testphase können die Windkraftanlagen bereits erste Strommengen einspeisen. Der reguläre Netzanschluss soll Anfang 2015 zur Verfügung stehen. Im Herbst 2012 war der Baustart des ersten projektfinanzierten 400-Megawatt-Windparks. Da der Netzanschluss mehrfach verschoben wurde, hatte Global Tech I den Bauzeiten-Plan soweit wie möglich adaptiert und die Turbineninstallation zu einem späteren Zeitpunkt begonnen. Sie sind jetzt rechtzeitig errichtet, bevor der Probebetrieb beginnt. Stimmen aus dem Projekt-Team Global Tech I Jack Kiely und Rupert Guthrie, Leiter HSE (Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz): "Safety first" war immer oberste Priorität beim Bau von Global Tech I. Nach unserem Verständnis liegt die Verantwortung für die Sicherheit bei allen Beteiligten. Unsere HSE Manager waren daher immer wieder auf den verschiedenen Baustellen vor Ort, um in zahlreichen Meetings und Workshops das Bewusstsein für Arbeitssicherheit zu schärfen. Wenn es nötig war, haben wir die Arbeiten kurzfristig gestoppt, damit danach auf sichere Art und Weise weitergearbeitet werden konnte. Kosten haben in diesem Zusammenhang nie eine Rolle gespielt. Alles in allem sind wir sehr glücklich, dass wir keinen schweren Unfall erlebt haben. Wir werden alles dafür tun, dass das auch in Zukunft so bleibt.“ Dr. Jan Podbielski, Gesamtprojektleiter: „Beim Bau eines Offshore-Windparks ist eine kontinuierliche Projektüberwachung und Projektsteuerung der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben immer wieder korrigierend in den Bauablauf eingegriffen, um unsere großen Meilensteine zu erreichen. Wenn ein Gewerk das gesamte Programm zu verzögern drohte, haben wir sogar unser Logistik- und Installationskonzept angepasst. Im letzten Sommer haben wir uns beispielsweise entschieden, ein drittes Schiff für die Turbineninstallation dazu zu holen. Auch unseren Vertragspartnern hat das Projekt ein Höchstmaß an Flexibilität abverlangt. Doch nur so konnte der Windpark im Zeit- und Kostenrahmen errichtet werden.“ Sönke Scholl, Teilprojektleiter Umspannstation: „Die Umspannstation wurde in Rotterdam gefertigt und schwimmend durch einen Schleppverband aus fünf Schiffen zum Baufeld gebracht. Wir haben 360 Kilometer in einer Geschwindigkeit von fünf Stundenkilometern zurückgelegt. Für diese Strecke sowie für die GPS-genaue Positionierung und Installation im Baufeld mussten wir ein tagelanges Wetterfenster mit sehr niedriger Welle und wenig Wind abpassen. Wir waren in dieser Zeit alle sehr gespannt, aber es hat einwandfrei geklappt. Die Umspannstation haben wir umweltverträglich mit Saugglocken im Meeresboden verankert. Diese Methode wurde erstmalig bei einem Windpark in der deutschen Nordsee angewendet. Auch den schweren Stürmen im vergangenen Herbst hat unsere Umspannstation problemlos getrotzt. Sie ist auf eine Jahrhundertwelle ausgelegt.“ Felix Fliege, Teilprojektleiter Transport und Installation: „Wir haben moderne Kranhubschiffe zur Installation von Fundamenten und Turbinen eingesetzt. Das hat sich als richtig erwiesen, weil wir Transport und Errichtung der tonnenschweren Bauteile mit jeweils nur einem Schiff umgesetzt und damit Zeit gespart haben. Unser Tripod-Fundament wiegt beispielsweise 900 Tonnen. Es ist 60 Meter und damit genauso hoch wie ein 20-stöckiges Haus. Bei gutem Wetter haben wir drei davon in nur zehn Tagen installiert, inklusive Fahrtzeiten. Der Standort Bremerhaven hat sich für unser Projekt als Haupt-Umschlagplatz als richtig erwiesen, da die Wege zwischen Fertigungsstätten, den Zwischenlagern und Umschlagplatz kurz waren und wir daher sehr flexibel arbeiten konnten. Die großen Installationsschiffe kosten hohe Summe am Tag. Wenn sie aus dem Baufeld zurück in den Hafen kamen, musste alles für den sofortigen Umschlag bereit stehen.“ Sönke Fischer-Rui, Teilprojektleiter Fundamente: „Die Umgebungsbedingungen sind ausschlaggebend für das Design und die Installation des Fundaments. Aufgrund der Meerestiefe von 40 Metern kommen für die Gründung der Windenergieanlagen bei Global Tech I 900-Tonnen schwere Tripod-Fundamente zum Einsatz. Sie wurden jeweils mit drei Stahlrohr-Pfählen im Meeresboden verankert. Da die Baugrundverhältnisse an den 80 Turbinen-Standorten variieren, sind die Pfahllängen für jeden Tripod einzeln bemessen und liegen zwischen rund 45 und 70 Metern. Abschließend wurden Pfahl und Tripod durch einen speziellen Vergussbeton (Grout) dauerhaft miteinander verbunden und sorgen so für die notwendige Tragfähigkeit.“ Dr. Rudolf Kafemann, Projektleiter Regulatory Affairs und Umweltbelange: „Wir haben zum Schutz der Schweinswale vor dem Baulärm bei der Verankerung der Tripod-Fundamente unter anderem den großen Blasenschleier eingesetzt. Das Blasenschleier-System wird erstmalig in der Nordsee beim Bau von Windparks eingesetzt. Zum Zeitpunkt des Baustarts von Global Tech I gab es daher noch keinen Stand der Technik. Insbesondere die Einflussgrößen, die bei Global Tech I eine Rolle spielten, waren damals neu: 100 Kilometer Küstenentfernung, 40 Meter Wassertiefe, der entsprechende Seegang, Tripod-Fundament und ein Blasenschleier-Düsenschlauch mit einer Länge von 850 Metern. Während der Bauzeit haben wir sehr viele Verbesserungen am Schiff sowie am Schlauchsystem durchgeführt. Außerdem haben wir die Crew intensiv geschult, die auf dem Schiffsdeck stand und den Düsenschlauch bei einem Wellengang von bis zu fünf Metern auslegen musste. Es gibt noch viel Forschungsbedarf zum Beispiel zur Schallausbreitung des Baulärms und zum Verhalten der Schweinswale. Wir haben mit Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen sehr viele Studien und Forschungsaktivitäten durchgeführt, um zu einer Optimierung des Schallschutzes beizutragen. In unserem Windpark konnten wir messen, dass sich während der Rammarbeiten keine Schweinswale in unmittelbarer Nähe zur Baustelle befanden. Nach Abschluss der Arbeiten konnten wir genauso hohe Aktivitäten der Tiere wie beim Ausgangszustand feststellen. Das deutet auf eine zügige Rückkehr hin.“ Jens Hirtz, Teilprojektleiter Windkraftanlagen: „Die Vormontage für die Rotorsterne hat AREVA Wind auf dem Terminalgelände des JadeWeserPort in Wilhelmshaven durchgeführt. Die Fläche ist ideal, da die Rotoren direkt von der Kaikante aus auf die Installationsschiffe umgeschlagen werden konnten. Zu Spitzenzeiten waren drei Schiffe gleichzeitig für die Rotorsterninstallation im Einsatz, die je nach Deckslayout zwei oder vier Sterne auf einmal zum Baufeld transportiert haben. Damit immer genügend Rotoren für die Verladung bereit standen, waren zeitweise bis zu neun zeitgleich in der Vormontage beziehungsweise im Lager. Die Offshore-Installation des Rotorsterns mit einem Durchmesser von 116 Metern ist für die Installationsmannschaften eine besondere Herausforderung, da der Nordseewind auf eine Fläche so groß wie eineinhalb Fußballfelder trifft. Bei hohen Windgeschwindigkeiten den Stern in einer Höhe von 90 Metern an die Gondel zu führen und mit 72 Bolzen zu montieren ist hohe Präzisionsarbeit.“ Jens Grosse, Teilprojektleiter parkinterne Verkabelung: „Unsere 95 Seekabel bilden ein komplexes Kabel-System. Als Stromtransport- und Kommunikationsnetz verbindet es die 80 Windkraftanlagen und die Umspannstation miteinander und sorgt zukünftig für eine zuverlässige Stromversorgung. Insgesamt haben wir 120 Kilometer Kabel gelegt und über einen Meter tief in den Boden eingespült. In einer Meerestiefe von 40 Metern wurde diese Präzisionsarbeit mit hochmodernen ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen ausgeführt. Alle Beteiligten haben bei jeder Jahreszeit unermüdlich einen hohen Einsatz und Engagement gezeigt, die 4.000 Tonnen Kabel auf den festgelegten Kabelrouten zu installieren.“ Dr. Felix Prechtel, Teilprojektleiter Bauausführung: „Wir waren bei der Errichtung unseres Windparks vom Wetter abhängig. Von daher war Flexibilität die Grundvoraussetzung für unser Arbeiten. In unserem Baubüro in Bremerhaven wurden alle Schiffsbewegungen und Arbeitseinsätze für die unterschiedlichen Gewerke Umspannstation, Fundament, Turbine und Kabel zusammengeführt und koordiniert. Das reichte von der Zulieferlogistik, über den Umschlag der Bauteile bis hin zur Installation im Baufeld. Auch die Helikopterflüge und die Versorgung unserer Umspannstation wurden von hieraus geplant und abgestimmt. Alles in allem haben wir von Bremerhaven aus eine Großbaustelle in der Nordsee geleitet. An manchen Tagen waren um die 350 Personen offshore tätig. Unsere Bauleitung und Marine Coordination waren daher rund um die Uhr, also 24/7 erreichbar.“ Rebecca Kölpin, Teilprojektleiterin Marine Coordination: „Im Juli 2012 wurde unsere Marine Coordination eingerichtet. Die ersten Schiffe im Baufeld haben die Kardinaltonnen ausgebracht. Sie zeigen die Begrenzung der Baustelle an. Seitdem waren über 70 verschiedene Schiffe bei der Errichtung von Global Tech I im Einsatz, die wir alle vorab beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie registrieren lassen mussten. Mit moderner Software zur Seeraumbeobachtung haben unsere Nautiker rund um die Uhr einen Überblick, was im Baufeld passiert. Die Offshore-Arbeit ist immer geprägt durch sehr viel Teamgeist. Alle Schiffe haben sich dort draußen jederzeit gegenseitig unterstützt. Mehrmals am Tag versorgen wir alle Beteiligten mit detaillierten Wetterdaten, damit die Arbeiten gut geplant werden können. Die höchste Welle, die wir gemessen haben, war 18 Meter hoch. Arbeiten finden dann natürlich nicht mehr statt.“

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/reportage/1969054/

Rest des Artikel im o.g. link bitte lesen windkraft674
http://www.pressebox.de/pressemitteilung/bundesministerium-fuer-wirtschaft-und-technologie-bmwi/Staatssekretaer-Beckmeyer-Offshore-Windenergie-erreicht-Phase-der-Industrialisierung/boxid/711019
Copyright pressebox
         

Staatssekretär Beckmeyer: Offshore-Windenergie erreicht Phase der Industrialisierung

(PresseBox) (Berlin, ) Der Koordinator für die Maritime Wirtschaft und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, eröffnet heute die "OffWEA"-Fachtagung "Zukunft der Offshore-Windenergie nach der EEG-Novelle 2014" in Berlin.Die Fachtagung wird im Rahmen des Auftrags des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie "Fachliche Unterstützung der Bundesregierung bei der Weiterentwicklung und Realisierung einer Strategie für Windparks in Nord- und Ostsee (OffWEA)" von der Stiftung Offshore-Windenergie durchgeführt."Im Jahr 2015 werden mehr als 3.000 Megawatt Offshore-Leistung in der deutschen Nord- und Ostsee installiert sein", betonte Staatssekretär Beckmeyer in seiner Eröffnungsrede. "Das ist ein beachtlicher Erfolg. Mit den so gewonnenen Erfahrungen können wir Risiken in Verträgen, Bauabläufen oder Netzanbindungen für die Zukunft deutlich besser abschätzen. Wir erreichen im Bereich der Offshore-Windenergie die Phase der Industrialisierung und damit den Bereich der Lernkurve, in dem nennenswerte Kostendegressionen möglich sind."Ein zentraler Aspekt der fachlichen Unterstützung der Bundesregierung im Rahmen des "OffWEA"-Projekts ist die Koordination, Moderation und inhaltliche Unterstützung der Abstimmung zwischen Bundesregierung und Bundesländern sowie zwischen Fachbehörden, Ministerien und Umweltverbänden. Dazu dient auch die einmal jährlich stattfindende OffWEA-Fachtagung zu aktuellen Fragestellungen der Offshore-Windenergie. Im fachlichen Austausch der verschiedenen Akteure aus Praxis, Forschung und Verwaltung sollen in einem breiten Konsens möglichst umfassende Lösungen für aktuelle Herausforderungen erarbeitet werden.Staatssekretär Beckmeyer: "Nach der Novelle des EEG muss es jetzt darum gehen, die Weichen für die kommende zweite Ausbauphase der Offshore-Windenergie richtig zu stellen; dazu gehört insbesondere das Ausschreibungsdesign für die Zeit ab 2017. Wir werden 2015 eine Marktanalyse veröffentlichen, die als Grundlage für die dann folgende Diskussion dienen wird. Der Prozess soll transparent mit allen Interessierten geführt werden."An der OffWEA-Fachtagung nehmen Vertreter von Herstellerfirmen, Zulieferindustrie, Investoren und Betreiber sowie Verbänden und Ländern teil. Weitergehende Informationen zur aktuellen Energiepolitik finden Sie im alle 2 Wochen erscheinenden Newsletter "Energiewende direkt".
Diese Pressemitteilung posten:
7.01.2013
Aufgerolltes Seekabel zum Anschluß von Offshore-Windenergieanlagen an das Netz auf dem Festland liegt auf dem Gelände der Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) in Nordenham. (Bild: picture alliance / dpa / Ingo Wagner)
Aufgerolltes Seekabel zum Anschluß von Offshore-Windenergieanlagen an das Netz auf dem Festland liegt auf dem Gelände der Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) in Nordenham. (Bild: picture alliance / dpa / Ingo Wagner)

60 Kilometer Kabel

Wie kommt der Offshore-Strom an die Küste?

Von Axel Schröder

Die Idee, draußen auf dem Meer Windräder aufzustellen, ist auf den ersten Blick bestechend. Aber diese Offshore-Windparks aufzubauen ist eine immense Herausforderung. Und dann muss der Strom auch noch an die Küsten gelangen. Eine einzige deutsche Firma hat das Know-how für die nötigen Seekabel.
Unter der Pier kräuseln sich die Wellen der Weser. Oben, auf den Holzbohlen steht der Kaiser. Wilhelm, der Zweite. Stolz auf die Pionierleistung der deutschen Ingenieure. Weiße Fähnchen wehen müde im Nordseewind, bei der Eröffnung der Norddeutschen Seekabelwerke. Vor über 100 Jahren. "Bis 2005 stand hier eine alte Pier, die vom Kaiser eingeweiht wurde aus Holz. Die ist demontiert worden und die neue Pier ist dann zeitgleich gebaut worden. Und die verbindet alle Kabel-Fabriken. Telekommunikationsseekabel. Energieseekabel, Mittel- und Hochspannung. Die werden alle hier rübergeleitet aufs Schiff." Früher fuhren die Dampfschiffe dann raus auf die Meere, erzählt Ingenieur Heiner Ottersberg. Bauhelm, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe. Die Schiffe steuerten die deutschen Kolonien in Afrika an: Togo, Kamerun, Deutsch-Südwest. Lieferten Seekabel, eine Telefonverbindung zum Platz an der Sonne des Kaiserreichs. Heute, so Ottersberg, fahren Spezialschiffe raus zu den Offshore-Windparks auf Nord- und Ostsee, pflügen den Meeresboden auf, verlegen Stromkabel von den Energie-Parks bis zur Küste. Hinter Ottersberg biegt ein schwerer Gabelstapler um die Ecke. Schmutzig-gelb, der Fahrer steuert eine der riesigen Kabeltrommeln an. Tonnenschwer. Robustes schwarzes Kabel: "Vor uns sehen sie jetzt die Fertigungshalle für die Energieseekabel, die seit 2007 gebaut wurde hier. Die Halle beinhaltet die Maschinen, die wir nutzen, um die Energieseekabel zu fertigen. Es beinhaltet eine Verseilmaschine, eine Armierungslinie, die dann den Schutz des Kabels aufbaut, ein Prüffeld und viele Turntable, die dann die Kabel hantieren." Diese Turntables, also: Plattenteller, stehen an je einem Ende der lang gestreckten Fabrikhallen. Durchmesser: rund zwölf Meter. Auf der einen Seite der Halle liegen die losen Kabel. Am anderen Ende wird Meter für Meter das fertige Seekabel raustransportiert, aufgespult und zu den Schiffen auf der Weser geleitet: "Die drei Phasen, also die drei Energiekabel, die wir verseilen, verdrillen, verzwirnen, werden hier eingelegt. Das sind dann jeweils etwas mehr als 50 Tonnen, die dort eingebracht werden. Und in den nächsten Körben bringt man dann die faseroptischen Elemente ein beziehungsweise die Füllelemente, die dem Kabel dann ihre Form geben werden."
Windräder und die Umspannstation des Offshore-Windparks "alpha ventus" in der Nordsee. (Bild: AP)
20 Meter weiter steht das Herzstück der Fabrikhalle: fast 50 Meter lang erstreckt sich die Verseilmaschine. Metallstränge werden mit ungeheurer Kraft umeinandergedreht. Am Pult vor der Maschine leuchten Knöpfe und Schalter, Marvin Paetsch überwacht als Maschinenführer den ganzen Prozess, dirigiert das 15-köpfige Team an den unzähligen Spulen, Ösen, Spindeln: "Das ist das Steuerpult. Damit kann man sehen, welche Teile an der Maschine gerade laufen, stellt man die Schlaglänge ein, die Meterzahl, die Geschwindigkeit, mit der gefahren werden soll. Wir fahren bis zu 13 Meter pro Minute." Und dann, so Paetsch, werden an einem Stück 15 Kilometer Kabel gezogen. Abgelegt auf dem Turntable draußen, der sich langsam dreht, das Kabel aufnimmt. Lakritzschnecken, fein säuberlich gekringelt in einer überdimensionierten, am Ende 3000 Tonnen schweren Bonbondose. Drehstromkabel für Offshore-Windparks. Aber nicht Dreh- sondern Gleichstromkabel sind zurzeit Mangelware in der deutschen Offshore-Windbranche. Kabel, die den Strom fast ohne Verluste nicht nur aus Küstennähe, sondern auch über lange Strecken abtransportieren können. Aber genau diese Kabel, sagt Geschäftsführer Thorsten Schwarz, werden von den Norddeutschen Seekabelwerken nicht hergestellt - noch nicht: "Wir als Konzern befinden uns aktuell in der Tat in der Findungsphase, ob wir in diese Technik einsteigen wollen oder nicht. Denn man darf auch nicht vergessen, dass sich der deutsche Offshore-Wind-Markt auch in einem internationalen Wettbewerb befindet. Als Kabelhersteller kann ich genauso gut meine Produkte an die internationale Öl- Und Gasindustrie verkaufen. Oder auch einfach nur für Windfarmen in England. Wenn ich in England die besseren Bedingungen, die bessere Planbarkeit vorfinde, dann ist das für mich als Unternehmer natürlich auch eine klare Entscheidung." Bessere Rahmenbedingungen, so Schwarz, müssten die Politiker schaffen. Und klare Netzausbaupläne erstellen. Er wünscht sich Planungssicherheit für hochgradig risikoreiche Projekte. Sonst könnten die von der Politik gesteckten Ziele von 20 Gigawatt Offshore-Windstrom im Jahr 2020 schnell scheitern: "Der enorm schnelle Aufbau, der hier zur Umsetzung der Energiewende gefordert ist, der deckt sich, wenn er denn so kommt wie im Moment gewünscht, nicht mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten und wenn man möchte, dass die Supply-Chain sich hier vernünftig auf diese Aufgabe vorbereitet, dann muss man auch Planungssicherheit generieren."

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/109532.html

Hinweise zur Kabelverlegung im Küstenmeer und im Nationalpark

NLWKN und Nationalparkverwaltung: Handlungsempfehlung für Antragsteller // Presseinformation vom 12. Oktober 2012

Die in Niedersachsen anstehenden Genehmigungsverfahren für Kabelanbindungen von Offshore-Windparks stehen im Fokus der Öffentlichkeit. Jetzt haben es die Antragsteller schwarz auf weiß, welche Anforderungen aus gewässer- und wattökologischer Sicht zu erfüllen sind, um eine Genehmigung für die Kabelverlegung zu bekommen: Um die Anforderungen zu vereinheitlichen und damit die Verfahren zu beschleunigen, haben der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer die Broschüre mit dem einfachen Titel „Kabelverlegungen" herausgegeben. Beide Behörden sind an der Genehmigung im niedersächsischen Küstenmeer sowie in den Küsten- und Übergangsgewässern beteiligt: Der NLWKN kümmert sich um die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und ist außerhalb des Nationalparks im kreisfreien Gebiet der Küstengewässer die zuständige Naturschutzbehörde; die Nationalparkverwaltung hat diese Funktion für den Nationalpark Wattenmeer übernommen. Zuständige Behörde für die Genehmigung von Kabelverlegungen im Küstengewässer ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Im Rahmen der Genehmigungsverfahren von Kabelanbindungen für Offshore-Windparks müssen die Antragsteller jeweils darlegen, dass durch das Vorhaben keine wesentliche negativen Auswirkung auf Natur- und Landschaft zu erwarten ist oder dass die Meeresumwelt durch das Vorhaben nicht gefährdet wird. „Die Broschüre ist eine Handlungsempfehlung - auf dieser Basis sollen die Folgen auf die Gewässerqualität, Natur und Landschaft oder die Meeresumwelt untersucht werden", betonte Ute Schlautmann vom NLWKN. Und Arndt Meyer-Vosgerau von der Nationalparkverwaltung ergänzte: „Diese Zusammenstellung beruht ganz wesentlich auf Erfahrungen aus vorangegangenen und laufenden Verfahren". Die Broschüre wurde inzwischen an verschiedene Behörden, Institute und Büros verschickt und ist auch in der Infospalte rechts zu finden.

Planfeststellungsverfahren für nächste Offshore-Netzanbindung vom Meer bis zur Konverterstation läuft. Die bereits zweite öffentliche Beteiligung für ein Planfeststellungsverfahren (PFV) zur Netzanbindung von Offshore-Windparks bis zum Einspeisepunkt Dörpen West in der Gemeinde Heede hat begonnen. Das Genehmigungsverfahren der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) in Hannover ist notwendig für die Genehmigung der Kabelverbindung DolWin2 innerhalb der Zwölf-Seemeilenzone und der Trasse an Land bis zum Umspannwerk in Heede. Bis zum 5. Juli 2012 liegen ab sofort die Planunterlagen bei 15 beteiligten Städten und Gemeinden aus. Die beteiligten Träger öffentlicher Belange und privat betroffenen Anlieger können bis einschließlich 19. Juli 2012 Einwendungen beim NLStBV oder der jeweiligen Gemeinde einreichen. Im Laufe des Verfahrens werden von der NLStBV sogenannte Erörterungstermine organisiert, um gemeinsam gegebenenfalls noch offene Punkte aus den Einwendungen zu besprechen. Unabhängig davon bietet TenneT stets auch direkte Gespräche mit den Beteiligten an. Mit der 135 Kilometer langen Gleichstromverbindung DolWin2 wird zunächst der Windpark Gode Wind II angeschlossen. Die Trasse führt vom Netzverknüpfungspunkt in Heede, dem Umspannwerk Dörpen West über 90 Kilometer über Land und von der Küste weitere 45 Kilometer zum Umspannwerk im Meer. Auf einer Konverterstation wird der im Windpark erzeugte Drehstrom dort in Gleichstrom umgewandelt, bevor er über die Kabelverbindung zum Umspannwerk in Dörpen fließt. In der dortigen Konverterstation wird der Gleichstrom wieder in Drehstrom transformiert und anschließend in das Höchstspannungsnetz eingespeist. Bereits jetzt hat TenneT insgesamt zehn Offshore-Netzanbindungsprojekte beauftragt und für diese seit 2010 insgesamt Investitionen von rund 5,5 Milliarden Euro ausgelöst. Damit ist TenneT größter Investor in die Energiewende und liefert durch die Einspeisung von offshore erzeugter Windenergie in das Stromnetz auf dem Festland und den Ausbau der Netze auf dem Festland einen wesentlichen Beitrag.

TÜV SÜD präsentiert Leistungsspektrum auf der POWER-GEN Europe 2012

Die Energiewende erfordert auch steigende Wirkungsgrade sowie die wirtschaftliche und sichere Integration unterschiedlicher Systeme zur Energieerzeugung. Dafür werden konventionelle Kraftwerke und alternative Energien immer stärker miteinander vernetzt. Hochflexible Anlagen stehen im Fokus. TÜV SÜD präsentiert sein Leistungsspektrum auf der POWER-GEN Europe in Köln, 12. bis 14. Juni 2012 (Halle 7, Stand B186). Immer mehr witterungsabhängige Stromerzeuger werden an das Stromnetz angeschlossen – sowohl entfernt gelegene Großanlagen wie Offshore-Windparks als auch Kleinanlagen in Ballungsgebieten wie private Solaranlagen. „Die Entwicklung steht im Gegensatz zur bisherigen Netzarchitektur, die auf zentrale Großkraftwerke in Verbrauchsnähe ausgerichtet war“, sagt Hans-Christian Schröder, Branchenmanager Kraftwerke bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Damit in Zukunft der flexible Energiemix von konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung reibungslos funktioniert, müssen die regenerativen Technologien in die bestehenden Netze integriert und bestehende Strukturen so weit möglich genutzt werden. Schröder: „Flexible Systeme und künftig stärker regelbare Grundlastkraftwerke, die Stromangebot und Stromnachfrage in Einklang bringen sollen, spielen bei der Energiewende eine entscheidende Rolle.“ Innovative Werkstoffe, höhere Wirkungs- und Nutzungsgrade Der Wirkungsgrad von Kraftwerksanlagen kann unter anderem durch innovative Werkstoffe erhöht werden. In der Diskussion steht derzeit der Einsatz hochwarmfester Stahlsorten. TÜV SÜD erforscht diese im Rahmen des Innovationsprojekts »725°C Hochtemperatur-Werkstoff-Teststrecke« in Mannheim. „Werkstoffe für den Einsatzbereich von bis zu 700°C weiter zu entwickeln, ist nicht nur wegen der Steigerung der Wirkungsgrade sinnvoll“, erklärt Hans Christian Schräder. „Die Erfahrungswerte können auch Synergien für andere Bereiche schaffen und helfen, die Technologieführerschaft in Deutschland zu erhalten.“ Insgesamt ist der Einsatz neuer Werkstoffe allerdings davon abhängig, welche Kraftwerkstypen neu gebaut werden. Die Kraftwerke, die heute entstehen, sind auf große Anlagen mit langen Laufzeiten und hohen Wirkungsgraden ausgerichtet. „Der Umbau im Strommarkt erfordert künftig auch immer mehr kleinere, dezentrale und dafür hochflexible Anlagen, die im Verbund betrieben werden“, so der TÜV SÜD-Experte. „Dabei kommt es nicht auf den Wirkungsgrad allein an. Insgesamt sind der Nutzungsgrad und die Verfügbarkeit der Energiesysteme im Netzverbund entscheidend.“ Funktionale Sicherheit senkt Risiko für Mensch und Umwelt Eine weitere Herausforderung sowohl beim Bau neuer Anlagen als auch bei der Modernisierung der bestehenden Systeme stellen die sicherheitstechnischen Anforderungen dar. So müssen alle Bauteile, Komponenten und Ausrüstungsteile eine entsprechende Sicherheitsstufe erfüllen. Hierfür wird die Sicherheit von Anlagen in der konventionellen Stromerzeugung in steigendem Maße durch geeignete elektrische, elektronische oder programmierbare elektronische Systeme (E/E/PES) realisiert. Die entsprechende Norm DIN EN 61511 erfasst alle sicherheitsbezogenen Systeme, die E/E/PE Komponenten enthalten und deren Ausfall ein maßgebliches Risiko für Mensch oder Umwelt bedeutet. TÜV SÜD unterstützt Planer, Errichter und Anwender sicherheitstechnischer Systeme bei der pragmatischen Umsetzung der DIN EN 61511 sowie bei allen Fragen der Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Kraftwerken und Prozessanlagen.    
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Schifffahrt News, Offshore Windkraftanlagenbau auf See, Hamburger Hafen thb Neues, Der Kanal, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne