OECD präsentiert Studie zum Hamburger Hafen NordRange 40 Millionen TEU Umschlag überschritten.

Hafenpolitik

EP fragt nach Port Package III

Samstag, 28. Februar 2015

Bei den Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) herrscht Unklarheit über die Zukunft des von der Kommission geplanten Port Package III.

Es ist offen, wann das Parlament über Port Package abstimmt Foto: EU-Parlament

"Wird das Thema 'Marktzugang' aus der Verordnung über finanzielle Transparenz in den Häfen – besser bekannt als 'Port Package III' – herausgelöst? Sollte die Verordnung nicht auf finanzielle Transparenz abstellen? Und wie geht die Europäische Kommission mit staatlichen Beihilfen im Hafensektor zukünftig um?", fragte sich dieser Tage der Hamburger Europaabgeordnete Knut Fleckenstein (SPD) in einem Gastbeitrag für die englischsprachige Zeitung "The Parliament". Fleckenstein ist Hafen-Berichterstatter für die Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament. "Wir werden keine übereilte Entscheidung zur Hafen-Verordnung treffen, solange bei wichtigen Themen wie Hafenarbeit und staatlichen Beihilfen Unklarheit besteht", schreibt Fleckenstein weiter. pk
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Rekordvolumen für den Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten
Dienstag, der 25.November 2014
Rekordvolumen für den Hamburger Hafen in den ersten neun MonatenHamburg: Mit einem Gesamtumschlag von rund 110 Millionen Tonnen erreicht der Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten 2014 einen Umschlagrekord. Der Zuwachs, zu dem fast alle Umschlagsegmente ihren Anteil beitrugen, hat sich mit 5,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum überdurchschnittlich gut entwickelt. Der im Universalhafen Hamburg dominierende Containerumschlag erreicht mit einem Plus von 6,4 Prozent ebenfalls eine Rekordmarke von 7,4 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Hamburg wächst stärker als die Wettbewerbshäfen am europäischen Nordkontinent. Diese verzeichnen im Durchschnitt ein Wachstum im Gesamtumschlag von 1,9 Prozent und beim Containerumschlag von 4,0 Prozent. Demnach kann der Hamburger Hafen auch im Zeitraum Januar bis September im Containerverkehr seinen Marktanteil von 26,1 Prozent auf 26,7 Prozent ausbauen.Zweistelliges Wachstum im Containerverkehr mit Asien und Afrika „Hamburg profitiert besonders vom zweistelligen Wachstum im Containerverkehr mit Asien. Vor allem China, Hamburgs größter Handelspartner im Containerverkehr, trägt mit einem Wachstum von 12,8 Prozent für die enorme Schubkraft im seeseitigen Außenhandel von Deutschlands größtem Universalhafen bei. Im Containerverkehr mit China wurden in den ersten neun Monaten 2,3 Millionen TEU in Hamburg umgeschlagen. Im direkten Containerverkehr mit indischen Häfen erreicht Hamburg in den ersten drei Quartalen mit 176.000 TEU sogar ein Plus von 15,4 Prozent. Sehr erfreulich entwickelte sich in diesem Zeitraum auch der Containerverkehr mit Malaysia, der mit 203.000 TEU ein Plus von 10,2 Prozent verzeichnet. Auch der Containerverkehr mit Afrika entwickelt sich mit einem Plus von 28,2 Prozent sehr gut. Hier sind es vor allem die Containerverkehre mit Nord- und Südafrika, die für starkes Wachstum sorgen“, erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM). Positive Entwicklung in der Ostseeregion Von besonderer Bedeutung für den Hamburger Hafen sind die Containerverkehre mit der Ostseeregion: 1,8 Millionen TEU wurden in den ersten neun Monaten auf dieser Relation mit Feederschiffen transportiert. Das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent. Im Containerverkehr mit polnischen Häfen wurden per Feeder 300.000 TEU (+ 29,2 Prozent) transportiert. „Mit der unverändert starken Zunahme der Feederverkehre zwischen Hamburg und den polnischen Häfen wird deutlich, dass neben Hamburgs gut ausgebauten Landverkehren per Eisenbahn und Lkw der seeseitige Containertransport zur Versorgung des polnischen Marktes weiter an Bedeutung gewinnt und nicht durch vereinzelte Direktdienste in die Ostsee zu ersetzen ist“, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Der Containerverkehr zwischen Hamburg und russischen Häfen erreicht in den ersten neun Monaten ein Umschlagvolumen von rund 504.000 TEU und bleibt damit 5,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. „Russland ist nach China unverändert im Containerverkehr auf Rang zwei der Handelspartner des Hamburger Hafens. Für die ersten neun Monate des Jahres ist festzustellen, dass vor allem durch den schwachen Rubel über den Hamburger Hafen mehr beladene Importcontainer aus Russland (120.000 TEU, + 21,9 Prozent) und weniger Exportcontainer nach Russland (296.000 TEU, - 4 Prozent) verladen wurden. Die Zahl der beladenen Container stieg in den ersten drei Quartalen auf 416.000 TEU (+ 2,3 Prozent). Mit wöchentlich mehr als 160 Feederverbindungen, davon 32 in russische Häfen, baut Hamburg für die Ostseeregion seine Funktion als die zentrale Drehscheibe im Containerverkehr weiter aus“, erläutert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Anzahl besonders großer Containerschiffe in Hamburg steigt weiter an Von Januar bis September wurde Hamburg von 374 besonders großen Containerschiffen (Ultra Large Container Ships) mit Stellplatzkapazitäten von 10.000 TEU und mehr angelaufen. Die Zahl der Schiffsanläufe dieser Größenklasse nahm zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit 302 Anläufen um nahezu ein Viertel (+ 23,8 Prozent) zu und macht deutlich, dass die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe dringend für den Hafen und die Schifffahrt realisiert werden muss. Für 2015 sind bereits erste Anmeldungen für den Anlauf von zehn Großcontainerschiffen mit einer Schiffslänge von mehr als 400 Meter in Hamburg registriert. „Der Hamburger Hafen ist weiter auf Erfolgskurs. Das macht gleichzeitig die Dringlichkeit der Fahrrinnenanpassung deutlich. Ich möchte heute an alle, denen der Hamburger Hafen am Herzen liegt, appellieren, nach außen hin – gerade auch gegenüber den internationalen Geschäftspartnern und Hafenkunden – deutlich zu machen, dass das Projekt zwar noch nicht realisiert werden kann, jedoch auf klarerem Zielkurs ist, als es jemals war“, betont Hamburg's Wirtschaftssenator Frank Horch. Mehr Stückgut und Massengut in den ersten drei Quartalen umgeschlagen Mit 78,3 Millionen Tonnen sorgt vor allem der Stückgutumschlag in den ersten neun Monaten für ein sehr starkes Plus von 7,9 Prozent. Das insgesamt überdurchschnittlich gute Ergebnis beim Containerumschlag ist auf einen starken Export mit insgesamt 3,6 Millionen TEU (+ 6,6 Prozent) und einen ebenfalls sehr starken Import mit 3,8 Millionen TEU (+ 6,2 Prozent) zurückzuführen. Der Umschlag leerer Container liegt mit 0,9 Millionen TEU leicht über dem Vorjahresniveau. Der Umschlag im Segment konventionelles Stückgut zeigt mit 1,44 Millionen Tonnen (+ 1,1 Prozent) in den ersten neun Monaten ebenfalls eine positive Entwicklung. Hier sind es vor allem die Exporte von Stahl, Eisen, Papier und Holz, die einen Zuwachs im Umschlag der Hamburger Multipurpose-Terminals brachten. Im Bereich Massengut ist mit 31,6 Millionen Tonnen ein Wachstum von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Besonders positiv wurde dieses Ergebnis von einem weiterhin starken Export und Import von Getreide geprägt. Zu verringerten Umschlagmengen führte der deutliche Rückgang von rund 600.000 Tonnen bei den Rohölimporten (- 29,2 Prozent), die in erster Linie im Zusammenhang mit den Umstrukturierungen einer in Hamburg ansässigen Raffinerie zu sehen sind. Die Rekordmarke von 144 Millionen Tonnen kann am Ende des Jahres erreicht werden „2014 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr für den Hamburger Hafen. Für uns ist das Bestätigung und Ansporn zugleich, dass wir mit unseren intelligenten Lösungen auf dem richtigen Weg sind und den Hafen auch zukünftig auf Erfolgskurs halten“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA. Für das Gesamtjahr 2014 prognostiziert HHM-Vorstand Axel Mattern: „Wir können 2014 im Seegüterumschlag ein Plus von 3,6 Prozent und im Containerumschlag zwischen 3,8 und 5,1 Prozent erreichen, wenn alles gut läuft.“ Voraussetzung dafür sind ein weiteres Wachstum im Containerverkehr mit China und nicht weiter ausgedehnte Einschränkungen im russischen Außenhandel durch Sanktionen. Somit wäre für den Hamburger Hafen ein Ergebnis beim Gesamtumschlag von rund 144 Millionen Tonnen und beim Containerumschlag von etwa 9,7 Millionen TEU möglich. Damit wäre die letztmals 2008 erreichte Rekordmarke von 140 Millionen Tonnen im Seegüterumschlag übertroffen. (Pressemeldung vom 25.11.2014)
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Hamburger Hafen

Containerumschlag legt zu

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Der Hamburger Hafen steuert auf ein Rekordjahr hin: Die Ukraine-Krise bremst die Umschlagzahlen nicht so sehr wie befürchtet — dennoch geht der Handel mit den russischen Häfen zurück. Der Containerumschlag ist von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 7,4 Millionen Standardcontainer (TEU) gestiegen.
Foto: Der Hamburger Hafen hat seinen Containerumschlag um 6,4 Prozent vergrößert.
Der Hamburger Hafen hat seinen Containerumschlag um 6,4 Prozent vergrößert.
© Christian Charisius/dpa (Archiv)
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Hamburg. Das teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Montag mit. Sie verwies darauf, dass der Hamburger Hafen damit seinen Vorsprung auf die Wettbewerbshäfen aus Nordeuropa weiter ausgebaut hat: Deren durchschnittlicher Containerumschlag lag bei vier Prozent Wachstum. Am Jahresende könnte der Hamburger Hafen den bisherigen Rekordumschlag der Jahre 2007 und 2008 mit jeweils knapp zehn Millionen TEU erstmals wieder erreichen. Mit einem Gesamtumschlag von rund 110 Millionen Tonnen erreichte der Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten einen Umschlagsrekord. Die Zahl der Großcontainerschiffe mit Stellplatzkapazitäten von 10 000 TEU ist bis zum dritten Quartal um fast ein Viertel (plus 23,8 Prozent) auf 374 Frachter gestiegen. Im Januar 2015 wird das erste Schiff mit 19 000 TEU der Reederei China Shipping in Hamburg erwartet. Wegen der immer größeren Containerschiffe, die Hamburg ansteuern, fordert die Hafenwirtschaft, dass die Elbe bald vertieft wird. Eine rasche und problemlose Abfertigung derartiger Schiffe sei nur bei einer weiteren Vertiefung der Elbe möglich, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Montag bei der Vorstellung der Zahlen. Befürchtungen, die Sanktionen gegen Russland würden dem Hamburger Hafen schaden, seien nicht eingetreten, sagte der Vorstand des Hafen-Marketings, Ingo Egloff. „Unser Sorgenkind ist logischerweise noch immer Russland, dennoch liegt es immer noch weit vor allen anderen auf Platz zwei hinter China“, sagte er. Ursachen für den Rückgang sind laut Egloff weniger die Sanktionen als die andauernd schwächelnde Wirtschaft Russlands. Der Containerumschlag zwischen Hamburg und den russischen Häfen schrumpfte bis zum dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf rund 504 000 TEU. Das Umschlagsvolumen zwischen Hamburg und China, dem größten Handelspartner im Containerverkehr, stieg hingegen bis September um 12,8 Prozent. Mit dem asiatischen Partner wurden im Containerverkehr rund 2,3 Millionen TEU umgeschlagen.
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hina Logistics 2014: Tägliches Handelsvolumen zwischen China und der EU von über einer Milliarde Euro

China Logistics 2014 China Logistics 2014
Die Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V. veranstaltete mit Unterstützung des Hafen Hamburg Marketing e.V. am 21. Mai 2014 die „China Logistics 2014“. Die Konferenz im Elbfoyer des Hotel Hafen Hamburg diente deutschen und chinesischen Experten der Logistik-Branche sowie Unternehmen mit Bedarf an Logistik-Dienstleistungen als gemeinsame Plattform zur Optimierung von Lieferketten zwischen China und Europa.„Logistik ist eine wichtige Basis für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Deutschlands Anteil am europäischen Logistikmarkt ist mit 20% außergewöhnlich hoch und das Land nimmt aus Sicht vieler ausländischer Investoren eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologien ein“, so Huiqun YANG, Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg. „Zwischen China und der EU besteht eine umfassende strategische Partnerschaft mit einem Handelsvolumen von über einer Milliarde Euro pro Tag.“„Die aktuellen Zahlen zur Umschlagsentwicklung im Hamburger Hafen zeigen, dass die Volksrepublik China mit Abstand unser stärkster Handelspartner ist“, stellt Sabine Stüben, Leiterin für Marketing und Kommunikation des Hamburg Port Authority, erfreut fest. „In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden zwischen Hamburg und der VR China im Direktverkehr bereits 705.000 TEU umgeschlagen, das entspricht einer Steigerung von 10,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.“ Besonderer Wert wird der Partnerschaft zwischen dem Hamburger Hafen und dem Hafen von Shenzhen in Südchina beigemessen, die seit 2007 besteht. Beide Häfen sehen sich mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert, wie beispielsweise einer Vereinbarkeit von Hafenbetrieb und Umwelt und der Hinterlandanbindung durch den Verkehrsträger Bahn. Hochrangige Vertreter der Stadtregierung Shenzhen haben die „China Logistics 2014“ besucht und die Bedeutung ihres Standortes für die Logistikindustrie betont. Neben den bereits vorhandenen sechs Sonderzonen für Logistik sollen sechs internationale Containerhäfen ausgebaut und die Kombination aus See- und Schienenverkehr kontinuierlich verbessert werden. „Die Logistik ist – gemessen am Umsatz – der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland und beschäftigt zurzeit 2,85 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland“, stellt Tim Kurth, Vice President Corporate Logistics der Aurubis AG und Sprecher der Regionalgruppe Hamburg der Bundesvereinigung Logistik e.V., fest. Michael Schäfer, Senior Director des auf HR spezialisierten Beratungsunternehmens Mercuri Urval GmbH, betont die Bedeutung des Personalmanagements in Wirtschaft und Logistik, insbesondere nach Fusionen und Übernahmen. „Fast die Hälfte der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen verlassen innerhalb der ersten 12 Monate das Unternehmen“, so Schäfer. „Die „China Logistics 2014“ hat in vielerlei Hinsicht gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsmächten China und Deutschland die Entstehung eines großen europäisch-asiatischen Marktes fördert und zu einer wachsenden Integration beider Länder beiträgt“, betont Wu Yi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung e.V. „Ein starker Handel treibt nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung beider Länder voran, sondern begünstigt auch den interkulturellen Austausch und ein besseres Verständnis der Kulturen.“ Auf der „China Logistics 2014“ wurden die Auswirkungen der wirtschaftlichen Trends in China auf den europäisch-chinesischen Warenverkehr und kosteneffiziente Logistik-Konzepte vorgestellt. Beim fernöstlichen Abendbuffet mit einem schönen Ausblick über den Hamburger Hafen gab es die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Referenten und Teilnehmern.   Pressekontakt:
Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V.
Rainer Gehnen, Geschäftsführer
Unter Sachsenhausen 10-26
50667 Köln
Tel: 0221 120370
E-Mail: rainer.gehnen@dcw-ev.de
< Der Boom bei Kreuzfahrten dauert an
Donnerstag, 06. März 2014 02:00 Alter: 6 hrs

Über 40 Millionen TEU in Nordrange-Häfen


Die Nordrange-Häfen werden 2014 zum ersten Mal überhaupt die Grenze von 40 Millionen TEU Umschlag überschreiten. Das geht aus dem neuen "Global Port Tracker – North Europe Trade Outlook" hervor, der gemeinsam von Hacket Associates und dem Bremer Institut für Seeverkehrwirtschaft und Logistik (ISL) entwickelt und gestern vorgestellt wurde. Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Experten mit dem Überschreiten der Wegmarke gerechnet. mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht

OECD präsentiert Studie zum Hamburger Hafen

    OECD präsentiert Studie zum Hamburger Hafen HHM / Lindner© Hamburg hat einen sehr erfolgreichen Hafen! Der Hafen ist das Rückgrat der Hamburger Wirtschaft. Senator Frank Horch sagte bei der Vorstellung der Studie in Berlin: „Die OECD Studie beleuchtet den Hamburger Hafen von allen Seiten und zieht viele interessante Schlüsse. Vor allem auch deshalb, weil sie unser Hamburger Verständnis – was die Bedeutung des Hafens für die gesamte deutsche Volkswirtschaft angeht – klar untermauert.“ Die OECD untersucht in einem sogenannten „Port-Cities Programme“ , wie Häfen die Stadtentwicklung bereichern können. Dazu wird die Wirkung von Häfen auf Städte und Regionen untersucht sowie dessen politische Steuerung. In 2013 wird die OECD einen vergleichenden Report zu allen untersuchten Hafenstädten herausbringen. Zu den untersuchten Hafenstädten gehören u.a.: Los Angeles / Long Beach, Singapore, Rotterdam / Amsterdam, Hamburg und Helsinki. Die Studie zur Seine-Axe (Le Havre, Rouen, Caen, Paris) liegt bereits vor. Hamburg ist nun der zweite Bericht des Port-Cities- Programm, Rotterdam / Amsterdam und Helsinki sollen in 2012 folgen.  Zu den Kerninhalten und Empfehlungen der Studie: • Seit den 80 er Jahren ist der Containerumschlag in Hamburg stark gewachsen. Besonders erfolgreich war die Phase vor 2008, in der der Hamburger Hafen seinen Marktanteil in der Nordrange ausweiten konnte. Aufgrund des vorübergehenden, starken Umschlagseinbruchs in Folge der letzten Weltwirtschaftskrise ergibt sich jedoch für den Betrachtungszeitraum 2001 bis 2011 ein unterdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zu Rotterdam, Antwerpen und Bremen. Der Hamburger Hafen hat im Vergleich besonders ausgeprägte, positive wirtschaftliche Auswirkungen (Wertschöpfung und Beschäftigung) auf andere Wirtschaftsbranchen. In Hamburg liegt ein hoher Multiplikatoreffekt vor, d.h. jeder Euro, der im Hafen ausgegeben wird, führt zu 0,71 Euro an zusätzlicher Wertschöpfung in anderen Branchen. Der Effekt ist höher als in anderen Häfen. • Nationale Bedeutung des Hamburger Hafens: Die Studie stellt die hohe Bedeutung des Hafens für Süddeutschland heraus: Der oben erläuterte Multiplikatoreffekt ist in der Summe in Bayern und Baden-Württemberg höher als in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammen. Die zentrale Rolle des Hamburger Hafens sollte von der deutschen Bundesregierung anerkannt werden und sie sollte unterstützen, dass der Hafen zukunftsfähig bleibt, indem nationale Investitionen wie z.B. der Ausbau des NOK und Investitionen in Hafenhinterlandanbindungen getätigt werden. • Die Studie beleuchtet auch die Flächenknappheit des Hafens. Es wird dazu geraten, die Flächeneffizienz zu erhöhen und enger mit Akteuren in der Metropolregion zusammen zu arbeiten. Der Hamburger Hafen ist nach der Wirtschaftskrise wieder die Nr. 2 der europäischen Containerhäfen vor Antwerpen. 2011 konnte der Hafen ein überdurchschnittliches Wachstum von 9,1 Prozent und somit einen Gesamtumschlag von 132,2 Millionen Tonnen erreichen. Damit konnte er in der nordeuropäischen Hafenrange deutlich an Boden gewinnen. Allein beim Containerumschlag wurden 1,12 Millionen TEU (20-Fuß-Container) mehr umgeschlagen als 2010. Mit insgesamt neun Millionen TEU (d.h. ein Plus von 14,2 Prozent) hat Hamburg in etwa das Ergebnis von 2006 erreichen und Marktanteile zurückgewinnen können. Für das laufende Jahr rechnet Hamburg mit weiterem, wenn auch moderaten Wachstum. Mit einem Plus von rund 27 Prozent hat zudem der Transhipmentverkehr per Feeder 2011 deutlich zugenommen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr rund 3,3 Millionen TEU im Transhipmentverkehr in Hamburg abgefertigt worden – mehr als 30 Prozent des Gesamtaufkommens. Dazu Jens Meier, Chef der HPA: „Der einzigartige Standort des Hafens Hamburg als östlichster Hafen innerhalb der Nordrange macht Hamburg zu einem der bedeutendsten Container-Hubs in Europa. Das zeigt sich schon daran, dass mehr als 150 Feeder jede Woche von Richtung Ostsee Hamburg anlaufen.“ Alles spricht dafür – auch die OECD-Studie – dass die internationale Arbeitsteilung und der Welthandel weiter zunehmen werden, wovon der Hamburger Hafen durch weiteres Wachstum profitieren wird. Auch in Zukunft bleibt er damit ein wichtiger Wachstumstreiber in der Metropolregion. Aus diesem Grund hat die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) auch den Auftrag, weiter in die Hafeninfrastruktur zu investieren und diese bedarfsgerecht zu unterhalten und weiter auszubauen. Das aktuell bedeutendste strategische Projekt im Rahmen der Entwicklung des Hamburger Hafens ist die Fahrrinnenanpassung. Es wird damit die Voraussetzung geschaffen, damit auch die neusten Schiffsgenerationen hinreichend beladen und damit zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen Hamburg anlaufen können. Gerade im Asien-Europa-Verkehr nimmt die Zahl der Großcontainerschiffe, die mehr als 10.000 TEU transportieren können, rasant zu. Der Hamburger Hafen braucht daher die Fahrrinnenanpassung ganz dringend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch die Funktionsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) ist von nationaler und internationaler Bedeutung. Die direkte Verbindung aus dem Hamburger Hafen zur Ostsee bietet sehr gute Voraussetzungen für attraktive und wettbewerbsfähige Seetransporte. Der NOK muss ertüchtigt und an die sich entwickelnden Anforderungen der Schifffahrt angepasst werden, damit er seine Bedeutung nicht verliert. Der Bund hat beschlossen, den Neubau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel zu finanzieren. Die getroffene Entscheidung ist sehr zu begrüßen. Das deutliche und lange erwartete Signal des Bundes zugunsten des Schleusenneubaus war unbedingt notwendig. Im Anschluss an den Neubau der 5. Schleuse in Brunsbüttel muss unbedingt mit der Komplettsanierung der beiden 97 Jahre alten Großen Schleusen in Brunsbüttel begonnen werden sowie der weitere Ausbau des NOK vorangetrieben werden. Durch den kompletten Ausbau des NOK können auch größere Schiffe zukünftig auf den ab Hamburg rd. 250 Seemeilen längeren Seeweg um Skagen verzichten und damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen und Schadstoffen leisten. Ohne den weiteren Kanalausbau besteht die große Gefahr, dass sich das Ladungsaufkommen für den Ostseeraum aus Hamburg wegorientieren könnte. Die Studie der OECD liefert nicht nur für Hamburg und den Bund wertvolle Hinweise und Handlungsempfehlungen, sie belegt auch, dass Hamburg mit seiner Hafenpolitik auf einem richtigen Weg ist.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne