110 Millionen Tonnen Seegüterumschlag – Rekordvolumen für den Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten

Konjunktur

Rekordaufkommen beim Güterverkehr

Montag, 16. Februar 2015

Die Konjunkturerholung in Deutschland hat dem Güterverkehr im vergangenen Jahr einen Transport-Rekord von 4,5 Milliarden Tonnen beschert. Die Seeschifffahrt profitierte von dem Zuwachs.

Das Aufkommen stieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2008 wurde um 0,4 Prozent übertroffen. Das Transportaufkommen in der Seeschifffahrt stieg im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 301 Millionen Tonnen. pk Mehr im THB
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Umschlag im Hafen brummt
Hamburg
So viel Betrieb war nie an den Hamburger Kaikanten: Deutschlands größter Hafen meldet für 2014 einen Umschlagrekord. 145,7 Millionen Tonnen wurden aus- und eingeladen, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bisherige Rekord stammt von 2008, dem Jahr vor der Weltwirtschaftskrise. Der Zuwachs erstreckt sich auf nahezu alle Bereiche und Fahrtgebiete. Der für den Hamburger Hafen besonders wichtige Containerumschlag stieg um 5,1 Prozent auf 9,7 Millionen Standardcontainer (TEU). Wesentlicher Treiber für das Wachstum war der Warenaustausch mit China, dem mit Abstand größten Handelspartner des Hamburger Hafens. Er erhöhte sich um 9,8 Prozent auf knapp drei Millionen TEU. Verfehlt wurde jedoch die anvisierte Zehn-Millionen-Marke. Eine Ursache dafür ist der Einbruch im Russland-Geschäft. Dort sank der Container-Austausch mit russischen Häfen um knapp acht Prozent auf 662 000 TEU. Axel Mattern, Vorstand des Vereins Hamburg Hafen Marketing, war gleichwohl auch mit dem Containergeschäft mehr als zufrieden und hob die hohe Zahl beladener Boxen hervor. „Wir haben noch nie so viele Waren in Containern umgeschlagen.“ Die Hafenmacher sehen das Wachstum als Beleg für die gestiegene Attraktivität Hamburgs. Mattern: „Möglich wurde ein Jahr der Umschlagrekorde, weil Hafenkunden und Reeder auf Hamburg setzen und die Leistungsqualität unseres Hafens schätzen.“ Die Leistungsstärke der Hafenbetriebe und Dienstleister sowie die Liniendienst- und Verkehrsanbindungen mit den Märkten im In- und Ausland hätten Kunden überzeugt. Bestätigt sieht sich auch die Hafenbehörde HPA. Deren Chef Jens Meyer: „Mit unserer Smartport-Strategie gehen wir genau den richtigen Weg – in Richtung Zukunft des Hamburger Hafens.“ Dahinter steckt vor allem der Ausbau der IT-Leistungen, etwa ein elektronisches Verkehrsleitsystem für die notorisch belasteten Zufahrtsstraßen. Im Vergleich zu den Konkurrenzhäfen der Nordrange hat Hamburg laut Mattern weiter Boden gut gemacht. Im Durchschnitt erreichte der Containerumschlag in den großen nordeuropäischen Häfen ein Plus von 4,2 Prozent – in Hamburg waren es 5,1. Die Hansestadt untermauere damit ihre Position als zweitstärkster Containerhafen in Europa hinter Rotterdam. Im weltweiten Ranking liegt Hamburg weiterhin auf Position 15. Nach den Angaben hat der Hamburger Hafen 151 000 Beschäftigte.
mlo
 
Das Containerterminal im Hamburger Hafen: Das Bundesverkehrsministerium plant eine Maut für Schiffe  
Laut Aussagen von Vorstandschef Klaus-Dieter Peters hat der Hamburger Hafen seine eigenen Erwartungen übertroffen.
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Hamburger Hafen trotzt weltweiten Krisen
Umschlagbetrieb steigert Umsatz um mehr als fünf Prozent / Gewinn steigt auf 169 Millionen Euro
Hamburg
Aller weltpolitischen und maritimen Krisen zum Trotz: Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Nach gestern vorgelegten vorläufigen Jahreszahlen steigerte der größte Umschlagbetrieb im Hamburger Hafen seinen Umsatz 2014 konzernweit um mehr als fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um zehn Prozent auf 169 Millionen Euro. HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters zeigte sich zufrieden damit, die eigenen Erwartungen leicht übertroffen zu haben: „Unsere vertikale Konzernstrategie erwies sich 2014 als so robust, dass wir selbst unter schwierigen Rahmenbedingungen wie der weiteren Verzögerung bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe sowie angesichts der regionalen Krisen in Russland und der Ukraine noch überdurchschnittliche Ergebnisse erwirtschaften konnten.“ Dabei sind die Negativfolgen der Russlandsanktionen in den Zahlen durchaus ablesbar. So büßte der HHLA-Terminal im Schwarzmeerhafen Odessa (Ukraine) fast ein Drittel seines Umschlags auf knapp 300 000 Standardcontainer (TEU) ein. Zugleich kletterte jedoch die Anzahl der an den Hamburger Terminals Altenwerder, Tollerort und Burchardkai abgewickelten Boxen um 1,2 Prozent auf 7,2 Millionen Stück. Unter dem Strich hat die HHLA im abgelaufenen Jahr unverändert rund 7,5 Millionen TEU umgeschlagen. Zur Gewinnsteigerung haben nach Angaben des Unternehmens vor allem die guten Geschäfte der Sparte Intermodal beigetragen, dem Weitertransport der Container mit Zügen und Lkw. Das Volumen stieg um gut neun Prozent auf 1,3 Millionen TEU. Wesentlicher Grund dieses Erfolges, so die Konzernmanager, sei die Strategie, „mit eigenen Anlagen im europäischen Hinterland und mit rollenden Material eine hohe Wertschöpfungstiefe zu erzielen“. Der Umsatz im börsennotierten Kerngeschäft Hafenlogistik kletterte auf 1,17 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,11 Milliarden, plus fünf Prozent), das Betriebsergebnis um 15 Millionen auf 155 Millionen (Vorjahr: 140 Millionen). Das positive Ergebnis des Platzhirsches ist ein Fingerzeig für ein mögliches Rekordergebnis des gesamten Hamburger Hafens für 2014. Die Zahlen wird die Hafen Hamburg Marketing Gesellschaft am Montag bekannt geben.
mlo
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Wirtschaft

Frachter aus China

08.12.14

A380 der Meere darf nicht voll beladen nach Hamburg

Das größte Frachtschiff der Welt ist so groß wie vier Fußballfelder und kommt mit 22 Mann Besatzung aus. Heute ist es von Shanghai zur Jungfernfahrt aufgebrochen, die es bis nach Deutschland führt.

Von Johnny Erling, Peking

Der Hamburger Hafen kann sich im neuen Jahr auf ein Riesenspektakel gefasst machen: Im Januar werden "vier schwimmende Fußballfelder", oder – wie das größte Containerschiff der Welt in China auch genannt wird – der "A380 der Schifffahrtsindustrie" dort anlegen.

Am Montag ist das auf "Globe" getaufte, 400 Meter lange, 60 Meter breite und haushohe Frachtschiff von Shanghai aus zu seiner Jungfernfahrt aufgebrochen. Es gehört der Großreederei "CSCL" (China Shipping Container Lines).

Vollbeladen könnte es mit einer einzigen Fracht halb Europa mit iPads bedienen. 200 Millionen dieser Tablets passen nach Angaben des Unternehmens in die 19.100 Standardcontainer (TEU oder 20-Fuß-Einheiten). Das sind rund 800 Stahlkisten mehr, als auf der dänischen "Maersk McKinney Moeller" Platz finden. Mit 398 Meter Länge, 58 Meter Breite und 18.270 Containern war sie bis zum vergangenen Jahr noch das weltgrößte Frachtschiff.

Reederei bestellt gleich fünf Frachter

Diesen Titel beansprucht nun die "Globe" für sich. Sie läuft unter anderem die Containerhafen im britischen Felixstowe und im niederländischen Rotterdam an, wo sie den größten Teil ihrer Fracht, vor allem Textilien und Produkte aus der Leichtindustrie, entlädt. Am 12. Januar liegt sie dann für eineinhalb Tage in Hamburg vor Anker.

Der Hafen sei für eine vollbeladene "Globe" nicht tief genug, erfuhr die "Welt" aus der Europazentrale der "China Shipping Europe Holding". Ihr erster Besuch wird nichtsdestotrotz zum Ereignis. "Wir werden die Ankunft feiern", sagt eine Mitarbeiterin.

Gebaut wurde der gigantische Frachter in Südkoreas Werft "Hyundai Heavy Industries". Die Großreederei CSCL hatte im Mai 2013 gleich fünf der Schiffs-Riesen bestellt. Nach Angaben der Pekinger Börsenzeitung "Zhengjuan Shibao" zahlte sie rund 700 Millionen Dollar für die baugleiche Containerflotte der Superlative. Ein echter Schnäppchenpreis, den ihr die Branche neidet.

Branche will aus der Krise

Denn der Schifffahrtsindustrie ging es in den vergangenen Jahren wegen Überkapazitäten, einem schwächelnden Welthandel, fallender Transport- und hoher Ölpreise nicht gut. Doch das wird sich demnächst ändern, so hofft zumindest die CSCL, die in den vergangenen Jahren selbst hohe Verluste machte.

Sie hat ihren zweiten Containergiganten nach Globe optimistisch "Pazifik" getauft. Der Name soll ein gutes Omen sein. Denn in den USA treibt der erneute Wirtschaftsaufschwung die Nachfrage nach chinesischen Produkten wieder nach oben. Mitte 2015 sollen alle fünf Großfrachter für die CSCL ausgelaufen sein.

Der Kapitän der "Globe", Sun Feng, hatte das Schiff im November in der Hafenstadt Tianjin entgegengenommen. Die erste Jungfernfahrt nach Europa und über das belgische Zeebrügge nach China zurück werde 70 Tage dauern, hieß es. Bis zu 25 Knoten (46 Kilometer) kann der Gigant auf See pro Stunde zurücklegen.

Seine Größe würde sich rechnen, erklärt die CSL. Verglichen mit einem 10.000-TEU Frachtschiff verbrauche die "Globe" 20 Prozent weniger Antriebsenergie pro beförderter Tonnage und stoße so auch jährlich 30.000 Tonnen weniger Kohlendioxid aus. Und der Kapitän kommt nach eigenen Angaben mit nur 22 Mann Besatzung aus, um den vollautomatisierten Riesen, der länger als ein Flugzeugträger ist, sicher durch die Weltmeere zu steuern.

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110 Millionen Tonnen Seegüterumschlag – Rekordvolumen für den Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten

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Mit einem Gesamtumschlag von rund 110 Millionen Tonnen erreicht der Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten 2014 einen Umschlagrekord. Der Zuwachs, zu dem fast alle Umschlagsegmente ihren Anteil beitrugen, hat sich mit 5,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum überdurchschnittlich gut entwickelt. Der im Universalhafen Hamburg dominierende Containerumschlag erreicht mit einem Plus von 6,4 Prozent ebenfalls eine Rekordmarke von 7,4 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Hamburg wächst stärker als die Wettbewerbshäfen am europäischen Nordkontinent. Diese verzeichnen im Durchschnitt ein Wachstum im Gesamtumschlag von 1,9 Prozent und beim Containerumschlag von 4,0 Prozent. Demnach kann der Hamburger Hafen auch im Zeitraum Januar bis September im Containerverkehr seinen Marktanteil von 26,1 Prozent auf 26,7 Prozent ausbauen.

Zweistelliges Wachstum im Containerverkehr mit Asien und Afrika

Copyright Lutz Messerschmidt „Hamburg profitiert besonders vom zweistelligen Wachstum im Containerverkehr mit Asien. Vor allem China, Hamburgs größter Handelspartner im Containerverkehr, trägt mit einem Wachstum von 12,8 Prozent für die enorme Schubkraft im seeseitigen Außenhandel von Deutschlands größtem Universalhafen bei. Im Containerverkehr mit China wurden in den ersten neun Monaten 2,3 Millionen TEU in Hamburg umgeschlagen. Im direkten Containerverkehr mit indischen Häfen erreicht Hamburg in den ersten drei Quartalen mit 176.000 TEU sogar ein Plus von 15,4 Prozent. Sehr erfreulich entwickelte sich in diesem Zeitraum auch der Containerverkehr mit Malaysia, der mit 203.000 TEU ein Plus von 10,2 Prozent verzeichnet. Auch der Containerverkehr mit Afrika entwickelt sich mit einem Plus von 28,2 Prozent sehr gut. Hier sind es vor allem die Containerverkehre mit Nord- und Südafrika, die für starkes Wachstum sorgen“, erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM).

Positive Entwicklung in der Ostseeregion

Von besonderer Bedeutung für den Hamburger Hafen sind die Containerverkehre mit der Ostseeregion: 1,8 Millionen TEU wurden in den ersten neun Monaten auf dieser Relation mit Feederschiffen transportiert. Das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent. Im Containerverkehr mit polnischen Häfen wurden per Feeder 300.000 TEU (+ 29,2 Prozent) transportiert. „Mit der unverändert starken Zunahme der Feederverkehre zwischen Hamburg und den polnischen Häfen wird deutlich, dass neben Hamburgs gut ausgebauten Landverkehren per Eisenbahn und Lkw der seeseitige Containertransport zur Versorgung des polnischen Marktes weiter an Bedeutung gewinnt und nicht durch vereinzelte Direktdienste in die Ostsee zu ersetzen ist“, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Der Containerverkehr zwischen Hamburg und russischen Häfen erreicht in den ersten neun Monaten ein Umschlagvolumen von rund 504.000 TEU und bleibt damit 5,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. „Russland ist nach China unverändert im Containerverkehr auf Rang zwei der Handelspartner des Hamburger Hafens. Für die ersten neun Monate des Jahres ist festzustellen, dass vor allem durch den schwachen Rubel über den Hamburger Hafen mehr beladene Importcontainer aus Russland (120.000 TEU, + 21,9 Prozent) und weniger Exportcontainer nach Russland (296.000 TEU, - 4 Prozent) verladen wurden. Die Zahl der beladenen Container stieg in den ersten drei Quartalen auf 416.000 TEU (+ 2,3 Prozent). Mit wöchentlich mehr als 160 Feederverbindungen, davon 32 in russische Häfen, baut Hamburg für die Ostseeregion seine Funktion als die zentrale Drehscheibe im Containerverkehr weiter aus“, erläutert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Anzahl besonders großer Containerschiffe in Hamburg steigt weiter an

Von Januar bis September wurde Hamburg von 374 besonders großen Containerschiffen (Ultra Large Container Ships) mit Stellplatzkapazitäten von 10.000 TEU und mehr angelaufen. Die Zahl der Schiffsanläufe dieser Größenklasse nahm zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit 302 Anläufen um nahezu ein Viertel (+ 23,8 Prozent) zu und macht deutlich, dass die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe dringend für den Hafen und die Schifffahrt realisiert werden muss. Für 2015 sind bereits erste Anmeldungen für den Anlauf von zehn Großcontainerschiffen mit einer Schiffslänge von mehr als 400 Meter in Hamburg registriert. „Der Hamburger Hafen ist weiter auf Erfolgskurs. Das macht gleichzeitig die Dringlichkeit der Fahrrinnenanpassung deutlich. Ich möchte heute an alle, denen der Hamburger Hafen am Herzen liegt, appellieren, nach außen hin – gerade auch gegenüber den internationalen Geschäftspartnern und Hafenkunden – deutlich zu machen, dass das Projekt zwar noch nicht realisiert werden kann, jedoch auf klarerem Zielkurs ist, als es jemals war“, betont Hamburg's Wirtschaftssenator Frank Horch.

Mehr Stückgut und Massengut in den ersten drei Quartalen umgeschlagen

Mit 78,3 Millionen Tonnen sorgt vor allem der Stückgutumschlag in den ersten neun Monaten für ein sehr starkes Plus von 7,9 Prozent. Das insgesamt überdurchschnittlich gute Ergebnis beim Containerumschlag ist auf einen starken Export mit insgesamt 3,6 Millionen TEU (+ 6,6 Prozent) und einen ebenfalls sehr starken Import mit 3,8 Millionen TEU (+ 6,2 Prozent) zurückzuführen. Der Umschlag leerer Container liegt mit 0,9 Millionen TEU leicht über dem Vorjahresniveau. Der Umschlag im Segment konventionelles Stückgut zeigt mit 1,44 Millionen Tonnen (+ 1,1 Prozent) in den ersten neun Monaten ebenfalls eine positive Entwicklung. Hier sind es vor allem die Exporte von Stahl, Eisen, Papier und Holz, die einen Zuwachs im Umschlag der Hamburger Multipurpose-Terminals brachten. Im Bereich Massengut ist mit 31,6 Millionen Tonnen ein Wachstum von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Besonders positiv wurde dieses Ergebnis von einem weiterhin starken Export und Import von Getreide geprägt. Zu verringerten Umschlagmengen führte der deutliche Rückgang von rund 600.000 Tonnen bei den Rohölimporten (- 29,2 Prozent), die in erster Linie im Zusammenhang mit den Umstrukturierungen einer in Hamburg ansässigen Raffinerie zu sehen sind.

Die Rekordmarke von 144 Millionen Tonnen kann am Ende des Jahres erreicht werden

„2014 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr für den Hamburger Hafen. Für uns ist das Bestätigung und Ansporn zugleich, dass wir mit unseren intelligenten Lösungen auf dem richtigen Weg sind und den Hafen auch zukünftig auf Erfolgskurs halten“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA. Für das Gesamtjahr 2014 prognostiziert HHM-Vorstand Axel Mattern: „Wir können 2014 im Seegüterumschlag ein Plus von 3,6 Prozent und im Containerumschlag zwischen 3,8 und 5,1 Prozent erreichen, wenn alles gut läuft.“ Voraussetzung dafür sind ein weiteres Wachstum im Containerverkehr mit China und nicht weiter ausgedehnte Einschränkungen im russischen Außenhandel durch Sanktionen. Somit wäre für den Hamburger Hafen ein Ergebnis beim Gesamtumschlag von rund 144 Millionen Tonnen und beim Containerumschlag von etwa 9,7 Millionen TEU möglich. Damit wäre die letztmals 2008 erreichte Rekordmarke von 140 Millionen Tonnen im Seegüterumschlag übertroffen.

Hintergrundinformationen

Charts zur Pressekonferenz Video zur Pressekonferenz
Feederschiffe am Burchardkai
Großcontainerschiffstreffen vor dem Waltershofer Hafen
Stückgutumschlag am Wallmann Terminal

Fotostrecke

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Schock für Reedereien: Kommt jetzt die Schiffsmaut?

Nach der Pkw-Maut plant das Bundesverkehrsministerium die Einführung einer weiteren Abgabe, eine Maut für Schiffe. Was das für die Schifffahrt auf Elbe und Weser bedeuten könnte.

Foto: pa/dpa
Das Containerterminal im Hamburger Hafen: Das Bundesverkehrsministerium plant eine Maut für Schiffe
Das Containerterminal im Hamburger Hafen: Das Bundesverkehrsministerium plant eine Maut für Schiffe

Berlin/Hamburg. Für Reedereien und Spediteure dürfte die Nachricht ein Schock sein: Nach der Pkw-Maut plant das Bundesverkehrsministerium die Einführung einer weiteren Abgabe, eine Maut für Schiffe. Nach Informationen des Abendblatts will das Ministerium damit die Kosten für die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen auf die Benutzer abwälzen. Neben den Lotskosten, die bereits heute erhoben werden, sollen künftig auch die Verkehrsüberwachung der Radarstationen sowie der Unterhalt für die Fahrrinnen über eine feste Gebühr bezahlt werden.

Auslöser für die Pläne ist das neue Bundesgebührengesetz von 2013. Ziel dieses Gesetzes ist es, die zahllosen Regelungen zur Erhebung von Verwaltungsgebühren zu vereinfachen und vor allem das Prinzip der Kostendeckung zu stärken. Das Bundesverkehrsministerium wiegelt auf Anfrage des Abendblatts ab: Abgaben würden auf den meisten Bundeswasserstraßen von der Schifffahrt seit über 100 Jahren erhoben. Das Bundesgebührengesetz stelle dies nur auf eine neue Grundlage. Tatsächlich dürften die Belastungen erheblich sein. Für Sportboote ist die Einführung der Maut beispielsweise bereits beschlossen. Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche (CDU), vor Kurzem erklärte, soll die Sportbootmaut auf deutschen Binnengewässern ab August 2018 gelten, und dem Bund jährlich 65 Millionen Euro an Einnahmen einbringen.

Das gilt aber nicht nur für Sportboote. Wie das Ministerium dem Abendblatt mitteilte, soll im kommenden Jahr ein Gutachten ausgeschrieben werden, wie eine Gebühr auf den Bundeswasserstraßen für alle Schiffe aussehen könnte. Relativ weit sind die Pläne für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Dessen Ausbau und die Sanierung der Schleusen verschlingt mehr als 700 Millionen Euro. Gleichwohl gibt es für den NOK als deutschlandweite Ausnahme bereits neben der Lotspflicht eine Kanalsteuer. Bereits unter dem ehemaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wurde die Planungsgesellschaft Planco in Essen beauftragt, ein Gutachten darüber zu erstellen, welche verkehrlichen Auswirkungen eine Erhöhung dieser Kanalsteuer nach sich zieht. Das liegt im Entwurf vor.

Rheinschifffahrt von Zöllen befreit

Die Hafenwirtschaft sorgt sich jetzt um die Einführung der Maut auf Elbe und Weser. Rotterdam und Antwerpen kennen so etwas ja nicht. "Wir dürfen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen nicht gefährden", sagt Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). In die gleiche Kerbe haut der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg (UVHH), Gunther Bonz. "Es darf keine Ungleichbehandlung zwischen Elbe, Weser und Rhein geben", sagt er. Die Schifffahrt auf dem Rhein sei nach einer historischen Vereinbarung der Anrainerstaaten von Abgaben und Zöllen befreit. Das müsse auch für Elbe und Weser gelten. "Sollte dieses von der Bundesregierung nicht eingehalten werden, sind alle politischen Erklärungen im Hinblick auf die Unterstützung der deutschen Seehäfen nur noch Makulatur", so der UVHH-Präsident und Generalbevollmächtigte des Terminalbetreibers Eurogate.

Zumindest in dieser Hinsicht gibt es beim Bundesverkehrsministerium offenbar ein Einsehen: "In den Küstengewässern ist die Schifffahrt gebührenfrei. Dies entspricht auch unserer Haltung für die seewärtigen Zufahrten, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden", teilte das Ministerium mit. Also: keine Maut auf der Elbe.

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne