Hapag-Lloyd / Hamburg – Sued trotzt der Schifffahrtskrise

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/containerschiffe-wie-der-stau-auf-dem-ozean-die-wirtschaft-bremst/11314650.html Copyright Handelsblatt
Containerschiffe
Wie der Stau auf dem Ozean die Wirtschaft bremst
An Häfen der US-Westküste stapeln sich die Container. Eine Mischung aus logistischen Problemen und Arbeitskampf sorgt für erhebliche Verzögerungen – mit Folgen wie Pommes-Knappheit und Yogahosen-Krise.
New YorkIn Los Angeles ist Stau – nicht mehr nur auf den Straßen, sondern auch auf dem Meer. Vor den Häfen von Los Angeles und Long Beach dümpeln Containerschiffe tagelang an der Ankerkette. Just-in-time? Unmöglich. An Land stehen LKW-Fahrer Schlange, um Autoteile, Luxusmode oder Smartphones wegzukarren, die aus Asien über den Pazifik kommen. Auch Exportware wie Tierfutter, Baumwolle und Obst hängt in der Warteschleife. Unter dem Schneckentempo in den Westküstenhäfen leiden ganze Branchen – über die USA hinaus . In Japan zum Beispiel werden die Pommes knapp. Ende Januar meldet der Hähnchenriese KFC, die Kartoffelbeilage gehe aus. Bereits im Dezember rationierte McDonald’s die Portionen: mittlere und große Pommes-Tüten gibt’s in Japan nicht mehr. Der Grund: Fastfood-Ketten schicken Tiefkühlkartoffeln in ihre Filialen, und den schnellen Weg von der US-Westküste nach Asien versperren nun stapelweise Container. McDonald’s reagiert zwar schnell: Rund 1000 Tonnen Tiefkühlpommes lässt das Unternehmen mit dem Flugzeug nach Japan bringen, was bis zu zehn Mal so viel kosten kann wie auf dem Seeweg; außerdem gehen Lieferungen von der Ostküste aus auf die Reise. Ein Blick auf den Globus verrät indes: Auch das wird teuer. Und es hilft nicht.
hilft nicht. Im Januar meldet der japanische Zweig von McDonald’s einen Umsatzrückgang von 21 Prozent, 14 Prozent weniger Kunden kamen in die Filialen des Landes. Zwar hat das Unternehmen dort auch mit mehreren Skandalen zu kämpfen – unter anderem fand ein Gast ein Stück Plastikhandschuh im Essen –, aber in der Meldung von McDonald’s Japan heißt es auch: „Probleme mit dem Nachschub an kartoffelhaltigen Produkten haben den Umsatz im Dezember beeinträchtigt, obwohl wir verschiedene Maßnahmen gegen den lang anhaltenden Tarifstreit an den Häfen der US-Westküste ergriffen hatten.“ Einen Streit zwischen Westküsten-Hafenarbeitern und ihren Arbeitgebern nennen die meisten Unternehmen als Grund für erhebliche Verzögerungen beim Im- und Export. Doch dahinter stecken noch weitere Ursachen – insbesondere in den Häfen von Los Angeles und Long Beach, in denen gut 40 Prozent aller für die USA bestimmten Waren ankommen. Rein, runter, rauf, raus: So soll es laufen, wenn ein Containerschiff ankommt. Dafür haben die Nachbarhäfen Los Angeles/Long Beach mehrere Terminals, die Containerschiffe verschiedener Reedereien gleichzeitig löschen können. Doch inzwischen entwickeln sich Großreedereien wie Maersk, CMA CGM und MSC weg von der großen Flotte und hin zum großen Schiff – und Allianzen, um diese zu füllen.
Noch vor fünf Jahren bestand eine Ladung meist aus rund 5000 Containern. Heute schieben sich Ozeanriesen mit 12.000 Containern über die Meere, das aktuell größte Containerschiff der Welt kann 19.100 aufnehmen – und soll bald schon überholt werden. Bereits jetzt sind viele Schiffe um rund ein Drittel größer, als es die Häfen Los Angeles/Long Beach bewältigen können. Und das bedeutet: Stau.
Seite 1:

Wie der Stau auf dem Ozean die Wirtschaft bremst

Seite 2:

Riesenladungen überfordern US-Häfen

Seite 3:

Verzögerungen schon im Weihnachtsgeschäft

Seite 4:

Stresstest durch chinesisches Neujahrsfest

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/01/geringes-wachstum-container-schifffahrt-in-der-krise/ Copyright marine insight Copyright deutsche Wirtschaftsnachrichten

Geringes Wachstum: Container-Schifffahrt in der Krise

In der Container-Schifffahrt herrscht eine massive Überkapazität. Die Frachtraten und die Preise sinken. Fusionen in der Containersparte nehmen zu, Einsparungen sind an der Tagesordnung. Maersk hält sich dank eines Sparprogramms noch im Gewinnbereich, warnt aber vor einer Verschärfung der Lage.

Ihren XING-Kontakten zeigen
Ohne stetiges Kostensenken, würde auch Maersk wie seine Konkurrenten noch mehr in die Krise abdriften (Foto: dpa) Die Schifffahrt leidet massiv unter dem weltweiten Wachstumseinbruch und dem zu hohen Konkurrenten-Aufkommen. Von den 13 Konkurrenten Maersks meldeten allein zehn Gewinneinbrüche oder sogar Verluste in der ersten Hälfte des Jahres, so die FT. Ein Trend, der bereits im vergangenen Jahr zu spüren war und Anleger in Schifffahrtsfonds an den finanziellen Abgrund trieb. Das Hamburger Unternehmen Hapag-Lloyd etwa ist die größte deutsche Containerlinienreederei. Die Nettoverschuldung des Konzerns erhöhte sich zum 30. September 2014 nach eigenen Angaben gegenüber dem Jahresende 2013 von 2,47 Milliarden Euro auf 2,834 Millionen Euro. Das Unternehmen will mit der chilenischen Reederei CSVA fusionieren. Entsprechend erwägt Maersk nun, niedrigere Margen festzulegen, um die Preise wieder ansteigen zu lassen. Das Unternehmen hatte  nach einem Verlust von 550 Millionen Dollar 2011 mit einem Sparprogramm reagiert, von dem es jetzt gegenüber seinen Konkurrenten profitiert. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr einen Nettogewinn von mehr als zwei Milliarden Dollar. Maersk senkte unter anderem die Kosten, indem die Containerschiffe nun langsamer fahren, um Sprit zu sparen. Die Einführung der riesigen „Triple Es“-Schiffe senkte ebenfalls die Kosten für das Unternehmen. Es gebe ein paar Anzeichen für Wachstum in der Containerschifffahrt im kommenden Jahr, zitiert die FT Søren Skou von Maersk. „Aber ist gibt nicht viel, das jenseits des weltweiten BIP-Wachstums Wachstum in der Container-Schifffahrt hervorbringen könnte.“ Das Problem seien in diesem Zusammenhang auch die verlustbringenden Konkurrenten oder Rivalen mit gut betuchten Eigentümern. Denn diese senken ihre Preise, um bei der vorliegenden Überkapazität überhaupt noch Aufträge zu erhalten. Am Shanghai Containerized Freight Index (SCFI) lässt sich die derzeitige Entwicklung sehr gut ablesen. Der Index zeigt die Entwicklung der Frachtraten. Die Containertransporte zwischen Asien und Europa sind hierbei besonders wichtig, da es sich um die am stärksten befahrene Handelsroute handelt. Vergangene Woche sanken hier die Preise pro Lieferung von 20-Fuß-Containern von 1. 175 Dollar auf 934 Dollar. Bis zum 21. November rutschten sie um weitere 125 Dollar ab. Im Vergleich zur Situation vor der Finanzkrise hat sich das Nachfrage-Wachstum mehr als halbiert. Die Frachtpreise fallen seit 15 Jahren konsequent. „Es ist bedenklich, dass die Branche als Ganzes nicht rentabel ist“, so Søren Skou. Man müsse doch als Industrie in der Lage sein, „unsere Rolle in der Welt des Handels und der Dienstleistungen zu niedrigen Kosten zu erfüllen“. Jedes Jahr müsse Maersk weitere Kosten einsparen, um die Inflation abzufangen und die Marge halten zu können.
Kommentare
Dieser Artikel hat 6 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

 Zeichen übrig
    • Siggi40.de sagt:
      Der Baltic-Dry-Index, ein Frühindikator für die Weltwirtschaft, am 28.11.2012 noch 1.104 Punkte. Seitdem wieder im freien Fall. Am 21.12.2012 nur noch 700 Punkte, ein Minus von 36% innerhalb von 3 Wochen!! (1 Jahr Chart / 5 Jahre Chart). Am 20.Mai 2008 mit 11.793 Punkten sein Allzeithoch, am 03.02.2012 sein Allzeittief mit 647 Punkte. Stand per 31.01.2015: 608 Punkte
    • Matze sagt:
      Trotz des weltweiten Wachstumseinbruchs, der Investitionskrise und des mangelhaften Rückflusses der bedruckten Papierlappen in die Realwirtschaft wächst Dtld. unaufhaltsam weiter. Unsere Staatsratsvorsitzende hat in ihrem 5-Jahresplan klar deutlich gemacht, dass das Wachstum alternativlos ist! Deswegen wächst unsere Wirtschaft unaufhaltsam – grade weil es weltweit eingebrochen ist und insbesondere die Russland-Sanktionen der deutschen Industrie einen schweren Schlag versetzt haben! Minütliches Absinken der Arbeitslosenquoten, Fachkräftebedarf aller Orten, Überstunden, Lohnorgien und vor allem leergeräumte Halden untermauern eindrucksvoll, wie erfolgreich die Blockpartei Politik macht. Also nochmals klar verständlich: Deutsches Wachstum aufgrund des globalen Einbruchs!! Alles klar, oder?
    • Zbigniew sagt:
      “Jedes Jahr müsse Maersk weitere Kosten einsparen, um die Inflation abzufangen und die Marge halten zu können.” Das kenne ich aus der Automobilindustrie bzw. aus der Zulieferbrache. Hier fallen schon seit Jahren die Preise. Aus diesem Grund kann ich nicht nachvollziehen, dass die AktienIndizes weiter steigen. Ein weiteres Gewinnwachstum ist nicht mehr möglich, da die Märkte immer weiter gesättigt sind und die Sparmassnahmen langsam ihre Grenzen erreichen.
    • Alchemy sagt:
      Gut für uns Verbraucher, die Waren werden preisgünstiger.
http://www.marineinsight.com/shipping-news/maersk-hamburg-sud-reliable-container-shipping-carriers-drewry/
Hamburg Süd Gast fordert Innehalten bei Schiffsgrößen Freitag, 21. November 2014 Mit der Indienststellung der ersten 19.000-TEU-Frachter sollte die weltweite Reedereibranche bei der Schiffsgrößenentwicklung bis auf weiteres einen Punkt setzen. Dafür sprach sich Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Süd-Gruppe, am Mittwoch auf der Mitgliederversammlung des Zentralverbands Deutscher Seehafenbetriebe (ZDS) aus. Ein solches Kapazitätsmoratorium sei aus mehreren Gründen erstrebenswert. So leide diese Branche ja weiterhin unter den Folgen eines deutlichen Überangebots an Containertransportkapazitäten. eha Mehr im THB

A) Hapag-Lloyd Celebrates 120 Years of Liner Service to Canada

Montreal express hapag lloyd containership canada The “Montreal Express” (4,400 TEU) on the St Lawrence River and Quebec City beyond , and fourth-largest in the world, with a comprehensive network of eleven services from Canada to Europe, Asia, Africa and Oceania. barque hapag-lloyd maritime history The first steamers used in the new liner service to Canada had a capacity of between 2,100 and 2,900 GRT and were also rigged as barques. This summer, Hapag-Lloyd is celebrating the 120th anniversary of its first liner service to Canada. As Canadian routes became increasingly attractive from an economic point of view at the end of the 19th century, Hapag acquired the smaller Hamburg-based steamer shipping company, Hansa, and continued the service they started to Canada in 1883 under the name Hansa Line. In 1892, the steamer “Cremon” first set sail for Montreal flying the Hapag flag. By today’s standards the ship, with its 2,132 gross register tonnage, was rather smaller than it was impressive. It was 90 metres long and could carry just 18 passengers. By way of comparison, the large container vessels in the “Seattle Express” class, currently serving Hapag-Lloyd’s Asia–Canada route, are 334 metres long, have a capacity of up to 103,000 tonnes and can carry 8,600 standard containers. A good decade before the opening of the Panama Canal in 1914, the company included Canada in the longest round trips that its vessels ever made: from Hamburg around Cape Horn and then from America’s western seaboard up to Canada’s Puget Sound. The round  canada pacific hapag lloyd maritime history   trip included atotal of 80 ports and took up to 15 weeks back then. After the two world wars, both German shipping companies Hapag and Norddeutscher Lloyd, which merged in 1972 to become Hapag-Lloyd AG, first resumed a joint service to Canada in 1954. As container shipping became the norm, Hapag-Lloyd included Halifax in its full container service between Europe and the east coast of the US in 1972. With the acquisition of CP Ships in October 2005, Hapag-Lloyd also acquired a piece of Canadian history. The subsequent integration of the established Canadian shipping company is internationally considered to have been exemplary. The service was maintained without limitations, yet after a transitional period of just over a year, Hapag-Lloyd announced the successful completion of the integration. This made Hapag-Lloyd, with its fleet of 136 ships, a global player among the international top five container liner shipping companies. At the same time, Hapag-Lloyd also became the largest container carrier in Canada. Canada is still one of Hapag-Lloyd’s most important trading routes, as it has been for the last 120 years. For decades it has been served by the most modern ships in the Company’s fleet. For Halifax and Vancouver, Hapag-Lloyd is the largest partner, and for Montreal the second-largest. These routes via Canada allow many markets in the United States to be connected quickly and reliably with Europe and Asia. The route that was started 120 years ago has meanwhile grown into a comprehensive network of eleven Hapag-Lloyd services from Canada to Europe, Asia, Africa and Oceania.
“We’re incredibly proud of the long-standing partnership between Hapag-Lloyd and its customers in Canada. It is an area of great economic importance”, says Michael Behrendt, Chairman of the Executive Board of Hapag-Lloyd AG, on the anniversary.
All images courtesy Hapag-Lloyd
Related Articles:
  1. Ship Photo of the Day: Hapag-Lloyd Bumps Up Freight Rates
  2. ABS Celebrates 150 Years of Service
  3. G6 Alliance Set to Launch Asia-Europe Liner Service
  4. STX France receives order for luxury cruise ship from Hapag-Lloyd Cruises
  5. Happy Birthday! USCG Celebrates 219 Years of Service
Tagged with:
About The Author

gCaptain Staff

gCaptain is the top-visited maritime and offshore industry news blog in the world. Since 2006, gCaptain has proven to be a highly effective platform for information sharing and source for up-to-date and relevant news for industry professionals worldwide.
   

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei Hapag-Lloyd

Weber folgt Frenzel

Donnerstag, 14. Juni 2012
Webel löst Frenzel bei Hapag-Lloyd ab. Foto: Hapag-Lloyd
Weber löst Frenzel bei Hapag-Lloyd ab. Foto: Hapag-Lloyd
Der frühere Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat seine Position als Aufsichtsrats-vorsitzender der Reederei Hapag-Lloyd angetreten. Er ist Nachfolger des TUI-Vorstandsvorsitzenden Michael Frenzel, der aus dem Gremium ausgeschieden ist, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Der Wechsel ist Ausdruck der veränderten Eigentumsverhältnisse bei Hapag-Lloyd: TUI will sich ganz aus der Schifffahrt zurückziehen.  

Nachrichten : Teurer Diesel setz  tHapag-Lloyd zu  Hamburg

Höhere Dieselkosten von 116 Millionen Euro haben Deutschlands wichtigste Containerreederei Hapag-Lloyd im ersten Quartal 2012 trotz höherer Umsätze in die roten Zahlen gedrückt. Der Konzern fuhr von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen sechsfach höheren Verlust von 132 Millionen Euro ein. Der Umsatz stieg dagegen um acht Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie das Hamburger Unternehmen gestern mitteilte. Im Verlauf des Jahres will Hapag-Lloyd höhere Preise durchsetzen und in die Gewinnzone zurückfahren. Laut Hapag-Lloyd legte die Menge der transportierten Container wegen des guten Welthandels zwar um elf Prozent zu, die Erlöse hielten aber wegen Preiskämpfen unter den Reedereien nicht Schritt. Hapag-Lloyd steckt in einer Zwickmühle: Die Treibstoffkosten stiegen um 30 Prozent, aber die Konkurrenz ließ Preiserhöhungen bisher nicht zu. Auch andere Großreedereien schreiben deswegen derzeit Verluste.

dapd

Norddeutsche Rundschau

Bunkerkosten belasten Hapag-Lloyd-Ergebnis

132 Millionen Euro Verlust

Freitag, 11. Mai 2012

Hapag-Lloyd verfügt derzeit über eine Flotte von 143 Containerschiffen. Foto: Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd verfügt derzeit über eine Flotte von 143 Containerschiffen. Foto: Hapag-Lloyd
Die stark gestiegenen Ölpreise haben bei der Linienreederei Hapag-Lloyd zu hohen Verlusten geführt. Trotz eines Wachstums bei Transportmenge und Umsatz weitete sich der Konzernverlust in den ersten drei Monaten gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 22 auf 132 Millionen Euro aus, teilte Hapag-Lloyd am Donnerstag in Hamburg mit. Die Preise für den Treibstoff der Schiffe hätten Rekordhöhen erreicht. Sie lagen um 31 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die beschlossenen deutlichen Erhöhungen der Frachtraten werden dagegen erst im zweiten Quartal durchgreifend wirksam. Damit geriet Hapag-Lloyd in eine ungünstige Situation aus niedrigen Erlösen wegen des Preiskampfs unter den Containerschiffsreedereien und hohen Kosten. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

ermany: Hapag-Lloyd Increases Revenue in Q1 2012

Posted on May 10th, 2012 with tags , , , , , , , .
Germany - Hapag-Lloyd Increases Revenue in Q1 2012 Revenue up 8% at EUR 1.6 billion / Transport volume up 11% at over 1.3 million TEU / Soaring bunker prices depress earnings in Q1, which is always weak season for shipping Despite the persistently challenging environment in the industry, Hapag-Lloyd further increased its transport volume and revenue in the first quarter of 2012. The average freight rate was USD 1,484/TEU in Q1, down around 5% on the previous year’s figure of USD 1,563/TEU. Revenue totalled EUR 1.6 billion in the first three months of this year – an 8% rise compared to Q1 2011. This was attributable to an increase of approximately 11% in the transport volume, which climbed to 1.32 million TEU. The bunker price shot up again in the period from January to March. It averaged USD 667/tonne and was therefore 31% higher than last year. This generated additional bunker costs and other energy-related cost increases in the quarter under review – especially in conjunction with feeder and domestic transport – which depressed earnings by considerably more than USD 150 million compared with the first quarter of 2011. At the end of January, Hapag-Lloyd resolved to increase its rates considerably effective 1 March in order to compensate for the sharp rise in energy costs. It announced that further price rises would come into effect in April, May and June. The forthcoming price increases will only affect earnings starting in the second quarter and are not sufficient to fully offset the additional expenses currently caused by elevated bunker prices and other energy-related transport costs. This led to an unsatisfactory result in the first quarter, when business is traditionally slow. Due to the higher energy costs, EBITDA came in at EUR -21.1 million. The adjusted EBIT amounted to EUR -99.5 million. After deducting taxes and interest, the Group posted a result of EUR -132.4 million. The first quarter is always the slowest season for liner shipping as demand for transport services is normally lower, largely due to the Chinese New Year holiday, when factories in China are closed for several weeks. Despite investing EUR 350 million in vessels in Q1, Hapag-Lloyd still boasts a very solid financial structure. Equity amounted to EUR 3.1 billion as at 31 March, with an equity ratio of roughly 48%. On 31 March 2012, Hapag-Lloyd employed 6,932 people around the world and had a fleet of 143 modern container ships with a total capacity of 659,000 TEU. This makes Hapag-Lloyd currently the fourth-largest liner shipping company in the world.

FRANKFURT (Dow Jones)–German shipping group Hapag-Lloyd said Friday it has increased freight rates for all cargo and container types between Europe and North America with effect from July 1.

The company attributed the price rise to unsustainable revenue and continuous cost increases.

Hapag Lloyd, partly owned by tourism and travel group TUI AG (TUI1.XE), has been suffering from high marine diesel prices for months.

-By Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires


Related Articles:

  1. Getting to the Black: Orient Overseas Ramps Up Freight Rates on Asia-Europe Trade
  2. Huge Jump in Freight Rates for Arabian Gulf Crude Oil Tankers
  3. Oil Tanker Freight Rates At 1-Month High
  4. STX France receives order for luxury cruise ship from Hapag-Lloyd Cruises
  5. How 2008 Olympics Brings Down Ship Freight Rates

Tagged with: hapag-lloydship freight ratesship photo

About The Author

gCaptain Staff

gCaptain is the top-visited maritime and offshore industry news blog in the world. Since 2006, gCaptain has proven to be a highly effective platform for information sharing and source for up-to-date and relevant news for industry professionals worldwide.

Visit Authors Website →

Containerreederei Hapag-Lloyd

Jürgen Weber soll Aufsichtsrat führen

Mittwoch, 02. Mai 2012

Der ehemalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber (70) soll ab Juni neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd werden und dort TUI-Chef Michael Frenzel ablösen. Das gaben Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Hapag-Lloyd-Vorstandschef Michael Behrendt am Mittwoch in Hamburg bekannt. Webers Amtszeit soll drei Jahre dauern. Behrendt sei gebeten worden, seinen ursprünglich Mitte 2013 auslaufenden Vertrag bis Juni 2014 zu verlängern. Damit sei ausreichend Zeit, einen Nachfolger für den amtierenden Vorstandschef zu finden, hieß es. Von Mitte 2015 an stünde Behrendt dann für den Aufsichtsratsvorsitz zur Verfügung. Hinsichtlich der Kompetenz Webers sagte Scholz, dass 90 Prozent der Probleme von Schifffahrt und Luftfahrt identisch seien.  "Ich will dieser tollen Traditionsfirma, den Anteilseignern und den Mitarbeitern helfen", sagte Weber. Er habe erst vor einer Woche das Angebot erhalten und fast spontan zugesagt, sagte Weber. Seine Bedingung sei gewesen, Sachentscheidungen ohne Einflussnahme der Anteilseigner treffen zu können. Das sei ihm von allen Seiten zugesagt worden. Webers Amtszeit soll insgesamt drei Jahre dauern. Die Stadt Hamburg ist mittelbar größter Anteilseigner der Reederei und hat das Vorschlagsrecht für das frei werdende Mandat. Hapag-Lloyd gehört zu rund 78 Prozent dem Hamburger Konsortium Albert Ballin, in dem die Stadt und der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne den Ton angeben. Die Stadt ist mit der kürzlich von Senat und Bürgerschaft beschlossenen Übernahme von Anteilen der TUI AG mit 36,9 Prozent größter Anteilseigner im Konsortium. Die TUI hält künftig 22 Prozent der Aktien.

Maritim heute

Taufzeremonie der COLUMBUS 2 im Zeichen der vier Elemente

Mit der Kraft der vier Elemente wird die COLUMBUS 2 am 17. April in die Flotte von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten aufgenommen. Der Taufakt ist Bestandteil einer modernen Artistik- und Lichtshow, in der Wasser, Erde, Feuer und Luft symbolisch inszeniert werden. Die spektakuläre Show endet in einem großen Feuerwerk. Die Taufzeremonie findet an Bord der COLUMBUS 2 vor Palma de Mallorca statt. Taufpatin ist Carmen Riu Güell, Vorstandsvorsitzende von Riu Hotels & Resorts. Lautes Trommeln leitet den offiziellen Taufakt ein, in dem Carmen Riu Güell dem Schiff seinen neuen Namen COLUMBUS 2 verleiht. Im Anschluss folgt eine kunstvolle Inszenierung der vier Elemente aus Tanzperformance, Akrobatik, Trommelchoreographie, LED- und Lasershow. Tanzende Bewegungen eleganter Gymnastinnen, die Wasserkreaturen darstellen, prägen die Performance zum Element „Wasser“. Die Figuren erwachen und spielen, bis sie plötzlich einen dumpfen Ton vernehmen und sich wieder zurückziehen. Dann folgt eine atemberaubende Partnerakrobatik, die für das Element „Erde“ mit der Musik zu einem Gesamtkunstwerk verschmilzt. Auch hier kommen die Trommler mit einer Choreographie auf großen Fässern zum Einsatz, begleitet von modernem Tanz und kraftvoller Musik. In einer Show mit LED-Würfeln und LED-Ringen zeigen die Darsteller ihre volle Energie symbolisch für das „Feuer“. Artisten fliegen auf komplett über das Schiff gespannten Seilen in der „Luft“ und präsentieren das vierte Element. Eine Lasershow steht für die Zukunft des Schiffes und läutet das große Finale ein mit allen Artisten und dem Höhepunkt der Show, einem beeindruckenden Feuerwerk.

Kühne + Nagel: Unbefriedigende Ergebnisse im ersten Quartal 2012

Trotz weiterer Volumenzuwächse führten Kostensteigerungen, verringerte Margen im Frachtgeschäft sowie eine von der Europäischen Kommission verhängte Kartell-busse in Höhe von CHF 65 Mio. zu unbefriedigenden Ergebnissen im ersten Quartal 2012. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres blieb der Umsatz mit CHF 4.834 Mio. stabil (währungsneutralisiert: Anstieg um 5,4 Prozent) und der Rohertrag erhöhte sich um 3,0 Prozent (währungsneutralisiert: 8,1 Prozent) auf CHF 1.502 Mio. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ging um 12,4 Prozent auf CHF 218 Mio. zurück, nach Berücksichtigung der Kartellbusse auf CHF 153 Mio. Der Reingewinn verringerte sich um 14,2 Prozent auf CHF 133 Mio., nach Berücksichtigung der Busse auf CHF 68 Mio. „Im ersten Quartal mussten wir uns mit einer Reihe von widrigen Faktoren auseinandersetzen“, sagte Reinhard Lange, CEO der Kühne + Nagel International AG. „Unsere Investitionen in Wachstumsinitiativen hatten überproportionale Kostensteigerungen zur Folge. Mit strikter Kostendisziplin und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität werden wir diesem Trend entgegenwirken. Des Weiteren waren die Gewinnmargen in der See- und Luftfracht rückläufig. Hinzu kam die einmalige Belastung durch die am 28. März 2012 gemeldete hohe Kartellstrafe. Dennoch konnten wir ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.“ Seefracht In der Seefracht steigerte Kühne + Nagel sein Containervolumen um 9 Prozent, während der Markt ersten Indikationen zufolge nur zwischen 3 und 4 Prozent zulegte. Entsprechend der strategischen Zielsetzung generierte das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Mengen in den transatlantischen und transpazifischen Verkehrsrelationen. Als Folge des Margendrucks, u.a. beeinflusst von signifikanten Ratenerhöhungen in verschiedenen Fahrtgebieten, und hohen Investitionen in Informationstechnologie und Vertrieb, ging die EBITDA-Marge im Verhältnis zum Rohertrag von 35,9 Prozent im Vorjahr auf 30,3 Prozent zurück. Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 15,2 Prozent.     Hansestadt will noch mehr Hapag

Entscheidung in Hamburger Bürgerschaft

Grünes Licht für Hapag-Lloyd-Deal

Donnerstag, 29. März 2012

Hapag-Lloyd ist nach Transportkapazität (TEU) berechnet die fünftgrößte Reederei der Welt. Foto: Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd ist nach Transportkapazität (TEU) berechnet die fünftgrößte Reederei der Welt. Foto: Hapag-Lloyd
Die Hamburgische Bürgerschaft hat grünes Licht für eine Erhöhung der städtischen Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd gegeben. Die alleinregierende SPD beschloss am Mittwoch zusammen mit den Linken, die städtischen Anteile an der Traditionsreederei Hapag-Lloyd von 23,6 auf 36,9 Prozent zu erhöhen. Der SPD-Senat will das Unternehmen so vor einem «globalen Monopoly» durch internationale Investoren bewahren. Die Opposition kritisierte das 420 Millionen Euro teure Geschäft mit dem Touristikkonzern TUI dagegen scharf. Die Traditionsreederei Hapag-Lloyd ist mit jährlich mehr als fünf Millionen transportierten Containern (TEU) und einem Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro die größte deutsche Linienreederei. Weltweit rangiert Hapag-Lloyd auf Rang fünf. Das 1847 in Hamburg gegründete Unternehmen ist in 114 Ländern präsent und beschäftigt knapp 6900 Mitarbeiter, rund 1700 davon in Hamburg. Bereits 2008 drohte ein Verkauf der Reederei an einen internationalen Konkurrenten. Um das zu verhindern, gründete die Stadt damals mit privaten Investoren das Albert Ballin Konsortium und investierte rund 735 Millionen Euro. Die Opposition kritisierte, der nun beschlossene Deal sei zu riskant, nicht notwendig und vom Senat viel zu überhastet angegangen worden. Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan (in Hamburg GAL) hatte sogar versucht, die Entscheidung mit einem Eilantrag beim Hamburgischen Verfassungsgericht zu verschieben. Er scheiterte, will nun über eine Feststellungsklage nachträglich klären lassen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Das Gericht hatte Kerstans Antrag einstimmig als «offensichtlich unzulässig» zurückgewiesen. Für den Fraktionsvorsitzenden ist damit klar: «Damit bleibt offen, ob der heutige Beschluss der Bürgerschaft rechtmäßig ist und ob der Senat tatsächlich 420 Millionen Euro Steuergelder für ein potenziell hochriskantes Geschäft ohne eigenes Wertgutachten ausgeben darf.» Zustimmung kam dagegen aus der Wirtschaft: «Es ist zwar nicht Aufgabe des Staates, sich an privatwirtschaftlichen Unternehmen zu beteiligen, aber in dieser besonderen Situation ist dies vorübergehend zu rechtfertigen», sagte der Hauptgeschäftsführer der Hamburger Handelskammer, Hans-Jörg Schmidt-Trenz.

GAL stellt Eilantrag beim Verfassungsgericht

Klage gegen den Zukauf von mehr Hapag-Lloyd-Anteilen

Dienstag, 27. März 2012
Hamburg will weitere Anteile an Hapag-Lloyd in Höhe von 420 Millionen Euro von TUI erwerben. Foto: Hapag-LloydHamburg will weitere Anteile an Hapag-Lloyd in Höhe von 420 Millionen Euro von TUI erwerben. Foto: Hapag-Lloyd
Zwei Tage vor der Entscheidung der Hamburgischen Bürgerschaft über den städtischen Zukauf von Anteilen an der Reederei Hapag Lloyd hat Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan einen Eilantrag auf Verschiebung der Abstimmung gestellt. Den Abgeordneten sei die interne Einsicht in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Hapag Lloyd AG vorenthalten worden, sagte Kerstan am Montag. "Es liegen nicht genügend Informationen vor, um dieses Geschäft einschätzen zu können. Der Senat blendet die Risiken völlig aus." Mit der am Montag eingereichten sogenannten Organklage beim Hambur-gischen Verfassungsgericht will Kerstan einen Aufschub um einen Monat erreichen. Zudem solle der Senat ein Wertgutachten und eine Risikoanalyse vorlegen. "Dann hätte das Parlament eine richtige Entscheidungsgrundlage", betonte er. Der SPD-Senat der Hansestadt hatte sich entschieden, die städtischen Anteile von 23,6 auf 36,9 Prozent zu erhöhen und dafür 420 Millionen Euro zu investieren. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will Hapag Lloyd nach eigenen Worten so vor einem «globalen Monopoly» bewahren. GAL, CDU und FDP halten das Geschäft mit dem Touristikkonzern TUI für zu riskant und viel zu überhastet angegangen. «Da können noch riesige Lasten auf den Steuerzahler zukommen», warnte Kerstan. Auch Frank Neubauer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hamburg, erklärte: «Wir empfehlen den Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft, dem Petitum des Senats für Kapitalmaß-nahmen bei der Hapag-Lloyd Holding AG im Interesse der Steuerzahler nicht zuzustimmen.» Auch die Christdemokraten hatten kürzlich erklärt, es sei nicht einmal klar, ob die Reederei überhaupt gefährdet sei. Sie vermuteten hinter dem Investment der Stadt vielmehr eine Rettungsaktion für die TUI-Bilanz. Die Linke erklärte dagegen am Montag, sie wolle dem Kauf zustimmen. Kerstan wird vertreten durch den Hamburger Verfassungsrechtler Gerhard Strate. Nach dessen Worten ist es offen, ob das Verfassungsgericht noch vor Mittwoch eine Entscheidung bekanntgeben wird. Es könne also sein, dass die Bürgerschaft trotzdem einen Beschluss fasse. In einem solchen Fall wollen die Grünen die Rechtswidrigkeit dieser Entscheidung feststellen lassen, kündigte Strate an. Eine Zustimmung zum Deal gilt angesichts der absoluten Mehrheit der SPD als sicher. Die Stadt will sich nach eigenen Angaben von den Anteilen später wieder teilweise oder vollständig trennen, wenn die Zukunft für Hapag Lloyd in Hamburg gesichert ist. Das Unternehmen ist nach Containerkapazität berechnet die viertgrößte Reederei der Welt mit fast 6900 Mitarbeitern, davon 1700 in Hamburg.
Hapag-Lloyd verschiebt Börsengang auf 2013
Konzern will erstmal Geld verdienen / Vorstandschef kündigt kräftige Preiserhöhungen an
Hamburg
Die größte deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd will nach Millionenverlusten so schnell es geht wieder eine Dividende an die Aktionäre zahlen und so Druck vom künftigen Haupteigentümer Hamburg nehmen. Der Vorstandsvorsitzende Michael Behrendt sagte, 2012 sei das „höchste Ziel“, den Aktionären wieder eine Dividende zu verschaffen. Er will die Reederei mit massiven Preiserhöhungen nach dem Verlustjahr 2011 wieder in die schwarzen Zahlen führen. 2011 hatte die Hamburger Reederei nach einem verheerenden Preiskampf in der Branche einen Nettoverlust von 29 Millionen Euro eingefahren. Noch 2010 war ein Gewinn von 430 Millionen Euro erzielt worden, wie das Unternehmen gestern mitteilte. Kosten von etwa 450 Millionen Euro habe 2011 allein der höhere Ölpreis verursacht. Auch 2012 lasten die erneut höheren Treibstoffpreise auf der Firma. 2011 hatten alle Containerreedereien wegen eines Preiskampfes hohe Verluste eingefahren. Nach Einschätzung des Vorstandschefs wird die Lage der Reederei 2012 besser werden. Ein Teil-Börsengang von Hapag-Lloyd noch 2012 wird indes sehr unwahrscheinlich: Behrendt sagte, um Vertrauen bei Investoren aufzubauen, müsse ein Kandidat mindestens zwei stabile Quartalsergebnisse vorweisen. Diese Bedingung könne frühestens im November erfüllt werden, wenn die Ergebnisse für das dritte Quartal vorliegen. Kommenden Woche will Hamburg seinen Anteil um 420 Millionen Euro auf 37 Prozent aufstocken. Das Konsortium Albert Ballin mit der Stadt, dem Speditionsunternehmer Michael Kühne und Banken und Versicherungen käme dann auf fast 80 Prozent der Anteile an der Reederei, TUI hält den Rest. Mit dem Kauf soll eine Übernahme verhindert werden, die Jobs gefährden könnte: 1100 Mitarbeiter sind direkt bei Hapag-Lloyd in der Stadt tätig. Insgesamt sind nach Schätzungen aber 20 000 Jobs in der Region mittelbar von Hapag-Lloyd abhängig, denn das Schifffahrtsunternehmen ist der größte Kunde des Hafens. Experten sind gegen den Kauf – wegen zu hoher Risiken für die Stadt. „Ich habe Zweifel daran, ob der Steuerzahler der ideale Investor ist“, sagte Justus Haucap von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Uni vor dem Haushaltsausschuss der Bürgerschaft.
Claus-Peter Tiemann
Bürgerschaft streitet um Hapag-Anteile
Bürgermeister Scholz verteidigt Kauf / Furcht vor „globalem Monopoly“
Hamburg
Hamburg Sozialdemokrat Olaf Scholz bemühte ausgerechnet die eiserne Konservative Margaret Thatcher. „We want our money back“, zitierte Hamburgs Bürgermeister die ehemalige britische Premierministerin in seiner Regierungserklärung zum umstrittenen Kauf zusätzlicher Hapag-Lloyd-Anteile. Sein Senat werde den dann 37-prozentigen Anteil an Deutschlands größter Reederei „mittelfristig“ an seriöse Partner verkaufen oder breit gestreut an die Börse bringen, versprach Scholz. Für 420 Millionen Euro will Hamburg vom Mutterkonzern TUI weitere 13 Prozent an Hapag-Lloyd übernehmen und so zum Mehrheitseigner werden. In der lebhaften Debatte rechtfertigte Scholz die Investition mit Sorgen um den Hafen. Hapag-Lloyd sichere rund 20 000 Jobs in der Stadt. Ohne die Übernahme des Mehrheitspaketes könnte das Traditionsunternehmen zum Spielball im „globalen Monopoly“ werden. Ohne Namen zu nennen sprach Scholz von der Gefahr, dass TUI die Hapag-Mehrheit anderweitig veräußern könnte, sollte Hamburg seine Anteile nicht aufstocken. Die Opposition schoss gegen den Deal aus allen Rohren. „Ein hoch riskantes Geschäft zu Lasten der Steuerzahler“, warnte Oppositionsführer Dietrich Wersich (CDU). Zusätzlich zum Kaufpreis von 420 Millionen Euro müsse die Stadt 15 Millionen jährlich für Kreditzinsen zahlen. Eine Bedrohung durch andere Investoren nannte er „ominös“ und fragte: „Gibt es überhaupt einen Interessenten für ein Unternehmen, das keine Gewinne macht?“ Auch GAL-Fraktionschef Jens Kerstan bezweifelte den Sinn der Investition. „Was bekommen wir für die 420 Millionen? Nichts über das hinaus, was wir schon haben.“ Die bestehende Sperrminorität genüge, um eine Zerschlagung von Hapag-Lloyd zu verhindern. Die FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding sieht Hamburg auf geradem Weg in die Staatswirtschaft. Angesichts der schweren Krise der globalen Schifffahrt sei es zudem fraglich, ob die Stadt ihr Geld jemals wiedersehe. mlo Norddeutsche Rundschau
Hamburg. Das Thema Hapag-Lloydsorgt für mächtig Ärger in der Bürgerschaft. Anlass ist der Beschluss des SPD-Senats vom Dienstag, wonach die Stadt ihren Anteil an der Reederei von 23,6 auf 36,9 Prozent ausweiten und dafür 420 Millionen Euro ausgeben will. Dass das Parlament darüber bis Ende März entscheiden soll, halten CDU, GAL, FDP und Linke für viel zu kurzfristig - zumal dazwischen noch die Frühjahrsferien liegen. +++ Hamburg wird größter Teilhaber bei Hapag-Lloyd +++ +++ Währungsturbulenzen setzen Hapag-Lloyd arg zu +++ +++ Containerhafen: Hamburg wieder Nummer 2 in Europa +++ Die SPD-Mehrheit verweist hingegen auf die Gefahr, dass die TUI als Verkäufer der Hapag-Anteile nach dem 31. März von der Vereinbarung zurücktreten kann. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) entschied gestern, dass sich der Haushaltsausschuss damit am 1. März befassen soll. Am Tag zuvor, Mittwoch, 29. Februar (15 Uhr), wird Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zudem in der Bürgerschaft eine Regierungserklärung zu dem Thema abgeben. (dey)  

Scholz verteidigt Investment der Stadt

Günstiger Zeitpunkt für Hapag-Lloyd-Investment

Mittwoch, 22. Februar 2012
Die städtischen Anteile wurden von 23,6 auf 36,9 Prozent aufgestockt. Foto: Hapag-LloydDie städtischen Anteile wurden von 23,6 auf 36,9 Prozent aufgestockt. Foto: Hapag-Lloyd
Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat das zusätzliche Investment der Stadt Hamburg bei der Reederei Hapag-Lloyd verteidigt. Die Aufstockung der städtischen Anteile von 23,6 auf 36,9 Prozent sichere die Zukunft des Unternehmens am Standort Hamburg. "Wir haben hart verhandelt und ein vernünftiges und preiswürdiges Ergebnis erzielt", sagte der Bürgermeister im Anschluss an eine Senatssitzung am Dienstag. Das zeige auch die Einbindung privater Investoren, die den gleichen Preis gezahlt hätten. "Sonst hätten wir das nicht gemacht." Zu einem späteren Zeitpunkt wäre ein Engagement möglicherweise teurer geworden. Die Hamburger Bürgerschaft soll bis Ende März dem Anteilskauf zustimmen. Eine entsprechende Bitte hat der Senat am Dienstag verabschiedet. Scholz betonte erneut, dass die Stadt die Anteile nicht behalten, sondern im Rahmen eines Börsengangs wieder verkaufen wolle, sobald sich dafür eine passende Gelegenheit biete. Auch ein völliger Rückzug aus dem Unternehmen sei denkbar, sofern die strategischen Interessen der Stadt gesichert seien. Dabei gehe es nicht darum, dass mögliche Erwerber unbedingt ihren Sitz in Deutschland haben müssten. Zum möglichen Zeitpunkt eines Börsengangs wollte sich Scholz nicht festlegen. Er wies aber darauf hin, dass bereits vor einem Jahr die Vorbereitungen für einen Börsengang weit fortgeschritten waren und alle rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen. Damals kamen die Katastrophen in Japan dazwischen. Hamburg investiert im Rahmen des Konsortiums Albert Ballin 420 Millionen Euro in Hapag-Lloyd, nachdem die Vorgängersenate sich bereits mit 700 Millionen Euro bei der Reederei engagiert hatten. "Der erste Schritt wäre nicht zu rechtfertigen, wenn jetzt nicht der zweite Schritt folgen würde", sagte Scholz. Dann wäre die Gefahr nicht ausgeräumt gewesen, dass die Mehrheit an Hapag-Lloyd in "falsche Hände" geraten und wirtschaftliche Aktivitäten von Hamburg an andere Standorte verlagert werden könnten. Die Reederei ist mit ihren Partnern an rund 40 Prozent des Hamburger Containerumschlags beteiligt und vergibt im Hafen Aufträge über 500 Millionen Euro. Den Hamburger Steuerzahler hat die Hamburger Beteiligung an Hapag-Lloyd seit 2008 rund 80 Millionen Euro gekostet. Das sei eine "gefühlte Zahl", sagte Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD), die wegen unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente nur kalkulatorisch ermittelt werden könne. Durch die Aufstockung kommen zehn Millionen Euro netto pro Jahr dazu. Bei einem Verkauf will die Stadt mindestens ihren Einstandspreis und die gezahlten Zinsen erlösen. "I want my money back (Ich will mein Geld zurück)", sagte Scholz und zitierte damit die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher. Hapag-Lloyd sei ein gut aufgestelltes Unternehmen, von dem er schon für das Jahr 2012 eine Dividende erwarte.

Schifffahrt

Kritik an Hapag-Lloyd-Deal: «Wettbewerbsverzerrung»

Das verstärkte Engagement Hamburgs bei der Reederei Hapag-Lloyd stößt bei Wirtschaftsexperten auf Kritik. Der Vorsitzende der Monopolkommission, der Düsseldorfer Wirtschaftsprofessor Justus Haucap, habe beihilferechtliche Bedenken, berichtete die «Welt am Sonntag» (Hamburg-Ausgabe).
Hamburg will weitere 420 Millionen Euro zum Erhalt der Reederei am Standort investieren. Foto: Kay Nietfeld/Archiv dpa
Haucap stört sich dem Bericht zufolge daran, dass die Stadt Kredite zu günstigen Zinsen aufnimmt, um ein hochverzinstes Darlehen des Alt-Eigners TUI an Hapag-Lloyd zu tilgen. «Das ist Wettbewerbsverzerrung, da ein Unternehmen dadurch finanzielle Hilfe erhält, die seinen Konkurrenten nicht zuteil wird», sagte Haucap, dessen Kommission die Bundesregierung berät. Der Vorgang sei «im Sinne der Beihilfekontrolle bedenklich». Hamburg will weitere 420 Millionen Euro zum Erhalt der Reederei am Standort investieren. Ein Teil des Geldes wird dafür bereitgestellt, ein 350 Millionen Euro schweres TUI-Darlehen an Hapag-Lloyd zum Teil zu tilgen und zu zwei Dritteln in Eigenkapital umzuwandeln. Insgesamt würden der Reederei damit jährliche Zinsen in Höhe von 47 Millionen Euro erspart, hatte Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) vorgerechnet. (dpa)

Hansestadt will noch mehr Hapag-Lloyd-Anteile Hamburg Hamburg wird wohl größter Anteilseigner der Reederei Hapag-Lloyd. Tui möchte 20 Prozent der Anteile an das Albert-Ballin-Konsortium verkaufen, zu dem Hamburg gehört. Bisher hält die Gruppe 62 Prozent. Auch Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, ebenfalls Partner im Konsortium, wolle nochmals Anteile von 160 Millionen Euro erwerben, hieß es gestern. Eine offizielle Bestätigung für den Deal gab es zwar weder im Rathaus noch bei Tui. Bestätigt wurde nur, dass Hapag-Lloyd heute auf der Tagesordnung des Senats stehen wird – ein starkes Indiz für den Kauf. So könnte das Geschäft bis zur morgigen Hauptversammlung der Tui in trockene Tücher gebracht werden. Hamburg hatte 2008 mit Kühne und anderen Partnern eigens das Konsortium gebildet, um eine Übernahme durch Bieter aus dem Ausland zu verhindern. Ähnliches gilt wohl auch jetzt. Die Reederei Hapag-Lloyd beschäftigt an seinem Hauptsitz in der Hansestadt 2000 Mitarbeiter, weltweit 6900. Die Hamburger FDP lehnt die Übernahme ab. Der Bundestagsabgeordnete Burkhardt Müller-Sönksen: „Hamburg kann sich nach der finanziellen Katastrophe unter anderem der HSH Nordbank und der Elbphilharmonie nicht noch einen fast eine halbe Milliarde Euro kostenden, höheren Anteil am Volkseigen Betrieb (VEB) Hapag-Lloyd leisten.“ Zu dem Unternehmen gehört auch einer der größten Containerfrachter der Welt: die „Colombo Express“ bei der Einfahrt in den Hamburger Hafen (Foto). mlo Norddeutsche Rundschau

Hapag-Lloyd: Anteilskauf stärkt Hamburg

Anteilskauf stärkt Hamburg Hapag-Lloyd, das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich sehr über die erzielte Lösung / Unternehmen noch fester mit Hamburg und seinem Hafen verbunden / Hapag-Lloyd ist der wichtigste Kunde des Hamburger HafensHapag-Lloyd, das Management und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich sehr über die erzielte Lösung und darüber, dass die Einigung so schnell zustande gekommen ist“, sagte Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG, nach Bekanntgabe der Einigung zwischen der TUI AG und dem „Albert Ballin“ Konsortium über den Kauf der Anteile an Hapag-Lloyd. „Das ist eine gute Lösung, weil Hapag-Lloyd nun noch fester mit Hamburg und seinem Hafen verbunden ist.“ Hapag-Lloyd ist der wichtigste Kunde des Hamburger Hafens und steht gemeinsam mit den Partnerreedereien, deren Dienste durch Hapag-Lloyd auch nach Hamburg fahren, für rund die Hälfte des Containerumschlags an der Elbe. Durch die bereits seit 1997 bestehende Grand Alliance sowie die im März dieses Jahres neu startende G6 Alliance sind dies fünf asiatische Partner. Mehr als ein Viertel der insgesamt 82 Liniendienste, die Hapag-Lloyd weltweit unterhält, läuft Hamburg an. Inklusive Feeder-Angeboten verbindet Hapag-Lloyd den Hamburger Hafen mit mehr als 215 Häfen auf allen Kontinenten. Hapag-Lloyd ist mit jährlich über fünf Millionen transportierten Containern (TEU) und einem Umsatz von rund sechs Milliarden Euro die größte deutsche Linienreederei. Das 1847 in Hamburg gegründete Unternehmen ist in 114 Ländern präsent und beschäftigt weltweit rund 6.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fast 1.700 in Hamburg (Land- und Seepersonal). Hapag-Lloyd bildet derzeit 190 junge Menschen aus, darunter 85 im Seebereich. Zur Flotte von 150 Schiffen mit einer Gesamtkapazität von fast 680.000 TEU gehören auch zwei moderne Ausbildungsschiffe, die unter deutscher Flagge fahren und regelmäßig Hamburg anlaufen.      
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Täglicher Hafenbericht Hamburg, Elbvertiefung, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne