HHLA startet erfolgreich in das Geschäftsjahr 2014

HPA Hamburg Port Authority

Prognose

42,2 Millionen TEU für Nordrange-Häfen

Montag, 04. August 2014
In den sechs Nordrange-Häfen von Le Havre bis Hamburg werden in Summe im laufenden Jahr voraussichtlich 42,2 Millionen TEU bewegt. Der Containerumschlag in der Region werde damit "stark wachsen", heißt es im aktuellen "Global Port Tracker" von Hackett Associates und dem Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL). sr/FBi

http://worldmaritimenews.com/archives/132163/port-of-hamburg-responds-to-recent-bad-press/

Port of Hamburg Responds to Recent Bad Press

Posted on Jul 29th, 2014 with tags , , , , , , , , , , , , .

Port of Hamburg Responds to Recent Bad Press

The online market survey implemented by an unnamed German trade paper for transport and logistics reported that 84 percent of respondents stated that they were already routing imports and exports in container traffic via other ports due to handling problems.

 

The newspaper presented the findings of its online market survey of customers of the Port of Hamburg under the headline “Hamburg loses cargo.”

“Taking into account the information available to us from shippers and following initial evaluation of the current throughput figures for the Port of Hamburg’s container traffic, we are unable to understand this statement,” said Axel Mattern, CEO of Port of Hamburg Marketing (HHM), the port’s marketing and market research organisation.

 According to Axel Mattern and his HHM Executive Board colleague Ingo Egloff, facts on the market received by HHM through its own inland representative offices, or direct from shippers, reflect a completely different situation.

Of 4500 companies involved in seaborne foreign trade in the Bavaria/Baden-Württemberg region and contacted by HHM, fewer than ten replied that they had transferred shipments on account of handling problems.

In North and Western Germany, the figure was 15 of 1000 companies, most of whom were only diverting cargoes to other ports in the short term.

Port of Hamburg Responds to Recent Bad PressAgainst the background of a record throughput trend in container handling in the Port of Hamburg, in the view of both members of HHM’s Executive Board the statement that “Hamburg loses cargo” for is mistaken.

“The Port of Hamburg already enjoyed above-average growth compared to the other ports in Northern Europe in the first quarter of 2014.

Current evaluations of the throughput trend have enabled us to establish that this growth is continuing unchanged.

The Port of Hamburg is accordingly reporting no downturn in container throughput, but is instead increasing its share and gaining growing market shares in container traffic,” said Mattern.

HHM will be presenting the half-year throughput figures at a Port of Hamburg press conference on 18 August.

The two HHM Executive Board members regard it as important to point out that handling problems at individual cargo handling companies are not the same thing as a throughput crisis for Germany’s largest universal port.

“This notion creates a view in the public domain that nothing is functioning in the Port of Hamburg as a whole.

That is completely untrue and does enormous damage to Hamburg as a port and logistics base.

In Hamburg we have four large container terminals. Handling problems have caused criticism of one, HHLA Container Terminal Burchardkai.

We are in contact with all operators and can see that all port concerns take every handling problem extremely seriously and work on improvements.”

Press Release, July 29, 2014

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http://www.verkehrsrundschau.de/hafen-hamburg-dementiert-verluste-beim-umschlag-1380261.html

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Hafen Hamburg dementiert Verluste beim Umschlag

Hamburg Hafen Marketing widerspricht einer Umfrage, wonach 84 Prozent der Verlader ihre Im- und Exporte aufgrund der Abfertigungsprobleme über andere Häfen routen.
Der Hafen in Hamburg
Die derzeitigen Abfertigungsprobleme beeinflussen laut Hamburg Hafen Marketing die Umschlagstatistik nicht negativ
Foto: Hafen Hamburg
Hamburg. Mit einem Dementi hat Hafen Hamburg Marketing (HHM) auf die Ergebnisse einer Umfrage einer Fachzeitung reagiert, der zufolge 84 Prozent der Verlader ihre Importe oder Exporte aufgrund der Abfertigungsprobleme in der Hansestadt teilweise über andere Häfen routen. „Wir können diese Aussage nicht nachvollziehen“, sagte Axel Mattern, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM), der Marktforschungs- und Marketingorganisation des Hamburger Hafens. In der Marktregion Bayern/Baden-Württemberg habe HHM von weniger als zehn der 4500 von HHM betreuten Unternehmen, die seeseitigen Außenhandel betreiben, die Rückmeldung erhalten, dass aufgrund von Abfertigungsproblemen Transporte verlagert werden. In Nord- und Westdeutschland sind es 15 von 1000 Unternehmen, die meist nur kurzzeitig auf andere Häfen ausweichen. Auch in der Umschlagstatistik lässt sich kein Negativtrend abteilten. Im ersten Quartal hatte Hamburg im Containerumschlag Marktanteile gewonnen, auch im zweiten Quartal sieht es gut aus. Die Zahlen werden allerdings erst am 18. August präsentiert. Mattern warnte davor, Probleme an einzelnen Terminals mit der Leistungsfähigkeit des gesamten Universalhafens gleichzusetzen. Dies würde dem Hamburger Hafen enorm schaden. (hel)
Mehr zum Thema: Hafen Hamburg

http://www.verkehrsrundschau.de/krisenmanager-soll-hamburger-hafenprobleme-loesen-1376776.html

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Transport + Logistik | Inland

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Krisenmanager soll Hamburger Hafenprobleme lösen

Am Freitag tagte in Hamburg ein Krisengipfel wegen der Abfertigungsprobleme im Hafen. Das sind die Eckpunkte des Aktionsplanes.
Der Hafen in Hamburg
Die Abfertigungsprobleme im Hafen Hamburg waren Gegenstand eines Krisengipfels am Freitag
Foto: Hafen Hamburg
Hamburg. Sind die Abfertigungsproblem bei der Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) im Hamburger Hafen gelöst? Seit Wochen klagten Spediteure, Reeder und Bahn über mitunter unerträgliche Verzögerungen im Schienen-Container-Umschlag bei Deutschlands größtem Hafen. Am vergangenen Freitag nun trafen sich auf Initiative von Bahnchef Rüdiger Grube im Hamburger Rathaus Hamburgs Hafensenator Frank Horch (parteilos) und die HHLA-Bosse Klaus-Dieter Peters und Stephan Behn zum Krisengipfel. Mit den Ursachen der Probleme hielt man sich nicht lange auf, mehreres liegt offenbar im Argen, von einer laschen Arbeitsmoral bis hin zu inkompatiblen IT-System von Bahn und HHLA. Gesucht war ein Plan, um den Hafen wieder flott zu kriegen. Vor der Presse verkündeten Grube und Horch anschließend das Ergebnis: Ein „Aktionsplan“ soll die Arbeits- und Schichtstrukturen flexibler gestalten, zudem sollen die IT-Systeme von Bahn und HHLA besser aufeinander abgestimmt werden. Oberster Krisenmanager ist keiner der Hafenbosse; richten soll es vielmehr der Chef der Hafenbehörde HPA, Jens Meier. Ihm bleibt kaum Zeit: In „wenigen Wochen“ muss er einen ersten Zwischenbericht über den Stand der Umsetzung abliefern. Meier, von Hause aus Computerfachmann, hat Erfahrung im Krisenmanagement: Seit letztem Jahr kümmert er sich als Vorstandsmitglied des Hamburger Traditions-Fußballvereins HSV um dessen Verbleib in der Bundesliga. Inwiefern mögliche Eingriffe des „Aktionsplans“ mit dem Aktiengesetz vereinbar sind, blieb einstweilen offen. Die mehrheitlich städtische HHLA ist als Aktiengesellschaft verfasst. (cfd)
Mehr zum Thema: Hafen Hamburg, Hamburg

Stau im Hafen

Heute Krisengipfel

Freitag, 11. Juli 2014

Als Nadelöhr bei den Truckern gefürchtet: der HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) (Foto: Arndt)

Zu einer Aussprache kommt es heute in der Hamburger Wirtschaftsbehörde angesichts der Dauer-Abfertigungsprobleme im Hafen. Deutsche-Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube hatte bereits vor einer Woche in einem Eilgespräch mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) auf das Spitzengespräch gedrängt. Denn die Abfertigungsprobleme am Opens external link in new windowHHLA Container Terminal Burchardkai (CTB), dem mit Abstand größten im Elbehafen, sorgten dafür, dass verschiedene Container-Hinterland-Zugsysteme in operative Nöte kamen, weil der Transportfluss stockte. eha Mehr im THB

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article129904553/Bahnchef-Grube-kommt-zum-Krisengipfel-in-den-Hafen.html

08.07.14, 02:30

Bahnchef Grube kommt zum Krisengipfel in den Hafen

Hamburg. Nach den massiven Problemen bei der Abfertigung der Containerzüge am Burchardkai im Hamburger Hafen schlägt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, Alarm. Noch in dieser Woche will Grube an einem Krisentreffen mit dem Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) teilnehmen. "So etwas wie am Burchardkai darf nicht wieder passieren", sagte Grube nach einem Gespräch mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD)...........

Am Wochenende vor acht Tagen konnten wegen Personalmangels am Burchardkai die Containerzüge nur mit Verspätungen von bis zu 30 Stunden abgefertigt werden.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Containerstau-im-Hafen-Spediteure-sauer,containerstau100.html

Copyright NDR
Stand: 04.07.2014 08:16 Uhr

Containerstau im Hafen: Spediteure sauer

Container im Hamburger Hafen © dpa
Container im Hamburger Hafen: Lastwagenfahrer müssen bis zu dreimal so lange warten, bis sie mit ihrer Ware abgefertigt werden.
Lange Ladezeiten und zunehmende Beschwerden von Kunden des Hamburger Hafens: Bei einem eilig einberufenen Krisentreffen mit Vorständen der HHLA am Donnerstag hat Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) das Unternehmen aufgefordert, schnell einen Aktionsplan vorzulegen. Die HHLA sei wegen der Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens sensibilisiert, sagte Horch nach dem Gespräch.

Hafen Hamburg

HHLA soll Konzept vorlegen

Montag, 07. Juli 2014
Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch wird beim Thema "Erhebliche Abfertigungsprobleme an den Containerterminals" deutlicher gegenüber dem Vor-Ort-Marktführer HHLA. An dessen Management, darunter auch HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters, richtete er bei einem kurzfris­tig anberaumten Spitzengespräch am Donnerstagabend vergangener Woche "die Bitte, ja die Aufforderung", schnell ein Konzept zu erarbeiten, wie die Abfertigungsprobleme vor allem am Container Terminal Burchardkai (CTB) nachhaltig beseitigt werden können. Gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk äußerte sich Horch besorgt über die negativen Außenwirkungen als Folge der Dauerprobleme an den Terminal-Gates. eha   Mehr im THB

Häfen

Engpass bei der HHLA

Freitag, 04. Juli 2014
Unter den Spediteuren, die den Hamburger Hafen bedienen, regt sich Unmut. Wegen der schleppenden Abfertigung von Containern hat sich die ohnehin schon kritische Stausituation für die Lkw noch einmal erheblich verschärft. Am vergangenen Wochenende verhängte sogar die Deutsche Bahn an ihrem KV-Terminal in Kornwestheim in Baden-Württemberg einen Annahmestopp für Container Richtung Burchardkai. pk Mehr im THB
http://www.marineinsight.com/marine/marine-news/videos/new-vessel-traffic-centre-hamburg/
Copyright Marine insight
The Vessel Traffic Centre is the heat of Hamburg Harbour. Recently the Control Centre Unit moved to new facilities with high-end technology.
Watch the video of new vessel traffic centre of Hamburg:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=U0DY0CWuUYc
http://www.hafen-hamburg.de/content/port-hamburg-magazine-22014
http://www.hafen-hamburg.de/sites/default/files/end_poh_2_14_rz_56s_4_6_14_ansicht.pdf
PORT OF HAMBURG MAGAZINE 2/14
Inhalt/Contents
Inhaltsverzeichnis
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PORT OF HAMBURG MAGAZINE 2/14
Inhalt/Contents
Inhaltsverzeichnis
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3
Contents
Editorial
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4
Editorial
Special
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Schwergüter und Projektladungen
Heavy goods and project cargo
News
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Neues aus der Hafen-und Logistikwirtschaft
News about the port and logistics industry
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Personalien
Personnel News
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Neues aus der Linienschifffahrt
Liner Shipping News
Issue
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AKG LOGISTICS steuert Continental-Reifenlogistik
für den russischen Markt via Hamburg
AKG LOGISTICS manages Continental tyre logistics
for the Russian market via Hamburg
Events & Activities
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Maritimes Networking im In- und Ausland
Maritime Networking at home and abroad
Impressum
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53
Impressum
Hafen Hamburg Marketing e.V. Anspr
http://www.abendblatt.de/hamburg/article129251981/HHLA-sieht-trotz-geplatzter-Reeder-Allianz-Risiken-fuer-Hamburg.html
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19.06.14, 13:22

Hamburger Hafen

http://www.abendblatt.de/hamburg/article129255986/Neue-Nautische-Zentrale-im-Hafen-eroeffnet.html Copyright Lutz Messerschmidt http://www.hamburg-pics.com

HHLA sieht trotz geplatzter Reeder-Allianz Risiken für Hamburg

Vorstandschef Peters geht davon aus, dass die drei führenden Großreedereien nun nach anderen Wegen suchen wollen, wie sie ihre Ladekapazitäten gem
HHLA: ęfundamentale UnsicherheitenĽ. Foto: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Für den Hamburger Hafen-Logistikkonzern HHLA sind trotz des Scheiterns der Allianz der drei weltgrößten Container-Linien längst nicht alle Risiken vom Tisch. Vorstandschef Klaus-Dieter Peters zeigte sich am Donnerstag vor den Aktionären zwar erleichtert darüber, dass China dem "P3" genannten Bündnis des dänischen Weltmarktführers Maersk mit der in der Schweizansässigen MSC und CMA CGM aus Frankreich die rote Karte gezeigt hat. Hamburg hätte im Falle eines Zustandekommens der geplanten Kooperation mit der Verlagerung von Transporten in andere Häfen an der Nordseeküste rechnen müssen, darunter den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven.

Ganz darauf verlassen, dass alles beim Alten bleibt, können sich die Hanseaten jedoch nicht. Denn die drei führenden Großreedereien wollen nun nach anderen Wegen suchen, wie sie ihre Ladekapazitäten gemeinsam nutzen können, ohne dafür eine gemeinsame operative Zentrale einzurichten. Peters sagte, er halte auch künftig Veränderungen bei den Liniendiensten für möglich. Er sprach in diesem Zusammenhang von Risiken, aber auch von Chancen für Hafenstandorte und Containerterminals. Konkreterwurde der HHLA-Chef nicht.

Das chinesische Handelsministerium hatte dem geplanten Zusammenschluss die Zustimmung verwehrt. Schifffahrtsexperten vermuten dahinter das Interesse der Volksrepublik, die Reedereien Cosco und China Shipping vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen. Zusammen kontrolliert P3 knapp 40 Prozent des weltweiten Containergeschäfts. Im März hatten die USA der Allianz zugestimmt, und auch die EU-Kommission sah keine Probleme. Durch die gemeinsame Nutzung von Ladekapazitäten wollen die drei Container-Linien erfolgreichdurch die Branchenkrise mit sinkenden Frachtpreisen und hohen Überkapazitäten kommen.

Als zweites Risiko für Hamburg sehen die lokale Schifffahrt und die Logistikbranche die Hängepartie um die umstrittene Elbvertiefung. Sollte sich die Flussvertiefung weiter verzögern, würde dies den Hafen- und Schifffahrtsstandort perspektivisch in hohem Maße beeinträchtigen, warnte Peters. Die geplante Elbvertiefung stockt seit zweieinhalb Jahren, weil Umweltverbände dagegen vor dem Bundesverwaltungsgericht geklagt haben.

Die Leipziger Richter haben für den 15. Juli den Beginn der mündlichen Verhandlungen angesetzt. Der Hamburger Senat rechnet mit einem Urteil bis Ende September - sollte die Kammerdie Klagen nicht doch noch an den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg verweisen.

http://www.abendblatt.de/meinung/article129190601/Im-Hamburger-Hafen-laeuft-es-endlich-wieder-rund.html
Copyright HA

Im Hamburger Hafen läuft es wieder rund. Nach den schweren Einbußen beim Umschlag infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise laufen die Schiffe wieder verstärkt Hamburg an, und die Terminalbetreiber freuen sich über höhere Wachstumsraten. Dass sich jetzt auch noch der Kran- und Baumaschinenhersteller Liebherr hier ansiedeln will, ist eine weitere Erfolgsmeldung.

Eigentlich ist es sogar mehr, nämlich eine Kursänderung im Hamburger Hafen. Diese wurde eigentlich schon vor fünf Jahren eingeleitet, als die Wirtschaftsbehörde beschloss, mehr Industrie und damit mehr Wertschöpfung im Hafen ansiedeln zu wollen. Aber wie ein dickes schwerfälliges Schiff reagiert der Hafen erst jetzt auf das herumgerissene Ruder.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article129019907/Hamburgs-Schlagader-verstopft.html
Copyright HA
13.06.14, 02:30

Hamburgs größte Fehler

Hamburgs Schlagader verstopft

Marode Straßen und Brücken, fehlende Investitionen in die Infrastruktur. In der fünfteiligen Abendblatt-Serie geht es um mögliche Lösungen.Teil 4: Die Elbvertiefung und die Zukunft der Schifffahrt

Von Olaf Preuß

Ein Sommerabend am Strand von Övelgönne: Bei sinkender Sonne bietet die Schifffahrt auf der Elbe eine große Vorstellung. Frachter internationaler Reedereien, von Evergreen aus Taiwan, MSC aus der Schweiz, von Hamburg Süd oder von CMA CGM aus Frankreich laufen ein und aus. Mächtige Containerschiffe werden von Schleppern im Parkhafen gedreht, um am HHLA-Burchardkai oder bei Eurogate festzumachen. Hamburgs Hafen ist die größte und wichtigste Bühne der Hansestadt, näher am Zentrum der Metropole als jeder andere Hafen von Weltrang. Das ist sein größter Vorteil: die engen Verbindungen auf der Straße und der Schiene ins Hinterland, die kompakten Wege innerhalb des Hafens, die Sichtbarkeit der logistischen Maschinerie und deren Bedeutung für den Wohlstand der Stadt. So wächst Hamburgs Hafen seit 825 Jahren, legt man den Hafengeburtstag dieses Jahres zugrunde, der im Mai gefeiert wurde. Doch wie lange noch?

Hamburgs Lage weit im Inland, gut 100 Kilometer elbaufwärts von der Deutschen Bucht, erweist sich für die Schifffahrt immer mehr auch als Barriere. In den vergangenen zehn Jahren nahmen die Schiffsgrößen in der Containerschifffahrt rasant zu. Gut 400 Meter lang, mehr als 50 Meter breit, mit einem Tiefgang von bis zu 16 Metern bei voller Beladung

verbinden die riesigen Frachter heutzutage Europa und Asien. Hamburg können diese Schiffe nur mit starken Einschränkungen erreichen und wieder verlassen. Zwei Schiffe, die einander zwischen Wittenbergen und Wedel begegnen, dürfen insgesamt maximal 90 Meter breit sein – das bedeutet Einbahnverkehr für die größten Schiffe, die derzeit nach Hamburg kommen, seien es Containerschiffe oder Massengutfrachter. Beim Auslaufen während der Flut dürfen die Schiffe zudem nicht mehr als 13,50 Meter Tiefgang haben, sonst bleiben sie im Flussbett stecken.

Wenn die Lebensader der Hamburger Wirtschaft nicht verstopfen, wenn Hamburg am Wachstum der internationalen Schifffahrt weiter teilhaben soll, muss die Unterelbe ausgebaut werden. "Wir reden von einer Fahrrinnenanpassung. Neben der Vertiefung geht es vor allem um eine Verbreiterung, und die ist unverzichtbar", sagt Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender der führenden deutschen Reederei Hapag-Lloyd mit Sitz in Hamburg und Präsident des Verbandes Deutscher Reeder.

Hinter dem harmlos klingenden Begriff Fahrrinnenanpassung – im Volksmund geläufiger als Elbvertiefung – verbirgt sich ein Konflikt, der bis in 1990er-Jahre zurückreicht. Es ist eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen den Interessenvertretern der Hafenwirtschaft in Unternehmen, Politik und Verbänden und auf der Gegenseite den Bannerträgern des Umweltschutzes. Die Vertiefungen und Anpassungen der Fahrrinne, die Ende der 1990er-Jahre beschlossen worden waren, sind bis heute nicht komplett umgesetzt. Doch seit mehr als zehn Jahren wird bereits die nächste Erweiterung der Unterelbe vorbereitet. Diesmal allerdings ist die Lage anders als früher: Umweltschutzorganisationen wie der BUND oder der Nabu wurden durch die Einführung des Verbandsklagerechts in den 2000er-Jahren juristisch gestärkt. So landete das Genehmigungsverfahren zur Elbvertiefung im Jahr 2012 nach jahrelanger Planung beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Im Oktober 2012 stoppte das höchste deutsche Verwaltungsgericht die bevorstehende Umsetzung der Bauarbeiten – bis heute wurde auf der Elbe gemäß der jüngsten Planung nicht gebaggert. Am 15. Juli beginnt in Leipzig das Verfahren zur Elbvertiefung. Sechs Verhandlungstage im Juli sind anberaumt. Das Urteil wird für Hamburg wegweisend sein: Entweder löst sich der jahrelange Bau- und Investitionsstau auf der Elbe endlich auf. Oder aber die Hansestadt wird nach mehr als 800 Jahren Hafenwirtschaft erstmals – abgesehen von Kriegszeiten – auf unabsehbare Zeit für die Großschifffahrt nicht mehr barrierefrei zu erreichen sein. Im technologischen und logistischen Wettbewerb der Welthäfen wäre das für die Elbmetropole ein herber Rückschlag.

Die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern der Fahrrinnenanpassung sind tief und breit. Der Konflikt reicht weit über die rechtliche Auseinandersetzung hinaus. Längst geht es um das richtige Wachstumsmodell für den Hamburger Hafen grundsätzlich. "Die Hamburger Hafenwirtschaft setzt weiterhin auf Gigantomanie und Kirchturmpolitik, anstatt die Chancen einer norddeutschen Hafenkooperation zu erkennen", sagt Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND in Hamburg und einer der Wortführer gegen die Vertiefung und Erweiterung der Elbe. "Die derzeit geplante Elbvertiefung ist bereits ökologisch nicht mehr vertretbar, und dennoch planen einige Herren schon einen weiteren Eingriff in die Elbe. Das ist absurd." Die zunehmende Strömungsgeschwindigkeit durch eine breitere und tiefere Fahrrinne, massive Versandung und Verschlickung am Unterlauf des Flusses, aber auch Furcht vor zunehmendem Hochwasser und einer Unterspülung der Deiche bringen die Gegner des Großprojekts auf die Barrikaden und vor Gericht in Leipzig.

Die Hafenwirtschaft hält ebenso vehement dagegen. "Die Behinderung durch die fehlende Elbvertiefung nimmt inzwischen absurde Züge an. Das geht auf Dauer nicht gut", sagt Gunther Bonz, früherer Staatsrat in der Wirtschaftsbehörde, heutzutage Generalbevollmächtigter beim Terminalbetreiber Eurogate und Präsident des einflussreichen Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH). Bonz kennt etliche Beispiel dafür, dass Schiffe entweder mit viel Verspätung ausliefen, oder dass sie – um die Flut und eine freie Passage am Engpass hinter der Stadt zu erwischen – frühzeitig ablegen und viele Container in Hamburg stehen lassen mussten. Bonz hält nicht nur die derzeit vor Gericht blockierte Anpassung der Fahrrinne für zwingend, sondern eine ständige Anpassung des Flusses an die Bedürfnisse einer wachsenden Schifffahrt. "Nach meiner Auffassung ist das nicht die letzte Fahrrinnenanpassung. Wir werden weitere brauchen", sagt er. "Ein Blick in die Geschichte zeigt: Es ist immer an dem Fluss gearbeitet worden. Das wird so weitergehen. Wir können nachfolgenden Generationen nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben."

Hamburg steht, mit Blick auf seine Verkehrsinfrastruktur, in einer schwierigen Phase. Bei den Wasserläufen ist die Lage noch weit kritischer als auf Straßen und Schienen. An Land können im Zweifel immer noch Ausweichwege gefunden werden – für die Seeschiffe, die auf eine freie Passage der Elbe und des Nord-Ostsee-Kanals zwingend angewiesen sind, gibt es derartige Umleitungen nicht. Die führenden Reedereien halten Hamburg bislang noch die Treue, obwohl die großen Containerschiffe zumeist nur halb oder zu zwei Dritteln beladen nach Hamburg kommen oder aus der Stadt auslaufen. Die Schifffahrtsunternehmen setzen wie der Senat und die Hamburger Hafenwirtschaft darauf, dass die Bundesrichter in Leipzig die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Planverfahren zur Elbvertiefung und -verbreiterung anerkennen, dass sie die ökonomischen Erfordernisse des Projekts stärker gewichten als die ökologischen Einwände.

Auch am Nord-Ostsee-Kanal spürt Hamburgs Hafen einen empfindlichen Engpass, seiner wichtigsten Verbindung für Zubringerschiffe in die Ostsee. An der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, die auf einer Länge von rund 100 Kilometern Nord- und Ostsee verbindet, hat der zuständige Bund jahrzehntelang zu wenig in die Erhaltung von Schleusen und in die Erweiterung der Fahrrinne investiert. So dauert es nun mindestens zehn Jahre, um den Kanal für insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Kosten wieder in den nötigen Stand zu versetzen.

Die Erweiterung der Elbfahrrinne müsste bis dahin, wenn sie das Gericht in Leipzig denn freigibt, längst realisiert sein. Was jedoch geschieht, wenn die Kläger recht bekommen, ist völlig offen. Neben dem BUND klagt unter anderem auch der Nabu gegen die Fahrrinnenanpassung, unterstützt vom Umweltverband WWF. "In Belgien war man sich der Verantwortung für die Natur stärker bewusst", sagt Beatrice Claus vom WWF in Hamburg mit Blick auf die Vertiefung der Schelde vor Antwerpen. "Von Anfang an wurden die Naturschutzbelange dort ernster genommen, und man hat aktiv nach Lösungen gesucht, um die europäische Naturschutzgesetzgebung mit den wirtschaftlichen Interessen in Einklang zu bringen."

Der Hamburger Senat dementiert, einen Ausweichplan für den Fall zu haben, dass die Erweiterung der Fahrrinne untersagt wird. Das könnte taktische Gründe haben, um die Verhandlungsposition der Stadt und des Bundes bei der Gerichtsverhandlung um das Großprojekt nicht zu schwächen. Längst aber betont Hamburgs Hafen auch unabhängig von dem juristischen Streit seine speziellen Stärken. Die Wachstumsprognosen wurden angesichts der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise der vergangenen Jahre bereits reduziert. Ging man in früheren Jahren von bis zu 25 Millionen Containereinheiten (TEU) Umschlag aus, die zur Mitte des kommenden Jahrzehnts in Hamburg erreichbar wären, lautet das Ziel nun eher 15 bis 16 Millionen TEU. In diesem Jahr dürfte Hamburg wieder an sein bisheriges Rekordjahr 2007 anknüpfen, mit einem Containerumschlag von rund zehn Millionen TEU. Die Entwicklung der 2000er-Jahre, in denen der Containerumschlag teils mit zweistelligen Raten wuchs, werden sich nach einhelliger Meinung in der Branche nicht wiederholen. Das wiederum bedeutet stärkere Konkurrenz zwischen den Hafenstädten um die lukrativen Liniendienste der global agierenden Reedereien.

Geschwindigkeit und Effizienz gelten als herausragende Eigenschaften des Hamburger Hafens. Die Hansestadt verfügt über die besten Bahnanbindungen aller europäischen Seehäfen. Die Terminals arbeiten auf höchstem Niveau. "Es geht für Hamburg in Zukunft nicht vordringlich darum, immer größere Mengen umzuschlagen. Die vorhandenen Mengen müssen schneller und präziser bewegt werden, zur Zufriedenheit der Kunden", sagt Jens Meier, Chef der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA). "In dieser Hinsicht ist Hamburg allen Häfen in der Nordseeregion mindestens ebenbürtig." Auch Meier hält die Erweiterung der Elbfahrrinne für unverzichtbar. Zugleich aber treibt er die Modernisierung des Hafens voran, unter anderem mit der Einführung modernster Verkehrsleitsysteme und der Erneuerung der Hafenbahn: "Der Hamburger Hafen hat den enormen Vorteil", sagt Meier, "dass er enger als alle anderen europäischen Überseehäfen vor allem auch per Bahn an die osteuropäischen Wachstumsmärkte angebunden ist."

Sollte die Vertiefung und Verbreiterung der Elbe tatsächlich blockiert bleiben, wird Hamburg all diese Stärken noch deutlicher als bisher zur Geltung bringen müssen. Der Senat und die zuständige Planungsbehörde des Bundes geben sich überzeugt, alles Nötige für eine Zustimmung des Gerichts zu dem Projekt getan zu haben, mit Planungsunterlagen und Nachträgen, die mittlerweile insgesamt rund 3000 Seiten umfassen. Der Wettbewerb in der internationalen Schifffahrt und Hafenwirtschaft ist gnadenlos. Die drei weltgrößten Linienreedereien Mærsk, MSC und CMA CGM bereiten derzeit den Start ihrer neuen Allianz P3 vor. Wenn, wie erhofft, im Sommer auch China dafür die kartellrechtliche Freigabe erteilt, nimmt das mächtigste Bündnis der modernen Schifffahrt mit 255 Großfrachtern seine Arbeit auf. Neben Hamburg stehen in Deutschland Bremerhaven und Wilhelmshaven in den Plänen von P3. "Welche Häfen in Europa die Liniendienste von P3 künftig anlaufen werden, hängt sicher von deren Wettbewerbsfähigkeit ab", sagte kürzlich in Hamburg Jens-Ole Krenzien, der Deutschlandchef von Mærsk. "Wir sehen in Deutschland bei der Infrastruktur einen gewissen Investitionsstau. Für uns ist es deshalb besonders wichtig, ausreichend Flexibilität bei den Häfen in Nordeuropa zu haben."

Hafenwirtschaft

Marktposition ausgebaut

Freitag, 13. Juni 2014

Copyright Lutz Messerschmidt http:/www.hamburg-pics.com

"Das positive Umschlagergebnis des ersten Quartals 2014 und die erfreulichen Aussichten für die Weltwirtschaft für 2014 und 2015 bilden gute Voraussetzungen für eine weitere Zunahme des Gütervolumens im Hamburger Hafen". Das sagte Gunther Bonz, Präsident des Opens external link in new windowUnternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH), dem THB im Vorwege des heute stattfindenden Pressegesprächs seiner Organisation in der Hansestadt. Um weitere Wachstumspotenziale zu realisieren, bedarf es jedoch größerer Investitionen in die Infrastruktur. FBi Mehr im THB

Infrastruktur

NOK-Modernisierung stärkt auch Wettbewerbsfähigkeit

Freitag, 13. Juni 2014
Erleichterung in Hamburg: Mit dem Opens external link in new windowAusbaubeschluss zugunsten des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) wird der Hafen gestärkt. "Die Instandsetzung des NOK ist nicht nur für unsere Kollegen in den direkt am Kanal gelegenen Häfen Brunsbüttel, Hochdonn, Hohenhörn, Rendsburg und Kiel existenziell", sagte Axel Mattern, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing (HHM). "Auch für die weitere Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft und Industrie ist der Ausbau von gro­ßer Bedeutung – somit auch für den Hamburger Hafen." pk Mehr im THB
Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hamburger Hafen. Sie vermarktet spezielles, hafenspezifisches Fachwissen und nimmt die hamburgischen Hafeninteressen auf nationaler und internationaler Ebene wahr.Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen.

http://www.nordic-market.de/news/15591/hamburger_hafen_-_feederschifffahrt_in_der_ostseeregion_gewinnt_weiter_an_bedeutung.htm

Hamburger Hafen - Feederschifffahrt in der Ostseeregion gewinnt weiter an Bedeutung
Mittwoch, der 4.Juni 2014
Hamburger Hafen - Feederschifffahrt in der Ostseeregion gewinnt weiter an BedeutungHamburg: Die Reedereien Cosco, Yang Ming und China Shipping Container Lines (CSCL) betreiben seit 2013 den gemeinsamen Russia Finland Service RFS über den Hamburger Hafen. Der RFS verbindet den Hamburger Hafen zweimal die Woche mit St. Petersburg und Kotka. CSCL war an dem Dienst bisher nur mit gemieteten Container-Stellplätzen beteiligt (Slot Charter). Jetzt stellt CSCL eine eigene Abfahrt mit dem von ihrer Tochtergesellschaft in Singapur gecharterten Feederschiff LANTAU ARROW. „Das Schiff bietet Platz für 1.216 TEU und ersetzt in dem RFS-Dienst den 1.050 TEU Feeder HANJIN EVOLUTION. Wir reagieren damit auf das Wachstum im Containerverkehr zwischen Hamburg, Finnland und Russland“, erklärt Niels Harnack, Geschäftsführer China Shipping Agency (Germany) GmbH. Die Feedermengen von CSCL wurden bisher über Rotterdam umgeschlagen. Sie werden künftig das Transhipment-Volumen in Hamburg noch weiter erhöhen.Russland und Finnland zählen zu den wichtigsten Handelspartnern im seeseitigen Containerverkehr des Hamburger Hafens. Im ersten Quartal 2014 konnten beide Länder ihre Position stärken und verzeichneten weiteres Umschlagwachstum. Transporte zwischen dem Hamburger Hafen und Finnland stiegen um 20,1 Prozent auf 95.000 TEU. Russland kam mit einem Plus von 4 Prozent auf 168.000 über den Hamburger Hafen umgeschlagene Standardcontainer.Rund 32 Feeder- und Shortseaverbindungen bestehen jede Woche zwischen Hamburg und Russland. Die wichtigsten Güter, die von Russland im seeseitigen Containerverkehr nach Hamburg transportiert werden, sind chemische Erzeugnisse, Holzwaren und Papier sowie Metalle und Metallerzeugnisse. Nach Russland werden überwiegend Nahrungs- und Genussmittel, chemische Erzeugnisse, sowie Maschinen verschifft.Hamburg und Finnland sind durch 28 wöchentliche Feeder- und Shortseaverbindungen miteinander vernetzt. Nach Finnland gehen via Hamburg im seeseitigen Containerverkehr überwiegend Maschinen, Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs sowie Textilien. Aus Finnland kommen vor allem Papier, Holz- Kork- und Flechtwaren sowie Maschinen. (Pressemeldung vom 04.06.2014)
Quelle: Hafen Hamburg Marketing e.V. | Foto: HHM

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Feederschifffahrt in der Ostseeregion gewinnt weiter an Bedeutung

Die LANTAU ARROW Die LANTAU ARROW
China Shipping Container Lines schickt erstmals ein eigenes Feederschiff nach St. Petersburg und Kotka.Die Reedereien Cosco, Yang Ming und China Shipping Container Lines (CSCL) betreiben seit 2013 den gemeinsamen Russia Finland Service RFS über den Hamburger Hafen. Der RFS verbindet den Hamburger Hafen zweimal die Woche mit St. Petersburg und Kotka. CSCL war an dem Dienst bisher nur mit gemieteten Container-Stellplätzen beteiligt (Slot Charter). Jetzt stellt CSCL eine eigene Abfahrt mit dem von ihrer Tochtergesellschaft in Singapur gecharterten Feederschiff LANTAU ARROW. „Das Schiff bietet Platz für 1.216 TEU und ersetzt in dem RFS-Dienst den 1.050 TEU Feeder HANJIN EVOLUTION. Wir reagieren damit auf das Wachstum im Containerverkehr zwischen Hamburg, Finnland und Russland“, erklärt Niels Harnack, Geschäftsführer China Shipping Agency (Germany) GmbH. Die Feedermengen von CSCL wurden bisher über Rotterdam umgeschlagen. Sie werden künftig das Transhipment-Volumen in Hamburg noch weiter erhöhen.Russland und Finnland zählen zu den wichtigsten Handelspartnern im seeseitigen Containerverkehr des Hamburger Hafens. Im ersten Quartal 2014 konnten beide Länder ihre Position stärken und verzeichneten weiteres Umschlagwachstum. Transporte zwischen dem Hamburger Hafen und Finnland stiegen um 20,1 Prozent auf 95.000 TEU. Russland kam mit einem Plus von 4 Prozent auf 168.000 über den Hamburger Hafen umgeschlagene Standardcontainer.Rund 32 Feeder- und Shortseaverbindungen bestehen jede Woche zwischen Hamburg und Russland. Die wichtigsten Güter, die von Russland im seeseitigen Containerverkehr nach Hamburg transportiert werden, sind chemische Erzeugnisse, Holzwaren und Papier sowie Metalle und Metallerzeugnisse. Nach Russland werden überwiegend Nahrungs- und Genussmittel, chemische Erzeugnisse, sowie Maschinen verschifft.Hamburg und Finnland sind durch 28 wöchentliche Feeder- und Shortseaverbindungen miteinander vernetzt. Nach Finnland gehen via Hamburg im seeseitigen Containerverkehr überwiegend Maschinen, Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs sowie Textilien. Aus Finnland kommen vor allem Papier, Holz- Kork- und Flechtwaren sowie Maschinen.

Schifffahrt

Maersk steht zu deutschen Häfen

Freitag, 30. Mai 2014

Nach derzeitigem Stand wird die P3-Flotte insgesamt 255 Box-Carrier von Maersk, MSC und CMA CGM umfassen (Foto: )Copyright Maersk

Für die Opens external link in new windowMaersk Line spielen Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven auch nach dem Start der P3-Allianz eine wichtige Rolle. Dafür gibt es eine klare Nachfrage. Wie sich die einzelnen Containervolumen in den Häfen entwickeln, ist aber noch nicht im Detail abzusehen, sagte am Mittwoch Jens-Ole Krenzien, Geschäftsführer Maersk Deutschland in der Elbmetropole. mm Mehr im THB

http://www.maritimheute.de/glanzendes-quartalsergebnis-beim-seeguterumschlag-fur-den-hamburger-hafen/

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Glänzendes Quartalsergebnis beim Seegüterumschlag für den Hamburger Hafen

Glänzendes Quartalsergebnis beim Seegüterumschlag für den Hamburger HafenBmrk Btr. HP Blog SPD ler Ingo Egloff Super mann Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2014 einen Gesamtumschlag von 35,6 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Wachstum von 8,6 Prozent. Sowohl der Stückgutumschlag mit insgesamt 25,2 Millionen Tonnen (+ 10,8 Prozent), als auch der Massengutumschlag mit 10,4 Millionen Tonnen (+ 3,5 Prozent), sorgten in Deutschlands größtem Universalhafen für ein besonders starkes Wachstum. Lesen Sie mehr auf Hamburg Hafen   Pressemeldung, Mai 20, 2014; Foto: Hamburg Hafen

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http://www.nordic-market.de/news/15323/der_seegterumschlag_im_hamburger_hafen_wchst_um_108_prozent_im_ersten_quartal_2014.htm

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Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen wächst um 10,8 Prozent im ersten Quartal 2014
Dienstag, der 20.Mai 2014

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SMM 2014-Rekordjahr - mehr Aussteller der maritimen Wirtschaft
Freitag, der 23.Mai 2014
SMM 2014-Rekordjahr - mehr Aussteller der maritimen WirtschaftHamburg: Es wird ein Rekordjahr für die SMM, so viel steht bereits knapp vier Monate vor Beginn der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft in Hamburg fest. Mehr Aussteller, mehr teilnehmende Nationen, mehr Besucher. „Wir sind bereits seit Monaten ausgebucht. Mehr als 2.000 Aussteller werden Innovationen des Marktes zeigen“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress GmbH im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz heute in Hamburg. Mehr als 50 Journalisten aus aller Welt waren gekommen, um Details zur SMM 2014 zu erfahren.Messe-Chef Bernd Aufderheide und Dr. Herbert Aly, CEO und Managing Partner Blohm+Voss und Beiratsvorsitzender der SMM, gaben zu Beginn eine Einschätzung der Branche ab und stellten die Highlights der SMM 2014 vor. „Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt. Der Markt wird immer herausfordernder und immer feingliedriger. Wer da in Zukunft eine Rolle spielen will, muss heute aktiv werden“, sagte Aly. Sein Beitrag widmete sich vor allem der Lage in der Containerschifffahrt und auf den Werften. Der Druck auf die Reedereien sei hoch. „Aktuell werden weniger Schiffe gebaut, dafür werden sie immer größer. Das ist ein klares Zeichen für einen äußerst umstrittenen Wettbewerb“, sagte Aly. Zu den Märkten mit Wachstumspotenzial zählte er vor allem die Bereiche „Offshore Wind“, „Kreuzfahrtschiffe“, „Marine-Schiffe“, „Super-Yachten“ und „Offshore Öl und Gas“. „Auch alle bedeutenden Nischenmärkte werden auf der SMM vertreten sein. Besucher haben somit die Chance, sich für die Herausforderungen der Zukunft mit Informationen aus erster Hand ideal aufzustellen“, so Aly in seinem Eröffnungs-Statement.An die einführende Analyse schloss sich eine Talkrunde mit weiteren hochkarätigen Experten an. Zu den Teilnehmern zählten Govert Hamers (Vorsitzender „SEA Europe“), Patrick Verhoeven (Generalsekretär, ECSA, European Community Shipowners’ Associations) sowie Dr. Reinhard Lüken (Hauptgeschäftsführer, VSM, Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V. und Beiratsmitglied der SMM).Experten für alle Themen Die Auswahl der Fachleute spiegelte die neue Clusterung der SMM nach Thementagen wider. Eines der Top-Themen ist „Finanzierung“. Zu diesem Bereich äußerte sich VSM-Chef Dr. Reinhard Lüken. Er sieht einen grundlegenden Wandel auf die Branche zukommen: „Wettbewerbsfähige Finanzierungen haben heute eine Schlüsselfunktion für die Nutzung der enormen Wachstumspotenziale. Der Paradigmen-Wechsel in der maritimen Wirtschaft zu immer komplexeren und technisch anspruchsvolleren Lösungen erfordert auch von der Finanzseite – Banken wie Garantiegebern – eine Anpassung der etablierten Muster“, sagte Lüken. Bei der SMM würden mögliche Wege aufgezeigt: „Das SMM Ship Finance Forum ist ein attraktives Format mit international renommierten Experten, das den Blickwinkel der herstellenden Industrie einschließt und so Anregungen und Antworten für die Austeller und Besucher der SMM anbietet.“Zum Thema „Offshore“ stand Govert Hamers, Vorsitzender des Europäischen Schiffbau- und Zulieferverbandes SEA Europe und CEO des niederländischen Unternehmens Vanderlande Industries B.V., Rede und Antwort. Klar sei: Ob Öl, Gas oder Wind – in die Energiegewinnung auf hoher See fließen in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen. Was braucht die Branche, welche Werften profitieren? Wie steht es um die Marine-Equipment- Zulieferer? „Dieser Bereich birgt enorm viel Entwicklungspotenzial für die gesamte Branche“, sagte Hamers.Patrick Verhoeven, seit Anfang 2013 Generalsekretär des europäischen Reederverbands ECSA, steht für den Bereich „Umweltschutz“. Er bewertete die aktuelle Situation der Schifffahrt für die europäischen Akteure vor dem Hintergrund strenger werdender Umweltauflagen und steigender Effizienzanforderungen. „Die Schifffahrt durchlebt aktuell eine ähnliche Phase wie im 19. Jahrhundert, als der Wandel vom Segel- zum Dampfschiff vollzogen wurde. Heute jedoch ist der Wandel durch politische Vorgaben bestimmt – und es gibt sehr strenge zeitliche Vorgaben“, sagte Verhoeven. Emissionsgrenzen, Ballastwassermanagement, LNG: Verhoeven sieht nun die Politik in der Verantwortung, für maximale Planungssicherheit zu sorgen. „Reeder brauchen Gewissheit, dass diese Rahmenbedingungen auch langfristig Bestand haben werden und dass sich Investitionen in Neubau und Umrüstung auch wirklich lohnen“, sagte Hamers.Den Themen „Sicherheit und Verteidigung“ (u.a. Piraterie) sowie „Recruiting“ (Personalmanagement in der maritimen Branche) wird bei der SMM 2014 jeweils ein eigener Thementag gewidmet. Beide Themen haben auch bei der Voraus-Pressekonferenz eine Rolle gespielt. In Sachen Fachkräftenachwuchs waren sich die Experten einig, dass der Markt zunehmend internationaler wird. „Wie es bei der Schifffahrt aussieht, weiß ich nicht. Im Schiffbau aber ist die Nachfrage nach jungen Arbeitskräften sehr hoch. Entscheidend ist zunehmend nicht nur das Know-how, sondern vor allem auch das Know-why“, sagte CEO Blohm + Voss Aly. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Max Johns, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR) und Beiratsmitglied der SMM. Die Diskussionsteilnehmer gingen auch auf aktuelle politische Geschehnisse – etwa die Ukraine-Krise oder das Schottland-Referendum. Die Voraus-Pressekonferenz hat wichtige Impulse gesetzt. Einhelliger Tenor: Die SMM ist weltweit die unbestrittene Nummer 1 unter den Events der maritimen Wirtschaft.Exklusivsponsor der SMM 2014 ist DNV GL, das weltweit größte Schiffs- und Offshore-Klassifikationsunternehmen. Die DNV GL Group entstand aus der Fusion der beiden Klassifikationsgesellschaften DNV und Germanischer Lloyd (GL), beschäftigt mehr als 16.000 Mitarbeiter an 300 Standorten. „Die SMM ist für DNV GL schon immer ein ganz besonderes Ereignis gewesen. Hamburg ist unsere maritime Zentrale. Die Schifffahrt ist seit jeher das Kerngeschäft von DNV GL – und wird es auch bleiben. Die SMM ist für die maritime Branche eine ideale Plattform zur Kontaktpflege, zum Erfahrungsaustausch und zur Erschließung neuer Chancen. 2014 ist für uns ein bedeutungsvolles Jahr, denn wir feiern nicht nur 150 Jahre Unternehmensgeschichte, sondern auch den ersten Geburtstag von DNV GL. Ganz besonders freut es uns, die SMM als Exklusivsponsor unterstützen zu dürfen", sagte Tor E. Svensen, CEO von DNV GL Maritime. (Pressemeldung vom 23.05.2014)
Quelle: Hamburg Messe & Congress GmbH | Foto: Hamburg Messe, SMM 2014
http://www.abendblatt.de/hamburg/article128311607/Was-laeuft-schief-beim-Verkehr-in-Hamburg-Stimmen-Sie-ab.html
22.05.14 Copyright hamburger Abendblatt

Serie Infrastruktur, Teil 1

Was läuft schief beim Verkehr in Hamburg? Stimmen Sie ab!

Marode Straßen, Brücken und Kanäle. Der Verkehr steckt im Stau. Machen Sie mit bei der Abendblatt-Umfrage. In einer fünfteiligen Serie geht es um mögliche Lösungen, Teil 1: Die Infrastruktur der Metropole. Interview mit Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg.

Von Matthias Iken
Foto: dpa Copyright
Stau auf der Köhlbrandtbrücke
Mit Containern beladene Lastwagen stauen sich auf der Köhlbrandbrücke

Hamburg. Kaum einer kennt Straßen, Schienen und Wasserwege in der Hansestadt so gut wie Gunther Bonz. Der Generalbevollmächtigte bei Eurogate und Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg hat bis 2008 in verschiedenen Funktionen in der Wirtschaftsbehörde gearbeitet, zuletzt als Staatsrat. Mit ihm sprach Matthias Iken.

Hamburger Abendblatt: Lange Zeit war Deutschland für seine Infrastruktur berühmt, inzwischen ist es eher berüchtigt. Wann begann der Niedergang von Straßen, Schienen und Wasserwegen?

Gunther Bonz: Finanziell begann er Anfang der 80er-Jahre und beschleunigte sich noch nach der Wiedervereinigung. Die Länder und der Bund haben zu viel Geld für Sozialtransfers und zu wenig Geld für den Unterhalt und den Ausbau der Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Wir haben heute 30 bis 40 Prozent mehr Straßen als vor der deutschen Einheit, aber die Finanzmittel sind inflationsbereinigt nur noch halb so groß. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Sind die Schäden an der Rader Hochbrücke oder den Schleusen des Nordostseekanals, die uns jetzt treffen, die ersten Symptome eines 30-jährigen Versagens?

Bonz: Jahrzehntelang ist die deutsche Infrastruktur auf Verschleiß gefahren worden. Es ist wie bei einem Haus, das man nicht in Stand hält – nach 30 Jahren regnet es durchs Dach. An diesem Punkt stehen wir jetzt. Das Problem ist: Es ist für Politiker leichter, das knappe Geld für soziale Wohltaten zu verteilen, als etwa in den Straßenbau zu investieren. Straßen halten ja vermeintlich ewig, zumindest fallen die Schäden bis zur nächsten Wahl noch nicht auf.

Sie haben lange in Hamburger Behörden gearbeitet – sah man das Problem dort nicht oder drangen die Warnungen nicht zu den Entscheidern durch?

Bonz: Wir haben das Thema immer wieder adressiert und in der Planung auch Gelder umgeschichtet. Beispielsweise sollte ja eine Milliarde aus dem HHLA-Börsengang in die Infrastruktur fließen, leider ist einiges davon versickert.

Wie viel ist nicht angekommen?

Bonz: Nach meinem Kenntnisstand knapp zehn Prozent, die nach meiner Kenntnis unter anderem für die Unterbringung von Asylbewerbern ausgegeben wurden.

Norddeutschlands Politiker fühlen sich seit Jahrzehnten bei Verkehrsprojekten vom Bund stiefmütterlich behandelt. Ist die Situation hier besonders dramatisch?

Bonz: Das ist in anderen Teilen der Republik nicht anders: So ist die Rheintalbrücke in Köln dauerhaft gesperrt, weil sie nicht in ihrer Substanz erhalten wurde. Die Zulieferer der Ford-Werke müssen deshalb viele Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Von über 5000 Autobahnbrücken in Deutschland sind ca. 3000 nicht mehr voll funktionsfähig. Schwerlastverkehr aus dem Süden kann längst nicht mehr auf kürzesten Wege unsere Häfen erreichen, sondern nur mit großen Umwegen, das ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig.

Worunter leidet der Hamburger Hafen besonders? Unter den maroden Schleusen im Nordostseekanal, der Dauerbaustelle A7 oder der Elbvertiefung, die weiter auf sich warten lässt?

Bonz: Die Punkte würden für sich allein schon reichen; das Problem und die Herausforderung aber ist, dass alles zusammenkommt. Wir gehen wegen der Versäumnisse der Vergangenheit durch ein Tal der Tränen. Das wird ein harter Belastungstest auch für unsere mittelständische Wirtschaft. Ein Beispiel: Als die Elbtunnelröhren in den vergangenen Jahren saniert wurden, sind über 300.000 TEU Ladung an den dänischen Hafen Fredericia verlagert worden. Deshalb versuchen Terminalbetriebe derzeit mit einer optimierten Verkehrssteuerung, solche Verluste in Zukunft zumindest zu verringern.

Stichwort Elbvertiefung: Benötigt der Hafen sie wirklich? Die größten Schiffe erreichen den Hafen jetzt schon.

Bonz: Da müssen Sie sich die Schiffe mal anschauen, die kommen natürlich nicht voll beladen hier an. Noch vertrauen die Reeder darauf, dass die Elbvertiefung kommt und schicken die großen Schiffe weiter nach Hamburg. Sie werden aber umdisponieren, sollte das Bundesverwaltungsgericht die Fahrrinnenanpassung stoppen. Dann wird Ladung verloren gehen – und Arbeitsplätze. Das bezweifeln nicht mal die Kritiker. Aber sie nehmen den Jobverlust in Kauf – nach Angaben der Umweltverbände gehen dann zirka 4000 Arbeitsplätze in Hamburg verloren.

Die maritime Wirtschaft in der Hansestadt besteht aus vielen Branchen – zum Beispiel Finanzdienstleistern, Klassifizierern, Kanzleien, die kaum auf die Elbvertiefung angewiesen sind...

Bonz: Sollte die Fahrrinnenanpassung nicht kommen, beginnt ein schleichender Erosionsprozess der Schwächung, der viele Branchen trifft. Das mag auf den ersten Blick harmlos sein, ein paar Stellen hier, ein paar Stellen da; aber in der Summe wäre das für den Standort ein Drama.

Wie lange werden uns die Probleme mit dem Nordostseekanal zusetzen?

Bonz: Der Kanal mit seinen Schleusen wird uns mindestens genauso so lange beschäftigen wie der Ausbau und die Überdeckelung der A7 – also bis 2020. In Brunsbüttel haben zwei Schleusen ihre Altersgrenze nach mehr als 100 Jahren erreicht; diese kann man nicht im laufenden Betrieb erneuern. Daher haben wir nun auf dem Kanal eine Einbahnstraße. Die Folgen versuchen die Terminalbetreiber HHLA und Eurogate durch eine Feeder Logistik Zentrale zu minimieren, indem der Umschlag auf die Kanaldurchfahrt abgestimmt wird. Dafür geben Hamburger Terminalbetriebe viel Geld aus. Diese Zusatzkosten haben Konkurrenten nicht.

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Haben Dänen oder Holländer mehr in Straßen und Schienen investiert?

Bonz: In Dänemark gibt es diese Problem nicht – ganz im Gegenteil. Der Inselstaat baut seine Infrastruktur weitsichtig aus, weil sie lebensnotwendig für die dänische Wirtschaft ist. Schauen Sie sich allein die Brücken- bzw. Tunnelprojekte an, mit welcher Macht das kleine Dänemark derzeit die Fehmarnbelt-Querung vorantreibt. Da könnten wir uns mehrere Scheiben von abschneiden. Auch für Niederländer und Belgier haben Häfen und ihre Infrastruktur immer oberste Priorität gehabt. Das ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten leider nicht immer so gewesen.

Hamburg rühmt sich, wegen seiner Schienenanschlüsse ein besonders umweltfreundlicher Hafen zu sein.

Bonz: Wir sind immer noch europaweit führend, was das Schienennetz und seine Steuerung betrifft. Zwei Drittel des Güteraufkommens der Deutschen Bahn kommen aus den deutschen Seehäfen, der größte Anteil davon aus dem Hamburger Hafen. Die Bahn hat auch eine wesentliche bessere CO2-Bilanz als der Lkw, ein Grund, warum der Hamburger Hafen eine bessere CO2-Bilanz hat als viele europäische Häfen.

Wenn die gute Fee käme und Sie hätten drei Wünsche frei, welche wären das?

Bonz: Erstens mehr Geld für die Infrastruktur. Zweitens die Reduzierung der bürokratischen Verfahren inklusive der Tragweite des Verbandsklagerechts. Und drittens wünsche ich mir mehr Verständnis bei den Bürgern. Straßen und Schienen sind ein Wohlstandsast, der mehr Geld benötigt. Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass der günstige CD-Player oder Rasierer im Geschäft nur deshalb zu diesem Preis angeboten werden kann, weil dahinter eine komplizierte und funktionierende Kette von Transportprozessen steht.

Eurogate
Foto: Michael Rauhe Gunther Bonz, Chef von Eurogate HA

Hat Hamburgs Bürgermeister die Dringlichkeit der Situation erkannt?

Bonz: Hamburgers Bürgermeister Olaf Scholz hat nach meiner Kenntnis maßgeblich in den Koalitionsverhandlungen dazu beigetragen, dass der Verkehrsetat aufgestockt wird. Das ist eine der großen Leistungen der Großen Koalition. Nur lassen sich Versäumnisse von 30 Jahren nicht in drei Jahren aufholen. Wir gehen durch ein Tal der Tränen, aber am Ende können wir nur mit einer sanierten und ausgebauten Infrastruktur im Wettbewerb punkten.

Ist das auch der Kanzlerin bewusst?

Bonz: Ich gehe davon aus. Es bedarf aber immer einer machtpolitischen Konstellation, die einen Umschwung herbeiführen kann. Je länger abgewartet wird, desto dramatischer sind die Folgen – denken Sie an die Agenda 2010. Wenn wir uns in Hamburg alte Pläne anschauen, sind viele wie der Großflughafen Kaltenkirchen, die Stadtbahn, die Hafenquerspange oder der Autobahnring nie Wirklichkeit geworden.

Woran liegt das?

Bonz: In Hamburg hat es in den 70er-Jahren eine Bewegung gegeben – ausgelöst durch die sogenannte 68er-Generation –, dass Verkehr etwas Schlechtes ist. Der Stadt fehlt ein Autobahnring, zentrale Verbindungstrassen sind nicht gebaut werden. Diese Versäumnisse sind heute nicht mehr aufzuholen. Andere Metropolen wie München oder Frankfurt waren vor 30, 40 Jahren weitsichtiger.

Was bedeutet das für Hamburg?

Bonz: Heute müssen wir reparieren und kleinteilig Verbesserungen schaffen. Daneben benötigen wir ein Leitbild von einer wachsenden Metropolregion mit der erforderlichen Infrastruktur – ein Leitbild, welches auf mehrere Jahrzehnte angelegt ist. Infrastruktur ist das schwerfälligste Instrument im Wirtschaftsprozess, aber entscheidend für den Erfolg einer Industrie- und Handelsnation wie Deutschland.

Hamburg: Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2014 einen Gesamtumschlag von 35,6 Millionen Tonnen.  Das entspricht einem Wachstum von 8,6 Prozent. Sowohl der Stückgutumschlag mit insgesamt 25,2 Millionen Tonnen (+ 10,8 Prozent), als auch der Massengutumschlag mit 10,4 Millionen Tonnen (+ 3,5 Prozent), sorgten in Deutschlands größtem Universalhafen für ein besonders starkes Wachstum.
„Im ersten Quartal 2014 konnten wir im Hamburger Hafen den positiven Wachstumstrend aus dem Vorjahr fortsetzen. Wir haben gegenüber den anderen großen Seehäfen in Nordeuropa mit einem herausragenden Wachstum von 8,6 Prozent beim Seegüterumschlag unsere sehr gute Wettbewerbsposition weiter ausbauen können. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Baustellensituation im Hafengebiet, dem Elbtunnel und der Autobahn A7, die besonders für den Lkw-Verkehr zu zeitlich begrenzten Beeinträchtigungen führen, eine bemerkenswerte Umschlagbilanz. Die zeitweise Behinderung durch die Asphaltierungsarbeiten vor dem Elbtunnel und die Arbeiten an der Köhlbrandbrücke im Hafen sind in Kürze beendet. Während der Bauphase der A7 werden dem Verkehr in jede Fahrtrichtung drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Baumaßnahmen im Hafen und in der Region werden nach Fertigstellung für den gesamten norddeutschen Raum und die deutsche Wirtschaft großen Nutzen bringen und sind dringend erforderlich. Das außergewöhnlich gute Ergebnis verdeutlicht auch die hohe Leistungsfähigkeit der Hamburger Hafen- und Logistikunternehmen“,  sagt Hafen Hamburg Marketing e.V. Vorstand Axel Mattern bei der Präsentation der Quartalsergebnisse des Hamburger Hafens. Jens Meier, Vorstandsvorsitzender der Hamburg Port Authority (HPA) ergänzt: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bedanken, denn nur durch gemeinsames, effektives Transportmanagement ist es möglich, ein so gutes Ergebnis zu erzielen. Die Effizienzsteigerung bestehender Einrichtungen und Transportwege war schon immer wesentlicher Teil des Hafenmanagements in Hamburg. Wir haben uns daher frühzeitig auf moderne IT-Prozesse und intelligente Nutzungen konzentriert. Dieses Investment zahlt sich jetzt aus.“
Hamburger Hafen verbessert Marktposition im Containerverkehr
Der Containerumschlag ist in den ersten drei Monaten des Jahres mit 2,4 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) der Hauptträger des Erfolgs. Das entspricht einem Plus von 8,0 Prozent. Zurückzuführen ist das Wachstum im Containerverkehr sowohl auf starke Exporte, die mit 1,1 Millionen TEU ein Plus von 7,8 Prozent erreichten, als auch auf eine sehr gute Entwicklung der Importe, die mit 1,2 Millionen TEU ein Plus von 8,1 Prozent erreichten.
Der Hamburger Hafen ist in Nordeuropa auch die führende Drehscheibe für Containerverkehre mit der Ostseeregion. Erneut stiegen die Transhipmentverkehre per Feederschiff in die Nord- und Ostseeregion an und verzeichneten im ersten Quartal 2014 ein Plus von 6,5 Prozent.
In den ersten drei Monaten zählten Russland mit 168.000 TEU (+ 4,0 Prozent), Finnland mit 95.000 TEU (+ 20,1 Prozent) und Polen mit 93.000 TEU (+ 26,6 Prozent) zu den im Containerverkehr mit Hamburg führenden Handelspartnern. Die Containerverkehre mit Asien steigerten sich deutlich im ersten Quartal 2014. Die in Hamburg umgeschlagenen  1,3 Millionen TEU stehen für ein Plus von 9,0 Prozent. Der Containerumschlag mit der VR China und Hongkong macht rund 30 Prozent des Containerumschlags im Hamburger Hafen aus und erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres eine Umschlagmenge von 705.000 TEU (+ 10,5 Prozent). Erfreulich ist auch die Umschlagentwicklung im Containerverkehr mit europäischen Häfen. Hier wurden 746.000 TEU (+ 6,1 Prozent)  via Hamburg transportiert. Der Umschlag mit dem Fahrtgebiet Amerika erreichte mit 262.000 TEU (+ 0,5 Prozent) ein stabiles Ergebnis. Der Containerverkehr mit Afrika setzte den deutlichen Wachstumstrend fort und stieg auf  80.000 TEU (+ 46,9 Prozent). Im Direktverkehr mit Häfen im Fahrtgebiet Australien/Pazifik wurden 11.000 TEU (+ 5,9 Prozent) umgeschlagen.
Im ersten Quartal konnte der Hamburger Hafen gegen den Trend in den Wettbewerbshäfen wachsen und Marktanteile im Containerverkehr gewinnen. In den vier größten Nordkontinenthäfen (Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Bremerhaven) ist der Seegüterumschlag in den ersten drei Monaten 2014 mit insgesamt 211,6 Millionen Tonnen nur leicht um 1,8 Prozent gewachsen. Beim Containerumschlag dieser Häfen gab es mit 8,8 Millionen TEU ein durchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent. Damit liegt der Marktanteil des Hamburger Hafens im Containerumschlag der vier großen Nordkontinenthäfen jetzt bei 26,8 Prozent (+ 1,4 Prozentpunkte). Damit festigt Hamburg seine Position als europäischer Hub-Port im Containerverkehr.
Positive Entwicklung beim nicht-containerisierten Stückgut
Auch wenn in Hamburg rund 98 Prozent aller umgeschlagenen Stückgutladungen im Container auf ihre Seereise gehen, bleibt der hochwertige und beschäftigungsintensive Umschlag von nicht-containerisiertem Stückgut ein wichtiger Bestandteil im Universalhafen. Im ersten Quartal wurden 461.000 Tonnen an den Spezialterminals im Hafen umgeschlagen. Der in den letzten Jahren feststellbare Rückgang konnte gestoppt und sogar ein Plus von 5,9 Prozent verzeichnet werden. Nachdem die Importe von Südfrüchten mittlerweile in der Hauptmenge per Container erfolgen, setzt sich der Mix aus nicht-containerisierten Gütern, die konventionell umgeschlagen werden, überwiegend aus  Projektladungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich, Fahrzeugen im RoRo-Umschlag, Eisen und Stahl sowie Papier und Holz zusammen.
Sehr gute Ergebnisse auch beim Massengutumschlag
Der Massengutumschlag stieg im ersten Quartal 2014 um 3,5 Prozent auf insgesamt 10,4 Millionen Tonnen an und trägt somit ebenfalls zum positiven Umschlagergebnis des Hamburger Hafens bei. In den drei Umschlagsegmenten konnte der Seegüterumschlag beim Sauggut mit 2,2 Millionen Tonnen (+ 24,2 Prozent) vor allem von stärkeren Getreideexporten und -importen profitieren. Auch im Bereich der flüssigen Massengüter wurde mit einem Umschlagergebnis von 3,5 Millionen Tonnen (+ 4,2 Prozent) im Vergleich zum ersten Quartal 2013 eine Steigerung erreicht. Hier entwickelten sich der Import und Export von Mineralölprodukten sowie anderen Flüssigladungen  positiv und sorgten für Wachstum. Der Umschlag von Greifergut, wie zum Beispiel Kohle, Erz, Düngemittel und Baustoffe,  brachte mit 4,7 Millionen Tonnen ein knappes Minus von 4,4 Prozent.
Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bringt großen Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft
Rund  260.000 Arbeitsplätze, davon 110.000 außerhalb der Metropolregion Hamburg, sind bundesweit direkt oder indirekt mit dem Hamburger Hafen verbunden. Zudem unterstreichen die bundesweit knapp 20 Milliarden Euro an Wertschöpfung, dass die Bedeutung des Hamburger Hafens weit in das Binnenland hinein reicht. „Da müssen wir beim Bau der Y-Trasse, beim Ausbau der A20 und der A21 alle an einem Strang ziehen. Für die weitere Entwicklung von Hamburg als führenden Hafen- und Logistikstandort in Deutschland ist der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Hafen und in der Region von größter Bedeutung. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind die für unseren Hafen lebensnotwendigen Schlagadern weltweiter Transportketten.  Gemeinsam mit den Hafenkunden aus dem In- und Ausland, den Spediteuren und Logistikunternehmen sollten wir in der Lage sein die zeitlich überschaubaren Beeinträchtigungen durch Baustellen im Hafen und der Region zu managen.
Durch eine intelligentere Verzahnung und Nutzung multimodaler Transportketten  ist aus unserer Sicht durchaus eine Entlastung der Verkehre auf der Straße zu erreichen. Wir sind nicht umsonst Europas führender Eisenbahnhafen und sollten mit intelligenten Transportkonzepten Stausituationen im Vorfeld möglichst vermeiden. Das geht zum Beispiel durch eine stärkere Nutzung der Eisenbahn im Seehafenhinterlandverkehr“, erläutert Mattern. Auch das Binnenschiff bietet neben den klassischen Massenguttransporten enorme Potenziale für Container- und Stückguttransporte zwischen dem Hamburger Hafen und dem Binnenland. Für den Lkw-Verkehr bringen intelligente IT-Lösungen Entlastung, wie Selbstbedienungs-Terminals oder die automatische Containererkennung an den Terminal-Gates, sowie die 24-Stunden-Abfertigung der Container. „Wir müssen gegenüber der Öffentlichkeit verdeutlichen, dass die Infrastruktur für die Zu- und Ablaufverkehre der Seehäfen im Interesse der gesamten Volkswirtschaft liegt. Deshalb setzen wir auch auf eine positive Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zur Umsetzung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe in diesem Jahr“, betont Mattern. (Pressemeldung vom 20.05.2014)

Umschlagszahlen - Hamburger Hafen: Guter Start ins Jahr

vom 19. Mai 2014 Copyright HHLA danke Ingo

Der Hafen ist noch immer die Herzkammer der Hamburger Wirtschaft. Von dem Rückschlag nach der Finanzkrise 2008 hat sich der Hafenumschlag noch nicht wieder ganz erholt. Doch es geht aufwärts, trotz massiver Probleme mit der Infrastruktur.

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    Häfen

    Hamburg punktet innerhalb der Nordrange

    Dienstag, 20. Mai 2014
    Der Hamburger Hafen zieht bei der Höhe des Wachstums im Seegüterumschlag an seinen Mitbewerbern vorbei. „Das Ergebnis des ersten Quartals ist sehr positiv“, fasste Axel Mattern, Vorstand der Hafen Hamburg Marketing (HHM), die Umschlagentwicklung gestern in der Hansestadt zusammen. tm/EHA
Hamburg | Der Hamburger Hafen legt am Montagmorgen die Umschlagzahlen für die ersten drei Monate des Jahres vor. Der Güterumschlag im größten deutschen Universalhafen hat sich in diesem Zeitraum stärker entwickelt als erwartet. Auch der Containerumschlag blieb auf Wachstumskurs und der Hamburger Hafen konnte seinen Marktanteil im Wettbewerb der großen Häfen Nordwesteuropas ausbauen.
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Im vergangenen Jahr wurden 26,2 Prozent aller Container in der sogenannten Nordrange (Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Bremerhaven) in der Hansestadt umgeschlagen. Bei einer positiven Entwicklung könnte der Hamburger Hafen in diesem Jahr wieder Anschluss finden an das Umschlagniveau vor dem Beginn der Finanzkrise. In den Jahren 2007 und 2008 wurden in Hamburg jeweils fast zehn Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen; danach gab es einen Einbruch auf sieben Millionen TEU. Seitdem geht es Schritt um Schritt aufwärts, doch die Umschlagmengen der Boomjahre sind noch nicht wieder erreicht. Im vergangenen Jahr lag der Containerumschlag bei 9,3 Millionen TEU. Der Hamburger Hafen leidet gegenwärtig unter Problemen mit der Infrastruktur. Im vergangenen Jahr war der Nord-Ostsee-Kanal, eine wichtige Zubringerwasserstraße für den Hamburger Hafen, mehrfach gesperrt oder nur begrenzt benutzbar. Die Brücken im Hafen sind teilweise nur eingeschränkt befahrbar oder werden gerade erneuert. Und wegen der immer größeren Containerschiffe fordert die Hafenwirtschaft eine Elbvertiefung, die jedoch nach Klagen auf Eis liegt. Im Sommer will das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber verhandeln.

von dpa erstellt am 19.Mai.2014 | 07:21 Uhr

http://www.hafen-hamburg.de/news/hhla-startet-erfolgreich-das-gesch%C3%A4ftsjahr-2014

Copyright welt
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article128027730/Ukraine-Krise-haelt-Hafenkonzern-HHLA-in-Atem.html

Ukraine-Krise hält Hafenkonzern HHLA in Atem

Containerschiffe werden im Hafen in Hamburg umgeschlagen
Foto: dpa

Hamburg - Der Hamburger Hafenkonzern HHLA sieht sich angesichts der Ukraine-Krise und neuer Allianzen in der Containerschifffahrt trotz eines guten Jahresstarts unter Druck. Wegen der harten Konkurrenz anderer Häfen bleibe es ein «ehrgeiziges Ziel», einen Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters am Mittwoch in Hamburg. Es gebe «fundamentale Unsicherheiten». Das HHLA-Containerterminal in der ukrainischen Hafenstadt Odessa musste im ersten Quartal bereits einen Rückgang hinnehmen.

Nach dem Gewinneinbruch von 2013 konnte die HHLA im ersten Jahresviertel zumindest im operativen Geschäft merkliche Zuwächse verbuchen. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 294 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um fünf Prozent auf 39,3 Millionen Euro zu.

Unter dem Strich schlug neben einer höheren Steuerlast vor allem die Ukraine-Krise negativ zu Buche. Infolge der Abwertung der ukrainischen Währung sei der Wert der HHLA-Anlagen in Odessa gesunken. Das sei jedoch ein reiner Währungseffekt. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 13,6 Prozent auf 19,2 Millionen Euro.

HHLA-Zwischenbericht 1. Quartal


11.21 Uhr: Der Hamburger Hafenkonzern HHLA sieht sich angesichts der Ukraine-Krise und neuer Allianzen in der Containerschifffahrt trotz eines guten Jahresstarts unter Druck. Wegen der harten Konkurrenz anderer Häfen bleibe es ein "ehrgeiziges Ziel", einen Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Es gebe "fundamentale Unsicherheiten". Das HHLA-Containerterminal in der ukrainischen Hafenstadt Odessa musste im ersten Quartal bereits einen Rückgang hinnehmen. Infolge der Abwertung der ukrainischen Währung sei der Wert der dortigen Anlagen gesunke
Im 1. Quartal 2014 konnte die HHLA im Containerumschlag 2,4 Prozent zulegen. Im 1. Quartal 2014 konnte die HHLA im Containerumschlag 2,4 Prozent zulegen.
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ihren Containerumschlag im ersten Quartal 2014 um 2,4 Prozent auf 1,9 Mio. Standardcontainer (TEU) gesteigert. Die Transportmenge der HHLA-Intermodalgesellschaften wuchs um 5,1 Prozent auf 305 Tsd. TEU. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 4,8 Prozent auf 39,3 Mio. €. Der Konzernumsatz stieg um 6,8 Prozent auf 293,5 Mio. €.„Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2014 gestartet. Die Mengenzuwächse beim Containerumschlag und -transport sind besonders erfreulich, weil wir sie in überwiegend stagnierenden Märkten erzielt haben. Der Ausbau unserer Marktposition im Containerumschlag geht vor allem auf das starke Wachstum der Fernostverkehre zurück. Dies ist ein Beleg für unsere Leistungsstärke in einem unverändert herausfordernden Branchenumfeld. Dabei haben sich zahlreiche Prozessinnovationen zur Effizienzsteigerung bezahlt gemacht. Auch das Betriebsergebnis wuchs kräftig. Unsere Intermodalstrategie wird durch die Zahlen für das erste Quartal erneut bestätigt. Transportvolumen sowie Umsatz und Ergebnis unserer Hinterlandverkehre sind deutlich gestiegen, wobei die neuen Verbindungen im deutschsprachigen Raum weiter überproportional zugelegt haben“, sagte der HHLA-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters.Anstieg der Fernostverkehre sorgt für Wachstum des ContainerumschlagsDie HHLA-Containerterminals in Hamburg und Odessa haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 ihr Umschlagvolumen um 2,4 Prozent auf 1.862 Tsd. Standardcontainer (TEU) gesteigert (im Vorjahr: 1.818 Tsd. TEU). Entscheidend dafür war der starke Anstieg der Fernostladung auf den Hamburger HHLA-Terminals um 8,1 Prozent. Die Umsatzerlöse im Containersegment wuchsen um 5,8 Prozent auf 186,1 Mio. € (im Vorjahr: 175,9 Mio. €). Damit übertraf die Umsatzdynamik die Mengenentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 17,3 Prozent auf 37,3 Mio. € (im Vorjahr: 31,8 Mio. €) zu. Der Containerterminal in Odessa verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang, der bislang allerdings nur zum Teil auf die politische Krise zwischen der Ukraine und Russland zurückzuführen ist.HHLA-Hinterlandstrategie bewährt sichDie HHLA-Transportgesellschaften konnten ihre Containerverkehre im Seehafenhinterland im ersten Quartal 2014 erneut steigern. Mit einem Plus von 5,1 Prozent wuchs das Transportvolumen auf 305 Tsd. Standardcontainer (TEU). Diese Zunahme geht zum einen auf die höhere Frequenz der Verbindungen mit Tschechien und der Slowakei, zum anderen auf den Erfolg der neuen Angebote im deutschsprachigen Raum zurück. Hier konnte die Marktposition bei einem deutlich höheren Aufkommen weiter ausgebaut werden. Mit einem Plus von 12,9 Prozent auf 82,9 Mio. € (im Vorjahr: 73,4 Mio. €) lag die Umsatzentwicklung im Segment Intermodal oberhalb der Mengensteigerung. Auch die EBIT-Entwicklung übertraf mit einer Zunahme um 8,1 Prozent auf 5,8 Mio. € (im Vorjahr: 5,4 Mio. €) die Mengendynamik.Prognose für Umsatz und EBIT unverändertFür den weiteren Jahresverlauf bestehen noch fundamentale Unsicherheiten. Diese betreffen vor allem die Krise in der Ukraine, allgemeine Konjunkturrisiken sowie den aktuellen Konsolidierungsprozess mit neuen Allianzen und Kooperationen in der Containerschifffahrt. Vorausgesetzt, es bleibt bei der bisherigen Struktur der Ladungsströme, erwartet die HHLA für das Gesamtjahr 2014 weiterhin eine leichte Volumensteigerung beim Containerumschlag und ein moderates Wachstum ihrer Intermodalgesellschaften oberhalb der allgemeinen Marktentwicklung. Auf dieser Grundlage strebt die HHLA einen Umsatz leicht oberhalb des Vorjahresniveaus an. Gleichzeitig steigen die Belastungen durch die Infrastrukturdefizite und den Wettbewerbsdruck infolge wachsender Terminalüberkapazitäten. Deshalb bleibt es weiterhin ein ehrgeiziges Ziel, ein Ergebnis im Bereich des Vorjahres zu erzielen.Entwicklung wichtiger Konzernzahlen im Überblick (Januar bis März 2014)- Die Umsatzerlöse stiegen um 6,8 % auf 293,5 Mio. €.- Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 69,4 Mio. € um 2,8 % über dem Vorjahreswert.- Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 4,8 % auf 39,3 Mio. €.- Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sank um 27,2 % auf 10,5 Mio. €.Der Umsatz im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik, dem Kerngeschäft der HHLA, lag im Zeitraum Januar bis März 2014 mit 286,4 Mio. € um 6,8 % über dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns stieg um 5,1 % auf 35,5 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie sank um 34,0 % auf 0,12 €.Den vollständigen Zwischenbericht finden Sie unter http://hhla.de/fileadmin/download/investor_relations/HHLA_14Q1_DE.pdf.Über die HHLADie Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender Hafenlogistiker in Europa. Mit ihren Segmenten Container, Intermodal und Logistik ist die HHLA vertikal entlang der Transportkette aufgestellt. Effiziente Containerterminals, leistungsstarke Transportsysteme und umfassende Logistikdienstleistungen bilden ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland.Rückfragen
Leiter Unternehmenskommunikation:
Florian Marten
Tel. +49-(0)40-3088-3503
 
Pressesprecher:
Karl Olaf Petters
Tel. +49-(0)40-3088-3521
   

Neues Flaggschiff für Hapag-Lloyd

Taufe der "Hamburg Express"

Freitag, 17. August 2012
Das neue Flaggschiff von Hapag-Lloyd: Die "Hamburg Express".
Das neue Flaggschiff der Hapag-Lloyd AG wird heute im Elbehafen am Containerterminal Altenwerder (CTA) mit einem Festakt auf den Namen „Hamburg Express“ getauft. Es ist seit 1972 das dritte Containerschiff des Reederei-Konzerns, das diesen Traditionsnamen trägt. Taufpatin ist Cornelia Behrendt, die Ehefrau von Konzern-Vorstandschef Michael Behrendt. Hapag-Lloyd hat von der neuen „Hamburg Express“-Klasse insgesamt zehn Einheiten bestellt. Auch wenn die Reederei offiziell keinen Kaufpreis nennen, hält sich im Markt eine Paketpreis-Angabe im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".

Hapag-Lloyd tauft Hamburg Express

Hapag-Lloyd tauft Hamburg Express Hapag-Lloyd hat heute mit der „Hamburg Express“ den ersten von zehn Neubauten seiner neuen 13.200-TEU-Klasse getauft. Taufpatin des neuen, größten Schiffes in der Hapag-Lloyd-Flotte ist Cornelia Behrendt, Ehefrau von Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. Die Taufe fand am Containerterminal Altenwerder (CTA) in Hamburg statt, den der Täufling auch künftig regelmäßig anlaufen wird. Das erste Schiff der neuen „Hamburg Express“-Klasse wird im Loop 4 der G6 Alliance eingesetzt und in diesem Dienst ein Schiff mit rund 8.000 TEU ersetzen. Der Loop 4 bedient von Hamburg aus die Häfen Rotterdam, Singapur, Yantian, Ningbo und Shanghai, bevor es über Yantian, Singapur und Southampton zurück nach Hamburg geht. „Dass das jüngste und größte Schiff der Hapag-Lloyd-Flotte den Namen unseres Heimathafens um die Welt trägt, setzt eine gute Tradition fort. Das ist ein Zeichen unserer großen Verbundenheit mit Hamburg“, sagte Michael Behrendt. „Der Einstieg in eine neue Größenklasse ist für uns ein gut überlegter Schritt gewesen. Mit den modernen, äußerst effizienten Neubauten der ‚Hamburg Express‘-Klasse sichern wir nicht nur die hohe Wettbewerbsfähigkeit Hapag-Lloyds für die Zukunft ab, sondern auch unsere Strategie eines nachhaltigen Wachstums mit dem Markt.“ Das US-Forschungsinstitut IHS Global Insight sagt bis 2016 ein Wachstum des weltweiten Containervolumens von jährlich fünf bis sechs Prozent voraus. Zwischen 2011 und 2016 wird das Transportvolumen demnach um 36 Millionen Standardcontainer (TEU) auf dann 158 Millionen TEU ansteigen, prognostiziert IHS Global Insight. Selbst im laufenden Jahr soll das Transportvolumen laut Global Insight trotz konjunktureller Unsicherheit in Europa und korrigierter Wirtschaftswachstumsdaten weltweit um vier Prozent wachsen. Im Gegensatz zu diesem deutlichen Nachfragezuwachs befindet sich die Angebotsseite, das weltweite Orderbuch für Containerschiff-Neubauten, mittlerweile auf einem historisch niedrigen Niveau. Zuletzt gab es so wenig Bestellungen im Verhältnis zur fahrenden Weltflotte vor zehn Jahren. „Hapag-Lloyd ist im internationalen Wettbewerb hervorragend positioniert, um vom künftigen Marktwachstum zu profitieren“, sagte Michael Behrendt auf der Taufe. „Hapag-Lloyd gehört in der Linienschifffahrt zu den klaren Innovations- und Kostenführern. Wir gestalten unsere Industrie aktiv mit, unsere Schiffe sind State of the Art, unsere Besatzungen an Bord und die Mitarbeiter an Land sind bestens ausgebildet und hoch motiviert. Unsere Kundenorientierung und unsere IT-Systeme suchen ihresgleichen.“ Alle zehn Neubauten fahren unter deutscher Flagge, was bei Hapag-Lloyd eine lange Tradition darstellt. Die jüngsten Neubauten, die auf der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries in Ulsan entstehen, bieten mit 366 Metern Länge und 48 Metern Breite eine maximale Tragfähigkeit von 142.092 Tonnen bei einem Tiefgang von 15,5 Metern. Ihre Höhe vom Kiel bis zu den Aufbauten beträgt gut 66 Meter. Die nächsten beiden Neubauten der im Dezember 2010 bestellten Serie übernimmt Hapag-Lloyd Ende September und Mitte November (Einsatz ebenfalls im Loop 4) sowie die restlichen sieben im kommenden Jahr. Zehn Schiffe werden mindestens benötigt, um als Reederei einen Europa-Asien-Loop zu bestücken. Hapag-Lloyd kann nach dem Zugang der Neubauten teurere Charterschiffe zurückgeben und so seine Flottenkapazität den Marktbedürfnissen flexibel anpassen. Inklusive der neuen „Hamburg Express“ umfasst die Hapag-Lloyd-Flotte derzeit 147 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von rund 674.000 TEU. Die zehn Einheiten der „Hamburg Express“-Klasse werden wie ihre Vorgängerklassen höchste Standards beim Umweltschutz setzen und dank innovativer Technologie an Bord besonders niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte erreichen. Zahlreiche Hapag-Lloyd-Schiffe liegen schon heute um bis zu 30 Prozent unter dem Durchschnitt der fahrenden Weltflotte. Wichtigste Neuerung beim Umweltschutz an Bord der „Hamburg Express“ und ihrer kommenden Schwesterschiffe sind die Ballastwasser-Aufbereitungsanlagen des Hamburger Herstellers Mahle Industriefilter. Das System reinigt das Ballastwasser der Schiffe ohne Chemikalien vor Eintritt und vor Austritt aus den Ballastwassertanks und verhindert durch Filtration und UV-Lichtbehandlung, dass Organismen in den Ballastwassertanks ungewollt in fremde Ökosysteme einwandern können.  

Containerumschlag steigt um 1,9 Prozent

Nur wenig Wachstum im Hamburger Hafen

Donnerstag, 16. August 2012 Der Hamburger Hafen will seinen Umschlag in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln. Doch gegenwärtig bleibt das Wachstum hinter den ehrgeizigen Plänen zurück. Im ersten Halbjahr nahm der Umschlag nur relativ wenig zu. Insgesamt wurden knapp 66 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, das sind 2,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Marketing-Organisation des Hafens gestern mit. Der Containerumschlag erreicht mit 4,4 Millionen Standardcontainern (TEU) ein Plus von 1,9 Prozent. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".  
Das Containerschiff „Hamburg Express“ – das größte Containerschiff einer deutschen Reederei – lief gestern in Hamburg ein.
Foto: DAPD
Dämpfer für Hamburgs Hafen
Containerumschlag legt nur noch leicht zu / Wirtschaftssenator Frank Horch hält an Wachstumsplänen fest
Hamburg
Krise hin, Stagnation her: Hamburgs Senat geht unverändert von einer möglichen Verdreifachung des Containerumschlags bis 2025 aus. „Wir halten an unserer Potenzial-Prognose von einem Umschlag von 25 Millionen Containern fest“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) gestern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen für den Hamburger Hafen. Die fielen insgesamt dabei eher ernüchternd aus. Hatte der Gesamtumschlag an den Kai-Kanten im Jahr 2011 noch um 9,1 Prozent zugelegt, und der Umschlag bei Containern gar um 14,2 Prozent, folgte jetzt der Dämpfer. Von Januar bis Juni dieses Jahres kletterte der Seegüterumschlag lediglich noch um 2,7 Prozent auf 65,8 Millionen Tonnen. Die Zunahme bei Stahlboxen betrug 1,9 Prozent auf 4,4 Millionen TEU (Standardcontainer). Und: Im zweiten Quartal 2012 wurden sogar 1,2 Prozent weniger Container bewegt als ein Jahr zuvor.
Mittelfristig steiles Wachstum erwartet
Horch setzt dennoch unverdrossen auf mittelfristig steiles Wachstum. „Hamburg hat große Chancen, von der prognostizierten Zunahme der globalen Handelsströme zu partizipieren“, sagte er. Die aktuelle Diskussion, ob an der Elbe 2025 wirklich 25 Millionen TEU oder „nur“ 18 oder 16 Millionen bewegt würden, sei „nicht zielführend“. Die Stadt dürfe nicht versäumen, sich jetzt auf künftiges Wachstum einzustellen. In seinem Grundsatzvortrag zählte der Senator einige der wichtigsten Projekte auf dem Weg dorthin auf. Allen voran nannte Horch die Elbvertiefung, wagte aber keine Prognose, wann das Bundesverwaltungsgericht darüber entscheiden wird. Den seit Jahren mit Spannung erwarteten neuen Hafenentwicklungsplan will Frank Horch noch in diesem Jahr endgültig beschließen lassen. „Wir wollen hafenfreundlicher für Unternehmen werden“, nannte Horch das oberste Ziel des umfangreichen Zukunftswerks. Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze entstünden nur dort, wo sich die Wirtschaft entfalten könne, sagte er. Bestandteile des Hafenentwicklungsplans sind unter anderem der Bau eines großen Containerterminals im Mittleren Freihafen und Landstromanschlüsse für Kreuzfahrer. Erneut kündigte der Senator eine verstärkte Kooperation mit den Unterelbe in Bützfleth, Stade und Brunsbüttel an. Dagegen stehe eine Beteiligung Hamburgs am Tiefwasserhafen Wilhelmshaven „derzeit nicht an“. Nur falls sich Rahmenbedingungen grundlegend ändern sollten, könne er sich ein Engagement der Metropole am Jade-Weser-Port vorstellen. Den sieht der Hafensenator dabei allerdings nicht als Alternative zu Hamburg. „Ich glaube, der Jade-Weser-Port wird eher eine Konkurrenz für die westlich gelegene Häfen Rotterdam und Antwerpen.“
Markus Lorenz Norddeutsche Rundschau
  Mittwoch, 15. August 2012
Die Modernisierung am Burchardkai verursacht für die HHLA hohe temporäre Kosten.
Die Hamburger HHLA hat ihren Containerumschlag im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 3,5 Millionen TEU-Einheiten gesteigert. Damit sei die Wettbewerbsposition der HHLA in Nordeuropa gestärkt, wo in den großen Häfen der Umschlag um ein Prozent rückläufig war, teilte das Unternehmen gestern in Hamburg mit. Die Wachstumsdynamik habe im zweiten Quartal jedoch nachgelassen. Für das Gesamtjahr bestätigte die HHLA ihre vor wenigen Wochen reduzierte Prognose, nach der sie einen Umschlag wie im Vorjahr erwartet. Von den noch vor zwei Jahren prognostizierten Umschlagzuwächsen nahe dem zweistelligen Bereich ist derzeit keine Rede mehr. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".  

HHM: Studie zu Transportpotenzialen Chinas nach Nordeuropa

Mit einem seit Jahren zweistelligen Wachstum im Außenhandel hat sich China zu einem der bedeutendsten Handelspartner Deutschlands entwickelt. Für den Hamburger Hafen nimmt China als wichtigster Handelspartner im Containerverkehr eine führende Position ein.

Im bilateralen seeseitigen Außenhandel wurden 2011 in Hamburg insgesamt rund 3 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) von und nach China abgefertigt. Das sind 33 Prozent aller Container, die im Hamburger Hafen umgeschlagen werden.

Die wachsende Bedeutung Chinas im Welthandel, regionale Verschiebungen im Lande und die rapide Steigerung der Binnennachfrage führen zu einer raschen Entwicklung der Transportinfrastruktur und zu Auswirkungen auf die Organisation der Logistikketten. Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM), die Marketingorganisation des Hamburger Hafens, stellt die aktuellen Entwicklungen in einem der für Deutschland und Europa wichtigsten Märkte der Welt in einer umfassenden Studie dar.

Die deutschsprachige Studie liefert auf 96 Seiten eine Analyse des Exportpotenzials Chinas nach Nordeuropa sowie einen Überblick exportstarker Provinzen im Reich der Mitte. Neben sozioökonomischen Faktoren werden dabei auch Infrastrukturmaßnahmen, Wirtschaftsentwicklungszonen und Industrieproduktionsstandorte bewertet sowie Top-Exportunternehmen identifiziert.

Diese Studie ist richtungsweisend in einem dynamischen Markt, der vor großen Herausforderungen im Transportwesen steht. Besonders für Entscheider aus den Bereichen Schifffahrt, Transport und Logistik, die Außenhandelsbeziehungen mit Unternehmen aus der Marktregion China führen, planen oder über Investitionen in China nachdenken, dürften die Ergebnisse von Interesse sein“, sagt Claudia Roller, Vorstandsvorsitzende von HHM.

Die Hamburger Wirtschaft begrüßt den von Wirtschaftssenator Frank Horch vorgelegten Hafenentwicklungsplan „Hamburg hält Kurs – der Hamburger Hafenentwicklungsplan bis 2025“ Elbvertiefung noch immer auf dem Trockenen

Horch sieht Arbeitsplätze gefährdet

FEPORT gegen Hafenregulierung

Montag, 18. Juni 2012
Auch Hamburg lehnt die Pläne der Europäischen Kommission ab. Foto: HHLA
Auch Hamburg lehnt die Pläne der Europäischen Kommission ab. Foto: HHLA
Auch Hamburg lehnt Pläne der Europäischen Kommission hinsichtlich einer Hafenregulierung ab. Das unterstrich Wirtschaftssenator Frank Horch bei der ersten Mitgliederversammlung des Europäischen Verbandes privater Hafenunternehmer und nationaler privater Hafenverbände (FEPORT). Die Pläne stellen nicht nur einen Eingriff in die Eigentumsgarantie dar, sondern hätten wegen fehlender Investitions- und Planungssicherheit auch zum Abbau von Arbeitsplätzen in den Häfen geführt. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"  

Weniger Umsatz - Betriebsgewinn bleibt fast stabil

HHLA bekräftigt Prognose

Freitag, 15. Juni 2012

Wo Hamburg sich selbst genug ist – in Asien
Wohl kaum jemals zuvor hat sich von Hamburg aus eine Delegation mit mehr Größen aus Politik und Wirtschaft in die weite Welt aufgemacht Gerade ist der 40-köpfige Tross um Wirtschaftssenator Frank Horch in die Hansestadt zurückgekehrt. Was hatte er im Gepäck und was hat er aus Japan, Korea und China mitgebracht? Im Gepäck hatte er gewiss eine Werbebotschaft für die Hansestadt als Wirtschaftsstandort und als Handelspartner. Denn die Asiaten, die sich nicht nur hinter vorgehaltener Hand nach dem neuen, Jade-Weser-Port genannten Hafen in Wilhelmshaven zu fragen erlaubt haben, fühlen sich in Sachen Elbvertiefung noch immer auf dem Trockenen. Ihre Schiffe werden immer größer, und sie müssen einsehen, dass nach deutschem Rechtsverständnis die Bagger erst anrücken werden, wenn über die erwarteten Klagen vom Bundesverwaltungsgericht endgültig und – hoffentlich – positiv entschieden ist. Mitgebracht haben die Hanseaten ein Bündel von Wünschen und Plänen mit Hamburgs „jüngstem Cluster“ (Horch), den erneuerbaren Energien im Mittelpunkt. „Die Vorreiterrolle der bereits in Hamburg ansässigen Anlagenhersteller und Betreiber von Offshore-Windparks wird aus japanischer Sicht als einzigartig und mit großem Potenzial verbunden wahrgenommen“, heißt es in der Schlussbilanz der Senatspressestelle. Hamburg. Hamburg. Hamburg. Dass sich Hamburg gerade in der maritimen Wirtschaft und bei den erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf ein kooperatives Um- und Hinterland stützen muss und kann, scheint keiner Rede wert. „Wir wollen eine engere norddeutsche Kooperation auf Basis des Enqueteberichts ’Chancen einer norddeutschen Kooperation’, ...“, heißt es unter dem Stichwort „Metropolregion“ im Koalitionsvertrag der neuen Kieler Landesregierung. Wohlan, allein an Aufklärungsarbeit gibt es mehr als genug zu tun.Norddeutsche Rundschau
  http://www.hamburg.de/schiffe/3301050/containerschiffe.html

News

Weniger Umsatz - Betriebsgewinn bleibt fast stabil

HHLA bekräftigt Prognose

Freitag, 15. Juni 2012

Die „CMA CGM Christophe Colomb“am Container Terminal Burchardkai. Foto: HHLA
Die „CMA CGM Christophe Colomb“am Container Terminal Burchardkai. Foto: HHLA
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) setzt trotz der Konjunktureintrübung auf eine Steigerung ihrer Ertragskraft. Der Umsatz wird in diesem Jahr aufgrund der Neuordnung des Intermodalgeschäfts zwar sinken, der Betriebsgewinn soll aber nahezu stabil bleiben - die operative Rentabilität würde damit steigen, so Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Für 2012 peilt der Konzern einen Umsatz von 1,1 (Vorjahr 1,2) Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von „mindestens“ 200 Millionen Euro an. Im vergangenen Jahr hatte der Betriebsgewinn bei 207 Millionen Euro gelegen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Erfolgreiche Delegationsreise von Wirtschaftssenator Frank Horch

Erfolgreiche Delegationsreise von Wirtschaftssenator Frank Horch Die Delegationsteilnehmer um Senator Frank Horch sind gestern von ihrer 10-tägigen Reise nach Asien zurückgekehrt. Ziel war es, in den Ländern Japan, Korea und China ein Netzwerk zu knüpfen, alte Kontakte zu beleben und nachhaltig in die Zukunft zu entwickeln. Vor allem aber mit vielen neuen Adressen zurückzukehren. Die Delegation war eine ausgewogene Mischung aus Wirtschaft und Wissenschaft aus den Bereichen Green Technologies und Maritime Wirtschaft. Die beschriebene Zielsetzung wurde mehr als erfüllt. Senator Frank Horch und die gesamte Delegation kehren mit einer sehr erfolgreichen Bilanz von dieser Reise nach Hamburg zurück. Senator Frank Horch: „Meine Erwartungen an die Reise wurde nicht zuletzt deshalb übertroffen, weil ich noch nie mit einer so großen – gleichzeitig aber auch so harmonischen Gruppe gereist bin. Jeder Einzelne hat zu diesem außerordentlichen Ergebnis beigetragen. Die traditionelle Maritime Industrie in Hamburg verfügt über ausgezeichnete Kontakte mit den Partnerländern in Asien. Besuche wie dieser sorgen dafür, diese nachhaltig zu entwickeln. Hier gibt es eine echte Kooperation von der die Partner gleichermaßen profitieren. Hamburgs jüngstes Cluster, die Erneuerbaren Energien, sind schon jetzt sehr erfolgreich. Mit dieser Reise konnten wir diesem Thema einen ungemeinen Schub geben und werden die für Hamburg und die Metropolregion neu gewonnenen Netzwerke in der Zukunft weiter fest verknüpfen und ausbauen. Neben einigen ganz anfassbaren Erfolgen, sind diese vielen Netzwerke der größte Gewinn.“

Gespräche über maritime Wirtschaft

Horch auf zehntägiger Asien-Reise

Mittwoch, 30. Mai 2012
Besonders Japan interessiert sich für den Offshore-Windkraft-Ausbau. Foto: Siemens
Besonders Japan interessiert sich für den Offshore-Windkraft-Ausbau. Foto: Siemens
Der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) ist am Dienstag zu einer zehntägigen Reise nach Japan, China und Korea aufgebrochen. Begleitet werde Horch von einer hochrangigen 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation, teilte die Wirtschaftsbehörde in Hamburg mit. Ein thematischer Schwerpunkt der Reise sei die Energiewende in Deutschland, der Ausbau regenerativer Energien und der Ausbau der Offshore-Windenergie. Den zweiten Schwerpunkt der Reise bilden Häfen und die maritime Wirtschaft. Der Hamburger Hafen pflegt Partnerschaften mit fünf Häfen aus der strategisch bedeutsamen Region um das Gelbe Meer. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" Hamburg. „Hamburg hält Kurs – der Hamburger Hafenentwicklungsplan bis 2025“ - unter diesem Motto steht der Hafenentwicklungsplan 2025. Die Hamburger Wirtschaft begrüße den von Senator Horch vorgelegten Plan als „deutlichen Fortschritt gegenüber einer früheren Urfassung“, so Handelskammerpräses Fritz Horst Melsheimer. In einer Stellungnahme zum Hafenplan fordert Melsheimer "zeitnah" einen "Kreuzfahrtentwicklungsplan als vertiefenden Fachplan" sowie einen dritten Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe – "so rasch wie möglich". Hamburgs Leitbild des „industrieverbundenen Universalhafens mit Container-Schwerpunkt“ beinhalte eine gute Planungsgrundlage für die mittel- bis langfristige Hafenentwicklung“, sagte Melsheimer. Ob das Potenzial des Hafens gehoben werden könne, entscheide sich allerdings letztlich am Ausbau der Hinterlandverbindungen. Melsheimer wies außerdem darauf hin, für eine Entwicklung sei es nötig, die Verkehrsinfrastruktur im Hafen zu ertüchtigen und auszubauen. Dabei sollte der Hafenentwicklungsplan keinesfalls den Eindruck erwecken, dass der Hamburger Hafen weiterhin keine Reedereibeteiligungen zulässt. Entsprechende Passagen müssten korrigiert werden. +++ 823. Hafengeburtstag im Mai 2012: Mehr als 300 Schiffe und ein neuer Sponsor Weiter fordert die Hamburger Wirtschaft, die Finanzierung des Hafenausbaus explizit darzustellen und ein effizientes Flächenmanagement sicherzustellen, die Anbindung an das Binnenwasserstraßennetz zu verbessern und die Entwicklungsplanungen Schiene voranzutreiben. (HA)  

IVH lobt Senatsentwurf, sieht aber "Nacharbeitungsbedarf"

"Hafenentwicklungsplan präzisieren"

Freitag, 13. April 2012 Bei aller Zustimmung zum neuen Hafenentwicklungsplan (HEP) fordert Hamburgs Industrie noch Korrekturen. Der Industrieverband Hamburg e.V. (IVH) sieht die Pläne des Senats positiv, die im Gebiet des Hamburger Hafens vorhandenen Industriebetriebe zu stärken und neue anzusiedeln. Allerdings gebe es auch noch Nacharbeitungsbedarf. So müssten „alle Unternehmen, für die die Nähe zur Hafenwirtschaft oder die Wasseranbindung existenziell ist“, die Möglichkeit erhalten, sich im Hafengebiet anzusiedeln. Die Vergabekriterien für Flächen seien darauf auszurichten.   Die Hamburger Wirtschaft begrüßt den von Wirtschaftssenator Frank Horch vorgelegten Hafenentwicklungsplan „Hamburg hält Kurs – der Hamburger Hafenentwicklungsplan bis 2025“ als „deutlichen Fortschritt gegenüber einer früheren Urfassung.“ Das Leitbild des „industrieverbundenen Universalhafens“ beinhalte eine gute Planungsgrundlage für die mittel- bis langfristige Hafenentwicklung“, sagte Melsheimer wörtlich. Ob das Potenzial des Hafens gehoben werden könne, entscheide sich letztlich am Ausbau der Hinterlandverbindungen. Für das Wachstum des Hamburger Hafens müsse es zugleich darum gehen, die Verkehrsinfrastruktur im Hafen zu ertüchtigen und auszubauen. Dabei sollte der Hafenentwicklungsplan keinesfalls den Eindruck erwecken, dass der Hamburger Hafen weiterhin keine Reedereibeteiligungen zulässt. „Entsprechende Passagen sind zu korrigieren“, mahnte Melsheimer. Weiter fordert die Hamburger Wirtschaft, die Finanzierung des Hafenausbaus explizit darzustellen und ein effizientes Flächenmanagement sicherzustellen, die Anbindung an das Binnenwasserstraßennetz zu verbessern und die Entwicklungsplanungen Schiene voranzutreiben. Melsheimer ergänzend: „Das Vorhaben, ein IT-gestütztes Verkehrsmanagement und eine verkehrsübergreifende Leitzentrale einzurichten, ist ausdrücklich zu begrüßen!“ Auch Häfen und Schifffahrt seien gefordert, so Melsheimer, dem Klimawandel mit Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen zu begegnen. „Die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens darf jedoch nicht unter einer isolierten Verschärfung entsprechender Auflagen leiden.“ Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Kreuzschifffahrt forderte Melsheimer zeitnah einen „Kreuzfahrtenentwicklungsplan als vertiefenden Fachplan des Hafenentwicklungsplans.“ Dabei forderte der Präses der Handelskammer so rasch wie möglich einen dritten Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe. Letzte Hinweise der Hamburg Wirtschaft zielen darauf, die Erlebbarkeit des Hafens zu steigern, die Ziel und Quellgebiete des Hafens mit Zentral- und Nordeuropa präzise zu definieren. Und den Dialogprozess mit allen an der Zukunft des Hamburger Hafens interessierten Unternehmen und Institutionen fortzusetzen 10 106 Seeschiffe haben im Jahr 2011 den Hamburger Hafen angelaufen, 263 Schiffe oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Damit wurde die seit 2006 rückläufige Entwicklung gestoppt. Fortgesetzt hat sich der Trend zu größeren Schiffen. Die Zahl der Ankünfte großer Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von 80 000 BRZ und mehr ist binnen Jahresfrist um 52 auf 927 (plus sechs Prozent) gestiegen. Insbesondere sind deutlich mehr Schiffe über 100 000 BRZ angekommen, und zwar insgesamt 454, was einem Plus von 160 bzw. 54 Prozent entspricht. Dabei handelte es sich überwiegend um Containerschiffe: 429 Containerschiffe (2010: 281) hatten einen Raumgehalt von 100 000 und mehr BRZ. Von den Schiffen wurden 132,3 Mio. Tonnen Güter geladen und gelöscht, 9,1 Prozent mehr als 2010 und nur noch knapp sechs Prozent weniger als die Rekordmenge des Jahres 2008. Die Zahl der an den Hamburger Kaianlagen umgeschlagenen Container stieg auf umgerechnet neun Mio. TEU (20-Fuß-Einheiten). Das war ein Plus von 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 104 Kreuzfahrtschiffe liefen auf ihren Rundreisen im vergangenen Jahr den Hamburger Hafen an, 16 mehr als 2010. 259 000 Passagiere starteten oder beendeten ihre Kreuzfahrt in der Hansestadt, ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2010. In der Binnenschifffahrt des Hamburger Hafens löste die gute Konjunktur im vergangenen Jahr kein spürbares Wachstum aus. Die im Elbehafen von Binnenschiffen umgeschlagene Gütermenge blieb 2011 mit knapp zehn Mio. Tonnen fast unverändert. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Zunahme 13 000 Tonnen. Wachstumsimpulse kamen vom Containerverkehr. Die Zahl der von Binnenschiffen umgeschlagenen Container stieg um 12,9 Prozent auf 107 000.  

Hafenwirtschaft

2,7 Prozent mehr Schiffe steuern Hamburg an

11.04.2012, 06:42 Uhr
Hamburg. Den Hamburger Hafen haben 2011 mehr Seeschiffe angesteuert als im Jahr zuvor. Mit knapp 10 100 Schiffen wurde ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber 2010 verzeichnet, teilte das Statistikamt Nord gestern mit. Vor allem die Zahl der großen Containerschiffe mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von mindestens 100 000 nahm zu, von rund 280 auf knapp 430.(dapd)

Statistikamt Nord: Rücklauf in Schleswig-Holstein

Containerschiffe und Co.: XXL-Pötte in Hamburg

Queen Mary 2 und andere Luxusdampfer sind sicherlich beeindruckend. Doch die größten Schiffe, die in Hamburg einlaufen, sind bei weitem nicht die Kreuzfahrtriesen. Containerschiffe, Stückgutschiffe, Massengutschiffe und mehr – sehen Sie hier die wahren Giganten des Hamburger Hafens. Containerschiff im Hamburger Hafen bei Nacht

Ein wahrer Gigant: Containerschiff im nächtlichen Hafen (Bild: www.elblicht.net)

Containerschiffe In der Kategorie Containerschiffe hatten die Schiffe der chinesischen Reederei CSCL (China Shipping Container Line) in 2011 die Nase vorn. Mit einer Stellplatzkapazität von 14.000 TEU (20 Fuß Standard Container) gehören sie zu den derzeit größten Schiffen im Hamburger Hafen.

2011 wieder mehr Schiffsankünfte im Hamburger Hafen

Mittwoch, 11. April 2012
Im Jahr 2011 haben 2,7 Prozent mehr Schiffe den Hamburger Hafen angelaufen. Foto: HHLA
Im Jahr 2011 haben 2,7 Prozent mehr Schiffe den Hamburger Hafen angelaufen. Foto: HHLA
Das Statistikamt Nord hat jetzt die Verkehrszahlen für Hamburg und Schleswig-Holstein für das Jahr 2011 veröffentlicht. Danach haben den Hamburger Hafen im vergangenen Jahr insgesamt 10.106 Seeschiffe angelaufen, das sind 263 Schiffe oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurde die seit 2006 festzustellende rückläufige Entwicklung gestoppt. Fortgesetzt hat sich der Trend zu größeren Schiffen. In Schleswig-Holstein wurden  55.947 Seeschiffe in den Häfen abgefertigt - gegenüber 2010 war dies ein Minus von 1,4 Prozent.

Hamburg

Queen Mary 2 und andere Luxusdampfer sind sicherlich beeindruckend. Doch die größten Schiffe, die in Hamburg einlaufen, sind bei weitem nicht die Kreuzfahrtriesen. Containerschiffe, Stückgutschiffe, Massengutschiffe und mehr – sehen Sie hier die wahren Giganten des Hamburger Hafens.

http://www.hafen-hamburg.de/schiffe-der-superlative/2011

Die CMA CGM Amerigo Vespucci zählt mit einer Stellplatzkapazität von 13830 TEU zu den größten Containerschiffen der Welt. - Die CMA CGM Amerigo Vespucci zählt mit einer Stellplatzkapazität von 13830 TEU zu den größten Containerschiffen der Wel

CMA CGM Amerigo Vespucci – Länge: 365.50 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 12. Februar 2012

CSCL Star - Die CSCL STAR der Reederei China Shipping hat eine Stellplatzkapazität von 14074 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) -

MSC Irene - Das mit 151559 BRZ vermessene Schiff ist 366,07m lang, 51,20m breit und kommt bei 156082 Tonnen Tragfähigkeit auf einen Tiefgang von 16m. -

 

Stückgutschiffe Alles was nicht in den Container passt, wird von sogenannten Multi-Purpose-Schiffen transportiert. Die größten Schiffe dieser Kategorie waren im vergangenen Jahr die Schiffe der Reedereien Rickmers und Chipolbrok. Gemessen nach Krankapaziät lagen die Schiffe von SAL (Schiffahrtskontor Altes Land) vorne. Diese Schiffe können bis zu 2.000 Tonnen schwere Ladung mit eigenen Kränen an Bord hieven.

Lone - Kann bis zu 2000 Tonnen an und von Bord heben

Lone – Länge: 160.60 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 13. Dezember 2011

Adam Asnyk - Die Adam Asnyk kann mit eigenen Kränen Ladung bis zu 640 Tonnen laden oder löschen -

Massengutschiffe Massengut-Schiffe transportiere Güter wie Eisenerz oder Rohöl und verfügen über die größte Tragfähigkeit. Das Schüttgutschiff Berge Fjord hat eine Tragkraft von über 310.000 Tonnen, umgerechnet entspricht dies der Ladung von 345 Eisenbahnwaggons. Massengutschiffe haben auch den größten Tiefgang. Voll abgeladen hat die Berge Fjörd einen Tiefgang von über 23 Meter.

Berge Fjord – Länge: 331.50 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 11. September 2011

Berge Fjord - Größtes Massengutschiff im Jahr 2011war die Berge Fjord mit einer Tragfähigkeit von 310698 Tonnen

Amorea - Griechischer Öl-und Produktentanker Amorea am 28.11.11 erstmals in Hamburg bei Vopak Dupeg

Zheng Jie - Am Hansaport Platz 3 machte am 19.01.2011 erstmals der mit 146817 BRZ vermessene Capesize-Bulkcarrier Zheng Jie fest. -

Navion Norvegia - Das Massengutschiff gehört zu den größten Tankern, die den Hamburger Hafen 2011 angelaufen haben.

Berge Fjord – Länge: 331.50 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 11. September 2011

Kreuzfahrtschiffe Mit einer Länge von 345 Meter war die Queen Mary 2 in 2011 erneut das Kreuzfahrtschiff der Superlative im Hamburger Hafen. Das zweitgrößte Schiff, die Celebrity Silhouette, ist 317 Meter lang, kann jedoch 238 Passagiere mehr befördern als die Queen Mary 2.  

Queen Mary 2 – Länge: 345.03 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 6. Dezember 2011

Überholmanöver (Bild: Andres Lehmann, www.andreslehmann.de)

Queen Mary 2 in Hamburg

Das Lieblingsschiff der Hamburger wird 2012 wieder sechs mal im Hafen zu Gast sein. Unter anderem gibt sich die QM2 zum Hafengeburtstag und zu den Cruise Days die Ehre.
Die aktuelle Position (weltweit!) der Queen Mary 2 auf unserem Schiffsradar Besuchstermine 2012 – alle Angaben ohne Gewähr:
  • 13. Mai 2012 Ankunft gegen Mittag, Abfahrt am späten Abend (Besuch beim Hafengeburtstag Hamburg)
  • 20. Mai 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am Abend
  • 15. Juli 2012 Ankunft am Morgen, Abfahrt am späten Abend (Cunard Day – Gemeinsamer Besuch mit dem Schwesterschiff Queen Elizabeth)
  • 25. Juli 2012 Ankunft am Morgen, Abfahrt am Abend
  • 12. August 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am späten Abend
  • 19. August 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am Abend (Besuch bei den Hamburg Cruise Days)

Queen Mary 2 - Queen Mary 2 am 13. August 2011 bei ihrem 20. Besuch im Hamburger Hafen -

RoRo Schiffe und Fahrzeugtransporter

Mein Schiff 2 - Die Mein Schiff 2 bei Ihrem ersten Besuch im Hamburger Hafen. Nach einem umfangreichen Umbau der Celebrity Mercury erhielt das Krehttp://www.portofhamburg.com/sites/default/files/imagefield_thumbs/AIDAblu_090210-35.jpg?1277446720uzfahrtschiff am 14. Mai 2011 von der Taufpatin Anja Fichtel, Olympiasiegerin im Fechtsport, seinen neuen Namen. -

Celebrity Silhouette - Am 21. Juli wurde das neueste Schiff der amerikanischen Reederei Celebrity Cruises in Hamburg am HCC-HafenCity getauft

Artania - Am Samstag, den 28. May 2011 wurde das Kreuzfahrtschiff Artania in Hamburg am Kreuzfahrtterminal HafenCity nach Umbau und Renovierung auf seinen neuen Namen getauft. -

(

  RoRo Schiffe (Roll on/ roll off) laden und löschen Ihre Ladung über eigene Rampen, dabei zählt die Rampenkapazität als wichtige Größe. Mit 420 Tonnen Kapazität können die Schiffe von ACL (Atlantic Container Line) die schwerste Ladung anBord „rollen“. Die Schiffe von ACL und Grimaldi bezeichnet man als ConRo Schiffe, da sie neben rollender Ladung noch Container an Deck befördern können. Schiffe die nur Fahrzeuge (PKW oder LKW) befördern, werden auch als „Pure car carrier“ bezeichnet. Diese schwimmenden Parkhäuser können einige tausend PKW befördern. In dieser Kategorie war die Serenity Ace mit einer Kapazität von über 6.000 PKW das Schiff der Superlative in dieser Kategorie.  

Serenity Ace – Länge: 199.98 m – die aktuelle Position (weltweit!) in unserem Schiffsradar – zuletzt in Hamburg am 4. November 2011

Serenity Ace - kann bis zu 6658 Autos laden -

Grande Sierra Leone - Im Rahmen seiner Jungfernreise machte in der Nacht zum 25.September 2011 erstmals das nagelneue Container-Ro-Ro-Schiff Grande Sierra Leone der italienischen Reederei Grimaldi am Oswaldkai fest. Zeitgleich war auch die ebenfalls zur Grimaldi-Gruppe gehörende Grande Francia zu Gast im Hamburger Hafen.

Grande Amburgo - mit 2500 Lademetern ist sie eines der größten RoRo Schiffe

Atlantic Cartier - Neben einer Rampenkapazität von 420 Tonnen kann das Schiff auch noch über 2000 TEU laden -

Weitere Informationen unter www.hafen-hamburg.de/content/schiffe Alle erwarteten Schiffe finden Sie unter www.hafen-hamburg.de/erwartete-schiffe  

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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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