Tag der Seenotretter : Ehrenamt bei Wind und Wetter

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vom 23. Juli 2014
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

14 Seenotretter in der Schleusenstadt schleppen Segler ab und überbrücken Motoren. Frauen und junger Nachwuchs fehlen.

Von Glückstadt bis Otterndorf reicht das Einsatzgebiet der „Gillis Gullbransson“ aus Brunsbüttel. Rund um die Uhr fahren freiwillige Seenotretter wie Michael Mantey (62) und Ewald Rittscher (70) mit dem Rettungsboot auf die Elbe und helfen bei Motorproblemen oder Mast- und Ruderbrüchen. Der Tag der Seenotretter am Sonntag, 27. Juli, erinnert landesweit mit verschiedenen Informationsangeboten an dieses ehrenamtliche Engagement – auch um möglichen Nachwuchs für das Ehrenamt zu begeistern.
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In Brunsbüttel fahren die gestandenen Seemänner im Schnitt 30 Einsätze in der Hauptzeit von April bis September. Frauen zählen dabei bislang nicht zu ihrer Crew, betonen die Seenotretter bedauernd. Sie hätten gerne auch Seenotretterinnen im Team, doch es gäbe bislang keine Interessentinnen. Jürgen Grimsmann (51) leitet die freiwilligen Station der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Kanal und weiß, zu 95 Prozent rufen Sportbootführer um Hilfe. Viele Motorprobleme passieren vor der Schleuse, wenn die Segler auf den für die Kanalpassage vorgeschriebenen Motorantrieb umstellen wollen. Auf einer großen Karte hat er die Einsätze desvorigen Jahres markiert. Eine ganze Ansammlung roter Fähnchen steckt vor der Einmündung zum Nord-Ostseekanal. Vor Glückstadt hingegen tummeln sich weiße Fähnchen. Sie deuten auf Suchfahrten hin. Vor der Matjes-Stadt würden des öfteren Surfer oder Wattwanderer vermisst, so Grimsmann. Gelb markiert seien Abschleppfahrten. Denn auch die Tiden der Elbe würden oft unterschätzt. Wenn Not am Mann ist, bekommen die derzeit 14 Seenotretter einen Anruf aus der Koordinationsstelle in Bremen auf ihr Mobiltelefon: „Einsatz für die Seenotretter Brunsbüttel“, heißt es darin. Per Knopfdruck auf die 1 für „Ich komme“ oder die 2 „Ich komme nicht“ melden sich die Seeleute dann umgehend zurück. Zwei Seenotretter braucht es tagsüber mindestens, um einen Einsatz fahren zu können, nachts fahren sie in der Regel zu dritt. „Wir sind froh, dass wir Rentner haben“, betont Jürgen Grimsmann. Nur so könne eine Besetzung des Rettungsbootes derzeit rund um die Uhr gewährleistet werden. Alles in allem sei das Team der Seenotretter jedoch gut durchmischt, doch junge Leute – und eben Frauen – fehlen. Ab 15 Jahren nehmen die Seenotretter Nachwuchs mit auf die Elbe. Für eigenverantwortliche Einsätze bedarf es der Volljährigkeit und möglichst eines Wohnsitzes dicht an oder in Brunsbüttel, denn innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach einer Alarmierung sollte die „Gillis Gullbransson“ auslaufen können. „Man kommt in Ruhe“, betonen die gestandenen Seenotretter, ihr Verhalten wenn ein Notruf eingeht. Geschwindigkeitsübertretungen auf dem Anfahrtsweg seien auch für sie nicht erlaubt und niemandem sei damit geholfen, wenn man zunächst einen Kollegen beim Ablegen aus dem Wasser fischen müsse. Denn die „Gillis Gullbransson“ ist vor der Großen Nordschleuse an einem schwimmenden Steg festgemacht, von dem aus das Rettungsboot auch bei Ebbe Richtung Elbe auslaufen kann. Der Steg schwankt selbst bei ruhigem Seegang bei jedem Schritt, doch die Seenotretter kennen jeden Handgriff für das Ablegemanöver genau. Neben den großen Containerschiffen, die nebenan in die Schleuse einfahren, wirkt die „Gillis Gullbransson“ winzig – doch dafür ist das Boot schnell und wendig. Ist ein Mann oder eine Frau über Bord gefallen, können die ehrenamtlichen Helfer diese Person einfach direkt ins Boot hineinziehen. „Das schafft auch eine Person“, erklärt Ewald Rittscher und klappt eine Tür in der Bordwand, die sogenannte Bergungspforte, auf. 22 Menschen könne das Boot tragen und eine 100-Kilo-Person über eine Stunde medizinisch versorgen. Ärztlich ausgebildet seien die Seenotretter nicht, doch als Ersthelfer Spritzen aufziehen oder Infusionen setzen sei im Notfall möglich. Neulinge werden jedoch langsam an die Herausforderungen eines Seenotretters herangeführt. Am Anfang steht eine Stationsausbildung, in der man das Team und das Boot richtig kennen lernt und als dritter Mann die Besatzung begleitet. „Viel Ausbildung findet auf freiwilliger Basis statt“, weiß Michael Mantey, der gerade selbst das Seenotretten lernt. Auf die Stationsausbildung folge dann eine seemännische Schulung an der SAR-Schule für Seenotretter in Bremen. Insgesamt dauert die Ausbildung je nach Vorkenntnissen ein bis zweieinhalb Jahre.   > Seenotrettertag: Der Seenotrettungskreuzer „Theodor Storm“ lässt sich am Sonntag an der Seenotretterstation in Büsum besichtigen. Ehrenamtliche Seenotretter beantworten Fragen. Da das Gelände der DGzRS in Brunsbüttel für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, gibt es dort keine Infoveranstaltung.. Interessenten kontaktieren Jürgen Grimsmann direkt: 0177 / 6851378

von kas erstellt am 23.Jul.2014 | 16:56 Uhr

http://www.maritimheute.de/hanseboot-2012-wird-zum-treffpunkt-fur-wassersportler/

hanseboot 2012 wird zum Treffpunkt für Wassersportler

Die hanseboot wird vom 27. Oktober bis zum 4. November 2012 zum Treffpunkt für Wassersportler und öffnet unter dem neuen Slogan „Der Norden in seinem Element“ für Profis, Freizeitskipper und Einsteiger ihre Tore.
Segelausbildung in Theorie und Praxis
Brunsbüttel
um 19 Uhr beginnt im Clubheim am Alten Hafen der Vorbereitungs- und Informationsabend. Die Ausbildung ist auch für Nichtmitglieder offen. An dem Abend werden die verschiedenen Kurse und möglichen Scheine vorgestellt sowie die Voraussetzungen und die Kosten geklärt. Auch in diesem Jahr wird es bei ausreichendem Interesse den Jüngstenschein für Kinder und Jugendliche auf Optimisten geben, den Sportsegelschein auf Piraten für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene sowie den Sportbootführerschein See (SBF) und Binnen, den Sportküstenschifferschein (SKS) und den Funkschein (SRC/UBI) und neu den SKN (Pyroschein). Die Ausbilder selbst sind an diesem Abend anwesend und können zu allen Fragen gelöchert werden. Die Teilnehmer lernen alles Wesentliche in Theorie und Praxis und schnuppern nebenbei in einen aktiven, lebendigen Verein hinein, ohne gleich Mitglied werden zu müssen.
 sh:z Norddeutsche Rundschau
Weitere Informationen auf der Internetseite www.svb-bru.de unter Bereich Ausbildung.
Segel-Sieger
Erfolg für ein Team der Seglervereinigung Brunsbüttel: Die Crew der „Diekerjung“ hat am Pfingstwochenende bei der Nordseewoche den ersten Platz belegt. Die Crew bestand aus den Eignern Ralf und Jürgen Drews sowie Uwe Ladebusch, Thomas Busch und Manfred Rohwer. Die nächsten SVBer sind schon an Bord: Bei der Regatta Helgoland – Skagen – Kiel nehmen aus Brunsbüttel Nils Fiege sowie Christoph Mahn auf unterschiedlichen Booten teil. Denn man Mast und Schotbruch! Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau inen prominenten Fisch hat das Stadtmanagement an Land gezogen: Beim Stadtfest zum Kanalgeburtstag Ende des Monats steigt Gunter Gabriel („Hey Boss, ich brauch’ mehr Geld“) auf die Bühne. Gabriel, Schlagerbarde und Countrysänger, wird in wenigen Tagen 70 – und will wohl noch mal heiraten. Man darf gespannt sein auf den Auftritt des „deutschen Johnny Cash“ in der Schleusenstadt.  Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau  
Sekt fürs Schiff: Gerd und Ingeborg Pösch taufen ihre „Hadida“, rechts: Rainer Gosch.
Foto: kolz Norddeutsche Rundschau
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DBU-Initiative: Sportboote umweltverträglich reinigen

Osnabrück (ots) - DBU will Umweltschutz bei privaten Yachten und Motorbooten forcieren - 400.000 Euro für Modellversuche Osnabrück. Wenn Schiffe durch die Wellen stampfen, "dampft" das Umweltrisiko häufig mit. Damit sich Muscheln und Algen an den Rümpfen nicht festsetzen, werden sie fast flächendeckend mit giftigen Unterwasseranstrichen "auf Stromlinie" gebracht. Die Auswirkungen der Schadstoffe auf Wasserlebewesen können allerdings verheerend sein. Wenn die Sportbootsaison jetzt beginnt, soll mit finanzieller Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von rund 400.000 Euro nun ein Forschungspaket geschnürt werden, das den Schutz der Schiffe vor Bewuchs, aber auch den Schutz der Gewässer vor Gifteinträgen speziell bei privaten Yachten und Motorbooten im Auge hat und Alternativen finden soll. DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde: "Wir müssen mit Geräteherstellern, Reinigungsfirmen und Sportboot-Partnern Konzepte entwickeln, die wirksame, handliche, kostengünstige und umweltfreundliche Methoden zur Reinigung von Sport- und Motorbooten ermöglichen." In der Schifffahrt generell stelle das ungewollte Besiedeln von Rümpfen durch Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen seit jeher ein zentrales ökologisches und ökonomisches Problem dar, erläutert DBU-Experte Dr. Max Hempel. Eine scheinbare Lösung seien in der Vergangenheit sogenannte Antifouling-Farben gewesen, metallhaltige Breitbandgifte (z.B. Tributylzinn, TBT), die die anhaftenden Organismen abtöteten. Doch diese "hochgiftigen Substanzen" hätten auch hormonelle Wirkung auf Wasserlebewesen entfaltet und seien schließlich 2008 verboten worden, auch auf Basis von DBU-Modellprojekten mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) und Partnern. Ökologisch nicht viel unbedenklicher seien allerdings auch die TBT-Alternativen, die für private Yachten und Sportboote verwendet würden: kupfer- und zinkhaltige Anstriche, die hochwirksam seien, die aber Wasserorganismen ebenfalls schädigen könnten. Rund 668 Tonnen dieser Wirkstoffe würden jährlich in der Europäischen Union produziert. Sportboote würden aber im Gegensatz zu Groß-Schiffen wenig bewegt, so dass sich das Gift überwiegend in Häfen, Marinas und Seen konzentriere und anreichere, mit "fatalen Folgen für die Umwelt", so Hempel. Die Boote lägen in der Regel in vielfältig genutzten Gewässern, die auch zur Erholung und Trinkwassergewinnung oder für den Fischfang genutzt würden. Der Gebrauch dieser Anstriche für Yachten und Sportboote sei heute deshalb national schon in einigen Regionen verboten. International hätten erste Staaten bereits entsprechende Verordnungen erlassen bzw. bereiteten sie vor. Hempel: "Alle bisher bekannten ungiftigen Beschichtungssysteme machen es erforderlich, dass die Schiffe sehr viel bewegt oder regelmäßig gereinigt werden. Deshalb müssen für Yacht- und Sportboote ungiftige Beschichtungs-, Reinigungssysteme und -techniken entwickelt werden, die den Bewuchs verhindern bzw. so beseitigen, dass die Umwelt möglichst wenig belastet wird." So wird nun durch die DBU mit rund 180.000 Euro die Hochschule Bremerhaven mit der Firma IPT (International Port Technology, Bremerhaven) und der Wohlert-Lackfabrik (Ritterhude) gefördert. Ziel des Projektes ist es, so Hempel, eine umweltschonende Beschichtung für Boote zu entwickeln und eine Bootswaschanlage so umzukonstruieren, dass bei regelmäßigen Reinigungsarbeiten anfallende Abfallstoffe aufgefangen und umweltgerecht weiterbehandelt oder entsorgt werden können. Die Firma LimnoMar (Hamburg) mit den Firmen Nordseetaucher (Ammersbek) und Panadur (Halberstadt) erhalten von der DBU rund 125.000 Euro, um verschiedene mobile Reinigungsverfahren auf ihre Einsatzmöglichkeiten und ihre Eignung für Süß- und Salzwasser zu testen. Neben der Reinigungseffektivität stehe die Gewässerbelastung bzw. die Auffangmöglichkeit des abgereinigten Bewuchses oder des Waschwassers im Zentrum der Untersuchungen. Zudem sollen Fragen der Genehmigungsfähigkeit von Reinigungstechniken sowie deren ökonomische und ökologische Kosten erörtert werden. Mit knapp 97.000 Euro wird die Firma Waero (Kiel) von der DBU gefördert. Sie will eine neuartige automatisierte Bootsreinigungsanlage entwickeln. Ein Waschkopf an einem im Hafen oder in der Marina am Bootssteg befestigten Reinigungsarm soll am Bootsrumpf entlang geführt werden. Um ausreichende Praxis- und Anwendungsrelevanz sicherzustellen, müsse die Anlage innerhalb eines Tages demontierbar und transportfähig sein. Der Kaufpreis der Anlage solle 60.000 Euro nicht überschreiten, ein Boot in rund 20 Minuten gereinigt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, werde eine Spezial-Software und -Re-gelungstechnik für eine modellhafte Anlage in einem kleineren Maßstab entwickelt. Originaltext: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6908 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6908.rss2 Pressekontakt: Franz-Georg Elpers - Pressesprecher - Anneliese Grabara Kontakt DBU: An der Bornau 2 49090 Osnabrück Telefon: 0541|9633521 Telefax: 0541|9633198 presse@dbu.de www.dbu.de
Namen für zwölf Yachten: Große Taufparty beim Seglerverein
Brunsbüttel
Mit einer großen Party tauften am Wochenende bei der Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB) zwölf Vereinsmitglieder ihre Segelyachten, darunter auch das Schlauchboot „Elvkieker“ von der SVB-Jugendgruppe. Der ehemalige Vereinsvorsitzende Rainer Gosch ging die an der vereinseigenen Schlengelanlage im Alten Hafen vertäuten und geschmückten Boote einzeln ab und hatte zu jedem Schiff einen Steckbrief parat. Unter den Booten war auch das gut zehn Meter lange Schiff von Ingeborg und Gerd Pösch, dem SVB-Vorsitzenden. Die Bavaria 34 erhielt den Namen „Hadida“, nach einer afrikanischen, mystischen Ibis-Art. Der Tradition folgend wurden Neubauten mit Sekt, gebrauchte Schiffe mit Elbwasser getauft. Rainer Gosch wünschte allen Booten und ihren Crews allzeit gute Fahrt, „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und stets eine gute Heimfahrt in den Heimathafen“. Nicht nur um eine gute Jugendarbeit leisten, sondern auch die Sicherheit der Segelanfänger auf der Elbe gewährleisten zu können, schaffte der Verein ein Schlauchboot vom Typ Vortex 5.9 an. Mit 5,90 Meter Länge und 2,30 Meter Breite macht das Boot mit einer Motorleistung von 60 PS immerhin zirka 30 Knoten. Finanziert wurde das Schiff zu 40 Prozent durch Spenden, einen Zuschuss vom Landessegelverband sowie von der Jugendgruppe und dem SVB selbst. Im Anschluss an die Zeremonie fand in Halle 4 die Feier statt. Sicherheit beim Segeln ist auch Thema einer Veranstaltung heute. Die Seglervereinigung lädt um 19 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag „Sicherheit auf See“ ins Clubheim am Altenhafen ein. Ein Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird nach einem Film Informationen geben und Fragen beantworten. „Jeder interessierte Wassersportler ist eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen“, betont der Vorstand. Auch Nicht-Mitglieder seien willkommen. Im Anschluss um zirka 20.30 Uhr wird die turnusmäßige Monatsversammlung abgehalten.
sko
nformationen zur Sicherheit auf See
Die Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB) lädt Dienstag, 8. Mai, zu einem öffentlichen Vortrag „Sicherheit auf See“ ein. Ein Thema, das alle Sportbootfahrer treffen kann. Ein Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird einen Film zu diesem Thema zeigen und sich anschließend der Diskussion und Fragen der Zuschauer stellen. Jeder interessierte Wassersportler ist eingeladen, an der Veranstaltung ab 19 im Clubheim der SVB teil zunehmen. Die turnusmäßige Monatsversammlung wird im Anschluss an den Vortrag ab ca. 20.30 Uhr abgehalten.Norddeutsche Rundschau  

 

Segler starten in die Saison

Anslippen der 97 Boote in der Seglervereinigung soll am Wochenende abgeschlossen sein

Brunsbüttel

Alles muss raus! Unter dieser Devise startet die Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB) in die Saison. Bereits seit 16. März werden die Boote am Alten Hafen zu Wasser gelassen. Noch bis Ende der Woche wird das Einsetzen der 97 Boote dauern. Denn dafür ist neben dem erforderlichen Personaleinsatz auch ein genügend hoher Tidenstand im Hafenpriel erforderlich.

„Die meisten Boote bringen wir über die Slippanlage ins Wasser“, erzählt Stefan Fiege. Er ist einer von drei Treckerfahrern, die die Trailer gekonnt ans Ufer steuern und diese Bootsanhänger samt Schiff ins nasse Element bringen. Meist sind vier Helfer mit von der Partie. Schließlich soll die Segelsaison nicht mit einer Havarie beginnen. Fünf, sechs Boote werden mit einem Kran ins Wasser gehievt. „Das sieht dann schon sehr beeindruckend aus“, erzählt Fiege. Die SVB hat nur noch einen kleinen Kran zur Verfügung, für diese Aktion kommt ein Autokran aufs Gelände. Das zu Wasser lassen ist nicht alles, im Winterlager stehen die Boote ohne Masten. Die müssen nun ebenfalls noch eingesetzt werden. Da, sagt Fiege, sei viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl nötig.

„Das alles ist schon sehr spannend: Wenn mein eigenes Boot ins Wasser kommt, schlafe ich in der Nacht vorher nicht so gut“, beschreibt der Hobbyskipper seine Gefühlslage.

Doch pünktlich zum offiziellen Saisonstart am 1. April wird das vergessen sein. Ab Sonntag ist der kleine Hafen dann auch wieder für Gäste offen. „Das ist noch ein Insiderhafen“, meint Fiege. Hier allerdings sei es weitaus idyllischer als am Kanal, wo die Boote unmittelbar neben der Schleuse festmachen. Die Deichbaustelle gegenüber dem Vereinsgelände lasse manchen Skipper aber Abstand nehmen von einem Zwischenstopp am Alten Hafen, die Gästezahlen sind rückläufig. Fiege weiß: „Der klassische Elbsegler meidet uns wegen der Baumaßnahme.“

Wer aber am Alten Hafen festmacht, muss nicht tief in die Tasche greifen. Pro Tag und Boot werden zehn Euro Liegegebühr fällig. Die Benutzung von Sanitäranlagen und Grillplätzen ist inklusive. „Das ist günstiger, als wenn man mit der Familie auf einen Campingplatz geht“, erklärt Stefan Fiege. Die SVB liege preislich leicht über Stade, aber deutlich unter Cuxhaven. „Wir freuen uns über jeden Gast.“

Gern gesehen sind auch Interessierte, die sich dem Verein anschließen möchten. Die „Mittwochsregatta“ bietet stets eine gute Gelegenheit zum Mitfahren. Schließlich, so Fiege, lebe der Verein von neuen Mitgliedern.

Der SVB gehören aktuell 297 Segler an. In der Jugendabteilung sind 59 Jungen und Mädchen aktiv. Ihnen stehen 30 Optimisten und acht Piraten zur Verfügung und für große Törns die „Brunsbüttel“. Durch die Deichbaustelle hat sich das Ausbildungsrevier der Seglervereinigung auf die Elbe verlagert. Die Trainer nutzen kräftige Motorboote, damit niemand Gefahr läuft, sich zwischen die Berufsschifffahrt zu verirren.

Nach dem Ansegeln am letzten Aprilwochenende steht den Vereinsmitgliedern ein besonderes Fest ins Haus: die Gemeinschaftstaufe von mehreren neuen Booten. Piratenwettfahrt am 16. Juni, Gästefahrt am 5. und Elbewettfahrt am 25. August sind weitere große Ereignisse der neuen Saison.

Ralf Pöschus

Infos: www.svb-bru.de.

Segelschiffe „schweben“ ins Wasser

Beidenfleth

Der Beidenflether Seglerverein ist in die Sommersaison gestartet. Mit einem Schwerlastkran haben die Skipper ihre Schiffe ins Wasser heben lassen. Routiniert lief das Kranen an der Vereinsanlage ab, jeder Handgriff saß und die Freizeitkapitäne halfen sich gegenseitig. Während ein Team die auf Trailern gelagerten Boote mit Traktoren bereitstellte, sicherte eine andere Gruppe die Schiffe in den Gurten am Kranausleger. Etwas anders die „Godiva“, sie wurde mit einem Heißstropp (Foto) zu Wasser gelassen.

Sko Norddeutsche Rundschau

 
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Der Kanal, Segeln, Schifffahrt von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne