Einstellungsoffensive zur Bekämpfung des Fachkräftemangels

Pressemitteilung Bettina Hagedorn (MdB SPD) Coypright Willy Thiel

Politik

Lob für WSV-Kompromiss

Samstag, 07. Juni 2014
Maritime Infrastruktur stand im Zentrum der jüngsten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages. Auch für die Ausstattung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen gibt es jetzt eine Lösung. Der Haushaltsausschuss hat in seiner sogenannten Bereinigungssitzung Ende der Woche zusätzliche Personalstellen für Investitionsteams in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) beschlossen und mit einem Maßgabebeschluss den Weg für weiteres ingenieurtechnisches Personal bereitet. pk Mehr im THB
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Kehrtwende zu Gunsten der WSV! Haushaltsausschuss beschließt Einstellungsoffensive zur Bekämpfung des Fachkräftemangels In der nächtlichen Abschlussberatung zum Bundeshaushalt 2014 hat der Haushaltsausschuss ein wichtiges Signal zu Gunsten der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) gesetzt: Nachdem in der schwarz-gelben Regierungszeit mit der umstrittenen WSV-Reform auch ein radikaler Stellenabbau beschlossen und mittels Einstellungsstopp umgesetzt worden war, hat der Haushaltsausschuss jetzt als 1. Schritt einer Einstellungsoffensive für speziell technisches und Planungs-Personal 35 zusätzliche Stellen geschaffen. Die stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Bettina Hagedorn, verantwortlich für den Verkehrsetat, ist erleichtert: „Diese Entscheidung ist ein deutliches Signal an die Beschäftigten der WSV, an die maritime Wirtschaft und die Logistik mit ihren tausenden Arbeitsplätzen: die Große Koalition vollzieht die Kehrtwende im Hinblick auf die desaströse Kahlschlagpolitik bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Durch den falschen Kurs der letzten Jahre haben bereits gut eingearbeitete Fachkräfte mangels Perspektive die WSV verlassen und fehlen jetzt ‚an allen Ecken und Kanten‘. Gerade technischen Fachkräften, die längst bundesweit ‚Mangelware‘ sind, müssen attraktive Berufsperspektiven geboten werden, anstatt sie nur mit – wie bisher zunehmend – befristeten Arbeitsverträgen abspeisen zu wollen.   Notwendiges Fachpersonal für Planungs- und Ausschreibungsverfahren fehlt nicht nur am Nord-Ostsee-Kanal. Wir brauchen in der WSV dringend Ingenieure, Techniker und Spezialisten wie z.B. Taucher – doch in den letzten Jahren konnten sogar bei der WSV selbst ausgebildete junge Leute mangels Stellenplan nicht gehalten werden und waren später bei Bedarf am Markt kaum erfolgreich anzuwerben. Diese Fehlentwicklung will die Große Koalition stoppen, denn Fakt ist: Allein 2013 wurden wegen dieses Fachkräftemangels ca. 195 Mio. Euro Investitionsmittel für die Wasserstraßen aus dem Bundeshaushalt nicht verplant und verbaut – also fast ein Drittel der zur Verfügung stehenden Mittel für Um-, Aus- und Neubaumaßnahmen! Das hat natürlich dramatische Folgen für die deutsche Verkehrsinfrastruktur, wie man am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel in den letzten Jahren ‚live‘ beobachten konnte. Dieser volkswirtschaftliche Unsinn wird jetzt Schritt für Schritt beendet.“  Copyright Willy Thiel Während der Haushaltsentwurf der Regierung noch die Schaffung von zehn neuen Planstellen für Ingenieure vorsah, besserte der Haushaltsausschuss in seiner letzten Beratungssitzung deutlich nach und ermöglicht 25 zusätzliche unbefristete Stellen für das technische Personal, so dass die WSV spürbar neue Planungs- und Durchführungskapazitäten aufbauen kann. Hagedorn: „Besonders wichtig waren mir drei Dinge: 1. Neben unbestritten notwendigem Planungspersonal wie Ingenieure und Juristen auch Stellen für diejenigen zu schaffen, die – teilweise hochspezialisiert – ihr ‚Handwerk‘ verstehen und statt am Schreibtisch in der Praxis die Sanierungs- und Umsetzungsarbeiten fachgrecht organisieren und erledigen können. 2. Dass endlich wieder echte zusätzliche – also unbefristete - Stellen geschaffen werden, und 3. dass die Beschäftigten der WSV das eindeutige Signal erhalten, dass dieser Personalaufwuchs ‚keine Eintagsfliege‘ ist, sondern dass diese Große Koalition auch langfristig dem Fachkräftemangel an technischem Personal begegnen will. Dieser letzte Punkt wurde durch einen Maßgabebeschluss festgezurrt, der den Verkehrsminister auffordert, ein Konzept zu entwickeln, das ggfs. auch außertarifliche Bezahlung zur Attraktivitätssteigerung bei Fachkräftemangel ermöglichen soll. Mit den 35 neuen unbefristeten Stellen, die zweckmäßig in Investitionsteams zur Verbesserung des Wasserstraßennetzes eingesetzt werden, ist außerdem natürlich die Hoffnung verbunden, jetzt auch rasch und kompetent die zur Verfügung stehenden millionenschweren Investitionsmittel umzusetzen. Damit hat der Haushaltsausschuss heute einen großen Erfolg für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wasserstraßeninfrastruktur erreicht.“
Antrag der Arbeitsgruppen
Haushalt der Fraktionen
CDU/CSU und
SPD
Haushaltsausschuss
18. Wahlperiode
Ausschuss
-
drucksache:
804
17
. Sitzung des Haushaltsausschusses am
05. Juni
2014
Beschluss des Haushaltsausschusses zu TOP
26
Beratung aller zurückgestellten Personaltitel für den Bundeshaushalt 2014
Einzelplan 12 ,Wasser - und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
Bewilligung von Personal für Investitionsteams in der WSV
Der Haushaltsausschuss wolle beschließen:
1. Im Rahmen der Aufstellung des Regierungsentwurfes 2015 werden bei angemesse
ner Kompensation im Einzelplan 12 weitere Tranchen von Stellen bewilligt.
2. In Abstimmung mit dem BMI sind außertarifliche Sonderzahlungen (z.B. Fachkräftezulagen
und die Vorweggewährung von Stufen) zu prüfen sowie gesonderte Ober
grenzen für das Kapitel 1203 zu vereinbaren.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne