Streik – Nichts geht mehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal Brunsbüttel

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Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst

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Tarife

Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst

01.04.2014, 20:18 Uhr | dpa

Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst. Verdi-Mitglied demonstriert für Lohnerhöhung

Verdi-Mitglied demonstriert für Lohnerhöhung. Verdi freut sich über erfolgreiche Tarifverhandlung. Foto: C. Charisius/Archiv (Quelle: dpa)

Die Gewerkschaft Verdi Nord hat die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst "ausdrücklich begrüßt". Dieser Abschluss sei für die Beschäftigten ein echter Erfolg, sagte Karin Hesse, Leiterin des Verdi Landesbezirks Nord am Dienstagabend in Potsdam. "Nicht zuletzt die mehr als 10 000 warnstreikenden Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben zu diesem Erfolg beigetragen." Die Einigung sieht vor, dass die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen deutlich mehr Geld bekommen. Rückwirkend zum 1. März steigen die Gehälter um 3 Prozent. Im kommenden Jahr gibt es nochmals 2,4 Prozent mehr.

Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst

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Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst

01.04.2014, 20:18 Uhr | dpa

Verdi Nord begrüßt Einigung im öffentlichen Dienst. Verdi-Mitglied demonstriert für Lohnerhöhung

Verdi-Mitglied demonstriert für Lohnerhöhung. Verdi freut sich über erfolgreiche Tarifverhandlung. Foto: C. Charisius/Archiv (Quelle: dpa)

Die Gewerkschaft Verdi Nord hat die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst "ausdrücklich begrüßt". Dieser Abschluss sei für die Beschäftigten ein echter Erfolg, sagte Karin Hesse, Leiterin des Verdi Landesbezirks Nord am Dienstagabend in Potsdam. "Nicht zuletzt die mehr als 10 000 warnstreikenden Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben zu diesem Erfolg beigetragen." Die Einigung sieht vor, dass die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen deutlich mehr Geld bekommen. Rückwirkend zum 1. März steigen die Gehälter um 3 Prozent. Im kommenden Jahr gibt es nochmals 2,4 Prozent mehr. Ein weiteres Ergebnis ist laut Verdi, dass die Auseinandersetzung um die Beschäftigten bei der Wasser - und Schifffahrtsverwaltung (WSV) ebenfalls beigelegt wurde. Sie hatten im vergangenen Jahr zu Streiks am Nord-Ostsee-Kanal geführt. "Nachdem sich das Bundesinnenministerium zuletzt vehement gegen den Abschluss eines Tarifvertrages für die Kolleginnen und Kollegen der WSV ausgesprochen hat, scheinen die Streiks des letzten Jahres und auch in dieser Tarifrunde endlich Wirkung gezeigt zu haben", sagte Jochen Penke, der Tarifkoordinator im Verdi Landesbezirk Nord. Die jetzt vorliegende arbeitsrechtliche Gesamtzusage bedeute für die Kolleginnen und Kollegen eine echte Rechtssicherheit, bei allem was noch folge beim Umbau der der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Niemand habe mehr etwas zu befürchten, jeder werde sozial aufgefangen.

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Einigung im Tarifstreit Deutlich mehr Lohn für öffentlichen Dienst

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Mit Fahnen und Transparent stehen streikende Flughafen-Mitarbeiter auf dem Frachthof des Flughafens von Hannover

(Foto: dpa)

Der Tarifabschluss liegt recht nah an der Gewerkschaftsforderung: Die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen dürfen sich auf deutlich mehr Lohn und Gehalt freuen. Besonders Kleinverdiener profitieren.

Die 2,1 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen bekommen einen deutlichen Gehaltszuwachs. Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigten sich am Dienstag in Potsdam auf eine Steigerung der Bezüge in diesem Jahr um drei Prozent. Jeder Arbeitnehmer soll zugleich aber mindestens 90 Euro pro Monat zusätzlich in der Tasche haben. Für das kommende Jahr ist eine weitere Anhebung um 2,4 Prozent geplant. Die Tarifkommissionen von Verdi und dem Beamtenbund stimmten der Einigung der Spitzengruppe unter Leitung von Innenminister Thomas de Maiziere und Verdi-Chef Frank Bsirske am Abend zu. Weitere Streiks etwa in Kindertagesstätten oder an Flughäfen sind damit vom Tisch. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich 3,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten gefordert. Besonders wichtig war ihnen ein zusätzlicher Sockelbetrag von 100 Euro im Monat, über den bis zuletzt heftig gerungen wurde. Diese soziale Komponente sollte vor allem Geringverdienern unter die Arme greifen, die überproportional profitieren würden. Bei den niedrig bezahlten Berufen geht es vor allem darum, sie für Einsteiger attraktiv zu machen. Die Arbeitgeber stehen bei diesen Jobs nicht zuletzt in Konkurrenz zur privaten Wirtschaft. Die dritte Verhandlungsrunde war am Montagmittag gestartet. Vor Beginn hatten sich beide Seiten kompromissbereit gezeigt. Ohne Zustimmung hätte eine Schlichtung einberufen werden müssen. Unbefristete Streiks, die weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegen können, wären dann wahrscheinlich. Vergangene Woche waren von Warnstreiks bundesweit neben Kitas, Bürgerämtern, Schwimmbädern und Müllabfuhren auch die großen Flughäfen betroffen. Rund 200.000 Beschäftigte beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben daran.
NOK News: Streiksituation am Nord-Ostsee-KanalZu Beginn der Nachtschicht (22:00 – 06:00):- in Kiel- Holtenau wird die „Kleine Nordschleuse“ bestreikt. Beide „Großen Schleusen“ stehen der Schifffahrt zur Verfügung.- in Brunsbüttel stehen der Schifffahrt keine Schleusen zur Verfügung. Ein weiterer Newsletter wird über die Sc

Ver.di erhöht den Druck auf Arbeitgeber

NOK-Schleusen bestreikt

Freitag, 28. März 2014
Von den Warnstreiks im öffentlichen Dienst, zu denen die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hatte, war gestern auch die Schifffahrt betroffen. Während die Gewerkschaft ihre Streikschwerpunkte in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf Kindergärten, Abfallbetriebe und den öffentlichen Personennahverkehr legte, wurden im Norden aber auch Schleusen, Wasser- und Schifffahrtsämter und der Nord-Ostsee-Kanal bestreikt. In Kiel-Holtenau und Brunsbüttel kam es schon am Morgen zu Arbeitsniederlegungen und Betriebseinschränkungen an den kleinen Schleusen.  pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht hleusenverfügbarkeit der Folgeschicht informieren.
Wasser- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und Kiel Alte Zentrale 4 25541 BrunsbüttelSchleuseninsel 2 24159 Kiel-Holtenauwww.wsa-brunsbuettel.wsv.de/ www.wsa-kiel.wsv.de/ 27.03.2014    

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Copyright Kieler NAchrichten Frank Behling danke
Warnstreiks im Norden

Von Kita bis Kanal

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Landesweite Warnstreiks im Norden haben am Donnerstag das öffentliche Leben beeinträchtigt. Kitas waren zu, die Müllabfuhr verzögerte sich oder fiel ganz aus. Mehrere Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal waren dicht. Tausende nahmen an einer Kieler Großkundgebung teil.
Foto: Im Sternenmarsch zogen die Demonstranten zum Legienhof und zur Kundgebung am Kieler Hauptbahnhof.
Im Sternenmarsch zogen die Demonstranten zum Legienhof und zur Kundgebung am Kieler Hauptbahnhof.
© pae
Kiel/Hamburg. Mit landesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein haben die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber am Donnerstag erhöht. An dem Protest beteiligten sich „weit mehr als 10 000 Beschäftigte“, sagte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky in Kiel. Den Auftakt machten mit der Frühschicht Mitarbeiter der Stadtwerke Kiel. Viele Kitas waren geschlossen, auch die Müllabfuhr, Krankenhäuser und allgemeine Verwaltungen waren von Streikmaßnahmen betroffen. Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die Angestellten 3,5 Prozent mehr Lohn und 100 Euro zusätzlich. Bisher haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.
Betroffen von dem Protest war auch der Nord-Ostsee-Kanal. Ab 14.00 Uhr war in Brunsbüttel die große Schleuse dicht. Schiffe mit einer Länge von mehr als 125 Metern konnten deshalb nicht in den Kanal einfahren oder ihn verlassen, wie die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Claudia Thoma, sagte. Und auch Schiffe bis 125 Meter konnten wegen des Festmacherstreiks nur dann fahren, wenn sie in der Schleuse selbstständig festmachen konnten. Bereits seit dem Morgen war in Kiel-Holtenau die kleine Nordschleuse dicht. Die großen Schleusen waren am Nachmittag weiter offen. Die weitere Entwicklung für die Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau nach dem Schichtwechsel um 22.00 Uhr sei noch unklar, sagte Thoma. Zudem fuhren 3 von 14 Fähren nicht über den Kanal — bei Ostermoor, Hochdonn und Fischerhütte. Auf dem Hamburger Flughafen war der Inlandsflugsverkehr beeinträchtigt. Bis zum Nachmittag mussten 30 Flüge gestrichen werden, vor allem nach Frankfurt und München wegen der dortigen Streikmaßnahmen. In Hamburg streikte das Boden- und Abfertigungspersonal nicht, es hat eigene Haustarifverträge. Die Gewerkschaft hat tausende Beschäftigte der Kommunen und des Bundes ganztägig zu Streiks aufgerufen. In Kiel versammelten sich am Vormittag Streikende aus dem ganzen Land zu Demonstrationszügen. „Wir sind bereit, weiter zu streiken, wenn es bei den Verhandlungen in der kommenden Woche kein Ergebnis geben sollte“, sagte Verdi-Landesbezirksleiterin Karin Hesse auf der zentralen Abschlusskundgebung. Daran nahmen nach Polizeiangaben rund 7000 Beschäftigte teil. Die Gewerkschaft sprach dagegen von bis zu 10 000 Teilnehmern. Auf Transparenten der Streikenden stand unter anderem: „Rückt die Kohle raus!“ „Unsere Forderung ist berechtigt“, sagte Hesse. Die Abschlüsse im Bereich des öffentlichen Dienstes hinkten der Entwicklung in der Privatwirtschaft seit Jahren hinterher. Verdi-Sprecher Schischefsky betonte, „mit den Warnstreiks wollen wir ein klares Signal senden mit Blick auf die am Montag in Potsdam beginnende nächste Verhandlungsrunde und hoffen, durch unsere gezeigte Entschlossenheit wochenlange Streiks vermeiden zu können.“ Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, kritisierte die Warnstreikwelle. „Die Warnstreiks sind vor dem Hintergrund der Annäherung zwischen den Tarifparteien ein überflüssiges Ritual“, sagte Landsberg der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Die Kommunen wüssten, dass ihre Beschäftigten Anspruch auf eine angemessene Lohnerhöhung hätten. „Dies darf aber die Finanzkraft der Städte und Gemeinden nicht überfordern, sonst besteht die Gefahr, dass wir Arbeitsplätze abbauen oder in die Privatwirtschaft verlagern müssen“.
http://www.nordic-market.de/news/10369/statement_des_wirtschaftrates_sh_zur_ausweitung_des_verdi-streiks_auf_nord-ostsee-kanal.htm

Ver.di weitet Schleusen-Streik aus

Nordmagazin - 15.08.2013 19:30 Uhr
Die Schleusenwärter fürchten um drastische Personaleinsparungen. Dabei sind sie jetzt schon unterbesetzt. Sie fordern einen Tarifvertrag. Doch die Gegenseite scheint nicht gesprächsbereit. Empfehlen via...
Logo der Sendung Nordmagazin © NDR
Nächste Sendung: 16.08.2013 19:30 Uhr

Nordmagazin

30 Minuten regionale Information und Unterhaltung aus dem Land - für das Land. Wiederholung der Sendung 17.08.2013 03:45 Uhr 17.08.2013 09:00 Uhr Zur Sendungsseite
Weitere Informationen Copyright NDR
Ein Motorboot passiert die Schleuse Garwitz  auf der Müritz-Elde-Wasserstraße. © dpa Zentralbild Fotograf: Jens Büttner
Video

Schleusen-Streik: Heute trifft es Touristen

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/media/nordmagazin18487.html Die Mitarbeiter der Schifffahrtsämter setzten den Streik fort. mehr
Statement des Wirtschaftrates SH zur Ausweitung des ver.di-Streiks auf Nord-Ostsee-Kanal
Freitag, der 16.August 2013
Statement des Wirtschaftrates SH zur Ausweitung des ver.di-Streiks auf Nord-Ostsee-KanalKiel: Anläßlich der heutigen Wiederaufnahme und Ausweitung des Streiks der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für 600 Schleusenwärter am Nord-Ostsee-Kanal erklärt der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Dr. Philipp Murmann: „Es ist nicht hinnehmbar, daß sachfremde Interessen einer einzelnen Gewerkschaft unseren Wirtschaftsstandort und zahlreiche mittelständische Arbeitsplätze gefährden! “Der Wirtschaftsrat fordert alle zudem ver.di-Mitglieder in den schleswig-holsteinischen Belegschaften auf, ihre Funktionäre für Wohlstand und Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein in die Pflicht zu nehmen. Hierzu Dr. Murmann: „Angesichts einer wachsenden Krise der deutschen Verkehrsinfrastruktur verlagert jeder Streiktag Logistikströme und Wertschöpfung von unseren norddeutschen Häfen nach Rotterdam, die häufig nicht rückholbar sind. Dieser ver.di-Streik vernichtet Arbeitsplätze. “ Zu den vorgestern vom Kabinett kurzfristig bewilligten zusätzlichen 18 Millionen Euro zur Sanierung der Infrastruktur merkt Murmann an: „Es ist fortgesetzt notwendig, daß der verkehrsfeindliche Koalitionsvertrag für diese Regierung korrigiert wird. Unsere deutsche Infrastrukturkrise kann jedoch nur überwunden werden, wenn auch zusätzliches privates Kapital für Ausbau und Sanierung mobilisiert werden kann.“ Er verweist dazu auf die laufenden Beratungen der Bodewig-Kommission sowie die Veranstaltung des Landesver-bandes am 20. August 2013 in Kaltenkirchen. (Pressemeldung vom 15.08.2013)
http://www.nordic-market.de/news/10370/verdi_streik_legt_nord-ostsee-kanal_still_-_ramsauer_laeuft_wieder_aus_dem_ruder.htm Copyright Nordic-market.de
ver.di: Streik legt Nord-Ostsee-Kanal still - Ramsauer läuft wieder aus dem Ruder
Freitag, der 16.August 2013
ver.di: Streik legt Nord-Ostsee-Kanal still - Ramsauer läuft wieder aus dem RuderBerlin: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weist die jüngsten Äußerungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer als „in der Sache falsch“ zurück. Anders als vom Minister zum Wochenende behauptet, gebe es von Seiten der Bundesregierung im Tarifkonflikt der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) „keinen Millimeter Bewegung in der Sache“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp am Montag: „Wenn es diese Bundesregierung ernst meint mit der Tarifautonomie, dann hat sie Gelegenheit, das jetzt mit der Unterzeichnung eines Tarifvertrags zu beweisen. Offensichtlich falsche Vorwürfe sind nicht hilfreich bei der Lösung des Tarifkonflikts.“Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte am Wochenende seine Verweigerungshaltung gegenüber einem Tarifvertrag erneut damit begründet, dass seine Zusagen ausreichend seien, und im Übrigen auf die Zuständigkeit des Bundesinnenministeriums verwiesen. „Die Versprechen von Bundesverkehrsminister Ramsauer sind unverbindlich und können jederzeit von ihm oder einem seiner Nachfolger durch Änderungskündigungen ausgehebelt werden“, stellte Meerkamp klar. „Deswegen wollen und brauchen die Beschäftigten einen Tarifvertrag.“Mehr als fragwürdig sei zudem, dass Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich darüber hinaus wesentliche Zusagen Ramsauers unter Haushaltsvorbehalt gestellt habe. „Auch das widerlegt die Behauptung der Bundesregierung, die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung könnten sich auf die bisherigen Versprechen verlassen. Wir werden es nicht zulassen, dass die Beschäftigten der WSV und dazugehöriger Behörden und Einrichtungen im Kompetenzstreit zweier Ministerien zerrieben werden“, betonte Meerkamp.Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und weiterer Einrichtungen kämpfen im Zuge des Umbaus der Behörde um einen Tarifvertrag zum Schutz vor den Folgen des Umbaus. Nach den Plänen des Bundes ist von 12.000 Stellen mittelfristig ein Viertel von Abbau bedroht. (Pressemeldung vom 13.08.2013) 
Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft | Foto: verd

Verdi-Kundgebung in Kiel Copyright SHZ

Kanallotsen protestieren gegen Verdi-Streiks

15. August 2013 | 14:35 Uhr | Von Hauke Mormann und Margret Kiosz

Gegendemo zur Gewerkschaftskundgebung (vorne v.l.): Lotse Uwe Klüver, Kanalsteuerer Werner Büther und Michael Stender vom Schiffsmakler UCA. Foto: Kiosz

Gegendemo zur Gewerkschaftskundgebung (vorne v.l.): Lotse Uwe Klüver, Kanalsteuerer Werner Büther und Michael Stender vom Schiffsmakler UCA. Foto: Kiosz

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Schleusenwärter und Festmacher am Nord-Ostsee-Kanal streiken. Zu einer Kundgebung in Kiel kamen auch Lotsen als Gegendemonstranten: "Der Streik macht richtig viel kaputt."
Kiel. "Arbeitsloser Lotse sucht Arbeit als Festmacher", steht auf einem Transparent. Weil Verdi die Festmacher in den Kanalschleusen Brunsbüttel und Kiel zum Streik aufgerufen hat, liegt der Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal brach. Somit haben auch die Lotsen in Kiel und Brunsbüttel nichts zu tun. Gemeinsam mit Lotsen, Kanalsteuerern, Schiffsausrüstern und Maklern demonstrierten die Kieler Lotsen deshalb auch in der Landeshauptstadt, um ihr Unverständnis für die Verdi-Aktionen zu zeigen. "Hier wird richtig viel kaputt gemacht", sagt der Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I in Brunsbüttel, Michael Hartmann. Er unterstützt den Protest seiner Kieler Kollegen. "Beiden Brüderschaften entgehen täglich 100.000 Euro Lotsengebühren", rechnet Hartmann vor. Der Zeitpunkt des Arbeitskampfes ist aus Hartmanns Sicht denkbar ungünstig: "Hier wird eine Infrastruktur gerade wieder mühsam aufgepäppelt, wofür wir die vergangenen sechs Jahre gekämpft haben." Diese neue Sperrung des Kanals sei den Kunden nicht zu vermitteln.

Schlepper-Hilfe für Tanker in Not verhindert

Die Kieler Kanallotsen berichteten, dass es am Mittwoch zu gefährlichen Zwischenfällen auf dem Nord-Ostsee-Kanal gekommen sei, weil Verdi verhindert habe, dass ein Schlepper einem hilferufenden Gefahrguttanker beim Anlegen behilflich sein konnte. "Das war knapp", sagte Lotse Uwe Klüver. "So einen Vorgang habe ich in meiner 24-jährigen Dienstzeit im Kanal nicht erlebt." Das Schiff hatte Ammoniak geladen. "Wenn das hochgegangen wäre, wäre der Kanal vor Kiel jetzt einen Kilometer breit." Gewerkschaftssprecher, darunter Klaus Wiesehügel, Mitglied im Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, sowie der Chef des DGB Nord Uwe Polkaehn verteidigten den Arbeitskampf. "Verkehrsminister Ramsauer ist selbst zu einem Verkehrshindernis geworden", erklärte Polkaehn unter dem Beifall von rund 200 Demonstranten. Sie rief er auf, so lange zu streiken, bis ein Tarifvertrag vorliegt.

Stegner: "Ramsauer hat den Kanal verkommen lassen"

Verdi will wegen der bevorstehenden Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer über Tarifverträge verhandeln, damit alle derzeit 12.000 Beschäftigten ihren Job behalten. Trotz bereits schriftlich zugesicherter Jobgarantien des Ministers hält die Gewerkschaft an ihrem Vorhaben fest - und lässt immer mehr Beschäftigte der WSV in den Ausstand treten. Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner sagte auf der Kundgebung: "Ramsauer hat den Nord-Ostee-Kanal verkommen lassen! Vor diesem Hintergrund sind die Forderungen der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag, der z.B. Leiharbeit strikt begrenzt und Übernahme-Regelungen für Auszubildende festlegt, absolut berechtigt."

Widerstand gegen Verdi-Streik

Von Frank Behling |
Der Streik des Schleusenpersonals stößt auf immer mehr Widerstand. Erstmals gehen jetzt auch Betriebsräte und Verdi-Mitglieder auf Gegenkurs zur eigenen Gewerkschaft. „Wir haben für den Streik kein Verständnis“, sagt Betriebsrat Michael Stender von der Kieler Firma UCA.
Der Frachter SCHIPPERSGRACHT musste in Suchsdorf in einer Weiche festmachen. Der Kapitän beklöagte die Sicherheitsrisiken, da er keinen Schlepper bekam.
Der Frachter SCHIPPERSGRACHT musste in Suchsdorf in einer Weiche festmachen. Der Kapitän beklagte die Sicherheitsrisiken, da er keinen Schlepper bekam.
© FB Copyright KN Frank Behling danke
 
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Widerstand-gegen-Verdi-Streik
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13.08.2013

Ver.di: Ramsauer sachlich falsch

Berlin (nd). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di weist die jüngsten Äußerungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer als »in der Sache falsch« zurück. Anders als vom Minister zum Wochenende behauptet, gebe es von Seiten der Bundesregierung im laufenden Tarifkonflikt der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) »keinen Millimeter Bewegung in der Sache«, sagte ver.di-Bundesvorstand Achim Meerkamp am Montag: »Wenn es diese Bundesregierung ernst meint mit der Tarifautonomie, dann hat sie Gelegenheit, das jetzt mit der Unterzeichnung eines Tarifvertrags zu beweisen.« Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und weiterer Einrichtungen kämpfen um einen Tarifvertrag zum Schutz vor den Folgen des Umbaus der Behörde. Dieser gefährde nach ver.di-Angaben jede vierte der rund 12 000 Stellen mittelfristig.

Eine Wasserstraße von Welt

News7 neue Ergebnisse für Nord-Ostsee-Kanal
 Nord-Ostsee-Kanal - Streik geht weiter[http://www.google.com/url?q=http://radiohamburg.de/Nachrichten/Deutschland-und-die-Welt/Norddeutschland-kompakt/2013/August/Nord-Ostsee-Kanal-Streik-geht-weiter&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAA&usg=AFQjCNEXNeDbTiE386-YoN2tfb6JOzanuA] Radio Hamburg

Weil der Nord-Ostsee-Kanal schon seit einigen Tagen gesperrt ist, müssen viele Schiffe ... Der Streik an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals geht weiter. Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://radiohamburg.de/Nachrichten/Deutschland-und-die-Welt/Norddeutschland-kompakt/2013/August/Nord-Ostsee-Kanal-Streik-geht-weiter%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAA&usg=AFQjCNH39yzDKTd9ONGoF8tIRsq7iJOhvg]
 Eine Wasserstraße von Welt[http://www.google.com/url?q=http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Zur-Bedeutung-des-Nord-Ostsee-Kanals-Eine-Wasserstrasse-von-Welt-trotz-Streik&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAQ&usg=AFQjCNHbVXWzJn34qMhKfgke8dnogOz5qw] Kieler Nachrichten

Die Streiks am Nord-Ostsee-Kanal und seine baufälligen Schleusen in Brunsbüttel und Holtenau rücken die Wasserstraße durch Schleswig-Holstein in den ... Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Zur-Bedeutung-des-Nord-Ostsee-Kanals-Eine-Wasserstrasse-von-Welt-trotz-Streik%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAQ&usg=AFQjCNHOUa5le6G2gTPur4D7qm6UzVb1zQ]
 Unternehmen: Verdi weitet Streik aus – 600 Schleusenwärter zu ...[http://www.google.com/url?q=http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-verdi-weitet-streik-aus-600-schleusenwaerter-zu-ausstand-aufgerufen_aid_1068570.html&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAg&usg=AFQjCNFFDhBFeVUB8sFT0T9iR1a8XEH2Lw] FOCUS Online

Von Donnerstag an soll auch wieder die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel bestreikt werden. Dort hatte der Ausstand am Mittwochmorgen ... Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-verdi-weitet-streik-aus-600-schleusenwaerter-zu-ausstand-aufgerufen_aid_1068570.html%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAg&usg=AFQjCNGbApfmdAPW9rOvdoX24TvXriKDfg]
 Kleine Kanalschleuse in Kiel geht wieder in Betrieb[http://www.google.com/url?q=http://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Kleine-Kanalschleuse-in-Kiel-geht-wieder-in-Betrieb&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAw&usg=AFQjCNGRTAEb6rvEdMR-EBNrhZzHtsHOmg] Lübecker Nachrichten

Kleiner Lichtblick am Nord-Ostseekanal - zumindest für Sportboote: Die Nordkammer der kleinen Schleuse in ... Nord-Ostsee-Kanal wird weiterhin bestreikt. Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Kleine-Kanalschleuse-in-Kiel-geht-wieder-in-Betrieb%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYAw&usg=AFQjCNF2GGiTOa--ph3AD9VLzbeqrlcEDg]
 Verkehrschaos in der Diskussion: Landrat empfiehlt die Bahn[http://www.google.com/url?q=http://www.shz.de/nachrichten/lokales/landeszeitung/artikeldetails/artikel/verkehrschaos-in-der-diskussion-landrat-empfiehlt-die-bahn.html&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYBA&usg=AFQjCNEie-mKhQKfYNLhfdWDbj1ar-k16A] shz.de

Büdelsdorf. Die Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels fällt wahrscheinlich als Entlastungsstrecke für die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal aus. Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://www.shz.de/nachrichten/lokales/landeszeitung/artikeldetails/artikel/verkehrschaos-in-der-diskussion-landrat-empfiehlt-die-bahn.html%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYBA&usg=AFQjCNG-VFG0B5u3GoVmdahxE4zlxTKEWA]
 Norden Kompakt[http://www.google.com/url?q=http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article118913820/Norden-Kompakt.html&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYBQ&usg=AFQjCNEir_cwnQD13ENskrH_Zxc2zCB-zA] DIE WELT

Von Donnerstag an soll auch wieder die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel bestreikt werden. Laut Penke sollte die Arbeitsniederlegung von ... Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen »[http://www.google.com/url?q=http://news.google.com/news/story%3Fncl%3Dhttp://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article118913820/Norden-Kompakt.html%26hl%3Dde%26geo%3DDE&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYBQ&usg=AFQjCNHsynqE3fkJT0N0ZYNDngdVWtvBRg]
 n-tv: Die Schleusen bleiben dicht[http://www.google.com/url?q=http://www.wiwo.de/videos/n-tv/die-schleusen-bleiben-dicht/8626164.html&ct=ga&cd=MTE3NDM1NTk2NTg0NDk3MTgzOTc&cad=CAEYBg&usg=AFQjCNFwVPcmNNN2xCiqrg6ZTVn3WxqliA] WirtschaftsWoche

Der Streik der Schleusenarbeiter des Nord-Ostsee-Kanals hält Politik und Wirtschaft seit Tagen auf Trab. Nun will die Gewerkschaft Ver.di
Von Frank Behling |
Die Streiks am Nord-Ostsee-Kanal und seine baufälligen Schleusen in Brunsbüttel und Holtenau rücken die Wasserstraße durch Schleswig-Holstein in den Blickpunkt. Doch wie bedeutend ist der Kanal für die Weltschifffahrt? Und wie geht es weiter mit den Streiks?
Foto: Containerschiffe wie die „Aura“ aus den Niederlanden bei der Passage des Streckenabschnitts zwischen der Hochbrücke Hochdonn (im Hintergrund) und Schafstedt sind heute die wichtigsten Kunden im Nord-Ostsee-Kanal.
Containerschiffe wie die „Aura“ aus den Niederlanden bei der Passage des Streckenabschnitts zwischen der Hochbrücke Hochdonn (im Hintergrund) und Schafstedt sind heute die wichtigsten Kunden im Nord-Ostsee-Kanal.
© Behling
Coyright KN danke
Grotesker Arbeitskampf an den Schleusen: Warum Bund und Verdi seit Wochen streiten
KIEL/BRUNSBÜTTEL  Copyright Norddeutsche Rundschau danke Hennigh Baethge SHZ
Morgen geht der Arbeitskampf zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bund weiter: Dann wird Verdi erneut die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal bestreiken – zunächst in Kiel, ab Donnerstag auch in Brunsbüttel. Bis einschließlich Freitag drohen der Schifffahrt im Norden deshalb wieder starke Behinderungen. „Ein Streik zu Lasten Dritter“, kritisierte gestern der Präsident der Unternehmensverbände Nord, Uli Wachholtz. Er hoffe daher, „dass die Beschäftigten selbst einen klareren Blick haben als ihre Gewerkschaft und den Spuk bald beenden“. Dass der Kanal abermals lahmgelegt wird, ist für die Reeder umso ärgerlicher, als der seit nun schon sechs Wochen andauernde Tarifstreit bei näherer Betrachtung ziemlich überflüssig, um nicht zu sagen grotesk, erscheint. Denn im Grunde sind sich die Kontrahenten in den wesentlichen Punkten einig: Den anstehenden Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Deutschland will nicht nur Verdi zu sozial verträglichen Bedingungen vollziehen, sondern auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Daher hat er den Mitarbeitern bereits weitreichende Zusagen gemacht. Zwar soll die Zahl der Stellen in der Mammutbehörde WSV innerhalb von zehn Jahren von bundesweit 12 500 auf unter 10 000 sinken und die Zahl der Ämter von 46 auf voraussichtlich 32. Die sieben Regionaldirektionen sind sogar schon aufgelöst und in einer neuen Generaldirektion in Bonn aufgegangen. Doch werde es beim Umbau der WSV weder betriebsbedingte Kündigungen noch Zwangsversetzungen noch Gehaltseinbußen geben, hat Ramsauer der Belegschaft schriftlich garantiert. Mehr noch: Wer freiwillig umzieht, erhält vier zusätzliche Urlaubstage im Jahr und monatlich 400 Euro extra – und zwar vier Jahre lang. Sogar Vorschüsse für Mietkautionen am neuen Wohn- und Arbeitsort gibt es. Bei Verdi scheint man dem Minister aber nicht zu trauen. Die Gewerkschaft will dessen Zusagen daher in einem Tarifvertrag festschreiben. Und sie will darin auch gleich noch ein paar andere Punkte aufnehmen. So sollen die Vereinbarungen nicht nur für die WSV gelten, sondern für alle Mitarbeiter des Verkehrsministeriums. „Auch beim Bundesamt für Güterverkehr und beim Deutschen Wetterdienst stehen Reformen an – da ist es sinnvoll, einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten unter einem Dach abzuschließen“, begründet Verdi-Nord-Fachbereichsleiter Jochen Penke die Forderung. Zudem will die Gewerkschaft mit dem Bund auch über eine Ausweitung der Altersteilzeit, ein Verbot von Leiharbeit und verbindliche Ausbildungsquoten verhandeln. All das wiederum lehnen allerdings Ramsauer und sein ebenfalls an den Gesprächen beteiligter Parteifreund und Innenminister Hans-Peter Friedrich ab. „Viele dieser Forderungen haben mit der WSV-Reform nichts zu tun“, kritisiert Ramsauer. Die Minister argwöhnen, dass Verdi die Gunst der Stunde nutzen will, um den ungeliebten Behördenumbau zu bremsen oder im Gegenzug wenigstens so viele Forderungen wie möglich durchzusetzen. „Aber dann kann man ja gleich mit Verdi über den Bundeshaushalt verhandeln“, heißt es genervt in Ramsauers Ressort. Zudem kommt der renommierte Arbeitsrechtler Gregor Thüsing in einem Gutachten für Ramsauer zu dem Schluss, dass ein Tarifvertrag nicht nur unnötig sei, sondern sogar schlecht für die WSV-Bediensteten. Denn ihnen biete die Garantieerklärung des Ministers größeren Schutz: Die werde als „Gesamtzusage“ zum einklagbaren Bestandteil eines jeden Arbeitsvertrags. „Die langfristige Sicherheit für die Beschäftigten wäre bei Abschluss eines Tarifvertrags geringer als bei einer Gesamtzusage“, resümiert Thüsing. Für Verdi-Mann Penke ist Thüsings Stellungnahme allerdings „ein Gefälligkeitsgutachten“ und „völliger Quatsch“. Unter anderem stört ihn, dass Innenminister Friedrich die in Aussicht gestellten Gehaltsregelungen und Umzugszulagen nur akzeptiert, wenn Ramsauer die Mehrkosten in seinem Etat auffängt: „Nur ein Tarifvertrag gilt unabhängig von der Haushaltslage“, schimpft Penke. Solange der Bund daher nicht über die Forderungen von Verdi verhandeln wolle, gehe der Arbeitskampf eben weiter.
Henning Baethge

600 Mitarbeiter aufgerufen

Nord-Ostsee-Kanal: Schleusen-Streik verschärft

11. August 2013 | 13:31 Uhr | Von Julia Weigelt, dpa

Leere Schleuse in Brunsbüttel: Dieses Bild wird auch die kommende Woche prägen. Foto: dpa

Leere Schleuse in Brunsbüttel: Dieses Bild wird auch die kommende Woche prägen. Foto: dpa

Ministerpräsident Albig mahnt, Wirtschaftsvertreter kritisieren - umsonst. Die Gewerkschaft Verdi will in der kommenden Woche weiter an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals streiken. Und den Ausstand sogar verschärfen.
Kiel/Brunsbüttel. Die Gewerkschaft Verdi will den Streik von Schleusenwärtern im Norden Deutschlands in der kommenden Woche deutlich ausweiten. Das teilte Verdi-Sprecher Jochen Penke am Sonntag mit. Demnach sollen von Mittwoch an 600 Schleusenwärter in Kiel, Lauenburg, Stralsund und Rostock die Arbeit niederlegen. Von Donnerstag an soll auch wieder die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel bestreikt werden. Dort hatte der Ausstand am Mittwochmorgen begonnen. Laut Penke sollte die Arbeitsniederlegung von bisher 200 Beschäftigten am Sonntagabend für zwei Tage unterbrochen werden. Der Schiffsverkehr an der Brunsbüttler Schleuse kam nach Angaben der Wasserschutzpolizei vom Sonntag fast vollständig zum Erliegen. Die Reedereien waren über den Streik informiert und leiteten ihre Schiffe auf die 400 Kilometer längere Route rund um Dänemark. Auch Kreuzfahrtschiffe mussten auf die reizvolle Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal verzichten. "Wenn die Reeder nicht reagieren würden, wäre der Kanal so voll, dass man trockenen Fußes von einer auf die andere Seite kommen würde", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Vor der Schleuse habe ein halbes Dutzend Schiffe auf die Weiterfahrt gewartet, was sonst nicht der Fall sei.

Verdi weist Kritik zurück

Verdi hat wegen der geplanten Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Gewerkschaft fürchtet durch die geplante Reform den Abbau von bis zu 3000 der insgesamt 12.000 Arbeitsplätze. Wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nicht aus Stein sei, "dann ist unser Signal in Berlin angekommen", sagte Penke. Die Gewerkschaft fordere Tarifgespräche. Ramsauers bisheriges Verhalten sei "so ignorant, dass einem der Mund offenstehen bleibt", sagte der Verdi-Sprecher. Kritik aus Politik und Wirtschaft, der Streik würde das Vertrauern der Reeder in die Zuverlässigkeit des Nord-Ostsee-Kanals erschüttern, wies Penke zurück. Schlimmer seien defekte Schleusentore, die wegen zu geringen Investitionen in die Ost-West-Verbindung den Betrieb häufig verzögern würden. Der Streik soll noch bis Freitag andauern. Schleswig-Holsteins Landesregierung hatte am Freitag ein schnelles Ende des Streiks an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals gefordert. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) appellierte an die Beteiligten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. "Wenn der Nord-Ostsee-Kanal nicht funktioniert, dann funktioniert das ganze Land nicht", mahnte Albig. Copyright Norddeutsche Rundschau SHZ danke

Streik an Schleusen: Kreuzfahrer meiden NOK

Die "AIDAcara" legt vom Kieler Ostseekai ab © NDR Fotograf: Florian Ertel Detailansicht des Bildes Die "AIDAcara" meidet den Nord-Ostsee-Kanal und weicht über Skagen aus. (Archivbild) Für viele Gäste auf Kreuzfahrtschiffen ist es das Highlight auf ihrer Reise - die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Doch aufgrund des andauernden Streiks an der Schleuse in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) meiden immer mehr Schiffe den NOK. Die Reederei "AIDAcruises" schickte ihr Kreuzfahrtschiff "AIDAcara" am Sonnabend von Kiel ins Skagerrak. Bereits Mitte der Woche hatte die "Azamara Quest" ihre geplante Route geändert und die künstliche Wasserstraße gemieden.

Streik und Reparaturen

Der Streik in Brunsbüttel soll heute zunächst enden. Montag und Dienstag soll soll der Verkehr normal laufen. Ab Mittwoch soll der Ausstand fortgeführt werden - abwechselnd an den Schleusen in Brunsbüttel und Kiel. Neben dem Arbeitskampf legen außerdem technische Probleme an einer der großen Schleusen in Kiel den Schiffsverkehr auf dem NOK nahezu lahm. Die Nordschleuse ist von Mittwoch an außer Betrieb. Die Reparaturarbeiten werden vorgezogen, weil für diese Zeit ohnehin der Streik geplant ist.

Stillstand auf dem NOK

Schleswig-Holstein Magazin - 09.08.2013 19:30 Uhr
Die Kritik am Streik der Schleusenwärter wächst. Seit Tagen herrscht für die Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal Stillstand. Für die Lotsen ein finanzielles Desaster.
http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/schleusenstreik125.html
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Ein Großteil des Schleusenpersonals am Nord-Ostsee-Kanals ist in den Streik getreten

Schleusen in Brunsbüttel

Streik am Nord-Ostsee-Kanal: Albig mahnt

09. August 2013 | 17:22 Uhr | Von Wolfgang Runge, dpa

An den Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal geht nichts mehr. Foto: dpa

An den Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal geht nichts mehr. Foto: dpa

Drei Tage wird an den Schleusen in Brunsbüttel gestreikt. Ministerpräsident Torsten Albig fordert ein schnelles Ende des Ausstands am Nord-Ostsee-Kanal.
Brunsbüttel. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat ein schnelles Ende des Streiks an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals gefordert. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) appellierte an die Beteiligten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. "Wenn der Nord-Ostsee-Kanal nicht funktioniert, dann funktioniert das ganze Land nicht", mahnte Albig am Freitag im Sender RSH. Das Tarifrecht sei ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Beide Seiten müssten jedoch darauf achten, nicht zu überziehen. "Alle die den Kanal nutzen, brauchen die Verlässlichkeit", sagte der Regierungschef. Die Gewerkschaft hat wegen der geplanten Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung seit Mittwoch zum Arbeitskampf aufgerufen. Verdi fürchtet durch die geplante Reform den Abbau von bis zu 3000 der insgesamt 12.000 Arbeitsplätze.

Lotsen kritisieren Gewerkschaft

Auch die Unternehmen forderten ein Ende des Arbeitskampfes. "Der Kanal ist eine bedeutende Lebensader für Schleswig-Holstein", sagte Heinrich Ritscher vom Unternehmensverband Unterelbe-Westküste. Er warnte, dass die Schiffe statt der Kanal-Passage künftig verstärkt die längere, aber zuverlässige Route um Jütland nehmen werden. "Mit diesem Streikaufruf löst sich Verdi aus der Solidarität mit der Westküste und dem Unterelberaum", sagte Ritscher. Ein Großteil des Schleusenpersonals am Nord-Ostsee-Kanals ist in den Streik getreten Auch die Kanal-Lotsen kritisieren das Vorgehen der Gewerkschaft: "Wir vermissen die überzeugenden Argumente, die diesen Arbeitskampf mit seinen drastischen Auswirkungen rechtfertigen", hieß es in einem offenen Brief der Lotsenbrüderschaft NOK I an die Gewerkschaft Verdi.

Schiffe fahren Umwege

Für Außenstehende sind die Auswirkungen des Streiks kaum sichtbar. Vor den Schleusen stauen sich keine wartenden Schiffe. Der Grund: "Wir haben deutlich weniger Verkehr als sonst", sagte WSA-Sprecher Thomas Fischer. Offensichtlich bevorzugen die meisten Reedereien derzeit die 250 Seemeilen (rund 400 Kilometer) längere Route um Dänemark. "Die wissen, wann die Festmacher in Brunsbüttel arbeiten", sagte Fischer. Zwei der insgesamt fünf Wachen seien bei Fremdfirmen beschäftigt und würden sich an dem Arbeitskampf nicht beteiligen. "Und danach richten sich die Kapitäne." Das klappt jedoch nicht immer, so dass ein Tanker am Donnerstagabend in Brunsbüttel sogar kehrtmachte: Als sich das Tor in einer Schleuse nicht mehr schloss, ließ der Kapitän das Schiff von einem Schlepper rückwärts aus der Schleusenkammer ziehen und fuhr zurück nach Kiel, um über den Umweg durch die Ostsee rund um Dänemark letztendlich Zeit zu sparen. Verdi-Sprecher Jochen Penke verteidigte den Ausstand. "Streik ist für uns immer das allerletzte Mittel, zu dem wir greifen, wenn im Verhandlungsvorwege ansonsten gar nichts mehr passiert", sagte er dem Sender NDR 1 Welle Nord. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) weigere sich seit Monaten mit Verdi zu verhandeln. "Insofern ist der Erzwingungsstreik jetzt leider die letzte Konsequenz." Ziel des Streiks ist ein Tarifvertrag zur rechtsverbindlichen Absicherung der Beschäftigten in der Wasser und Schifffahrtsverwaltung. Ramsauer lehnt einen Tarifvertrag ab. Er halte bislang gegebene Zusicherungen für ausreichend und habe allen Beschäftigten die geforderten Zusagen gemacht, sagte er.Copyright Norddeutsche Rundschau SHZ ZURÜCK ZU SUCH
Nachrichten Politik und Lotsen: Verdi gefährdet den Kanal BrunsbüttelAngesichts der Streikmaßnahmen der Gewerkschaft am Nord-Ostsee-Kanal warnt der Brunsbütteler Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky (FDP) vor einem massiven Imageschaden für die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. „Nur wenige Monate nach dem Ausfall der altersschwachen Schleusen kommen wieder keine großen Schiffe durch den Nord-Ostsee-Kanal. Diesmal liegt es nicht an der stark sanierungsbedürftigen Infrastruktur des NOK, sondern an den Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaft Verdi. Wofür im Frühjahr noch eine ganze Reihe von Bundesverkehrsministern und jahrzehntelange Vernachlässigung verantwortlich gemacht wurden, reichen jetzt eine Handvoll Funktionäre, die im Bundestagswahlkampf ihre Macht demonstrieren wollen.“ Diese Maßnahme werde das bereits angekratzte Image des Kanals weiter demolieren und verursache massive volkswirtschaftliche Schäden, warnt Kumbartzky. Bundesregierung und Gewerkschaft müssten ihre Auseinandersetzungen – den Hintergrund für den Arbeitskampf bildet die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung – vernünftig klären „und sollten im gemeinsamen Interesse jeden weiteren Schaden für den norddeutschen Wirtschaftsstandort vermeiden“. Auch der Brunsbütteler CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Christian Magnussen warnt: „Die Blockade des Nord-Ostsee-Kanals durch Verdi schadet dem Ansehen des ganzen Landes.“ Der über mehrere Tage gehende Streik sei „grob fahrlässig“. Lotsenältermann Michael Hartmann (NOK I) schreibt in einem offenen Brief an Verdi-Chef Frank Bsirske: „Wir vermissen die überzeugenden Argumente, die diesen Arbeitskampf mit seinen drastischen Auswirkungen rechtfertigen. “ Norddeutsche Rundschau Copyright
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Streik an Schleusen: Kreuzfahrer meiden NOK Copyright NDR

Die "AIDAcara" legt vom Kieler Ostseekai ab © NDR Fotograf: Florian Ertel Detailansicht des Bildes Die "AIDAcara" meidet den Nord-Ostsee-Kanal und weicht über Skagen aus. (Archivbild) Für viele Gäste auf Kreuzfahrtschiffen ist es das Highlight auf ihrer Reise - die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Doch aufgrund des andauernden Streiks an der Schleuse in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) meiden immer mehr Schiffe den NOK. Die Reederei "AIDAcruises" schickte ihr Kreuzfahrtschiff "AIDAcara" am Sonnabend von Kiel ins Skagerrak. Bereits Mitte der Woche hatte die "Azamara Quest" ihre geplante Route geändert und die künstliche Wasserstraße gemieden.

Streik und Reparaturen

Der Streik soll zunächst fortgeführt werden - abwechselnd an den Schleusen in Brunsbüttel und Kiel. Ausnahme sind Montag und Dienstag - an diesen Tagen soll der Verkehr normal laufen. Neben dem Arbeitskampf legen außerdem technische Probleme an einer der großen Schleusen in Kiel den Schiffsverkehr auf dem NOK nahezu lahm. Die Nordschleuse ist von Mittwoch an außer Betrieb. Die Reparaturarbeiten werden vorgezogen, weil für diese Zeit ohnehin der Streik geplant ist.

Stillstand auf dem NOK

Schleswig-Holstein Magazin - 09.08.2013 19:30 Uhr
Die Kritik am Streik der Schleusenwärter wächst. Seit Tagen herrscht für die Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal Stillstand. Für die Lotsen ein finanzielles Desaster.

Ver.di sieht Ramsauer in der Pflicht

Ver.di sieht durch die Reformpläne des Bundesverkehrsministeriums für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) die Jobs von 3.000 Mitarbeitern gefährdet. Deren Zukunft müsse vertraglich geregelt werden. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft Tarifgespräche für die Mitarbeiter der WSV erzwingen. Die Gewerkschaft äußerte Verständnis für die zum Teil harsche Kritik aus der Wirtschaft. "Wir wissen, dass Reeder, Lotsen und Kanalsteuerer unter dem Streik leiden", sagte Streikleiter Jochen Penke NDR 1 Welle Nord. Aus Sicht der Gewerkschaft gebe es allerdings keine Alternative zum Ausstand, weil Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bislang Tarifverhandlungen für die WSV-Beschäftigten verweigere. "Streik ist für uns immer das allerletzte Mittel, zu dem wir greifen, wenn im Verhandlungsvorwege ansonsten gar nichts mehr passiert", so Penke. "Und der Minister hat sich seit Monaten verweigert, mit uns Gespräche zu führen, und insofern ist der Erzwingungsstreik jetzt leider die letzte Konsequenz."

Ramsauer: "Überzogen und unverantwortbar"

Der Bundesverkehrsminister weist die Gewerkschaftsforderung zurück. Alles, was ver.di im Rahmen der Reform der Schifffahrtsverwaltung zur Absicherung der Beschäftigten eingefordert habe, habe er zugesagt. Es gebe keinen Grund für einen Streik, so Ramsauer. Er sei überzogen und unverantwortbar. Unterstützung bekam er vom Unternehmensverband Unterelbe-Westküste. Ver.di treibe die Mitglieder über eine undefinierte Arbeitsplatzangst in einen sinnlosen Streik, hieß es. Auch die Kanal-Lotsen kritisieren das Vorgehen der Gewerkschaft. "Wir vermissen die überzeugenden Argumente, die diesen Arbeitskampf mit seinen drastischen Auswirkungen rechtfertigen", heißt es in einem offenen Brief. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) mahnte zu Besonnenheit: Der Ausstand sei keine gute Werbung für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Meyer rief Gewerkschaft und Bundesministerium zur Einigung auf.

Streiks bis kommende Woche

Ein Gesprächsangebot des Bundesverkehrsministers würde reichen, um die Streiks zu beenden, sagte Penke. "Wenn Herr Ramsauer es ernst meint mit seinen Zusagen, dann setzt er sich einfach mit uns an einen Tisch." Bis dahin sollen die Streiks weitergehen. Während der Ausstand in Brunsbüttel am Sonntag beendet sein soll, gehen die Streiks an anderer Stelle bis zum 17. August weiter. Bis dahin dürfte auch die NOK-Schleuse in Kiel-Holtenau zumindest zeitweise vom Streik betroffen sein: Die WSV-Beschäftigten wollen den Schwerpunkt des Ausstandes in der kommenden Woche in den Ostsee-Bereich verlagern.
Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.08.2013 | 08:00 Uhr

http://www.verkehrsrundschau.de/ver-di-macht-am-nord-ostsee-kanal-ernst-1283800.html
Copyright Verkehrsrundschau

9.08.2013 | Transport + Logistik

Ver.di macht am Nord-Ostsee-Kanal Ernst

MathiasSteinReinbeck34Copyright Tony Zech             Brunsbüttel. Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Streikdrohung für den Nord-Ostseekanal wahr gemacht und bestreikt seit Mittwoch, den 7. August die Schleusen im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel. Rund 120 der 150 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft am Streik. Der Schiffsverkehr im Kanal kam weitgehend zum Erliegen. Der Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums, Thomas Hailer, warnt vor den Streikfolgen. „Mit der Abriegelung des Nord-Ostsee-Kanals geht der Streik endgültig in den roten Bereich. Der Streik geht zu Lasten der Seehäfen, der Binnenhäfen, der Schifffahrt und Logistikunternehmen. Ich hoffe, dass dieses Vorgehen gestoppt wird, bevor ein dauerhafter Schaden für den Standort entsteht." , sagte Hailer. Die Streiks in Brunsbüttel sollen noch bis zum Sonntag fortgesetzt werden. (hel)
http://epaper.shz.de/shz/2013/08/09/nr/1/art-0012.html Artikel unten
Copyright Dieter Kobrock danke http://www.film-welt-dk.de/
Dieter Kobrock...und auch heute, nichts geht! http://www.youtube.com/watch?v=rz1FU1hs9xw&feature
www.youtube.com
...ein leerer NOK, das habe ich in meinen 38 Dienstjahren jetzt zweimal erlebt. ...Mehr anzeigen
Streik am Nord-Ostsee-Kanal: Gewerkschaft in der Kritik
Brunsbüttel

Schleusentor in Brunsbüttel blockiert

Schiffe hängen im Kanal fest

Freitag, 09. August 2013Obwohl die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung versucht hat, mit externen Festmachern und einem nicht gewerkschaftlich organisierten Schleusenwärter in Brunsbüttel einen Notbetrieb während des Ausstands der Beschäftigten aufrechtzuerhalten, "streikt" nun auch die Technik. Die Freude über die Nachtschicht an der Schleuse Brunsbüttel währte nur kurz. Bereits eine Stunde, nachdem in Brunsbüttel die Schicht mit nicht am Streik beteiligten Festmachern begann, trat an dem kanalseitigen Schleusentor an der großen Nordschleuse ein Schaden auf. Das über 1300 Tonnen schwere Schiebetor lässt sich nicht mehr schließen. Die zuvor eingelaufenen Frachtschiffe "Medon" und "Pirita" können nicht mehr auslaufen. pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht Copyright http://www.mopo.de/umland/nord-ostsee-kanal-schleusen-streik--binnenschiffer-fuerchten-um-existenz,5066728,23952318.html Der Nord-Ostsee-Kanal war auch gestern wegen eines Streiks an der Schleuse in Brunsbüttel für große Schiffe blockiert. Bis zu 150 Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Brunsbüttel haben sich an dem Ausstand beteiligt. Der Streik in Brunsbüttel soll noch bis Sonntag dauern. Hintergrund des Ausstandes ist die geplante Umstrukturierung der WSV. Der Reform sollen nach Verdi-Angaben bundesweit 3000 der insgesamt 12 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Mit dem Arbeitskampf will Verdi einen Tarifvertrag zur rechtsverbindlichen Absicherung der Beschäftigten erreichen. Als vollkommen überzogen und unverantwortbar kritisierte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Streik am Kanal und lehnt einen Tarifvertrag ab. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) indes beklagte gestern die Überbelastung der Beamten wegen der Überwachung der Sperrung der Rader Hochbrücke für Lkw. Notfalls müsse auch über eine Vollsperrung nachgedacht werden, so die GdP. sh:z
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http://www.ndr.de/regional/schiffshebewerk345.html

  Copyrigth NDR

Keine Bewegung im Schleusenstreit

Die bestreikte Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Brunsbüttel © dpa - Bildfunk Fotograf: Daniel Friederichs Detailansicht des Bildes Der Nord-Ostsee-Kanal ist wegen des Streiks der Schleusen-Arbeiter dicht. Der Nord-Ostsee-Kanal war auch am Donnerstag wegen eines Streiks an der Schleuse in Brunsbüttel für große Schiffe blockiert. Rund 120 bis 150 Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Brunsbüttel haben sich an dem Ausstand beteiligt, wie der zuständige Fachbereichsleiter bei Verdi Nord, Jochen Penke, sagte. "Es ist sehr ruhig auf dem Kanal." Der Streik in Brunsbüttel soll noch bis Sonntag dauern. Im Binnenhafen von Brunsbüttel lagen am Donnerstagmittag drei Schiffe, die auf eine Weiterfahrt in der Nacht hofften, wie ein WSV-Sprecher in Kiel sagte. Von der Nordsee kommend hatten sich ebenfalls drei Schiffe angemeldet, die den nächsten Schleusengang mitmachen wollten: In der Nacht sollte trotz des Streiks geschleust werden, weil ein Teil der Festmacher Mitarbeiter von Fremdfirmen seien, sagte der WSV-Sprecher. Ihre Schicht dauerte von Donnerstagabend 22 Uhr bis 6 Uhr am kommenden Morgen.

Sportboote konnten geschleust werden

Auch in der Nacht zum Donnerstag waren diese Mitarbeiter im Einsatz, zwei wartende Schiffe konnten wegen eines Defekts in der Steuerung der Anlage aber zunächst nicht geschleust werden. Sie traten erst am Morgen ihre Weiterfahrt an. Sportboote, aber auch kleinere Binnenschiffe, die keine Festmacher benötigen, können geschleust werden. Auch im Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning beteiligten sich den Angaben zufolge etwa 50 bis 60 WSV-Mitarbeiter am Arbeitskampf. Hier soll noch bis einschließlich Freitag gestreikt werden. In der kommenden Woche wollen die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung dann an der Ostsee ihre Arbeit niederlegen. Der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung werden nach ver.di-Angaben bundesweit rund 3.000 der insgesamt 12.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zur rechtsverbindlichen Absicherung der Beschäftigten erreichen.

Ramsauer findet Streik unverantwortbar

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bezeichnete den Streik am Kanal in einem Gespräch mit NDR 1 Welle Nord als vollkommen überzogen und unverantwortbar. Ramsauer lehnt einen Tarifvertrag ab. Er halte bislang gegebene Zusicherungen für ausreichend und habe allen Beschäftigten die geforderten Zusagen gemacht.

Im Nordosten droht nächste Woche Stillstand

Kadetrinne Ostsee © dpa Fotograf: Bernd Wüstneck Detailansicht des Bildes Auch in der Kadetrinne in der Ostsee soll bald nichts mehr gehen. In Mecklenburg-Vorpommern drohen der Schifffahrt auf der Ostsee sowie Sportbooten und Fahrgastschiffen an der Mecklenburgischen Seenplatte ab dem 14. August Behinderungen. Ver.di will dann die Schleusen an der Seenplatte und der Kadetrinne in der Ostsee schließen. Dafür muss die Gewerkschaft scharfe Kritik einstecken. "Hier werden Touristen in Geiselhaft genommen für eine Auseinandersetzung, die Verwaltungsmitarbeiter in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrifft", sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte Wolf-Dieter Ringguth (CDU).
Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.08.2013 | 08:00 Uhr

 

Nord-Ostsee-Kanal wegen Streiks in Brunsbüttel dicht

Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals werden wieder bestreikt. Foto: C. Rehder/Archiv
Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals werden wieder bestreikt. Foto: C. Rehder/Archiv
Brunsbüttel. Wegen eines Streiks der Schleusen-Mitarbeiter ist der Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel seit Mittwochmorgen dicht. Entsprechende Angaben der Gewerkschaft Verdi bestätigte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Kiel. Die Beschäftigten an der Schleuse Brunsbüttel traten um 6.00 Uhr in den Streik, der fünf Tage dauern soll. «Die Schleusen sind komplett zu», sagte der zuständige Fachbereichsleiter von Verdi Nord, Jochen Penke, der Deutschen Presse-Agentur. Bis zu neun Schiffe befinden sich von der Ostsee kommend im Kanal. «Sie müssen entweder an geeigneten Stellen festmachen oder können auch bis zu einer bestimmten Größe umdrehen», sagte WSV-Pressesprecher Helmut Külsen. Am Vormittag versammelten sich laut Verdi etwa 100 Beschäftigte auf einem Platz vor den Schleusen zu einer Kundgebung. Hintergrund des Streiks ist die geplante Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland. Der Reform werden nach Verdi-Angaben bundesweit rund 3000 der insgesamt 12 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zur rechtsverbindlichen Absicherung der Beschäftigten in der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung erreichen. http://www.ksta.de/newsticker/nord-ostsee-kanal-wegen-streiks-in-brunsbuettel-dicht,15189532,23934340.html Copyright Ksta.de Ob die die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einen Notbetrieb für die Schleusen in Brunsbüttel organisieren kann, ist noch unklar. Dies müsse von Schicht zu Schicht entschieden werden, sagte Külsen. Ein Teil der Festmacher seien Mitarbeiter von Fremdfirmen. Bestreikt würden aber auch die Schleusenmaschinen, die nur vom Personal der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bedient werden. Verdi geht davon aus, dass zumindest am Mittwoch sich ein Notbetrieb nicht mehr realisieren lassen werde. (dpa/lno)
Copyright SHZ
Schleusen geschlossen: Auf dem Nord-Ostsee-Kanal geht fast nichts mehr. Seit gestern streiken die Schleusenmitarbeiter in Brunsbüttel. Folge: Die knapp 100 Kilometer lange künstliche Wasserstraße ist für Schiffe blockiert. Solange die großen Schleusen bestreikt werden, können große Schiffe den Kanal nicht passieren, nur Sportboote und kleinere Binnenschiffe kommen durch. Betroffen vom Streik waren auch die von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) betriebenen Fähren über den Kanal bei Fischerhütte, Oldenbüttel und Hohenhörn. Hintergrund des Ausstandes ist die geplante Umstrukturierung der WSV in Deutschland, bei der nach Verdi-Angaben bundesweit rund 3000 der 12 000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Mit den Streiks will die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zur rechtsverbindlichen Absicherung der Beschäftigten erreichen. Massive Kritik am Streik übte die Initiative Kiel-Canal: „Damit unterminiert die Gewerkschaft den Ruf des Nord-Ostsee-Kanals als zuverlässigen Wasserweg.“
sh:z
Foto: Die große Schleuse ist in der Nacht zum Donnerstag ausgefallen.

Schleuse in Brunsbüttel ausgefallen

Von Frank Behling | Copyright danke Frank
Die Freude über die Nachtschicht an der Schleuse Brunsbüttel währte nur kurz. Bereits eine Stunde nachdem in Brunsbüttel die Schicht mit nicht am Streik beteiligten Festmachern begann, trat in der Nacht zum Donnerstag an dem kanalseitigen Schleusentor an der großen Nordschleuse ein Schaden auf. Das über 1300 Tonnen schwere Schiebetor ließ sich nicht mehr schließen.
Foto: Die große Schleuse ist in der Nacht zum Donnerstag ausgefallen.
Die große Schleuse ist in der Nacht zum Donnerstag ausgefallen.
© FB
Brunsbüttel. Die zuvor eingelaufenen Frachtschiffe „Medon“ und „Pirita“ saßen fest, sind mittlerweile aber mit sechsstündiger Verspätung aus der Schleuse entlassen worden. Die Reparatur des Antriebs von Tor 3 war lange Zeit nicht möglich, weil sich die dafür benötigten Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel im Ausstand befinden. Bis zum Morgen konnten deshalb nur Schiffe durch die beiden kleinen Schleusen in den Kanal einlaufen. Diese Schleusenkammern erlauben nur Schiffen die Einfahrt, die 125 Meter lang sind. Geschleust wird aktuell dennoch nicht, weil der Streik fortgesetzt wird. Im Kanal gefangen sind noch der große Containerfrachter „Hooge“ und der türkische Tanker „Besiktas Halland“. Beide Schiffe hatten im Vertrauen auf die Nachtschicht, die Reise von Kiel nach Brunsbüttel angetreten. Sie liegen jetzt in Brunsbüttel im Binnenhafen vor den Schleusen. In Brunsbüttel arbeiten die Schleusendecksleute (Festmacher) in fünf Schichten. Drei dieser fünf Schichten werden durch Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung besetzt. Sie streiken seit Mittwochmorgen. Zwei Schichten stellte die Firma Kiel Port Services mit eigenen Mitarbeitern. Diese Mitarbeiter streiken nicht. Die nächste Schicht mit Mitarbeitern des Dienstleisters beginnt am Donnerstag um 22 Uhr und endet am Freitag um 6 Uhr. Die beiden Tagesschichten am Donnerstag sollten durch Festmacher des Wasser- und Schifffahrtsamtes besetzt werden. Diese sind aber bis Sonntag im Ausstand.