Streik auf den Wasserstraßen Gespräche mit der Bundesregierung

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 NOK News: Streiksituation am Nord-Ostsee-KanalZu Beginn der Spätschicht (14:00 – 22:00):- in Kiel- Holtenau wird die „Kleine Nordschleuse“ bestreikt. Beide „Großen Schleusen“ stehen der Schifffahrt zur Verfügung. - in Brunsbüttel stehen keine Schleusen zur Verfügung (außer für Binnenschiffe und Sportboote die in der alten Schleuse selbständig festmachen können) Ein weiterer Newsletter wird über die Schleusenverfügbarkeit der Folgeschicht informieren.

Rund 10.000 Beschäftigte protestierten in Schleswig-Holstein, am Hamburger Flughafen fielen 30 Flüge aus. Der Streik auf dem Nord-Ostsee-Kanal dauert noch bis in die Nacht.

Kiel | Geschlossene Kindertagesstätten, verzögerte Müllabfuhr, ausgefallene Flüge: Mit landesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein und in Hamburg haben die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber am Donnerstag erhöht. An dem Protest beteiligten sich „weit mehr als 10.000 Beschäftigte“, sagte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky in Kiel. Die Polizei sprach am Nachmittag von 7000 Teilnehmern. Den Auftakt machten mit der Frühschicht Mitarbeiter der Stadtwerke Kiel. Viele Kitas waren geschlossen, auch die Müllabfuhr, Krankenhäuser und allgemeine Verwaltungen waren vom Streik betroffen. Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die Angestellten 3,5 Prozent mehr Lohn und 100 Euro zusätzlich. Bisher haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.
  In den Warnstreik einbezogen wurden nach Verdi-Angaben auch Mitarbeiter des Zolls, der öffentlichen Bücherhallen sowie der Hafenbehörde HPA. „Wir haben aber keine direkten Auswirkungen gespürt“, erklärte HPA-Sprecher Martin Boneß. Betroffen von dem Protest war auch der Nord-Ostsee-Kanal. Ab 14 Uhr war in Brunsbüttel die große Schleuse dicht. Schiffe mit einer Länge von mehr als 125 Metern konnten deshalb nicht in den Kanal einfahren oder ihn verlassen, wie die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Claudia Thoma, sagte. Und auch Schiffe bis 125 Meter konnten wegen des Festmacherstreiks nur dann fahren, wenn sie in der Schleuse selbstständig festmachen konnten. Bereits seit dem Morgen war in Kiel-Holtenau die kleine Nordschleuse nicht passierbar. Die großen Schleusen waren am Nachmittag weiter offen. Die weitere Entwicklung für die Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau nach dem Schichtwechsel um 22 Uhr sei noch unklar, sagte Thoma. Zudem fahren drei von 14 Fähren nicht über den Kanal - bei Ostermoor, Hochdonn und Fischerhütte. Die Kommunen wüssten, dass ihre Beschäftigten Anspruch auf eine angemessene Lohnerhöhung hätten. „Dies darf aber die Finanzkraft der Städte und Gemeinden nicht überfordern, sonst besteht die Gefahr, dass wir Arbeitsplätze abbauen oder in die Privatwirtschaft verlagern müssen“.
von dpa

Arbeitskampf - Schleswig-Holstein: Ein Land im Streik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neuer Höhepunkt im Streik des öffentlichen Dienstes: Überall im Norden sind Mitarbeiter heute zum Arbeitskampf aufgerufen. Das Zentrum der Proteste soll Kiel sein.

Kiel/Hamburg | Gestrichene Flüge, geschlossene Kitas, verspätete Müllabfuhr – damit müssen die Menschen heute in Hamburg und Schleswig-Holstein rechnen. Der Tarifstreit des öffentlichen Dienstes steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Vor der dritten Verhandlungsrunde, die am 31. März und 1. April in Potsdam stattfindet, will die Gewerkschaft Verdi noch einmal kräftig den Druck erhöhen. „Den ganzen Tag bis in die Nacht“ gingen die Streiks in Schleswig-Holstein, sagte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky am Mittwoch. Das Zentrum der Proteste soll Kiel sein. Tausende Demonstranten werden in der Landeshauptstadt zu Gewerkschaftskundgebungen erwartet. In welchen Betrieben im Land Beschäftigte ihre Arbeit morgen genau ruhen lassen werden, um mit Bussen nach Kiel zu reisen, ist unklar. „Wir haben alle Beschäftigten aufgerufen, sich zu beteiligen“, so Schischefsky. Zugleich betonte er mit Blick auf die Arbeitsniederlegung zum Beispiel in Kindergärten, dass die Eltern informiert worden seien. „Man steht nicht vor der verschlossenen Kita und kommt nicht rein.“
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Als Bundesverwaltung sind auch die Wasser- und Schifffahrtsämter betroffen – und damit auch der Nord-Ostsee-Kanal. Seitens der Wirtschaft im Land erntete dies gestern Unverständnis. „Als völlig falsches Signal“, bezeichnet UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich den Streikaufruf. „Wir bemühen uns seit Monaten nach besten Kräften der internationalen Schifffahrt aufzuzeigen, dass der Nord-Ostsee-Kanal kein verkehrspolitisches Nadelöhr ist, sondern Zukunft hat.“ Der Streik trage nun jedoch zur weiteren Verunsicherung der Schifffahrt bei. Verdi habe damit den Bogen deutlich überspannt.   Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die bundesweit 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben dem Sockelbetrag von 100 Euro noch 3,5 Prozent Lohnerhöhung.
http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/3-verdi-streik-im-norden-trifft-flughafen-kitas-und-nord-ostsee-kanal_id_3721224.html
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Die Arbeitsniederlegungen treffen auch die Wasser- und Schifffahrtsämter in Schleswig-Holstein. Die Auswirkungen auf den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal dürften aber gering bleiben, hieß es bei Verdi und den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau.„In manchen Bereichen wird der Warnstreik bis in die Nacht hinein andauern“, sagte Verdi-Sprecher Schischefsky.„Die Arbeitgeber haben ihre Chance verpasst, zügig zu einem schnellen Tarifabschluss zu kommen und damit die ihnen anvertrauten Bürgerinnen und Bürger vor etwaigen Streikfolgen zu schützen“, sagte Verdi Nord-Landeschefin Karin Hesse. „Jetzt müssen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ein deutliches Signal setzen und mit Impulsen von unten Bewegung in die Verhandlungen bringen.“
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Aus-dem-Land/Landesweite-Warnstreiks-treffen-auch-Nord-Ostsee-Kanal
 http://www.focus.de/regional/muenchen/tarife-warnstreiks-der-staatsdiener-werden-ausgeweitet_id_3713229.html

Warnstreiks treffen auch Kanal

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Verdi macht Druck: Landesweit sind für Donnerstag in Schleswig-Holstein ganztägige Warnstreiks angekündigt, um die stockenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst voranzubringen. In Kiel ist eine große Kundgebung vorgesehen.
© pg
Kiel. Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi für Donnerstag in Schleswig-Holstein zu landesweiten Streiks aufgerufen. Von den ganztägigen Arbeitsniederlegungen sind auch die Wasser- und Schifffahrtsämter im Norden betroffen. „Ob dies zu Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal führt, ist noch nicht absehbar“, sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstag. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Die Warnstreiks treffen Kindertagesstätten, kommunale Krankenhäuser, Stadtwerke, die Müllabfuhr und die Verwaltung. „Mehrere Tausend Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes der Kommunen und des Bundes werden für einen Tag die Arbeit niederlegen“, kündigte die Gewerkschaft an. In Kiel werden zwei Demonstrationszüge am Vormittag den Straßenverkehr behindern. Nach einem Streikfrühstück am Gewerkschaftshaus in der Legienstraße startet um 12 Uhr der Demozug zum Bahnhofsplatz, dort findet gegen 13 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem die zweite Verhandlungsrunde ergebnislos geblieben war. Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben dem Sockelbetrag von 100 Euro einen Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent. „Die Arbeitgeber haben ihre Chance verpasst, zügig zu einem schnellen Tarifabschluss zu kommen und damit die ihnen anvertrauten Bürgerinnen und Bürger vor etwaigen Streikfolgen zu schützen“, sagte Verdi Nord-Landeschefin Karin Hesse. „Jetzt müssen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ein deutliches Signal setzen und mit Impulsen von unten Bewegung in die Verhandlungen bringen.“  

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Verdi macht Druck: Morgen Warnstreiks in ganz Schleswig-Holstein
Kiel
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi für morgen in Schleswig-Holstein zu landesweiten Streiks aufgerufen. „Mehrere Tausend Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes der Kommunen und des Bundes werden für einen Tag die Arbeit niederlegen“, kündigt Verdi Nord-Sprecher Frank Schischefsky in Kiel an. In der Landeshauptstadt werden demnach zwei Demonstrationszüge am Vormittag den Straßenverkehr behindern. Nach einem Streikfrühstück am Gewerkschaftshaus in der Kieler Legienstraße startet um 12 Uhr der Demozug zum Bahnhofsplatz – um 13 Uhr beginnt hier die Abschlusskundgebung. Wie viele Beschäftigte im Norden vom Tarifstreit betroffen sind, konnte Schischefsky nicht genau beziffern. Von den ganztägigen Arbeitsniederlegungen sind auch die Wasser- und Schifffahrtsämter im Norden betroffen. Ob dies zu Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal führt, sei noch nicht absehbar, so der Sprecher weiter. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Die Warnstreiks treffen Kindertagesstätten, kommunale Krankenhäuser, Stadtwerke, die Müllabfuhr und die Verwaltung. Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem die zweite Verhandlungsrunde ergebnislos geblieben war. Die Dienstleistungsgewerkschaft und der dbb-Beamtenbund fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben dem Sockelbetrag von 100 Euro einen Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent. Im Vergleich zu anderen Branchen „hinkt der öffentliche Dienst hinterher“, sagt Verdi-Sprecher Schischefsky. „Die öffenlich Beschäftigten dürfen nicht das Sparschwein der Nation sein.“ „Die Arbeitgeber haben ihre Chance verpasst, zügig zu einem schnellen Tarifabschluss zu kommen und damit die ihnen anvertrauten Bürgerinnen und Bürger vor etwaigen Streikfolgen zu schützen“, sagt Verdi Nord-Landeschefin Karin Hesse. „Jetzt müssen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ein deutliches Signal setzen und mit Impulsen von unten Bewegung in die Verhandlungen bringen.“ Von Freitag an kehrt nochmal bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Montag und Dienstag in Potsdam Ruhe ein. Die Entgelte des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen wurden zum 28. Februar 2014 gekündigt. Damit endete am 1. März auch die Friedenspflicht für Verdi Nord. lno/blu
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verdi streik
verdi
Den Bayern stehen an diesem Mittwoch massive Warnstreiks im öffentlichen Dienst bevor. Kindergärten, Altersheime Krankenhäuser - mit Ausnahme von Landesbehörden und Nahverkehr werden alle öffentlichen Einrichtungen bestreikt. Was Sie wissen müssen.
Mit Ausnahme des Nahverkehrs und der Landesbehörden werden am Mittwoch fast alle Bereiche im öffentlichen Dienst bestreikt - „Müllabfuhren, Stadtwerke, Stadtreinigung, Verwaltung, Gärtnereien, Bauhöfe, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Einrichtungen der Kinderbetreuung genauso wie Behinderteneinrichtungen und Einrichtungen der Altenpflege sowie Krankenhäuser“, kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Mehr als 10.000 Bedienstete seien aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. In München und Nürnberg seien Kundgebungen geplant. Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Norbert Flach sagte am Montag: „Wir werden mit Aktionen in allen größeren Städten Bayerns den Arbeitgebern deutlich machen, dass wir anständige Entgelterhöhungen erwarten und mit den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde zu einem Ergebnis kommen wollen.“ Die dritte Tarifrunde für die 2,1 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen soll am nächsten Montag beginnen. Die Gewerkschaften fordern monatlich 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot unterbreitet. http://www.kn-online.de/In-Ausland/Politik/Warnstreiks-im-oeffentlichen-Dienst-gehen-weiter2 Copyright KN Online Frank Behling danke
Tarife

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Berlin(dpa) - Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst verschärft sich. Nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde wollen die Gewerkschaften in dieser Woche erheblichen Druck ausüben.
Ein Streikplakat hängt an einem Nebeneingang des Potsdamer Rathauses.
© Ralf Hirschberger
Am Montag legten mehr als 5000 Beschäftigte in Brandenburg, Berlin und Baden-Württemberg ihre Arbeit nieder. An diesem Dienstag soll in Hessen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gestreikt werden. In Hannover ist eine Großkundgebung angekündigt. Am Mittwoch und Donnerstag will die Gewerkschaft unter anderem den öffentlichen Personennahverkehr in fast ganz Nordrhein-Westfalen lahmlegen. Am Donnerstag ist auch der Frankfurter Flughafen von den Streiks betroffen. Dort sind dann rund 6000 Beschäftigte der einstmals öffentlichen Fraport AG zu Arbeitsniederlegungen mit noch unbekannter Dauer aufgerufen. "Die Warnstreiks sollen die Tarifverhandlungen beschleunigen. Wir wollen in der nächsten Verhandlungsrunde einen guten Abschluss erreichen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. "Die Beschäftigten werden in dieser Woche zeigen, dass sie die Verhandlungen nicht nur passiv beobachten, sondern sich aktiv einbringen." Im Tarifstreit geht es um die 2,1 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Die Gewerkschaften fordern, die Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent zu erhöhen. Die ersten beiden Verhandlungsrunden waren trotz einer Annäherung ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Runde soll am 31. März beginnen. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot unterbreitet. Die Gewerkschaften machen seit eineinhalb Wochen mit Warnstreiks in verschiedenen Teilen Deutschlands Druck. In Brandenburg waren am Montag nach Angaben von Verdi vor allem Kommunal- und Landesverwaltungen sowie Kindertagesstätten betroffen. In Heilbronn legten Beschäftigte der Verkehrsbetriebe und des Energieversorgers, sowie von Kliniken und Sparkassen ihre Arbeit nieder. In Berlin folgten rund tausend Demonstranten einem Aufruf des Beamtenbundes und zogen vor das Bundesfinanzministerium. dbb-Verhandlungsführer Willi Russ beklagte dort das zunehmende Einkommensgefälle zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft. Ein weiterer wichtiger Faktor für die abnehmende Konkurrenzfähigkeit des Staates auf dem Arbeitsmarkt sei zudem die um sich greifende Perspektivlosigkeit. "Es werden sich in Zukunft immer weniger junge Frauen und Männer für den öffentlichen Dienst bewerben, wenn dort nicht einmal die Übernahme sicher ist", betonte Russ. dpa
    warnstreikaufruf 27.03.14 wsa brunsbüttel Am Montag legten 5000 Beschäftigte in Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin ihre Arbeit nieder. An diesem Dienstag soll in Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen und am Frankfurter Flughafen gestreikt werden.

Infrastruktur

Verkehrsminister bei Binnenschiffern

Samstag, 22. März 2014
"Der immer deutlicher zutage tretende Mangel an Fachkräften in der Bundeswasserstraßenverwaltung darf nicht länger dazu führen, dass Infrastrukturvorhaben nicht ausgeführt werden und die dafür eigentlich vorgesehenen Gelder wieder an den allgemeinen Bundeshaushalt zurückfließen." Das stellte Bundesverkehrsminister Alexander Do­brindt (CSU) am Donnerstag in Berlin auf einer Fachveranstaltung fest. Rund 170 Vertreter aus der Verkehrswirtschaft, der Verwaltung und der Politik waren der Einladung des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) und des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) in die Botschaft der Niederlande gefolgt. eha THB: Täglicher Hafenbericht
 

Dobrindt bekennt sich zum Binnenschiff

(Bild: dpa) Copyright DVZ Binnenschifffahrt

21. März 2014
B
undesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt auf dem Parlamentarischen Abend des Binnenschifffahrtsverbandes BDB und des Binnenhafenverbandes BÖB klar zum Verkehrsträger Binnenschiff bekannt. "Bei mir im Haus gibt es einen festen Platz für Sie", rief er den Teilnehmern zu. Das Binnenschiff sei nicht nur ein ausbaufähiges, sondern auch ein "ausbaunötiges" Glied in der Transportkette. Belastbare Zusagen an die Branche vermied er allerdings weitgehend. Zu den 2013 nicht abgeflossenen Investitionsmitteln sagte er, dies dürfe sich nicht wiederholen. Er hoffe, den Mangel an Planungspersonal in der Fläche unter anderem durch eine Weiterentwicklung der WSV-Reform verringern zu können: In teilweiser Abkehr von der bisherigen Linie will er die Kompetenzen in der Fläche stärken, ohne konkret zu werden. So deutete er an, dass es bei der Reform der WSV-Reform noch Spielraum für Veränderungen und Anpassungen gibt, um Planungsengpässe bei der Wasserstraßeninfrastruktur zu beseitigen. Schließlich müsse man Kompetenzen in der Region erhalten, um Ansprechpartner vor Ort für die wichtigsten Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen der Wasserstraßeninfrastruktur zu haben. Damit könnten auch Personalauftstockungen bei den Planungsabteilungen der WSV möglich werden. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium wurde sogar noch konkreter. Er sprach von einer erklecklichen Zahl von Ingenieursstellen und nannte auf Nachfrage eine Zahl im dreistelligen Bereich. Fest sicherte Dobrindt lediglich zu, dass sein Haus den Umbau der Ausbildungseinrichtung des BDB, das Schulschiff Rhein, mit weiteren Mitteln unterstützen wird. Die Rede ist von 400.000 EUR, die zusätzlich zu den bereits 800.000 EUR fließen sollen. (roe/jpn)
http://www.flensburg-online.de/blog/2014-03/umfrage-mehrheit-haelt-lohnforderungen-im-oeffentlichen-dienst-fuer-angemessen.html
 
 http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/1500-menschen-streiken-in-kiel-und-schleswig-id6058111.html
Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben dem Sockelbetrag von 100 Euro einen Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent.Sollte auch die zweite Verhandlungsrunde keine Fortschritte bringen, will Verdi für den 27. März erstmals zu flächendeckenden Warnstreiks in Schleswig-Holstein aufrufen. In Kiel soll es dann eine zentrale Kundgebung geben.
  http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/Massive-Warnstreiks-vor-der-naechsten-Verhandlungsrunde-zu-den-Tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-Dienst
Schleswig-Holstein

Öffentlicher Dienst streikt in Kiel

Von Paul Wagner |
Wegen eines Warnstreiks sind am Donnerstag 17 Kindergärten in Kiel geschlossen. Am Vormittag zogen etwa 500 Angestellte des Öffentlichen Dienstes in einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Insgesamt sprach die Gewerkschaft Verdi von rund 1000 Teilnehmern, die zu einer Kundgebung am Gewerkschaftshaus gekommen waren.
Foto: Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst bleiben am Donnerstag in Kiel viele städtische Kindertagesstätten geschlossen.
Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst bleiben am Donnerstag in Kiel viele städtische Kindertagesstätten geschlossen.
© dpa
Berlin/Kiel. Dort kritisierte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Matthias Heidn, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Der Verhandlungsführer des Bundes bezeichnete die Gewerkschaftsforderungen als maßlos überzogen „und macht sich gleichzeitig als wichtiger Politiker der großen Koalition für die Erhöhung der Abgeordnetendiäten bis zum Jahreswechsel um 830 Euro auf dann 9082 Euro im Monat stark“, sagte Heidn. In Kiel sind neben den Mitarbeitern der Kindertagesstätten auch Beschäftigte der städtischen Müllabfuhr, der Stadtverwaltung, des Grünflächenamtes sowie vom Marinearsenal und der Schleuse Kiel-Holtenau in den Warnstreik getreten. Copyright KN danke Frank Behling Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sollen am Donnerstag in Potsdam fortgesetzt werden. Verdi und der Beamtenbund fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben einem monatlichen Sockelbetrag von 100 Euro einen Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. Sollte es in den Tarifverhandlungen keine Annäherung geben, könnte in Kiel bereits am kommenden Donnerstag wieder gestreikt werden.

Kanal-Ausbau: "Warme Worte, verständnisvolle Blicke und beinahe pastorale Worte reichen nicht aus"

Kiel (SHL/20.03.) Der Landtag mahnt einen konkreten Zeitplan für die Sanierung und den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals an. Der Bund müsse den Sanierungs- und Investitionsstau mit höchster Priorität abbauen. Parteiübergreifend wurde bedauert, dass es bei dem Besuch von Bundes-Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Brunsbüttel Anfang des Monats nicht zu einer Zielvorgabe für die gesamten Modernisierungsmaßnahmen gekommen ist.

 Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) machte keinen Hehl daraus, dass ihm der Ausbau der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt zu langsam vorangehe. Er erklärte: "Die Landesregierung setzt sich weiter hartnäckig für den Kanal ein - wenn es nicht still geht, dann auch laut."

Statt eine Zielvorgabe für die gesamte Modernisierung des Kanals bis 2028 zu fixieren, wie es Schleswig-Holsteins Politiker verlangen, hatte Dobrindt nur für die geplante fünfte Schleusenkammer an der Elbmündung einen Zeitraum von sechs Jahren terminiert. Die umfangreichen Sanierungen der bestehenden reparaturanfälligen Schleusen in Kiel und Brunsbüttel, die teils noch aus der Kaiserzeit stammen, sowie der Levensauer Hochbrücke und der geplante Ausbau der 20 Kilometer langen Oststrecke werde der Bund "in jedem Fall" auch bei möglichen Kostensteigerungen finanzieren - zu einem konkreten Papier mit weiteren Schritten kam es aber nicht.

FDP spricht von Trauerspiel / SPD bedauert Einsparungen an falscher Stelle Taten 

 

Für die FDP ist das zu wenig. Was die Bundesregierung am Kanal abliefere, bleibe "ein Trauerspiel", sagte Christopher Vogt in der von seiner Fraktion angestoßenen Debatte. Es gebe baulich sehr viel nachzuholen, dafür sei ein konkreter Fahrplan nötig. Für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Kanals reichten Dobrindts "warme Worte, verständnisvolle Blicke und beinahe pastorale Worte bei weitem nicht aus".

 

Die SPD forderte, dass der Ausbau des Kanals "finanziell abgesichert und dauerhaft personell ausgestattet" werde. Es gehe nicht, dass die Wasserstraße "ein ums andere Mal außer Betrieb ist, nur weil jemand an der falschen Stelle gespart hat", hob Olaf Schulze hervor. "Taten statt Worte", forderten auch Andreas Tietze (Grüne) und Flemming Meyer (SSW). "Zu lange und zu oft wurden wir schon aus Berlin hingehalten und abgespeist", so Meyer.

 

Patrick Breyer (Piraten) regte "eine Bündniskompetenz" für den Kanal-Ausbau an. Es bringe nichts, wenn sich Schleswig-Holstein alleine für die bundes- und europaweit wichtige Wasserstraße einsetze, man könne zum Beispiel auch Hamburg oder Dänemark mit ins Boot holen.

 

CDU: Kompliziertes Baurecht trägt seinen Teil dazu bei

 

Hans-Jörn Arp (CDU) nahm den Bundes-Verkehrsminister hingegen in Schutz. Es gebe "überhaupt keine Zweifel, dass es nicht läuft". Dass der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals nicht schneller gehe, liege nicht am Geld oder am politischen Willen, sondern am "komplizierten Baurecht in Deutschland", so Arp.

 

Der FDP-Antrag wurde mit den Stimmen der Nord-Ampel abgelehnt, die Regierungskoalition brachte bei Enthaltung von CDU und FDP ihren Änderungsantrag durch, der die Landesregierung dazu auffordert, sich weiterhin für eine Vereinbarung über den Ausbau einzusetzen.

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Hintergrund: Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt, das Rückgrat der Wirtschaft im Lande - und in weiten Teilen sanierungs- und ausbaubedürftig. Die Landespolitik legt sich seit Jahren in Berlin für die Instand-Setzung ins Zeug. Nun ruft die FDP die Landesregierung erneut auf, sich für einen zügigen Ausbau der Schleusen, eine Vertiefung sowie mehr Personal bei der Schifffahrtsverwaltung einzusetzen. Aktueller Anlass ist der Schleswig-Holstein-Besuch des neuen Bundes-Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) Anfang März.

Dobrindt hatte bei seiner Visite in Brunsbüttel angekündigt, die geplante fünfte Schleusenkammer an der Elbmündung werde in sechs Jahren zur Verfügung stehen. Der Bund werde die Finanzierung in jedem Fall sicherstellen. Das gelte auch für mögliche Kostensteigerungen. Medien hatten zuvor von einer möglichen Kostenexplosion von mehr als 100 Millionen Euro bei dem ursprünglich auf 375 Millionen Euro veranschlagten Projekt berichtet.

 

Dobrindt macht keine verbindliche Aussage über diese Wahlperiode hinaus

 

Zur Unterzeichnung einer Zielvereinbarung zwischen Bund und Land für den weiteren Ausbau und die Sanierung des Kanals kam es bei dem Besuch nicht. Nach dem Willen von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sollte darin 2028 als Zielvorgabe für die gesamte Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals fixiert werden. Neben der fünften Schleusenkammer sind auch umfangreiche Sanierungen der bestehenden Schleusen in Kiel und Brunsbüttel sowie der Ausbau der 20 Kilometer langen Oststrecke geplant. Dieses Nadelöhr sollte nach ursprünglichem Plan bereits in diesem Jahr beseitigt sein. Dobrindt wollte jedoch keine Aussagen treffen, die über diese Wahlperiode und damit möglicherweise auch über seine eigene Amtszeit als Minister hinausgingen.

 

Im Zuge der Reform der Wasser- und Schifffahrts-Verwaltung soll die Personalausstattung noch einmal überarbeitet werden. Da die Aufgaben am Kanal zunehmen, habe der Bund ein Interesse daran, auch das Personal zu steigern, wird Dobrindt zitiert. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht.

 

Ein Dauerproblem beim Kanal sind die zum Teil noch aus der Kaiserzeit stammenden Schleusen. In Brunsbüttel und mittelfristig auch in Kiel-Holtenau sind größere Sanierungen erforderlich. Während der größte Teil des rund 100 Kilometer langen Kanals längst ausgebaut wurde, ist der Ostabschnitt in die Jahre gekommen. Er soll verbreitert und vertieft werden, so dass größere und tiefer gehende Schiffe die Wasserstraße passieren können. Die Gesamtkosten für den Ausbau werden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Vorherige Debatte zum Thema - mehr Info: plenum-online April 2013 plenum-online Februar 2013 plenum-online März 2013 

Streiks im öffentlichen Dienst

Eine Tarifreform ist überfällig

Von Jens Brommann, NDR

Was verbindet einen Busfahrer der Üstra in Hannover mit einem Schleuserwärter am Nordostseekanal - oder den Servicemitarbeiter der Stadtverwaltung Neubrandenburg mit der Ingenieurin einer Abfallentsorgungsanlage in Cuxhaven? Bei der Arbeit nicht viel, genau genommen wenig bis gar nichts - außer, dass sie alle beim Staat beschäftigt sind. 2,1 Millionen Beschäftige, allein bei Bund und Kommunen, ohne die Bundesländer.

Über zwei Millionen Arbeitnehmer - mit mehreren hunderttausend Beamten im Geleitzug - mit höchst unterschiedlichen Berufen und individuellen Arbeitssituationen, werden in ein Tarifkorsett gezwängt, das einfach nicht passt. Gar nicht passen kann, weil die Arbeitsanforderungen der staatlich erbrachten Dienstleistungen so weit auseinanderklaffen, dass man sie kaum miteinander vergleichen kann. Und gerecht ist das schon gar nicht. Weder für Arbeitnehmer, noch für die öffentlichen Arbeitgeber, deren Kassen von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich gefüllt sind, oder auch geleert.

Das alles wissen die Tarifparteien - und halten trotzdem an einer einheitlichen Tarifrunde fest. Nur die Bundesländer sind schon vor Jahren ausgestiegen. Weil es ihnen zu bunt wurde mit dem öffentlichen Tarifeinerlei. Sicher: Bund und Kommunen haben den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst mittlerweile mehrfach entstaubt und versucht zu modernisieren. Ein bürokratisches Monster ist er immer noch, oft zu starr und damit auch ungerecht.

Der öffentliche Dienst abgehängt?

Das rächt sich schon heute, denn gerade viele Leistungsträger machen um öffentliche Arbeitgeber einen immer größeren Bogen. Der Staat bietet seinen Beschäftigten zwar einen weitgehend sicheren, aber nur selten einen attraktiven Arbeitsplatz. Wer die Wahl hat, sucht sich andere Alternativen und findet sie. Mit dem Fortschreiten des demographischen Wandels immer öfter. Nicht die Unternehmen, die Stellenbewerber werden künftig entscheiden, wer wo arbeiten wird. Und der öffentliche Dienst könnte dabei bedrohlich abgehängt werden.

Deshalb: Für eine Reform der öffentlichen Tarifstruktur ist es höchste Zeit. Mit speziellen Branchentarifverträgen: für die Verwaltung, die Krankenhäuser, für Pflege- und Betreuungseinrichtungen und für Entsorgungsbetriebe etwa. Jeweils getrennt ausgehandelt, bezogen auf die jeweilige Branche mit ihren speziellen Wettbewerbsbedingungen und den kommunalen Besonderheiten. Dann - und nur dann - lässt sich ernsthaft darüber streiten, ob eine Tarifforderung von 3,5 Prozent plus eine pauschale Tariferhöhung von 100 Euro für alle angemessen ist - und vielleicht sogar gerecht. Für einzelne Beschäftigtengruppen kann das durchaus zutreffen, für alle zwei Millionen öffentlich Beschäftigten sicherlich nicht. Wer faire, leistungsgerechte Bezahlung im öffentlichen Dienst will, der braucht Transparenz und Klarheit, aber auch Flexibilität. Und die fehlt bisher. Eine Tarifreform ist überfällig.

Über dieses Thema berichtete die nachtmagazin am 20. März 2014 um 00:00 Uhr.

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Reform der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung
http://www.ln-online.de/Lokales/Lauenburg/Scheer-SPD-WSA-Reform-ueberpruefen
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Mölln

Scheer (SPD): WSA-Reform überprüfen

„Das gestiegene und nach Schätzungen weiter steigende Transportaufkommen auf der Elbe und dem Elbe-Lübeck-Kanal ist ein weiterer Anlass für eine grundlegende Überprüfung der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.“ Mit diesen Worten kommentierte die Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer (SPD) den LN-Bericht über das erhöhte Frachtaufkommen auf dem Kanal.
Mölln. Die Politikerin aus Geesthacht erinnerte daran, dass sie bereits nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Berlin zur betreffenden Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag erklärt habe, dass eine Überprüfung erforderlich sei. Die Reformschritte müssten zudem bedarfsgerecht und sozialkonform ausfallen. „Die gestiegene Tonnage bei Holztransporten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal lässt neben der guten Situation der Wirtschaft auch Verlagerungen auf den Wasserstraßentransport erkennen“, stellte sie fest. Das zeige, wie wichtig eine stabile Struktur des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Lauenburg sei. Kürzungen der Betriebszeiten an den Schleusen wirkten dem entgegen.
yright LN Online
 
 
http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/koblenz_artikel,-Entscheidung-um-Schliessung-des-Koblenzer-Wasser-und-Schifffahrtsamts-zieht-sich-hin-_arid,1091358.html
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Wie geht es weiter ??????????

Entscheidung um Schließung des Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamts zieht sich hin

Koblenz - Für die Mitarbeiter des von Schließung bedrohten Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) geht das Bangen weiter

Ende 2013 hätte feststehen können, ob das von Schließung bedrohte Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamt erhalten bleibt. Doch seit der Bundestagswahl im September stagniert der Reformprozess - und die rund 450 Mitarbeiter des Amts bangen weiter.
Sascha Ditscher
Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann Für die Mitarbeiter des von Schließung bedrohten Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) geht das Bangen weiter: Die Bundestagswahl, die Koalitionsverhandlungen und die neue Regierung in Berlin verzögern die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung - und damit auch eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts Koblenz. "Es wäre gut, wenn es jetzt weitergehen würde, damit wir wissen, wo es hingeht", sagt Günther Werner, Leitender Baudirektor des WSA Koblenz, im Gespräch mit der RZ. Im Sommer noch war Werner davon ausgegangen, dass bis zum Ende des Jahres 2013 feststehen könnte, welche Standorte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erhalten bleiben - und damit auch, wie es mit dem Koblenzer Amt weitergeht. "Doch nach der Bundestagswahl haben die Arbeiten an der Reform stagniert", sagt Werner. Arbeitsgruppen, die sich mit der zukünftigen Struktur der Ämter befassen, wurden zunächst nicht mehr beauftragt, weiterzuarbeiten. Die Große Koalition hat sich derweil darauf geeinigt, den angestoßenen Reformprozess zu überprüfen. "In dem Vertrag steht, dass die Reform unter Einbeziehung der Beschäftigten weitergeführt werden soll", erklärt Werner. Bis es so weit ist, bleibt den Koblenzer Beschäftigten nichts anderes, als abzuwarten. "Es gibt einen neuen Verkehrsminister, neue Staatssekretäre, das muss sich erst mal finden", so Werner, der weitere Verzögerungen durch die Kabinettsneubildung erwartet. Der Koblenzer WSA-Chef geht nicht davon aus, dass im Vergleich zu Themen wie der Pkw-Maut die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung oberste Priorität hat. Er hofft dennoch, dass die Arbeitsgruppen im Januar ihre Arbeit wieder aufnehmen und die Ungewissheit in absehbarer Zeit ein Ende hat. Seit dem vergangenen Jahr stellen die Arbeitsgruppen die bisherigen, teils heftig kritisierten Reformpläne auf den Prüfstand. Diese besagten bislang auch: Das Koblenzer WSA sollte 2014 zu einer Außenstelle der deutlich kleineren Trierer Behörde degradiert und 2020 ganz aufgelöst werden. Und das, obwohl das Koblenzer Amt mit rund 450 Mitarbeitern eines der größten und modernsten bundesweit und das mit Abstand größte in Rheinland-Pfalz ist. Die Arbeitsgruppen, in die auch die Ämter selbst eingebunden sind, sollen jetzt Kriterien festlegen, nach denen entschieden werden kann, welche Standorte erhalten bleiben. Ein Punkt ist, wie viele Ämter es zum Beispiel am Rhein, an der Mosel et cetera geben muss. Die Lage der Standorte und die Entfernung zu den Anlagen gelten als wichtiger als etwa die Zahl der Mitarbeiter. Auf der Grundlage des Ergebnisses wird schließlich entschieden, welche Standorte zusammengelegt, erhalten oder aufgelöst werden. Das Verkehrsministerium hatte im Laufe des Reformprozesses mündlich zugesagt, dass kein Mitarbeiter entlassen oder gegen seinen Willen versetzt wird. Die Mitarbeiter aber fordern eine schriftliche Festlegung in einem Tarifvertrag, für den sie im vergangenen Jahr mehrfach ihre Arbeit an der Schleuse niederlegten.
Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung demonstrieren in Koblenz für ihre ArbeitsplätzeWSA-Demo in Koblenz: Mitarbeiter protestieren gegen ReformpläneDemo in Koblenz: 400 Menschen protestieren gegen Umbau der SchifffahrtsämterRote Ampel an der Schleuse Koblenz: Streik legt MoselschifffahrtStreik: Mitarbeiter bangen um das WSA KoblenzNeue Hoffnung fürs Wasser- und Schifffahrtsamt KoblenzFuchs: Kein Kahlschlag beim Koblenzer WSAStaatssekretär zum Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz: Personalbestand bleibt erhaltenStadt Koblenz stellt sich hinter Wasser- und SchifffahrtsamtMillioneninvestitionen zum Trotz: Wasser- und Schifffahrtsamt macht dichtBund plant Schließung: Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamt steht vor dem Aus
WSA Rettung

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GZ 25.11.13

Lauenburg

Reform auf dem Prüfstand - WSA-Arbeitsplätze gerettet?

Abschlusspapier der Koalitionsrunde in Berlin - Brackmann: "Das Kämpfen hat sich gelohnt" Von Timo Jann

Ist das die Rettung für das Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) am Dornhorster Weg? Während die ehemalige Bundesregierung vor allem auf Bestreben der FDP an einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes gearbeitet hatte, wollen die Koalitionäre aus CDU/CSU und SPD offenbar eine "grundlegende Überprüfung" der Reformpläne einleiten - wenn es zur großen Koalition kommt. Das sieht die Arbeitsgruppe vor, die sich im Rahmen der Koalitionsverhandlungen um die Verkehrsthemen kümmert.

In den vergangenen Monaten hatte sich massiver Widerstand gegen die Strukturreform erhoben, die Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vor allem auf Druck der Liberalen angeschoben hatte. So war unter anderem die Schleuse im Verlauf der Elbe bei Geesthacht aufgrund eines Streiks der WSA-Beschäftigten komplett dicht, die Binnenschiffer mussten Zwangspausen einlegen. "Wir sind zunächst über diese grundlegende Erkenntnis der Arbeitsgruppe erfreut, wollen aber abwaten, was das endgültig bringen wird", sagt Helmut Kiehn vom Personalrat des Lauenburger WSA. Er hatte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) noch einmal an die Meinung der Sozialdemokraten im Vorwegen der Bundestagswahl erinnert, ehe es an die Verhandlungen ging.

Im Abschlusspapier der Koalitionsrunde der Verkehrsexperten von Union und SPD heißt es nach Informationen unserer Zeitung jetzt wie folgt: "Den angestoßenen Reformprozess der WSV werden wir unter intensiver Einbindung der Beschäftigten grundlegend überprüfen mit dem Ziel, die notwendigen regionalen Kompetenzen zu sichern."

Vor allem die regionalen Kompetenzen hatten die Beschäftigten der Behörde in Lauenburg mit Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi immer wieder angeführt. So sollte Lauenburg Kompetenzen nach Uelzen und bis hin nach Magdeburg abgeben, was zu einem mittelfristigen Aus des Standortes am Dornhorster Weg geführt hätte. "Das Kämpfen hat sich gelohnt, aber wir kämpfen weiter. Im Januar soll es einen Bericht zur Kosten-Leistungs-Rechnung, was wo am wirtschaftlichsten erledigt werden kann, geben", sagt der Lauenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann. Er hatte sich schon in der alten Regierung dafür stark gemacht, die Stärken des Lauenburger WSA zu bewahren. Hilfen bei Hochwasserlagen oder Eisbarrieren brauchen Fachleute vor Ort, so sein Argument während der Beratungen im Haushaltsausschuss.

"Ich kenne dieses Papier noch nicht, deshalb kann ich mich dazu nicht äußern", sagte gestern Bettina Kalytta, die Leiterin des Lauenburger WSA, auf Nachfrage unserer Zeitung

Unter ihrer Regie arbeiten am Dornhorster Weg in Lauenburg und an weiteren angegliederten Standorten wie dem Außenbezirk in Geesthacht an der Wärderstraße rund 380 Mitarbeiter. Vor 20 Jahren waren es noch 540. Bisher sehen die Reformpläne vor, dass die Zahl der Beschäftigten der WSV bundesweit von 12 500 auf 10 000 reduziert wird und die Zahl der Wasser- und Schifffahrtsämter von 46 auf 32 sinkt. Die neue Zentraldirektion als Ersatz für bisher sieben Direktionen wurde bereits in Bonn aufgebaut.

WSV - Schwarz-Rot stellt Ramsauers Schifffahrtsreform infrage

vom

Das könnte die Rettung für die Wasser- und Schifffahrtsämter in Schleswig-Holstein sein: Die Arbeitsgruppe Verkehr will in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung „grundlegend überprüfen“.

Berlin | Union und SPD in Berlin stellen den von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eingeleiteten Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) infrage. Nach Informationen von shz.de heißt es im Abschlusspapier der Koalitionsarbeitsgruppe Verkehr: „Den angestoßenen Reformprozess der WSV werden wir unter intensiver Einbindung der Beschäftigten grundlegend überprüfen mit dem Ziel, die notwendigen regionalen Kompetenzen zu sichern.“
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Gegen den Umbau der Schifffahrtsverwaltung hat vor allem die Gewerkschaft Verdi mit massiven Streiks unter anderem am Nord-Ostsee-Kanal protestiert. Aber auch viele Bundesländer wie Schleswig-Holstein sind unzufrieden. In der Kritik steht vor allem die Auflösung vieler Behörden. So sind die bisher sieben Regionaldirektionen bereits in einer neuen Generaldirektion in Bonn aufgegangen. Zudem will Ramsauer 14 Schifffahrtsämter schließen – darunter die Ämter in Brunsbüttel, Lauenburg, Lübeck und Hamburg
Information für Beschäftigte der WSV und in allen Behörden des BMVBS
Gespräche mit der Bundesregierung

Prominente Unterstützung vor der Bundestagswahl! Wir haben während unserer Streiks viel Unterstützung seitens der SPD erhalten. In ersten Rückmeldungen haben wir erfahren, dass SPD-Abgeordnete uns weiterhin unterstützen werden. So hat Gustav Herzog, MdB aus RheinlandPfalz bereits seine Unterstützung bekräftigt. Auch er wird sich dafür einsetzen, dass ein Tarifvertrag zustande kommt.

verdi

2013-11-07 - Brief Abgeordnete SPD

I N F O R M A T I O N In dieser Woche verhandelt die Arbeitsgruppe Verkehr weitere Koalitionsvereinbarungen. Auf der Tagesordnung steht in dieser Woche die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. In einem Brief wenden sich der ver.di Vorsitzende Frank Bsirkse und das zuständige ver.di- Vorstandsmitglied Achim Meerkamp an den Vorsitzenden der SPD in dieser Arbeitsgruppe Florian Pronold und an den ebenfalls teilnehmenden SPD.MdB Sören Bartol. Sie erinnern darin an unsere Forderung nach einem Tarifvertrag zur Absicherung der Beschäftigten der WSV. Florian Pronold hatte im Rahmen eines Gesprächs mit der ver.di-Bundesfachkommission am 18.02.2013 bekräftigt, dass er unsere Forderungen unterstützt und sich aktiv dafür einsetzen wird, dass ein Tarifvertrag geschlossen wird. Wir erwarten, dass er sich weiterhin dafür einsetzt. . Alle weiteren Bundestagsabgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion haben ein Schreiben von Achim Meerkamp erhalten, in dem wir nachdrücklich um Unterstützung bitten. Die Streikdelegiertenversammlung im Oktober 2013 hat gezeigt, dass die Forderung nach einem Tarifvertrag nach wie vor Priorität hat. Bild Streikdelegierten-Versammlung Diese Forderung bringen wir ein in die Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung.

News  http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/des-seemanns-seelenheil-id8495025.html

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Wenn es dem Binnenschiffer wirtschaftlich gut gehe, sei er einer der glücklichsten Menschen der Welt, sagt Borrieß. Womit er den Nagel auf den Kopf trifft: Die Schleusenstreiks bis Anfang des Monats und die starke niederländische Konkurrenz bereiten den deutschen Frachter-Kapitänen Bauchschmerzen."70 Prozent der Binnenschiffer sind Familienbetriebe, aber dieses Land kümmert sich um diese Menschen überhaupt nicht", klagt Borrieß. Der vorerst ausgesetzte Streik werde auf ihrem Rücken ausgetragen, dabei sei die Automatisierung der Schleusen nicht aufzuhalten.Der Bund will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) umstrukturieren, die Gewerkschaft verdi befürchtet den Wegfall von 3 000 der 12 000 Arbeitsplätze. "Es darf dabei keine betriebsbedingten Kündigungen geben", fordert der gebürtige Hamburger Borrieß. Eine Einigung müsse her, mit jedem Liegetag rutschen die Familienbetriebe näher an den Rand des Ruins. "Die Niederländer hegen und pflegen ihre Spediteure", weiß der Schifferdiakon. Der Staat bürgt beim Schiffskauf. Das führte über die Jahre zu immensen Frachtkapazitäten - Überkapazitäten, die Preise fallen.Auch mit und über seine Schäfchen spricht der gelernte Klavierbauer Klartext: "Sie schwimmen zwar wie Delfine in einem Schwarm, aber man kriegt sie nicht organisiert." Die Befrachtungsbüros wissen genau, wie viel die Schiffer umsetzen und diktieren die Preise. Dem Paroli zu bieten, sich selbst auf dem Markt anzubieten, diese Erkenntnisse seien noch nicht bei allen gereift. Doch Borrieß arbeitet daran, seit über 30 Jahren.Des Seemanns Seelenheil | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/des-seemanns-seelenheil-id8495025.html#plx1019617113
Arbeitsplatz Kanal - Teil 5 Des Seemanns Seelenheil 26.09.2013 | 18:31 Uhr Ein Hamburger Jung': Diakon Horst Borrieß kümmert sich um das Seelenheil der Binnenschiffer. Sein Revier reicht von Hamm bis Duisburg und im Norden bis Münster. Kalthoff Ein Hamburger Jung': Diakon Horst Borrieß kümmert sich um das Seelenheil der Binnenschiffer. Sein Revier reicht von Hamm bis Duisburg und im Norden bis Münster. KalthoffDatteln. Der Beruf ist Einsamkeit, man darf sie nicht bemitleiden, sagt Diakon Horst Borrieß über die Binnenschiffer. Es sei eine Berufung. Mein Vater war Seemann, er wollte nie etwas anderes machen als zur See fahren. Fragten Sie ihn warum, konnte er es nicht sagen. Doch auch der einsamste Mensch braucht jemanden zum Reden Horst Borrieß.Wenn es dem Binnenschiffer wirtschaftlich gut gehe, sei er einer der glücklichsten Menschen der Welt, sagt Borrieß. Womit er den Nagel auf den Kopf trifft: Die Schleusenstreiks bis Anfang des Monats und die starke niederländische Konkurrenz bereiten den deutschen Frachter-Kapitänen Bauchschmerzen."70 Prozent der Binnenschiffer sind Familienbetriebe, aber dieses Land kümmert sich um diese Menschen überhaupt nicht", klagt Borrieß. Der vorerst ausgesetzte Streik werde auf ihrem Rücken ausgetragen, dabei sei die Automatisierung der Schleusen nicht aufzuhalten.Der Bund will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) umstrukturieren, die Gewerkschaft verdi befürchtet den Wegfall von 3 000 der 12 000 Arbeitsplätze. "Es darf dabei keine betriebsbedingten Kündigungen geben", fordert der gebürtige Hamburger Borrieß. Eine Einigung müsse her, mit jedem Liegetag rutschen die Familienbetriebe näher an den Rand des Ruins. "Die Niederländer hegen und pflegen ihre Spediteure", weiß der Schifferdiakon. Der Staat bürgt beim Schiffskauf. Das führte über die Jahre zu immensen Frachtkapazitäten - Überkapazitäten, die Preise fallen.Auch mit und über seine Schäfchen spricht der gelernte Klavierbauer Klartext: "Sie schwimmen zwar wie Delfine in einem Schwarm, aber man kriegt sie nicht organisiert." Die Befrachtungsbüros wissen genau, wie viel die Schiffer umsetzen und diktieren die Preise. Dem Paroli zu bieten, sich selbst auf dem Markt anzubieten, diese Erkenntnisse seien noch nicht bei allen gereift. Doch Borrieß arbeitet daran, seit über 30 Jahren.Des Seemanns Seelenheil | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/des-seemanns-seelenheil-id8495025.html#plx546019313
l - Teil 5 Des Seemanns Seelenheil 26.09.2013 | 18:31 Uhr Ein Hamburger Jung': Diakon Horst Borrieß kümmert sich um das Seelenheil der Binnenschiffer. Sein Revier reicht von Hamm bis Duisburg und im Norden bis Münster. Kalthoff Ein Hamburger Jung': Diakon Horst Borrieß kümmert sich um das Seelenheil der Binnenschiffer. Sein Revier reicht von Hamm bis Duisburg und im Norden bis Münster. KalthoffDatteln. Der Beruf ist Einsamkeit, man darf sie nicht bemitleiden, sagt Diakon Horst Borrieß über die Binnenschiffer. Es sei eine Berufung. Mein Vater war Seemann, er wollte nie etwas anderes machen als zur See fahren. Fragten Sie ihn warum, konnte er es nicht sagen. Doch auch der einsamste Mensch braucht jemanden zum Reden Horst Borrieß.Wenn es dem Binnenschiffer wirtschaftlich gut gehe, sei er einer der glücklichsten Menschen der Welt, sagt Borrieß. Womit er den Nagel auf den Kopf trifft: Die Schleusenstreiks bis Anfang des Monats und die starke niederländische Konkurrenz bereiten den deutschen Frachter-Kapitänen Bauchschmerzen."70 Prozent der Binnenschiffer sind Familienbetriebe, aber dieses Land kümmert sich um diese Menschen überhaupt nicht", klagt Borrieß. Der vorerst ausgesetzte Streik werde auf ihrem Rücken ausgetragen, dabei sei die Automatisierung der Schleusen nicht aufzuhalten.Der Bund will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) umstrukturieren, die Gewerkschaft verdi befürchtet den Wegfall von 3 000 der 12 000 Arbeitsplätze. "Es darf dabei keine betriebsbedingten Kündigungen geben", fordert der gebürtige Hamburger Borrieß. Eine Einigung müsse her, mit jedem Liegetag rutschen die Familienbetriebe näher an den Rand des Ruins. "Die Niederländer hegen und pflegen ihre Spediteure", weiß der Schifferdiakon. Der Staat bürgt beim Schiffskauf. Das führte über die Jahre zu immensen Frachtkapazitäten - Überkapazitäten, die Preise fallen.Des Seemanns Seelenheil | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/des-seemanns-seelenheil-id8495025.html#plx1056264884

Berlin (dpa) Schleusen-Streiks laufen vorerst aus

Im Konflikt um die Absicherung der Beschäftigten bei der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) stehen die Zeichen wieder auf Dialog. Die ursprünglich für die gesamte Woche angesetzten Streiks an Schleusen von Flüssen und Kanälen sollten bis Dienstag größtenteils auslaufen.

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Das teilte die Gewerkschaft Verdi in Berlin mit. Auf einigen Wasserstraßen kam es am Montag aber noch zu Beeinträchtigungen, teils gab es Notbesetzungen an Schleusen. Um eine Annäherung in dem wochenlangen Streit zu suchen, sollten Vertreter von Verdi und des Bundes am Montag zu einem Gespräch zusammentreffen. Kurzfristige Ergebnisse wurden nicht erwartet, wie es bei Verdi hieß. Mit Arbeitsniederlegungen auch an diesem Dienstag sei noch an Schleusen in Bayern sowie Niedersachsen und Bremen zu rechnen, teilte die Gewerkschaft mit. In Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Hessen sollten die Aktionen am Montag enden - in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Dienstagmorgen. Hintergrund ist, dass die am Wochenende offiziell ausgesetzten Streiks nicht mehr überall rechtzeitig abgesagt werden konnten. Die Beschäftigten sollten nun teils in Streikversammlungen aktuell informiert werden, sagte ein Sprecher. Keine Streiks gab es laut Verdi am Montag etwa in Schleswig-Holstein, darunter auch am wichtigen Nord-Ostsee-Kanal. In dem seit Wochen schwelenden Konflikt geht es um die vom Bund geplante WSV-Reform. Dabei soll die Zahl der Behörden bis 2020 von derzeit 53 auf 34 sinken, die der Beschäftigten ohne Entlassungen von 12 500 auf rund 10 000. Die Bundesministerien für Verkehr, Finanzen und Inneres hatten die Zusage an die Beschäftigten bekräftigt, dass betriebsbedingte Kündigungen, Versetzungen gegen den Willen der Betroffenen und finanzielle Einbußen ausgeschlossen werden. Verdi pocht auf tarifvertragliche Vereinbarungen, hatte in dem Papier der Ministerien aber «Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche» erkannt.

Schleusenstreik

"Normaler" Verkehr im NOK

Dienstag, 10. September 2013Nach dem vorerst zum Teil abgesagten Schleusenstreik ist der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal gestern normal angelaufen. Die Schleusen sind offen und die Anzahl der Schiffe üblich für einen Montag, teilte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Nord in Kiel mit. Derzeit gibt es aber wegen laufender Reparaturarbeiten Wartezeiten von bis zu drei Stunden. mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht Copyright THB
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Erklärung
des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer,
des Bundesministers der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble,des Bundesministers des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrichzur Reform der Wasser- und Schifffahrts-verwaltung (WSV)Mit der Reform der WSV will die Bundesregierung eine leistungsfähige, effiziente und für die Steuerzahler kostengünstige Wasser-und Schifffahrts-verwaltung gewährleisten. Gleichzeitig werden damit die Arbeitsplätze für die Beschäftigten auch für die Zukunft gesichert. Die Reform ist einlangfristig angelegter Prozess,
den die Bundesregierung gemeinsam mit den Beschäfti
gten und den Gewerkschaften erfolgreich abschließen möchte.Zur sozialverträglichen Begleitung dieser Reform und zur sozialen Absicherung der Beschäftigten bekräftigen wir, dass die bereitsvon Bundesminister Dr.
Ramsauer in seinem Schreiben vom 10. Juni 2013 gema
chten Zusicherungen an die von der Reform der WSV betroffenen Beschäftigten rechtsverbindlich gelten:
Ausgeschlossen sind im Zusammenhang mit der WSV-Reform betriebsbedingte Kündigungen sowie die Versetzung bzw. räumliche Umsetzung ohne die Zustimmung der Beschäftigten.
Den Beschäftigten wird eine Entgeltsicherung zugesagt.•Bei einem freiwilligen Standortwechsel erhalten die Beschäftigten zusätzlichen Urlaub sowie eine pauschale Aufwandsentschädigung und Unterstützung zur Finanzierung einer eventuell zu leistenden Mietkaution
Schritt weise Aussetzung der Streiks
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in den vergangenen Tag en hat sich die Lage zugespitzt:
Die Ankündigungmeines unbefristeten bundesweiten Streiks und eure Bereitschaft, diesen ebenso er-
folgreich durchzuführen wie die vergangenen, haben für bundesweite Aufregunggesorgt.
Offenbar war dies der Grund dafür, dass am Freitag der Bundesverkehrsminister,der Bundesinnenminister und der Bundesfinanzminister in einer gemeinsamen Erklä-
rung im Namen der Bundesregierung die Zusagen Minister Ramsauers in seinem Brief an die Beschäftigten vom 10. Juni 2013 bekräftigt haben.Diese Erklärung bietet Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche. Insbesondere
muss geklärt werden, ob der bisher vom Bundesinnen-ministerium und vom Bundesfinanzministerium erklärte Haushaltsvorbehalt entfällt oder nicht. Auch der Gel-
tungsbereich der Zusagen ist zu diskutieren. In der kom
menden Woche werden dazu Gespräche zwischen ver.di und der Bundesregierung geführt.Vor diesem Hintergrund hat die ver.di-Verhandlungskommission heute beschlossen,die Streiks in der Wasser-
und Schifffahrtsverwaltung schrittweise auszu-
setzen. Am Montag sollen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort im Rahmen von Streikversammlungen über den Stand der Auseinandersetzung unterrichtet werden.
Soweit erforderlich, soll auch für Dienstag noch zum Streik aufgerufen werden. Am Nord-Ostsee-Kanal wird zum Wochenbeginn nicht mehr gestreikt.Damit nehmen wir die Nöte der betroffenen Wirtschaft-der Unternehmen, der
Reedereien und Partikuliere–und ihrer Beschäftigten ernst. Wir erwarten von derBundesregierung, dass sie dies ebenfalls tut.
Ob die Gespräche erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten. Die ver.di-Verhandlungskommission wird in der Woche vom 16. September 2013 über die Ergebnisse beraten und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Euer ver.di
-
Tarifsekretariat für den öffentlichen Dienst

Berlin,7. September 2013 zyk

Wasser- und Schifffahrtsverwaltung: Gespräche zwischen ver.di und Bundesregierung- Streik wird schrittweise ausgesetzt In
der Tarifauseinandersetzung um die Absicherung der Beschäftigten bei der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung
werden in der kommenden Woche Gespräche zwischen
der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und
der Bundesregierung geführt. "Die am Freitag vorgelegte
Erklärung der Bundesminister für Verkehr,Inneres und Finanzen
bietet Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche.
Deshalb haben wir nach eingehender Prüfung entschieden,
den Streik schrittweise auszusetzen", sagte ver.di- Bundesvorstandsmitglied  Achim Meerkamp . Bundes
weit wird demnach nur noch am Montag die Arbeit in
den Wasser-und Schifffahrtsverwaltungen und dazugehörigen
Einrichtungen niedergelegt, um die Kolleginnen und Kollegen
vor Ort im Rahmen von Streikversammlungen über den Stand
der Auseinandersetzung zu unterrichten. In einigen Regionen
können - je nach Erreichbarkeit und abhängig von den Schichtplänen der Beschäftigten - die Arbeitsniederlegung
en auch noch am Dienstag andauern. Am Nord-Ostsee-Kanal
wird zum Wochenbeginn nicht mehr gestreikt. Von einem
Durchbruch in der Auseinandersetzung mit dem Bund könne
man jedoch noch nicht sprechen, sagte Meerkamp Die Gemengelage bleibe schwierig und auch ein Scheitern
sei nicht ausgeschlossen

http://www.neues-deutschland.de/artikel/832552.ver-di-setzt-streiks-bei-schleusen-aus.html

http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/nokstreik111.html

Elbe-Lübeck-Kanal: Streik trotz Streikabsage Copyright NDR

Lange Gesichter am Montag bei Binnenschiffern und Freizeit-Kapitänen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal: Drei der sieben Schleusen waren den ganzen Tag von einem Ausstand betroffen. Und das obwohl der von der Gewerkschaft ver.di angedrohte Streik bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) bereits am Sonnabend abgesagt wurde. Nach ver.di-Angaben nicht rechtzeitig genug, um die Arbeitsniederlegungen am Elbe-Lübeck-Kanal zu stoppen. Dafür blieb die Schleuse der Staustufe in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) in Betrieb. Der Grund: Hier öffnet und schließt ein Beamter die Tore. Der darf nicht streiken. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal herrschte freie Fahrt. Die Schleusen seien offen und die Anzahl der Schiffe üblich für einen Montag, teilte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Nord in Kiel mit.

Trotz Streikabsage: Schleusen wieder dicht

NDR aktuell - 09.09.2013 14:00 Uhr
Eigentlich hatte ver.di die Streikwoche an den Schleusen abgesagt. Doch die Nachricht ereilte die Mitarbeiter zu spät: Sie legten am Montagmorgen ihre Arbeit nieder.

Kundgebung in Mölln

Ein Gewerkschaftssprecher sagte NDR 1 Welle, die Vereinbarung über ein Spitzengespräch in Berlin sei zu kurzfristig gekommen, um den Ausstand beim Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg (WSA) abzusagen. Die Dienststelle ist für den Elbe-Lübeck-Kanal verantwortlich. Die rund 150 WSA-Mitarbeiter wurden stattdessen am Morgen nach Mölln gefahren - dort fand eine Kundgebung statt. Am Dienstag soll der Betrieb auf der Wasserstraße mit Beginn der Frühschicht wieder reibungslos verlaufen.

Treffen in Berlin

Vertreter von Gewerkschaft und des Bundesverkehrsministeriums haben am Montagnachmittag in der Hauptstadt über die Reform der WSV gesprochen. Während der Bund auf eine schnelle Lösung hoffte, zeigte sich ver.di im Vorfeld weniger optimistisch.
Audiobeiträge

"Aufgebauter Druck zeigt Wirkung"

07.09.2013 | 13:30 Uhr
NDR 1 Welle Nord
Die geplanten Streiks am NOK sind abgesagt, weil sich die Bundesregierung mit ver.di wieder an einen Tisch setzen will. "Der aufgebaute Druck zeigt Wirkung", so ver.di-Sprecher Jochen Penke. Audiobeitrag starten (00:21 min)
Die Gewerkschaft befürchtet den Verlust tausender Stellen im Zuge der WSV-Reform und fordert deswegen eine tariflich Vereinbarung über eine Arbeitsplatzsicherung. Das hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bislang mit dem Verweis auf ein Schreiben abgelehnt, in dem die beiderseits getroffenen Vereinbarungen enthalten seien. Die Gewerkschaft hatte daraufhin die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bestreikt und zuletzt mit einem einwöchigen bundesweiten Ausstand gedroht. Der ist seit Sonnabend vorerst vom Tisch. Auslöser dafür ist offenbar ein gemeinsames Schreiben der Bundesministerien für Verkehr, Finanzen und Inneres. Sie hatten am Freitag darin erklärt, dass keine WSV-Angestellten entlassen werden sollen. Demnach sollen betriebsbedingte Kündigungen, Versetzungen gegen den Willen der Betroffenen und finanzielle Einbußen ausgeschlossen sein.
Weitere Informationen
Kontainerschiffe im Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel © NDR Fotograf: Lina Pößnecker
Video

Kein Streik: Freie Fahrt auf Nord-Ostsee-Kanal

Aufatmen bei vielen Reedereien: Die Gewerkschaft ver.di hat den für Anfang der Woche angekündigten Streik am Nord-Ostsee-Kanal abgesagt. Ministerpräsident Albig begrüßt die Entscheidung. mehr
Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.09.2013 | 13:00 Uhr

Copyright neues Deutschland
09.09.2013

Ver.di setzt Streiks bei Schleusen aus

Weitere Verhandlungen

Berlin (dpa/nd). Die bundesweiten Streiks an den Schleusen von Kanälen und Flüssen in dieser Woche werden ausgesetzt. Die Gewerkschaft ver.di und die beteiligten Bundesministerien hätten sich auf neue Gespräche in dem Tarifstreit geeinigt, teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. Zwar seien Arbeitsniederlegungen am Montag und vereinzelt auch am Dienstag nicht mehr zu verhindern, betonte ein ver.di-Sprecher. Die Beschäftigten müssten erst auf Streikversammlungen über die neuen Entwicklungen informiert werden.
Gregor Gysi - Rede
Danach soll der Streik aber vorerst nicht fortgesetzt werden. Am schleswig-holsteinischen Nord-Ostsee-Kanal wird bereits zum Wochenbeginn nicht mehr gestreikt. Ursprünglich waren überall in Deutschland Arbeitsniederlegungen bis zum kommenden Sonntag vorgesehen. Von einem Durchbruch in dem Konflikt um die Absicherung der Beschäftigten bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung könne man jedoch noch nicht sprechen, sagte Verdi-Bundesvorstand Achim Meerkamp. »Die Gemengelage bleibt schwierig.« Die am Freitag vorgelegte Erklärung der Bundesminister für Verkehr, Inneres und Finanzen biete aber Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche. Sie sollen am Montag aufgenommen werden und könnten mehrere Tage in Anspruch nehmen, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Streiks - zum Beispiel am Nord-Ostsee-Kanal, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt - könnten nach dem 15. September »jederzeit wiederbelebt werden«, sagte der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter, Jochen Penke, am Samstag auf einer Pressekonferenz in Kiel.

http://www.verkehrsrundschau.de/wsv-streiks-verbaende-bitten-merkel-um-hilfe-1288924.html

Copyright verkehrsrundschau

05.09.2013 | Transport + Logistik

WSV-Streiks: Verbände bitten Merkel um Hilfe

 
  • Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal sollen wieder bestreikt werden
  • Copyright Frank Behling danke
ArnelütkenhorstKiel Stau34 http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article119743330/Berliner-Schleusen-sollen-wieder-bestreikt-werden.html http://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-Schleusenwaerter-wollen-wieder-streiken-_arid,654986.html Copyright Weser Kurier
Kanälen und Flüssen in Niedersachsen

Schleusenwärter wollen wieder streiken

Hannover.Die wochenlangen Streiks an Schleusen von Kanälen und Flüssen in Niedersachsen sollen vom kommenden Montag an fortgesetzt werden.

Die Gewerkschaft Verdi rief die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erneut zu Streiks an Schleusen in Niedersachsen auf.
"Es gibt keine Einigung, es gibt kein Ergebnis - deshalb werden die Streiks jetzt ausgeweitet", kündigte die Verdi-Bereichsleiterin für Niedersachsen und Bremen, Regina Stein, am Donnerstag in Hannover in einer Erklärung an. Die bundesweiten Arbeitsniederlegungen sollen am Montag um 0.00 Uhr beginnen und am darauffolgenden Sonntag um 24.00 Uhr beendet werden. Bei dem Tarifstreit geht es um die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Verdi befürchtet, dass 3000 der bundesweit 12.000 Arbeitsplätze bedroht sind. (dpa)
Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal sollen wieder bestreikt werden
            Hamburg/Kiel. Die Turbulenzen um die Streiks in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) haben jetzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erreicht. Als Reaktion auf eine Streikankündigung der Gewerkschaft Verdi für die kommende Woche baten der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), die Bundeslotsenkammer, der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler und die Initiative Kiel Canal die Kanzlerin, sich für ein Notfallmanagement insbesondere an den Schleusen des NOK einzusetzen. Den Informationen der Verbände zufolge hat Verdi die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Dabei soll vom 9. September 6 Uhr bis zum 16. September, 6 Uhr auch der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bestreikt werden. Dem laufen allerdings Gerüchte zuwider, dass eine Lösung des Arbeitskampfes kurz bevor steht. In ihrem Schreiben an die Kanzlerin warnen die Verbände vor unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen für die maritime Wirtschaft und vor langfristigen Folgen für den Standort Deutschland. „Solange streikbedingte Blockaden von Schleusen und Wasserstraßen drohen, werden die Reeder alles tun, das damit verbundene Risiko in deutschen Häfen und auf deutschen Wasserstraßen langfristig zu vermeiden“, heißt es in dem Schreiben. Benötigt werde ein Notfallplan, der bei weiteren Beeinträchtigungen den Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals sicherstellt. (hel)
Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal sollen wieder bestreikt werden
Hamburg/Kiel. Die Turbulenzen um die Streiks in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) haben jetzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erreicht. Als Reaktion auf eine Streikankündigung der Gewerkschaft Verdi für die kommende Woche baten der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), die Bundeslotsenkammer, der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler und die Initiative Kiel Canal die Kanzlerin, sich für ein Notfallmanagement insbesondere an den Schleusen des NOK einzusetzen. Den Informationen der Verbände zufolge hat Verdi die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Dabei soll vom 9. September 6 Uhr bis zum 16. September, 6 Uhr auch der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bestreikt werden. Dem laufen allerdings Gerüchte zuwider, dass eine Lösung des Arbeitskampfes kurz bevor steht. In ihrem Schreiben an die Kanzlerin warnen die Verbände vor unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen für die maritime Wirtschaft und vor langfristigen Folgen für den Standort Deutschland. „Solange streikbedingte Blockaden von Schleusen und Wasserstraßen drohen, werden die Reeder alles tun, das damit verbundene Risiko in deutschen Häfen und auf deutschen Wasserstraßen langfristig zu vermeiden“, heißt es in dem Schreiben. Benötigt werde ein Notfallplan, der bei weiteren Beeinträchtigungen den Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals sicherstellt. (hel)

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sieben Tage Schleusen dicht: Ver.di weitet Streik aus

Gewerkschaft kündigt eine Woche der bundesweiten Arbeitsniederlegung an Kanälen und Flüssen an / Nord-Ostsee-Kanal dicht

Schleusen
Streik-Transparent an der Schleusenbrücke in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern
Berlin (Agenturen/nd). Die Gewerkschaft ver.di will ihre seit Wochen laufenden Streiks an Schleusen von Kanälen und Flüssen verschärfen. Vom kommenden Montag an soll die Arbeit bundesweit bis zum folgenden Sonntagabend niedergelegt werden, wie ver.di am Donnerstag in Berlin ankündigte. Der auf sieben Tage angelegte Streik soll den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Verdi will so eine tarifvertragliche Absicherung für die Beschäftigten bei der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes erzwingen.

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05.09.2013

Siebe Tage Schleusen dicht: Ver.di weitet Streik aus

Gewerkschaft kündigt eine Woche der bundesweiten Arbeitsniederlegung an Kanälen und Flüssen an / Nord-Ostsee-Kanal dicht

Schleusen
Streik-Transparent an der Schleusenbrücke in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern
Berlin (Agenturen/nd). Die Gewerkschaft ver.di will ihre seit Wochen laufenden Streiks an Schleusen von Kanälen und Flüssen verschärfen. Vom kommenden Montag an soll die Arbeit bundesweit bis zum folgenden Sonntagabend niedergelegt werden, wie ver.di am Donnerstag in Berlin ankündigte. Der auf sieben Tage angelegte Streik soll den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Verdi will so eine tarifvertragliche Absicherung für die Beschäftigten bei der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes erzwingen. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat Berichten zufolge eine Absicherung schon in einem Schreiben zugesichert und hält einen Tarifvertrag nicht für erforderlich. Das sieht die Gewerkschaft anders. Seit Wochen würden die Beschäftigten vergeblich auf eine verbindliche Zusage der Bundesregierung für eine tarifvertragliche Vereinbarung warten, heißt es bei ver.di. »Es gibt keine Einigung, es gibt kein Ergebnis – deshalb werden die Streiks jetzt ausgeweitet«, kündigte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp an. »Wenn sich die beteiligten Ministerien nicht verständigen können, muss sich die Bundeskanzlerin einschalten.« Es sei unverständlich, dass der Bund den WSV-Beschäftigten weiterhin eine Absicherung vorenthalte, so Meerkamp weiter. »Die Hängepartie muss ein Ende haben. Die Ausweitung des Streiks unterstreicht, wie wichtig den Beschäftigten eine verbindliche tarifvertragliche Vereinbarung ist.« ver.di ist eigenen Angaben zufolge jederzeit verhandlungsbereit, die Streiks könnten im Falle einer Einigung umgehend beendet werden, so die Gewerkschaft. Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und weiterer Einrichtungen kämpfen um einen Schutz vor den Folgen des Umbaus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Nach den Plänen des Bundes ist von 12.000 Stellen mittelfristig ein Viertel von Abbau bedroht. Im Verlauf des Arbeitskampfes muss mit erheblichen Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs auf Flüssen und Kanälen gerechnet werden. Auch der Nord-Ostsee-Kanal wird davon betroffen sein. Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hat die geplanten Streiks kritisiert. »Ich glaube nicht, dass Verdi sich damit einen Gefallen tut und es die Sache voran bringt. Eher das Gegenteil«, sagte Kubicki der Nachrichtenagentur dpa. Wenn der Kanal eine Woche lahmgelegt werde, schade das nicht nur den Unternehmen, den Kanalsteuerern und den Lotsen. Die Gewerkschaft befeuere damit möglicherweise auch die Überlegung von Logistik-Unternehmen, gleich den Umweg über Skagen zu nehmen.

5. September 2013 Liebe Kolleginnen und Kollegen, noch immer gibt es keine verbindliche Zusage der Bundesregierung zur Absicherung der Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrts-verwaltung des Bundes, noch immer können sich der Bundesverkehrs-minister und der Bundesinnenminister nicht einigen und noch immer sieht die Bundeskanzlerin tatenlos zu. Die ver.di-Verhandlungskommission für den Bereich des BMVBS hat am Mitt-woch, den 4. September 2013 die Situation beraten und entschieden: Jetzt muss der Druck erhöht werden! Machen wir der Bundesregierung deut-lich, dass die Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht bereit sind, sich zum Spielball zwischen dem Bundesverkehrsministerium und dem Bundesinnenminis-terium machen zu lassen! Die Beschäftigten erwarten weiterhin die rechtssichere, tarifvertragli- che Absicherung der Zusagen von Minister Ramsauer. Ist er dazu nicht bereit, sind sie nichts wert. Die Streiks sollen daher ausgeweitet werden: In der Woche vom 9. bis 15. September 2013 wird bundesweit ge-streikt. Nur so ist es offenbar möglich, die Minister und die Bundeskanzlerin an ihren Amtseid zu erinnern: Sie haben geschworen, Schaden von der Bundesrepublik Deutschland ab-zuwenden. Und das geht nicht durch Aussitzen und sich hinter Zuständigkeiten verstecken! Euer ver.di-Tarifsekretariat für den öffentlichen Dienst

Eine Veröffentlichung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Ressort 12, Tarifsekretariat ö.D, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

Verantwortlich: Achim Meerkamp Bearbeitung: Onno Dannenberg, Heike von Gradolewski-Ballin

http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Internet/sub

https://www.verdi.de/verditv?mivstoredata=9cca674fbcYToyOntzOjc6ImNtZF92aWQiO2k6NTU3MzQ2O3M6MTE6ImNtZF9leGVjdXRlIjtpOjE7fQ%2C%2C

kein Ende in Sicht Copyright der Westen

Tanker einlaufend Schleuse Bruns 15,02.08  Ok
Der Blick aufs Wasser hat eigentlich eine beruhigende Wirkung. Aktuell schlagen die Wogen in der deutschen WSV jedoch sehr hoch. Copyright Willi Thiel
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/streit-um-umbau-der-schifffahrtbehoerde-gefaehrdet-die-branche-id8376666.html
Schleusenstreiks Streit um Umbau der Schifffahrtbehörde gefährdet die Branche 30.08.2013 | 06:00 Uhr Streit um Umbau der Schifffahrtbehörde gefährdet die Branche Fotos Die HTAG-Hauptververwaltung in Ruhrort.Foto: HTAGDuisburg. Die Wogen an den Schleusen Nordrhein-Westfalens haben sich geglättet, die Streiks sind beendet. Der Konflikt zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen wie HTAG ist damit allerdings noch nicht gelöst. Während die einen weiter um ihre Arbeit bangen, befürchten die anderen einen Kollaps der Branche.Derzeit können die Binnenschifffahrtsunternehmen durchatmen. Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung streiken zumindest in Nordrhein-Westfalen momentan nicht, die Schleusen sind frei. Aber der Streit um den vom Bundesverkehrsministerium geplanten Umbau der Behörde mit einem befürchteten massiven Abbau von Arbeitsplätzen und Versetzungen zu weiter entfernten Dienststellen ist noch nicht beigelegt. Eine Hängepartie, die Unternehmen wie die HTAG in Ruhrort nicht länger hinnehmen wollen. Sie fordern endlich eine Lösung im Konflikt. Die Umsatzverluste seien schon durch die bisherigen Streiks erheblich.Bei der HTAG, die große Pakete in der Massengutlogistik mit Kohle, Getreide oder Baustoffen über den Kanal abwickelt, sind nach Aussage des Vorstandssprechers Volker Seefeldt bei geschlossenen Schleusen pro Woche bis zu 100.000 Tonnen liegen geblieben. „Das sind für uns je nach Dauer des Streiks Umsatzausfälle in Höhe von 600.000 bis 700.000 Euro pro Woche“, so Seefeldt. „Wenn die Schleusen in Meiderich und Friedrichsfeld dicht sind, geht nichts mehr raus und nichts mehr rein.“ Da seit dem 8. Juli mit Unterbrechungen gestreikt wurde, seien die Verluste erheblich. Kein Erfolg vor dem ArbeitsgerichtDie HTAG hatte beim Arbeitsgericht Wesel eine einstweilige Verfügung zum endgültigen Stopp der Streiks erwirken wollen. Ohne Erfolg. Das Arbeitsgericht entschied, dass das Unternehmen als Drittbetroffene erhebliche finanzielle Belastungen hinnehmen müsse. „Es ist schade, dass das Arbeitsgericht uns so hängen gelassen hat“, so Seefeldt. „Es ist spekulativ, ob unsere Partner, die Schifffahrtsführer, mehr Erfolg vor Gericht gehabt hätten.“Denn die seien durch die Streiks im Gegensatz zur HTAG, 2012 mit einem Umsatz von insgesamt 90 Millionen Euro, tatsächlich in ihrer Existenz bedroht. „Transporte, die nicht durchgeführt werden können, sind unwiederbringlich verloren“, erklärt Seefeldt. „Außerdem erleben wir, dass Kunden Transporte zunehmend auf Lkw und teilweise auch auf die Schiene verlagern.“Die Kanzlerin müsse sich in die laufende Auseinandersetzung einschalten und ein Machtwort sprechen. „Sonst wird eine ganze Branche kaputt gemacht.“ Petra Linkenbach, Personalratsvorsitzende beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Meiderich und im Vertrauensleutegremium der Gewerkschaft Verdi, schiebt den schwarzen Peter an die Bundesregierung weiter. „Sie hat es in der Hand, wir sind verhandlungsbereit, wollen eine Lösung erzielen.“ Ansonsten müsse der Druck verstärkt werden. Die zuständige Tarifkommission tagt am Mittwoch, 4. September, und berät über die Fortsetzung der Streiks.Streit um Umbau der Schifffahrtbehörde gefährdet die Branche | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/streit-um-umbau-der-schifffahrtbehoerde-gefaehrdet-die-branche-id8376666.html#805967535
Der Streit auf dem Wasser zieht sich hin: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fordert die beteiligten Bundesministerien auf, sich einer möglichen Einigung zum Schutz der Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) nicht länger zu verweigern. (28.08.2013) "Die ständigen Verzögerungen bei der Abstimmung zwischen den Ministerien sind nicht akzeptabel. Wenn in naher Zukunft keine Lösung erzielt wird, werden wir den Druck verstärken müssen", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp heute. Es sei absolut nicht nachvollziehbar, dass Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nicht in der Lage seien, die bisherigen Gespräche in eine schriftliche Vereinbarung mit Verdi münden zu lassen. "Wenn der Verkehrsminister seine Zusagen ernst meint, spricht nichts gegen eine tarifvertragliche Regelung", betonte Meerkamp. Die Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung streiken seit Anfang Juli an unterschiedlichen Standorten bundesweit jeweils für mehrere Tage für eine Absicherung ihrer Arbeitsplätze im Zuge des Behördenumbaus. In dieser Woche werden bis einschließlich zum späten Freitagabend Schleusen entlang des Mains bestreikt. Nächsten Mittwoch tagt die zuständige Tarifkommission und berät über die Fortsetzung der Streiks.Copyright Behördenspiegel

 

Nach dem StreikEinigung im Schleusenstreit in Sicht

2013 08 28 THB Bsirske verdi WSV Tarif verhaltend optimistisch PDF http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/nach-dem-streik-einigung-im-schleusenstreit-in-sicht,10808230,24134366.html Copyright Berliner-Zeitung
Von Timot Szent-Ivanyi  Copyright
In Berlin traf der Schleusenstreik vor allem die Touristen.
In Berlin traf der Schleusenstreik vor allem die Touristen. Foto: dpa
Offenbar hatte der Streik der Schleuser Erfolg: Nach Informationen der Berliner Zeitung stehen die Gespräche zwischen der Gewerkschaft Verdi und Verkehrsminister Ramsauer kurz vor dem Abschluss.
Wochenlang hat die Gewerkschaft Verdi immer wieder bundesweit die Schleusen bestreiken lassen. Das traf die Binnenschifffahrt hart. Verdis Forderung: einen Tarifvertrag zur Arbeitsplatzsicherung, um die geplante Reform der bundeseigenen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) abzufedern. Nun ist Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen mit dem Bund gekommen. Nach Informationen der Berliner Zeitung steht eine Einigung unmittelbar bevor. Die Gespräche, in die das Bundesinnen- und das Verkehrsministerium eingebunden sind, könnten noch in dieser Woche abgeschlossen werden, hieß es aus Verhandlungskreisen. Anders als von Verdi zunächst gefordert, wird am Ende allerdings kein neuer Tarifvertrag stehen. Denn das lehnt der Bund weiter ab. Vielmehr gehe es um eine verbindliche Regelung, mit der beide Seiten leben könnten.

Arbeitsgerichte lehnen einstweilige Verfügungen ab

23.08.2013 | Streik an Schleusen zulässig. Die Arbeitsgerichte in Wesel und Herne haben heute entschieden, dass ein nur mittelbar von einem Streik betroffenes Unternehmen erhebliche Beeinträchtigungen durch die Arbeitskampfmaßnahme hinnehmen muss. Damit sind die ver.di-Streiks als zulässig erklärt worden. „Unsere Rechtsauffassung wurde heute gleich zweimal von Arbeitsgerichten bestätigt“, erklärt Michael Kötzing, Landesfachbereichsleiter für den Fachbereich Bund und Länder in NRW. „Die Aussagen der Arbeitsgerichte sind eindeutig. Tarifverhandlungen werden am Verhandlungstisch entschieden, nicht im Gerichtssaal. Dieser Konflikt wird nicht ohne einen Tarifvertrag zu beenden sein. Es scheitert weiterhin einzig und allein an der Blockadehaltung der Bundesregierung. Wir waren und sind jederzeit verhandlungsbereit“, so Kötzing weiter.

ver.di-TV an der Schleuse Herne-Ost

Wer für die Wasserschiffahrtsverwaltung (WSV) arbeitet, hat den Verkehrsminister als Arbeitgeber. Doch der spart und reformiert auf Kosten der Schleusenwärter, Techniker und Verwaltungsangestellten. Solange es vom "Schwarzen Peter" Ramsauer nur Versprechen statt eines Sozial-Tarifvertrags gibt, wird an der Schleuse Herne-Ost weiter gestreikt. Zu Streik-TV...

27. August 2013 Liebe Kolleginnen und Kollegen, sieben Wochen dauert jetzt schon der Streik in der Wasser- und Schifffahrts-verwaltung des Bundes (WSV) für ei-nen Tarifvertrag zur sozialen Absicherung bei Umstrukturierungsmaßnahmen. Unsere zwischenzeitlichen Bemühungen, in Gesprächen mit der Arbeitgeberseite eine Lösung zu finden, sind wegen der Uneinigkeit zwischen den Ministerien ohne Ergebnis geblieben. Noch immer besteht keine Bereit-schaft des Bundes, mit uns einen ver-bindlichen Vertrag aus Anlass der vorgesehenen Reform der WSV abzuschließen!

Merkel Steinbrück

Insbesondere das Bundesinnenministerium lehnt weiterhin einen Tarifvertrag ab! Daher stellt sich die Frage immer mehr: Wenn Verkehrsminister Dr. Ramsauer

PeterxRamsauer_34979794.onlineBild

seine Versprechen ernst meint und wenn der Minister möchte, dass die Beschäftigten Vertrauen in die WSV-Reform haben, warum werden seine Versprechen nicht tarifvertraglich ver-einbart? Warum setzt sich der Verkehrsminister dann nicht gegenüber dem Innenminister durch? Damit muss Schluss sein: Die Bundeskanzlerin als oberste Repräsentantin der Bundesregierung hat es in der Hand, Vertrauen und Glaubwürdigkeit gegenüber der Bundesregierung wieder herzustellen! Die Folge der bisherigen Verweigerungshaltung ist, dass der Arbeitskampf, unter dem die Schifffahrt leidet, fortgesetzt werden muss. Wir wollen tarifvertragliche Verbindlichkeit für die Zusagen von Bundes-verkehrsminister Dr. Ramsauer. Wir wollen Rechtsansprüche der Beschäftigten, die nicht mehr arbeitsvertraglich oder durch Änderungskündigung beseitigt werden können. Dies werden wir nur mit wirkungsvollen Streiks erreichen können! Euer ver.di-Tarifsekretariat für den öffentlichen Dienst Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Gespräche ohne Ergebnis - BMVBS und BMI uneins: Jetzt ist die Bundeskanzlerin in der Verantwortung!

http://www.ksta.de/wirtschaft/schifffahrt-pause-fuer-schleusenstreiks-in-sicht,15187248,24103038.html

Copyright ksta

SchifffahrtPause für Schleusenstreiks in Sicht

Ein Frachtschiff fährt in die Schleusenkammer der Moselschleuse Lehmen ein.  Foto: dpa
Schleuse auf - Schleuse zu: Für einige Binnenschiffer hat die lange Warterei ein Ende, für andere geht sie weiter. Die Mitarbeiter der Schifffahrtsverwaltung kämpfen entschlossen für sichere Jobs.
Duisburg. Im Tarifstreit bei der bundeseigenen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) lässt die Gewerkschaft Verdi Dampf ab. Aus Rücksicht auf die Binnenschifffahrt sei geplant, in einigen Bereichen eine Streikpause einzulegen, teilte Verdi am Mittwoch in Berlin mit. Es gebe Signale für eine Streikpause vor allem aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaft bedauerte ausdrücklich die Auswirkungen auf die Frachtschiffe und Ausflugsdampfer. Für die bundesweit rund 12 000 Beschäftigten der WSV fordert die Gewerkschaft einen neuen Tarifvertrag, in dem unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Das lehnt das Bundesverkehrsministerium ab. Die mündlichen Zusagen, dass durch die Reform keine betriebsbedingten Kündigungen geplant seien, reiche nicht aus, betonte ein Verdi-Sprecher. Wegen eines Umbaus der Aufsichtsbehörde sollen nach Angaben der Gewerkschaft bis zu einem Viertel der Stellen wegfallen. Der Ausstand ging am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen und Bayern weiter. „In den bestreikten Gebieten liegt die Schifffahrt danieder“, sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer in Düsseldorf. Schwerpunkte registrierte die WSV im Ruhrgebiet, wo mehr als 90 Schiffe festsaßen. Am Neckar und Main ging für jeweils rund 50 Schiffe nichts mehr und an Schleusen des Mittellandkanals mussten sich 36 Schiffe nach Angaben der Behörde auf lange Wartezeiten einstellen. Unterdessen verteidigte Verdi den Streik gegen die Kritik der Binnenschiffer. Eine Verdi-Sprecherin betonte am Mittwoch in Berlin, die Gewerkschaft habe Verständnis für die Situation der Schifffahrt. „Aber der Bund könnte den Ausstand beenden, indem er an den Verhandlungstisch zurückkehrt.“ Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hatte erklärt: Der Streik treffe das Gewerbe und die verladende Wirtschaft besonders hart, nachdem die Hochwasserkatastrophe im Juni den Schiffverkehr über Wochen in bestimmten Regionen Deutschlands unmöglich gemacht hatte. Mit einem wochenlangen bundesweiten Streik brächte Verdi einzelne Unternehmer aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage in existenzielle Nöte. Nach weiteren Angaben des BDB wären täglich im Schnitt mehr als 200 Schiffe betroffen, wenn alle Eingangsschleusen vom Rhein zu den Nebenwasserstraßen in Deutschland bestreikt würden. Den finanziellen Schaden taxierte der Verband in dem Fall auf eine Summe von knapp einer halben Million Euro täglich. Nach Angaben des Leiters des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Duisburg-Meiderich, Hermann Poppen, bleiben derzeit viele Kapitäne mit ihren Schiffen in den Häfen liegen, um flexibler zu sein. In Häfen wie Duisburg könnten sie dann ihr Auto vom Schiff auf das Land setzen. Am Mittwoch hatten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen mehr als 550 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) gestreikt. Die Arbeitsniederlegungen sollen an diesem Donnerstag auf Rheinland-Pfalz und Saarbrücken ausgeweitet werden. (dpa/lnw)

http://www.nw-news.de/owl/kreis_minden_luebbecke/minden/minden/9078848_1.000_Streikende_an_der_Weser.html

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Minden
1.000 Streikende an der Weser
Verdi-Chef Frank Bsirske will Arbeitskampf auf Nord-Ostsee-Kanal ausweiten
VON JÜRGEN LANGENKÄMPER
 
Protestzug über die Weser | FOTO: ALEX LEHN
 
Minden. Der Arbeitskampf rund um die deutschen Schleusen auf Flüssen und Kanälen erreicht neue Ausmaße: Fast 1.000 Streikende aus drei Bundesländern haben in Minden für einen Tarifvertrag zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung demonstriert. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze. Verdi-Chef Frank Bsirske kündigte eine Ausweitung der Streiks an.
Die mittlerweile vierte Streikwelle seit Beginn der Auseinandersetzung am 8. Juli führte 20 Busse mit WSV-Beschäftigten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen nach Minden. Zwei Demonstrationszüge zogen unter großem Medienaufgebot zum Wesertor, wo sie sich wieder vereinten und zur Schlagde zogen. Dort erwartete die Streikenden die lautstarke Kritik der Binnenschiffer, die unter den Streiks zu leiden haben. Bei dem Streik geht es um die vom Bund geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Demnach soll die Zahl der Behörden bis 2020 von derzeit 53 auf 34 sinken, die Zahl der Beschäftigten – ohne Entlassungen – von 12.500 auf rund 10.000. Verdi will erreichen, dass die Bundesregierung einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung vereinbart und darin betriebsbedingte Kündigungen und Versetzungen ausschließt.

Bsirske äußerte sich aber auch vorsichtig optimistisch

Bsirske warf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vor, seit November 2012 Verhandlungen über einen Tarifvertrag auszuweichen. Ein Schreiben des Ministers, in dem Ramsauer zusichert, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu wollen, bezeichnete Bsirske als unzureichend. Eine solche einseitige Zusage habe weder bei einem möglichen Nachfolger des Ministers noch vor Arbeitsgerichten Bestand. Bsirske äußerte sich aber auch vorsichtig optimistisch: Inhaltlich stimme Ramsauer Forderungen der Beschäftigten zu, so Bsirskes Einschätzung. Deshalb habe er Hoffnung, dass der Konflikt gelöst werden könne. Für die nahe Zukunft kündigte der Verdi-Chef an, Streiks, die bislang meist von Dienstag bis Freitag dauerten, um die Schifffahrt zu schonen, auf ganze Wochen auszudehnen. Auch eine Ausweitung auf den Nord-Ostsee-Kanal sei möglich, da dies die Einnahmen des Bundes stark, aber mittelständische Binnenschiffer nicht treffen würde.
 
 

Lautstarker Protest der Binnenschiffer

Minden (lkp). Sie sind nicht der Tarifgegner der Streikenden, aber keiner leidet unter den Zwangspausen infolge der Arbeitsniederlegungen so wie sie: die Binnenschiffer. Dem Aufruf zu einer Mahnwache in Minden sind etwa 50 Teilnehmer gefolgt. Sie protestieren lautstark, unterstützt durch die Schiffspfeife, gegen die Streikpolitik von Verdi. Etliche der betroffenen Teilnehmer stammen aus den Niederlanden und Belgien. "Die Binnenschifffahrt hat zu 90 bis 95 Prozent Familienbetriebe", sagt Demo-Initiator Axel Götze-Rohen aus Xanten. Wenn an Schleusen gestreikt werde und die Binnenschiffer nicht fahren könnten, bedeute dies Verluste von einem Euro pro Tonne und Tag. Besonders schlimm sei das, wenn Kredite zu bedienen sind. "Hier verlieren kleine Unternehmer richtig viel Geld, das ist nicht wieder reinzuholen", warnte er vor den Folgen in einer durch Wirtschafts- und Finanzkrise und den jüngsten langen Winter schwierigen Situation. Mehrere Unternehmen der Binnenschifffahrt wollen inzwischen per Gericht gegen die Streiks an den Schleusen vorgehen. Sie hoffen, den Arbeitskampf mit Hilfe eines gerichtlichen Eilbeschlusses zu stoppen.
 

http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt19752.html

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Unternehmen wollen gegen Schleusenstreik klagen

  Mathias Stein Streik  
Mehrere Unternehmen der Binnenschifffahrt wollen per Gericht gegen die Streiks an den Schleusen vorgehen. Das teilte ihr Bundesverband am Donnerstag (22.08.2013) mit. Die Unternehmen wollten per gerichtlichem Eilbeschluss die Streiks stoppen, weil die streikbedingten Umsatzausfälle bei den unbeteiligten Binnenschiffern inzwischen dramatische Ausmaße annähmen. Die Gewerkschaft Verdi ruiniere mit ihren Streikaufrufen gut funktionierende Mittelstandsunternehmen, hieß es. Die vierte Streikwelle läuft seit Dienstag (20.08.2013).  
   
 

Streiks an Schleusen bringen Schifffahrt erneut zum Erliegen

An Dutzenden Schleusen in NRW, Niedersachsen und Bremen ist die Schifffahrt am Dienstag (20.08.2013) abermals zum Erliegen gekommen. Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) streiken erneut für den Erhalt ihrer Jobs. In NRW seien vornehmlich Kanalschleusen im Ruhrgebiet betroffen, teilte die WSV am Dienstag mit. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt hatte den Streik zuletzt als unangemessen hart kritisiert. Pro Streiktag müsse ein Schiff bis zu 2.000 Euro Einbußen hinnehmen, hieß es. Die WSV betreibt nach eigenen Angaben bundesweit 450 Schleusen, 290 Wehre, vier Hebewerke, 15 Kanalbrücken und zwei Talsperren.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tarifkonfliktwsv100.html

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Hintergrund

Der Streik an den Schleusen

Seit Tagen streiken die Schleusenwärter. Auslöser war eine Reform der Schifffahrtsverwaltung. Im Kern des Konflikts steht dabei aber auch eine Grundsatzfrage: Was ist wichtiger - das Wort eines Ministers oder ein gültiger Tarifvertrag?

Von Jan Ehlert, tagesschau.de

Seit Wochen streiken die Schleusenmitarbeiter in Deutschland. Und eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht: Denn die letzte Verhandlungsrunde am 29. Mai blieb ergebnislos, seitdem reden beide Seiten nicht mehr miteinander.

Schiffe warten vor der Schleuse in Friedrichsfeld
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Stau auf dem Wasser: Seit Wochen streiken die Schleusenwärter, wie hier bei Friedrichsfeld.

Hintergrund des Konflikts ist die vom Verkehrsministerium geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Die Bundesbehörde ist zuständig für die Regelung des Schiffsverkehrs und die Verwaltung der Bundeswasserstraßen - also der Flüsse und Kanäle, die für die Binnenschifffahrt genutzt werden. Insgesamt sind das 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen und 7350 Kilometer Binnenwasserstraßen. Pro Jahr werden dort 58,5 Milliarden Tonnenkilometer bewegt. Die WSV verwaltet zudem die 450 Schleusenkammern, 290 Wehre und vier Schiffshebewerke in Deutschland.

Weniger Behörden, mehr Effizienz

Pläne, die WSV zu reformieren, gibt es bereits seit 1993. Passiert ist bislang wenig. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das nun ändern: Durch die Reform soll "die Leistungsfähigkeit der Verwaltung für die Bundeswasserstraßen erhalten sowie Kompetenz und Arbeitsplätze dauerhaft in der WSV gesichert werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Konkret bedeutet dies: Wasserstraßen, auf denen viel Verkehr herrscht, sollen verstärkt ausgebaut werden. Dafür wurden die sieben Direktionen der Behörde zum 1. Mai 2013 zu einer Generaldirektion zusammengelegt. Stilllegungen von Schleusen sind nicht geplant. Die Zahl der Unterbehörden soll aber in weiteren Schritten stark reduziert werden - von 53 auf 34 Behörden.

Das bedeutet auch: Es fallen Arbeitsplätze weg. Die Rede ist von bis zu 3000 Vollzeitstellen, also rund ein Viertel der 13.000 Stellen der WSV. Allerdings: Dies werde sozialverträglich geschehen, betont Ramsauer: "Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen, keine Versetzungen gegen den Willen der Beschäftigten, keine finanziellen Einbußen beim Entgelt."

Ver.di: Ramsauers Zusagen haben keine Gültigkeit

Verkehrsminister Ramsauer
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Seine Zusagen sind rechtlich bindend, sagt Verkehrsminister Ramsauer. Das hat er sich wissenschaftlich bestätigen lassen.

Das klingt eindeutig - ist es aber nicht, kritisiert Jochen Penke, Fachbereichsleiter der Gewerkschaft ver.di: "Was das Ministerium hier verspricht, ist nur ein Placebo!" Denn die Pläne zur Umstrukturierung der WSV stünden unter dem Haushaltvorbehalt des Innenministers. Darauf könnte sich Verkehrsminister Peter Ramsauer oder sein Amtsnachfolger jederzeit berufen, um die Zusagen zurückzunehmen. "Wenn alles so ist, wie Herr Ramsauer es sagt: Warum unterzeichnet er dann nicht einen Tarifvertrag, um die Zusagen rechtsverbindlich zu machen?"

Genau dazu aber ist Ramsauer nicht bereit. Er spricht von Forderungen der Gewerkschaft, die mit der WSV-Reform nichts zu tun hätten. Die Zusagen seines Ministeriums seien aber rechtlich verbindlich. Er verweist dazu auf ein Gutachten des Arbeitsrechtsexperten Gregor Thüsing von der Universität Bonn, das Ramsauer in Auftrag gegeben hatte. Darin heißt es: Es "besteht ein einklagbarer Anspruch der Mitarbeiter darauf, dass die Zusagen eingehalten werden. Ein einseitiger Änderungs- oder Widerrufsvorbehalt wurde nicht vereinbart."

Der Bundesrat darf nicht mitentscheiden

Kritik am Vorgehen des Verkehrsministeriums kommt auch aus den Ländern. Ursprünglich sollte die Reform durch ein "Zuständigkeitsanpassungsgesetz" von Bundestag und Bundesrat legitimiert werden. Dieser Entwurf wurde jedoch zurückgezogen. Stattdessen ist die Reform nun als "verwaltungsinterne Umstrukturierung" klassifiziert, eine Zustimmung der Länderkammer ist damit nicht mehr nötig.

Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause ein umfangreiches Programm absolviert.
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Im Bundesrat gibt es Kritik an der Reform. Mitentscheiden dürfen die Länder jedoch nicht.

"Das ist schon ein starkes Stück. Der Bund arbeitet bereits seit mehreren Jahren an der Reform, uns lagen Gesetzentwürfe zur Stellungnahme vor und in einer Nacht- und Nebelaktion wird das ganze Gesetzgebungsverfahren dann plötzlich abgeblasen", kritisiert Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhold Meyer, SPD. Dieses "trickreiche Umgehen von Parlaments- und Länderbeteiligung" sei weder politisch noch rechtlich hinnehmbar.

Zudem sei das Ziel verfehlt, durch die Zusammenlegung von Behörden mehr Effizienz zu schaffen, verfehlt, so Meyer weiter. So sollten nun Aufgaben, die den schleswig-holsteinischen Nord-Ostsee-Kanal betreffen künftig aus Niedersachsen wahrgenommen werden. "Das geht an der Wirklichkeit vorbei", sagt Meyer.

Die Fronten sind also verhärtet, die Streiks der Schleusenmitarbeiter werden fortgesetzt. Vermutlich demnächst auch vor Gericht: Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt hält die Streiks für rechtswidrig. Mit einem gerichtlichen Eilbeschluss will er weitere Arbeitsniederlegungen verhindern.

Stand: 22.08.2013 17:29 Uhr

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http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_65037570/schleusenstreik-wird-fortgesetzt.html

Wirtschaft

Schleusenstreik wird fortgesetzt

19.08.2013, 18:34 Uhr | dpa-AFX

HANNOVER (dpa-AFX) - Dutzende Schiffskapitäne in Niedersachsen und Bremen müssen auch heute (Dienstag) wieder eine Zwangspause einlegen. Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wollen ihren Streik wieder aufnehmen und bis Donnerstag fortsetzen. Unter anderem wird wieder der Mittellandkanal betroffen sein. Allerdings hat die Gewerkschaft Verdi den Arbeitskampf früh bekanntgegeben. "Die rechtzeitige Ankündigung soll den Binnenschiffern helfen, sich darauf einzustellen", schreibt die Arbeitnehmerorganisation. Hintergrund des Streiks ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dem nach Befürchtungen der Gewerkschaft bis zu 3.000 der 12.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt kritisierte den Streik als unangemessen hart. Grob kalkuliert belaufe sich der Schaden bei einem liegenden Schiff auf 1.500 bis 2.000 Euro pro Tag. Copyright T-Online

Verdi-Bundesvorstand Meerkamp"Wir können die Schifffahrt lahmlegen"

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/media/nordmagazin18487.html Copyright NDR klasse 15.08.2013 10:50 Uhrvon Simon Frost

http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/verdi-bundesvorstand-meerkamp-wir-koennen-die-schifffahrt-lahmlegen/8640896.html

Copyright tagespiegel danke

Die Schleusenwärter setzen ihren Streik fort. Mit Unterbrechungen dauert er seit Anfang Juli. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel sagt Verdi-Bundesvorstand Meerkamp, warum noch kein Ende in Sicht ist.

Seit Juli streiken die Schleusenwärter – tageweise und regional unterschiedlich. Die Gewerkschaft Verdi will über einen Zusatztarifvertrag eine Beschäftigungsgarantie für die rund 12 000 Bundesbeschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) erreichen. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) verweist auf eine von ihm gegebene Zusage. Binnenschiffer beklagen inzwischen einen zweistelligen Millionenverlust. Herr Meerkamp, warum ist die Lage zwischen Verdi und dem Bund so verfahren? Wenn es zu Streiks kommt, ist die Situation zwischen den Tarifparteien immer kompliziert.
Im aktuellen Fall der WSV habe ich den Bund bereits im November 2012 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Jetzt haben wir August 2013. Der Bund hat auf unsere Aufforderung sehr spät reagiert. Die Tarifgespräche verliefen ergebnislos. Erst als es auch auf Warnstreiks keine Reaktion gab, haben wir dann mit Streiks begonnen. Der Bund hält eine schriftliche Beschäftigungsgarantie für die WSV-Beschäftigten des Verkehrsministers für ausreichend. Das sehe ich völlig anders. Die Beschäftigten brauchen Rechtssicherheit. Die ist mit der Zusage eines Ministers, von dem man nicht weiß, wie lange er im Amt bleibt, nicht gegeben. Im Rahmen des WSV-Umbaus könnten bis zu 3000 Stellen wegfallen. Das soll aber wohl sozialverträglich erfolgen. Das wissen wir eben nicht. Die Details der Reform liegen ja noch gar nicht vor. Aber es gibt noch einen weiteren Punkt: Die FDP, die maßgeblich für die Reform verantwortlich ist, dringt auf Privatisierungen. Wir wissen aber nicht, was ausgelagert werden soll und welche Effekte das auf die Stellensituation haben wird. Das Verkehrsministerium sagt, Verdi habe die Beschäftigungsgarantie für den gesamten Geschäftsbereich des Ministeriums durchsetzen wollen. Da ist ein Teil Wahrheit dran. Wir würden gerne sehen, dass nicht nur die WSV, sondern insbesondere der Deutsche Wetterdienst in die Regelung einbezogen wird. Dort sollen in nächster Zeit einige hundert Stellen wegfallen. Aber: Gewerkschaften machen keine Vorbedingungen für Gespräche. Umgekehrt hat die Arbeitgeberseite vorab mitgeteilt, was alles nicht möglich ist. Deshalb ist es nicht zu Verhandlungen gekommen.  
Achim Meerkamp Foto: promop
Welche Wirkung sehen Sie durch die derzeitigen Streiks? Wir sehen erhebliche Wirkung. Die Rückmeldungen aus Binnenschifffahrt, Tourismus und Politik sind deutlich und nicht immer positiv. Wir haben Meldungen auch von ersten Insolvenzen in der Binnenschifffahrt, die angeblich durch den Streik bedingt sind. Insolvente Binnenschiffer können nicht der gewünschte Effekt sein. Das ist natürlich nicht unser Ziel. Wir raten den Betroffenen, sich mit der Bundesregierung in Verbindung setzen – sie hat es in der Hand, solche Effekte zu verhindern. Doch der Politik scheinen die Effekte noch nicht zu reichen.  
Welche Eskalationsstufen haben Sie jetzt noch zur Verfügung? Wir organisieren den Streik derzeit noch moderat: sehr flexibel und regional unterschiedlich. In dieser Woche beginnen wir mit der Küste und dem Nordostseekanal. Wir haben inzwischen deutlich gemacht, dass wir deutschlandweit in der Lage sind zu agieren. Wir können die Binnenschifffahrt deutschlandweit lahmlegen – das wäre die letzte Eskalationsstufe. Glauben Sie an einen Erfolg so kurz vor der Bundestagswahl? Natürlich. Sonst würden wir den Arbeitskampf nicht führen.   Achim Meerkamp ist bei der Gewerkschaft Verdi für Bund und Länder zuständig. Mit ihm sprach Simon Frost.
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http://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/politik/schleusenstreik-angst-vor-horror-szenario-d332730.html Copyright localkompass.de

Schleusenstreik: Angst vor Horror-Szenario

Von Dienstag, 20. August, bis Samstag, 24. August, hat die Gewerkschaft Verdi erneut alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Streik aufgerufen.

Verdi: 3.000 Arbeitsplätze gefährdet

Der Arbeitskampf richtet sich gegen die Reformpläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Verdi sieht dadurch 3.000 Arbeitsplätze gefährdet und will Tarifgespräche erzwingen – bisher jedoch ohne Erfolg. Direkt betroffen hiervon sind auch etwa zehn Anlieger im Gelsenkirchener Hafen. Zusammen mit Hafenbetreiber Gelsen-Log und dem Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BöB) appellieren sie an Verdi und das Bundesverksehrsministerium, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Binnenschifffahrt arg gebeutelt

„Hier wird ein Kampf auf dem Rücken der Industrie ausgetragen, der für uns nicht nachvollziehbar ist. Ein solches Horror-Szenario hat unser Wasserstraßen-System in den letzten 25 Jahren nicht erlebt. Unsere Kunden haben sich auf dieses System verlassen, das durch die Streiks nicht mehr planbar ist“, erklärte gestern BöB-Präsident Schäfer im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Streiks hätten nicht nur Auswirkungen auf die Volkswirtschaft, sondern schädigten darüber hinaus auch die Binnenschifffahrt, die ohnehin zuletzt durch das Hochwasser arg gebeutelt worden sei, so Schäfer weiter.

Längerer Streik wäre eine Katastrophe

Konkrete Beispiele für die Auswirkungen lieferten einige betroffene Anlieger im Gelsenkirchener Hafen. So sprach Klaus Waschkowitz, Geschäftsführer der Schrottaufbereitung Mandel, von „einer logistischen Herausforderung“, während Matthias Syben (Südhannoversche Mühlenwerke) noch konkreter wurde: „Das logistische Umschwenken von Schiff zu Lkw kostet uns pro Schiff 15.000 Euro. Ein längerer Streik wäre für uns eine Katastrophe.“ Und Barbara Guthardt (Müller´s Mühle) ergänzte: „Die nächsten 60 Container werde ich jedenfalls nicht über den Wasserweg einplanen, weil das Risiko durch den Streik einfach zu groß ist.“   http://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Stillstand-am-Nord-Ostsee-Kanal-Die-Fronten-sind-verhaertet Copyright LN
Brunsbüttel/Kiel

Stillstand am Nord-Ostsee-Kanal: Die Fronten sind verhärtet

Schifffahrt auf der Wasserstraße weiter lahmgelegt. Kritik an Streik wird immer lauter.
Streikende Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sitzen auf einer Kaimauer in Kiel. An zahlreichen Schleusen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ruhte gestern die Arbeit.
Streikende Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sitzen auf einer Kaimauer in Kiel. An zahlreichen Schleusen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ruhte gestern die Arbeit.
© Foto: dpa
http://www.lokalkompass.de/dinslaken/politik/streik-auf-den-wasserstrassen-d332443.html Copyright Lokalkompass

Streik auf den Wasserstraßen

Zu dem derzeitigen Entwicklungen bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nimmt Sascha H. Wagner, DIE LINKE Stellung: Arbeitgeber halten sich gerne alle Türen auf und doch wurde schon 1871 der erste Tarifvertrag im Kaiserreich geschlossen. Heute verweigern die Minister Ramsauer als Verkehrsminister und Hans-Peter Friedrich als Tarifminister bzw. Innenminister den Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung. Der Arbeitgeber will die Wasserstraßenverwaltung neu ordnen und dabei 25 Prozent der Mitarbeiter einsparen. Obwohl die Wasserstraßen seit Jahrzehnten kaputt gespart werden, will Schwarz-Gelb so weiter machen.
Mathias Stein Streik
chleusenstreiks Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme 15.08.2013 | 07:00 Uhr Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme Mit dem Boot um den Baldeneysee – aber nicht durch die Schleuse. Jedenfalls von Dienstag bis Samstag, solange werden diese bestreikt.Foto: Kerstin KokoskaEssen. Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi ruft bis Freitag alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen. Das bringt die Weiße Flotte ins Wanken. Hätte sie nicht einen Plan B. 700 Fahrgäste müssen wegen des Streiks umgebucht werden.Vom schönen Baldeneysee aus könne man die Weltmeere erobern, erzählt Franz-Josef Ewers gerne. Und der Geschäftsführer der Weißen Flotte gibt zu bedenken: „Umgekehrt geht das nicht.“ Wer nun vorhatte, das ausgerechnet nächste Woche zu tun, muss das wohl verschieben: Denn von Dienstag bis Freitag sind alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Und das hat nicht nur zur Folge, dass man vom See gar nicht wegkäme, sondern es trifft vor allem die Personenschifffahrt in der Hauptsaison. Hätte die Flotte nicht einen Plan B. Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach MünsterEs ist Hauptsaison bei der Weißen Flotte, die meisten Fahrten sind lang im Voraus ausgebucht. In sechs Tagen schippert der Kahn da schon mal 700 Personen durch die Wasserstraßen. So auch in der kommenden Woche – eigentlich. Denn aus der Fünf-Schleusen-Fahrt am Dienstag wird wohl nichts, wenn diese zeitgleich bestreikt werden. Und auch die Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach Münster muss verlegt werden, zumindest deren Startpunkt am Donnerstag. „Wir waren stolz auf die Auslastung“, sagt Ewers. Und müssten diese Ausflüge aufgrund der Schleusen-Streiks nun komplett ausfallen, „das wäre für uns ein Minus, das wir in keinster Weise wieder einfahren könnten“, betont Ewers, „ganz zu schweigen von dem Image-Schaden.“Allein die verkauften 700 Tickets für die kommende Woche haben einen Wert von 38.000 Euro, zuzüglich rund 7.000 Euro Verzehr an Bord, im Schnitt 10 Euro für Kaffee und Kuchen pro Person gerechnet. Diese 45.000 Euro Verlust würden für die Weiße Flotte allein 3 Prozent des Gesamtjahresumsatz bedeuten – von den Stornogebühren bei den gebuchten Hotels mal abgesehen. Das wären nochmals rund 8.000 Euro, so Ewers. Außerdem spricht der Geschäftsführer von rund 30.000 Euro Einbußen der Weißen Flotte, die die Schleusen-Streiks bisher schon verursacht haben. „Wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“Es ist innerhalb weniger Wochen bereits der vierte Streik der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), „und wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“, versichert Michael Kötzing, Landesfachbereichsleiter von Verdi, „die Eskalationsschraube ist noch nicht am Ende.“ Schleusenstreik Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRW Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRWDie Kanalschleusen in NRW sind wieder geöffnet. Ein Ende des Arbeitskampfes ist aber nicht in Sicht. Denn kaum fließt der Schiffsverkehr wieder, droht Verdi schon mit der nächsten Streikwelle. Komme es nicht zu Tarifverhandlungen mit der Bundesregierung, wird wohl ab 20. August wieder gestreikt.Verständnis habe Franz-Josef Ewers für die Ziele der Gewerkschaft ja schon, auch für die bisherigen Aktionen, „aber jetzt trifft es uns eben richtig“. Dabei hieß es in der offiziellen Streik-Mitteilung von Verdi: „Die rechtzeitige Ankündigung soll den Binnenschiffern, Häfen und anderen Betroffenen helfen, sich darauf einzustellen.“ Rechtzeitig ist dabei wohl Ansichtssache. Denn 700 Fahrgäste binnen fünf Tagen mit einem Plan B zufrieden zu stellen, ist nicht nur ein großer verwaltungstechnischer Aufwand. „Ständig rufen Kunden an und fragen, ob ihr gebuchter Ausflug stattfindet“, berichtet Ewers. Keine Probleme für GüterverkehrUnd tatsächlich, alle geplanten Touren finden auch in der Streikzeit statt – denn Ewers und seine Mitarbeiter haben kurzfristig umdisponiert: Die Fünf-Schleusenfahrt wird einfach um einen Tag vorverlegt, die Drei-Tages-Tour umgelegt – auf eine Schleusen freie Strecke (Details siehe Infokasten). Wer damit nicht einverstanden ist oder am Ausweichtermin keine Zeit hat, der kann wahrscheinlich sein Geld zurück bekommen. Da wolle man sich entgegenkommend zeigen, „das ist kein Muss, der Streik ist ja nicht unsere Schuld“, sagt Ewers.Bei der Last- und Güterschifffahrt ist man dagegen ziemlich gelassen. „Für uns sind drei, vier Tage Streik nicht so dramatisch“, so Hafenleiter Ralf Fink. Dringende Güter, zum Beispiel Produktionsmaterial und Rohstoffe, werden eben auf Lastwagen verlagert. Das sei aber nur für den End-Kunden kostenaufwändiger. Die Mitarbeiter im Hafen kämen höchstens auf Überstunden, wenn nach dem Streik plötzlich alle vor der Schleuse „im Stau“ stehen. Dann wird das Zeitfenster schon mal enger. Es gibt eben keine Umleitungen auf dem Wasser. Auch nicht zu den Weltmeeren. Planänderungen für die Touren der Weißen FlotteVon Dienstag (20.8., 6 Uhr) bis Samstag (24.8., 6 Uhr) ruft die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Streik auf.Grund sind geplante Umstrukturierungen der Bundesregierung, laut Verdi befürchten 12.000 Mitarbeiter den Verlust von 3.000 ArbeitsplätzenZwei Touren der Weißen Flotte beeinträchtigt der Streik: Die Fünf-Schleusen-Fahrt wird vom 20.8. auf 19.8. vorverlegt, die Drei-Tages-Fahrt nach Münster startet für alle von Herne-Ost.Alle Fahrgäste werden von den geplanten Startpunkten mit dem Bus kostenlos abgeholtAlle Infos: 18 57 99 0Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme - Essen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/essen/streiks-der-schleusenwaerter-machen-weisser-flotte-probleme-id8316786.html#1851629021
chleusenstreiks Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme 15.08.2013 | 07:00 Uhr Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme Mit dem Boot um den Baldeneysee – aber nicht durch die Schleuse. Jedenfalls von Dienstag bis Samstag, solange werden diese bestreikt.Foto: Kerstin KokoskaEssen. Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi ruft bis Freitag alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen. Das bringt die Weiße Flotte ins Wanken. Hätte sie nicht einen Plan B. 700 Fahrgäste müssen wegen des Streiks umgebucht werden.Vom schönen Baldeneysee aus könne man die Weltmeere erobern, erzählt Franz-Josef Ewers gerne. Und der Geschäftsführer der Weißen Flotte gibt zu bedenken: „Umgekehrt geht das nicht.“ Wer nun vorhatte, das ausgerechnet nächste Woche zu tun, muss das wohl verschieben: Denn von Dienstag bis Freitag sind alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Und das hat nicht nur zur Folge, dass man vom See gar nicht wegkäme, sondern es trifft vor allem die Personenschifffahrt in der Hauptsaison. Hätte die Flotte nicht einen Plan B. Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach MünsterEs ist Hauptsaison bei der Weißen Flotte, die meisten Fahrten sind lang im Voraus ausgebucht. In sechs Tagen schippert der Kahn da schon mal 700 Personen durch die Wasserstraßen. So auch in der kommenden Woche – eigentlich. Denn aus der Fünf-Schleusen-Fahrt am Dienstag wird wohl nichts, wenn diese zeitgleich bestreikt werden. Und auch die Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach Münster muss verlegt werden, zumindest deren Startpunkt am Donnerstag. „Wir waren stolz auf die Auslastung“, sagt Ewers. Und müssten diese Ausflüge aufgrund der Schleusen-Streiks nun komplett ausfallen, „das wäre für uns ein Minus, das wir in keinster Weise wieder einfahren könnten“, betont Ewers, „ganz zu schweigen von dem Image-Schaden.“Allein die verkauften 700 Tickets für die kommende Woche haben einen Wert von 38.000 Euro, zuzüglich rund 7.000 Euro Verzehr an Bord, im Schnitt 10 Euro für Kaffee und Kuchen pro Person gerechnet. Diese 45.000 Euro Verlust würden für die Weiße Flotte allein 3 Prozent des Gesamtjahresumsatz bedeuten – von den Stornogebühren bei den gebuchten Hotels mal abgesehen. Das wären nochmals rund 8.000 Euro, so Ewers. Außerdem spricht der Geschäftsführer von rund 30.000 Euro Einbußen der Weißen Flotte, die die Schleusen-Streiks bisher schon verursacht haben. „Wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“Es ist innerhalb weniger Wochen bereits der vierte Streik der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), „und wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“, versichert Michael Kötzing, Landesfachbereichsleiter von Verdi, „die Eskalationsschraube ist noch nicht am Ende.“ Schleusenstreik Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRW Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRWDie Kanalschleusen in NRW sind wieder geöffnet. Ein Ende des Arbeitskampfes ist aber nicht in Sicht. Denn kaum fließt der Schiffsverkehr wieder, droht Verdi schon mit der nächsten Streikwelle. Komme es nicht zu Tarifverhandlungen mit der Bundesregierung, wird wohl ab 20. August wieder gestreikt.Verständnis habe Franz-Josef Ewers für die Ziele der Gewerkschaft ja schon, auch für die bisherigen Aktionen, „aber jetzt trifft es uns eben richtig“. Dabei hieß es in der offiziellen Streik-Mitteilung von Verdi: „Die rechtzeitige Ankündigung soll den Binnenschiffern, Häfen und anderen Betroffenen helfen, sich darauf einzustellen.“ Rechtzeitig ist dabei wohl Ansichtssache. Denn 700 Fahrgäste binnen fünf Tagen mit einem Plan B zufrieden zu stellen, ist nicht nur ein großer verwaltungstechnischer Aufwand. „Ständig rufen Kunden an und fragen, ob ihr gebuchter Ausflug stattfindet“, berichtet Ewers. Keine Probleme für GüterverkehrUnd tatsächlich, alle geplanten Touren finden auch in der Streikzeit statt – denn Ewers und seine Mitarbeiter haben kurzfristig umdisponiert: Die Fünf-Schleusenfahrt wird einfach um einen Tag vorverlegt, die Drei-Tages-Tour umgelegt – auf eine Schleusen freie Strecke (Details siehe Infokasten). Wer damit nicht einverstanden ist oder am Ausweichtermin keine Zeit hat, der kann wahrscheinlich sein Geld zurück bekommen. Da wolle man sich entgegenkommend zeigen, „das ist kein Muss, der Streik ist ja nicht unsere Schuld“, sagt Ewers.Bei der Last- und Güterschifffahrt ist man dagegen ziemlich gelassen. „Für uns sind drei, vier Tage Streik nicht so dramatisch“, so Hafenleiter Ralf Fink. Dringende Güter, zum Beispiel Produktionsmaterial und Rohstoffe, werden eben auf Lastwagen verlagert. Das sei aber nur für den End-Kunden kostenaufwändiger. Die Mitarbeiter im Hafen kämen höchstens auf Überstunden, wenn nach dem Streik plötzlich alle vor der Schleuse „im Stau“ stehen. Dann wird das Zeitfenster schon mal enger. Es gibt eben keine Umleitungen auf dem Wasser. Auch nicht zu den Weltmeeren. Planänderungen für die Touren der Weißen FlotteVon Dienstag (20.8., 6 Uhr) bis Samstag (24.8., 6 Uhr) ruft die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Streik auf.Grund sind geplante Umstrukturierungen der Bundesregierung, laut Verdi befürchten 12.000 Mitarbeiter den Verlust von 3.000 ArbeitsplätzenZwei Touren der Weißen Flotte beeinträchtigt der Streik: Die Fünf-Schleusen-Fahrt wird vom 20.8. auf 19.8. vorverlegt, die Drei-Tages-Fahrt nach Münster startet für alle von Herne-Ost.Alle Fahrgäste werden von den geplanten Startpunkten mit dem Bus kostenlos abgeholtAlle Infos: 18 57 99 0Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme - Essen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/essen/streiks-der-schleusenwaerter-machen-weisser-flotte-probleme-id8316786.html#1851629021
chleusenstreiks Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme 15.08.2013 | 07:00 Uhr Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme Mit dem Boot um den Baldeneysee – aber nicht durch die Schleuse. Jedenfalls von Dienstag bis Samstag, solange werden diese bestreikt.Foto: Kerstin KokoskaEssen. Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi ruft bis Freitag alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen. Das bringt die Weiße Flotte ins Wanken. Hätte sie nicht einen Plan B. 700 Fahrgäste müssen wegen des Streiks umgebucht werden.Vom schönen Baldeneysee aus könne man die Weltmeere erobern, erzählt Franz-Josef Ewers gerne. Und der Geschäftsführer der Weißen Flotte gibt zu bedenken: „Umgekehrt geht das nicht.“ Wer nun vorhatte, das ausgerechnet nächste Woche zu tun, muss das wohl verschieben: Denn von Dienstag bis Freitag sind alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung NRW zum Streik aufgerufen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Und das hat nicht nur zur Folge, dass man vom See gar nicht wegkäme, sondern es trifft vor allem die Personenschifffahrt in der Hauptsaison. Hätte die Flotte nicht einen Plan B. Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach MünsterEs ist Hauptsaison bei der Weißen Flotte, die meisten Fahrten sind lang im Voraus ausgebucht. In sechs Tagen schippert der Kahn da schon mal 700 Personen durch die Wasserstraßen. So auch in der kommenden Woche – eigentlich. Denn aus der Fünf-Schleusen-Fahrt am Dienstag wird wohl nichts, wenn diese zeitgleich bestreikt werden. Und auch die Drei-Tages-Tour über die Kanäle nach Münster muss verlegt werden, zumindest deren Startpunkt am Donnerstag. „Wir waren stolz auf die Auslastung“, sagt Ewers. Und müssten diese Ausflüge aufgrund der Schleusen-Streiks nun komplett ausfallen, „das wäre für uns ein Minus, das wir in keinster Weise wieder einfahren könnten“, betont Ewers, „ganz zu schweigen von dem Image-Schaden.“Allein die verkauften 700 Tickets für die kommende Woche haben einen Wert von 38.000 Euro, zuzüglich rund 7.000 Euro Verzehr an Bord, im Schnitt 10 Euro für Kaffee und Kuchen pro Person gerechnet. Diese 45.000 Euro Verlust würden für die Weiße Flotte allein 3 Prozent des Gesamtjahresumsatz bedeuten – von den Stornogebühren bei den gebuchten Hotels mal abgesehen. Das wären nochmals rund 8.000 Euro, so Ewers. Außerdem spricht der Geschäftsführer von rund 30.000 Euro Einbußen der Weißen Flotte, die die Schleusen-Streiks bisher schon verursacht haben. „Wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“Es ist innerhalb weniger Wochen bereits der vierte Streik der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), „und wir werden erst aufhören, wenn es einen Tarifvertrag gibt“, versichert Michael Kötzing, Landesfachbereichsleiter von Verdi, „die Eskalationsschraube ist noch nicht am Ende.“ Schleusenstreik Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRW Verdi droht mit neuen Streiks an Schleusen in NRWDie Kanalschleusen in NRW sind wieder geöffnet. Ein Ende des Arbeitskampfes ist aber nicht in Sicht. Denn kaum fließt der Schiffsverkehr wieder, droht Verdi schon mit der nächsten Streikwelle. Komme es nicht zu Tarifverhandlungen mit der Bundesregierung, wird wohl ab 20. August wieder gestreikt.Verständnis habe Franz-Josef Ewers für die Ziele der Gewerkschaft ja schon, auch für die bisherigen Aktionen, „aber jetzt trifft es uns eben richtig“. Dabei hieß es in der offiziellen Streik-Mitteilung von Verdi: „Die rechtzeitige Ankündigung soll den Binnenschiffern, Häfen und anderen Betroffenen helfen, sich darauf einzustellen.“ Rechtzeitig ist dabei wohl Ansichtssache. Denn 700 Fahrgäste binnen fünf Tagen mit einem Plan B zufrieden zu stellen, ist nicht nur ein großer verwaltungstechnischer Aufwand. „Ständig rufen Kunden an und fragen, ob ihr gebuchter Ausflug stattfindet“, berichtet Ewers. Keine Probleme für GüterverkehrUnd tatsächlich, alle geplanten Touren finden auch in der Streikzeit statt – denn Ewers und seine Mitarbeiter haben kurzfristig umdisponiert: Die Fünf-Schleusenfahrt wird einfach um einen Tag vorverlegt, die Drei-Tages-Tour umgelegt – auf eine Schleusen freie Strecke (Details siehe Infokasten). Wer damit nicht einverstanden ist oder am Ausweichtermin keine Zeit hat, der kann wahrscheinlich sein Geld zurück bekommen. Da wolle man sich entgegenkommend zeigen, „das ist kein Muss, der Streik ist ja nicht unsere Schuld“, sagt Ewers.Bei der Last- und Güterschifffahrt ist man dagegen ziemlich gelassen. „Für uns sind drei, vier Tage Streik nicht so dramatisch“, so Hafenleiter Ralf Fink. Dringende Güter, zum Beispiel Produktionsmaterial und Rohstoffe, werden eben auf Lastwagen verlagert. Das sei aber nur für den End-Kunden kostenaufwändiger. Die Mitarbeiter im Hafen kämen höchstens auf Überstunden, wenn nach dem Streik plötzlich alle vor der Schleuse „im Stau“ stehen. Dann wird das Zeitfenster schon mal enger. Es gibt eben keine Umleitungen auf dem Wasser. Auch nicht zu den Weltmeeren. Planänderungen für die Touren der Weißen FlotteVon Dienstag (20.8., 6 Uhr) bis Samstag (24.8., 6 Uhr) ruft die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Streik auf.Grund sind geplante Umstrukturierungen der Bundesregierung, laut Verdi befürchten 12.000 Mitarbeiter den Verlust von 3.000 ArbeitsplätzenZwei Touren der Weißen Flotte beeinträchtigt der Streik: Die Fünf-Schleusen-Fahrt wird vom 20.8. auf 19.8. vorverlegt, die Drei-Tages-Fahrt nach Münster startet für alle von Herne-Ost.Alle Fahrgäste werden von den geplanten Startpunkten mit dem Bus kostenlos abgeholtAlle Infos: 18 57 99 0Streiks der Schleusenwärter machen Weißer Flotte Probleme - Essen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/essen/streiks-der-schleusenwaerter-machen-weisser-flotte-probleme-id8316786.html#1851629021
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne